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Patent Searching and Data


Title:
BELT STRAP FOR SEAT-BELT SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/025627
Kind Code:
A1
Abstract:
A belt strap (1) for a seat-belt system of a motor vehicle has a woven fabric (2) consisting of warp threads (3) running in a longitudinal direction (x) and weft threads (4) running in a transverse direction (y). The woven fabric (2) has at least two woven-fabric layers (5, 6), which are arranged over each other and which, in the transverse direction (y), each have at least approximately the same weave density. The at least two woven-fabric layers (5, 6) are interconnected in at least two outer regions (10) by means of a plurality of connecting warp threads (7) and, in at least one central region (11), are free of connecting warp threads (7) at least over part of the longitudinal direction (x), such that a hollow space (8) for insertion of an object (9) can be produced between the woven-fabric layers (5, 6).

Inventors:
RENNER JUERGEN (DE)
CELIK MURAT (DE)
LEDL BERND (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/070526
Publication Date:
February 06, 2020
Filing Date:
July 30, 2019
Export Citation:
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Assignee:
STAHL CARL GMBH CO KG (DE)
International Classes:
D03D1/00; B60R22/12; D03D11/02
Foreign References:
JP2017065563A2017-04-06
DE102014222654A12016-05-12
DE102011084336A12013-04-18
DE102011009318A12012-07-26
Attorney, Agent or Firm:
SCHMID, Wolfgang (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Gurtband (1) für ein Sicherheitsgurtsystem eines Kraftfahrzeugs, mit einem Gewebe (2) aus in Längsrichtung (x) verlaufenden Kettfäden (3) und in Querrichtung (y) ver laufenden Schussfäden (4),

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Gewebe (2) wenigstens zwei übereinander angeordnete, in Querrichtung (y) jeweils wenigstens annähernd die gleiche Gewebedichte aufweisende Gewebela gen (5,6) aufweist, wobei die wenigstens zwei Gewebelagen (5,6) in wenigstens zwei äußeren Bereichen (10) mittels mehrerer Verbindungskettfäden (7) miteinan der verbunden sind, und wobei die wenigstens zwei Gewebelagen (5,6) in wenigs tens einem mittleren Bereich (11) zumindest über einen Teil der Längsrichtung (x) frei von Verbindungskettfäden (7) sind, sodass zwischen den Gewebelagen (5,6) ein Hohlraum (8) zur Einführung eines Gegenstands (9) erzeugbar ist.

2. Gurtband nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Verbindungskettfäden (7) mit derselben Bindungsart mit den Schussfäden (4) verbunden sind wie die Kettfäden (3).

3. Gurtband nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Verbindungskettfäden (7) mit einer unterschiedlichen Bindungsart mit den

Schussfäden (4) verbunden sind als die Kettfäden (3).

4. Gurtband nach Anspruch 1 , 2 oder 3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

sich der den Hohlraum (8) bildende mittlere Bereich (11) in Längsrichtung (x) an un terschiedlichen Positionen in Querrichtung (y) befindet.

5. Gurtband nach Anspruch 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

sich der Hohlraum (8) an wenigstens einer Position in Längsrichtung (x) seitlich nach außen öffnet.

6. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Verbindungskettfäden (7) eine geringere Festigkeit und/oder eine höhere Deh- nung als die Kettfäden (3) aufweisen.

7. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der den Hohlraum (8) bildende mittlere Bereich (11) in Querrichtung (y) eine gerin- gere Länge aufweist als die Summe der beiden äußeren Bereiche (10).

8. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Verbindungskettfäden (7) so innerhalb des Gewebes (2) verlaufen, dass sie we- der an einer Oberseite noch an einer Unterseite des Gewebes (2) sichtbar sind.

9. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die wenigstens zwei Gewebelagen (5,6) die gleiche Bindungsart aufweisen.

10. Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die wenigstens zwei Gewebelagen (5,6) unterschiedliche Bindungsarten aufweisen.

Description:
Gurtband für ein Sicherheitsaurtsvstem

Die Erfindung betrifft ein Gurtband für ein Sicherheitsgurtsystem eines Kraftfahrzeugs, mit einem Gewebe aus in Längsrichtung verlaufenden Kettfäden und in Querrichtung verlau fenden Schussfäden.

Ein gattungsgemäßes Gurtband ist aus der DE 10 201 1 084 336 A1 bekannt. Derartige Gurtbänder haben sich bewährt und kommen daher in den unterschiedlichsten Kraftfahr zeugen zum Einsatz.

Ein Sicherheitsgurt für Kraftfahrzeuge, der einen sich in seiner Längsrichtung erstrecken den Schlauchabschnitt aufweist, in den eine elektronische Einheit einführbar ist, ist in der DE 10 201 1 009 318 A1 beschrieben. Diesem Dokument ist jedoch nicht zu entnehmen, wie das Gewebe ausgeführt sein soll, um den Schlauchabschnitt zu bilden.

Da Automobilhersteller einen sehr großen Wert darauf legen, dass Gurtbänder für Si cherheitsgurtsysteme eine bestimmte Optik und Haptik aufweisen, ist dies jedoch ein ent scheidender Punkt für einen möglichen Serieneinsatz eines solchen Sicherheitsgurts.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gurtband für ein Sicherheitsgurtsys tem in einem Kraftfahrzeug zu schaffen, bei dem unter Beachtung grundsätzlicher Erfor dernisse von Gurtbändern für Sicherheitsgurtsysteme ein Hohlraum zur Aufnahme eines Gegenstands auf einfache und kostengünstige Weise erzeugt werden kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale ge löst.

Die erfindungsgemäße Lösung, bei der wenigstens zwei Gewebelagen in jeweiligen äu ßeren Bereichen mittels mehrerer Verbindungskettfäden miteinander in einer Weise ver bunden sind, dass dadurch praktisch eine Gewebelage entsteht, gewährleistet ein einheit liches Erscheinungsbild des Gurtbands über dessen gesamte Länge und Breite, so dass das erfindungsgemäße Gurtband für die unterschiedlichsten Anwendungen sehr gut ge eignet ist. Dabei ergibt sich dadurch, dass die wenigstens zwei Gewebelagen in Querrichtung je weils wenigstens annähernd die gleiche Gewebedichte aufweisen, ein vergleichsweise geschlossenes Gewebe, bei dem sich weder die Kett- noch die Schussfäden verschieben lassen. Abweichend zu bisher bekannten Schlauchkonstruktionen, bei welchem die Schussdichte auf die obere und die untere Lage aufgeteilt wird, wird durch vorliegende Lösung erreicht, dass insbesondere im Bereich des Hohlraums ein solches Gewebe die selbe Struktur und Straffheit wie in den seitlichen Bereichen aufweist, sodass das erfin dungsgemäße Gurtband die Anforderungen der Automobilindustrie erfüllen kann.

Der erfindungsgemäße, von Verbindungskettfäden freie mittlere Bereich ermöglicht die Schaffung eines Hohlraums, in den die unterschiedlichsten Gegenstände eingeführt und durch die verschiebungssichere obere und untere Lage umhüllt werden können. Dadurch ergibt sich ein Gurtband, das für die verschiedensten Einsatzzwecke geeignet ist.

Ein sehr einheitliches Erscheinungsbild des erfindungsgemäßen Gurtbands ergibt sich, wenn in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Verbindungskettfäden mit der selben Bindungsart mit den Schussfäden verbunden sind wie die Kettfäden. Dadurch kann ein symmetrisches Gurtband erzeugt werden. Auf diese Weise ist außerdem sicher gestellt, dass die Verbindungskettfäden zu der Festigkeit des Gurtbands beitragen, wodurch möglicherweise für sämtliche in dem Gewebe verwendeten Fäden dünnere Ma terialien eingesetzt werden können, um dieselbe Bruchlast zu erreichen wie bei einem üb lichen Gurtband, ohne dass die Masse des Gurtbands erhöht wird. Mit dem Begriff "Bin dungsart" ist dabei gemeint, dass die Verbindungskettfäden auf dieselbe Art und Weise in das Gewebe eingearbeitet sind bzw. den gleichen Hoch- und Tiefgang bzw. nahezu den gleichen Weg durch das Gewebe aufweisen wie die "normalen" Kettfäden.

Es ist jedoch auch möglich, dass die Verbindungskettfäden mit einer unterschiedlichen Bindungsart mit den Schussfäden verbunden sind als die Kettfäden. Für bestimmte An wendungszwecke kann eine solche Ausführungsform Vorteile aufweisen.

Um die unterschiedlichsten Gegenstände in dem Hohlraum aufnehmen zu können, kann des Weiteren vorgesehen sein, dass sich der den Hohlraum bildende mittlere Bereich in Längsrichtung an unterschiedlichen Positionen in Querrichtung befindet. Dabei können die Hohlräume auch unterschiedliche Anzahl und Ausführungen, z.B. bezüglich der Breite derselben, aufweisen.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann dabei darin bestehen, da sich der Hohlraum an wenigstens einer Position in Längsrichtung seitlich nach außen öff net. Dadurch kann ein in dem Hohlraum aufgenommener Gegenstand seitlich aus dem Gurtband heraus- bzw. in dasselbe eingeführt werden, so dass darauf verzichtet werden kann, eine der Gewebelagen zu beschädigen, um so den Gegenstand in den Hohlraum ein- oder auszuführen.

Um ein Versagen der Verbindungskettfäden in bestimmten Lastfällen zu erzeugen und damit die anderen an dem Gewebe beteiligten Fäden, insbesondere die Schussfäden, zu schützen, kann des Weiteren vorgesehen sein, dass die Verbindungskettfäden eine ge ringere Festigkeit und/oder eine höhere Dehnung als die Kettfäden aufweisen.

Für einige Anwendungszwecke, bei denen in dem Hohlraum ein oder mehrere Gegen stände aufgenommen werden sollen, ist es vorteilhaft bzw. kann es ausreichend sein, wenn der den Hohlraum bildende mittlere Bereich in Querrichtung eine geringere Länge aufweist als die Summe der beiden seitlichen Bereiche.

Eine verbesserte Optik des Gurtbands ergibt sich, wenn die Verbindungskettfäden so in nerhalb des Gewebes verlaufen, dass sie weder an einer Oberseite noch an einer Unter seite des Gewebes sichtbar sind. Dadurch können bei verschiedenen Automobilherstel lern bestehende Forderungen erfüllt werden.

Wenn die wenigstens zwei Gewebelagen die gleiche Bindungsart aufweisen, so weist das Gurtband ein gleichmäßiges Erscheinungsbild auf beiden Seiten auf.

Es kann in bestimmten Anwendungsfällen jedoch auch vorteilhaft sein, wenn die wenigs tens zwei Gewebelagen unterschiedliche Bindungsarten aufweisen.

Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmä ßig dargestellt. Es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform des erfindungsge mäßen Gurtbands;

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II - II aus Fig. 1 ;

Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfin dungsgemäßen Gurtbands;

Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV - IV aus Fig. 2;

Fig. 5 schematische Darstellungen möglicher Bindungsarten des Verbindungskett fadens;

Fig. 6 schematische Darstellungen möglicher Bindungsarten der beiden Gewebela gen des erfindungsgemäßen Gurtbands; und

Fig. 7 eine schematische Darstellung einer möglichen Bindungsart im Bereich des

Hohlraums des erfindungsgemäßen Gurtbands.

Fig. 1 zeigt auf sehr schematische Weise ein Gurtband 1 für ein in seiner Gesamtheit nicht dargestelltes Sicherheitsgurtsystem eines Kraftfahrzeugs. Das Gurtband 1 weist ein Gewebe 2 aus in Längsrichtung x verlaufenden Kettfäden 3 und in Querrichtung y verlau fenden Schussfäden 4 auf.

Wie in dem Schnitt von Fig. 2 erkennbar ist, weist das Gewebe 2 zwei übereinander an geordnete Gewebelagen, nämlich eine obere Gewebelage 5 und eine untere Gewebelage 6 auf. Grundsätzlich könnten auch mehr als die beiden Gewebelagen 5 und 6 vorgesehen sein. Die beiden Gewebelagen 5 und 6 sind in wenigstens zwei äußeren Bereichen 10 mittels mehrerer Verbindungskettfäden 7 miteinander verbunden. Dadurch ergibt sich in den äußeren Bereichen 10 im Prinzip ein einheitliches Gewebe 2, bei dem die beiden Gewebelagen 5 und 6 nicht voneinander unterschieden werden können bzw. bei dem der Nutzer nicht bemerkt, dass es die beiden Gewebelagen 5 und 6 aufweist. In wenigstens einem mittleren Bereich 1 1 sind die beiden Gewebelagen 5 und 6 dagegen zumindest über einen Teil der Längsrichtung x des Gurtbands 1 frei von den Verbindungskettfäden 7, d.h. in diesem wenigstens einen mittleren Bereich 1 1 sind die Verbindungskettfäden 7 zumindest über einen Teil der Längsrichtung x des Gurtbands 1 nicht vorgesehen.

Mit der Angabe "mittlerer Bereich 1 1 " ist nicht unbedingt ein Bereich über die Breite des Gurtbands 1 gemeint, der sich in der Mitte befinden muss. Es ist lediglich gemeint, dass sich der mittlere Bereich 1 1 üblicherweise zwischen den zwei äußeren Bereichen 10 be findet.

Dadurch ist in zumindest über einen Teil der Längsrichtung x des Gurtbands 1 in dem mittleren Bereich 1 1 zwischen den Gewebelagen 5 und 6 ein Hohlraum 8 zur Einführung eines in Fig. 2 sehr schematisch angedeuteten Gegenstands 9 erzeugbar. Dies ist der Fall, weil die Gewebelagen 5 und 6 in dem mittleren Bereich 1 1 nicht miteinander verbun den sind, sodass sie voneinander gelöst werden können, um den Hohlraum 8 zu bilden.

In diesen kann dann der Gegenstand 9, beispielsweise ein elektrischer Leiter, ein Draht, ein texturierter Faden, ein vorzugsweise längliches Kunststoffmaterial, ein Polstermaterial oder ähnliches, eingeführt werden kann.

Es ist dabei auch möglich, über die Breite des Gurtbands 1 , also in Querrichtung y, meh rere der Hohlräume 8 vorzusehen, sodass sich gegebenenfalls auch ein als "äußerer Be reich 10" bezeichneter Bereich, in dem die beiden Gewebelagen 5 und 6 mittels der Ver bindungskettfäden 7 miteinander verbunden sind, in der Mitte des Gurtbands 1 befinden kann.

Grundsätzlich ist die Position des wenigstens einen Hohlraums 8 in Querrichtung y des Gurtbands 1 beliebig. Daher kann statt der Bezeichnung "äußerer Bereich 10" auch die Bezeichnung "Kompakt- bzw. Flachbereich" und statt der Bezeichnung "mittlerer Bereich 1 1 " auch die Bezeichnung "Hohlbereich" verwendet werden.

In den Figuren 1 und 2 sind die Verbindungskettfäden 7 mit einer geringeren Strichbreite dargestellt als die Kettfäden 3. Dies dient zur besseren Unterscheidung der Kettfäden 3 einerseits und der Verbindungskettfäden 7 andererseits. Es ist jedoch auch möglich, dass die Verbindungskettfäden 7 eine geringere Festigkeit aufweisen als die Kettfäden 3. Als die Verbindungskettfäden 7 können auch Fäden verwendet werden, die üblicherweise als ungeeignet zur Verwendung in Sicherheitsgurtsystemen angesehen werden, beispiels weise hoch verstreckte Garne und/oder Fäden mit optischen Mängeln, sodass gegebe nenfalls Kosten eingespart werden können.

Die Verbindungskettfäden 7 können auch so ausgewählt werden, dass im Falle einer Zugbelastung an den Abbindestellen ein bewusstes Versagen auftritt, um Beschädigun gen der Schussfäden 4 zu verhindern.

Design, Optik, Haptik und/oder Struktur des mittleren Bereichs 1 1 sind vorzugsweise identisch zu denjenigen der äußeren Bereiche 10. Die sich durch die Anzahl der Kettfä den pro Längeneinheit in Querrichtung y ergebende Fadendichte ist in dem mittleren Be reich 1 1 vorzugsweise gleich wie in den äußeren Bereichen 10. Des Weiteren weisen die wenigstens zwei Gewebelagen 5 und 6 in Querrichtung y jeweils wenigstens annähernd die gleiche Gewebedichte auf. Die Gewebedichte kann auch als Gewebeindex bezeichnet werden und beschreibt das Verhältnis aller aufeinanderfolgenden Fadendurchmesser von Kettfäden 3 und Schussfäden 4 zur Fläche, über der sie liegen. Vorzugsweise ist die Ge webedichte bzw. der Gewebeindex der beiden Gewebelagen 5 und 6 exakt gleich. Die Schussdichte der beiden Gewebelagen 5 und 6 ist vorzugsweise ebenfalls identisch. Im Gegensatz dazu wird bei bekannten Schlauchkonstruktionen die Schussdichte in den Hohlraumregionen im Verhältnis 50/50 auf die beiden Gewebelagen verteilt, wodurch sich ein Verlust an Schiebefestigkeiten einstellt, d.h. der Gewebeindex wird deutlich ge schwächt.

Der Bereich, über den sich der Hohlraum 8 in Querrichtung erstreckt, kann bei unter schiedlichen Gurtbändern 1 , in Längsrichtung x jedoch auch bei ein und demselben Gurt band 1 unterschiedlich sein und hängt im Wesentlichen von der Größe des aufzuneh menden Gegenstands 9 ab. Der den Hohlraum 8 bildende mittlere Bereich 1 1 kann in Querrichtung y eine geringere Länge aufweisen als die Summe der beiden seitlichen bzw. äußeren Bereiche 10, wie dies auch in den Figuren 1 und 2 der Fall ist.

Dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 ist entnehmbar, dass sich der den Hohlraum 8 bil dende mittlere Bereich 1 1 des Gewebes 2 bzw. des Gurtbands 1 in Längsrichtung x an unterschiedlichen Positionen in Querrichtung y befinden kann. Dadurch können die Ge- genstände entsprechend schlangenförmig oder auf andere Weise, zum Beispiel in Zick- Zack-Form, durch das Gurtband 1 geführt werden. Es ist auf diese Weise jedoch auch möglich, dass, wie in Fig. 3 dargestellt, sich der Hohlraum 8 an wenigstens einer Position in Längsrichtung x seitlich nach außen öffnet. Dies stellt in einem vergleichsweise kurzen Bereich entlang der Längsachse x eine Ausnahme von dem oben genannten Grundsatz dar, wonach sich der mittlere Bereich 1 1 zwischen den zwei äußeren Bereichen 10 befin det, und ermöglicht ein einfaches und komfortables Ein- und Ausfuhren des Gegenstands 9 in und aus dem Hohlraum 8.

Zur Vereinfachung sind in Fig. 3 nur die Verbindungskettfäden 7 dargestellt. Die Kettfä den 3 und die Schussfäden 4 können in an sich bekannter Weise verlaufen, beispielswei se so wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt.

Der Verlauf der Verbindungskettfäden 7 durch das Gewebe 2 ist in Fig. 4 ebenfalls zu er kennen. Dabei können die Verbindungskettfäden 7 so innerhalb des Gewebes 2 verlau fen, dass sie weder an einer Oberseite noch an einer Unterseite des Gewebes 2 sichtbar sind.

In Fig. 5 sind drei unterschiedliche Bindungsarten zur Bindung der Verbindungskettfäden 7 mit den Schussfäden 4 dargestellt, und zwar (von rechts nach links): eine 2/2- Köperbindung, eine 2/1 -Köperbindung und eine 1/2-Köperbindung. Selbstverständlich sind auch andere Bindungsraten denkbar. Grundsätzlich können die Verbindungskettfä den 7 mit derselben Bindungsart mit den Schussfäden 4 verbunden sein wie die Kettfä den 3. Dadurch können Verluste bei der mit dem Gurtband 1 erreichbaren Bruchlast ver mieden werden. Es ist jedoch auch möglich, die Verbindungskettfäden 7 mit einer unter schiedlichen Bindungsart mit den Schussfäden 4 zu verbinden als die Kettfäden 3.

Fig. 6 zeigt zwei unterschiedliche Bindungsarten zur Bindung der beiden Gewebelagen 5 und 6, nämlich links eine 2/2-Köperbindung und rechts eine 2/1 -Köperbindung, die sich mit einer 1/2-Köperbindung abwechselt, wie dies zum Beispiel in der DE 10 201 1 084 336 A1 beschrieben ist. Dabei können die wenigstens zwei Gewebelagen 5 und 6 die gleiche Bindungsart aufweisen, es ist jedoch auch möglich, die wenigstens zwei Gewebelagen 5 und 6 mit unterschiedlichen Bindungsarten auszuführen. Auch Design, Optik, Farbe, Hap tik und/oder Struktur der beiden Gewebelagen 5 und 6 kann sowohl gleich als auch un- terschiedlich sein. Des Weiteren können beispielsweise auch an den beiden seitlichen Kanten bekannte Konstruktionen eingesetzt werden. Selbstverständlich sind auch voll kommen andere als die dargestellten Bindungsarten möglich, wobei es sich vorzugsweise um solche Bindungsarten handelt, wie sie bei Gurtbändern für Sicherheitsgurtsysteme von Kraftfahrzeugen eingesetzt werden.

Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung einer möglichen Bindungsart im Bereich des Hohlraums 8 des Gurtbands 1 auf Basis einer 2/2-Köperbindung. Wie bereits oben er wähnt, sind hierfür auch vollkommen andere Bindungsarten denkbar.

Des Weiteren ist es möglich die Materialzusammensetzungen, die Garnfeinheiten, den Gewebeindex und/oder die physikalischen Eigenschaften der beiden Gewebelagen 5 und 6 gleich oder unterschiedlich auszuführen, beispielsweise um das Aufrollverhalten des Gurtbands 1 an einem Retraktor des Sicherheitsgurtsystems zu verbessern. Durch das Einbinden elastischer und/oder stärkerer Fäden in eine der beiden Gewebelagen 5 oder 6 kann gegebenenfalls die Faltenbildung des Gewebes 2 verringert werden. Auch die Ver wendung unterschiedlicher Schussfäden 4 für die beiden Gewebelagen 5 und 6 ist denk bar, beispielsweise um die Haptik oder Optik der beiden Gewebelagen 5 und 6 unter schiedlich auszugestalten. Auch zwei technisch unterschiedliche Seiten des Gurtbands 1 , beispielsweise im Hinblick auf die Abriebfestigkeit und/oder die Oberflächenreibung, las sen sich auf diese Weise erzeugen.

Die Kettfäden 3 können beispielsweise folgende Fadenfeinheiten aufweisen: 1 .100dtex, 1 .670dtex, 940dtex, 550dtex (vorzugsweise im Kantenbereich). Die Schussfäden 4 kön nen beispielsweise folgende Fadenfeinheiten aufweisen: 550dtex, 1 .100dtex, 280dtex, 420dtex. Des Weiteren können die Fadenfeinheiten auch das Mehrfache der genannten Feinheiten betragen. Beispielsweise ist es möglich, bei Gurtkonstruktionen mit z. B.

2.200dtex entweder direkt beim Garnhersteller oder in der Weberei durch einen doppelten Einzug in ein Litzenauge die genannten Feinheiten zu erreichen. Dabei wird im Prinzip ein Faden mit einer Feinheit von 1 .1 OOdtex doppelt genommen. Dies ist z. B. auch mit einem Faden mit einer Feinheit von 550dtex möglich, der dreifach verwendet wird, was zu einer Feinheit von 550dtex x 3 = ca. 1670dtex führt. Dies ist jeweils sowohl für die Kettfäden 3 als auch für die Schussfäden 4 möglich. Sowohl bei den Kettfäden 3 als auch bei den Schussfäden 4 kann es sich zum Beispiel um Monofil-Fäden mit einem Durchmesser von 0,2mm oder 0,25mm handeln. Demge genüber können die die Verbindungskettfäden 7 anders ausgeführt sein. Beispielsweise können diese mit einer unterschiedlichen Feinheit, einer unterschiedlichen Farbe, einer unterschiedlichen Schrumpfung und/oder Dehnung bei gleicher Feinheit und/oder einem unterschiedlichen Material bestehen. Beispielsweise kann dieses ström- und/oder wärme leitfähig, leuchtend oder auf andere Weise andersartig als die Kettfäden 3 bzw. die Schussfäden 4 sein.