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Patent Searching and Data


Title:
BABY CARRIAGE HAVING A SEAT ASSEMBLY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/005000
Kind Code:
A1
Abstract:
The present disclosure relates to a baby carriage (31) having a frame (32) with at least two wheels (33) and with a seat assembly (1) for supporting a person (2, 3) sitting thereon. The seat assembly (1) comprises a seat surface (4) which is designed to be movable in a driven manner, and/or wherein the seat surface (4) has a plurality of partial surfaces (5, 5a, 5b, 5c, 5d) which are movable in a driven manner. A movement pattern of the seat surface (4) and/or of the partial surfaces (5, 5a, 5b, 5c, 5e) is predetermined so as to simulate the movement of the back of a riding animal in at least one gait. The seat assembly (1) comprises a kinematic unit (6) for predetermining the movement of the seat surface (4) or of the partial surfaces (5, 5a, 5b, 5c, 5d), said kinematic unit being arranged directly below the seat surface (4) or directly below the partial surfaces (5). Alternatively or additionally, the baby carriage comprises a differential, which is connected to at least two wheels (33) such that a combined kinetic energy of said wheels (33) is provided for the movement of the seat surface (4) or of the partial surfaces (5, 5a, 5b, 5c, 5d).

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Inventors:
VOLLMAR MARIAM (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/068986
Publication Date:
January 14, 2021
Filing Date:
July 06, 2020
Export Citation:
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Assignee:
VOLLMAR MARIAM (DE)
International Classes:
B62B9/10; B62B9/22; B62B9/26
Domestic Patent References:
WO2018210910A12018-11-22
Foreign References:
DE102016112086A12018-01-04
CN109398467A2019-03-01
KR101895270B12018-09-05
US4607882A1986-08-26
Attorney, Agent or Firm:
ERNICKE PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE .) Kinderwagen umfassend ein Gestell (32) mit

mindestens zwei Rädern (33) und ein Sitzaggregat (1) zur Unterstützung einer aufsitzenden Person (2, 3), wobei das Sitzaggregat (1) eine

Sitzfläche (4) umfasst und wobei die Sitzfläche (4) angetrieben beweglich ausgebildet ist und/oder die Sitzfläche (4) mehrere angetrieben bewegliche Teilflächen (5 / 5a, 5b, 5c, 5d) aufweist, und wobei ein Bewegungsmuster der

Sitzfläche (4) und/oder der Teilflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5e) derart vorgegeben ist, dass die Rückenbewegung eines Reittieres in zumindest einer Gangart nachgebildet wird, dadurch

gekennzeichnet, dass

- das Sitzaggregat (1) eine Kinematikeinheit (6) zur Vorgabe der Bewegung der Sitzfläche (4) oder der Teilflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) umfasst, wobei die Kinematikeinheit (6) direkt unterhalb der Sitzfläche (4) oder direkt unterhalb der Teilflächen (5) angeordnet ist, UND/ODER dass

der Kinderwagen ein mechanisches Triebwerk (15) und ein Differential (35) umfasst, und wobei das Differential (35) derart mit mindestens zwei Rädern (33) verbunden ist, dass eine kombinierte Bewegungsenergie dieser Räder (33) für die Bewegung der Sitzfläche (4) oder der Teilflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) bereitgestellt ist .

2.) Kinderwagen nach Anspruch 1, wobei die

Kinematikeinheit (6) in einem Gehäuse des

Sitzaggregats integriert ist.

3.) Kinderwagen nach Anspruch 1 oder 2, wobei das energieübertragende Mittel eine Antriebswelle (16) ist . 4. ) Kinderwagen nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, wobei das Gestell (32) des Kinderwagens (31) zusammenklappbar ist.

5.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei mehrere oder alle Teilflächen an einem gemeinsamen Sitzkörper angeordnet sind, wobei dieser Sitzkörper insgesamt durch die Kinematikeinheit (6) bewegt wird.

6.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei mindestens zwei Sitzkörper mit daran angeordneten Teilflächen vorgesehen sind.

7.) Sitzaggregat nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die zwei oder mehr Teilflächen (5 / 5a, 5b, 5c, 5d) starr oder flexibel mit dem Sitzkörper verbunden sind. 8. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Rückenbewegung eines

Reittieres durch Vorgabe mindestens einer

Bewegungsbahn (18) für eine Teilfläche (5 / 5a, 5b, 5c, 5d) nachgebildet wird. 9. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei einerseits eine Einzel-Bewegung einer Teilfläche (5a, 5b, 5c, 5d) und

andererseits eine Relativbewegung mehrerer Teilflächen (5) untereinander vorgebbar ist, insbesondere durch einen Satz von

Bewegungsbahnen (18) .

10. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei eine gegenläufige Hebe- und Senkbewegung von Teilflächen (5 / 5a, 5b, 5c,

5d) vorgesehen ist, die einerseits unter der linken Körperhälfte (L) und andererseits unter der rechten Körperhälfte (R) angeordnet sind.

1.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei eine gegenläufige Hebe- und Senkbewegung von Teilflächen (5 / 5a, 5b, 5c,

5d) vorgesehen ist, die einerseits unter dem vorderen Aufsitzbereich (V) , insbesondere unter dem Schenkelbereich, und andererseits unter dem hinteren Aufsitzbereich (H) , insbesondere unter dem Gesäßbereich, angeordnet sind. 2.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei eine gleichorientierte

momentane Drehung für Teilflächen (5 / 5a, 5b,

5c, 5d) vorgesehen ist, die einerseits unter dem vorderen Aufsitzbereich (V) , insbesondere unter dem Schenkelbereich, und andererseits unter dem hinteren Aufsitzbereich (H) , insbesondere unter dem Gesäßbereich, angeordnet sind. 3.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei eine sich tatsächlich ergebende Bewegung der Sitzfläche (4) und/oder der

Teilflächen (5 / 5a, 5b, 5c, 5d) festgelegt ist

- einerseits durch eine vorgegebene

Bewegungsmöglichkeit für die Sitzfläche (4) oder die Teilfläche (n) (5a, 5b, 5c, 5d) und/oder eine vorgegebene Relativ- Bewegungsmöglichkeit für eine Gruppe von

Sitzkörpern und/oder Teilflächen (5),

insbesondere durch mindestens eine vorgegebene Bewegungsbahn (18) UND - andererseits durch eine aktive oder passive Bewegungsauslösung und/oder eine

Bewegungssperre .

14.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Kinematikeinheit (6) dazu ausgebildet ist, die Bewegungsmöglichkeit für mindestens eine Teilfläche (5a, 5b, 5c, 5d) oder die Relativ-Bewegungsmöglichkeit für eine Gruppe von Teilflächen (5) unabhängig von einer

Bewegungsauslösung vorzugeben.

15.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Bewegungsmöglichkeit der Sitzfläche (4) oder mindestens einer Teilfläche (5 / 5a, 5b, 5c, 5d) und/oder aller Teilflächen (5 / 5a, 5b, 5c, 5d) und/oder mindestens eine Relativ-Bewegungsmöglichkeit von zwei oder mehr Teilflächen (5 / 5a, 5b, 5c, 5d) durch eine Zwangskinematik (7) vorgegeben oder begrenzt ist .

16.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei das Sitzaggregat (1) eine schaltbare oder steuerbare Kinematik aufweist, insbesondere eine schaltbare oder steuerbare Kinematikeinheit (6), sodass die Auslösung der Bewegung,

- ausschließlich durch das Gewicht oder die

Körperbewegung der aufsitzenden Person (2, 3),

ODER - ausschließlich durch einen technischen Antrieb (8) ODER

- durch eine Kombination von technischem Antrieb (8) und Gewicht oder Körperbewegung der aufsitzenden Person (2, 3) erfolgt.

17.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei das Sitzaggregat (1) ein

Getriebe (13) umfasst, das eine Zwangskinematik (7) bildet.

18.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Zwangskinematik (7) die mögliche Bewegungsform, insbesondere einen bahnförmigen Bewegungsverlauf, UND den möglichen Bewegungsumfang der Sitzfläche (4) und/oder einer Teilfläche (5a, 5b, 5c, 5d) vorgibt .

19.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Zwangskinematik (7) die mögliche Bewegungsform, insbesondere mehrere bahnförmige Bewegungsverläufe, UND die möglichen Bewegungsumfänge eines

Sitzkörpers oder einer Gruppe von Teilflächen (5a, 5b, 5c, 5d) , insbesondere aller

Teilflächen (5) vorgibt.

20. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei der Bewegungsumfang eines

Sitzkörpers, einer Teilfläche (5) oder einer Gruppe von Teilflächen (5a, 5b, 5c, 5d)

einstellbar ist, insbesondere durch Vorgabe mindestens einer skalierten Bewegungsbahn (18') .

21. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei eine Zwangskinematik (7) eine relative Lage und/oder einen Zyklusbezug der Bewegungen für eine Gruppe von Teilflächen (5a, 5b, 5c, 5d) vorgibt, insbesondere für die

Bewegungen aller Teilflächen (5) .

22. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei das Sitzaggregat (1) einen technischen Antrieb (8) zur Bereitstellung von Bewegungsenergie umfasst.

23. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei der technische Antrieb (8) ein Zentralantrieb (12) ist, der seine

Bewegungsenergie für die gesamte Sitzfläche (4) oder alle Teilflächen (5) bereit stellt .

24. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei der technische Antrieb (8) - mindestens einen Gruppenantrieb (10, 11) umfasst, der seine Bewegungsenergie für einen von mehreren Sitzkörpern oder für eine Gruppe von Teilflächen (5a, 5b, 5c, 5d bereitstellt, UND/ODER

- mindestens einen Einzelantrieb (9), der seine Bewegungsenergie für genau eine Teilfläche (5a/5b/5c/5d) bereitstellt . 5.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei jedem Einzelantrieb (9),

Gruppenantrieb (10, 11) oder dem Zentralantrieb (12) eine oder mehrere Getriebeeinheiten (13a, 13b, 13c, 13d) zugeordnet sind. 6.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei der Zentralantrieb (12), ein Einzelantrieb (9) und/oder ein Gruppenantrieb (10, 11)

- durch das mechanisches Triebwerk (15) gebildet ist, insbesondere durch eine von außen

bewegbare Antriebswelle (16), ODER

- zusätzlich durch einen elektrischen Aktor (14) gebildet ist, insbesondere durch einen

steuerbaren oder regelbaren Elektromotor. 7.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Sitzfläche (4) in einem Lagenaufbau von außen nach innen umfasst: - Eine flexible Abdeckung, die eine geschlossene Gesamtfläche über der Sitzfläche (4) bildet;

- Mehrere gemeinsam an einem beweglichen

Sitzkörper und/oder separat bewegliche

Teilflächen, die als aktive

Sitzflächenpartitionen wirken;

- die Kinematikeinheit (6), die insbesondere ein Getriebe zur Vorgabe einer Zwangskinematik umfasst . 28.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Kinematikeinheit (6) eine Schaltvorrichtung aufweist, durch die sie zwischen mindestens zwei der folgenden

Kinematikmodi umschaltbar ist: - Bewegungsauslösung ausschließlich durch den technischen Antrieb;

- Bewegungsauslösung ausschließlich durch das Gewicht und/oder die Körperbewegung einer aufsitzenden Person; - Bewegungsauslösung kombiniert durch den

technischen Antrieb und das Gewicht und/oder die Körperbewegung einer aufsitzenden Person; Bewegungssperre mit Arretierung der Sitzfläche

(4) und/oder Arretierung mindestens einer

Teilfläche (5) , insbesondere aller Teilflächen

(5) . 29. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Kinematikeinheit (6) dazu ausgebildet ist, zwei oder mehr der beweglichen Teilflächen (5) , insbesondere alle Teilflächen (5), in einer Null-Lage zu arretieren, in der die Teilflächen zueinander ohne Höhenversatz angeordnet sind.

30. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Kinematikeinheit (6) dazu ausgebildet ist, die Bewegung der Sitzfläche (4) und/oder eine Teilflächenbewegung mit einer Hubperiode von 1,5 bis 2,5 Hz vorzusehen, insbesondere mit etwa 110 bis 120 Hüben pro Minute .

31. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Hubhöhe der Sitzfläche (4) oder einer Teilfläche (5, 5a, 5b, 5c, 5d) 25 bis 35 mm beträgt, insbesondere 30mm.

32. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Sitzfläche (4) und/oder eine Teilfläche (5, 5a, 5b, 5c, 5d) derart gelagert ist, dass in vertikaler Richtung folgende Kräfte parallel einwirken: - Eine elastische Stützkraft, die eine

Gewichtskraft teilweise oder vollständig kompensiert, welche durch das Körpergewicht der aufsitzenden Person auf die Sitzfläche (4) oder diese Teilfläche auflastet, und

- Eine Triebkraft des technischen Antriebs (8) .

33.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei der technische Antrieb (8) separate Antriebseinheiten, insbesondere

Gruppenatriebe (10, 11) aufweist, um einerseits eine Hubbewegung und andererseits eine seitliche Versatzbewegung der Sitzfläche (4) und/oder mindestens einer Teilfläche (5, 5a, 5b, 5c, 5d) auszulösen . 34.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei das Getriebe (13) mindestens einen Hub-Exzenter (13e) umfasst, der eine

Drehbewegung des technischen Antriebes (8) zumindest anteilig in eine Hubbewegung der

Sitzfläche (4) oder eines Sitzkörpers oder mindestens einer Teilfläche (5a, 5b, 5c, 5d) umsetzt .

35. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei das Getriebe mindestens einen Querschub-Exzenter (13f) umfasst, der eine

Drehbewegung des technischen Antriebs (8) zumindest anteilig in eine seitliche

Versatzbewegung der Sitzfläche (4) oder eines Sitzkörpers oder mindestens einer Teilfläche (5a, 5b ,5c, 5d) umsetzt.

36. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Kinematikeinheit (6) einen Fluid-Zylinder zur direkten Auslösung einer Hubbewegung mindestens einer Teilfläche (5a, 5b, 5c, 5d) aufweist.

37. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Kinematikeinheit (6) einen Fluid-Zylinder zur direkten Auslösung einer seitlichen Versatzbewegung der Sitzfläche (4) oder eines Sitzkörpers oder mindestens einer Teilfläche (5a, 5b, 5c, 5d) aufweist. 38. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Sitzfläche (4) dazu

ausgebildet ist, zwei Sitzpositionen zu

unterstützen, nämlich

Eine Reiter-Sitzpose, in der die Beine der aufsitzenden Person geöffnet sind und die

Oberschenkel schräg nach unten verlaufenden an den Seitenflanken der Teilflächen anliegen, und Eine Stuhl-Sitzpose, in der die Beine der aufsitzenden Person im Wesentlichen geschlossen sind und die Oberschenkel im Wesentlichen waagrecht verlaufend auf den Vorderflanken der Teilflächen aufliegen.

39. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Seitenflanken der

Sitzfläche (4) eine abgerundete

Querschnittsfläche aufweisen, insbesondere in einem Bereich, in der sich das Knie einer aufsitzenden Person befindet.

40. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Sitzfläche (4) im hinteren Bereich, wo das Steißbein und die höheren

Gesäßbereiche aufliegen, eine ansteigende Kontur aufweist .

41. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei der Kinderwagen zwei Laufräder (33b) und mindestens ein lenkbares Rad (33a) aufweist .

42. ) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Bewegungsenergie von einem Rad (33), insbesondere einem Laufrad (33b) für die Bewegungsauslösung einer Gruppe von

Teilflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) oder aller

Teilflächen oder der gesamten Sitzfläche (4) bereitgestellt ist.

43.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei das mechanische Triebwerk (15) eine Antriebswelle (16) umfasst, insbesondere eine zentrale Antriebswelle, um die

Bewegungsenergie mindestens eines Rads (33b) oder mindestens einer Radachse durch eine

Drehbewegung der Antriebswelle (16) zu einem Getriebe (13) des Sitzaggregats (1) zu

übertragen . 44.) Kinderwagen nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Bewegungsenergie von genau einem Rad (33), insbesondere einem Laufrad (33b) für die Bewegungsauslösung an mindestens zwei Teilflächen (5a, 5c / 5b, 5d) bereitgestellt ist, die einerseits unter dem vorderen

Aufsitzbereich (V) , insbesondere unter dem

Schenkelbereich, und andererseits unter dem hinteren Aufsitzbereich (H) , insbesondere unter dem Gesäßbereich, angeordnet sind, insbesondere durch einen mit dem einen Rad (33) verbundenen Pleueltrieb (39) .

Description:
KINDERWAGEN MIT SITZAGGREGAT

BESCHREIBUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sitztechnik, die das gesunde und dynamische Sitzen fördert und in

verschiedenen Sitzvorrichtungen nutzbar ist. Die

Sitztechnik umfasst insbesondere einen Kinderwagen mit einem Sitzaggregat mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruchs. Sie umfasst weiterhin eine Reihe von weiteren Sitzvorrichtungen, die mit mindestens einem Sitzaggregat ausgestattet sind.

Es ist bekannt, dass längeres stilles Sitzen,

insbesondere auf einer starren Sitzfläche, zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens führt. Wird dieselbe unbewegte Sitzhaltung immer wieder und über lange Zeit eingehalten, kann dies zu Haltungsschäden führen. Es wurde bereits in verschiedener Weise versucht, ein dynamisches Sitzen zu begünstigen.

So ist es einerseits aus dem Gebiet der Büro- und

Schreibtischstühle bekannt, bewegliche einteilige

Sitzflächen vorzusehen, die unter dem Gewicht der aufsitzenden Person ausweichen, sodass die Person angeregt wird, mit der eigenen Muskulatur eine

Gegenbewegung auszulösen.

Andererseits ist es bekannt, Bürostühle mit einer kreuzförmigen Sitzfläche vorzusehen, sodass die

aufsitzende Person unterschiedliche Sitzpositionen einnehmen kann, beispielsweise mit der Lehne hinter dem Rücken, mit der Lehne vor dem Bauch oder mit der Lehne seitlich zum Oberkörper.

Die bisher bekannten Sitztechniken sind nicht optimal ausgebildet. Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kinderwagen mit einer verbesserten Sitztechnik aufzuzeigen. Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Kennzeichenmerkmale der eigenständigen Ansprüche.

Der offenbarte Kinderwagen bildet den Einsatz des reitdynamischen Sitzens weiter und bietet verbesserte

Anwendungseigenschaften. Er umfasst ein Sitzaggregat mit einer Kinematikeinheit (als eine in sich geschlossene Baugruppe) , die eine reitdynamische Bewegung der

Sitzfläche und/oder von Teilflächen der Sitzfläche vorgibt, wobei diese Kinematikeinheit unter der

Sitzfläche und insbesondere direkt unter der Sitzfläche oder direkt unter den bewegbaren Teilflächen angeordnet ist . Hierdurch wird ein kompakter Aufbau erreicht .

Unterhalb der Kinematikeinheit kann ein Freiraum

geschaffen werden, um bspw. Ausstattungsgegenstände wie ein Gepäcknetz etc. in einem Bereich zwischen den Rädern unterzubringen. Ferner wird ein deutlich vereinfachter Aufbau des Gestells des Kinderwagens ermöglicht.

Der offenbarte Kinderwagen umfasst weiterhin bevorzugt ein mechanisches Triebwerk und ein Differential. Das Differential ist mit mindestens zwei Rädern des

Kinderwagens verbunden und zwar derart, dass eine kombinierte Bewegungsenergie dieser Räder für die

Bewegung der Sitzfläche oder der Teilflächen bereitgestellt ist. Hierdurch kann auch während einer Kurvenfahrt des Kinderwagens eine zyklusgerechte Bewegung der Sitzfläche und/oder der bewegten Teilflächen erzielt werden. Es kommt also nicht zu einer Phasenverschiebung der Bewegung des Sitzfläche oder der Teilflächen infolge einer Kurvenfahrt. Eine etwaig als Schiebewiderstand wahrnehmbare Rückwirkung aus der Sitzflächenbewegung auf die Räder wird anteilig auf die mindestens zwei am

Differential angeschlossenen Räder verteilt. Durch das Vorsehen eines oder beider der vorgenannten

Merkmale wird weiterhin ein Kinderwagen erreicht, der mit einem entsprechend klappbar ausgebildeten Gestell besonders kompakt zusammenlegbar ist, um ihn bspw. im Kofferraum eines Personenkraftwagens unterzubringen. Und schließlich wird jeweils durch die kompakte Bauweise der Kinematikeinheit und die per Differential kombinierte Übertragung der Bewegungsenergie der Räder eine

Gewichtsreduktion des Kinderwagens erreicht.

Die offenbarte Sitztechnik umfasst verschiedene Aspekte, die jeweils für sich allein oder in einer beliebigen Kombination genutzt werden können. Offenbart sind

insbesondere ein Sitzaggregat und verschiedene

Sitzvorrichtungen, die mit dem Sitzaggregat ausgestattet sind . Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, eine Sitzfläche mit vier beweglichen Teilflächen

vorzusehen, wobei sich diese Teilflächen in der

vorgesehenen Aufsitzposition unter der linken und rechten Gesäßhälfte sowie unter dem linken und rechten Unterschenkel befinden. Die vorliegende Offenbarung geht in den Ausführungsbeispielen entsprechend von dieser Anordnung mit vier Teilflächen aus. Die Offenbarung ist jedoch nicht hierauf beschränkt. Stattdessen kann auch eine andere Anzahl an Teilflächen vorgesehen sein, insbesondere mehr als vier Teilflächen. Oder es können vier Teilflächen vorgesehen sein, die sich in der

Aufsitzposition in anderer Weise unter dem Gesäß und/oder Unterschenkel-Bereich der aufsitzenden Person befinden. Die Beweglichkeit der Teilflächen kann als

Gesamtbewegung, als Gruppen-Bewegungen und/oder als Einzelbewegungen vorgesehen sein.

Die vorliegende Offenbarung umfasst mehrere Aspekte, die jeweils einzeln einen Beitrag zur Lösung der vorgenannten Aufgabe liefern. Die offenbarte Sitztechnik kann einen oder mehrere dieser Aspekte in beliebiger Kombination umfassen .

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Offenbarung wird ein Sitzaggregat zur Unterstützung einer

aufsitzenden Person vorgeschlagen. An dem Sitzaggregat ist eine Sitzfläche vorgesehen, die insgesamt angetrieben beweglich ist und/oder mehrere bewegliche Teilflächen umfasst, wobei ein Bewegungsmuster der Sitzfläche

und/oder dieser Teilflächen vorgegeben ist und zwar derart, dass die Rückenbewegung eines Reittieres in zumindest einer Gangart nachgebildet wird. Das

Bewegungsmuster kann eine Gesamtbewegung aller

Teilflächen und/oder eine Relativ-Bewegung einzelner Teilfläche und/oder eine Relativ-Bewegung von Gruppen von Teilflächen umfasst. Die Vorgabe des Bewegungsmusters kann auf beliebige Weise erfolgen. Besonders bevorzugt ist mindestens eine

Bewegungsbahn für die Sitzfläche und/oder für mindestens eine Teilfläche vorgegeben, insbesondere jeweils eine Bewegungsbahn für jede Teilfläche oder mindestens eine Bewegungsbahn für eine Gruppe von Teilflächen oder eine Bewegungsbahn für die Gesamtheit der Teilflächen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Offenbarung umfasst das Sitzaggregat eine Kinematikeinheit zur Vorgabe der

Teilflächenbewegungen. Die Kinematikeinheit ist bevorzugt ein Bestandteil des Sitzaggregats. Insbesondere kann die Kinematikeinheit in einem Gehäuse oder Traggerüst des Sitzaggregats integriert sein. Das Sitzaggregat kann die Kinematikeinheit in sich einschließen, wobei lediglich ein nach außen zugänglicher Antriebsflansch für das

Zuführen von Bewegungsenergie vorgesehen ist. Alternativ oder zusätzlich kann die Kinematikeinheit einen

integrierten Motor aufweisen. Entsprechend kann das (in sich geschlossene) Sitzaggregat einen Anschluss für die Zuführung von Energie, insbesondere elektrischen Strom aufweisen .

Besonders bevorzugt ist die Kinematikeinheit der

Sitzfläche beziehungsweise unterhalb der Teilflächen angeordnet, insbesondere direkt unterhalb der Sitzfläche oder der Teilflächen. Das Vorsehen einer Kinematikeinheit als Bestandteil des Sitzaggregats führt zu einem

vorteilhaften kompakten Aufbau, sodass das Sitzaggregat für verschiedene Anwendungszwecke leicht adaptierbar ist. Gemäß einem weiteren Aspekt der Offenbarung ist für die Sitzfläche eine Eigenbewegung und/oder einerseits eine Einzel-Bewegung einer Teilfläche und andererseits eine Relativbewegung der Teilflächen untereinander vorgegeben. Dies kann beispielsweise durch einen Satz von

Bewegungsbahnen erreicht werden.

Die Relativbewegung sieht bevorzugt eine gegenläufige Hebe- und Senkbewegung von Teilflächen vor, die

einerseits unter der linken und andererseits unter der rechten Körperhälfte angeordnet sind. Die Relativbewegung sieht alternativ oder zusätzlich eine gegenläufige Hebe- und Senkbewegung von Teilflächen vor, die einerseits unter dem vorderen Aufsitzbereich (insbesondere

Schenkelbereich) und andererseits unter dem hinteren Aufsitzbereich (insbesondere Gesäßbereich) angeordnet sind. Wiederum alternativ oder zusätzlich kann die

Relativbewegung eine gleichorientierte momentane Drehung für Teilflächen vorsehen, die einerseits unter dem vorderen Aufsitzbereich und andererseits unter dem hinteren Aufsitzbereich angeordnet sind. Solche

Relativbewegungen können gleichzeitig oder konsekutiv erfolgen. Sie können sich aus der Gesamtbewegung der Sitzfläche ergeben und/oder separat erzeugt sein.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist eine Sitzfläche mit mehreren beweglichen Teilflächen vorgesehen, wobei eine sich tatsächlich ergebende

Bewegung der Teilflächen einerseits dadurch beeinflusst ist, welche Bewegungsmöglichkeit für die jeweilige

Teilfläche und/oder die Gesamtheit der Teilflächen und/oder welche Relativ-Bewegungsmöglichkeit für eine Gruppe von Teilflächen vorgesehen ist. Andererseits hängt die sich tatsächlich ergebende Bewegung von der

Bewegungsauslösung und/oder einer Bewegungssperre ab. Das Sitzaggregat kann separate Vorrichtungsbestandteile aufweisen, die einerseits die Bewegungsmöglichkeit und andererseits die Bewegungsauslösung beeinflussen.

Nachfolgend werden die Begriffe „Bewegungsmöglichkeit" und „Bewegungsauslösung" voneinander unterschieden. Die Bewegungsmöglichkeit gibt an, in welchen vorgegebenen Grenzen oder Bahnen eine Bewegung erfolgen kann - unabhängig davon, ob oder wie schnell sie erfolgt. Die Bewegungsauslösung gibt an, aus welchem Grund die

Bewegung stattfindet oder zugelassen ist.

Bewegungsauslöser können ein abgeleiteter Antrieb (bspw. aus der Schiebebewegung eines Fahrzeugs), ein gesteuerter Antrieb (bspw. von einem Motor) oder das Gewicht und/oder die Bewegung der aufsitzenden Person sein.

Bevorzugt ist die Kinematikeinheit dazu vorgesehen und ausgebildet, die Bewegungsmöglichkeit für die Sitzfläche oder für mindestens eine Teilfläche und/oder die Relativ- Bewegungsmöglichkeit für eine Gruppe von Teilflächen, insbesondere die Bewegungsmöglichkeit und/oder die

Relativ-Bewegungsmöglichkeit für alle Teilflächen

vorzugeben und zwar unabhängig von der

Bewegungsauslösung. Hierzu kann die Kinematikeinheit eine Zwangskinematik umfassen. Die Zwangskinematik erzwingt das Einhalten einer bestimmten Bewegungsform und etwaig eines Bewegungsumfangs bzw. lässt nur eine Bewegung in Entsprechung zu der bestimmten Form und etwaig zu dem bestimmten Umfang zu. Bewegungen der Sitzfläche und/oder der Teilfläche, die von der bestimmten Form abweichen oder den bestimmten Umfang überschreiten würden, sind durch die Zwangskinematik verhindert. Die Zwangskinematik ist bevorzugt derart ausgebildet, dass die erzwungene oder zugelassene Bewegung die Rückenbewegung eines

Reittieres in einer bestimmten Gangart, insbesondere die Rückenbewegung eines Pferdes im Schritt oder Trab, authentisch nachbildet.

Bevorzugt wird also die Bewegungsmöglichkeit der

Sitzfläche (4), mindestens einer Teilfläche und/oder mindestens eine Relativ-Bewegungsmöglichkeit von zwei oder mehr Teilflächen durch eine Zwangskinematik

vorgegeben oder begrenzt .

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft das Vorsehen von unterschiedlichen Auslösungsmodi für die Bewegung der Sitzfläche und/oder einer oder mehrerer Teilflächen. Diese Auslösungsmodi können durch eine schaltbare oder steuerbare Kinematik bereitgestellt sein, insbesondere durch eine schaltbare oder steuerbare

Kinematikeinheit.

Die Auslösung der Bewegung kann bevorzugt entweder ausschließlich durch das Gewicht oder die Körperbewegung der aufsitzenden Person (Passiver Modus) oder

ausschließlich durch einen technischen Antrieb (Aktiver Zwangs-Modus) oder durch eine Kombination (Aktiver

Unterstützungsmodus) erfolgen. Die schaltbare Kinematik unterstützt bevorzugt mindestens zwei der vorgenannten Auslösungsmodi. Zusätzlich kann eine Bewegungssperre unterstützt sein, in welcher die Sitzfläche und/oder eine oder mehrere Teilflächen und insbesondere alle

Teilflächen arretiert werden. Die Arretierung erfolgt bevorzugt in einer vorgegebenen Referenzlage.

Die Zwangskinematik kann Form und Umfang der möglichen Bewegung der Sitzfläche oder der jeweiligen Teilflächen vorgeben. Dies kann einerseits die Bewegungsform und den Bewegungsumfang betreffen, d.h. in welchen Richtungen und wie weit sich die Sitzfläche oder eine Teilfläche bewegen kann. Andererseits können eine relative Lage und/oder ein Zyklusbezug der möglichen Bewegungen von zwei oder mehr Teilflächen vorgegeben sein.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung umfasst das Sitzaggregat eine Zwangskinematik, die durch ein Getriebe gebildet ist. Das Getriebe kann eine

beliebige Ausbildung haben. Es kann in mehrere

Getriebeeinheiten gegliedert sein. Bevorzugt ist das Getriebe mit mindestens einem Sitzkörper und/oder mit mindestens einer Teilfläche, bevorzugt mit mehreren

Teilflächen und insbesondere mit allen Teilflächen verbunden.

Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst das Sitzaggregat einen technischen Antrieb zur Bereitstellung von

Bewegungsenergie für eine oder mehrere Teilflächen, d.h. zur Bewegungsauslösung. Der technische Antrieb kann vollständig in das Sitzaggregat integriert sein,

insbesondere in einem Gehäuse oder Traggerüst aufgenommen oder daran befestigt sein. Alternativ kann der technische Antrieb zumindest teilweise eine Energiezufuhr von außen haben. Die Energiezufuhr kann bevorzugt mechanisch und/oder elektrisch sein.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung umfasst das Sitzaggregat einen zentralen Antrieb, der seine Bewegungsenergie für die Gesamtbewegung der

Sitzfläche oder für die Bewegungen aller Teilflächen bereitstellt . Alternativ oder zusätzlich kann das

Sitzaggregat mindestens einen Gruppenantrieb umfassen, der seine Bewegungsenergie für einen von mehreren

Sitzkörpern / eine Gruppe von Teilflächen bereitstellt .

Wiederum alternativ oder zusätzlich kann das Sitzaggregat mindestens einen Einzelantrieb aufweisen, der seine

Bewegungsenergie für genau eine Teilfläche zur Verfügung stellt. Es können pro Sitzkörper / Teilfläche zwei oder mehr Antriebe parallel wirken, bspw. um bestimmte Anteile der Bewegung auszulösen. So können einerseits ein

Hubantrieb und andererseits ein Schub- oder

Schwenkantrieb vorgesehen sein.

Jedem Einzelantrieb, Gruppenantrieb oder Zentralantrieb können eine oder mehrere Getriebeeinheiten zugeordnet sein .

Alle Teilflächen können an einem gemeinsamen Sitzkörper angeordnet sein, wobei dieser Sitzkörper insgesamt durch die Kinematikeinheit bewegt wird. Die Teilflächen können starr oder flexibel mit dem Sitzkörper verbunden sein. Gegenstand der Offenbarung ist also auch eine Eigen- Bewegung der Teilflächen zusätzlich oder in Überlagerung zur Bewegung des Sitzkörpers. Weitere bevorzugte Ausführungsvarianten sind in den Zeichnungen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft und schematisch dargestellt. Es zeigen:

Figur 1 : ein schematisches Schrägbild eines

Sitzaggregats gemäß der vorliegenden Offenbarung;

Figur 2 : eine schematische Darstellung einer

Sitzfläche mit vier Teilflächen und einem Beispiel für eine

Kinematikeinheit ; Figur 3 : eine schematische Seitenansicht einer

Sitzvorrichtung mit einem Sitzaggregat;

Figur 4 und 5: eine Vorderansicht eines Sitzaggregats in vergrößerter Darstellung sowie in einer Illustration mit einem

aufsitzenden Kind;

Figur 6 und 7 : beispielhafte Darstellungen einer

Sitzvorrichtung in Form eines

Kinderhochstuhls ;

Figur 8 und 9: eine vergrößerte Einzeldarstellung einer

Kinematikeinheit mit einem technischen Antrieb in einer ersten

Ausführungsvariante sowie eine

schematische Illustration des Antriebs mit einem aufsitzenden Kind; Figur 10: eine weitere Ausführungsvariante einer

Kinematikeinheit ;

Figur 11 und 12: eine weitere Ausführungsvariante einer

Kinematikeinheit ; Figur 13 und 14: Ausführungsvarianten einer

Sitzvorrichtung gemäß der vorliegenden Offenbarung in Form eines Stuhls sowie eines Bürostuhls;

Figur 15 : eine erste Ausführungsvariante eines

Fahrzeugs mit einem offenbarungsgemäßen Sitzaggregat ;

Figur 16: eine zweite Ausführungsvariante eines

Fahrzeugs mit Sitzaggregat;

Figur 17 : eine Beispieldarstellung für ein

faltbares Gestell des Fahrzeugs aus Figur 16;

Figur 18: eine Beispieldarstellung für eine

alternative Ausführungsvariante zu Figuren 15 und 16; Figur 19 und 20: Beispiele einer einzelnen Bewegungsbahn sowie eines Satzes von Bewegungsbahnen zur Vorgabe eines Bewegungsmusters von

Teilflächen . Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines

Sitzaggregats gemäß der vorliegenden Offenbarung. Das Sitzaggregat (1) umfasst eine Sitzfläche (4), auf die sich eine Person (2,3) setzen kann. Die Sitzfläche (4) umfasst mehrere bevorzugt separat bewegliche Teilflächen (5), insbesondere eine vordere linke Teilfläche (5a), eine vordere rechte Teilfläche (5b), eine hintere linke Teilfläche (5c) sowie eine hintere rechte Teilfläche (5d) . Die Teilflächen (5) bilden gemeinsam die Sitzfläche (4) . Es ist nicht zwingend erforderlich, dass die

Teilflächen körperlich separiert sind. Es kann sich um Flächenanteile einer durchgehenden oder einstückigen Sitzfläche handeln. In den nachfolgenden Beispielen ist zur besseren Darstellung der Bewegungsmöglichkeiten von dem Vorhandensein von zumindest zwei Sitzkörpern oder von vier separat beweglichen Teilflächen ausgegangen. Diese Sitzkörper oder separat beweglichen Teilflächen können allerdings mit einem durchgehenden Bezug oder

Deckflächenmaterial (4') versehen sein, sodass sie von außen nicht unbedingt erkennbar sind. Der Bezug oder das Deckflächenmaterial (4') kann insbesondere Fugen oder Übergangsbereiche zwischen den Teilflächen (5) überdecken und etwaig leicht ausgleichen.

Alternativ zu den dargestellten Beispielen können die Teilflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) gruppenweise oder insgesamt an einem Sitzkörper angeordnet sein. Die

Anordnung von zwei oder mehr Teilflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) an einem Sitzkörper kann starr oder mit einer begrenzten Beweglichkeit vorgesehen sein. Das Sitzaggregat (1) umfasst eine Kinematikeinheit (6) zur Vorgabe eines Bewegungsmusters für die Teilflächen (5) und/oder den Sitzkörper. Die Kinematikeinheit (6) kann beliebig ausgebildet sein. Sie ist bevorzugt

unterhalb, insbesondere direkt unterhalb der Sitzfläche (4) bzw. der Teilflächen (5) oder unterhalb des

Sitzkörpers angeordnet.

Wie oben erläutert, wird durch die Kinematikeinheit bevorzugt eine Zwangskinematik (7) geschaffen. Ferner ist die Kinematikeinheit bevorzugt in einem geschlossenen

Gehäuse aufgenommen, sodass ein Zugriff von außen zu den bewegten mechanischen Komponenten erschwert oder

ausgeschlossen ist.

Figur 2 zeigt eine beispielhafte Ausführungsvariante der Sitzfläche (4) des Sitzaggregats (1) in einem Zustand, in dem die Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) gemäß einem momentanen Zustand des Bewegungsmusters zueinander versetzt sind, insbesondere gegenläufig versetzt. Bei Teilflächen, die starr an einem Sitzkörper angeordnet sind, können die zu Figur 2 erläuterten Relativlagen der Teilflächen in zwei konsekutiven Bewegungszuständen der Sitzfläche vorgegeben sein .

Die Teilflächen (5) können eine Referenzlage aufweisen, in der insbesondere die Teilflächen untereinander ein im Wesentlichen einheitliches Höhenniveau und/oder

zueinander im Wesentlichen einheitliche Abstände und fluchtende Mittenpositionen aufweisen. Eine solche

Referenzlage wird im Weiteren als Null-Lage bezeichnet. In der Referenzlage können die Sitzfläche und/oder die Teilflächen unbewegt sein.

Alternativ zur Null-Lage kann eine andere Referenzlage vorgesehen sein. In dem Beispiel von Figur 2 sind die Teilflächen (5) gegenüber der Null-Lage gemäß einem Bewegungsmuster ausgelenkt. Das Beispiel von Figur 2 zeigt

Einzelbewegungen von separat beweglichen Teilflächen, die analog in konsekutive Bewegungszustände von Teilflächen an einem oder mehreren Sitzkörpern übertragbar sind. Bei dem gezeigten Beispiel sind einerseits die vordere linke Teilfläche (5a) und die hintere rechte Teilfläche (5d) gegenüber der Referenzlage angehoben. Hingegen sind die vordere rechte Teilfläche (5b) und die hintere linke Teilfläche (5c) in einer niedrigeren Position und

beispielsweise gegenüber der Referenzlage abgesenkt .

Figuren 19 und 20 zeigen Beispiele für mögliche

Bewegungsbahnen (18), anhand derer die Bewegung der Sitzfläche und/oder einer oder mehrerer Teilflächen

(5/5a, 5b, 5c, 5d) beschreibbar sind. Die Bewegungsbahnen

(18) legen in dem gezeigten Beispiel die Form eines Pfades fest, entlang dem ein Bezugspunkt oder

Aufhängungspunkt der Sitzfläche (4) oder einer Teilfläche (5) bewegt wird. Der Pfad kann bevorzugt unidirektional vorgegeben sein, d.h. der Bezugspunkt kann die

Bewegungsbahn (18) nur in einer vorgegebenen Richtung und im Wesentlichen ringförmig durchlaufen. Alternativ kann eine bidirektionale Bewegung zugelassen sein. Eine Bewegungsbahn (18) kann zusätzlich eine momentane Neigung (19) für einen oder mehrere Positionen

definieren. Die Neigung (19) kann entlang einer oder mehrerer Achsen definiert sein. Gemäß der Definition der Neigung (19) kann eine ein- oder mehrachsige Kippbewegung einer Teilfläche (5) bestimmt sein.

Eine Bewegungsbahn (18) kann bevorzugt eine Grundform für die vorgesehene Bewegung der Sitzfläche (4) oder einer Teilfläche (5) definieren. Der Umfang der Bewegung kann bevorzugt einstellbar sein. Insbesondere kann aus einer Bewegungsbahn (18) eine skalierte Bewegungsbahn (18') hervorgehen, die einen im Wesentlichen gleichförmigen Bewegungspfad aber einen relativ geringeren oder

vergrößerten Bewegungsumfang vorgibt . Die eine oder mehreren Bewegungsbahnen (18) sind

bevorzugt derart gewählt, dass das Bewegungsmuster der Sitzfläche (4) und/oder der Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) das Bewegungsmuster von Rückenflächenpartien eines Reittieres nachbildet. Mit anderen Worten ist das Bewegungsmuster bevorzugt derart gewählt und/oder sind die ein oder mehreren Bewegungsbahnen (18) derart ausgebildet, dass für die aufsitzende Person eine wechselseitige rollende Hüftbewegung erzeugt wird, die in der Reitersprache als rollende Acht bekannt ist. Die Zwangskinematik (7) bzw. das Bewegungsmuster für die Teilflächen (5) gibt somit bevorzugt eine relative Lage und/oder einen Zyklusbezug der möglichen Bewegungen für die Sitzfläche oder eine Gruppe von Teilflächen vor, insbesondere für alle Teilflächen (5) . Der Bewegungsumfang der Sitzfläche oder einer Teilfläche oder einer Gruppe von Teilflächen kann einstellbar sein, insbesondere durch Vorgabe mind. einer skalierten

Bewegungsbahn (18') bzw. durch Vorgabe eines skalierten Bewegungsmusters . Durch die Skalierung kann

beispielsweise die Hubhöhe und/oder die Laufweite in Längsrichtung (vorne-hinten) und/oder Laufweite in

Querrichtung (links-rechts) einstellbar sein.

Die Kinematikeinheit (6) kann eine beliebige körperliche Ausbildung haben, um das genannte Bewegungsmuster zu erzeugen. Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung werden verschiedene Ausführungsvarianten skizziert, zwischen denen auch Unterkombinationen möglich sind.

Gemäß dem Beispiel von Figur 2 ist ein mehrteiliges Getriebe (13) skizziert. Das Getriebe kann insbesondere als ein Kreuzgetriebe ausgebildet sein.

Durch das Getriebe (13) wird bevorzugt einerseits eine gegenläufige Hebe- und Senkbewegung von Teilflächen

(5a, 5b, 5c, 5d) vorgesehen, die einerseits unter dem vorderen Aufsitzbereich (V) , insbesondere unter dem

Schenkelbereich, und andererseits unter dem hinteren Aufsitzbereich (H) , insbesondere unter dem Gesäßbereich angeordnet sind. Weiterhin wird bevorzugt eine

gegenläufige Hebe- und Senkbewegung von Teilflächen

(5a, 5b, 5c, 5d) vorgesehen, die einerseits unter der linken Körperhälfte (L) und andererseits unter der rechten

Körperhälfte (R) angeordnet sind. In Kombination wird also bevorzugt über Kreuz das Anheben der Teilflächen (5a, links vorne und 5d, links hinten) gepaart mit einem Absenken der Teilflächen (5b, rechts vorne und 5c, links hinten) ausgeführt. Nachfolgend werde verschiedene Sitzvorrichtungen

erläutert, die mit einem Sitzaggregat gemäß der

vorliegenden Offenbarung ausgestattet sind. Alle zu diesen Beispielen erläuterten Merkmale sind untereinander in beliebiger Weise kombinierbar oder vertauschbar. Figur 3 zeigt eine Seitenansicht auf eine Sitzvorrichtung (20), die beispielhaft als Bürostuhl ausgebildet ist und ein Sitzaggregat (1) gemäß der vorliegenden Offenbarung umfasst. Auf der Sitzfläche (4) ist eine Person (2), hier beispielhaft durch den Torso und Kopf eines Erwachsenen gezeigt, derart positioniert, dass die beiden hinteren Teilflächen (5c, 5d) einerseits unter der linken

Gesäßhälfte und andererseits der rechten Gesäßhälfte angeordnet sind. Die Schenkel der Person (2) können entweder nach vorne und im Wesentlichen geschlossen ausgerichtet sein, wobei sie im Wesentlichen vollflächig obenseitig auf der linken vorderen Teilfläche (5a) und der rechten vorderen Teilfläche (5b) aufliegen.

Alternativ können die Schenkel in einer geöffneten und leicht nach unten verlaufenden Position gemäß der

Sitzweise eines Reiters an der linken Flanke der vorderen linken Teilfläche (5a) sowie der rechten Seitenflanke der vorderen rechten Teilfläche (5b) anliegen. Weiterhin ist jede beliebige Zwischenposition ermöglicht. Mit anderen Worten ist die Sitzfläche also bevorzugt dazu ausgebildet, mindestens eine oder bevorzugt zwei

Sitzpositionen zu unterstützen. Dies ist einerseits eine Reiter-Sitzpose, in der die Beine der aufsitzenden Person (2,3) geöffnet sind und die Oberschenkel schräg nach unten verlaufend an den Seitenflanken der Teilflächen, insbesondere der vorderen Teilflächen (5a, 5b) anliegen. Andererseits ist es eine Stuhl-Sitzpose, in welcher die Beine oder Schenkel der aufsitzenden Person (2,3) im Wesentlichen geschlossen sind und die Oberschenkel im

Wesentlichen waagerecht verlaufend auf den Vorderflanken der Teilflächen, insbesondere der vorderen Teilflächen (5a, 5b) aufliegen.

Im mittleren Bereich der Sitzfläche entlang der

Längsrichtung (vorne-hinten) ist bevorzugt der

Scheitelpunkt einer elliptisch gekrümmten Sitzkontur angeordnet. Mit anderen Worten weist die Sitzfläche (4) im Querschnitt entlang einer Querachse (links-rechts) , eine elliptische Kontur auf. Dies gilt insbesondere für einen Querschnitt, der durch die vorgesehene Position der Hüftgelenke der aufsitzenden Person verläuft.

Die elliptische Kontur ist beispielhaft in Figur 4 in einer Frontansicht auf das Sitzaggregat (1) illustriert. Die elliptische Kontur (E) ist gegenüber einer gedachten Kreiskontur (K) in der Querrichtung (links-rechts) verbreitert. Dies entspricht einer Querschnittsform, die beispielsweise von Pferdesatteln bekannt ist. Figur 5 illustriert eine entsprechende Anordnung und Formgebung des Sitzaggregats (1) unter einem aufsitzenden Kind (3) .

Das Sitzaggregat (1) oder eine Sitzvorrichtung (20) oder ein Fahrzeug (30) gemäß der vorliegenden Offenbarung kann eine oder mehrere Fußstützen (17) aufweisen. Die

Fußstützen (17) sind bevorzugt derart ausgebildet und angeordnet, dass sie zumindest in der vorgenannten

Reiter-Pose das teilweise Abstützen des Körpergewichts der aufsitzenden Person (2,3) ermöglichen. Für die

Einnahme der Stuhl-Sitzpose können eine oder mehrere zusätzliche Fußstützen (nicht dargestellt) vorgesehen sein. In den beigefügten Zeichnungen sind die Fußstützen (17) gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante in der Form von Steigbügeln ausgeführt.

Das Sitzaggregat (1) umfasst bevorzugt einen technischen Antrieb (8) zur Bereitstellung von Bewegungsenergie, insbesondere für die Bewegungsauslösung. Der technische Antrieb (8) kann beliebig ausgebildet und ein oder mehrfach vorhanden sein. Nachfolgend werden verschiedene Ausführungsvarianten für einen technischen Antrieb (8) erläutert. Weiterhin werden verschiedene

Ausführungsvarianten für ein Getriebe (13) bzw.

Getriebeeinheiten (13a, 13b, 13c, 13d) erläutert. Die vorliegende Offenbarung ist nicht auf diese

Ausführungsvarianten beschränkt. Vielmehr können

beliebige Zwischenkombinationen der genannten Varianten genutzt werden und/oder andere bewegungsdefinierende technische Mittel, die dazu ausgebildet sind, das angestrebte Bewegungsmuster zu erzeugen. Figuren 8 und 9 zeigen eine erste Ausführungsvariante für eine Kinematikeinheit (6), die über ein gemeinsames

Getriebe (13) zum Antrieb von mehreren und insbesondere allen Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) ausgebildet ist. Das Getriebe (13) ist hier in der Form eines mehrfachen

Exzenters gebildet. Alternativ können beispielsweise dreidimensional profilierte Konturkörper oder

Konturscheiben vorgesehen sein. Zusätzlich zu dem

Getriebe (13) können weitere Lagerungselemente (nicht abgebildet) vorgesehen sein, durch welche die

Gesamtbewegung der Sitzfläche oder einer Teilfläche mitbestimmt wird. Solche Lagerungselemente können

insbesondere einerseits Schwenklager oder Gleitlager und andererseits elastische Verbindungen oder elastische Aufhängungen sein.

In dem Beispiel der Figuren 8 und 9 ist das Getriebe (13) mit einem Zentralantrieb (12) verbunden. Der

Zentralantrieb (12) ist bevorzugt als elektrischer Aktor (14), insbesondere als Elektromotor ausgebildet.

Alternativ oder zusätzlich kann ein mechanisches

Triebwerk (15) vorgesehen sein, was an späterer Stelle am Beispiel eines Kinderwagens erläutert wird.

Die oben erläuterten gegenläufigen Bewegungen werden in dem Beispiel der Figuren 8 und 9 durch eine entsprechend gewählte Relativlage der einzelnen Exzenter des Getriebes (13) vorgesehen. Anstelle der in Figur 8 gezeigten geraden Pleuelstangen, die jeweils eine Teilfläche

(5a, 5b, 5c, 5d) mit einem Exzenter des Getriebe (13) verbinden, können beliebige andere Verbindungselemente vorgesehen sein. Solche Verbindungselemente können insbesondere Getriebestufen sein, die eine kurven- oder bahnförmige Bewegung vorsehen. Dies ist beispielsweise durch ein Kniehebelgetriebe (nicht dargestellt) und/oder eine Kulissenführung (nicht dargestellt) erreichbar. Die Teilflächen können gruppenweise oder insgesamt an einem oder mehreren Sitzkörpern angeordnet sein und

insbesondere starre oder untereinander elastisch

bewegliche Flächenanteile des oder der Sitzkörper sein.

In dem Beispiel von Figur 10 ist zur Bereitstellung von Bewegungsenergie für jede Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) jeweils ein separater Einzelantrieb (9) vorgesehen. Jeder der Einzelantriebe (9) ist über eine separate

Getriebeeinheit (13a, 13b, 13c, 13d) mit der jeweiligen Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) verbunden. Eine derartige

Ausführung hat den Vorteil, dass das Bewegungsmuster bzw. die Bewegungsbahn zumindest hinsichtlich des Umfangs für jede Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) separat vorgegeben werden kann. Weiterhin kann etwaig ein Zyklusbezug für eine Relativbewegung zwischen zwei oder mehr Teilflächen

(5a, 5b, 5c, 5d) durch eine entsprechende Ansteuerung der

Einzelantriebe (9) variiert und in gewünschter Weise angepasst werden. Analog zu den obigen Ausführungen ist in dem Beispiel von Figur 10 für jeden Einzelantrieb (9) ein separater Exzenter als Getriebeeinheit

(13a, 13b, 13c, 13d) dargestellt. Hierbei handelt es sich lediglich um eine Schemadarstellung. Es sind alternativ beliebige andere Getriebeformen möglich und insbesondere solche Getriebeformen, die eine kurven- oder bahnförmige Bewegungsbahn (18) vorgeben. In den Beispielen der Figuren 11 und 12 ist wiederum eine weitere Ausführungsvariante skizziert. Hier sind die Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) durch eine elastische

Verbindung (5e) miteinander und etwaig mit einem Gehäuse oder Traggerüst des Sitzaggregats (1) gekoppelt. Die elastische Verbindung (5e) ist hier durch eine Schnürung, insbesondere eine Kreuzschnürung gebildet. (Jeweils) zwei oder mehr Teilflächen (5a + 5b / 5c + 5d) sind dabei gemeinsam an einem Sitzkörper angeordnet, der insgesamt durch die Kinematikeinheit bewegt wird. Im Beispiel von Figur 5 ist ein erster Sitzkörper mit den vorderen

Teilflächen (5a, 5b) und ein zweiter Sitzkörper mit den hinteren Teilflächen (5c, 5d) ausgebildet. In einer alternativen Ausbildung kann die Verteilung der

Teilflächen auf die ein oder mehreren Sitzkörper anders gewählt sein. Insbesondere kann genau ein Sitzkörper vorgesehen sein, an dem alle Teilflächen (5) angeordnet sind .

Unterhalb der Sitzfläche (4) bzw. unterhalb der

Teilflächen oder des mindestens einen Sitzkörpers sind zwei Getriebeeinheiten (13e,13f) gezeigt. In dem Beispiel von Figur 11 treibt jede der zwei Getriebeeinheiten (13e, 13f) jeweils eine Gruppe von Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) an oder gibt deren Bewegungsmöglichkeit vor. Es handelt sich bei der ersten Getriebeeinheit (13e) um einen Hub- Exzenter, der im Wesentlichen in senkrechter Richtung das Anheben oder Absenken bewirkt. Die zweite Getriebeeinheit (13f) ist durch einen Querschub-Exzenter gebildet, welcher in dem Beispiel eine in seitlicher Richtung

(links-rechts ) verlaufende Versatzbewegung bewirkt. Beide Getriebeeinheiten wirken infolge der elastischen Verbindung (5e) auf beide Sitzkörper und somit indirekt auf alle Teilflächen. Wenn nur ein Sitzkörper vorgesehen ist, an dem alle Teilflächen angeordnet sind, können sowohl die erste Getriebeeinheit (13e) als auch die zweite Getriebeeinheit (13f) gemeinsam auf den einen Sitzkörper wirken, um die Bewegung aller Teilflächen vorzugeben .

Die gezeigten Getriebeeinheiten (13e,13f) können jeweils einfach oder mehrfach vorhanden sein. Weiterhin können ein oder mehrere Gruppenantriebe (10,11) vorgesehen sein, die insbesondere jeweils eine Getriebeeinheit (13e,13f) und damit eine Gruppe von Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) mit Bewegungsenergie versorgen.

Mit anderen Worten kann der technische Antrieb (8) also mindestens einen Gruppenantrieb (10,11) umfassen, der seine Bewegungsenergie für eine Gruppe von Teilflächen oder einen Sitzkörper mit mehreren Teilflächen

bereitstellt . Alternativ oder zusätzlich kann der

technische Antrieb (8) mindestens einen Einzelantrieb (9) umfassen, der seine Bewegungsenergie für genau eine

Teilfläche bereitstellt . Wiederum alternativ oder

zusätzlich kann der technische Antrieb (8) mindestens einem Zentralantrieb (12) umfassen, der seine

Bewegungsenergie für alle Teilflächen (5) bzw. die

Sitzfläche (4) insgesamt bereitstellt . In den gezeigten Beispielen der Figuren 8 bis 12 sind diese Antriebe

(9,10,11,12) als elektrische Aktoren, insbesondere als steuerbare Elektromotoren ausgebildet. Besonders

bevorzugte Varianten sind ein Drehmomentmotor,

insbesondere ein bürstenloser Gleichstrommotor sowie ein Stellmotor (auch Servomotor genannt) . Weiterhin möglich ist die Verwendung eines üblichen Gleichstrom- oder

Wechselstrommotors, ggf· mit Vorschaltung eines Getriebes zur Anpassung der Drehzahl. Eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante sieht eine Regelung des elektrischen Aktuators bzw. eine Regelung für den Elektromotor vor, sodass dessen

Drehgeschwindigkeit, Drehmoment oder Drehlage auf einen momentanen Soll-Wert anpassbar ist. Durch die Steuerung oder Regelung einer

Drehgeschwindigkeit kann eine im Wesentlichen feste oder zwangsweise vorgegebene Dynamik für das Bewegungsmuster definiert sein. Diese Regelungsart oder Steuerart ist für den forciert aktiven Bewegungsmodus günstig. Durch die Steuerung oder Regelung eines Drehmoments oder einer

Kraft des technischen Antriebs wird erreicht, dass auch gleichgerichtete oder entgegen gerichtete Kräfte auf einen der Teilflächen (5) deren Bewegung beeinflussen. Diese Steuerungs- oder Regelungsart ist für den

unterstützend antreibenden Bewegungsmodus geeignet.

Durch eine Steuerung oder Regelung der Position oder Lage eines technischen Antriebs (8) kann eine Veränderung es Zyklusbezugs erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann mindestens eine Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) in eine Soll- Position bewegt und dort gehalten werden. Die Soll- Position kann insbesondere die Referenzlage der

Teilfläche sein. Eine Steuerung oder Regelung der

Position kann entsprechend geeignet sein, um eine

Bewegungssperre zu erreichen. Schließlich ist es möglich, mindestens einen technischen Antrieb (8), insbesondere mindestens einen elektrischen Aktor (14) kraftfrei zu schalten, sodass er eine von außen aufgeprägte Bewegung frei zulässt. Alternativ oder zusätzlich kann ein technischer Antrieb (8), insbesondere ein elektrischer Aktor (14) derart gesteuert oder

geregelt sein, dass er in einer Bewegungsrichtung frei bewegbar ist, in der gegenläufigen Bewegungsrichtung aber sperrt. Durch diese Steuer- oder Regelungsart ist ein passiver Bewegungsmodus des Sitzaggregats (1)

unterstützbar .

Wie sich aus der Darstellung in den vorgenannten Figuren ergibt, kann der technische Antrieb (8) bevorzugt in die Kinematikeinheit (6) integriert sein. Das Sitzaggregat (1) und insbesondere die

Kinematikeinheit (6) kann eine Schaltvorrichtung

aufweisen, durch die zwischen mindestens zwei

Kinematikmodi umgeschaltet wird. Die Kinematikmodi können insbesondere mit dem vorgenannten Bewegungsmodi

übereinstimmen und umfassen:

• Bewegungsauslösung ausschließlich durch den

technischen Antrieb (forciert aktiver Bewegungsmodus, beispielsweise Geschwindigkeitsregelung) ;

• Bewegungsauslösung ausschließlich durch das Gewicht und/oder die Körperbewegung einer aufsitzenden Person (passiver Bewegungsmodus, beispielsweise Positions oder Lageregelung) ; • Bewegungsauslösung kombiniert durch den technischen Antrieb und das Gewicht und/oder die Körperbewegung einer aufsitzenden Person (unterstützend aktiver

Bewegungsmodus, beispielsweise Kraft- oder

Momentenregelung) ;

• Bewegungssperre mit Arretierung der Sitzfläche

und/oder mindestens einer Teilfläche (blockierter Bewegungsmodus, beispielsweise Lageregelung auf eine Referenzlage) . Die Referenzlage kann insbesondere eine Null-Lage sein, in der die Teilflächen zueinander ohne Höhenversatz angeordnet sind.

Die Dynamik für die Bewegung der Sitzfläche und/oder der Teilflächen kann beliebig gewählt sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante ist eine Sitzflächen oder Teilflächenbewegung mit einer Hubperiode von 1,5 bis 2,5 Hz vorzusehen. Entsprechend sind bevorzugt etwa 110 bis 120 Hübe pro Minute vorzusehen. Das Sitzaggregat (1) und/oder die Kinematikeinheit (6) und/oder die Steuerung des technischen Antriebs (8) kann entsprechend vorgesehen und ausgebildet sein. Alternativ ist eine beliebige andere schnellere oder langsamere Sitzflächen- oder

Teilflächenbewegung möglich.

Der Umfang der Teilflächenbewegung kann ebenfalls

beliebig gewählt sein. Gemäß einer bevorzugten Variante ist die Hubhöhe einer Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) in einem Bereich von etwa 25 bis 35 mm vorgesehen. Eine mittlere Hubhöhe kann insbesondere 30 mm betragen. Aus den

vorgenannten Definitionen für eine Hubhöhe ergibt sich eine äquivalente Beschränkung der Kippung oder

Schwenkbewegung für eine insgesamt bewegte Sitzfläche.

Der technische Antrieb (8) kann einen beliebigen Anteil der notwendigen Bewegungsenergie bereitstellen, um die Sitzfläche oder mindestens eine Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) entgegen der auflastenden Gewichtskraft anzuheben. Es ist jedoch bevorzugt, dass die Sitzfläche und/oder eine

Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) derart gelagert ist, dass in vertikaler Richtung eine elastische Stützkraft parallel zur Triebkraft des technischen Antriebs einwirkt. Die Stützkraft kann dabei die Gewichtskraft teilweise oder vollständig kompensieren, welche durch das Körpergewicht der aufsitzenden Person auf die Sitzfläche oder die jeweilige Teilfläche auflastet. Die Stützkraft kann durch ein beliebiges technisches Mittel aufgebracht sein, insbesondere durch eine

Zugfeder, eine Druckfeder, eine Torsionsfeder oder einen sonstigen elastischen Körper.

Durch das Vorsehen einer parallel einwirkenden

elastischen Stützkraft kann der Energieverbrauch für einen der genannten aktiven Bewegungsmodi erheblich reduziert werden. Bei Verwendung eines elektrischen

Aktors (14) ist entsprechend eine Energieaufnahme bzw. Stromaufnahme verringerbar. Bei Verwendung eines

mechanischen Triebwerks (15) (siehe nachfolgende

Ausführungsvarianten) ist entsprechend ein geringeres Maß an von außen zuzuführender Bewegungsenergie erforderlich. In Abwandlung zu den oben genannten Beispielen kann der technische Antrieb (8) mehrere separate

Antriebseinheiten, mehrere Gruppenantriebe (10,11) aufweisen, um einerseits eine Hubbewegung und

andererseits eine seitliche Versatzbewegung für

mindestens eine Teilfläche und insbesondere für mehrere gleiche oder unterschiedliche Gruppen von Teilflächen (5a, 5b, 5c, 5d) auszulösen.

Das Getriebe (13) kann mindestens einen Hub-Exzenter (13e) umfassen, der eine Drehbewegung des technischen

Antriebs (8) zumindest anteilig in eine Hubbewegung mindestens einer Teilfläche und insbesondere mindestens einer Gruppe von Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) umsetzt.

Alternativ oder zusätzlich kann das Getriebe (13)

mindestens einen Querschub-Exzenter (13f) umfassen, der eine Drehbewegung des technischen Antriebs (8) zumindest anteilig in eine seitliche Versatzbewegung mindestens einer Teilfläche, insbesondere mindestens einer Gruppe von Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) umsetzt. In weiterer Abwandlung zu den vorgenannten Beispielen kann die Kinematikeinheit (6) bzw. der technische Antrieb (8) einen Fluid-Zylinder zur direkten Auslösung einer Hubbewegung mindestens einer Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) aufweisen. Durch einen solchen Fluid-Zylinder kann somit die Funktion eines Getriebes (13) mit der Funktion eines technischen Antriebs (8) kombiniert oder integriert sein.

Entsprechend kann die Kinematikeinheit (6) oder der technische Antrieb (8) einen Fluid-Zylinder zur direkten Auslösung einer seitlichen Versatzbewegung der Sitzfläche oder von mindestens einer Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) aufweisen. Der mindestens eine Fluid-Zylinder kann beispielsweise durch eine Druckluftquelle und/oder durch eine hydraulische Druckquelle versorgt sein. Eine

Steuerung oder Regelung kann analog zu den oben genannten Modi durch ein oder mehrere Ventilsteuerungen und/oder Drosselsteuerungen erfolgen. Es ist entsprechend eine Geschwindigkeitsregelung, eine Kraftregelung, eine

Positionsregelung, oder eine Bewegungssperre umsetzbar.

Bei jedem der erläuterten Ausführungsbeispiele für die Kinematikeinheit (6) kann alternativ oder zusätzlich zu einem elektrischen Aktor (16) ein mechanisches Triebwerk (15) vorgesehen sein, das seine Bewegungsenergie für die Bewegung mindestens einer Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) bereitstellt . Dementsprechend kann der Zentralantrieb (12), ein Einzelantrieb (9) und/oder ein Gruppenantrieb (10,11) durch ein mechanisches Triebwerk (15) gebildet sein. Das mechanische Triebwerk (15) weist bevorzugt eine von außen bewegbare Antriebswelle (16) auf, d.h. das mechanische Triebwerk (15) stellt bevorzugt die

Bewegungsenergie über einen drehenden Antrieb bereit. Alternativ oder zusätzlich kann die Bewegungsenergie durch ein Pleueltrieb (39), also eine alternierende translatorische Bewegung bereitgestellt sein. Auf diese Ausführungsvarianten wird weiter unten noch eingegangen.

Das vorbeschriebene Sitzaggregat (1) kann in einer beliebigen Sitzvorrichtung (20) oder einem beliebigen Fahrzeug (30) einmalig oder mehrmalig vorgesehen sein. Gemäß dem Beispiel von Figuren 6 und 7 kann eine Sitzvorrichtung beispielsweise als ein Hochstuhl, insbesondere als ein Kinder-Hochstuhl (25) ausgebildet sein und ein Sitzaggregat (1) gemäß der vorliegenden Offenbarung umfassen. Gemäß dem Beispiel von Figuren 3, 13 und 14 kann die Sitzvorrichtung auch als ein Sessel oder ein Bürostuhl (20) ausgebildet sein.

Es ist vorteilhaft, wenn das Sitzaggregat (1) bzw. die Sitzfläche (4) die nachfolgenden Komponenten in einem Lagenaufbau von außen nach innen umfasst: 1. Eine flexible Abdeckung, die eine geschlossene

Gesamtfläche über der Sitzfläche (4) bzw. über den Teilflächen bildet;

2. Darunter die mehreren bevorzugt separat beweglichen Teilflächen, die als aktive Sitzflächenpartitionen wirken; und

3. Darunter die Kinematikeinheit, die bevorzugt ein

Getriebe und etwaig einen technischen Antrieb zur Vorgabe der Zwangskinematik umfasst.

Die flexible Abdeckung kann an den jeweiligen

Einsatzbereich angepasst sein. Bei einem Stuhl oder Sessel gemäß Figur 13 kann die Abdeckung durch einen Bezug (4') gebildet sein, der eine im Wesentlichen weiche und den Komfort der aufsitzenden Person förderliche

Beschaffenheit aufweist. Bei einem Bürostuhl gemäß

Figuren 3 und 14 kann die flexible Abdeckung durch ein festeres Material gebildet sein und beispielsweise eine rutschhemmende Ausstattung aufweisen. Sie kann weiterhin eine festere Beschaffenheit haben und/oder flüssigkeitsabweisend oder flüssigkeitsdicht ausgeführt sein .

Gemäß einer bevorzugten Variante wird die Sitzfläche des Sitzaggregats (1) mit einer besonderen Lehnenform der Rückenlehne (21) kombiniert. Die Lehne (21) ist dabei bevorzugt als schulterhohe Lehne bzw. als Voll-Lehne ausgebildet. Sie weist weiterhin bevorzugt im oberen Drittel, d.h. in dem Bereich, der hinter den Brustwirbeln zu liegen kommt, eine zu der aufsitzenden Person (2,3) hingerichtete Wölbung (23) auf. Hierdurch wird eine aufrechte Sitzposition unterstützt. Die aufrechte

Sitzposition ist weiterhin vorteilhaft, weil dann die durch das Sitzaggregat (1) ausgelösten oder unterstützten Hüftbewegungen leicht ausführbar sind und/oder ein physiologisch förderliches Körperbewegungsmuster

gefördert wird.

An der Lehne (21) ist bevorzugt weiterhin eine Kopfstütze (22) vorgesehen. Die Kopfstütze ist bevorzugt

anschließend an den Abschnitt der Lehne (21) angeordnet, welcher die Auswölbung (23) bildet. Besonders bevorzugt ist die Kopfstütze derart angeordnet und ausgerichtet, dass sie in einem Bereich des Übergangs von der

Brustwirbelsäule zur Halswirbelsäule wirkt. Mit anderen Worten unterstützt die Kopfstütze diesen Übergangsbereich von der Brustwirbelsäule zur Halswirbelsäule, so dass ein Hauptteil der Gewichtskraft des Kopfes abstützbar ist.

Die Lehne (21) mit der Wölbung (23) und/oder die

Kopfstütze (22) können besonders bevorzugt gemäß der Offenbarung in WO 2018/210910 Al vorgesehen sein. Die Sitzfläche (5) kann weiterhin bevorzugt im hinteren Bereich, insbesondere dort wo das Steißbein und die höheren Gesäßbereiche aufliegen, eine ansteigende Kontur aufweisen. Durch diese ansteigende Kontur wird ebenfalls eine aufrechte Körperhaltung gefördert und eine freie Beweglichkeit im Hüftbereich unterstützt.

Figuren 6 und 7 zeigen eine bevorzugte

Ausführungsvariante eines Hochstuhls gemäß der

vorliegenden Offenbarung, der insbesondere ein Kinder- Hochstuhl (25) sein kann. Der Hochstuhl (25) umfasst einen Bügel (26), der oberhalb der Sitzfläche (5) des enthaltenen Sitzaggregats (1) angeordnet ist. Die

Anordnung des Bügels (26) ist insbesondere derart

gewählt, dass er einen Herausfallschutz und/oder eine Tischfläche für ein aufsitzendes Kind (3) bildet. Am rückwärtigen Ende der Sitzfläche (5) ist bevorzugt eine Lehne, insbesondere eine Teillehne vorgesehen. Die

Sitzfläche (4) ist als Sattelsitz ausgebildet. Die Lehne und der Bügel können gegenüber der Sitzfläche (5) einzeln oder gemeinsam höhenverstellbar sein. Weiterhin kann die Sitzfläche (5) mit oder ohne Bügel und/oder Lehne gegenüber einem Standfuß des Hochstuhls höhenveränderlich sein .

Der Hochstuhl (25) umfasst bevorzugt ein

Betätigungsmittel (27,27') um den Kinematikmodus oder Bewegungsmodus des Sitzaggregats (1) auszuwählen oder umzuschalten. Eine erste Ausführungsvariante sieht vor, dass das Betätigungsmittel (27) auf der Rückseite des Hochstuhls (25) angeordnet ist, so dass das

Betätigungsmittel (27) nur durch eine außenstehende Person, jedoch nicht durch das aufsitzende Kind (3) bedient werden kann. Dieses Betätigungsmittel (27) kann bevorzugt einen (Voll-) Zugriff auf alle vorhandenen

Kinematikmodi oder Bewegungsmodi gestatten. Alternativ oder zusätzlich kann ein Betätigungsmittel (27') in einen Bereich angeordnet sein, der für das aufsitzende Kind (3) leicht erreichbar ist, insbesondere auf oder an dem Bügel (26) . Das Betätigungsmittel (27') kann etwaig einen beschränkten Zugriff auf die verfügbaren Kinematikmodi oder Bewegungsmodi gewähren.

Der Hochstuhl (25) umfasst bevorzugt mindestens eine bewegliche Fußstütze (17) für das aufsitzende Kind (3) . Die Fußstütze (17) ist insbesondere frei hängend

angeordnet und/oder als Steigbügel ausgebildet. Sie kann insbesondere für die Einnahme der Reiter-Sitzpose

vorgesehen sein.

Alternativ oder zusätzlich können ein oder mehrere

Fußstützen vorgesehen sein, insbesondere feststehende oder in bestimmen Positionen fixierbare Fußstützen. Diese weiteren Fußstützen können insbesondere zum Abstellen der Füße in der Stuhl-Sitzpose vorgesehen sein.

Das Sitzaggregat gemäß der vorliegenden Offenbarung kann ein- oder mehrfach Bestandteil eines Fahrzeugs (30) sein. Das Fahrzeug kann eine beliebige Ausbildung haben. Es kann insbesondere als ein Kraftfahrzeug ausgebildet sein, bei dem insbesondere das Sitzaggregat (1) in einem

Fahrzeugsitz aufgenommen ist. Alternativ kann das

Fahrzeug (30) als ein öffentliches Verkehrsmittel ausgebildet sein, bei dem insbesondere das Sitzaggregat (1) in einem Passagiersitz aufgenommen ist. Bei dem

Verkehrsmittel kann es sich beispielsweise um einen Bus, ein Gleisfahrzeug, ein Flugzeug oder ein Wasserfahrzeug handeln . Wiederrum alternativ kann es sich bei dem Fahrzeug um einen Rollstuhl oder ein anderes Fahrzeug zur Beförderung von in der Mobilität oder Gesundheit eingeschränkten Personen handeln. Insbesondere kann das Sitzaggregat (1) in einer Patienten-Stützfläche aufgenommen sein. Eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante des

Fahrzeugs (30) ist ein Kinder-Transportfahrzeug (31). Beispiele hierfür sind in den Figuren 15 bis 18 gezeigt. Das Kinder-Transportfahrzeug (31) kann insbesondere ein Kinderwagen, genauer ein Sitz-Kinderwagen sein.

Alternativ oder zusätzlich kann das Kinder-

Transportfahrzug (31) eine Liegefunktion aufweisen.

Der Kinderwagen weist ein Gestell (32), mehrere Räder (33) und ein Sitzaggregat (1) gemäß der vorliegenden Offenbarung auf. Nachfolgend wird mit Bezugnahme auf die Figuren 15 bis 18 allgemein ein Fahrzeug beschrieben. Die genannten

Merkmale sind insbesondere bei dem dargestellten Kinder- Transportfahrzeug / Kinderwagen (31) anwendbar.

Das Fahrzeug (30, 31) weist bevorzugt ein mechanisches Triebwerk (15) auf. Es ist dazu ausgebildet, eine

Bewegungsenergie der Räder (33) des Fahrzeugs in eine Bewegungsauslösung für die Sitzfläche (4) und/oder mindestens eine Teilfläche ( 5a, 5b, 5c, 5d) am Sitzaggregat (1) umzusetzen. Alternativ oder zusätzlich kann das Fahrzeug einen technischen Antrieb (8) in Form eines elektrischen Aktors (14) aufweisen. Alle oben

beschriebenen Ausführungsvarianten betreffend das

Sitzaggregat (1) oder die Sitzvorrichtungen insbesondere den Kinder-Hochstuhl, können in gleicher Weise bei dem Fahrzeug (30,31) vorgesehen sein.

Die Räder (33) des Fahrzeugs (30,31) können eine

beliebige Ausbildung haben. Besonders bevorzugt,

insbesondere bei einem Kinder-Transportfahrzeug (31), sind zwei Laufräder (33b), d.h. nicht lenkbare und nicht angetriebene Räder, und mindestens ein lenkbares Rad (33a) vorgesehen. Das mechanische Triebwerk (15) kann Bewegungsenergie von mindestens einem der Räder (33), insbesondere von einem oder mehreren Laufrädern (33b) beziehen. Hierzu können die Radachsen der Laufräder (33) über ein mechanisches Triebwerk mit dem Sitzaggregat gekoppelt sein. Das mechanische Triebwerk (15) kann entsprechend einen technischen Antrieb (8) für das

Sitzaggregat (1) bilden beziehungsweise das Sitzaggregat (1) mit Bewegungsenergie versorgen. Die Bewegungsenergie kann insbesondere über die unter der Sitzfläche (5) angeordnete Kinematikeinheit (6) in die oben beschriebene Bewegung einer oder mehrerer Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) umgesetzt werden. Besonders bevorzugt wird die

Bewegungsenergie von (genau oder mindestens) einem

Laufrad (33b) für die Bewegungsauslösung einer Gruppe von Teilflächen ( 5a, 5b, 5c, 5d) bereitgestellt. Mit anderen Worten können die lenkbaren Räder ohne energieleitende Verbindung zum Sitzaggregat sein. Figuren 15 und 16 zeigen eine besonders bevorzugte

Antriebsvariante. Hier umfasst das mechanische Triebwerk

(15) eine Antriebswelle (16), die insbesondere als eine zentrale Antriebswelle ausgebildet sein kann. Die

Antriebswelle (16) kann somit die Bewegungsenergie von mindestens einem Rad (33), insbesondere mindestens einem Laufrad (33b), die über die Radachsen bereitgestellt ist, durch eine Drehbewegung der Antriebswelle (16) zu einem Getriebe (13) des Sitzaggregats (1) übertragen. Die

Übertragung der Bewegungsenergie mittels einer drehenden Antriebswelle (16) ist aus verschiedenen Gründen

vorteilhaft. Einerseits geht von der Antriebswelle (16) ein geringes Verletzungs- oder Unfallrisiko aus. Die Antriebswelle (16) kann leicht in einem starren Gehäuse aufgenommen oder mit einem Schutzüberzug versehen werden, um einen manuellen Zugriff zu beschränken oder

auszuschließen, sodass das Risiko von Verletzungen verringert wird. Die drehende Antriebswelle (16) benötigt weiterhin nur einen geringen Bauraum. Eine besonders günstige Variante sieht vor, dass zwei Laufräder (33b), insbesondere zwei hintere Laufräder (33b), über ein Differential (35) verbunden sind, von dem aus eine kombinierte Bewegungsenergie dieser Laufräder (33b) für die Bewegung der Sitzfläche und/oder der

Teilflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) , insbesondere mittels der Antriebswelle (16), bereitgestellt ist. Die Antriebswelle

(16) ist ein antreibendes Organ des mechanischen

Triebwerks (15) und von den Radachsen oder Radnaben der Räder (33) zu unterschieden. Das Differential kann direkt oder indirekt mit den Radachsen der antreibenden Räder (33) verbunden sein. Die vorbenannte Ausführungsvariante eines Kinderwagens mit Differential zum Antrieb der Sitzflächen- oder

Teilflächenbewegung ist in Figuren 15 und 16 dargestellt. Aufgrund des Differentials (35) können die Laufräder (33b) mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und etwaig sogar unterschiedlichen Richtungen bewegt sein. Durch das Differential wird bevorzugt eine Drehgeschwindigkeit der Antriebswelle (16) bewirkt, die der Hälfte der Summe der Einzeldrehgeschwindigkeiten der Räder (33) bzw. der

Laufräder (33b) entspricht. Entsprechend kann das Kinder- Transportfahrzeug auf beliebig geformten Bahnen,

insbesondere auf geraden sowie kurvigen Bahnen bewegt werden, ohne dass die Übertragung der Bewegungsenergie zum Sitzaggregat (1) die Beweglichkeit einschränken würde .

Der Begriff „Differential" umfasst ein

Differentialgetriebe (Achsdifferential) , also ein

Getriebe mit zwei Antriebselementen, die mit den Rädern (33) verbunden sind, und einem Abtrieb, der mit dem

Sitzaggregat (1) bzw. mit der Antriebswelle (16) oder einem anderen geeigneten energieübertragenden technischen Mittel verbunden ist. Darüber hinaus umfasst der Begriff „Differential" auch Auslgeichsgetriebe oder

Umlaufrädergetriebe oder sonstige in der technischen Wirkung entsprechende Mittel.

Das Gestell (32) des Kinder-Transportfahrzeugs (31) kann bevorzugt zusammenklappbar sein. Für den Klappmechanismus kann eine beliebige Mechanik vorgesehen sein. Durch das Zusammenklappen werden bevorzugt die Gestellstreben, an denen die Räder (33) befestigt sind, oder zumindest Teile der Gestellstreben an das Sitzaggregat angenähert, sodass der Kinderwagen im zusammengeklappten Zustand ein

verkleinertes Raumvolumen einnimmt. Alternativ oder zusätzlich zu dem zusammenklappbaren Gestell kann eine schwenkbare und bevorzugt an das Sitzaggregat anklappbare Lehne vorgesehen sein, um eine noch kompaktere Form im zusammengeklappten Zustand zu ermöglichen.

Eine besonders bevorzugte Variante sieht vor, dass die Räder (33) über ein gemeinsames Drehgelenk mit dem

Sitzbereich des Kinder-Transportfahrzeugs (31) verbunden sind. Dies ist beispielhaft in Figur 17 gezeigt. Die Lehne (37) des Fahrzeugs (30,31) kann über ein weiteres Gelenk mit dem Sitzbereich verbunden sein, insbesondere am hinteren Ende des Sitzbereichs. Im Sitzbereich ist bevorzugt das Sitzaggregat (1) gemäß der vorliegenden Offenbarung angeordnet. Die Antriebswelle (16) kann gegebenenfalls lösbar mit dem Sitzaggregat (1)

beziehungsweise der Kinematikeinheit (6) verbunden sein. In Figur 17 ist diese gelöste Position gezeigt. Das Fahrzeug (30, 31) umfasst bevorzugt auch ein

Schubgestänge (36) und/oder einen Bügel (38) . Der Bügel kann analog zu den Ausführungen zum Kinder-Hochstuhl ausgebildet sein und insbesondere einen Tisch oder einen Herausfallschutz bilden. Das Schubgestänge (36) und/oder der Bügel (38) können lösbar oder beweglich angeordnet sein. Gemäß der

bevorzugten Ausführungsvariante von Figuren 16 und 17 kann das Schubgestänge (36) über ein Klappgelenk an der Lehne (37), insbesondere am oberen Ende der Lehne (37) befestigt sein.

Gemäß der in Figur 17 gezeigten Variante lassen sich bei einem Kinder-Transportfahrzeug (31) der Sitzbereich und die Lehne schräg (mit einem spitzen Winkel zueinander) oder im Wesentlichen koplanar ausrichten, um in einem zusammengeklappten Zustand eine möglichst flache

Außenkontur zu bilden. Das Schubgestände (36) ist

bevorzugt flach an die koplanar ausgerichtete Gruppe von Sitzbereich und Lehne (37) anlegbar. In Figur 17 ist ein Anlegen an die Rückseiten dargestellt, alternativ kann das Schubgestänge (36) nach vorne bzw. auf die Oberseiten anlegbar sein.

Die Räder (33) sind bevorzugt über Gestellstreben (oder Gestellarme) mit dem gemeinsamen Schwenkgelenk verbunden, wobei die Gestellstreben im zusammengeklappten Zustand derart beweglich und gelagert sind, dass die

Gestellstreben der Vorderräder (33a) seitlich neben den Gestellstreben der Hinterräder (33b) bewegbar sind. Die gesamte Gruppe der Gestellstreben von Vorderrädern (33a) und Hinterrädern (33b) ist bevorzugt im

zusammengefalteten Zustand an die Rückseite der koplanar ausgerichteten Gruppe von Sitzbereich und Lehne (37) anlegbar . Figur 18 zeigt eine alternative Ausführungsvariante für ein mechanisches Triebmittel (15) . In der mit

durchgezogenen Linien dargestellten Variante ist jedes der Laufräder (33b) (hier hintere Räder) separat mit einem Pleueltrieb (39) verbunden. Der linke Pleueltrieb (39) kann zur Auslösung einer gegenläufigen Hebe- und Senkbewegung der vorderen sowie der hinteren linken

Teilflächen vorgesehen sein, während der andere

Pleueltrieb (39) die übrigen Teilflächen in eine

gegenläufige Hebe- und Senkbewegung versetzt. Alternativ können die Pleueltriebe (39) über eine Achsverbindung

(40) miteinander verbunden sein. Wiederrum alternativ kann ein einzelnes Laufrad (33b) mehrere Pleueltriebe (39) oder einen zentralen Pleueltrieb mit

Bewegungsenergie für alle Teilflächen versorgen.

Abwandlungen der Erfindung sind in verschiedener Weise möglich. Insbesondere können alle zu den

Ausführungsbeispielen beschriebenen, in den Figuren dargestellten oder beanspruchten Merkmale in beliebiger Weise kombiniert oder vertauscht werden.

An Stelle eines Pleueltriebs (39) oder einer drehbaren Antriebswelle (16) kann ein beliebiges anderes

energieübertragendes technisches Mittel vorgesehen sein, beispielsweise ein Kettentrieb, ein Riementrieb oder ein Zahnradgetriebe. Ferner sind Zwischenlösungen möglich.

Es ist weiterhin möglich, das Sitzaggregat (1) an einem Kinder-Transportfahrzeug (31) mit einem elektrischen Aktor (14) auszubilden. Der elektrische Aktor (14) kann durch eine mobile Energieversorgung, insbesondere durch einen elektrischen Akkumulator oder eine Batterie

versorgt sein. Alternativ oder zusätzlich kann ein

Generator oder Dynamo vorgesehen sein, der zeitweise oder dauerhaft die Bewegungsenergie von mind. einem Rad in elektrische Energie wandelt, um den elektrischen Stromspeicher aufzuladen oder direkt den elektrischen Aktor (14) zu versorgen. Alternativ oder zusätzlich kann der elektrische Speicher durch eine externe Energiequelle aufgeladen werden. Die externe Energiequelle kann

beispielsweise ein Versorgungsanschluss in einem

Kraftfahrzeug sein, so dass der Energiespeicher im Auto während des Transports geladen werden kann.

Um einen gleichmäßigen Widerstand bereitzustellen ist es bevorzugt, dass die Bewegungsenergie von genau einem Laufrad (33b) für die Bewegungsauslösung an mind. zwei Teilflächen ( 5a, 5c/5b, 5d) bereitgestellt wird, die sich insbesondere einerseits unter dem vorderen Aufsitzbereich (V) und andererseits unter dem hinteren Aufsitzbereich

(H) befinden. Dies kann durch jede der vorgenannten

Antriebsvarianten und insbesondere durch den in Figur 18 gezeigten Pleueltrieb (39) erreicht werden, wobei jeder der Pleueltriebe (39) mit genau einem Laufrad (33b) verbunden ist.

Wenn die Anzahl der beweglichen Teilflächen von der bevorzugten Anzahl von vier abweicht, ist es vorteilhaft, eine zur Längsachse (vorne-hinten) symmetrische Anordnung zu schaffen.

Alle Bestandteile und Funktionen, die in Bezug auf die Kinematikeinheit (6) erläutert wurden, können auch separate Bestandteile oder Funktionen des Sitzaggregats

(I), der Sitzvorrichtung (20, 25) oder des Fahrzeugs (30, 31) sein und umgekehrt. Eigenständig offenbart ist ein Kinderwagen (oder Sitz- Kinderwagen) , der ein Gestell (32), mehrere Räder (33) und ein Sitzaggregat (1) umfasst, wobei das Sitzaggregat (1) zur Unterstützung einer aufsitzenden Person (2, 3) ausgebildet ist und eine Sitzfläche (4) mit mehreren einzeln, gruppenweise oder insgesamt beweglichen

Teilflächen (5 / 5a, 5b, 5c, 5d) umfasst und wobei ein Bewegungsmuster Sitzfläche (4) und/oder der Teilflächen (5) derart vorgegeben ist, dass die Rückenbewegung eines Reittieres in zumindest einer Gangart nachgebildet wird, und wobei der Kinderwagen ein mechanisches Triebwerk (15) aufweist, das dazu ausgebildet ist, eine Bewegungsenergie der Räder (33) in eine Bewegungsauslösung für die

Sitzfläche und/oder mindestens eine Teilfläche (5, 5a, 5b, 5c, 5d) am Sitzaggregat (1) umzusetzen.

Besonders bevorzugt weist ein solcher Kinderwagen ein Differential auf, wobei mindestens zwei Räder (33) über das Differential (35) verbunden sind, von dem aus eine kombinierte Bewegungsenergie dieser Räder (33) für die Bewegung der Sitzfläche und/oder der mindestens einen

Teilfläche bereitgestellt ist. Die Bewegungsenergie kann von dem Differential insbesondere für mindestens einen Sitzkörper oder eine Gruppe von Teilflächen oder für die Gesamtheit der Teilflächen bereitgestellt sein. Ein Kinderwagen gemäß der vorliegenden Offenbarung kann mindestens einen Sitzkörper umfassen, an dem mindestens zwei der Teilflächen angeordnet sind. Insbesondere kann der Kinderwagen als bevorzugte Ausführungen genau einen Sitzkörper umfassen, an welchem alle Teilflächen (5, 5a, 5b, 5c, 5d) angeordnet sind, oder zwei Sitzkörper, an denen jeweils zwei Teilflächen angeordnet sind.

Das Sitzaggregat (1) eines Kinderwagens umfasst bevorzugt eine Kinematikeinheit (6) zur Vorgabe der

Teilflächenbewegungen, wobei die Kinematikeinheit

insbesondere (direkt) unterhalb der Teilflächen (5) oder des Sitzkörpers angeordnet ist.

BEZUGSZEICHENLISTE

Sitzaggregat

Person / Erwachsener

Person / Kind

Sitzfläche

' Bezug / Deckflächenmaterial

Teilflächen

a Teilfläche (VL)

b Teilfläche (VR)

c Teilfläche (HL)

d Teilfläche (HR)

e Elastische Verbindung / Schnürung

Kinematikeinheit / Einheit zur Vorgabe eines

Bewegungsmusters

Zwangskinematik

Technischer Antrieb

Einzelantrieb

0 Gruppenantrieb

1 Gruppenantrieb

2 Zentralantrieb

3 Getriebe

3a Getriebeeinheit

3b Getriebeeinheit

3c Getriebeeinheit

3d Getriebeeinheit

3e Getriebeeinheit für Hubanteil / Hub-Exzenter3f Getriebeeinheit für Schwenkanteil / Querschub- Exzenter

4 Elektrischer Aktor / Elektromotor

5 Mechanisches Triebwerk

6 Antriebwelle

7 Fußstütze / Steigbügel

8 Bewegungsbahn

8 ' Skalierte Bewegungsbahn

9 Momentane Neigung

0 Sitzvorrichtung / Bürostuhl 21 Lehne / Schulterhohe Lehne / Voll-Lehne

22 Kopfstütze

23 Auswölbung

25 Sitzvorrichtung / Hochstuhl

26 Bügel / Tisch (abnehmbar)

27 Betätigungsmittel / Kinematik-Umschalter

27 ' Betätigungsmittel / Kinematik-Umschalter

30 Fahrzeug

31 Kinder-Transportfahrzeug / Kinderwagen

32 Gestell

33 Räder

33a Lenkbare Räder

33b Laufräder (nicht lenkbar)

34 Achse

35 Differential

36 Schubgestänge

37 Lehne

38 Bügel / Tisch (abnehmbar)

39 Pleueltrieb

40 AchsVerbindung

E Elliptische Kontur

K Kreisförmige Kontur

L Linke Körperhälfte

R Rechte Körperhälfte

V Vorderer Aufsitzbereich (an/unter Schenkel)

H Hinterer Aufsitzbereich (unter Gesäß)