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Patent Searching and Data


Title:
BALL BEARING CAGE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/135902
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a ball bearing cage which consists of a first cage element (210) and a second cage element (220) and is used to ensure a spacing between the rolling bodies. According to the invention, the first cage element consists of a material which has a higher degree of rigidity than the second cage element; the first cage element is annular and has multiple pocket parts, which are mutually spaced in the circumferential direction and form concave pocket surfaces on one side in the axial direction, and multiple connection sections, which are positioned between the pocket parts and both sides of which are connected to the pocket parts; and the second cage element is arranged between the pocket parts and has a second cage side which together with the pocket surface on both sides in the circumferential direction forms a pocket for receiving the ball, said pocket part being located therebetween.

Inventors:
MOON JAEHYUN (KR)
SEO SANGSU (KR)
Application Number:
DE2019/101079
Publication Date:
July 02, 2020
Filing Date:
December 12, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
F16C33/38; F16C33/41
Foreign References:
JP2006161922A2006-06-22
KR20170116270A2017-10-19
JPH109272A1998-01-13
DE381942C1923-09-27
FR1198221A1959-12-04
KR200410762Y12006-03-08
KR101664766B12016-10-12
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Claims:
Patentansprüche

1. Kugellagerkäfig (200), welcher aus einem ersten Käfigelement (210) und einem zweiten Käfigelement (220) besteht und dazu dient, einen Abstand zwischen den Wälzkörpern zu gewährleisten, dadurch gekennzeichnet,

- dass das erste Käfigelement (210) aus einem Material besteht, das über eine höhere Steifigkeit verfügt als das zweite Käfigelement (220);

- wobei das erste Käfigelement (210) ringförmig ist und über mehrere Ta schenteile (211 ) verfügt, die in Umfangsrichtung einen Abstand zu ei nander aufweisen und in axialer Richtung auf einer Seite konkave Ta schenoberflächen (215) bilden,

- wobei das erste Käfigelement (210) darüber hinaus über mehrere Ver bindungsabschnitte (213) verfügt, die zwischen den Taschenteilen (211 ) positioniert sind und deren beide Enden mit den Taschenteilen (211 ) verbunden sind;

- wobei das zweite Käfigelement (220) zwischen den Taschenteilen (211 ) angeordnet ist und eine zweite Käfigseite (225) aufweist, die zusammen mit der Taschenoberfläche (215) an beiden Seiten in Umfangsrichtung eine Tasche zur Aufnahme der Kugel bildet,

- wobei sich das Taschenteil (211 ) dazwischen befindet.

2. Kugellagerkäfig (200) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Käfigelement (210) aus Metall besteht und das zweite Käfigele ment (220) aus Kunstharz besteht, wobei mindestens ein Teil der Außen seite (211 a) des Taschenteils, die die Gegenseite der Taschenoberfläche (215) darstellt, die die Kugel aufnimmt, freiliegt.

3. Kugellagerkäfig (200) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Käfigelemente (220) an den einzelnen Verbindungsabschnitten (213) des ersten Käfigelements (210) befestigt sind, wobei mehrere zweite Käfigelemente (220) an den Verbindungsabschnitten (213) angebracht sind.

4. Kugellagerkäfig (200) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei sich gegenüberliegende zweite Käfigseiten (225) von benachbarten zweiten Käfigelementen (220), zwischen denen sich ein Taschenteil (211 ) befindet und die an den Verbindungsabschnitten (213) auf beiden Seiten verbunden sind, gemeinsam mit der dazwischenliegenden Taschenoberflä che (215) eine Tasche bilden. 5. Kugellagerkäfig (200) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Käfigelement (220) aus einem zweiten Käfig-Hauptkörper (221 ), der mit einer Kopplung (222) ausgestattet ist, die in Umfangsrichtung durchgängig ist und in die der Verbindungsabschnitt (213) eingesetzt wird, und aus zweiten Käfigverlängerungen (223) besteht, die an beiden Seiten in Umfangsrichtung des zweiten Käfig-Hauptkörpers (221 ) in axialer Rich tung in entgegengesetzter Richtung zum Taschenteil (211 ) überstehen und in Umfangsrichtung so überstehen, dass sie sich voneinander entfernen; wobei die Entfernung zwischen den zweiten Käfigverlängerungen (223) von den benachbarten zweiten Käfig-Hauptkörpern (221 ), zwischen denen sich ein Taschenteil (21 1 ) befindet, so gebildet wird, dass sie sich in Richtung des Endstücks immer weiter annähern.

6. Kugellagerkäfig (200) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (213) über eine Verbindungskrümmung (217) am Taschenteil (211 ) befestigt ist, wobei die Verbindungskrümmung (217) ent gegen des Taschenteils (211 ) gebogen ist und einen kleineren Krüm mungsradius als das Taschenteil (211 ) aufweist.

7. Kugellagerkäfig (200) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungskrümmung (217) auf der Innenseite zwischen den zweiten

Käfig-Hauptkörpern (220) freiliegt, wobei der Krümmungsradius der zwei ten Käfigseite (225) größer ist als der Krümmungsradius der Verbindungs- krümmung (217) und wobei zwischen der Verbindungskrümmung (217) und der zweiten Käfigseite (225) ein konkaver Freiraum (201 ) gebildet wird.

8. Kugellagerkäfig (200) nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass an dem Verbindungsabschnitt (213) eine erste Öffnung (219) gebildet wird, die in axialer Richtung durchgängig ist, wobei auch am zweiten Käfig-Haupt- körper (221 ) an der Position, an der die erste Öffnung (219) gebildet wur de, eine zweite Öffnung (229) gebildet wird, die in axialer Richtung durch gängig ist, wobei zwischen den zweiten Käfigverlängerungen (223) eine Öffnung gebildet wird, die in axialer Richtung durchgängig ist.

9. Kugellagerkäfig nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Käfig-Hauptkörper (221 ) eine Anschrägung (227) an beiden Seiten in Radialrichtung in einer Richtung gebildet wird, in der die zweiten Käfig verlängerungen (223) überstehen, wobei sie in einer Form gebildet wird, deren Breite in Radialrichtung zum Endstück hin immer weiter abnimmt.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Kugellagerkäfig Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kugellagerkäfig. Insbesonde re bezieht sie sich auf einen Kugellagerkäfig, der bezüglich im Lagerbetrieb auftretender Fliehkräfte eine hohe Steifigkeit aufweist, wobei gleichzeitig die Schmierfähigkeit aufrechterhalten wird und eine effektive Wärmeübertragung stattfindet.

Hintergrund der Erfindung Lager können grob in die Unterkategorien Gleitlager und Wälzlager unterteilt werden. Wälzlager werden je nach Rollkörper unterteilt in Kugellager, Kegelrol lenlager und Zylinderrollenlager. Kugellager sind Lager, die eine Kugel als Rollkörper verwenden, der zwischen dem Innenring und dem Außenring positi oniert wird. Diese Lager können nochmals in Radiallager und Axiallager einge- teilt werden. Bei Radiallagern sind die Verlängerungsrichtung der Achse und die Belastungsrichtung im rechten Winkel zueinander angeordnet. Bei Axialla gern verlaufen diese Richtungen parallel zueinander.

Das in Figur 1 gezeigte Radialkugellager ist aus der KR 20-0410762 Y1 be- kannt und besteht in herkömmlicher Weise aus einem Innenring (103), einem Außenring (105), Kugeln (107) und einem Käfig (109). Der Innenring (103) und der Außenring (105) sind ringförmig, wobei zwischen dem Innenring (103) und dem Außenring (105) mehrere Kugeln (107) in Umfangsrichtung so eingesetzt werden, dass sie einen gewissen Abstand zueinander aufweisen. Wie in Figur 2 der KR 20-0410762 Y1 dargestellt, ist der Käfig (109) ringförmig und sorgt dafür, dass die einzelnen Kugeln (107), die zwischen dem Innenring (103) und dem Außenring (105) positioniert sind, in einem bestimmten Abstand zueinan der in Umfangsrichtung angeordnet sind. In dem Käfig (109) werden mehrere Taschen (111 ) in bestimmten Abständen gebildet, in die die einzelnen Kugeln (107) so eingesetzt werden, dass sie rollen können. Mit dem Bezugszeichen 113 in Figur 1 der KR 20-0410762 Y1 bezeichnete Dichtungen werden in dem Zwischenraum installiert, der zwischen dem Innenring (103) und dem Außen- ring (105) auf beiden Seiten in axialer Richtung vorhanden ist. So wird das Eindringen von Fremdkörpern oder das Austreten von Schmierfett verhindert.

Der in Figur 2 dargestellte Käfig (109) gemäß KR 20-0410762 Y1 ist ein Kunst- stoff-Schnappkäfig, der mit einem ringförmigen Käfig-Flauptkörper (112) und Vorsprüngen (114) ausgestattet ist, die auf einer Seite in axialer Richtung am Käfig-Flauptkörper (1 12) angeordnet sind, wobei zwischen den Vorsprüngen die oben genannten Taschen (111 ) gebildet werden.

Der in Figur 3 dargestellte Käfig (109) gemäß KR 10-1664766 B1 ist ein zwei- teiliger Blechnietkäfig, der aus zwei in axialer Richtung einheitlich geformten und miteinander verbundenen Käfigelementen (109-1 ) besteht. Die Käfigele mente (109-1 ), die den zweiteiligen Käfig (109) bilden, sind ringförmig und be stehen aus mehreren konkaven Taschenteilen (109b), die in Umfangsrichtung in bestimmten Abständen angeordnet sind, und mehreren Verbindungsab- schnitten (109a), die an beiden Seiten mit den Taschenteilen (109b) verbunden werden. Die beiden Käfigelemente (109-1 ) werden miteinander verbunden, wobei sich gegenüberliegende Taschenteile (109b) eine Tasche (111 ) bilden.

Der in Figur 2 dargestellte Käfig (109) gemäß KR 20-0410762 Y1 verfügt im Vergleich zu dem zweiteiligen Käfig gemäß KR 10-1664766 B1 über eine klei nere Fläche, die die Kugel umgibt. Da der Käfig-Flauptkörper (112) die Vor sprünge (114) jedoch nicht ausreichend unterstützen kann, verformen sich bei Flochgeschwindigkeitsrotationen (ab 18.000 UpM) die Vorsprünge (114) in Ra dialrichtung zur Außenseite hin, wobei die Kugel (107) nicht stabil gehalten werden kann und folglich Lärm oder Vibrationen auftreten und die Vorsprünge (114) beschädigt werden können. Zudem wird die Wärmeübertragung behin dert, da das Teil aus einem Kunststoff-Material besteht. Darüber hinaus hat der in der KR 10-1664766 B1 offenbarte Käfig (109) gemäß Figur 2 oder auch der in Figur 3 dargestellte zweiteilige Käfig gemäß KR 20-0410762 Y1 den Nach teil, dass die Fläche, die die Kugel umgibt, so groß ist, dass eine Schmierung nicht reibungslos verläuft und der Käfig die Wärmeabgabe behindert. Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Probleme zu lösen, die bei der oben beschriebenen herkömmlichen Technik existieren und einen Kugellager käfig zu konzipieren, bei dem der Wärmeaustausch und die Schmierung mit Schmiermittel reibungslos verlaufen, die Steifigkeit verbessert wird und der auch bei hohen Geschwindigkeiten verwendet werden kann.

Beschreibung der Erfindung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kugellagerkäfig, der aus ei nem ersten Käfigelement und einem zweiten Käfigelement besteht und in ei nem Kugellager verwendet wird, wobei er dazu dient, einen gleichmäßigen Abstand zwischen den Rollkörpern zu gewährleisten. Es wird ein Kugellagerkäfig angeboten, der dadurch gekennzeichnet ist, dass das erste Käfigelement aus einem Material besteht, das über eine höhere Stei figkeit verfügt als das zweite Käfigelement; wobei das erste Käfigelement ring förmig ist und über mehrere Taschenteile, die in Umfangsrichtung einen Ab stand zu einander aufweisen und in axialer Richtung auf einer Seite konkave Taschenoberflächen bilden, und über mehrere Verbindungsabschnitte verfügt, die zwischen den Taschenteilen positioniert sind und deren beide Seiten mit den Taschenteilen verbunden sind; wobei das zweite Käfigelement zwischen den Taschenteilen angeordnet wird und über eine zweite Käfigseite verfügt, die zusammen mit der Taschenoberfläche an beiden Seiten in Umfangsrichtung eine Tasche zur Aufnahme der Kugel bildet, wobei sich das Taschenteil dazwi schen befindet. Das erste Käfigelement wird aus Metall hergestellt und das zweite Käfigele ment wird aus einem Kunstharz-Material hergestellt. Mindestens ein Teil der Außenseite des Taschenteils, die die gegenüberliegende Seite der Taschen oberfläche ist, die die Kugel aufnimmt, ist dadurch gekennzeichnet, dass er freiliegt.

Die zweiten Käfigelemente sind dadurch gekennzeichnet, dass sie an den ein zelnen Verbindungsabschnitten des ersten Käfigelements verbunden sind, wo bei mehrere zweite Käfigelemente angebracht werden.

Zwei sich gegenüberliegende zweite Käfigseiten von benachbarten zweiten Käfigelementen, zwischen denen sich ein Taschenteil befindet und die mit den Verbindungsabschnitten auf beiden Seiten verbunden sind, bilden gemeinsam mit der dazwischenliegenden Taschenoberfläche eine Tasche.

Das zweite Käfigelement besteht aus einem zweiten Käfig-Hauptkörper, der mit einer Kopplung ausgestattet ist, die in Umfangsrichtung durchgängig ist und in die der Verbindungsabschnitt eingesetzt wird, und zweiten Käfigverlängerun gen, die an beiden Seiten in Umfangsrichtung des zweiten Käfig-Hauptkörpers in axialer Richtung entgegengesetzt zum Taschenteil überstehen und in Um fangsrichtung so überstehen, dass sie sich voneinander entfernen; wobei die Entfernung zwischen den zweiten Käfigverlängerungen von den benachbarten zweiten Käfig-Hauptkörpern, zwischen denen sich ein Taschenteil befindet, so gebildet wird, dass sie sich in Richtung des Endstücks immer weiter annähern.

Der Verbindungsabschnitt wird über die Verbindungskrümmung am Taschenteil befestigt und die Verbindungskrümmung ist in entgegengesetzter Richtung zum Taschenteil gebogen und besitzt einen kleineren Krümmungsradius als das Taschenteil.

Die Verbindungskrümmung liegt auf der Innenseite zwischen den zweiten Kä- fig-Hauptkörpern frei, und der Krümmungsradius der zweiten Käfigseite wird größer gebildet als der Krümmungsradius der Verbindungskrümmung, wobei zwischen der Verbindungskrümmung und der zweiten Käfigseite ein konkaver Freiraum gebildet wird.

An dem Verbindungsabschnitt wird eine erste Öffnung gebildet, die in axialer Richtung durchgängig ist. Auch am zweiten Käfig-Hauptkörper wird an der Po sition, an der die erste Öffnung gebildet ist, eine zweite Öffnung gebildet, die in axialer Richtung durchgängig ist. Zwischen den zweiten Käfigverlängerungen wird eine Öffnung gebildet, die in axialer Richtung durchgängig ist.

Der zweite Käfig-Hauptkörper ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Rich tung, in der die zweiten Käfigverlängerungen überstehen, an beiden Seiten in Radialrichtung eine Anschrägung gebildet wird, wobei sie so gebildet wird, dass ihre Breite in Radialrichtung in Richtung des Endstücks immer weiter ab nimmt.

Der Kugellagerkäfig der vorliegenden Erfindung weist gegenüber den bekann ten Kugellagerkäfigen den Vorteil auf, dass dessen Steifigkeit gegenüber der Fliehkraft höher ist, wodurch eine Verwendung auch bei hoher Geschwindigkeit möglich ist. Weil die Schmierung mit Schmiermittel reibungslos verläuft und der Wärmeaustausch effektiv durchgeführt wird, kann verhindert werden, dass sich das zweite Käfigelement aufgrund von Hitze verformt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäß ausgebildeten Kugel lagerkäfigs wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnun gen näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Teilschnittansicht eines Kugellagers nach dem Stand der Technik,

Figur 2 eine perspektivische Ansicht des bekannten Kugellagerkäfigs gemäß Figur 1 , Figur 3 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform ei nes Kugellagerkäfigs des Standes der Technik, Figur 4 eine perspektivische Ansicht eines Teils eines Kugellagers mit ei nem erfindungsgemäß ausgebildeten Kugellagerkäfig,

Figur 5 eine perspektivische Ansicht des ersten Käfigelementes des er findungsgemäß ausgebildeten Kugellagerkäfigs,

Figur 6 eine perspektivische Ansicht des zweiten Käfigelementes des er findungsgemäß ausgebildeten Kugellagerkäfigs,

Figur 7 eine perspektivische Ansicht einer Käfigtasche des erfindungs gemäß ausgebildeten Kugellagerkäfigs,

Figur 8 eine Seitenansicht einer Käfigtasche des erfindungsgemäß aus gebildeten Kugellagerkäfigs, Figur 9 eine Schnittdarstellung durch den erfindungsgemäß ausgebilde ten Kugellagerkäfig entlang der Linie A-A in Figur 4.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen Wie in Figur 4 zu sehen, besteht der Kugellagerkäfig (200) der vorliegenden Erfindung aus einem ersten Käfigelement (210) und mehreren zweiten Käfige lementen (220). Das erste Käfigelement (210) ist ringförmig ausgebildet und umfasst mehrere Taschenteile (211 ) und Verbindungsabschnitte (213). Das erste Käfigelement (210) besteht grundsätzlich aus einem Material, das über eine höhere Steifigkeit verfügt als das zweite Käfigelement (220). Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht erste Käfigelement (210) aus Metall. Die Taschenteile (211 ) werden in Umfangsrichtung mit einem Abstand zuei nander angeordnet. Die Taschenteile (21 1 ) bilden in axialer Richtung auf einer Seite konkave Taschenoberflächen (215), die mit den Kugeln in Kontakt ste hen.

Die Verbindungsabschnitte (213) sind zwischen den Taschenteilen (211 ) an geordnet und deren beide Enden sind über Verbindungskrümmungen (217) mit dem Taschenteil (211 ) verbunden. Wie in Figur 8 zu sehen, biegt sich die Ver bindungskrümmung (217) in entgegengesetzter Richtung zum Taschenteil (211 ). Zudem hat die Verbindungskrümmung einen kleineren Krümmungsradi us als das Taschenteil (211 ).

In dem Verbindungsabschnitt (213) wird eine erste Öffnung (219) gebildet, die in axialer Richtung durchgängig ist und mit einem Abstand zur Verbindungs- krümmung (217) angeordnet ist.

Die oben genannten zweiten Käfigelemente (220) werden zwischen den be nachbarten Taschenteilen (211 ) angeordnet. Die zweiten Käfigelemente (220) sind an den einzelnen Verbindungsabschnitten (213) des ersten Käfigelements (210) befestigt, wobei mehrere zweite Käfigelemente angebracht werden.

Wenn das zweite Käfigelement (220) an dem Verbindungabschnitt (213) befes tigt wird, kann ein Teil der Außenseite (211 a) des Taschenteils, die die Gegen seite der Taschenoberfläche (215) darstellt, durch das zweite Käfigelement (220) verdeckt werden. Dabei ist mindestens ein Teil der Außenseite (211 a) des Taschenteils so angeordnet, dass er freiliegt. Das zweite Käfigelement

(220) wird aus einem Kunstharz-Material hergestellt, welches Graphitfasern PA6, PA66, PA6 oder PA66 beinhaltet. Das zweite Käfigelement (220) wird mit dem ersten Käfigelement (210) als Einsatz einteilig spritzgegossen. Das zweite Käfigelement (220) besteht aus dem zweite Käfig-Hauptkörper

(221 ) und zweiten Käfigverlängerungen (223). Der zweite Käfig-Hauptkörper (221 ) ist dabei so angeordnet, dass er den Verbindungabschnitt (213) um schließt. Am zweiten Käfig-Hauptkörper (221 ) wird eine Kopplung (222) gebil- det, die in Umfangsrichtung durchgängig ist. In der Kopplung (222) wird der Verbindungsabschnitt (213) eingesetzt, wobei der Verbindungsabschnitt (213) so angeordnet wird, dass er umschlossen wird. Am zweiten Käfig-Hauptkörper (221 ) wird an der Position, an der die erste Öff nung (219) des Verbindungsabschnitts (213) gebildet wurde, eine zweite Öff nung (229) gebildet, die in axialer Richtung durchgängig ist. Der Innendurch messer der zweiten Öffnung (229) ist größer als der Innendurchmesser der ersten Öffnung (219).

Da bei dem Kugellagerkäfig (200) der vorliegenden Erfindung erste Öffnungen (219) und zweite Öffnungen (229) gebildet werden, erfolgt eine Förderung des Schmiermittels. Indem am ersten Käfigelement (210) die erste Öffnung (219) gebildet wird und am zweiten Käfigelement (220) die zweite Öffnung (229) gebildet wird, kann das zweite Käfigelement (220) einteilig mit dem ersten Käfigelement (210) als Einsatz spritzgegossen werden. Eine zweite Käfigverlängerung (223) wird an beiden Seiten in Umfangsrichtung des zweiten Käfig-Hauptkörpers (221 ) angebracht. Die zweiten Käfigverlänge rungen (223) stehen in axialer Richtung in entgegengesetzter Richtung zum Taschenteil (211 ) über, wobei sie in Umfangsrichtung so überstehen, dass sie sich voneinander entfernen. Die Entfernung zwischen den zweiten Käfigverlän- gerungen (223) der benachbarten zweiten Käfig-Hauptkörper (221 ), zwischen denen sich ein Taschenteil (211 ) befindet, wird so gebildet, dass sie sich in Richtung des Endstücks immer weiter annähern.

An den zweiten Käfigelementen (220) wird eine zweite Käfigseite (225) gebil det, die den zweiten Käfigelementen (220) gegenüberliegt, die sich an beiden Seiten in Umfangsrichtung neben ihr befinden, wobei sich das Taschenteil (211 ) zwischen ihnen befindet. Zwei gegenüberliegende zweite Käfigseiten (225) bilden zusammen mit der Taschenoberfläche (215) des dazwischen posi tionierten Taschenteils (211 ) eine Tasche zur Aufnahme der Kugel.

Das Bezugszeichen 223a in Figur 6 bezieht sich auf das zweite Käfigführungs- teil, das sich am Endstück der zweiten Käfigverlängerung (223) befindet, deren Endstück zum einfachen Einsetzen der Kugel in die Tasche gerundet gebildet wurde. Das zweite Käfigführungsteil (223a) steht in Radialrichtung zur Außen seite hin über und verfügt über die Form eines konvex gekrümmten Vor sprungs, der zum Endstück hin erst dicker und dann dünner wird.

Da der Käfig (200) der vorliegenden Erfindung mit dem zweiten Käfigführungs teil (223a) ausgestattet ist, wird der Effekt verhindert, bei dem sich die zweiten Käfigverlängerungen (223) durch die Fliehkraft des Käfigs (200), der sich ge meinsam mit der Kugel in einer Flochgeschwindigkeits-Rotationsumgebung dreht, in Radialrichtung zur Außenseite hin verformen.

Wie in Figur 8 zu sehen, liegt die Verbindungskrümmung (217) frei auf der In nenseite zwischen den zweiten Käfig-Hauptkörpern (220). Der Krümmungsra dius der zweiten Käfigseite (225) wird größer gebildet als der Krümmungsradi- us der Verbindungskrümmung (217), wobei zwischen der Verbindungskrüm mung (217) und der zweiten Käfigseite (225) ein konkaver Freiraum (201 ) ge bildet wird. Durch die Bildung des Freiraums (201 ) sammelt sich in dem Frei raum (201 ) Schmiermittel, wodurch die Kugel reibungslos mit Schmiermittel versorgt werden kann.

Am zweiten Käfig-Hauptkörper (221 ) kann eine Anschrägung (227) an beiden Seiten in Radialrichtung in einer Richtung gebildet werden, in der die zweiten Käfigverlängerungen (223) überstehen. Wie in Figur 6 dargestellt, wird die An schrägung (227) mit einer Form gebildet, deren Breite in Radialrichtung zum Endstück hin immer weiter abnimmt. Wie in Figur 9 dargestellt, wird die Gegenseite der Anschrägung (227) mit ei ner konvex gekrümmten Form gebildet, die zum Endstück hin in Radialrichtung immer schmaler wird. Wenn der zweite Käfig-Flauptkörper (221 ) mit einer Anschrägung (227) ausge bildet ist, werden die zweiten Käfigverlängerungen (223) an beiden Seiten in Umfangsrichtung unterstützt, obwohl das Volumen nicht vergrößert wird, und die Verformung in Umfangsrichtung und Radialrichtung der zweiten Käfigver längerungen (223) wird eingeschränkt und gleichzeitig wird durch die Anschrä- gung (227) der Fluss des Schmiermittels angeregt.

Bei dem Kugellagerkäfig (200) der vorliegenden Erfindung verformt sich das zweite Käfigelement (220) kaum bei hohen Drehzahlen, weil das ringförmige erste Käfigelement (210), das aus Metall besteht, die Verformung des zweiten Käfigelements (220) einschränkt.

Bei dem Kugellagerkäfig (200) wird die Bodenfläche der Tasche, die die Kugel berührt, durch das erste Käfigelement (210) gebildet, wobei beide Seiten in Umfangsrichtung der Tasche durch die zweite Käfigseite (225) des zweiten Käfigelements (220) gebildet werden, und wobei das Taschenteil (211 ) eine Form besitzt, die nicht vom zweiten Käfigelement (220) umschlossen wird. Dadurch ist es möglich, entstehende Wärme über das Taschenteil (211 ) des ersten Käfigelements (210) abzugeben. Es werden mehrere zweite Käfigelemente (220) verwendet, aber es ist möglich, sie einteilig anzubringen, indem beide Enden in Umfangsrichtung der zweiten Käfigelemente (220) mit einer dünnen Kunstharz-Schnur verbunden werden, deren Querschnitt die Wärmeübertragung nicht beeinträchtigt. Folglich staut sich zwischen der Tasche und der Kugel keine Flitze, wodurch verhindert wird, dass sich das zweite Käfigelement (220) aufgrund von Wärme verformt. Bezugszeichenliste

Kugellagerkäfig

Erstes Käfigelement

Taschenteil

Verbindungsabschnitt

Taschenoberfläche

Verbindungskrümmung

Erste Öffnung

Zweites Käfigelement

Zweiter Käfig-Hauptkörper

Kopplung

Zweite Käfigverlängerung

Zweite Käfigseite

Anschrägung

Zweite Öffnung