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Title:
DEVICE FOR AUTOMATICALLY ASSEMBLING CHAIN-LIKE STRUCTURES WITHOUT WELDING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1993/019869
Kind Code:
A1
Abstract:
Described is a device for automatically assembling, without welding, one- to three-dimensional chain-like structures made up of chain elements and joint elements which each have at least one opening plus locks and baffle elements designed to prevent the chain structure from coming open by accident. They are designed so that at least two joint elements can be hung on to a chain element in a movement executed in at least two directions. The device has the following features: it has two gripper units (4, 10), the first (4) of which is designed so that it can hold at least one joint element in such a way that its opening is freely accessible. The second gripper unit (10) is designed so that it can hold the chain element in such a way that it is located approximately in a plane in which it can be inserted into the joint element; in order to produce the jointing movement, the first gripper unit (4) can be rotated through an angle ±$g(a) about an axis lying in the chain-element insertion plane and making an angle of 90° with the plane of the unjointed chain element, and the second gripper unit (10) can be advanced towards the first gripper unit (4); a rotating device (15) enables a chain element to be rotated in the second gripper unit (10) through at least 180° about an axis lying in the plane of the chain element and making an angle of approximately 90° with the direction of advance of the second gripper unit (10).

Inventors:
ASBECK HEINZ (DE)
MAIER DIETER (DE)
BOLEY DIETER (DE)
Application Number:
PCT/DE1993/000276
Publication Date:
October 14, 1993
Filing Date:
March 25, 1993
Export Citation:
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Assignee:
ASBECK HEINZ (DE)
MAIER DIETER (DE)
BOLEY DIETER (DE)
International Classes:
B21L99/00; B60C27/08; (IPC1-7): B21L17/00; B60C27/06; F16G15/00
Foreign References:
DE3706090A11987-09-03
DE3721729A11989-01-19
US3977180A1976-08-31
Attorney, Agent or Firm:
MÜNICH, Wilhelm (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Fügen schweißloser kettenartiger Gebilde mit ein bis dreidimensionaler Erstreckung aus Kettenelementen und Fügeelementen, die jeweils wenigstens eine Öffnung sowie Sperren und Schi¬ kanen gegen unbeabsichtigtes öffnen aufweisen, und die derart ausgebildet sind, daß mindestens zwei Fügeele¬ mente in ein Kettenelement durch eine in wenigstens zwei Richtungen verlaufende Fügebewegung eingehängt sind, mit folgenden Merkmalen: es sind zwei Greifer (4,10) vorgesehen, von denen der erste Greifer (4) derart ausgebildet ist, daß er wenigstens ein Fügeelement so hält, daß dessen Öffnung frei zugänglich ist, und der zweite Greifer (10) derart ausgebildet ist, daß der das Kettenele¬ ment derart hält, daß es in etwa in der Einführe bene des Fügeelements angeordnet ist, zur Erzeugung der Fügebewegung ist der erste Grei¬ fer (4) um einen Winkel ±α um eine Achse schwenk¬ bar, die in der Einführebene des Kettenelement liegt und einen Winkel von 90° mit der Ebene des offenen Kettenelementes einschließt, und der zweite Greifer (10) in Richtung auf den ersten Greifer (4) vorschiebbar, eine Dreheinrichtung (15) erlaubt ein Drehen des Kettenelements in dem zweiten Greifer (10) um we¬ nigstens 180° um eine Achse, die in der Ebene des Kettenelementes liegt und einen Winkel von etwa 90° mit der Vorschubrichtung einschließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Zuführeinheit (12) jeweils ein Fügeelement dem ersten Greifer (4) und eine zweite Zuführeinheit (13) jeweils ein Kettenele¬ ment einem zweiten Greifer zuführt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Schwenkeinheit (5) den ersten Greifer (4) um den Winkel ±α schwenkt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorschubeinheit (14) den zweiten Greifer (10) in Richtung auf den ersten Greifer (4) verschiebt, und daß eine zweite Schwenkeinheit (8) ihn um einen Winkel ±0 um die Vorschubrichtung schwenkt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Greifer (10) das geschlossene Kettenelement an dessen Außenkontur insbe¬ sondere im Bereich einer Symmetrieebene des Kettenele¬ mentes spannt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Greifer (10) ein ParallelSpannbackengreifer ist, dessen Spannbacken Anlageelemente (11) aufweisen, die durch die Drehein¬ richtung (15) um ihre Längsachse drehbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Greifer (4) ein Klemmgreifer mit Klemmbacken (4a) ist, die das offene Kettenelement formschlüssig klemmen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schwenkeinheit zwei Kolben/ZylinderEinheiten (5) aufweist, deren Längsachsen einen Winkel <> 0° einschließen, und die auf der einen Seite an einem Lagerbock (2) und auf der anderen Seite an dem ersten Greifer (4) angelenkt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Rückstellfedern für die Kolben/ZylinderEinheiten (5) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kolben/Zylinder Einheit (5) ein Stoßdämpfer zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Greifer (10) wenigstens zwei in Vorschubrichtung beabstandete Füh¬ rungszapfen (7) aufweist, die in einem Längslager (6) geführt sind, an dessen dem ersten Greifer (4) zuge¬ wandten Ende zwei Umlenksegmente (8) vorgesehen sind, die abwechselnd in Wirkverbindung mit einem Führungs¬ zapfen (7) bringbar sind, und die die zweite Schwenk¬ einrichtung bilden.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinheit eine Kolben/ZylinderEinheit (14) ist, deren Ende an dem zweiten Greifer drehbar angelenkt ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Zuführeinheit eine Zuführschiene (12) aufweist.
14. Verfahren zum Herstellen eines schweißlosen ketten¬ artigen Gebildes mit wenigstens zweidimensionaler Er¬ streckung aus Kettenelementen und Fügeelementen, die jeweils wenigstens eine Öffnung sowie Sperren und Schi¬ kanen gegen unbeabsichtigtes öffnen aufweisen, und die derart ausgebildet sind, daß in wenigstens einen Teil der Kettenelemente mindestens drei Fügeelemente durch eine in wenigstens zwei Richtungen verlaufende Fügebe¬ wegung eingehängt werden, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: zunächst werden Ketten aus Kettenelementen und Füge¬ elementen hergestellt, anschließend werden in die Kettenelemente, in die wenigstens drei Fügeelemente eingehängt werden sol¬ len, jeweils ein weiteres Fügeelement eingehängt, in diese Fügeelemente werden Kettenelement einer weiteren Kette eingehängt, in die Kettenelemente dieser Kette werden dann wei¬ tere Fügeelemente eingehängt, usw.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung dreidimen¬ sionaler Gebilde in die Kettenelemente eines Kettennet¬ zes, in die wenigstens drei Fügeelemente eingehängt sind, ein weiteres Fügeelement eingehängt wird, und daß dieses Fügeelement dann mit jeweils einem Ketten¬ element einer weiteren Kette oder eines weiteren Ket¬ tennetzes verbunden wird.
16. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 mehrere zweite Greifer aufweist, denen jeweils eine vorgefertigte Kette bestehend aus einer Auseinanderreihung von Kettenelementen und Füge¬ elementen zuführbar sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere erste Greifer vor¬ gesehen sind, denen jeweils ein Fügeelement zuführbar ist.
Description:
Vorric timg y.um selbsttätigen Fügen schweißloser kettenartiger Gebilde

B e s c h r e i b u n g

Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen Fügen schweißloser kettenartiger Gebilde mit ein- bis dreidimensionaler Erstreckung aus Ketten¬ elementen und Fügeelementen.

Stand der Technik

Sogenannte schweißlose Kettengliedpaarungen aus Ketten¬ elementen und Fügeelementen, die jeweils wenigstens eine Öffnung sowie Sperren und Schikanen gegen unbeab¬ sichtigtes öffnen aufweisen, sind in vielfältigen Aus¬ führungsformen bekannt.

Nur beispielhaft soll auf die DE 37 21 729 C2 sowie die in dieser Druckschrift genannten Literaturstellen ver¬ wiesen werden. Aus der DE 37 21 729 C2 ist ein C-förmi- ges Fügeelement (dort als Einhängeglied bezeichnet) bekannt, das mit seiner Öffnung in ein Kettenelement, das beispielsweise ringförmig oder dreieckförmig aus¬ gebildet sein kann, durch eine in mindestens zwei Rich¬ tungen verlaufende Fügebewegung eingehängt werden kann. Durch diese vergleichsweise komplizierte Fügebewegung ist gewährleistet, daß sich nicht Kettengliedpaarungen der Kette bzw. des Kettennetzes unbeabsichtigt öffnen können.

Neben der in der DE 37 21 729 C2 beschriebenen, im wesentlichen C-förmigen Ausbildung der Fügeelemente sind auch noch andere Ausbildungen der Kettenelemente und der Fügeelemente möglich: Beispielsweise sind Füge¬ elemente mit einer im wesentlichen E-förmigen Kontur, die zwei Einhängeöffnungen für jeweils ein Kettenele¬ ment aufweisen, in einer Reihe von Einsatzfällen von Vorteil.

Unabhängig von der genauen Ausbildung der Kettenelemen¬ te und der Fügeelemente sind jedoch immer vergleichs¬ weise komplizierte Fügebewegungen zur Überwindung der Schikanen bzw. Sperren erforderlich, die in der Regel aus Bewegungen in wenigstens zwei Richtungen bestehen.

Dies hat zur Folge, daß bislang keine Vorrichtung zum selbsttätigen Fügen schweißloser Kettengliedpaarungen verfügbar ist, so daß Ketten bzw. Kettennetze von Hand hergestellt werden müssen.

Da schweißlose Ketten, Kettennetze oder dreidimensio¬ nale Gebilde aus schweißlosen Kettengliedpaarungen für eine Vielzahl von Anwendungen in Frage kommen, von denen nur beispielhaft dekorative Anwendungen, wie Fenstergitter, Raumteiler, Verkleidungen, Blend- und Sicherheitsschutzzäune, Sicherheitsgitter, Bewehrungs¬ matten, Strömungsgitter, aber auch Ballfangnetze, Gleitschutz- und Traktionsketten für Kraftfahrzeuge etc. genannt werden sollen, besteht ein großes Bedürf¬ nis nach der automatisierten Herstellung derartiger Ketten bzw. mehrdimensionaler Gebilde aus schweißlosen Kettengliedpaarungen.

Die vorstehende beispielhafte Nennung von Anwendungs¬ möglichkeiten schweißloser, kettenartiger Gebilde zeigt darüberhinaus, daß schweißlose Kettengliedpaarungen aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen können und je nach Einsatzzweck auch müssen.

Beschreibung der Erfindung

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Fügen von Kettengliedpaarungen sowie ein einfaches und damit automatisierbares Verfahren zum selbsttätigen Fügen schweißloser kettenartiger Gebilde mit ein- bis dreidimensionaler Erstreckung aus nahezu beliebig geformten und aus beliebigen Materialien be¬ stehenden Kettenelementen und Fügeelementen anzugeben.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung, die diese Aufgabe löst, ist im Patentanspruch 1 angegeben. Ein einfaches und damit automatisierbares Verfahren zum Fügen von Kettennetzen bzw. dreidimensionalen Gebilden aus Ket¬ tenelementen und Fügeelementen ist im nebengeordneten Anspruch 16 angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, die zum Fügen eines Kettenelements und eines Fügeelements er¬ forderliche, in wenigstens zwei Richtungen verlaufende Fügebewegung nicht durch eine einzige Positionierein¬ heit der Vorrichtung, sondern durch unterschiedliche Vorrichtungs-Bestandteile ausführen zu lassen, so daß ein Bestandteil der Vorrichtung insbesondere einen geradlinigen Teil der Fügebewegung, und ein anderer Bestandteil der Vorrichtung den in einer anderen Rich¬ tung verlaufenden Teil der Fügebewegung ausführt.

Erfindungsgemäß sind deshalb zwei Greifer vorgesehen, von denen der erste Greifer das Fügeelement so hält, daß dessen Öffnung bzw. wenigstens eine der Öffnungen des Fügeelements frei zugänglich sind. Der zweite Grei¬ fer hält das Kettenelement derart, daß es in etwa in der (jeweiligen) Einführebene des Fügeelements angeord¬ net ist. Zur Erzeugung der wenigstens in zwei Richtun¬ gen verlaufenden Fügebewegung ist der erste Greifer um einen Winkel ±α um eine Achse schwenkbar, die in der Einführebene des Kettenelements liegt und einen Winkel von 90° mit der Ebene des offenen Fügeelements ein¬ schließt, während der zweite Greifer in Richtung auf den ersten Greifer vorschiebbar ist.

Hierdurch ist es möglich, die "zusammengesetzte" Füge¬ bewegung in einfacher Weise ohne größeren Aufwand zu erzeugen. Insbesondere ist trotz der komplexen Bewegung kein Industrieroboter zur Durchführung der zusammenge¬ setzten Fügebewegung notwendig.

Da es zum selbsttätigen Fügen einer schweißlosen Kette bzw. eines Kettennetzes nicht ausreichend ist, wenn lediglich eine einzige schweißlose Kettengliedpaarung selbsttätig gefügt werden kann, ist erfindungsgemäß weiter vorgesehen, daß das Kettenglied in dem zweiten Greifer um wenigstens 180° um eine Achse, die in der Ebene des Kettengliedes liegt und einen Winkel von etwa 90° mit der Vorschubrichtung des zweiten Greifers ein¬ schließt, gedreht werden kann. Hierdurch ist es mög¬ lich, nach dem Fügen eines Kettenelementes und eines Fügeelementes das Kettenelement so zu "wenden", daß es durch den gleichen Bewegungsablauf in ein weiteres Fügeelement gefügt werden kann.

Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Durch die im Anspruch 2 beanspruchten Zuführeinheiten für Füge- und Kettenelemente, die beispielsweise im Falle der Fügeelemente eine Zuführschiene sein kann, wird der Bewegungsablauf der erfindungsgemäßen Vorrich¬ tung weiter automatisiert.

Das Schwenken des ersten Greifers kann im Prinzip auf beliebige Weise - unter anderem passiv - erfolgen. Be¬ sonders bevorzugt ist es jedoch, wenn gemäß Anspruch 3 eine erste Schwenkeinheit den ersten Greifer um den Winkel ±α schwenkt, da bei dieser Ausbildung der Bewe¬ gungsablauf des zweiten Greifers weiter vereinfacht wird, und dieser bei einer Schwenkbewgung des ersten Greifers lediglich passiv "mitnehmbar" sein muß.

Komplexere Fügebewegungen, wie sie beispielsweise für die in der DE 37 21 726 C2 beschriebenen schweißlosen Kettengliedpaarungen erforderlich sind, lassen sich gemäß Anspruch 4 dadurch realisieren, daß der zweite Greifer zum einen durch eine Vorschubeinheit in Rich¬ tung auf den ersten Greifer verschiebbar ist, und zum anderen durch eine zweite Schwenkeinheit um einen Win¬ kel ±0 um die Vorschubrichtung schwenkbar ist.

Die im Anspruch 5 gekennzeichnete Ausbildung der erfin¬ dungsgemäßen Vorrichtung, gemäß der der zweite Greifer das geschlossene - beispielsweise ringförmige oder dreieckförmige - Kettenglied an dessen Außenkontur insbesondere im Bereich einer Symmetrieebene des Ket¬ tengliedes spannt, hat den Vorteil, daß nicht nur der Einhängvorgang des Kettenelements in das Fügeelement

vereinfacht wird, sondern daß darüberhinaus auch durch die im Anspruch 6 angegebene Weiterbildung der Drehvor¬ gang des Kettenelements, der zum Einhängen des Ketten¬ elements in ein weiteres Fügeelement erforderlich ist, vereinfacht wird. Diese Ausbildung des zweiten Greifers ist selbstverständlich nicht nur für die vorstehend genannten Ausführungsformen des Kettenelements, sondern auch für komplex ausgebildete Kettenelemente verwend¬ bar. Gegebenenfalls sind die Anlageelemente des zweiten Greifers entsprechend zu modifizieren.

Im Anspruch 7 ist eine besonders einfache Ausbildung des ersten Greifers angegeben, durch den es möglich ist, die Fügeelemente einfach und zugleich sicher zu klemmen.

In den Ansprüche 8 bis 10 ist eine einfache, stabile und besonders funktionssichere Ausbildung der ersten Schwenkeinheit angegeben. Gemäß Anspruch 8 weist diese zwei Kolben/Zylinder-Einheiten auf, deren Längsachsen einen Winkel <> 0° einschließen, und die auf der einen Seite an einem Lagerbock und auf der anderen Seite an dem ersten Greifer angelenkt sind. Die FunktionsSicher¬ heit wird durch Rückstellfedern und Stoßdämpfer weiter erhöht.

Die im Anspruch 11 gekennzeichnete Ausbildung des zwei¬ ten Greifers erlaubt bei einfachem Aufbau eine Reali¬ sierung einer kombinierten Vorschub/Schwenk-Bewegung. Dies wird durch die im Anspruch 12 angegebene Ausbil¬ dung der Vorschubeinheit weiter unterstützt.

Die in den Ansprüchen 1 bis 13 beschriebenen erfin¬ dungsgemäße Vorrichtung eignet sich besonders für die

Herstellung von Ketten, d.h. eine eindimensionale An¬ ordnung von Kettengliedpaarungen.

Aus diesen Ketten können - wie ebenfalls erfindungsge¬ mäß erkannt worden ist - einfach und damit ebenfalls automatisierbar Kettennetze bzw. dreidimensionale ket¬ tenartige Gebilde hergestellt werden. Ein entsprechen¬ des Verfahren ist im Anspruch 14 angegeben.

Bei diesem Verfahren werden zunächst werden Ketten aus Kettenelementen und Fügeelementen hergestellt. An¬ schließend werden in die Kettenelemente, in die wenig¬ stens drei Fügeelemente eingehängt werden sollen, je¬ weils ein weiteres Fügeelement eingehängt, in diese Fügeelemente werden Kettenelemente einer weiteren Kette eingehängt, in die Kettenelemente dieser Kette werden dann weitere Fügeelemente eingehängt, usw, so daß man eine zweidimensionale Anordnung erhält.

Entsprechend kann nach Anspruch 15 zur Herstellung dreidimensionaler Gebilde vorgegangen werden.

Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist im Anspruch 16 gekennzeichnet. Diese Vorrichtung weist mehrere zweite Greifer auf und ist ansonsten übereinstimmend mit einer Vorrichtung zur Herstellung eindimensionaler Ketten ausgebildet. Jedem zweiten Greifer ist eine vorgefertigte Kette bestehend aus einer Auseinanderreihung von Kettenelementen und Fügeelementen zuführbar.

Bei einer Ausgestaltung dieser Vorrichtung sind auch mehrere erste Greifer vorgesehen, denen jeweils ein Fügeelement zuführbar ist (Anspruch 17), so daß das

Fügen der mehrerer Verbindungen zweier Ketten gleich¬ zeitig erfolgen kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungs¬ beispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung exempla¬ risch beschrieben, auf die im übrigen bezüglich der Offenbarung aller im Text nicht näher erläuterten er¬ findungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen:

Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau einer erfindungsgemä¬ ßen Vorrichtung zum Fügen einer schweißlosen Kette,

Fig. 2.1 bis 2.14 die Funktionsweise der in Fig.l gezeigten Vorrichtung, und

Fig. 3.1 bis 3.6 eine Erläuterung des erfindungsgemä¬ ßen Verfahrens zur Herstellung von Kettennet zen.

Beschreibung eines Ausführungsbeispiels

Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Vorrichtung zum selbsttätigen Fügen einer schweißlosen Kette aus Kettenelementen (i.f. auch als Rundringe bezeichnet) und Fügeelementen (i.f. auch als Profilstege bezeich¬ net), die jeweils wenigstens eine Öffnung sowie Sperren und Schikanen gegen unbeabsichtigtes öffnen aufweisen, und die derart ausgebildet sind, daß mindestens zwei Fügeelemente in ein Kettenelement durch eine in wenig¬ stens zwei Richtungen verlaufende Fügebewegung ein¬ gehängt sind.

Die Vorrichtung weist ein Grundgestell 1 mit Lager¬ böcken 2 für zwei im folgenden näher beschriebene Grei¬ fer 4 und 10 auf.

Der erste Greifer 4 ist als Klemmgreifer ausgebildet, dessen Klemmbacken 4a ein beispielsweise C-förmiges Fügeelement bzw. einen Profilsteg F formschlüssig der¬ art halten, daß dessen Öffnung frei zugänglich ist. Der Profilsteg F wird dem ersten Greifer 4 mittels einer Zuführschiene 12 zugeführt.

Weiterhin ist der erste Greifer 4 an einem Schwenkla¬ gerbock 3 um eine senkrecht zur Zeichenebene verlaufen¬ de Achse um den Winkel ±α durch eine erste Schwenkein¬ heit schwenkbar. Hierzu weist die erste Schwenkeinheit zwei Kolben/Zylinder-Einheiten 5 auf, deren Längsachsen einen Winkel <> 0° einschließen, und die auf der einen Seite an dem Lagerbock 2 und auf der anderen Seite an dem ersten Greifer 4 angelenkt sind. Zur Rückstellung sind Rückstellfedern für die Kolben/Zylinder-Einheiten 5 vorgesehen. Zum Auffangen eventueller Stöße ist jeder Kolben/Zylinder-Einheit 5 ein nicht näher dargestellter Stoßdämpfer zugeordnet.

Der zweite Greifer 10 ist derart ausgebildet, daß er das Kettenelement bzw. den Rundring K an seiner Außen¬ kontur etwa in der Mitte des Rundrings K derart hält, daß dieser in etwa in der Einführebene des Fügeelements angeordnet ist. Dies ist in der "Einschubzeichnung" unterhalb der Seitenansicht, die eine Aufsicht zeigt, näher dargestellt.

Der zweite Greifer 10 ist hierzu ein Parallel-Spannbak- kengreifer, dessen Spannbacken den Rundring an dessen Außenkontur spannen. Zur lagerichtigen Zufuhr eines Rundrings K ist eine zweite Zuführeinheit 13 vorgese¬ hen, die dem zweiten Greifer jeweils einen Rundring K zuführt. Zur Bewegung des zweiten Greifers 10 sind eine Vorschubeinheit 14, die den zweiten Greifer 10 in Rich¬ tung auf den ersten Greifer 4 verschiebt, und eine zweite Schwenkeinheit 8 vorgesehen, die ihn um einen Winkel ±0 um die Vorschubrichtung schwenkt.

Diese Elemente sollen im folgenden näher erläutert werden:

Der zweite Greifer 10 weist wenigstens zwei in Vor¬ schubrichtung beabstandete Führungszapfen 7 auf, die in einem Längslager 6 geführt sind, an dessen dem ersten Greifer 4 zugewandten Ende zwei durch eine nicht darge¬ stellte Steuereinheit betätigte Umlenksegmente 8 vorge¬ sehen sind, die abwechselnd in Wirkverbindung mit einem Führungszapfen 7 bringbar sind. Diese Elemente bilden die zweite Schwenkeinheit. Die Vorschubeinheit ist eine Kolben/Zylinder-Einheit 14 ist, deren Ende an dem zwei¬ ten Greifer drehbar angelenkt ist.

Weiterhin ist eine Dreheinrichtung 15 vorgesehen, die ein Drehen des Rundrings K in dem zweiten Greifer 10 um wenigstens 180° um eine Achse, die in der Ebene des Kettenelementes liegt und einen Winkel von etwa 90° mit der Vorschubrichtung einschließt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel dreht die Dreheinrichtung 15 die Anlageelemente 11 um ihre Längsachse.

Im folgenden soll die Funktionsweise der in Fig. 1 dar¬ gestellten Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Fig. 2.1 folgende beschrieben werden:

In den folgenden Figuren sind dabei jeweils gleiche oder entsprechende Teile mit den selben Bezugszeichen bezeichnet, so daß auf eine erneute Vorstellung ver¬ zichtet wird.

Fig. 2.1 zeigt, daß die Zuführeinheit 12 einen Profil¬ steg F positionsrichtig in die formschlüssigen Klemm¬ backen 4a einführt. Nicht gezeigt ist, daß in etwa gleichzeitig die Zuführeinheit 13 einen Rundring K lagerichtig in den formschlüssigen Drehbackeneinsatz 11 einführt.

Fig. 2.2 zeigt, wie die Antriebseinheit 14 vorfährt, so daß der Ring K in den Profilsteg F bis auf Anschlag eingeschoben wird. Die Längslagerführung befindet sich mit ihrem vorderen Ende an dem aktiv eingefahrenen unteren Umlenksegment 8.

Fig. 2.3 zeigt, wie die Antriebseinheit 14 weiter vor¬ fährt und durch das Umlenksegment 8 nach oben schwenkt. Hierbei lenkt sie den Klemmgreiferarm 4, der durch die federrückstellenden Stoßdämpfer/Kolben/Zylinder-Ein¬ heiten 5 in symmetrischer Ruhelage gehalten worden ist, über den Drehpunkt im Schwenklagerbock 3 nach oben aus bis zu einer definierten Endlage, in welcher der Teil¬ fügevorgang abgeschlossen ist, d.h. der Rundring K hat die Schikanen des Profilsteges durchlaufen.

In Fig. 2.4 ist dargestellt, wie der dem oberen Sto߬ dämpfer überlagerte Zylinder 5 aktiviert und gleichzei-

tig die Antriebseinheit 14 auf eine Zwischenposition zurückgefahren wird.

Der Endanschlag am ausgefahrenen Zylinder 5 ergibt einen Schwenkwinkel α des Klemmgreiferarmes 4, der so ausgelegt ist, daß, wenn der Klemmbacken 4a öffnet, der Profilsteg F mit seiner inneren Rundung hinter der Schikane in die Rundung des Rundringes formschlüssig aufgrund der Schwerkraft fällt.

Fig. 2.5 zeigt den Zustand, in dem die Klemmbacken 4a geöffnet haben und die Antriebseinheit 14 auf Endan¬ schlag zurückfährt.

In Fig. 2.6 hat die Dreheinheit 15 den Drehbackenein¬ satz 11 so geschwenkt, daß der Profilsteg F aufgrund der Schwerkraft senkrecht unter dem Rundring K hängt.

Fig. 2.7 zeigt, wie die Dreheinheit 15 weiter schwenkt, bis der Rundring K wieder horizontal liegt und der Profilsteg F vertikal hängend im Rundring K positio¬ niert ist.

Die Fig. 2.8 bis 2.14 zeigen den Fügevorgang des glei¬ chen Rundrings K in einen zweiten Profilsteg F, der dem Klemmgreifer 4 zugeführt worden ist. Da diese Figuren aufgrund der vorstehenden Beschreibung selbsterklärend sind, wird auf eine eingehende Beschreibung verzichtet. Ausdrücklich wird jedoch auf den in den Figuren offen¬ barten Bewegungsablauf als Offenbarung der erfindungs¬ gemäßen Vorrichtung Bezug genommen.

Unter Bezugnahme auf die Figuren 3.1 bis 3.6 soll im folgenden das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstel-

lung von Netzen aus Kettensträngen beschrieben werden, die insbesondere mit der vorstehend beschriebenen Vor¬ richtung hergestellt worden sind.

Da aufgrund der vorstehenden Beschreibung einer Vor¬ richtung und der folgenden Beschreibung des Verfahrens die Konstruktion einer Vorrichtung für einen Durch¬ schnittsfachmann möglich ist, wird auf eine detaillier¬ te Beschreibung einer Montagevorrichtung in den Ansprü¬ chen 16 und 17 gekannzeichneten Vorrichtung verzichtet.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird von einem bereits gefertigten Kettenstrang (Fig. 3.1) ausgegan¬ gen, in dessen Rundringe K zumindest teilweise weitere Profilstege F gefügt werden (Fig. 3.2).

Anschließend wird - wie Fig. 3.3 zeigt - daneben ein weiterer vorgefertigter Kettenstrang angeordnet, dessen Rundringe K mit dem vorstehend beschriebenen Bewegung¬ sablauf (Fig. 3.4) in die freien Teile der Profilstege F gefügt werden, so daß man das in Fig. 3.5 dargestell¬ te Netz erhält. Der beschriebene Vorgang wird dann wiederholt (Fig. 3.6)

Dabei wird davon ausgegangen, daß die Kettenstränge "vernetzt" werden dergestalt, daß gleichzeitig eine Reihe von Profilstegen nebeneinander angeordnet werden, entsprechend dem Abstand der Mittelachsen der Rundringe des Kettenstranges. Anders als bei der Herstellung einer Kette bleibt der Kettenstrang, d.h. der Rundring im Strang exakt form- und kraftschlüssig fixiert liegen und die Profilstegreihe führt die entsprechenden Bewe¬ gungen aus.

Ist die Profilstegreihe in den Kettenstrang eingehängt, so wird nun die Profilstegreihe als "Basis" verwendet, d.h. sie bleibt unverrückt liegen.

Nun wird ein fixierter Kettenstrang in richtiger Tei¬ lung zur Profilstegreihe positioniert und führt die entsprechenden Bewegungen aus, um sich über die Schika¬ nen hinweg in die Profilstege einzuklinken.

Nun ist der Kettenstrang eingeklinkt und es ist eine neue Reihe entstanden.

Vorstehend ist die Erfindung anhand von Ausführungsbei- spielen ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsge¬ dankens beschrieben worden. Insbesondere können anstel¬ le der bei den Ausführungsbeispielen verwendeten Pro¬ filstege und Rundringe nahezu beliebige Ketten- und Fügeelemente verwendet werden.