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Title:
DEVICE FOR HANDLING, TRANSPORTING AND STORING CAPILLARIES, METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF AND INDIVIDUAL CAPILLARY DISPENSER THEREFROM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/008803
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a device for handling, transporting and storing capillaries, whereby said capillaries are arranged in a substantially parallel manner on at least one adhesive tape extending in a manner substantially vertical to the longitudinal axis of the capillaries, whereby said capillaries are maintained on a part of the surface area thereof. Also disclosed is a method for producing said device and an individual capillary dispenser therefrom.

Inventors:
BIGUS HANS-JUERGEN (DE)
FREY REINHARD (DE)
RIEKER HANS (DE)
Application Number:
PCT/DE2000/002191
Publication Date:
February 08, 2001
Filing Date:
June 29, 2000
Export Citation:
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Assignee:
HIRSCHMANN LABORGERAETE GMBH (DE)
BIGUS HANS JUERGEN (DE)
FREY REINHARD (DE)
RIEKER HANS (DE)
International Classes:
B01L9/00; B01L99/00; B65D73/02; C03B35/26; G01N27/447; G01N30/60; (IPC1-7): B01L9/06; B65D83/02
Domestic Patent References:
WO1998036995A11998-08-27
Foreign References:
US4960566A1990-10-02
US5840573A1998-11-24
US5067629A1991-11-26
US3173728A1965-03-16
US3306494A1967-02-28
DE3046080A11982-06-09
Attorney, Agent or Firm:
Lichti, Heiner (Postfach 41 07 60 Karlsruhe, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Mittel zum Handhaben, Transportieren und Lagern einer Mehrzahl von Kapillaren, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapillaren (1) in im wesentlichen paralleler Rei hung auf wenigstens einem im wesentlichen senkrecht zu deren Längsachse verlaufenden Klebeband (2) aufge bracht und von diesem auf einem Teil ihrer Mantelflã che gehalten sind.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB das Klebeband (2) mit einem Kontaktkleber beschichtet ist.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeband (2) eine Folie ist.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, daß die Breite (d) des Klebebandes (2) kleiner als die Lange (1) der Kapillaren (1) ist.
5. Mittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daB die Breite (d) des Klebebandes (2) kleiner als die halbe Lange (L) der Kapillaren (1) ist.
6. Mittel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (d) des Klebebandes (2) etwa einem Drittel der Lange (L) der Kapillaren (1) entspricht.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, daß die Kapillaren (1) auf dem Klebeband (2) dicht an dicht angeordnet sind.
8. Mittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (a) der Kapillaren (1) kleiner als deren Durchmesser (D) ist.
9. Mittel nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapillaren (1) einander anliegen.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, daß die Kapillaren (1) mit ihrem Längs mittelbereich auf einem Klebeband (2) angeordnet sind und dieses zu beiden Seiten überragen.
11. Mittel nach einem der Anspruche 1 bis 9 dadurch ge kennzeichnet, daß zwei oder mehr Klebebänder mit Ab stand voneinander vorgesehen sind und die Kapillaren (1) mit ihren Enden die Außenkanten der Klebebänder uberragen.
12. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge kennzeichnet, daß die Kapillaren (1) mit dem Klebeband (2) um eine Achse zu einem Wickel aufgerollt ist.
13. Mittel nach einem der Anspruche 1 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, daß das Klebeband (2) an wenigstens ei nem Ende eine klebstofffreie Abziehlasche (2a) auf weist.
14. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge kennzeichnet, daß das Klebeband (2) mit einem die Kapillaren (1) identifizierenden Etikett einem Auf druck (3) od. dgl. versehen ist.
15. Mittel nach einem der Anspruche 1 bis 14, dadurch ge kennzeichnet, daß das Aufnahmevermögen der Kapillaren (1) kleiner 500 yl beträgt.
16. Mittel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmevermögen der Kapillaren (1) kleiner 100 pl beträgt.
17. Mittel nach Anspruch 15 und 16, dadurch gekennzeich net, daß das Aufnahmevermögen der Kapillaren kleiner 1 pl beträgt.
18. Verfahren zur Herstellung eines Mittels gemäß einem der Anspruche 1 bis 17, indem ein Kapillarrohr endlos erzeugt, in der gewunschten Länge der Kapillaren (1) zugeschnitten wird und die Kapillaren (1) gegebenen falls einseitig verschlossen und/oder gegebenenfalls innenseitig beschichtet oder befullt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapillaren (1) in paralleler Reihung und wenigstens ein im wesentlichen senkrecht zur Längsachse der Kapillaren (1) laufendes Klebeband (2) zusammengeführt und unter leichtem Druck haftend verbunden werden.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeband (2) mit den Kapillaren (1) zu einem Wickel aufgewickelt wird.
20. Spender zum Vereinzeln von Kapillaren (1) von einem Mittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 17 mit wenig stens einer ein Widerlager (12) für die Kapillaren (1) bildenden und das Klebeband (12) freilassenden Schlitzfuhrung (5), in die das Mittel einfuhrbar ist und die am anderen Ende eine Abgabestelle (15) für die Kapillaren (1) aufweist, wobei das Klebeband (2) unter Abstützen der Kapillaren (1) in der Schlitzfuhrung (5) von den Kapillaren (1) lösbar ist.
21. Spender nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine im wesentlichen Uförmige Aufnahme (6) für die Kapillaren (1) vorgesehen ist, deren USchenkel (7) einen wenigstens der Lange (L) der Kapillaren (1) ent sprechenden Abstand aufweisen, und daß die Schlitzfüh rung (5) zwischen dem USteg (8) der Aufnahme (6) und wenigstens einem daruber angeordneten Fuhrungsglied (9) gebildet ist, wobei der Abstand (h) zwischen dem USteg (8) und dem Führungsglied (9) etwa dem Durch messer (D) der Kapillaren (1) entspricht.
22. Spender nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeich net, daß zwei einander zugekehrte, an den USchenkeln (7) der Aufnahme (6) im wesentlichen symmetrisch mit Abstand voneinander angeordnete Führungsglieder (9) vorgesehen sind, die zwischen sich einen Freiraum zum Lösen des auf den Langsmittelbereich der Mikroreakti onsgefäße (1) aufgebrachten Klebebandes (2) bilden.
23. Spender nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeich net, daß ein zentrales, mit Abstand (e, f) von den U Schenkeln (7) der Aufnahme (6) angeordnetes Führungs glied (9) vorgesehen ist, welches zwischen seinen Längskanten (9a, 9b) und den USchenkeln (7) jeweils einen Freiraum zum Lösen zweier mit Abstand voneinan der auf die Kapillaren (1) aufgebrachten Klebebänder bildet.
24. Spender nach einem der Anspruche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der Schlitzfuhrung (5) ge führter, elastisch auf die Kapillaren (1) in Richtung der Abgabeestelle (15) wirkender Schieber (20) vorge sehen ist.
25. Spender nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (20) zum Bestücken der Schlitzführung (5) mit den Kapillaren (1) an dem der Abgabestelle (15) abgewandten Ende (6a) der Aufnahme (6) arretierbar ist.
26. Spender nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeich net, daß der Schieber (20) mit einem Fuhrungsstift (26) in Verbindung steht, der in einem in dem USteg (8) der Aufnahme (6) ausgeformten Langloch (25) sitzt und zur Aufnahme einer zwischen dem Schieber (20) und dem der Abgabestelle (15) abgewandten Ende (25a) des Langlochs (25) angeordneten Schraubenfeder (26) dient.
27. Spender nach einem der Anspruche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Klebeband (2) auf ei ner Achse aufgewickelten Kapillaren (1) mittels einer auf die Achse wirkenden Spiralfeder abrollbar und in der Schlitzführung (5) verschiebbar sind.
28. Spender nach einem der Anspruche 20 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapillaren (1) dem Spender an der Abgabestelle (15) in ihrer Achsrichtung (1) ent nehmbar sind.
29. Spender nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgabestelle (15) wenigstens eine auf dem Niveau der Kapillaren (1) angeordnete, wenigstens einen der USchenkel (7) der Aufnahme (6) durchsetzende Abgabe öffnung (16) aufweist.
30. Spender nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (s) der Abgabeöffnung (16) etwa dem Durchmesser (D) der Kapillaren (1) entspricht.
Description:
Mittel zum Handhaben, Transportieren und Lagern von Kapil- laren, Verfahren zu dessen Herstellung und Spender zum Ver- einzeln der Kapillaren von einem solchen Mittel Die Erfindung betrifft ein Mittel zum Handhaben, Transpor- tieren und Lagern einer Mehrzahl von Kapillaren, ein Ver- fahren zu dessen Herstellung und einen Spender zum Verein- zeln der Kapillaren von einem solchen Mittel.

Kapillaren, insbesondere Mikrokapillaren, werden für eine Vielzahl chemischer, biologischer, biochemischer oder medi- zinischer Experimente, wie chemische Analysen, Synthesen, Probenvorbereitungen, Biotests, Bluttests od. dgl. einge- setzt. Sie bestehen aus einem inerten Material, vornehmlich aus Glas, und werden aus Endlos-Kapillarröhrchen durch Ab- lange hergestellt. Sie haben meist zylindrische, insbeson- dere kreiszylindrische Form und können entweder als Kapil- larröhrchen beidseitig offen oder an einem Ende reagenz- glasartig verschlossen sein. Im letztgenannten Fall können sie als Mikroreaktionsgefäße eingesetzt werden und gegebe- nenfalls zusätzlich innenseitig mit einem reaktiven Materi-

al, z. B. Katalysatormaterial, beschichtet sein und/oder im Bereich ihrer Füllöffnung einen Bördelrand zum Verschließen mit einer Bördelkappe aufweisen. Auch beidseitig offene Ka- pillarröhrchen können mit chromatographischen oder biolo- gisch aktiven Sorbentien beschichtet sein. Ebensfalls sind beidseitig verschlossene Kapillaren bekannt, die gegebenen- falls über Sollbruchstellen aufbrechbar sind. Auf solche Kapillaren und Mikroreaktionsgefäße bezieht sich die Erfin- dung.

Kapillaren sind insbesondere wegen ihrer geringen Grole und Zerbrechlichkeit schlecht zu handhaben und zwar im manuel- len wie im mechanisierten Betrieb. Dies gilt sowohl beim Verpacken, Transportieren und Lagern als auch bei der Ver- wendung seitens des Benutzers. Die von Endloskapillar- röhrchen abgelängten Kapillaren werden bisher in losen Ge- binden verpackt. Bei Transport und Lagerung solcher losen Gebinde kann es zum Bruch kommen mit entsprechender Verlet- zungsgefahr. Die Entnahme aus dem Gebinde und die Positio- nierung der Kapillaren ist mühsam und insbesondere bei ein- seitig verschlossenen Gefãßen, die mit der Füllöffnung nach oben angeordnet werden musse, umständlich. Auch eine auto- matisierte Entnahme, Sortierung und Positionierung ist nur mit großem Aufwand möglich.

Es wurde bereits vorgeschlagen, die Kapillaren in Welltra- ger einzulegen oder in gelochte Rager aus Karton einzu- stecken. Auch dies ist umständlich und insbesondere bei sehr feinen Mikrokapillaren mit einem Aufnahmevermögen von wenigen pl ungeeignet. Weiterhin wurde versucht, Kapillaren loubar miteinander zu verbinden, indem sie mit Harzen, Lak- ken od. dgl. beschichtet und verklebt wurden. Diese Versu-

che führten zu keinem befriedigenden Ergebnis, da die Be- schichtung an den Kapillaren haften bleibt und sich nur mühsam entfernnen läßt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mittel der eingangs genannten Art vorzuschlagen, welches eine einfache Handhabung von Kapillaren ermöglicht und diese insbesondere bei der Lagerung und beim Transport vor Bruch bewahrt. Sie ist weiterhin auf ein Verfahren zur Herstellung eines sol- chen Mittels sowie auf einen Spender zum Vereinzeln der Ka- pillaren von einem Mittel der vorgenannten Art gerichtet.

Der erste Teil dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kapillaren in im wesentlichen paralleler Reihung auf wenigstens einem, im wesentlichen senkrecht zu deren Längsachse verlaufenden Klebeband aufgebracht und von diesem auf einem Teil ihrer Mantelfläche gehalten sind.

Das erfindungsgemäß vorgesehene Klebeband ermöglicht sowohl ein einfaches Fixieren und gleichzeitiges Orientieren der Kapillaren als auch ein einfaches Lösen, indem das Klebe- band mit leichter Zugkraft von den Kapillaren abgezogen wird. Das Klebeband ist mit den Kapillaren insbesondere le- diglich tuber einen schmalen Bereich ihrer Mantelfläche ver- bunden, indem es die parallel aufgereihten Kapillaren im wesentlichen tangential verbindet. Hierdurch wirken beim Lösen des Klebebandes nur geringe Zugkräfte auf die Kapil- laren, so daß insbesondere auch sehr feine Kapillaren mit einem Aufnahmevermögen von wenigen pl nicht zu Bruch gehen.

Durch die parallele Reihung aller Kapillaren sind diese vor unzeitigem Zerbrechen beim Verpacken, Lagern und Transpor- tieren weitgehend geschützt. Die Bruchsicherheit ist umso

größer, je enger die Kapillaren gereiht sind. Der Bedarf an Verpackungsmaterial ist sehr gering, da die parallel und vorzugsweise dicht an dicht gereihten Kapillaren einen ge- ringeren Raumbedarf als in einem losen Gebinde haben. Das Verpackungsvolumen kann noch dadurch verringert und die Bruchsicherheit zugleich erhöht werden, indem das Klebeband mit den Kapillaren zu einem Wickel aufgewickelt oder in Parallellagen abgelegt und verpackt wird. Darüber hinaus ist insbesondere die Handhabung für den Benutzer durch die Orientierung und Positionierung vereinfacht. Bei einseitig verschlossenen Kapillaren als MikroreaktionsgefäBe sind diese zweckmäßig mit der Einfüllöffnung in die gleiche Richtung ausgerichtet.

Das Klebeband ist bevorzugt mit einem Kontaktkleber be- schichtet. Der Kontaktkleber kann beispielsweise als Lösung oder Dispersion auf das Band aufgebracht, die Kapillaren mit dem Klebstoffilm haftend verbunden und das Lösungsmit- tel verdunstet werden. Solche Kontaktkleber bilden in ver- hältnismäßig kurzer Zeit einen Klebstoffilm von hinreichen- der Festigkeit, um die Kapillaren einerseits über einen nur kleinen Bereich ihrer Mantelfläche im wesentlichen tangen- tial zu verbinden, andererseits ein Ablösen des Klebebandes ohne Beeinträchtigung der Kapillaren zu gewahrleisten. Das Klebeband ist bevorzugt als Folie, z. B. als thermoplasti- sche Kunststoffolie ausgebildet.

Die Breite des Klebebandes ist zweckmäßigerweise kleiner als die Länge der Kapillaren, vorzugsweise kleiner als de- ren halbe Länge und entspricht insbesondere etwa einem Drittel der Länge der Kapillaren. Dadurch wird bei ausrei-

chender Haftung am Klebeband die Haftkraft auf das notwen- dige MaS beschränkt.

Die Kapillaren sind, wie bereits angedeutet, vorzugsweise dicht an dicht auf dem Klebeband angeordnet, wobei ihr Ab- stand bevorzugt kleiner als ihr Durchmesser ist. Sie können insbesondere auch einander anliegen, wobei im letztgenann- ten Fall vorzugsweise ein oder mehrere Klebebänder auf nur einer Seite der parallel aufgereihten Kapillaren vorgesehen ist, um ein Aufwickeln mit einer Wickelachse auf der Klebe- bandseite zu ermöglichen.

Vorzugsweise sind die Kapillaren mit ihrem Längsmittelbe- reich auf einem einzigen Klebeband angeordnet und überragen dieses zu beiden Seiten. Stattdessen können auch zwei oder mehr Klebebänder mit Abstand voneinander vorgesehen sein, wobei die Kapillaren mit ihren Enden die Außenkanten der Klebebänder überragen.

Um ein einfaches Lösen zu ermöglichen, weist das Klebeband an wenigstens einem Ende eine klebstofffreie Abziehlasche auf. Die Abziehlasche des Klebebandes kann entweder unbe- schichtet, oder der Klebstoffilm im Bereich der Abziehla- sche kaschiert sein. Das Klebeband und/oder die Abziehla- sche können mit einem die Kapillaren identifizierenden Eti- kett, einem Aufdruck od. dgl. versehen sein, um beispiels- weise Länge, Durchmesser, Volumen und Material anzuzeigen.

Die Erfindung ist grundsätzlich für Kapillaren beliebiger Art, vorzugsweise aber für solche mit kleinem Aufnahmever- mögen zwischen 0,2 und 500 til bzw. einem Kapillardurchmes- ser von weniger als 3 mm geeignet.

Bei einem Verfahren zur Herstellung eines solchen Mittels, bei dem ein Kapillarrohr endlos erzeugt und von diesem die Kapillaren in der gewünschten Länge abgeschnitten und gege- benenfalls ein-oder beidseitig verschlossen und/oder gege- benenfalls innenseitig beschichtet oder befüllt werden, schlägt die Erfindung vor, daß die Kapillaren in paralleler Reihung und wenigstens ein im wesentlichen senkrecht zur Längsachse der Kapillaren laufendes Klebeband zusammenge- fuhrt und unter leichten Druck haftend verbunden werden.

Das Klebeband bzw. die Klebebänder können beispielsweise der Schneideeinrichtung zum Ablängen der Kapillaren von dem Endlosrohr kontinuierlich zugeführt und die zugeschnittenen Kapillaren aufgelegt werden, wobei der Abstand der Kapilla- ren durch die Laufgeschwindigkeit des Klebebandes gesteuert werden kann.

Zum Verpacken, Lagern oder Transportieren der Kapillaren wird das Klebeband mit den Kapillaren bevorzugt entweder zu einem Wickel aufgewickelt oder in Parallellagen abgelegt.

Die Erfindung betrifft ferner einen Spender zum Vereinzeln von Kapillaren von einem Mittel der vorgenannten Art. Ein solcher Spender ist erfindungsgemäß mit wenigstens einer ein Widerlager für die Kapillaren bildenden und das Klebe- band freilassenden Schlitzführung ausgestattet, in die das Mittel einführbar ist und die am anderen Ende eine Abgabe- stelle für die Kapillaren aufweist, wobei das Klebeband un- ter Abstützen der Kapillaren in der Schlitzführung von die- sen lösbar ist.

Auf diese Weise ist einerseits ein einfaches manuelles Lö- sen des Klebebandes von den Kapillaren unter Aufrechterhal- tung der parallelen Reihung derselben, andererseits ein einfaches Vereinzeln und Abgeben der Kapillaren möglich, indem diese dem Spender an der Abgabestelle in fest vorge- gebener Ausrichtung und Orientierung vorzugsweise einzeln entnehmbar sind. Der Spender sorgt für eine sichere und ge- ordnete Bevorratung der Kapillaren und schutzt sie vor me- chanischer Beanspruchung. Bei der Ausgestaltung der Schlitzführung ist darauf zu achten, daß die Kapillaren ausreichend unterstützt sind, um ein Zerbrechen beim Lösen des Klebebandes zuverlässig zu vermeiden.

In bevorzugter Ausführung ist eine im wesentlichen U- förmige Aufnahme für die Kapillaren vorgesehen, deren U- Schenkel einen wenigstens der Länge der Kapillaren entspre- chenden Abstand aufweisen, wobei die Schlitzführung zwi- schen dem U-Steg der Aufnahme und wenigstens einem darüber angeordneten Führungsglied gebildet ist und der Abstand zwischen dem U-Steg und dem Führungsglied etwa dem Durch- messer der Kapillaren entspricht.

Die Anordnung des Führungsglieds bezüglich der U-förmigen Aufnahme richtet sich nach der Anordnung des Klebebandes bzw. der Klebebänder bezuglich der Längsachse der Kapilla- ren. Hierbei sind gemma einer bevorzugten Ausführung zwei einander zugekehrte, an den U-Schenkeln der Aufnahme im we- sentlichen symmetrisch angeordnete Führungsglieder vorgese- hen, die zwischen sich einen Freiraum zum Lösen des auf den Längsmittelbereich der Kapillaren aufgebrachten Klebebandes bilden. Die Kapillaren sind an ihren beiden Enden von den Führungsgliedern in der Aufnahme gehalten und das Klebeband

kann zwischen den Führungsgliedern abgezogen werden. Die Breite der Führungsglieder entspricht zweckmäßig z. B. etwa einem Drittel der Länge der Kapillaren und die Breite des auf den Längsmittelbereich der Kapillaren aufgebrachten Klebebandes z. B. etwa ebenfalls einem Drittel der Lange der Mikroreaktionsgefaße.

Gemäß einer abgewandelten Ausfuhrung ist ein zentrales, mit Abstand von den U-Schenkeln der Aufnahme angeordnetes Fuh- rungsglied vorgesehen, welches zwischen seinen Längskanten und den U-Schenkeln der Aufnahme jeweils einen Freiraum zum Lösen zweier mit Abstand voneinander angeordneter Klebebän- der bildet.

Vorzugsweise ist ein in der Schlitzfuhrung gefuhrter, auf die Kapillaren elastisch in Richtung der Abgabestelle wir- kender Schieber vorgesehen, der die Kapillaren stets in Richtung der Abgabestelle des Spenders drängt. Zum Bestuk- ken des Spenders ist der Schieber vorzugsweise an dem der Abgabestelle abgewandten Ende der Aufnahme, z. B. an dem der Abgabestelle abgewandten Ende des U-Stegs der Aufnahme, ar- retierbar. Der Schieber kann mit einem Führungsstift in Verbindung stehen, der in einem in dem U-Steg der Aufnahme ausgeformten Langloch sitzt und zur Aufnahme einer zwischen dem Schieber und dem der Entnahmestelle abgewandten Ende des Langlochs angeordneten Schraubenfeder dient.

Gemaß einer anderen Ausführungsform können die zu einem Wickel aufgerollten Kapillaren auch durch eine Spiralfeder, die auf die Wickelachse wirkt, in die Schlitzführung hinein und-in dieser nach Maßgabe der Entnahme der Kapillaren ver- schoben werden.

In bevorzugter Ausführung sind die Kapillaren dem Spender an der Abgabestelle in ihrer Achsrichtung entnehmbar. In diesem Fall kann die Abgabestelle wenigstens eine auf dem Niveau der Kapillaren angeordnete, wenigstens einen der U- Schenkel der Aufnahme durchsetzende Abgabeöffnung aufwei- sen, deren Durchmesser zweckmäßig etwa dem Durchmesser der Kapillaren entspricht oder diesen geringfügig ubertrifft.

Nachstehend ist die Erfindung anhand von Ausfuhrungsbei- spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläu- tert. In der Zeichnung zeigen : Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Mittel mit einem auf den Längsmittelbereich der Kapillaren aufgebrachten Klebeband ; Fig. 2 eine perspektivische Schnittansicht eines Spen- ders zur Abgabe der Kapillaren von dem Mittel gemäß Fig. 1 ; Fig. 3 eine perspektivische Detailansicht der Abgabe- stelle des Spenders gemäß Fig. 2 und Fig. 4 eine Frontansicht einer anderen Ausfuhrungs- form eines Spenders.

Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des Mittels zum Handha- ben, Transportieren und Lagern von Kapillaren 1. Die Kapil- laren 1 sind auf einem im wesentlichen senkrecht zu ihrer Längsachse verlaufenden Klebeband 2 parallel aufgereiht und von diesem auf einem Teil ihrer Mantelfläche gehalten. Das

Klebeband 2 ist mit einem Kontaktkleber beschichtet. Die Kapillaren 1 sind dicht an dicht angeordnet, wobei der Ab- stand a bedeutend kleiner als der Durchmesser D der Kapil- laren 1 ist. Der Durchmesser D der Kapillaren 1 kann bei- spielsweise etwa 0,5 mm, ihre Länge L beispielsweise etwa 3 cm betragen. Die Breite d des Klebebandes 2 entspricht in der gezeigten Ausfuhrung etwa 30% der Länge L, so daß die Kapillaren 1 einerseits hinreichend fest von dem Klebeband 2 gehalten sind, andererseits ein weitgehend kräftefreies Ablösen des Klebebandes 2 möglich ist. Das Klebeband 2 weist an wenigstens einem Ende eine Abziehlasche 2a auf und kann im Bereich der Kapillaren 1 und/oder im Bereich der Abziehlasche 2a mit die Kapillaren 1 identifizierenden Eti- ketten, Aufdrucken 3 od. dgl. versehen sein. Der gezeigte Aufdruck 3 gibt z. B. den Durchmesser D und das Füllvolumen V der Kapillaren 1 an. Die aus dem Klebeband 2 und den Ka- pillaren bestehende Einheit kann zu einem Wickel aufgewik- kelt sein.

Fig. 2 zeigt einen Spender zur Abgabe der Kapillaren 1. Er weist eine Schlitzführung 5 auf, in welche die von dem Kle- beband 2 gehaltenen Kapillaren 1 einführbar sind. Die Schlitzführung 5 weist eine im wesentlichen U-förmige Auf- nahme 6 auf, deren U-Steg 8 eine Stützfläche für die Kapil- laren 1 bildet und deren U-Schenkel 7 die Kapillaren 1 an ihren Enden fuhren. Der Abstand der U-Schenkel 7 entspricht deshalb etwa der Lange L der Kapillaren 1. An den U- Schenkeln 7 sind zwei einander zugekehrte, symmetrisch an- geordnete Fuhrungsglieder 9 angebracht, deren Abstand von dem U-Steg 8 der Aufnahme 6 im wesentlichen dem Durchmesser D der Kapillaren 1 entspricht. Die Führungsglieder 9 sind beispielsweise mit Nieten 10 an den U-Schenkeln 7 befestigt

und mit einem Abstand b voneinander angeordnet. Der Abstand b entspricht etwa der Breite d des auf den Längsmittelbe reich der Kapillaren 1 aufgebrachten Klebebandes 2. Nach Einbringen der Kapillaren 1 in die Schlitzführung 5 kann das Klebeband 2 entlang den Führungsgliedern 9 in Richtung des Pfeils 14 abgezogen werden. Die Schlitzfuhrung 5 mit der Aufnahme 8 und den Führungsgliedern 9 kann natürlich auch einteilig als C-Profil ausgebildet sein.

In der Schlitzführung 5 ist ein elastisch abgestützter Schieber 20 geführt, der die Kapillaren 1 stets in Richtung einer Abgabestelle des Spenders drängt (Pfeil 13). Um ein Bestücken der Schlitzführung 5 mit den Kapillaren 1 zu er- leichtern, ist der Schieber 20 an dem der Abgabgestelle ab- gewandten Ende 6a der Aufnahme 6 arretierbar. Zu diesem Zweck ist an dem beispielsweise aus Blech bestehenden Schieber eine Lasche 22 ausgestanzt, die am Ende 6a der Aufnahme 6 einrastet. Der Schieber 20 ist ferner mit einer Handhabe in Form einer nach oben gebogenen Nase 23 verse- hen. Die elastische Abstützung des Schiebers 20 ist in der gezeigten Ausführungsform dadurch verwirklicht, daß der Schieber 20 eine im wesentlichen senkrecht nach unten vor- stehende Lasche 21 mit einer Bohrung 24 aufweist, die von einem Fuhrungsstift 26 durchsetzt ist, der in einem Lang- loch in dem U-Steg 8 der Aufnahme 6 gelagert ist. Zwischen der Lasche 21 und dem der Abgabgestelle abgewandten Ende des Langlochs 25a sitzt auf dem Fuhrungsstift 26 eine Schraubenfeder 27.

Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind die durch die Schraubenfe- der 27 in Richtung der Abgabestelle 15 gedrangten Kapilla- ren 1 an einer Stirnseite 12 der Aufnahme 6 durch Stifte 11

gehalten. In dieser Position können sie dem Spender über eine Öffnung 16, deren Durchmesser s griser als der Durch- messer D der Kapillaren 1 ist, entnommen werden. Alternativ können die Kapillaren 1 dem Spender auch an der Stirnseite 12, beispielsweise durch Versenken der Stifte 11, entnommen werden.

Der Spender gemäß Fig. 4 weist ein mittiges, mit jeweils einem Abstand c, d von den U-Schenkeln 7 der Aufnahme 6 an- geordnetes Fuhrungsglied 9 auf, welches zwischen seinen Längskanten 9a, 9b und den U-Schenkeln 7 jeweils einen Freiraum zum Lösen zweier nicht dargestellter, mit Abstand voneinander auf die Kapillaren 1 aufgebrachten Klebebänder bildet. Die Breite der nicht dargestellten Klebebänder ent- spricht etwa dem Abstand e, f zwischen dem zentralen Füh- rungsglied 9 und den U-Schenkeln 7 der Aufnahme 6. Die Ab- stande e, f sind vorzugsweise identisch.

Mit dem Spender ist eine einfache Handhabung der Kapillaren 1 durch den Benutzer möglich, indem sie einerseits vor Zer- brechen gesichert bevorratet und andererseits dem Spender in exakter und gleichbleibender Orientierung entnehmbar sind.