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Title:
DEVICE FOR ADJUSTING THE HEIGHT OF A VEHICLE BODY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/219109
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for adjusting the height of a vehicle body, comprising a rotationally driven, axially non-displaceable threaded spindle (1) and a threaded nut (3) which is displaceable axially along the threaded spindle (1), wherein a spring plate (17) for axially supporting a spring element (18) is arranged on the threaded nut (3), wherein the threaded spindle (1) is driveable by an actuator (5), wherein the actuator (5) is at least partially arranged inside the threaded spindle (1), wherein an additional nut (9) which is displaceable axially along the threaded spindle (1) is arranged axially adjacent to the threaded nut (3) in order to absorb a pulse and to introduce same into the housing (8) via the threaded spindle (1).

Inventors:
HOLZBERGER MARKUS (DE)
BRETON WILFRIED (DE)
Application Number:
PCT/DE2019/100082
Publication Date:
November 21, 2019
Filing Date:
January 28, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
B60G15/06; B60G17/02; F16H25/20
Foreign References:
DE102008005294B32009-06-18
DE102005001745B32006-07-13
EP1970228A12008-09-17
DE102010021536A12011-11-24
DE102011003485A12012-08-02
EP1970228B12010-04-28
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Niveaueinstellung eines Fahrzeugaufbaus, umfassend eine drehangetriebene axial unverschiebliche Gewindespindel (1 ) und eine entlang der Gewindespindel (1 ) axial verschiebliche Gewindemutter (3), wobei an der Gewinde- mutter (3) ein Federteller (17) zur axialen Abstützung eines Federelements (18) ange- ordnet ist, wobei die Gewindespindel (1 ) durch einen Aktuator (5) antreibbar ist, wobei der Aktuator (5) zumindest teilweise innerhalb der Gewindespindel (1 ) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass axial benachbart zur Gewindemutter (3) eine entlang der Gewindespindel (1 ) axial verschiebliche Zusatzmutter (9) angeordnet ist, um einen Impuls aufzunehmen und über die Gewindespindel (1 ) in das Gehäuse (8) einzuleiten.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmutter (9) an ihrer Innenmantelfläche ein komplementär zu einem Außengewinde (12) der Gewindespindel (1 ) ausgebildetes Innengewinde (13) aufweist, wobei die Zusatzmutter (9) an ihrer Außenmantelfläche drehfest mit einem Kappenelement (14) verbunden ist, das den Impuls in die Zusatz- mutter (9) leitet.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (12) der Gewindespindel (1 ) und das Innengewinde (13) der Zusatzmutter (9) spielbehaftet zueinander ausgebildet sind.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass axial zwischen der Gewindespindel (1 ) und dem Ge- häuse (8) ein Lagerelement (15) angeordnet ist, um die Gewindespindel (1 ) drehbar zu lagern.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass axial zwischen der Gewindemutter (3) und der Zu- satzmutter (9) ein elastisches Element (16) angeordnet ist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass das Kappenelement (14) und der Federteller (17) zumindest teilweise von einem Dichtelement (19) umschlossen sind.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kappenelement (14) zumindest eine Nut (11 ) ausgebildet ist, um eine Verdrehsicherung der Gewindemutter (3) und der Zu satzmutter (9) zu realisieren.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass das Kappenelement (14) zur Aufnahme eines Einfe- deranschlags oder einer Zusatzfeder ausgebildet ist. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass an einer Innenmantelfläche der Gewindespindel (1 ) eine Verzahnung (4) ausgebildet ist, über die der Aktuator (5) die Gewindespindel (1 ) antreibt.

Description:
Vorrichtung zur Niveauverstellunq eines Fahrzeuqaufbaus

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Niveauverstellung eines Fahrzeugaufbaus. Gattungsgemäße Vorrichtungen zur Niveauverstellung von Fahrzeugaufbauten sind insbesondere zur Erhöhung der Bodenfreiheit von Fahrzeugen beziehungsweise de- ren Tieferlegung bei ebenen Fahrbahnen in den Federbeinen der Fahrzeuge vorgese- hen.

Aus der EP 1 970 228 B1 geht eine Flöhenverstellvorrichtung für Fahrzeuge hervor, die zwischen einem höhenverstellbaren Federteller einer Tragfeder einer Radaufhän- gung des Fahrzeugs und dem Fahrzeugaufbau angeordnet ist. Ein Antriebsmotor wirkt über eine Getriebestufe mit einer drehbar gelagerten Stellhülse zur Flöhenver- stellung des Federtellers zusammen. Die zwischen dem Antriebsmotor und der Stell- hülse geschaltete Getriebestufe ist innerhalb der Stellhülse angeordnet und die Stell- hülse ist Teil eines Kugelgewindetriebes, dessen Kugelmutter radial außerhalb der Stellhülse und innerhalb der Tragfeder angeordnet ist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Niveau- verstellung eines Fahrzeugaufbaus dahingehend weiterzuentwickeln, dass die Le- bensdauer eines Kugelgewindetriebs verbessert wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Niveauverstellung eines Fahrzeugauf- baus mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte oder vorteilhafte Aus- führungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfol- genden Beschreibung sowie der beigefügten Figur.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Niveaueinstellung eines Fahrzeugaufbaus umfasst eine drehangetriebene axial unverschiebliche Gewindespindel und eine ent- lang der Gewindespindel axial verschiebliche Gewindemutter, wobei an der Gewin- demutter ein Federteller zur axialen Abstützung eines Federelements angeordnet ist, wobei die Gewindespindel durch einen Aktuator antreibbar ist, wobei der Aktuator zu- mindest teilweise innerhalb der Gewindespindel angeordnet ist, wobei axial benach- bart zur Gewindemutter eine entlang der Gewindespindel axial verschiebliche Zu- satzmutter angeordnet ist, um einen Impuls aufzunehmen und über die Gewindespin- del in das Gehäuse einzuleiten.

Die Vorrichtung ist dazu vorgesehen, durch das axiale Verlagern der Gewindemutter gegenüber der Gewindespindel eine Hubbewegung auszuführen und dabei das an einer Fahrzeugachse aufliegende Fahrzeuggewicht zu tragen und anzuheben oder abzusenken. Dadurch wird ein Höhenstand des Fahrzeugs verändert und das Fahr- zeug kann in eine gewünschte Soll-Niveaulage gebracht werden. Ein Drehantrieb der axial unverschieblichen, drehantreibbaren Gewindespindel führt zu einer Längsverla- gerung der Gewindemutter und der Zusatzmutter gegenüber der Gewindespindel. Mithin verlagern sich die Gewindemutter und die Zusatzmutter longitudinal. Die Zu- satzmutter wird während dem Verstellen bevorzugt lastfrei mitgeführt. Durch die ana- log zur Gewindemutter erfolgende Verlagerung der Zusatzmutter wird eine gleichzeiti- ge Verstellung eines Endanschlags der Vorrichtung realisiert.

Unter einem Endanschlag ist eine bauliche Begrenzung des Einfederwegs der Fahr- werksfeder zu verstehen. Der Endanschlag kann insbesondere durch zusätzliche Bau- teile realisiert werden, die zwischen dem Fahrwerk und der Vorrichtung zur Niveau- verstellung angeordnet sind. Ein unverstellbarer Endanschlag würde je nach einge- stellter Ist-Niveaulage des Fahrzeugs unterschiedliche Einfederwege und somit unter- schiedliche Zeitpunkte, an denen der Impuls in die Vorrichtung eingeleitet wird, zur Folge haben. Anders gesagt würde ein unverlagerbarer Endanschlag eine Verände- rung der Federkennlinie der Fahrwerksfeder zur Folge haben, die sich in Abhängigkeit des Höhenstands des Fahrzeugs auf das Fahrverhalten des Fahrzeugs auswirkt. So würde ein Anheben des Fahrzeugs eine Verlängerung des Einfederwegs bis zum Endanschlag zur Folge haben, wobei das Federelement in Abhängigkeit des Hubs stark komprimierbar ist. Dies hätte eine deutliche Erhöhung der Lasten auf das ge- samte System der Vorrichtung zur Folge, und würde ein frühzeitiges Versagen der Feder nach sich ziehen. Ein Absenken des Fahrzeugs bei einem unverlagerbaren Endanschlag würde wiederum den Einfederweg bis zum Endanschlag verringern, wo bei in Abhängigkeit des Hubs ein Impuls in das System der Vorrichtung nach einem kürzeren Einfederweg einwirkt. Dies würde das Fahrverhalten des Fahrzeugs auf- grund des geringen Einfederwegs nachteilig verändern und somit den Fahrkomfort verschlechtern. Durch die gleichzeitige Verstellung der Zusatzmutter mit der Gewindemutter wird folg- lich der Endanschlag ebenfalls verstellt. Anders gesagt wird durch die Verstellung des Endanschlags der Einfederweg des Federelements in Abhängigkeit des Hubs in glei- chem Maße nachgestellt bzw. angepasst. Die Federkennlinie des Federelements wird in jeder Ist-Niveaulage des Fahrzeugs nachgestellt und dadurch konstant gehalten.

Ein auf den Endanschlag wirkender Impuls wird beispielsweise bei einem Überfahren eines Hindernisses oder bei einem Durchfahren von Schlaglöchern mit dem Fahrzeug erzeugt, wobei die Fahrwerksfeder bzw. das Federelement dabei einfedert und das Fahrwerk am Endanschlag zur Anlage kommt, mithin der Impuls in die Zusatzmutter eingeleitet wird. Mit anderen Worten ist der Impuls eine zusätzlich auf die Vorrichtung wirkende Kraft, nämlich eine sogenannte Endanschlagskraft, die über den Endan- schlag in die Zusatzmutter eingeleitet wird und neben der regelmäßigen Federkraft der Fahrwerksfeder zusätzlich von der Vorrichtung aufgenommen und in das Gehäuse bzw. die Karosserie des Fahrzeugs eingeleitet wird.

Anders gesagt wird der Impuls bzw. die Endanschlagskraft über die Zusatzmutter in die Gewindespindel eingeleitet und die Federkraft wird über den Federteller und die Gewindemutter in die Gewindespindel eingeleitet. Somit liegen zwei Lastpfade in der Vorrichtung zur Niveauverstellung vor. Ein erster Lastpfad für die regelmäßig im Be- trieb des Fahrzeugs auftretenden Federkräfte und ein zweiter Lastpfad für die zusätz- lich auftretenden Endanschlagskräfte.

Vorzugsweise ist axial zwischen der Gewindespindel und dem Gehäuse ein La- gerelement angeordnet, um die Gewindespindel drehbar zu lagern. Das Lagerelement ist insbesondere dazu ausgebildet, auftretende Radial- und Axialkräfte in das Gehäu- se einzuleiten. Das Lagerelement ist bevorzugt als Axial-Pendelrollenlager ausgebil- det und derart ausgelegt, dass sowohl die Federkräfte als auch die Endanschlagskräf- te aufgenommen werden können. Wesentlich ist, dass das Lagerelement sowohl Axi- alkräfte als auch Radialkräfte aufnehmen kann.

Die aus der Fahrwerksfeder resultierenden Federkräfte werden über den Federteller, der fest mit der Gewindemutter verbunden ist, in die Gewindemutter des Kugelgewin- detriebs geleitet. Von dort werden die Federkräfte über räumlich zwischen der Gewin- demutter und der Gewindespindel angeordnete Wälzkörper in die Gewindespindel und schließlich über das Lagerelement in das Gehäuse geleitet. Die Gewindemutter und die Wälzkörper nehmen lediglich maximal die Belastung aus der Fahrwerksfeder auf, wobei die auf die Zusatzmutter wirkenden Impulse in die Gewindespindel eingeleitet werden. Dadurch haben auch hohe Lasten keine negativen Einflüsse auf die Lebens- dauer des Kugelgewindetriebs. Der Kugelgewindetrieb kann kompakt und kosten- günstig ausgebildet werden, wobei der Kugelgewindetrieb höher belastende, jedoch seltener auftretende Impulse über zusätzliche Bauteilen, nämlich über die Zusatzmut- ter und weitere mit der Zusatzmutter wirkverbundene Bauteile, aufnimmt.

Vorzugsweise weist die Zusatzmutter an ihrer Innenmantelfläche ein komplementär zu einem Außengewinde der Gewindespindel ausgebildetes Innengewinde auf, wobei die Zusatzmutter an ihrer Außenmantelfläche drehfest mit einem Kappenelement verbun- den ist, das den Impuls in die Zusatzmutter leitet. Wirkt der Impuls über das Kappen- element auf die Zusatzmutter ein, beziehungsweise kommt die einwirkende Kraft an der Zusatzmutter zur Anlage, verschiebt sich die Zusatzmutter axial in Richtung der Gewindemutter und kommt mit dessen Innengewinde am Außengewinde der Gewin- despindel axial zur Anlage.

Durch die im Vergleich zum Kugelgewindetrieb größere zur Verfügung stehende Krafteinleitungsfläche zwischen der Zusatzmutter und der Gewindespindel können größere Lasten aus den Impulsen in das Gehäuse eingeleitet werden und die Wälz- körper des Kugelgewindetriebs werden dadurch geschont bzw. nicht zusätzlich belas- tet. Mit anderen Worten kommt die Zusatzmutter mit der Gewindespindel in Lastrich- tung in Eingriff, wodurch die Endanschlagkräfte über die Gewindespindel und das La- gerelement im Gehäuse abgestützt werden. Die Zusatzmutter wirkt selbsthemmend und das System ist in der jeweiligen Position verspannt.

Das Kappenelement ist vorzugsweise in Domform ausgebildet, sodass räumlich zwi- schen dem Kugelgewindetrieb und dem Kappenelement die Getriebeeinheit und/oder der Antriebsmotor aufgenommen werden können und ferner die Gewindespindel ge- schützt geführt ist. Bevorzugt ist das Kappenelement zur Aufnahme eines Einfederan- schlags oder einer Zusatzfeder ausgebildet. Anders gesagt ist das Kappenelement als Endanschlag ausgebildet, um die Impulse aufnehmen und weiterleiten zu können.

Bevorzugt sind das Außengewinde der Gewindespindel und das Innengewinde der Zusatzmutter spielbehaftet zueinander ausgebildet. Mit anderen Worten ist somit ein Axial- und Radialspiel zwischen der Gewindespindel und der Zusatzmutter ausgebil- det, welches ein Klemmen zwischen der Zusatzmutter und der Gewindespindel insbe- sondere zu Beginn eines Verstellvorgangs verhindert.

Vorzugsweise ist das axiale Spiel zwischen dem Außengewinde der Gewindespindel und dem Innengewinde der Zusatzmutter kleiner ausgebildet, als das axiale Spiel zwi- schen der Gewindemutter und der axial dazu benachbart angeordneten Zusatzmutter. Mit anderen Worten treten das Außengewinde der Gewindespindel und das Innenge- winde der Zusatzmutter bei einer axialen Verlagerung der Zusatzmutter in Lasteingriff, bevor die Zusatzmutter an der Gewindemutter zur Anlage kommen kann. Dadurch wird zu jeder Zeit und bei jeder auftretenden Last eine Trennung der beiden Lastpfade gewährleistet, wobei die Last aus der Fahrwerksfeder über die Gewindemutter und die Wälzkörper in die Gewindespindel eingeleitet werden und die Endanschlagskräfte aus den auf das Kappenelement wirkenden Impulsen über die Zusatzmutter in die Gewin- despindel eingeleitet werden. Mithin werden alle auf die Vorrichtung wirkenden Lasten in der Gewindespindel zusammengeführt und im Gehäuse abgestützt.

Der Aktuator, mit dem die Gewindespindel antreibbar ist, umfasst bevorzugt eine Ge- triebeeinheit und einen Antriebsmotor, wobei der Antriebsmotor beispielsweise als Elektromotor ausgebildet ist. In der Getriebeeinheit ist vorzugsweise ein Sperrmecha- nismus ausgebildet, der dazu vorgesehen ist, eine Rotation eines der Zahnräder in der Getriebeeinheit zu sperren, um eine ungewollte Rotation der Gewindespindel und damit einhergehender axialer Verlagerung der Gewindemutter gegenüber der Gewin- despindel zu verhindern.

Ferner bevorzugt ist an einer Innenmantelfläche der Gewindespindel eine Verzahnung ausgebildet, über die der Aktuator die Gewindespindel antreibt. Die Verzahnung steht mit einem oder mehreren Zahnrädern der Getriebeeinheit in Zahneingriff. Die Verzah- nung ist vorzugsweise als Schrägverzahnung ausgebildet, kann aber ebenso als Ge- radverzahnung ausgebildet sein.

Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass axial zwischen der Gewindemut- ter und der Zusatzmutter ein elastisches Element angeordnet ist. Dies dient zur Ver- meidung von Klapper- oder Schlaggeräuschen durch aneinanderstoßende Bauteile. Das elastische Element ist dabei bevorzugt als O-Ring ausgebildet und in entspre- chende Nuten an der Gewinde- und/oder Zusatzmutter zur Sicherung der Lage aufge- nommen.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind das Kappenelement und der Federteller zumindest teilweise von einem Dichtelement umschlossen. Damit wird der Innenraum der Vorrichtung vor äußeren Einflüssen, wie Schmutz und Feuchtigkeit ge- schützt. Das Dichtelement ist bevorzugt als Manschette ausgebildet, sodass eine axiale Verschiebung zwischen Gewindemutter und Zusatzmutter ohne Beeinträchti- gung der Dichtwirkung möglich ist. Alternativ ist denkbar, dass ein Dichtelement axial zwischen dem Kappenelement und dem Federteller angeordnet ist, wobei hier auch bei axialer Verlagerung zwischen Gewindemutter und Zusatzmutter ebenfalls eine ausreichende Dichtwirkung realisiert wird.

Vorzugsweise ist an dem Kappenelement zumindest eine Nut ausgebildet, um eine Verdrehsicherung der Gewindemutter und der Zusatzmutter zu realisieren. Insbeson- dere wirkt die jeweilige Nut mit einer im Wesentlichen formschlüssig darin angeordne- ten Nase bzw. einer axialen Ausprägung zusammen.

Bevorzugt ist bei einem Fahrzeug mit vier Rädern in jedem Federbein des Fahrzeugs eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Niveauverstellung des Fahrzeugaufbaus vor- gesehen. Alternativ ist bei einem Fahrzeug mit vier Rädern zumindest an den beiden Federbeinen einer Achse eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Höhenverstellung des Fahrzeugaufbaus vorgesehen. Des Weiteren bevorzugt ist der Aktuator zwischen Radträger und unterem Federteller oder zwischen Fahrzeugsaufbau und oberen Fe- derteller befestigt. Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der einzigen Figur näher dargestellt. Die einzige Figur zeigt eine schematische

Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Niveauverstellung eines Fahrzeugaufbaus.

Gemäß der einzigen Figur umfasst eine Vorrichtung zur Niveaueinstellung eines Fahrzeugaufbaus einen Kugelgewindetrieb 2 mit einer drehangetriebenen axial unver- schieblichen Gewindespindel 1 und einer entlang der Gewindespindel 1 axial ver- schieblichen Gewindemutter 3. Die Gewindemutter 3 ist radial außerhalb der Gewin- despindel 1 angeordnet. An der Gewindemutter 3 ist ein Federteller 17 angeordnet, gegen den sich ein Federelement 18 axial abstützt. Der Federteller 17 weist einen ra- dialen Schenkel zur Aufnahme des Federelements 18 und einen axialen Schenkel auf, der radial außerhalb der Gewindemutter 3 angeordnet und drehfest mit dieser Gewin- demutter 3 verbunden ist.

Die Gewindespindel 1 ist als Rohr- oder Flülsenelement ausgebildet und weist an ihrer Außenumfangsfläche ein Außengewinde 12 oder eine Außenlaufbahn auf. Die Ge- windemutter 3 weist an ihrer Innenumfangsfläche ein Innengewinde bzw. eine Innen- laufbahn 22 auf, wobei zwischen der Außenlaufbahn der Gewindespindel 1 und der Innenlaufbahn der Gewindemutter 3 eine Vielzahl von Wälzkörper 10 abrollen. Eine Federkraft, die über das Federelement 18 auf die Vorrichtung einwirkt wird zunächst in den Federteller 17 und die Gewindemutter 3 eingeleitet und über die Wälzkörper 10 in die Gewindespindel 1 weitergeleitet. Die Federkraft stützt sich über ein axial zwischen der Gewindespindel 1 und dem Gehäuse 8 angeordnetes Lagerelement 15 in das Gehäuse 8 ab. Das Lagerelement 15 ist als Axiallager ausgebildet, um die Gewinde- spindel 1 drehbar gegenüber dem Gehäuse zu lagern und die Kräfte axial weiterzulei- ten.

Die Gewindespindel 1 nimmt einen Aktuator 5 teilweise auf, der einen als Elektromo- tor ausgebildeten Antriebsmotor 7 und eine Getriebeeinheit 6 umfasst. Die Getriebe- einheit 6 wirkt mit der Gewindespindel 1 zusammen, wobei die Gewindespindel 1 durch den Aktuator 5 antreibbar ist, um die Gewindemutter 3 gegenüber der Gewin- despindel 1 axial zu verlagern. Die Getriebeeinheit 6 weist einen - hier nicht näher er- läuterten und dargestellten - Sperrmechanismus auf, um eine Drehbewegung der Gewindespindel 1 zu blockieren. Zum Antrieb der Gewindespindel 1 ist an ihrer In- nenumfangsfläche eine Verzahnung 4 ausgebildet, die mit einem Zahnrad 21 der Ge- triebeeinheit 6 in Zahneingriff steht.

Axial benachbart zur Gewindemutter 3 ist eine zusammen mit der Gewindemutter 3 ebenfalls entlang der Gewindespindel 1 axial verschiebliche Zusatzmutter 9 angeord- net. Während eines Antriebs der Gewindespindel 1 durch den Aktuator 5 verlagert die Zusatzmutter 9 lastfrei zusammen mit der Gewindemutter 3 entlang der Gewindespin- del 1.

Die Zusatzmutter 9 ist dazu vorgesehen, einen Impuls aufzunehmen und über die Gewindespindel 1 in das Gehäuse 8 einzuleiten. Die Zusatzmutter 9 ist an ihrer Au- ßenmantelfläche drehfest mit dem Kappenelement 14 verbunden, wobei das Kappen- element 14 ausgebildet ist einen - hier nicht dargestellten - Einfederanschlag oder eine Zusatzfeder aufzunehmen. Über diesen Einfederanschlag oder die Zusatzfeder wird der Impuls in das Kappenelement 14 bzw. in die Zusatzmutter 9 eingeleitet. Vor- liegend weist das Kappenelement 14 eine Domform auf.

Die Zusatzmutter 9 weist an ihrer Innenmantelfläche ein komplementär zu dem Au- ßengewinde 12 der Gewindespindel 1 ausgebildetes Innengewinde 13 auf, wobei das Außengewinde 12 und das Innengewinde 13 spielbehaftet zueinander ausgebildet sind. Durch das Spiel zwischen dem Außengewinde 12 und dem Innengewinde 13 wird ein Verklemmen zwischen der Zusatzmutter 9 und der Gewindespindel 1 verhin- dert.

Der auf die Zusatzmutter 9 wirkende Impuls wird beispielsweise durch das Überfahren eines Hindernisses erzeugt, wobei diese Stoßkraft größer ist, als die auf den Federtel- ler 17 bzw. die Gewindemutter 3 einwirkende Federkraft. Wirkt der Impuls auf die Zu- satzmutter 9, verlagert diese um das axiale Maß des axialen Spiels zwischen dem Außengewinde 12 der Gewindespindel 1 und dem Innengewinde 13 der Zusatzmut- ter 9, wobei die Zusatzmutter 9 an der Gewindespindel 1 zur Anlage kommt. Die Gewindemutter 3 und die Zusatzmutter 9 sind axial beabstandet zueinander an- geordnet, wobei der axiale Abstand größer ist als das zuvor genannte axiale Spiel zwischen der Zusatzmutter 9 und der Gewindespindel 1. Ferner ist axial zwischen der Gewindemutter 3 und der Zusatzmutter 9 ein elastisches Element 16 angeordnet, um Klapper- oder Schlaggeräusche durch aneinanderstoßende Bauteile zu vermeiden. Das elastische Element ist vorliegend als O-Ring ausgebildet und teilweise in entspre- chende gegenüberliegende Nuten stirnseitig an der Gewinde- bzw. Zusatzmutter zur Sicherung der radialen Lage des O-Rings aufgenommen. Dadurch, dass die Zusatzmutter 9 den Impuls aufnimmt und direkt in die Gewinde- spindel 1 leitet, wird ein zweiter Lastpfad erzeugt, wobei der Kugelgewindetrieb 2 le- diglich die aus dem Federelement 18 wirkenden Lasten aufnimmt. Mithin werden so der Kugelgewindetrieb 2 und insbesondere die Gewindemutter 3 und die Wälzkörper 10 geschont, wodurch die Lebensdauer des Kugelgewindetriebs 2 erhöht wird.

Das Kappenelement 14 und der Federteller 17 sind zumindest teilweise von einem Dichtelement 19 umschlossen, um den Innenraum der Vorrichtung gegenüber

Schmutz und/oder Feuchtigkeit zu schützen. Darüber hinaus ist an dem Kappenele- ments 14 eine Nut 11 ausgebildet, um eine Verdrehsicherung der Gewindemutter 3 und der Zusatzmutter 9 zu realisieren.

Bezuqszeichenliste

1 Gewindespindel

2 Kugelgewindetrieb

3 Gewindemutter

4 Verzahnung

5 Aktuator

6 Getriebeeinheit

7 Antriebsmotor

8 Gehäuse

9 Zusatzmutter

10 Wälzkörper

1 1 Nut

12 Außengewinde

13 Innengewinde

14 Kappenelement

15 Lagerelement

16 Elastisches Element

17 Federteller

18 Federelement

19 Dichtelement

20 Innenseite

21 Zahnrad

22 Innenlaufbahn