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Patent Searching and Data


Title:
BONE SCREW
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/079685
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a bone screw (1) which comprises a shank (3) carrying a screw thread (2), and a front end (4) and a rear end (5). The external diameter 'd' or the minor diameter 'k' of the screw thread (2), in a center area (L4) of the shank (3), tapers from a larger dimension 'd2' or 'k2' towards the front end (4) to a smaller dimension 'd1' or 'k1', whereby 'd1' and 'k1' are unequal zero. The shank (3) is provided with a concentric, radially expandable sleeve (10). Said sleeve is positioned on the very part of the shank (3) which has the smaller external diameter 'd1' or 'k1'.

Inventors:
SCHLIENGER ANDRE (CH)
SENN PETER (CH)
Application Number:
PCT/CH2004/000095
Publication Date:
September 01, 2005
Filing Date:
February 23, 2004
Export Citation:
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Assignee:
SYNTHES AG (CH)
SYNTHES USA (CH)
SCHLIENGER ANDRE (CH)
SENN PETER (CH)
International Classes:
A61B17/68; A61B17/72; A61B17/74; A61B17/86; (IPC1-7): A61B17/86; A61B17/68; A61B17/74
Domestic Patent References:
WO2001050967A12001-07-19
Foreign References:
US20020147454A12002-10-10
FR2725615A11996-04-19
GB2307179A1997-05-21
US20030187447A12003-10-02
DE20305713U12003-07-10
EP0441577A21991-08-14
DE3538238A11986-09-11
Attorney, Agent or Firm:
Lusuardi, Wether (Kreuzbühlstrasse 8, Zürich, CH)
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Claims:
Patentansprüche
1. Knochenschraube (1) mit einem ein Gewinde (2) tragenden Schaft (3), einem vorderen Ende (4) und einem hinteren Ende (5), wobei sich der Aussendurchmesser"d" des Gewindes (2) oder der Kerndurchmesser"k"des Schaftes (3) in einem Mittelbereich (L4) des Schaftes (3) von einer grösseren Dimension"d2", bzw."k2" gegen das vordere Ende (4) hin zu einer kleineren Dimension"d1", bzw."k1"verjüngt, wobei"d1", bzw."k1"ungleich Null ist, dadurch gekennzeichnet, dass A) der Schaft (3) mit einer konzentrisch angeordneten, radial expandierbaren Hülse (10) versehen ist, wobei B) die Hülse (10) auf demjenigen Teil des Schaftes (3) positioniert ist, welcher den geringeren Aussendurchmesser"d1"aufweist.
2. Knochenschraube (1) nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde (2) eine konstante Tiefe aufweist und sich der Durchmesser des Kerns (7) des Schaftes (3) im Mittelbereich (L4) in Richtung zum vorderen Ende (4) von einem größeren Wert"k2"zu einem kleineren Wert"k1"verkleinert ohne den Wert Null anzunehmen.
3. Knochenschraube (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) ein Innengewinde (13) aufweist.
4. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) mindestens einen Längsschlitz (11) aufweist.
5. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (11) über die gesamte Höhe der Hülse (10) verläuft.
6. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (11) nur über einen Teil der Höhe der Hülse (10) verläuft.
7. Knochenschraube (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Längsschlitze (11) vorhanden sind, vorzugsweise alternierend oben und unten offen.
8. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) mit dem Durchmesser DH an ein einem ihrer Enden einen peripher umlaufenden Flansch (12) mit vergrössertem Durchmesser DF > DH aufweist.
9. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) aus einem nichtresorbierbaren Kunststoff, vorzugsweise aus PEEK besteht.
10. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) aus einem metallischen Werkstoff besteht.
11. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) aus bioresorbierbaren Kunststoff besteht.
12. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen ihrem hinteren Ende 5 und demjenigen Teil des Schaftes (3) mit grösserem Aussendurchmesser"d2"ein Schaftteil (8) im Bereich"L2"mit einem vergrösserten Aussendurchmesser d3 > d2 angeordnet ist.
13. Knochenschraube (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaftteil (8) im Bereich"L2"mit einem Aussendurchmesser d3 > d2 mit einem Aussengewinde (9) versehen ist.
14. Vorrichtung zur Knochenfixation umfassend eine oder mehrere Knochenschrauben (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 mit einem Marknagel (20), dadurch gekennzeichnet, dass der Marknagel (20) den Durchmesser DN und eine quer zu seiner Längsachse (21) verlaufende Querbohrung (22) aufweist, welche einen Durchmesser DB aufweist, der sowohl grösser ist als d2 als auch grösser ist als dBL5.
15. Vorrichtung (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser DH der Hülse (10) der Bedingung Du'1, 2 DB gehorcht.
16. Vorrichtung (1) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge HL der Hülse (10) kleiner als 1,5 DN ist.
17. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge HL der Hülse (10) grösser als 0,2 DN ist.
18. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Marknagel (20) eine durchgehende Kannulierung 23 und eine Wandstärke WN aufweist.
19. Vorrichtung (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge HL der Hülse (10) der Wandstärke WN des Marknagels (20) entspricht. GEÄNDERTE EY... _'RÜCHE [beim Internationalen Büro am 01 Febuar 2005 (01.02. 2005) eingegangen ; ursprüngliche Ansprüche 119 durch geänderte Ansprüche 123 ersetzt (4 Seiten)] 1. Knochenschraube (1) mit einem ein Gewinde (2) tragenden Schaft (3), einem vorderen Ende (4) und einem hinteren Ende (5), wobei sich der Aussendurchmesser"d" des Gewindes (2) oder der Kerndurchmesser"k"des Schaftes (3) in einem Mittelbereich (L4) des Schaftes (3) von einer grösseren Dimension"d2", bzw."k2" gegen das vordere Ende (4) hin zu einer kleineren Dimension"d1", bzw."k1"verjüngt, wobei"d1", bzw."k1"ungleich Null ist, dadurch gekennzeichnet, dass A) der Schaft (3) mit einer konzentrisch angeordneten, radial expandierbaren Hülse (10) versehen ist, wobei B) die Hülse (10) auf demjenigen Teil des Schaftes (3) positioniert ist, welcher den geringeren Aussendurchmesser"d1"aufweist.
20. 2 Knochenschraube (1) nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde (2) eine konstante Tiefe aufweist und sich der Durchmesser des Kerns (7) des Schaftes (3) im Mittelbereich (L4) in Richtung zum vorderen Ende (4) von einem größeren Wert"k2"zu einem kleineren Wert"k1"verkleinert ohne den Wert Null anzunehmen.
21. 3 Knochenschraube (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) ein Innengewinde (13) aufweist.
22. 4 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) mindestens einen Längsschlitz (11) aufweist.
23. 5 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (11) über die gesamte Höhe der Hülse (10) verläuft.
24. 6 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (11) nur über einen Teil der Höhe der Hülse (10) verläuft.
25. 7 Knochenschraube (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Längsschlitze (11) vorhanden sind, vorzugsweise alternierend oben und unten offen.
26. 8 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) mit dem Durchmesser DH an ein einem ihrer Enden einen peripher umlaufenden Flansch (12) mit vergrössertem Durchmesser DF > DH aufweist.
27. 9 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) aus einem nichtresorbierbaren Kunststoff, vorzugsweise aus PEEK besteht.
28. 10 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) aus einem metallischen Werkstoff besteht.
29. 11 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) aus bioresorbierbaren Kunststoff besteht.
30. 12 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen ihrem hinteren Ende 5 und demjenigen Teii des Schaftes (3) mit grösserem Aussendurchmesser"d2"ein Schaftteil (8) im Bereich"L2"mit einem vergrösserten Aussendurchmesser d3 > d2 angeordnet ist.
31. 13 Knochenschraube (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaftteil (8) im Bereich"L2"mit einem Aussendurchmesser d3 > d2 mit einem Aussengewinde (9) versehen ist.
32. 14 Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet dass A) sie einen Schraubenkopf (6) umfasst, welcher sich auf einer Länge (L1) vom hinteren Ende (5) gemessen erstreckt ; B) auf einer Länge (L3) ein Segment des Schaftes (3) mit einem einen konstanten Aussendurchmesser"d2"und einen konstanten Kerndurchmesser"k2"aufweisenden Gewinde (2) erstreckt ; C) daran angrenzend ein sich auf einer Länge (L4) mit einem Winkel a gegen das vordere Ende (4) verjüngendes Segment des Schaftes (3) erstreckt, so dass in diesem Segment der Aussendurchmesser"d2"des Gewindes auf einen Aussendurchmesser"d1"abnimmt ; und D) auf einer Länge (L5) zwischen dem Segment mit der Länge (L4) und dem vorderen Ende (4) sich ein Segment des Schaftes (3) mit dem einen konstanten Aussendurchmesser"d1"und ebenfalls einen konstanten Kerndurchmesser"k1" aufweisenden Gewinde (2) erstreckt ; wobei E) Längen und Durchmesser dieser Segmente grösser Null sind.
33. 15 Knochenschraube (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Segment des Schaftes (3) mit der Länge (L4) der Kerndurchmesser"k2"auf einen Kerndurchmesser"ki"abnimmt.
34. Knochenschraube (1) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet dass auf einer Länge (L2), die an die Länge (L1) angegrenzt ist, sich ein Schaftteil (8) mit einem einen konstanten Aussendurchmesser"d3 > d2"und einen konstanten Kerndurchmesser "k3"aufweisenden Aussengewinde (9) erstreckt.
35. Knochenschraube (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindetiefen"ti"und"t2"auf den Segmenten mit den Längen (L5) und (L3) gleich sind.
36. Vorrichtung zur Knochenfixation umfassend eine oder mehrere Knochenschrauben (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17 mit einem Marknagel (20), dadurch gekennzeichnet, dass der Marknagel (20) den Durchmesser DN und eine quer zu seiner Längsachse (21) verlaufende Querbohrung (22) aufweist, welche einen Durchmesser DB aufweist, der sowohl grösser ist als d2 als auch grösser ist als dBL5.
37. Vorrichtung (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser DH der Hülse (10) der Bedingung Du'1, 2 DB gehorcht.
38. Vorrichtung (1) nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge HL der Hülse (10) kleiner als 1,5 DN ist.
39. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge HL der Hülse (10) grösser als 0, 2 DN ist.
40. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Marknagel (20) eine durchgehende Kannulierung 23 und eine Wandstärke WN aufweist.
41. Vorrichtung (1) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge HL der Hülse (10) der Wandstärke WN des Marknagels (20) entspricht.
Description:
Knochenschraube Die Erfindung bezieht sich auf eine Knochenschraube gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Knochenfixation umfassend eine oder mehrere solcher Knochenschrauben gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 14.

Eine solche Knochenschraube ist aus der DE-A 35 38 238 bekannt, welche zudem auch einen damit zusammenwirkenden Dübel zeigt. Allerdings wir bei dieser bekannten Vorrichtung der Dübel zuerst separat im Knochen verankert und dann die Knochenschraube in den Dübel eingedreht. Der Zweck dieser bekannten Vorrichtung ist somit die Verbindung zweier Knochenfragmente gemäss dem bereits aus der allgemeinen Befestigungstechnik bekannten Dübel/Schraubenprinzip.

Bei der Erfindung geht es primär nicht um eine Fixation zweier Knochenfragmente (erst sekundär wird diese Aufgabe mittels eines Marknagels realisiert), sondern um die stabile Verankerung einer Knochenschraube in der Querbohrung eines Marknagels. Die bekannten Querverriegelungsschrauben weisen nämlich alle ein Spiel zur Querbohrung des Marknagels auf.

Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Knochenschraube zu schaffen, welche spielfrei in die Querbohrung eines Marknagels einbringbar ist.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit einer Knochenschraube, welche die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.

Die durch die Erfindung erreichten Vorteile liegen im wesentlichen in ihrer Einfachheit (vormontierte Hülse auf der Knochenschraube) und der damit erzielbaren Spielfreiheit zum Marknagel.

Bei einer besonderen Ausführungsform weist das Gewinde der Knochenschraube eine konstante Tiefe auf, wobei sich der Durchmesser des Kerns des Schaftes im Mittelbereich (L4) in Richtung zum vorderen Ende von einem größeren Wert"k2"zu einem kleineren Wert"k1"verkleinert ohne den Wert Null anzunehmen. Die radiale Expansion erfolgt somit über die Erweiterung des Kerndurchmessers, was eine bestimmte Verklemmkraft in der Querbohrung des Marknagels garantiert. Die Erweiterung des Kerndurchmessers ergibt im Vergleich zu einer Erweiterung des Gewinde-Aussendurchmessers eine vergrösserte Masse, welche für die Blockierung der Schraube verschiebbar ist.

Bei einer speziellen Ausführungsform weist die Hülse ein Innengewinde auf. Durch die Steigung des Innengewindes wird die axiale Bewegung generiert, welche durch die bestimmte Geometrie des konischen Kernabschnitts im Mittelteil (L4) die radiale Aufweitung der Hülse erzeugt. Die Dreh-bzw. Schraubbewegung wird für das Einbringen der Schraube in die Querbohrung eines Marknagels ohnehin benötigt.

Die Hülse kann einen oder mehrere Längsschlitze aufweisen. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die radiale Aufweitung der Hülse mit weniger Kraftaufwand, bzw. mit einem geringeren Drehmoment erreicht werden kann. Die Vormontage der Hülse auf der Schraube ist einfacher, die Scherkräfte werden ausgeglichen und die Hülse steht unter geringerer Eigenspannung. Falls ein einziger Längsschlitz vorgesehen ist, kann dieser über die gesamte Höhe der Hülse verlaufen. Der Längsschlitz kann aber auch nur über einen Teil der Höhe der Hülse verlaufen, wobei er bei dieser Ausführung auf einer Seite offen oder beidseitig geschlossen sein kann. Im Falle solcher Teilschlitze können auch mehrere Längsschlitze vorhanden sein, vorzugsweise alternierend oben und unten offen.

Bei einer weiteren Ausführungsform, weist die Hülse mit dem Durchmesser DH an ein einem ihrer Enden einen peripher umlaufenden Flansch mit vergrössertem Durchmesser DF > DH auf. Der Flansch dient als Anschlag, bzw. als Positionierung der Hülse am Marknagel, so dass sich die Knochenschraube mit ihrem sich konisch erweiternden Mittelteil durch die Hülse hindurchschrauben muss und diese radial expandiert, während dem die Hülse selbst ansteht.

Die Hülse kann beispielsweise aus einem nicht-resorbierbaren Kunststoff, vorzugsweise aus PEEK bestehen. Die Vorteile liegen in der Biokompatibilität, der guten Produzierbarkeit, der einfachen Montage und dem Umstand, dass beim Herausziehen des Nagels die Hülse zusammengedrückt werden kann, falls sie im Loch des Nagels hängen bleibt.

Die Hülse kann aber auch aus einem metallischen Werkstoff bestehen. Die Vorteile bestehen hier in der höheren Festigkeit, der Biokompatibilität und dem Umstand, dass die Hülse aus dem gleichen Material besteht wie der Marknagel und die Schraube. Die metallische Hülse ist aber auch duktiler, so dass sie etwas fliessen kann, falls sie schräg eingebracht wird. Schliesslich hat die metallische Hülse den Vorteil, dass keine Bruchstücke entstehen.

Die Hülse kann auch aus einem resorbierbaren Kunststoff bestehen. Ein erster Vorteil liegt darin, dass die winkelstabile Verriegelung mit der Zeit abnimmt. Ein zweiter Vorteil liegt darin begründet, dass beim allfälligen Verlieren einer solche Hülse kein grosser Nachteil entsteht, da sie mit der Zeit resorbiert.

Bei einer weiteren Ausführungsform ist zwischen dem hinteren Ende der Knochenschraube und demjenigen Teil des Schaftes mit grösserem Aussendurchmesser"d2"ein Schaftteil im Bereich"L2"mit einem vergrösserten Aussendurchmesser d3 > d2 angeordnet. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass sie das in der vorderen Kortikalis des Knochens gebohrte Loch verschliesst, so dass der Flansch der Hülse ohne grossen Kraftaufwand durch das Loch in der ersten Kortikalis gebracht werden kann. Der Schaftteil kann dabei im Bereich"L2"mit einem Aussendurchmesser d3 > d2 mit einem Aussengewinde versehen sein. Das Aussengewinde mit dem Aussendurchmesser d3 ergibt wieder eine schraubengemässe Verankerung im Knochen.

Der mit den oben beschriebenen Knochenschrauben zu verwendende Marknagel weist einen Durchmesser DN und eine quer zu seiner Längsachse verlaufende Querbohrung auf, welche zweckmässigerweise einen Durchmesser DB aufweist, der sowohl grösser ist als d2 als auch grösser ist als dB L5. Vorteilhafterweise gehorcht der Durchmesser DH der Hülse der Bedingung DH 1, 2 DB. Die Länge HL der Hülse sollte vorteilhafter- weise kleiner als 1,5 DN und grösser als 0,2 DN sein.

Bei einer weiteren Ausführungsform weist der Marknagel eine durchgehende Kannulierung und eine Wandstärke WN auf. Die Länge HL der Hülse entspricht vorteilhafterweise der Wandstärke WN des Marknagels.

Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im folgenden anhand der teilweise schematischen Darstellungen mehrerer Ausführungsbeispiele noch näher erläutert.

Es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Knochenschraube mit aufgesetzter Hülse ; Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Knochenschraube nach Fig. 1 eingesetzt in einen Marknagel mit Querbohrung ; Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Knochenschraube nach Fig. 1 ; und Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Hülse nach Fig. 1.

In den Fig. 1 und 3 ist eine Ausführungsform der Knochenschraube 1 dargestellt, welche einen Schaft 3, ein vorderes Ende 4 und ein hinteres Ende 5 mit einem Schraubenkopf 6 umfasst. Die Knochenschraube 1 hat fünf axial hintereinander angeordnete Segmente, wobei diese Segmente wie folgt ausgebildet sind : - auf einer Länge Li vom hinteren Ende 5 gemessen erstreckt sich der Schraubenkopf 6 ; - daran angrenzend auf einer Länge L2 erstreckt sich ein Schaftteil 8 mit einem einen konstanten Aussendurchmesser d3 und einen konstanten Kerndurchmesser k3 aufweisenden Aussengewinde 9 ; - daran angrenzend auf einer Länge L3 ein Segment des Schaftes 3 mit einem einen konstanten Aussendurchmesser d2 < k3 und einen konstanten Kerndurchmesser k2 aufweisenden Gewinde 2 ; - daran angrenzend auf einer Länge L4 ein sich mit dem Winkel a gegen das vordere Ende 4 verjüngendes Segment des Schaftes 3, so dass in diesem Segment der Aussendurchmesser d2 des Gewindes auf einen Aussendurchmesser d1 abnimmt.

Ebenfalls verringert sich in diesem Segment der Kerndurchmesser k2 auf einen Kerndurchmesser kl ; und - zwischen dem Segment mit der Länge L4 und dem vorderen Ende 4 erstreckt sich ein Segment des Schaftes 3 mit dem einen konstanten Aussendurchmesser d1 und ebenfalls einen konstanten Kerndurchmesser kl aufweisenden Gewinde 2.

Das Gewinde 2 ist derart ausgestaltet, dass die Gewindetiefen t1 und t2 auf den Segmenten mit den Längen L5 und L3 gleich sind. Ferner ist in Fig. 1 die Hülse 10 vom vorderen Ende 4 soweit über den Schaft 3 geschraubt, bis ihr mit dem Flansch 12 versehenes Ende in das konische Segment mit der Länge L4 reicht. Durch die Konizität wird die Hülse 10 leicht aufgeweitet und weist einen Durchmesser dB-L5 > DH (Fig. 4) auf. Wird die Hülse 10 weiter gegen das hintere Ende 5 geschraubt (gestrichelt dargestellt) wird sie durch das konische Segment mit der Länge L4 weiter aufgeweitet, bis sie auf dem einen konstanten Aussendurchmesser d3 aufweisenden Segment mit der Länge L3 einen Durchmesser dB-L3 erreicht.

In Fig. 2 ist die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform der Knochenschraube 1 zusammen mit einer in eine Querbohrung 22 eines Marknagels 20 eingeführten Hülse 10 dargestellt. Der Marknagel 20 ist mit einer koaxial zu seiner Längsachse 21 durchgehenden Kannulierung 23 versehen und weist einen Aussendurchmesse DN und eine Wandstärke WN auf. Die Querbohrung 22 hat einen Durchmesser DB, welcher ca.

90 % des Durchmessers dB-L3 der Hülse 10 beträgt. Die Hülse 10 ist vollständig in die Querbohrung 22 eingeführt und steht mit dem Flansch 12 auf der Wand einer Anschrägung 24 der Querbohrung 22 an.

In Fig. 4 ist eine Ausführungsform der radial expandierbaren Hülse 10 mit einem Durchmesser DH dargestellt. Der Mantel der Hülse 10 ist mit einem durchgehenden Längsschlitz 11 ausgebildet, wodurch die Hülse 10 ihre Elastizität erhält. Ferner ist der Hohlraum der Hülse 10 mit einem Innengewinde 13 ausgestattet. Zur axialen Anlage an eine geeignete Auflagefläche ist an einem Ende der Hülse 10 ein Flansch 12 mit einem Durchmesser DF > DH angeordnet.