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Title:
CARRIER RAIL, AND CARRIER RAIL SYSTEM HAVING CARRIER RAILS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/069367
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a carrier rail (1) for a carrier rail system, comprising: an elongate carrier profile (2), which delimits an interior (3); a first busbar (6) having at least one first electrical conductor (60) for electrically connecting electrical or electronic components via an open longitudinal side (12) of the carrier profile (2), wherein the first busbar (6) is accommodated in the interior (3) of the carrier profile (2) and extends along the carrier profile (2); and a second busbar (7) having at least one second electrical conductor (70) for electrically connecting electrical or electronic components, which second busbar (7) extends on the outside with respect to the interior (3) and along the carrier profile (2). The invention also relates to a carrier rail system for connecting electrical or electronic components, comprising a plurality of the carrier rails (1) according to the invention.

Inventors:
KLAUS VAMBERSZKY (AT)
LADSTÄTTER GERALD (AT)
Application Number:
PCT/EP2020/077832
Publication Date:
April 15, 2021
Filing Date:
October 05, 2020
Export Citation:
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Assignee:
ZUMTOBEL LIGHTING GMBH (AT)
International Classes:
H01R25/14; F21V21/02
Foreign References:
EP0343384A21989-11-29
Attorney, Agent or Firm:
BARTH, Alexander et al. (AT)
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Claims:
Ansprüche

1. Tragschiene (1 ) für ein Tragschienensystem, aufweisend ein längliches Tragprofil (2), welches einen Innenraum (3) begrenzt, eine erste Stromschiene (6) mit wenigstens einem ersten elektrischen Leiter (60) zum elektrischen Anschluss von elektrischen oder elektronischen Komponenten über eine offene Längsseite (12) des Tragprofils (2), wobei die erste Stromschiene (6) in dem Innenraum (3) des Tragprofils (2) aufgenommen ist und sich längs des Trag profils (2) erstreckt, und eine zweite Stromschiene (7) mit wenigstens einem zweiten elektrischen Leiter (70) zum elektrischen Anschluss von elektrischen oder elektronischen Komponenten, welche sich bezüglich des Innenraums (3) außen und längs des Trag profils (2) erstreckt.

2. Tragschiene (1) gemäß Anspruch 1, wobei die zweite Stromschiene (7) sich an dem Tragprofil (2) längs erstreckt, vorzugsweise mit dem Tragprofil (2) direkt verbunden ist, besonders bevorzugt mittels Formschluss, wie mittels einer Schnappverbindung, und/oder mittels Kraftschluss, wie mittels einer Schraubverbindung, und/oder mittels Stoffschluss, wie mittels einer Klebeverbindung.

3. Tragschiene (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Tragprofil (2) einen in Längsrichtung gesehen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einem Verbindungsschenkel (10) sowie zwei sich von dem Verbindungsschenkel (10) weg und bevorzugt parallel erstreckenden Seitenschenkeln (11) aufweist, welche den Innenraum (3) begrenzen.

4. Tragschiene (1) gemäß Anspruch 3, wobei die erste Stromschiene (6) sich innen an wenigstens einem der Seitenschenkel (11) und/oder dem Verbindungsschenkel (10) längs erstreckt.

5. Tragschiene (1) gemäß Anspruch 3 oder 4, wobei die zweite Stromschiene (7) sich außen an wenigstens einem der Seitenschenkel (11 ) und/oder dem Verbindungsschenkel (10) längs erstreckt.

6. Tragschiene (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Stromschiene (7) sich in länglichen Strukturbereichen (5), wie Längsnuten oder Längsrillen oder Längsräume oder längliche Rücksprünge, des Tragprofils (2) oder an einem flächigen Abschnitt der Außenseite (A) des Tragprofils (2) erstreckt.

7. Tragschiene (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Tragprofil (2), vorzugsweise der Verbindungsschenkel (10), eine sich bevorzugt längs des Tragprofils (2) erstreckende Befestigungsstruktur (4) zur Befestigung der Tragschiene

(1 ) aufweist, wobei die Befestigungsstruktur (4) bevorzugt die oder einen Teil der Strukturbereiche (5) und/oder einen Teil der Außenseite (A) des Tragprofils (2) aufweist.

8. Tragschiene (1 ) gemäß einem Anspruch 7, wobei die Befestigungsstruktur (4) wenigstens zwei zueinander abgewinkelte Abschnitte (40, 41 ) aufweist, wobei bevorzugt wenigstens einer der Abschnitte (40, 41 ) den Strukturbereich (5) aufweist, und/oder wobei die Abschnitte (40, 41) bevorzugt mit einem weiteren Teil des Tragprofils (2) den Strukturbereich (5) bilden.

9. Tragschiene (1 ) gemäß Anspruch 7 oder 8, wobei die Befestigungsstruktur (4) hohl ausgebildet ist und bevorzugt einen Teil des Innenraums (3) begrenzt.

10. Tragschiene (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stromschienen (6, 7) jeweils eine Leiteraufnahmestruktur (62, 72), vorzugsweise in Lamellen- oder Wellenform zur Bildung von länglichen Leiteraufnahmenuten (63, 73), aufweist, in welcher die elektrischen Leiter (60, 70) bevorzugt in den Leiteraufnahmenuten (63, 73) aufgenommen sind.

11. Tragschiene (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Tragprofil

(2) einerseits und die zweite Stromschiene (7), vorzugsweise deren Leiteraufnahmenuten (73), andererseits derart ausgebildet und zueinander positioniert sind, dass von außen ein direkter Kontakt mit einem geradlinigen Draht (D) mit definiertem Durchmesser d von bspw. 1mm verhindert ist.

12. Tragschiene (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Tragprofil (2), vorzugsweise wenigstens einer der Seitenschenkel (11) oder der Verbindungsschenkel (10) oder die hohle Befestigungsstruktur (5), eine Durchgangsöffnung (8) aufweist, um wenigstens eine der Stromschienen (6, 7) von einer diese Stromschiene (6, 7) aufweisenden Seite des Tragprofils (2) abgewandten Seite des Tragprofils (2) durch die Durchgangsöffnung (8) hindurch elektrisch zu kontaktieren.

13. Tragschiene (1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend ein Befestigungsteil (9), vorzugsweise eine Haltefeder, zum Befestigen der Tragschiene

1 an einem Befestigungsbereich, wobei das Befestigungsteil (9) bevorzugt mittels Befestigungsstrukturen (92) mit dem Tragprofil (2) und bevorzugt dessen Befestigungsstruktur (4) vorzugsweise lösbar koppelbar ist.

14. Tragschiene (1) gemäß Anspruch 13, wobei die zweite Stromschiene (7) in einem oder durch einen zwischen dem Befestigungsteil (9) und dem Tragprofil (2), vorzugsweise dem Verbindungsschenkel (10) oder dessen Befestigungsstruktur (4) oder einem von dessen Abschnitten (41) gebildeten Raum (93) verläuft, um sich bezüglich des Innenraums (3) außen und längs des Tragprofils (2), bevorzugt an dem flächigen Abschnitt der Außenseite (A) des Tragprofils (2), zu erstrecken.

15. Tragschiene (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend wenigstens eine elektrische oder elektronische Komponente, wie eine Leuchte, insbesondere eine Lichtbandleuchte oder eine Spot-Leuchte, ein Betriebsgerät oder einen Sensor, insbesondere einen Bewegungssensor oder einen Helligkeitssensor, wobei die elektrische oder elektronische Komponente mit der ersten und/oder der zweiten Stromschiene (6, 7), vorzugsweise den ersten und/oder zweiten elektrischen Leitern (60, 70), elektrisch und bevorzugt ferner bspw. über Haltestrukturen (54) des Tragprofils (2) mechanisch gekoppelt ist.

16. Tragschienensystem zum Anschluss elektrischer oder elektronischer Komponenten, aufweisend mehrere Tragschienen (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, welche bevorzugt zueinander längs in Reihe angeordnet sind, wobei die ersten Stromschienen (6) benachbarter Tragschienen (1 ) elektrisch miteinander gekoppelt sind und/oder wobei die zweiten Stromschienen (7) benachbarter Tragschienen (1) elektrisch miteinander gekoppelt sind.

17. T ragschienensystem gemäß Anspruch 16, wobei die T ragprofile (2) und/oder die ersten Stromschienen (6) und/oder die zweiten Stromschienen (7) benachbarter Tragschienen (1 ) mechanisch miteinander gekoppelt sind.

18. Tragschienensystem gemäß Anspruch 17, ferner aufweisend einen mechanischen Verbinder zur mechanischen Kopplung.

19. Tragschienensystem gemäß einem der Ansprüche 16 bis 18, ferner aufweisend einen elektrischen Verbinder zur elektrischen Kopplung.

20. Tragschienensystem gemäß Anspruch 18 oder 19, ferner aufweisend ein Verbindungsteil, wie eine Verbindungsschiene, welches wenigstens einen Teil des elektrischen Verbinders und/oder des mechanischen Verbinders aufweist.

Description:
Beschreibung

Tragschiene sowie Tragschienensystem mit Tragschiene

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tragschiene für ein Tragschienensystem mit einem einen Innenraum begrenzenden, länglichen Tragprofil, in dem eine Stromschiene sich längs des Trag profils erstreckend angeordnet ist. Ebenso betrifft die vorliegende Erfindung ein Tragschienensystem, welches mehrere solcher Tragschienen aufweist.

Tragschienen gemäß der eingangs genannten Art sind grundsätzlich bekannt. Innerhalb des Tragprofils der bekannten Tragschienen sind elektrische Versorgungssysteme vorgesehen, welche sich in der Regel längs der länglichen Tragschiene in dem Innenraum des Tragprofils erstrecken. Als solche Versorgungssysteme sind beispielsweise eine Buchsenverdrahtung oder eine ein- oder mehrteilige Stromschiene bekannt. Elektrische Anschlussbereiche bzw. elektrische Leiter des Versorgungssystems sind in der Regel nur über die einseitige untenliegende Öffnung des Tragprofils zugänglich. Erschwert wird die Zugänglichkeit zumeist dadurch, dass die Zugangsöffnung von einem Abdeckstreifen oder Lichtbandleuchten oder anderen elektrischen oder elektronischen Komponenten wenigstens teilweise verschlossen ist.

Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tragschiene sowie ein mit einer solchen Tragschiene ausgestattetes Tragschienensystem bereitzustellen, welche flexiblere Anschlussmöglichkeiten für elektrische oder elektronische Verbraucher ermöglicht.

Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung daher eine Tragschiene für ein Tragschienensystem, welche ein längliches Tragprofil aufweist. Das längliche Tragprofil begrenzt einen Innenraum. Die Tragschiene weist des Weiteren eine erste Stromschiene mit wenigstens einem ersten elektrischen Leiter zum elektrischen Anschluss von elektrischen oder elektronischen Komponenten über eine offene Längsseite des Tragprofils auf. Die erste Stromschiene ist in dem Innenraum des Tragprofils aufgenommen und erstreckt sich längs des Tragprofils. Ferner weist die Tragschiene eine zweite Stromschiene mit wenigstens einem zweiten elektrischen Leiter zum elektrischen Anschluss von elektrischen oder elektronischen Komponenten auf. Die zweite Stromschiene erstreckt sich dabei bezüglich des Innenraums außen und längs des Tragprofils. Durch die Bereitstellung einer weiteren Stromschiene, welche nicht, wie aus dem Stand der Technik bekannt, sich im vom Tragprofil begrenzten Innenraum erstreckt und somit nur über die einzige Öffnung zugänglich ist, sondern vielmehr explizit außerhalb des vom Tragprofil begrenzten Innenraums verläuft, also bspw. an dessen Außenseite befindet, können weitaus flexiblere Anschlussmöglichkeiten bereitgestellt werden. Die Zugänglichkeit einer so bereitgestellten zweiten Versorgungsebene durch die zweite Stromschiene ist von außen deutlich erleichtert, wenn die erste Stromschiene bspw. durch entsprechende Komponenten bereits belegt bzw. deren Zugänglichkeit durch diese erschwert ist. Somit ist es möglich, beispielsweise auch zusätzliche Verbraucher (beispielsweise von einer Lichtbandleuchte unabhängige Verbraucher) in einfacherWeise anzuschließen und somit mit Strom und/oder Daten zu versorgen. Durch die zusätzliche, separate und außenliegende Stromschiene kann somit die Flexibilität einer entsprechenden Tragschiene deutlich erhöht werden. Somit ist nicht nur ein einfacher Abgriff auch von außen möglich. Auch können beispielsweise zusätzliche Verbraucher ohne Störung beispielsweise einer durchgängigen Lichtlinie der Tragschiene in einfacher Weise vorgesehen und entsprechend versorgt bzw. angeschlossen werden. Das Vorsehen einer entsprechenden zweiten Stromschiene erfordert dabei gegebenenfalls nicht einmal eine strukturelle Abänderung bereits existierender Tragprofile, so dass auch bereits existierende Tragschienen entsprechend nachgerüstet werden können. Insgesamt sind zur Bereitstellung einer erfindungsgemäßen Tragschiene gegenüber herkömmlichen Tragschienen keine oder nur geringfügige Investitionen erforderlich und die Herstellung ist zudem besonders einfach. Dies insbesondere deshalb, da bekannte Stromschienen beispielsweise in herkömmlicher Weise einfach extrudiert und später in einfacher Weise vorgesehen werden können, indem sie beispielsweise aufgeschraubt, eingeschnappt oder auf andere Weise einfach vorgesehen bzw. eingebracht werden.

Die zweite Stromschiene kann sich an dem Tragprofil längs erstrecken und ist bevorzugt mit dem Tragprofil direkt verbunden. Denkbar ist hier bevorzugt eine direkte Verbindung mittels Formschluss, wie mittels einer Schnappverbindung, und/oder mittels Kraftschluss, wie mittels einer Schraubverbindung, und/oder mittels Stoffschluss, wie mittels einer Klebeverbindung. Insofern kann die zweite Stromschiene besonders platzsparend vorgesehen werden. Durch die direkte Verbindung mit dem Tragprofil ist sie zudem sicher vorgesehen. Beispielsweise kann die Stromschiene Verbindungsstrukturen aufweisen, welche mit den korrespondierenden Strukturen des Tragprofils zusammenwirkt, um die zweite Stromschiene an dem Tragprofil zu befestigen. Dies bevorzugt auf lösbare Weise. Selbstverständlich kann die zweite Stromschiene auch unlösbar mit dem Tragprofil verbunden werden; beispielsweise mit diesem verklebt werden.

Das Tragprofil kann einen in Längsrichtung gesehen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einem Verbindungsschenkel sowie zwei sich von dem Verbindungsschenkel weg und bevorzugt parallel erstreckenden Seitenschenkeln aufweisen, welche den Innenraum begrenzen. Auf diese Weise wird eine einfach herzustellende Tragprofilgeometrie bereitgestellt, welche zudem einen ausreichend großen Innenraum bei gleichzeitig kompakter Bauweise bereitstellt.

Die erste Stromschiene kann sich innen an wenigstens einem der Seitenschenkel und/oder dem Verbindungsschenkel längs erstrecken. Somit kann die erste Stromschiene an einer bevorzugten Position vorgesehen werden. Für die entsprechende Position können dabei unterschiedliche Faktoren von Bedeutung sein, wie beispielsweise die Ausgestaltung und Positionierung des elektrischen Kopplungspartners einer mit der Stromschiene zu verbindenden elektrischen oder elektronischen Komponente sowie auch die Einhaltung von Sicherheitsnormen. Die Erfindung ist nicht auf eine bestimmte Position beschränkt und lässt dem Anwender den gegebenen Umständen und Wünschen entsprechend vollen Freiraum.

Die zweite Stromschiene kann sich bevorzugt außen an wenigstens einem der Seitenschenkel und/oder dem Verbindungsschenkel längs erstrecken. Der Positionierung der zweiten Stromschiene sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Diese kann je nach Anforderung an einem beliebigen Bereich der Tragschiene vorgesehen werden. Auch hier können für die Positionierung unterschiedliche Faktoren von Bedeutung sein, wie beispielsweise die Funktion bzw. das Einsatzgebiet der zweiten Stromschiene, die zu verbindenden Verbraucher sowie auch gegebenenfalls die Einhaltung entsprechender Sicherheitsnormen.

Die zweite Stromschiene kann sich in länglichen Strukturbereichen, wie Längsnuten oder Längsrillen oder Längsräumen oder länglichen Rücksprüngen, des Tragprofils erstrecken. Dies ermöglicht eine insgesamt kompakte Bauweise bzw. eine sichere Positionierung der zweiten Stromschiene, wenn diese beispielsweise entsprechend korrespondierende Verbindungsstrukturen aufweist, welche mit den Strukturbereichen in Verbindung gebracht werden können, um die zweite Stromschiene sicher vorzusehen. Auch ist es denkbar, dass die Stromschiene sich an der Außenseite und bevorzugt an einem vorzugsweise flächigen Abschnitt der Außenseite des Tragprofils erstreckt. Somit kann die Stromschiene sicher und genau positioniert werden. Grundsätzlich ist, wie bereits erwähnt, die Positionierung der zweiten Stromschiene durch die vorliegende Erfindung nicht beschränkt, solange die zweite Stromschiene bezüglich des Innenraums außen vorgesehen ist.

Das Tragprofil und bevorzugt der Verbindungsschenkel können eine sich bevorzugt längs des Tragprofils erstreckende Befestigungsstruktur zur Befestigung der Tragschiene aufweisen. Auf diese Weise kann das Tragprofil einfach an einer Montagefläche - beispielsweise an einer Decke oder Wand - befestigt werden. Die Tragschiene kann hierzu beispielsweise mit der Montagefläche direkt verschraubt werden oder mittels eines Kopplungsteils, wie beispielsweise einer Haltefeder, verbunden werden, welches seinerseits an der Montagefläche befestigt ist. Die Befestigungsstruktur kann bevorzugt die oder einen Teil der Strukturbereiche und/oder einen Teil der (flächigen) Außenseite des Tragprofils aufweisen. Insofern kann auch die Befestigungsstruktur zum Vorsehen der zweiten Stromschiene genutzt werden, was deren Einsatzbereich und Flexibilität weiter erhöht.

Die Befestigungsstruktur kann wenigstens zwei zueinander abgewinkelte Abschnitte aufweisen. Beispielsweise kann die Befestigungsstruktur im Querschnitt eine T-Form aufweisen. Somit wird eine besonders effektive und sichere Befestigungsstruktur bereitgestellt. Bevorzugt kann wenigstens einer der Abschnitte den Strukturbereich aufweisen. Alternativ oder ergänzend ist es denkbar, dass die Abschnitte bevorzugt mit einem weiteren Teil des Tragprofils den Strukturbereich bilden. Dies kann beispielsweise dadurch ermöglicht werden, dass die Befestigungsstruktur eine T-Form aufweist und somit der unterhalb des oberen Querschenkels zwischen diesem und dem Tragprofil sich ergebende Raum beispielsweise den Strukturbereich bildet oder aufweist.

Die Befestigungsstruktur kann hohl ausgebildet sein und bevorzugt einen Teil des Innenraums (mit) begrenzen. Insofern kann auch die Befestigungsstruktur zur Aufnahme weiterer erster Stromschienen genutzt werden.

Die Stromschiene kann eine Leiteraufnahmestruktur aufweisen, in welcher die elektrischen Leiter aufgenommen sind. Die Leiteraufnahmestruktur kann dabei bevorzugt in Lamellenoder Wellenform zur Bildung von länglichen Leiteraufnahmenuten ausgebildet sein, wobei die elektrischen Leiter bevorzugt in eben diesen Leiteraufnahmenuten aufgenommen sind bzw. sich entlang dieser erstrecken. Auf diese Weise können die Leiter einerseits sicher aufgenommen werden, um beispielsweise zur Bildung eines sicheren Berührschutzes aufgenommen bzw. eingebettet zu sein. Andererseits kann beispielsweise über die Leiteraufnahmenuten in einfacher Weise mit entsprechenden Kontaktelementen eine sichere und schnelle Kontaktierung ermöglicht werden.

Das Tragprofil einerseits sowie die zweite Stromschiene (vorzugsweise deren Leiteraufnahmenuten) andererseits können derart ausgebildet und zueinander positioniert sein, dass von außen ein direkter Kontakt mit einem geradlinigen Draht mit definiertem Durchmesser d von bspw. 1mm verhindert ist. Eine solche Ausgestaltung, welche eben eine Kontaktierung mit einem entsprechenden Prüfdraht verhindert, ermöglicht eine normgerechte Ausgestaltung der Tragschiene insbesondere für Hochvolt-Stromschienen.

Das Tragprofil und bevorzugt wenigstens einer der Seitenschenkel oder der Verbindungsschenkel oder die hohle Befestigungsstruktur können eine Durchgangsöffnung aufweisen. Dies, um wenigstens eine der Stromschienen von einer diese Stromschiene aufweisenden Seite des Tragprofils abgewandten Seite des Tragprofils durch die Durchgangsöffnung hindurch elektrisch zu kontaktieren. Dies gilt sowohl für die erste Stromschiene als auch in gleicher weise für die zweite Stromschiene. Im Falle der ersten Stromschiene würde die Durchgangsöffnung eine elektrische Kontaktierung der ersten Stromschiene über die Durchgangsöffnung auch von außen ermöglichen. Im Falle der zweiten Stromschiene würde eine elektrische Kontaktierung derselben durch die Durchgangsöffnung hindurch auch von einer Innenseite bzw. von dem Innenraum des Tragprofils aus ermöglicht werden. Auf diese Weise kann das Einsatzgebiet und die Flexibilität der erfindungsgemäßen Tragschiene weiter erhöht werden.

Die Tragschiene kann bevorzugt ferner ein Befestigungsteil aufweisen, um die Tragschiene an einem Befestigungsbereich, wie einer Decke oder Wand, zu befestigen bzw. zu montieren. Bei dem Befestigungsteil kann es sich beispielsweise um eine Haltefeder handeln. Dies soll bevorzugt eine lösbare Kopplung von dem Tragprofil mit dem Befestigungsteil ermöglichen. Das Befestigung steil ist besonders bevorzugt mittels Befestigungsstrukturen desselben mit dem Tragprofil und bevorzugt dessen Befestigungsstruktur vorzugsweise lösbar koppelbar. Somit soll eine einfache Befestigung der Tragschiene ermöglicht werden. Beispielsweise kann das Befestigungsteil an dem Befestigungsbereich vormontiert werden. Das Tragprofil kann dann einfach in das Befestigungsteil eingeschnappt oder eingerastet werden. Gegebenenfalls, sofern erforderlich, können Sicherungsmittel, wie Schrauben, vorgesehen sein, mittels welcher das Befestigungsteil mit dem Tragprofil gesichert wird.

Die zweite Stromschiene kann bevorzugt in einem oder durch einen zwischen dem Befestigungsteil und dem Tragprofil, vorzugsweise dem Verbindungsschenkel oder dessen Befestigungsstruktur oder einem von dessen Abschnitten, gebildeten Raum verlaufen, um sich bezüglich des Innenraums außen und längs des Tragprofils, bevorzugt an dem flächigen Abschnitt der Außenseite des Tragprofils, zu erstrecken. Somit kann die zweite Versorgungsebene der zweiten Stromschiene in einem vorhandenen und bisher ungenutzten Raum verwirklicht werden, ohne bekannte Tragschienen aufwändig abzuwandeln. Die zweite Stromschiene ist zudem an einer geschützten Rückseite des Tragprofils vorgesehen.

Die Tragschiene kann ferner wenigstens eine elektrische oder elektronische Komponente aufweisen, welche mit der ersten und/oder der zweiten Stromschiene, vorzugsweise deren ersten und/oder zweiten elektrischen Leitern, elektrisch gekoppelt ist. Bevorzugt kann die elektrische oder elektronische Komponente ferner beispielsweise über Haltestrukturen des Tragprofils mechanisch gekoppelt sein. Bei der elektrischen oder elektronischen Komponente kann es sich beispielsweise um eine Leuchte, wie insbesondere eine Lichtbandleuchte oder eine Spot-Leuchte, ein Betriebsgerät oder einen Sensor, wie beispielsweise einen Bewegungssensor oder einen Helligkeitssensor, handeln. Die Erfindung ist bezüglich der über die erste und zweite Stromschiene zu koppelnden elektrischen oder elektronischen Komponenten nicht begrenzt, so dass die Tragschiene je nach Kundenwunsch in beliebiger Weise konfiguriert und re-konfiguriert werden kann.

Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ferner ein Tragschienensystem zum Anschluss elektrischer oder elektronischer Komponenten, welche mehrere Tragschienen gemäß der vorliegenden Erfindung aufweist. Die Tragschienen können bevorzugt zueinander längs in Reihe angeordnet sein. Die ersten Stromschienen benachbarter Tragschienen können miteinander elektrisch gekoppelt sein und/oder die zweiten Stromschienen benachbarter Tragschienen können elektrisch miteinander gekoppelt sein. Die Vorteile der zusätzlichen zweiten Stromschiene lassen sich daher auch auf ein gesamtes Tragschienensystem übertragen, indem deren Funktionalität nämlich entlang des gesamten Tragschienensystems fortgesetzt wird.

Die Tragprofile (untereinander) und/oder die ersten Stromschienen (untereinander) und/oder die zweiten Stromschienen (untereinander) benachbarter Tragschienen können ferner mechanisch miteinander gekoppelt sein. Hierzu kann das Tragschienensystem beispielsweise ferner einen mechanischen Verbinder zur mechanischen Kopplung aufweisen. Auf diese Weise kann ein insgesamt sicheres und zusammenhängendes Tragschienensystem gebildet werden.

Das Tragschienensystem kann ferner einen elektrischen Verbinder zur elektrischen Kopplung aufweisen. Somit kann in einfacher Weise eine elektrische Kopplung der benachbarten Tragschienen und insbesondere von deren ersten und/oder zweiten Stromschienen ermöglicht werden.

Das Tragschienensystem kann besonders bevorzugt ferner ein Verbindungsteil, wie eine Verbindungsschiene, aufweisen. Das Verbindungsteil kann dabei wenigstens einen Teil des elektrischen Verbinders und/oder des mechanischen Verbinders aufweisen. Somit kann in einfacher Weise eine elektrische und/oder mechanische Verbindung ermöglicht werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nun anhand der Figuren der begleitenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 eine frontale Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Tragschiene gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in Längsrichtung gesehen,

Figur 2 eine frontale Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Tragschiene gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung in Längsrichtung gesehen,

Figur 3 eine schematische frontale Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Tragschiene gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung in Längsrichtung gesehen, Figur 4 eine schematische frontale Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Tragschiene gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in Längsrichtung gesehen,

Figur 5 eine perspektivische Teilansicht einer Tragschiene gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,

Figur 6 eine perspektivische Teilansicht einer Tragschiene gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,

Figur 7 eine perspektivische Teilansicht einer Tragschiene gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,

Figur 8 eine perspektivische Teilschnittansicht der Tragschiene gemäß Figur 7, und

Figur 9 eine frontale Ansicht der T ragschiene gemäß Figur 7.

Die Figuren zeigen unterschiedliche Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Tragschiene 1 für ein Tragschienensystem. Die Tragschiene 1 weist ein längliches Tragprofil 2 auf, welches einen Innenraum 3 begrenzt. Wie den Ausführungsbeispielen zu entnehmen ist, kann das Tragprofil 2 einen in Längsrichtung gesehen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einem Verbindungsschenkel 10 sowie zwei sich von dem Verbindungsschenkel 10 weg und bevorzugt parallel erstreckenden Seitenschenkeln 11 aufweisen, welche den Innenraum 3 begrenzen. Das Tragprofil 2 weist eine offene Längsseite 12 auf, über die der Innenraum 3 zugänglich ist.

Das Tragprofil 2 kann sich in Längsrichtung der Tragschiene 1 bzw. des Tragprofils 2 erstreckende, längliche Strukturbereiche 5 aufweisen. Diese Strukturbereiche 5 können beispielsweise als Längsnuten, Längsrillen, längliche Rücksprünge, oder längliche und von einem Teil des Tragprofils im Querschnitt in Längsrichtung gesehen wenigstens teilweise umgrenzte Räume oder sonstige Querschnittsprofilabschnitte gebildet sein. In den Figuren 1 , 2, 4 und 5 sind beispielhaft solche im Querschnitt in Längsrichtung betrachtet wenigstens teilweise vom Tragprofil 2 umgrenzte Räume (Längsräume bzw. längliche Räume) 52 gezeigt. Die Figuren 3, 4, 6 und 7-9 zeigen ebenso teilweise vom Tragprofil 2 umgrenzte Räume 52 bzw. Rücksprünge 50, 51. Die Ausführungsbeispiele zeigen auch zahlreiche weitere Strukturbereiche 5, wie Längsrillen 53 oder Haltestrukturen 54 (vgl. Figuren 1 , 2, 5,

6, 7-9), welche unterschiedliche Zwecke erfüllen können und im Weiteren noch im Detail beschrieben werden.

Beispielsweise kann das Tragprofil 2 aus einem Blech gebildet (bspw. als Stanz-Biege-Teil) oder aus einem dünnen Metallmaterial beispielsweise in einem Strangpressverfahren hergestellt sein. Durch entsprechende Ausgestaltung im Querschnitt dieses Blechs bzw. Profils können so zahlreiche Strukturbereiche 5 bereitgestellt werden, welche dann beispielsweise der Aufnahme bzw. Halterung von Bauteilen oder der Verstärkung des Tragprofils 2 dienen, oder auch andere Zwecke erfüllen können; indem sie beispielsweise Anlageflächen, Raststrukturen oder Aufnahmeräume bilden.

Das Tragprofil 2, und hier vorzugsweise dessen Verbindungsschenkel 10, kann eine sich bevorzugte längs des Tragprofils 2 erstreckende Befestigungsstruktur 4 zur Befestigung der Tragschiene 1 an einem Befestigungsbereich, wie beispielsweise an einer Decke oder Wand, aufweisen. Die Befestigungsstruktur 4 kann bevorzugt die oder einen Teil der Strukturbereiche 5 und/oder einen Teil der (flächigen) Außenseite A des Tragprofils 2 aufweisen. Die Befestigungsstruktur 4 kann wenigstens zwei oder auch mehr zueinander abgewinkelte Abschnitte 40, 41 aufweisen. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 , 2, und 4 bis 9 ist die Befestigungsstruktur 4 im Wesentlichen T-förmig ausgebildet; hier mit einem vertikalen Schenkelabschnitt 40, der sich von dem Verbindungsschenkel 10 erstreckt, und einem Querschenkelabschnitt 41, welcher sich an dem bzgl. dem Verbindungsschenkel 10 distalen Ende des vertikalen Schenkelabschnittes 40 quer erstreckt. In Figur 3 ist der vertikale Schenkelabschnitt 40 zum Querschenkelabschnitt verjüngt ausgebildet, weist also hier zwei schräg verlaufende Schrägabschnitte 42, 43 auf. Wenigstens einer der Abschnitte 40 (42, 43), 41 kann bevorzugt den Strukturbereich 5 aufweisen. Dies ergibt sich beispielsweise aus dem Ausführungsbeispiel der Figur 3, bei dem der vertikale Schenkelabschnitt 40 bzw. dessen zwei schrägverlaufende Abschnitte 42, 43 jeweils die Rücksprünge 50 als Strukturbereiche 5 aufweisen. In gleicher weise bildet auch der in Figur 6 gezeigte Rücksprung 51 in dem oberen Querschenkelabschnitt 41 einen entsprechenden Strukturbereich 5. Alternativ oder ergänzend ist es auch denkbar, dass die Abschnitte 40, 41 bevorzugt mit einem weiteren Teil des Tragprofils 2, hier zusammen mit dem Verbindungsschenkel 10, den Strukturbereich 5 bilden, wie dies beispielsweise in den Figuren 1 , 2, 4, 5 und 7-9 durch die entsprechenden Bereiche oder Räume 52 gezeigt ist.

Wie den Figuren ferner zu entnehmen ist, kann die Befestigungsstruktur 4 auch hohl ausgebildet sein und bevorzugt somit einen Teil des Innenraums 3 mit begrenzen.

Wie den Figuren 7 bis 9 beispielhaft zu entnehmen ist, kann die Tragschiene 1 ferner ein Befestigungsteil 9 - hier in Form einer Haltefeder - aufweisen, um die Tragschiene 1 an dem Befestigungsbereich zu montieren. Hierzu kann das Befestigungsteil 9 an dem Befestigungsbereich vormontiert und das Tragprofil 2 letztlich einfach in dieses eingeschnappt werden. Das Befestigungsteil 9 kann hierzu, wie gezeigt, eine im Wesentliche U-förmige Form mit einem Befestigungsschenkel 90 zur Befestigung an dem Befestigungsbereich sowie zwei sich davon in eine Richtung (hier in Fig. 9 nach unten) weg erstreckende Tragschenkel 91 mit Tragstrukturen 92 an deren bzgl. dem Befestigungsschenkel 90 distalen Ende aufweisen. Diese Tragstrukturen 92 können dann, wie in Figuren 7 bis 9 gezeigt, mit der Befestigungsstruktur 4 in Eingriff gebracht werden. Hierzu können die Tragstrukturen 92 bspw. in die von den abgewinkelten Abschnitten 40, 41 bevorzugt mit einem weiteren Teil des Tragprofils 2, hier zusammen mit dem Verbindungsschenkel 10, gebildeten Strukturbereiche 5 bzw. Räume 50 eingreifen bzw. einschnappen.

Die Tragschiene 1 weist des Weiteren eine erste Stromschiene 6 mit wenigstens einem oder auch mehreren ersten elektrischen Leitern 60 zum elektrischen Anschluss von elektrischen oder elektronischen Komponenten über die offene Längsseite 12 des Tragprofils 2. Der Übersichtlichkeit halber sind in Figur 1 keine ersten elektrischen Leiter 60 dargestellt.. Die erste Stromschiene 6 ist in dem Innenraum 3 des Tragprofils 2 aufgenommen und erstreckt sich längs der Tragschiene 1 bzw. des Tragprofils 2. Die erste Stromschiene 6 erstreckt sich bevorzugt innen längs an wenigstens einem der Seitenschenkel 11 (vgl. Figuren 1 bis 4) und/oder dem Verbindungsschenkel 10 (vgl. Figur 4). Rein zur Vereinfachung der Darstellung sind in den Figuren 5 bis 9 keine ersten Stromschienen 6 dargestellt, wobei diese vergleichbar den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2 vorgesehen sein können.

Die Tragschiene 1 weist des Weiteren eine zweite Stromschiene 7 mit wenigstens einem zweiten elektrischen Leiter 70 zum elektrischen Anschluss von elektrischen oder elektronischen Komponenten auf. Die zweite Stromschiene 7 erstreckt sich bezüglich des Innenraums 3 außen und längs des Tragprofils 2, wie dies sämtlichen Figuren deutlich zu entnehmen ist. Bevorzugt erstreckt sich die zweite Stromschiene 7 dabei längs an dem Tragprofil 2 und ist besonders bevorzugt mit dem Tragprofil 2 direkt verbunden. Die direkte Verbindung kann dabei bevorzugt mittels Formschluss, wie mittels einer Schnappverbindung, und/oder mittels Kraftschluss, wie mittels einer Schraubverbindung, und/oder mittels Stoffschluss, wie mittels einer Klebeverbindung, bereitgestellt werden. So kann die direkte Verbindung beispielsweise durch zusätzliche Verbindungsmittel, wie Schrauben, geschehen. Auch kann die zweite Stromschiene 7 beispielsweise auf der Außenseite A des Tragprofils 2 aufgeklebt sein. Bevorzugt findet die Verbindung jedoch durch entsprechendes Zusammenspiel in oder mit den Strukturbereichen 5 statt; bevorzugt mittels kraftschlüssiger und/oder formschlüssiger Verbindung. So kann beispielsweise die Stromschiene, wie in den Figuren 5 und 6 dargestellt, in die Strukturbereiche 5 eingesetzt und bevorzugt eingeklemmt werden. Bevorzugt sind korrespondierende Verbindungsstrukturen bereitgestellt, so dass die zweite Stromschiene 7 beispielsweise mit dem Tragprofil 2 verrastet werden kann und somit eine sichere Aufnahme gewährleistet ist.

Wie insbesondere den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, kann die erste Stromschiene 6 in bekannter Weise auch hier mittels entsprechender Verbindungsstrukturen 61 in korrespondierende Strukturbereiche 5 hier in Form von Längsrillen 53 eingeschnappt und somit sicher in dem Tragprofil 2 aufgenommen werden. In vergleichbarer Weise kann auch die zweite Stromschiene 7 mit dem Tragprofil 2 verbunden werden. Die Verbindung zwischen Stromschiene 6, 7 und Tragprofil 2 ist bevorzugt lösbar.

Die zweite Stromschiene 7 kann sich bevorzugt längs außen an wenigstens einem der Seitenschenkel 11 und/oder, wie beispielsweise den Figuren 2 und 7-9 zu entnehmen ist, dem Verbindungsschenkel 10 erstrecken.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform erstreckt sich die zweite Stromschiene 7, wie bereits zuvor beschrieben, in den länglichen Strukturbereichen 5 des Tragprofils (vgl. Figuren 1 bis 6) und/oder auch an einem flächigen Abschnitt der Außenseite A des Tragprofils 2, wie beispielsweise die Figuren 2 und 7 bis 9 zeigen. Wie insbesondere der Figur 9 zu entnehmen ist, kann die zweite Stromschiene 7 hier in einem bzw. durch einen zwischen dem Befestigungsteil 9 und dem Tragprofil 2 (hier dem Verbindungsschenkel 10 bzw. dessen Befestigungsstruktur 4 bzw. dessen Querschenkelabschnitt 41 ) gebildeten Raum 93 verlaufen, um sich bezüglich des Innenraums 3 außen und längs des Tragprofils 2, bevorzugt an dem flächigen Abschnitt der Außenseite A des Tragprofils 2, zu erstrecken.

Wie insbesondere den Figuren 1, 2, 5 und 6 zu entnehmen ist, können die Stromschienen 6, 7 jeweils eine Leiteraufnahmestruktur 62, 72 aufweisen, in welcher die elektrischen Leiter 60, 70 aufgenommen sind. In Figur 1 ist die zweite Stromschiene 7 zur einfachen Veranschaulichung nur durch ihre zweiten elektrischen Leiter 70 dargestellt. In den Figuren 3 und 4 sind die Stromschienen 6, 7 zur einfachen Veranschaulichung nur durch ihre Leiteraufnahmestrukturen 62, 72 dargestellt. Die Leiteraufnahmestrukturen 62, 72 können, wie insbesondere in Figuren 1 , 2, 5 und 6 dargestellt, bevorzugt in Lamellen- oder Wellenform zur Bildung von länglichen Leiteraufnahmenuten 63, 73, ausgebildet sein. Die elektrischen Leiter 60, 70 sind dann bevorzugt in den Leiteraufnahmenuten 63, 73 aufgenommen bzw. erstrecken sich längs in diesen. Somit können die elektrischen Leiter 60, 70 in einer bevorzugten und definierten Position bereitgestellt und somit kann ferner bevorzugt ein definierter Berührschutz gewährleistet werden. Auch kann so ein durchgehender Abgriff ermöglicht werden. Es ist jedoch auch denkbar, dass die (zweiten) elektrischen Leiter 70 insbesondere der zweiten Stromschiene 7 im Wesentlichen in den zweiten Leiteraufnahmestrukturen 72 eingebettet sind, wie dies das Ausführungsbeispiel der Figuren 7 bis 9 zeigt. Die zweiten elektrischen Leiter 70 können dann beispielsweise über definierte lokale Öffnungen in der/den zweiten Leiteraufnahmestruktur(en) 72 elektrisch kontaktierbar sein; dies bzgl. dem Innenraum 3 von außen und/oder von innen.

Wie insbesondere der Figur 2 zu entnehmen ist, können das Tragprofil 2 einerseits und die zweite Stromschiene 7 (hier vorzugsweise deren Leiteraufnahmenuten 73) andererseits derart ausgebildet und zueinander positioniert sein, dass von außen ein direkter Kontakt mit einem geradlinigem Draht D mit einem definierten Durchmesser d (bspw. mit d=1 mm) verhindert ist. Grundsätzlich sind hier auch andere Drahtdurchmesser d denkbar; je nach Anforderung der Prüfnorm kann so ein entsprechender Prüffinger oder Prüfdraht D gewählt werden. Mithin kann also aufgrund der Ausbildung und Positionierung von Tragprofil 2 einerseits und zweiter Stromschiene 7 andererseits verhindert werden, dass von außen ein direkter Kontakt mit einem gradlinigen Draht D mit definierten Durchmesser d eingeführt werden kann, sodass er mit dem entsprechenden elektrischen Leiter 70 in Kontakt gelangen würde. Somit kann die zweite Stromschiene 7, obwohl sie außen bzgl. des Tragprofils 2 vorgesehen ist, auch für den Hochvolt-Einsatz vorgesehen werden.

Das Tragprofil 2 und vorzugsweise wenigstens einer der Seitenschenkel 11 oder der Verbindungsschenkel 10 oder die hohle Befestigungsstruktur 4 können des Weiteren eine Durchgangsöffnung 8 aufweisen. Dies ist in Figur 1 schematisch dargestellt. Auf diese Weise soll es ermöglicht werden, die Stromschiene 6, 7 von einer die Stromschiene 6, 7 aufweisenden Seite des Tragprofils 2 abgewandten Seite des Tragprofils 2 durch die Durchgangsöffnung 8 hindurch elektrisch zu kontaktieren. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 7 bis 9 kann/können die Durchgangsöffnung(en) 8 in dem Tragprofil 2 entsprechend mit der/den Öffnung(en) in der/den zweiten Leiteraufnahmestruktur(en) 72 fluchten, um somit die zweiten elektrischen Leiter 70 über den Innenraum 3 elektrisch zu kontaktieren bzw. diese mit den ersten Stromschienen 6 bzw. deren ersten elektrischen Leitern 60 elektrisch zu koppeln. Die elektrische Kontaktierung durch die Durchgangsöffnungen 8 hindurch ist beispielhaft in den Figuren 1 und 9 für die zweite Stromschiene 7 schematisch dargestellt; die Pfeile P1 bedeuten dabei eine elektrische Kontaktierungsrichtung der außenliegenden zweiten Stromschiene 7 von außen, wohingegen die Pfeile P2 eine Kontaktierungsrichtung der außenliegenden zweiten Stromschiene 7 von innen, also über den Innenraum 3, bedeuten. In vergleichbarer Weise können auch Durchgangsöffnungen vorgesehen sein, über die die innenliegenden ersten Stromschiene 6 von außen durch das Tragprofil 2 hindurch zugänglich und kontaktierbar sind.

Die Tragschiene 1 kann ferner wenigstens eine elektrische oder elektronische Komponente (nicht dargestellt) aufweisen, welche mit der ersten und/oder der zweiten Stromschiene 6, 7 und vorzugsweise deren ersten und/oder zweiten elektrischen Leitern 60, 70 elektrisch koppelbar bzw. gekoppelt ist. Die elektrische oder elektronische Komponente kann ferner bevorzugt beispielsweise über Haltestrukturen 54 des Tragprofils 2 mechanisch gekoppelt sein. Diese Haltestrukturen 54 sind dabei bevorzugt ebenso durch Strukturbereiche 5 gebildet. Bei den elektrischen oder elektronischen Komponenten kann es sich beispielsweise um eine Leuchte, wie eine Lichtbandleuchte oder eine Spot-Leuchte, ein Betriebsgerät, einen Sensor, wie beispielsweise einen Bewegungssensor oder einen Helligkeitssensor, und andere elektrische oder elektronische Komponenten handeln. Mehrere der erfindungsgemäßen Tragschienen 1 lassen sich bevorzugt zu einem Tragschienensystem zusammensetzen. Hierzu werden die Tragschienen 1 bevorzugt zueinander längs in Reihe angeordnet. Die ersten Stromschienen 6 benachbarter Tragschienen 1 können dann elektrisch miteinander gekoppelt werden/sein. Ebenso können die zweiten Stromschienen 7 benachbarter Tragschienen 1 elektrisch miteinander gekoppelt werden/sein. Hierzu kann das Tragschienensystem ferner einen elektrischen Verbinder zur elektrischen Kopplung aufweisen. Auch ist es denkbar, dass in den Stromschienen 6, 7 bereits entsprechende elektrische Kopplungselemente 74 integriert bereitgestellt sind, welche beispielsweise in Form einer einfachen Stecker-Buchse-Verbindung ineinander steckbar sind. Dies ist beispielhaft in der Teilschnittansicht der Figur 8 zu erkennen, wo an Stirnenden der zweiten elektrischen Leiter 70 hier ebenfalls in die zweite Leiteraufnahmestrukturen 72 eingebettet (zweite) elektrische Kopplungselemente 74 als Buchsen bereitgestellt sind, welche über Einführöffnungen 75 in der zweiten Leiteraufnahmestruktur 72 bspw. für einen Steckverbinder zugänglich sind.

Die Tragprofile 2 und/oder die ersten Stromschienen 6 und/oder die zweiten Stromschienen 7 benachbarter Tragschienen 1 können ferner mechanisch miteinander gekoppelt sein. Hierzu kann das Tragschienensystem ferner einen mechanischen Verbinder zur mechanischen Kopplung aufweisen. Grundsätzlich ist es natürlich auch hier denkbar, dass die Tragprofile 2 bzw. die Stromschienen 6, 7 bereits entsprechende mechanische Verbinder (integral) aufweisen.

Das Tragschienensystem kann des Weiteren bevorzugt ein Verbindungsteil, wie eine Verbindungsschiene, aufweisen, welches wenigstens einen Teil des elektrischen Verbinders und/oder des mechanischen Verbinders aufweist. Somit kann insgesamt eine Kopplung von benachbarten Tragschienen 1 vereinfacht werden.

Die vorliegende Erfindung ist auf die vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele nicht beschränkt, solange sie vom Gegenstand der nachfolgenden Ansprüche umfasst ist. Die Merkmale in den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen können in beliebiger Weise miteinander kombiniert und untereinander ausgetauscht werden.