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Patent Searching and Data


Title:
BRUSH MODULE AND ASSEMBLY METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/120067
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a brush module (10) for an electric machine and to a method for assembling such a brush module, the brush module having a brush (13) for electrically contacting a slip ring, the brush module having an assembly device (12) and a brush holder (11) for receiving and holding the brush, the assembly device being formed from a U-shaped sheet-metal bracket (17) which overlaps the brush holder, the sheet-metal bracket having laterally protruding fastening tabs (18) for fastening the brush holder to an assembly surface (19), a through-opening (25) being formed in the brush holder, into which through-opening a retaining tab which is formed on a fastening tab of the sheet-metal bracket engages and holds the brush in a retained position (24) in the brush holder in a form-fitting manner, the fastening tab with the retaining tab being formed in a manner inclined by an angle a relative to the assembly surface of the brush holder.

Inventors:
KAIN LUDWIG (AT)
Application Number:
PCT/EP2019/081423
Publication Date:
June 18, 2020
Filing Date:
November 15, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHUNK CARBON TECHNOLOGY GMBH (AT)
International Classes:
H01R39/38; H01R39/41; H01R43/00; H01R43/14
Foreign References:
US2947895A1960-08-02
EP0195929A21986-10-01
DE3328683A11985-02-21
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (DE)
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Claims:
15. November 2019

Schunk Carbon Technology GmbH G/HOS-041-WO

4822 Bad Goisern Tap/Scu/jsh/wet

Patentansprüche

1 . Bürstenmodul ( 10) für eine elektrische Maschine, insbesondere

Elektromotor, wobei das Bürstenmodul zumindest eine Bürste ( 13) zur elektrischen Kontaktierung eines Schleifrings der Maschine auf weist, wobei das Bürstenmodul eine Montagevorrichtung (12) und einen Bürstenhalter ( 1 1 ) zur Aufnahme und Halterung der Bürste auf weist, wobei die Montagevorrichtung als ein U-förmiger Blechwin kel ( 17) ausgebildet ist, der den Bürstenhalter übergreift, wobei der Blechwinkel seitlich abstehende Befestigungslaschen ( 18) zur Befes tigung des Bürstenhalters an einer Montagefläche ( 19) aufweist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t ,

dass in dem Bürstenhalter eine Durchgrifföffnung (25) ausgebildet ist, wobei in die Durchgrifföffnung eine an einer Befestigungslasche des Blechwinkels ausgebildete Haltelasche (26) eingreift und die

Bürste in einer Rückhalteposition (24) in dem Bürstenhalter form schlüssig haltert, wobei die Befestigungslasche mit der Haltelasche relativ zu der Montagefläche des Bürstenhalters um einen Winkel a geneigt ausgebildet ist. 2

2. Bürstenmodul nach Anspruch 1,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Befestigungslasche (18) zur Anlage an der Montageflä che (19) um den Winkel a neigbar ausgebildet ist, wobei bei einer Neigung um den Winkel a die Haltelasche (26) die Bürste (13) frei gibt und die Bürste in eine Kontaktposition (31) bewegbar ist.

3. Bürstenmodul nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Winkel a 5° bis 50° beträgt. 4. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass in den Befestigungslaschen (18) jeweils Durchgangsöffnun gen (21) für eine Schraube ausgebildet sind.

5. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t ,

dass die Befestigungslasche (18), die die Haltelasche (26) aufweist, mit dem U-förmigen Blechwinkel (17) über ein biegbares Scharnier verbunden ist.

6. Bürstenmodul nach Anspruch 5,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass das Scharnier durch eine Materialschwächung in einer Biegekan te (34) am Blechwinkel (17) ausgebildet ist.

7. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Bürstenhalter (11) eine Aufnahmehülse (14), in dem die

Bürste (13) längsverschieblich gehaltert ist, und eine Federeinrich- 3 tung (15) aufweist, wobei die Federeinrichtung so ausgebildet ist, dass sie eine Andruckkraft in Richtung einer Längsachse (16) der Aufnahmehülse auf die Bürste ausübt, wobei die Durchgrifföff nung (25) in der Aufnahmehülse ausgebildet ist. 8. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Bürste (13) mit einer in Richtung einer Längsachse (16) der Bürste verlaufenden Nut (27) ausgebildet ist, in die die Haltela sche (26) eingreift, wobei die Nut an einem proximalen Ende (28) der Bürste einen Absatz (29) ausbildet, wobei die Haltelasche zusammen mit dem Absatz einen hinteren Anschlag für die Bürste ausbildet.

9. Bürstenmodul nach Anspruch 8,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass an einem distalen Ende (32) des Bürstenhalters (11) eine Füh- rungslasche (33) ausgebildet ist, die in die Nut (27) eingreift, wobei die Führungslasche zusammen mit dem Absatz (29) einen vorderen Anschlag für die Bürste (13) ausbildet.

10. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Bürstenhalter (11) eine Positionierausnehmung aufweist, in die eine von dem Blechwinkel ausgebildete Positionierlasche (36) eingreift.

11. Bürstenmodul nach Anspruch 10,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Positionierausnehmung von der Durchgrifföffnung (25) aus gebildet ist. 4

12. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Blechwinkel (17) seitlich abstehende, relativ zueinander parallel angeordnete Positionierlaschen (22) zum Befestigen des Bürstenhalters an parallelen Seitenflächen (23) eines die Montageflä che (19) ausbildenden Trägers (20) aufweist.

13. Bürstenmodul nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass der Bürstenhalter (11) aus Blech ausgebildet ist. 14. Elektrische Maschine, insbesondere Elektromotor,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die elektrische Maschine ein Bürstenmodul (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche aufweist.

15. Verfahren zur Montage eines Bürstenmoduls (10) an einer elektri- sehen Maschine, insbesondere Elektromotor, wobei mit zumindest einer Bürste (13) des Bürstenmoduls eine elektrischen Kontaktierung eines Schleifrings der Maschine erfolgt, wobei die Bürste in einem Bürstenhalter (11) des Bürstenmoduls aufgenommen und gehaltert wird, wobei eine Montagevorrichtung (12) des Bürstenmoduls als ein U-förmiger Blechwinkel (17) ausgebildet wird, der den Bürstenhalter übergreift, wobei der Blechwinkel mit seitlich abstehenden Befesti gungslaschen (18) ausgebildet wird, wobei der Bürstenhalter an einer Montagefläche (19) mittels der Befestigungslaschen befestigt wird, dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass in dem Bürstenhalter eine Durchgrifföffnung (25) ausgebildet wird, wobei in die Durchgrifföffnung eine an einer Befestigungsla sche des Blechwinkels ausgebildete Haltelasche (26) eingreift und die Bürste in einer Rückhalteposition (24) in dem Bürstenhalter formschlüssig haltert, wobei die Befestigungslasche mit der Haltela- 5 sehe relativ zu der Montagefläche des Bürstenhalters um einen Win kel a geneigt ausgebildet wird.

16. Verfahren nach Anspruch 15,

dadurch g ek ennz e i c hn et ,

dass die Befestigungslasche (18) um den Winkel a geneigt und zur

Anlage an der Montagefläche (19) gebracht wird, wobei bei der Nei gung um den Winkel a die Haltelasche (26) die Bürste (13) freigibt und die Bürste in eine Kontaktposition (31) bewegt wird.

Description:
Bürstenmodul und Verfahren zur Montage

Die Erfindung betrifft ein Bürstenmodul sowie ein Verfahren zur Monta ge eines Bürstenmoduls für eine elektrische Maschine, insbesondere Elektromotor, wobei das Bürstenmodul zumindest eine Bürste zur elek trischen Kontaktierung eines Schleifrings der Maschine aufweist, wobei das Bürstenmodul eine Montagevorrichtung und einen Bürstenhalter zur Aufnahme und Halterung der Bürste aufweist, wobei die Montagevor richtung als ein U-förmiger Blechwinkel ausgebildet ist, der den Bürs tenhalter übergreift, wobei der Blechwinkel seitlich abstehende Befesti gungslaschen zur Befestigung des Bürstenhalters an einer Montagefläche aufweist.

Derartige Bürstenmodule sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt und dienen regelmäßig zur Positionierung und Befestigung einer Bürste an beispielsweise einem Schleifring oder einem Kommutator eines Elektromotors. Die Bürste, welche beispielsweise eine Kohlen- stoffbürste sein kann, ist dann in einem Bürstenhalter angeordnet, wobei der Bürstenhalter die Bürste an ihren Längsseiten im Wesentlichen umgibt. Die Bürste ist in dem Bürstenhalter längsbeweglich aufgenom- men und wird in Richtung auf den Schleifring mit einer Federkraft be aufschlagt, sodass die Bürste an den Schleifring zur Herstellung einer elektrischen Kontaktverbindung angedrückt wird.

Die Montagevorrichtung dient im Wesentlichen zur Vereinfachung einer Montage des Bürstenhalters an der elektrischen Maschine. Die Montage vorrichtung ist aus einem U-förmigen Blechwinkel ausgebildet, der den Bürstenhalter übergreift und zwei seitlich abstehende Befestigungsla schen aufweist. Der Bürstenhalter ist demnach in den U-förmigen Blech winkel im Wesentlichen spielfrei eingesetzt, sodass eine Fixierung des Bürstenhalters mit dem U-förmigen Blechwinkel in Art einer Schelle an der elektrischen Maschine benachbart an den Schleifring möglich ist. Die Befestigungslaschen können zur Fixierung bzw. Montage des Bürstenhal ters mittels Schrauben mit der elektrischen Maschine bzw. einer Monta gefläche, auf der der Bürstenhalter und die Befestigungslaschen auflie gen, verschraubt werden.

Nachteilig bei den bekannten Bürstenmodulen ist, dass die Bürste aus dem Bürstenhalter durch die Beaufschlagung der Federkraft stets heraus gedrückt wird und daher eine Montage des Bürstenhalters an der elektri schen Maschine schwierig ist. So ist eine genaue Positionierung des Bürstenhalters mittels der in die Befestigungslaschen einzusetzenden Schrauben aufgrund der durch die Anlage der Bürste an dem Schleifring bewirkten Federkraft erschwert. Weiter ist es bekannt, die Bürste mit Befestigungsmitteln in einer Rückhalteposition in dem Bürstenhalter zu arretieren, um eine Montage des Bürstenmoduls mit Schrauben an der elektrischen Maschine bzw. dem Schleifring zu erleichtern. Nachteilig ist jedoch, dass nach der Montage diese Befestigungsmittel entfernt werden müssen bzw. die Bürste in einem weiteren Arbeitsschritt so freigegeben werden muss, dass die Bürste in einer Kontaktposition am Schleifring anliegen kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Bürstenmodul und ein Verfahren zur Montage eines Bürstenmoduls vorzuschlagen, das eine einfachere Montage des Bürstenmoduls ermög licht.

Diese Aufgabe wird durch ein Bürstenmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , eine elektrische Maschine mit den Merkmalen des An spruchs 14 und ein Verfahren zur Montage eines Bürstenmoduls mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst.

Das erfindungsgemäße Bürstenmodul für eine elektrische Maschine, insbesondere Elektromotor, weist zumindest eine Bürste zur elektrischen Kontaktierung eines Schleifrings der Maschine auf, wobei das Bürsten modul eine Montagevorrichtung und einen Bürstenhalter zur Aufnahme und Halterung der Bürste aufweist, wobei die Montagevorrichtung als ein U-förmiger Blechwinkel ausgebildet ist, der den Bürstenhalter über greift, wobei der Blechwinkel seitlich abstehende Befestigungslaschen zur Befestigung des Bürstenhalters an einer Montagefläche aufweist, wobei in dem Bürstenhalter eine Durchgrifföffnung ausgebildet ist, wobei in die Durchgrifföffnung eine an einer Befestigungslasche des Blechwinkels ausgebildete Haltelasche eingreift und die Bürste in einer Rückhalteposition in dem Bürstenhalter formschlüssig haltert, wobei die Befestigungslasche mit der Haltelasche relativ zu der Montagefläche des Bürstenhalters um einen Winkel a geneigt ausgebildet ist.

Das Bürstenmodul für die rotierende elektrische Maschine weist dem nach den Bürstenhalter auf, der in Art eines Schafts ausgebildet ist und die Bürste bzw. Kohlebürste längsbeweglich aufnimmt. Der Bürstenhal ter ist von der Montagevorrichtung bzw. dem U-förmigen Blechwinkel zur Montage des Bürstenhalters an der elektrischen Maschine in Art einer Klammer umgeben, sodass der Bürstenhalter auf der Montagefläche an der elektrischen Maschine aufliegt. Die Befestigungslaschen sind dabei so seitlich an dem U-förmigen Blechwinkel angeordnet, dass diese bezogen auf eine Längsachse des Blechwinkels von diesem in jeweils entgegengesetzte Richtungen seitlich auskragen. In einem befestigten Zustand bzw. einer Montagekonfiguration des Bürstenmoduls liegen die Befestigungslaschen zusammen mit dem Bürstenhalter an der Montage fläche an bzw. sind in einer gemeinsamen Montageebene angeordnet. Der Bürstenhalter ist weiter so ausgebildet, dass an zumindest einer Befesti gungslasche des Blechwinkels die Haltelasche ausgebildet ist, die wie derum in die Durchgrifföffnung des Bürstenhalters eingreift. Die Halte lasche haltert dabei die Bürste in der Rückhalteposition im Bürstenhalter derart, dass die Bürste nicht weit aus dem Bürstenhalter herausragt und bei einer Montage an einer elektrischen Maschine hinderlich sein könnte.

Die Befestigungslasche ist mit der Haltelasche relativ zu der Montage fläche bzw. zu der Montageebene um den Winkel a geneigt ausgebildet. Das heißt, bei einem Auflegen des Bürstenmoduls auf die Montagefläche an der elektrischen Maschine liegt zumindest die Befestigungslasche mit der Haltelasche nicht an der Montagefläche an, sondern steht von dieser vielmehr entsprechend der Neigung des Winkels a ab . Zwischen der Montagefläche und der betreffenden Befestigungslasche ist dann ein keilförmiger, freier Raum ausgebildet. Bei einem Befestigen der Befesti gungslaschen der elektrischen Maschine durch beispielsweise Verschrau ben wird die Befestigungslasche mit der Haltelasche dann zwangsläufig an die Montagefläche angedrückt, sodass alle Befestigungslaschen in der Montageebene liegen. Die Befestigungslasche mit der Haltelasche wird folglich um den Winkel a verschwenkt, wobei die Haltelasche dann die Bürste in der Rückhalteposition freigeben kann. Die Bürste kann somit in einem Arbeitsgang mit dem Befestigen des Bürstenmoduls an der elektri schen Maschine freigegeben und in eine Kontaktposition überführt wer den, ohne dass besondere Befestigungsmittel an der Bürste entfernt werden müssten. Eine Montage des Bürstenmoduls kann so wesentlich vereinfacht werden.

Folglich kann die Befestigungslasche zur Anlage an der Montagefläche um den Winkel a neigbar ausgebildet sein, wobei bei einer Neigung um den Winkel a die Haltelasche die Bürste freigeben und die Bürste in eine Kontaktposition bewegen kann. Die Haltelasche kann dann unmittelbar an die Befestigungslasche gekoppelt sein, sodass die Haltelasche einer Schwenkbewegung der Befestigungslasche folgt. Die Haltelasche haltert dann die Bürste nicht mehr formschlüssig bzw. gibt die Bürste frei. Prin zipiell kann es auch vorgesehen sein, dass jede der Befestigungslaschen eine Haltelasche aufweist, die dann in eine jeweilige Durchgrifföffnung in den Bürstenhalter eingreift. Wesentlich ist eine Neigung der Befesti gungslasche relativ zu der Montagefläche, die so beschaffen sein kann, dass bei einer Montage die Neigung beseitigt werden muss bzw. eine Bewegung der Haltelasche für die Montage erforderlich wird. Vorzugs weise ist jedoch vorgesehen, nur eine Befestigungslasche mit der Halte lasche auszubilden. Die gegenüberliegende Befestigungslasche kann dann ohne eine entsprechende Neigung gegenüber einer Montagefläche ausgebildet oder um einen Winkel ß geneigt sein.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Winkel a 5° bis 50° beträgt. Je nach Ausbildung der Haltelasche und der Bürste kann der Winkel a dann so bemessen sein, dass durch ein Verschwenken der betreffenden Befes tigungslasche um den Winkel a die Haltelasche um einen Weg bewegt wird, der zur Freigabe der Bürste erforderlich ist.

In den Befestigungslaschen können jeweils Durchgangsöffnungen für eine Schraube ausgebildet sein. Die Durchgangsöffnungen können in Art einer Bohrung, eines Langlochs oder eines Schlitzes ausgebildet sein. Wesentlich ist, dass die Durchgangsöffnungen von einer Schraube oder auch einem anderen Befestigungsmittel, wie beispielsweise einem Niet oder dergleichen, durchsetzt werden können. So ist es dann möglich, das Bürstenmodul kraft- und/oder formschlüssig an der elektrischen Maschi ne sicher zu befestigen. Wenn die Durchgangsöffnungen mit einem ausreichenden Spiel ausgebildet sind, ist auch eine Feinjustierung des Bürstenmoduls in der Montageposition möglich. Mit einer Schraube kann dann auch die Befestigungslasche mit der Haltelasche bei einem Anzie hen der Schraube so verformt werden, dass die Befestigungslasche um den Winkel a geneigt wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Befestigungslasche, die die Halte lasche aufweist, mit dem U-förmigen Blechwinkel über ein biegbares Scharnier verbunden ist. Die Befestigungslasche kann dann integral mit dem U-förmigen Blechwinkel ausgebildet sein, ohne dass eine besondere Anordnung bzw. Befestigung der Befestigungslasche an dem U-förmigen Blechwinkel erforderlich wäre. Das biegbare Scharnier kann dann von dem U-förmigen Blechwinkel bzw. der Befestigungslasche selbst ausge bildet sein. Auch kann die Haltelasche von der Befestigungslasche selbst ausgebildet sein. Ein derartiger Blechwinkel kann einfach durch Aus stanzen und Biegen von Blech kostengünstig hergestellt werden.

Das Scharnier kann durch eine Materialschwächung in einer Biegekante am Blechwinkel ausgebildet sein. Eine Materialschwächung kann bei spielsweise eine Einkerbung, eine Ausnehmung oder eine Durchgangsöff nung in dem Blech sein. So kann die Materialschwächung ein Langloch sein, welches entlang der Biegekante verläuft, sodass ein Verschwenken der Befestigungslasche an der Biegekante ohne großen Kraftaufwand möglich ist. Überdies kann so auch eine unerwünschte Verformung des U-förmigen Blechwinkels bzw. der Befestigungslasche an anderen Stellen verhindert werden.

Der Bürstenhalter kann eine Aufnahmehülse, in der die Bürste längsver schieblich gehaltert ist, und eine Federeinrichtung aufweisen, wobei die Federeinrichtung dann so ausgebildet sein kann, dass sie eine Andruck kraft in Richtung einer Längsachse der Aufnahmehülse auf die Bürste ausübt, wobei die Durchgrifföffnung in der Aufnahmehülse ausgebildet sein kann. Die Aufnahmehülse kann dann einen Aufnahmeraum für die Bürste ausbilden, in dem die Bürste eingesetzt ist und von seitlichen Wandlungen der Aufnahmehülse in der Richtung der Längsachse geführt wird. Die Andruckkraft kann von der Federeinrichtung im Bereich eines Kontaktendes der Bürste auf diesem bewirkt werden. Die Federeinrich tung kann von einer Rollbandfeder, Spiralfeder oder einer Blattfeder ausgebildet sein. In einer besonders einfachen Ausführungsform kann eine als Druckfeder ausgebildete Spiralfeder in die Aufnahmehülse ein gesetzt sein.

Weiter kann die Bürste mit einer in Richtung einer Längsachse der Bürs te verlaufenden Nut ausgebildet sein, in die die Haltelasche eingreifen kann, wobei die Nut an einem proximalen Ende der Bürste einen Absatz ausbilden kann, wobei die Haltelasche zusammen mit dem Absatz einen hinteren Anschlag für die Bürste ausbilden kann. Die Nut kann demnach entlang der Bürste in dieser ausgebildet sein, ohne durchgängig in dieser zu verlaufen. Wenn die Nut nicht ganz bis zu dem proximalen Ende der Bürste ausgebildet ist, verbleibt ein Absatz an dem Ende der Nut, der durch die Anlage an der Haltelasche eine formschlüssige Halterung der Bürste in dem Bürstenhalter ermöglicht. Alternativ ist es auch möglich, die Nut in Art einer Ausnehmung auszubilden, die alleine für einen Ein griff der Haltelasche dient. Beim Verschwenken der Haltelasche wird eine Freigabe der Bürste dadurch möglich, dass die Haltelasche aus der Nut bzw. der Ausnehmung herausbewegt wird.

An einem distalen Ende des Bürstenhalters kann eine Führungslasche ausgebildet sein, die in die Nut eingreift, wobei die Führungslasche zusammen mit dem Absatz einen vorderen Anschlag für die Bürste aus bildet. Die Führungslasche kann in Art einer Sicke in einer Wandung des Bürstenhalters ausgebildet sein, wobei die Sicke dann in die Nut ein greift. Der von der Nut ausgebildete Absatz gelangt dann bei einer Längsbewegung der Bürste aus dem Bürstenhalter heraus an der Füh rungslasche zur Anlage, wenn die Bürste nahezu vollständig aus dem Bürstenhalter herausbewegt ist. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Bürste durch abrasiven Abtrag weitestgehend aufge braucht ist. Durch die Ausbildung des vorderen Anschlags kann verhin dert werden, dass die Bürste aus dem Bürstenhalter herausfällt.

Der Bürstenhalter kann eine Positionierausnehmung aufweisen, in die eine von dem Blechwinkel ausgebildete Positionierlasche eingreift. An dem U-förmigen Blechwinkel kann demnach eine weitere Lasche ausge- bildet sein, die formschlüssig in die Positionierausnehmung eingreift und so eine genaue Positionierung des Bürstenhalters relativ zu dem U-förmi gen Blechwinkel ermöglicht. Eine Montage von Bürstenhalter und U-för migem Blechwinkel ist dann einfach durch Zusammenstecken möglich, ohne dass eine besondere Ausrichtung in der gewünschten Relativpositi on erforderlich ist. Umgekehrt kann der Blechwinkel die Positionieraus nehmung und der Bürstenhalter die Positionierlasche aufweisen. Auch können mehrere Positionierausnehmungen vorgesehen sein, sodass eine Positionierung in verschiedenen, vorbestimmten Positionen möglich wird.

Die Positionierausnehmung kann von der Durchgrifföffnung ausgebildet sein. Vorteilhaft kann die Durchgrifföffnung so ausgebildet sein, dass die Positionierlasche in die Durchgrifföffnung eingreift. Die Positionier lasche ist dann insbesondere so ausgebildet, dass sie nicht mit der Bürste in Kontakt gelangt. Auch ist wesentlich, dass die Positionierlasche nicht mit der Befestigungslasche direkt verbunden ist, da sonst eine Bewegung der Positionierlasche bei einer Montage möglich wäre. Auch kann die Durchgrifföffnung so groß ausgebildet sein, dass die Positionierlasche und die Haltelasche in diese eingreifen können.

Der Blechwinkel kann seitlich abstehende, relativ zueinander parallel angeordnete Positionierlaschen zum Befestigen des Bürstenhalters an parallelen Seitenflächen eines die Montagefläche ausbildenden Trägers aufweisen. Die Positionierlaschen können in ihrem Relativabstand so bemessen sein, dass der Bürstenhalter bzw. der Blechwinkel an dem Träger aufgesteckt und unter Ausbildung einer Federspannung zwischen den Positionierlaschen fixierbar ist. Das Bürstenmodul kann an dem Träger so einfach vorpositioniert werden, was eine Montage des Bürsten moduls erleichtert. Ein Festhalten des Bürstenmoduls oder auch ein genaueres Ausrichten desselben ist dann bei einer manuellen Montage nicht mehr zwangsläufig erforderlich. Ein Eindrehen von Schrauben in den Träger bzw. die Montagefläche wird so wesentlich vereinfacht. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Bürstenhalter aus Blech ausgebildet. Die Durchgrifföffnung kann dann einfach durch Stanzen ausgebildet sein. Weiter kann der schaftförmige Bürstenhalter durch Bie gen des Blechs kostengünstig hergestellt werden.

Die erfindungsgemäße elektrische Maschine, insbesondere Elektromotor, weist daher ein erfindungsgemäßes Bürstenmodul auf. Durch die verein fachte Montage des Bürstenmoduls wird die elektrische Maschine kos tengünstiger herstellbar.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Montage eines Bürstenmoduls an einer elektrischen Maschine, insbesondere Elektromotor, erfolgt mit zumindest einer Bürste des Bürstenmoduls eine elektrische Kontaktie rung eines Schleifrings der Maschine, wobei die Bürste in einem Bürs tenhalter des Bürstenmoduls aufgenommen und gehaltert wird, wobei eine Montagevorrichtung des Bürstenmoduls als ein U-förmiger

Blechwinkel ausgebildet wird, der den Bürstenhalter übergreift, wobei der Blechwinkel mit seitlich abstehenden Befestigungslaschen ausgebil det wird, wobei der Bürstenhalter an einer Montagefläche mittels der Befestigungslaschen befestigt wird, wobei in dem Bürstenhalter eine Durchgrifföffnung ausgebildet wird, wobei in die Durchgrifföffnung eine an einer Befestigungslasche des Blechwinkels ausgebildete Haltelasche eingreift und die Bürste in einer Rückhalteposition in dem Bürstenhalter formschlüssig haltert, wobei die Befestigungslasche mit der Haltelasche relativ zu der Montagefläche des Bürstenhalters um einen Winkel a geneigt ausgebildet wird. Zu den Vorteilen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auf die Vorteilsbeschreibung der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwiesen.

Weiter kann die Befestigungslasche um den Winkel a geneigt und zur Anlage an der Montagefläche gebracht werden, wobei bei der Neigung um den Winkel a die Haltelasche die Bürste freigeben und die Bürste in einer Kontaktposition bewegen kann. Bei der beispielsweisen Befesti gung der Befestigungslasche an der Montagefläche mittels einer Schrau- be wird die Befestigungslasche um den Winkel a so verschwenkt, dass die Befestigungslasche in die Montageebene gelangt, wobei durch das Verschwenken der Befestigungslasche die Haltelasche gleichfalls um den Winkel a verschwenkt und aus der Durchgrifföffnung heraus so weit be- wegt wird, dass die Bürste nicht mehr formschlüssig in dem Bürstenhal ter bzw. in der Rückhalteposition von der Haltelasche gehaltert ist. Die Bürste kann sich nun aus dem Bürstenhalter herausbewegen, vorzugswei se so weit, dass die Bürste in die Kontaktposition an dem Schleifring gelangt. Folglich wird mit der Montage des Bürstenmoduls an der Monta- gefläche der elektrischen Maschine die Bürste gleichfalls entsichert bzw. freigegeben, ohne dass ein weiterer Arbeitsschritt notwendig wäre.

Weitere Ausführungsformen des Verfahrens ergeben sich aus den Merk malsbeschreibungen der auf den Vorrichtungsanspruch 1 zurückbezoge nen Unteransprüche. Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig.l Eine perspektivische Darstellung eines Bürstenmoduls;

Fig.2 eine Vorderansicht des Bürstenmoduls vor einer Montage des Bürstenmoduls;

Fig. 3 die Vorderansicht des Bürstenmoduls nach der Montage des Bürstenmoduls :

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des Bürstenmoduls nach der Montage des Bürstenmoduls. Eine Zusammenschau der Fig. 1 bis 4 zeigt ein Bürstenmodul 10 in verschiedenen Ansichten. Das Bürstenmodul 10 dient zur elektrischen Kontaktierung eines Schleifrings einer hier nicht dargestellten elektri schen Maschine und umfasst einen Bürstenhalter 1 1 , eine Montagevor- richtung 12 und eine Bürste 13. Die Bürste 13 besteht im Wesentlichen aus einem Kohlenstoffmaterial und ist in den Bürstenhalter 1 1 eingesetzt und darin längsbeweglich gehaltert. Der Bürstenhalter 1 1 bildet eine Aufnahmehülse 14 für die Bürste 13 aus und umfasst eine Feder 15 , die eine Andruckkraft in Richtung einer Längsachse 16 der Aufnahmehülse 14 auf die Bürste 13 ausübt, sodass die Bürste 13 mit der Andruckkraft gegen den hier nicht dargestellten Schleifring gedrückt werden kann.

Die Montagevorrichtung 12 ist als ein U-förmiger Blechwinkel 17 ausgebildet, der den Bürstenhalter 1 1 übergreift und seitlich abstehende Befestigungslaschen 1 8 zur Befestigung des Bürstenhalters 1 1 an einer hier nur schematisch dargestellten Montagefläche 19 aufweist. Die Montagefläche 19 wird von einem Träger 20 an der hier nicht dargestell ten elektrischen Maschine ausgebildet. Der Träger 20 ist so positioniert, dass das Bürstenmodul 10 in der gewünschten Position an dem

Schleifring montiert werden kann. In den Befestigungslaschen 1 8 sind jeweils Durchgangsöffnungen 21 ausgebildet, durch die jeweils hier nicht dargestellte Schrauben hindurch geführt und mit dem Träger 20 zur Montage des Bürstenmoduls an den Träger 20 verschraubt werden kön nen. An dem Blechwinkel 17 sind weiter seitlich abstehende Positionier- laschen 22 ausgebildet, die zum Befestigen des Bürstenhalters 1 1 an parallelen Seitenflächen 23 des Trägers 20 dienen. Die Positionierla schen 22 sind relativ zueinander parallel ausgebildet und so weit vonein ander beabstandet, dass zwischen den Positionierlaschen 22 eine Klemm kraft auf die Seitenflächen 23 des Trägers 20 bewirkt werden kann.

Dadurch wird es möglich, das Bürstenmodul 10 an dem Träger 20 vorzu positionieren.

Die Fig. 1 und 2 zeigen das Bürstenmodul 10 vor einer abschließenden Montage an dem Träger 20, wobei sich die Bürste 13 hier in einer Rück halteposition 24 in dem Bürstenhalter 1 1 befindet. Insbesondere ist in dem Bürstenhalter 1 1 eine Durchgrifföffnung 25 ausgebildet, in die eine Haltelasche 26, die an einer Befestigungslasche 1 8 ausgebildet ist, ein- greift. Die Haltelasche 26 haltert die Bürste 13 dabei formschlüssig in der Rückhalteposition 24, wobei die Befestigungslasche 18 mit der Hal telasche 26 um einen Winkel a relativ zu der Montagefläche 19 geneigt ausgebildet ist. In der Bürste 13 ist eine Nut 27 ausgebildet, die an einem proximalen Ende 28 der Bürste 13 einen Absatz 29 ausbildet. Die Haltelasche 26 greift in die Nut 27 ein und verhindert durch die Anlage an dem Absatz 29 ein Herausschieben der Bürste 13 aus der Aufnah mehülse 14 durch die Feder 15.

Die Fig. 3 und 4 zeigen das Bürstenmodul 10 nach einer Montage des Bürstenmoduls 10 auf dem Träger 20 durch Verschrauben mit dem

Träger 20. Die Befestigungslaschen 18 sind hier in einer gemeinsamen Montageebene 30 mit der Montagefläche 19 angeordnet. Beim Ver schrauben werden die Befestigungslaschen 18 um die jeweiligen Winkel a und ß in Richtung der Montageebene 30 bzw. der Montagefläche 19 verbogen bzw. angenähert, bis diese plan an der Montagefläche 19 anliegen. Insbesondere beim Verschwenken der Befestigungslasche 18 mit der Haltelasche 26 wird die Haltelasche 26 aus der Nut 27 so weit herausbewegt, dass der Absatz 29 freigegeben wird. Die Bürste 13 kann nun mittels der Feder 15 in die in Fig. 4 gezeigte Kontaktposition 3 1 bzw. die am Verschleißende der Bürste 13 erreichte Position bewegt werden. Um ein Herausfallen der Bürste 13 aus der Aufnahmehülse 14 zu verhindern, ist an einem distalen Ende 32 der Aufnahmehülse 14 eine Führungslasche 33 ausgebildet, die in die Nut 27 eingreift und an der der Absatz 29 zur Anlage gelangen kann. Die Führungslasche verhindert im Wesentlichen ein Herausfallen der Bürste 13 aus der Aufnahmehülse 14.

Um ein Verschwenken der Befestigungslasche 18 mit der Haltelasche 26 um den Winkel a in der gewünschten Weise sicherzustellen, ist in einer Biegekante 34 am Blechwinkel 17 ein Fangloch 35 ausgebildet, sodass eine definierte Schwenkbewegung an der Biegekante 34 möglich wird. Weiter dient die Durchgrifföffnung 25 in der Aufnahmehülse 14 zur genauen Positionierung des Bürstenhalters 1 1 in dem Blechwinkel 17. So ist an dem Blechwinkel 17 eine Positionierlasche 36 ausgebildet, die in die Durchgrifföffnung 25 eingreift, ohne jedoch mit der Bürste 13 in Kontakt zu gelangen. Die Positionierlasche 36 legt so eine Position des Bürstenhalters 1 1 in Richtung der Längsachse 16 relativ zu dem

Blechwinkel 17 fest.