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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR FASTENING ACOUSTIC TRANSDUCERS TO A WATERCRAFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/037529
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (18) for fastening acoustic transducers to a watercraft, said device comprising a traction means (20) which, in particular load-free, has a first dimension in a first lateral direction (y) and a second dimension in a second lateral direction (z) which differs from the first dimension (y), and a fastening element (22) which is designed to connect an acoustic transducer to the traction means.

Inventors:
MEYER CHRISTOPH (DE)
MINSCHKE MIKE (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/072346
Publication Date:
March 04, 2021
Filing Date:
August 10, 2020
Export Citation:
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Assignee:
ATLAS ELEKTRONIK GMBH (DE)
THYSSENKRUPP AG (DE)
International Classes:
B63B21/66; G01K11/00; G01S7/521; G01S15/88
Foreign References:
US5856954A1999-01-05
Attorney, Agent or Firm:
THYSSENKRUPP INTELLECTUAL PROPERTY GMBH (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (18) zur Befestigung von Schallwandlern an einem Wasserfahrzeug (28) mit folgenden Merkmalen: einem Zugmittel (20) das, insbesondere belastungsfrei, in einer ersten lateralen Richtung (y) eine erste Ausdehnung aufweist und in einer zweiten lateralen Richtung (z) eine zweite Ausdehnung aufweist, die sich von der ersten Ausdehnung (y) unterscheidet; und einem Befestigungselement (22), das ausgebildet ist, einen Schallwandler mit dem Zugmittel zu verbinden.

2. Vorrichtung (18) gemäß Anspruch 1, wobei die erste Ausdehnung in der ersten lateralen Richtung (y) zumindest zwei Mal, insbesondere mindestens vier Mal so groß ist wie die zweite Ausdehnung in der zweiten lateralen Richtung (z).

3. Vorrichtung (18) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Zugmittel (20) ein erstes Seil und ein zweites Seil aufweist, wobei das erste Seil (24a) und das zweite Seil (24b) ein gemeinsames Befestigungselement (26) aufweisen.

4. Vorrichtung (18) gemäß Anspruch 3, wobei das erste Seil (24a) in einem Bereich zwischen dem Befestigungselement (22) und einem weiteren Befestigungselement (22‘), die ausgebildet ist, einen weiteren Schallwandler mit dem Zugmittel (20) zu verbinden, mit dem zweiten Seil (24b) zu einem Band (24) verbunden ist.

5. Vorrichtung (18) gemäß einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei das erste Seil (24a) mit dem zweiten Seil (24b) zu einem Band (24) verwoben ist.

6. Vorrichtung (18) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei Zugmittel (20) eine Natur- und/oder Synthetik-Faser, insbesondere eine Aramid-Faser, aufweist.

7. Vorrichtung (18) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Befestigungselement eine Lasche umfasst, wobei der Schallwandler in der Lasche angeordnet ist um den Schallwandler mit dem Zugmittel zu verbinden.

8. Vorrichtung (18) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei eine Mehrzahl von Befestigungselementen entlang des Zugmittels, insbesondere äquidistant, angeordnet sind.

9. Schleppsonar mit folgenden Merkmalen: einer Vorrichtung (18) zur Befestigung von Schallwandlern an einem Wasserfahrzeug (28) gemäß einem der vorherigen Ansprüche; einem Schallwandler, der mittels des Befestigungselements (22) mit dem Zugmittel (20) verbunden ist.

10. Schleppsonar gemäß Anspruch 9, wobei das Zugmittel (20) ausgebildet ist, Zugkräfte, die das Wasserfahrzeug (28) im Betrieb der Schallwandler auf das Schleppsonar ausübt, aufzunehmen.

11. Schleppsonar gemäß Anspruch 9 oder 10, wobei die Vorrichtung (18) eine Mehrzahl von Befestigungselementen (22) für eine Mehrzahl von Schallwandler aufweist, wobei jeweils ein Schallwandler mittels einem Befestigungselement (22) mit dem Zugmittel (20) verbunden ist.

12. Wasserfahrzeug (28) umfassend das Schleppsonar gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei das Zugmittel (20) mit dem damit verbundenen Schallwandler auf einer Winde aufgewickelt ist.

13. Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung (18) zur Befestigung von Schallwandlern an einem Wasserfahrzeug (28) mit folgenden Schritten:

Bilden des Zugmittels, das, insbesondere belastungsfrei, in einer ersten lateralen Richtung eine erste Ausdehnung aufweist und in einer zweiten lateralen Richtung eine zweite Ausdehnung aufweist, die sich von der ersten Ausdehnung unterscheidet; während oder nach dem Bilden des Zugmittels, Befestigen eines Befestigungselements an dem Zugmittel um einen Schallwandler mit dem Zugmittel zu verbinden.

14. Verfahren zur Herstellung eines Schleppsonars mit folgenden Schritten: den Schritten des Verfahrens gemäß Anspruch 13, wobei bei dem Befestigen des Befestigungselements eine Öffnung für das Einführen eines Schallwandlers verbleibt,

Einsetzen des Schallwandlers in das Befestigungselement,

Verschließen des Befestigungselements, so dass der Schallwandler fest mit dem Zugmittel verbunden ist.

Description:
Vorrichtung zur Befestigung von Schallwandlern an einem Wasserfahrzeug

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Befestigung von Schallwandlern an einem Wasserfahrzeug, ein entsprechendes Schleppsonar, das die Vorrichtung umfasst sowie die zugehörigen Herstellungsverfahren.

Schleppsonare sind ein beliebtes Mittel zur Unterwasseraufklärung. Ein Schleppsonar weist eine Vielzahl von hintereinander angeordneten Schallwandlern, auch als Hydrophone bezeichnet, auf, die entlang eines Zugseils angeordnet sind. Je länger ein Schleppsonar ist, desto geringer ist insbesondere bei einem Unterwasserfahrzeug der blinde Winkel, der durch das Schleppsonar erzeugt wird. Ferner wird der Abstand zum Wasserfahrzeug vergrößert, so dass ein aktives Schleppsonar, dass zunächst Schallwellen aussendet um deren Reflexionen zu empfangen und auszuwerten, schwerer dem Wasserfahrzeug zugeordnet werden kann. Darüber hinaus wird ist auch die Auflösung eines längeren Schleppsonars besser als die Auflösung eines kürzeren Schleppsonars. Die Tendenz geht daher dahin, immer längere Schleppsonare zu entwickeln.

Das Schleppsonar kann direkt mittels des Zugmittels mit dem ziehenden Wasserfahrzeug verbunden sein. Alternativ kann das Schleppsonar auch indirekt mittels eines Verbindungsmittels, das mit dem Zugmittel, insbesondere lösbar, verbunden ist, mit dem Wasserfahrzeug verbunden sein. Das Verbindungsmittel kann ein Zugkabel sein, das zwischen dem Zugmittel und dem Wasserfahrzeug angeordnet ist.

Wird das Schleppsonar nicht zur Aufklärung benötigt, kann es auf einer Trommel aufgerollt auf dem Wasserfahrzeug transportiert werden, um die Manövrierfähigkeit des Wasserfahrzeugs zu erhöhen und die Gefahr, dass sich das Schleppsonar verfängt, zu verringern. Je länger das Schleppsonar wird, desto dicker wird jedoch auch das Zugseil um den auftretenden Kräfte zu widerstehen, so dass der Durchmesser des Zugseils schnell den Durchmesser bzw. die Größe der Schallwandler überschreitet. Insbesondere werden Anschlusselemente, die das Zugseil mit dem Wasserfahrzeug, mit dem Verbindungsmittel oder auch untereinander verbinden, häufig noch dicker, weisen also einen noch größeren Durchmesser auf, als das Zugseil selber. Als Anschlusselement wird häufig ein Spleißauge (auch als Augspleiß bezeichnet) verwendet, das beispielsweise eine 10-fache Größe des Seildurchmessers aufweisen muss, um durch enge Biegeradien des Zugseils zur Formung des Spleißauges die Bruchfestigkeit des Zugseils zu erhalten. Kleinere Spleißaugen würden die Bruchfestigkeit des Zugseils verringern. Solch großen Spleißaugen stehen der Anforderung, dünne Schleppsonare zu entwickeln, entgegen. So wäre bei einem Zugseil von 5mm Durchmesser ein Spleißauge mit einem Durchmesser von 50mm vorzusehen. Schleppsonare, die zu Aufnahme der entstehenden Zugkräfte ein Zugseil mit 5mm Durchmesser benötigen, können daher keinen Durchmesser aufweisen, der geringer ist als 50mm. Andernfalls kann das Schleppsonar nicht ordnungsgemäß auf die Trommel aufgewickelt werden. Es besteht jedoch die Anforderung, entsprechende Schleppsonare mit einem geringeren Durchmesser zu entwickeln.

Darüber hinaus erfordert ein dickes Zugseil wiederum auch eine Trommel mit größerem Durchmesser als ein dünnes Zugseil, damit ein vorgegebener maximaler Biegeradius des Zugseils eingehalten wird. Ein zu geringer Biegeradius begünstigt ein „knicken“ der Fasern des Zugseils, so dass diese schneller brechen und das Zugseil den Belastungen nicht mehr standhalten kann und bricht bzw. reißt. Die maximale Lebensdauer des Schleppsonars wird somit reduziert. Für große Trommeln ist jedoch auf dem Wasserfahrzeug kein Platz vorgesehen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, ein verbessertes Konzept für Schleppantennen zu schaffen.

Die Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind der Gegenstand der abhängigen Patentansprüche. Ausführungsbeispielen zeigen eine Vorrichtung zur Befestigung von Schallwandlern an einem Wasserfahrzeug mit einem Zugmittel, das, insbesondere belastungsfrei, in einer ersten lateralen Richtung (y) eine erste Ausdehnung auf und in einer zweiten lateralen Richtung (z) eine zweite Ausdehnung aufweist, die sich von der ersten Ausdehnung (y) unterscheidet. Die Vorrichtung umfasst ferner ein Befestigungselement, das ausgebildet ist, einen Schallwandler mit dem Zugmittel zu verbinden. Vorteilhafterweise weist das Zugmittel ohne Belastung (also belastungsfrei) die Abwesenheit eines runden Querschnitts auf.

Bei dem Befestigungselement handelt es sich beispielsweise um eine Lasche, die mit dem Zugmittel verbunden ist und einen Schallwandler fest mit dem Zugmittel verbinden kann. Das Befestigungselement kann beispielsweise an den Rändern mit dem Zugmittel vernäht oder verklebt sein, so dass mittig zwischen dem Befestigungselement und dem Zugmittel ein Hohlraum für den Schallwandler verbleibt. Das Befestigungselement kann dann in der Lasche angeordnet sein, um den Schallwandler mit dem Zugmittel zu verbinden. Ferner können eine Mehrzahl von Befestigungsmitteln entlang des Zugmittels, bevorzugt äquidistant, angeordnet sein. Somit können eine Vielzahl von Schallwandlern entlang des Zugmittels (in x- Richtung) angeordnet werden, beispielsweise um eine Schleppantenne zu bilden.

Die erste laterale Richtung (y) wird auch als Breite des Zugmittels bezeichnet. Die zweite laterale Richtung (z) wird auch als Dicke des Zugmittels bezeichnet. Statt einem Schallwandler können auch eine Vielzahl von Schallwandlern mittels einer entsprechenden Anzahl von Befestigungselementen (also einer Vielzahl von Befestigungselementen) an dem Zugmittel angeordnet werden. Die Anzahl der Schallwandler ist vorwiegend durch die Länge des Zugmittels begrenzt.

Idee ist es, das Zugseil durch ein Zugmittel, z.B. ein Band, zu ersetzen, das nicht rund, sondern flach ist. Alternative Begriffe für das Band sind Riemen, Gürtel, Gurt, Schlauch oder Schlinge. Somit kann das Zugmittel in seiner Breite vergrößert werden, um die erforderlichen Kräfte aushalten zu können, während es in seiner Dicke sehr dünn gehalten wird, um kleine Biegeradien zu ermöglichen, so dass das Anschlusselemente (z.B. das Spleißauge) klein gehalten werden kann und das Zugmittel auf einer Trommel bzw. Winde mit geringem Durchmesser aufgerollt werden kann. So kann ein Zugmittel, das die gleiche Zugkraft wie das Zugseil aufweist, dünner ausgeführt sein als das Zugseil, so dass ein erforderlicher Mindestbiegeradius für das Zugmittel geringer ist als für das Zugseil. Die Trommel bzw. Winde des Wasserfahrzeugs kann dann einen geringeren Durchmesser aufweisen als bei Verwendung eines vergleichbaren Seils als Zugmittel.

In Ausführungsbeispielen ist die erste Ausdehnung in der ersten lateralen Richtung (y) zumindest zwei Mal, insbesondere mindestens vier Mal, vorzugsweise mindestens sechs Mal so groß ist wie die zweite Ausdehnung in der zweiten lateralen Richtung (z). Somit wird eine ausreichende Zugfestigkeit des Zugmittels auch bei langen Schleppantennen erreicht und der maximale Biegeradius der Vorrichtung bzw. des Zugmittels wird gleichzeitig klein gehalten.

In Ausführungsbeispielen weist das Zugmittel ein erstes Seil und ein zweites Seil auf, wobei das erste Seil und das zweite Seil ein gemeinsames Befestigungselement aufweisen. Das heißt, an einer Stelle des Zugmittels ist nur ein Befestigungselement vorgesehen. Das Befestigungselement kann entweder an einem der beiden Seile befestigt sein oder statt nur an einem Seil kann das Befestigungselement für den Schallwandler an zwei (oder einer Vielzahl) von Seilen befestigt sein. Die Seile können parallel nebeneinander geführt sein, so dass die Gesamtheit der Seile, die das Zugmittel bilden, die unterschiedlichen Ausdehnungen in den beiden lateralen Richtungen aufweist. Dadurch, dass die Kraft auf mehrere Seile verteilt wird, können die einzelnen Seile einen geringeren Durchmesser aufweisen, als ein einziges Zugseil. Als ein Seil können eine Vielzahl von Fasern angesehen werden, die zu einem Strang zusammengefasst, insbesondere verdrillt, sind. Die Fasern des Zugmittels, insbesondere des ersten und/oder des zweiten Seils, sind beispielsweise Natur- oder Synthetik-Fasern, z.B. Aramid-Fasern, Fligh-Tech Fasern etc.

In einem Ausführungsbeispiel können die Seile separat voneinander verlaufen. In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das erste Seil in einem Bereich zwischen dem Befestigungselement und einem weiteren Befestigungselement, das ausgebildet ist, einen weiteren Schallwandler mit dem Zugmittel zu verbinden, mit dem zweiten Seil zu einem Band verbunden. Alternative Begriffe für das Band sind Riemen, Gürtel, Gurt, Schlauch oder Schlinge. Die Seile können mit einem Vergussmaterial, beispielsweise einem Kunststoff oder Gummi, vergossen sein um das Band zu bilden. Alternativ kann das erste Seil mit dem zweiten Seil (und optional etwaigen weiteren der Vielzahl von Seilen) zu dem Band verwoben sein.

Analog ist ein Verfahren zur Herstellung eines Zugmittels mit folgenden Schritten offenbart: Bilden des Zugmittels, das, insbesondere belastungsfrei, in einer ersten lateralen Richtung eine erste Ausdehnung aufweist und in einer zweiten lateralen Richtung eine zweite Ausdehnung aufweist, die sich von der ersten Ausdehnung unterscheidet; während oder nach dem Bilden des Zugmittels, Befestigen eines Befestigungselements an dem Zugmittel um einen Schallwandler mit dem Zugmittel zu verbinden.

Ferner ist ein Schleppsonar mit der Vorrichtung und einem Schallwandler, der mittels des Befestigungselements mit dem Zugmittel verbunden ist, offenbart. Das Schleppsonar kann ferner eine Hülle aufweisen, die die Vorrichtung (hermetisch) umschließt und beispielsweise nur einen Zugang zu dem Anschlusselement erlaubt. Die Hülle kann mit einer Flüssigkeit, beispielsweise Öl, gefüllt sein. So kann das Schleppsonar mittels des Anschlusselements mit dem Wasserfahrzeug verbunden werden und es ist ferner möglich, eine Vielzahl der Schleppsonare (sequentiell) miteinander zu verbinden, also hintereinanderzureihen, um ein verlängertes Schleppsonar zu erhalten.

Analog ist ein Verfahren zur Herstellung eines Schleppsonars mit den Schritten des vorherigen Verfahrens gezeigt, wobei bei dem Befestigen des Befestigungselements eine Öffnung für das Einführen eines Schallwandlers verbleibt, der Schallwandlers in das Befestigungselement eingesetzt wird und das Befestigungselement (nach dem Einsetzen des Schallwandlers) verschlossen wird, so dass der Schallwandler fest mit dem Zugmittel verbunden ist.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen: Fig. 1: eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zur Befestigung von Schallwandlern an einem Wasserfahrzeug; und

Fig. 2: eine schematische Darstellung von verschiedenen Ausführungsformen der Vorrichtung, wobei in Fig. 2a, Fig. 2b, Fig. 2c und Fig. 2d eine Draufsicht und in Fig. 2e eine Seitenansicht gezeigt ist.

Bevor nachfolgend Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung im Detail anhand der Zeichnungen näher erläutert werden, wird darauf hingewiesen, dass identische, funktionsgleiche oder gleichwirkende Elemente, Objekte und/oder Strukturen in den unterschiedlichen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind, so dass die in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellte Beschreibung dieser Elemente untereinander austauschbar ist bzw. aufeinander angewendet werden kann.

Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung 18 zur Befestigung von Schallwandlern an einem Wasserfahrzeug. Die Vorrichtung 18 weist ein Zugmittel 20 und ein Befestigungselement 22 auf. Das Befestigungselement 22 kann einen Schallwandler (nicht gezeigt) mit dem Zugmittel verbinden. Die Vorrichtung mit dem Schallwandler wird dann als Schleppsonar bezeichnet. Typischerweise weist die Vorrichtung 18 eine Vielzahl von Befestigungselementen 22 auf, in die jeweils ein Schallwandler eingesetzt werden kann, um denselben mit dem Zugmittel zu verbinden. Als Befestigungselement können Laschen, auch als Tasche bezeichnet, verwendet werden. Diese können einseitig oder beidseitig an der Vorrichtung angeordnet sein.

Das Zugmittel 20 weist in einer ersten lateralen Richtung (y) eine erste Ausdehnung auf und in einer zweiten lateralen Richtung (z) eine zweite Ausdehnung auf, die sich von der ersten Ausdehnung (y) unterscheidet. In anderen Worten weist das Zugmittel eine Dicke auf, die geringer ist als eine Breite des Zugmittels. In einer Länge (z), auch als Haupterstreckungsrichtung bezeichnet, weist die Vorrichtung 18 beispielsweise eine Länge von mehr als 20m, insbesondere mehr als 40m auf. Zur Bildung eines einsatzfähigen Schleppsonars mit ausreichender Länge können eine bestimmte Anzahl, beispielsweise zwischen 5 und 15 der vorgenannten Vorrichtungen bzw. Schleppsonare (z.B. mittels der Anschlusselement) miteinander verbunden werden, um ein Schleppsonar mit einer Länge von beispielsweise zwischen 200 Metern und 600 Metern zu erhalten. Es sind jedoch auch Längen von über 600m möglich, beispielsweise indem die Länge der einzelnen Vorrichtungen bzw. Schleppsonare oder die Anzahl der verbundenen Vorrichtungen bzw. Schleppsonare erhöht werden. In einem Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, eine einzige Vorrichtung mit einer Länge von mehr als 300m, insbesondere mehr als 400m oder mehr als 600m, zu formen.

Punkte 30 zeigen in allen Figuren an, dass sowohl das Zugmittel 20 in seiner Länge als auch eine Anzahl der an dem Zugmittel 20 angeordneten Befestigungselemente 22 (beliebig) variiert werden kann.

Fig. 2a zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 18. Die Vorrichtung 18 weist ein erstes Seil 24a und ein zweites Seil 24b auf. Das erste Seil 24a ist beabstandet von dem zweiten Seil 24b angeordnet. Die Seile 24a, 24b bilden gemeinsam das Zugmittel 20. Ein gemeinsames Befestigungselement 22 ist an den Seilen befestigt.

Fig. 2b zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 18. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 2a ist ein Bereich zwischen dem Befestigungselement 22 und einem weiteren Befestigungselement 22' zu einem Band 24 verbunden. Das Band 24 kann sich vorteilhafterweise zumindest zwischen einem vordersten (ersten) und einem hintersten (letzten) der an dem Zugmittel angeordneten Befestigungselemente oder auf einer gesamten Länge der Vorrichtung erstrecken. Das Verbinden des ersten Seils 24a mit dem zweiten Seil 24b zu dem Band 24 kann mittels Vergießen (beispielsweise mittels eines Kunststoffes oder Gummi) oder mittels Verkleben erfolgen. In einerweiteren Ausführungsform kann das Band 24 auch durch Verweben hergestellt werden. Das erste Seil 24a und das zweite Seil 24b bilden dann eine äußere Begrenzung des Gewebes. Das Gewebe erstreckt sich von dem ersten Seil 24a zu dem zweiten Seil 24b. Optional können weitere, parallel zu den Seilen 24a und 24b verlaufende Seile durch das Gewebe verlaufen.

Fig. 2c zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 18. In diesem Ausführungsbeispiel ist das erste Seil 24a mit dem zweiten Seil 24b (und weiteren Seilen) zu dem Band 24 verwoben. Das heißt, die Seile 24a und 24b sind Teil des Gewebes und stellen nicht wie in Fig. 2b gezeigt, die äußere Begrenzung des Gewebes dar.

Fig. 2d zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 18. Gezeigt ist, dass das erste Seil 24a und das zweite Seil 24b mit einem Anschlusselement 26 verbunden sind. Das Anschlusselement 26 kann wie in Fig. 2d gezeigt direkt mit einem Wasserfahrzeug 28 verbunden sein. Alternativ kann zwischen Wasserfahrzeug 28 und Anschlusselement 26 ein Verbindungsmittel angeordnet sein, um das Wasserfahrzeug 28 mit dem Schleppsonar zu verbinden. Als Anschlusselement 26 kann z.B. ein aus beiden Seilen geformtes Spleißauge verwendet werden. In den Ausführungsbeispielen aus Fig. 2a und Fig. 2b können das erste Seil 24a und das zweite Seil 24b jeweils ein eigenes Anschlusselement aufweisen.

Fig. 2e zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in einer Seitenansicht. Hier ist das Zugmittel 20 zu einer (Endlos-) Schlaufe angeordnet. Die Befestigungselemente 22, 22' sind zwischen einer oberen und einer unteren Bahn der Schlaufe angeordnet. Von der oberen Bahn verläuft das Zugmittel beispielsweise um ein letztes Befestigungselement oder einen beliebigen anderen Abschluss, beispielsweise ein Gewicht, herum zu der unteren Bahn. Am vorderen Ende kann durch die Schlaufe hindurch eine Befestigung der Vorrichtung an dem Wasserfahrzeug erfolgen.

Die offenbarten (Wasser-) Schallwandler sind für den Einsatz unter Wasser, insbesondere im Meer, ausgelegt. Die Schallwandler sind ausgebildet, Wasserschall in eine dem Schalldruck entsprechenden elektrischen Signal (z.B. Spannung oder Strom), das Wasserschallsignal, umzuwandeln. Überdies sind die Schallwandler ausgebildet, eine anliegende elektrische Spannung in Wasserschall umzuwandeln. Die Schallwandler können demnach als Wasserschallwandler und/oder als Wasserschallsender verwendet werden. Als sensorisches Material weisen die Schallwandler ein piezoelektrisches Material, beispielsweise eine Piezokeramik, auf. Die Schallwandler können für (Aktiv- und/oder Passiv-) Sonar (sound navigation and ranging, dt.: Schall-Navigation und -Entfernungsbestimmung) eingesetzt werden. Die Schallwandler sind nicht für medizinische Anwendungen geeignet. Obwohl manche Aspekte im Zusammenhang mit einer Vorrichtung beschrieben wurden, versteht es sich, dass diese Aspekte auch eine Beschreibung des entsprechenden Verfahrens darstellen, sodass ein Block oder ein Bauelement einer Vorrichtung auch als ein entsprechender Verfahrensschritt oder als ein Merkmal eines Verfahrensschrittes zu verstehen ist. Analog dazu stellen Aspekte, die im Zusammenhang mit einem oder als ein Verfahrensschritt beschrieben wurden, auch eine Beschreibung eines entsprechenden Blocks oder Details oder Merkmals einer entsprechenden Vorrichtung dar.

Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich eine Veranschaulichung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung dar. Es versteht sich, dass Modifikationen und Variationen der hierin beschriebenen Anordnungen und Einzelheiten anderen Fachleuten einleuchten werden. Deshalb ist beabsichtigt, dass die Erfindung lediglich durch den Schutzumfang der nachstehenden

Patentansprüche und nicht durch die spezifischen Einzelheiten, die anhand der Beschreibung und der Erläuterung der Ausführungsbeispiele hierin präsentiert wurden, beschränkt sei.

Bezugszeichenliste:

18 Vorrichtung 20 Zugmittel 22 Befestigungselement

24a erstes Seil 24b zweites Seil 26 Anschlusselement 28 Wasserfahrzeug 30 Punkte