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Patent Searching and Data


Title:
DEBONING DEVICE AND METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1994/009634
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device and method designed to carry out the following operations: holding the limb (1) to be deboned, cutting off the middle joint (3), including the tendons attached to it, cutting off the end joint (5) and/or the far end (6) of the limb, including the tendons attached to them, gripping the limb (1) between a first (10) and a second (11) compression plate, compressing the meat on the limb (1) between the two plates (10, 11) and squeezing part of at least one bone (7, 8, 9) out through the plate and, pushing out the at least one bone (7, 8, 9) by means of a push rod (12, 13, 14).

Inventors:
SCHAARSCHMIDT MARTIN (DE)
Application Number:
PCT/EP1993/002922
Publication Date:
May 11, 1994
Filing Date:
October 22, 1993
Export Citation:
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Assignee:
SCHAARTEC GMBH & CO KG (DE)
SCHAARSCHMIDT MARTIN (DE)
International Classes:
A22C17/00; A22C17/04; A22C21/00; (IPC1-7): A22C17/04
Foreign References:
DE9214207U11993-07-15
US3296654A1967-01-10
US4377884A1983-03-29
US3412425A1968-11-26
NL8302495A1985-02-01
DE2047772A11972-03-30
US3470581A1969-10-07
US2893051A1959-07-07
EP0439780A11991-08-07
US3510908A1970-05-12
US4207653A1980-06-17
GB2124883A1984-02-29
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Entbeinen von Gliedmaßen (1) von Geflügel oder ähnlich gebauten Tieren, insbesondere zum Entbeinen von Flügeln und Keulen, mit einer Haltevorrichtung zum Einspannen der Gliedmaßen (1), einer ersten Schneideeinrichtung (2) zum Abtrennen eines Mittelgelenks (3) der Gliedmaßen (1), einer zweiten Schneideeinrichtung (4) zum Abtrennen von Endgelenken (5) und/oder Endbereichen (6) der Gliedmaßen, und einer Ausdrückvorrichtung zum Ausdrücken der Knochen (7, 8, 9) .
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung eine Abstreifmatrizeneinrich¬ tung zum Durchdrücken des Mittelgelenks (3) und zum Abstreifen des im Bereich des Mittelgelenks (3) befindlichen Fleisches und/oder der Haut umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Haltevorrichtung zum im wesentlichen parallelen Einspannen der Knochen (7, 8, 9) ausgebil¬ det ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste (2) und/oder zweite (4) Schneideeinrichtung eine Säge umfaßt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausdrückvorrichtung eine erste (10) und eine zweite (11) , zueinander im wesentlichen _ parallele Druckplatte umfaßt, welche unter Zwischen legung der Gliedmaßen (1) gegeneinander bewegbar sind, daß die erste Druckplatte (10) mit zu iidest einer Ausnehmung (15, 16, 17) zur Durchschiebung der Knochen (7, 8, 9) versehen ist und daß die zweite Druckplatte (11) Ausdrückmittel (12, 13, 14) für die Knochen (7, 8, 9) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausdrückmittel (12, 13, 14) zumindest eine Ausnehmung umfassen, welche in ihrer Lage der Lage des Knochens (7, 8, 9) zugeordnet ist, sowie einen durch die Ausnehmung durchführbaren Stößel (12, 13, 14).
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß zumindest eine der Druckplatten (10, 11) klemmzangenartig geteilt ausgebildet ist und mit Aus¬ nehmungen (15, 16, 17) zum Umgreifen der Knochen (7, 8, 9) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste (2) und die zweite (4) Schneideeinrichtung so ausgebildet sind, daß die Gelenke (3, 5) unter Trennung der Sehnen abgetrennt werden.
9. Verfahren zum Entbeinen von Gliedmaßen, insbesondere unter Verwendung der Vorrichtung nach einem der An¬ sprüche 1 bis 8, mit folgenden Verfahrensschritten: Halten der zu entbeinenden Gliedmaße (1) , Abtrennen des Mittelgelenk (3) inkl. der daran ange¬ wachsenen Sehnen, Abtrennen des Endgelenkbereichs (5) und/oder des Endbereichs (6) inkl. der daran angewachsenen Sehnen, Einspannen der Gliedmaßen (1) zwischen einer ersten (10) und einer zweiten (11) Druckplatte, Pressen des Fleisches der Gliedmaße (1) zwischen den Druckplatten (10, 11) und teilweises Ausschieben des zumindest einen Knochens (7, 8, 9) durch die Druck¬ platte, und Ausdrücken des zumindest einen Knochens (7, 8, 9) mittels eines Stößels (12, 13, 14). (Fig. 17).
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Abtrennen des Mittelgelenkbereichs (3) und/ oder des Endgelenks (5) das dort befindliche Fleisch mit der zugehörigen Haut in Richtung auf die Gliedmaße (1) abgestreift wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß nach dem Abtrennen des Mittelgelenkbe¬ reichs (3) die Gliedmaße (1) unter im wesentlichen paralleler Ausrichtung aller Knochen (7, 8, 9) gehal¬ tert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Abtrennen des Mittelge lenkbereichs (3) die Gliedmaße (1) separat bezüglich der beiden sich ergebenden Einzelstücke entbeint wird.
Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Entbeinβn

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Entbeinen von Gliedmaßen von Geflügel oder ähnlich gebauten Tieren, insbesondere zum Entbeinen von Flügeln und Keulen.

Aus dem Stand der Technik sind unterschiedlichste Vorrich¬ tungen und Verfahren bekannt, um den Entbeinvorgang zu auto¬ matisieren. Bei einer manuellen Entbeinung, d.h. bei einem manuellen Ablösen von Fleisch ist ein relativ hoher Arbeits¬ aufwand erforderlich. Weiterhin ist eine vollständige Ent¬ beinung meist nicht möglich,, so daß ein relativ hoher Pro¬ zentsatz an verwendbarer Fleischmasse an den Knochen ver¬ bleibt. Demgemäß liegt ein sehr niedriger Wirkungsgrad vor. Bei automatisch arbeitenden Verfahren und Vorrichtungen ist es erforderlich, die Vorgehensweise so zu wählen, daß mit einem möglichst geringen manuellen Aufwand eine schnelle, zuverlässige und sorgfältige Entbeinung stattfinden kann. Insbesondere bei kleinen Gliedmaßen, wie Geflügelkeulen oder Geflügel-Flügeln stellt dies einen hohen Aufwand dar.

Die aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen, welche für derartige Einsatzzwecke konzipiert sind, basieren zumeist auf einem technischen Grundprinzip, bei welchem bei dem Entbeinvorgang der Knochen aus dem Fleisch herausgezogen wird. So beschreibt beispielsweise die EP-Al-439 780 eine Vorrichtung, bei welcher die Gliedmaße an einem Ende gehal¬ ten wird, während das an dem anderen endseitigen Knochen anhaftende Fleisch abgestreift wird. Diese Vorgehensweise ist sehr fehlerbehaftet, da die gesamte Abstreifkraft von dem Mittelgelenk aufgefangen werden muß. Wenn dieses beschä¬ digt ist oder wenn einer der beiden anderen Knochen gebro¬ chen sind, ist es nicht möglich, den Entbeinvorgang durchzu¬ führen. Ein ähnliches Herausziehen ist auch aus der FR-A2-566 629 vorbekannt, hierbei findet nur eine teilweise

Entbeinung statt, da der herausragende Knochen beim.Verzehr zum Halten dienen soll.

Aus der EP-Al-402 647 ist es bekannt, bei Extremitäten von Geflügel oder dergleichen das Mittelgelenk in gestrecktem Zustand der Extremität auszustanzen und die Knochen seitlich herauszuzieher. Auch hierbei entsteht das Problem, daß bei einem gebrochenen Knochen ein vollständiges Herausziehen nicht sichergestellt ist, so daß stets Nachkontrollen erfor¬ derlich sind. Weiterhin werden die Knochen an den äußeren Gelenkköpfen gegriffen, so daß durch den Abstreif- bzw. Aus¬ ziehvorgang Sehnenteile oder Teile des Muskelgewebes mit abgezogen werden können.

Abgesehen von der Funktionssicherheit des Verfahrens ist es bei derartigen Entbein-Vorgängen wichtig, daß nur eine sehr geringe Zeitdauer für den Entbeinvorgang aufgewendet werden muß. Nur so sind die Vorrichtungen wirtschaftlich einsetz¬ bar.

Ein weiteres Problem stellt sich hinsichtlich der Stabilität des Knochengerüstes der zu entbeinenden Gliedmaßen. Insbe¬ sondere bei Mastgeflügel weisen die Knochen keine ausrei¬ chende Festigkeit auf. Hierdurch scheiden Vorgehensweisen aus, welche beim Entbeinen von anderen Tieren, wie etwa Schweinen oder Rindern bekannt sind. So ist es beispielswei¬ se nicht möglich, die Knochen in Längsrichtung zu trennen, um den Entbeinvorgang durchzuführen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, betriebssicherer Anwendbarkeit ein zuverläs¬ siges Entbeinen von Gliedmaßen ermöglichen. Hierbei sollen die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren sowohl bei Flügeln oder Keulen von Geflügel als auch bei vergleichbaren Gliedmaßen ähnlicher Tiere, wie bei-

s ielsweise Kaninchen, Schaafe etc. anwendbar sein.

Er indungsgemäß wird die Aufgabe hinsichtlich der Vorrich¬ tung durch eine Vorrichtung mit folgenden Merkmalen gelöst:

- Mit einer Haltevorrichtung zum Einspannen der Gliedmaßen,

- mit einer ersten Schneideeinrichtung zum Abtrennen eines Mittelgelenks der Gliedmaße,

- mit einer zweiten Schneideeinrichtung zum Abtrennen von Endgelenken und/oder Endbereichen der Gliedmaße, und

- mit einer Ausdrückvorrichtung zum Ausdrücken der Knochen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile aus. Das erfindungsgemäß zugrun¬ deliegende Prinzip beruht darin, die Knochen aus dem Fleisch der Gliedmaßen herauszudrücken. Da Knochen eine sehr hohe Druckfestigkeit aufweisen, können ausreichende Kräfte aufge¬ bracht werden, um die Knochen aus dem Fleisch herauszuschie¬ ben. Weiterhin besteht bei angebrochenen oder beschädigten Knochen keinerlei Problem, da selbst ein in zwei Teile zer¬ brochener Knochen betriebssicher ausgeschoben werden kann. Eventuell vorhandene Knochensplitter werden durch den vor¬ handenen Kanal ebenfalls entfernt. Da durch die erfindungs¬ gemäße Vorrichtung sowohl das Mittelgelenk als auch die End¬ gelenke und/oder Endbereiche der Gliedmaßen vor dem Aus¬ drücken entfernt werden, verbleibt lediglich ein im wesent¬ lichen gerades Knochenstück, welches problemlos entfernt werden kann. Durch das Abtrennen der Gelenke und/oder Endbe¬ reiche werden die jeweiligen Sehnen in betriebssicherer Weise entfernt. Auch dies ist sehr vorteilhaft, da keine Betriebsstörungen zu befürchten sind und da während des Ent¬ beinvorganges kein zusätzliches Fleisch zusammen mit dem Knochen entfernt wird.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß insbesondere auch die Speiche eines Flügels, bei-

spielsweise eines Hähnchens, jin zuverlässiger Weise entfernt werden kann. Gerade bei diesen sehr kleinen, nadelartigen Knochen ist es von besonderer Wichtigkeit, eine betriebs¬ sicher wirkende Vorrichtung bzw. ein entsprechendes Ver¬ fahren anzuwenden.

Weiterhin ist es besonders -vorteilhaft, daß die Erfindung ohne Änderungen für rechte und linke Gliedmaßen, d.h. rechte oder linke Flügel oder Keulen etc. anwendbar ist. Konstruk¬ tive oder verfahrenstechnische Änderungen sind nicht erfor¬ derlich. Auch hierdurch ergibt sich ein ganz wesentlicher Vorteil gegenüber dem Stand der Technik, da die vorbekannten Vorrichtungen stets entweder für rechte oder für linke Gliedmaßen gebaut werden müssen.

In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Haltevorrichtung eine Abstreifmatri- zeneinrichtung zum Durchdrücken des Mittelgelenkes und zum Abstreifen des im Bereich des Mittelgelenkes befindlichen Fleisches und/oder der diesbezüglichen Haut umfaßt. Insbe¬ sondere bei Hähnchenkeulen ist das Mittelgelenk (Kniegelenk) von einer relativ dicken Fleisch- bzw. Hautschicht über¬ deckt. Durch das Abstreifen dieser Fleisch- bzw. Hautschicht kann der Wirkungsgrad erheblich erhöht werden, da bei einem nachfolgenden Abschneiden oder Abtrennen des Mittelgelenkes dieses Fleisch an der Gliedmaße zurückbleibt.

Um die Gliedmaßen in einem Arbeitsgang einstückig bearbeiten zu können, kann es weiterhin sehr vorteilhaft sein, wenn die Haltevorrichtung so ausgebildet ist, daß die Knochen im we¬ sentlichen parallel eingespannt werden. Das bedeutet, daß beispielsweise ein Flügel oder eine Hähnchenkeule hinsicht¬ lich des Kniegelenks bzw. des Ellenbogengelenks entsprechend gebeugt wird, um die Knochen parallel zueinander ausrichten zu können. Durch diese Ausrichtung der Knochen ist es mög¬ lich, eine vollständige Entbeinung innerhalb weniger Ar-

beitsgäng€- durchzuführen. Alternativ hierzu können jedoch auch beispielsweise der Oberflügel und der Unterflügel in separaten Arbeitsgängen restlich entbeint werden, nach dem das Mittelgßlenk abgetrennt wurde.

Das Abtrennen der Gelenke bzw. der Gelenkköpfe erfolgt be¬ vorzugterweise mit einer Säge.

Erfindungsgemäß umfaßt die Ausdrückvorrichtung in einer vor¬ teilhaften Weiterbildung der Erfindung eine erste und eine zweite Druckplatte. Diese können unter Zwischenlegung des Fleisches der Gliedmaße gegeneinander bewegt werden. Somit wird das Fleisch gedrückt und komprimiert, so daß es zum einen eine höhere Festigkeit aufweist und zum anderen die in dem Fleisch befindlichen Knochen bereits etwas herausge¬ drückt werden. Hierdurch erleichtert sich das nachfolgende vollständige Ausdrücken der Knochen. Die erste Druckplatte ist mit Ausnehmungen zur Durchschiebung der Knochen ver¬ sehen, diese Ausnehmungen können in Form zylindrischer Boh¬ rungen ausgebildet sein, es ist jedoch auch möglich, das Einfädeln der Knochen dadurch zu erleichtern, daß die Aus¬ nehmungen trichterartig ausgestaltet sind.

Die zweite Druckplatte ist mit Ausdrückmitteln versehen, be¬ vorzugterweise in Form von Stößeln. Diese sind in Aus¬ nehmungen der zweiten Druckplatte geführt und so ausge¬ richtet, daß sie im wesentlichen der Lage der auszudrücken¬ den Knochen zugeordnet sind.

In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist vorge¬ sehen, daß zumindest eine der Druckplatten als Klemmzange ausgebildet ist, welche ebenfalls Ausnehmungen aufweist, um die Knochen zu umgreifen. Hierdurch kann wahlweise eine noch präzisere Halterung und Ausrichtung der Gliedmaße zu Beginn des Bearbeitungsvorganges erfolgen.

Bezüglich des erfindungsgemäßen Verfahrens sind folgende Arbeitsschritte vorgesehen:

- Halten der zu entbeinenden Gliedmäße,

- Abtrennen des Mittelgelenkbereichs inkl. der daran ange¬ wachsenen Sehnen,

- Abtrennen des Endgelenkbereichs un /oder des Endbereichs inkl. der daran angewachsenen Sehnen,

- Einspannen der Gliedmaße zwischen einer ersten und einer zweiten Druckplatte,

- Pressen des Fleisches der Gliedmaße zwischen den Druck¬ platten und teilweises Ausschieben des zumindest einen Knochens durch die Druckplatte,

- Ausdrücken des zumindest einen Knochens mittels eines Stößels.

Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich somit auch da¬ durch aus, daß die einzelnen Verfahrensschritte vollständig automatisch durchgeführt werden können. Manuelle Nacharbei¬ ten sind nicht erforderlich. Weiterhin ist ein hohes Maß an Betriebssicherheit gewährleistet. Während es manuell möglich ist, zwei Hähnchenkeulen oder Hähnchenflügel pro Minute zu entbeinen, ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren eine Steigerung auf ca. 40 Stück/min. Zusätzlich erhöht sich die Fleischausbeute um 2 % oder mehr.

Bedingt durch die einfache Ausgestaltung der erfindungsge¬ mäßen Vorrichtung bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Vorrichtung besonders einfach gereinigt und gewartet werden. Dies ist ein wesentlicher Vorteil der Erfindung.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei- spielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer zu entbeinenden

Gliedmaße, beispielsweise eines Hähnchenflügels,

Fig. 2 eine schematische des in Fig. 1 gezeigten Hähnchen¬ flügels nach abgetrenntem Mittelgelenk,

Fig. 3 eine sche atische Darstellung des Oberstücks gemäß Fig. 2,

Fig. 4 eine schematische Darstellung des in Fig. 3 gezeig¬ ten Oberstücks mit abgetrenntem Endgelenk,

Fig. 5 eine schematische Darstellung des in Fig. 4 gezeig¬ ten Zwischenprodukts zwischen zwei Druckplatten,

Fig. 6 eine Darstellung der in Fig. 5 gezeigten Anordnung nach dem Pressen des Fleisches,

Fig. 7 eine Darstellung, ähnlich Fig. 6, nach dem Ausdrük- ken der Knochen,

Fig. 8 eine schematische Darstellung des nach dem in Fig. 2 gezeigten Arbeitsschritts erhaltenen Unterflügels zwischen zwei Druckplatten,

Fig. 9 eine Darstellung, analog Fig. 6 des vorgepreßten Fleisches,

Fig. 10 eine Darstellung, ähnlich Fig. 9, nach Abtrennen des Endgelenks,

Fig. 11 eine Darstellung des nach Fig. 10 folgenden Arbeits¬ schrittes unter Darstellung des Ausdrückstößels,

Fig. 12 eine Darstellung der in Fig. 11 gezeigten Anordnung nach Ausdrücken des Knochens,

Fig. 13 eine weitere Darstellung, analog Fig. 1, eines zu entbeinenden Hähnchenflügels,

Fig. 14 eine εchematische Darstellung einer zangenartigen Haltevorrichtung,

Fig. 15 eine Gesamtdarstellung des in Fig. 13 gezeigten Rohlings nach Ansetzen der in Fig. 14 dargestellten Halteeinrichtung,

Fig. 16 eine Darstellung des in Fig. 15 gezeigten Rohlings nach Abtrennen des Mittelgelenks und des Endgelenks bzw. des Endbereichs, ■

Fig. 17 eine Darstellung des in Fig. 16 gezeigten Rohlings nach Pressen zwischen zwei Druckplatten und bei Annäherung der Ausschiebestößel,

Fig. 18 eine Darstellung, ähnlich Fig. 17, nach erfolgtem Ausschieben der Knochen,

Fig. 19 eine weitere schematische Darstellung einer Halte- rungs- und Schneidevorrichtung zum Abtrennen des Mittelgelenkbereichs und der Endbereiche der Glied¬ maße,

Fig. 20 eine schematische Darstellung einer zu entbeinenden Gliedmaße, nämlich einer Keule, beispielsweise eines Hähnchens,

Fig. 21 eine schematische Darstellung der in Fig. 20 gezeig¬ ten Keule sowie einer ersten und einer zweiten Druckplatte,

Fig. 22 eine Darstellung des auf den Arbeitsschritt der Fig. 21 folgenden Arbeitsschrittes nach Durchdrücken der

ersten Druckplatte,

Fig. 23 eine Darstellung des nächst folgenden Arbeits¬ schrittes nach Abtrennen der Endgelenke,

Fig. 24 einen weiteren A:rbeitsschritt zur Vorbereitung der Abtrennung des Mittelgelenks,

Fig. 25 einen weiteren Arbeitsschritt nach Abstreifen des Fleisches und der Haut im Bereich des Mittelgelenks,

Fig. 26 eine schematische Darstellung des Zustandes nach Ab¬ trennung des Mittelgelenks,

Fig. 27 einen nachfolgenden Arbeitsschritt mit Annäherung von Stößeln, und

Fig. 28 einen End-Arbeitsschritt nach Ausdrücken der Knochen.

Es wird eine Verfahrensvariante in Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 12 beschrieben, bei welcher eine Gliedmaße 1 (Hähn¬ chenflügel) entbeint wird. Hierbei wird zunächst ein Mittel¬ gelenk 3 (Ellenbogengelenk) entfernt, so wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Hierfür kann beispielsweise eine Vorrich¬ tung ähnlich der in Fig. 19 gezeigten Anordnung verwendet werden. Weiterhin kann die Gliedmaße 1 in einer Halterungs¬ einrichtung gehalten werden, welche endlose Transportketten 18 umfaßt, an welchen Halterungen 19 befestigt sind. Zwi¬ schen diesen kann die Gliedmaße 1 eingelegt werden. Eine erste Schneideeinrichtung 2, beispielsweise in Form einer Kreissäge, kann dann längs einer Schnittlinie 20 das Mit¬ telgelenk 3 entfernen. Dieser Zustand ist in Fig. 2 gezeigt.

Da die Gliedmaße, wie ebenfalls in Fig. 2 gezeigt, in die Halterung 19 in einem Zustand eingelegt ist, in welchem die

einzelnen Knochen jeweils parallel zueinander ausgerichtet sind, ergeben sich nach dem Abtrennen des Mittelgelenks 3 zwei einzelne Stücke, nämlich ein in Fig. 3 gezeigtes Ober¬ stuck und ein in Fig. 8 gezeigter Unterflügel.

Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Gliedmaße stellt den Flügel eines Geflügels dar und umfaßt einen Oberflügelknochen 7. Sollte es sich um eine Hähnchenkeule handeln, so wäre die Bezugsziffer 7 einem Oberschenkelknochen zugeordnet. Es handelt sich somit um Femur und Humerus. Weiterhin umfaßt der Hähnchenflügel eine Elle 8 (Ulna) sowie eine Speiche 9 (Radius) . Bei einer Hähnchenkeule wäre ein Schienbein 8 (Tibia) sowie ein Wadenbein 9' (Fibula) vorgesehen.

Das Flügeloberstück gemäß Fig. 3 wird nunmehr mittels einer zweiten Schneideeinrichtung weiterbearbeitet, um einen End¬ bereich 6 abzutrennen. Das so erhaltene Ausgangsprodukt wird zwischen einer ersten Druckplatte 10 und einer zweiten Druckplatte 11 angeordnet. Die erste Druckplatte 10 ist mit Ausnehmungen 15 und 16 versehen, welche in ihrer Größe im wesentlichen der Speiche 9 bzw. der Elle 8 entsprechen. Ebenso ist die Ausrichtung der Ausnehmungen 15 und 16. Die Druckplatte 11 weist ebenfalls Ausnehmungen auf, in welchen ein zweiter Stößel 13 und ein dritter Stößel 14 verschiebbar gelagert sind.

Die Fig. 6 zeigt einen weiteren Verfahrensschritt, bei welchem die erste und die zweite Druckplatte 10, 11 gegen¬ einander gepreßt wurden. Da die Stößel 13 und 14 die Aus¬ nehmungen der zweiten Druckplatte 11 verschließen, ergibt sich eine ebene Andruckfläche, während die Ausnehmungen 15 und 16 der ersten Druckplatte 10 das teilweise Durchdrücken der Elle 8 und der Speiche 9 ermöglichen.

Nachfolgend werden die Stößel 13 und 14 vorgeschoben, wo¬ durch, wie in Fig. 7 gezeigt, die Knochen 8, 9 vollständig

aus dem nunmehr verbleibenden Fleischstück ausgedrückt werden.

Durch das in Fig. 6 gezeigte Vordrücken erfolgt ein Fixieren und teilweises Ausdrücken der Knochen. Dies hat zum einen zur Folge, daß die Knochen durch die erste Druckplatte 10 in sicherer Weise geführt und gehalten werden und daß zum anderen die Stößel 13 und 14 korrekt positioniert werden.

Die Fig. 8 zeigt den nach dem Arbeitsschritt gemäß Fig. 2 erhaltenen Unterflügel, welcher ebenfalls zwischen einer ersten und einer zweiten Druckplatte 10, 11 positioniert ist. Der Oberflügelknochen bzw. das Oberarmbein 7 weist noch ein Endgelenk 5 auf. Wie in Fig. 8 gezeigt, ist eine Ausneh¬ mung 17 der ersten Druckplatte 10 so dimensioniert, daß der Oberflügelknochen 7 durchschiebbar ist, nicht jedoch das Endgelenk 5. Weiterhin weist die zweite Druckplatte 11 eine Ausnehmung 21 auf, welche in ihrer Größe dem Durchmesser des Endgelenks 5 entspricht. Bei dem in Fig. 9 gezeigten Vor- drückvorgang wird der Endgelenkkopf durch die Ausnehmung 21 geführt, so daß hierdurch ein Abstreifen und Zurückdrücken des Fleisches erfolgt, während ein Teil des Knochens 7 durch die Ausnehmung der ersten Druckplatte 10 gedrückt wird. Somit erfolgt ein Einspannen und Vordrücken. Nachfolgend wird, wie in Fig. 10 dargestellt, der Endgelenkkopf 5 abge¬ trennt, beispielsweise mittels der zweiten Schneideeinrich¬ tung 4. Die Fig. 11 zeigt den ersten Stößel 12, welcher gegen den Knochen 7 gelegt wird. Nach Durchführung des Stößels 12 durch die Druckplatten 10, 11 wird der Knochen 7, wie in Fig. 12 gezeigt, vollständig ausgedrückt.

In einem weiteren, nicht dargestellten Verfahrensschritt werden die Druckplatten 10, 11 voneinander gelöst, so daß das vollständig entbeinte Fleisch entnommen werden kann.

Die im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 12 beschriebenen Ver-

fahrensschritte bzw. Vorrichtungsteile beschreiben die separate Verarbeitung des Oberflügels und des Unterflügels. Es versteht sich, daß die jeweiligen Arbeitsschritte syn¬ chron zueinander durchgeführt werden können. Somit können auch die in den Fig. 1 bis 12 beschriebenen Vorrichtungs¬ teile parallel zueinander angeordnet sein bzw. parallel zueinander wirken.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren sind in gleicher Weise für Hähnchenflügel, Hähn¬ chenkeulen, Flügel und Keulen sonstiger Geflügel und anderer Tiere, beispielsweise Kaninchen, Hasen etc. anwendbar.

Die Fig. 13 bis 18 beschreiben eine weitere Verfahrensvari¬ ante, bei welcher eine klemmzangenartige Haltevorrichtung verwendet wird, welche im einzelnen in Fig. 14 dargestellt ist. Die Haltevorrichtung umfaßt ein oberes Teil 22 und ein unteres Teil 23, welche mittels eines Scharniers 24 mit¬ einander verbunden sind. Es sind jeweils halbrunde Ausneh¬ mungen 15 bis 17 vorgesehen, um die Knochen 7 bis 9 zu um¬ fassen, wie in Fig. 15 dargestellt. Die Halterung wird be¬ nachbart zu dem Mittelgelenk 3 angesetzt, wobei vorher ein Abstreifen des im Bereich des Mittelgelenks 3 befindlichen Fleisches bzw. der diesbezüglichen Haut erfolgen kann. Die Fig. 15 zeigt weiterhin die Schnittbahnen der ersten Schnei¬ deeinrichtung 2 und der zweiten Schneideeinrichtung 4. Es werden somit sowohl das Mittelgelenk 3 als auch das Endge¬ lenk 5 und der Endbereich 6 entfernt, so daß sich das in Fig. 16 gezeigte Zwischenprodukt ergibt. Die Haltevorrich¬ tung mit den Zeilen 22 und 23 dient dabei als erste Druck¬ platte 10. Gegen diese wird eine zweite Druckplatte 11 an¬ gelegt und, wie in Fig. 17 gezeigt, vorgepreßt. Hierdurch erfolgt ein Fixieren der Knochen, so daß nachfolgend die Stößel 12 bis 14 angenähert und, wie in Fig. 18 gezeigt, vollständig durch die Druckplatten 10, 11 und das Fleisch gedrückt werden können. Hierdurch werden die Knochen 7 bis 9

vollständig entfernt.

Das in den Fig. 13 bis 18 beschriebene Verfahren (nebst zu¬ gehöriger Vorrichtung) unterscheidet sich von der Darstel¬ lung der Fig. 1 bis 12 darin, daß beide Teile des Flügels gleichzeitig gehaltert und bearbeitet werden.

Die Fig. 19 zeigt in der Draufsicht eine vereinfachte Dar¬ stellung einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, parallel zu der ersten Schneideeinrichtung 2 ist die zweite Schneideeinrichtung 4 angeordnet. Letztere ist auf einer Schnittlinie 25 bewegbar, um das Endgelenk 5 und den Endbereich 6 abzutrennen. Die Fig. 19 zeigt nicht die mögliche Rückdrückung oder Abstreifung von Fleisch- bzw. Hautteilen.

Die Fig. 20 bis 28 zeigen eine weitere Ausgestaltung der Er¬ findung anhand der Entbeinung einer Keule, beispielsweise eines Hähnchens. Gleiche Teile wurden mit gleichen Bezugs¬ ziffern wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen versehen.

Die Fig. 20 zeigt in schematischer Weise die Keule eines Hähnchens, diese umfaßt ein Mittelgelenk 3, einen Oberschen¬ kelknochen (Femur) 7 mit einem Endgelenk 5, ein Schienbein (Tibia) 8 sowie ein Wadenbein (Fibula) 9 mit einem Endbe¬ reich 6. Die Fig. 20 zeigt die Ausgangssituation der Keule im ausgelösten Zustand.

Zum Entbeinen werden zunächst die Knochen im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet (Fig. 21) . Es werden nun¬ mehr zwei Druckplatten, nämlich eine erste, in Fig. 21 oben gezeigte Druckplatte 10a sowie eine zweite Druckplatte 11 angenähert und, wie durch den Pfeil dargestellt, gegeneinan¬ der bewegt. Die zweite Druckplatte 11 ist mit einer Ausneh¬ mung 28 versehen, deren Größe so bemessen ist, daß, wie

nachfolgend in Zusammenhang mit Fig. 25 beschrieben werden wird, das Mittelgelenk 3 durch die Ausnehmung 28 durchge¬ führt,werden kann, während das sich im Bereich des Mittelge- lenks 3 befindliche Fleisch bzw. die entsprechende Haut ab¬ gestreift werden, so daß das Gelenk 3 im wesentlichen frei liegt.

Die erste Druckplatte 10a ist mit zwei Ausnehmungen 29 und 30 versehen, deren Größe so bemessen ist, daß das Endgelenk 5 bzw. der Endgelenkbereich 6 durch die Ausnehmungen durch¬ schiebbar sind, wobei auch hier ein Abstreifen von Fleisch bzw. Haut erfolgen kann.

Die Fig. 22 zeigt den nächst folgenden Arbeitsschritt, in welchem die beiden Platten 10a und 11 aneinander angenähert wurden, wobei das Endgelenk 5 und der Endbereich 6 durch die Ausnehmungen 29 und 30 durchgeschoben sind. Es kann nunmehr, parallel zu der Druckplatte 10a ein Abtrennen des Endgelenks 5 und des Endbereichs 6 erfolgen. Nach Entfernen der Druck¬ platte 10a ergibt sich der in Fig. 23 schematisch gezeigte Zustand.

In einem nächsten, in Fig. 24 dargestellten Arbeitsschritt wird eine weitere, erste Druckplatte 10 angenähert, welche mit Ausnehmungen 31 und 32 versehen ist. Die Ausnehmung 31 ist so bemessen, daß der Oberschenkelknochen 7 durch diese durchführbar ist, während die Ausnehmung 32 so ausgebildet ist, daß das Schienbein und das Wadenbein gemeinsam durch die Ausnehmung 32 durchschiebbar sind. Die Ausnehmungen 31 und 32 werden durch Verschlußelemente 33 und 34 verschlos¬ sen.

Bei Annäherung der Druckplatten 10 und 11 (sh. Pfeil in Fig. 24) werden die Knochen 7, 8 und 9 jeweils in die Ausnehmun¬ gen 31 bzw. 32 eingedrückt und liegen gegen die Verschlu߬ elemente 33 und 34 an (siehe Fig. 25) . Bei einer weiteren Bewegung der bei-

ER S ATZBLATT

den Druckplatten 10 und 11 gegeneinander wird das Mittelge¬ lenk 3 durch die Ausnehmung 28 gepreßt. Die Druckplatte 11 mit der Ausnehmung 28 dient dabei als Matri-ze, wobei, wie bereits erwähnt, die Haut bzw. das Fleisch im Bereich des Mittelgelenks 3 abgestreift werden und zwischen den beiden Platten 10 und 11 verbleiben. Nachfolgend kann das Mittelge¬ lenk 3 mittels einer Säge bzw. eines Messers abgetrennt wer¬ den, so daß sich der in Fig. 26 gezeigte Zustand ergibt.

In einem weiteren Arbeitsschritt werden nunmehr Stößel 26 und 27 in Richtung auf die zweite Druckplatte 11 bewegt, während gleichzeitig die Verschlußelemente 33 und 34 die Ausnehmungen 31 und 32 freigeben. Dieser Zustand ist in Fig. 27 dargestellt.

In einem nachfolgenden Arbeitsschritt werden die Stößel 26 und 27 durch die Ausnehmung 28 geschoben, wobei die Größe und Anordnung der Stößel 26 und 27 so ausgewählt ist, daß die Knochen 7, 8 und 9 durch die Ausnehmungen 31 bzw. 32 ausgestoßen werden.

Wie in Fig. 28 gezeigt, verbleibt somit ein vollständig ent- beintes Fleischstück zwischen den beiden Druckplatten 10 und 11. Nach Zurückziehen der Stößel 26 und 27 und Auseinander¬ fahren der Druckplatten 10 und 11 kann das Fleischstück entnommen werden.

Aus den obigen Beschreibungen ergibt sich, daß das Ausschie¬ ben bzw. Ausstoßen der Knochen jeweils so erfolgt, daß ein vollständiges Entbeinen sichergestellt ist. Nacharbeiten sind nicht erforderlich.

Die Ausführungsbeispiele zeigen, daß die Erfindung univer¬ sell einsetzbar ist, um Gliedmaßen zu entbeinen. Es können dabei Keulen und Flügel von Geflügel ebenso entbeint werden, wie Gliedmaßen von anderen Tieren, beispielsweise Ka-

ninchen, Schaafe. etc.

Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbei¬ spiele beschränkt, vielmehr ergeben sich im Rahmen der Er¬ findung vielfältige Abwandlungs- und Modifikationsmöglich¬ keiten.

Zusammenfassend ist folgendes festzustellen:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung sowie ein Verfahren, welche mit folgenden Arbeitsschritten arbeiten:

- Halten der zu entbeinenden Gliedmaße (1) ,

- Abtrennen des Mittelgelenk (3) inkl. der daran ange¬ wachsenen Sehnen,

- Abtrennen des Endgelenkbereichs (5) und/oder des Endbe¬ reichs (6) inkl. der daran angewachsenen Sehnen,

- Einspannen der Gliedmaße (1) zwischen einer ersten (10) und einer zweiten (11) Druckplatte,

- Pressen des Fleisches der Gliedmaße (1) zwischen den Druckplatten (10, 11) und teilweises Ausschieben des zumindest einen Knochens (7, 8, 9) durch die Druckplatte, und

- Ausdrücken des zumindest einen Knochens (7, 8, 9) mittels eines Stößels (12, 13, 14). (Fig. 17).