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Title:
COMMERCIAL VEHICLE TYRE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/190861
Kind Code:
A1
Abstract:
Commercial vehicle tyre of a radial type with a cross-sectional height of 135 mm to 200 mm, a load index of 121 to 154, a radial-ply casing with at least one casing ply comprising steel cords embedded in rubber and with bead regions comprising bead cores and bead fillers, around which the casing ply runs, thereby forming turnups. The casing ply is reinforced with steel cords of the construction 1 + 6, wherein the core filament (1) has a diameter (d1) of 0.19 mm to 0.22 mm and the ply filaments (2) have coinciding diameters (d2) of 0.17 mm to 0.20 mm, wherein the diameter (d2) of the ply filaments (2) is less than the diameter (d1) of the core filament (1) by at least 0.01 mm and wherein, at the crown of the tyre, the steel cords are arranged in the casing ply with 60 epdm to 75 epdm.

Inventors:
FRIES VOLKMAR (DE)
OOSTERBAAN MARTIJN (DE)
SCHUNACK MICHAEL (DE)
Application Number:
PCT/EP2017/053754
Publication Date:
November 09, 2017
Filing Date:
February 20, 2017
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH (DE)
International Classes:
D02G3/48; B60C9/00; B60C9/04
Domestic Patent References:
WO2011082844A12011-07-14
Foreign References:
DE29724897U12005-10-27
DE102010000050A12011-07-14
US6719030B22004-04-13
Attorney, Agent or Firm:
FINGER, KARSTEN (DE)
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Claims:
Patentansprüche

Nutzfahrzeugreifen in Radialbauart mit einer Querschnittshöhe von 135 mm bis 200 mm, einem Lastindex von 121 bis 154, einer Radialkarkasse mit zumindest einer Karkasslage aus in Gummi eingebetteten Stahlkorden und mit Wulstbereichen mit Wulstkernen und Kernprofilen, um welche die Karkasslage Hochschläge bildend verläuft,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t,

dass die Karkasslage mit Stahlkorden der Konstruktion 1 + 6 verstärkt ist, wobei das Kernfilament (1) einen Durchmesser (di) von 0,19 mm bis 0,22 mm aufweist und die Lagenfilamente (2) übereinstimmende Durchmesser (d2) von 0,17 mm bis 0,20 mm aufweisen, wobei der Durchmesser (d2) der Lagenfilamente (2) um mindestens 0,01 mm kleiner ist als der Durchmesser (di) des Kernfilaments (1) und wobei im Reifenzenit die Stahlkorde in der Karkasslage mit 60 epdm bis 75 epdm angeordnet sind.

Nutzfahrzeugreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der

Durchmesser (d2) der Lagenfilamente (2) um mindestens 0,02 mm kleiner ist als der Durchmesser (di) des Kernfilaments (1).

3. Nutzfahrzeugreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Filamente (1, 2) eine Zugfestigkeit von mindestens 3200 N/mm2 aufweisen.

4. Nutzfahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagenfilamente (2) mit einer Schlaglänge von 10,0 mm bis 14,0 mm um das Kernfilament (1) verdrillt sind.

Nutzfahrzeugreifen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaglänge 12,5 mm beträgt.

Nutzfahrzeugreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernfilament (1) einen Durchmesser (di) von 0,20 mm aufweist und die Lagenfilamente (2) einen Durchmesser (d2) von 0,175 mm aufweisen.

Description:
Beschreibung

Nutzfahrzeugreifen

Die Erfindung betrifft einen Nutzfahrzeugreifen in Radialbauart mit einer Querschnittshöhe von 135 mm bis 200 mm, einem Lastindex von 121 bis 154, mit einer Radialkarkasse mit zumindest einer Karkasslage aus in Gummi eingebetteten Stahlkorden und mit

Wulstbereichen mit Wulstkernen und Kernprofilen, um welche die Karkasslage

Hochschläge bildend verläuft. Es ist üblich, in Nutzfahrzeugreifen der eingangs genannten Art - mit einer

Querschnittshöhe von 135 mm bis 200 mm und einem Lastindex von 12 bis 154 - die Karkasslage mit Stahlkorden der Konstruktion 3 x 0,20 mm + 9 x 0,175 mm zu verstärken, wobei die Stahlfilamente eine Zugfestigkeit im NT Bereich von 2700 N/mm 2 bis 3050 N/mm 2 aufweisen und im Reifenzenit mit 30 bis 45 epdm angeordnet sind. Diese

Stahlkorde verleihen zwar der Karkasslage gute Festigkeitseigenschaften, haben jedoch den Nachteil, dass beim Einformen des fertig aufgebauten Rohreifens in die

Vulkanisationsform in den Schulterbereichen des Reifens ein Durchdrücken der Stahlkorde durch die Innenschicht stattfinden kann. Ein Nutzfahrzeugreifen, welcher ein Light-Truck-Reifen ist, ist aus der US 6 719 030 B2 bekannt. Bei diesem Reifen sind die Karkasshochschläge die Wulstkerne unmittelbar umlaufend zur einlagig ausgeführten Karkasslage rückgeführt, sodass radial außerhalb der Wulstkerne keine Kernprofile vorgesehen sind. Erwähnt sind zur Verwendung als

Festigkeitsträger in der Karkasslage Stahlkorde unterschiedlicher Konstruktionen, unter anderem auch die Konstruktion 1 + 6, wobei die Filamente eine Zugfestigkeit von mindestens 2500 N/mm 2 aufweisen und ihr Durchmesser 0,15 mm bis 0,30 mm, vorzugsweise 0,17 mm bis 0,22 mm, betragen kann. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Nutzfahrzeugreifen der eingangs genannten Art derart auszuführen, dass die Karkasslage bei guten Festigkeitseigenschaften mit Stahlkorden derart verstärkt ist, dass ein Durchdrücken der Stahlkorde in den

Schulterbereichen des Reifens beim Einformen in die Reifenvulkanisationsform nicht mehr stattfindet.

Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Karkasslage mit Stahlkorden der Konstruktion 1 + 6 verstärkt ist, wobei das Kernfilament einen

Durchmesser von 0,19 mm bis 0,22 mm aufweist und die Lagenfilamente

übereinstimmende Durchmesser von 0,17 mm bis 0,20 mm aufweisen, wobei der

Durchmesser der Lagenfilamente um mindestens 0,01 mm kleiner ist als der Durchmesser des Kernfilaments und wobei die Stahlkorde in der Karkasslage im Reifenzenit mit 60 epdm bis 75 epdm angeordnet sind.

Es hat sich herausgestellt, dass es in einem Nutzfahrzeugreifen mit einer Querschnittshöhe von 135 mm bis 200 mm und einem Lastindex von 121 bis 154 für gute

Festigkeitseigenschaften der Karkasslage(n) besonders vorteilhaft ist, 1 + 6 Stahlkorde mit Filamenten, die Durchmesser in den erwähnten Bereichen aufweisen, einzusetzen.

Besonders vorteilhaft ist die gemäß der Erfindung vorgenommene Abstimmung der eingesetzten Stahlkorde an ihren gegenseitigen Abstand in der Karkasslage. Im Rohreifen ist der gegenseitige Abstand der Stahlkorde geringer als im vulkanisierten Reifen, was, zusätzlich zur speziellen Konstruktion der Stahlkorde, dazu beiträgt, dass ein Durchdrücken der Stahlkorde in den Schulterbereichen des Reifens beim Einformen in die

Reifenvulkanisationsform vermieden wird. Darüber hinaus hat sich herausgestellt, dass gemäß der Erfindung ausgeführte Nutzfahrzeugreifen im Gürtel/Lauf Streifenbereich eine höhere Durchstichfestigkeit aufweisen als bekannte Ausführungen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Durchmesser der

Lagenfilamente um mindestens 0,02 mm kleiner als der Durchmesser des Kernfilaments. Je nach der Dimension des Nutzfahrzeugreifens und dem Lastindex ist es vorteilhaft, Stahlfilamente bestimmter Festigkeitsklassen zu verwenden. Die Filamente können daher aus Stahl der Festigkeitsklassen NT, HT oder SHT bestehen. Besonders bevorzugt ist eine Ausführung der Filamente mit einer Zugfestigkeit von mindestens 3200 N/mm 2 .

Bevorzugt ist ferner eine Ausführung, bei der die Lagenfilamente mit einer Schlaglänge von 10,0 mm bis 14,0 mm, insbesondere von 12,5 mm, um das Kernfilament verdreht sind.

Bevorzugt ist ferner eine Stahlkordkonstruktion, bei der das Kernfilament einen

Durchmesser von 0,20 mm aufweist und die Lagenfilamente jeweils einen Durchmesser von 0,175 mm aufweisen. Gerade die Verwendung solcher Stahlkorde ist gemeinsam mit einer Anordnung unter bestimmten gegenseitigen Abständen besonders gut dafür geeignet, ein Durchdrücken der Stahlkorde in den Schulterbereichen des Reifens beim Einformen in die Reifenvulkanisationsform zu verhindern.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der einzigen Figur, Fig. 1, welche schematisch einen Querschnitt einer Ausführungsvariante eines für eine Karkasslage eines Nutzfahrzeugreifens vorgesehenen Stahlkordes zeigt, näher beschrieben.

Ein erfindungsgemäß ausgeführter Nutzfahrzeugreifen ist ein Nutzfahrzeugreifen in Radialbauart mit einer Querschnittshöhe von 135 mm bis 200 mm und einem Lastindex von 121 bis 154. Der Nutzfahrzeugreifen weist die üblichen Bauteile auf, wie einen profilierten Laufstreifen, einen mehrlagigen, insbesondere mit Stahlkorden verstärkten Gürtelverband, eine Innenschicht, Wulstbereiche mit Wulstkernen und Kernprofilen sowie eine Radialkarkasse aus zumindest einer mit Stahlkorden verstärkten Karkasslage. Die Stahlkorde der Karkasslage verlaufen in den Seitenwänden in radialer Richtung, radial innerhalb des Laufstreifens und des Gürtels in axialer Richtung. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt eines zum Einsatz in der Karkasslage erfindungsgemäß ausgeführter Nutzfahrzeugreifen besonders geeigneten Stahlkordes, welcher die

Konstruktion 1 + 6 und dementsprechend ein einziges Kernfilament 1 und sechs mit dessen Außenseite in Kontakt stehende Lagenfilamenten 2 aufweist. Die Lagenfilamente 2 sind in an sich bekannter Weise in S- oder Z-Richtung um das Kemfilament 1 mit einer

Schlaglänge von 10,0 mm bis 14,0 mm, vorzugsweise von etwa 12,5 mm, verdrillt. Das Kemfilament 1 und die Lagenfilamente 2 bestehen aus Stahl der Festigkeitsklassen NT (normal tensile), HT (high tensile) oder SHT (super high tensile). Stahlfilamente der Festigkeitsklasse NT weisen eine Zugfestigkeit von 2700 N/mm 2 bis 3050 N/mm 2 ,

Stahlfilamente der Festigkeitsklasse HT eine Zugfestigkeit von 3050 N/mm 2 bis 3330 N/mm 2 und Stahlfilamente der Festigkeitsklasse SHT eine Zugfestigkeit von 3350 N/mm 2 bis 3650 N/mm 2 auf. Bei einer bevorzugten Ausführung weisen die Filamente 1, 2 eine Zugfestigkeit von mindestens 3200 N/mm 2 auf.

Das Kemfilament 1 und die Lagenfilamente 2 weisen jeweils einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf. Das Kemfilament 1 weist einen Durchmesser di von 0,19 mm bis 0,22 mm, vorzugsweise von 0,20 mm, auf. Sämtliche Lagenfilamente 2 weisen überstimmende Durchmesser d 2 von 0,17 mm bis 0,20 mm, insbesondere von 0,175 mm, auf, wobei der Durchmesser d 2 der Lagenfilamente 2 um mindestens 0,01 mm, vorzugsweise um mindestens 0,02 mm, kleiner ist als der Durchmesser di des

Kemfilaments 1. Bei einer bevorzugten Ausführung weist der Stahlkord ein Kemfilament 1 mit einem Durchmesser di von 0,20 mm und sechs Lagenfilamente 2 mit einem

Durchmesser d 2 von 0,175 mm auf.

Zur Herstellung einer solche Stahlkorde aufweisenden Karkasslage werden die Stahlkorde durch Kalandrieren in eine der üblichen Gummierungsmischungen eingebettet, wobei in der nicht vulkanisierten kalandrierten Karkasslage die Anzahl der Stahlkorde 90 epdm bis 120 epdm (ends per decimeter) beträgt.

Im fertig hergestellten, vulkanisierten Nutzfahrzeugreifen beträgt die Anzahl der Stahlkorde im Reifenzenit bzw. entlang der Äquatorialebene des Reifens, je nach Reifendimension, 60 epdm bis 75 epdm. Bezugsziffernliste

Kernfilament

Lagenfilament

Durchmesser