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Title:
CAMERA ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/133910
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a camera arrangement (2), comprising a housing (4) having at least one base part (6a), comprising a camera (8) having a viewing direction (12) and having a sight cone (14) directed in the viewing direction (12), wherein the camera (8) is movable relative to the base part (6a) in such a way that the viewing direction (12) can be changed relative to the base part (6a). The camera arrangement contains a cover element (18), and the camera (8) is movable relative to the base part (6a) into at least one covering position (A) in which the sight cone (14) of the camera (8) is aligned with the cover element (18).

Inventors:
ROAN PHILIP (US)
VAN GILS RENE (NL)
BERGMANN RALPH (DE)
BOSATELLI SIMONE (DE)
OSENTOSKI SARAH (US)
KROEGER MARTIN (DE)
BHAT SHILPA (US)
HSIAO KAIJEN (US)
Application Number:
PCT/EP2017/051263
Publication Date:
August 10, 2017
Filing Date:
January 23, 2017
Export Citation:
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Assignee:
BOSCH GMBH ROBERT (DE)
International Classes:
G08B13/196
Foreign References:
US20090009597A12009-01-08
US20110279671A12011-11-17
DE19739482A11999-03-18
US5689304A1997-11-18
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Claims:
Ansprüche

1. Kameraanordnung (2),

- mit einem Gehäuse (4), das mindestens ein Fußteil (6a) aufweist,

- mit einer Kamera (8), die eine Blickrichtung (12) und einen in Blickrichtung (12) gerichteten Sichtkegel (14) aufweist,

- wobei die Kamera (8) relativ zum Fußteil (6a) derart bewegbar ist, so dass die

Blickrichtung (12) relativ zum Fußteil (6a) veränderbar ist.

dadurch gekennzeichnet, dass

- die Kameraanordnung (2) ein Abdeckelement (18) enthält, und

- die Kamera (8) relativ zum Fußteil (6a) in mindestens eine Abdeckposition (A) bewegbar ist, in der der Sichtkegel (14) der Kamera (8) auf das Abdeckelement

(18) ausgerichtet ist.

2. Kameraanordnung (2) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

- das Gehäuse (4) ein Kopfteil (6b) enthält, das relativ zum Fußteil (6a) bewegbar ist, und

- die Kamera (8) im Kopfteil (6b) angeordnet ist und zusammen mit diesem bewegbar ist. 3. Kameraanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kamera (8), insbesondere vollständig, insbesondere um mindestens 300°, insbesondere um mindestens 240°, um eine Drehachse (20) drehbar ist, so dass die, insbesondere senkrecht zur Drehachse (20) verlaufende, Blickrichtung (12) in verschiedene Raumrichtungen weist.

4. Kameraanordnung (2) nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

mindestens eine Drehposition (D) der Kamera (8) um die Drehachse (20) einer der Abdeckpositionen (A) entspricht.

5. Kameraanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kamera (8) axial entlang einer Versatzachse (24) bewegbar ist, die insbesondere - falls vorhanden - die Drehachse (20) ist, und mindestens Axialposition (X) mindestens eine der Abdeckpositionen (A) aufweist.

6. Kameraanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Abdeckelement (18) ein Teil des Fußteils (6a) ist.

7. Kameraanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kamera (8) zumindest teilweise händisch und/oder zumindest teilweise motorisch bewegbar ist.

8. Kameraanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kamera (8) eine optische und/oder akustische Ausgabeeinheit (26) aufweist, die insbesondere dazu dient, anzuzeigen, dass die Kamera (8) die

Abdeckposition (A) verlässt und/oder sich in diese begibt und/oder sich außerhalb und/oder in der Abdeckposition (A) befindet.

9. Kameraanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kameraanordnung (2) ein Schaltelement (28) enthält, bei dessen Betätigung die Kamera (8) motorisch in die Abdeckposition (8) bewegt wird oder aus dieser heraus bewegt wird. 10. Kameraanordnung (2) nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Schaltelement (28) ein von der Umgebung (30) der Kameraanordnung (2) aus zugänglicher Beschleunigungssensor oder Berührungssensor oder

Näherungssensor ist, der am Gehäuse (4), insbesondere - falls vorhanden - am Kopfteil (6b) des Gehäuses (4), angeordnet ist.

11. Kameraanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Kameraanordnung (2) eine Ortungseinrichtung (42), insbesondere mindestens zwei, insbesondere drei, insbesondere um jeweils 120° zueinander versetzte, Bewegungssensoren (44), enthält, die dazu dient, eine Bewegung in der Umgebung (30) der Kameraanordnung (2) zu lokalisieren und die

Blickrichtung (12) der Kamera (8) in die Richtung der lokalisierten Bewegung auszurichten.

Description:
Beschreibung

Titel

Kameraanordnung Die Erfindung betrifft eine Kameraanordnung.

Stand der Technik

Kameras, die eine Wohnrauminnenüberwachung ermöglichen sollen, sind in einer Vielzahl bekannt. Eine derartige Kamera wird beispielsweise im US-Patent

5,689,304 A offenbart.

Problematisch ist, dass oftmals für einen Benutzer, welcher sich im

Erfassungsbereich der Kamera befindet, nicht zu erkennen ist, ob die Kamera gerade aufzeichnet oder nicht. Der Benutzer hat somit keine Information darüber, ob seine Privatsphäre durch die aufzeichnende Kamera gefährdet sein könnte.

Offenbarung der Erfindung Im Rahmen der Erfindung wird eine Kameraanordnung gemäß Patentanspruch 1 offenbart. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sowie anderer Erfindungskategorien ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren. Die Kameraanordnung enthält ein Gehäuse. Das Gehäuse weist mindestens ein

Fußteil bzw. Basisteil auf. Das Fußteil kann fest auf einem Untergrund angeordnet werden. Der Untergrund ist z.B. ein Möbelstück, eine Zimmerwand oder -decke, ein Gebäudeteil usw. Die Position des Fußteils ist dann relativ zum Untergrund fixiert. Die Kameraanordnung enthält eine Kamera. Die Kamera weist einen Sichtkegel auf. Der Sichtkegel ist in eine Blickrichtung gerichtet. Der Sichtkegel weist dabei insbesondere einen Öffnungswinkel von mindestens 200°, insbesondere mindestens 160°, insbesondere mindestens 120°, auf. Die Kamera ist in der Lage, eine Szene aus ihrer Umgebung entsprechend ihrem Sichtkegel in einem Kamerabild abzubilden. Die Blickrichtung ist eine Raumrichtung, in welche die Kamera beziehungsweise deren Sichtkegel ausgerichtet ist, das heißt die Richtung, in welche die Kamera Bilder aufnimmt. Die Kamera ist relativ zum Fußteil bewegbar. Die Bewegbarkeit ist derart ausgeführt, dass die Blickrichtung relativ zum Fußteil veränderbar ist. Die Kamera kann also relativ zum Fußteil bewegt werden, um ihre Blickrichtung im Raum zu ändern und somit ihren Sichtkegel im Raum zu verändern, um so verschiedene Raumbereiche in Kamerabildern abbilden zu können.

Die Kameraanordnung enthält ein Abdeckelement. Die Kamera ist relativ zum Fußteil in mindestens eine Abdeckposition bewegbar. In der Abdeckposition ist der Sichtkegel der Kamera auf das Abdeckelement ausgerichtet. In der

Abdeckposition erzeugt die Kamera also ein Bild des Abdeckelements, jedoch kein anderes Bild der Kameraumgebung mehr. Szenen aus der

Kameraumgebung werden also nicht mehr im Kamerabild abgebildet.

Insbesondere ist der Sichtkegel der Kamera also vollständig auf das

Abdeckelement gerichtet, sodass der Sichtkegel beziehungsweise der Blick auf die sonstige Kameraumgebung durch das Abdeckelement vollständig blockiert ist. Im Kamerabild ist also nur das Abdeckelement sichtbar. In der

Kameraanordnung sind auch mehrere Abdeckpositionen möglich, in welche die Kamera bewegbar ist.

Die Erfindung beruht auf folgenden Überlegungen und Erkenntnissen: Auch internetfähige Kameras, sogenannte Webkameras, die an einen PC

angeschlossen sind, sind grundsätzlich für eine Wohnrauminnenüberwachung geeignet. In den meisten Fällen ist eine Kamera stationär mit einem festen Blickwinkel installiert. In der Vergangenheit wurden schon des Öfteren entsprechende Kameras beziehungsweise Videokameras von Hackern übernommen, sodass diese Videozugriff auf die Kamera und damit zum Beispiel auf den durch die Kamera abgebildeten Innenraum eines privaten Wohnraumes erhalten haben. Eine Möglichkeit, die Privatsphäre eines Benutzers der Kamera zu schützen wäre, eine mechanisch betätigte Klappe vor die Kameralinse zu klappen.

Die Erfindung beruht auf der Idee, durch eine Kamera, insbesondere eine Videokamera, innerhalb von Wohngebäuden eine Videoüberwachung

ermöglichen. Gemäß der Erfindung weist die Kameraanordnung

beziehungsweise die Kamera die Fähigkeit auf, einen insbesondere automatisch (Bewegungssensoren mit Richtungserkennung) drehbaren und insbesondere versenkbaren Kopf beziehungsweise eine solche Kamera vorzuweisen.

Einerseits kann so insbesondere per Fernbedienung, zum Beispiel durch eine

App auf einem Computer, Tablet oder Smartphone, ein Rundumblick im Haus beziehungsweise Wohninnenraum ermöglicht werden, andererseits wird dem Benutzer durch den versenkbaren Kopf angezeigt, wann die Kamera aktiv ist oder nicht. Ein Benutzer kann von zu Hause oder unterwegs aus Zugriff auf diese Kamera per Smartphone erhalten.

Eine sich in der Umgebung der Kamera befindende Person ist - wenn die Kamera in der Abdeckposition ist - hinsichtlich ihrer Privatsphäre geschützt, da keinerlei Bilder von der Person oder sonstigen Situationen von der Kamera erzeugt werden, da diese lediglich das Abdeckelement abbildet. So ist die

Privatsphäre geschützt, egal ob die Kamera in der Abdeckposition tatsächlich aufzeichnet, d.h. Bilder erzeugt oder nicht.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Gehäuse ein Kopfteil. Das Kopfteil ist relativ zum Fußteil bewegbar. Die Kamera ist im Kopfteil angeordnet.

Die Kamera ist zusammen mit dem Kopfteil bewegbar. In dieser

Ausführungsform wird also das Kopfteil bewegt, um die Kamera zu bewegen beziehungsweise mit dem Kopfteil mitzuführen. Zum Beispiel ist die Kamera zusammen mit dem Kopfteil in einer bestimmten Raumrichtung bewegbar, beispielsweise um eine Drehachse drehbar. Gemäß dieser Ausführungsform kann ein Benutzer der Kamera von außen erkennen, wie die Kamera gerade ausgerichtet ist, indem er die Ausrichtung des Kopfteils erkennt, insbesondere wenn dem Benutzer angezeigt wird oder dieser weiß, wie die Kamera im Kopfteil orientiert ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Kamera um eine Drehachse drehbar. Insbesondere ist die Kamera vollständig um die Drehachse drehbar, das heißt kann um 360 Grad beliebig um die Drehachse verdreht werden.

Insbesondere ist die Kamera um mindestens 300 Grad drehbar, insbesondere um mindestens 240 Grad drehbar. Insbesondere ist diese Ausführungsform mit dem oben genannten Öffnungswinkel des Sichtkegels kombiniert. Der

Öffnungswinkel wird dabei in Umfangsrichtung der Drehachse betrachtet. Es ergibt sich insbesondere folgende Ausführungsform: Der Kamerakopf bzw. die Kamera kann sich um 240 Grad um die Drehachse drehen. Die Linse erfasst dabei, d.h. der Öffnungswinkel des Sichtkegels beträgt, ca. 160 Grad. Die

Kombination aus beiden Winkeln ermöglicht eine 360 Grad-Sicht um die

Drehachse, obwohl sich der Kopf nicht um 360 Grad drehen kann. Die

Drehachse ist bezüglich der Blickrichtung derart gewählt, dass bei Drehung der Kamera um die Drehachse auch die Blickrichtung in verschiedene

Raumrichtungen weist. Durch Drehung der Kamera um die Drehachse können also verschiedene Raumbereiche von der Kamera abgebildet werden. Die Blickrichtung ist insbesondere senkrecht zur Drehachse ausgerichtet.

In einer bevorzugten Variante dieser Ausführungsform entspricht mindestens eine Drehposition der Kamera um die Drehachse der Abdeckposition. Wird die

Kamera um die Drehachse also in die bestimmte Drehposition gebracht, ist die Abdeckposition erreicht. Mit anderen Worten ist die Kamera also um die

Drehachse in eine Drehposition drehbar, in welcher sie auf das Abdeckelement ausgerichtet ist und nur noch dieses abbildet.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Kamera axial entlang einer Versatzachse bewegbar. Für Ausführungsformen, bei welchen die Kamera um eine Drehachse drehbar ist, ist insbesondere die Versatzachse auch die

Drehachse. Mindestens eine Axialposition der Kamera bei Bewegung entlang der Versatzachse enthält mindestens eine der Abdeckpositionen. Insbesondere für die Ausführungsform zusammen mit der Drehachse kann die Kamera also entlang der Versatzachse in mindestens eine Axialposition gebracht werden, in der zumindest eine Drehposition existiert, die der Abdeckposition entspricht. Vorzugsweise existiert jedoch eine Axialposition, bei welcher sämtliche

Drehpositionen Abdeckpositionen sind. Jede Bewegung der Kamera entlang der Versatzachse in die Axialposition führt dann zu einer Abdeckposition. So entsteht eine Kameraanordnung, bei der die Kamera bzw. der Kamerakopf über einen Dreh-Versenk-Mechanismus, insbesondere in ein Gehäuseteil, insbesondere das Fußteil, eingefahren werden kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Abdeckelement ein Teil des Fußteils. In dieser Ausführungsform ist die Kamera also relativ zum Fußteil derart bewegbar, dass in zumindest einer Bewegungsposition die Abdeckposition erreicht ist und in dieser Abdeckungsposition die Kamera auf denjenigen Teil des Fußteils ausgerichtet ist, der das Abdeckelement ist.

In einer bevorzugten Variante dieser Ausführungsform weist das Fußteil einen oberen Rand auf, über den die Kamera in einer Sichtstellung hinausragt. Die Sichtstellung gilt für jede anderweitige Ausrichtung der Blickrichtung. Die Kamera ist auch in eine Abdeckstellung verfahrbar. In der Abdeckstellung blickt die Kamera unterhalb des Randes auf das Abdeckelement. Die Abdeckstellung gilt für jede anderweitige Ausrichtung der Blickrichtung. Z.B. ist das Fußteil zylinderförmig. Ragt die Kamera über den oberen Rand des Zylinders hinaus, befindet sie sich in der Sichtstellung. Für jeden Drehwinkel der Kamera um die Zylinderachse (Blickrichtung senkrecht zur Zylinderachse) blickt die Kamera ungehindert über den Rand. Ist die Kamera nach unten in den Zylinder eingefahren, befindet sie sich in der Abdeckstellung. Sie blickt unterhalb des Randes auf die Zylinderinnenwand. Die betreffenden Abschnitte der

Zylinderinnenwand bilden jeweilige Abdeckelemente. Für jeden Drehwinkel der Kamera blickt die Kamera unterhalb des Randes auf die Zylinderinnenwand.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Kamera zumindest teilweise händisch bewegbar. Alternativ oder zusätzlich ist die Kamera zumindest teilweise motorisch bewegbar. Insbesondere kann die Kamera zum Beispiel händisch in die Abdeckposition oder aus dieser heraus gebracht werden Alternativ oder zusätzlich kann die Kamera motorisch in beliebige Positionen verfahren werden, um jeweils eine gewünschte Blickrichtung in die Umgebung zu erhalten beziehungsweise einen gewünschten Umgebungsteil der Kameraanordnung im Sichtkegel der Kamera abzubilden. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Kamera eine Ausgabeeinheit auf. Die Ausgabeeinheit ist eine optische und/oder akustische Ausgabeeinheit. Die Ausgabeeinheit dient insbesondere dazu, anzuzeigen, dass die Kamera die Abdeckposition verlässt. Alternativ oder zusätzlich dient die Ausgabeeinheit dazu, anzuzeigen, dass die Kamera sich außerhalb der Abdeckposition befindet.

Alternativ oder zusätzlich dient die Ausgabeeinheit dazu, anzuzeigen, dass die Kamera sich in die Abdeckposition bewegt. Alternativ oder zusätzlich dient die Ausgabeeinheit dazu, anzuzeigen, dass die Kamera sich in der Abdeckposition befindet. Die Ausgabeeinheit signalisiert damit einem Benutzer der Kamera, dass der Sichtkegel nicht oder eben doch auf die Abdeckposition ausgerichtet ist und somit die Privatsphäre des Benutzers unter Umständen nicht oder eben doch gewahrt ist. Ein alternativer oder zusätzlicher Verwendungszweck der akustischen Ausgabeeinheit ist die Durchsage von Sprachmitteilung und/oder eine Intercom-Funktion mit einem Nutzer der z.B. mit seinem Smartphone gerade unterwegs ist und/oder für die Ansage von Systemmitteilungen der

Kameraanordnung.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Kameraanordnung ein

Schaltelement. Bei Betätigung des Schaltelements wird die Kamera motorisch in die Abdeckposition oder aus dieser heraus bewegt. Somit weist die

Kameraanordnung eine Möglichkeit für einen Benutzer auf, dass dieser durch Betätigung des Schaltelements die Kamera in die Abdeckposition bewegt und somit seine Privatsphäre wahrt oder diese aus der Abdeckposition bringt, um diese aufnahmebereit zu machen.

In einer bevorzugten Variante dieser Ausführungsform ist das Schaltelement ein Beschleunigungssensor. Durch Antippen des Kopfteils bzw. Kamerakopfes wird das Kopfteil ein- oder ausgefahren. Alternativ ist das Schaltelement ein

Berührungssensor. Der Berührungssensor ist von der Umgebung der

Kameraanordnung aus zugänglich. Alternativ ist das Schaltelement ein

Näherungssensor. Berührungssensor oder Näherungssensor sind am Gehäuse angeordnet. Für Ausführungsformen, in denen das Gehäuse ein Kopfteil aufweist, ist insbesondere Berührungssensor oder Näherungssensor am Kopfteil des Gehäuses angeordnet. Der Näherungssensor erkennt dabei, ob sich etwas, zum Beispiel die Hand eines Benutzers, dem Gehäuse nähert. Auch hierdurch kann die Kamera in die Abdeckposition bewegt werden. Alternativ gilt für die Ausführungsformen, dass durch Betätigung des Schaltelements die Kamera auch motorisch aus der Abdeckposition heraus bewegt wird, das heißt in ihren aufzeichnungsbereiten Zustand bewegt wird, um so eine Raumüberwachung wieder zu ermöglichen. Auch hier liegt eine bewusste Handlung des Benutzers vor, der somit in Kenntnis ist, dass nunmehr seine Privatsphäre unter Umständen nicht mehr gewahrt ist.

Ausführungsformen der Erfindung, auch in Kombination der oben genannten Ausführungsformen, gegebenenfalls auch bisher nicht erwähnte

Ausführungsformen, werden wie folgt zusammengefasst:

Die Kamera kann einen um 360 Grad drehbaren Kamerakopf aufwiesen. Der Kamerakopf ist beispielsweise die Kamera selbst oder das Kopfteil des

Gehäuses zusammen mit der Kamera. Der Kamerakopf ist insbesondere mit Hilfe eines Steuergeräts, insbesondere eines Smartphones, auf eine gewünschte Position, das heißt eine gewünschte Blickrichtung der Kamera, ausrichtbar. Insbesondere kann die Kamera dann ein Livebild gemäß ihres Sichtkegels erzeugen. Die Positionierung kann insbesondere auch automatisch erfolgen, insbesondere nach einem vordefinierten Überwachungsmuster oder durch den Einsatz von Sensoren (Bild- oder PI R-Sensoren (passive infrared)). Der oder die Sensoren richten die Kamera dann auf die gewünschte Position

beziehungsweise Blickrichtung aus. Bei einem vordefinierten

Überwachungsmuster ist es denkbar, dass eine eingeübte Drehsequenz abgespielt werden kann. Optional funktioniert die Kamera auch per Infrarotlicht in der Nacht. Optional kann der Kamerakopf entweder manuell an der Kamera oder elektrisch per Fernbedienung in das Gehäuse beziehungsweise das Fußteil versenkt werden. Dadurch können Nutzer, zum Beispiel die Bewohner eines Hauses, erkennen, dass die Kamera nicht aufzeichnen kann, da diese auf das Gehäuse als Abdeckelement ausgerichtet ist.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Kamera durch kurzes Berühren auf den Kamerakopf (Druck oder andere Sensorik) dazu zu bringen, den Kopf einzufahren. Somit ergibt sich eine sogenannte Haptikkontrolle. Eine derartige Haptikkontrolle erkennt optional auch, wann der Druck auf den Kamerakopf zu groß ist und gibt dabei einen Warnton aus. Optional kann eine Möglichkeit vorgesehen sein, dass die Kamera jedes Mal einen Signalton von sich gibt, wenn sie insbesondere aus dem Gehäuse ausfährt, um anwesenden Personen anzuzeigen, dass ein Überwachungsmodus aktiviert wurde, das heißt dass die Kamera bereit ist, Kamerabilder aufzuzeichnen oder tatsächlich Kamerabilder aufzeichnet.

Eine Variante der Kameraanordnung könnte sein, dass der Kamerakopf nicht einfahrbar ist, aber die Kamera beziehungsweise eine Kameralinse soweit drehbar ist, dass sie vor einem Schild im Gehäuse als Abdeckelement zum Stehen kommt. Auch in diesem Fall ist dem Benutzer ersichtlich, dass die Kamera insofern deaktiviert ist, dass diese lediglich Bilder des Schildes erzeugen könnte.

Optional kann die Kamera einen Bewegungsmelder aufweisen, durch den sie aktiviert wird. Optional kann die Kamera auch ein Mikrofon besitzen. Optional kann die Kamera auch LEDs besitzen, um einen Überwachungsmodus anzuzeigen, das heißt anzuzeigen, dass sie gerade Bilder erzeugt oder hierzu bereit ist. Optional kann die Kamera auch einen Lautsprecher besitzen, um eine Aktivierung per Sprachtext anzukündigen oder auch sonst Sprache zu übertragen. Alternativ oder zusätzlich kann auch dieser Lautsprecher für die oben genannte Durchsage von Sprachmitteilung und/oder Intercom-Funktion und/oder Ansage von Systemmitteilungen der Kameraanordnung benutzt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Kameraanordnung eine Ortungseinrichtung, insbesondere mindestens zwei, insbesondere drei, insbesondere um jeweils 120° in Umfangsrichtung der Kameraanordnung zueinander versetzte, Bewegungssensoren. Die Ortungseinrichtung dient dazu, eine Bewegung in der Umgebung der Kameraanordnung (zu detektieren und) zu lokalisieren und die Blickrichtung der Kamera in die Richtung der lokalisierten Bewegung auszurichten. Z.B. sind also drei Bewegungsmelder im Abstand von 120 Grad angeordnet. Auf Basis der Signale der Bewegungsmelder bestimmt ein nicht näher erläuterter Algorithmus in der Ortungseinrichtung, aus welcher Richtung die Bewegung kommt bzw. in welcher Richtung diese stattfindet.

Daraufhin wird der Kamerakopf, d.h. die Blickrichtung, in diese Richtung positioniert. Das kann sofort oder mit einer Verzögerung stattfinden. Weitere Merkmale, Wirkungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie der beigefügten Figuren. Dabei zeigen in einer schematischen Prinzipskizze:

Figur 1 eine erfindungsgemäße Kameraanordnung in perspektivischer

Ansicht,

Figur 2 eine alternative Kameranordnung in verschiedenen Ansichten, Figur 3 die Kameraanordnung aus Fig. 2 in perspektivischen Ansichten in einer alternativen Ausführungsform.

Figur 1 zeigt eine Kameraanordnung 2. Die Kameraanordnung 2 enthält ein Gehäuse 4. Das Gehäuse 4 weist ein Fußteil 6a auf, das fest auf einem

Untergrund 7, hier einem Wohnzimmerschrank, angeordnet ist. Die

Kameraanordnung 2 enthält eine Kamera 8, von welcher in Figur 1 nur eine Linse 10 sichtbar ist und die ansonsten nur gestrichelt angedeutet ist. Die Kamera 8 weist eine Blickrichtung 12 auf. Außerdem weist die Kamera 8 einen Sichtkegel 14 auf, welches in die Blickrichtung 12 gerichtet ist. Der Sichtkegel 14 ist in Figur 7 lediglich symbolisch dargestellt. Der im Sichtkegel 14 liegende Bereich des die Kameraanordnung 2 umgebenden Raumes wird in

Kamerabildern abgebildet.

Das Gehäuse 4 enthält ein Kopfteil 6b, das ebenfalls relativ zum Fußteil 6a bewegbar ist. Die Kamera 8 ist im Kopfteil 6b angeordnet und zusammen mit diesem bewegbar.

Die Kamera 8 ist relativ zum Fußteil 6a bewegbar, im vorliegenden Fall in oder entgegen der Richtung des Pfeils 16 um die Drehachse 20 drehbar. Zusätzlich ist die Kamera 8 in oder entgegen der Richtung des Pfeils 22 entlang der

Versatzachse 24 verschiebbar. Im Beispiel fallen Drehachse 22 und

Versatzachse 24 zusammen. Durch die entsprechenden Bewegungen ändert sich die Lage der Blickrichtung 12 im Raum und somit auch die Ausrichtung des Sichtkegels 14. Insbesondere ändert sich auch die Blickrichtung 12 relativ zum Fußteil 6a. Die Kamera 8 ist vollständig, das heißt um 360 Grad um die

Drehachse 20 drehbar. Die Blickrichtung 12 verläuft senkrecht zur Drehachse 20.

In der in Fig. 1 gezeigten Axialposition blickt die Kamera 8 stets über den oberen Rand 9 des Fußteils 6a hinweg und hat ungehinderte Sicht auf die Umgebung 30. Die Kamera 8 befindet sich also in einer Sichtstellung, in der alle

Drehpositionen D möglich sind, um Kamerabilder aus der Umgebung 30 zu erzeugen.

Die Kameraanordnung 2 enthält ein Abdeckelement 18, welches im vorliegenden Fall ein Teil bzw. Abschnitt des Gehäuses 4 beziehungsweise des Fußteils 6a ist. Die Kamera 8 ist, wie in Figur 1 wiederum gestrichelt angedeutet ist, zusammen mit dem Kopfteil 6b in mehrere Abdeckpositionen A bewegbar. Hierzu wird die Kamera in Richtung des Pfeils 22 an die Axialposition X bewegt und dort ggf. in oder entgegen der Richtung des Pfeils 16 verdreht. Auch kann die Kamera 8 aus mehreren Drehpositionen D an anderen Axialpositionen in die Axialposition X bewegt werden.

In der Axialposition X befindet sich die Kamera 8 in einer Abdeckstellung. Für alle Drehpositionen D blickt die Kamera 8 unterhalb des Randes 9 auf das Innere des Fußteils 6a. In den Abdeckpositionen A ist der Sichtkegel 14 der Kamera 8 stets auf das Abdeckelement 18 gerichtet. Im vorliegenden Fall bilden sämtliche Umfangsabschnitte des Fußteils 6a, welche in der Figur gestrichelt angedeutet sind, jeweilige Abdeckelemente 18, je nach dem, in welcher Drehposition D und damit Abdeckposition A sich die Kamera 8 an der Axialposition X gerade befindet.

In Figur 1 sind beispielhaft alternative Blickrichtungen 12 für alternative

Abdeckpositionen A bei verschiedenen Drehwinkeln D eingezeichnet. In der Axialposition X entsprechen alle möglichen Drehpositionen D jeweils

Abdeckpositionen A, da die Kamera 8 rings umlaufend mit ihrem Blickfeld 14 stets auf das Fußteil 6a und damit auch das beziehungsweise die Abdeckelemente 18 blickt. Die Axialposition X weist damit alle Abdeckpositionen A auf.

Die Kamera 8 ist im vorliegenden Fall insofern händisch betätigbar, als diese händisch entlang der Versatzachse 24 verschiebbar ist. Außerdem ist die

Kamera 8 motorisch insofern bewegbar, dass diese motorisch um die Drehachse 20 drehbar ist.

Die Kameraanordnung 2 enthält eine in Figur 1 nur symbolisch angedeutete optische und akustische Ausgabeeinheit 26. Diese zeigt im vorliegenden Fall an, dass die Kamera 8 sich aus der Abdeckposition A herausbegibt, indem die Ausgabeeinheit 26 ein Tonsignal ausgibt. Außerdem zeigt sie durch ein

Leuchtsignal an, dass sich die Kamera 8 außerhalb der Abdeckposition A befindet. Ein nicht dargestellter Benutzer der Kameraanordnung 2 wird somit durch das Tonsignal darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Kamera 8 aus der Abdeckposition A herausbewegt und durch ein permanentes Lichtsignal darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Kamera 8 außerhalb der

Abdeckposition A befindet. In den so angezeigten Positionen ist die Kamera zumindest prinzipiell aufnahmebereit, so dass die Privatsphäre des Benutzers gefährdet sein kann.

Darüber hinaus ist in Figur 1 ohnehin für den Benutzer intuitiv und leicht erkennbar, dass sich die Kamera 8 in der Abdeckposition A befindet, da nur dann das Kopfteil 6b im Fußteil 6a versenkt ist. So kann dieser leicht erkennen, dass die Privatsphäre gewahrt ist. Denn selbst eine aufzeichnende Kamera liefert lediglich Bilder des Abdeckelements 18.

In einer alternativen Ausführungsform enthält die Kameraanordnung 2 ein Schaltelement 28, hier einen Näherungssensor, welcher sich an der Oberseite 32 des Kopfteils 6b befindet. Das Schaltelement 28 ist daher von der Umgebung 30 der Kameraanordnung 2 aus zugänglich. Bringt ein nicht dargestellter Benutzer seine Hand in die Nähe der Oberseite 32, wird dies vom Näherungssensor in Form des Schaltelements 28 erkannt und die Kamera 8 in diesem Fall motorisch entlang der Versatzachse 24 in Richtung des Pfeils 22 in das Fußteil 6a versenkt. Alternativ handelt es sich beim Schaltelement 28 um einen Berührungssensor, sodass der Benutzer die Oberseite 32 von der Umgebung 30 aus berührt, um die Kamera 8 entsprechend zu versenken. Das Annähern beziehungsweise

Berühren funktioniert auch in Gegenrichtung, das heißt um die Kamera 8 aus der Abdeckposition A entgegen des Pfeils 22 aus dem Fußteil 6a herauszufahren.

Figur 2 zeigt eine alternative Kameraanordnung 2 in verschiedenen Ansichten, nämlich in a) Draufsicht, b) Ansicht von links, c) Ansicht von vorne, d) Ansicht von rechts und e) Ansicht von hinten. Im Wesentlichen entspricht die

Ausführungsform gemäß Figur 2 derjenigen gemäß Figur 1. Das Gehäuse 4 ist bezüglich seiner Formgebung etwas anders gestaltet. Außerdem ist die

Ausgabeeinheit 26 in Form eines Lautsprechers im unteren Innenbereich des Fußteils 6a angeordnet. In Figur 2 ist lediglich ein umlaufendes

Lautsprechergitter der Ausgabeeinheit 26 sichtbar. Zusätzlich weist die

Kameraanordnung 2 eine Leuchte 34, hier eine Infrarot-LED auf, um auch Nachtaufnahmen mit der Kamera 8 zu ermöglichen. Weiterhin weist die

Kameraanordnung 2 ein Mikrofon 36 auf, welches eine Aufnahme von Tönen, Geräuschen, usw. in der Umgebung 30 der Kameraanordnung 2 und damit deren Übertragung zu einer nicht dargestellten Gegenstelle ermöglicht.

In Fig. 2 ist auch ein Steckplatz 38 für eine SD-Karte dargestellt. Eine

Energieversorgung der Kameraanordnung 2 erfolgt über einen

Versorgungsanschluss 40 für elektrische Energie. Ein Netzwerkanschluss der Kameraanordnung 2 wird über nicht dargestelltes WiFi bewerkstelligt.

Die Kameraanordnung 2 weist außerdem eine Ortungseinrichtung 42 auf. Diese enthält im Beispiel drei Bewegungssensoren 44, welche in Umfangsrichtung der Kameraanordnung 2 bezüglich der Drehachse 20 beziehungsweise

Versatzachse 24 jeweils um 120 Grad versetzt angeordnet sind. Die

Ortungseinrichtung 42 dient dazu, eine Bewegung, z.B. eines Menschen oder Tieres, in der Umgebung 30 der Kameraanordnung 2 zu lokalisieren und die Blickrichtung 12 der Kamera 8 in die Richtung der lokalisierten Bewegung auszurichten. Weitere Komponenten der Ortungseinrichtung 42, beispielsweise eine Recheneinheit und eine Ansteuereinheit zur motorischen Verstellung der Kamera 8 um die Drehachse 20, sind in Figur 2 nicht dargestellt. Figur 3 zeigt die Kameraanordnung 2 aus Figur 2 nochmals in perspektivischen Ansichten, nämlich a) schräg von oben aus einer Richtung von rechts vorne und b) schräg von oben aus einer Richtung von links hinten. Fig. 3 zeigt außerdem eine alternative Ausführungsform des Gehäuses 4. Hier ist das Abdeckelement 18 einen Schild 44, der in einem Umfangsabschnitt über den sonstigen Rand 9 des Fußteils 6a hinausragt. Der Schild 44 ist hier ein integrales Teil des Fußteils 6a, kann alternativ aber auch ein Aufsatzteil sein. Die Kamera 8 braucht dann nicht in die Axialposition X verfahren zu werden, sondern kann in der gezeigten Axialposition verbleiben, um in eine Abdeckposition A zu gelangen. Sie muss nur in die richtige Drehposition D gebracht werden (gestrichelt), um mit ihrer

Blickrichtung 12 in der Abdeckposition A auf das Abdeckelement 18 zu blicken.