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Title:
DEVICE FOR ''IN VIVO'' ELECTROCHEMICAL TESTING OF METALLIC IMPLANTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1989/000400
Kind Code:
A1
Abstract:
The device comprises a reference electrode, a sensing electrode, and an electronic unit connected to each electrode. In the improvement according to the invention, the reference electrode (1) has a handle part (3) and a pointed part (4) in which are arranged an electrolyte (5) and a sensing contact connected to the pointed part (4) and impregnated with the electrolyte (5). The handle part (3) and the pointed part (4) are interconnected by a detachable connection.

Inventors:
BAY ZOLTAN (HU)
KISS LASZLO (HU)
LAKATOSNE VARSANYI MAGDA (HU)
VASS ZOLTAN (HU)
VUKAN GYOERGY (HU)
SZIRAKI LAURA (HU)
Application Number:
PCT/HU1988/000051
Publication Date:
January 26, 1989
Filing Date:
July 20, 1988
Export Citation:
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Assignee:
BAY ZOLTAN (HU)
KISS LASZLO (HU)
LAKATOSNE VARSANYI MAGDA (HU)
VASS ZOLTAN (HU)
GYOERGY VUKAN (HU)
SZIRAKI LAURA (HU)
International Classes:
A61B5/05; A61B5/06; A61C8/00; A61F2/02; (IPC1-7): A61B5/05; A61C8/00; A61F2/00
Domestic Patent References:
WO1986006265A11986-11-06
Foreign References:
DE3639263A11987-06-25
DE2731989A11979-01-18
DE2448459A11975-04-24
DE2434269A11976-02-05
DE1466862A11969-07-03
EP0094367A21983-11-16
US4618929A1986-10-21
US4485823A1984-12-04
US3943919A1976-03-16
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Claims:
Patentansprüche
1. Einrichtung zur "in vivo" elektrochemischem Prüfung von Metallimplantationen mit einer Referenzelektrode und ei ner Tastelektrode sov/ie mit einer an beiden Elektroden ange¬ schlossenen elektronischen Einheit, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzelektrode (1) mit einem Griffteil (3) und einem Spitzente l (4) versehen ist, wobei in dem Spitzenteil (4) ein Elektrolyt (5) und ein dazu angeschlossener, mit dem Elektrolyt (5) getränkter Fühlkontakt (8) der Referenzelek¬ trode (1) angeordnet sind, und der Griffteil (3) und der Spitzenteil (4) mit einer lösbaren Verbindung aneinander an¬ geschlossen sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spitzenteil (4) für einmalige Benutzung ausgebildet ist, wobei dieser an einem dem Griffteil (3) zugewandten Ende mit einer vor der Benutzung durchstechbaren Membrane (7) und an dem anderen Ende mit einer auch den Fühlkontakt (8) ent¬ haltenden Kapsel (9) abgeschlossen ist.
3. 3 Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffteil (3) mit einer in Richtung des Spitzentei¬ les (4) hinausragenden nadelartigen sekundären Elektrode (10) versehen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der in dem Spitzenteil (4) und der Kapsel (9) befindliche Eltkrolyt (5) in KolloidgelZustand ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Einheit von den Elek¬ troden abgesondert ausgebildet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Einheit an einer zahnärtzlichen Säule angeordnet oder darin eingebaut ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Einheit in dem Griff teil (3) der Referenzelektrode (1) angeordnet ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffteil (3) mit einem Kopf (14) versehen ist, in dem eine Anzeigeeinheit (12) der elektronischen Einheit ange¬ ordnet ist.
9. 9 Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tastelektrode (2) an dem Kopf (14) durch eine Lei¬ tung (15) angeschlossen ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Einheit mit Digital technik aufgebaut ist, v/obei die Referenzelektrode (1) und die Tastelektrode (2) an einem Verstärker (20) und dieser durch einen Analog/Digitalkonverter (21) an einem Eingang ei¬ nes Digitalkomparators (22) angeschlossen sind, und an einem anderen Eingang des Digitalkomparators (22) ein Digitalmulti plexer (23) und an einem Ausgang des Digitalkomparators (22) eine die Gefahrpegel anzeigende LED (11) angeschlossen ist, an einem Eingang des Multipexers (23) ein Digitalspeicher (24) anliegt, und eine mit einem Schrittknopf (13) betätigba¬ re Ausv/ahl und Steuerschaltung (25) an dem Digitalmultiple xer (23) sowie an einem alphanumerischen Speicher (26) der alphanumerischen Anzeigeeinheit (12) angeschlossen ist.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Einheit mit Analog¬ technik aufgebaut ist, wobei die Referenzelektrode (1) und die Tastelektrode (2) an einem Verstärker (27) und dieser an eiern Eingang eines Komparators (28) angeschlossen sind, und an einem anderen Eingang des Komparators (28) ein Analogmul tiplexer (29) und an seinem Ausgang eine die Gefahrpegel an¬ zeigende LED (11) angeschlossen ist, an einem Eingang des Analogmultipexers (29) ein Analogspeicher (30) anliegt, und eine mit einem Schrittknopf (13) betätigbare Auswahl und Steuerschaltung (31) mit dem Analogmultiplexer (29) sowie mit einem alphanumerischen Speicher (32) der alphanumerischen An¬ zeigeeinheit (12) in steuernden Verbindung ist.
Description:
EINRICHTUNG ZUR "IN VIVO" ELEKTROCHEMISCHEN PRÜFUNG VON METALLIMPLANTATIONEN

Gegenstand der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur "in vivo" elektrochemischen Prüfung von Metallimplantationen mit einer Referenzelektrode und einer Fühlelektrode sowie mit ei¬ ner an beiden Elektroden angeschlossenen elektronischen Ein¬ heit.

Stand der Technik

Die jüngsten diesbezüglichen Forschungen haben geklärt, dass die im lebenden Organismus angebrachten Metallimplanta¬ tionen oft eine schädliche Auswirkung, z. B. Allergieerschei- nungen verursachen. Diese Erscheinung lässt sich damit erklä¬ ren, dass von den in dem menschlichen Körper angebrachten Me¬ tallegierungen eine Ionenwanderung in Richtung der Zellenge¬ webe beginnt. Bei einer Temperatur des menschlichen Körpers v/erden die auswandernden Ionen besonders leicht an Eiweiss- körper angeknüpft, infolgedessen in dem früher schont mit Me¬ tallen sensibilisierten Organismus Allergiereaktionen auftre¬ ten. Diese Reaktionen lassen sich als z. B. lokale oder ent¬ fernte Schleimhaut- und Hautreaktionen, Ekzem, Dermatitis, Dermatose fühlbar machen. Unter gewissen Umständen können diese Effekte besonders schwere Veränderungen verursachen, die solange bestehen, bis der die Allergie erregende Faktor vom Organismus entfernt wird.

In HU-PS Nr. 1677/85 sind ein Verfahren und ein Instru¬ ment zur Untersuchung und Aufklärung solcher Wirkungen be- schrieben. Das Wesen der Einrichtung besteht hier darin, dass auch eine speziell ausgebildete kombinierte Sonde zur Messung der Spannung und des Stromes vorgesehen ist, die an der elek¬ tronischen Einheit durch eiene Lietung angeschlossen ist. In der elektronischen Einheit werden ein Strom/Spannungswandler zur Fühlung des zu messenden Stromes, ein die zu messende

Spannung fühlender Instrumentationsverstärker und ein Präzi¬ sionsgleichrichter verwendet. An einem Ausgang des Präzisi¬ onsgleichrichters ist ein logarithmischer Verstärker und an dessen Ausgang sind ein DEPREZ-Instrument als Analoganzeiger sowie ein dieses speisender Spannung/Stromwandler angeschlos¬ sen. Die elektronische Einheit ist hiebei in einem gesonder¬ ten Instrumentengehäuse eingebaut, woran die speziell ausge¬ bildete kombinierte Sonde angeschlossen ist. Die beiden Teile er Sonde sind durch Pass olzen mi/telnander ver- bunden und durch eine vieraderige Leitung mit der elektroni¬ schen Einheit verbunden.

Bei der praktischen Anwendung dieser bekannten Lösung hat sich herausgestellt, dass mit ihrer Hilfe die die schad¬ haften Wirkungen verursachenden Ionenwanderungen nicht be- frie-digend geklärt werden können. Es hat sich noch ausserdem erwiesen, dass die Messungen in nicht jedem Fall reproduzier¬ bar sind, sondern in Folge der Unzulänglichkeiten der Sond.en die Messungen durch mehrere sufallsbedingte Umstände beein- flusst werden. Die Anwendung des bekannten Gerätes ist weiterhin mit dem in der Praxis nicht vernachlässigbaren Nachteil verbun¬ den, dass die Handhabung und die Bedienung des Gerätes komp¬ liziert, schwierig ist, was für das ärtzliche Bedienungsper¬ sonal eine schwer lösbare Aufgabe bedeutet. Die Anbringung der im gesonderten Instrumentengehäuse untergebrachten elek¬ tronischen Einheit in der Ambulanz ist ebenfalls schwer zu lösen. Wegen der Ausbildung der bekannten Lösung ist zu der Durchführung der Messung ein Person nicht genügend, da die entsprechende Anbringung und Anschluss der Sonden sowie die Ablesung der Instrumente jeweils eine Person benötigt.

Besondere Schwierigkeiten haben sich bei der bekannten Lösungen in der Berücksichtigung de.r diesbezüglichen hygieni¬ schen Vorschriften gezeigt. Insbesondere mit Rücksicht auf die sich epidemieartig verbreitenden Krankheiten, wie z. B. AIDS werden die Vorschriften der Sterilisierung und der Des-

infizierung der in der Ambulanz verwendeten Instrumente immer strenger. Bekanntlicherweise werden mit grosser Aufwand neue Instrumente- und Methoden sowie Materialien angewendet, die Verbreitung dieser Epidemien mindestens zu häm en. Dabei er- wiesen sich früher ohne Sorgen angewendete Mittel heute als nicht zulässig. Dies' gilt auch für die bekannten Geräte, wo¬ bei die Desinfizierung, Sterilisierung des im gesonderten In¬ strumentengehäuse eingebauten Gerätes nicht irn notwendigem Masse möglich sind. Besonders zutreffend ist das für die Son- den der bekannten Lösung, die an den Körper, gegebenfalls in die Mundhöhle des Kranken angebracht werden. Diese neuen Ge¬ sichtspunkte spiegeln sich in der Tatsache wider, dass die Anwendung solcher Sonden heutzutage in mehreren Ländern von den Behörden nicht gestattet ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrich¬ tung zur "in vivo" elektrochemischen Prüfung von Metallim¬ plantationen zu schaffen, dei neben der Eliminierung der Un¬ zulänglichkeiten der bekannten Lösungen eine genauere, zuver¬ lässigere Messung ermöglicht, ihre Handhabung und Bedienung für den Arzt auch ohne Hilfspersonal wesentlich einfacher ist als vorher, und die, in erster Reihe, auch die neueren hygie¬ nischen Vorschriften erfüllt.

Wesen der Erfindung Die erfindungsgemässe Weiterentwicklung besteht nun da¬ rin, dass die Referenzelektrode mit einem Griffteil und einem Spitzenteil versehen ist, wobei in dem Spitzenteil ein Elek¬ trolyt und ein dazu angeschlossener, mit dem Elektrolyt ge¬ tränkter Fühlkontakt der Referenzelektrode angeordnet sind, und der Griffteil und der Spitzenteil mit einer lösbaren Ver¬ bindung aneinander angeschlossen sind.

Im Sinne der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn der Spitzenteil für einmalige Benutzung ausgebildet ist, wobei dieser an einem dem Griffteil zugewandten Ende mit einer vor der Benutzung durchstechbaren Membrane und an dem anderen En-

de mit einer auch den Fühlkontakt enthaltenden Kapsel abge¬ schlossen ist.

In einer erfindungsgemäss vorteilhaften Ausführungsform ist der Griffteil mit einer in Richtung des Spitzenteiles hinausragenden nadelartigen sekundären Elektrode versehen.

Auch die Ausführungsform ist erfindungsgemäss vorteil¬ haft, worin der in dem Spitzenteil und der Kapsel befindliche Eltkrolyt im KoIIoidgel-Zustand ist.

Ebenfalls ist es er indungsgemäss vorteilhaft, wenn die elektronische Einheit von den Elektroden abgesondert ausge¬ bildet ist. Dabei kann die elektronische Einheit an einer zahnärtzlichen Säule angeordnet oder darin eingebaut sein.

In einer erfindungsgemäss vorteilhaften Ausführungsform ist die elektronische Einheit in dem Griffteil der Referenz- elektrode angeordnet.

Dabei ist es erfindungsgemäss vorteilhaft, wenn der Griffteil mit einem Kopf versehen ist, in dem eine Anseige- einheit der elektronischen Einheit angeordnet ist. Die Tast¬ elektrode kann dabei an dem Kopf durch eine Leitung ange- schlössen sein.

Ebenfalls vorteilhaft ist erfindungsgemäss die Ausfüh¬ rungsform, worin die elektronische Einheit mit Digitaltechnik aufgebaut ist, wobei die Referenzelektrode und die Tastelek¬ trode an einem Verstärker und dieser durch einen Analog/Digi- talkonverter an einem Eingang eines Digitalkomparators ange¬ schlossen sind, und an einem anderen Eingang des Digitalkom¬ parators ein Digitalmultiplexer und an einem Ausgang des Di¬ gitalkomparators eine die Gefahrpegel anzeigende LED ange¬ schlossen ist, an einem Eingang des Multiplexers ein Digital- Speicher anliegt, und eine mit einem Schrittknopf betätigba¬ re Auswahl- und Steuerschaltung an dem Digitalmultiplexer so¬ wie an einem alphanumerischen Speicher der alphanumerischen Anzeigeeinheit angeschlossen ist.

In einem erfindungsgemäss vorteilhaften Ausführungsform kann es schliesslich auch vorgenommen v/erden, dass die elek-

tronische Einheit mit Analogtechnik aufgebaut wird, wobei die Referenzelektrode und die Tastelektrode an einem Verstärker und '.dieser an eiern Eingang eines Komparators angeschlossen sind, und an einem anderen Eingang des Komparators ein Ana- logmultiplexer und an seinem Ausgang eine die Gefahrpegel an¬ zeigende LED angeschlossen ist, an einem Eingang des Analog- multiplexers ein Analogspeicher anliegt, und eine mit einem Schrittknopf betätigbare Auswahl- und Steuerschaltung mit dem Analog ultiplexer sowie mit einem alphanumerischen Speicher der alphanumerischen Anzeigeeinheit in steuernden Verbindung ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigelegten Zeichnun¬ gen dargestellt. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 eine skizzenhafte Seitenansicht einer vorteilhaf¬ ten Ausführungsform der erfindungsgemässen Ein¬ richtung, Fig. 2 ein Blockschema der elektronischen Schaltung in einer erfindungsgemäss vorteilhaften Ausführungs- form, Fig. 3 ein Blockschema der elektronischen Schaltung in einer anderen er indungsgemäss vorteilhaften Aus- führungsform.

Detailierte Beschreibung der Ausführungsformen

In Fig. 1 ist eine Referenzelektrode 1 und eine Tast¬ elektrode 2 in einer vorteilhaften Ausführungsform der erfin- dungsgemässen Einrichtung gezeigt. Im Sinne der Erfindung hat die Referenzelektrode 1 zwei Hauptteile und zwar einen Griff¬ teil 3 und einen Spitzenteil 4. Zwischen dem Griffteil 3 und dem Spitzenteil 4 ist eine lösbare Verbindung, hier eine Ge¬ windeverbindung vorhanden. In einer anderen Ausführungsform kann zwischen dem Griffteil 3 und dem Spitzenteil 4 nur eine

solche Verbindung genügend sein, wodurch die beiden Teile zu¬ einander befestigt, z. B. durch Engpass aufeinander geschoben v/erden können.

Die lösbare Verbindung zwischen dem Griffteil 3 und dem Spitzenteil 4 ermöglicht erfindungsgemäss, dass der Spitzen¬ teil 4 für eine nur einmalige Benutzung ausgebildet ist, dass also der Spitzenteil 4 nach der einmaligen Benutzung wegge¬ worfen werden kann. Dieser Spitzenteil 4 ist nämlich der ein¬ zige Teil der Einrichtung, der mit dem zu prüfenden Körper, in dem Falle von z. B. zahnärtzliche Untersuchungen mit der Mundhöhle kontaktiert.

Zur Ausführung der Messung ist in der Referenzelektrode 1 ein Elektrolyt erforderlich, was in dem gezeigten Ausfüh¬ rungsbeispiel in Form von einem Elektrolyt 5 im Kolloidgel- Zustand vorhanden ist. Dieser Elektrolyt 5 ist in einem Be¬ hälter 6 angeordnet, der eigentlich dem Grif teil 3 ange¬ schlossen ist. Die oben erwähnte lösbare Verbindung ist in diesem Ausführungsbeispiel also zwischen dem Behälter 6 und dem Griffteil 3 ausgebildet. Wie schon früher erwähnt, wird durch die Erfindung er¬ möglicht, den Spitzenteil 4 als Wegwerfteil auszubilden. Zu diesem Zwecke können austauschbare Spitzenteile 4 vorgesehen werden, worin der Elektrolyt 5 im Kolloidgel-Zustand an dem dem Griffteil 3 zugev/andten Ende mit einer Membrane 7 vor dem Gebrauch abgeschlossen ist. Der Behälter 6 des Spitzenteiles 4 endet an der anderen Seite in einem Fühlkontakt 8 aus Filz oder aus faserigem Material. Der Fühlkontakt 8 ist mit dem Elektrolyt 5 durchgetränkt und darf nicht austrocknen. Darum ist der Behälter 6 an diesem Ende mit einer Kapsel 9 abge- schlössen, die auf dem Spitzenteil 4 gezogen ist. Diese Kap¬ sel 9 enthält ebenfalls Elektrolyt 5 im Kolloidgel-Zustand, um den Auslauf oder das Hinaussickern der Elektrolyt zu ver¬ meiden. Der Wegwerfteil ist also aus dem Behälter 6 des Spit¬ zenteiles 4, der Kapsel 9 und der Elektrolyt 5 darin zusam- mengesetzt.

Der Griffteil 3 der Referenzelektrode 1 ist in diesem Beispiel mit einer sekundären Elektrode 10 versehen, die na¬ delartig und dazu geeignet ist, die Membrane 7 während des Anschlusses des Behälters 6 des Spitzenteiles 4 durchzuste- chen und in die Elektrolyt 5 hineinzudringen.

In Figur 1 der Zeichnungen ist eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung dargestellt, die zur zahnärtz¬ lichen, mundchirurgischen, stomatologischen Anwendungen ge¬ eignet ist. Es besteht kein Hindernis, solche Ausführungsfor- men zu konstruieren, die zu der elektrochemischen Untersu¬ chung von Metallimplantationen ausserhalb der Mundhöhle ver¬ wendbar sind. Unterschiede werden sich jeweils aus der dem jeweiligen Anwendungsbereich entsprechende Anpassung der Re¬ ferenzelektrode 1 bzw. der Tastelektrode 2 an die Form der dort gebräuchlichen Handinstrumente ergeben.

In Fig. 1 ist eine Ausführungsform gezeigt, worin die die Auswertung der Messungen durchführende elektronische Ein¬ heit in dem Griffteil 3 der Referenzelektrode 1 eingebaut ist. Die elektronische Einheit ist hiebei als Anzeige mit ei- ner die Gefahrpegel anzeigenden LED 11 und einer alphanumeri¬ schen Anzeigeeinheit 12, als Bedienorgan mit einem Schritt¬ knopf 13 versehen. All' diese Teile sind in einem Kopf 14 des Griffteiles 3 angeordnet. Hieran ist auch die Tastelektrode 2 durch eine Leitung 15 angeschlossen. Die Tastelektrode 2 ist mit einem zur Hand gut angepass- ten Griff 16 aus Isoliermaterial versehen, der in einer Me- tallspitse 17 endet. Die Metallspitze 17 ist innerhalb des Griffes 16 der Tastelektrode 2 durch eine Leitung 18 mit der Leitung 15 verbunden. Im Falle der dargestellten Ausführungs- form zur zahnärtzlichen Behandlung kann die Tastelektrode 2 die Form der Handistrumente haben, die in der Dentaltechnik allgemein verwendet werden. Eine beliebige Formgestaltung kann jedoch dabei gerechtfertigt sein, die in der Zahnheil¬ kunde üblich ist. In einer anderen Ausführungsform besteht auch die Mög-

lichkeit , die die Auswertung der Messungen durchführende elektronische Einheit nicht in dem Griffteil 3 der Referenz¬ elektrode 1 anzuordnen, sondern als ein getrenntes Instrument auszubilden und eventuell in die zahnärtzliche Behandlungs- säule zu integrieren oder daran ausserhalb zu montieren oder zu befestigen. In jedem Fall ist es jedoch zweckmässig, die die Gefahrpegel anzeigende LED 11, die alphanumerische Anzei¬ geeinheit 12 und den Schrittknopf 13 auf der elektronischen Einheit anzuordnen. Da diese elektronische Einheit äusserst kleine Abmessungen hat, kann diese zweckmässigerweise in der Nähe des behandelnden Arztes angebracht v/erden in der Weise, dass er die Messergebnisse leicht ablesen kann.

Wie schon früher erwähnt, kann die Tastelektrode 2 ver¬ schiedene Formen haben. Mit Hinsicht auf die leichte Anwend- barkeit sowie auf die serienmässigen Messungen kann diese in dem zahnärztlichen Beispiel als ein Stück mit der Trocken¬ pistole des zahnärztlichen Stuhles ausgebildet sein. Das ist auch deshalb zweckmässig, weil - wie es noch später ausführ¬ licher beschrieben wird - die Metallspitze 17 an eine vorher abgetrocknete Oberfläche angeschlossen werden muss.

In Fig. 2 ist die schalttechnische Realisation der elek¬ tronischen Einheit mit Digitaltechnik schematisch illus¬ triert. Die Re erenzelektrode 1 und die Tastelektrode 2 sind an einem Verstärker 20 angeschlossen, der durch einen Analog/ Digitalkonverter 21 mit einem Eingang eines Digitalko para- tors 22 verbunden ist. An einem Ausgang des Digitalkompara- tors 22 ist die die Gefahrpegel anzeigende LED 11 und an ei¬ nem anderen Eingang ein Digitalmultiplexer 23 angeschlossen. An der Eingangsseite des Digitalmultiplexers 23 liegt ein Speicher 24, und der Digitalmultiplexer 23 ist auch mit einer Auswahl- und Steuerschaltung 25 in operativer Verbindung. An einem Eingang der Schaltung 25 ist als Bedienorgan der Schrittknopf 13 angeschlossen, und die Schaltung 25 steht auch mit einem alphanumerischen Speicher 26 der alphanumeri- sehen Anzeigeeinheit 12 in Verbindung.

Fig. 3 zeigt eine Verwirklichung der elektronischen Ein¬ heit dieser Erfindung mit Analogtechnik. Die Referenzelek¬ trode 1 und die Tastelektrode 2 sind ebenfalls an einem Ver¬ stärker 27 angeschlossen, der mit einem Eingang eines Analog- komparator 28 verbunden ist. An einem anderen Eingang ist ein Analogmultiplexer 29 angeschlossen und die LED 11 liegt an einem Ausgang des Analogkomparators 28. An der Eingangsseite des Analogmultiplexers 29 ist ein Spannungspegel beinhalten¬ der analoger Speicher 30, während eine mit dem Schrittknopf 13 versehene Auswahl- und Steuerschaltung 31 an dem Analog- multiplexer 29 und an einem alphanumerischen Speicher 32 der alphanumerischen Anzeigeeinheit 12 angeschlossen ist.

Die elektronische Einheit soll sowohl in der Ausfüh¬ rungsform in Fig. 2 als auch in der in Fig. 3 jeweils mit ei- nem in den Figuren nicht dargestellten, üblichen Netzgerät versehen sein. Einfachheit, kleine und leichte Dimensionen sowie Tragbarkeit werden ermöglicht, wenn als Spannungsquelle irgendweiche Batterien angewendet werden.

In der Elektrochemie ist es wohl bekannt, dass für alle Metalle und Legierungen die sogenannten Anodpolarisationskur- ve festgestellt werden kann. Über die zu Metailimplantationen angewendeten Metalle, bzw. Metallegierungen kann diese Anod- polarisationskurve Information geben, in weichen Fall eine unerwünschte Wirkung wegen der Anwendung des Implantates zu erwarten ist. Bei jeder Anodpolarisationskurve kann ein Po¬ tentialwert angegeben v/erden, über welchem der Bereich der sogenannten transpassiven Lösung beginnt und v/o schon die Lö¬ sung des Metalls zu erwarten ist. Dieses sogenannte Schwell¬ potential ist in dem Speicher 24, bzw. 30 der elektronischen Einheit der erfindungsgemässen Einrichtung gespeichert, und sie wird mit dem aktuell gemessenen Potentialwert verglichen. Der Ablauf der Messung wird weiterhin auf dem Beispiel des in dem menschlichen Mund verwendeten Metalli plantates näher dargestellt. Die Tastelektrode 2 wird an dem abgetrockneten Oberflä-

ehe des zu messenden Implantates, z. B. der Plombe oder Brük- ke mit Hilfe der Metallspitze 17 angeschlossen. Wenn die.in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform verwendet wird, v/ird noch vor dem Beginn der Messung mit Hilfe des Schrittknopfes 13 die Art der Metallegierung ausgewählt, die in dem Mund des Pati¬ enten eingebaut ist. Dabei wird einerseits mit Hilfe der Aus¬ wahl- und Steuerschaltung 25, bzw. 31 von dem Speicher 24, bzw. 30 das zu der Art der Legierung gehörende Schwellpoten¬ tial abgerufen, anderseits mit Hilfe des aplhanumerischen Speichers 26, bzw. 32 auf der alphanumerischen Anzeigeeinheit 12 die Benennung der verwendeten Legierung, z. B. Viron 77 veranschaulicht. Ebenfalls vor Begin der Messung wird die Re¬ ferenzelektrode 1 in Messbereitschaft gebracht, wozu der bis¬ her unter sterilen Umständen gehaltenen Spitzenteil 4 an den Griffteil 3 angeschlossen wird. Dabei bricht die sekundäre Elektrode 1C die Membrane 7 durch und dringt in die in dem Behälter 6 enthaltene Elektrolyt 5 im Kolloidgel-Zustand hin¬ ein. Nachdem die entsprechende Verbindung erzeugt ist, wird die Kapsel 9 abgezogen, und der Fühlkontakt 8 ist messbereit und zwar noch immer im vollkommen sterilen Zustand.

Durch die in der Kapsel enthaltene Elektrolyt 5 wurde noch dazu der Fühlkontakt 8 ständig nass gehalten, sodass dieser unmittelbar mit dem Muskelgewebe, z. B. mit dem Zahn¬ fleisch in der Nähe des zu messenden Implantates kontaktiert werden kann. Die von der Referenzelektrode 1 , bzw. der Tast¬ elektrode 2 ankommenden Signale v/erden in den Vertstärker 20, bzw. 27 geleitet, woraus diese - im Falle der digitalen Aus¬ führung durch den Analog/Digitalkonverter 21 - in den Kompa¬ rator 22, bzw. 28 einkommen. An dem anderen Eingang des Kom- parators 22, bzw. 28 steht wie schon früher erwähnt das der verwendeten Metallegierung entsprechende Schwellpotential zur Verfügung, sodass diese Signale in dem Komparator 22, bzw. 28 verglichen werden können. Wenn dabei ein das Schwellpotential überschreitender Wert wahrgenommen v/ird, wird ein Signal zur die Gefahrpegel anzeigenden LED 11 übersandt, sonst spricht

die LED 11 nicht an.

Nach beendeter Messung v/ird der Behälter 6 des Spitzen¬ teiles 4 der Referenzelektrode 1 gleich von dem Griffteil 3 herabgezogen und sofort weggeworfen. Für die nächste Messung wird ein neuer Spitzenteil 4 hervorgenommen, der in der ange¬ zeigter Weise unter sterilen Umständen gelagert v/erden kann.

Durch die erfindungsgemässe Ausführung der Einrichtung kann ein Instrument mit äusserst kleinen Abmessungen, jedoch mit leichter Handhabung erzeugt werden. Die Dimensionen der Tastelektrode 2 überschreiten die Abmessungen der gewöhnli¬ chen Handinstrumente der Zahnärzte nicht, wobei die Abmessun¬ gen der Referenzelektrode 1 in der Grössenordnung der dieje¬ nigen eines Bleistiftes sind. Im Falle der in Fig. 1 gezeig¬ ten Ausführungsform soll nur der Kopf 14 grösser ausgebildet sein, um die Lesbarkeit der Symbole an der alphanumerischen Anzeigeeinheit 12 sowie die Betätigung des Schrittknop es 13 zu ermöglichen. Es kann weiterhin der Griffteil 3 der Refe- renzeiektrode 1 der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform in geeigneter Weise gekapselt werden, wodurch die erfindungsge- ässe Einrichtung allen Sterilisierungs- und Desinfizie- rungsvorgängen widerstehen kann und damit die strengsten An¬ forderungen in dieser Hinsicht erfüllt. Der für die Sterili¬ sation allein Schwierigkeiten bereitende Spitzenteil 4 wird nur einmal verwendet und danach weggeworfen.