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Patent Searching and Data


Title:
BRISTLE PROCESSING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/191032
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a processing device for grinding the ends of bristles, comprising a bristle cartridge (12) in which bristles are arranged so as to stand next to one another and comprising multiple intermediate cartridges (16) equipped with recesses into which bristle bunches from the bristle cartridge (12) are inserted and thus individualized. The ends of the bristle bunches protrude axially relative to the respective paired intermediate cartridge (16). A receiving unit (14) to which multiple intermediate cartridges (16) are attached simultaneously is designed such that the intermediate cartridges (16) are moved during the grinding process. A grinding device then grinds the ends of the bristle bunches in the intermediate cartridges (16). At least one drive (52) is provided for the intermediate cartridges (16) and/or the receiving unit (14) so that the bristle bunches are moved by said drive (52) during the grinding process.

Inventors:
BOUCHERIE BART GERARD (BE)
VANDENBUSSCHE HENK (BE)
Application Number:
PCT/EP2021/056875
Publication Date:
September 30, 2021
Filing Date:
March 17, 2021
Export Citation:
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Assignee:
GB BOUCHERIE NV (BE)
International Classes:
A46D3/08; B24B7/16
Attorney, Agent or Firm:
PRINZ & PARTNER MBB PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Borstenbearbeitungsvorrichtung zum Schleifen der Enden von Borsten, mit einem Borstenmagazin (12), in dem Borsten stehend nebeneinander angeordnet sind, mehreren Zwischenmagazinen (16), in denen Ausnehmungen (32) vorhanden sind, in die aus dem Borstenmagazin (12) Borstenbüschel (42) eingeschoben und dadurch vereinzelt werden, wobei die Borstenbüschel (42) mit ihren Enden gegenüber den jeweils zugeordneten Zwischenmagazinen (16) axial vorstehen, einer Aufnahmeeinheit (14) an der mehrere Zwischenmagazine (16) gleichzeitig angebracht sind und bewegt werden können, einer Schleifvorrichtung (24) und zumindest einem Antrieb (52) für die Zwischenmagazine (16) und/oder die Aufnahmeeinheit (14), wobei die in den Zwischenmagazinen (16) sitzenden Borstenbüschel (42) durch den Antrieb (52) relativ zur Schleifvorrichtung (24) bewegt werden können und während dieser Bewegung die Borstenenden zumindest an einer Seite der Zwischenmagazine (16) geschliffen werden.

2. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Befüllstation (17) für die Zwischenmagazine (16) außerhalb der Aufnahmeeinheit (14) vorgesehen ist, in der Borstenbüschel (42) in die Zwischenmagazine (16) eingesetzt werden, und eine Transporteinrichtung (50) zum Umsetzen der befüllten Zwischenmagazine (16) in die Aufnahmeeinheit (14) vorhanden ist.

3. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenmagazine (16) Scheiben sind oder übereinander gelegte Scheiben umfassen.

4. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (32) am Außenumfang der Zwischenmagazine (16) vorhanden sind.

5. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Zwischenmagazin (16) am Außenumfang von einer rahmenartigen Begrenzungseinrichtung (38) umgeben ist, wobei die Begrenzungseinrichtung (38) an einem Abschnitt seitlich offen ist und die Begrenzungseinrichtung (38) die Borstenbüschel (42) seitlich in der jeweiligen Ausnehmung (32) hält. 6. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (38) samt Zwischenmagazin (16) in die Aufnahmeeinheit (14) eingesetzt werden kann.

7. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Antrieb (52) ein Antrieb für die Zwischenmagazine (16) und/oder die Aufnahmeeinheit (14) ist.

8. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (14) eine an einer Basis (18) angebrachte, drehbar gelagerte Scheibe ist.

9. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wendeeinrichtung (20) für die Zwischenmagazine (16) vorhanden ist, welche Zwischenmagazine (16) relativ zu der Schleifvorrichtung (24) wendet, nachdem ein Ende der Borstenbüschel (42) geschliffen wurde.

10. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendeeinrichtung (20) einen kippbaren Halter (22) umfasst, der die Zwischenmagazine (16) aufnehmen, aus der Aufnahmeeinheit (14) entnehmen und gekippt in eine zweite Aufnahmeeinheit (14) einsetzen kann, wobei die Wendeeinrichtung (20) insbesondere eine horizontale Schwenkachse (Y) hat.

11. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendeeinrichtung die Aufnahmeeinheit (14) samt daran angebrachter Zwischenmagazine (16) mit darin angeordneten Borstenbüscheln (42) aufnehmen und um 180° gekippt wieder ablegen kann.

12. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifvorrichtung (24) zum gleichzeitigen Schleifen aller in der Aufnahmeeinheit (14) enthaltenen Borstenbüschel (42) ausgebildet ist.

13. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Aufnahmeeinheiten (14) vorgesehen sind und die Schleifvorrichtung (24) so ausgebildet ist, dass sie alle Borstenbüschel (42) aller Aufnahmeeinheiten (14) gleichzeitig schleifen kann.

14. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifvorrichtung (24) so ausgebildet ist, dass die Schleiffläche eine Bewegung um mehrere Achsen macht.

15. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifvorrichtung zumindest ein umlaufendes Schleifband (26) aufweist, das insbesondere zusätzlich um eine Achse rotiert, so dass die Schleiffläche linear bewegt wird und zusätzlich rotiert. 16. Borstenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Antrieb (52) zum Drehen der Zwischenmagazine (16) relativ zur Aufnahmeeinheit (14) während des Schleifens vorgesehen ist und/oder zumindest ein Antrieb (52) zum Drehen der Aufnahmeeinheit (14) mit den angebrachten Zwischenmagazinen (16) während des Schleifens.

Description:
Borstenbearbeitungsvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Borstenbearbeitungsvorrichtung zum Schleifen der Enden von Borsten, mit einem Borstenmagazin, in dem Borsten stehend nebeneinander angeordnet sind.

Aus der EP 1 535 534 A2 ist eine gattungsgemäße

Borstenbearbeitungsvorrichtung bekannt. Hierbei werden aus einem Borstenmagazin Borstenbüschel dadurch entnommen, indem eine Scheibe an einer Ausgabeöffnung des Borstenmagazins mit ihrem Umfang entlangfährt und an ihrem Umfang Ausnehmungen hat, in die die im Borstenmagazin stehenden Borsten eingeschoben werden. Die Scheibe dreht sich und übergibt die Borstenbüschel dann an eine weitere Scheibe, die wiederum Kammern an ihrem Außenumfang besitzt. Diese zweite Scheibe stellt ein Zwischenmagazin dar, das am Außenumfang verschiedene Öffnungen hat, die z. B. mit verschiedenfarbigen Borstenbüscheln bestückt werden. Ein sogenannter Büschelabnehmer, welcher hin- und herschwenkt, entnimmt diesem Zwischenmagazin dann ein kleineres Borstenbüschel von solcher Größe, wie es für den darauffolgenden Stopfvorgang benötigt wird. Die zweite Scheibe wird je nach zu verarbeitendem Borstenbüschel so zum Büschelabnehmer getaktet, dass dieser ein einzelnes Borstenbüschel aus dem entsprechenden Vorrat entnimmt, z. B. blaue Borsten oder weiße Borsten. Oberhalb der zuvor genannten ersten Scheibe sitzt eine Schleifscheibe. Nacheinander werden Borstenbüschel unter die Schleifscheibe getaktet und danach zur Schleifscheibe axial bewegt, damit die Enden der Borstenbüschel gegen die Schleifscheibe drücken und abgerundet werden können, indem die Schleifscheibe in Drehung versetzt wird. Nach dem Schleifen werden dann Schleifscheibe und Borstenbüschel axial wieder voneinander weggefahren und das gerade geschliffene Borstenbüschel wird weiter getaktet.

Um Borsten nicht abzurunden, sondern anzuspitzen, gab es in der Vergangenheit zahlreiche Ideen, mechanische Schleifvorrichtungen zu optimieren. Jedoch haben diese Schleifvorrichtungen keine dünnen, tatsächlich spitz zulaufenden Borsten erzeugt, sodass die bislang herkömmliche Methode, das sogenannte chemische Anspitzen, nach wie vor die beste Methode ist, konisch zu einer Spitze zulaufende Borsten, möglichst mit einem kleinen Konuswinkel, zu erzeugen. Die Umweltbelastung dieser Methode ist jedoch hoch.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Borstenbearbeitungsvorrichtung der eingangs genannten Art weiter zu verbessern, sodass die Borsten mit geringen Konuswinkeln auf mechanischem Weg unter Erzeugung hoher Qualität angespitzt werden können.

Diese Aufgabe wird durch eine Borstenbearbeitungsvorrichtung zum Schleifen der Enden von Borsten gelöst, mit einem Borstenmagazin, in dem Borsten stehend nebeneinander angeordnet sind, mehreren Zwischenmagazinen, in denen Ausnehmungen vorhanden sind, in die aus dem Borstenmagazin Borstenbüschel eingeschoben und dadurch vereinzelt werden, wobei die Borstenbüschel mit ihren Enden gegenüber dem jeweils zugeordneten Zwischenmagazin axial vorstehen, einer Aufnahmeeinheit, an der mehrere Zwischenmagazine gleichzeitig angebracht sind und bewegt werden können, einer Schleifvorrichtung und zumindest einem Antrieb für die Zwischenmagazine und/oder die Aufnahmeeinheit, wobei die in den Zwischenmagazinen sitzenden Borstenbüschel durch den Antrieb relativ zur Schleifvorrichtung bewegt werden können und während dieser Bewegung die Borstenenden zumindest an einer Seite der Zwischenmagazine geschliffen werden.

Die erfindungsgemäße Borstenbearbeitungsvorrichtung sieht vor, dass mehrere Zwischenmagazine in einer Aufnahmeeinheit sitzen können, somit eine große Anzahl von Borstenbüscheln aufgenommen sind und damit für den anschließenden Schleifvorgang positioniert werden. Eine Relativbewegung zwischen den Borsten und der Schleifvorrichtung, indem entweder die Borsten und/oder die Schleifvorrichtung bewegt werden, sorgt für ein gleichzeitiges Bearbeiten der Borsten in den zahlreichen Zwischenmagazinen.

Eine Bewegung der Borstenbüschel während des Schleifvorgangs relativ zur Schleifvorrichtung sorgt dafür, dass die einzelnen Borsten von allen Seiten bearbeitet werden, sodass eine möglichst in der Mittelachse der Borsten sitzende Spitze erzeugt wird und die Borsten ein kegeliges Ende erhalten. Die Relativbewegung zwischen den Borstenbüscheln und der Schleifvorrichtung ist vorzugsweise so ausgeführt, dass die einzelnen Borsten von allen Seiten gleichmäßig geschliffen werden, womit es möglich ist, die Spitze der Borste in der Mittelachse der zylindrischen Borsten zu positionieren. Damit erhalten die Borstenenden eine kegelige Gestalt.

Die Zwischenmagazine sind vorzugsweise von der Aufnahmeeinheit automatisch lösbare Elemente, die durch eine Transporteinrichtung an die Aufnahmeeinheit angekoppelt werden können und wieder von ihr abgenommen werden können. Z. B. ist eine schnell lösbare mechanische Kupplungseinrichtung vorgesehen.

Die Zwischenmagazine werden vorzugsweise außerhalb der Aufnahmeeinheit mit Borstenbüscheln befüllt. Hierzu ist z. B. eine Befüllstation für die Zwischenmagazine außerhalb der Aufnahmeeinheit vorgesehen, in der Borstenbüschel in die Ausnehmungen in den Zwischenmagazinen eingesetzt werden. Ferner ist eine Transporteinrichtung zum Umsetzen der befüllten Zwischenmagazine in die Aufnahmeeinheit vorhanden.

Beispielsweise können die Zwischenmagazine Scheiben sein oder übereinander gelegte Scheiben aufweisen.

Die Ausnehmungen können am Außenumfang der Zwischenmagazine vorhanden sein, sodass die Borstenbüschel seitlich von außen in die Zwischenmagazine gedrückt werden können.

Eine Option der Erfindung sieht vor, dass jedes Zwischenmagazin am Außenumfang von einer rahmenartigen Begrenzungseinrichtung umgeben ist, die an einem Abschnitt seitlich offen ist. Die Begrenzungseinrichtung hält die Büschel seitlich in der jeweiligen Ausnehmung. Der seitlich offene Abschnitt dient dazu, dass über diesen offenen Abschnitt die Borstenbüschel aus dem Borstenmagazin in die Ausnehmungen seitlich eingeschoben werden können. Das Zwischenmagazin ist relativ zur Begrenzungseinrichtung drehbar, sodass die Ausnehmungen nacheinander in den offenen Abschnitt getaktet werden können, um seitlich freizuliegen und ein Einführen des Borstenbüschels zu ermöglichen.

Damit die Halterung der Borstenbüschel im Zwischenteil auch während des Umsetzens aus der Befüllstation in die Aufnahmeeinheit gewährleistet ist, kann optional die Begrenzungseinrichtung samt zugeordnetem Zwischenteil von der Befüllstation in die Aufnahmeeinheit eingesetzt werden.

Der zumindest eine Antrieb kann ein Antrieb für die Zwischenmagazine und/oder die Aufnahmeeinrichtung sein. Dabei kann ein gemeinsamer Antrieb für die Zwischenmagazine und zusätzlich für die Aufnahmeeinrichtung vorhanden sein oder jeweils einen oder mehrere Antriebe für die Zwischenmagazine und ein oder mehrere davon separate Antriebe für die Aufnahmeeinrichtung.

Auch die Aufnahmeeinheit selbst kann eine an einer Basis angebrachte, drehbar gelagerte Scheibe sein, wobei diese Scheibe drehangetrieben werden kann. Dies ist jedoch nur eine Option.

Prinzipiell bestehen mehrere Möglichkeiten, die Bewegung der Borstenbüschel relativ zur Schleifvorrichtung zu ermöglichen. Eine Möglichkeit besteht darin, dass die Zwischenmagazine relativ zur feststehenden Aufnahmeeinheit gedreht werden.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass nur die Aufnahmeeinheit mit den darin feststehenden Zwischenmagazinen gedreht wird, und eine dritte Möglichkeit besteht darin, dass die Zwischenmagazine relativ zur Aufnahmeeinheit gedreht werden und zudem auch noch die Aufnahmeeinheit relativ zur feststehenden Umgebung gedreht wird, sodass hier zwei überlagerte Drehbewegungen vorhanden sind.

Optional können die entgegengesetzten Enden der Borstenbüschel gleichzeitig geschliffen werden, z. B. indem zwei Schleifvorrichtungen vorgesehen sind, wobei jede Schleifvorrichtung einem Büschelende zugeordnet ist. Das heißt, die Büschel eines Zwischenmagazins werden gleichzeitig an beiden Enden bearbeitet.

Eine andere Variante sieht hingegen vor, dass nur die auf der gleichen Seite der Zwischenmagazine abstehenden Enden der Borstenbüschel gleichzeitig geschliffen werden. Um dann die anderen Enden anschließend zu schleifen, ist eine Wendeeinrichtung für die Zwischenmagazine vorhanden, welche Zwischenmagazine relativ zu der Schleifvorrichtung wendet, nachdem ein Ende der Borstenbüschel geschliffen wurde. Diese Wendeeinrichtung kann z. B. ein kippbarer Halter sein, der die Zwischenmagazine aufnehmen, aus der Aufnahmeeinheit entfernen und gekippt in eine zweite Aufnahmeeinheit einsetzen kann. Diese Wendeeinrichtung hat beispielsweise, dies ist nicht einschränkend zu verstehen, eine horizontale Schwenkachse.

Die Wendeeinrichtung kann eine Art X-Y-Halter oder X-Y-Z-Halter umfassen, der in zumindest einer Ebene oder in allen Raumrichtungen frei programmierbar verfahren werden kann, um nacheinander die Zwischenmagazine aus der Aufnahmeeinheit zu entfernen. Dieser Halter wird dann um 180° geschwenkt und legt die Zwischenmagazine an einer anderen Stelle ab, nämlich in der weiteren Aufnahmeeinheit. Natürlich können auch mehrere Halter vorhanden sein, die gleichzeitig arbeiten und eine gemeinsame Schwenkachse haben.

Wie zuvor bereits erläutert, ist es von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich, dass eine Schleifvorrichtung zum gleichzeitigen Schleifen aller in der Aufnahmeeinheit enthaltenen Borstenbüschel vorgesehen ist.

Die Schleifvorrichtung kann aber auch so ausgebildet sein, dass dann, wenn mehrere Aufnahmeeinheiten vorgesehen sind, alle Borstenbüschel der mehreren Aufnahmeeinheiten gleichzeitig geschliffen werden.

Insbesondere ist die Schleifvorrichtung ein Schleifband, d. h. ein ringförmig geschlossenes, umlaufendes Schleifband.

Wie bereits zuvor erwähnt, kann ein Antrieb zum Drehen des Zwischenmagazins relativ zur Aufnahmeeinheit während des Schleifens vorgesehen sein und/oder zumindest ein Antrieb zum Drehen der Aufnahmeeinheit mit den angebrachten Zwischenmagazinen während des Schleifens.

Die Schleifvorrichtung ist optional so ausgebildet, dass sie in mehreren Richtungen bewegt wird, zum Beispiel bei einem umlaufenden Schleifband kann dieses umlaufende Schleifband zusätzlich auch noch mit einem weiteren Antrieb gedreht werden, zum Beispiel um eine Achse, die senkrecht zu einer Schleifebene oder, allgemeiner ausgedrückt, Schleiffläche steht. Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Draufsicht auf eine Variante der erfindungsgemäßen Borstenbearbeitungsvorrichtung,

Figur 2 eine perspektivische Draufsicht der Borstenbearbeitungsvorrichtung nach Figur 1 mit abgesenkter Schleifvorrichtung,

Figur 3 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines bei der erfindungsgemäßen Borstenbearbeitungsvorrichtung verwendeten Zwischenmagazins,

Figur 4 das Zwischenmagazin nach Figur 3 in teilweise demontiertem Zustand, und

Figur 5 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Borstenbearbeitungsvorrichtung, bei der nur die Zwischenmagazine und die Schleifvorrichtung symbolisch dargestellt sind.

In Figur 1 ist eine Borstenbearbeitungsvorrichtung 10 dargestellt, mit der die Spitzen der Borsten, die in Borstenbüschel vereinzelt wurden, mechanisch angespitzt werden.

Die Borstenbearbeitungsvorrichtung 10 umfasst ein oder mehrere Borstenmagazine 12, in welchem Borsten stehend nebeneinander sowie vorgespannt, d. h. mit seitlichem Druck, angeordnet sind. Ferner umfasst die Borstenbearbeitungsvorrichtung 10 eine oder mehrere Aufnahmeeinheiten 14, die im vorliegenden Beispiel, das nicht einschränkend zu verstehen ist, scheibenförmig ausgeführt sind. Hier am Außenumfang der Aufnahmeeinheiten 14 sind in entsprechend komplementär geformten Ausnehmungen zahlreiche Zwischenmagazine 16 untergebracht, die in den Figuren 3 und 4 detaillierter dargestellt sind. In den Zwischenmagazinen 16, dies wird später noch ausführlich erläutert, sind vereinzelte Borstenbüschel untergebracht. Funktional vor der rechten Aufnahmeeinheit 14 ist eine Befüllstation 17 vorgesehen, in der die einzelnen Zwischenmagazine 16 mit vereinzelten Borstenbüscheln 42 bestückt werden.

Die Aufnahmeeinheiten 14 sind an einer Basis 18, z. B. an einem Tisch gehaltert.

Ferner ist eine sogenannte Wendeeinrichtung 20 vorgesehen, an der einer oder mehrere kippbare Halter 22 angebracht sind, mit denen Zwischenmagazine 16 aus einer Aufnahmeeinheit 14 herausgenommen und um 180° gekippt, d. h. mit der anderen Flachseite nach oben, in die andere Aufnahmeeinheit 14 eingesetzt werden können.

Eine oder mehrere Schleifvorrichtungen 24, hier zwei Schleifvorrichtungen nebeneinander, sind vertikal verfahrbar oberhalb der Basis 18 vorgesehen, wie in Figur 2 dargestellt.

Die Schleifvorrichtungen 24 umfassen endlose Bänder 26, die angetrieben sind.

Im Folgen wird die Borstenbearbeitungsvorrichtung 10 noch weiter im Detail beschrieben.

Figur 3 zeigt eines der zahlreichen Zwischenmagazine 16, die jeweils mehrere übereinander angeordnete Scheiben haben. In Figur 3 hat das Zwischenmagazin 16 noch einen oberen Deckel 28, der in Figur 4 abgenommen ist.

Unter diesem Deckel 28 sitzt zumindest eine Aufnahmescheibe 30, die am Außenumfang mehrere radiale Ausnehmungen 32 besitzt. Radial einwärts der Ausnehmungen 32 ist jeweils für jede Ausnehmung 32 ein eigenes Druckstück 34 vorgesehen, welches radial verschiebbar in einem entsprechenden Schlitz in der Aufnahmescheibe 30 angeordnet ist und mit einer eigenen Federeinrichtung 36 radial nach außen vorgespannt ist.

Die Aufnahmescheibe 30 und damit das Zwischenmagazin 16 werden am Außenumfang von einer U-förmigen Begrenzungseinrichtung 38 umgeben, die innenseitig eventuell zum Außenumfang der Aufnahmescheibe 30 einen umlaufenden Schlitz hat, der kleiner als der Durchmesser einer Borste ist. Das bedeutet, bezüglich der Bewegung der Borsten sorgt die Begrenzungseinrichtung 38 dafür, dass die Borsten in der Ausnehmung 32 bleiben. Die Begrenzungseinrichtung 38 hat alternativ zum Schlitz optional eine obere und eine untere Platte, die axial ober- bzw. unterhalb der Aufnahmescheibe 30 liegen und radial einwärts des Außenumfangs der Aufnahmescheibe 30 enden, sozusagen den Rand der Aufnahmescheibe 30 umgreifen, so dass auch kein Schlitz in axialer Richtung gesehen zwischen dem Außenumfang der Aufnahmescheibe 30 und der Begrenzungseinrichtung 38 entsteht.

Die Aufnahmescheibe 30, genauer gesagt das ganze Zwischenmagazin 16 ist um die Mittelachse X drehbar zur Begrenzungseinrichtung 38.

Die Begrenzungseinrichtung 38 ist, wie gesagt, U-förmig und hat eine Aufnahmelücke 40, über die das Zwischenmagazin 16 mit Borstenbüschel befühlt werden kann. Beispielhaft sind in den Figuren 3 und 4 zwei Borstenbüschel 42 dargestellt.

Die Ausnehmungen 32 sind relativ eng nebeneinander angeordnet, jedoch gibt es am Außenumfang des Zwischenmagazins 16 einen sogenannten Verschlussabschnitt 44, in dem keine Ausnehmung 32 vorgesehen ist. Ist der Verschlussabschnitt 44, wie in den Figuren 3 und 4 gezeigt, mit der Aufnahmelücke 40 ausgerichtet, sind alle Ausnehmungen 32 durch die Begrenzungseinrichtung 38 geschlossen, und die Druckstücke 34 werden radial nach außen gedrückt, um die zugeordneten Borstenbüschel 42 gegen die Innenseite der Begrenzungseinrichtung 38 zu drücken, womit die Borstenbüschel 42 fest in der Einheit aus Zwischenmagazin 16 und Begrenzungseinrichtung 38 gehalten ist. Keine Borste kann folglich herausfallen.

Zum Befüllen der einzelnen Ausnehmungen 32 wird das Borstenmagazin und ein zu befüllendes Zwischenmagazin 16 samt Begrenzungseinrichtung 38 in der Befüllstation 17 nahe zueinander gebracht.

Dies kann auf verschiedene Art und Weisen erfolgen. Beispielsweise kann das Borstenmagazin 12 in Figur 1 entlang seiner Längsachse A verschieblich sein und zu einem unbefüllten Zwischenmagazin 16 bewegt werden. Jedoch kann auch umgekehrt das Zwischenmagazin 16 samt Begrenzungseinrichtung 38 an das Borstenmagazin 12 herangeführt werden. In jedem Fall wird, wie in Figur 1 dargestellt, das zu befüllende Zwischenmagazin 16 außerhalb der Aufnahmeeinheit 14 befüllt. Die sogenannte Ausgabeöffnung des vorderen Endes des Borstenmagazins 12 wird in die Aufnahmelücke 40 gefahren, bis sie an den Außenumfang der Aufnahmescheibe 30 heranreicht.

Anschließend wird das Zwischenmagazin 16 um seine Drehachse X mittels eines Drehantriebs 46, der in Figur 4 symbolisch dargestellt ist, gedreht, sodass die Ausnehmungen 32 nacheinander mit Borsten befüllt werden. Zur Befüllung können die Druckstücke 34 über vorstehende Vorsprünge 48, hier z. B. über Stifte an der Oberseite, oder allgemein über eine mechanische Koppelung radial nach innen gedrückt werden. Dies kann z. B. über einen keilförmigen, stationären Einweiser erfolgen, der ein starres Teil ist, welches die Aufnahmelücke 40 überbrückt und so ausgebildet ist, dass während des Drehens der Aufnahmescheibe 30 die Vorsprünge 48 an diesem Einweiser entlang fahren und dabei radial nach innen bewegt werden, um dann, wenn sie aus der Aufnahmelücke 40 wieder herausgefahren sind, wieder nach außen wandern zu können. Somit wird ein Befüllen ohne Widerstand durch die Druckstücke 34 erreicht.

Sind alle Ausnehmungen 32 gefüllt, wird das entsprechende Zwischenmagazin 16 samt Begrenzungseinrichtung 38 durch eine Transporteinrichtung 50 (siehe Figur 1) in die Aufnahmeeinheit 14 überführt. Die Aufnahmeeinheit 14 hat eine Koppelungsgeometrie für der die Begrenzungseinrichtungen 38, z.B. hierzu komplementäre Ausnehmungen, sodass die Einheit aus Begrenzungseinrichtung 38 und Zwischenmagazin 16 fest in die Aufnahmeeinheit 14 eingesetzt wird.

Die Transporteinrichtung 50 kann z. B. ein Halter sein, der auf einem Linearantrieb sitzt oder ein X-Y oder X-Y-Z-Schlitten samt Halter sein.

Auch jegliche andere Transporteinrichtung 50 ist natürlich denkbar.

Jede Aufnahmeeinheit 14 kann auf der Basis 18 drehbar angeordnet sein, beispielsweise über einen entsprechenden Antrieb 52, wobei dies nur eine Option ist. Über den drehbaren Antrieb 52 lässt sich die Aufnahmeeinheit 14 z. B. immer weiter takten, wenn ein Zwischenmagazin 16 befüllt ist und in die Aufnahmeeinheit 14 überführt wird. Alternativ hierzu ist die Aufnahmeeinheit 14 nicht drehbar an der Basis 18 angebracht, sodass die Transporteinrichtung 50 das befüllte Zwischenmagazin 16 in jeder Ausrichtung entsprechend gedreht und richtig in die entsprechende Lücke in der Aufnahmeeinheit 14 einsetzen kann.

Wie in den Figuren 3 und 4 zu sehen ist, stehen die Borstenbüschel 42 axial gegenüber dem Zwischenmagazin 16 und auch gegenüber der Begrenzungseinrichtung 38 mit beiden axialen Büschelenden deutlich über.

Die Schleifvorrichtung 24 kann folglich, wenn sie gemäß Figur 2 abgesenkt ist, die oberen Enden der Borstenbüschel kontaktieren und diese schleifen.

Während des Schleifvorgangs werden die Borstenbüschel relativ zur Basis 18 bewegt.

Diese Bewegung kann auf verschiedene Weisen erfolgen.

Eine erste Variante besteht darin, dass der Antrieb 52 die Aufnahmeeinheit 14 während des Schleifvorgangs dreht. Da die Zwischenmagazine 16 an der Aufnahmeeinheit 14 angekoppelt sind, werden sie auch gedreht.

Eine andere Variante besteht darin, dass der Antrieb 52 oder einer oder mehrere Antriebe, die nicht den Antrieb 52 umfassen, die Zwischenmagazine 16 in der Aufnahmeeinheit 14 während des Schleifvorgangs um die jeweils eigene Drehachse X bewegen.

Dazu sind beispielsweise unterhalb der Basis 18 Antriebe vorgesehen, an die die Zwischenmagazine 16 angekoppelt werden, wenn sie eingesetzt werden.

Alternativ hierzu kann natürlich ein zentraler Antrieb, beispielsweise der Antrieb 52, vorhanden sein, der über ein Getriebe, ähnlich eines Planetengetriebes, die einzelnen Zwischenmagazine 16 antreibt, sozusagen als zentraler Antrieb.

Eine dritte Variante sieht vor, dass während des Schleifvorgangs sowohl eine Drehung der Aufnahmeeinheit 14 als auch eine Drehung jedes Zwischenmagazins 16 um seine Drehachse X erfolgt. Dies sorgt für eine überlagerte Drehbewegung, wie bei einem Planetengetriebe mit sich drehendem Sonnenrad und zugleich drehenden Planetenträger. Die Schleifvorrichtung 24 ist so groß, dass alle Borsten, die in einer Aufnahmeeinheit 14 untergebracht sind, gleichzeitig geschliffen werden.

Die Relativbewegung zwischen der Schleifvorrichtung 24 und den einzelnen Borsten ist so gewählt, dass die Borsten von allen Seiten gleichmäßig geschliffen werden. Die entstehende Spitze jeder Borste liegt dann relativ genau auf der Mittelachse der zylindrischen Borsten, sodass diese ein kegeliges Ende erhalten.

Nach dem Anspitzen durch Schleifen der Enden aller Borstenbüschel 42 auf einer Seite der Aufnahmeeinheit 14 werden die Zwischenmagazine 16 samt Begrenzungseinrichtung 38 der in Figur 1 rechten Aufnahmeeinheit 14 entnommen, und zwar über die Wendeeinrichtung 20.

Der Halter 22 fasst dabei eines der Zwischenmagazine 16 samt Begrenzungseinrichtung 38. Die Wendeeinrichtung 20 umfasst einen Drehmotor 54, welcher um eine horizontale Achse Y gemäß Figur 1 eine Drehung des Halters 22 hervorruft. Der Halter 22 ist in der Ebene der Basis 18 und darüber hinaus auch noch vertikal verstellbar, um die einzelnen Zwischenmagazine 16 zu erfassen und abzulegen. Die entsprechenden X-Y oder X-Y-Z-Schlitten können verschiedenartig ausgebildet sein. Beispielsweise kann der entsprechende Schlitten an einem Schwenkhebel 56 zwischen dem Halter 22 und dem Schwenkhebel 56 sitzen.

Alternativ hierzu kann auch der Drehmotor 54 an einem Schlitten, zumindest an einem Schlitten, der längs einer Achse verfahrbar ist, sitzen.

In jedem Fall wird durch die Wendeeinrichtung 20 jedes Zwischenmagazin 16 samt Begrenzungseinrichtung 38 mit der anderen Flachseite nach oben in die benachbarte Aufnahmeeinheit 14 eingesetzt, sodass die nicht bearbeiteten Enden der Borstenbüschel nach oben stehen.

Gleichzeitig oder nach diesem Umsetzen der Zwischenmagazine 16 können Zwischenmagazine 16, die gerade mit Borstenbüschel befüllt wurden, in die dann freien Stellen in der rechten Aufnahmeeinheit 14 eingesetzt werden.

Wenn dann zumindest die linke Aufnahmeeinheit 14 befüllt ist, vorzugsweise auch die rechte Aufnahmeeinheit 14 wieder komplett befüllt ist, werden die Schleifvorrichtungen 24 wieder abgesenkt, sodass alle Borsten zumindest der linken Aufnahmeeinheit 14, vorzugsweise beide Aufnahmeeinheiten 14, wieder geschliffen werden und angespitzte Borstenenden erhalten.

Bei der Variante nach Figur 1 gibt es mehrere Halter 22, sodass das Austauschen, Einbringen und Entfernen der Zwischenmagazine 16 schneller von statten geht.

Die beiden Schleifvorrichtungen 24, die in Figur 2 dargestellt sind, können auch als eine Schleifvorrichtung 24 angesehen werden, da sie an einem gemeinsamen vertikalen Verstellmechanismus sitzen. Die Schleifvorrichtungen 24 können, optional, auch durch einen gemeinsamen Antrieb bewegt werden. Alternativ kann auch ein durchgehendes Schleifband vorgesehen sein, mit dem alle Borsten der beiden Aufnahmeeinheiten 14 gleichzeitig geschliffen werden können.

Wieder eine andere Ausführungsform sieht vor, dass der oder die Halter 22 nicht die Zwischenmagazine 16 aus den Aufnahmeeinheiten 14 entnehmen, sondern dass die Aufnahmeeinheiten 14 mit darin befindlichen Zwischenmagazinen 16 und Begrenzungseinrichtungen 38 erfasst, von dem entsprechenden Antrieb 52 entkoppelt und um 180° gewendet, mit den ungespitzten Borstenenden dann der Schleifvorrichtung zugewandt, wieder abgesetzt werden. Anschließend werden die Borstenbüschel am anderen Ende angespitzt.

Figur 5 zeigt eine Variante der Schleifvorrichtung 24. Auch hier ist ein umlaufendes Schleifband 26 vorgesehen, dass über mehrere Umlenkrollen 72 geführt ist, von denen zumindest eine Umlenkrolle 72 angetrieben wird.

Im dargestellten Beispiel gibt es beispielsweise, was nicht einschränkend zu verstehen ist, drei Umlenkrollen 72, sodass das Schleifband 70 in Seitenansicht einen dreiecksförmigen Verlauf hat. Zwischen den beiden unteren Umlenkrollen 72 ergibt sich auf der Unterseite des Schleifband 26 eine Schleifebene 74 oder, allgemeiner ausgedrückt, eine Schleiffläche, die linear bewegt wird und zusätzlich rotiert.

Die Schleifvorrichtung 24 wird zusätzlich auch noch durch einen Antrieb 76 um eine Drehachse C gedreht, die vorzugsweise senkrecht zur Schleifebene 74 steht. Symbolisch dargestellt sind die Zwischenmagazine 16, mit ihren Drehachsen X