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Title:
CONNECTION ELEMENT FOR ELECTRICALLY CONTACTING TENSION MEMBERS IN A LOAD-BEARING BELT FOR AN ELEVATOR SYSTEM, AND METHOD FOR ASSEMBLING THE CONNECTION ELEMENT ON THE BELT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/105910
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a connection element (3) for electrically contacting tension members (17), which are embedded into a matrix material (19) of a load-bearing belt (5) for an elevator system. The connection element (3) has a frame (7) with an upper part (9), a lower part (11), and multiple electrically conductive contact elements (39). The shape of the frame (7) is designed to receive the belt (5) in an interior (10) delimited by the frame (7) at at least two opposite sides. The contact elements (39) are formed as stamped and bent metal parts, and some regions of the contact elements (39) are arranged in the upper part (9) of the frame (7) with some regions protruding from the upper part (9) of the frame (7) into the interior (10), for example in the form of piercing tips (37), in order to contact tension members (17) embedded in the belt (5) received in the interior.

Inventors:
DOLD FLORIAN (CH)
Application Number:
PCT/EP2018/082642
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
INVENTIO AG (CH)
International Classes:
B66B7/08; B66B7/12; H01R4/2404; H01R4/2406; H01R4/2433; H01R12/61
Domestic Patent References:
WO2017021263A12017-02-09
Foreign References:
CN104134873B2017-03-29
US20080200077A12008-08-21
EP2463962A22012-06-13
US20150291394A12015-10-15
US20160285190A12016-09-29
US5947760A1999-09-07
EP17177132A2017-06-21
EP2017065253W2017-06-21
EP17166943A2017-04-18
EP17166927A2017-04-18
EP2017052281W2017-02-02
EP2017052064W2017-01-31
EP3309105A12018-04-18
EP3326954A12018-05-30
EP3124420A12017-02-01
EP3124986A12017-02-01
EP3124425A12017-02-01
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Claims:
Patentansprüche

1. Anschlusselement (3) zum elektrischen Kontaktieren von Zugträgem (17), welche in einem lasttragfähigen Riemen (5) für eine Aufzuganlage in einem

Matrixmaterial (19) eingebettet sind, wobei das Anschlusselement (3) aufweist:

einen Rahmen (7) mit einem Oberteil (9), und

mehrere elektrisch leitfähige Kontaktelemente (39),

wobei der Rahmen (7) hinsichtlich seiner Form dazu eingerichtet ist, den Riemen (5) in einem von dem Rahmen (7) an zumindest zwei gegenüberliegenden Seiten begrenzten Innenraum (10) aufzunehmen;

wobei die Kontaktelemente (39) als metallische Stanzbiegeteile ausgebildet sind, und wobei die Kontaktelemente (39) bereichsweise in dem Oberteil (9) des Rahmens (7) aufgenommen sind und bereichsweise von dem Oberteil (9) des Rahmens (7) ausgehend in den Innenraum (10) ragen.

2. Anschlusselement nach Anspruch 1, wobei das Kontaktelement (39) einen Zentralbereich (41) und zumindest eine von dem Zentralbereich (41) weg, in den Innenraum (23) ragende Piercingspitze (37) zum Eindringen in das Matrixmaterial (19) des Riemens (5) aufweist.

3. Anschlusselement nach Anspruch 2, wobei der Zentralbereich (41) wenigstens einen Schenkel (49) aufweist, der sich parallel zu einer zu dem Innenraum (23) gerichteten Oberfläche (33) des Rahmens (5) erstreckt, und wobei von dem Schenkel (49) aus zwei Piercingspitzen (37) in den Innenraum (23) ragen, wobei die Piercingspitzen (37) in einer Längsrichtung des von dem Anschlusselement aufzunehmenden Riemens (5) voneinander beabstandet sind und in einer quer zur Längsrichtung verlaufenden

Querrichtung um zwischen 0,1 mm und 40-70% des Durchmessers der zu

kontaktierenden Zugträger zueinander versetzt angeordnet sind.

4. Anschlusselement nach einem der Ansprüche 2 und 3, wobei der Zentralbereich (41) zwei zueinander parallel verlaufende Schenkel (49) aufweist, und wobei von jedem der Schenkel (49) wenigstens eine Piercingspitze (37) in den Innenraum (23) ragt.

5. Anschlusselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Kontaktelement (39) einen Anschlussbereich (43) zum Anschließen einer elektrischen Leitung (13) aufweist.

6. Anschlusselement nach Anspruch 5, wobei der Anschlussbereich (43) von dem Zentralbereich (41) in einer Richtung entgegengesetzt zu der Piercingspitze (37) ragt.

7. Anschlusselement nach einem der Ansprüche 5 und 6, wobei der

Anschlussbereich (43) mit einer Schneidklemme (45) versehen ist.

8. Anschlusselement nach einem der Ansprüche 5 bis 7, ferner aufweisend eine elektrische Leitung (13), deren eines Ende mit dem Anschlussbereich (43) eines der Kontaktelemente (39) verbunden ist und deren anderes Ende zum externen Kontaktieren aus dem Rahmen (7) des Anschlusselements (3) herausgeführt ist.

9. Anschlusselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Kontaktelement (39) aus Edelstahl besteht.

10. Anschlusselement nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Rahmen (7) zumindest zweiteilig ausgebildet ist und neben dem Oberteil (9) ein Unterteil (11) umfasst und wobei der Rahmen (7) Verrastungselemente (31) aufweist, um das Oberteil (9) und das Unterteil (11) des Rahmens (7) miteinander zu verrasten.

11. Anschlusselement nach Anspruch 10, wobei der Rahmen (7)

Doppelverrastungselemente (29) aufweist, um das Oberteil (9) und das Unterteil (11) des Rahmens (5) in einer ersten Verrastposition beabstandet zu einem in dem Innenraum (23) aufgenommenen Riemen (5) miteinander vorzuverrasten und um das Oberteil (9) und das Unterteil (11) in einer zweiten Verrastposition anliegend an entgegengesetzten

Oberflächen (57, 59) des in dem Innenraum (23) aufgenommenen Riemen (5) miteinander endzuverrasten.

12. Anschlusselement nach einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei der Rahmen (5) Verschraubungselemente (83) aufweist, um das Oberteil (9) und das Unterteil (11) des Rahmens (5) miteinander zu verschrauben.

13. Riemenanordnung (1) für eine Aufzuganlage, aufweisend:

einen lasttragfähigen Riemen (5), welcher mehrere elektrisch leitfähige Zugträger (17) aufweist, welche in ein elektrisch isolierendes Matrixmaterial (19) eingebettet sind und welche in einer Anordnungsrichtung (18) beabstandet zueinander angeordnet sind, und ein Anschlusselement (3) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12,

wobei der Riemen (5) im lnnenraum (23) des Rahmens (7) des Anschlusselements (3) angeordnet ist und in den lnnenraum (23) ragende Bereiche von Kontaktelementen (39) des Anschlusselements (3) jeweils einen der Zugträger (17) des Riemens (5) kontaktieren.

14. Verfahren zum Montieren eines Anschlusselements (3) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 an einen lasttragfähigen Riemen (5) für eine Aufzuganlage, wobei das Verfahren aufweist:

Anordnen wenigstens des Oberteils (9) des Rahmens (5) des Anschlusselements (3) an einer ersten Oberfläche (59) des Riemens (5),

Anordnen eines Gegenstücks zum Oberteil (9) des Anschlusselements (3) an einer der ersten Oberfläche (59) entgegengesetzten zweiten Oberfläche (57) des Riemens (5); Zusammenpressen des Oberteils (9) und des Gegenstücks hin zueinander derart, dass die von dem Oberteil (9) in den Innenraum (23) ragenden Bereiche der Kontaktelemente (39) in den Riemen (5) eingepresst werden und dort die eingebetteten Zugträger (17) kontaktieren.

15. Verfahren zum Montieren eines Anschlusselements (3) an einen lasttragfähigen Riemen (5) für eine Aufzuganlage gemäss Anspruch 14, wobei das Gegenstück das Unterteil (11) des gemäß einem der Ansprüche 10 bis 12 ausgeführte Anschlusselements ist, wobei das Verfahren aufweist:

Anordnen des Oberteils (9) des Rahmens (5) des Anschlusselements (3) an einer ersten Oberfläche (59) des Riemens (5) und des Unterteils (11) des Rahmens (7) des

Anschlusselements (3) an einer der ersten Oberfläche (59) entgegengesetzten zweiten Oberfläche (57) des Riemens (5);

Zusammenpressen des Oberteils (9) und des Unterteils (11) des Rahmens (7) hin zueinander derart, dass die von dem Oberteil (9) in den Innenraum (23) ragenden Bereiche der Kontaktelemente (39) in den Riemen (5) eingepresst werden und dort die eingebetteten Zugträger (17) kontaktieren.

16. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das Gegenstück ein Teil einer speziell dafür ausgebildeten Zange, insbesondere einer Parallelzange, ist und das Oberteil (9) mithilfe dieses als Gegenstück funktionierenden Teils der Zange in den Riemen (5) gepresst wird.

17. Verfahren nach Anspruch 15, wobei das Oberteil (9) und das Unterteil (1 l)des Anschlusselements mithilfe einer Zange, insbesondere einer Parallelzange (73, 75), zusammengepresst werden.

Description:
Anschlusselement zum elektrischen Kontaktieren von Zugträgern in einem lasttragfähigen Riemen für eine Aufzuganlage sowie Verfahren zum Montieren des

Anschlusselements an dem Riemen

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Anschlusselement, mithilfe dessen Zugträger, die in einem lasttragfähigen Riemen für eine Aufzuganlage eingebettet sind, elektrisch kontaktiert werden können. Ferner betrifft die Erfindung eine Riemenanordnung für eine Aufzuganlage sowie ein Verfahren zum Montieren eines Anschlusselements an einen lasttragfähigen Riemen einer Aufzuganlage.

Bei modernen Aufzuganlagen werden Aufzugkabinen mithilfe von durch eine Antriebseinheit angetriebenen Riemen vertikal durch einen Aufzugschacht bewegt. Die Riemen umfassen dabei im Allgemeinen mehrere Zugträger, welche teilweise auch als Cords bezeichnet werden und welche eine Lasttragfähigkeit des Riemens hauptsächlich bewirken. Als Zugträger werden dabei meist Metalldrähte, Metallgeflechte oder Metalllitzen eingesetzt. Die Zugträger sind im Allgemeinen parallel zueinander verlaufend in ein Matrixmaterial eingebettet, um einerseits einen Schutz der Zugträger beispielsweise vor Abrieb und/oder Korrosion zu bewirken und um andererseits eine Reibung zwischen dem Riemen und beispielsweise einer Treibscheibe der Antriebseinheit erhöhen zu können. Das Matrixmaterial kann ein flexibles Material, beispielsweise ein Kunststoffmaterial, insbesondere ein Polymer, sein.

Da die Riemen die Aufzugkabine halten, muss deren Integrität stets gesichert sein. Es wurden Verfahren entwickelt, um die Integrität von Riemen einer Aufzuganlage zu überwachen, indem die in den Riemen integrierten elektrisch leitfähigen Zugträger von außen her elektrisch kontaktiert werden. Elektrische Eigenschaften der derart kontaktierten Zugträger können dann überwacht werden, um beispielsweise aufgrund von im Laufe der Zeit auftretenden Änderungen dieser elektrischen Eigenschaften auf Änderungen des Riemens insbesondere hinsichtlich seiner Lasttragfähigkeit rückschließen zu können. Verschiedene Ausführungsformen eines solchen Ansatzes zum Überwachen der lntegrität von Riemen in einer Aufzuganlage sind beispielsweise in WO 2017/021263 Al beschrieben. Weitere Details zu Ausführungsformen von Überwachungsverfahren und hierfür einsetzbaren Geräten und Komponenten sind in etlichen früheren Anmeldungen der Anmelderin der vorliegenden Patentanmeldung erläutert, beispielsweise der EP 17177132, der PCT/EP2017/065253, der EP 17166943, der EP 17166927, der PCT/EP2017/052281, der PCT/EP2017/052064, der EP 16193877, der EP 16200551, der EP 16165431, der EP 16155358 und der EP 16155357. Der Inhalt dieser früheren Anmeldungen soll hierin durch Bezugnahme vollumfänglich aufgenommen sein.

Um die Zugträger innerhalb des Riemens geeignet elektrisch kontaktieren zu können, wurden verschiedene Verfahren, Anschlusselemente und/oder Werkzeuge entwickelt.

Es kann unter anderem ein Bedarf an einem Anschlusselement bestehen, mithilfe dessen in zuverlässiger und/oder einfacher Weise ein elektrischer Kontakt zwischen einer externen Schaltung und Zugträgem in einem Riemen einer Aufzuganlage etabliert werden kann. Insbesondere kann ein Bedarf an einem Anschlusselement bestehen, welches einfach und/oder kostengünstig gefertigt und/oder an einem Riemen montiert werden kann. Ferner kann ein Bedarf an einer Riemenanordnung für eine Aufzuganlage bestehen, bei der ein solches Anschlusselement an einem Riemen angebracht ist. Außerdem kann ein Bedarf an einem Verfahren bestehen, mithilfe dessen ein Anschlusselement in vorteilhafter Weise, insbesondere einfach, zuverlässig und/oder kostengünstig, an einen Riemen eine Aufzuganlage montiert werden kann.

Einem solchen Bedarf kann durch das Anschlusselement, die Riemenanordnung sowie das Verfahren gemäß einem der unabhängigen Ansprüche entsprochen werden. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung definiert.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Anschlusselement zum elektrischen Kontaktieren von Zugträgem, welche in einem lasttragfähigen Riemen für eine Aufzuganlage in einem Matrixmaterial eingebettet sind, vorgeschlagen. Das Anschlusselement weist gemäß einer ersten Ausführungsform einen wenigstens zweiteiligen Rahmen mit einem Oberteil und einem Unterteil und mehrere elektrisch leitfähige Kontaktelemente auf. Der Rahmen ist hinsichtlich seiner Form dazu eingerichtet, den Riemen in einem von dem Rahmen an zumindest zwei gegenüberliegenden Seiten begrenzten Innenraum aufzunehmen. Die Kontaktelemente sind als metallische Stanzbiegeteile ausgebildet. Die Kontaktelemente sind bereichsweise in dem Oberteil des Rahmens aufgenommen und ragen bereichsweise von dem Oberteil des Rahmens ausgehend in den Innenraum.

Optional kann in einer vereinfachten Ausführungsform das Anschlusselement zum elektrischen Kontaktieren von Zugträgem, welche in einem lasttragfähigen Riemen für eine Aufzugsanlage in einem Matrixmaterial eingebettet sind lediglich einen aus dem Oberteil bestehenden Rahmen aufweisen. Das den Rahmen bildende Oberteil ist hinsichtlich seiner Form dazu eingerichtet, den Riemen in einem von dem Rahmen an zumindest zwei gegenüberliegenden Seiten begrenzten Innenraum aufzunehmen. Die Kontaktelemente sind als metallische Stanzbiegeteile ausgebildet. Die Kontaktelemente sind bereichsweise in dem Oberteil des Rahmens aufgenommen und ragen bereichsweise von dem Oberteil des Rahmens ausgehend in den Innenraum. Auch wenn diese vereinfachte Ausführungsform in der Folge nicht separat im Detail erläutert und separat ausgeführt wird, sind die entsprechenden Merkmale und damit erzielten Vorteile der ersten Ausführungsform analog auf die vereinfachte Ausführungsform anwendbar lnsbesondere sind sämtliche Ausführung zu den Kontaktelementen und der damit verbundenen elektrischen Kontaktierung auch für die vereinfachte Ausführungsform gültig. Einziger Unterschied besteht in dem nicht vorhandenen Unterteil des Rahmens.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird eine Riemenanordnung für eine Aufzuganlage vorgeschlagen, welche einen lasttragfähigen Riemen und ein Anschlusselement gemäß den Ausführungsformen des ersten Aspekts der Erfindung aufweist. Der Riemen weist mehrere elektrisch leitfähige Zugträger auf, welche in ein elektrisch isolierendes Matrixmaterial eingebettet sind und welche in einer Anordnungsrichtung beabstandet zueinander angeordnet sind. Der Riemen ist hierbei im lnnenraum des Rahmens des Anschlusselements angeordnet und in den lnnenraum ragende Bereiche von Kontaktelementen des Anschlusselements kontaktieren jeweils einen der Zugträger des Riemens. Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Montieren eines Anschlusselements gemäß den Ausführungsformen des ersten Aspekts der Erfindung an einen lasttragfähigen Riemen für eine Aufzuganlage vorgeschlagen. Das Verfahren umfasst dabei die folgenden Schritte: das Oberteil des Rahmens des Anschlusselements wird an einer ersten Oberfläche des Riemens angeordnet und das Unterteil des Rahmens des Anschlusselements wird an einer der ersten Oberfläche entgegengesetzten zweiten Oberfläche des Riemens angeordnet. Anschließend werden das Oberteil und das Unterteil des Rahmens derart hin zueinander zusammengepresst, dass die von dem Oberteil in den Innenraum ragenden Bereiche der Kontaktelemente in den Riemen eingepresst werden und dort die eingebetteten Zugträger kontaktieren.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zum Montieren eines Anschlusselements wie vorangehend und im Folgenden beschrieben an einen lasttragfähigen Riemen für eine Aufzuganlage umfasst dieses die folgenden Schritte: Anordnen wenigstens des Oberteils des Rahmens des Anschlusselements an einer ersten Oberfläche des Riemens. Anordnen eines Gegenstücks zum Oberteil des Rahmens des Anschlusselements an einer der ersten Oberfläche entgegengesetzten zweiten Oberfläche des Riemens. Zusammenpressen des Oberteils und des Gegenstücks des Rahmens hin zueinander derart, dass die von dem Oberteil in den Innenraum ragenden Bereiche der Kontaktelemente in den Riemen eingepresst werden und dort die eingebetteten Zugträger kontaktieren.

Da das Unterteil bei der vereinfachten Ausführungsform nicht vorhanden ist, entfällt in diesem Fall das Anordnen des separaten Unterteils an der der ersten Oberfläche entgegengesetzten zweiten Oberfläche des Riemens. Das Oberteil wird lediglich auf den Riemen gepresst und aufgrund der in den Riemen eingepressten Kontaktelementen am Riemen gehalten. Optional können Sicherungsmittel vorgesehen sein, wie etwa den Riemen zumindest teilweise hinter-greifende Klammem oder entsprechende Vorsprünge am Oberteil.

In einer bevorzugten Ausführungsform zum Montieren der vereinfachten Ausführungsform des Anschlusselements ist das Gegenstück nicht Teil des Anschlusselements selbst sondern als separates, vom Anschlusselement verschiedenes Element ausgeführt. Das Gegenstück kann als ebene Gegenfläche oder als Gegenstück, mit einem Profil, welches invers zum Profil des Riemens ist, ausgebildet sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zum Montieren der vereinfachten Ausführungsform des Anschlusselements ist das Gegenstück als Teil einer speziell dafür vorgesehenen Zange, insbesondere einer Parallelzange, ausgeführt und weist Aussparungen zur Aufnahme der Profilierung des Riemens, insbesondere der V-fÖrmigen Rippen des Riemens, auf. Das Oberstück des Anschlusselements wird mithilfe dieses als Gegenstück funktionierenden Teils der Zange in den Riemen gepresst. Nach dem Pressvorgang wir die Zange, das heisst auch das Gegenstück vom Riemen entfernt.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahren zum Montieren der nicht vereinfachten Ausführungsform ist das Verfahren im Wesentlichen identisch zum vorangehend beschriebenen Verfahren, mit der Ausnahme, dass das Gegenstück durch das Unterteil des nicht vereinfachten Anschlusselements wie vorangehend beschrieben gebildet wird. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren daher die Schritte:

Anordnen des Oberteils des Rahmens des Anschlusselements an einer ersten Oberfläche des Riemens und des Unterteils des Rahmens des Anschlusselements an einer der ersten Oberfläche entgegengesetzten zweiten Oberfläche des Riemens. Zusammenpressen des Oberteils und des Unterteils des Rahmens hin zueinander derart, dass die von dem Oberteil in den Innenraum ragenden Bereiche der Kontaktelemente in den Riemen eingepresst werden und dort die eingebetteten Zugträger kontaktieren. In einer bevorzugten Ausführungsform dieses Verfahrens wird das Oberteil und das Unterteil des Anschlusselements mithilfe einer Parallelzange zusammengepresst.

Mögliche Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung können unter anderem und ohne die Erfindung einzuschränken als auf nachfolgend beschriebenen Ideen und Erkenntnissen beruhend angesehen werden.

Das hierin beschriebene Anschlusselement soll dazu dienen, mehrere in einem lasttragfähigen Riemen einer Aufzuganlage aufgenommene Zugträger elektrisch zu kontaktieren, um die Zugträger nach außen hin zu einer externen Schaltung und/oder untereinander elektrisch verbinden zu können. Die externe Schaltung kann dabei beispielsweise Teil einer Überwachungsvorrichtung sein, mittels der elektrische Spannungen an mithilfe von Anschlusselementen elektrisch kontaktierte Zugträger von Riemen angelegt werden können, um deren elektrische Eigenschaften analysieren und insbesondere Veränderungen in diesen elektrischen Eigenschaften detektieren zu können.

Um einerseits den gewünschten elektrischen Kontakt zu den Zugträgem in einfacher und/oder zuverlässiger Weise hersteilen zu können und um andererseits das hierfür eingesetzte Anschlusselement einfach, kostengünstig und/oder robust fertigen zu können, wurde es als vorteilhaft erkannt, dass Anschlusselement einerseits mit einem wenigstens zweiteiligen Rahmen und andererseits mit einer Mehrzahl von einfach und robust herzustellenden, elektrisch leitfähigen Kontaktelementen auszugestalten.

Der Rahmen soll dabei über ein Oberteil und ein Unterteil verfügen, welche beim Montieren des Anschlusselements in einfacher Weise mechanisch miteinander verbunden, d.h. gekoppelt, werden können. Das Oberteil und das Unterteil sollen dabei derart ausgestaltet sein und miteinander Zusammenwirken, dass im montierten Zustand ein zu kontaktierender Riemen in dem Innenraum zwischen dem Oberteil und dem Unterteil aufgenommen ist. Dabei kann der mit dem Oberteil und dem Unterteil gebildete Rahmen den Riemen vorzugsweise ringförmig, d.h. von einer Oberseite und einer entgegengesetzten Unterseite sowie von zwei entgegengesetzten, die Oberseite und die Unterseite verbindenden Flanken her, umschließen. Das Oberteil und das Unterteil können im montierten Zustand des Rahmens miteinander über einen oder mehrere an deren seitlichen Rändern vorgesehene Stege mechanisch miteinander verbunden sein. Vorzugsweise können das Oberteil und das Unterteil dabei derart montiert und miteinander verbunden werden, dass eine zu dem Riemen gerichtete Oberfläche des Oberteils hin zu einer ersten der Hauptoberflächen des Riemens gerichtet ist und an dieser möglichst flächig anliegt und eine zu dem Riemen gerichtete Oberfläche des Unterteils hin zu einer zweiten der Hauptoberflächen des Riemens, welche der ersten Hauptoberfläche entgegengesetzt ist, gerichtet ist und an dieser möglichst flächig oder zumindest bereichsweise anliegt. Der Riemen ist somit im montierten Zustand zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Anschlusselements aufgenommen und vorzugsweise eingeklemmt.

Bei der vereinfachten Ausführungsform des Anschlusselements entfällt diese beidseitige Klemmung des Riemens zwischen Unterteil und Oberteilt. Das Oberteil wird lediglich auf den Riemen gepresst und aufgrund der in den Riemen eingepressten Kontaktelementen am Riemen gehalten. Optional können Sicherungsmittel vorgesehen sein, wie etwa den Riemen zumindest teilweise hinter-greifende Klammern oder entsprechende Vorsprünge am Oberteil.

Das Oberteil und/oder das Unterteil können beide vorzugsweise einstückig sein. Das Oberteil und/oder das Unterteil können aus einem elektrisch isolierenden Material, insbesondere aus Kunststoff, bestehen oder zumindest oberflächlich mit diesem beschichtet sein. Beispielsweise können das Oberteil und/oder das Unterteil kostengünstig herzustellende Spritzgussteile sein. Das Oberteil und/oder das Unterteil können eine Breite aufweisen, welche im Wesentlichen einer Breite des zu kontaktierenden Riemens entspricht oder größer als diese ist.

Die Kontaktelemente des Anschlusselements sind als kostengünstig herzustellende metallische Stanzbiegeteile ausgebildet. Als Stanzbiegeteile können die Kontaktelemente einstückig sein. Stanzbiegeteile können einfach und in großen Stückzahlen aus Metallblechen gefertigt werden, indem diese in geeignete Formen gebogen und gestanzt werden. Die Metallbleche der Stanzbiegeteile können beispielsweise eine Dicke von zwischen 0,2 mm und 2 mm, vorzugsweise zwischen 0,5 mm und 1 mm, aufweisen.

Jedes der Kontaktelemente eines Anschlusselements kann mit einem ersten Bereich in dem Oberteil des Rahmens aufgenommen sein und mit einem zweiten Bereich von dem Oberteil des Rahmens weg hin in den von dem Rahmen umschlossenen lnnenraum ragen. Der erste Bereich des Kontaktelements kann beispielsweise in das Oberteil des Rahmens eingegossen, eingeklebt oder in anderer Weise darin aufgenommen und befestigt sein. Beispielsweise kann der erste Bereich des Kontaktelements sich bis in eine Tiefe von wenigstens 0,5 mm, vorzugweise wenigstens 1 mm, in das Oberteil des Rahmens hinein erstrecken. Über seinen ersten Bereich ist das Kontaktelement somit mechanisch an dem Rahmen fixiert.

Der zweite Bereich des Kontaktelements kann beim Montieren des Anschlusselements an den Riemen, d.h., wenn der Riemen in dem Innenraum des Rahmens des Anschlusselements aufgenommen und an das Oberteil des Rahmens angepresst wird, in das Matrixmaterial des Riemens eingepresst werden, um auf diese Weise die in dem Matrixmaterial eingebetteten Zugträger kontaktieren zu können. Eine Distanz, bis zu der der zweite Bereich des Kontaktelements von der Oberfläche des Oberteils in den Innenraum ragt, kann dabei größer oder gleich einer Tiefe sein, in der typischerweise die Zugträger in dem Matrixmaterial des Riemens verlaufen. Beispielsweise kann eine solche Distanz wenigstens 0,3 mm, vorzugsweise wenigstens 0,5 mm oder wenigstens 0,8 mm betragen.

Es können verschiedene Kontaktelemente in ein und demselben Anschlusselement vorgesehen sein. Eine Form der Stanzbiegeteile kann für verschiedene Arten von Kontaktelementen an deren jeweilige zu erfüllende Funktion angepasst sein.

Beispielsweise kann gemäß einer Ausführungsform das Kontaktelement einen Zentralbereich und zumindest eine von dem Zentralbereich weg, in den lnnenraum ragende Piercingspitze zum Eindringen in das Matrixmaterial des Riemens aufweisen.

Der Zentralbereich kann eine Art Schenkel oder Steg sein, der durch einen Teil des Stanzbiegeteils gebildet ist. Der Zentralbereich kann länglich sein und sich quer zu der Piercingspitze erstrecken. Der Zentralbereich kann zumindest teilweise denjenigen Bereich des Kontaktelements bilden, der in dem Oberteil des Rahmens aufgenommen ist, insbesondere in diesem verankert ist. Der Zentralbereich kann gegebenenfalls mehrere Piercingspitzen des Kontaktelements mechanisch miteinander verbinden.

Die Piercingspitze erstreckt sich von dem Zentralbereich des Kontaktelements weg hin in den von dem Rahmen umgebenen lnnenraum. An ihrem freitragenden Ende ist die Piercingspitze spitz, das heißt sich veqüngend, ausgebildet, so dass sie mit relativ geringem Druck in das Matrixmaterial eines in diesem lnnenraum aufgenommenen und hin zu dem Oberteil des Rahmens gepressten Riemens eindringen kann. Ein Krümmungsradius kann dabei kleiner als eine Breite der Piercingspitze sein.

Gemäß einer Ausführungsform weist der Zentralbereich wenigstens einen Schenkel auf, der sich parallel zu einer zu dem Innenraum gerichteten Oberfläche des Rahmens erstreckt, und von dem Schenkel aus ragen zwei Piercingspitzen in den Innenraum. Die Piercingspitzen sind hierbei in einer Längsrichtung des von dem Anschlusselement aufzunehmenden Riemens voneinander beabstandet und in einer quer zur Längsrichtung verlaufenden Querrichtung um zwischen 0,1 mm und 1 mm, vorzugsweise zwischen 0,3 mm und 0,7 mm, zueinander versetzt angeordnet.

Mit anderen Worten kann der Zentralbereich sich als länglicher Schenkel parallel zu derjenigen Oberfläche des Oberteils des Rahmens erstrecken, von der aus die Piercingspitze in den Innenraum ragt. Der Schenkel kann sich dabei zumindest bereichsweise parallel zu der Längsrichtung des von dem Anschlusselement aufzunehmenden Riemens erstrecken, d.h. parallel zu den in dem Riemen eingebetteten Zugträgern. Der Schenkel kann dabei gerade oder alternativ mit einer oder mehreren Krümmungen versehen sein. Von dem Schenkel ausgehend und quer zu diesem erstrecken sich in diesem Fall zwei Piercingspitzen hin in den Innenraum. Diese Piercingspitzen sind entlang des Schenkels, d.h. entlang der genannten Längsrichtung, voneinander beabstandet angeordnet. Ein Abstand kann beispielsweise wenige Millimeter, zum Beispiel zwischen 1 mm und 20 mm, vorzugsweise zwischen 2 mm und 10 mm, betragen. Allerdings sind die beiden Piercingspitzen in der genannten Längsrichtung nicht genau hintereinander, d.h. fluchtend miteinander, angeordnet. Stattdessen sind die beiden Piercingspitzen quer zu dieser Längsrichtung versetzt zueinander angeordnet. Der räumliche Versatz zwischen den beiden Piercingspitzen erstreckt sich somit in einer Richtung quer zu der Längserstreckungsrichtung der von den Piercingspitzen zu kontaktierenden Zugträger dem Riemen.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Piercingspitzen in einer quer zur

Längsrichtung verlaufenden Querrichtung um einen maximalen Abstand, welcher vom Durchmesser des Zugträgers abhängt beanstandet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist dieser maximale Abstand proportional zum Durchmesser des Zugträgers und beträgt in etwa 40-70% des Durchmessers des Zugträgers. In einer Ausführungsform ist der Zugträgerdurchmesser l.73mm und der maximale Abstand 1mm, woraus sich ein Bereich für den Abstand zwischen 0.1 und etwa 1 mm ergibt. In einer weiteren Ausführungsform ist der Zugträgerdurchmesser 2.7 mm und der maximale Abstand l.56mm, woraus sich ein Bereich für den Abstand von O.lmm bis etwa l.56mm ergibt. Durch diese

Abhängigkeit wird ein zuverlässiges Kontaktieren der Zugträger durch die

Piercingspitzen unabhängig vom Zugträgerdurchmesser sichergestellt.

Zugträger können innerhalb des Riemens beispielsweise aufgrund von Fertigungstoleranzen nicht exakt an vorgesehenen Sollpositionen angeordnet sein. Stattdessen können Zugträger innerhalb des Riemens beispielsweise um bis zu 0,5 mm seitlich versetzt zu solchen Sollpositionen verlaufen. Dadurch, dass das Kontaktelement über zwei in der genannten Weise zueinander versetzte Piercingspitzen verfügt, kann eine Wahrscheinlichkeit, dass das Kontaktelement mit zumindest einer der Piercingspitzen einen Zugträger in dem Riemen in etwa mittig kontaktiert, erheblich erhöht werden. Hierdurch kann die Zuverlässigkeit einer elektrischen Kontaktierung verbessert werden.

Gemäß einer Ausführungsform kann der Zentralbereich zwei zueinander parallel verlaufende Schenkel aufweisen, wobei von jedem der Schenkel wenigstens eine Piercingspitze in den Innenraum ragt.

Mit anderen Worten kann der Zentralbereich über zwei Schenkel verfügen, welche zumindest bereichsweise parallel zueinander verlaufen. Jeder der Schenkel kann dabei wiederum parallel zu einem von dem Kontaktelement zu kontaktierenden Zugträger in dem Riemen verlaufen, sodass die von ihm abragende Piercingspitze den Zugträger kontaktieren kann. Die beiden Schenkel können durch einen quer zu den Schenkeln verlaufenden Bereich des Zentralbereichs miteinander verbunden sein. Der gesamte Zentralbereich kann somit eine U-Form aufweisen. Von jedem der Schenkel ragt wenigstens eine Piercingspitze, vorzugsweise jedoch mindestens zwei in der oben genannten versetzt zueinander positionierten Weise angeordnete Piercingspitzen, von dem Schenkel weg hin in den Innenraum bzw. den dort aufgenommenen Riemen. Alle von beiden Schenkeln ausgehenden Piercingspitzen können dabei parallel zueinander verlaufen.

Mithilfe der von jedem der Schenkel ausgehenden Piercingspitzen können in dem Riemen zwei benachbarte oder zumindest zwei in der Querrichtung beabstandet zueinander verlaufende Zugträger kontaktiert werden. Da die Piercingspitzen Teil ein und desselben Kontaktelements sind, d.h. da die beiden Schenkel mechanisch und elektrisch miteinander verbunden sind, kann das Kontaktelement somit eine elektrische Verbindung zwischen den kontaktierten Zugträgern hersteilen. Ein derart ausgestaltetes Kontaktelement kann somit verschiedene in dem Riemen separat voneinander verlaufende Zugträger elektrisch miteinander verbinden und diese beispielsweise parallel oder in Serie miteinander verschalten.

Gemäß einer Ausführungsform weist das Kontaktelement einen Anschlussbereich zum Anschließen einer elektrischen Leitung auf.

Der Anschlussbereich soll dabei geeignet dazu ausgebildet sein, dass eine elektrische Leitung beispielsweise in Form eines Drahtes an das Kontaktelement angeschlossen werden kann. Eine solche elektrische Leitung kann dazu dienen, dass Kontaktelement beispielsweise mit einem externen Schaltkreis elektrisch zu verbinden. Ein solcher Schaltkreis kann zum Beispiel Teil einer Überwachungsschaltung sein. Prinzipiell kann der Anschlussbereich an verschiedenen Positionen des Kontaktelements vorgesehen und in verschiedener Weise strukturell ausgebildet sein.

Gemäß einer speziellen Ausführungsform kann der Anschlussbereich beispielsweise von dem Zentralbereich in einer Richtung entgegengesetzt zu der Piercingspitze ragen.

Anders ausgedrückt kann von dem Zentralbereich des Kontaktelements in eine Richtung eine oder mehrere Piercingspitzen abstehen und in eine entgegengesetzte Richtung der Anschlussbereich abstehen. Während die Piercingspitzen in den von dem Rahmen umgebenen Innenraum ragen, trifft dies dann für den Anschlussbereich nicht zu. An den Anschlussbereich kann eine elektrische Leitung angebracht sein. Der Anschlussbereich des Kontaktelements samt der daran angebrachten elektrischen Leitung kann ebenso wie der Zentralbereich des Kontaktelements in das Oberteil des Rahmens integriert sein.

Gemäß einer speziellen Ausführungsform kann der Anschlussbereich mit einer Schneidklemme versehen sein.

Die Schneidklemme kann als integraler Teil des das Kontaktelement bildenden Stanzbiegeteils ausgebildet sein. Die Schneidklemme kann mit zwei scharfkantigen Blechteilen ausgebildet sein, die zwischen sich einen schmalen Spalt bilden. In den Spalt kann eine elektrische Leitung eingepresst und anschließend darin gehalten werden. Die elektrische Leitung kann beispielsweise ein mit einer isolierenden Ummantelung versehener Draht sein, wobei beim Einpressen in die Schneidklemme die Ummantelung durchtrennt werden kann und somit ein elektrischer Kontakt zwischen der Schneidklemme und dem Draht etabliert werden kann.

Gemäß einer Ausführungsform kann das hierin beschriebene Anschlusselement somit ergänzend eine elektrische Leitung aufweisen, deren eines Ende mit dem Anschlussbereich eines der Kontaktelemente verbunden ist und deren anderes Ende zum externen Kontaktieren aus dem Rahmen des Anschlusselements herausgeführt ist.

Mit anderen Worten kann das Anschlusselement eine nach außen hin führende elektrische Leitung aufweisen, über die mindestens eines oder vorzugsweise mehrere der in dem Anschlusselement vorgesehenen Kontaktelemente mit einer externen Schaltung verbunden werden können. Beispielsweise können in dem Anschlusselement zwei oder mehr elektrische Leitungen vorgesehen sein, um die von den Kontaktelementen kontaktierten Zugträger eines Riemens beispielsweise mit einer Überwachungsschaltung und/oder mit Zugträgem anderer Riemen elektrisch verbinden zu können, um an diese beispielsweise eine elektrische Spannung anlegen und diese Spannung überwachen zu können.

Gemäß einer Ausführungsform besteht das Kontaktelement aus Edelstahl.

Prinzipiell können die Kontaktelemente aus beliebigen elektrisch leitfähigen Materialien, insbesondere Metallen, bestehen oder mit diesem beschichtet sein. Allerdings müssen die Kontaktelemente hohen mechanischen, elektrischen und/oder chemischen Anforderungen genügen. Beispielsweise sollten die Kontaktelemente ausreichend mechanisch fest sein, um sich beim Einpressen in einen Riemen nicht übermäßig zu verformen. Außerdem sollten die Kontaktelemente einen ausreichend niedrigen elektrischen Widerstand aufweisen. Ferner sollten die Kontaktelemente möglichst wenig mit umgebenden Medien chemisch reagieren, um beispielsweise lokale Korrosion zu vermeiden lnsbesondere wurde erkannt, dass die Kontaktelemente einerseits die Zugträger in dem Riemen und andererseits gegebenenfalls nach außen führende elektrische Leitungen kontaktieren sollen. Die Zugträger sind dabei häufig mit verzinkten Drähten ausgebildet, wohingegen die elektrischen Leitungen häufig mit Kupferdrähten ausgebildet sind. Bei nicht geeignet gewählten Materialkombinationen, insbesondere wenn für die Kontaktelemente ungeeignete Metalle eingesetzt werden, kann es zur Bildung von Lokalelementen an den Grenzflächen zwischen einem Kontaktelement und einem von diesem kontaktierten Zugträger bzw. einer daran angeschlossenen elektrischen Leitung kommen lm Bereich solcher Lokalelemente kann es dann zu erhöhter Korrosion kommen lndem die Kontaktelemente aus Edelstahl ausgebildet werden, können diese die verschiedenen genannten Anforderungen erfüllen.

Gemäß einer Ausführungsform weist der Rahmen Verrastungselemente auf, um das Oberteil und das Unterteil des Rahmens miteinander zu verrasten. Mit anderen Worten können an dem Oberteil und dem Unterteil des Rahmens geeignete Vorkehrungen getroffen sein, um diese beispielsweise während eines Montagevorgangs miteinander verrasten zu können. Unter einem Verrasten kann dabei verstanden werden, dass an dem Oberteil und dem Unterteil vorgesehene Komponenten eines Verrastungselements derart zusammengeführt werden können, dass sie formschlüssig miteinander Zusammenwirken. Die Komponenten können dabei meist einfach, insbesondere ohne Werkzeug, miteinander verrastet werden, jedoch schwierig, insbesondere lediglich mithilfe von Werkzeug, wieder voneinander getrennt werden.

Das Oberteil und das Unterteil können somit hin zueinander verlagert werden und dabei Komponenten der Verrastungselemente ineinander eingreifen, sodass das Oberteil und das Unterteil über die Verrastungselemente fest miteinander verbunden bleiben, auch nachdem der zum Verlagern auf das Oberteil und das Unterteil ausgeübte Druck entspannt wurde. Die Verrastungselemente können dabei als integraler Bestandteil des Rahmens ausgebildet sein. Beispielsweise kann an dem Oberteil eine Lasche ausgebildet sein, die beim Montieren des Rahmens mit einem an dem Unterteil ausgebildeten Haken zusammenwirkt, oder umgekehrt.

Um das Anschlusselement mittels des hierin als zweiten Aspekt der Erfindung vorgestellten Verfahrens an einem Riemen zu montieren, können gemäß einer Ausführungsform das Oberteil und das Unterteil mithilfe einer Parallelzange zusammen, d.h. hin zueinander, gepresst werden.

Anders ausgedrückt kann der Rahmen des Anschlusselements dadurch an dem Riemen befestigt und dabei die Kontaktelemente in den Riemen eingepresst werden, indem das Oberteil und das Unterteil, nachdem sie zuvor oberhalb bzw. unterhalb des Riemens positioniert wurden, hin zueinander gepresst werden. Die zuvor nur lose an dem Riemen anliegenden Ober- und Unterteile werden dabei jeweils hin zu dem Riemen gepresst, sodass sich der dazwischen befindliche lnnenraum verkleinert und die in den lnnenraum ragenden Bereiche der Kontaktelemente, d.h. insbesondere die Piercingspitzen, in den Riemen eingepresst werden und dort die eingebetteten Zugträger kontaktieren können.

Um das Oberteil und das Unterteil zusammen zu pressen, kann ein spezielles Werkzeug in Form einer Parallelzange eingesetzt werden. Unter einer solchen Parallelzange kann eine Zange verstanden werden, deren Backen sich beim Schließen der Zange nicht relativ zueinander verschwenken, sondern parallel oder im Wesentlichen parallel zueinander verbleibend aufeinander zu bewegt werden. Solche Parallelzangen werden für verschiedene Einsatzzwecke vorgesehen, beispielsweise als Crimpzangen, und werden manchmal auch als Parallelhubzangen bezeichnet. Durch geeignete Mechanismen und/oder Übersetzungen können mithilfe von Parallelzangen Bauteile mit sehr hohen Kräften, beispielsweise in einem Bereich von mehreren hundert Newton bis hin zu etlichen Dutzend Kilonewton, zusammengepresst werden. Die Parallelzange kann dabei vorzugsweise manuell betätigt werden. Hilfsweise kann zur Montage anstelle einer Parallelzange auch eine herkömmliche Zange und oder ein anderes Klemm- oder Schlagwerkzeug verwendet werden.

Beim Montieren des hierin vorgestellten Anschlusselements kann durch die Verwendung von Parallelzangen unter anderem erreicht werden, dass das Oberteil und das Unterteil des Rahmens des Anschlusselements parallel zueinander ausgerichtet hin zueinander gepresst werden können. Dadurch kann beispielsweise verhindert werden, dass das Oberteil des Rahmens schräg hin zu dem Riemen gepresst wird und dadurch die Piercingspitzen in einem schrägen Winkel in den Riemen eingepresst werden. Auch ein Verrasten von Verrastungselementen an dem Ober- und Unterteil des Rahmens kann gleichmäßig bewirkt werden.

Gemäß einer Ausführungsform kann der Rahmen Doppelverrastungselemente aufweisen, um das Oberteil und das Unterteil des Rahmens in einer ersten Verrastposition beabstandet zu einem in dem Innenraum aufgenommenen Riemen miteinander vorzuverrasten und um das Oberteil und das Unterteil in einer zweiten Verrastposition anliegend an entgegengesetzten Oberflächen des in dem Innenraum aufgenommenen Riemen miteinander endzuverrasten.

Mit anderen Worten können die oben bereits genannten Verrastungselemente nicht lediglich dazu ausgebildet sein, das Oberteil und das Unterteil in einer endgültig montierten Position miteinander zu verrasten. Stattdessen können sie als Doppelverrastungselemente ausgestaltet sein, bei denen das Oberteil und das Unterteil in zwei verschiedenen Positionen miteinander verrastet sein können.

In der ersten Verrastposition sind das Oberteil und das Unterteil zwar bereits miteinander vorverrastet, das heißt mechanisch zumindest soweit miteinander verbunden, dass sie auch ohne weitere äußere Kraftausübung aneinander halten. Allerdings sind das Oberteil und das Unterteil in diesem Stadium noch nicht so weit hin zueinander verlagert, dass sie beide eng an dem zu kontaktieren Rahmen anliegen. Stattdessen soll der Riemen in diesem vorverrasteten Montagestadium lediglich relativ lose in dem Innenraum des Rahmens aufgenommen sein. Insbesondere sollen in diesem Montagestadium die in den Innenraum ragenden Bereiche der Kontaktelemente, d.h. beispielsweise die Piercingspitzen, noch nicht oder zumindest nicht erheblich in den Riemen eingepresst sein. Dementsprechend ist der Rahmen des Anschlusselements in diesem vorverrasteten Stadium lediglich insoweit lose an dem Riemen angebracht, dass er sich beispielsweise nicht von sich aus wieder von dem Riemen lösen kann. Zum Etablieren einer solchen Vorverrastung können relativ geringe Kräfte, beispielsweise im Bereich von wenigen Newton bis hin zu wenigen hundert Newton, insbesondere Kräfte, wie sie beispielsweise von einem Monteur manuell erzeugt werden können, genügen.

In der zweiten Verrastposition sind das Oberteil und das Unterteil dann hin zu ihrer endgültig montierten Position gepresst worden, d.h. in eine Konfiguration, in der das Oberteil an einer Oberseite des zu kontaktieren Riemens angelegt ist und die in den Innenraum abragenden Bereiche der Kontaktelemente tief in den Riemen eingepresst sind und dort die Zugträger kontaktieren. Das Unterteil liegt in dieser Konfiguration an einer gegenüberliegenden Unterseite des Riemens an. In diesem endverrasteten Stadium beklemmen somit das Oberteil und das Unterteil den dazwischen aufgenommenen Riemen, wobei die Doppelverrastungselemente die dabei eventuell auf den Rahmen wirkenden Kräfte aufhehmen können. Zum Etablieren einer solchen Endverrastung und dem dabei durchzuführenden Einpressen z.B. der Piercingspitzen in den Riemen können manuell auszuübende Kräfte meist nicht genügen. Stattdessen können zum Zusammenpressen des Oberteils hin zu dem Unterteil des Rahmens in die endverrastete Position hohe Kräfte nötig sein, insbesondere im Bereich von mehr als 500 N oder gar mehreren kN, wie sie beispielsweise mithilfe von Zangen, insbesondere Parallelzangen, oder anderen Werkzeugen bewirkt werden können.

Gemäß einer Ausführungsform kann der Rahmen Verschraubungselemente aufweisen, um das Oberteil und das Unterteil des Rahmens miteinander zu verschrauben.

Die Verschraubungselemente können dabei Schrauben und gegebenenfalls zugehörige Muttem und/oder Unterlegscheiben oder Ähnliches aufweisen. Die Verschraubungselemente können insbesondere dazu dienen, das Oberteil und das Unterteil des Rahmens in einem an dem Riemen montierten Zustand mechanisch miteinander zu verbinden, um sie beispielsweise daran zu hindern, sich im Laufe der Zeit voneinander zu lösen. Die Verschraubungselemente können gegebenenfalls zusätzlich zu Verrastungselementen vorgesehen sein ln diesem Fall können die Verschraubungs- elemente verschraubt werden, nachdem die Verrastungselementen in einem endgültig montierten Zustand verrastet wurden, um diesen Zustand zusätzlich zu sichern.

Fehlt wie bei der vereinfachten Ausführungsform des Anschlusselements das Unterteil, kann das Oberteil mithilfe der beschriebenen Werkzeuge, insbesondere der beschriebenen Parallelzange direkt auf den Riemen gedrückt werden. Oder anders ausgedrückt, kann der Riemen mithilfe der beschriebenen Werkzeuge direkt in den durch das Oberteil umschlossenen Innenraum gedrückt werden. Optional kann das anstelle des Unterteils direkt am Riemen angreifende Werkzeugteil speziell geformt ausgebildet sein, um den Riemen für den Pressvorgang aufzunehmen und ihm bezügliche des Oberteils korrekt zu positionieren.

Es wird darauf hingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Anschlusselements einerseits und eines Verfahrens zum Montieren eines solchen Anschlusselements an einem Riemen bzw. einer dadurch gebildeten Riemenanordnung andererseits beschrieben sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale in geeigneter Weise kombiniert, übertragen, angepasst oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung zu gelangen.

Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die Erfindung einschränkend auszulegen sind.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Riemenanordnung mit zwei Anschlusselementen gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2(a) und (b) zeigen jeweils eine perspektivische Ansicht eines Oberteils bzw. eines Unterteils eines Anschlusselements gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 3(a) und (b) zeigen jeweils eine perspektivische Ansicht von Kontaktelementen eines Anschlusselements gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Anordnung von Kontaktelementen in einem Oberteil eines Mess-Anschlusselements gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Anordnung von Kontaktelementen in einem Oberteil eines Überbrückungs-Anschlusselements gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Anordnung von Kontaktelementen in einem Oberteil eines Mess-Anschlusselements gemäß einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 7 (a) und (b) zeigen jeweils eine perspektivische Ansicht von Kontaktelementen eines Anschlusselements gemäß der alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung aus Fig. 6.

Fig. 8 zeigt eine Vorderansicht auf eines der Kontaktelemente aus Fig. 7(a) und (b).

Fig. 9(a) bis (c) veranschaulichen Schritte eines Verfahrens zum Montieren eines Anschlusselements gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 10(a) und (b) zeigen Beispiele von Parallelzangen zur Verwendung während eines Verfahrens zum Montieren eines Anschlusselements gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vereinfachten Ausführungsform des Anschlusselements in einer Querschnittansicht.

Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht maßstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche oder gleichwirkende Merkmale

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Riemenanordnung 1 für eine Aufzuganlage. Die Riemenanordnung 1 weist einen lasttragfähigen Riemen 5 auf, an dem im Bereich von gegenüberliegenden Enden des Riemens 5 jeweils ein Anschlusselement 3 angebracht ist.

Der lasttragfähige Riemen 5 umfasst mehrere Zugträger 17, welche parallel zueinander und zu einer Längserstreckungsrichtung des Riemens 5 verlaufen und welche in einer Anordnungsrichtung 18 zueinander beanstandet sind. Die Zugträger 17 sind in ein polymerartiges Matrixmaterial 19 eingebettet. Die von dem Matrixmaterial 19 gebildete Kontur des Riemens 5 weist an einer in der Figur nach unten gerichteten Unterseite 57 eine Profilierung 21 mit in Längsrichtung verlaufenden, V-förmigen Rippen, bzw. zwischen den Rippen angeordneten Rillen auf, wohingegen eine entgegengesetzte Oberseite 59 eben ist. Die Anschlusselemente 3 dienen dazu, die in dem Riemen 5 aufgenommenen Zugträger 17 elektrisch zu kontaktieren. Jedes Anschlusselement 3 verfügt dabei über einen Rahmen 7 aus Kunststoff, der zweiteilig aus einem Oberteil 9 und einem Unterteil 11 zusammengesetzt ist. Das Oberteil 9 und das Unterteil 11 liegen dabei jeweils an der Oberseite 59 bzw. der Unterseite 57 des Riemens 5 an. Somit bildet der Rahmen 7 zwischen dem Oberteil 9 und dem Unterteil 11 einen Innenraum 23 aus, durch den hindurch der Riemen 5 verläuft, so das der Riemen 5 von dem Rahmen 7 umschlossen wird.

An dem Oberteil 9 sind dabei elektrische Leitungen 13 vorgesehen, welche aus dem Oberteil 9 kommend nach außen herausgeführt sind und welche dazu dienen können, dass jeweilige Anschlusselement 3 elektrisch beispielsweise mit einem externen Schaltkreis, insbesondere mit einer externen Üb erwachungs Vorrichtung, zu verbinden. Im dargestellten Beispiel weist das Oberteil 9 einen Fortsatz 16 auf, an dem die elektrischen Leitungen 13 zur Bildung einer Zugentlastung 15 beispielsweise mithilfe eines Kabelbinders, einer Zugentlastungsschelle oder einer Kabeltülle gehalten sein können.

Fig. 2(a) und (b) zeigen ein Oberteil 9 bzw. ein Unterteil 11 eines Rahmens 7 eines Anschlusselements 3 in einer voneinander getrennten Ansicht. Das Oberteil 9 weist an seiner zu dem Riemen 5 gerichteten Seite eine ebene Innenoberfläche 33 auf, sodass diese Innenoberfläche 33 flächig an der ebenfalls ebenen Oberseite 59 des Riemens 5 anliegen kann. Das Unterteil 11 weist an seiner zu dem Riemen 5 gerichteten Seite eine profilierte Innenoberfläche 35 auf, die hinsichtlich ihrer Kontur der Profilierung 21 des Riemens 5 entspricht und somit an dessen Unterseite 57 flächig anliegen kann.

Von der Innenoberfläche 33 des Oberteils 9 ragen mehrere Piercingspitzen 37 nach unten, d.h. hin zu dem von dem Rahmen 7 zu umschließenden Innenraum 23, ab. Diese Piercingspitzen 37 sind Teil von Kontaktelementen 39, welche bereichsweise in dem Oberteil 9 aufgenommen sind und welche bereichsweise in Form der Piercingspitzen 37 von dem Oberteil 9 weg ragen.

An dem Rahmen 7 sind ferner zwei Verrastungselemente 31 an einander entgegengesetzten lateralen Rändern des Rahmens 7 ausgebildet. Jedes der Verrastungselemente 31 verfügt dabei über eine Verrastungslasche 25, welche im dargestellten Beispiel an dem Oberteil 9 angebracht und mit diesem einstückig ausgebildet ist, sowie ein Verrastungsgegenstück 27, welches an dem Unterteil 11 des Rahmens 7 vorgesehen und mit diesem einstückig ausgebildet ist. Die Verrastungselemente 31 dienen dazu, dass Oberteil 9 mechanisch mit dem Unterteil 11 in einem an den Riemen 5 montierten Zustand verrastend zu fixieren. Im dargestellten Beispiel sind die Verrastungselemente 31 als Doppelverrastungselemente 29 ausgebildet, deren Funktion weiter unten beschrieben wird.

An dieser Stelle und anhand der Fig. 2a) sei hier nochmals auf die oben erwähnte, vereinfachte Ausführungsform des Anschlusselements hingewiesen, bei welcher die Kontaktierung des Riemens lediglich mit einem Oberteil erfolgt. Um das Oberteil bezüglich des Riemens genau positionieren zu können, können optional anstelle der abgebildeten Verrastungslaschen 25 vorstehende Positionierungselemente vorgesehen sein. Diese können sich entlang der gesamten Länge des Oberteils erstrecken, um eine maximale seitliche Führung zu gewährleisten.

Optional können diese Positionierungselemente an den freien Enden jeweils mit einem zum Innenraum gerichteten Vorsprung ausgebildet sein, welcher bei vollständig eingepresstem Riemen den Riemen hintergreift. Beim profilierten Riemen können diese Vorsprünge zumindest teilweise entlang der äussersten schrägen Flanke verlaufen und so dem Riemen im eingepressten Zustand zusätzlich Halt geben.

In Fig. 3(a) und (b) sind unterschiedliche Arten von Kontaktelementen 39 dargestellt. Jedes der Kontaktelemente 39 ist als Stanzbiegeteil ausgebildet, d.h. wurde durch geeignetes Herausstanzen und Biegen aus einem Metallblech gefertigt.

Die Kontaktelemente 39 verfügen über einen Zentralbereich 41 in Form eines Schenkels 49, der in der dargestellten Figur horizontal verläuft, sowie über von diesem Zentralbereich 41 weg ragende Piercingspitzen 37, die in der dargestellten Figur vertikal verlaufen. Der Zentralbereich 41 verbindet dabei gegebenenfalls mehrere der an einem Kontaktelement 39 vorgesehenen Piercingspitzen 37 sowohl mechanisch als auch elektrisch miteinander.

Die in Fig. 3(a) dargestellten Kontaktelemente 39 verfügen ferner über einen Anschlussbereich 43, welcher in Form einer Schneidklemme 45 von dem Zentralbereich 41 in entgegengesetzter Richtung zu den Piercingspitzen 37 weg ragt. Die Schneidklemme 45 wird mit zwei voneinander geringfügig beabstandeten Blechbereichen gebildet, zwischen denen ein Spalt 47 verbleibt ln den Spalt 46 kann beispielsweise ein mit einer Ummantelung isolierter Draht der elektrischen Leitungen 13 eingepresst und dabei die Ummantelung lokal abisolierend durchtrennt werden. In Fig. 4 ist eine Anordnung von Kontaktelementen 39 in einem Oberteil 9 eines Mess- Anschlusselements 3‘ dargestellt. In ähnlicher Weise ist in Fig. 5 ist eine Anordnung von Kontaktelementen 39 in einem Oberteil 9 eines Überbrückungs-Anschlusselements 3“ dargestellt. Da lediglich veranschaulicht werden soll, wie die Kontaktelemente 39 in dem jeweiligen Oberteil 9 angeordnet sind und dabei relativ zu dem Riemen 5 und den darin eingebetteten Zugträgem 17 ausgerichtet sind, wurde aus Gründen der Übersicht auf eine Darstellung des Oberteils 9 jeweils verzichtet.

Das Mess-Anschlusselement 3‘ aus Fig. 4 dient im dargestellten Beispiel dazu, zumindest einige der Zugträger 17 in dem Riemen 5 über nach außen führende elektrische Leitungen 13 elektrisch beispielsweise mit einer Üb erwachungs Vorrichtung (nicht dargestellt) zu verbinden. Hierzu sind benachbart zu den beiden seitlichen Rändern des Riemens 5 in dem Mess- Anschlusselement 3‘ jeweils zwei Kontaktelemente 39 vorgesehen, welche über einen Anschlussbereich 43 verfügen, in dessen Schneidklemme 45 ein Ende einer der elektrischen Leitungen 13% 13“, 13“% 13““ eingeklemmt wurde. Die Piercingspitzen 37 dieser Kontaktelemente 39 sind in die benachbarten Zugträger 17 eingepresst. Somit sind der erste und der zweite Zugträger 17 sowie der vorletzte und der letzte Zugträger 17 des Riemens jeweils mit einer der Leitungen 13% 13“, 13“% 13““ elektrisch verbunden. Ferner werden in dem Mess- Anschlusselement 3‘ mittels weiterer Kontaktelemente 39 einige der Zugträger 17 in dem Riemen 5 jeweils mit übernächsten benachbarten Zugträgem 17 elektrisch verbunden. Mit anderen Worten verbinden Kontaktelemente 39 jeweils ungeradzahlige benachbarte Zugträger 17 oder geradzahlige benachbarte Zugträger 17 elektrisch miteinander.

Das Überbrückungs-Anschlusselement 3“ aus Fig. 5 verfügt ebenfalls über Kontaktelemente 39, mittels derer einige der Zugträger 17 in dem Riemen 5 jeweils mit übernächsten benachbarten Zugträgem 17 elektrisch verbunden werden. Dabei ist die Anordnung der Kontaktelemente 39 in dem Überbrückungs-Anschlusselement 3“ komplementär zu deijenigen in dem Mess- Anschlusselement 3‘.

Dementsprechend können mit dem Mess-Anschlusselement 3‘ und dem Überbrückungs- Anschlusselement 3‘‘ alle ungeradzahligen Zugträger 17 in dem Riemen 5 miteinander in Serie verschaltet werden und an diese Serienverschaltung über zwei der elektrischen Leitungen 13% 13“‘ eine von der Überwachungsvorrichtung generierte elektrische Spannung, insbesondere eine erste Wechselspannung, angelegt werden. Ferner können auch alle geradzahligen Zugträger 17 in dem Riemen 5 miteinander in Serie verschaltet werden und an diese Serienverschaltung über zwei andere der elektrischen Leitungen 13“, 13““ eine weitere von der Überwachungsvorrichtung generierte elektrische Spannung, insbesondere eine zur ersten Wechselspannung um 180° phasenverschobene zweite Wechselspannung, angelegt werden. Durch Überwachen der an die Zugträger 17 des Riemens 5 angelegten Spannungen kann dann auf deren elektrische Eigenschaften und hierüber auf mechanische Eigenschaften des Riemens 5 rückgeschlossen werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die hierin dargestellten und erörterten Anschlusselemente 3, 3‘, 3“ und insbesondere die mit diesen zu erreichende elektrische Kontaktierung bzw. Verschaltung von Zugträgem 17 in dem Riemen 5 lediglich beispielhaft sein sollen. Neben den dargestellten und erörterten Schaltungen, d.h. beispielsweise der oben geschilderten Serienverschaltung von ungeradzahligen bzw. geradzahligen Zugträgem 17 eines Riemens 5, sind verschiedene andere Optionen der Verschaltung von Zugträgem 17 innerhalb eines Riemens 5 oder auch von Zugträgern 17 eines Riemens 5 mit Zugträgem 17 eines anderen Riemens 5 möglich. Beispielsweise können einige oder alle der in einem oder mehreren Riemen 5 vorgesehenen Zugträger 17 miteinander in Serie geschaltet oder miteinander parallel verschaltet sein. Hierfür können verschiedene Ausgestaltungen von Kontaktelementen 39 vorgesehen werden, welche jeweils als Stanzbiegeteile mit einer entsprechend geeigneten Geometrie bereitgestellt werden können, bzw. es können mehrere Kontaktelemente 39 in einer geeigneten Weise relativ zueinander angeordnet in einem Anschlusselement 3 aufgenommen werden.

Beispielsweise ist in Fig. 6 eine Ausgestaltung einer durch ein Parallel- Anschlusselement 3‘“ implementierten Verschaltung dargestellt, bei der mithilfe von sechs Kontaktelementen 39 alle acht Zugträger 17 innerhalb eines Riemens 5 parallel zueinander verschaltet sind und mit einer elektrischen Leitung 13 verbunden sind.

Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform finden speziell ausgestaltete Kontaktelemente 39 Anwendung. Ähnlich wie bei den in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Ausgestaltungen weist jedes Kontaktelement 39 eine in Draufsicht im wesentlichen U- fÖrmige Gestalt auf, d.h. der Zentralbereich 41 umfasst zwei Schenkel 49, welche durch einen zwischen diesen verlaufenden Quersteg 51 miteinander verbunden sind.

Wie in Fig. 7 in perspektivischer Ansicht und in Fig. 8 in einer Detailansicht von vorne veranschaulicht, verlaufen die beiden Schenkel 49 jedoch in diesem Fall nicht kontinuierlich geradlinig. Stattdessen weist jeder Schenkel 49 etwa in seiner Mitte eine Krümmung, insbesondere eine S-fÖrmige Krümmung, auf, sodass ein erster geradliniger Schenkelteil 53 und ein zweiter geradliniger Schenkelteil 55 entlang zwar paralleler, aber versetzt zueinander angeordneter Linien verläuft.

Der gesamte Schenkel 49 ist dabei in dem Oberteil 9 des Rahmens 7 so aufgenommen, dass er sich in einer Ebene parallel zu der zum Innenraum 23 gerichteten Innenoberfläche 33 des Oberteils 9 erstreckt. Von jedem der Schenkelteile 53, 55 ragt dabei jeweils eine Piercingspitze 37 quer nach unten, das heißt hin in den Innenraum 23, ab. Aufgrund des Parallelversatzes der Schenkelteile 53, 55 relativ zueinander sind die beiden an einem Schenkel 49 in Längsrichtung hintereinander und beabstandet zueinander angeordneten Piercingspitzen 37 in einer quer zu der Längsrichtung verlaufenden Querrichtung, d.h. parallel zu Anordnungsrichtung 18, um einen Versatz S zueinander versetzt. Der Versatz S kann dabei in einer ähnlichen Größenordnung liegen wie beispielsweise herstellungsbedingte Positionierungstoleranzen der Zugträger 17 innerhalb des Riemens 5. Typischerweise können solche Positionierungstoleranzen im Bereich von 0,3 mm bis 0,7 mm liegen.

Aufgrund der versetzt zueinander angeordneten Piercingspitzen 37 an ein und demselben Schenkel 49 eines Kontaktelements 39 kann sichergestellt werden, dass im montierten Zustand des Anschlusselements 3 zumindest eine dieser Piercingspitzen 37 einen zugeordneten Zugträger 17 des Riemens 5 in gewünschter Weise mechanisch und elektrisch kontaktiert.

Unter Bezugnahme auf die Fig. 9(a) bis (c) werden nun Einzelheiten betreffend ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Montieren eines Anschlusselements 3 an einen Riemen 5 beschrieben.

Wie in Fig. 9(a) dargestellt, wird zunächst das Unterteil 11 des Rahmens 7 an eine in der Figur nach unten gerichtete Oberfläche 57 des Riemens 5 angelegt. Das Unterteil 11 weist dabei an seiner hin zu dem Riemen 5 gerichteten Oberfläche eine Kontur auf, die im Wesentlichen komplementär zu der Profilierung 21 des Riemens 5 ist. Die nach unten gerichtete Oberfläche 57 des Riemens 5 kann somit an der nach oben gerichteten Oberfläche des Unterteils 11 weitgehend flächig anliegen.

In der vergrößert dargestellten Teilansicht aus Fig. 9(a) ist das Verrastungsgegenstück 27 des Doppelverrastungselements 29 dargestellt. In einer Vertieiung 65 am seitlichen Rand des Unterteils 11 sind dabei zwei Zapfen 61, 63 in verschiedenen Abständen zur einer nach oben gerichteten Oberfläche 67 des Unterteils 11 in diesem Randbereich ausgebildet. Anschließend wird, wie in Fig. 9(b) dargestellt, das Oberteil 9 an eine in der Figur nach oben gerichtete Oberfläche 59 des Riemens 5 angelegt. Eine hin zu dem Riemen 5 gerichtete Oberfläche des Oberteils 9 ist dabei ebenso wie die gegenüberliegende Oberfläche 59 des Riemens 5 eben, sodass das Oberteil 9 im Wesentlichen flächig an dem Riemen 5 anliegen kann.

Allerdings ragen aus dem Oberteil 9 Bereiche der darin aufgenommenen Kontaktelemente 39, das heißt insbesondere deren Piercingspitzen 37, in Richtung der nach oben gerichteten Oberfläche 59 des Riemens 5. In diesem vormontierten Zustand liegen daher zunächst nur die Spitzen dieser abragenden Bereiche der Kontaktelemente 39 an der Oberfläche 59 des Riemens 5 an, wohingegen die Oberfläche des Oberteils 9 noch beabstandet zu der Oberfläche 59 des Riemens 5 verbleibt.

Um den Rahmen 7 in diesem vormontierten Zustand zumindest provisorisch an dem Riemen 5 fixieren zu können, ist an den seitlichen Rändern des Oberteils 9 jeweils eine hin zu dem Unterteil 11 gerichtete Verrastungslasche 25 vorgesehen (siehe vergrößerte Teilansicht aus Fig. 9(b)). Diese Verrastungslasche 25 hintergreift mit einer lateralen Abragung 69 den seitlich an dem Unterteil 11 abragenden ersten Zapfen 61, sodass das Oberteil 9 mithilfe des Doppelverrastungselements 29 in einer ersten Verrastposition, d.h. in einem vorverrasteten Zustand, an dem Unterteil 11 gehalten ist.

Es wird daraufhingewiesen, dass prinzipiell auch zuerst das Oberteil 9 an dem Riemen 5 angeordnet werden kann und anschließend erst das Unterteil 11 an einer entgegen gesetzten Seite des Riemens 5 angeordnet und gegebenenfalls mit dem Oberteil 9 vorverrastet werden kann.

Nachdem das Oberteil 9 und das Unterteil 11 in den vormontierten Zustand an entgegengesetzten Seiten des Riemens 5 angeordnet wurden, werden das Oberteil 9 und das Unterteil 11 dann mit einer erheblichen Kraft im Bereich von einigen hundert Newton bis hin zu etlichen Kilonewton hin zueinander gepresst. Dies ist in Fig. 9(c) mittels der die zusammenpressende Kraft veranschaulichenden Pfeile 71 dargestellt.

Aufgrund dieser Kraftausübung werden die von dem Oberteil 9 abragenden Piercingspitzen 37 der Kontaktelemente 39 in das Matrixmaterial 19 des Riemens 5 und letztendlich jeweils bis in einen der Zugträger 17 in dem Riemen 5 gepresst.

Simultan mit dem Einpressen der Piercingspitzen 37 in den Riemen 5 wird die Verrastungslasche 25 des Oberteils 9 weiter nach unten hin zu dem Unterteil 11 geschoben, bis sie mit ihrer Abragung 69 den an dem Unterteil 11 seitlich abragenden zweiten Zapfen 63 hintergreift. Nach dem Zusammenpressen ist somit das Oberteil 9 mithilfe der Doppelverrastungselemente 29 endgültig montiert in einer zweiten Verrastposition, das heißt in einem endverrasteten Zustand, an dem Unterteil 11 gehalten.

Um das Oberteil 9 und das Unterteil 11 ergänzend aneinander zu sichern, können an dem Rahmen 7 zusätzlich ein oder mehrere Verschraubungselemente 83 (in Fig. 9(c) lediglich schematisch wiedergegeben) vorgesehen sein. Die Verschraubungselemente 83 können als Schrauben, gegebenenfalls ergänzt durch Unterlegscheiben oder Unterlegbleche, ausgebildet sein, welche beispielsweise durch Durchgangslöcher 85 in dem Oberteil 9 und/oder dem Unterteil 11 hindurch reichen und diese miteinander verschrauben.

Um das Oberteil 9 und das Unterteil 11 des Rahmens 7 während des genannten Zusammenpressens hin zueinander möglichst parallel zueinander halten zu können, kann das Zusammenpressen mithilfe von Parallelzangen 73, 75 durchgeführt werden, wie sie beispielhaft in den Fig. 10(a) und (b) dargestellt sind. Solche Parallelzangen 73, 75 können durch manuelles Verlagern von Hebeln 77 betätigt werden, woraufhin ein Backen-Mechanismus 79 zwei zueinander parallel verlaufende Pressoberflächen 81 parallel zueinander verbleibend hin zueinander presst.

Fig.11 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer vereinfachten Ausführungsform des Anschlusselements mit einem Oberteil 9 im Querschnitt. Ein Unterteil fehlt in dieser Ausführungsform. Das Oberteil 9 weist in diesem Ausführungsbeispiel Sicherungsmittel in Form einer teilweise hinter-greifende Klammer auf. Diese fixiert den Riemen 5 am Oberteil 9.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie„aufweisend“,„umfassend“, etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie„eine“ oder„ein“ keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei daraufhingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.