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Patent Searching and Data


Title:
BICYCLE STEERING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/037748
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bicycle steering device having a first steering element (50), which can be connected to a bicycle handlebar (20). A second steering element (104) can be connected to a steerer tube (36). At least one tension cable pair (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) is furthermore provided which connects the two steering elements (50, 104) to each other. A tensioning device (80) is provided in order to tension the at least one tension cable pair (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78). The tensioning device (80) has a retaining element (22), in particular connected to the frame, and a receiving element (86) which is movable relative to the retaining element (22).

Inventors:
CLAUSSEN JUSTIN (DE)
RASCHE JOHANNES (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/073539
Publication Date:
March 04, 2021
Filing Date:
August 21, 2020
Export Citation:
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Assignee:
RTI SPORTS GMBH (DE)
International Classes:
B62K21/18; B62K7/04
Foreign References:
FR2934240A12010-01-29
FR2934242A12010-01-29
CN2728463Y2005-09-28
US20030038448A12003-02-27
US4838568A1989-06-13
DE19734849A11999-02-18
Attorney, Agent or Firm:
DOMPATENT VON KREISLER SELTING WERNER - PARTNERSCHAFT VON PATENTANWÄLTEN UND RECHTSANWÄLTEN MBB (DE)
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Claims:
Ansorüche

1. Fahrrad-Lenkeinrichtung mit einem ersten Lenkelement (50), das mit einem Fahrradlenker (20) ver bindbar ist, einem zweiten Lenkelement (104), das mit einem Gabelschaft (36) ver bindbar ist, mindestens einem Lenkzugpaar (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78), das die beiden Lenkelemente (50, 104) miteinander verbindet und einer Spanneinrichtung (80) zum Spannen des mindestens einen Lenk zugpaars (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78), dadurch gekennzeichnet dass, die Spanneinrichtung (80) ein mit dem mindestens einen Lenkzugpaar (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) verbundenes Halteelement (82) und ein verschiebbar mit dem Halteelement (82) verbundenes Aufnahmeelement (86) aufweist.

2. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (82) mit dem Fahrradrahmen verbunden ist.

3. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verschieben des Aufnahmeelements (86) ge genüber dem Haltelement (82) eine Schlittenführung vorgesehen ist.

4. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (80) ein Justageelement (94) zum Verschieben des Aufnahmeelements (86) gegenüber dem Halteele ment (82) aufweist.

5. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach Ansprüche 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Justageelement (94) eine Stellschraube aufweist.

6. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (80) ein Fixierelement (92) zum Fixieren des Aufnahmeelements (86) am Halteelement (82) aufweist.

7. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch ge kennzeichnet, dass zumindest eine, insbesondere beide Lenkelemente (50, 104) als Lenkscheiben ausgebildet sind.

8. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens ein Lenkzugpaar (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) mit dem Lenkelement (50, 104) in einem insbesondere radialen Abstand zu einer entsprechenden Drehachse (55, 106) verbunden ist.

9. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das mindestens eine Lenkzugpaar (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) in einer Führungsrille (58, 60) des Lenkelements (50, 104) angeordnet ist.

10. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch ge kennzeichnet, dass das zwei parallel zueinander verlaufende Lenkzugpaa re (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) vorgesehen sind.

11. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch ge kennzeichnet, dass das mindestens eine Lenkzugpaar (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) zwei Lenkzüge aufweist.

12. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lenkzüge am jeweiligen Lenkelement (50, 104) insbe sondere einander gegenüberliegend angeordnet, insbesondere befestigt sind.

13. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn zeichnet, dass sich die beiden Lenkzüge (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) zwischen dem ersten Lenkelement (50) und der Spanneinrichtung (80) kreuzen.

14. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 13, dadurch ge kennzeichnet, dass nahe des zweiten Lenkelements (104) eine Lenkzug halterung (108) vorgesehen ist.

15. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkzüge eines Lenkzugpaars (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) sich an der Lenkzughalterung (108) oder zwischen der Lenkzughalterung (108) und dem zweiten Lenkelement (104) kreuzen.

16. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkzüge (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) als Bowdenzüge ausgebildet sind.

17. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass Hülsen (70, 72, 74, 78) der Bowdenzüge zwischen der Spannein richtung (80) und der Lenkzughalterung (108) angeordnet sind.

18. Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 17, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spanneinrichtung Lenkzughalterungen (100) auf weist, die vorzugsweise schwenkbar mit dem Aufnahmeelement (86) verbunden sind.

19. Lastenfahrrad-Rahmen mit, einem Hinterbau (26) zur Aufnahme eines Hinterrades (24), einem Gabelelement (40) zur Aufnahme eines Vorderrades (42), einem Tragelement (28) zur Aufnahme eines Lastenaufnahmebehälters zwischen einem Lenkerrohr (18) und dem Gabelelement (40) und einer Fahrrad-Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18.

20. Lastenfahrrad-Rahmen nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Lenkelement (50) mit einem im Lenkerrohr (18) angeordneten und mit einem Lenker (20) verbindbaren Rohrelement verbunden ist.

21. Lastenfahrrad-Rahmen nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeich net, dass das zweite Lenkelement (104) mit einem Gabelschaft (36) des Gabelelements (40) verbunden ist.

22. Lastenfahrrad-Rahmen nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Lenkzugpaar (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) im Bereich des Tragelements (28) angeordnet ist.

23. Lastenfahrrad-Rahmen nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (28) zwei im Wesentlichen hori zontal verlaufende Rahmenelemente (30) aufweist.

24. Lastenfahrrad-Rahmen nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eines der beiden Lenkzugpaare (62, 64, 70, 72; 66, 68, 74, 78) an einem Rahmenelement (30) angeordnet, insbesondere von diesem gehalten ist.

Description:
Fahrrad-Lenkeinrichtuna

Die Erfindung betrifft eine Fahrrad-Lenkeinrichtung.

Bei Fahrrädern, insbesondere bei Lasten-Fahrrädern, ist eine Aufnahmebox für Lasten, wie Personen oder Güter gegebenenfalls zwischen einem Lenker und einem Vorderrad angeordnet. Es ist daher erforderlich, die Lenkbewegung auf das Vorderrad zu übertragen. Dies erfolgt beispielsweise über ein Gestänge. Dies hat jedoch den Nachteil, dass Gestänge gegebenenfalls verbiegen können und die Kraftübertragung über Gelenke im Gestänge erfolgen muss. Ferner weist das Vorsehen von Gestängen den wesentlichen Nachteil auf, dass hierfür häufig unter dem Rahmen ein entsprechend großer Bauraum vorgesehen sein muss. Es ist ferner bekannt die Lenkbewegung auf das Vorderrad über Seilzü ge zu übertragen. Derartige Seilzüge oder dergleichen weisen ein Lenkzugpaar auf, wobei je nach Lenkrichtung eine Zugkraft von jeweils einem der beiden Lenkzüge des Lenkzugpaars übertragen wird. Dies ist hierin begründet, dass durch derartige Lenkzüge nur Zugkräfte und keine Druckkräfte übertragen werden können. Lenkzüge weisen jedoch den Nachteil auf, dass diese sich aufgrund der Krafteinwirkung längen können und insofern ein Spannen oder Nachjustieren der Lenkzüge erforderlich ist. Eine Spanneinrichtung für Lenkzüge ist aus einem in US 4,838,568 beschrie benen Liegerad bekannt. Hierin ist beschrieben, dass die Lage von Umlenkrol len des Seilzugs zum Spannen des Seilzugs veränderbar ist. Eine derartige Spann- bzw. Justagevorrichtung kann jedoch nur bei Lenkzugpaaren mit Um lenkrollen vorgesehen werden.

Des Weiteren ist es aus DE19734849 bekannt, bei einer Lenkung für ein Sitz oder Liegerad innerhalb des Lenkzuges ein Spannelement vorzusehen, durch das die Länge des Zuges selbst verändert wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fahrrad-Lenkeinrichtung zu schaffen, mit der ein einfaches und zuverlässiges Spannen bzw. Justieren der Lenkzüge möglich ist.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch eine Fahrrad- Lenkeinrichtung gemäß Anspruch 1.

Die erfindungsgemäße Fahrrad-Lenkeinrichtung, die insbesondere für Lasten räder geeignet ist, bei denen das Spannelement zwischen einem Lenker und dem Vorderrad angeordnet ist, weist erfindungsgemäß ein erstes Lenkelement auf. Dieses ist mit einem Fahrradlenker verbindbar. Insbesondere erfolgt die Verbindung mit dem Fahrradlenker über ein fest mit dem Fahrradgriff verbun denes Rohrelement, das beispielsweise in einem Lenkerrohr des Fahrradrah mens angeordnet ist und beim Lenken um seine Längsachse geschwenkt wird. Ein derartiges Schwenken dieses Rohrelements bewirkt ein Schwenken des ersten Lenkelements.

Ferner weist die erfindungsgemäße Fahrrad-Lenkeinrichtung ein zweites Len kelement auf. Dieses Lenkelement ist mit dem Gabelschaft der Vorderradgabel verbindbar. Ein Schwenken des zweiten Lenkelements bewirkt somit ein Schwenken des Vorderrads. Die beiden Lenkelemente sind über mindestens ein Lenkzugpaar miteinander verbunden. Das Lenkzugpaar weist zwei Lenkzü- ge auf, wobei ein Lenkzug für ein Lenken nach links und der andere Lenkzug für ein Lenken nach rechts genutzt wird. Ferner ist eine Spanneinrichtung zum Spannen des mindestens einen Lenkzugpaars vorgesehen.

Erfindungsgemäß weist die Spanneinrichtung ein mit dem mindestens einen Lenkzugpaar verbundenes Halteelement und ein verschiebbar mit dem Hal teelement verbundenes Aufnahmeelement auf. Durch ein Verschieben des Aufnahmeelements relativ zum Halteelement erfolgt ein Justieren bzw. Span nen des mindestens einen Lenkzugpaars.

Vorzugsweise ist das Aufnahmeelement mit dem Fahrradrahmen verbunden bzw. stützt sich an diesem ab. Des Weiteren ist es bevorzugt, dass zum Ver schieben des Halteelements gegenüber dem Aufnahmeelement eine Schlitten führung vorgesehen ist, so dass es auf einfache Weise möglich ist, eine exakte Verschiebung und somit Justage zu ermöglichen.

In einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Span neinrichtung ein Justageelement auf. Mit Hilfe des Justageelements ist ein ins besondere sehr genaues Verschieben des Halteelements gegenüber dem Auf nahmeelement möglich, so dass eine sehr genaue Justage bzw. sehr exaktes Spannen der Lenkzüge des mindestens einen Lenkzugpaars möglich ist. Insbe sondere weist das Justageelement eine Stellschraube auf. Diese Stellschraube kann beispielsweise mit einem Gewinde oder dergleichen im Halteelement an geordnet sein und auf das Aufnahmeelement bzw. einen mit dem Aufnahme element verbundenen Ansatz einwirken. Durch Drehen des als Stellschraube ausgebildeten Justageelments erfolgt somit eine Relativbewegung zwischen Halteelement und Aufnahmeelement.

Es ist des Weiteren bevorzugt, dass die Spanneinrichtung ein Fixierelement zum Fixieren des Halteelements an dem Aufnahmeelement aufweist. Das Fi xierelement dient dazu, nach der Justage ein Verschieben des Halteelements gegenüber dem Aufnahmeelement zu vermeiden. Ein derartiges Fixierelement kann beispielsweise in das Justageelement integriert sein, indem beispielswei se durch einen Sicherungsstift, ein Rastelement oder dergleichen ein Verän dern der Lage des Justageelements, insbesondere ein Verdrehen des als Stell schraube ausgebildeten Justageelements vermieden ist. In bevorzugter Wei terbildung der Erfindung handelt es sich jedoch um ein gesondertes Fixierele ment. Beispielsweise kann als Fixierelement eine oder mehrere Schrauben vorgesehen sein, die durch ein Langloch ragen. Das Langloch ist beispielsweise im Aufnahmeelement vorgesehen. Im Halteelement sind sodann entsprechen de Gewindebohrungen vorgesehen, so dass zunächst die beispielsweise zwei Fixierelemente gelöst werden können, um sodann eine Justage mit Hilfe des Justageelements vorzunehmen. Nach erfolgter Justage können die insbeson dere beiden Fixierelemente wieder fixiert, insbesondere angezogen werden. Des Weiteren ist es insbesondere möglich, das Justageelement mit einem Drehmonentschlüssel anzuziehen. Hierdurch kann eine gezielte Vorspannung in dem Seilzug über eine entsprechende Drehmomentvorgabe erreicht werden.

In bevorzugter Ausführungsform sind zumindest eine, insbesondere beide Lenkelemente als Lenkscheiben ausgebildet. Insbesondere weisen die Len kelemente in Draufsicht eine zumindest teilkreisförmige Außenseite auf. In dieser Außenseite kann vorzugsweise eine Führungsrille für die Lenkzüge an geordnet sein. Unabhängig davon, ob die Lenkelemente scheibenförmig, teil ringförmig oder ringförmig ausgebildet sind, ist es bevorzugt, dass die Lenk züge mit den Lenkelementen in einem, insbesondere radialen Abstand zur Drehachse der Lenkelemente mit diesen verbunden sind. Es besteht somit ins besondere ein radialer Abstand zu einer Mittelachse der Lenkelemente. Vor zugsweise entspricht die Mittelachse der Lenkelemente der Mittelachse des mit dem Lenker verbunden Lenkrohrs bzw. der Mittelachse des Gabelschafts. Ein Drehen des Lenkrohrs bewirkt somit ein Ziehen an einem der beiden Lenkzüge eines Lenkzugpaares an dem ersten Lenkelement und über das zweite Len kelement ein entsprechendes Drehen des Gabelschaftes. Vorzugsweise sind die jeweils beiden Lenkzüge eines Lenkzugpaars an den Lenkelementen einan der gegenüberliegend angeordnet, so dass bezogen auf eine Rahmenmittel- ebene eine Lenkzug auf der in Fahrtrichtung linken und ein Lenkzug auf der in Fahrtrichtung rechten Seite des entsprechenden Lenkelements angeordnet ist.

Des Weiteren ist es bevorzugt, dass zwei Lenkzugpaare vorgesehen sind, wo bei deren jeweils zwei Lenkzüge vorzugsweise parallel zueinander verlaufen. Das Vorsehen von zwei Lenkzugpaaren hat den Vorteil, dass bei Beschädi gung, wie beispielsweise beim Reißen eines Lenkzuges die Lenkung weiterhin funktionstüchtig bleibt.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform kreuzen sich die beiden Lenkzüge eines Lenkzugpaares zwischen dem ersten Lenkelement und der Spanneinrichtung. Des Weiteren ist es bevorzugt, dass sich die beiden Lenk züge eines Lenkzugpaares sodann im Bereich des zweiten Lenkelements wie derum kreuzen. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise bei teilringförmigen Lenkelementen eine gute Führung der Lenkzüge an der Außenseite der insbe sondere Rillen aufweisenden Lenkelemente möglich ist. Auch können hierdurch große Radien realisiert werden.

Insbesondere um ein Kreuzen der Lenkzüge zu ermöglichen, ist nahe des zweiten Lenkelements eine Lenkzughalterung vorgesehen. Diese kann in Fahrtrichtung unmittelbar hinter dem zweiten Lenkelement vorgesehen sein.

In besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind die Lenkzüge als Bowdenzüge ausgebildet. Hierbei ist es besonders bevorzugt, dass sich die Hülse der Bowdenzüge von der Spanneinrichtung in Richtung des zweiten Len kelements und insbesondere von der Spanneinrichtung bis zur Lenkzughalte rung, die im Bereich des zweiten Lenkelements angeordnet ist, erstreckt. Die in der Hülse des Bowdenzugs angeordneten Züge verlaufen somit vorzugswei se von dem ersten Lenkelement bis zur Spanneinrichtung, sodann in der ent sprechenden Hülse bis zur Lenkzughalterung und sodann wieder ohne Hülse von der Lenkzughalterung bis zum zweiten Lenkelement. Die Enden der insbe sondere aus einem Metalldraht bestehenden Züge sind jeweils mit den beiden Lenkelementen fest verbunden. Zur Befestigung der Hüllen der Bowdenzüge ist es ferner bevorzugt, dass auch die Spanneinrichtung Lenkzughalterungen aufweist. Diese in die Spanneinrichtung integrierten Lenkzughalterungen sind vorzugsweise schwenkbar. Die Schwenkbarkeit erfolgt vorzugsweise um eine Achse senkrecht zu dem Verlauf der Lenkzüge. Dies hat den Vorteil, dass beim Spannen der Lenkzüge durch Verschieben des Aufnahmeelements relativ zum Halteelement der Spanneinrichtung ein automatisches Drehen bzw. Schwen ken der Lenkzüge, insbesondere der Hülsen der Bowdenzüge erfolgt. Hier durch ist sichergestellt, dass die Züge weiterhin in großen Radien verlaufen und durch das Spannen beispielsweise keine zusätzliche Reibung in den Zügen erfolgt.

Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Lastenfahrrad-Rahmen mit einem Hinterbau zur Aufnahme eines Hinterrades und einem Gabelelement zur Auf nahme eines Vorderrades. Ferner weist der Lastenfahrrad-Rahmen ein Tra gelement auf. Das Tragelement dient zur Aufnahme eines Lastenaufnahmebe hälters, der sodann zwischen einem Lenkerrohr und dem Gabelelement ange ordnet ist. Das Gabelelement weist ein insbesondere mit dem Tragelement des Rahmens verbundenes Gabelrohr auf. Das Gabelrohr ist im montierten Zu stand am Gabelschaft der Vorderradgabel drehbar angeordnet. Ferner weist der erfindungsgemäße Lastenfahrrad-Rahmen eine Fahrrad-Lenkeinrichtung, wie vorstehend insbesondere in bevorzugten Weiterbildungen beschrieben, auf.

Insbesondere ist das erste Lenkelement der Fahrrad-Lenkeinrichtung mit ei nem Rohrelement verbunden, das wiederum mit einem Lenker verbunden ist. Das Rohrelement ist schwenkbar in einem Lenkerrohr des Lastenfahrrad- Rahmens angeordnet. Das zweite Lenkelement ist sodann vorzugsweise mit dem Gabelschaft des Gabelelements verbunden.

Besonders bevorzugt ist es, dass das mindestens eine Lenkzugpaar im Bereich des Tragelements verläuft. Insbesondere sind die Lenkzüge an dem Vorzugs- weise rahmenförmig ausgebildeten Tragelement fixiert. Besonders bevorzugt ist es, dass das Tragelement zwei im Wesentlichen horizontal verlaufende Rahmenelemente aufweist. Bevorzugt ist es insofern, dass jeweils ein Lenkzug eines Lenkzugpaares einander gegenüberliegend auf der Innenseite jeweils eines Rahmenelements verläuft. Vorzugsweise erstrecken sich die beiden Rahmenelemente bis zum Gabelrohr und sind sodann in diesem Bereich zu sammengeführt. Insofern ist es bevorzugt, dass die Lenkzüge auch in diesem Bereich an der Innenseite dieser Rahmenelemente verlaufen. Auch ist es mög lich, die Lenkzüge im Inneren dieser Rahmenelemente oder anders ausgebil deter Teile des Lastenfahrrad-Rahmens anzuordnen.

Die Fahrrad-Lenkeinrichtung ist auch hinsichtlich des Lastenfahrrad-Rahmens, wie vorstehend anhand der Fahrrad-Lenkeinrichtung beschrieben, vorteilhaft weitergebildet.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische perspektivische Seitenansicht eines Lasten fahrrads,

Figur 2 eine schematische perspektivische Ansicht eines Teils der Fahr rad-Lenkeinrichtung,

Figur 3 eine schematische perspektivische Draufsicht des in Figur 2 dargestellten Teils der Fahrrad-Lenkeinrichtung,

Figur 4 eine schematische Unteransicht des in Figur 2 dargestellten Teils der Fahrrad-Lenkeinrichtung, Figur 5 eine schematische Seitenansicht des in Figur 2 dargestellten

Teils der Fahrrad-Lenkeinrichtung und

Figur 6 eine schematische, teilweise geschnittene Ansicht der an einem

Lastenfahrrad-Rahmen montierten Fahrrad-Lenkeinrichtung.

Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lastenfahrrads wie in Figur 1 dargestellt weist einen Lastenfahrrad-Rahmen 10 auf. Der Lasten fahrrad-Rahmen 10 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Sattelrohr 14, ein Unterrohr 16 sowie ein Lenkerrohr 18 auf. In dem Lenkerrohr 18 ist ein schwenkbares Rohr angeordnet, das mit einem Lenker 20 verbunden ist. Fer ner ist zwischen dem Unterrohr 16 und dem Sattelrohr 14 im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Antriebseinrichtung 22 angeordnet. Diese weist ein herkömmliches Tretlager auf, das mit einem Elektromotor verbunden ist, so dass das Treten von einem Elektromotor unterstützt werden kann. Der Antrieb eines Hinterrades 24 erfolgt über einen üblichen hier nicht dargestellten An trieb mittels Kette, Zahnriemen oder dergleichen. Ferner weist der Lastenfahr rad-Rahmen 10 einen Hinterbau 26 auf, der das Hinterrad 24 trägt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein einspuriges Lastenfahrrad dargestellt.

Ferner weist der Fahrradrahmen 10 ein Tragelement 28 auf. Das Tragelement 28 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei horizontale Rahmen elemente 30 auf, die mit dem Unterrohr 16 sowie dem Lenkerrohr 18 verbun den sind. Mit den beiden horizontal verlaufenden Rahmenelementen 30 sind zwei im dargestellten Ausführungsbeispiel in Fahrtrichtung 34 steigend verlau fende Gabelelemente 32 angeordnet. Diese sind im Bereich eines Gabelschafts 36 miteinander und mit diesem verbunden. Der Gabelschaft 36 ist Teil eines ferner auch die Gabel 38 umfassenden Gabelelements 40, welches im darge stellten Ausführungsbeispiel ein Vorderrad 42 trägt.

Eine Batterie 44 kann mit dem Tragelement 28 verbunden sein. Im dargestell ten Ausführungsbeispiel ist die Batterie 44 zwischen den beiden Gabelelemen- ten 32 des Tragelements angeordnet. Ferner kann die Batterie 44 oder eine weitere Batterie zwischen den beiden Rahmenelementen 30 angeordnet sein.

Mit dem Lenkerrohr 18 ist ein Griffelement 46 verbunden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Griffelement an einer Rückseite des Lenkerrohrs 18 angeordnet und weist in Richtung des Hinterbaus 26 bzw. in Richtung des Sattelrohrs 14. Das Griffelement 46 ist somit in der Rahmenmittelebene ange ordnet, in der beim dargestellten Lastenfahrrad auch die beiden Räder sowie das Sattelrohr 14, das Unterrohr 16 und das Lenkerrohr 18 angeordnet sind.

Um das Lastenrad anzuheben oder beispielsweise auf einen Hauptständer 48 zu heben, kann der Nutzer insbesondere am oberen Teil 46 des Griffelements angreifen.

In den Figuren 2 bis 5 ist in unterschiedlichen Ansichten ein Teil der erfin dungsgemäßen Fahrrad-Lenkeinrichtung dargestellt. Dargestellt ist ein erstes Lenkelement 50, das mit den in dem Lenkerrohr 18 des Fahrradrahmens an geordneten schwenkbaren Rohrs verbunden ist. Mit dem schwenkbaren Rohr, das an seinem oberen Ende mit dem Lenker 20 verbunden ist, ist das erste Lenkelement über eine Schelle 52 verbunden. Das schwenkbare Rohr ist in den Figuren nicht dargestellt und im montierten Zustand in einer Öffnung 54 angeordnet und über die Schelle 52 fest mit dem ersten Lenkelement verbun den.

Das erste Lenkelement weist einen teilringförmigen Rahmen 56 auf. Dieser teilringförmige Rahmen 56 weist an seiner Außenseite eine obere Führungsrille 58 und eine untere Führungsrille 60 (Figur 5) auf. In den beiden Führungsril len 58, 60 sind jeweils die insbesondere aus Metall hergestellten Zugelemente 62, 66 bzw. 66, 68 (Figur 4) angeordnet. Die beiden oberen Zugelemente 62, 64 bilden ein erstes Paar und die beiden unteren Zugelemente 66, 68 ein zweites Paar Zugelemente. Diese Zugelemente sind in Hülsen 70, 72 bzw. 74, 78 von Bowdenzügen eingeführt. Insofern ist ein erstes Lenkzugpaar gebildet durch die Züge 62, 64 und die Hülsen 72, 74 und ein zweites Lenkzugpaar durch die Züge 66, 68 und die Hülsen 74, 78.

Ferner weist die erfindungsgemäße Fahrrad-Lenkeinrichtung eine Spannein richtung 80 auf. Die Spanneinrichtung 80 weist ein Halteelement 82 und ein in Richtung eines Pfeils 84 verschiebbar mit dem Halteelement 82 verbundenes Aufnahmeelement 86 auf.

Das Halteelement 82 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel über Schrauben 88 (Figur 6) mit einem Querträger 89 des Fahrradrahmens verbunden. Der Querträger 89 ist mit den Rahmenelementen 30 des Tragelements 28 verbun den.

Das Halteelement 82 weist zwei Langlöcher 90 auf. Durch die Langlöcher 90 ragen zwei als Schrauben 92 ausgeführte Fixierelemente. Diese greifen in Ge winde ein, die im Aufnahmeelement 86 vorgesehen sind. Bei gelösten Schrau ben 92 ist es somit möglich, das Aufnahmeelement in Richtung des Pfeils 84 gegenüber dem ortsfesten Haltelement 82 zu verschieben. Für eine derartige Verschiebung ist ein Justageelement 94 vorgesehen. Das Justageelement 94 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls als Schraube ausgebildet. Das Justageelement 94 ist in einer in einem Ansatz 96 des Aufnahmeelements 86 vorgesehenen Öffnung angeordnet, wobei eine Vorderseite, des als Schraube ausgebildeten Justagelements 94, an einer in Richtung der Schraube 94 weisenden Fläche eines Ansatzes 98 des Halteelements 82 anliegt. Durch Drehen der Schraube 94 erfolgt somit ein Verschieben des Aufnahmeelements 86 gegenüber dem Halteelement 82 in Richtung des Pfeils 84. Zur Justage werden somit zunächst die als Schrauben ausgebildeten Fixierelement 92 ge löst, das als Schraube ausgebildete Justageelement 94 zur Justage gedreht und anschließend die Schrauben 92 wieder angezogen. Hierdurch ist auf einfa che Weise eine Justage bzw. ein Spannen der Lenkzüge 62, 64, 66, 68 mög lich, wobei die Spanneinrichtung als Schlittenführung ausgebildet ist. Die Hülsen 70, 72, 74, 78 der Bowdenzüge sind in Lenkzughalterungen 100 (Figur 5) gehalten. Auf der in Figur 5 linken Seite der Lenkzughalterungen 100 sind nur noch die Züge 62, 64, 66, 68 vorgesehen. Die Lenkzughalterungen 100 sind hierbei um eine im montierten Zustand im Wesentlichen vertikale Achse 102 schwenkbar, um eine Ausrichtung der Züge während der Justage sicherzustellen und das Auftreten zusätzlicher Reibung zu vermeiden.

Mit dem Gabelschaft 36 ist ein zweites Lenkelement 104 fest verbunden, das zur Verdeutlichung in Figur 6, jedoch nicht in Figur 1 dargestellt ist. Das zwei te Lenkelement 104 ist entsprechend dem ersten Lenkelement 50 ausgebildet und um eine im Wesentlichen vertikal verlaufenden Drehachse 106 zusammen mit dem Gabelschaft 36 schwenkbar. Die Drehachse 106 entspricht der Schwenkachse des Vordergabelschafts und kann gegebenenfalls leicht geneigt sein. Das zweite Lenkelement 104 ist identisch zu dem ersten Lenkelement 50 ausgebildet und weist ebenfalls entsprechende Rillen und dergleichen auf. In Fahrradrichtung 34 hinter dem zweiten Lenkelement 104 ist eine Lenkzughal terung 108 angeordnet. Die Lenkzughalterung 108 ist ähnlich der Lenkzughal terung 100 aufgebaut und dient zur Aufnahme der Enden der Hülsen 70, 72, 74, 78. Die Lenkzughalterung 108 ist fest am Rahmen, insbesondere am Ga belrohr des Rahmens befestigt.