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Title:
CUTTING CHAMBER HOUSING FOR AN UNDERWATER PELLETIZER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/063123
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a cutting chamber housing (2) for an underwater pelletizer (1) having an inlet (3) for cooling fluid and an outlet (4) for cooling fluid with pellets. The cutting chamber housing (2) encloses a cutting device (5) having a rotary drive (6) and a cutting head (7) with rotating cutting knives (8) and an extrusion head (25) having a perforated plate (9) for outputting molten plastic formed into strands. The output direction of the plastic and the axis of rotation (6) of the cutting device (5) are oriented horizontally. The inlet direction of the cooling fluid and the outlet direction of the cooling fluid with pellets are oriented virtually vertically. The cutting chamber housing (2) has a stationary vertically upper housing half (11) and a movable vertically lower housing half (12) along a separation plane (13) arranged at an oblique angle with regard to a horizontally oriented output direction of the plastic, said separation plane (13) extending, as seen in side view of the cutting chamber housing (2), obliquely in the longitudinal direction of the cutting chamber housing (2) or, as seen in front view of the perforated plate (9), obliquely in the transverse direction of the cutting chamber housing (2).

Inventors:
FISCHER FLORIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/000449
Publication Date:
April 04, 2019
Filing Date:
September 25, 2018
Export Citation:
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Assignee:
MAAG AUTOMATIK GMBH (DE)
International Classes:
B29B9/06; B29C48/00
Foreign References:
GB2017571B1982-08-18
US20140087047A12014-03-27
US5215763A1993-06-01
DE102009057781A12011-06-16
EP0541815A11993-05-19
JP2001105429A2001-04-17
GB849935A1960-09-28
DE102006000491B42015-04-09
DE29624638U12006-03-02
Attorney, Agent or Firm:
SPRANGER, Stephan (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Schneidkammergehäuse für Unterwassergranulierer (1) mit einem Einlass (3) für Kühlfluid und einem Auslass (4) für Kühlfluid mit Granulat, wobei das Schneidkammergehäuse (2) weiterhin eine Schneidvorrichtung (5) mit einem Rotationsantrieb (6) und einem Schneidkopf (7) mit rotierenden Schneidmessern (8) und einem Extrusi- onskopf (25) mit Lochplatte (9) für einen Austritt von strangförmig geformten, geschmolzenem Kunststoff umschließt, wobei die Austrittsrichtung des Kunststoffs und die Rotationsachse (10) der Schneidvorrichtung (5) horizontal ausgerichtet sind, und die Einlassrichtung des Kühlfluids und die Auslassrichtung des Kühlfluids mit Granulat senkrecht ausgerichtet sind,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Schneidkammergehäuse (2) eine feststehende vertikal obere Gehäusehälfte (11) und eine bewegbare vertikal untere Gehäusehälfte (12) entlang einer schrägwinklig in Bezug auf eine horizontal ausgerichtete Austrittsrichtung des Kunststoffs angeordnete Trennfläche (13) aufweist, welche in Seitenansicht des Schneidkammergehäuses (2) gesehen schräg in Längsrichtung des Schneidkammergehäuses (2) oder in Frontalansicht der Lochplatte (9) gesehen schräg in Querrichtung des Schneidkammergehäuses (2) verläuft, so dass das Schneidkammergehäuse (2) entlang der Trennfläche (13) zumindest nach unten zu öffnen ist.

2. Schneidkammergehäuse nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Trennfläche (13) gegenüber der Austrittsrichtung von schräg unten unterhalb des Bereichs der Lochplatte (9) nach schräg oben oberhalb des Bereichs des Rotationsantriebs (6) oder gegenüber der Austrittsrichtung von schräg oben oberhalb des Bereichs der Lochplatte (9) nach schräg unten unterhalb des Bereichs des Rotationsantriebs (6) verläuft.

3. Schneidkammergehäuse nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Trennfläche (13) in Frontalansicht der Lochlatte (9) gesehen von links oder rechts oben schräg nach rechts bzw. links unten verläuft.

4. Schneidkammergehäuse nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Trennfläche (13) entlang einer Diagonalen (14) des Schneidkammergehäuses (2) verläuft, die gegenüber der Austrittsrichtung von schräg unten unterhalb des Bereichs der Lochplatte (9) nach schräg oben oberhalb des Bereichs des Rotationsantriebs (6) verläuft.

5. Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die untere bewegbare Gehäusehälfte (12) über wenigstens ein Schwenkgelenk (15) mit der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) schwenkbar verbunden ist.

6. Schneidkammergehäuse nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) und der unteren bewegbaren Gehäusehälfte (12) das Schwenkgelenk (15) derart angeordnet ist, dass dessen Schwenkachse (16) horizontal und oberhalb des Bereichs des Rotationsantriebs (6) angeordnet ist und rechtwinklig zur Austrittsrichtung der Kunststoffschmelze aus der Lochplatte (9) ausgerichtet ist.

7. Schneidkammergehäuse nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) und der unteren bewegbaren Gehäusehälfte (12) das Schwenkgelenk (15) angeordnet ist, dessen Schwenkachse (16) entlang der schrägen Trennfläche auf einem vorderen oder hinteren Begrenzungsrand (18, 19) des Schneidkammergehäuses (2) angeordnet ist.

8. Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die untere bewegbare Gehäusehälfte (12) über wenigstens ein Drehgelenk mit der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) drehbar verbunden ist.

9. Schneidkammergehäuse nach Anspruch 6 bis Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Schwenkgelenk (15) zwei entlang der Schwenkachse (16) ausgerichtete Drehgelenke aufweist.

10. Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass die untere bewegbare Gehäusehälfte (12) mittels Gleitelementen auf Gleitschienen (17) der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) verschiebbar verbunden ist.

11. Schneidkammergehäuse nach Anspruch 10,

dadurch gekennzeichnet, dass

die obere feststehenden Gehäusehälfte (11) im Bereich der schrägen Trennfläche (13) auf dem vorderen oder hinteren Begrenzungsrand (18,19) des Schneidkammergehäuses (2) jeweils eine vordere und hintere Gleitschiene (17) aufweist, und an der unteren bewegbaren Gehäusehälfte (12) Gleitelemente angeordnet sind, die mit den Gleitschienen (17) verschiebbar in Eingriff stehen.

12. Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die untere bewegbare Gehäusehälfte (12) mittels Klinkenelementen (20) mit der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) einklinkbar verbunden ist.

13. Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die untere bewegbare Gehäusehälfte (12) mittels linearem Bajonettverschluss entlang der schrägen Trennfläche (13) mit der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) verriegelbar verbunden ist.

14. Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

der Einlass (3) für Kühlfluid und der Auslass (4) für Kühlfluid mit Granulat, an der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) angeordnet sind.

15. Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Schneidvorrichtung (5) mit dem Rotationsantrieb (6) und der Schneidkopf (7) mit rotierenden Schneidmessern (8) an der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) angeordnet sind, wobei der Rotationsantrieb (6) teilweise aus der oberen feststehenden Gehäusehälfte (11) nach unten aus der Trennfläche (13) herausragt.

16. Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die untere bewegbare Gehäusehälfte (12) Umlenkstrukturen aufweist, die das aus dem am feststehenden Gehäuse (11) angeordneten Einlass (3) beabstandet zum Schneid- . köpf (7) senkrecht von oben in das Schneidkammergehäuse (2) eintretende Kühlfluid in eine schraubenförmige Zirkulation zwischen oberer und unterer Gehäusehälfte (11, 12) überführt und auf den Schneidkopf (7) zuführt und in den senkrecht nach oben oberhalb des Schneidkopfes (7) an dem feststehenden Gehäuse (11) angeordneten Auslass (4) des ühlfluids mit Granulat senkrecht nach oben umlenkt.

Schneidkammergehäuse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die untere und obere Gehäusehälfte (11, 12) Druckgussmaterial einer Metalllegierung aufweisen.

Description:
Schneidkammergehäuse für Unterwassergranulator

Die Erfindung betrifft ein Schneidkammergehäuse für einen Unterwassergranulator mit einem Einlass für Kühlfluid und einem Auslass für Kühlfluid mit Granulat, wobei das Schneidkammergehäuse weiterhin eine Schneidvorrichtung mit einem Rotationsantrieb und einem Schneidkopf mit rotierenden Schneidmessern und einen Extrusionskopf mit Lochplatte für einen Austritt von strangförmig geformten, geschmolzenem Kunststoff umschließt, wobei die Austrittsrichtung des Kunststoffs und die Rotationsachse der Schneidvorrichtung horizontal bzw. im Wesentlichen horizontal, d.h. mit Abweichung von der Horizontalen im einstelligen Winkelgradbereich, ausgerichtet sind und die Einlassrichtung des Kühlfluids und die Auslassrichtung des Kühlfluids mit Granulat senkrecht bzw. senkrecht dazu ausgerichtet sind.

Ein derartiges Schneidkammergehäuse ist aus der Druckschrift DE 10 2006 000 491 B4 bekannt. Dazu offenbart die Druckschrift einen Unterwassergranulator, der eine Düsen aufweisende Lochplatte besitzt, durch die zu verarbeitendes geschmolzenes Material in horizontaler Richtung extrudiert wird. Eine Schneidvorrichtung zum Schneiden des von den Düsen in horizontaler Richtung extrudierten thermoplastischen Kunststoffmaterials zu Granulaten wird in dem Schneidkammergehäuse bereitgestellt. Dazu weist die Schneidvorrichtung eine horizontal ausgerichtete Rotationsachse auf, wobei die abgeschnittenen Granulate durch ein Kühlfluid, das vertikal zur Austrittsrichtung von einem vertikal unten in Bezug auf die horizontale Rotationsachse angeordneten Einlass des Kühlfluids zu einem vertikal oberen Auslass des Kühlfluids mit den Granulaten strömt. Dazu weist das Schneidkammergehäuse in einer Vorderansicht gesehen eine kreisförmige Form auf, und der Einlass zum Einbringen von Kühlfluid in das Schneidkammergehäuse sowie der Auslass zum Abgeben des Kühlfluids mit dem Granulat aus dem Innern des Schneidkammergehäuses nach außen weisen gemäß der Druckschrift DE 10 2006 000 491 B4 eine divergierende Form auf, damit das Kühlmedium zu der Lochplatte im Innern des Schneidkammergehäuses geführt wird.

Ein derartiges Schneidkammergehäuse bildet einen kompakten rohrförmig horizontal ausgerichteten Behälter, der keinerlei Möglichkeiten bietet, in der Anlaufphase der Unterwasser- granulierung oder in der Anlaufphase des strangförmigen ausströmenden. Kunststoffes aus der Lochplatte in den Prozess einzugreifen bis ein thermisches Gleichgewicht zwischen strangförmig ausströmender Kunststoffschmelze aus der Lochplatte und der Ausbildung von Granulaten durch die rotierenden Schneidmesser der Schneidvorrichtung erreicht ist. Weiterhin zeigt die Druckschrift DE 296 24 638 Ul ein Schneidkammergehäuse, wie es Figur 7 als Stand der Technik im Detail zeigt. Auch in diesem Fall bildet ein horizontal ausgerichteter Rohransatz 22 das Schneidkammergehäuse 2, an das über einen Ringflansch 21 ein nicht gezeigter Rotationsantrieb angeflanscht ist. Orthogonal zu dem horizontal ausgerichteten Rohransatz 22 weist das bekannte Schneidkammergehäuse 2 einen rohrförmigen Einlass 23 für das Kühlfluid auf, der senkrecht von unten zu der Austrittsrichtung des Kunststoffs aus der Lochplatte 9 eines Extrusionskopfes 25 ausgerichtet ist, so dass das Kühlfluid den Messerträger bzw. dessen Achse dort umströmt und vertikal nach oben zu einem rohrförmigen Auslass 24 für das Kühlfluid mit Granulat strömen kann.

Wie Figur 7 deutlich zeigt, ist auch hier das Schneidkammergehäuse 2 eine kompakte zusammengeschweißte Kreuzung von Rohransätzen, die den horizontalen Rohransatz 22 des Schneidkammergehäuses 2 und die zusätzlich dazu senkrecht angeordneten Rohransätze für den rohrförmigen Einlass 23 und den rohrförmigen Auslass 24 des Schneidkammergehäuses 2 bilden. Diese kompakte Ausbildung des Schneidkammergehäuses 2 lässt einen Eingriff in das Verfahren während der Anlaufphase unter Ausbildung von strangförmiger Kunststoffschmelze in der Lochplatte 9 und der darauf folgenden Granulierung durch die Schneidvorrichtung 5 nicht zu, da das Schneidkammergehäuse 2 eine feststehende Zuordnung darstellt zwischen horizontalem Austritt der Kunststoffschmelze aus der Lochplatte 9 und dem vertikalen Auslass 24 der abgeschnittenen Granulate mittels der vertikalen Strömung des Kühlfluids von unten nach oben.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schneidkammergehäuse zu schaffen, das die Möglichkeit bietet, sowohl in der Anlaufphase der strangförmigen Schmelzebildung in der Lochplatte als auch in der Anlaufphase der Granulierung durch Stränge am Ausgang der Lochplatte zu Granulaten einzugreifen, bis ein stabiler Prozessablauf gewährleistet werden kann und damit die Nachteile im Stand der Technik überwunden werden. Da durch den kompakten Aufbau des Schneidkammergehäuses bisher jeweils eine verhältnismäßig lange Anlaufphase durchzuführen ist, bis konstante Eigenschaften des Extrudats und ein stabiler Granulierprozess erreicht wird, ist es auch Aufgabe der Erfindung, dass die Anlaufphase bei der Unterwassergranulation wirtschaftlicher durchführbar wird. Schließlich soll für Inspektions-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten die Zugänglichkeit zu der Schneidvorrichtung 5 und zu dem Rotationsantrieb 6 und Antriebswelle 34 verbessert und die Arbeitszeiten für Inspektions-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten verkürzt werden.

Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich mit den Merkmalen der abhängigen Ansprüche des anliegenden Anspruchssatzes. Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung betrifft ein Schneidkammergehäuse für einen Unterwassergranulator mit einem Einlass für Kühlfluid und einem Auslass für ühlflu- id mit Granulat. Das Schneidkammergehäuse umschließt eine Schneidvornchtung mit einem Rotationsantrieb und einem Schneidkopf mit rotierenden Schneidmessern. In das Schneidkammergehäuse ragt ein Extrusionskopf mit einer Lochplatte hinein. Aus der Lochplatte tritt ein strangförmig geformter, geschmolzener Kunststoff in einer horizontalen Austrittsrichtung heraus, der von den rotierenden Schneidmessern des rotierenden Schneidkopfes mit horizontal bzw. im Wesentlichen horizontal, d.h. mit Abweichung von der Horizontalen im einstelligen Winkelgradbereich, ausgerichteter Rotationsachse granuliert wird, dabei sind die Einlassrichtung des Kühlfluids und die Auslassrichtung des Kühlfluids mit Granulat senkrecht bzw. senkrecht dazu, d.h. senkrecht zur Austrittsrichtung der Kunststoffschmelze, bzw. im Wesentlichen senkrecht, d.h. mit Abweichung von der Senkrechten im einstelligen Winkelgradbereich, ausgerichtet. Das Schneidkammergehäuse weist eine feststehende vertikal obere Gehäusehälfte und eine bewegbare vertikal untere Gehäusehälfte entlang einer schrägwinklig in Bezug auf eine horizontal ausgerichtete Austrittsrichtung des Kunststoffs angeordnete Trennfläche auf. Die Trennfläche verläuft in Seitenansicht des Schneidkammergehäuses gesehen schräg in Längsrichtung des Schneidkammergehäuses oder in Frontalansicht der Lochplatte gesehen schräg in Querrichtung des Schneidkammergehäuses. Das Schneidkammergehäuse ist so entlang der Trennfläche zumindest nach unten zu öffnen.

Die Trennfläche kann also gegenüber der Austrittsrichtung von schräg unten unterhalb des Bereichs der Lochplatte nach schräg oben oberhalb des Bereichs des Rotationsantriebs oder gegenüber der Austrittsrichtung von schräg oben oberhalb des Bereichs der Lochplatte nach schräg unten unterhalb des Bereichs des Rotationsantriebs oder in Frontalansicht der Lochlatte gesehen von links oder rechts oben schräg nach rechts bzw. links unten verlaufen.

Die Trennfläche kann als ein- oder mehrteilige Trennebene, gegebenenfalls mit unterschiedlich geneigten Ebenenabschnitten, oder als zumindest teilweise gekrümmte Fläche, z.b. konkav oder konvex oder mit konkaven oder konvexen Abschnitten ausgebildet sein.

Ein derartiges Schneidkammergehäuse hat den Vorteil, dass entlang der Trennfläche die vertikal untere bewegbare Schneidkammergehäusehälfte sowohl für die Anlaufphase der Austrittsströmung von Kunststoffschmelze aus der Lochplatte als auch die Anlaufphase des eigentlichen Granulierens durch Öffnen des Schneidkammergehäuses verkürzt werden kann, weil nicht einsetzbares Kunststoffmaterial in der Anlaufphase aus der feststehenden vertikal oberen Schneidkammergehäusehälfte frei nach unten ausströmen kann, bis ein kontinuierlicher Schmelzefluss und ein kontinuierliches Granulieren erreicht ist. Darüber hinaus kann nach Wegschwenken und/oder Entfernen der bewegbaren unteren Schneidkammergehäusehälfte für Inspektions-, Wartungs- und Instandhaltungszwecke die Zugänglichkeit zu den von dem Schneidkammergehäuse umschlossenen Komponenten des Unterwassergranulators vereinfacht und wirtschaftlich verbessert werden. Die erfindungsgemäß schrägwinklige Ausrichtung der Trennebene ergibt eine entsprechend geformte obere bzw. untere Gehäusehälfte, welche durch die entsprechend schräg verlaufenden Kanten entlang der Trennebene zusätzliche Versteifung der Seitenbereiche erfahren, was deren Handhabbarkeit verbessert, da dadurch ein Verwinden der jeweiligen Gehäusehälfte in sich verhindert wird.

In einer Ausführungsform verläuft die Trennfläche, wie bereits erwähnt, entlang einer Diagonalen des Schneidkammergehäuses, die gegenüber der Austrittsrichtung der Kunststoffschmelze von schräg unten unterhalb des Bereichs der Lochplatte nach schräg oben oberhalb des Bereichs des Rotationsantriebs verläuft. Diese diagonale Lösung hat den Vorteil, dass an mehreren Seitenrändern in Bezug auf die Trennfläche einerseits Abdichtmöglichkeiten geschaffen werden können und andererseits entfernbare oder bewegbare Verbindungselemente zwischen dem oberen festen Gehäuse und dem unteren beweglichen Gehäuse angebracht werden können.

Die Variationsmöglichkeiten des Verlaufs der schrägwinklig verlaufenden Trennfläche sind derart vielfältig, dass nicht jede der Möglichkeiten durch einen entsprechenden Anspruch belegt werden kann. In einer der möglichen Ausführungsformen ist die untere bewegbare Gehäusehälfte über wenigstens ein Schwenkgelenk mit der oberen feststehenden Gehäusehälfte schwenkbar verbunden. Da bei einem quaderförmigen Schneidkammergehäuse vier Randseiten durch die Trennfläche bestimmt werden, sind allein dadurch vier Varianten möglich, ein seitliches Schwenkgelenk anzubringen.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen der oberen feststehenden Gehäusehälfte und der unteren bewegbaren Gehäusehälfte das Schwenkgelenk derart angeordnet, dass dessen Schwenkachse horizontal und oberhalb des Bereichs des Rotationsantriebs angeordnet ist und rechtwinklig zur Austrittsrichtung der Kunststoffschmelze aus der Lochplatte ausgerichtet ist. Mit einem derartigen Schwenkgelenk kann die untere bewegbare Gehäusehälfte nach unten ausschwingen, ohne von dem Rotationsantrieb behindert zu werden. Die senkrecht untere Schneidkammergehäusehälfte kann um die horizontale Achse weg von der feststehenden Gehäusehälfte bewegt werden und von einem schmalen Spalt bis zu einer vollen Öffnungsbreite der Trennfläche zwischen feststehender oberen Gehäusehälfte und bewegbarer unteren Gehäusehälfte variieren. Beim Schließen des Schneidkammergehäuses durch Zusammenführen von unterer Gehäusehälfte mit oberer Gehäusehälfte wird gleichzeitig durch entsprechende Dichtungseinlagen in den Rändern der beiden Gehäusehälften entlang der Trennfläche das Schneidkammergehäuse gegen Kühlfluidverlust abgedichtet. Auch eine Anordnung der Schwenkachse beispielsweise horizontal und unterhalb des Bereichs des Rotationsantriebs ist möglich. Auch eine Anordnung der Schwenkachse beispiels- weise vertikal oder im Bereich oberhalb oder unterhalb des Bereichs der Lochplatte kann möglich sein.

Anstelle einer horizontalen Ausrichtung der Schwenkachse oberhalb des Rotationsantriebs ist es in einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, dass zwischen der oberen feststehenden Gehäusehälfte und der unteren bewegbaren Gehäusehälfte das Schwenkgelenk so angeordnet ist, dass dessen Schwenkachse entlang der schrägen Trennfläche auf einem vorderen oder einem hinteren Begrenzungsrand des Schneidkammergehäuses angeordnet ist. Bei einem quaderförmigen Schneidkammergehäuse ist die Anbringung einer Schwenkachse auf einem hinteren oder vorderen Begrenzungsrand kein Problem. Bei einer wannenförmigen Ausbildung des Schneidkammergehäuses kann dieses nur in dem Bereich erfolgen, in dem die vordere und die hintere Begrenzungswand geradlinig verlaufen. Dadurch wird die Länge der Schwenkachse zwar verkürzt, aber die Wirkung in Bezug auf das Öffnen und Schließen der bewegbaren Schneidkammergehäusehälfte wird nicht beeinflusst, da auch die halbe Schwenkachsenlänge ausreicht, um sicher die bewegbare Schneidkammergehäusehälfte mit der feststehenden oberen Schneidkammergehäusehälfte zu koppeln. Natürlich müssen auch hier Klemmelemente vorgesehen werden, um die beiden Gehäusehälften in den Randbereichen aufeinander zu pressen.

Eine weit größere Variantenbreite bietet eine Ausführungsform, bei der die untere bewegbare Gehäusehälfte über wenigstens ein Drehgelenk mit der oberen feststehenden Gehäusehälfte drehbar verbunden ist. Das Drehgelenk kann auf jedem Punkt der Randseiten entlang der Trennfläche zwischen oberem feststehenden Gehäuse und unterem bewegbaren Gehäuse angeordnet sein. Dabei ist lediglich zu berücksichtigen, dass das Drehgelenk mehrachsig ausgebildet sein sollte, um beweglich genug zu sein, den Rotationsantrieb bei Bedarf freizulegen.

In einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass das Schwenkgelenk zwei entlang der Schwenkachse ausgerichtete Drehgelenke aufweist. Diese beiden Drehgelenke, die entlang der Schwenkachse ausgerichtet sind, dienen praktisch als Schwenkgelenk und können entsprechend an äußeren Randseiten des Schneidkammergehäuses mit dem Vorteil angeordnet sein, dass sie nur punktweise im Bereich der jeweiligen Schwenkachse und nicht durchgängig wie ein Schwenkgelenk angeordnet sind.

In einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die untere bewegbare Gehäusehälfte mittels Gleitelementen mit Gleitschienen der oberen feststehenden Gehäusehälfte verschiebbar verbunden ist. Dazu ist es in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die obere feststehende Gehäusehälfte im Bereich der schrägen Trennfläche auf dem vorderen oder dem hinteren Begrenzungsrand des Schneidkammergehäuses jeweils eine vordere oder eine hintere Gleitschiene aufweist, und an der unteren bewegbaren Gehäuse- hälfte Gleitelemente angeordnet sind, die mit den Gleitschienen verschiebbar in Eingriff stehen.

Aufgrund des Rotationsantriebs ist ein Schieben entlang der Trennfläche nur begrenzt möglich, so dass diese Ausführungsform lediglich einen Spalt zwischen der oberen feststehenden Gehäusehälfte und der unteren bewegbaren Gehäusehälfte beim Verschieben der unteren bewegbaren Gehäusehälfte entlang der Trennfläche öffnet. Jedoch kann ein vertikal unterer Spalt ausreichen, um in der Anlaufphase der Austrittsströmung von Kunststoffschmelze aus der Lochplatte sowie auch in der Anlaufphase der Schneidvorrichtung das zunächst nicht für die Produktion verwertbare Anlaufmaterial über den Spalt nach unten abzuführen. Somit kann auch diese Ausführungsform der Erfindung die Anlaufphasen deutlich verkürzen.

Eine weitere Möglichkeit besteht mit der Ausführungsform, bei der vorzugsweise die untere bewegbare Gehäusehälfte mittels Klinkenelementen mit der oberen feststehenden Gehäusehälfte einklinkbar verbunden ist. Dazu weisen vorbereitend die Ränder sowohl der oberen feststehenden Gehäusehälfte als auch der unteren bewegbaren Gehäusehälfte Flansche auf, über welche die Klinkenelemente fixierend in Eingriff bringbar sind, so dass die Flansche in den Rändern der oberen und unteren Schneidkammergehäusehälften mittels entsprechender Dichtmaterialen zum einen mediendicht abgedichtet werden können und zum anderen für die Anlaufphasen von Lochplatte und Schneidvorrichtung voneinander nach Entfernen der Klinkenelemente getrennt werden können.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass die untere bewegbare Gehäusehälfte mittels linearem Bajonettverschluss entlang der schrägen Trennfläche mit der oberen feststehenden Gehäusehälfte verriegelbar verbunden ist.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind der Einlass für Kühlfluid und der Aus- lass für Kühlfluid mit Granulat an der oberen feststehenden Gehäusehälfte beabstandet angeordnet. Durch diese Anordnung entfällt in vorteilhafter Weise die Zuführung des Kühlfluids über eine bewegbare untere Gehäusehälfte, die damit keinen feststehenden Einlass aufweist und unabhängig von Einlass und Auslass bewegt werden kann.

Weiterhin ist es bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Schneidvorrichtung mit dem Rotationsantrieb und der Schneidkopf mit rotierenden Schneidmessern an der oberen feststehenden Gehäusehälfte angeordnet sind, wobei der Rotationsantrieb teilweise aus der oberen feststehenden Gehäusehälfte nach unten aus der Trennfläche herausragt. Dazu kann die obere Gehäusehälfte ein Verbindungselement aufweisen, mit dem der Rotationsantrieb in einer feststehenden, aber abnehmbaren Position gehalten wird. Dadurch wird die Konstruktion der unteren Schneidkammergehäusehälfte wesentlich vereinfacht. Darüber hinaus kann in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung die untere bewegbare Gehäusehälfte Umlenkstrukturen aufweisen, die das aus dem an der feststehenden oberen Gehäusehälfte angeordneten Einlass beabstandet zum Schneidkopf senkrecht von oben in das Schneidkammergehäuse eintretende ühlfluid in eine schraubenförmige Zirkulation zwischen oberer und unterer Gehäusehälfte überführt und auf den Schneidkopf zuführt und in den senkrecht nach oben oberhalb des Schneidkopfes an dem feststehenden Gehäuse angeordneten Auslass des ühlfluids mit Granulat senkrecht nach oben umlenkt. Diese Umlen- kung kann durch eine wannenförmige Ausbildung des Schneidkammergehäuses erreicht werden. Zusätzlich können schraubenförmig angeordnete Umlenkbleche in der unteren Gehäusehälfte angeordnet sein, um die Umlenkung in einen Zirkularstrom des Kühlfluids zu unterstützen.

Weiterhin ist es in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die untere und obere Gehäusehälfte Druckgussmaterial einer Metalllegierung aufweisen, vorzugsweise eine Bronzealuminiumlegierung, die aufgrund des Aluminiumgehalts eine Aluminiumoxidhaut auf den Außenoberflächen bildet und damit in vorteilhafter Weise Korrosion und Oxidation durch das Kühlfluid, das vorzugsweise aus Wasser ist, verhindert.

Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.

Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Erfindung mit teilweise aufgeschnittenem wannenförmigen Schneidkammergehäuse im Querschnitt als Längsseitenansicht (FIGUR 1A) und Rückseitenansicht (FIGUR 1B);

Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung mit teilweise aufgeschnittenem quaderförmigen Schneidkammergehäuse im Querschnitt als Längsansicht (FIGUR 2A) und Rückseitenansicht (FIGUR 2B);

Figur 3A zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einem Schwenkgelenk zwischen oberer und unterer Schneidkammergehäusehälfte im Querschnitt als Längsseitenansicht und Rückseitenansicht;

Figur 3B zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 3A mit abgeschwenkter unterer Schneidkammergehäusehälfte im Querschnitt als Längsseitenansicht;

Figur 4A zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung mit verkürzter unterer und oberer Schneidkammergehäusehälfte, wobei die untere. Schneidkammergehäusehälfte als U-förmige Abdeckung ausgebildet ist, die von unten an die obere Schneidkam- mergehäusehälfte anbringbar und mittels Klemrtielementen fixierbar ist, im Querschnitt als Längsseitenansicht und Rückseitenansicht ;

Figur 4B zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 4A mit entfernter unterer Schneidkammergehäusehälfte, im Querschnitt als Längsseitenansicht und Rückseitenansicht;

Figur 5A zeigt eine noch andere Ausführungsform der Erfindung mit im Eingriff stehenden

Gleitschienen zwischen oberer und unterer Schneidkammergehäusehälfte, im Querschnitt als Längsseitenansicht und Rückseitenansicht;

Figur 5B zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 5A mit gegeneinander verschobenen oberen und unteren Schneidkammergehäusehälften, im Querschnitt als Längsseitenansicht und Rückseitenansicht;

Figur 6A zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit Klinkenelementen zwischen oberer und unterer Schneidkammergehäusehälfte, im Querschnitt als Längsseitenansicht und Rückseitenansicht;

Figur 6B zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 6A mit entfernten Klinkenelementen und entfernter unterer Schneidkammergehäusehälfte, im Querschnitt als Längsseitenansicht und Rückseitenansicht.

Figur 7 zeigt einen Unterwassergranulator mit Schneidkammergehäuse gemäß dem Stand der Technik.

Figur 1A zeigt eine Längsseitenansicht eines Unterwassergranulators 1 mit einem wannen- förmigen Schneidkammergehäuse 2, das teilweise im Querschnitt aufgeschnittenen ist, um zu zeigen, dass das Schneidkammergehäuse 2 eine Schneidvorrichtung 5 mit Schneidkopf 7 und an dem Schneidkopf 7 angeordneten Schneidmessern 8 umschließt. Ferner umschließt das in Figur 1A gezeigte Schneidkammergehäuse einen Rotationsantrieb 6 mit horizontal angeordneter Rotationsachse 10. Das wannenförmige Schneidkammergehäuse 2 wird durch eine Trennfläche 13 in eine vertikal obere feststehende Schneidkammergehäusehälfte 11 und eine vertikal untere bewegbare Schneidkammergehäusehälfte 12 aufgeteilt. Der Rotationsantrieb 6 hängt in dieser Ausführungsform der Erfindung an der oberen feststehenden Schneidkammergehäusehälfte 11 und ragt aus dieser oberen Schneidkammergehäusehälfte 11 nach unten heraus, wie es die gestrichelten Linien und die Trennfläche 13 in Figur 1A verdeutlichen. Dazu ist der Rotationsantrieb 6 über ein entfernbares Befestigungselement 26 an der oberen feststehenden Schneidkammergehäusehälfte 11 angeordnet. Ferner ist auf der oberen feststehenden Schneidkammergehäusehälfte 11 sowohl ein Einlass 3 für Kühlfluid als auch ein Auslass 4 für ühlfluid mit Granulaten angeordnet, die in der Längsseitenansicht der FIGUR 1A vertikal nach oben ausgerichtet sind.

Figur 1B ist eine Rückseitenansicht des in Figur 1A gezeigten Unterwassergranulators 1 mit wannenförmigem Schneidkammergehäuse 2. Wie diese Rückseitenansicht deutlich zeigt, ragt senkrecht aus dem wannenförmigen Schneidkammergehäuse 2 ein Einlass 3 für Kühlfluid heraus und ebenfalls vertikal ein Auslass 4 für Kühlfluid und Granulat. In der Rückseitenansicht der FIGUR 1B sind alternativ, wie die gestrichelten Linien zeigen, der Einlass 3' für Kühlfluid und der Auslass 4' für Kühlfluid mit Granulaten unter einem spitzen Winkel zueinander nahezu vertikal ausgerichtet. Durch die winklige Anordnung von Einlass 3' und Auslass 4' kann eine schraubenförmige Zirkulation des von oben einströmenden Kühlfluids von dem Einlass 3' in dem wannenförmigen Schneidkammergehäuse 2 in Richtung auf die Schneidvorrichtung 5 zusätzlich zu der als Umlenkstruktur 27 wirkenden wannenförmigen Ausbildung der unteren Gehäusehälfte 12 unterstützt werden.

Die wännenförmige Ausbildung des Schneidkammergehäuses der FIGUR 1A weist wie die FIGUR 1B zeigt nur teilweise geradlinige Randbereiche 28 in der Trennungsebene 13 auf, der Rest bildet eine gekrümmte Umlenkstruktur 27 aus.

Die untere Schneidkammergehäusehälfte 12 ist darüber hinaus vollkommen frei von Fluidzu- läufen und Fluidabläufen und bildet eine mehr oder weniger abnehmbare, verschiebbare oder wegschwenkbare untere Kappe. Die Vorteile einer derartigen unteren wegschwenkbaren, verschiebbaren oder abnehmbaren unteren Schneidkammergehäusehälfte 12 wurden bereits oben ausführlich erörtert, so dass sich eine Wiederholung an dieser Stelle in Bezug auf die Figur 1 erübrigt.

Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung mit teilweise aufgeschnittenem quaderförmigem Schneidkammergehäuse 2 im Querschnitt, und zwar als Längsansicht in Figur 2A und als Rückseitenansicht in Figur 2B. Komponenten der Figur 2 und weiterer Figuren mit gleichen Funktionen wie in Figur 1 werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert.

Der Unterschied zwischen der Ausführungsform gemäß Figur 1 und der in Figur 2 abgebildeten Ausführungsform ist am deutlichsten anhand der in Figur 2B gezeigten Rückseitenansicht zu erkennen. Durch die quaderförmige Ausbildung des Schneidkammergehäuses ergeben sich glatte geradlinige Randbereiche 28 entlang der Trennfläche 13. Diese geradlinigen Randbereiche 28 sind vorteilhaft geeignet, um beispielsweise mithilfe von Seitenflanschen die beiden Schneidkammergehäusehälften miteinander mediendicht zu verbinden. Gegenüber der Ausführungsform gemäß Figur 1, bei der die untere Gehäusehälfte halbkreisförmig ausgebildet ist und damit eine Zirkulation des über den Einlass 3 einströmenden Kühlfluids fördert, werden bei der Ausführungsform gemäß Figur 2 zur Stützung der Ausbildung eines zirkulierenden Kühlfluids in dem quaderförmigen Schneidkammergehäuse 2 zusätzlich nicht gezeigte Umlenkstrukturen vorgesehen. Außerdem kann durch ein paralleles Versetzen, wie es durch gestrichelte Linienführung in FIGUR 2B angedeutet wird, des Einlasses 3' für das Kühlmedium und des vertikal herausragenden Auslasses 4' für das Kühlmedium mit Granulaten die Zirkulation des Kühlmediums in dem Schneidkammergehäuse weiter unterstützt werden.

Figur 3A zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einem Schwenkgelenk 15 zwischen oberer und unterer Schneidkammergehäusehälfte 11 und 12. Dazu ist das Schwenkgelenk 15 am oberen Ende einer Diagonalen 14 als Trennfläche 13 des wannenförmigen Schneidkammergehäuses 2 angeordnet, wobei ihre Schwenkachse 16 horizontal und rechtwinklig zu der Austrittsrichtung des Kunststoffes aus der Lochplatte 9 oberhalb des Rotationsantriebs 6 ausgerichtet ist. Eine entsprechende Schwenkachse 16 kann an jedem geradlinigen Begrenzungsrand beispielsweise dem vorderen Begrenzungsrand 18 oder dem hinteren Begrenzungsrand 19, wie er in Figur 3A zu sehen ist, das Öffnen zwischen der oberen Gehäusehälfte 11 und der unteren Gehäusehälfte 12 auf einen Spalt begrenzen. Eine spaltweise Öffnung kann durchaus ausreichend sein, um in der Anlaufphase die Funktionalität der Lochplatte und der horizontal ausströmenden Kunststoffmasse sowie die Schneidfunktion der Schneidvorrichtung 5 zu prüfen, um diese Anlaufphasen gegenüber herkömmlichen Schneidkammergehäusestrukturen, wie es Figur 7 zeigt, zu verkürzen.

Figur 3B zeigt die Ausführungsform der Figur 3A mit abgeschwenkter unterer Schneidkammergehäusehälfte 12 um die horizontal ausgerichtete Schwenkachse 16 des Schwenkgelenks 15. Wie Figur 3B zeigt, kann mithilfe dieser Schwenk- oder Klappvorrichtung die untere bewegbare Gehäusehälfte 12 graduell entlang der Trennfläche 13 einen Spalt zwischen der oberen Schneidkammergehäusehälfte 11 und der unteren bewegbaren Schneidkammergehäusehälfte 12 von einer minimalen Spaltgröße bis zu einem vollständigen Wegschwenken der unteren Gehäusehälfte 12 ausgeführt werden.

Figur 4A zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung mit verkürzten unteren und oberen Schneidkammergehäusehälften 11 und 12, die von einer Rückwand 32 zusammengehalten werden. Die untere Schneidkammergehäusehälfte 12 ist als U-förmige Abdeckung ausgebildet, die von unten an die obere feststehende Schneidkammergehäusehälfte 11 anbringbar ist. Auf der Rückwand 32 des Schneidkammergehäuses 2 dieser Ausführungsform ist der Rotationsantrieb 6 außerhalb der Schneidkammer 2 angeordnet. Mittels Klemmelementen 29 auf den Randbereichen der Schneidkammergehäusehälften 11 und 12 entlang der Trennfläche 13 sind die Schneidkammergehäusehälften 11 und 12 mediendicht fixierbar. Dazu weisen die Randbereiche der Gehäusehälften 11 und 12 entlang der Trennfläche 13 Flanschbereiche 30 bzw. 30' auf, die von den Klemmelementen umfassbar sind, und wobei die Flanschbereiche Dichtelemente aufweisen.

Figur 4B zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 4A mit entfernter unterer Schneidkammergehäusehälfte 12. Die Schneidkammergehäusehälfte 12 ist eine abnehmbare Abdeckung, wobei der Randbereich zur Trennfläche 13 einen Flanschbereich 30' aufweist, der mit dem Flanschbereich 30 der oberen Gehäusehälfte 11 zusammenwirkt. An der oberen Gehäusehälfte 11 ist auch die Rückseite 32 des Schneidkammergehäuses 2 fixiert, die ihrerseits den außerhalb des Schneidgehäuses 2 fixierten Rotationsantrieb 6 trägt. Der Rotationsantrieb 6 ist über einen Wellenzapfen 33 und ein federelastisch vorgespannten Kopplungsglied 31 mit der Antriebswelle 34 eines selbst ausrichtenden und Schneidmesser 8 selbst justierenden Schneidkopfes 7, wie er z.B. aus der Druckschrift DE 296 24 638 Ul bekannt ist, verbunden. Mithilfe des Kopplungsglieds 31 kann der selbst justierende Schneidkopf 7 jederzeit bei entfernter unterer Gehäusehälfte 12 zu Inspektions-, Wartungs- und Instandsetzungszwecken dem Schneidkammergehäuse 2 entnommen werden.

Figur 5A zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung mit in Eingriff stehenden Gleitschienen zwischen oberer und unterer Schneidkammergehäusehälfte. Diese Gleitschienen können nur in einem geradlinigen Randbereich des Schneidkammergehäuses entlang der Trennfläche 13 auf einem vorderen Begrenzungsrand 18, wie es die Rückseitenansicht der Figur 5A zeigt, oder auf der hinteren geradlinigen Begrenzungsrand 19 angeordnet werden. Diese in Eingriff stehenden Gleitschienen 17 und 17' auf geradlinigen Bereichen der Begrenzungsränder 18 und 19 der oberen Schneidkammergehäusehälfte 11 bzw. der unteren Schneidkammergehäusehälfte 12 ermöglichen ein geradliniges Verschieben der Gleitschienen 17 und 17' gegeneinander, wobei die Gleitschiene 17 gleichzeitig eine feststehende Gleitschiene 17 auf der oberen feststehenden Gehäusehälfte 11 bildet, während die Gleitschiene 17' auch in Form von Gleitelementen auf der unteren bewegbaren Gehäusehälfte 12 ausgebildet sein kann.

Beim Verschieben der unteren Gehäusehälfte 12 gegenüber der oberen Gehäusehälfte 11 wird ein Spalt 35 im Bereich der Schneidvorrichtung 5 geöffnet, wie es Figur 5B zeigt. Die Breite dieses Spaltes 35 wird durch einen unteren Rand 36 des Rotationsantriebs 6 in der gezeigten Ausführungsform begrenzt. Die Begrenzung des Spalts 35 in einem unteren Bereich unterhalb des Schneidkopfes 7 hat den Vorteil, dass selbst unter Einströmen von Kühlfluid die Funktion der Lochplatte 9 mit dem horizontalen Austritt von Kunststoffschmelze bei geringem Kühl flu - idverlust aufrecht erhalten werden kann und die abgeschlagenen oder abgeschnittenen Granulate können in einer Anlaufphase nach unten durch den Spalt 35 abgeleitet und solange beobachtet werden, bis ein einwandfreies Gleichgewicht sowohl in thermischer Hinsicht als auch im Hinblick auf Produktionsstabilität gegeben ist. Figur 6A zeigt eine Ausführungsform der Erfindung mit Klinkenelementen 20 zwischen der oberen und der unteren Schneidkammergehäusehälfte 11 bzw. 12. In dieser Ausführungsform ist, wie es die Rückseitenansicht in Figur 6A zeigt, ein quaderförmiges Schneidkammergehäuse von Vorteil, da es geradlinige vordere und hintere Begrenzungsränder 18 bzw. 19 aufweist. Die geradlinigen vorderen und hinteren Begrenzungsränder 18 und 19 weisen an der oberen Schneidkammergehäusehälfte 11 Flanschbereiche 30 auf und an der unteren Gehäusekammerhälfte 12 Flanschbereiche 30' auf, die auf der vollen Länge der Begrenzungsränder 18 und 19 aufgrund der quaderförmigen Ausführung des Schneidkammergehäuses möglich sind. In dieser Ausführungsform sind auf jedem der Begrenzungsränder drei Klinkenelemente angeordnet, mit denen die Flanschbereiche 30 bzw. 30' mittels Einklinken der Klinkenelemente in die Flanschbereiche zusammengehalten werden.

Unter Ausklinken bzw. Öffnen der Klinkenelemente 20 kann die untere Gehäusehälfte 12 von der oberen Gehäusehälfte 11, wie es Figur 6B zeigt, entfernt werden, so dass das Austreten von Kunststoffschmelze aus der Lochplatte in der Anfangsphase kontrolliert werden kann und auch das Abschneiden bzw. Abschlagen von Granulaten durch die rotierende Schneidvorrichtung beobachtbar ist. Darüber hinaus können die Klinkenelemente zwei Zustände aufweisen. In einem ersten Zustand werden sie nur teilweise geöffnet, so dass ein minimaler Spalt entsteht, durch den in der Anlaufphase das nicht verwendbare Material der Kunststoffschmelze und der nicht gleichmäßig abgeschlagenen Granulate nach unten und seitlich zwischen der oberen Gehäusehälfte 11 und der unteren Gehäusehälfte 12 austreten können. Erst nach Ausklinken in einen zweiten Klinkenzustand der Klinkenelemente 20 ist das in Figur 6B gezeigte Abtrennen der unteren Gehäusehälfte 12 möglich.

Die vorliegende Offenbarung wurde zu Zwecken der Darstellung und Beschreibung vorgestellt, aber es ist nicht beabsichtigt, dass diese erschöpfend oder begrenzend sein soll. Viele Modifikationen und Variationen werden für den Fachmann dieser Technik naheliegend sein. Die beispielhaften Ausführungsformen sind ausgewählt, um die Prinzipien und die praktische Applikation zu beschreiben, und um andere mit fachmännischem Wissen des Standes der Technik in die Lage zu versetzen, die Offenbarung der unterschiedlichen Ausführungsformen mit unterschiedlichen Modifikationen zu verstehen, wie sie für den besonders betrachteten Gebrauch geeignet sind.

Somit ist es verständlich, dass diese Beschreibung, obgleich dargestellte beispielhafte Ausführungsformen hierin mit Referenz zu den begleitenden Zeichnungen beschrieben wurden, nicht-begrenzend ist und dass unterschiedliche andere Änderungen und Modifikationen dieser durch einen Fachmann der Technik eingesetzt werden können, ohne von dem Schutzum- fang und dem Geist der Offenbarung abzuweichen, der mit den anhängenden Ansprüchen definiert und beansprucht wird.

Bezugszeichenliste

Unterwassergranulator

Schneidkammergehäuse

Einlass für Kühlfluid

Auslass für Kühlfluid mit Granulat

Schneidvorrichtung

Rotationsantrieb

Schneidkopf

Schneidmesser

Lochplatte

Rotationsachse

feststehende vertikal obere Gehäusehälfte

bewegbare vertikal untere Gehäusehälfte

Trennfläche

Diagonale

Schwenkgelenk

Schwenkachse

Gleitschiene

vorderer Begrenzungsrand

hinterer Begrenzungsrand

Klinkenelement

Ringflansch

horizontaler Rohransatz

rohrförmiger Einlass des Kühlmediums

rohrförmiger Auslass mit Granulat

Extrusionskopf

Befestigungselement

Umlenkstruktur

geradliniger Randbereich

Klemmelement

,30' Flanschbereich

Kopplungsglied

Rückwand

Wellenzapfen

Antriebswelle

Spalt

unterer Rand des Rotationsantriebs