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Title:
BRAKE SHUT-OFF ARRANGEMENT AND METHOD FOR OPERATING A BRAKE SHUT-OFF ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/239367
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a brake shut-off arrangement (4; 104) with multiple deactivation devices (401-404; 401-408) which can be transferred from an activation position into a first deactivation position. According to the invention, the brake shut-off arrangement (4; 104) is suitably designed to, as a result of a transfer of one (402) of the deactivation devices (401-404; 401-408) into the first deactivation position thereof, prevent the transfer of at least a proportion (403-404; 403-408) of the remaining deactivation devices (401, 403-404; 401, 403-408) into the first deactivation position thereof, and, if another deactivation device (403) out of the at least one proportion (403-404; 403-408) of the remaining deactivation devices (401, 403-404; 401, 403-408) is already situated in the first deactivation position thereof, effect a transfer of the other deactivation device (403) into the activation position thereof. It is thus possible, with regard to an improvement in driving operation, to ensure an improved reaction to faults of local brake devices (301-304; 301-308). The invention also relates to a brake system (2; 102) with at least one such brake shut-off arrangement (4; 104), to a vehicle (1; 101) with a brake system (2; 102) of said type, and to a method for operating a brake shut-off arrangement (4; 104).

Inventors:
LICHTERFELD JENS PETER (DE)
WIESAND MANFRED (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/062357
Publication Date:
December 03, 2020
Filing Date:
May 05, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS MOBILITY GMBH (DE)
International Classes:
B60T13/66; B60T17/22
Domestic Patent References:
WO2017167592A12017-10-05
Foreign References:
DE10135797A12003-02-13
EP1674358A12006-06-28
EP1932739A12008-06-18
DE10135797C22003-05-22
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Claims:
Patentansprüche

1. Bremsabsperranordnung (4; 104) mit mehreren aus einer Ein- schaltstellung in eine erste Abschaltstellung überführbaren Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40i-40s) ,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Bremsabsperranordnung (4; 104) geeignet ausgebildet ist, durch ein Überführen einer ( 402 ) der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40i-40s) in ihre erste Abschaltstellung für zumin dest einen Teil (4O3-4O4; 403-40s) der übrigen Abschaltvor richtungen ( 401, 4O3-4O4; 40i, 403-40s) das Überführen in ihre erste Abschaltstellung zu verhindern und, falls sich von dem zumindest einen Teil (4O3-4O4; 403-40s) der übrigen Abschalt vorrichtungen ( 401, 4O3-4O4; 40i, 403-40s) schon eine andere Abschaltvorrichtung ( 403 ) in ihrer ersten Abschaltstellung befindet, ein Überführen der anderen Abschaltvorrichtung ( 403 ) in ihre Einschaltstellung zu bewirken.

2. Bremsabsperranordnung (4; 104) nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Bremsabsperranordnung (4; 104) geeignet ausgebildet ist, durch ein Überführen der einen Abschaltvorrichtung ( 402 ) aus ihrer ersten Abschaltstellung in eine zweite Abschaltstellung zu bewirken, dass von den übrigen Abschaltvorrichtungen ( 401, 4O3-4O4; 40i, 403-40s) eine in ihre erste Abschaltstellung überführbar ist.

3. Bremsabsperranordnung (4; 104) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Bremsabsperranordnung (4; 104) eine durch eine Energie versorgungseinrichtung (40a) gespeiste Versorgungsleitung (40b) aufweist, an welche die Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40i-40s) über jeweils einen Versorgungsanschluss (41) in Rei he angeschlossen sind,

wobei jede der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40i-40s) je weils eine im Zuge der Versorgungsleitung (40b) ihrem Versor gungsanschluss (41) nachgeordnete Unterbrechungseinheit (42) mit einem Kontakt (K7f) zum Unterbrechen der Versorgungslei tung (40b) aufweist.

4. Bremsabsperranordnung (4; 104) nach Anspruch 3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

jede der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40I-408) jeweils eine Bremsabsperreinheit (44) aufweist und derart ausgebildet ist, dass ihr Überführen in ihre erste Abschaltstellung durch zu mindest ein ihr zugeordnetes Abschaltsteuersignal (Sli, S2i, S3i - Sl4, S24, S34; Sli, S2i, S3i - Sl8, S28, S38) erfolgt, bei Einwirkung dessen einerseits ihr Kontakt (K7i') geöffnet und damit die Versorgungsleitung (40b) unterbrochen wird und an dererseits ihre Bremsabsperreinheit (44) aus einer Freigabe¬ stellung in eine erste Sperrsteilung überführt wird.

5. Bremsabsperranordnung (4; 104) nach Anspruch 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

jede der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40I-408) jeweils der art ausgebildet ist, dass bei Einwirkung von zumindest zwei ihr zugeordneten Einschaltsteuersignalen (S4i, S5i - S44, S54,· S4i, S5i - S48, S58) einerseits ihr Kontakt (K7f) geschlossen und damit die Versorgungsleitung (40b) geschlossen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit (44) aus ihrer ersten Sperrsteilung zurück in ihre Freigabestellung überführt wird.

6. Bremsabsperranordnung (4; 104) nach einem der Ansprüche 3 bis 5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

jede der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40I-408) jeweils der art ausgebildet ist, dass bei Einwirkung eines ihr zugeordne¬ ten Abschaltbediensignals oder bei Einwirkung einer Bedien handlung (H1-H4; HI-H8) einerseits ein zusätzlicher Kontaktes (K8 ' ) , welcher parallel zu ihrem einen Kontakt (K7f) geschal tet ist, geschlossen und damit die Versorgungsleitung (40b) geschlossen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit (44) in eine zweite Sperrsteilung überführt wird.

7. Bremssystem (2; 102) für ein Fahrzeug,

g e k e n n z e i c h n e t, d u r c h

zumindest eine Bremsabsperranordnung (4; 104) nach einem der Ansprüche 1 bis 6.

8. Bremssystem (2; 102) nach Anspruch 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Bremssystem (2; 102) mehreren Bremsvorrichtungen ( 301

3O4; 30i-30s) aufweist,

wobei jeder der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40I-408) je weils eine der Bremsvorrichtungen (3O1-3O4; 30I-308) zugeord net ist und

wobei jede der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40I-408) geeig net ausgebildet ist, in ihrer ersten Abschaltstellung die Bremsfunktion der ihr zugeordneten Bremsvorrichtungen zu un terbinden und in ihrer ersten Einschaltstellung die Brems funktion der ihr zugeordneten Bremsvorrichtung freizugeben.

9. Bremssystem (2; 102) nach Anspruch 8,

g e k e n n z e i c h n e t, d u r c h

zwei oder mehr Bremsabsperranordnungen nach einem der Ansprü che 1 bis 6,

wobei jede der Bremsabsperranordnungen jeweils auf einen Teil der Bremsvorrichtungen des Fahrzeugs wirkt.

10. Fahrzeug (1; 101), insbesondere spurgeführtes Fahrzeug, g e k e n n z e i c h n e t, d u r c h

ein Bremssystem (2; 102) nach einem der Ansprüche 7 bis 9.

11. Verfahren zum Betrieb einer Bremsabsperranordnung (4; 104), welche mehrere aus einer Einschaltstellung in eine ers te Abschaltstellung überführbare Abschaltvorrichtungen ( 401— 404; 40I-408) aufweist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

durch ein Überführen einer ( 402 ) der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40I-408) in ihre erste Abschaltstellung für zumin dest einen Teil (4O3-4O4; 408-408) der übrigen Abschaltvor richtungen ( 401, 4O3-4O4; 40i, 403-408) das Überführen in ihre erste Abschaltstellung verhindern wird und, falls sich von dem zumindest einen Teil (4O3-4O4; 408-408) der übrigen Ab- schaltvorrichtungen ( 401, 4O3-4O4; 40i, 408-408) schon eine an dere Abschaltvorrichtung ( 403 ) in ihrer ersten Abschaltstel- lung befindet, ein Überführen der anderen Abschaltvorrichtung ( 403 ) in ihre Einschaltstellung bewirkt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

durch ein Überführen der einen Abschaltvorrichtung ( 402 ) aus ihrer ersten Abschaltstellung in eine zweite Abschaltstellung bewirkt wird, dass von den übrigen Abschaltvorrichtungen ( 401, 4O3-4O4; 40i, 403-40s) eine in ihre erste Abschaltstel- lung überführbar ist.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

eine Versorgungsleitung (40b), an welche die Abschaltvorrich tungen (4O1-4O4; 40i-40s) über jeweils einen Versorgungsan schluss (41) in Reihe angeschlossen sind, durch eine Energie versorgungseinrichtung (40a) gespeist wird,

wobei jede der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40I-408) je weils mit einer im Zuge der Versorgungsleitung (40b) ihrem Versorgungsanschluss (41) nachgeordneten Unterbrechungsein heit (42) mit einem Kontakt (K7f) zum Unterbrechen der Ver sorgungsleitung (40b) bereitgestellt wird.

14. Verfahren nach Anspruch 13,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Überführen einer jeweiligen der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 40i-40s) in ihre erste Abschaltstellung jeweils durch zumindest ein ihr zugeordnetes Abschaltsteuersignal (S11, S2i, S3i - Sl4, S24, S34; Sli, S2i, S3i - Sl8, S28, S38) er¬ folgt, bei Einwirkung dessen einerseits ihr Kontakt (K7i') geöffnet und damit die Versorgungsleitung (40b) unterbrochen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit (44) aus einer Freigabestellung in eine erste Sperrsteilung überführt wird.

15. Verfahren nach Anspruch 14,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

bei einer jeweiligen der Abschaltvorrichtungen (4O1-4O4; 404- 40s) bei Einwirkung von zumindest zwei ihr zugeordneten Ein- schaltsteuersignalen ( S41, S5i - S44, S54; S44, S54 - S48, S58) einerseits ihr Kontakt (K7f) geschlossen und damit die Ver sorgungsleitung (40b) geschlossen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit (44) aus ihrer ersten Sperrsteilung zu rück in ihre Freigabestellung überführt wird.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

bei einer jeweiligen der Abschaltvorrichtungen (40I-404; 404- 408) bei Einwirkung eines ihr zugeordneten Abschaltbediensig- nals oder bei Einwirkung einer Bedienhandlung (Hi-H4; H4-H8) einerseits ein zusätzlicher Kontakt (K8'), welcher parallel zu ihrem ersten Kontakt (K7f) geschaltet ist, geschlossen und damit die Versorgungsleitung (40b) geschlossen wird und ande rerseits ihre Bremsabsperreinheit (44) in eine zweite Sperr- Stellung überführt wird.

Description:
Beschreibung

Bremsabsperranordnung und Verfahren zum Betrieb einer Brems- absperranordnung

Konventionelle spurgebundene Fahrzeuge, insbesondere konven tionelle Schienenfahrzeuge, besitzen meist mehrere Bremssys teme, beispielsweise ein pneumatisches Bremssystem (kurz als „pneumatische Bremse" bezeichnet) und ein elektrodynamisches Bremssystem (kurz als „elektrodynamische Bremse" bezeichnet), welche die erforderlichen Bremswegeanforderungen oder Verzö gerungsanforderungen an das Fahrzeug erfüllen.

Insbesondere bei einer Sicherheitsbremsung - also bei einer Schnellbremsung oder einer Notbremsung - muss vorgegebenen Sicherheitsanforderungen bezüglich des Bremswegs entsprochen werden. Um dies zu gewährleisten weisen die genannten konven tionellen Fahrzeuge meist eine Vielzahl lokaler Bremsvorrich tungen mit lokalen Komponenten auf, mittels derer die Brems systeme lokal - also beispielsweise wagenweise, drehgestell weise oder radsatzweise - einen Bremsbefehl in eine Brems kraft an zugeordneten Radsätzen umsetzen. Meist wird bei ei ner Sicherheitsbremsung nur ein Teil der vorhandenen Brems systeme, beispielsweise das pneumatische Bremssystem, einge setzt, so dass bei einer Sicherheitsbremsung auch nur dessen lokale Bremsvorrichtungen zum Einsatz kommen.

Eine Architektur, welche eine Vielzahl lokaler Bremsvorrich tungen vorsieht, hat den Vorteil, dass bei Störung oder Aus fall einer der lokalen Bremsvorrichtungen nur der Anteil die ser lokalen Bremsvorrichtung am Gesamtbremsvermögen des Fahr zeugs ausfällt und somit die für die Sicherheit des Fahrzeugs erforderlichen Bremswege zuverlässig eingehalten werden kön nen .

Da die lokalen Bremsvorrichtungen mit hoher Zuverlässigkeit Bremskraft erzeugen sollen, haben sie die Eigenschaft, dass sie bei einer Störung, beispielsweise aufgrund des Vorliegens eines Fehlers einer ihrer lokalen Komponenten, meist Brems kraft erzeugen. Als sichere Ausfallreaktion ist also bei den genannten konventionellen Fahrzeugen meist vorgesehen, dass von einer lokalen Bremsvorrichtung, wenn diese von einer Stö rung betroffene ist, dauerhaft eine Bremskraft an den ihr zu geordneten Radsätzen aufgebaut wird, dass also deren Brems funktion ausgeführt wird. In der Folge muss das Schienenfahr zeug dann zwangsgebremst werden um anschließend durch geeig nete Maßnahmen deren Bremskraft und somit deren Bremsfunktion wieder aufzuheben. Dies geschieht konventionell meist durch manuelles oder elektrisches Notlösen bzw. Notentriegeln der von der Störung betroffenen lokalen Bremsvorrichtung. Ausge löst wird das manuelle oder elektrische Notlösen bzw. Notent riegeln einer von einer Störung betroffenen lokalen Bremsvor richtung meist von autorisiertem Personal (beispielsweise von einer Zugbegleitperson, von einem Zugführer etc.) durch Betä tigung eines lokalen Betätigungselementes (beispielsweise ei nes Absperrhahnes, eines Bowdenzuges, eines Schalters etc.) einer lokalen Abschaltvorrichtung, welche der jeweiligen lo kalen Bremsvorrichtung zugeordnet und mit dieser wirkverbun den ist. Bei solchen Störungen muss demnach der Betrieb des betroffenen Fahrzeugs unterbrochen werden, was den Fährbe trieb beeinträchtigt und zu erheblichen Verspätungen führen kann .

Nachdem die von der Störung betroffene lokale Bremsvorrich tung mittels der ihr zugeordneten lokalen Abschaltvorrichtung deaktiviert wurde, ist dann eine Weiterfahrt des Fahrzeugs unter Berücksichtigung des um die deaktivierte Bremsvorrich tung reduzierten Bremsvermögens möglich.

Die Erfindung betrifft eine Bremsabsperranordnung mit mehre ren aus einer Einschaltstellung in eine erste Abschaltstel- lung überführbaren Abschaltvorrichtungen.

Auch aus der Patentschrift DE 101 35 797 C2 ist eine gat tungsgemäße Bremsabsperranordnung bekannt. Hier dient jede der Abschaltvorrichtungen dazu, die Bremsfunktion der zuge- ordneten Bremsvorrichtung zu unterdrücken, wenn einerseits eine vorgegebene elektrische Mindestleistung einer Generator- Bremse erreicht wird und andererseits keine Schnellbremsung vorliegt bzw. - falls eine Schnellbremsung vorliegt - ein vorgegebener Mindestfahrmotorenstrom überschritten wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde eine Bremsabsper- ranordnung mit mehreren aus einer Einschaltstellung in eine erste Abschaltstellung überführbaren Abschaltvorrichtungen anzugeben, welche im Hinblick auf eine Verbesserung des Fähr betriebs eine bessere Reaktion auf die oben erwähnten Störun gen gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Bremsabsperran- ordnung mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vor teilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Bremsabsper- ranordnung sind in Unteransprüchen angegeben.

Demnach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Bremsabsper- ranordnung geeignet ausgebildet ist, durch ein Überführen ei ner der Abschaltvorrichtungen in ihre erste Abschaltstellung für zumindest einen Teil der übrigen Abschaltvorrichtungen das Überführen in ihre erste Abschaltstellung zu verhindern und, falls sich von dem zumindest einen Teil der übrigen Ab- schaltvorrichtungen schon eine andere Abschaltvorrichtung in ihrer ersten Abschaltstellung befindet, ein Überführen der anderen Abschaltvorrichtung in ihre Einschaltstellung zu be wirken .

Durch die erfindungsgemäße Lösung kann sichergestellt werden, dass sich nur eine der Abschaltvorrichtungen der Bremsabsper- ranordnung in ihrer ersten Abschaltstellung befindet.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass damit die Voraus setzung für die Zulässigkeit eines zentralen Auslösens einer Abschaltung geschaffen ist. Es ist also nunmehr die Voraus setzung geschaffen, eine Abschaltung in für einen sicheren Bahnbetrieb zulässiger Weise schnell und von zentraler Stelle aus vorzunehmen. Das zentrale Auslösen einer Abschaltung kann beispielsweise durch Fernsteuerung oder auch automatisch durch Steuerungstechnik, geschehen. Dadurch können die be trieblichen Verzögerungen auf den Fährbetrieb und damit ver bundene negative Auswirkungen auf die Einhaltung des Fahrpla nes möglichst geringgehalten werden. Ein vollautomatisches System, welches diese Abschaltung vornimmt, würde also nega tive betriebliche Auswirkungen einer Abschaltung besonders geringhalten .

Mit Vorteil ist vorgesehen, dass die Bremsabsperranordnung geeignet ausgebildet ist, durch ein Überführen der einen Ab- schaltvorrichtung aus ihrer ersten Abschaltstellung in eine zweite Abschaltstellung zu bewirken, dass von den übrigen Ab- schaltvorrichtungen eine in ihre erste Abschaltstellung über- führbar ist.

Diese Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat den Vorteil, dass von den lokalen Bremsvorrichtungen, auf welche die Bremsabsperranordnung wirkt, nicht nur eine, sondern zwei abgeschaltet werden können.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bremsabsperranordnung ist vorgesehen, dass die diese eine durch eine Energieversorgungseinrichtung gespeiste Versor gungsleitung aufweist, an welche die Abschaltvorrichtungen über jeweils einen Versorgungsanschluss in Reihe angeschlos sen sind, wobei jede der Abschaltvorrichtungen jeweils eine im Zuge der Versorgungsleitung ihrem Versorgungsanschluss nachgeordnete Unterbrechungseinheit mit einem Kontakt zum Un terbrechen der Versorgungsleitung aufweist.

Vorzugsweise ist dann vorgesehen, dass jede der Abschaltvor richtungen jeweils eine Bremsabsperreinheit aufweist und der art ausgebildet ist, dass ihr Überführen in ihre erste Ab- schaltstellung durch zumindest ein ihr zugeordnetes Abschalt steuersignal erfolgt, bei Einwirkung dessen einerseits ihr Kontakt geöffnet und damit die Versorgungsleitung unterbro- chen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit aus einer Freigabestellung in eine erste Sperrsteilung überführt wird.

Außerdem kann dann mit Vorteil vorgesehen sein, dass jede der Abschaltvorrichtungen jeweils derart ausgebildet ist, dass bei Einwirkung von zumindest zwei ihr zugeordneten Einschalt steuersignalen einerseits ihr Kontakt geschlossen und damit die Versorgungsleitung geschlossen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit aus ihrer ersten Sperrsteilung zurück in ihre Freigabestellung überführt wird.

Es wird auch als vorteilhaft angesehen, wenn jede der Ab- schaltvorrichtungen jeweils derart ausgebildet ist, dass bei Einwirkung eines ihr zugeordneten Abschaltbediensignals oder bei Einwirkung einer Bedienhandlung einerseits ein zusätzli cher Kontakt, welcher parallel zu ihrem einen Kontakt ge schaltet ist, geschlossen und damit die Versorgungsleitung geschlossen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit in eine zweite Sperrsteilung überführt wird.

Die Erfindung betrifft auch ein Bremssystem für ein Fahrzeug, welches zumindest eine erfindungsgemäße Bremsanordnung auf weist.

Dabei wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das Bremssystem mehreren Bremsvorrichtungen aufweist, wobei jeder der Ab- schaltvorrichtungen jeweils eine der Bremsvorrichtungen zuge ordnet ist und wobei jede der Abschaltvorrichtungen geeignet ausgebildet ist, in ihrer ersten Abschaltstellung die Brems funktion der ihr zugeordneten Bremsvorrichtungen zu unterbin den und in ihrer ersten Einschaltstellung die Bremsfunktion der ihr zugeordneten Bremsvorrichtung freizugeben.

Außerdem wird es dabei als vorteilhaft angesehen, wenn das Bremssystem für das Fahrzeug zwei oder mehr Bremsabsperran- ordnungen nach einem der Ansprüche 1 bis 6 aufweist,

wobei jede der Bremsabsperranordnungen jeweils auf einen Teil der Bremsvorrichtungen des Fahrzeugs wirkt. Der Einsatz von zwei oder mehr Bremsabsperranordnungen ist insbesondere bei längeren Fahrzeugen vorteilhaft. So kann vorgesehen sein, dass für jeden Halbzug oder jeden Teilzug eines Schienenfahrzeugs eine jeweilige Bremsabsperranordnung vorgesehen ist, welche auf die lokalen Bremsvorrichtungen des jeweiligen Halbzuges bzw. des jeweiligen Teilzuges wirkt.

Ein sich daraus ergebender wesentlicher Vorteil ist, dass durch den Einsatz einer erfindungsgemäßen Bremsabsperranord nung bei einem Bremssystem eines Fahrzeugs, welche auf alle lokalen Bremsvorrichtungen eines Bremssystems des Fahrzeugs wirkt, oder durch den Einsatz von zwei oder mehr erfindungs gemäßer Bremsabsperranordnungen bei einem Bremssystem eines Fahrzeugs, welche jeweils auf einen Teil der lokalen Brems vorrichtungen eines Bremssystems des Fahrzeugs wirken, si chergestellt werden kann, dass nicht fälschlicherweise unzu lässig viele der lokalen Bremsvorrichtungen des Bremssystems des Fahrzeugs deaktiviert werden.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass mit dieser Si cherstellung die Voraussetzung für die Zulässigkeit einer zentralen Auslösung einer Abschaltung geschaffen ist. Es ist also nunmehr die Voraussetzung geschaffen, eine beispielswei se defekte lokale Bremsvorrichtung schnell und von zentraler Stelle aus, beispielsweise durch Fernsteuerung oder auch au tomatisch durch Steuerungstechnik, abschalten zu dürfen, um die betrieblichen Verzögerungen auf den Fährbetrieb und damit verbundene negative Auswirkungen auf die Einhaltung des Fahr planes möglichst gering zu halten. Ein vollautomatisches Sys tem, welches diese Abschaltung vornimmt, würde zulässig ge ringe betriebliche Auswirkungen dieser Abschaltung sicher stellen .

Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Fahrzeug, insbeson dere spurgeführtes Fahrzeug, mit einem derartigen Bremssys tem. Kommt beispielsweise nur eine erfindungsgemäße Bremsabsper- ranordnung bei einem Bremssystem eines Fahrzeugs zum Einsatz, welche auf alle lokalen Bremsvorrichtungen des Bremssystems des Fahrzeugs wirkt, so kann sichergestellt werden, dass sich nur die Bremsfunktion einer einzigen der Bremsvorrichtungen unterbinden lässt.

Kommt eine bestimmte Mehrzahl an erfindungsgemäßen Bremsab- sperranordnungen bei einem Bremssystem eines Fahrzeugs zum Einsatz, welche auf verschiedene der lokalen Bremsvorrichtun gen des Bremssystems des Fahrzeugs wirken, so kann sicherge stellt werden, dass sich nur die Bremsfunktionen von einer entsprechenden Mehrzahl an Bremsvorrichtungen unterbinden lässt .

Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb ei ner Bremsabsperranordnung, welche mehrere aus einer Ein- schaltstellung in eine erste Abschaltstellung überführbare Abschaltvorrichtungen aufweist.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass durch ein Überführen ei ner der Abschaltvorrichtungen in ihre erste Abschaltstellung für zumindest einen Teil der übrigen Abschaltvorrichtungen das Überführen in ihre erste Abschaltstellung verhindern wird und, falls sich von dem zumindest einen Teil der übrigen Ab- schaltvorrichtungen schon eine andere Abschaltvorrichtung in ihrer ersten Abschaltstellung befindet, ein Überführen der anderen Abschaltvorrichtung in ihre Einschaltstellung bewirkt wird .

Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sei auf die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit der erfin dungsgemäßen Bremsabsperranordnung verwiesen.

Es wird als vorteilhaft angesehen, wenn durch ein Überführen der einen Abschaltvorrichtung aus ihrer ersten Abschaltstel- lung in eine zweite Abschaltstellung bewirkt wird, dass von den übrigen Abschaltvorrichtungen eine in ihre erste Ab- schaltstellung überführbar ist.

Es wird außerdem als vorteilhaft angesehen, wenn eine Versor gungsleitung, an welche die Abschaltvorrichtungen über je weils einen Versorgungsanschluss in Reihe angeschlossen sind, durch eine Energieversorgungseinrichtung gespeist wird, wobei jede der Abschaltvorrichtungen jeweils mit einer im Zu ge der Versorgungsleitung ihrem Versorgungsanschluss nachge- ordneten Unterbrechungseinheit mit einem Kontakt zum Unter brechen der Versorgungsleitung bereitgestellt wird.

Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Überführen einer jeweili gen der Abschaltvorrichtungen in ihre erste Abschaltstellung jeweils durch zumindest ein ihr zugeordnetes Abschaltsteuer- signal erfolgt, bei Einwirkung dessen einerseits ihr Kontakt geöffnet und damit die Versorgungsleitung unterbrochen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit aus einer Freigabe stellung in eine erste Sperrsteilung überführt wird.

Außerdem ist es vorteilhaft, wenn bei einer jeweiligen der Abschaltvorrichtungen bei Einwirkung von zumindest zwei ihr zugeordneten Einschaltsteuersignalen einerseits ihr Kontakt geschlossen und damit die Versorgungsleitung geschlossen wird und andererseits ihre Bremsabsperreinheit aus ihrer ersten Sperrsteilung zurück in ihre Freigabestellung überführt wird.

Mit Vorteil ist auch vorgesehen, dass bei einer jeweiligen der Abschaltvorrichtungen bei Einwirkung eines ihr zugeordne ten Abschaltbediensignals oder bei Einwirkung einer Bedien handlung einerseits ein zusätzlicher Kontakt, welcher paral lel zu ihrem ersten Kontakt geschaltet ist, geschlossen und damit die Versorgungsleitung geschlossen wird und anderer seits ihre Bremsabsperreinheit in eine zweite Sperrsteilung überführt wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher er läutert. Dabei zeigen beispielshaft die Figur 1 ein Schienenfahrzeug mit einer erfindungsgemä ßen Bremsabsperranordnung, welche wagenweise wirkt, die

Figur 2 ein weiteres Schienenfahrzeug mit einer erfin dungsgemäßen Bremsabsperranordnung, welche drehgestellweise wirkt, und die

Figur 3 ein elektrisches Schaltbild der erfindungsge mäßen Bremsabsperranordnung des in Figur 1 ge zeigten Schienenfahrzeugs.

In den Figuren werden der Übersicht halber für identische o- der vergleichbare Komponenten stets dieselben Bezugszeichen verwendet .

Die Figur 1 zeigt ein Fahrzeug 1 in Form eines spurgeführten Fahrzeugs. Im vorliegenden Fall ist das spurgeführte Fahrzeug ein Schienenfahrzeug. Das Fahrzeug 1 umfasst vier Wagen W.

Bei dem gezeigten Fahrzeug 1 weist jeder der Wagen W jeweils zwei Drehgestelle DG auf. Dies ist jedoch nur beispielhaft, denn ein Wagen könnte insbesondere auch mehr Drehgestelle aufweisen oder Drehgestelle könnten aufeinanderfolgenden Wa gen zugeordnet sein (bekannt als „Jakobs-Drehgestelle") . Je des der Drehgestelle DG weist zwei Radsätze RS auf, wobei auch diese Anzahl Radsätze pro Drehgestell nur beispielhaft ist .

Das Fahrzeug 1 umfasst weiterhin ein Bremssystem 2, welches eine Bremsanordnung 3 und eine Bremsabsperranordnung 4 auf weist.

Zu der Bremsanordnung 3 gehört eine zentrale Bremssteuerein richtung 61, welche als Teil einer zentralen Fahrzeugsteuer einrichtung 60 ausgebildet ist. Die zentrale Fahrzeugsteuer einrichtung 60 ist beispielsweise aus zwei in den Endwagen angeordneten zentralen Fahrzeugsteuereinheiten 60a und 60b gebildet, von denen hier beispielshaft nur die eine 60a be trieben und die andere 60b als Rückfallebene bereitgehalten wird .

Somit besteht die zentrale Bremssteuereinrichtung 61 entspre chend aus zwei zentralen Bremssteuereinheiten 61a und 61b, von denen hier beispielshaft nur die eine 61a betrieben und die andere 61b als Rückfallebene bereitgehalten wird.

Zu der Bremsanordnung 3 gehören weiterhin lokale Bremssteuer einheiten 50 I - 50 4 und lokale Bremsvorrichtungen 3O 1 -3O 4 .

Die lokale Bremssteuereinheiten 5O 1 -5O 4 geben unter Einwirkung von Bremsbefehlen BB 1 -BB 4 der zentralen Bremssteuereinrich tung 61 Bremssteuersignale BS 1 -BS 4 an die lokalen Bremsvor richtungen 3O 1 -3O 4 aus.

Bei dem hier gezeigten Fahrzeug 1 weisen die lokalen Brems steuereinheiten 5O 1 -5O 4 Bremssteuergeräte (kurz BSG) 5I 1 -5I 4 und Schnellbremssteuergeräte 52 I - 52 4 (kurz SBSG) auf, so dass als Bremssteuersignale BS 1 -BS 4 Betriebsbremssteuersignale und/oder Schnellbremssteuersignale ausgegeben werden.

Dabei ist je Wagen W jeweils eine der lokalen Bremssteuerein heiten 5O 1 -5O 4 - und damit eines der lokalen Bremssteuergerä te 5I 1 -5I 4 und eines der lokalen Schnellbremssteuergeräte 52i- 52 4 - sowie jeweils eine der lokalen Bremsvorrichtungen 30i- 30s vorgesehen.

Die lokalen Bremsvorrichtungen 3O 1 -3O 4 können zur Erzeugung von Bremskräften bekanntermaßen in unterschiedlichster Weise, beispielsweise als elektro-pneumatische, elektrohydraulische oder elektro-mechanische Bremsvorrichtungen, ausgebildet sein. Bei dem gezeigten Fahrzeug 1 sind die lokalen Bremsvor richtungen 3O 1 -3O 4 als elektro-pneumatische Bremsvorrichtungen ausgebildet, bei welchen die Bremssteuersignale BS 1 -BS 4 in Bremsdrücke C 1 -C 4 umgesetzt und über Bremsdruckleitungen L 1 -L 4 an Bremszylinder BZ von Scheibenbremsen B des jeweiligen Wa- gens W ausgeben werden. Mittels der Bremszylinder BZ werden die anliegenden Bremsdrücke C 1 -C 4 in bekannter Weise in

Bremskräfte zum Abbremsen des Fahrzeugs 1 umgesetzt.

Die von den lokalen Bremssteuereinheiten 5O 1 -5O 4 gesteuerten lokalen Bremsvorrichtungen 3O 1 -3O 4 geben Bremszustandssignale ZS 1 -ZS 4 an die lokalen Bremssteuereinheiten 5O 1 -5O 4 aus.

Zu der Bremsabsperranordnung 4 gehört eine zentrale Bremsab- sperrauslöseeinrichtung 62, welche auch Teil der zentralen Fahrzeugsteuereinrichtung 60 ist. Die zentrale Bremsabsper- rauslöseeinrichtung 62 besteht aus zwei zentralen Einheiten 62a und 62b zum Auslösen einer Absperrung (zentrale Absper rungen in Form von Fernabsperrungen) , von denen hier bei spielshaft auch wieder nur die eine 62a betrieben und die an dere 62b als Rückfallebene bereitgehalten wird.

Weiterhin gehören zu der Bremsabsperranordnung 4 eine von ei ner zentralen Energieversorgungseinrichtung 40a gespeiste zentrale, fahrzeugweite Versorgungsleitung 40b.

Zu der Bremsabsperranordnung 4 gehören außerdem lokale Ein heiten 7O 1 -7O 4 zum Auslösen einer Absperrung (lokale Absper rungen in Form lokaler Bedieneinheiten) .

Darüber hinaus gehören zu der Bremsabsperranordnung 4 lokale Abschaltvorrichtungen 4O 1 -4O 4 sowie im Zuge der Bremsdruck leitungen L 1 -L 4 angeordnete lokale Abschaltventile 8O 1 -8O 4 .

Die lokalen Abschaltvorrichtungen 4O 1 -4O 4 sind alle gleich ausgebildet. Gemäß der Figur 3 weisen sie jeweils einen Ver sorgungsanschluss 41, eine Unterbrechungseinheit 42, eine mit einer Bremsabsperreinheit 44 versehene Bremsabsperreinrich tungen 43 und eine lokale Einspeisung 45 (lokale Energiever sorgungseinrichtung) auf. Die Figur 3 zeigt ein elektrisches Schaltbild der an die Bremsanordnung 3 angeschlossenen Bremsabsperranordnung 4 des in Figur 1 gezeigten Schienenfahrzeugs 1.

Dabei ist eine 40 2 der Abschaltvorrichtung 4O 1 -4O 4 , im Detail gezeigt .

Wie die Figur 3 zeigt, ist die Unterbrechungseinheit 42 dem Versorgungsanschluss 41 im Zuge der Versorgungsleitung 40b nachgeordnet. Die Unterbrechungseinheit 42 ist eine Parallel schaltung aus einem Kontakt K7 ' und einem zusätzlichen Kon takt K8 ' . Der eine Kontakt K7 ' ist ein Öffner und der zusätz liche Kontakt K8 ' ist ein Schließer.

Die Bremsabsperreinrichtung 43 weist Kontakte K, Kl bis K6, sowie K7" und K7'" sowie K8" und K8'" auf, wobei die Kontakte K7" und K7'" sowie K8" und K8'" Teil der Bremsabsperreinheit 44 sind .

Außerdem weist die Bremsabsperreinrichtung 43 Aktuatoren Al bis A8 zum Betätigen der Kontakte K, Kl bis K6, sowie K7" und K7'" sowie K8" und K8'" auf. Zusätzlich weist die Bremsabsper reinrichtung 43 Aktuatoren A9 und A10 zum Betätigen des loka len Abschaltventils 8O 2 auf, welches im Zuge der Bremsdruck leitung 31 der zugeordneten lokalen Bremsvorrichtungen 3O 2 angeordnet ist.

Im Zuge einer ersten Leitung LI sind zwischen Anschlusspunk ten PI, P2 die Kontakte Kl, K2 und K3 parallelgeschaltet. Au ßerdem sind im Zuge dieser ersten Leitung LI, und zwar in Reihe zu der Parallelschaltung der Kontakte Kl, K2 und K3, der Kontakt K6 sowie der Aktuator A7 geschaltet, wobei der Kontakt K6 der Parallelschaltung nachgeordnet ist und wobei der Aktuator A7 dem Kontakt K6 nachgeordnet ist.

Im Zuge einer zweiten Leitung L2, die eingangsseitig strom leitend mit dem Anschlusspunkt PI verbunden ist, sind in Rei he die Kontakte K4 und K5 sowie der Aktuator A6 geschaltet, wobei der der Aktuator A6 der Reihenschaltung der Kontakte K4 und K5 nachgeordnet ist.

Im Zuge einer dritten Leitung L3, welche eingangsseitig an eine jeweilige der lokalen Energieversorgungseinrichtungen 45 angeschlossen ist, sind zwischen weiteren Anschlusspunkten P3, P4 die Kontakte K7'" und K8'" parallelgeschaltet.

Im Zuge einer vierten Leitung L4, die eingangsseitig strom leitend mit dem Anschlusspunkt P3 verbunden ist, sind die Kontakte K8" und K7" in Reihe geschaltet.

Im Zuge einer fünften Leitung L5, die auch eingangsseitig stromleitend mit dem Anschlusspunkt P3 verbunden ist, sind der Kontakt K und der Aktuator A8 in Reihe geschaltet, wobei der Aktuator A8 dem Kontakt K nachgeordnet ist.

Die dritte Leitung L3 ist ausgangsseitig an den Aktuator A10 angeschlossen, welcher zur Betätigung des lokalen Abschalt ventils 8O 2 dient.

Die vierte Leitung L4 ist ausgangsseitig an den Aktuator A9 angeschlossen, welcher ebenfalls zur Betätigung des lokalen Abschaltventils 8O 2 dient.

Im Folgenden ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb der Bremsabsperranordnung 4 im Detail beschrieben.

Die Figur 3 zeigt das Schienenfahrzeug in einem Zustand, bei welchem sich alle lokalen Abschaltvorrichtungen 4O 1 -4O 4 in einer Einschaltstellung befinden. Dabei sind die Kontakte K7' geschlossen und die Kontakte K8' offen. Außerdem befinden sich dabei die Bremsabsperreinheiten 44 in einer Freigabe stellung, bei welcher die Kontakte K7" und K8" geschlossen und damit die Aktuatoren A9 stromleitend mit den lokalen Ein speisungen 45 verbunden sind und bei welcher die K7'" und K8'" offen und damit die Aktuatoren A10 von den lokalen Einspei sungen 45 getrennt sind. Somit liegen die Steuersignale S9 und S10 an den Abschaltventile 8O 1 -8O 4 an, unter Einwirkung derer diese lokalen Abschaltventile 8O 1 -8O 4 eine Stellung einnehmen, bei der sie zwischen ihren Anschlüssen a und b ei nen jeweiligen Strömungspfad bilden, so dass die von den lo kalen Bremsvorrichtungen 3O 1 -3O 4 gebildeten Bremsdrücke C 1 -C 4 an den Bremszylindern BZ anliegen.

Zum Überführen der Abschaltvorrichtungen 4O 1 -4O 4 aus ihrer Einschaltstellung in eine erste Abschaltstellung sind Ab- schaltsteuersignale Sli, S2i, S3i - SI 4 , S2 4 , S3 4 vorgesehen. Hierbei sind die lokalen Bremssteuergeräte (BSG ' s) 5I 1 -5I 4 geeignet ausgebildet, die Abschaltsteuersignale Sli, SI 2 , SI 3 , SI 4 auszugeben. Die lokalen Schnellbremssteuergeräte (SBSG ' s) 52 I -52 4 sind geeignet ausgebildet, die Abschaltsteuersignale S2i, S2 2 , S2 3 , S2 4 ausgegeben und die zentrale Bremsabsperraus- löseeinrichtungen 62 ist geeignet ausgebildet, die Abschalt ¬ steuersignale S3i, S3 2 , S3 3 , S3 4 auszugeben.

Eine Abschaltvorrichtung befindet sich in ihrer ersten Ab- schaltstellung, wenn ihre Kontakte K7' und K8' offen sind und wenn sich ihre Bremsabsperreinheit 44 in einer ersten Sperr steilung befindet, bei welcher ihr Kontakte K7" offen und ihr Kontakt K8" geschlossen ist - also ihr Aktuator A9 von den lokalen Einspeisungen 45 getrennt ist - und bei welcher ihr K7'" geschlossen und ihr Kontakt und K8'" offen ist - also ihr Aktuator A10 stromleitend mit der lokalen Einspeisungen 45 verbunden ist. Das zugeordnete lokale Abschaltventil nimmt dabei eine Stellung ein, bei welcher es dann zwischen seinen Anschlüssen b und c einen Strömungspfad bildet, so dass die ihm zugeordneten Bremszylinder BZ ins Freie entlüftet werden.

Zum Überführen der Abschaltvorrichtungen 4O 1 -4O 4 aus ihrer erste Abschaltstellung zurück in ihre Einschaltstellung sind Einschaltsteuersignale S4i, S5i - S4 4 , S5 4 vorgesehen.

Hierbei sind die lokalen Bremssteuergeräte (BSG ' s) 5I 1 -5I 4 geeignet ausgebildet, die Einschaltsteuersignale S4i, S4 2 ,

S4 3 , S4 4 auszugeben und die lokalen Schnellbremssteuergeräte (SBSG ' s) 52 I -52 4 sind geeignet ausgebildet, die Einschalt steuersignale S5i, S5 2 , S5 3 , S5 4 auszugeben.

Eine Abschaltvorrichtung kann sich in einer zweiten Abschalt stellung befinden. Bei einer zweiten Abschaltstellung ist ihr Kontakt K8' geschlossen. Ihr Kontakt K7' kann entweder ge schlossen oder offen sein. Außerdem befindet sich bei einer zweiten Abschaltstellung einer Abschaltvorrichtung ihre

Bremsabsperreinheit 44 in einer Sperrsteilung, bei der ihr Kontakt K8" offen und ihr Kontakt K8'" geschlossen ist - also ihr Aktuator A9 von der lokalen Einspeisung 45 getrennt und ihr Aktuatoren A10 stromleitend mit der lokalen Einspeisungen 45 verbunden ist. Dabei kann entweder ihr Kontakt K7" ge schlossen und ihr Kontakt K7'" offen sein oder es kann ihr Kontakt K7" offen und ihr Kontakt K7'" geschlossen sein. Das zugeordnete lokale Abschaltventil bilden dann wieder zwischen seinen Anschlüssen b und c einen Strömungspfad, so dass die zugeordneten Bremszylindern BZ ins Freie entlüftet werden.

Zum Überführen einer jeweiligen der Abschaltvorrichtungen 4O 1 -4O 4 aus ihrer Einschaltstellung in ihre zweite Abschalt stellung oder aus ihrer ersten Abschaltstellung in ihre zwei te Abschaltstellung ist eine jeweilige der Bedienhandlungen H 1 -H 4 vorgesehen. Die Bedienhandlungen H 1 -H 4 sind dabei mit tels der Bedienelemente E 1 -E 4 vorzunehmen.

Wirkt beispielsweise zumindest eines der Abschaltsteuersigna- le SI 2 , S2 2 , S3 2 auf die Abschaltvorrichtungen 40 2 , so wird der Aktuator A7 bestromt und gibt das Steuersignal S7 zum Be tätigen der Kontakte Al', Al", A7'" aus. Dadurch werden die Kontakte K7 ' und K7 " geöffnet und der Kontakt K7'" wird ge schlossen. Damit ist einerseits die Versorgungsleitung 40b unterbrochen. Andererseits ist die Bremssperreinheit 44 der Abschaltvorrichtung 40 2 aus ihrer Freigabestellung in eine erste Sperrsteilung überführt.

Da nun die Versorgungsleitung 40b unterbrochen ist, können die nachfolgenden Abschaltvorrichtungen 40 3 und 40 4 nicht mehr in ihre erste Abschaltstellung überführt werden, selbst wenn eines der Abschaltsignale SI3, S2 3 , S3 3 bzw. SI4, S2 4 , S3 4 auf sie einwirkt, denn ihre Aktuatoren A7 können nicht mehr bestromt werden.

Würde jedoch zumindest eines der Abschaltsteuersignale Sli, S2i, S3i auf die Abschaltvorrichtungen 40i wirken, so würde der Aktuator A7 der Abschaltvorrichtungen 40i bestromt und dadurch ihre Kontakt K7' und K7" geöffnet und ihr Kontakt K7'" geschlossen werden. Durch das Öffnen des Kontaktes K7 ' der Unterbrechungseinheit 42 der Abschaltvorrichtungen 40i würde nunmehr die Versorgungsleitung 40b im Bereich der Abschalt vorrichtungen 40i unterbrochen sein und der Aktuator A7 der Abschaltvorrichtungen 4O 2 würde nicht mehr bestromt werden. Somit würde die Abschaltvorrichtung 40 2 aus ihrer ersten Ab- schaltstellung zurück in ihre Einschaltstellung überführt werden .

Wenn sich die Abschaltvorrichtung 4O 2 in ihrer erste Ab- schaltstellung befindet und die beiden hier mit S4 und S5 be- zeichneten beiden Einschaltsteuersignale gleichzeitig auf sie einwirken, dann wird der Aktuator A6 bestromt und gibt das Steuersignal S6 zum Betätigen des Kontaktes K6 aus. Der Kon takt K6 wird geöffnet, wodurch der Aktuator A7 nicht mehr bestromt wird. Auch dadurch kann also bewirkt werden, dass die Abschaltvorrichtung 4O 2 aus ihrer ersten Abschaltstellung zurück in ihre Einschaltstellung überführt wird, bei welcher einerseits der Kontakt K7' geschlossen und der Kontakt K8' of fen ist und bei welcher andererseits die Kontakte K7" und K8" geschlossen und die Kontakte K7'" und K8'" offen sind.

Die Figur 2 zeigt ein weiteres Schienenfahrzeug 101 mit einer Bremsanordnung 103 und einer erfindungsgemäßen Bremsabsper- ranordnung 102. Der einzige Unterschied zum Fahrzeug 1 be steht darin, dass nunmehr für jedes Drehgestell DG eine je weilige lokale Bremsvorrichtung und eine jeweilige lokale Ab- schaltvorrichtung vorgesehen ist. Es sind also statt vier, nunmehr acht lokale Bremsvorrichtungen 30i-30s und entspre- chend statt vier, nunmehr acht Abschaltvorrichtungen 40 I -40 8 vorgesehen .

Die Erfindung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Es ist die elektrische Versorgungleitung 40b vorgesehen, wel che sich von einem Ende im Fahrzeug zum anderen Ende im Fahr zeug erstreckt, wobei das Einspeisen von Energie nur von ei nem Ende der Versorgungleitung 40b aus erfolgt. Die Einspei sung 40a befindet sich also an dem einen Ende der Versorgun gleitung 40b. Die Versorgungsleitung 40b speist mehrere loka le Abschalteinrichtungen 4O 1 -4O 4 ; 40 I -40 8 , die in einer Rei henschaltung in der Versorgungsleitung im Fahrzeug angeordnet sind .

Die an die Einspeisung 40a angeschlossene Versorgungsleitung 40b bildet somit eine fahrzeugweite (zugweite) Einrichtung, die mit mehreren lokalen Abschaltvorrichtungen 4O 1 -4O 4 ; 40i- 40s verbunden ist, wobei sichergestellt werden kann, dass im mer nur eine der lokalen Abschaltvorrichtungen 4O 1 -4O 4 ; 40i- 40s aktiviert (ausgeschaltet) ist. Den Aktivierungsbefehl zur Abschaltung bildet beispielsweise das von der zentralen

Bremsabsperrauslöseeinrichtung 62 ausgegebene jeweilige der Abschaltsteuersignale S3 I -S3 4 ; S3 I -S3 8 .

Wenn nun bei Betätigung einer der lokalen Abschaltvorrichtun gen 4O 1 -4O 4 ; 40 I -40 8 in einem der Wagen W die entsprechende lokale Bremsvorrichtung deaktiviert wird, so wird gleichzei tig mit der Deaktivierung der lokalen Bremsvorrichtung die Versorgungsleitung 40b zu den nachfolgenden Wagen W unterbro chen. Somit ist sichergestellt, dass in den nachfolgenden Wa gen W eine weitere Deaktivierung von lokalen Bremsvorrichtun gen durch die jeweiligen Abschalteinrichtungen unmöglich wird .

Durch diese Lösung ist es nun möglich eine lokale Bremsvor richtung durch Einsatz der erfindungsgemäßen, sicherheits technisch einfach ausgeführte Bremsabsperranordnung mittels eines Abschaltsteuersignals abzuschalten, ohne dass verse hentlich bzw. durch fehlerhafte Ansteuerungen mehrere der Bremsvorrichtungen gleichzeitig deaktiviert werden können.

Automatisch kann eine Abschaltung auch durch eines der Ab- schaltsteuersignale SI 1 -SI 4 ; Sli-Sl 8 der Bremssteuergeräte 51i- 5I 4 ; 51i-51s erfolgen. Die Bremssteuergeräte 5I 1 -5I 4 ; 51 I -51 8 überwachen anhand der empfangenen Bremszustandssignale ZSi- ZS 4 ; ZSi-ZSe den Zustand der ihnen zugeordneten der lokalen Bremsvorrichtungen 3O 1 -3O 4 ; 30 I -30 8 und geben das jeweilige der Abschaltsteuersignale SI 1 -SI 4 ; Sli-Sl 8 bei einer Störung der jeweiligen der lokalen Bremsvorrichtungen 3O 1 -3O 4 ; 30i- 30 8 aus.

In entsprechender Weise kann eine Abschaltung auch durch ei nes der Abschaltsteuersignale S2 I -S2 4 ,· S2 I -S2 8 der Schnell bremssteuergeräte 52 I -52 4 ,· 52 I -52 8 erfolgen. Die Schnellbrems steuergeräte 52 I -52 4 ,· 52 I -52 8 überwachen anhand der empfange nen Bremszustandssignale ZS 1 -ZS 4 ; ZSi-ZS 8 ebenfalls den Zu stand der ihnen zugeordneten der lokalen Bremsvorrichtungen 3O 1 -3O 4 ; 30 I -30 8 und geben das jeweilige der Abschaltsteuer- signale S2 I -S2 4 ,· S2 I -S2 8 bei einer Störung der jeweiligen der lokalen Bremsvorrichtungen 3O 1 -3O 4 ; 30 I -30 8 aus.

Parallel zu den Schaltern Kl bis K3 könnten weitere Schalter parallelgeschaltet sein, so dass weitere Ausführungsvarianten zur Abschaltung ermöglicht wären.

Eine solche weitere Ausführungsvariante könnte eine zentrale Fernabschaltung sein welche durch den Zugführer bedient wird. Beispielsweise durch Auswahl der gewünschten abzuschaltenden Bremsvorrichtung an einem hier nicht gezeigten Fahrerdisplay.

Eine andere solche Ausführungsvariante könnte eine lokale ma nuelle Abschaltung sein, welche insbesondere beim nächsten planmäßigen Halt des Fahrzeugs oder zu einem anderen geeigne ten Zeitpunkt, durch das Zugpersonal betätigt wird. Bei spielsweise durch Betätigen eines hier nicht gezeigten Bedie- nelementes des der gewünschten abzuschaltenden Bremsvorrich tung zugeordneten Abschaltvorrichtung.

In all diesen Varianten ist sichergestellt, dass zunächst nicht mehr als eine der lokalen Bremsvorrichtungen im Fahr zeug deaktiviert werden kann. Somit ist ein verbleibendes Bremsvermögen des Fahrzeuges immer gewährleistet und die Aus wirkungen auf den Fährbetrieb sind begrenzt.

Der Sicherheitsnachweis der Funktionalität der erfindungsge mäßen Bremsabsperranordnung kann auf vergleichsweise einfache Weise erfolgen.

Bei der erfindungsgemäßen Absperranordnung ist zusätzlich die im Folgenden noch einmal beschriebene Funktionalität reali siert .

Nachdem eine defekte lokale Bremsvorrichtung automatisch de aktiviert wurde, kann, insbesondere beim nächsten planmäßigen Halt des Fahrzeugs oder zu einem anderen geeigneten Zeit punkt, durch das Zugpersonal zusätzlich das Bedienelement Ei, E 2 , E 3 bzw. E 4 der zugeordneten lokale Abschaltvorrichtung be tätigt werden, welche direkt auf den Kontakte K8" und K8'" wirkt. Dadurch wird die Bremsvorrichtung der jeweiligen der Bremsvorrichtungen deaktiviert und es wird sichergestellt, dass die Versorgungsleitung 40b zu den nachfolgenden Wagen nicht unterbrochen werden kann. Somit ist es dann in der Fol ge möglich, dass eine weitere lokale Bremsvorrichtung nach den oben beschriebenen Mechanismen automatisch abgeschaltet werden kann. Dann ist also durch die erfindungsgemäße Brems absperranordnung sichergestellt, dass zusätzlich zu einer derartig manuell ausgelösten Abschaltung einer lokalen Brems vorrichtung nur einmal eine automatische Abschaltung einer anderen der Bremsvorrichtungen erfolgen kann.

Mit der erfindungsgemäßen Bremsabsperranordnung beziehungs weise mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betrieb einer Bremsabsperranordnung erfolgt also in vorteilhafter Weise, insbesondere wenn Fehler erkannt werden, ein automatisches Abschalten derart, dass maximal eine Bremsvorrichtung zentral und dabei insbesondere automatisch abgeschaltet werden kann. Ein derartiges automatische Abschalten verbessert die Verfüg barkeit der Fahrzeuge und reduziert die Anzahl sogenannter „Service Effecting Failure".

Bezugszeichenliste

1; 101 Fahrzeug

W Wagen

DG Drehgestelle

RS Radsätze

2; 102 Bremssystem des Fahrzeugs

3; 103 Bremsanordnung

301 30g lokale Bremsvorrichtungen der Bremsanordnung

C l -Cg Bremsdrücke

L l -Lg Bremsdruckleitungen

B Scheiben- oder Klotzbremse

BZ BremsZylinder

ZSi-ZSg Bremszustandssignale der lokalen Bremsvorrichtungen

301 _ 30g

4; 104 Bremsabsperranordnung

40a Zentrale Einspeisung (zentrale Energieversorgungs einrichtung)

40b zentrale (fahrzeugweite) Versorgungsleitung

40i -40g lokale Abschaltvorrichtungen

41 Versorgungsanschluss der jeweiligen lokalen Ab

schaltvorrichtung

42 Unterbrechungseinheit der jeweiligen lokalen Ab schaltvorrichtung

43 Bremsabsperreinrichtung der jeweiligen lokalen Ab schaltvorrichtung

44 Bremsabsperreinheit der jeweiligen lokalen Ab

schaltvorrichtung

45 lokale Einspeisung (lokale Energieversorgungsein richtung) der jeweiligen lokalen Abschaltvorrich tung

60 zentralen FahrzeugSteuereinrichtung

60a, 60b zentrale Fahrzeugsteuereinheiten 61 zentrale Bremssteuereinrichtung

61a, 61b zentrale Bremssteuereinheiten

BBi- BBg Bremsbefehle der zentralen Bremssteuereinrichtung

61

62 zentrale Bremsabsperrauslöseeinrichtung

62a und 62b zentrale Einheiten zum Auslösen einer Absperrung

(zentrale Absperrungen in Form von Fernabsperrun gen)

50 I -50 B lokale Bremssteuereinheiten

51 I -51 B lokale Bremssteuergeräte (BSG)

52 I -52 B lokale Schnellbremssteuergeräte (SBSG)

BS i-BS g Bremssteuersignale der lokalen Bremssteuereinheiten

7q!-70 8 lokale Einheiten zum Auslösen einer Absperrung (lo kale Absperrungen in Form lokaler Bedieneinheiten)

E I -E B Bedienelemente der lokalen Einheiten zum Auslösen einer lokalen Absperrung

Hi-Hg mittels der Bedienelemente E I -E 8 vorgenommene Bedi enhandlungen zum Auslösen einer lokalen Absperrung

80 1 808 lokale Abschaltventile

a, b, c Anschlüsse der lokalen Abschaltventile

K, K1-K5 als Schließer ausgebildete Kontakte der jeweiligen

Bremsabsperreinrichtung 43

K6 als Öffner ausgebildeter Kontakt der jeweiligen

Bremsabsperreinrichtung 43

K7 ' als Öffner ausgebildeter Kontakt der jeweiligen

Unterbrechungseinheit 42

K8 ' als Schließer ausgebildeter Kontakt der jeweiligen

Unterbrechungseinheit 42

K7 " , K8 " als Öffner ausgebildete Kontakte der jeweiligen

Bremsabsperreinheiten 44

K7 , K8'" als Schließer ausgebildete Kontakte der jeweiligen

Bremsabsperreinheiten 44 A1-A6 Aktuaoren der jeweiligen lokalen Abschaltvorrich tung zum Betätigen der Kontakte K1-K6

A7 Aktuator der jeweiligen lokalen Abschalt

vorrichtung zum Betätigen der Kontakte K7 ' , K7 " und

K7'"

A8 Aktuator der jeweiligen lokalen Abschalt

vorrichtung zum Betätigen der Kontakte K8 ' , K8 " und

K8'"

A9 , A10 Aktuatoren der jeweiligen lokalen Abschalt

vorrichtung zum Betätigen der Kontakte K9 und K10

Sli-Slg Abschaltsteuersignale der Bremssteuergeräte

S2i-S2g Abschaltsteuersignale der Schnellbremssteuergeräte

S3i-S3g Abschaltsteuersignale der Fernabschalteinrichtung

S4i-S4g Einschaltsteuersignale der Bremssteuergeräte

S5i-S5g Einschaltsteuersignale der Schnellbremssteuergeräte

56 Steuersignal des jeweiligen Aktuators A6 zum Betä tigen des Kontaktes K6

57 Steuersignal des jeweiligen Aktuators A7 zum Betä tigen der Kontakte K7 ' , K7 " und K7'"

58 Steuersignal des jeweiligen Aktuators A8 zum Betä tigen der Kontakte K8 ' , K8 " und K8'"

S9i-S9g Steuersignale des jeweiligen Aktuators A9 der loka len Abschaltvorrichtungen 40 I -40 8 zum Betätigen des zugeordneten Kontaktes K9 der lokalen Abschaltven tile 8O 1 -8O 4

SlOi-SlOg Steuersignale des jeweiligen Aktuators A10 der lo kalen Abschaltvorrichtungen 40 I -40 8 zum Betätigen des zugeordneten Kontaktes K10 der lokalen Ab schaltventile 8O 1 -8O 4

LI bis L5 Elektrische Leitungen der jeweiligen lokalen Ab schaltvorrichtung

PI und P2 Anschlusspunkte im Zuge der Leitung LI

P3 und P4 Anschlusspunkte im Zuge der Leitung L3