Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DEVICE HAVING A PIVOTABLE BASKET ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/044051
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for arranging at a flowing body of water (7) comprising: at least one funnel-shaped basket element (2), which has a longitudinal axis (3); and at least one retaining structure (9) for the basket element (2). The basket element (2) is tapered along its longitudinal axis (3), from a large opening (4) toward a small opening (5). A jacket (6) of the basket element (2), which jacket runs between the openings (4, 5), has a water-permeable structure. The basket element (2) is connected to the retaining structure (9) for pivoting about a pivot axis (11) running perpendicularly to the longitudinal axis (3) of the basket element.

Inventors:
MONAI BERNHARD (AT)
Application Number:
PCT/EP2020/074920
Publication Date:
March 11, 2021
Filing Date:
September 07, 2020
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
MONAI BERNHARD (AT)
International Classes:
E02B8/08; A01K69/06; B01D29/66
Domestic Patent References:
WO2014172721A12014-10-30
WO2014142766A12014-09-18
Foreign References:
EP0533029A21993-03-24
DE347649C1922-01-24
DE19844036A11999-04-15
EP2989257B12019-06-19
EP3199707B12018-11-21
Attorney, Agent or Firm:
HEHENBERGER, Reinhard (AT)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche:

1. Vorrichtung (1) zur Anordnung an einem fließenden Gewässer

(7), die wenigstens ein trichterförmiges Reusenelement (2) mit einer Längsachse (3) und wenigstens eine Haltestruktur (9) für das Reusenelement (2) aufweist, wobei sich das Reusenelement (2) entlang seiner Längsachse (3) von einer großen Öffnung (4) zu einer kleinen Öffnung (5) hin verjüngt, und wobei ein zwischen den Öffnungen (4, 5) verlaufender Mantel (6) des Reusenelementes (2) eine wasserdurchlässige Struktur aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Reusenelement (2) um eine quer zu seiner Längsachse (3) verlaufende Schwenkachse (11) verschwenkbar mit der Haltestruktur (9) verbunden ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (11) im Wesentlichen waagrecht verläuft.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reusenelement (2) um wenigstens 135°, vorzugsweise wenigstens 180°, um die Schwenkachse (11) verschwenkbar ist.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (11) im Bereich der großen Öffnung (4) angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (4, 5) rechteckig sind, sodass das Reusenelement (2) die Form eines Pyramidenstumpfes aufweist, oder dass die Öffnungen (4, 5) rund, insbesondere kreisförmig, sind, sodass das Reusenelement (2) die Form eines Kegelstumpfes aufweist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (6) zumindest bereichsweise aus einem Lochblech und/oder zumindest bereichsweise aus einem Gitter und/oder zumindest bereichsweise aus einem Netz besteht.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Reusenelement (2) von einer ersten Stellung, in der dessen Längsachse (3) im Wesentlichen in Fließrichtung (8) des Gewässers (7) verläuft und die große Öffnung (4) in Fließrichtung (8) gesehen vor der kleinen Öffnung (5) angeordnet ist, um die Schwenkachse (11) in eine zweite Stellung, in der dessen Längsachse (3) im Wesentlichen in Fließrichtung (8) des Gewässers (7) verläuft und die kleine Öffnung (5) in Fließrichtung (8) gesehen vor der großen Öffnung (5) angeordnet ist, verschwenkbar ist.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Reusenelement (2) mit Hilfe eines manuellen und/oder automatisierten Antriebes (23) verschwenkbar ist.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (23) einen Motor, insbesondere Elektromotor, aufweist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Reusenelement (2) durch eine Steuerung (24) gesteuert verschwenkbar ist, insbesondere ferngesteuert und/oder automatisch.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestruktur (9) einen Rahmen aufweist, mit dem das Reusenelement (2) schwenkbar verbunden ist, und der vorzugsweise das mit seiner Längsachse (3) in Fließrichtung (8) des Gewässers (7) ausgerichtete Reusenelement (2) im Bereich der großen Öffnung (4) an wenigstens zwei, insbesondere drei, Seiten umschließt.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Anordnung (15), insbesondere einen Fischlift, aufweist, mit der Wassertiere (16), insbesondere Fische, zwischen einem Unterwasser (17) und einem Oberwasser (18) des Gewässers (7) transportierbar sind und/oder vice versa, dass die Anordnung (15) im Bereich des Unterwassers (17) und im Bereich des Oberwassers (18) jeweils eine Eintrittsöffnung (21) bzw. Austrittsöffnung (22) für Wassertiere (16) aufweist, und dass wenigstens ein Reusenelement (2) dem Bereich einer der Eintrittsöffnungen (21) bzw. Austrittsöffnungen (22) oder jeweils wenigstens ein Reusenelement (2) dem Bereich jeder der Eintrittsöffnungen (21) bzw. Austrittsöffnungen (22) zugeordnet ist.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das mit seiner Längsachse (3) in Fließrichtung (8) des Gewässers (7) ausgerichtete Reusenelement (2) oder ggf. die mit ihrer Längsachse (3) in Fließrichtung (7) des Gewässers (8) ausgerichteten Reusenelemente (2) derart angeordnet ist/sind, dass für den Eintritt in die Anordnung (15) bzw. den Austritt aus der Anordnung (15) das Reusenelement (2) oder ggf. die Reusenelemente (2) durch die Öffnungen (4, 5) in Richtung der Längsachse (3) passiert werden muss/müssen.

Description:
VORRICHTUNG MIT SCHWENKBAREM REUSENELEMENT

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Anordnung an einem fließenden Gewässer, die wenigstens ein trichterförmiges Reusenelement mit einer Längsachse und wenigstens eine Haltestruktur für das Reusenelement aufweist, wobei sich das Reusenelement entlang seiner Längsachse von einer großen Öffnung zu einer kleinen Öffnung hin verjüngt, und wobei ein zwischen den Öffnungen verlaufender Mantel des Reusenelementes eine wasserdurchlässige Struktur aufweist.

An vielen Gewässern kommen heutzutage bereits Vorrichtungen mit Leiteinrichtungen für Wassertiere, insbesondere Fische, zum Einsatz. Mit diesen können die Wassertiere in bestimmte Bahnen gelenkt werden bzw. kann Wassertieren der Eintritt in bestimmte Bereiche erleichtert und in andere Bereiche erschwert werden.

Reusen, die schon seit der frühesten Menschheitsgeschichte zum Fangen von Fischen und anderen Wassertieren verwendet werden, weisen beispielsweise solche Leiteinrichtungen in Form eines trichterförmigen Einganges, der sich zum Innenbereich der Reuse hin verjüngt, auf. Durch einen derartigen Eingang können die Wassertiere zwar einfach und schnell in den Innenbereich der Reuse gelangen, diesen jedoch nur schwer wieder verlassen.

An fließenden Gewässern finden sich heutzutage vermehrt Querbauwerke. Darunter werden natürliche und künstlich in ein Gewässer eingebrachte, quer durch das Gewässerbett verlaufende Strukturen verstanden, welche die natürlichen

Strömungsverhältnisse und damit auch die Sohl- und Uferstruktur des Gewässers beeinflussen. Beispiele für derartige Querbauwerke sind Sohlschwellen, Grundschwellen, Stützschwellen, Sohlrampen, Sohlstufen, Sohlgleiten, Abstürze, Stauwehre oder Talsperren. Eine Höhendifferenz der Wasserspiegel zwischen einem Oberwasser und einem Unterwasser macht es Wassertieren in vielen Fällen unmöglich, das Hindernis, z.B. schwimmend oder springend, zu überwinden .

Dafür können jedoch Fischwanderhilfen in Form von Fischtreppen oder Fischliften, die Fischen und anderen im Wasser lebenden Tieren die Möglichkeit bieten, Hindernisse, wie z.B. Stauwehre oder natürliche Sohlstufen, zu überwinden, zum Einsatz kommen.

Insbesondere bei Fischliften ist es von Vorteil, wenn deren Eingangsbereich wie der Eingang einer Reuse ausgestaltet ist. Durch eine derartige Leiteinrichtung können Wassertiere, die den Fischlift durch einen Eingang auf einer Seite des Querbauwerkes betreten, diesen nicht einfach wieder durch denselben Eingang verlassen, bevor sie auf die andere Seite des Querbauwerkes transportiert werden.

Nachteilig an herkömmlichen Leiteinrichtungen in fließenden Gewässern ist, dass diese leicht durch Schwemmgut, wie Blätter und Äste, verlegt bzw. verstopft werden können. In der Regel müssen diese Leiteinrichtungen daher regelmäßig von Hand gewartet und gereinigt werden. Dies kostet jedoch nicht nur viel Zeit, sondern ist aufgrund der Anordnung solcher Leiteinrichtungen mitten in Gewässern zumeist auch recht schwierig.

Ein weiterer Nachteil herkömmlicher Leiteinrichtungen liegt darin, dass diese Wassertiere immer nur in eine einzige Richtung leiten können. Daher müssen im Regelfall mehrere, voneinander unterschiedliche Leiteinrichtungen verwendet werden, wenn Wassertiere mit Hilfe einer Fischwanderhilfe sowohl stromaufwärts als auch stromabwärts über ein Querbauwerk transportiert werden sollen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, welche die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist. Insbesondere soll die Leiteinrichtung, nämlich das Reusenelement, der erfindungsgemäßen Vorrichtung einfach und schnell zu reinigen bzw. frei zu machen sowie an unterschiedliche Situationen anpassbar sein.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung, die die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.

Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Reusenelement um eine quer zu seiner Längsachse verlaufende Schwenkachse verschwenkbar mit der Haltestruktur verbunden ist.

Während des Betriebes sammelt sich Schwemmgut im oder am Reusenelement. Dabei wird das Schwemmgut durch die Strömung an der vom Wasser angeströmten Seite des wasserdurchlässigen Mantels des Reusenelementes angepresst bzw. das Schwemmgut sammelt sich im Reusenelement, da es zu sperrig ist, um durch die kleine Öffnung des Reusenelementes hinausgespült zu werden. Durch Verschwenken des Reusenelementes wird der wasserdurchlässige Mantel von der anderen Seite durchströmt, sodass das am Mantel anliegende Schwemmgut gelöst wird bzw. das im Inneren des Reusenelementes angesammelte Schwemmgut durch die große Öffnung aus dem Inneren des Reusenelementes hinausgespült wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat daher den Vorteil, dass sie nicht von Hand gereinigt werden muss.

Die Haltestruktur, an welcher das Reusenelement verschwenkbar angeordnet ist, ist beispielsweise eine Rahmen- bzw. Trägerkonstruktion, insbesondere aus Metallträgern. Möglich ist auch, dass die Haltestruktur eine mineralische Struktur, insbesondere eine gemauerte oder aus Beton gefertigte Struktur, ist. Auch eine Kombination einer Rahmen- bzw. Trägerkonstruktion mit einer mineralischen Struktur wird im Rahmen der Erfindung als Haltestruktur verstanden.

Insbesondere ist im Rahmen der Erfindung eine Ausführungsform bevorzugt, bei der die Schwenkachse im Wesentlichen waagrecht verläuft. Bei einer derartigen Vorrichtung muss das Reusenelement nur seitlich, beispielsweise über an dem Reusenelement angeordneten Schwenkbolzen oder Wellenzapfen, gelagert werden, sodass der Raum oberhalb des Reusenelementes frei bleiben kann.

Bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen das Reusenelement um wenigstens 135°, vorzugsweise wenigstens 180°, um die Schwenkachse verschwenkbar ist. Dies ermöglicht es, das Reusenelement jedenfalls so weit zu verschwenken, dass seine große Öffnung in Fließrichtung gesehen hinter seiner kleinen Öffnung angeordnet ist, sodass das Schwemmgut aus dem Inneren des Reusenelementes hinausgespült werden kann bzw. dass an der Außenseite des Mantels angepresstes Schwemmgut gelöst wird.

Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Schwenkachse im Bereich der großen Öffnung angeordnet ist. Dafür können Schwenkbolzen oder Wellenzapfen direkt im Bereich der großen Öffnung an dem Reusenelement angeordnet sein. Da das Reusenelement bei einer derartigen Anordnung der Schwenkachse beim Verschwenken mit seinem schmälsten Bereich den weitesten Weg im Wasser zurücklegt, sind die Kräfte, die beim Verschwenken auf das Reusenelement bzw. die Lagerung desselben wirken, besonders gering.

Vorzugsweise sind die Öffnungen rechteckig, sodass das Reusenelement die Form eines Pyramidenstumpfes aufweist. Eine derartige Form weist ein großes Innenvolumen bei einer gleichzeitig möglichst kleinen Mantelfläche - welche mit Schwemmgut verlegt werden kann - auf.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Öffnungen rund, insbesondere kreisförmig, sodass das Reusenelement die Form eines Kegelstumpfes aufweist. Eine derartige Form weist keine Ecken bzw. Innenkanten auf, in denen Schwemmgut verkanten kann.

Das Reusenelement kann im Rahmen der Erfindung die Form eines geraden oder schiefen Pyramidenstumpfes bzw. Kegelstumpfes aufweisen .

In einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Mantel zumindest bereichsweise aus einem Lochblech und/oder zumindest bereichsweise aus einem Gitter und/oder zumindest bereichsweise aus einem Netz. Denkbar ist auch, dass der Mantel aus einem Gewebe besteht, oder aus mehreren Stangen oder Streifen, beispielsweise aus Blech, die über Spalte beabstandet nebeneinander angeordnet sind. Wichtig ist, dass der Mantel des Reusenelementes wasserdurchlässig ist, und dafür Durchgangsöffnungen aufweist, die je nach Einsatzgebiet unterschiedlich groß sein können. Beispielsweise können die Durchgangsöffnungen, wie Löcher, Schlitze, Maschenzwischenräume, usw. so ausgeführt sein, dass größere Wassertiere, wie größere Fische ab 25 cm Körperlänge, nicht hindurchpassen, kleinere Wassertiere, wie kleine Fische, Larven oder Flusskrebse, den Mantel jedoch ungehindert passieren können.

Im Rahmen der Erfindung ist insbesondere vorgesehen, dass das Reusenelement von einer ersten Stellung um die Schwenkachse in eine zweite Stellung verschwenkbar ist. In der ersten Stellung verläuft die Längsachse des Reusenelementes im Wesentlichen in Fließrichtung des Gewässers und die große Öffnung ist in Fließrichtung gesehen vor der kleinen Öffnung angeordnet, d.h. dass das Wasser des fließenden Gewässers zuerst an der großen und erst danach an der kleinen Öffnung vorbeiströmt bzw. diese durchströmt . In der zweiten Stellung verläuft die Längsachse des Reusenelementes ebenfalls im Wesentlichen in Fließrichtung des Gewässers, wobei die kleine Öffnung jedoch in Fließrichtung gesehen vor der großen Öffnung angeordnet ist. Die Möglichkeit, das Reusenelement zwischen diesen zwei Stellungen im Wesentlichen um 180° zu verschwenken, ermöglicht eine besonders effektive Reinigung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Reusenelement mit Hilfe eines manuellen und/oder automatisierten Antriebes verschwenkbar ist. Der Antrieb kann beispielsweise aus einem Gestänge, einem Seilzug oder einer anderen Art von Mechanismus bestehen. Vorzugsweise ist der Antrieb vom Ufer her bedienbar bzw. automatisch aktivierbar. Ein manueller Antrieb kann dafür beispielsweise einen Hebel oder ein Rad aufweisen.

Besonders bevorzugt weist der Antrieb einen Motor, insbesondere Elektromotor, auf. Durch Aktivieren des Motors wird das Reusenelement automatisch verschwenkt, sodass von einer Person keine weitere Kraft für das Verschwenken des Reusenelementes mehr aufgewendet werden muss.

Insbesondere ist im Rahmen der Erfindung eine Ausführungsform bevorzugt, bei der das Reusenelement durch eine Steuerung gesteuert verschwenkbar ist. Das Reusenelement kann ferngesteuert, beispielsweise von Bedienpersonal oder einer Steuerzentrale aus, oder durch eine vor Ort angeordnete, mit der Steuerung verbundene Recheneinheit gesteuert sein. Das Verschwenken des Reusenelementes kann somit automatisch in vorher festgelegten zeitlichen Intervallen und/oder bei Bedarf veranlasst werden. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Haltestruktur einen Rahmen auf, mit dem das Reusenelement schwenkbar verbunden ist und der vorzugsweise das mit seiner Längsachse in Fließrichtung des Gewässers ausgerichtete Reusenelement im Bereich der großen Öffnung an wenigstens zwei, insbesondere drei, Seiten umschließt. Der Rahmen dient insbesondere dazu, die Bereiche seitlich und unter dem Reusenelement unpassierbar für Wassertiere zu machen, sodass diese, um an der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorbeikommen zu können, jedenfalls das Reusenelement passieren müssen.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Anordnung aufweist, mit der Wassertiere zwischen einem Unterwasser und einem Oberwasser des Gewässers transportierbar sind und/oder vice versa. Die Anordnung kann im Rahmen der Erfindung insbesondere ein Fischlift oder eine Fischtreppe, aber auch eine nur in eine Richtung transportierende Fischaufstiegsschnecke, sein.

Eine derartige Anordnung weist im Bereich des Unterwassers und im Bereich des Oberwassers jeweils eine Eintrittsöffnung bzw. Austrittsöffnung für Wassertiere auf. Als Wassertiere werden insbesondere Fische und Krebstiere, aber auch im Wasser lebende Amphibien, wie Molche, oder Reptilien, wie Wasserschildkröten, angesehen .

Wenigstens ein Reusenelement ist dem Bereich einer der Eintrittsöffnungen bzw. Austrittsöffnungen zugeordnet. Ebenso ist im Rahmen der Erfindung möglich, dass jeweils wenigstens ein Reusenelement dem Bereich jeder der Eintrittsöffnungen bzw. Austrittsöffnungen zugeordnet ist. Beispielsweise genügt es bei Fischliften, bei denen die Wassertiere vom Unterwasser bis auf Höhe des Oberwassers angehoben und über eine Rutsche ins Oberwasser befördert werden, wenn nur im Unterwasser an der Eintrittsöffnung ein Reusenelement angeordnet ist. Bei Fischliften oder Anordnungen, bei denen Wassertiere sowohl vom Oberwasser zum Unterwasser als auch vice versa transportierbar sind, weist die erfindungsgemäße Vorrichtung dagegen vorzugsweise sowohl im Oberwasser als auch im Unterwasser wenigstens ein Reusenelement auf.

Besonders bevorzugt ist, wenn das mit seiner Längsachse in Fließrichtung des Gewässers ausgerichtete Reusenelement oder ggf. die mit ihrer Längsachse in Fließrichtung des Gewässers ausgerichteten Reusenelemente derart angeordnet ist/sind, dass für den Eintritt in die Anordnung bzw. den Austritt aus der Anordnung das Reusenelement oder ggf. die Reusenelemente durch die Öffnungen in Richtung der Längsachse passiert werden muss/müssen. Das bedeutet, dass Wassertiere, zumindest Tiere einer bestimmten Größe, keine andere Möglichkeit haben, in die Anordnung hinein oder aus der Anordnung heraus zuschwimmen, als durch das jeweilige Reusenelement. Insbesondere ist dafür bei jedem Reusenelement ein die große Öffnung umgrenzender Rahmen vorgesehen .

Der Rahmen und/oder die Haltestruktur und/oder Abschnitte der Anordnung selber schließen vorzugsweise sämtliche Zugangswege, die nicht über das Reusenelement zur Eingangs- bzw. Ausgangsöffnung der Anordnung führen, zur Seite hin ab. Das Reusenelement bildet demnach zusammen mit einem derart rundherum abgeschlossenen Sammelbereich, der vor der jeweiligen Eintritts- bzw. Austrittsöffnung oder im Inneren der Anordnung angeordnet ist, eine Reuse. Wassertiere, die das Reusenelement passiert haben, bleiben weitestgehend in der Reuse gefangen, da es für sie sehr schwierig ist, das Reusenelement in umgekehrter Richtung, von der kleinen zur großen Öffnung, zu passieren. Die sich in der Reuse sammelnden Wassertiere werden beispielsweise mit einem Fischlift periodisch ins jeweils andere Wasser (vom Ober- ins Unterwasser oder vom Unter- ins Oberwasser) oder mit einer Fischaufstiegsschnecke durchgehend vom Unter- ins Oberwasser befördert.

Statt einer wie bereits beschriebenen Anordnung oder zusätzlich dazu kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch eine Fischfangeinrichtung aufweisen, beispielsweise um Untersuchungen an Fischen vornehmen oder um Speisefische entnehmen zu können.

Die erfindungsgemäße Verwendung eines schwenkbar gelagerten Reusenelementes ermöglicht es zudem, dass, je nachdem, ob Wassertiere vom Unterwasser ins Oberwasser oder vom Oberwasser ins Unterwasser transportiert werden, die Ausrichtung des Reusenelementes an die jeweils zutreffende Durchgangsrichtung der Wassertiere angepasst werden kann.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann beispielsweise eine Anordnung wie in EP 2989 257 Bl oder wie in EP 3199 707 Bl beschrieben aufweisen bzw. Teil von derartigen Anordnungen sein.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen, in welchen bevorzugte Ausführungsformen dargestellt sind. Es zeigt:

Fig. 1 eine isometrische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer ersten Stellung,

Fig. 2 eine isometrische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer zweiten Stellung,

Fig. 3 eine isometrische Ansicht eines an einer Haltestruktur gelagerten Reusenelementes der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und

Fig. 4 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Anordnung zum Transport von Wassertieren in einer Seitenansicht Fig. 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 mit einem trichterförmigen Reusenelement 2, das in Fig. 1 in eine erste Stellung und in Fig. 2 in eine zweite Stellung verschwenkt dargestellt ist.

Das Reusenelement 2 weist eine Längsachse 3, eine große Öffnung 4, eine kleine Öffnung 5 und einen zwischen den Öffnungen 4, 5 verlaufenden Mantel 6 auf.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist in einem fließenden Gewässer 7 mit einer Fließrichtung 8 angeordnet. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Stellung ist die Längsachse 3 des Reusenelementes 2 im Wesentlichen in Richtung der Fließrichtung 8 verlaufend angeordnet bzw. ausgerichtet.

Das Reusenelement 2 ist an einer Haltestruktur 9 um eine Schwenkachse 11 verschwenkbar angeordnet, wobei die Schwenkachse 11 im Bereich der großen Öffnung 4 des Reusenelementes 2 verläuft bzw. im Wesentlichen zusammen mit der großen Öffnung 4 in einer Vertikalebene angeordnet ist.

Das Reusenelement 2 kann an der Haltestruktur 9 - die in den Fig. 1 und 2 eine Betonstruktur 12 und eine daran angeordnete Trägerstruktur 13 aufweist - über nicht dargestellte Schwenkelemente, wie beispielsweise in Lagern aufgenommene Bolzen, Achszapfen oder Wellenzapfen, verschwenkbar gelagert sein.

In Fig. 1 ist das Reusenelement 2 derart ausgerichtet, dass die große Öffnung 4 in Fließrichtung 8 gesehen vor der kleinen Öffnung 5 angeordnet ist, d.h. dass die große Öffnung 4 beim Durchqueren des Reusenelementes 2 in Fließrichtung 8 vor der kleinen Öffnung 5 passiert werden muss. Das Reusenelement 2 ist in Fig. 1 in eine erste Stellung verschwenkt. In Fig. 2 ist das Reusenelement 2 um die Schwenkachse 11 um 180° in eine zweite Stellung verschwenkt, sodass nunmehr die kleine Öffnung 5 in Fließrichtung 8 gesehen vor der großen Öffnung 5 angeordnet ist.

Die Haltestruktur 9 weist einen Rahmen 14 auf, der im Wesentlichen in einer Vertikalebene mit der großen Öffnung 4 und der Schwenkachse 11 angeordnet ist. Der Rahmen 14 begrenzt die große Öffnung 4 zu den Seiten und nach unten hin.

Fig. 3 zeigt das Reusenelement 2 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, zusammen mit der Trägerstruktur 13, an welcher es um die Schwenkachse 11 verschwenkbar gelagert ist. Weitere mögliche Bestandteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 sind in Fig. 3 nicht dargestellt.

Das trichterförmige Reusenelement 2 weist in der dargestellten Ausführungsform die Form eines schrägen Pyramidenstumpfes auf, d.h. dass die kleine Öffnung 4 in Richtung der Längsachse 3 gesehen nicht mittig der großen Öffnung 5, sondern in der Vertikalen leicht versetzt angeordnet ist.

Der Mantel 6 des Reusenelementes 2 weist eine aus einem Gitter bestehende obere Mantelfläche 10o, zwei aus Gitter bestehende seitliche Mantelflächen 10s und eine aus einem Lochblech bestehende untere Mantelfläche lOu auf.

Fig. 4 zeigt die an einem Querbauwerk eines fließenden Gewässers 7 angeordnete, erfindungsgemäße Vorrichtung 1.

Die Vorrichtung 1 weist eine Anordnung 15, nämlich einen Fischlift, auf, mit dem Wassertiere 16, insbesondere Fische, von einem Unterwasser 17 des Gewässers 7 in ein Oberwasser 18 des Gewässers 7 transportierbar sind und vice versa. Ein erstes Reusenelement 2 der Vorrichtung 1 ist an einer im Unterwasser 17 angeordneten Haltestruktur 9 verschwenkbar gelagert, und ein zweites Reusenelement 2 ist an einer im Oberwasser 18 angeordneten Haltestruktur 9 verschwenkbar gelagert.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist in Fig. 4 derart dargestellt, dass damit ein Transport von Wassertieren 16 vom Unterwasser 17 in das Oberwasser 18 möglich ist. Der Transport läuft beispielsweise wie folgt ab:

Das im Unterwasser 17 angeordnete Reusenelement 2 bildet zusammen mit einem sich zwischen der Anordnung 15 und dem Reusenelement 2 erstreckenden Sammelbereich 19 eine Reuse.

Wassertiere 16, die das Reusenelement 2 passieren, indem sie durch die große Öffnung 4 hinein und aus der kleinen Öffnung 5 heraus schwimmen, sind in der Reuse gefangen, da es für sie kaum möglich ist, das Reusenelement 2 in umgekehrter Reihenfolge - d.h. von der kleinen Öffnung 5 zur großen Öffnung 4 - zu passieren.

Die sich im Sammelbereich 19 des Unterwassers 17 aufhaltenden Wassertiere 16 können in die als Fischlift ausgeführte Anordnung 15 durch eine Eintrittsöffnung 21 hineinschwimmen.

In bzw. mit der Anordnung 15 werden die Wassertiere 16, beispielsweise mit Hilfe eines Transportmittels, insbesondere ein Transportkorb oder ein in der Anordnung 15 vertikal bewegbares Lochblech, vom Unterwasser 17 zum Oberwasser 18 befördert, wo sie die Anordnung 15 durch die Austrittsöffnung 22 in den Sammelbereich 19 des Oberwassers 18 verlassen.

Das im Oberwasser 18 angeordnete Reusenelement 2 ist derartig ausgerichtet, dass die den Sammelbereich 19 verlassenden Wassertiere 16 durch die große Öffnung 4 hinein und aus der kleinen Öffnung 5 heraus schwimmen.

Wassertiere 16, die sich im Oberwasser 18 außerhalb des Sammelbereiches 19 aufhalten, können nicht in den Sammelbereich 19 eindringen, da es für sie kaum möglich ist, das Reusenelement 2 in umgekehrter Reihenfolge - d.h. von der kleinen Öffnung 5 zur großen Öffnung 4 - zu passieren.

Soll die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung 1 dem Transport von Wassertieren 16 vom Oberwasser 18 in das Unterwasser 17 dienen, werden die Reusenelemente 2 einfach um 180° verschwenkt, sodass statt im Unterwasser 17 im Oberwasser 18 von Reusenelement 2 und Sammelbereich 19 des Oberwassers 18 eine Reuse gebildet wird.

Der Transport der Wassertiere 16 findet dann im Wesentlichen in umgekehrter Reihenfolge wie oben beschrieben statt, wobei die Funktion der Öffnungen 21, 22 dahingehend vertauscht ist, dass die Eintrittsöffnung 21 der Anordnung 15 im Oberwasser 18 und die Austrittsöffnung 22 im Unterwasser 17 angeordnet ist.

Die Reusenelemente 2 des Unterwassers 17 und des Oberwassers 18 werden durch einen jeweils in der Haltestruktur 9 angeordneten Antrieb 23, insbesondere einem Motor, um die jeweilige Schwenkachse 11 verschwenkt. Die Antriebe 23 können über eine Steuerung 24 aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Bezugszeichenliste

1 Vorrichtung

2 Reusenelement

3 Längsachse

4 große Öffnung

5 kleine Öffnung

6 Mantel

7 Gewässer

8 Fließrichtung

9 Haltestruktur

10 (o, s, u) Mantelfläche (oben, seitlich, unten)

11 Schwenkachse

12 Betonstruktur

13 Trägerstruktur

14 Rahmen

15 Anordnung (z.B. Fischlift)

16 Wassertier (z.B. Fisch)

17 Unterwasser

18 Oberwasser

19 Sammelbereich

20 -

21 Eintrittsöffnung

22 Austrittsöffnung

23 Antrieb

24 Steuerung