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Title:
COIN DEPOSIT LOCK WHICH CAN BE SWITCHED BETWEEN COIN DEPOSIT AND DIGITAL DEPOSIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/224468
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a coin deposit lock (1) for securing a deposit element (38) attached to an object (39) that can be borrowed. The coin deposit lock (1) has a coin lock (2) for receiving a coin (8) and a deposit lock (4) for receiving the deposit element (38). The deposit lock can be automatically transferred from a deposit securing state (42) to a deposit removal state (43), depending on the presence of a coin in the coin deposit lock. In the deposit securing state (42), the deposit element is irremovably secured in the deposit lock. In the deposit removal state (43), the deposit element can be removed from the deposit lock. The aim of the invention is to provide a widely usable coin deposit lock having additional possible uses. This is achieved by virtue of the fact that the coin deposit lock has an electronic radio receiving unit (50), which is designed to receive at least one electromagnetic remote control signal (82). The deposit lock can be transferred from the deposit securing state to the deposit removal state, depending on the receipt of the remote control signal. The deposit lock is therefore designed both for the depositing of a coin deposit and for the depositing of a digital deposit (81). In the coin blocking state, the coin is irremovably secured in the coin lock. In the coin release state, the coin can be removed from the coin lock.

Inventors:
KOLLESS FRIEDER (CH)
Application Number:
PCT/EP2021/062185
Publication Date:
November 11, 2021
Filing Date:
May 07, 2021
Export Citation:
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Assignee:
KOLLESS FRIEDER (CH)
International Classes:
G07F7/06; G07F17/10
Domestic Patent References:
WO2004016138A12004-02-26
Foreign References:
DE202018003172U12018-08-01
CN108824997A2018-11-16
Attorney, Agent or Firm:
GRUENECKER PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTG MBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Münzpfandschloss (1) zur Sicherung eines Pfandelements (38), mit einem Münzschloss (2) zur Aufnahme einer Münze (8) und mit einem Pfandschloss (4) zur Aufnahme eines Pfandelements (38), wobei das Pfandschloss (4) abhängig von einer Anwesenheit einer Münze (8) im Münzpfandschloss (1) automatisch von einem Pfandsicherungszustand (42), in dem das Pfandelement (38) im Pfandschloss (4) gegen eine Entnahme gesichert ist, in einen Pfandentnahmezustand (43), in dem das Pfandelement (38) aus dem Pfandschloss (4) entnehmbar ist, überführbar ausgestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Münzpfandschloss (1) eine elektronische Funkempfangseinheit (50) auf weist, die ausgestaltet ist, wenigstens ein elektromagnetisches Fernsteuersignal (82) zu empfangen, und dass wenigstens eines der beiden folgenden Merkmale vorhanden ist:

- das Pfandschloss (4) ist abhängig vom Empfang des Fernsteuersignals (82) vom Pfandsicherungszustand (42) in den Pfandentnahmezustand (43) und/oder umgekehrt überführbar ausgestaltet;

- das Münzschloss (2) ist abhängig vom Empfang des und/oder eines weite ren Fernsteuersignals (82) automatisch von einem Münzsperrzustand (10), in dem eine Münze (8) in dem Münzschloss (2) gegen eine Entnahme si cherbar ist, in einen Münzfreigabezustand (12), in dem die Münze (8) aus dem Münzschloss (2) entnehmbar ist, und/oder umgekehrt überführbar ausgestaltet.

2. Münzpfandschloss (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Münzpfand schloss (1) ausgestaltet ist, bei Empfang des und/oder eines weiteren Funksteuersignals (82) und bei sich im Münzsperrzustand (10) befindlichem Münzschloss (2) und sich im Pfandentnahmezustand (43) befindlichem Pfandschloss (4) das Münzschloss (2) automa tisch vom Münzsperrzustand (10) in den Münzfreigabezustand (12) zu überführen.

3. Münzpfandschloss (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Münzpfandschloss (1) ausgestaltet ist, bei Empfang des und/oder eines weiteren Fernsteu ersignals (82) und bei sich im Münzfreigabezustand (12) befindlichem Münzschloss (2) und sich im Pfandsicherungszustand (42) befindlichem Pfandschloss (4) das Pfandschloss (4) automatisch vom Pfandsicherungszustand (42) in den Pfandentnahmezustand (43) zu überführen.

4. Münzpfandschloss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Münzpfandschloss (1) eine Funksendeeinheit (54) zum Aussenden wenigstens eines Meldesignals (114) aufweist und ausgestaltet ist, bei einer Überführung des Münzschlosses (2) aus dem oder in den Münzfreigabezustand (12), bei einer Überführung des Münzschlos ses (2) aus dem oder in den Münzsperrzustand (10), bei einer Überführung des Pfand schlosses (4) aus dem oder in den Pfandfreigabezustand (43) und/oder bei einer Überfüh rung des Pfandschlosses (4) aus dem oder in den Pfandsicherungszustand (42) automa tisch ein Meldesignal (114) auszusenden.

5. Münzpfandschloss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Münzpfandschloss (1) ausgestaltet ist, bei sich im Münzsperrzustand (10) befindlichem Münzschloss (2) und Einführen des Pfandelements (38) in das Pfandschloss (4) das Münz schloss (2) automatisch in den Münzfreigabezustand und das Pfandschloss (4) automatisch in den Pfandsicherungszustand (42) zu überführen.

6. Münzpfandschloss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Münzpfandschloss (1) ein auf einem Prozessor (79) eines drahtlosen Kommunikations mittels (80) installierbares oder ausführbares digitales Zahlungsmodul (78) zur Hinterlegung eines digitalen Pfandes (81) aufweist und dass das digitale Zahlungsmodul (78) ausgestal tet ist, bei Hinterlegung des digitalen Pfandes (81) das drahtlose Kommunikationsmittel (80) zum Senden des Fernsteuersignals (82) zu veranlassen.

7. Münzpfandschloss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Münzpfandschloss (1) einen Münzsensor (68) aufweist, der ausgebildet ist, ein für die Anwesenheit einer Münze (8) im Münzschloss (2) repräsentatives Münzsignal (70) auszu geben, und dass jeweils abhängig vom Münzsignal (70) das Münzschloss (2) in den Münz sperrzustand (10) oder in den Münzfreigabezustand (12) und das Pfandschloss (4) in den Pfandentnahmezustand (43) oder den Pfandsicherungszustand (42) geschaltet ist.

8. Münzpfandschloss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Münzpfandschloss (1) einen Pfandsensor (72) aufweist, der ausgebildet ist, ein für die Anwesenheit des Pfandelements (38) im Pfandschloss (4) repräsentatives Pfandsignal (74) auszugeben, und dass jeweils abhängig vom Pfandsignal (74) das Münzschloss (2) in den Münzsperrzustand (10) oder in den Münzfreigabezustand (12) und das Pfandschloss (4) in den Pfandentnahmezustand (43) oder den Pfandsicherungszustand (42) geschaltet ist.

9. Münzpfandschloss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem Münzschloss (2) und dem Pfandschloss (4) ein wenigstens abschnitts weise bewegliches Schaltwerk (6) befindet, das mit dem Münzschloss (2) und dem Pfand schloss (4) gekoppelt ist und dass der Münzsperrzustand (10) des Münzschlosses (2), der Münzfreigabezustand (12) des Münzschlosses (2), der Pfandsicherungszustand (42) des Pfandschlosses (4) und der Pfandentnahmezustand (43) des Pfandschlosses (4) abhängig von der Stellung (92, 94, 98, 100,110) des Schaltwerkes (6) sind.

10. Münzpfandschloss (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltwerk (6) mit einem im Münzsperrzustand (10) eine Münze (8) im Münzschloss (2) verriegelnden Münzriegel (13) und mit einem im Pfandsicherungszustand (42) das Pfandelement (38) im Pfandschloss (4) verriegelnden Pfandriegel (44) gekoppelt ist.

11. Münzpfandschloss (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stel lung (92, 94, 98, 100, 110) des Schaltwerkes (6) abhängig vom Fernsteuersignal (82) ist.

12. Münzpfandschloss (1) nach Anspruch 7 und 8 sowie einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das das Schaltwerk (6) eine elektronische Steuereinheit (66) aufweist, die mit der Funkempfangseinheit (5) datenübertragend verbunden ist.

13. Münzpfandschloss (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltwerk (6) einen Motor (60) aufweist, der abhängig von der vom Münzsignal (70), vom Pfandsignal (72) und vom Fernsteuersignal (82) betätigbar ist, und dass das Schaltwerk (6) ein vom Motor (60) bewegliches, mit dem Pfandriegel (44) und dem Münz riegel (13) gekoppeltes Schaltglied (62) aufweist, durch das im Münzsperrzustand der Münzriegel (13) und im Pfandsicherungszustand (42) der Pfandriegel (44) arretiert sind.

14. Pfandsicherungsanordnung (40) umfassend einen mit einem Pfand zu sichernden Gegen stand (39), der mit einem Pfandelement (38) versehen ist, und ein Münzpfandschloss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.

15. Verfahren zum Entleihen eines mit einem Pfandelement (38) gesicherten Gegenstandes (39), wobei das Pfandelement (38) in einem Pfandschloss (4) eines Münzpfandschlosses (1) gesichert ist, umfassend folgende Verfahrensschritte: - Hinterlegen eines Pfandes (8, 81) im Münzpfandschloss (1) und

- Automatisches Freigeben des Pfandelements (38) durch das Pfandschloss (4), gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

- Hinterlegen des Pfandes (8, 81) wahlweise als digitales Pfand (81) mittels einer drahtlosen Kommunikationsvorrichtung (80) und eines von der drahtlosen Kom munikationsvorrichtung an das Münzpfandschloss (1) gesendeten Fernsteuersig nals (82) oder als Münzpfand durch Einführen einer Münze (8) in ein Münzschloss (2) des Münzpfandschlosses (1), und

- Wechseln zwischen einem Hinterlegen des digitalen Pfandes (81) und einem Hin- terlegen eines Münzpfandes bei aus dem Pfandschloss (4) entferntem Pfandele ment (38).

Description:
Zwischen Münzpfand und digitalem Pfand umschaltbares Münzpfandschloss

Die Erfindung betrifft ein Münzpfandschloss zur Sicherung eines Pfandelements, mit einem Münzschloss zur Aufnahme einer Münze und mit einem Pfandschloss zur Aufnahme des Pfand elements, wobei das Pfandschloss abhängig von einer Anwesenheit einer Münze im Münzpfand- schloss automatisch von einem Pfandsicherungszustand, in dem das Pfandelement im Pfand schloss gegen eine Entnahme gesichert ist, in einen Pfandentnahmezustand, in dem das Pfan delement aus dem Pfandschloss entnehmbar ist, überführbar ausgestaltet ist.

Die Erfindung betrifft ferner eine Pfandsicherungsanordnung mit einem gegen ein Pfand entleih baren Gegenstand, der mit einem Pfandelement versehen ist, und mit einem Münzpfandschloss der oben beschriebenen Bauart.

Die Erfindung betrifft schließlich ein Verfahren zum Entleihen eines mit einem Münzpfandschloss gesicherten Gegenstandes, wobei ein Pfandelement des Gegenstandes in einem Pfandschloss des Münzpfandschloss gesichert ist, umfassend folgende Verfahrensschritte: Hinterlegen eines Pfandes im Münzpfandschloss und automatisches Freigeben des Pfandelements durch das Pfandschloss nach Hinterlegen des Pfandes.

Derartige Münzpfandschlösser sind bekannt und werden beispielsweise eingesetzt, um gegen ein Münzpfand einen Gepäckwagen oder einen Einkaufswagen auszuleihen.

Ausgehend von solchen herkömmlichen Münzpfandschlössern liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein bedienungsfreundlicheres Münzpfandschloss zu schaffen. Gelöst wird diese Aufgabe für das eingangs genannte Münzpfandschloss dadurch, dass das Münzpfandschloss eine elektronische Funkempfangseinheit aufweist, die ausgestaltet ist, we nigstens ein elektromagnetisches Fernsteuersignal insbesondere drahtlos zu empfangen, und dass wenigstens eines der beiden folgenden Merkmale vorhanden ist: (a) das Pfandschloss ist abhängig vom Empfang des Femsteuersignals vom Pfandsicherungszustand in den Pfandent- nahmezustand und/oder umgekehrt überführbar ausgestaltet, (b) das Münzschloss ist abhängig vom Empfang des und/oder eines weiteren Fernsteuersignals automatisch vom einem Münz sperrzustand, in dem eine Münze in dem Münzschloss gegen eine Entnahme sicherbar ist, in einen Münzfreigabezustand, in dem die Münze aus dem Münzschloss entnehmbar ist, und/oder umgekehrt überführbar ausgestaltet. Die eingangs genannte Pfandsicherungsanordnung wird erfindungsgemäß dadurch verbessert, dass das Münzpfandschloss wie vorstehend ausgestaltet ist.

Das eingangs genannte Verfahren zum Entleihen des mit dem Münzpfandschloss gesicherten Gegenstandes umfasst erfindungsgemäß zusätzlich die folgenden Verfahrensschritte: Hinterle gen des Pfandes wahlweise in Form eines digitalen Pfandes mittels einer drahtlosen Kommuni kationsvorrichtung und eines von der drahtlosen Kommunikationsvorrichtung an das Münzpfand schloss gesendeten Fernsteuersignals oder in Form eines Münzpfandes durch Einführen einer Münze in ein Münzschloss des Münzpfandschlosses; und Wechseln zwischen einem Hinterlegen des digitalen Pfandes und einem Hinterlegen eines Münzpfandes bei aus dem Pfandschloss ent ferntem Pfandelement.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist es demnach möglich, das Münzpfandschloss durch Hinterlegung eines digitalen Pfandes, also bargeldfrei zu benutzen. Gleichzeitig ist es mög lich, das Münzpfandschloss durch Hinterlegung eines Münzpfandes zu benutzen. Darüber hinaus ist es möglich, während der Entleihe von einem Münzpfand auf ein digitales Pfand und/oder um gekehrt sowie zwischen einem digitalen Pfand und einem anderen digitalen Pfand bzw. zwischen zwei Entleihern, die beide ein digitales Pfand nutzen, umzuschalten, was die Bedienfreundlichkeit und Einsatzbreite des Münzpfandschlosses erheblich erhöht. Unter einem „digitalen“ Pfand wird dabei nicht nur die Hinterlegung eines Geldbetrages durch beispielsweise eine digitale Finanz transaktion, sondern auch jedwede andere Vereinbarung zwischen Entleiher und Verleiher ver standen, die den Entleiher zur Leihe des mit dem Münzpfandschlosses gesicherten Gegenstan des befugt, beispielsweise ein Abonnement einer Entleih-Dienstleistung odereine Mitgliedschaft.

Die Erfindung kann durch die folgenden voneinander unabhängigen und beliebig miteinander kombinierbaren Weiterbildungen verbessert werden. Die einzelnen Weiterbildungen können gleichermaßen für das erfindungsgemäße Verfahren und das erfindungsgemäße Münzpfand schloss eingesetzt werden.

So kann der mit dem Pfandelement versehene Gegenstand beispielsweise ein Einkaufs- oder Gepäckwagen, ein entleihbares Verkehrsmittel wie ein Fahrrad oder ein Roller, eine Tür, wie eine Tür für einen Spind, eine Umkleidekabine oder einen Hotelsafe sein.

Das Münzschloss ist bevorzugt ausgestaltet, Münzen nur einer vorbestimmten Münzart anzuneh men. Gemäß einer Ausgestaltung kann das Münzschloss nur dann in den Münzsperrzustand überführt werden, wenn eine Münze der vorbestimmten Münzart sich im Münzschloss befindet,. Eine Münzart ist beispielsweise durch eine vorbestimmte Geometrie und/oder Zusammensetzung gekennzeichnet. Dies soll verhindern, dass Münzen mit zu geringem oder zu hohem Wert, oder im Umlauf seltene Münzen als Pfand hinterlegt werden können. Einer sich nicht im Münzschloss befindlichen Münze ist demnach funktionell gleichgestellt, dass eine falsche Münzart, beispiels weise eine Münze mit einer anderen als der vorbestimmten Geometrie und/oder einer anderen als der vorbestimmten Zusammensetzung sich im Münzschloss befindet. Das Münzpfandschloss kann ferner ausgestaltet sein, einen Münzersatz zu akzeptieren, der die Geometrie der vorbe stimmten Münzart aufweist.

Alternativ oder kumulativ kann sich das Münzschloss auch im Münzsperrzustand befinden bzw. in den Münzsperrzustand überführt werden, wenn sich keine Münze im Münzschloss befindet. Bevorzugt kann im Münzsperrzustand keine Münze in das Münzschloss gesteckt werden, um Fehlbedienungen zu vermeiden.

Das Münzschloss und das Pfandschloss stehen bevorzugt in einer Wirkverbindung. Der Zustand des Pfandschlosses und der Zustand des Münzschlosses bedingen sich in einer Ausgestaltung wechselweise. So kann der Zustand des Münzschlosses abhängig von der Anwesenheit des Pfandelementes im Pfandschloss sein. Befindet sich beispielsweise das Pfandelement im Pfand schloss oder wird das Pfandelement im Pfandschloss verriegelt, so kann das Münzschloss auto matisch von einem Münzsperrzustand, in dem eine Münze im Münzschloss sicherbar ist und ohne Zerstörung des Münzschlosses nicht mehr entnommen werden kann, in einen Münzfreigabezu stand, in dem eine Münze aus dem Münzschloss entnommen und bevorzugt auch in das Münz- schloss eingesteckt werden kann, überführbar sein.

Das Pfandelement kann im Pfandschloss eingesteckt, eingefügt oder eingeclipst oder am Pfand schloss angefügt, angesteckt, angeheftet oder angeclipst sein. Im Folgenden wird für alle diese Möglichkeiten einheitlich der Ausdruck „Einführen“ oder „Einstecken“ verwendet. Im Pfandent nahmezustand kann das Pfandelement von einem Benutzer aus dem Pfandschloss entnommen werden. Im Pfandsicherungszustand ist das Pfandelement nur durch Zerstörung des Münzpfand schlosses entnehmbar.

Das wenigstens eine Fernsteuersignal wird vorzugsweise drahtlos empfangen, beispielsweise über Bluetooth, LE Bluetooth, WLAN oder NFC. Es handelt sich bevorzugt um ein digitales Signal. Das Fernsteuersignal kann eine Identifikationskennung des Münzpfandschlosses und/oder des mit dem Pfandelement versehenen Gegenstandes aufweisen. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist das Münzpfandschloss ausgestaltet, bei sich im Münzsperrzustand befindlichem Münzschloss und sich im Pfandentnahmezustand befindli chem Pfandschloss und, optional, Empfang des oder eines weiteren Femsteuersignals das Münzschloss vom Münzsperrzustand in den Münzfreigabezustand zu überführen. Diese Ausge- staltung ermöglicht es, von einem Münzpfand in ein digitales Pfand zu wechseln, während der durch das Pfandelement gesicherte Gegenstand ausgeliehen bleibt. Das Pfandschloss kann da bei im Pfandentnahmezustand verbleiben.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist das Münzpfandschloss ausgestaltet, bei sich insbesondere ohne eingesteckte Münze im Münzsperrzustand befindlichem Münzschloss und Empfang des Fernsteuersignals und sich im Pfandentnahmezustand befindlichem Pfandschloss das Münzschloss kurzzeitig zur Aufnahme einer Münze vom Münzsperrzustand in den Münzfrei gabezustand zu überführen und das Pfandschloss anschließend weiterhin im Pfandentnahmezu stand zu halten. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, von einem digitalen Pfand zu einem Münz pfand zu wechseln, während der durch das Pfandelement gesicherte Gegenstand ausgeliehen bleibt.

Um bei bereits hinterlegtem digitalen Pfand auf das Münzpfand umzuschalten, ist das Münz schloss in Abhängigkeit vom Empfang des Fernsteuersignals automatisch von einem Münzsperr zustand in einen Münzfreigabezustand und zurück überführbar ausgestaltet.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Münzpfandschloss ausgestaltet, bei sich im Münzfreigabezustand befindlichem Münzschloss und Empfang des Fernsteuersignals und sich im Pfandsicherungszustand befindlichem Pfandschloss das Münzschloss im Münzfreigabezu stand zu halten und das Pfandschloss vom Pfandsicherungszustand in den Pfandentnahmezu stand zu überführen. Diese Ausführung ermöglicht es, den Gegenstand allein durch Hinterlegen eines digitalen Pfands auszuleihen. Das Münzschloss ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung abhängig vom Empfang eines Fern steuersignals im Münzsperrzustand und/oder im Münzfreigabezustand verriegelbar ausgestaltet.

Es kann auch vorgesehen sein, dass das Pfandschloss abhängig vom Empfang eines Fernsteu ersignals im Pfandfreigabezustand und/oder im Pfandsicherungszustand verriegelbar ausgestal tet ist. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Münzpfandschloss ausgestaltet, bei sich im Münzfreigabezustand befindlichem Münzschloss und Empfang des Fernsteuersignals und sich im Pfandsicherungszustand befindlichem Pfandschloss das Münzschloss ohne Vorhandensein einer Münze in den Münzsperrzustand und das Pfandschloss vom Pfandsicherungszustand in den Pfandentnahmezustand zu überführen. Diese Ausführung ermöglicht es, den Gegenstand allein durch Hinterlegen eines digitalen Pfands auszuleihen. Das Münzschloss ist durch den Münzsperrzustand gegen ein versehentliches Einstecken einer Münze oder gegen das Einste cken von Münzen durch Dritte gesichert.

In einer weiteren Ausgestaltung können der Münzsperrzustand und der Pfandfreigabezustand insbesondere unabhängig vom Empfang eines Fernsteuersignals miteinander zwangsgekoppelt sein, so dass beide nur zusammen auftreten können. Dies führt zu einer konstruktiv einfachen Lösung. Eine konstruktiv einfache Umsetzung ist auch möglich, wenn Münzfreigabezustand und Pfandentsicherungszustand insbesondere unabhängig vom Empfang eines Fernsteuersignals miteinander zwangsgekoppelt sind, also nur gemeinsam auftreten können.

Von Vorteil ist es ferner, wenn das Münzpfandschloss eine Funksendeeinheit zum Aussenden eines Meldesignals aufweist und ausgestaltet ist, bei einer Überführung des Münzschlosses aus dem oder in den Münzfreigabezustand, bei einer Überführung des Münzschlosses aus dem oder in den Münzsperrzustand, bei einer Überführung des Pfandschlosses aus dem oder in den Pfand freigabezustand und/oder bei einer Überführung des Pfandschlosses aus dem oder in den Pfand sicherungszustand automatisch ein Meldesignal auszusenden. Das Einstecken des Pfandele ments in das Pfandschloss, das das Pfandschloss automatisch in den Pfandsicherungszustand überführt, leitet das Ende des Ausleihvorganges ein. Bei dieser Ausführung wird folglich bei Hin terlegung eines digitalen Pfandes, bei dem sich keine Münze im Münzschloss befindet, durch das Meldesignal das Ende des Ausleihvorgangs quittiert. Das Meldesignal ist bevorzugt digital. Es kann demselben Standard oder denselben Standards unterliegen wie das Fernsteuersignal.

In einer anderen Ausgestaltung kann ein Meldesignal nach jeder Zustandsänderung im Münz- pfandschloss gesendet werden. Dadurch kann das Münzpfandschloss überwacht werden, bei spielsweise mit der drahtlosen Kommunikationsvorrichtung. Das Meldesignal kann bei einer sol chen Ausgestaltung repräsentativ für den Zustand des Münzpfandschlosses sein.

Um bei Hinterlegung eines Münzpfandes das Ende des Ausleihvorganges auszulösen, kann das Münzpfandschloss gemäß einerweiteren Ausführungsform ausgestaltet sein, bei sich im Münz- sperrzustand befindlichem Münzschloss und Einführen des Pfandelements in das Pfandschloss das Münzschloss in den Münzfreigabezustand und das Pfandschloss in den Pfandsicherungszu stand zu überführen. Durch den Münzfreigabezustand kann der Entleiher die Münze entnehmen. Das Pfandelement ist dabei im Pfandschloss gesichert. Der Entleihvorgang ist beendet.

Das Münzpfandschloss kann ein auf einem Prozessor eines drahtlosen Kommunikationsmittels installierbar ausgestaltetes, installiertes oder aufrufbares digitales Zahlungsmodul zur Hinterle gung des digitalen Pfandes aufweisen. Das digitale Zahlungsmodul ist insbesondere ausgestal tet, am digitalen Zahlungsverkehr teilzunehmen und eine digitale Finanztransaktion durchzufüh ren. Das digitale Zahlungsmodul kann auch eine von dem drahtlosen Kommunikationsmittel auf rufbare Internetanwendung sein, die auf einem zentralen Server bereitgestellt wird.

Das digitale Zahlungsmodul kann ferner ausgestaltet sein, nach Hinterlegung eines digitalen Pfandes das drahtlose Kommunikationsmittel zum Senden des Fernsteuersignals zu veranlas sen. Das drahtlose Kommunikationsmittel kann beispielsweise ein Smartphone, ein Tablet oder ein Laptop sein. Das digitale Zahlungsmodul kann eine Software, beispielsweise eine App sein. Das digitale Zahlungsmodul kann jedoch auch als Hardware, beispielsweise in Form eines ASIC ausgestaltet sein. Das digitale Zahlungsmodul kann auch eine Kombination von Hardware und Software sein.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann sich funktionell und/oder strukturell zwi schen dem Münzschloss und dem Pfandschloss ein wenigstens abschnittsweise bewegliches Schaltwerk befinden, wobei der Münzsperrzustand, der Münzfreigabezustand, der Pfandsiche rungszustand und der Pfandentnahmezustand abhängig insbesondere paarweise abhängig von der Stellung des Schaltwerkes sind. Das Schaltwerk dient bei dieser Ausgestaltung dazu, das Münzschloss und das Pfandschloss in die jeweiligen Zustände zu überführen. Die Steuerung des Münzpfandschlosses wird somit auf eine Steuerung des Schaltwerkes reduziert. Das Schaltwerk kann mit dem Münzschloss und dem Pfandschloss insbesondere mechanisch verbunden sein. Die Zustände des Münzpfandschlosses können vorbestimmten Stellungen des Schaltwerkes ent sprechen.

Das Münzpfandschloss kann einen Münzriegel aufweisen, der im Münzsperrzustand arretiert und im Münzfreigabezustand freigegeben ist. Der Münzriegel kann die Münze im Münzschloss und/o der das Münzschloss im Münzsperrzustand blockieren. Das Schaltwerk kann mit dem Münzriegel zusammenwirkend gekoppelt sein. Beispielsweise kann ein mit dem Münzriegel mechanisch zu sammenwirkendes, bewegliches Schaltglied vorhanden sein. Der Münzriegel kann jedoch auch berührungslos, beispielsweise magnetisch arretiert und freigegeben werden. Der Münzriegel kann zangenförmig ausgestaltet sein. Das Schaltglied kann ausgestaltet sein, die Zange zu öff nen und/oder zu schließen oder alternativ die Bewegbarkeit der Zange in einer Stellung zu blo ckieren.

Das Pfandschloss weist bevorzugt einen Pfandriegel auf, der im Pfandsicherungszustand arre tiert und im Pfandentnahmezustand freigegeben ist. Der Pfandriegel blockiert das Pfandelement im Pfandsicherungszustand. Das Schaltwerk kann mit dem Pfandriegel zusammenwirkend ge koppelt sein. Insbesondere kann das Schaltglied des Schaltwerks mit dem Pfandriegel Zusam menwirken. Alternativ oder zusätzlich kann der Pfandriegel auch berührungsfrei arretiert und frei gegeben werden. Der Pfandriegel kann in Form einer insbesondere durch das Schaltwerk arre tierbaren Schließe ausgestaltet sein. Die Schließe kann, insbesondere federgespannt und/oder schwerkraftbetätigt, selbstarretierend sein.

Zur Kopplung mit dem Pfandschloss und/oder dem Münzschloss kann das Schaltwerk, insbeson dere das Schaltglied, wenigstens eine Nocke, einen Schieber, einen Vorsprung, eine Ausneh mung oder einen Mitnehmer aufweisen. Das Schaltglied kann als Schaltrad oder als Schaltschie ber bzw. -schlitten ausgestaltet sein, also rotatorisch, translatorisch oder sowohl rotatorisch als auch translatorisch beweglich sein.

Das Schaltwerk kann ausgestaltet sein, das Münzpfandschloss abhängig von der Anwesenheit einer Münze im Münzschloss, von der Abwesenheit des Pfandelements im Pfandschloss und/o der vom Empfang des Fernsteuersignals das Münzschloss insbesondere mechanisch vom Münz sperrzustand in den Münzfreigabezustand, und auch umgekehrt, und/oder das Pfandschloss ins besondere mechanisch vom Pfandsicherungszustand in den Pfandentnahmezustand, und auch umgekehrt, zu überführen. Das Schaltwerk berücksichtigt bei dieser Ausgestaltung die als Ein gangsgrößen dienende Anwesenheit oder Abwesenheit einer Münze, die Anwesenheit oder Ab wesenheit des Pfandelements und das Vorliegen oder Nichtvorliegen des Fernsteuersignals, um den Betriebszustand des Münzpfandschlosses entsprechend einzustellen.

Um beispielsweise die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Münze der vorbestimmten Münzart im Münzschloss festzustellen, kann das Münzpfandschloss einen Münzsensor aufweisen. Der Münzsensor ist bevorzugt ausgestaltet, ein für die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Münze im Münzschloss repräsentatives Münzsignal auszugeben. Der Münzsensor ist bevorzugt mit dem Schaltwerk datenübertragend verbunden. Der Münzsensor arbeitet bevorzugt berührungslos, beispielsweise optisch, magnetisch oder kapazitiv. Der Münzsensor kann jedoch einen mechani schen, vom Münzriegel oder einer Münze betätigbar angeordneten Schalter aufweisen. Das Pfandschloss kann einen Pfandsensor aufweisen, der ausgestaltet ist, ein für die Anwesen heit oder Abwesenheit des Pfandelements im Pfandschloss repräsentatives Pfandsignal auszu geben. Der Pfandsensor kann mit dem Schaltwerk datenübertragend verbunden sein. Der Pfandsensor arbeitet bevorzugt berührungslos, beispielsweise optisch, magnetisch oder kapazi- tiv. Der Pfandsensor kann einen mechanischen, vom Pfandriegel mittelbar oder unmittelbar be tätigbar angeordneten Schalter aufweisen.

Das Schaltwerk kann eine Steuereinheit in Form eines Mikroprozessors, beispielsweise eines ASICs aufweisen. Die Steuereinheit kann mit der Funkempfangseinheit und/oder der Funksen deeinheit gekoppelt oder in einem elektronischen Bauteil, beispielsweise einem Mikroprozessor, integriert sein.

Der Münzsensor und/oder der Pfandsensor können bei einer solchen Ausgestaltung insbeson dere mit der Steuereinheit des Schaltwerks verbunden sein.

Das Schaltwerk kann gemäß einerweiteren vorteilhaften Ausgestaltung einen Motor aufweisen, der abhängig von der Anwesenheit einer Münze im Münzschloss, der Anwesenheit des Pfandele- ments im Pfandschloss und/oder vom Empfang des Fernsteuersignals betätigbar ist, wobei das Schaltglied bevorzugt vom Motor antreibbar ausgestaltet ist.

Die Steuereinheit des Schaltwerks kann ausgestaltet sein, den Motor und damit die Stellung des Schaltwerkes bzw. des Schaltgliedes insbesondere abhängig vom Münzsignal, Pfandsignal und/oder Fernsteuersignal zu steuern. Der Motor kann ein Elektromotor, Federmotor, als Mag- netantrieb oder als manuell betätigte Handhabe ausgestaltet sein.

Das Münzpfandschloss weist ferner eine Energiequelle auf, beispielsweise in Form einer bevor zugt auswechselbar angeordneten Batterie, eines Akkumulators oder eines Kondensators. Zum Aufladen der Energiequelle kann ein Solarmodul, eine Induktionsspule oder ein Stromanschluss vorhanden sein. Die Energiequelle ist bevorzugt dazu ausgestaltet, den Motor, den Münzsensor, den Pfandsensor, die Steuereinheit, die Funkempfangseinheit und/oder die Funksendeeinheit mit elektrischer Energie zu versorgen.

Das Schaltglied bzw. das Schaltwerk kann in eine erste, dem Münzsperrzustand und Pfandent nahmezustand entsprechende Stellung bewegt sein, wenn sich eine Münze im Münzschloss be findet. Beispielsweise kann das Münzsignal die Überführung vom Münzfreigabezustand in den Münzsperrzustand und/oder zurück und damit die Bewegung des Schaltgliedes bzw. Schaltwer kes in die entsprechende Stellung automatisch veranlassen. In einer weiteren Ausgestaltung kann das Schaltglied bzw. Schaltwerk auch in eine dem Münz sperrzustand und dem Pfandentnahmezustand entsprechende Stellung bewegt sein, wenn sich keine Münze im Münzschloss befindet, aber ein Fernsteuersignal empfangen ist.

Im Münzpfandschloss bzw. in der Steuereinheit können Daten hinterlegt sein, die für den Entlei- her repräsentativ sind. Diese Daten können beispielsweise über ein Fernsteuersignal übermittelt werden. Diese Daten sind beispielsweise dann sinnvoll, wenn der zu entleihende Gegenstand von einem Entleiher, der ein digitales Pfand hinterlegt hat, an einen anderen Entleiher, der eben falls ein digitales Pfand hinterlegt hat, übergeben wird, oder wenn eine unbefugte Person einen Münzpfand hinterlegt, obwohl bereits ein digitales Pfand hinterlegt ist. Durch die Identifikation im Münzpfandschloss können Fehlbedienungen verringert und die Sicherheit bei der Ausleihe erhöht werden.

Das Schaltglied kann automatisch in eine zweite, dem Münzfreigabezustand und dem Pfandent nahmezustand entsprechende Stellung bewegt sein oder werden, wenn das Fernsteuersignal empfangen ist oder wird. Im Folgenden ist die Erfindung anhand einer Ausführungsform mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Nach Maßgabe der obigen Ausführungen über die mögli chen Weiterbildungen und deren technische Wirkungen kann auf einzelne Merkmale, die bei der Ausführungsform verwirklicht sind, verzichtet werden, sollte es bei einer bestimmten Anwendung nicht auf den mit diesem Merkmal verbundenen Vorteil ankommen. Umgekehrt kann auch ein oben beschriebenes, weiterbildendes Merkmal der nachstehend beschriebenen Ausführungs form hinzugefügt werden, wenn der mit diesem Merkmal verknüpfte technische Effekt für eine bestimmte Anwendung von Vorteil ist.

Münzschloss, Pfandschloss sowie das Schaltwerk sind bevorzugt baulich integriert, beispiels weise in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht. In den Zeichnungen und der nachstehenden Beschreibung werden für Elemente, die einander hinsichtlich Funktion und/oder Aufbau entsprechen, dieselben Bezugszeichen verwendet.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Perspektivdarstellung einer Ausführungsform eines Münzpfand schlosses in einem ersten Betriebszustand; Fig. 2 eine schematische Perspektivdarstellung des Münzpfandschlosses der Fig. 1 in einem zweiten Betriebszustand;

Fig. 3 eine schematische Perspektivdarstellung eines Teils des Münzpfandschlosses der Fig. 1; Fig. 4 eine schematische Perspektivdarstellung des Münzpfandschlosses der Fig. 1 in einem dritten Betriebszustand;

Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Ablaufplans zur Benutzung eines Münzpfand schlosses.

Zunächst werden der Aufbau und die Funktion eines Münzpfandschlosses 1 mit Bezug auf die die Fig. 1 und 2 beschrieben. Das Münzpfandschloss 1 weist ein Münzschloss 2 und ein Pfand schloss 4 auf, die miteinander in Wirkbeziehung stehen, beispielsweise unmittelbar oder wie hier über ein Schaltwerk 6.

Das Münzschloss 2 ist ausgebildet, eine Münze 8 vorbestimmter Münzart aufzunehmen. Die vor bestimmte Münzart zeichnet sich durch eine vorbestimmte Geometrie und/oder Zusammenset- zung aus. Als Münze 8 kann auch ein Münzersatz angesehen werden, der die vorbestimmte Ge ometrie aufweise.

Das Münzschloss 2 ist von einem in Fig. 1 dargestellten Münzsperrzustand 10 in einen Münzfrei gabezustand 12 (Fig. 2) überführbar ausgestaltet. Im Münzsperrzustand 10 ist die Münze 8 im Münzschloss 2 gesichert bzw. arretiert, beispielsweise durch einen Form- und/oder Reibschluss; die Münze 8 kann ohne Zerstörung des Münzschlosses 2 nicht entnommen werden. Im Münzfrei gabezustand 12 gibt das Münzschloss 2 die Münze 8 zur Entnahme durch einen Benutzer frei; die Münze 8 kann ohne Zerstörung des Münzschlosses 2 entnommen werden. Bevorzugt kann im Münzfreigabezustand 12 eine Münze 8 auch in das Münzschloss 2 eingeführt werden. In einer Variante kann der Münzsperrzustand 10 nur eingenommen werden, wenn sich eine Münze 8 der vorbestimmten Münzart im Münzschloss 2 befindet. In einer anderen Variante kann der Münz sperrzustand 10 unabhängig davon eingenommen werden, ob sich eine Münze 8 im Münzschloss 2 befindet.

Das Münzschloss 2 weist einen Münzriegel 13 auf, der im Münzsperrzustand 10 arretiert ist und die Münze 8 im Münzschloss 2 sichert. Im Münzfreigabezustand 12 ist der Münzriegel 13 gelöst. In der beispielhaft dargestellten Ausgestaltung weist das Münzschloss 2 einen schlitzförmigen Münzeinlass 14 auf, an den sich im Inneren des Münzschlosses 2 eine Münzaufnahme 16 an schließt. Im Münzsperrzustand 10 ist die Münze 8 in der Münzaufnahme 16 gesichert.

Zur Sicherung der Münze 8 kann das Münzschloss 2 als Münzriegel 13 eine Haltezange 18 mit zwei sich bezüglich eines Münzrandes 20 gegenüberliegenden Haltebacken 22 aufweisen. Die Haltebacken 22 sind durch elastische Spannelemente 24, beispielsweise Federn, im Richtung voneinander weg, also in Richtung einer Offenstellung, vorgespannt. An ihrem dem Münzeinlass 14 zugewandten Ende weisen die Haltebacken 22 jeweils eine oder mehrere Klemmflächen 26 auf. Die Klemmflächen 26 sind in etwa so hoch wie die Münze 8. Der größte Durchmesser der Münze 8 befindet sich im Münzsperrzustand 10 zwischen den Klemmflächen 26 und dem vom Münzeinlass 14 abgewandten Ende der Münzaufnahme 16.

Im Münzsperrzustand 10 liegen die Klemmflächen 26 unter Wirkung der Vorspannung der Span nelemente 24 am Münzrand 20 an und verriegeln diese im Münzsperrzustand 10.

Die Haltebacken 22 sind um Schwenkachsen 28 schwenkbar. Die Schwenkachsen 28 befinden sich, vom Münzeinlass 14 aus betrachtet, jenseits der Münzaufnahme 16.

Die Klemmflächen 26 und die Haltebacken 22 sind bevorzugt so angeordnet, dass im Münzsperr zustand 10 eine aus der Münzaufnahme 16 gerichtete, auf die Münze 8 wirkende Zugkraft 30 ein die Haltezange 18 schließendes Drehmoment um die Schwenkachsen 28 erzeugt. Versucht man also, im Münzsperrzustand 10 die Münze 8 aus der Münzaufnahme 16 zu entfernen, vergrößert sich die von den Haltebacken 22 ausgeübte Haltekraft.

Das Münzschloss 2 kann einen Auswurfmechanismus 32 aufweisen, der im Münzfreigabezu stand 10 beispielsweise mittels Federspannung die Münze 8 aus der Münzaufnahme 16 drückt, so dass sie von außen ergreifbar durch den Münzeinlass 14 ragt. Der Auswurfmechanismus 32 kann beispielsweise ständig eine in Richtung des Münzeinlasses 14 wirkende Kraft erzeugen, wenn sich das Münzschloss 2 im Münzsperrzustand 10 befindet.

Im Münzsperrzustand 10 sind die Haltezangen 18 in einer geschlossenen Stellung arretiert. Im Münzfreigabezustand 12 ist eine Öffnungsbewegung der Haltezange 18 möglich und/oder die Haltezange 18 ist in einen geöffneten Zustand, der dem Münzfreigabezustand 12 entspricht, be wegt. Im Münzfreigabezustand 12 kann folglich der Auswurfmechanismus 32 die Münze 8 aus werfen. Das Pfandschloss 4 weist eine Pfandaufnahme 36 auf, in der ein Pfandelement 38 aufnehmbar ist. Das Pfandelement 38 kann an einem beliebigen Gegenstand 39, beispielsweise einem Wa gen, wie einem Gepäckwagen oder einem Einkaufswagen, einem Verkehrsmittel, wie beispiels weise einem Leihfahrrad oder einem Leihroller, sowie an anderen beliebigen Gegenständen an- gebracht sein, die gegen Pfand ausgeliehen werden können, beispielsweise auch Werkzeuge. Das Münzpfandschloss 1 und der Gegenstand 39 bilden zusammen eine Pfandsicherungsanord nung 40.

Das Pfandschloss 4 ist von einem Pfandsicherungszustand 42 (Fig. 2) in einen Pfandentnahme zustand 43 und auch wieder zurück überführbar ausgestaltet. Im Pfandsicherungszustand 42 ist das Pfandelement 38 im Pfandschloss 4 gesichert; es kann nicht ohne Zerstörung des Pfand schlosses 4 entfernt werden. Im Pfandentnahmezustand 43 kann das Pfandelement 38 ohne Weiteres, insbesondere zerstörungsfrei, aus dem Pfandschloss 4 entfernt werden. Das Pfandele ment 38 kann im Pfandsicherungszustand 42 kraft-, reib- und/oder formschlüssig in der Pfand aufnahme 36 gesichert sein. Das Pfandschloss 4 weist einen Pfandriegel 44 auf, durch den das Pfandelement 38 in der Pfand aufnahme 36 im Pfandsicherungszustand 42 (Fig. 2) gesichert ist. Im Pfandsicherungszustand 42 ist der Pfandriegel 44 arretiert, im Pfandentnahmezustand 43 gelöst oder in eine andere Po sition bewegt.

Das Pfandelement 38 ist zumindest abschnittsweise komplementär zum Pfandriegel 44 ausge- staltet, indem es beispielsweise eine Falle 46 aufweist, in die der Pfandriegel 44 im Pfandsiche rungszustand 42 verrastet.

Der Pfandriegel 44 ist eine selbstschließende Schließe, beispielsweise eine Kugel 48. Die Kugel kann selbsttätig durch die Schwerkraft und/oder durch Federkraft in eine das Pfandelement (wenn eingeführt) verriegelnde Grundstellung bewegt sein. Eine Ausgestaltung als Kugel 48 hat den Vorteil, dass sich das Pfandelement 38 ohne größeren Kraftaufwand über den Pfandriegel 44 schieben lässt, insbesondere wenn die Kugel 48 drehbar im Pfandschloss 4 gehalten ist.

Das Münzpfandschloss 1 weist ferner eine Funkempfangseinheit 50 auf, die ausgestaltet ist, elektromagnetische Signale insbesondere elektromagnetische Signale drahtlos zu empfangen. Zusätzlich kann die Funkempfangseinheit 50 ausgestaltet sein, drahtgebundene Signale über beispielsweise einen oder mehrere elektrische Stecker 52 zu empfangen. Die elektromagnetischen Signale können auf wenigstens einem Kommunikationsstandard, wie beispielsweise NFC, LE Bluetooth, Bluetooth oder einem WLAN- oder GSM-Standard beruhen. Über den wenigstens einen Stecker 52 können Signale auf einem standardisierten drahtgebun denen Kommunikationsprotokoll wie beispielsweise USB oder Firewire empfangen werden. Das Münzpfandschloss 1 kann ferner eine Funksendeeinheit 54 aufweisen, die ausgestaltet ist, elektromagnetische Signale drahtlos zu senden, bevorzugt in demselben Standard bzw. densel ben Standards wie die Funkempfangseinheit 50. Ist wenigstens ein Stecker 52 zur drahtgebun denen Kommunikation vorgesehen, so kann dieser mit der Funksendeeinheit 54 verbunden sein. Die Funkempfangseinheit 50 und die Funksendeeinheit 54 können auch in einer Sende-/Emp- fangseinheit integriert sein. Die Funkempfangseinheit 50 und/oder die Funksendeeinheit 54 kön nen über eine Energiequelle 56, beispielsweise eine bevorzugt austauschbare Batterie oder ei nen Akku, mit Energie versorgt werden. Das Münzpfandschloss 1 kann an einer Außenfläche mit Solarzellen (nicht gezeigt) versehen sein, die bei Außenanwendungen die Energiequelle 56 auf laden. Die Funkempfangseinheit 50 und/oder die Funksendeeinheit 54 sind mit dem Münzschloss 2 und dem Pfandschloss 4 wirktechnisch verbunden, insbesondere über das Schaltwerk 6.

Das Schaltwerk 6 weist wenigstens ein von einem Motor 60 angetriebenes Schaltglied 62 auf, das hier lediglich beispielhaft rad- oder rollenförmig, insbesondere in Form eines Zahnrades 64 ausgebildet ist. Das Schaltglied 62 kann vom Motor 62 unmittelbar, oder mittelbar über ein Ge- triebe, beispielsweise wie hier gezeigt, über ein Zahnradgetriebe, angetrieben sein. Das Schalt glied kann vom Motor 62 in nur eine Richtung oder hin und her beweglich angetrieben sein. An stelle des Zahnrades 64 kann auch eine vom Motor 60 angetriebene Nocke, ein Hebel, Schlitten oder Schieber, letzterer beispielsweise in Form einer Zahnstange, als Schaltglied 62 verwendet sein. Die Verwendung eines radförmigen Schaltgliedes 62 hat den Vorteil einer besonders kom- pakten Bauform.

Der Motor 60 kann ein Elektromotor sein, der insbesondere von der Energiequelle 56 gespeist werden kann. Es ist jedoch jede andere Art von Motor, beispielsweise ein von Hand aufziehbarer Federmotor oder ein Magnet denkbar. Bevorzugt ist der Motor 60 ein Schrittmotor.

Das Schaltwerk 6 kann eine Steuereinheit 66, beispielsweise in Form eines ASIC oder eines anderen Mikroprozessors aufweisen. Die Steuereinheit 66 ist ausgebildet, das Schaltwerk 6 ab hängig von Signalen, die von der Funkempfangseinheit 50 empfangen werden, anzusteuern, ins besondere das Schaltglied 62 abhängig von solchen Signalen zu bewegen. Die Steuereinheit 66 kann zudem ausgebildet sein, abhängig von der Stellung des Schaltwerkes 66 bzw. des Schalt gliedes 62 oder in Abhängigkeit von Messsignalen von im Münzpfandschloss 1 integrierten Sen soren über die Funksendeeinheit 54 ein Funksignal auszugeben (hierzu weiter unten). Alternativ oder zusätzlich können entsprechende Signale über den Stecker 52 drahtgebunden empfangen oder gesendet werden. Die Einheiten 50, 54, 66 können in einem Bauteil, beispielsweise einem Mikroprozessor, integriert sein.

Das Schaltwerk 6 ist ausgestaltet, das Münzschloss 2 vom Münzsperrzustand 10 in den Münz freigabezustand 12 und wieder zurück zu überführen. Das Schaltwerk 6 ist ferner ausgestaltet, das Pfandschloss 4 vom Pfandsicherungszustand 42 in den Pfandentnahmezustand 43 und wie- der zurück zu überführen.

Das Münzpfandschloss 1 weist einen Münzsensor 68 auf, der abhängig von der Anwesenheit einer Münze 8 in der Münzaufnahme 16 ein Münzsignal 70 ausgibt. Der Münzsensor 68 kann beispielsweise ein berührungslos arbeitender Sensor sein, dessen Messfeld in die Münzauf nahme 16 ragt. Ein derartiger Münzsensor kann beispielsweise ein kapazitiver oder optischer Sensor sein. Der Münzsensor 68 kann auch mechanisch betätigt sein, indem er beispielsweise als ein von der Münze 8 betätigter Schalter ausgestaltet ist. Die Anwesenheit der Münze 8 kann auch über einen Münzsensor 68 bestimmt werden, der die Stellung der Haltezange 22 überwacht.

Das Münzpfandschloss 1 bzw. das Münzschloss 2 kann abhängig vom Münzsignal 70 vom Münz freigabezustand 10 in den Münzsperrzustand 12 überführbar ausgestaltet sein. Die Steuereinheit 66 ist mit dem Münzsensor 68 zum Empfang des Münzsignals 70 datenübertragend verbunden.

Das Münzpfandschloss 1 kann ferner einen Pfandsensor 72 aufweisen, der abhängig von der Anwesenheit des Pfandelements 38 ein Pfandsignal 74 ausgibt. Der Pfandsensor 72 kann be rührungslos arbeiten und beispielsweise als kapazitiver oder optischer Sensor ausgestaltet sein. Der Pfandsensor 72 kann alternativ mechanisch durch das Pfandelement 38 betätigbar ausge- staltet sein, beispielsweise als Schalter. Alternativ kann der Pfandsensor 72 auch die Stellung des Pfandriegels 44 überwachen.

Das Münzpfandschloss 1 bzw. das Pfandschloss 4 ist abhängig vom Pfandsignal 74 vom Pfandentnahmezustand 43 in den Pfandsicherungszustand 42 überführbar ausgestaltet. Die Steuereinheit 66 ist zum Empfang des Pfandsignals 74 mit dem Pfandsensor 72 datenübertra- gend verbunden. Der Münzsensor 68 bzw. das Münzsignal 70 und der Pfandsensor 72 bzw. das Pfandsignal 74 dienen zur Steuerung des Schaltwerkes 6.

Der Münzsensor 68 und der Pfandsensor 72 werden bevorzugt ebenfalls von der Energiequelle 56 mit Energie versorgt. Das Münzpfandschloss 1 kann als weiteren Bestandteil einen aktiven oder passiven, beispiels weise münzförmigen, Transponder 76 oder einen Satz solcher Transponder aufweisen. Das Münzpfandschloss 1 kann ferner ein digitales Zahlungsmodul 78 aufweisen, das beispielsweise auf einem Prozessor 79 einer drahtlosen Kommunikationsvorrichtung 80 installiert oder ausführ bar ist. Das digitale Zahlungsmodul 78 kann rein softwarebasiert, beispielsweise eine Applikation oder App sein. Das digitale Zahlungsmodul 78 kann auch eine von einem Server bereitgestellte, webbasierte Anwendung sein, die beispielsweise über einen Internetbrowser aufrufbar ist, der auf der drahtlosen Kommunikationsvorrichtung 80 installiert ist. Das digitale Zahlungsmodul 78 kann aber auch rein hardwarebasiert oder eine Kombination von Hardware und Software sein. Das digitale Zahlungsmodul 78 ist ausgestaltet, eine digitale Finanztransaktion oder eine ander- weitige vertragliche Vereinbarung zwischen Entleiher und Verleiher als digitale Transaktion ab zuwickeln. Ein Benutzer kann folglich mit dem digitalen Zahlungsmodul 78 ein digitales Pfand 81 hinterlegen.

Der Transponder und/oder die drahtlose Kommunikationsvorrichtung 80 sind ausgestaltet, jeweils wenigstens ein Fernsteuersignal 82 drahtlos auszusenden. Dies geschieht beispielsweise bei dem Transponder 76 dadurch, dass er in ein Nahfeld der Funkempfangseinheit 50 und/oder der Funksendeeinheit 54 bewegt wird und automatisch das Fernsteuersignal 82 aussendet bzw. zum Aussenden des Fernsteuersignals 82 angeregt wird.

Der Zustand des Münzpfandschlosses 1 kann abhängig vom Empfang eines Femsteuersignals 82 sein. Beispielsweise kann das Münzschloss 2 abhängig vom Empfang eines Fernsteuersig- nals 82 vom Münzfreigabezustand in den Münzsperrzustand 12 und/oder zurück überführbar ausgestaltet sein, ohne dass sich eine Münze 8 im Münzschloss 2 befinden muss.

Ähnlich kann der Zustand des Pfandschlosses 4 abhängig vom Empfang eines Fernsteuersignals 82 sein. So kann das Pfandschloss 4 abhängig vom Empfang eines Fernsteuersignals 82 vom Pfandsicherungszustand 42 in den Pfandentnahmezustand 43 und/oder zurück überführbar aus- gestaltet sein, ohne dass sich das Pfandelement 38 in der Pfandaufnahme 36 befindet. Die digitale Kommunikationsvorrichtung 80 kann das Fernsteuersignal 82 beispielsweise nach Betätigung des digitalen Zahlungsmoduls 78 aussenden.

Die digitale Kommunikationsvorrichtung 80 kann einen optischen Sensor 83, beispielsweise in Form einer Kamera, wie einer CCD-Kamera, aufweisen. Das Münzpfandschloss 1 und/oder der Gegenstand 39 kann mit einem von außen lesbaren optischen Code 84 versehen sein, der eine Identifikationskennung des Münzpfandschlosses 1 und/oder des Gegenstandes 39 repräsentiert. Der optische Code 84 kann beispielsweise ein Barcode oder ein QR-Code sein.

Ein Lesemodul 85 der digitalen Kommunikationsvorrichtung 80 ist ausgestaltet, den optischen Code 84 in einem vom optischen Sensor 83 ermittelten Bild zu entschlüsseln und die Identifi kati- onskennung des Münzpfandschlosses 1 oder des Gegenstandes 39 gegebenenfalls mit weiteren Daten an das digitale Zahlungsmodul 78 zu übermitteln. Alternativ kann das Lesemodul 85 auch in das digitale Zahlungsmodul 78 integriert sein. Das digitale Zahlungsmodul 78 berücksichtigt die Identifikationskennung in der digitalen Transaktion.

Die Funkempfangseinheit 50 ist ausgestaltet, das Fernsteuersignal 82 zu empfangen und an die Steuereinheit 66 zu übermitteln. Die Steuereinheit 66 gibt in Abhängigkeit vom Fernsteuersignal 82 ein Schaltsignal 87 an den Motor 60 aus. Die Steuereinheit 66 ist vorzugsweise ausgestaltet, durch Empfang des Fernsteuersignals 82 in einen Zustand überführt zu werden, der repräsentativ für die Hinterlegung eines digitalen Pfandes 81 ist. Ein erneuter Empfang des Fernsteuersignals 82 ändert an diesem Zustand nichts mehr. Dieser Zustand wird nur aufgehoben, wenn das Pfan- delement 38 zurück ins Pfandschloss 4 gesteckt, also der Entleihvorgang beendet wird, oder ein Münzpfand hinterlegt wird. Beispielsweise kann bei erstmaligem Empfang des Fernsteuersignals 82 ein digitales Flag in der Steuereinheit 66 auf einen vorbestimmten Wert gesetzt werden. Bei Einstecken des Pfandelements 38 odereiner Münze 8 wird das Flag wieder auf einen Ursprungs wert zurückgesetzt. Zur internen Übermittlung der Signale 70, 74, 87 kann das Münzpfandschloss 1 entsprechende Signalleitungen 88 aufweisen, die insbesondere zur Steuereinheit 66 führen.

Das digitale Münzpfandschloss 1 akzeptiert eine Münze 8, eine über das digitale Zahlungsmodul 78 abgewickelte oder durch den Transponder 76 repräsentierte Zahlung oder eine anderweitige Vereinbarung als Pfand, der das Pfandschloss 4 vom Pfandsicherungszustand 42 in den Pfandentnahmezustand 43 überführt und somit die Entnahme des Pfandelements 38 ermöglicht. Zudem ist das Münzpfandschloss 1 ausgestaltet, bei in einer Form geleistetem Pfand auf die jeweils andere Pfandform umzuschalten. Ist beispielsweise zunächst ein Münzpfand in Form ei ner sich in der Münzaufnahme 16 befindlichen Münze 8 geleistet und das Pfandelement 38 ent nommen worden, so kann letztlich ohne Änderung des Pfandentnahmezustands 43 auf ein digi tales Pfand 81 umgeschaltet werden, woraufhin zumindest zeitweise das Münzschloss 2 vom Münzsperrzustand 10 in den Münzfreigabezustand 12 überführt wird. Umgekehrt kann in einer weiteren Ausgestaltung ein ursprünglich digitales Pfand 81 in einen Münzpfand umgewandelt werden, indem beispielsweise eine Münze 8 in die Münzaufnahme 16 gesteckt und somit das Münzschloss 2 vom Münzfreigabezustand 12 in den Münzsperrzustand 10 überführt wird. Aus Sicherheitsgründen kann das Umschalten von einem digitalen Pfand 81 in einen Münzpfand ein Quittierung des Entleihers im digitalen Zahlungsmodul 78 und den Empfang eines für eine solche Quittierung repräsentativen Fernsteuersignals 82 erfordern. So kann sichergestellt werden, dass das Umschalten vom digitalen Pfand 81 auf einen Münzpfand mit Einverständnis des Entleihers erfolgt. Um die Quittierung zu erleichtern, können im Münzpfandschloss 1, insbesondere in der Steuereinheit 66 Daten abgespeichert sein, die den Entleiher bzw. die von ihm verwendete Kopie des Zahlungsmoduls, eindeutig identifizieren. Diese Daten können mithilfe eines Fernsteuersig nals 82 übertragen werden. Dies ist nachstehend genauer beschrieben.

Der Zustand des Münzschlosses 2 und des Pfandschlosses 4 ist abhängig von wenigstens einem der Signale 70, 74, 87 bzw. von der Stellung des Schaltwerkes 6, insbesondere des Schaltgliedes 62. Um mit dem Münzschloss 2 zusammenzuwirken, weist das gemäß Fig. 3 ausgebildete Schalt- glied 62 ein münzschlossseitiges Wirkelement 89 auf, das mit dem Münzriegel 13, hier der Hal tezange 18 zusammenwirkt. Beispielsweise kann bei der dargestellten radförmigen Ausgestal tung des Schaltgliedes 62 das münzschlossseitige Wirkelement 89 als Nocke 90 ausgestaltet sein, der den Münzriegel 13 arretiert. So kann die Nocke 90 die Haltebacken 22 der Haltezange 18 zusammendrücken, wenn das Schaltwerk 6 bzw. das Schaltglied 62 in eine dem Münzsperr- zustand 10 entsprechende Stellung 92 bewegt ist. In der dem Münzfreigabezustand 12 entspre chenden Stellung des Schaltwerkes 6 bzw. des Schaltgliedes 62 ist die Verriegelung des Münz riegels 13 gelöst. Die Haltezange 18 kann dann gegen die Wrkung der Spannelemente 24 geöff net oder öffenbar bzw. durch die Nocke 90 öffenbar sein. Bei einem linear beweglichen Schalt glied 62, beispielsweise einem Schaltschieber oder Schaltschlitten, kann anstelle des Nockens 90 ein Keil translatorisch zwischen die Haltebacken 22 bewegt werden.

Das Schaltglied 62 weist ferner ein pfandschlossseitiges Wirkelement 96 auf, das mit dem Pfand riegel 44 zusammenwirkt. In einer dem Pfandentnahmezustand 43 entsprechenden Stellung 98 des Schaltgliedes 62 bzw. des Schaltwerkes 6 ist der Pfandriegel 44 freigegeben. In einer dem Pfandsicherungszustand 42 entsprechenden Stellung 100 des Schaltwerks 6 bzw. Schaltgliedes 62 ist der Pfandriegel 44 arretiert.

Beispielsweise kann das Schaltglied 62 als pfandschlossseitiges Wirkelement 96 einen als Axi alvorsprung ausgebildeten Niederhalter 102 aufweisen, der eine Bewegung des Pfandriegels 44 in der Stellung 100 blockiert. In der Stellung 98 ist der Niederhalter 102 vom Pfandriegel 44 weg bewegt.

Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, können die Stellungen 92 und 98 identisch sein. Ferner können die Stellungen 94 und 100 identisch sein.

In einem solchen Fall befindet sich aufgrund des sich in der Stellung 92, 98 befindlichen Schalt- Werkes 6 das Münzschloss 2 im Münzsperrzustand 12 und gleichzeitig und automatisch das Pfandschloss 4 im Pfandentnahmezustand 43.

In der Stellung 94, 102 des Schaltwerkes 6 befindet sich automatisch und gleichzeitig das Münz schloss 2 im Münzfreigabezustand 10 und das Pfandschloss 4 im Pfandsicherungszustand 42.

Das Schaltwerk 6 steuert also gleichzeitig das Münzschloss 2 und das Pfandschloss 4. Neben diesen beiden Zuständen - entweder gleichzeitig Münzsperrzustand 10 und Pfandentnah mezustand 43 oder gleichzeitig Münzfreigabezustand 12 und Pfandsicherungszustand 42 - kann das Münzpfandschloss 1 bzw. das Schaltwerk 6 optional einen in Fig. 4 dargestellten Zustand aufweisen, in dem sich das Münzschloss 2 im Münzfreigabezustand 12 und das Pfandschloss 4 im Pfandentnahmezustand 43 befindet. Dieser Zustand des Münzpfandschlosses 1 entspricht einer Stellung 110 des Schaltwerkes 6 bzw. des Schaltgliedes 62, die sich von den Stellungen 92, 94, 98 und 100 unterscheidet.

Die Stellung 110 wird dadurch erreicht, dass der Steuereinheit 66 die wirksame Hinterlegung eines digitalen Pfandes 81 kommuniziert wird. Beispielsweise kann die Steuereinheit 66 das Schaltwerk 6 in die Stellung 110 bewegen, wenn ein Fernsteuersignal 82 von der Funkempfangs- einheit 50 empfangen wird, das für die Hinterlegung eines digitalen Pfandes 81 auf dem digitalen Zahlungsmodul 78 repräsentativ ist. Abhängig vom Empfang dieses Fernsteuersignals 82 ist das Schaltwerk 6 bzw. das Schaltglied 62 in eine Stellung bewegt, in der sowohl der Münzriegel 13 als auch der Pfandriegel 44 freigegeben sind. Auf diese Weise kann das Münzpfandschloss 1 das Pfandelement 38 durch Hinterlegung eines digitalen Pfandes 81 freigeben. Sollte sich in der Stellung 110 bereits eine Münze 8 in dem Münzschloss 2 befinden, so kann diese automatisch zur Entnahme freigegeben werden.

Das Münzsignal 70 ist repräsentativ für die Anwesenheit einer Münze 8 in der Münzaufnahme 16. Befindet sich das Münzpfandschloss 1 im Münzfreigabezustand 10, ist also zum Einstecken einer Münze 8 bereit, und gleichzeitig im Pfandsicherungszustand 42, so befindet sich das Münz pfandschloss 1 in einem Ausgangszustand 112, den ein Bediener vor Ausleihen des mit dem Pfandelement 36 gesicherten Gegenstandes 39 vorfindet. Wird ausgehend vom Ausgangszu stand 112 vom Münzsensor 68 die Anwesenheit einer Münze 8 in der Münzaufnahme 16 detek- tiert und durch das Münzsignal 70 quittiert, wird das Schaltwerk 6 in den Zustand 92, 98 bewegt, der in Fig. 1 dargestellt ist.

Wird ausgehend vom Ausgangszustand 112 der Fig. 2 das Fernsteuersignal 82 empfangen, nimmt das Münzpfandschloss 1 bzw. das Schaltwerk 6 die Stellung den Zustand 92, 98 ein. Weist das Münzpfandschloss 1 bzw. das Schaltwerk 6 die optionale Stellung 110 auf, so kann diese ausgehend vom Ausgangszustand 112 nach Empfang des Fernsteuersignals 82 eingenommen werden.

Wird in dem Zustand 92, 98 des Münzpfandschlosses 1 das Fernsteuersignal 82 empfangen, wird das Münzpfandschloss 1 bzw. das Schaltwerk 6 vorübergehend in die Ausgangstellung 112 und nach Erkennung der Münze wieder zurück in den Zustand 92, 98 überführt.

Weist das Münzpfandschloss 1 bzw. das Schaltwerk 6 die optionale Stellung 110 auf, so wird diese ausgehend vom Zustand 92, 98 eingenommen, wenn das Fernsteuersignal 82 empfangen wird.

Befindet sich das Münzpfandschloss 1 bzw. das Schaltwerk 6 in der Stellung 110 und wird eine Münze 8 in die Münzaufnahme 16 gesteckt, so wird das Münzpfandschloss 1 bzw. das Schaltwerk 6 in die Stellung 92, 98 überführt. Das Münzpfandschloss 1 bzw. die Funksendeeinheit 54 sendet ein Meldesignal 114 aus, das ausgestaltet ist, beispielsweise mit dem digitalen Zahlungsmodul 78 in Wechselwirkung zu treten. Beispielsweise kann das Meldesignal 114 die Freigabe eines digitalen Pfandes 81 durch das digitale Zahlungsmodul bewirken, da nunmehr die Münze 8 als Pfand hinterlegt ist. Ein Meldesignal 114 kann auch nach jeder Zustandsänderung des Münz pfandschlosses 1 ausgesendet werden. Das Meldesignal 114 kann im digitalen Zahlungsmodul 78 einen Bestätigungsvorgang auslösen, in dem der Entleiher bestätigen muss, dass eine Münze 8 in das Münzschloss 2 gesteckt wird bzw. das digitale Pfand 81 von einem Münzpfand abgelöst werden soll. Auf eine solche Bestäti gung hin kann das digitale Zahlungsmodul 78 die digitale Kommunikationsvorrichtung 80 veran lassen, ein Fernsteuersignal 82 auszusenden, das einen autorisierten Wechsel von einem digi talen zu einem Münzpfand repräsentiert. Empfängt die Steuereinheit 66 dieses Fernsteuersignal 82 nicht, kann das Münzpfandschloss 1 wieder in den Münzfreigabezustand 12 überführt werden. Damit ist der Wechsel vom digitalen Pfand 81 auf ein Münzpfand abgelehnt. Die Münze 8 kann wieder entnommen werden. Das digitale Pfand 81 gilt weiter.

Wird in einer der Stellungen 110, 92, 98 das Pfandelement 38 in die Pfandaufnahme 36 einge führt, so gibt der Pfandsensor 72 das für die Anwesenheit des Pfandelements 38 repräsentative Pfandsignal 74 aus. Das Münzpfandschloss 1 wird wieder in den Ausgangszustand 112 überführt.

Sollte das Pfandelement 38 in die Pfandaufnahme 36 eingeführt werden, wenn sich das Münz pfandschloss 1 in der Stellung 110 befindet, wird vor Einnahme des Ausgangszustands 112 le diglich das Meldesignal 114 ausgesandt. Die Steuereinheit 66 wird ebenfalls in den Ausgangszu stand überführt, indem beispielsweise das für ein digitales Pfand repräsentative Flag zurückge setzt ist. Im Ausgangszustand 112 sind sämtliche Zustandsflags der Steuereinheit 66, die bei spielsweise aufgrund eines Empfangs des Fernsteuersignals 82 gesetzt wurden, zurückgesetzt.

Das Münzpfandschloss 1 kann mit optischen Zustandsmarkern 116, beispielsweise LEDs oder ein Display, versehen sein, die ein für den Zustand des Münzpfandschlosses 1 repräsentatives optisches Zustandssignal 118 ausgeben. So kann beispielsweise durch eine Farbcodierung des optischen Zustandssignals 118 angezeigt werden, ob sich das Münzpfandschloss 1 im Pfandsi cherungszustand 42 oder im Pfandentnahmezustand 43 befindet. Das optische Zustandssignal 118 kann ferner repräsentativ dafür sein, ob sich eine Münze 8 im Münzschloss 2 im Münzsperr zustand befindet, also ein Münzpfand hinterlegt ist oder ob ein digitales Pfand 61 hinterlegt ist. Wird ein Display verwendet, kann das optische Zustandssignal 118 auch in Form einer T extnach- richt und/oder eines Icons angezeigt sein.

Ein solches Display kann weitere Zusatzfunktionen erfüllen, beispielsweise eine Navigation mit oder ohne Suchfunktion für Produkte und/oder eine Anzeige von Karten zur Orientierung, Wer bung und Sonderangeboten ermöglichen.

In das Münzpfandschloss 1 kann ein Artikelscanner integriert sein, um, insbesondere in Verbin dung mit einem Display, Informationen zu einem gescannten Artikel anzuzeigen. In das Münzpfandschloss 1 kann fernerein Modul zur Ortsbestimmung, beispielsweise über GPS und/oder über Beacons integriert sein. Ferner können Bewegungssensoren, beispielsweise Be schleunigungssensoren oder Gyro-Sensoren integriert sein.

Dieser Ablauf ist nachstehend noch einmal mit Blick auf die Fig. 5 erläutert.

In einem Schritt 120 wird ein Münzpfandschloss 1, beispielsweise das oben beschriebene Münz pfandschloss, in einem Ausgangszustand 112 bereitgestellt. Damit steht das Münzpfandschloss 1 einem Benutzer zur Verfügung, der einen am Pfandelement 38 angeschlossenen Gegenstand 39, beispielsweise einen Wagen wie einen Einkaufs- oder Gepäckwagen, ein Verkehrsmittel wie ein Leihfahrrad oder einen Roller, ein Werkzeug oder einen anderen Gegenstand 39 gegen Hin terlegung eines Pfandes ausleihen möchte. Der Benutzer kann sich entscheiden, ob er das Pfand in Form einer Münze 8 oder als digitales Pfand 81 mit Hilfe des digitalen Zahlungsmoduls 78hin- terlegen will.

Entscheidet sich der Benutzer zur Hinterlegung eines Münzpfandes, so wird im Schritt 122 eine Münze 8 in das Münzschloss 2 eingesteckt. Anhand des vom Münzsensor 68 ausgegebenen und von der Steuereinheit 66 empfangenen Münzsignals 70 wird das Münzpfandschloss 1 in einem Schritt 124 in den Münzsperrzustand 10 und gleichzeitig in den Pfandentnahmezustand 43 über führt. Der Benutzer kann das Pfandelement 38 entnehmen und den Gegenstand 39 ausleihen.

Am Ende des Ausleihvorganges, im Schritt 126, steckt der Benutzer das Pfandelement 38 zurück in das Pfandschloss 4. Der Pfandsensor 72 erfasst die Anwesenheit des Pfandelements 38, was sich in der Ausgabe des Pfandsignals 74 wiederspiegelt. Im Schritt 128 wird dann in Reaktion auf das Einstecken des Pfandelements 38 im Münzsperrzustand 10 das Münzpfandschloss 1 in den Münzfreigabezustand 12 und das Pfandschloss 4 in den Pfandsicherungszustand 42 überführt. Das Münzpfandschloss 1 befindet sich also wieder in dem Ausgangszustand 112 und ist bereit für eine erneute Durchführung des Schrittes 120.

In einer Variante hat der Benutzer nach Schritt 124 noch während des Ausleihvorganges die Möglichkeit, anstelle des Münzpfandes ein digitales Pfand 81 zu hinterlegen. Hierzu betätigt er das digitale Zahlungsmodul 78. In einem Schritt 130 wird von der drahtlosen Kommunikations vorrichtung 80 ein Fernsteuersignal 82, das repräsentativ für das digital hinterlegte Pfand 81 ist, ausgesandt und vom Münzpfandschloss 1 empfangen. Durch Empfang des Fernsteuersignals 82 bei sich im Münzsperrzustand 10 befindlichem Münzschloss 2 wird das Münzpfandschloss 1 im Schritt 132 in den Münzfreigabezustand 12 überführt, während der Pfandentnahmezustand 43 beibehalten wird. Der Benutzer kann die Münze 8 nunmehr entnehmen. Wird später zur Beendigung des Leihvorgangs im Münzfreigabezustand 12 das Pfandelement 38 in das Pfandschloss 4 gesteckt, Schritt 126, wird im Schritt 134 das Meldesignal 114 ausgegeben, das für das bei hinterlegtem Digitalpfand 81 eingesteckte Pfandelement 38 repräsentativ ist. Das Pfandschloss 4 wird im Schritt 134 in den Pfandsicherungszustand 42 überführt und das Münz schloss 2 in den Münzfreigabezustand 12. Das digitale Zahlungsmodul 78 gibt das digitale Pfand 81 frei. Das Münzpfandschloss 1 befindet sich wieder in den Ausgangszustand 112 überführt. Ist das Meldesignal 114 vom digitalen Zahlungsmodul 78 verarbeitet, kann der Benutzer entschei den, ob er das digitale Pfand erstattet oder einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung stellen will. Diese Festlegung kann natürlich auch bereits im Schritt 130 erfolgen bzw. eine im Schritt 130 erfolgte Festlegung kann im Schritt 134 korrigiert werden.

Entscheidet sich der Benutzer, von Anfang an ein digitales Pfand 81 zu nutzen, so hinterlegt er dies mit Hilfe des digitalen Zahlungsmoduls 78. Das digitale Zahlungsmodul 78 oder ein gleich wertiges Mittel veranlasst die drahtlose Kommunikationsvorrichtung 80, das Fernsteuersignal 82 auszugeben, das im Schritt 130 vom Münzpfandschloss 1 empfangen wird. Da sich in diesem Fall das Münzpfandschloss 1 noch im Ausgangszustand 112 befindet, wird im nächsten Schritt 136 lediglich das Pfandschloss vom Pfandsicherungszustand 42 in den Pfandentnahmezustand 43 überführt, der Münzfreigabezustand 12 bleibt erhalten oder der Münzsperrzustand kann, in einer alternativen Variante ohne Münze eingenommen werden. Der nunmehr vorliegende Zu stand des Münzpfandschlosses 1 entspricht dem Zustand nach Schritt 132, an den sich die Schritte 126 und 134 anschließen, es sei denn der Benutzer entschließt sich nach dem Schritt 136, anstelle des digital hinterlegten Pfandes ein Münzpfand zu hinterlegen. In diesem Fall steckt er einfach eine Münze 8 in das Münzschloss 2 (Schritt 122), so dass deren Anwesenheit durch den Münzsensor 68 detektiert und im Münzsignal 70 repräsentiert ist. Da sich das Münzpfand schloss 1 im Pfandentnahmezustand 43 befindet, wird dieser im Schritt 138 beibehalten und le diglich das Münzschloss 2 vom Münzfreigabezustand 12 in den Münzsperrzustand 10 überführt. Das Münzpfandschloss 1 gibt das Meldesignal 114 aus, das beim digitalen Zahlungsmodul 78 zu einer Freigabe des digital hinterlegten Pfandes führt.

Anschließend kann das Pfandelement 38 wieder in das Pfandschloss gesteckt werden (Schritt 126) oder es wird erneut ein digitales Pfand 81 hinterlegt (Schritt 132).

Mit dem oben beschriebenen Münzpfandschloss ist es möglich, wahlweise ein Münzpfand oder ein digital hinterlegtes Pfand zu nutzen und zwischen den beiden Pfandarten beliebig oft hin und her zu wechseln, wie in Fig. 5 durch die gestrichelten Pfeile dargestellt ist. Von der oben beschriebenen Ausgestaltung sind Abweichungen möglich. So können anstelle eines einzigen Schaltgliedes zwei von einem gemeinsamen Motor oder unabhängig voneinander von zwei Motoren angetrieben Schaltglieder vorhanden sein, von denen das eine mit dem Münz schloss 2 und das andere mit dem Pfandschloss 4 gekoppelt ist. Beim Antrieb mittels zweier Motoren werden die Zustände von Münzschloss und Pfandschloss, die beim oben beschriebenen Ausführungsbeispiel durch die körperliche Ausgestaltung des Schaltgliedes 64 miteinander ge koppelt sind, durch eine entsprechend synchrone Steuerung der Motoren durch die Steuereinheit 66 synchronisiert.

In einer weiteren Abwandlung kann das Fernsteuersignal 82 Daten enthalten, die repräsentativ für den hinterlegten Pfand sind. In der Steuereinheit können diese Daten abrufbar gespeichert sein. Wird beispielsweise von einem digitalen Pfand 81 auf einen anderen digitalen Pfand 81 gewechselt, so kann in einerweiteren Abwandlung ein erneuter Empfang des Fernsteuersignals 82 diese Daten aktualisieren. Damit sind im Münzpfandschloss 1 Informationen über das jeweils hinterlegte digitale Pfand 81 enthalten. In einer alternativen Ausführung, in dem im Pfandentnahmezustand 43 gleichzeitig der Münz sperrzustand 10 vorliegt, kann nach Empfang eines Fernsteuersignals 82 der Zustand kurzzeitig in Münzfreigabezustand 10 und Pfandsicherungszustand 42 umgeschaltet werden, so dass eine Münze 8 eingelegt werden kann. Nach Einlegen der Münze 8 bzw. Erkennung des Münzsignals70 kann wieder in den vorherigen Zustand zurückgeschaltet werden.

Bezugszeichen

1 Münzpfandschloss

2 Münzschloss

4 Pfandschloss 6 Schaltwerk

8 Münze

10 Münzsperrzustand

12 Münzfreigabezustand

13 Münzriegel 14 Münzeinlass

16 Münzaufnahme

18 Haltezange

20 Münzrand

22 Haltebacke 24 Spannelement

26 Klemmfläche

28 Schwenkachse

30 Zugkraft

32 Auswurfmechanismus 36 Pfandaufnahme

38 Pfandelement

39 Gegenstand

40 Pfandsicherungsanordnung

42 Pfandsicherungszustand 43 Pfandentnahmezustand

44 Pfandriegel

46 Falle

48 Kugel

50 Funkempfangseinheit 52 Stecker

54 Funksendeeinheit

56 Energiequelle

60 Motor

62 Schaltglied 64 Zahnrad

66 Steuereinheit

68 Münzsensor

70 Münzsignal

72 Pfandsensor

74 Pfandsignal

76 Transponder

78 digitales Zahlungsmodul

79 Prozessor

80 drahtlose Kommunikationsvorrichtung (Smartphone)

81 digitales Pfand

82 Fernsteuersignal

83 optischer Sensor

84 optischer Code

85 Lesemodul

87 Schaltsignal

88 Signalleitung

89 münzschlossseitiges Wirkelement

90 Nocken

92 Stellung des Schaltwerkes / Schaltgliedes

94 Stellung des Schaltwerkes / Schaltgliedes

96 pfandschlossseitiges Wirkelement

98 Stellung des Schaltwerkes / Schaltgliedes

100 Stellung des Schaltwerkes / Schaltgliedes

102 Vorsprung (Niederhalter)

110 Stellung des Schaltwerkes / Schaltgliedes

112 Ausgangszustand

114 Meldesignal

116 optische Zustandsmarker

118 optisches Zustandssignal

120 Bereitstellen des Münzpfandschlosses im Ausgangszustand

122 Einstecken einer Münze in das Münzschloss

124 Überführen in den Münzsperrzustand und in den Pfandentnahmezustand 126 Einstecken des Pfandelements, Überführen in den Pfandsicherungszustand 128 Überführen in den Münzfreigabezustand und in den Pfandsicherungszustand 130 Hinterlegen eines digitalen Pfandes, Senden / Empfangen des Fernsteuersignals 82 132 Überführen in den Pfandentnahmezustand, Beibehalten des Münzfreigabezustandes 134 Aussenden des Meldesignals

136 Beibehalten des Münzfreigabezustands, Überführen in den Pfandsicherungszustand 138 Überführen in den Münzsperrzustand, Beibehalten des Pfandentnahmezustandes