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Title:
COATING FOR A FOUNDATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/207651
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a foundation (1) and to a method for the vibratory driving of a foundation (1) into a subsoil (MB) by the introduction of high-frequency vibrations that are produced by means of a vibration device (8) fastened to the foundation (1), the vibrations resulting in a liquefaction of the subsoil so that the foundation can penetrate the subsoil. According to the invention, the foundation (1) is provided with a coating (4) in the penetration step which consists of a material such as bentonite that can liquefy as the result of vibrations and then harden again.

Inventors:
BARTMINN DANIEL (DE)
HERWIG VOLKER (DE)
MATLOCK BENJAMIN (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/054597
Publication Date:
October 15, 2020
Filing Date:
February 21, 2020
Export Citation:
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Assignee:
INNOGY SE (DE)
International Classes:
E02D7/18
Foreign References:
DE102017121037A12019-03-28
DE19740800A11999-03-18
DE102017103758A12018-08-23
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ & FLORACK PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Gründung (1) zum Einvibrieren in einen Baugrund (MB) unter Einleitung von

hochfrequenten Schwingungen, die mittels einer an der Gründung (1) befestigten Vibrationseinrichtung (8) erzeugt werden, wobei die Schwingungen eine Verflüssigung des Baugrunds (MB) bewirken, so dass die Gründung (1) in den Baugrund (MB) eindringt, dadurch gekennzeichnet, dass ein in den Baugrund (MB) eindringendes Ende (6) der Gründung (1) eine Beschichtung (4) aufweist, wobei die Beschichtung (4) durch Einwirkung von Feuchtigkeit und/ oder Bewegung einen Schmierfilm bildet; und/oder

wobei die Beschichtung (4) nach Wassersättigung aushärtet und/oder expandiert.

2. Gründung (1) nach Anspruch 1, wobei die Gründung (1) ein Pfahl ist, und/oder wobei die Gründung ein Offshore- und/oder Onshore Bauwerk (3) gründet bzw. verankert,

3. Gründung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beschichtung (4) zumindest das in den Baugrund (MB) eindringende Ende (6) der Gründung (1) ummantelt und/oder zumindest auf das in den Baugrund (MB) eindringende Ende (6) appliziert ist.

4. Gründung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beschichtung (4) ein verflüssigbares Material umfasst oder aus diesem besteht.

5. Gründung (1) nach Anspruch 4, wobei beim Eindringen in den Baugrund (MB) zwischen dem verflüssigbaren Material und dem Baugrund (MB) ein Schmierfilm entsteht, so dass die Eindringgeschwindigkeit der Gründung (1) in den Baugrund (MB) mittels des verflüssigbaren Materials erhöht wird.

6. Gründung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beschichtung (4) vor oder während des Einbringvorgangs auf eine äußere Oberfläche (5) der Gründung

(1) aufbringbar ist.

7. Gründung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beschichtung [4) vor oder während des Einbringvorgangs mit Wasser tränkbar ist.

8. Gründung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beschichtung (4) eine oder mehrere Bentonitmatten und/oder Bentonitzementmatten umfasst oder aus diesen besteht.

9. Gründung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Beschichtung (4) mit reaktiven Zuschlägen versehen ist, die das Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung (4) verzögern.

10. Gründung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das in den Baugrund (MB) eindringende Ende (6) der Gründung (1) zumindest teilweise mit einem Material verfällt ist, so dass das Ende (6) der Gründung (1) expandierbar ist, und so dass das Ende (6) der Gründung (1) durch eine Expansion des Materials an den äußeren umgebenden Baugrund (MB) gedrückt und/oder gepresst ist.

11. Verfahren zum Einvibrieren von einer Gründung (1) in einen Baugrund (MB) unter Einleitung von hochfrequenten Schwingungen, die mittels einer an der Gründung (1) befestigten Vibrationseinrichtung (8) erzeugt werden, wobei die Schwingungen eine Verflüssigung des Baugrunds (MB) bewirken, so dass die Gründung (1) in den Baugrund (MB) eindringt, umfassend:

Aufbringen einer Beschichtung (4) auf ein in den Baugrund (MB) eindringendes Ende (6) der Gründung, wobei die Beschichtung (4) durch Einwirkung von Feuchtigkeit und/oder Bewegung einen Schmierfilm bildet; und/oder wobei die Beschichtung (4) nach

Wassersättigung aushärtet und/oder expandiert,

12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Beschichtung (4) auf das in den Baugrund (MB) der Gründung (1) aufgebracht wird, indem eine Ummantelung an das Ende (6) der Gründung (1) angeordnet wird. 13. Verfahren nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, wobei die Beschichtung (4) während des Eindringens der Gründung (1) in den Baugrund (MB) auf eine äußere Oberfläche (5) der Gründung (1) aufgebracht wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die Beschichtung (4) vor oder während des Eindringens der Gründung (1) in den Baugrund (MB) mit Wasser getränkt wird. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei die Beschichtung (4) reaktive

Zuschläge umfasst, so dass das Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung (4) nach Wassersättigung verzögert wird.

Description:
Beschichtung für Gründung

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einbringen einer Gründung in einen Baugrund » wie z. B. einen Pfahl » wobei die Gründung zur Gründung und/oder

Verankerung von Bauwerken, insbesondere von Offshore-Bauwerken dient.

Hintergrund der Erfindung

Zur Gründung und/oder Verankerung von Bauwerken werden z. B. einvibrierte Pfahle verwendet. Es ist ferner bekannt, dass einvibrierte Pfähle gegenüber eingerammten Pfählen eine verringerte axiale und auch laterale Tragfähigkeit aufweisen. Aus diesem Grund werden Pfahle auf den letzten Metern (z. B. über eine Strecke von ca. achtmal dem entsprechenden Pfahldurchmesser) üblicherweise eingerammt.

Beim Einbringen von Pfählen, die von einer Gründung für Onshore- oder Offshore Bauwerke umfasst sind, in einen Baugrund mitels Vibrationsrammen kann der Vibrationsprozess des Einbringens eines Pfahls durch Deaktivieren der Vibrationseinrichtung unterbrochen werden. Zum Fortsetzen des Vibrationsprozesses muss die Vibrationseinrichtung reaktiviert werden. Während der Unterbrechung kann ferner beispielsweise ein auf den Pfahl wirkendes Gewicht erhöht werden.

Aufgrund der teilweisen Einspannung des Pfahls durch den Baugrund kann sich jedoch das Vibrationsverhalten ändern, so dass ein weiteres Versenken mitels Vibrationsrammen erschwert bzw. nicht mehr möglich ist.

Ferner kann es Anwendungsfälle geben, bei denen es nicht (mehr) möglich ist, einvibrierte Pfähle auf den letzten Metern einzuschlagen, da beispielsweise kein entsprechender

Schlaghammer zur Verfügung steht.

Für auf Endtiefe vibrierte Gründungen, bei den nicht nachgeschlagen wird bzw. bei denen auch kein Hammer zum Nachschlagen vorgesehen ist, liegt ein Baugrundrisiko vor, falls sich der Pfahl auf den letzten Metern nicht bis zur Endtiefe vibrieren lässt, bzw. falls der

Vibrationsprozess für längere Zeit unterbrochen wurde und sich auf Grund von Setup- Effekten wie Porenwasserüberdruckabbau nicht ohne weiteres wieder starten lässt.

In jedem Fall ist ferner mit einer gegenüber in den Baugrund eingeschlagenen Gründungen verringerten Tragfähigkeit zu rechnen, die regelmäßig auf eine Auflockerungszone in der Nähe des die Gründung umgebenden Erdreiches zurückzuführen ist.

Dies ist beispielsweise eine sogenannte Nahschicht an einer unmittelbaren Pfahloberfläche. Diese kann also die Ursache für eine verringerte Tragfähigkeit eines derartigen und vollständig einvibrierten Pfahls gegenüber einem eingerammten Pfahl sein.

Allgemeine Beschreibung einiger beispielhafter Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung .

Nachteilig ist, dass ein Baugrundrisiko beim Einvibrieren von Gründungen (z. B. ein Pfahl) besteht, so dass eine verringerte Tragfähigkeit einer derartigen und vollständig einvibrierten Gründung z. B. gegenüber einer eingerammten Gründung zur Gründung und/oder

Verankerung von Bauwerken besteht.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt dem Gegenstand die Aufgabe zu Grunde, eine Lösung bereitzustellen, um die Tragfähigkeit von einvibrierten Gründungen zu verbessern.

Gemäß einem ersten beispielhaften Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung

vorgeschlagen, die zum Einvibrieren in einen Baugrund unter Einleitung von hochfrequenten Schwingungen, die mittels einer an der Gründung befestigten Vibrationseinrichtung erzeugt werden, vorgesehen ist, wobei die Schwingungen eine Verflüssigung des Baugrunds bewirken, so dass die Gründung in den Baugrund eindringt. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein in den Baugrund eindringendes Ende einer Gründung eine Beschichtung aufweist, wobei die Beschichtung durch Einwirkung von Feuchtigkeit und/oder Bewegung einen Schmierfilm bildet; und/oder wobei die Beschichtung nach Wassersättigung aushärtet und/oder expandiert.

Gemäß einem zweiten beispielhaften Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum

Einvibrieren von einer Gründung in einen Baugrund unter Einleitung von hochfrequenten Schwingungen, die mittels einer an der Gründung befestigten Vibrationseinrichtung erzeugt werden, offenbart, wobei die Schwingungen eine Verflüssigung des Baugrunds bewirken, so dass die Gründung in den Baugrund eindringt, das Verfahren umfassend:

Aufbringen einer Beschichtung auf ein in den Baugrund eindringendes Ende der

Gründung, wobei die Beschichtung durch Einwirkung von Feuchtigkeit und/oder Bewegung einen Schmierfilm bildet; und/oder wobei die Beschichtung nach

Wassersättigung aushärtet und/oder expandiert, offenbart.

Gemäß einem beispielhaften Aspekt des vorliegenden Gegenstand wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, die zur Ausführung und/oder Steuerung des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt der Erfindung eingerichtet ist oder jeweilige Mittel zur Ausführung und/oder Steuerung der Schritte des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung umfasst. Dabei können entweder alle Schritte des Verfahrens gesteuert werden, oder alle Schritte des Verfahrens ausgeführt werden, oder ein oder mehrere Schritte gesteuert und ein oder mehrere Schritte ausgeführt werden. Ein oder mehrere der Mittel können auch durch die gleiche Einheit ausgeführt und/oder gesteuert werden.

Diese zwei Aspekte der vorliegenden Erfindung weisen u.a. die nachfolgend beschriebenen - teilweise beispielhaften - Eigenschaften auf.

Es ist erkannt worden, dass z. B. bei einer Pfahlinstallation insbesondere zur Gründung von OfFshore-Bauwerken mittels Vibration, auch als Einvibrieren bezeichnet, z. B. bei sandigen Böden eine Verflüssigung des den Pfahl umgebenden Bodens erfolgt. Durch eine derartige Verflüssigung kann der Pfahl durch sein Eigengewicht in den Boden einsinken bzw.

eindringen.

Da insbesondere bei der Installation von Offshore Gründungen beispielsweise das

Schlagrammen von Pfählen für Gründungen von sogenannten Monopiles, Jacketts oder andere Fundamenttypen nicht unumstritten ist, z. B. aufgrund der damit verbundenen

Geräuschentwicklung, die z. B. zu einer Beeinträchtigung z. B. von Meeressäugetieren führen kann, ist gegenständlich vorgesehen, die Belastbarkeit einer Gründung trotz Einvibrierens zu verbessern.

Die Vibrationseinrichtung wird auch als Vibrator oder als Vibrationsbär bezeichnet werden. Unter hochfrequenten Schwingungen im Sinne des vorliegenden Gegenstands sind

Schwingungen zu verstehen, die dazu geeignet sind, sich im Baugrund so auszubreiten, dass bei der in den Baugrund eingebrachten Gründung z B. sowohl die Mantelreibung als auch der Spitzenwiderstand des Bodens überwunden wird, der Boden vor einem Profilfuß der Gründung (z. B. Pfahl) also quasi verflüssigt wird, wodurch die Gründung infolge ihrer Gewichtskraft in den Baugrund eindringt.

Unter einer hochfrequenten Schwingung im Sinne des vorliegenden Gegenstands ist beispielsweise eine Schwingung innerhalb eines Frequenzbandes von etwa 5 Hz bis 150 Hz, vorzugsweise von 10 Hz bis 50 Hz zu verstehen.

Als Eindringprozess der Gründung in den Baugrund ist dabei der Prozess - auch als

Eindringprozess bezeichnet - zu verstehen, bei dem die Gründung auf die vorgesehene Endtiefe in den Baugrund eingebracht wird. Beim vollständigen Einvibrieren des Pfahls kann dieser beispielsweise gegenüber einem Einschlagen eine verminderte insbesondere axiale und/oder laterale Belastungsgrenze aufweisen, die beispielsweise unter anderem durch das Entstehen der Verflüssigungszone verursacht ist. Diese Belastungsgrenze kann

gegenständlich entschieden vergrößert werden. Dies wird vor allen Dingen durch das Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung hervorgerufen, die durch eine Bindung zwischen insbesondere der Außenwand der Gründung und dem diesen umgebenden

Baugrund (z. B. Erdreich) eine zusätzliche Verankerung gewährleistet

Unter einem Schmierfilm im Sinne des vorliegenden Gegenstands wird insbesondere verstanden, dass auf einer Oberfläche (z. B. die Beschichtung des in den Baugrund eindringenden Endes der Gründung, z. B. ein Pfahl) ein Reibwiderstand herrscht, der geringer ist als ein Reibwiderstand eines vergleichbaren Objekts (z. B. eines nicht-beschichteten Endes der Gründung, z. B. ein nicht-beschichteter Pfahls). Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Gründung ein Pfahl ist, und/oder wobei die Gründung ein Offshore- und/oder Onshore Bauwerk gründet bzw. verankert. Die Gründung umfasst oder besteht beispielsweise aus einem oder mehreren Rohrsegmenten. Das eine oder die mehreren Rohrsegmente bilden beispielsweise einen Pfahl (auch als Gründungspfahl bezeichnet) aus. Die Gründung ist beispielsweise nach unten hin offen. Z. B. ist das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung nach unten, also in

Eindringrichtung in den Baugrund hinein, offen.

Die Gründung kann beispielsweise in Form von Spundwänden, Spundprofilen, in Form von Pfählen, insbesondere Gründungspfahlen für beispielsweise Monopiles oder beispielsweise in Form von beliebig gestalteten Profilen vorliegen, beispielsweise für die.Gründung von Onshore oder Offshore Windenergieanlagen.

Das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung (z. B. Pfählende) ist beispielsweise derart ausgebildet, dass Stofftransport (z. B. durch das Eindringen verdrängter Baugrund) ins Innere der Gründung hinein (z. B. in den hohlen Pfahl hinein) unterstützt wird.

Alternativ ist das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung beispielsweise derart ausgebildet, dass Stofftransport ins Innere der Gründung hinein vermindert bzw. verhindert wird.

Bei einem Offshore und/oder Onshore Bauwerk handelt es sich um eine Windenergieanlage, eine Bohrinsel, eine Förderplattform, eine Umspann- und/oder Forschungsplattform, eine Pipeline, oder eine Kombination hiervon, um nur einige nicht-limitierende Beispiele zu nennen.

Die Kombination„und/oder" im dem Sinne, dass es sich beispielsweise um ein„Offshore- und/oder Onshore Bauwerk" handelt, umfasst insbesondere ein Bauwerk, welches z. B. mit mehr als einem Pfahl gegründet ist, wobei sich ein Pfahl Onshore, und ein weiterer Pfahl desselben Bauwerks Offshore befindet. .

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung zumindest das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung ummantelt und/oder zumindest auf das in den Baugrund eindringende Ende appliziert ist. Das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung ummantelt und/oder ist im Sinne des vorliegenden Gegenstands zumindest auf das in den Baugrund eindringende Ende appliziert, wenn die Beschichtung im Wesentlichen fest auf dem Ende der Gründung angeordnet ist, das in den Baugrund eindringt. Insbesondere verschiebt sich die Beschichtung planmäßig nicht wesentlich (z. B. weniger als 50cm) in Relation zu der Gründung, wenn diese in den Baugrund eindringt.

Für den Fall, dass die Beschichtung die Gründung ummantelt, kann beispielsweise die Beschichtung im Rahmen der Herstellung des in den Baugrund eindringenden Endes der Gründung an dieses angeordnet werden. Beispielsweise ist die Beschichtung in Form einer flexiblen Matte oder dergleichen, und diese wird z. B. um denjenigen Teil der Gründung, der in den Baugrund zuerst eindringen soll, umwickelt. Anschließend wird die Beschichtung in Form von einer oder mehreren Matten fixiert, so dass sich die Beschichtung insbesondere beim späteren Eindringen (durch ein Einvibrieren) der Gründung in den Baugrund nicht verschiebt (z. B. in vertikaler Richtung der Längserstreckungsrichtung der Gründung). Alternativ ist die Pfahlinnenseite ggf. zusätzlich oder statt der Außenseite beschichtet.

Für den Fall, dass die Beschichtung auf die Gründung appliziert ist, ist die Beschichtung beispielsweise ein verarbeitbares Material, z. B. in flüssiger oder Pulver-Form, die nach Art einer Suspension (z. B. wie einem Aufträgen von Lack) auf das Ende der Gründung aufgetragen wird, so dass die Beschichtung anschließend unlösbar mit der Gründung verbunden ist. Derart kann sichergestellt werden, dass sich die Beschichtung insbesondere beim späteren Eindringen (durch ein Einvibrieren) der Gründung in den Baugrund nicht verschiebt (z. B. in vertikaler Richtung der Längserstreckungsrichtung der Gründung) und/oder von der Gründung löst.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung ein verflüssigbares (auch als fluidizierbar bezeichnet) Material umfasst oder aus diesem besteht.

Unter einem verflüssigbaren bzw. fluidizierbaren Material im Sinne des vorliegenden Gegenstands wird ein Material verstanden, dass sich unter Einfluss von Vibrationen und/oder Zugabe eines zweiten, von dem fluidizierbaren Material abweichenden Material, insbesondere Wasser, zumindest teilweise verflüssigt. Insbesondere zeichnet sich ein derartiges fluidizierbares Material dadurch aus, dass es in einem ersten Zustand fest ist, und sich zumindest eine Oberfläche des Materials, die mit Wasser in Berührung kommt, verflüssigt, so dass zumindest an der Oberfläche die mit dem Wasser in Berührung gekommen ist, ein Schmierfilm entsteht Es versteht sich, dass ein derartiges fluidizierbares Material beispielsweise mit Wasser getränkt werden kann, so dass es sich sukzessive [nahezu] vollständig verflüssigt.

Dadurch, dass die Beschichtung ein fluidizierbares Material umfasst oder aus diesem besteht, ist es möglich, bei Kontakt mit Wasser (z. B. durch Zugabe von Wasser während des

Einbringens der Gründung in den Baugrund, und/oder durch Wasser (z. B. Grundwasser], das bereits in dem Baugrund vorhanden ist] und/oder Einwirkung von Vibrationen an der Oberfläche der Beschichtung einen Schmierfilm zu erzeugen. Da ferner die Beschichtung beispielsweise an dem unteren Bereich der Gründung angeordnet ist, der in den Baugrund als erstes eindringt, kann somit die Reibung, die beim Einbringen der Gründung in den Baugrund entsteht, verringert werden.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass beim Eindringen in den Baugrund zwischen dem verflüssigbaren Material und dem Baugrund ein Schmierfilm entsteht, so dass die Eindringgeschwindigkeit der Gründung in den Baugrund mittels des verflüssigbaren Materials erhöht wird.

Die Beschichtung verflüssigt sich durch den Kontakt mit Wasser zumindest teilweise, wodurch ein Schmierfilm zumindest an der Oberfläche der Beschichtung entsteht. Dieserleichtert das Eindringen der Gründung in den Baugrund durch eine Reduzierung der entstehenden Reibung zwischen Gründung und Baugrund, die im Wesentlichen durch den

Schmierfilm hervorgerufen ist.

Wenn die Gründung ihre Endtiefe bzw. Endteufe erreicht hat, und die Beschichtung zumindest teilweise verflüssigt wurde, versteht es sich dass die Beschichtung gegenständlich zumindest teilweise in die unmittelbare Umgebung expandiert bzw. in der unmittelbaren Umgebung aushärtet, insbesondere auch dadurch, dass eine vibrationsbedingte Verflüssigung nach Beendigung des Vibrationsvorgangs unterbunden ist und das Material wieder in den festen Zustand übergeht. D.h. das Ende der Gründung wird im umgebenden Baugrund verankert. Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung vor oder während des Einbringvorgangs auf eine äußere Oberfläche der Gründung aufbringbar ist.

Alternativ oder zusätzlich zum Anbringen der Beschichtung bereits im Rahmen der

Herstellung der Gründung, kann eine derartige Beschichtung während des Einbringvorgangs, d.h. Einvibrierens, der Gründung auf diese appliziert werden.

Hierfür eignet sich beispielsweise eine Beschichtung, die z. B. in verflüssigter Form vorliegt und dann auf die Gründung aufgetragen wird. Dies kann beispielsweise mittels externer Hilfsmittel, wie etwa einer Lanze über die die Beschichtung zum Applizierungsort (z. B.

innerhalb des Baugrunds) transportiert und anschließend dort appliziert werden kann, realisiert werden.

Während des Eindringens der Gründung in den Baugrund mittels eines Einvibrierens wird beispielsweise ferner die Gründung (z. B. Pfahl) und damit auch die Beschichtung (z, B. die Beschichtung in Form einer Ummantelung) in Vibration versetzt. Die Vibration unterstützt beispielsweise zumindest teilweise ein Verflüssigen der Beschichtung, so dass die

Beschichtung (z. B. in Form einer Ummantelung) der Gründung fluidiziert.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung vor oder während des Einbringvorgangs mit Wasser tränkbar ist.

Der Pfahl bzw. die Ummantelung wird in Vibration versetzt, so dass die Beschichtung fluidiziert bzw. das Verflüssigen der Beschichtung durch die Vibration unterstützt wird. Dies wird beispielsweise dadurch realisiert, dass durch die Vibration die Beschichtung stärker mit Wasser tränkbar ist.

Die Beschichtung bzw. das von der Beschichtung umfasste fluidizierbare Material verhält sich beispielsweise als Bingham Körper, oder als thixotrope (z. B. nichtnewtonschen Fluide, die bei einer konstanten Scherung mit der Zeit die Viskosität abbauen; nach Beendigung der

Scherbelastung steigt die Viskosität zeitabhängig wieder an) oder rheopexe (z. B. eine Zeitabhängigkeit der Fließeigenschaften bei nichtnewtonschen Fluiden, bei der die Viskosität (Zähflüssigkeit] infolge andauernder mechanischer Beanspruchung zunimmt und erst nach dem Ende der Beanspruchungsphase wieder abnimmt] Eigenschaften aufweisendes Material.

Als Bingham-Fluide werden beispielsweise nichtnewtonsche Fluide bezeichnet, die erst ab einer Mindestschubspannung von einer definierten Fließgrenze zu fließen beginnt. Unterhalb davon verhalten sich derartige Fluide wie ein starrer Festkörper.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung eine oder mehrere Bentonitmatten und/oder Bentonitzementmatten umfasst oder aus diesen besteht.

Beispielsweise kann das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung (z. B. ein Pfahl] derart beschichtet sein, dass die Beschichtung nach Wassersättigung aushärtet und/oder expandiert. Die Beschichtung umfasst oder besteht beispielsweise aus Bentonitmatten und/oder Bentonitzementmatten.

Derartige Bentonitzementmatten sind beispielsweise mit reaktiven Zuschlägen versehen, welche z. B. Ettringit, Sulfat oder Alkali-Silika-Treiben, um nur einige nicht-limitier ende Beispiele zu nennen, propagieren.

Ferner können als Beschichtung z. B. Matten mit Anteilen von CSA (Kalcium Sulfoaluminat] Zementen eingesetzt werden.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung mit reaktiven Zuschlägen versehen ist, die das Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung verzögern.

Derartige reaktive Zuschläge propagieren beispielsweise ein Treiben, z. B. von Wasser, so dass ein Aushärten (bzw. Erstarren] und/oder Expandieren der Beschichtung nach dem Kontakt mit einer Flüssigkeit (z. B. Wasser] merklich verzögert. So kann zunächst die Gründung vollständig in den Baugrund eindringen, und nach dem die Gründung ihre Endtiefe bzw. Endteufe erreicht, vollzieht sich das Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung. In der Folge erhöht dieses Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung die Festigkeit, mit der die Gründung in dem Baugrund halt findet. Die Gründung erlaubt dann eine gegenüber einer vollständig lediglich durch ein Einvibrieren in den Baugrund eingebrachten Gründung erhöhte (z B. laterale und/oder axiale) Belastbarkeit Beispielsweise können dann Bauwerke mit einem höheren Gewicht und/oder höheren damit verbundenen dynamischen Lasten [wie etwa Windlast) mit den gegenständlichen Gründungen gegründet bzw. verankert werden.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung zumindest teilweise mit einem Material verfüllt ist, so dass das Ende der Gründung expandierbar ist, und so dass das Ende der Gründung durch eine Expansion des Materials an den äußeren umgebenden Baugrund gedrückt und/oder gepresst ist.

Das Material ist beispielsweise ein reaktives Material. Ein derartiges reaktives Material kann beispielsweise expandieren, z. B. durch Einwirkung von Feuchtigkeit, und/oder durch Kontakt mit Wasser. Dadurch, dass ein derartiges reaktives Material beispielsweise innerhalb des in den Baugrund (z. B. Meeresboden) eindringenden Endes, z. B. von der als Pfahl ausgebildeten Gründung, expandieren kann, wird durch die Expansion des reaktiven Materials eine in radialer Richtung wirkende Kraft, bzw. ein in radialer Richtung wirkender Druck auf das in den Baugrund eindringende Ende erzeugt. Das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung [bzw, des Pfahls) wird beispielsweise in der Folge gegen den umgebenden

Baugrund, z. B. Meeresboden, gedrückt bzw. gepresst. Dies steigert den Halt der Gründung [bzw. des Pfahls) in dem Baugrund [z. B. Meeresboden).

Alternativ oder zusätzlich könnte beispielsweise das untere, d.h. in den Baugrund

eindringende Ende der Gründung [bzw. des Pfahls) mit Grout nach dem Einbringen der Gründung in den Baugrund gefüllt werden, um die gleiche Wirkung eines Drückens und/oder Pressens des in den Baugrund ein dringenden Endes der Gründung an den (z. B. unmittelbar) umgebenden Baugrund zu gewährleiten. Dies kann beispielsweise ebenfalls durch einen radialen Druck bzw. eine radiale Kraft hervorgerufen werden, die durch ein derartiges Vergrouten des in den Baugrund eindringenden Endes von der Gründung [bzw. des Pfahls) erzeugbar ist.

Für den Fall, dass die Gründung als Pfahl ausgebildet ist, bzw. ein Pfahl das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung ausbildet, weist dieser beispielsweise einen Querschnitt eines Zylinders auf. Als Beispiel sei genannt, dass dann durch eine Expansion bzw. Ausdehnung des reaktiven Materials die äußere Wandung des Pfahls an den umgebenden Baugrund (z. B. Meeresboden) nach dem Einbringen des Pfahls in den Baugrund gedrückt und/oder gepresst wird.

Die gegenständliche Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren zum Einvibrieren von einer Gründung in einen Baugrund unter Einleitung von hochfrequenten Schwingungen, die mittels einer an der Gründung befestigten Vibrationseinrichtung erzeugt werden, wobei die Schwingungen eine Verflüssigung des Baugrunds bewirken, so dass die Gründung in den Baugrund eindringt, unter Verwendung der vorgenannten Vorrichtungen, bei dem eine Beschichtung vor dem Einbringen einer Gründung insbesondere im Bereich des unteren Endes aufgebracht ist.

Verfahrensgemäß ist vorgesehen, dass ein Aufbringen einer Beschichtung auf das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung erfolgt, wobei die Beschichtung nach

Wassersättigung aushärtet und/oder expandiert.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung während des Eindringens der Gründung in den Baugrund auf eine äußere Oberfläche der Gründung aufgebracht wird.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung vor oder während des Eindringens der Gründung in den Baugründ mit Wasser getränkt wird.

Die Beschichtung kann beispielsweise ferner vor oder während des Einbringvorgangs mit z. B. zusätzlichem Wasser getränkt werden. Derartiges zusätzliches Wasser ist beispielsweise kein Grundwasser.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung auf das in den Baugrund der Gründung eindringende Ende aufgebracht wird, indem eine Ummantelung an das Ende der Gründung angeordnet wird.

Zusätzlich kann beispielsweise während des Einbringvorgangs die Vibrationsfrequenz variiert werden. Ferner kann eine Masse von einem zum Einbringen verwendeten Rammgut während des

Einbringvorgangs und/oder die Masse der Vibrationseinrichtung variiert werden.

Zusätzlich kann beispielsweise während des Einbringvorgangs die Gründung (z. B. der Pfahl) zusätzlich eingeschlagen werden.

Alternativ oder zusätzlich kann beispielsweise während des Einbringvorgangs die Gründung (z. B. der Pfahl) in den Baugrund eingebohrt werden.

Alternativ oder zusätzlich kann beispielsweise während des Einbringvorgangs im Inneren der Gründung (z. B. ein Pfahl) unter Wasser (idealerweise) unterhalb der im Inneren anstehenden Bodenkante Luft eingeblasen werden, z. B. in Mantelnähe. Alternativ oder zusätzlich kann zudem Luft an der äußeren Mantelfläche der Gründung eingeblasen werden. Dies vergrößert beispielsweise eine Verflüssigungszone, so dass die Gründung schneller in den Baugrund eindringen kann.

Ein Erfassen von Drücken, Eindringgeschwindigkeit und /oder Verändern der

Vibrationsfrequenz und/oder Hammerenergie und/oder Schlagfrequenz in Abhängigkeit von einem oder mehreren Messparametern kann erfolgen. Anschließend kann beispielsweise eine Auswertung dieser Parameter erfolgen, um beispielsweise die Eindringgeschwindigkeit steuern und/oder regeln zu können, z. B. über ein Einblasen von Luft.

Eine beispielhafte Ausgestaltung nach allen Aspekten der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung mit reaktiven Zuschlägen versehen ist, so dass das Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung nach Wassersättigung verzögert wird.

Ferner können Mittel zur Erfassung von Drücken und/oder Reibung vorgesehen sein, wie z. B. modifizierter CPTs (Cone Penetration Tests), die fest (bzw. mit definierter Steifigkeit) mit einem einzubringenden Pfahl verbunden sind. Über von den Mitteln zur Erfassung von Drücken und/oder Reibung erfasste Parameter kann beispielsweise ferner die

Eindringgeschwindigkeit gesteuert und/oder geregelt werden. Weitere vorteilhafte beispielhafte Ausgestaltungen sind der folgenden detaillierten

Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen, insbesondere in Verbindung mit den Figuren, zu entnehmen. Die Figuren sollen jedoch nur dem Zwecke der Verdeutlichung, nicht aber zur Bestimmung des Schutzbereiches dienen. Die Figuren sind nicht maßstabsgetreu und sollen lediglich das allgemeine Konzept beispielhaft widerspiegeln. Insbesondere sollen Merkmale, die in den Figuren enthalten sind, keineswegs als notwendiger Bestandteil erachtet werden.

Kurze Beschreibung der Figuren

In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 eine Darstellung einer beispielhaften Ausgestaltung von einer gegenständlichen

Gründung, die in einen Baugrund mittels eines gegenständlichen Verfahrens einvibriert ist;

Fig. 2 eine Darstellung einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung von einer

gegenständlichen Gründung, die in einen Baugrund mittels eines

gegenständlichen Verfahrens einvibriert ist; und

Fig. 3 ein Flussdiagramm einer beispielhaften Ausgestaltun eines Verfahrens zum

Einbringen von einer gegenständlichen Gründung in einen Baugrund.

Detaillierte Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen der Erfindung

Der vorliegende Gegenstand wird im Folgenden anhand von beispielhaften

Ausführungsformen beschrieben.

Das gegenständliche Verfahren unterscheidet grundsätzlich nicht zwischen einer Offshore- Gründung und einer Onshore-Gründung.

Fig. 1 illustriert eine Darstellung einer beispielhaften Ausgestaltung von einer

gegenständlichen Gründung, die in einen Baugrund mittels eines gegenständlichen Verfahrens einvibriert ist.

Die Gründung ist in Fig. 1 von einem Pfahl 1 repräsentiert, der von der Gründung umfasst ist, oder der die Gründung dargestellt. Der Pfahl wird in einen Baugrund, vorliegend der Meeresboden MB eingebracht. Entsprechend ist die Gründung in Fig.1 z. B. für ein Offshore- Bauwerk, wie z. B. eine Windenergieanlage.

Das in den Meeresboden MB eindringende Ende 6 des Pfahls 1 umgebend ist eine

Verflüssigungszone 2 dargestellt. Unter Einleitung von hochfrequenten Schwingungen, die z.

B. mittels einer an der Gründung befestigten Vibrationseinrichtung 8 erzeugt werden, entsteht unmittelbar um das in den Meeresboden MB eindringende Ende 6 des Pfahls 1 eine

Verflüssigung des Meeresbodens MB. Dies wird vorliegend als Verflüssigungszone 2 bezeichnet, wobei diese schraffiert dargestellt ist. Durch eine derartige Verflüssigung kann die Gründung 1 aufgrund ihres Eigengewichts und optional einer zusätzlichen Beaufschlagung einer weiteren Masse 9 in den Meeresboden MB eindringen.

Innerhalb der Verflüssigungszone 2 wird der Meeresboden MB gelockert, indem die Struktur verursacht durch die erzeugten Schwingungen, die über den Pfahl 1 auf den Meeresboden MB übertragen werden, aufgeweicht wird.

Die als Pfahl ausgebildete Gründung ist vorliegend im Bereich des in den Meeresboden eindringenden Endes 6 mit einer Beschichtung 4 in Form einer Bentonitmatte 4 ummantelt. Diese Bentonitmatte ist derart an der Außenwand 5 der Gründung 1 angeordnet, dass diese beim Einvibrieren der Gründung 1 in den Meeresboden MB nicht in vertikaler Richtung von dem Meeresboden MB verrutschen kann.

Die Beschichtung 4 bzw. vorliegend die Bentonitmatte 4 ist derart ausgebildet, dass sie nach Wassersättigung, wobei Wasser beispielsweise durch den Kontakt mit dem Meerwasser W aufgesogen wird, nach einer definierten Zeitspanne aushärtet und/oder expandiert. Die definierte Zeitspanne räumt hinreichend Zeit ein, um den Pfahl 1 auf die Endtiefe

einzuvibrieren. Beim vollständigen Einvibrieren des Pfahls kann dieser beispielsweise gegenüber einem Einschlagen eine verminderte insbesondere laterale Belastungsgrenze aufweisen, die beispielsweise unter anderem durch das Entstehen der Verflüssigungszone 2 verursacht ist. Diese Belastungsgrenze kann gegenständlich entschieden vergrößert werden. Dies wird vor allen Dingen durch das Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung 4 (vorliegend der Bentonitmatte 4) hervorgerufen, die durch eine Bindung zwischen insbesondere der Außenwand 5 des Pfahls 1 und dem dieser umgebenden Baugrund

(vorliegend der Meeresboden MB) eine zusätzliche Verankerung gewährleistet. Die Beschichtung 4 erfüllt eine weitere Punktion, wonach beim Eindringen des Pfahls 1 in den Baugrund im Rahmen des Einvibrierens zwischen einem optional von der Beschichtung 4 umfassten verflüssigbaren Material und dem Meeresboden durch den Kontakt mit Wasser ein

Schmierfilm entsteht, der die Reibung zwischen dem Pfahl und dem Meeresboden MB verringert. Eine Folge ist, dass gegenständlich die Eindringgeschwindigkeit des Pfahls 1 in den Meeresboden MB erhöht wird, und somit die Installation derartiger Gründungen schneller durchgeführt werden kann.

Fig. 2 illustriert eine Darstellung einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung von einer gegenständlichen Gründung, die in einen Baugrund mittels eines gegenständlichen Verfahrens einvibriert ist.

Zusätzlich zu der Ausgestaltung nach Fig. 1 umfasst die illustrierte Gründungsanordnung ferner einen Kompressors 10, der beispielsweise über einen Schlauch mit einer oder mehreren Lanzen bzw. Applizierungsmitteln 11 verbunden ist. Der Kompressor 10 befindet sich beispielsweise auf einem Installationsschiff, das in Fig. 1 nicht dargestellt ist. Die

Applizierungsmittel 11 sind an der Außenwand 5 des Pfahls 1 angeordnet. Nach dem

Einbringen des Pfahls 1 in den Meeresboden MB können die Applizierungsmitteln 11 wieder entfernt werden. Mittels der Applizierungsmitteln 11 kann beispielsweise eine

Bentonitsuspension an die Außenwand 5 des Pfahls 1 appliziert werden, z. B. während des Einvibrierens des Pfahls 1 in den Meeresboden MB. Entsprechend kann die Beschichtung 4 während des Eindringens des Pfahls 1 initial erzeugt werden, und/oder eine zusätzliche Beschichtung 4 kann während des Eindringens des Pfahls 1 in den Meeresboden MB appliziert werden.

Fig. 3 zeigt ein Flussdiagramm 300 einer beispielhaften Ausgestaltung eines Verfahrens zum Einbringen von einer gegenständlichen Gründung in einen Baugrund (z. B. Meeresboden).

Das Flussdiagramm 300 kann beispielsweise von einer in den Fig. 1 und 2 dargestellten Gründungsanordnung durchgeführt werden, die jeweils entsprechende Mittel zur Ausführung und/oder Steuerung von einem oder mehreren Verfahrensschritten umfassen. Dabei kann ein Mittel mehrere Verfahrensschritte ausführen und/oder steuern, und/oder mehrere Mittel können notwendig sein » um einen (einzigen) Verfahrensschritt auszuführen und/oder zu steuern.

In einem ersten Schritt 301 erfolgt zum Einbringen einer Gründung (z, B. Gründung 1 der Fig.

1 oder 2) eine Einleitung von hochfrequenten Schwingungen. Derart entsteht eine

Verflüssigungszone, die das eindringende Ende der Gründung umgibt, so dass die Gründung in den Baugrund am Installationsort eindringen kann.

In einem zweiten Schritt 302 erfolgt ein Aufbringen einer Beschichtung (z. B. Beschichtung 4 der Fig. 1 oder 2), wobei die Beschichtung auf das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung aufgebracht wird.

Die Schritte 301 und 302 können sequentiell oder parallel durchgeführt werden.

Beispielsweise kann die Beschichtung schon während der Herstellung der Gründung und somit vor dem Einbringen der Gründung in den Baugrund, dem Einvibrieren, aufgebracht werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Schritt 302 parallel zu dem Schritt 301 ausgeführt werden, so dass die Beschichtung bzw. eine zu einer im Rahmen der Herstellung bereits auf die Gründung aufgebrachte Beschichtung während des Einvibrierens der

Gründung in den Baugrund hinein appliziert werden kann.

In einem optionalen dritten Schritt 303 erfolgt ein Variieren der Vibrationsfrequenz während des Einbringvorgangs der Gründung in den Baugrund. Ein Variieren der Vibrationsfrequenz, z. B. hervorgerufen von einer Vibrationseinrichtung 8 nach Fig. 1 bzw. 2, kann zu einem

Verkleinern oder Vergrößern einer durch den Schritt 301 hervorgerufenen

Verflüssigungszone führen.

In einem optionalen vierten Schritt 304 erfolgt ein Variieren einer (zusätzlichen) Masse (z. B. Masse 9 der Fig. 1 oder 2), die beispielsweise die wirkende Masse eines Rammguts erhöht, das die Gewichtskraft zum Eindringen der Gründung in den Baugrund erhöhen oder verringern kann. Hierdurch kann beispielsweise die Einddringgeschwindigkeit der Gründung in den Baugrund während der Installation der Gründung am vorgesehenen Ort verändert werden.

In einem optionalen fünften Schritt 305 erfolgt ein Einblasen von Luft während des

Einbringvorgangs der Gründung, das die die Verflüssigungszone mittels eines Einblasens von Luft an der Gründung verändert. Das Einblasen von Luft erfolgt beispielsweise durch Mittel zum Einblasen von Luft an der Gründung. Derartige Mittel sind in den in den Fig. lund 2 jeweils dargestellten Gründungsanordnungen nicht dargestellt Derartige Mittel zum

Einblasen von Luft können beispielsweise im Inneren der Gründung (z. B. ein Monopfahl) Luft einblasen. Derartige Mittel zum Einblasen von Luft sind beispielsweise als eine oder mehrere (Luft-) Lanzen ausgebildet. Eine oder mehrere von derartigen Lanzen können beispielsweise an der Gründung (z. B. Pfahl) selber oder über ein Trägergestell befestigt sein, um nur einige nicht-limitierende Beispiele zu nennen. Das Einblasen von Luft, beispielsweise erzeugt durch die Mittel zum Einblasen von Luft, resultiert beispielsweise in Luftblasen, die insbesondere etwa 0,5 m oberhalb der Unterkante der Gründung (z. B. oberhalb der Pfahlunterkante) im

Baugrund (z. B. Meeresboden) anzutreffen sind. Entsprechend wird beispielsweise mittels der Lanzen die Luft etwa 0,5 m oberhalb der Unterkante der Gründung (z. B. oberhalb der Pfahlunterkante) in den Baugrund (z. B. Meeresboden) appliziert. Der Luftdruck zur

Erzeugung von Luftblasen wird z. B. mit einem Kompressor erzeugt. Beispielsweise kann ein derartiger Kompressor von einem Installationsschiff umfasst sein. Derart ist es ermöglicht, im Inneren der Gründung (z. B. im Pfahlinneren) die Baugrundstruktur (z. B. Bodenstruktur) infolge aufsteigender Luftblasen derart zu entfestigen, dass ein vereinfachtes Einbringen der Gründung bzw. Eindringen der Gründung (z. B. Pfahl) in den Baugrund möglich ist. In einem sechsten Schritt 306 erfolgt ein Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung nach Wassersättigung. Das Aushärten und/oder Expandieren der Beschichtung erfolgt beispielsweise erst, wenn die Gründung die vorgesehene Endtiefe bzw. Endteufe erreicht hat Die Belastungsgrenze von einer gegenständlich einvibrierten Gründung kann entschieden vergrößert werden gegenüber z. B. lediglich vollständig einvibrierten Gründungen ohne gegenständliche Beschichtung, da durch das Aushärten und/oder Expandieren der

Beschichtung die Bindung zwischen insbesondere der Außenwand der Gründung und dem diese umgebenden Baugrund verstärkt wird. Dabei wird in Abhängigkeit der Größe des Bereichs, mit dem die Beschichtung das in den Baugrund eindringende Ende der Gründung umgibt nach der Art eines Fundaments die Gründung durch die Expansion bzw. das Aushärten zusätzlich verankert.

Weitere vorteilhafte beispielhafte Ausgestaltungen sind der folgenden detaillierten

Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen, insbesondere in Verbindung mit den Figuren, zu entnehmen. Die Figuren sollen jedoch nur dem Zwecke der Verdeutlichung, nicht aber zur Bestimmung des Schutzbereiches dienen. Die Figuren sind nicht maßstabsgetreu und sollen lediglich das allgemeine Konzept beispielhaft widerspiegeln. Insbesondere sollen Merkmale, die in den Figuren enthalten sind, keineswegs als notwendiger Bestandteil erachtet werden.

Die in dieser Spezifikation beschriebenen Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung und die diesbezüglich jeweils angeführten optionalen Merkmale und Eigenschaften sollen auch in allen Kombinationen miteinander offenbart verstanden werden. Insbesondere soll auch die Beschreibung eines von einem Ausführungsbeispiel umfassten Merkmals - sofern nicht explizit gegenteilig erklärt - vorliegend nicht so verstanden werden, dass das Merkmal für die Funktion des Ausführungsbeispiels unerlässlich oder wesentlich ist. Die Abfolge der in dieser Spezifikation geschilderten Verfahrensschritte in den einzelnen Ablaufdiagrammen ist nicht zwingend, alternative Abfolgen der Verfahrensschritte sind denkbar. Die

Verfahrensschritte können auf verschiedene Art und Weise implementiert werden, so ist eine Implementierung in Software (durch Programmanweisungen), Hardware oder eine

Kombination von beide zur Implementierung der Verfahrensschritte denkbar.

In den Patentansprüchen verwendete Begriffe wie "umfassen", "aufweisen", "beinhalten", "enthalten" und dergleichen schließen weitere Elemente oder Schritte nicht aus. Unter die Formulierung„zumindest teilweise" fallen sowohl der Fall„teilweise" als auch der Fall „vollständig". Die Formulierung„und/oder" soll dahingehend verstanden werden, dass sowohl die Alternative als auch die Kombination offenbart sein soll, also„A und/oder B" bedeutet„(A) oder (B) oder (A und B)" Die Verwendung des unbestimmten Artikels schließt eine Mehrzahl nicht aus. Eine einzelne Vorrichtung kann die Funktionen mehrerer in den Patentansprüchen genannten Einheiten bzw. Vorrichtungen ausführen. In den

Patentansprüchen angegebene Bezugszeichen sind nicht als Beschränkungen der eingesetzten Mittel und Schritte anzusehen.

Bezugszeichenliste

1 Pfahl

2 Verflüssigungszone

3 Offshore-Bauwerk

4 Beschichtung

5 Außenwand des Pfahls

6 in Boden eindringendes Ende des Pfahls

7 Luftblasen

8 Vibrationseinrichtung

9 Masse

10 Kompressor

11 Applizierungsmittel

MB Meeresboden

W Wasserspiegel