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Patent Searching and Data


Title:
BAND-SAW BLADE CHANGING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/112262
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (10) for installing and removing a band-saw blade (14), comprising a moving support frame (40) and a multiplicity of adhesive elements (52) which are distributed across the support frame (40) and are designed to temporarily adhere to the external flat side (36) of the band-saw blade (14) at various points along the contour thereof and to thereby exert an outwardly directed force to the external flat side (36) of the band-saw blade (14).

Inventors:
BOCK MARTIN (DE)
SIGL REINHARD (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/082710
Publication Date:
June 02, 2022
Filing Date:
November 23, 2021
Export Citation:
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Assignee:
GEBRUEDER LINCK MASCHF GATTERLINCK GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
B23D55/00; B23D59/00; B27B13/16
Domestic Patent References:
WO2009101760A12009-08-20
Foreign References:
TWI624322B2018-05-21
JPH01199718A1989-08-11
JPH06226527A1994-08-16
US4535666A1985-08-20
JPH04105817A1992-04-07
Attorney, Agent or Firm:
WITTE, WELLER & PARTNERPATENTANWÄLTE MBB / ZUSAMMENSCHLUSS EPA NR. 314 (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (10) zum Montieren und Demontieren eines Bandsägeblattes (14), das in montiertem Zustand eine geschlossene Kontur hat und zwei einander gegen überliegende Schmalseiten (30, 32), von denen zumindest eine mit einer Vielzahl von Sägezähnen (34) oder einem Schneidstoff versehen ist, sowie zwei einander gegenüberliegende, die Schmalseiten (30, 32) miteinander verbindende Flachsei ten (36, 38) aufweist, von denen eine eine nach außen gerichtete äußere Flachsei te (36) und die andere eine nach innen gerichtete innere Flachseite (38) ist, wobei die Vorrichtung (10) aufweist: einen beweglichen Trägerrahmen (40); und eine Vielzahl von Haftelementen (52), die an dem Trägerrahmen (40) ver teilt angeordnet sind und dazu eingerichtet sind, an verschiedenen Stellen entlang der Kontur des Bandsägeblattes (14) an dessen äußerer Flachseite (36) vorübergehend anzuhaften und dadurch auf die äußere Flachseite (36) des Bandsägeblattes (14) eine nach außen gerichtete Kraft auszuüben.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Haftelemente (52) jeweils dazu eingerich tet sind, ausschließlich an der äußeren Flachseite (36) des Bandsägeblattes (14) anzuhaften.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Haftelemente (52) jeweils zumin dest einen Vakuumheber, einen Saugnapf, einen Permanentmagnet, einen Elek tromagnet und/oder ein temporär klebendes Haftelement aufweisen.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, wobei der Trägerrahmen (40) zwei einander gegenüberliegende, gerade Abschnitte (54, 54') und mindestens einen bogenförmigen Abschnitt (56), der die beiden geraden Abschnitte (54, 54') mitei nander verbindet, aufweist, wobei in den beiden geraden Abschnitten (54, 54') und in dem bogenförmigen Abschnitt (56) jeweils mindestens ein Haftelement (52) der Vielzahl von Haftelementen (52) angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, wobei der Trägerrahmen (40) zwei einander gegenüberliegende, gerade Abschnitte (54, 54') und zwei einander ge genüberliegende, bogenförmige Abschnitte (56, 56'), die die beiden geraden Ab schnitte (54, 54') jeweils miteinander verbinden, aufweist, wobei in den beiden ge raden Abschnitten (54, 54') und in einem der beiden bogenförmigen Abschnitte (56) jeweils mindestens ein Haftelement (52) der Vielzahl von Haftelementen (52) angeordnet ist, und wobei in dem anderen der beiden bogenförmigen Abschnitte (56') kein Haftelement (52) angeordnet ist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, ferner mit einer Trägerstruktur, die dazu eingerichtet ist, den Trägerrahmen (42) zu tragen und entlang von mindes tens zwei, quer zueinander ausgerichteten Achsen (x, y, z) zu verfahren.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Trägerstruktur (42) dazu eingerichtet ist, den Trägerrahmen (42) entlang von drei orthogonal zueinander ausgerichteten Achsen (x, y, z) zu verfahren.

8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Trägerstruktur (42) einen Kragträ ger (50) aufweist, der entlang einer der Achsen (y) ausfahrbar ist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-8, wobei die Trägerstruktur (42) dazu eingerichtet ist, den Trägerrahmen (40) um eine der Achsen (y) zu rotieren.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-9, wobei der T rägerrahmen (40) an der Trägerstruktur (42) hängend montiert ist.

11. Verfahren zum Montieren und Demontieren eines Bandsägeblattes (14), das in montiertem Zustand eine geschlossene Kontur hat und zwei einander gegenüber liegende Schmalseiten (30, 32), von denen zumindest eine mit einer Vielzahl von Sägezähnen (34) oder einem Schneidstoff versehen ist, sowie zwei einander ge genüberliegende, die Schmalseiten (30, 32) miteinander verbindende Flachseiten (36, 38) aufweist, von denen eine eine nach außen gerichtete äußere Flachseite (36) und die andere eine nach innen gerichtete innere Flachseite (38) ist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

Bereitstellen eines beweglichen Trägerrahmens (40) mit einer Vielzahl von Haft elementen (52), die an dem Trägerrahmen (40) verteilt angeordnet sind;

Bewegen eines Trägerrahmens (40) zu dem zu montierenden oder demontieren den Bandsägeblatt (14), das sich an einem ersten Ort befindet, wobei der Träger rahmen (40) eine Vielzahl von Haftelementen (52) aufweist, die an dem Träger rahmen (40) verteilt angeordnet sind;

Aktivieren der Vielzahl von Haftelementen (52), um die Haftelemente (52) an verschiedenen Stellen entlang der Kontur des Bandsägeblattes (14) an dessen äußerer Flachseite (36) vorübergehend anzuhaften und dadurch auf die äußere Flachseite (36) des Bandsägeblattes (14) eine nach außen gerichtete Kraft auszu üben;

Bewegen des Trägerrahmens (40) zusammen mit dem daran vorübergehend anhaftenden Bandsägeblatt (14) von dem ersten Ort zu einem zweiten Ort;

Deaktivieren der Vielzahl von Haftelementen (52), um das Bandsägeblatt (14) von dem Trägerrahmen (40) zu lösen und das Bandsägeblatt (14) an dem zweiten Ort zu belassen, wobei bei einem Montieren des Bandsägeblattes (14) der erste Ort eine Lagerstel le für das Bandsägeblatt (14) und der zweite Ort eine Bandsäge (12) ist, und wobei bei einem Demontieren des Bandsägeblattes (14) der erste Ort die Bandsäge (12) ist und der zweite Ort die Lagerstelle für das Bandsägeblatt (14) ist.

Description:
Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Montieren und Demontieren eines Bandsägeblattes einer Bandsäge. Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im Folgenden daher auch als Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung bezeichnet.

[0002] Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Montieren oder Demontieren eines Bandsägeblattes einer Bandsäge. Bei diesem Verfahren kommt vorzugsweise die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Einsatz. Nachfolgende Ausführun gen zu der erfindungsgemäßen Vorrichtung beziehen sich somit gleichermaßen oder äquivalent auch auf das erfindungsgemäße Verfahren.

[0003] Bandsägen sind Sägen, deren Sägeblatt einen geschlossenen Ring bildet. Dieses Sägeblatt, welches typischerweise als Bandsägeblatt bezeichnet wird, wird von zwei Bandsägerollen geführt und umläuft diese. Die beiden Rollen sind zueinander beab- standet angeordnet und rotieren um Rotationsachsen, die zumeist parallel zueinander sind. Zumindest eine der beiden Rollen wird motorisch angetrieben und bewegt auf diese Weise das Bandsägeblatt mit einer einstellbaren Geschwindigkeit. Somit ist ein endloser unterbrechungsfreier Schnitt möglich. Das Bandsägeblatt wird daher häufig auch als Endlossägeblatt bezeichnet.

[0004] In montiertem Zustand hat das auf den beiden Bandsägerollen montierte Bandsägeblatt eine im Wesentlichen ovale Kontur mit zwei einander gegenüberliegenden, geraden Abschnitten, die sich zwischen den beiden Bandsägerollen erstrecken, und zwei einander gegenüberliegenden, bogenförmigen Abschnitten, die zwischen den beiden geraden Abschnitten angeordnet sind und an den Bandsägerollen anliegen.

[0005] Ähnlich wie Sägeblätter anderer Sägearten müssen auch Bandsägeblätter regelmäßig ausgetauscht werden, z.B. wenn diese verschlissen oder beschädigt sind. Dieser Wech selvorgang wird herkömmlicherweise manuell, also von Hand ausgeführt. Aufgrund der Größe und des relativ hohen Gewichts derartiger Bandsägeblätter sind für einen solchen Wechselvorgang in der Regel zwei bis drei Personen notwendig. Diese Personen müssen nicht nur kräftig, sondern auch sehr geübt sein, da ein korrektes Montieren und Demontie ren eines Bandsägeblattes einiges an Geschicklichkeit bedarf.

[0006] Geübte Bediener von Bandsägen bedienen sich teilweise auch rudimentärer

Aufhängungen an einem Hallenkran, um den Wechselvorgang des Bandsägeblattes zu unterstützen. Letztendlich bedarf es jedoch auch in diesem Fall mindestens zweier Personen, um das Bandsägeblatt präzise auf den beiden Bandsägerollen zu montieren oder von diesen abzunehmen.

[0007] Ob mit oder ohne Zuhilfenahme zusätzlicher Aufhängungen erfordert der herkömmliche Wechselvorgang eines Bandsägeblattes somit einen relativ hohen Personalaufwand. Die manuelle Handhabung birgt zudem auch die Gefahr der Beschädigung der Sägezähne des Bandsägeblattes oder sonstiger Bauteile der Bandsäge. Im Übrigen besteht für die Personen, die den Wechselvorgang durchführen, eine relativ große Verletzungsgefahr. [0008] Eine Automatisierung oder zumindest Teilautomatisierung des Bandwechselvorgangs ist daher wünschenswert.

[0009] Aus der JPH06226527 A ist eine Vorrichtung zum automatisierten Wechseln eines

Bandsägeblattes bekannt. Diese Vorrichtung weist u.a. mehrere Greifelemente auf, die das Bandsägeblatt im Bereich seiner beiden geraden Abschnitte zwischen den Bandsäge rollen greifen und auseinanderdrücken, um das Bandsägeblatt von den Bandsägerollen demontieren zu können. Das Montieren des Bandsägeblattes erfolgt auf umgekehrte Art und Weise mit Hilfe derselben Greifer.

[0010] Wenngleich diese Art der Vorrichtung gegenüber einer manuellen Handhabung des Wechselvorgangs vorteilhaft erscheint, lassen sich auch bei dieser Lösung mehrere Nachteile feststellen.

[0011] Durch das Greifen des Bandsägeblattes mit Hilfe der genannten Greifer kann es auch hier zu Beschädigungen, beispielsweise der Sägezähne, kommen. Aufgrund der Art der Ausgestaltung der Greifer kann das Bandsägeblatt im Übrigen auch nur im Bereich seiner beiden geraden Abschnitte, also im Bereich zwischen den beiden Bandsägerollen, auseinandergedrückt werden. Ein Verhaken oder Verklemmen des Bandsägeblattes mit einer der beiden Bandsägerollen lässt sich daher nicht gänzlich ausschließen, so dass es auch dann zu Problemen bei der Montage bzw. Demontage des Bandsägeblattes kom men kann.

[0012] Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Montieren und Demontieren eines Bandsägeblattes bereitzustel len, die einen automatisierten Bandwechselvorgang ermöglichen und geschickter in der Art der Handhabung als bisher bekannte automatisierte Lösungen sind.

[0013] Diese Aufgabe wird gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung durch eine Vorrichtung zum Montieren und Demontieren eines Bandsägeblattes gelöst, das in montiertem Zustand eine geschlossene Kontur hat und zwei einander gegenüberliegende Schmalseiten, von denen zumindest eine mit einer Vielzahl von Sägezähnen oder einem Schneidstoff versehen ist, sowie zwei einander gegenüberliegende, die Schmalseiten miteinander verbindende Flachseiten aufweist, von denen eine eine nach außen gerichte te äußere Flachseite und die andere eine nach innen gerichtete innere Flachseite ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist folgende Bauteile auf: einen beweglichen Trägerrahmen; und eine Vielzahl von Haftelementen, die an dem Trägerrahmen verteilt angeordnet sind und dazu eingerichtet sind, an verschiedenen Stellen entlang der Kontur des Bandsägeblattes an dessen äußerer Flachseite vorübergehend anzuhaften und dadurch auf die äußere Flachseite des Bandsägeblattes eine nach außen gerichte te Kraft auszuüben.

[0014] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Montieren und Demontieren eines Bandsägeblattes, wobei das Verfahren die folgenden Schritte auf weist:

Bereitstellen eines beweglichen Trägerrahmens mit einer Vielzahl von Haftelemen ten, die an dem Trägerrahmen verteilt angeordnet sind;

Bewegen eines Trägerrahmens zu dem zu montierenden oder demontierenden Bandsägeblatt, das sich an einem ersten Ort befindet, wobei der Trägerrahmen ei ne Vielzahl von Haftelementen aufweist, die an dem Trägerrahmen verteilt ange ordnet sind;

Aktivieren der Vielzahl von Haftelementen, um die Haftelemente an verschiedenen Stellen entlang der Kontur des Bandsägeblattes an dessen äußerer Flachseite vo rübergehend anzuhaften und dadurch auf die äußere Flachseite des Bandsäge blattes eine nach außen gerichtete Kraft auszuüben;

Bewegen des Trägerrahmens zusammen mit dem daran vorübergehend anhaf tenden Bandsägeblatt von dem ersten Ort zu einem zweiten Ort;

Deaktivieren der Vielzahl von Haftelementen, um das Bandsägeblatt von dem Trägerrahmen zu lösen und das Bandsägeblatt an dem zweiten Ort zu belassen wobei bei einem Montieren des Bandsägeblattes der erste Ort eine Lagerstelle für das Bandsägeblatt und der zweite Ort eine Bandsäge ist, und wobei bei einem Demontieren des Bandsägeblattes der erste Ort die Bandsäge ist und der zweite Ort die Lagerstelle für das Bandsägeblatt ist.

[0015] Anders als gemäß in der JPH06226527 A offenbarten Vorrichtung wird das Bandsäge blatt bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht durch Greifer seitlich gegriffen, son dern durch eine Vielzahl von Haftelementen an verschiedenen Stellen entlang des Band sägeblattumfangs nach außen gezogen. Die dafür eingesetzten Haftelemente haften vor zugsweise flächig an der äußeren Flachseite des Bandsägeblattes an und üben auf das Bandsägeblatt eine nach außen gerichtete Zugkraft aus. Dieses temporäre "Anhaften" an dem Bandsägeblatt lässt sich beispielsweise mittels Unterdrück, magnetisch oder durch eine temporäre Klebverbindung bewirken.

[0016] Das Anhaften der Vielzahl von Haftelementen und das durch die Haftelemente bewirkte Nach-außen-Ziehen des Bandsägeblattes lassen sich sowohl zum Montieren als auch zum Demontieren des Bandsägeblattes verwenden.

[0017] Beim Montagevorgang wird die Vorrichtung zunächst zu dem zu montierenden

Bandsägeblatt bewegt, das sich beispielsweise an einem Lagerort befindet und auf einem Bandständer zum Lagern aufgehängt ist. Der Trägerrahmen mit der Vielzahl von Haftele menten wird derart in Position gebracht, dass die Haftelemente bei deren Aktivierung am Bandsägeblatt andocken können. Anschließend werden die Haftelemente aktiviert, wodurch die äußere Flachseite des Bandsägeblattes an den Haftelementen anhaftet und das Bandsägeblatt nach außen gezogen wird. Das an dem Trägerrahmen bzw. den Haftelementen anhaftende Bandsägeblatt wird dann von dem Lagerort zu der Bandsäge bewegt und auf den beiden Bandsägerollen der Bandsäge angeordnet. Sobald dies geschehen ist, werden die Haftelemente wieder deaktiviert. Das Bandsägeblatt löst sich dadurch automatisch von dem Trägerrahmen, die Dehnung des Bandsägeblattes gibt nach und das Bandsägeblatt ist auf den Bandsägerollen positioniert. Anschließend können, falls notwendig, noch einige kleinere Justageanpassungen vorgenommen werden. [0018] Der Demontagevorgang läuft entsprechend in umgekehrter Reihenfolge ab. Hier wird die Vorrichtung zunächst an dem auf der Bandsäge montierten Bandsägeblatt positioniert. Dann werden die Haftelemente aktiviert, wodurch das Bandsägeblatt nach außen gezo gen wird und sich von den Bandsägerollen abnehmen lässt. Das an dem Trägerrahmen bzw. den Haftelementen anhaftende Bandsägeblatt wird dann zu einem Lagerort bewegt und durch Deaktivieren der Haftelemente vom Trägerrahmen gelöst, so dass es am Lagerort, beispielsweise an einem Wandständer, verbleiben kann.

[0019] Die Verwendung der Vielzahl von Haftelementen in der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. dem erfindungsgemäßen Verfahren ergeben insbesondere die folgenden Vorteile:

Da das Bandsägeblatt nicht seitlich gegriffen wird, lassen sich Beschädigungen an den Sägezähnen bzw. dem Schneidstoff vermeiden. Der Montage- und Demontagevorgang ist für das Bandsägeblatt somit sehr schonend. Das Verwenden der Vielzahl von Haftele menten, die an der äußeren Flachseite des Bandsägeblattes anhaften, ist des Weiteren vergleichsweise platzsparend. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann daher auch für Bandsägen mit sehr beengten Einbauverhältnissen eingesetzt werden. Durch den relativ geringen Platzbedarf für Haftelemente und die Tatsache, dass die Haftelemente von außen an das Bandsägeblatt herangeführt werden, lassen sich die Haftelemente auch im Bereich der bogenförmigen Abschnitte des Bandsägeblattes, die an den Bandsägerollen anliegen, positionieren. Anders als Greifer, die das Bandsägeblatt lediglich im Bereich zwischen den beiden Bandsägerollen auseinanderdrücken, lässt sich das Bandsägeblatt mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung somit sehr homogen entlang seines gesamten Umfangs dehnen und damit sehr einfach von den Bandsägerollen abnehmen bzw. auf diesen positionieren.

[0020] Die oben genannte Aufgabe ist somit vollkommen gelöst.

[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Haftelemente jeweils dazu eingerichtet, ausschließlich an der äußeren Flachseite des Sägeblattes anzuhaften.

[0022] Dies hat insbesondere den Vorteil, dass keinerlei Bauteile der erfindungsgemäßen

Vorrichtung an der inneren Flachseite angreifen müssen, um das Bandsägeblatt für den Montage- oder Demontagevorgang zu dehnen. Im Bereich der Bandsägerollen ist dies besonders vorteilhaft, da es schwierig ist, Greifer oder sonstige Bauteile in den Zwischen raum zwischen den bogenförmigen Abschnitten des Bandsägeblattes und den Bandsäge rollen einzubringen. Durch das ausschließliche Anhaften der Haftelemente an der äuße ren Flachseite des Bandsägeblattes ist dies jedoch nicht notwendig, so dass auch im Bereich der Bandsägerollen, also im Bereich der bogenförmigen Abschnitte des Bandsä geblattes, das Bandsägeblatt mithilfe der Haftelemente gehalten werden kann.

[0023] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Haftelemente jeweils zumindest einen Vakuumheber, einen Saugnapf, einen Permanentmagnet, einen Elektromagnet und/oder ein temporär klebendes Haftelement auf.

[0024] Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Vakuumhebern als Haftelemente. Derartige Vakuumheber werden auch als Saugheber, Sauggreifer oder Vakuumsauger bezeichnet. Sie eignen sich besonders zum Greifen von glatten Oberflächen, wie sie an der äußeren Flachseite von Bandsägeblättern typischerweise Vorkommen. Das "Greifen" erfolgt durch einen flächig aufgebrachten Unterdrück bzw. ein Vakuum, das zwischen dem Vakuumhe ber und der äußeren Flachseite des Bandsägeblattes erzeugt wird.

[0025] Der Einsatz von Magneten ist ebenfalls denkbar, im Vergleich zu Vakuumheber jedoch weniger vorteilhaft, da es im Umfeld von Bandsägen zu Störeinflüssen durch diverse Bauteile aus Metall kommen kann.

[0026] Der Einsatz temporär klebender Haftelemente ist ebenfalls denkbar. Damit sind insbesondere Beschichtungen gemeint, deren haftende bzw. klebende Eigenschaften sich beispielsweise durch Temperatureinwirkung oder magnetische und/oder elektrische Felder aktivieren und deaktivieren lassen.

[0027] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der T rägerrahmen der erfindungsgemäßen

Vorrichtung zwei einander gegenüberliegende, gerade Abschnitte und mindestens einen bogenförmigen Abschnitt, der die beiden geraden Abschnitte miteinander verbindet, auf, wobei in den beiden geraden Abschnitten und in dem bogenförmigen Abschnitt jeweils mindestens ein Haftelement der Vielzahl von Haftelementen angeordnet ist.

[0028] Auf diese Weise lässt sich die durch die Haftelemente bewirkte Zugkraft nicht nur in den beiden geraden Abschnitten des Bandsägeblattes, die zwischen den Bandsägerollen angeordnet sind, aufbringen, sondern auch in zumindest einem bogenförmigen Abschnitt des Bandsägeblattes (im Bereich der Bandsägerollen).

[0029] Es ist auch möglich, dass der Trägerrahmen einen weiteren bogenförmigen Abschnitt aufweist, der dem ersten bogenförmigen Abschnitt gegenüberliegt, wobei auch in diesem weiteren bogenförmigen Abschnitt mindestens ein Haftelement der Vielzahl von Haftele menten angeordnet sein kann. In diesem Fall ließen sich die Haftelemente entlang des gesamten Umfangs des Bandsägeblattes an diesem anbringen.

[0030] Bevorzugt ist allerdings eine Ausführung, bei der nur einer der beiden bogenförmigen

Abschnitte des Trägerrahmens mit Haftelementen versehen ist, der andere bogenförmige Abschnitt des Trägerrahmens jedoch frei von Haftelementen ist. Was die Haftelemente anbelangt, ist der Trägerrahmen in diesem Fall sozusagen einseitig offen. Der Träger rahmen lässt sich damit einfacher über das Bandsägeblatt stülpen und an diesem anbrin gen. Zwar sind die Haftelemente dann nur im Bereich einer Bandsägerolle und in den geraden Abschnitten des Bandsägeblattes angeordnet. Dies genügt jedoch in den aller meisten Fällen, da die beiden Bandsägerollen während der Montage bzw. Demontage eines Bandsägeblattes typischerweise aufeinander zu bewegt werden, um deren Abstand zueinander zu verringern und die Spannung des Bandsägeblattes aufzulösen.

[0031] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist die erfindungsgemäße Vorrichtung ferner eine Trägerstruktur auf, die dazu eingerichtet ist, den Trägerrahmen zu tragen und entlang vom mindestens zwei quer zueinander ausgerichteten Achsen zu verfahren.

[0032] Bei diesen Achsen handelt es sich vorzugsweise um Linearachsen. Derartige massiv ausgestaltete Linearachsen sind insbesondere vorteilhaft im Vergleich zu der Verwen dung eines Hallenkrans zur Bewegung des Trägerrahmens, da dann ein trägheitsbeding- tes Nachschwingen größtenteils vermieden werden kann. Die Positionierung des Träger rahmens und damit der Haftelemente relativ zu dem zu montierenden bzw. demontieren den Bandsägeblatt kann somit wesentlich exakter erfolgen.

[0033] Unter dem Begriff "quer" wird vorliegend jede Art der Ausrichtung verstanden, die nicht parallel ist. Quer beinhaltet also orthogonal, ist jedoch nicht auf einen rechten Winkel beschränkt.

[0034] Besonders bevorzugt ist die Trägerstruktur dazu eingerichtet, den Trägerrahmen entlang von drei orthogonal zueinander ausgerichteten Achsen zu verfahren. Vorzugsweise handelt es sich bei zumindest einer dieser drei Achsen um eine Schienenführung. Der Trägerrahmen lässt sich dann sehr exakt in nahezu jede beliebige Position im dreidimen sionalen Raum bewegen.

[0035] Gemäß einerweiteren Ausgestaltung weist die Trägerstruktur einen Kragträger auf, der entlang einer der Achsen ausfahrbar ist. Bei dieser ausfahrbaren Achse handelt es sich vorzugsweise um die Zustellachse der erfindungsgemäßen Vorrichtung, entlang derer der Trägerrahmen bei der Montage oder Demontage parallel zu den Achsen der Bandsägerol len auf das Bandsägeblatt zu bewegt oder von diesem weg bewegt wird.

[0036] Gemäß einerweiteren Ausgestaltung ist die Trägerstruktur dazu eingerichtet, den Trägerrahmen um eine der drei Achsen zu rotieren. Vorzugsweise handelt es sich bei dieser Achse um die zuvor genannte Achse entlang derer der Kragträger der Trägerstruk tur ausfahrbar ist.

[0037] Eine drehbare Ausgestaltung der Trägerstruktur hat insbesondere den Vorteil, dass sich der Trägerrahmen auf einen beliebigen Winkel einschwenken lässt, um parallel zu dem auf der Bandsäge montierten Bandsägeblatt ausgerichtet zu sein. Häufig ist der Ständer der Bandsäge nämlich leicht geneigt, so dass die Achsen der beiden Bandsägerollen nicht exakt vertikal übereinander stehen, sondern horizontal zueinander leicht versetzt sind. Eine beispielhafte Neigung der Bandsägemaschine beträgt zwischen 10°-25° in Bezug auf die Vertikale. [0038] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der T rägerrahmen an der T rägerstruktur hängend montiert. Das Bandsägeblatt lässt sich mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrich tung somit sehr einfach "schwebend" durch eine Fabrikhalle bewegen, ohne mit Gegen ständen am Boden zu kollidieren.

[0039] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Zudem versteht es sich, dass die zuvor genannten Ausgestaltungsvarianten und die in den abhängigen Ansprüchen zu der erfindungsgemä ßen Vorrichtung definierten Merkmale sich nicht nur auf die erfindungsgemäße Vorrich tung, sondern auch in äquivalenter Art und Weise auf das erfindungsgemäße Verfahren beziehen.

[0040] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung gemäß einem Ausfüh rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 eine Seitenansicht der Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung aus Fig. 1 in einem ersten Zustand;

Fig. 3 eine Seitenansicht der Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung aus Fig. 1 in einem zweiten Zustand;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Bandsäge und der Bandsägeblatt- Wechselvorrichtung aus Fig. 1 ;

Fig. 5 ein Detail aus Fig. 4; Fig. 6 eine Draufsicht auf die Bandsäge und die Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung aus Fig. 1 in einem ersten Zustand;

Fig. 7 eine Draufsicht auf die Bandsäge und die Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung aus Fig. 1 in einem zweiten Zustand; und

Fig. 8 eine Draufsicht auf die Bandsäge und die Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung aus Fig. 1 in einem dritten Zustand.

[0041] Fig. 1 zeigt eine Anordnung, die eine Bandsäge und eine Bandsägeblatt-

Wechselvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung aufweist. Die Anordnung ist in ihrer Gesamtheit in Fig. 1 mit der Bezugsziffer 100 gekenn zeichnet. Die Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung ist mit der Bezugsziffer 10 versehen. Die Bandsäge trägt die Bezugsziffer 12.

[0042] Zur besseren Verständlichkeit wird im Folgenden zunächst auf die einzelnen Bauteile sowie den Aufbau der Bandsäge 12 eingegangen, bevor die Bauteile und der Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 im Detail erläutert werden.

[0043] Die Bandsäge 12 weist ein Bandsägeblatt 14 auf, das zu einem geschlossenen, ovalen Ring ausgestaltet ist. Dieses Bandsägeblatt 14 ist auf zwei Bandsägerollen 16, 16' montiert, von denen im Betrieb der Bandsäge 12 zumindest eine rotatorisch angetrieben wird. Das Bandsägeblatt 14 umläuft während des Betriebs der Bandsäge 12 somit die beiden Bandsägerollen 16, 16', so dass mit Hilfe der Bandsäge 12 ein endloser Schnitt erzeugt werden kann. Das Bandsägeblatt 14 wird daher häufig auch als Endlossägeblatt bezeichnet.

[0044] Nach hinten hin sowie im oberen Bereich der Bandsäge 12 wird das Bandsägeblatt 14 sowie die Rollen 16, 16' herkömmlicherweise durch eine Abdeckung 18 geschützt. Diese Abdeckung 18 wird auch als Rollenschutz bezeichnet. Zur Führung des Sägeblattes 14 weist die Bandsäge 12 ferner mehrere Führungselemente 20 auf. Diese verhindern, dass das Sägeblatt 14 seine vorgegebene Bahn verlässt. [0045] Die Kontur des Sägeblattes 14 bzw. dessen Bahn ist, wie bereits erwähnt, im Wesentlichen oval mit zwei einander gegenüberliegenden geraden Abschnitten 22, 22', die sich im Bereich zwischen den beiden Bandsägerollen 16, 16' erstrecken, und zwei einander gegenüberliegenden, bogenförmigen Abschnitten 24, 24', die in die beiden geradlinigen Abschnitte 22, 22' des Bandsägeblattes 14 miteinander verbinden und den Bereichen des Bandsägeblattes 14 entsprechen, in denen es auf den Bandsägerollen 16, 16' aufliegt.

[0046] Die Bandsäge 12 ist in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform in Bezug auf die Vertikale 26 geneigt. Diese Neigung ist in Fig. 1 mit dem Winkel a angedeutet. Der Winkel a be zeichnet den Winkel, den die Hochachse 28 der Bandsäge 12 mit der Vertikalen 26 einschließt. Diese Hochachse 28 der Bandsäge 12 entspricht einer imaginären Verbin dungslinie der Achsen der beiden Bandsägerollen 16, 16'.

[0047] Form und Aufbau des Bandsägeblattes 14 sind am besten aus Fig. 4 ersichtlich. Das Bandsägeblatt 14 weist zwei gegenüberliegende Schmalseiten 30, 32 auf, von denen zumindest eine mit einer Vielzahl von Sägezähnen 34 versehen ist. In dem vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel weisen beide Schmalseiten 30, 32 Sägezähne 34 auf. Es handelt sich im vorliegenden Fall also um ein zweiseitig schneidendes Bandsägeblatt 14. Dies muss jedoch keineswegs zwangsläufig der Fall sein.

[0048] Zwischen den beiden Schmalseiten erstrecken sich die Flachseiten 36, 38 des Bandsägeblattes 14. Diese beiden Flachseiten 36, 38 sind vorzugsweise parallel zuei nander ausgestaltet und bilden ebenfalls zwei gegenüberliegende Seiten des Bandsäge blattes 14. Wie der Name schon sagt, sind diese beiden Flachseiten 36, 38 vorzugsweise als ebene oder flache Seiten des Bandsägeblattes 14 ausgestaltet. Die äußere Flachseite 36 verläuft entlang des äußeren Umfangs des Bandsägeblattes 14 und bildet damit dessen Außenseite. Die innere Flachseite 38 verläuft entlang des inneren Umfangs des Bandsägeblattes 14 und bildet dessen Innenseite. Bei der äußeren Flachseite 36 des Bandsägeblattes 14 handelt es sich also mit anderen Worten um die Seite des Bandsä geblattes 14, die von den Bandsägerollen 16, 16' abgewandt ist. Bei der inneren Flachsei- te 38 handelt es sich hingegen um die den Bandsägerollen 16, 16' zugewandte Innenseite des Bandsägeblattes 14.

[0049] Es versteht sich, dass die beiden Flachseiten 36, 38 des Bandsägeblattes 14 typischerweise breiter ausgestaltet sind als die beiden Schmalseiten 30, 32.

[0050] Neben der Bandsäge 12 zeigen die Fig. 1 und 4 ferner die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zum automatisierten Montieren und Demontieren des Bandsägeblattes 14. Die Vorrich tung 10 weist einen Trägerrahmen 40 auf, der seinerseits in dem vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel an einer Trägerstruktur 42 aufgehängt ist. Die Trägerstruktur 42 ermöglicht es, den Trägerrahmen 40 entlang dreier Achsen, die in Fig. 1 mit x, y und z bezeichnet sind, zu verfahren. Die Trägerstruktur 42 weist dazu eine horizontale, entlang der x-Achse verlaufende Führungsschiene 44 auf, auf der ein Schlitten 46 längs ver schiebbar ist. An dem Schlitten 46 ist ein in z-Richtung ausgerichteter Arm 48 montiert.

Bei diesem Arm 48 handelt es sich vorzugsweise um einen entlang der z-Achse verfahr baren Arm, der der Positionierung in z-Richtung dient. Am unteren Ende dieses Arms 48 ist ein Kragträger 50 angeordnet (siehe Fig. 2 und 3), der der Positionierung in y-Richtung dient. Der Kragträger 50 ist vorzugsweise als verfahrbarer oder teleskopartig ausfahrbarer Kragträger ausgestaltet.

[0051] Der Trägerrahmen 40 ist am freien Ende des Kragträgers 50 montiert. Der Trägerrahmen 40 ist somit in allen drei Raumrichtungen x, y und z nahezu frei beweglich, so dass er sich in Bezug auf die Bandsäge 12 relativ einfach positionieren lässt.

[0052] Vorzugsweise lässt sich der Trägerrahmen 40 zusätzlich auch noch um die y-Achse rotie ren. Ein entsprechender Aktor ist hierzu vorzugsweise in dem Kragträger 50 vorgesehen.

[0053] An dem Trägerrahmen sind mehrere Haftelemente 52 angeordnet. Bei diesen

Haftelementen 52 handelt es sich vorzugsweise um aktiv ansteuerbare Aktoren, die dazu eingerichtet sind, an verschiedenen Stellen entlang der Kontur des Bandsägeblattes 14 an dessen äußerer Flachseite 36 vorübergehend anzuhaften und dadurch auf die äußere Flachseite 38 eine nach außen gerichtete Zugkraft auszuüben. Die Haftelemente 52 können dazu jeweils einen Vakuumheber, einen Magnet oder ein temporär klebendes Haftelement aufweisen, das sich beispielsweise temperaturabhängig aktivieren lässt.

[0054] Die Haftelemente 52 sind an dem Trägerrahmen 40 verteilt angeordnet (siehe beispielsweise Fig. 5). In dem vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel sind an dem Trägerrahmen 40 insgesamt acht solcher Haftelemente 52 angeordnet. Jeweils drei der Haftelemente 52 sind an den beiden einander gegenüberliegenden geraden Abschnitten 54, 54' angeordnet. Zwei weitere Haftelemente 52 sind an einem der beiden bogenförmi gen Abschnitte 56 angeordnet, die die beiden geraden Abschnitte 54, 54' miteinander verbinden (siehe Fig. 1). Es versteht sich jedoch, dass die Anzahl von insgesamt acht Haftelementen 52 lediglich beispielhaft zu verstehen ist. Selbstverständlich können an dem Trägerrahmen 40 auch mehr als acht Haftelemente oder auch weniger als acht Haftelemente 52 angeordnet sein. Vorzugsweise sind in jedem der drei genannten Abschnitte 54, 54', 56 des Trägerrahmens 40 jeweils zumindest ein Haftelement 52 angeordnet. Dies ermöglicht ein einigermaßen gleichmäßiges Ausdehnen des Bandsäge blattes 14 in nahezu allen seinen Abschnitten 22, 24.

[0055] In dem vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Trägerrahmen 40 "einseitig offen". An dem zweiten bogenförmigen Abschnitt 56' sind in diesem Fall keine Haftele mente 52 angeordnet. Dieser zweite bogenförmige Abschnitt 56' des Trägerrahmens 40 wird während des Montage- bzw. Demontagevorgangs des Bandsägeblattes 14 im Bereich der oberen oder unteren Bandsägerolle 16, 16' positioniert. In einem der beiden Bereich sind Haftelemente 52 nicht zwangsweise notwendig.

[0056] Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung 10 und der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens werden im Folgenden anhand der Fig. 4-8 erläutert. Diese zeigen chronologisch mehrere Zustände während des Montierens des Bandsägeblattes 14. Die Fig. 4-8 zeigen also der Reihe nach mehrere Zustände während des Auflegens des Bandsägeblattes 14 auf die Bandsäge 12.

[0057] Fig. 4-6 zeigen unterschiedliche Ansichten ein und desselben Zustandes, in dem das zu montierende Bandsägeblatt 14 auf einem Bandständer 58 aufliegt. Dieser Bandständer 58 ist vorliegend lediglich beispielhaft als eine mögliche Art der Lagerung eines unbenutzten Bandsägeblattes 14 gezeigt.

[0058] In einem ersten Montageschritt wird der Trägerrahmen 40 mit Hilfe der Trägerstruktur 42 zu dem auf dem Bandständer 58 angeordneten Bandsägeblatt 14 hin bewegt. Sobald der Trägerrahmen 40 mit Hilfe der drei verfahrbaren Achsen x, y und z korrekt über dem Bandsägeblatt 14 positioniert ist, werden die Haftelemente 52 aktiviert. Das Bandsäge blatt 14 haftet dadurch an den Haftelementen 52 an und ist dann zumindest temporär mit dem Trägerrahmen 40 verbunden.

[0059] Sodann wird der Trägerrahmen 40 zusammen mit dem daran befestigten Bandsägeblatt 14 mit Hilfe der Trägerstruktur 42 verfahren. Dieser Zustand ist exemplarisch in Fig. 7 gezeigt.

[0060] Im nächsten Schritt wird der Trägerrahmen 40 mitsamt dem Bandsägeblatt 14 über die Bandsägerollen 16, 16' der Bandsäge 12 geschoben. Hierzu wird eine der beiden Band sägerollen 16, 16' vorzugsweise in Richtung der anderen bewegt, um den Abstand zwischen den beiden Bandsägerollen 16, 16' zu verringern. Der Trägerrahmen wird mit Hilfe des rotierbaren Kragträgers auf den Winkel a der Bandsäge 12 eingeschwenkt und dann ebenfalls mit Hilfe des Kragträgers 50 entlang der y-Achse über die Bandsägerollen 16, 16' geschoben.

[0061] Sobald das Bandsägeblatt 14 korrekt auf den Bandsägerollen 16, 16' angeordnet ist, werden die Halteelemente 52 deaktiviert, wodurch die Haltekraft auf das Bandsägeblatt 14 nachlässt und es auf den Bandsägerollen 16, 16' zu liegen kommt.

[0062] Die Bandsägeblatt-Wechselvorrichtung kann dann wieder in ihre Ausgangsposition zurück fahren, die in Fig. 6 gezeigt ist. Durch Auseinanderfahren der beiden Bandsägerollen 16, 16' lässt sich das Bandsägeblatt 14 dann wieder auf den Bandsägerollen spannen und ist anschließend betriebsbereit. [0063] Es versteht sich, dass der Demontagevorgang, bei dem das Bandsägeblatt 14 von der Bandsäge 12 abgenommen wird, in umgekehrter Reihenfolge erfolgt. Zunächst wird der Abstand zwischen den beiden Bandsägerollen 16, 16' verringert. Dann wird die Vorrich tung 10 an die Sägemaschine 12 hin gefahren, auf deren Winkel a eingeschwenkt und über das Bandsägeblatt 14 geschoben. Dann werden die Haftelemente 52 aktiviert und der Trägerrahmen mitsamt dem Bandsägeblatt 14 von der Bandsäge 12 weg bewegt und zu dem Lagerplatz bzw. dem Bandständer 48 verfahren. Dort werden die Haftelemente 52 wieder deaktiviert, um das Bandsägeblatt 14 auf dem Bandständer 58 abzulegen bzw. aufzuhängen.

[0064] Das Entspannen des Bandsägeblattes 14, also die Verringerung des Abstandes zwischen den beiden Bandsägerollen 16, 16', kann bei dem Demontagevorgang sowohl vor als auch nach dem Aktivieren der Haftelemente 52 erfolgen. Wird das Bandsägeblatt 14 erst entspannt, nachdem die Haftelemente 52 aktiviert wurden, kann dies unter Umständen den Vorgang des Anhaftens der Haftelemente 52 an dem Bandsägeblatt 14 erleichtern.

[0065] Die genannte Austauschbarkeit der Reihenfolge dieser beiden Arbeitsschritte gilt äquivalent auch für den Montagevorgang. Auch hier ist es möglich, das neu montierte Bandsägeblatt 14 auf der Bandsäge 12 zuerst zu spannen und dann erst die Haftelemen te 52 zu deaktivieren. Alternativ werden die Haftelemente 52 beim Montagevorgang deaktiviert, nachdem das Bandsägeblatt 14 auf der Bandsäge 12 montiert ist, aber noch bevor das Bandsägeblatt 14 gespannt ist.

[0066] Es versteht sich, dass Fig. 1-8 lediglich ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zeigen. Diverse Abwandlungen hieran sind möglich, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung, wie er in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, zu verlas sen. Beispielsweise ist es nicht zwangsweise notwendig, den Trägerrahmen 40 mit Hilfe einer entlang dreier Achsen verfahrbaren Trägerstruktur 42 zu bewegen. Eine Verfahrbar- keit entlang zweier Achsen kann ebenso ausreichend sein. Auch eine hängende Kon struktion des Trägerrahmens 40 bzw. der Trägerstruktur 42 ist nicht zwangsweise not wendig. Genau so gut könnte der Trägerrahmen 40 auch auf Rollen auf dem Boden verfahrbar sein. Der Trägerrahmen 40 ließe sich auch manuell (von Hand) oder mithilfe eines Roboters bewegen.