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Title:
DEVICE FOR MEASURING THE INEBRIATION STATE OF A TEST PERSON
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/043717
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device, comprising: a measurement apparatus, in particular an alcohol measurement apparatus (3), for measuring the inebriation state of a test person and for producing a corresponding measured value; a camera (5) for recording an image comprising the face of the test person; and a control unit (4), which control unit (4) can store the measured value together with the image in a memory unit (10). The device is characterized by an evaluating unit (12), which is designed in such a way that the evaluating unit can identify a face and/or a defined, stationary pattern in the image, a subsequent action being triggered by the evaluating unit (12) if a face and/or pattern could not be identified.

Inventors:
MORLEY STEFAN (DE)
MICHELS PETER (DE)
ZIMMERMANN MARTIN (DE)
Application Number:
PCT/EP2014/002444
Publication Date:
April 02, 2015
Filing Date:
September 10, 2014
Export Citation:
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Assignee:
DRÄGER SAFETY AG & CO KGAA (DE)
International Classes:
G06K9/00; B60K28/06
Foreign References:
US6748792B12004-06-15
US20060238362A12006-10-26
EP1418082A12004-05-12
Attorney, Agent or Firm:
SCHMÜTZ, Christian (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Vorrichtung mit einem Messgerät (3) zur Messung des Rauschzustands einer Testperson und zur Erzeugung eines entsprechenden Messwerts, mit einer Kamera (5) zur Aufnahme eines Bildes mit dem Gesicht der Testperson und mit einer Steuereinheit (4), wobei die Steuereinheit (4) den Messwert zusammen mit dem Bild in einer Speichereinheit (10) speichern kann, gekennzeichnet durch eine Auswerteeinheit (12), die derart ausgebildet ist, dass diese ein Gesicht und/oder ein definiertes, unbewegliches Muster in dem Bild identifizieren kann, wobei von der Auswerteeinheit (12) eine Folgeaktion ausgelöst wird, wenn keine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen konnte.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass, wenn in dem Bild keine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen konnte, von der Auswerteeinheit (12) ein der nicht möglichen Identifizierung zugeordneter Fehler ermittelt und in der Speichereinheit (10) und/oder der Auswerteeinheit (12) gespeichert wird.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überprüfung des Kamerablickfelds (7), eines Kontrastumfangs des Bildes und/oder eines Helligkeitsumfangs des Bildes erfolgt, wenn in dem Bild keine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen konnte.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine automatische Neujustierung der Kamera (5) bei der Feststellung eines Fehlers bezüglich des Kamerablickfelds und/oder des Kontrastumfangs erfolgt.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifizierung und/oder Überprüfung anhand eines Vergleichs des Bildes mit einem Referenzbild erfolgt.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bild nicht in der Speichereinheit (10) abgelegt wird, wenn keine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen konnte.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Benachrichtigung ausgegeben wird, wenn keine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen konnte.

8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Benachrichtigung eine Aufforderung zur Wiederholung der Messung umfasst.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer definierten Anzahl nicht erfolgter Identifizierungen, gespeicherter Fehler und/oder wiederholter Messungen eine weitere Folgeaktion ausgelöst wird.

10. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verkürzung eines definierten Serviceintervalls zum Auslesen der Speichereinheit (10) eingestellt wird, wenn keine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen konnte.

Description:
Beschreibung

Vorrichtung zur Messung des Rauschzustands einer Testperson

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung des Rausch- und insbesondere Alkoholisierungszustands einer Testperson, insbesondere einer als Fahrer eines Fahrzeugs vorgesehenen Testperson. In motorisierten Fahrzeugen, insbesondere Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Bussen, werden Alkoholmessgeräte in Kombination mit Wegfahrsperren zur Verhinderung einer Inbetriebnahme der Fahrzeuge unter Alkoholeinfluss verwendet. Derartige Vorrichtungen werden auch als (Alkohol-)lnterlocksysteme bezeichnet.

Bekannt sind Interlocksysteme, bei denen neben dem Alkoholmessgerät eine Kamera vorgesehen ist, mit der die die Messung durchführende Testperson fotografiert wird, und das Messergebnis mitsamt dem Foto zu Dokumentationszwecken abgespeichert wird (vgl. beispielsweise US 6,748,792 B1 ).

Eine Manipulation, die darin besteht, dass eine Person, die nicht der Fahrer des dann startfähigen Kraftfahrzeugs sein wird, beispielsweise ein Beifahrer, die Messung durchführt, kann mittels eines solches Interlocksystems aufgedeckt werden, wenn während der sich an die Alkoholmessung anschließenden Fahrt ein weiteres Bild von dem Fahrer aufgenommen und dieses Bild mit dem während der Alkoholmessung aufgenommenen Bild auf Personenidentität verglichen wird (vgl.

EP 2 390 129 A1 ).

Aus der EP 2 237 034 A1 ist zudem bekannt, dass die Manipulation eines Inter- locksystems dadurch erschwert werden kann, wenn bei der Messung die Anwesenheit des Alkoholmessgeräts in einem definierten, den Fahrersitz erfassenden , Bereich des Kamerablickfelds überprüft und die Freigabe des Interlocksystems an diese Bedingung geknüpft wird. Dazu kann beispielsweise von dem Alkoholmess-

BESTÄTIGUNGSKOPIE gerät ein Infrarotsignal ausgesendet werden, dass mittels der Kamera innerhalb eines definierten Kamerabildbereichs detektiert werden muss. Diese Ausgestaltung eines Interlocksystems soll verhindern, dass ein als mobiles Handgerät ausgebildetes Alkoholmessgerät von einer anderen als der auf dem Fahrersitz sitzen- den Person genutzt wird.

Bei einem Einsatz eines bekannten, eine Kamera aufweisenden Interlocksystems ist vorgesehen, dieses in regelmäßigen Serviceintervallen, beispielsweise monatlich auslesen zu lassen, um anhand der aufgenommenen und gespeicherten Bil- der Manipulationen bei den Messungen aufzudecken. Problematisch daran ist, dass erst vergleichsweise spät erkannt wird, wenn die von der Kamera aufgenommenen Bilder so sind, dass eine Identifizierung der darauf abgebildeten Personen, sofern überhaupt vorhanden, nicht möglich ist. Insbesondere technische Defekte oder eine Manipulation durch die Testperson beziehungsweise ein unko- operatives Verhalten der Testperson können dazu führen, dass die aufgenommenen Bilder eine Identifikation nicht zulassen. Beispielsweise kann die Kamera ' ma- nipulativ oder unbeabsichtigt lageverändert worden sein, wodurch diese nicht mehr den vorbestimmten Bereich des Kraftfahrzeugs und damit auch nicht mehr das Gesicht einer sich grundsätzlich bestimmungsgemäß verhaltenden Testper- son aufnimmt. Auch kann die Kamera defokussiert sein, wodurch nur sehr unscharfe, keine verlässliche Personenidentifikation zulassende Bilder aufgenommen und gespeichert wurden. Andererseits kann sich die Testperson auch durch eine Abschirmung ihres Gesichts vor der Kamera einer Personenidentifikation entziehen. In beiden Fällen wäre es vorteilhaft, möglichst frühzeitig von den Proble- men Kenntnis zu erhalten, um im ersten Fall die falsche Ausrichtung oder Fokus- sierung der Kamera korrigieren zu lassen. Das unkooperative Verhalten der Testperson im zweiten Fall könnte dagegen zu frühzeitigen Sanktionen gegen den jeweiligen Nutzer der regelmäßig im Rahmen von Rehabilitationsprogrammen eingesetzten Interlocksysteme führen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Messung des Rausch- und insbesondere Alkoholisierungszustands einer Testperson, bei der eine Dokumentation der Zustandsmessungen anhand von den Messwer- ten zugeordneten Bildern der Testpersonen erfolgt, zu verbessern. Insbesondere sollte die Verwertbarkeit der Dokumentation verbessert und/oder der Wartungsaufwand für die Vorrichtung verringert werden. Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

Eine gattungsgemäße Vorrichtung, die (mindestens) ein Messgerät zur Messung des Rauschzustands einer Testperson und zur Erzeugung eines entsprechenden Messwerts, (mindestens) eine Kamera, die zur Aufnahme (mindestens) eines Bildes des Gesichts der Testperson während der Messung vorgesehen ist, und (mindestens) eine Steuereinheit aufweist, wobei vorgesehen ist, dass die Steuereinheit den von dem Messgerät ermittelten Messwert zusammen mit dem Bild in (mindestens) einer Speichereinheit ablegt, ist erfindungsgemäß durch (mindestens) eine Auswerteeinheit gekennzeichnet, die derart ausgebildet ist, dass diese ein Gesicht und/oder ein definiertes, unbewegliches (zumindest im Zeitraum der Bildaufnahme relativ unbeweglich zu zumindest der Kamera) Muster in dem Bild (insgesamt oder in einem definierten Bildbereich) identifizieren kann, wobei von der Auswerteeinheit (mindestens) eine Folgeaktion ausgelöst wird, wenn keine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen konnte. Hierbei handelt es sich insbesondere um eine Folgeaktion, die sich von einer Folgeaktion, die von der Vorrichtung bei identifizierbarem Bild ausgelöst wird, unterscheidet. Als„Rausch" wird erfindungsgemäß ein persönliches Zustandsbild der Testperson mit Störungen der Bewusstseinslage, kognitiven Fähigkeiten, Wahrnehmung, des Affekts und Verhaltens oder anderer psychophysiologischer Funktionen und Reaktionen, wie sie insbesondere nach der Einnahme von psychotropen Substanzen (insbesondere illegalen Drogen) und/oder Alkohol auftreten, verstanden.

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Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung dient der Messung eines Alkoholisierungszustands, insbesondere anhand des Atemalkoholgehalts, der Testperson, wobei das Messgerät dazu als (Atem- )Alkoholmessgerät ausgebildet ist. Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung dient der Messung eines Drogenrauschzustands, insbesondere nach der gegebenenfalls erfolgten Einnahme von illegalen Drogen. Dabei kann beispielsweise ein automatisch auswertbarer Speicheltest zur Anwen- dung kommen.

Als„Identifizierung eines Gesichts und/oder eines definierten Musters" wird die Lokalisierung eines Bereichs des Bildes, in dem ein Gesicht einer Testperson und/oder das definierte Muster dargestellt ist, verstanden, wobei im Fall der Identi- fizierung eines Gesichts die Qualität der Darstellung derart sein soll, dass zumindest manuell, d.h. von einer Person, eine Zuordnung des in dem Bild dargestellten Gesichts zu einer realen Person durch visuellen Vergleich oder vorzugsweise durch automatisierten Vergleich möglich ist oder zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein wird. Eine Personenidentifikation in der Art, dass eine Personeniden- tität anhand eines automatischen Vergleichs des in dem auszuwertenden Bild identifizierten Gesichts mit einem Gesicht einer definierten Person in einem Referenzbild erfolgt, ist möglich, aber nicht erforderlich. Die Lokalisierung eines definierten Musters erfolgt dabei vorzugsweise in einem vordefinierten Bereich des Bildes.

Bei der Testperson kann es sich insbesondere um einen Fahrer eines Fahrzeugs handeln, wobei als Fahrzeuge erfindungsgemäß alle beliebigen, insbesondere motorisch angetriebenen Land-, Wasser-, und Luftfahrzeuge verstanden werden. Dabei wird als Fahrer diejenige Person verstanden, die während der Messung an einer für die Führung des Fahrzeugs im Betrieb vorgesehen Stelle, beispielsweise einem Fahrersitz, positioniert ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zudem zur Zutrittsüberprüfung für ein Sperrgebiet, wie beispielsweise einen bestimmten Abschnitt oder eine Räumlichkeit in einer chemischen oder militärischen Anlage, zu der die Testperson Zutritt erlangen möchte, eingesetzt werden. Eine weitere Anwendung für die erfindungsgemäße Vorrichtung kann bei sogenannten Home- Monitoring-Systemen liegen, bei denen eine dauerhafte oder zeitlich begrenzte Alkohol- und/oder Drogenabstinenz durch die regelmäßige Abgabe einer Probe, insbesondere Atemalkohol- und/oder Speichelprobe, überprüft wird, wobei bei der Überschreitung eines Grenzwerts für den Atemalkoholgehalt und/oder den nachzuweisenden Drogenparameter eine Benachrichtigung an eine Überwachungsstelle übermittelt wird. Bei dem„Bild", das von der Kamera aufgenommen und von der Auswerteeinheit ausgewertet wird, kann es sich um ein Einzelbild (Foto) oder um eine„Bildsequenz" (Video) handeln.

Die Komponenten der erfindungsgemäßen Vorrichtung, d.h. zumindest das Mess- gerät, die Kamera, die Steuereinheit und die Auswerteeinheit, soweit vorgesehen, können kabelgebunden oder kabellos miteinander kommunizieren und entsprechend verbunden sein. Dabei kann die jeweilige Verbindung dauerhaft oder auch nur temporär vorgesehen sein. Für eine kabellose Kommunikation kann die Vorrichtung eine oder mehrere Datenübertragungsvorrichtungen aufweisen.

Bei der bevorzugten Nutzung der Vorrichtung in Verbindung mit einem Fahrzeug kann vorgesehen sein, dass insbesondere die Auswerteeinheit entweder innerhalb, d.h. als Teil des Fahrzeugs, oder außerhalb, d.h. unabhängig von diesem angeordnet ist. Die jeweilige Anordnung der Auswerteeinheit kann insbesondere von den Folgeaktionen abhängig sein, die vorgesehen sind, wenn keine Identifikation eines Gesichts und/oder Musters in einem Bild möglich ist. Für Folgeaktionen, die eine direkte Auswirkung auf die Funktionsweise der Vorrichtung haben, wie beispielsweise eine zu wiederholende Messung bei einer nicht möglichen Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters in dem dazugehörigen Bild, kann eine Anordnung der (beziehungsweise zumindest einer von mehreren) Auswerteein- heit(en) innerhalb des Fahrzeugs vorteilhaft sein. Sofern die Steuereinheit mit der Auswerteeinheit über eine kabellose Verbindung (GSM, etc.) kommunizierend verbunden ist, kann jedoch auch bei solchen Folgeaktionen eine Anordnung der Auswerteeinheit außerhalb des Kraftfahrzeugs vorgesehen sein. Sofern die

Folgeaktionen primär oder ausschließlich nach einem Auslesen der Speichereinheit im Rahmen einer regelmäßigen Wartung vorgesehen sind, kann die Auswerteeinheit vorzugsweise außerhalb des Fahrzeugs angeordnet sein, da so eine einzelne Auswerteeinheit in Verbindung mit einer Mehrzahl von Fahrzeugen und den dort verbauten Komponenten der Vorrichtung genutzt werden kann. Die Auswerteeinheit kann dann vorzugsweise mittels eines nur temporär angeschlossenen Kabels mit der jeweiligen Steuereinheit kommunizieren, wodurch der erhöhte Aufwand für eine kabellose Datenübertragung vermieden werden kann.

Eine Folgeaktion bei einer nicht möglichen Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters kann darin liegen, dass von der Auswerteeinheit ein dieser nicht möglichen Identifizierung zugeordneter Fehler ermittelt und in der Speichereinheit und/oder der Auswerteeinheit abgespeichert wird.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Überprüfung des Kamerablickfelds, eines Kontrastumfangs des Bildes und/oder eines Helligkeitsumfangs des Bildes erfolgt, wenn in dem Bild keine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen konnte. Dadurch können insbesondere technische Probleme so- wie bestimmte manipulative Gründe, die zu der nicht erfolgten Identifizierung geführt haben, identifiziert werden.

Mittels einer Überprüfung des Kamerablickfelds kann insbesondere eine falsche Ausrichtung der Kamera erkannt werden. Ermöglicht wird eine solche Überprüfung des Kamerablickfelds beispielsweise mittels eines Vergleichs des auszuwertenden Bildes mit einem vorzugsweise in der Steuereinheit und/oder der Auswerteeinheit gespeicherten Referenzbild. Dabei kann beispielsweise verglichen werden, ob ein oder mehrere in dem Referenzbild dargestellte Marker, die derart angeordnet sind, dass diese von der Testperson bei einem Aufenthalt in einer für die Durchführung der Messung vorgesehen Position nicht verdeckt sind, in dem auszuwertenden Bild in der im Wesentlichen gleichen Position wie in dem Referenzbild erkennbar sind. Bei dem oder den Markern kann es sich um Elemente handeln, die für diesen Zweck in dem Kamerablickfeld angeordnet wurden oder auch um bestimmte Konturen von primär aus anderen Gründen in dem Kamerablickfeld angeordneten Elementen, beispielsweise einem (Teil eines) Fahrersitz(es) eines Kraftfahrzeugs, handeln. Dabei können die Marker passiv oder auch aktiv, beispielsweise in Form einer Infrarotlichtquelle, ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich zu einem Vergleich des aufgenommenen Bildes mit einem Referenzbild kann aber auch vorgesehen sein, eine falsche Ausrichtung der Kamera anhand eines oder mehrerer Lagesensoren zu ermitteln. Mittels einer Überprüfung des Kontrastumfangs des Bildes kann insbesondere in von konventionellen Digitalkameras bekannter Weise eine falsche Fokussierung der Kamera und/oder eine optische Beeinträchtigung durch einen Filter erkannt werden. Dabei kann sich der Filter beispielsweise als Verschmutzung einer Kameralinse oder auch als eine mittels eines (teil-)transparenten Klebebands abgekleb- te Kameralinse herausstellen. Dabei kann ebenfalls ein Vergleich des auszuwertenden Bildes mit einem Referenzbild für die Auswertung hilfreich sein.

Mittels einer Überprüfung des Helligkeitsumfangs des Bildes kann insbesondere in von konventionellen Digitalkameras bekannter Weise eine Blendung erkannt wer- den. Eine solche Blendung kann beispielsweise manipulativ durch ein Anleuchten der Kamera während der Messung mittels einer Taschenlampe oder einer Infrarot- LED erfolgen. Auch hierbei kann ein Vergleich des auszuwertenden Bildes mit einem Referenzbild für die Auswertung hilfreich sein. In einer bevorzügten Ausführungsform der erfindungsgenäßen Vorrichtung kann vorgesehen sein, dass mittels einer (möglichen oder nicht möglichen) Identifizierung eines Musters zunächst die Ausrichtung der Kamera, der Kontrastumfang und/oder der Helligkeitsumfang des Bildes überprüft wird. Dies kann auch unabhängig von der Messung des Rauschzustands erfolgen. Sofern diese Auswertung auf eine richtig justierte Kamera schließen lässt, kann eine anschließende, nicht mögliche Identifizierung eines Gesichts in einem Bild mit größerer Wahrscheinlichkeit auf ein manipulatives Verhalten der Testperson schließen lassen. Dies gilt insbesondere, wenn eine Identifikation eines Gesichts wiederholt nicht möglich ist. Sofern ein Fehler für die nicht erfolgte Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters ermittelt wurde, kann als weitere Folgeaktion vorgesehen sein, dass dieser Fehler in der Speichereinheit und/oder der Auswerteeinheit abgelegt wird. Dies kann ermöglichen, den oder die Fehler im Rahmen einer Wartung der Vorrichtung mit vergleichsweise geringem Aufwand zu beheben. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass ein Ablegen eines solchen Fehlers in der Speichereinheit dazu führen kann, dass ein vorgesehenes Serviceintervall, das grundsätzlich zum Auslesen der Speichereinheit vorgesehen und insbesondere anhand einer bestimmten Zeit- raums und/oder einer bestimmten Anzahl von Nutzungsvorgängen der Vorrichtung (und damit beispielsweise Startversuchen für ein mit der Vorrichtung versehenes Fahrzeug) definiert sein kann, verkürzt wird. Dadurch kann sichergestellt werden, dass ein Fehler, der dauerhaft oder zumindest häufiger eine mangelnde Identifi- zierbarkeit eines Gesichts und/oder Musters in den aufgenommenen Bildern be- gründen kann, kurzfristig behoben wird. Hierzu kann somit eine statistische Auswertung der gespeicherten Fehler vorgesehen sein.

Eine Verkürzung eines vorgesehenen Serviceintervalls zum Auslesen der Speichereinheit kann grundsätzlich als eine Folgeaktion vorgesehen sein, wenn in ei- nem aufgenommenen Bild kein Gesicht und/oder Muster identifizierbar ist. Dabei kann jede nicht mögliche Identifizierung eine definierte Verkürzung mit sich bringen. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass eine solche Verkürzung erst nach einer definierten Anzahl nicht möglicher Identifizierungen vorgesehen ist. Auch hier kann somit eine statistische Auswertung der als Vorfall speicherbaren, nicht möglichen Identifizierungen vorgesehen sein.

Sofern eine entsprechend ausgebildete Kamera vorgesehen ist, kann eine Feststellung einer falschen Ausrichtung und/oder einer falschen Fokussierung auch zu einer selbsttätigen Neujustierung, d.h. insbesondere Neuausrichtung und/oder Neufokussierung führen. Eine solche automatische Neujustierung der Kamera kann insbesondere auch unabhängig von einer Messung des Rauschzustands und einer dabei versuchten Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters erfolgen. Die Kamera kann dazu beispielsweise entsprechend verstellbar ausgebildet werden, was insbesondere mittels sogenannter, von Objektiven konventioneller Digitalkameras bekannter Piezomotoren erfolgen kann. Auch bei einer selbsttätigen Neuausrichtung und/oder Neufokussierung der Kamera kann vorgesehen sein, eine ermittelte falsche Ausrichtung der Kamera als Fehler in der Speichereinheit abzulegen. Eine häufige Falschausrichtung der Kamera innerhalb eines Serviceintervalls kann dann als Hinweis auf einen technischen Defekt oder Manipulationsversuche gewertet werden.

Eine weitere, bei nicht erfolgter Identifikation eines Gesichts und/oder Musters ausgelöste Folgeaktion kann darin liegen, dass das Bild nicht in der Speichereinheit abgelegt wird. Somit kann vorgesehen sein, dass nur bei einer Identifizierung eines Gesichts und/oder eines Musters in dem Bild die Messung als gültig gewertet wird. Als Reaktion auf die Gültigkeit der Messung kann dann - ein ausreichend geringer, durch die Messung bestimmter Rauschzustand vorausgesetzt - vor- zugsweise eine Sperrung einer Startvorrichtung (z.B. ein Startermotor eines Verbrennungsmotors oder ein Relais eines Traktionsnetzes eines elektrifizierten Fahrzeugs) eines Fahrzeugs aufgehoben werden, so dass das Fahrzeug in Betrieb genommen werden kann, oder es kann eine Zugangssperre freigegeben und damit ein von der Testperson geforderter Zugang gewährt werden. Wird dagegen von der Steuereinheit festgestellt, dass in dem Bild kein Gesicht und/oder Muster identifizierbar ist, kann vorgesehen sein, dass eine Sperrung einer Startvorrichtung eines Fahrzeugs oder eine Zugangssperre nicht aufgehoben wird.

Alternativ oder zusätzlich dazu kann als Folgeaktion vorgesehen sein, dass eine Benachrichtigung ausgegeben wird, wenn eine Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters in dem Bild nicht möglich ist. Mit dieser Benachrichtigung kann beispielsweise der Testperson die nicht mögliche Identifizierung bekannt gemacht werden. Wenn gleichzeitig eine Sperrung einer Startvorrichtung des Fahrzeugs aufgehoben wird, hat eine solche Benachrichtigung im Wesentlichen informativen Charakter.

Vorzugsweise kann aber auch vorgesehen sein, dass die Benachrichtigung eine Aufforderung zur Wiederholung der Messung umfasst, was insbesondere dann sinnvoll sein kann, wenn eine Sperrung einer Startvorrichtung eines Fahrzeugs oder eine Zugangssperre wegen einer fehlenden Identifizierung eines Gesichts und/oder Musters nicht aufgehoben wird. Darauf aufbauend kann weiterhin vorgesehen sein, dass nach einer definierten Anzahl wiederholter Messungen eine weitere Folgeaktion ausgelöst wird. Diese Folgeaktion kann insbesondere in der Ermittlung eines oder mehrerer Fehler für die nicht erfolgte Identifizierung liegen. Vorteilhaft kann dabei sein, dass die Er- mittlung des oder der Fehler für die nicht erfolgte Identifizierung, die vielfach rechentechnisch aufwändig ist und insbesondere dem Aufdecken eines technischen Defekts oder einer Manipulation dient/erst nach mehrmaligen, aufeinander folgenden Fehlversuchen ausgelöst wird. Vereinzelte Gründe für die nicht erfolgte Identifikation, wie beispielsweise ein nicht manipulatives Wegdrehen des Gesichts durch die Testperson, führen dann nicht unmittelbar zu dem Auslösen der Fehler- ermittlung. Besonders vorteilhaft kann dies sein, wenn bei einer für ein Fahrzeug vorgesehenen Vorrichtung die Auswerteeinheit nicht im Fahrzeug verbaut ist, sondern mit dieser beispielsweise kabellos kommuniziert. Gegebenenfalls kann vorgesehen sein, die Identifizierbarkeit eines Gesichts und/oder Musters bei einer Messung zu verbessern, wenn mehr als eine Kamera eingesetzt wird, die jeweils ein Bild liefern. Dabei können die Kameras redundant vorgesehen sein, so dass diese jeweils ein getrennt auswertbares Bild liefern. Es kann aber auch vorgesehen sein, die Bilder der Kamera rechnerisch zusammen zu führen (sogenanntes„Stitching"). Dabei können die Kameras (bezüglich ihrer , Blickrichtung) vorzugsweise in einem Winkel (d.h. nicht parallel) und insbesondere senkrecht zu einander ausgerichtet sein.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:

Figur 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Messung des Alkoholisierungszustands eines Fahrer eines Fahrzeugs; und

Figur 2 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Messung des Alkoholisierungszustands eines Fahrer eines Fahrzeugs. Die Fig. 1 zeigt schematisch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Messung des Alkoholisierungszustands eines Fahrers 1 eines Fahrzeugs 2.

Die Vorrichtung umfasst ein Alkoholmessgerät 3, das in bekannter Weise (vgl. beispielsweise US 6,167,746 B1 ) derart ausgebildet ist, dass dieses einen Alkoholgehalt in dem Atem einer Testperson, bei der es sich um den Fahrer 1 des Fahrzeugs 2 handelt, misst. Der sich aus einer Messung ergebende Messwert wird an eine im Fahrzeug 2 verbaute Steuereinheit 4 der Vorrichtung übertragen. Dies kann kabelgebunden oder, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel, kabellos mittels beispielsweise einer beliebigen Funkübertragung (z.B. Bluetooth ® ) erfolgen. Die Vorrichtung umfasst weiterhin eine digitale Kamera 5, die dazu vorgesehen ist, während der Messung mittels des Alkoholmessgeräts 3 ein das Gesicht des Fahrers 1 umfassendes Bild aufzunehmen. Die Kamera 5 ist dabei derart voreingestellt angeordnet und ausgerichtet, dass ein innerer Bildbereich 6 des Kamerablickfelds 7 einen Bereich des Innenraums des Fahrzeugs 2 erfasst, in dem der Kopf des Fahrers 1 erwartet wird. Konkret ist der innere Bildbereich 6 auf den oberen Teil des Fahrersitzes 8 und insbesondere die Kopfstütze 9 des Fahrersitzes 8 ausgerichtet. Eine Fokussierung ist dabei so voreingestellt, dass ein Bereich in einem definierten Abstand vor der Kopfstütze 8 scharf gestellt ist. Dadurch sollen möglichst hochqualitative Bilder des Gesichts des Fahrers 1 aufgenommen werden. Über eine Kabelverbindung ist die Kamera 5 mit der Steuereinheit 4 verbunden. Die Steuereinheit 4 steuert die Kamera 5 derart an, dass diese im richtigen Zeitpunkt ein Bild aufnimmt. Anders herum kann das jeweilige Bild dann in einer in die Steuereinheit 4 integrierten Speichereinheit 10 der Vorrichtung gespeichert werden. Die Speicherung erfolgt dabei derart, dass eine Zuordnung zu dem dazuge- hörigen, von dem Alkoholmessgerät 3 übermittelten Messwert gegeben ist.

Sofern die Messung des Atemalkoholgehalts ergibt, dass dieser unterhalb eines in der Steuereinheit 4 gespeicherten Grenzwerts liegt, gibt die Steuereinheit 4 eine Startvorrichtung 11 , beispielsweise den Startermotor einer Brennkraftmaschine des Fahrzeugs 2 frei. Das Fahrzeug 2 kann somit in Betrieb genommen werden.

In regelmäßigen, beispielsweise anhand eines konkreten Zeitraums definierten Serviceintervallen soll die Vorrichtung in einer dafür vorgesehenen Servicestation gewartet werden. Dabei werden die in der Speichereinheit 10 gespeicherten Daten kabellos oder über ein temporär angeschlossenes Kabel an eine nicht im Fahrzeug 2 verbaute Äuswerteeinheit 12 der Vorrichtung übertragen. In der Auswerteeinheit 2 werden die von der Speichereinheit 10 übertragenen Bilder mittels ei- nes Algorithmus dahingehend überprüft, ob eine Identifikation des Gesichts des Fahrers 1 möglich ist und, wenn ja, ob sich das identifizierte Gesicht in einem Abschnitt des jeweiligen Bildes befindet, der dem inneren Bildbereich 6 entspricht. Das Ergebnis dieser Überprüfung wird dokumentiert, wobei vorgesehen sein kann, nur die Ergebnisse:„Identifikation eines Gesichts im inneren Bildbereich 6" und „keine Identifikation eines Gesichts im inneren Bildbereich 6" oder zusätzlich auch eine„Identifikation eines nicht im inneren Bildbereich 6 angeordneten Gesichts" zu dokumentieren.

Daraufhin wird die Anzahl n B der Bilder, auf denen ein Gesicht im inneren Bildbe- reich 6 identifiziert wurde, sowie die Anzahl k der Bilder, auf denen kein Gesicht im inneren Bildbereich 6 identifiziert werden konnte, ermittelt. Deren Verhältnis V kann anhand von V = k/n B ermittelt werden.

In Abhängigkeit davon, ob der ermittelte Wert für k und/oder V einen dazugehöri- gen, voreingestellten Grenzwert überschreitet, können von der Auswerteeinheit eine oder mehrere Folgeaktionen ausgelöst werden.

Zum einen kann eine Benachrichtigung an einen den Service durchführenden Servicetechniker ausgegeben werden. Diese Benachrichtigung kann den Service- techniker darauf hinweisen, dass die Kamera 5 der Vorrichtung defekt, falsch ausgerichtet oder falsch fokussiert sein könnte. Dies sollte der Servicetechniker zum Anlass nehmen, die. Funktion, Ausrichtung und Fokussierung der Kamera im

Rahmen des Services zu überprüfen. Weiterhin kann eine Benachrichtigung an eine oder mehrere Datenverarbeitungsanlagen 13 übermittelt werden. Dabei können neben der Meldung, dass ein

Grenzwert für k und/oder V überschritten wurde, auch die konkreten Zahlen n B und k sowie die dazugehörigen Bilder übertragen werden. Bei einer der Datenverarbeitungsanlagen 13 kann es sich um eine zentrale Datenverarbeitungsanlage handeln, bei der die von einer Mehrzahl von erfindungsgemäßen Vorrichtungen erzeugten Daten zentral gespeichert und gegebenenfalls weiterverarbeitet werden. Bei einer anderen Datenverarbeitungsanlage 13 kann es sich um ein Melde- System einer autorisierten Stelle handeln, die beispielsweise für die Überwachung des Nutzers (der der Fahrer 1 sein kann) der im Rahmen eines Rehabilitationsprogramms eingesetzten Vorrichtung zuständig ist.

In der Auswerteeinheit 12 kann anhand der Bilder, auf denen kein Gesicht im inne- ren Bildbereich 6 identifizierbar ist, eine Fehlerermittlung vorgenommen werden. Dabei können anhand einer Auswertung des Kontrastumfangs, des Helligkeitsum- fangs und des Kamerablickfelds mögliche Fehler identifiziert werden, die dazu geführt haben, dass in den einzelnen Bildern kein Gesicht im inneren Bildbereich 6 identifizierbar ist. Mittels einer Auswertung des Kontrastumfangs kann insbeson- dere festgestellt werden, ob die Kamera 5 falsch fokussiert oder eine Kameralinse verschmutzt oder aus anderen Gründen (z.B. durch Abkleben mit einem teiltransparenten Klebeband) nicht frei ist. Anhand einer Auswertung des Helligkeitsum- fangs kann beispielsweise ermittelt werden, ob die Kamera 5 im Zeitpunkt der Aufnahme des Bildes geblendet wurde, was manipulativ durch Beleuchten mittels einer Taschenlampe oder einer Infrarot-LED oder auch unbeabsichtigt durch

Fremdbeleuchtung beispielsweise eines anderen Fahrzeugs erfolgt sein kann. Mittels einer Auswertung des Kamerablickfelds kann insbesondere eine falsche Ausrichtung der Kamera ermittelt werden. Das Ergebnis dieser Auswertung kann in Form einer oder mehrere Benachrichtigungen an den Servicetechniker ausgegeben oder an eine oder mehrere der Datenverarbeitungsanlagen 13 übermittelt werden. Dadurch kann eine Wartung der Vorrichtung unterstützt oder ein voraussichtlich manipulatives oder unkooperatives Verhalten des Fahrers 1 identifiziert werden.

Die in der Fig. 2 dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrich- tung unterscheidet sich von derjenigen der Fig. 1 insbesondere darin, dass in die Steuereinheit 4 eine (erste) Auswerteeinheit 12 integriert ist. Entsprechend der Ausführungsform gemäß der Fig. 1 ist die Auswerteeinheit 12 in der Lage, die in der Speichereinheit 10 gespeicherten Bilder mittels eines Algorithmus dahingehend zu überprüfen, ob eine Identifikation eines Gesichts des jeweiligen Fahrers 1 möglich ist und, wenn ja, ob sich das identifizierte Gesicht in einem dem inneren Bildbereich 6 der Kamera 5 entsprechenden Abschnitt des jeweiligen Bildes befindet. Das Ergebnis dieser Überprüfung wird ebenfalls dokumentiert.

Sofern bei einer Messung keine Identifikation eines Gesichts im inneren Bildbe- reich 6 mögljch ist, kann vorgesehen sein, dass mittels der Steuereinheit 4 eine Benachrichtigung an den Fahrer 1 ausgegeben wird und dieser aufgefordert wird, die Messung zu wiederholen. In diesem Fall kann somit vorgesehen sein, dass eine Freigabe der Startvorrichtung 11 erst erfolgt, wenn eine Messung mit identifizierbarem Bild vorliegt oder zumindest mehrfach versucht wurde, eine entspre- chende Messung abzuliefern.

Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass eine entsprechende Benachrichtigung und Aufforderung erst ausgegeben wird, wenn eine bestimmte Anzahl an Bildern, in denen keine Identifikation eines Gesichts im inneren Bildbereich 6 möglich ist, erreicht wurde. Dazu kann die Auswerteeinheit 12 einen Zähler integrieren, der die Gesamtanzahl an entsprechenden Bildern wiedergibt. Wenn sich der Zählerstand des Zählers um eine definierte Anzahl erhöht hat, wird die entsprechende Benachrichtigung und Aufforderung ausgegeben. Demnach kann vorgesehen sein, dass eine Freigabe der Startvorrichtung 11 auch dann erfolgt, wenn eine Messung ohne identifizierbares Bild vorliegt, aber der Zählerstand sich noch nicht entsprechend der definierten Anzahl erhöht hat. Wird dagegen eine Erhöhung des Zählerstands um die definierte Anzahl erreicht, kann vorgesehen sein, dass eine Freigabe der Startvorrichtung 11 erst erfolgt, wenn eine Messung mit identifizierbarem Bild vor- liegt oder zumindest mehrfach versucht wurde, eine entsprechende Messung abzuliefern.

In allen Ausführungsformen kann auch eine Zeitgrenze gesetzt werden, innerhalb der eine Identifizierung in dem jeweiligen Bild erfolgt sein muss. Dies kann insbesondere sinnvoll sein, wenn das jeweilige Bild nicht als Einzelbild sondern als Bildsequenz (Video) vorliegt.

Ebenfalls ist möglich, eine erfolgte Identifizierung eines Gesichts im inneren Bild- bereich 6 als Benachrichtigung an den Fahrer 1 auszugeben, wobei die Benachrichtigung auch in Form eines einfachen Tonsignals oder eines Lichtsignals erfolgen kann.

Weiterhin kann in der Auswerteeinheit 12 oder der Speichereinheit 4 ein Grenz- wert abgelegt sein. Sofern der Zählerstand des Zählers den Grenzwert erreicht oder überschritten hat, kann dies in der Auswerteeinheit 12 oder Speichereinheit 10 als Ereignis gespeichert und/oder als an den Fahrer 1 gerichtete Benachrichtigung ausgegeben werden. Weiterhin kann dieses Ereignis direkt, insbesondere kabellos (z.B. mittels GSM) an eine erste und/oder zweite Datenverarbeitungsan- läge 13, wie sie bereits anhand des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 beschrieben wurden, übertragen werden. Ebenso kann vorgesehen sein, dass ein definiertes Serviceintervall verkürzt wird, um zeitnah eine Wartung der Vorrichtung zur- Fehlerbehebung und gegebenenfalls eine weitere Auswertung der Bilder vornehmen zu können.

In einem Service wird der Zähler zurückgesetzt. Gleichzeitig kann mittels einer zweiten Auswerteeinheit 12, die mit der Steuereinheit nur temporär während des Services verbunden wird, die bereits anhand der Fig. 1 beschriebene Auswertung der Bilder mit dem Ziel einer Fehlerermittlung beziehungsweise der Feststellung eines manipulativen oder unkooperativen Verhaltens der Testpersonen erfolgen. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass diese Auswertung mittels der in die Steuereinheit integrierten (ersten) Auswerteeinheit 12 erfolgt, wozu diese mit entsprechend ausreichender Rechenleistung ausgestattet werden müsste. Bei der Wartung könnte die Auswertung dann lediglich noch mittels eines Lesegeräts 14 ausgelesen werden.

Die in den Figuren voneinander getrennt dargestellten Komponenten können teil- weise integral ausgebildet werden. Insbesondere kann vorgesehen sein, die Speichereinheit 10 und/oder die (erste) Auswerteeinheit 12 in die Kamera 5 zu integrieren. Die Speicherung der Daten in der Vorrichtung kann flüchtig oder - vorzugsweise - semipermanent erfolgen.

BEZUGSZEICHENLISTE

Fahrer

Fahrzeug

Alkoholmessgerät

Steuereinheit

Kamera

innerer Bildbereich

Kamerablickfeld

Fahrersitz

Kopfstütze

Speichereinheit

Startvorrichtung

Auswerteeinheit

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