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Title:
DEVICE, METHOD AND ASSEMBLY FOR SEPARATING WING TIPS FROM POULTRY CARCASSES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/242857
Kind Code:
A9
Abstract:
The present invention relates to devices and methods and an assembly for separating wing tips (10) from poultry carcasses (11). The device according to the invention is characterised by: a suspended conveyor device (12) for conveying the poultry carcasses (11); a support guide (15) which is designed to guide the neck and shoulder region, extends in the direction of transport (13), is positioned underneath the poultry carcass (11), and which has at least one support surface (16) designed to support the neck and shoulder region of the poultry carcasses (11); a lower wing guide (17) that is designed to guide the lower wing and wing tip (20) of the poultry carcass (11) and is positioned to the side of the support guide (15); a stationary first retainer guide (21) that is designed to retain the upper wing of the poultry (19) under preload; a second retainer guide (22) that is positioned downstream of the first retainer guide (21) in the transport direction and has at least two guide elements (23) designed to retain the poultry upper wing (19), said guide elements (23) being deflectingly movable against a restoring force; and a separation device (24) that is designed to separate the wing tips (20) and is positioned along the conveying section in the region of the second retainer guide (22).

Inventors:
ZEËN JACOBUS (NL)
VEEN TIM ANDRIES (NL)
POLMAN RUDI THEODORUS MARIA (NL)
Application Number:
PCT/EP2018/066489
Publication Date:
April 16, 2020
Filing Date:
June 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
LINCO FOOD SYSTEMS AS (DK)
International Classes:
A22C21/00
Attorney, Agent or Firm:
STORK BAMBERGER PATENTANWÄLTE PARTMBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zum Abtrennen der Flügelspitze (10) von Geflügelschlachtkörpern (11 ), umfassend eine zur Förderung von an den Beinen hängenden Geflügelschlachtkörpern (11 ) entlang einer Förderstrecke in Transportrichtung (13) eingerichtete Hän- gefördereinrichtung (12), eine zum Führen von Hals- und Schulterbereich eingerichtete, sich in der Transportrichtung (13) erstreckende, unterhalb der Geflügelschlachtkörper (1 1 ) angeordnete Stützführung (15) mit mindestens einer zum Stützen des Hals- und Schulterbereichs der Geflügelschlachtkörper (11 ) eingerichteten Stützfläche (16), eine zum Führen von Geflügelunterarm und Flügelspitze (20) des Geflügel- schlachtkörpers (1 1 ) eingerichtete, seitlich neben der Stützführung (15) ange- ordnete, Unterarmführung (17), eine zum Niederhalten des Geflügeloberarms (19) unter Vorspannung einge- richtete, ortsfest angeordnete erste Niederhalteführung (21 ), eine der ersten Niederhalteführung (21 ) in Transportrichtung (13) nachgeord- nete zweite Niederhalteführung (22) mit mindestens zwei zum Niederhalten des

Geflügeloberarms (19) eingerichteten Führungselementen (23), wobei die Füh- rungselemente (23) gegen Rückstellkraft ausweichlich bewegbar angeordnet sind, sowie eine zum Abtrennen der Flügelspitze (20) eingerichtete und entlang der Förder- strecke im Bereich der zweiten Niederhalteführung (22) angeordnete Trennein- richtung (24). Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eines der Füh- rungselemente (23) als ein Vorführungselement (25) zum Niederhalten des Ge- flügeloberarms (19) im Zulauf zu der T renneinrichtung (24) ausgebildet ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Führungselemente (23) als ein Trennführungselement (26) zum Nie- derhalten des Geflügeloberarms (19) in einem Wirkbereich der Trenneinrich- tung (24) zum Abtrennen der Flügelspitze (20) vom Geflügelunterarm ausge- bildet ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Niederhalteführung (21 ), die Unterarmführung (17), das Vorführungs- element (25) und das Trennführungselement (26) jeweils zumindest im Wesent- lichen L-profilförmig mit jeweils einer Oberarmführungsfläche (27) zum Ausüben einer Führungskraft auf den Geflügeloberarm (19) in Schwerkraftrichtung sowie einer Unterarmführungsfläche (42) zum Ausüben einer Führungskraft auf den Geflügelunterarm senkrecht zu der Schwerkraftrichtung ausgebildet sind.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorführungselement (25) an einem Schwenkarm (28) angeordnet ist, wobei der Schwenkarm (28) um eine in einem ersten Endbereich (30) oberhalb der ersten Niederhalteführung (21 ) verlaufende ortsfeste Schwenkachse (29) schwenkbar eingerichtet ist.

Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (28) mit dem Vorführungselement (25) unter Bildung eines ersten Schwenkge- lenks (31 ) derart um die ortsfeste Schwenkachse (29) schwenkbar angeordnet ist, dass diese in einer Wartestellung zur Stützführung (15) um einen Neigungs- winkel a hin geneigt ausgerichtet ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Schwenkweg- begrenzung des ersten Schwenkgelenks (31 ) das Vorführungselement (25) stirnseitig zur ersten Niederhalteführung (21 ) hin eine erste Gegenlagefläche (32) aufweist, die zur Begrenzung des Neigungswinkels a auf eine Maximal- neigung eingerichtet ist und mit einer ersten Endstirnfläche (33) der ersten Niederhalteführung (21 ) in der Wartestellung unter zumindest teilweisem Form- schluss in Anlage kommt.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennführungselement (26) einlaufseitig an einem freien Ende des

Schwenkarms (28) um eine schwenkbewegliche Schwenkachse (35) unter Bildung eines zweiten Schwenkgelenks (36) schwenkbar angeordnet ist.

Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennfüh- rungselement (26) derart an dem freien Ende (34) des Schwenkarms (28) angeordnet ist, dass das Trennführungselement (26) in der Wartestellung zu- mindest im Wesentlichen parallel zu der Stützfläche (16) der Stützführung (15) ausgerichtet ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorführungselement (25) stirnseitig zu dem Trennführungselement (26) hin eine zweite Endstirnfläche (38) aufweist, die eingerichtet ist, bei einem Errei- chen eines vorgegebenen Schwenkwinkels ß mit einer einlaufseitigen zweiten Gegenlagefläche (39) des Trennführungselements (26) derart unter zumindest teilweisem Formschluss in Anlage zu kommen, dass das Trennführungselement (26) unter Sperrung des zweiten Schwenkgelenks (36) zusammen mit dem Vor- führungselement (25) einen um das erste Schwenkgelenk (31 ) gemeinsam schwenkbaren Hebelarm bildet.

11. Anordnung zum beidseitigen Abtrennen der Flügelspitze von Geflügelschlacht- körpern (11 ), umfassend zwei Vorrichtungen (40, 41 ) zum Abtrennen der Flü- gelspitzen (10) von Geflügelschlachtkörpern (1 1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Vorrichtungen (40, 41 ) sequentiell hintereinander angeordnet und eine der Vorrichtungen (40) zum Abtrennen der rechten und die jeweils an- dere der Vorrichtungen (41 ) zum Abtrennen der linken Flügelspitze (20) aus- gebildet sind.

12. Verfahren zum Abtrennen der Flügelspitze (20) von Geflügelschlachtkörpern (11 ), umfassend die Schritte: - Fördern von an den Beinen hängenden Geflügelschlachtkörpern (11 ) entlang einer Förderstrecke in Transportrichtung (13) mittels einer Hängefördereinrichtung (12),

Führen von Hals- und Schulterbereich mittels einer sich in der Trans- portrichtung (13) erstreckenden, unterhalb der Geflügelschlachtkörper

(11 ) angeordneten, Stützführung (15) mit mindestens einer zum Stützen des Hals- und Schulterbereichs der Geflügelschlachtkörper (1 1 ) einge- richteten Stützfläche (16), - Führen von Geflügelunterarm und Flügelspitze (20) des Geflügel- schlachtkörpers (1 1 ) mittels einer, seitlich neben der Stützführung (15) angeordnete, Unterarmführung (17),

Niederhalten des Geflügeloberarms (19) unter Vorspannung mittels einer ortsfest angeordneten ersten Niederhalteführung (21 ),

Niederhalten des Geflügeloberarms (19) mit einer der ersten Niederhal- teführung (21 ) in Transportrichtung (13) nachgeordneten zweiten Nie- derhalteführung (22) mit mindestens zwei Führungselementen (23), die gegen Rückstellkraft ausweichlich bewegbar angeordnet sind, sowie

Abtrennen der Flügelspitze (20) mittels einer entlang der Förderstrecke im Bereich der zweiten Niederhalteführung (22) angeordneten Trennein- richtung (24).

13. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Vorausrichten des Geflü- geloberarms (19) im Zulauf zu der Trenneinrichtung (24) mittels eines der Füh- rungselemente (23), das als ein Vorführungselement (25) zum Niederhalten des Geflügeloberarms (19) ausgebildet ist.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, gekennzeichnet durch Nie- derhalten des Geflügeloberarms (19) in einem Wirkbereich der Trenneinrich- tung (24) zum Abtrennen der Flügelspitze (20) vom Geflügelunterarm mittels eines der Führungselemente (23), das als ein Trennführungselement (26) ausgebildet ist.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, gekennzeichnet durch Aus- üben einer Führungskraft auf den Geflügeloberarm (19) in Schwerkraftrichtung sowie einer Führungskraft auf den Geflügelunterarm senkrecht zu der Schwer- kraftrichtung dadurch, dass die Unterarmführung (17), das Vorführungselement (25) und das Trennführungselement (26) jeweils zumindest im Wesentlichen L- profilförmig mit einer zumindest im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Oberarmführungsfläche (27) und einer zumindest im Wesentlichen senkrecht dazu ausgerichteten Unterarmführungsfläche (42) ausgebildet sind.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, gekennzeichnet durch Nieder- halten des Geflügeloberarms (19) mittels des Vorführungselements (25) durch schwenkbewegliches Ausweichen des Vorführungselements (25), das an einem Schwenkarm (28) angeordnet ist, wobei der Schwenkarm (28) um eine in einem ersten Endbereich (30) oberhalb der ersten Niederhalteführung (21 ) verlaufen- de ortsfeste Schwenkachse (29) verschwenkt.

17. Verfahren nach Anspruch 16, gekennzeichnet dadurch, dass der Schwenkarm (28) mit dem Vorführungselement (25) unter Bildung eines ersten Schwenkge- lenks (31 ) derart um die ortsfeste Schwenkachse (29) geschwenkt wird, dass diese in einer Wartestellung zur Stützführung (15) um einen Neigungswinkel a hin geneigt ausgerichtet sind.

18. Verfahren nach Anspruch 17, gekennzeichnet dadurch, dass der Schwenkweg des ersten Schwenkgelenks (31 ) begrenzt wird, indem das Vorführungselement (25) stirnseitig zur ersten Niederhalteführung (21 ) hin eine erste Gegenlage- fläche (32) aufweist, die zur Begrenzung des Neigungswinkels a auf eine Maxi- malneigung eingerichtet ist und mit einer ersten Endstirnfläche (33) der ersten Niederhalteführung (21 ) in der Wartestellung unter zumindest teilweisem Form- schluss in Anlage kommt.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 18, gekennzeichnet durch, Ver- schwenken des Trennführungselements (26) um eine schwenkbewegliche Schwenkachse (35) unter Bildung eines zweiten Schwenkgelenks (36), in dem das Trennführungselement (26) einlaufseitig an einem freien Ende (34) des

Schwenkarms (28) schwenkbar angeordnet ist.

20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennfüh- rungselement (26) in der Wartestellung zumindest im Wesentlichen parallel zu der Stützfläche (16) der Stützführung (15) ausgerichtet ist.

21. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 oder 20, gekennzeichnet durch Sper- ren des zweiten Schwenkgelenks (36) beim Erreichen des vorgegebenen

Schwenkwinkels ß derart, dass das Trennführungselement (26) zusammen mit dem Vorführungselement (25) einen um das erste Schwenkgelenk (31 ) gemein- sam schwenkbaren Hebelarm bildet.

22. Verfahren zum beidseitigen Abtrennen der Flügelspitze (20) von Geflügel- schlachtkörpern (11 ) durch zweimaliges Ausführen des Verfahrens zum Ab- trennen der Flügelspitze (20) von Geflügelschlachtkörpern (11 ) nach einem der Ansprüche 12 bis 21 , wobei die Verfahrensschritte jeweils zum Abtrennen der rechten und zum Abtrennen der linken Flügelspitze (20) ausgeführt werden.

Description:
Vorrichtung, Verfahren und Anordnung zum Abtrennen der Flügelspitzen von Geflügelschlachtkörpern

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Abtren- nen der Flügelspitzen von Geflügelschlachtkörpern. Des Weiteren betrifft die Er- findung eine Anordnung sowie ein Verfahren zum beidseitigen Abtrennen der Flügelspitzen von Geflügelschlachtkörpern.

Derartige Vorrichtungen und Verfahren zum Abtrennen von Flügelteilen sind bei- spielsweise aus dem Dokument WO 92/07 470 A1 bekannt. Die Flügelteile werden mittels Flügelhaltern, die den Geflügelarm mit seinen Bestandteilen, Geflügelober- arm, Geflügelunterarm und Flügelspitze, in eine Schneidposition verbracht und beidseitig zeitgleich mittels rotierender Messer abgetrennt.

Eine weitere Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Flügelschneiden geht aus dem Dokument EP 3 205 213 A1 hervor, bei dem das Abtrennen von Flügeln oder Flü- gelteilen jeweils nur an einer Seite des Geflügelschlachtkörpers erfolgt.

Die bekannten Vorrichtungen und Verfahren weisen den Nachteil auf, dass aufgrund der Größen- und Anatomievariation der Geflügelschlachtkörper nicht immer eine ex akte Schnittführung und Einhaltung einer vorgegebenen Trennposition gewährleistet werden kann, oder aber die dafür erforderlichen Vorrichtungen einen hohen kon- struktiven Aufwand mit sich bringen.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung möglichst ein- facher konstruktiver Bauart vorzuschlagen, mittels der der Abtrennvorgang der Flü- gelspitze mit hoher Präzision weitestgehend unabhängig von der Größe der Geflü- gelschlachtkörper ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird durch die eingangs genannte Vorrichtung dadurch gelöst, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung eine zur Förderung von an den Beinen hängen- den Geflügelschlachtkörpern entlang einer Förderstrecke in Transportrichtung ein- gerichtete Hängefördereinrichtung, eine zum Führen von Hals- und Schulterbereich eingerichtete, sich in der Transportrichtung erstreckende, unterhalb der Geflügel- schlachtkörper angeordnete Stützführung mit mindestens einer zum Stützen des Hals- und Schulterbereichs der Geflügelschlachtkörper eingerichteten Stützfläche, eine zum Führen von Geflügelunterarm und Flügelspitze des Geflügelschlachtkör- pers eingerichtete, seitlich neben der Stützführung angeordnete, Unterarmführung, eine zum Niederhalten des Geflügeloberarms unter Vorspannung eingerichtete, ortsfest angeordnete erste Niederhalteführung, eine der ersten Niederhalteführung in Transportrichtung nachgeordnete zweite Niederhalteführung mit mindestens zwei zum Niederhalten des Geflügeloberarms eingerichteten Führungselementen, wobei die Führungselemente gegen Rückstellkraft ausweichlich bewegbar angeordnet sind, sowie eine zum Abtrennen der Flügelspitze eingerichtete und entlang der För- derstrecke im Bereich der zweiten Niederhalteführung angeordnete Trenneinrich- tung umfasst.

Dies bietet den Vorteil, dass der Geflügelarm optimal für die Durchführung eines Trennschnittes mittels der Trenneinrichtung vorpositioniert und ausgerichtet wird, so dass ein Trennschnitt mit hoher Präzision erreicht wird. Durch die ausweichlich bewegbar angeordneten Führungselemente wird unabhängig von der Anatomie und Größe der Geflügelschlachtkörper immer eine optimale Ausricht- und Positio- nierwirkung erzielt.

Anders ausgedrückt sind die Führungselemente selbstjustierend ausgebildet. Diese passen sich den jeweiligen anatomischen Gegebenheiten der Geflügelschlachtkör- per unter Rückstellkrafteinwirkung an und gewährleisten so stets die genannte Aus- richtung des Geflügelarms zur Sicherstellung eines optimalen Trennergebnisses.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass eines der Führungselemente als ein Vorführungselement zum Niederhalten des Geflügeloberarms im Zulauf zu der Trenneinrichtung ausgebildet ist. So wird auf besonders einfache konstruktive Weise die erforderliche Vorausrichtung und Vor- positionierung des Geflügelarms bewirkt. Im Zulauf der Trenneinrichtung ist eine grobe Vorausrichtung des Geflügelarms ausreichend, da der Geflügelarm sich noch nicht im Wirkbereich der Trenneinrichtung befindet. Die konstruktive Einfachheit des Vorführungselements wirkt sich vorteilhaft auf einen geringen Komplexitätsgrad der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie einer damit verbundenen erhöhten Zuverlässigkeit bei zugleich geringen Anlagenkosten aus.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass eines der Führungselemente als ein Trennführungselement zum Niederhalten des Geflügeloberarms in einem Wirkbereich der Trenneinrichtung zum Abtrennen der Flügelspitze vom Geflügelunterarm ausgebildet ist. Das Trennführungselement be- wirkt eine weitergehende exakte Ausrichtung und Positionierung des Geflügelarms unmittelbar vor bzw. während des Trennschnitts mittels der Trenneinrichtung. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Geflügelarm exakt und präzise mittels des Trennführungselements beim Abtrennen der Flügelspitze geführt wird, zugleich aber bereits ein nachrückender Geflügelschlachtkörper mittels des Vorführungs- elements vorpositioniert und vorausgerichtet wird. Auf diese Weise ist es möglich, den Abstand zwischen zwei mittels der Hängefördereinrichtung geförderten Geflü- gelschlachtkörpern zu minimieren und so die Gesamtleistung von Vorrichtung und Verfahren zu erhöhen. Die Vorausrichtung mittels des Vorführungselements des nachrückenden Geflügelschlachtkörpers wirkt sich erfindungsgemäß nicht negativ auf die Führung und Ausrichtung des sich gerade in der Trenneinrichtung befinden- den Geflügelschlachtkörpers aus, so dass das Abtrennen der Flügelspitzen mit der gewünschten Präzision erfolgt.

Gemäß einer weiter bevorzugten Ausbildung der Erfindung sind die erste Nieder- halteführung, die Unterarmführung, das Vorführungselement und das Trennfüh- rungselement jeweils zumindest im Wesentlichen L-profilförmig mit jeweils einer Oberarmführungsfläche zum Ausüben einer Führungskraft auf den Geflügelober- arm in Schwerkraftrichtung sowie einer Unterarmführungsfläche zum Ausüben einer Führungskraft auf den Geflügelunterarm senkrecht zu der Schwerkraftrich- tung ausgebildet. Auf diese Weise werden sämtliche Teile des Geflügelarms defi- niert geführt und eine immer gleiche Ausrichtung und Vorpositionierung zur Durch- führung eines Präzisionstrennschnittes mittels der Trenneinrichtung erzielt. Zudem wird durch die beim Führen des Geflügelarms zwangsläufig entstehende Reibung zwischen den Teilen des Geflügelarms und den genannten Führungen erreicht, dass der gesamte Geflügelarm gegenüber dem restlichen Geflügelschlachtkörper etwas nachläuft, so dass eine gewünschte Schrägausrichtung des Geflügelarms bewirkt wird, und zwar unabhängig von der Länge des Geflügelarmes, die sich besonders vorteilhaft zur Erhöhung der Schneidpräzision beim Durchführen des Trennschnittes mittels der Trenneinrichtung auswirkt.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Vorführungselement an einem Schwenkarm angeordnet ist, wobei der Schwenkarm um eine in einem ersten Endbereich oberhalb der ersten Niederhalte- führung verlaufende ortsfeste Schwenkachse schwenkbar eingerichtet ist.

Vorteilhafterweise wird so stets sichergestellt, dass der Geflügeloberarm sicher und zwar unabhängig von anatomischen Gegebenheiten des Geflügelschlachtkörpers geführt wird. Die Auslenkung des Schwenkarms stellt sich in Abhängigkeit der Dicke des Geflügeloberarms automatisch selbsttätig ein, so dass unabhängig von der eigentlichen Geflügelanatomie immer eine zuverlässige Führung gewährleistet ist.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Schwenkarm mit dem Vorführungselement unter Bildung eines ersten Schwenk- gelenks derart um die ortsfeste Schwenkachse schwenkbar angeordnet ist, dass diese in einer Wartestellung zur Stützführung um einen Neigungswinkel a hin ge- neigt ausgerichtet ist. Auf diese Weise bildet das Vorführungselement in der Warte- stellung eine schräg ausgerichtete Anlauffläche. Je nach Durchmesser des Geflü- geloberarms kommt dieser früher oder später mit dem Vorführungselement in Kon- takt und lenkt das Vorführungselement mit dem Schwenkarm entsprechend weit beim fortlaufenden Transportvorgang aus. So wird stets eine optimale Vorausrich- tung und Vorpositionierung des Geflügelarms erreicht.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist zur Schwenkwegbe- grenzung des ersten Schwenkgelenks das Vorführungselement stirnseitig zur ers- ten Niederhalteführung hin eine erste Gegenlagefläche auf, die zur Begrenzung des Neigungswinkels a auf eine Maximalneigung eingerichtet ist und mit einer ers- ten Endstirnfläche der ersten Niederhalteführung in der Wartestellung unter zumin- dest teilweisem Formschluss in Anlage kommt. Hierdurch ist der Grad der Schräg- stellung voreinstellbar eingerichtet. Durch Verwendung verschiedener Vorführungs- elemente mit entsprechend unterschiedlicher Gegenlageflächengeometrie kann die Maximalneigung optimal an den jeweiligen Produktionsprozess angepasst werden. Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Trennführungselement einlaufseitig an einem freien Ende des Schwenkarms um eine schwenkbewegliche Schwenkachse unter Bildung eines zweiten Schwenk- gelenks schwenkbar angeordnet ist. Auf diese Weise wird einerseits ein quasi naht- loser Übergang der Führung von dem Vorführungselement auf das Trennführungs- element bereitgestellt. Durch die beschriebene mechanische Verkoppelung befin- den sich die jeweils wirksamen Führungsflächen vom Vorführungselement und Trennführungselement an der Übergangsstelle auf gleichem Höhenniveau, so dass die Führungskraft auf den Geflügeloberarm unterbrechungsfrei wirkt. Zum anderen ist das Trennführungselement zu einem gewissen Grad mittels des zweiten Schwenkgelenks von dem Vorführungselement entkoppelt.

Gemäß einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist das Trennführungselement derart an dem freien Ende des Schwenkarms angeordnet, dass das Trennfüh- rungselement in der Wartestellung zumindest im Wesentlichen parallel zu der Stützfläche der Stützführung ausgerichtet ist.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Vorführungselement stirnseitig zu dem Trennführungselement hin eine zweite End- stirnfläche aufweist, die eingerichtet ist, bei einem Erreichen eines vorgegebenen Schwenkwinkels ß mit einer einlaufseitigen zweiten Gegenlagefläche des Trenn- führungselements derart unter zumindest teilweisem Formschluss in Anlage zu kommen, dass das Trennführungselement unter Sperrung des zweiten Schwenk- gelenks zusammen mit dem Vorführungselement einen um das erste Schwenk- gelenk gemeinsam schwenkbaren Hebelarm bildet. Das Vorführungselement und das Trennführungselement bilden in diesem Zustand einen einzigen Hebelarm, der um die erste ortsfeste Schwenkachse gemeinsam verschwenkt. Aufgrund der Ge- samthebelwirkung wird eine deutlich erhöhte Andruckkraft auf den Geflügeloberarm bewirkt und so während des Trennschnittes mittels der Trenneinrichtung eine exakte Positionierung des Geflügelarms sichergestellt.

Die Aufgabe wird auch durch die eingangs genannte Anordnung gelöst, wobei die erfindungsgemäße Anordnung zwei der Vorrichtungen zum Abtrennen der Flügel- spitzen von Geflügelschlachtkörpern mit den vorgenannten Merkmalen umfasst, wobei die Vorrichtungen sequentiell hintereinander angeordnet und eine der Vor- richtungen zum Abtrennen der rechten und die jeweils andere der Vorrichtungen zum Abtrennen der linken Flügelspitze ausgebildet sind. Die damit verbundenen Vorteile sind bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausführlich erläutert worden.

Des Weiteren wird die Aufgabe durch das eingangs genannte Verfahren gelöst, das die folgenden Schritte umfasst: Fördern von an den Beinen hängenden Geflü- gelschlachtkörpern entlang einer Förderstrecke in Transportrichtung mittels einer Hängefördereinrichtung, Führen von Hals- und Schulterbereich mittels einer sich in der Transportrichtung erstreckenden, unterhalb der Geflügelschlachtkörper ange- ordneten, Stützführung mit mindestens einer zum Stützen des Hals- und Schulter- bereichs der Geflügelschlachtkörper eingerichteten Stützfläche, Führen von Geflü- gelunterarm und Flügelspitze des Geflügelschlachtkörpers mittels einer, seitlich neben der Stützführung angeordnete, Unterarmführung, Niederhalten des Geflügel- oberarms unter Vorspannung mittels einer ortsfest angeordneten ersten Nieder- halteführung, Niederhalten des Geflügeloberarms mit einer der ersten Niederhalte- führung in Transportrichtung nachgeordneten zweiten Niederhalteführung mit min- destens zwei Führungselementen, die gegen Rückstellkraft ausweichlich bewegbar angeordnet sind, sowie Abtrennen der Flügelspitzen mittels einer entlang der För- derstrecke im Bereich der zweiten Niederhalteführung angeordneten Trenneinrich- tung.

Zur Vermeidung von Wiederholungen wird im Zusammenhang mit dem erfindungs- gemäßen Verfahren auf die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Detail geschilderten Vorzüge verwiesen. Diese gelten in analoger Weise auch für das im Folgenden angegebene erfindungsgemäße Verfahren.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Voraus- richten des Geflügeloberarms im Zulauf zu der Trenneinrichtung mittels eines der Führungselemente, das als ein Vorführungselement zum Niederhalten des Geflü- geloberarms ausgebildet ist.

Gemäß einer weiter bevorzugten Ausbildung der Erfindung wird der Geflügelober- arm in einem Wirkbereich der Trenneinrichtung zum Abtrennen der Flügelspitze vom Geflügelunterarm mittels eines der Führungselemente niedergehalten, das als ein Trennführungselement ausgebildet ist. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich durch Ausüben einer Führungskraft auf den Geflügeloberarm in Schwerkraftrichtung sowie einer Füh- rungskraft auf den Geflügelunterarm senkrecht zu der Schwerkraftrichtung aus, in dem die Unterarmführung, das Vorführungselement und das Trennführungselement jeweils zumindest im Wesentlichen L-profilförmig mit einer zumindest im Wesent- lichen horizontal ausgerichteten Oberarmführungsfläche und einer zumindest im Wesentlichen senkrecht dazu ausgerichteten Unterarmführungsfläche ausgebildet sind.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Niederhal- ten des Geflügeloberarms mittels des Vorführungselements durch schwenkbeweg- liches Ausweichen des Vorführungselements, das an einem Schwenkarm angeord- net ist, wobei der Schwenkarm um eine in einem ersten Endbereich oberhalb der ersten Niederhalteführung verlaufende ortsfeste Schwenkachse verschwenkt.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung wird der Schwenkarm mit dem Vorfüh- rungselement unter Bildung eines ersten Schwenkgelenks derart um die ortsfeste Schwenkachse geschwenkt, dass diese in einer Wartestellung zur Stützführung um einen Neigungswinkel a hin geneigt ausgerichtet ist.

Vorzugsweise wird der Schwenkweg des ersten Schwenkgelenks begrenzt, in dem das Vorführungselement stirnseitig zur ersten Niederhalteführung hin eine erste Gegenlagefläche aufweist, die zur Begrenzung des Neigungswinkels a auf eine Maximalneigung eingerichtet ist und mit einer ersten Endstirnfläche der ersten Nie- derhalteführung in der Wartestellung unter zumindest teilweisem Formschluss in Anlage kommt.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich durch Verschwenken des Trennführungselements um eine schwenkbewegliche Schwenkachse unter Bil dung eines zweiten Schwenkgelenks aus, in dem das Trennführungselement ein- laufseitig an einem freien Ende des Schwenkarms schwenkbar angeordnet ist.

Weiter bevorzugt ist das Trennführungselement in der Wartestellung zumindest im Wesentlichen parallel zu der Stützfläche der Stützführung ausgerichtet. Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist durch Sperren des zweiten Schwenkgelenks beim Erreichen des vorgegebenen Schwenkwinkels ß gekennzeichnet, derart, dass das Trennführungselement zusammen mit dem Vor- führungselement einen um das erste Schwenkgelenk gemeinsam schwenkbaren Hebelarm bildet.

Die Aufgabe wird auch durch das eingangs genannte Verfahren zum beidseitigen Abtrennen der Flügelspitzen von Geflügelschlachtkörpern dadurch gelöst, dass das zuvor beschriebene Verfahren zum Abtrennen der Flügelspitzen von Geflügel- schlachtkörpern zweimalig in sequentieller Reihenfolge ausgeführt wird, wobei die Verfahrensschritte jeweils zum Abtrennen der rechten und zum Abtrennen der lin ken Flügelspitze ausgeführt werden.

Weitere bevorzugte oder zweckmäßige Merkmale und Ausgestaltungen der Erfin- düng ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Besonders bevorzugte Ausführungsformen werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrich- tung,

Fig. 2 eine Detailansicht der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, Fig. 3 die in Fig. 1 gezeigte Detailansicht aus einer weiteren Perspek- tive,

Fig. 4 die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Vorrichtung mit einem Geflügel schlachtkörper,

Fig. 5 bis 1 1 jeweils schematische Ansichten der erfindungsgemäßen Vor- richtung beim Durchlauf eines Geflügeloberarmes sowie Fig. 12 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Anordnung. Anhand der vorgenannten Figuren wird die erfindungsgemäße Vorrichtung sowie das erfindungsgemäße Verfahren beschrieben. Zur Vermeidung von Wiederholun- gen gelten die gemachten Ausführungen zur Vorrichtung auch für das erfindungs- gemäße Verfahren, so dass im Folgenden nur zu ausgewählten Aspekten des er- findungsgemäßen Verfahrens, losgelöst von der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Ausführungen gemacht werden.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Abtrennen der - in Fig. 1 nicht gezeigten - Flügelspitzen 20 von Geflügelschlacht- körpern 1 1. Die Vorrichtung umfasst eine Hängefördereinrichtung 12, die eingerich- tet ist, die Geflügelschlachtkörper 1 1 entlang einer Förderstrecke in Transportrich- tung 13 zu fördern. In Fig. 1 sind beispielhaft drei Schäkel 14 dargestellt, mittels derer die Geflügelschlachtkörper 1 1 kopfüber eingehängt in die Transportrichtung 13, vorzugweise Bauch voraus, gefördert werden.

Hals- und Schulterbereich der Geflügelschlachtkörper 1 1 werden mittels einer hier zu eingerichteten Stützführung 15 geführt, die unterhalb der Geflügelschlachtkörper 11 bzw. der Schäkel 14 angeordnet ist und sich in die T ransportrichtung 13 er- streckt. Die Stützführung 15 weist mindestens eine zum Stützen des Hals- und

Schulterbereichs der Geflügelschlachtkörper 11 eingerichteten Stützfläche 16 auf.

In Fig. 4 ist aus Gründen der besseren Übersicht nur ein Geflügelschlachtkörper 1 1 exemplarisch gezeigt, der mittels der Hängefördereinrichtung 12 in die Transport- richtung 13 gefördert wird. Wie der Fig. 4 zu entnehmen ist, weist die erfindungs- gemäße Vorrichtung eine seitlich neben der Stützführung 15 angeordnete Unter- armführung 17 auf, die zum Führen von Geflügelunterarmen und Flügelspitzen 20 des Geflügelschlachtkörpers 11 eingerichtet ist. Der Geflügelarm selbst besteht aus einem Geflügeloberarm 19, der auch im Eng- lischen als„upper wing“ bezeichnet wird. An den Geflügeloberarm 19 schließt der auch als„mid wing“ bezeichnete Geflügelunterarm. An den Geflügelunterarm schließt die Flügelspitze 20, die als„wing tip“ bezeichnet wird, an. Zur Ausrichtung und Positionierung des Geflügelarms umfasst die erfindungsgemä- ße Vorrichtung eine zum Niederhalten des Geflügeloberarms 19 eingerichtete, orts- - lo test angeordnete erste Niederhalteführung 21. Die erste Niederhalteführung 21 ist eingerichtet, den Geflügeloberarm 19 unter Vorspannung zu führen. Hierzu kommt die erste Niederhalteführung 21 mit der Unterseite des Geflügeloberarmes 19 des über Kopf hängend geförderten Geflügelschlachtkörpers 1 1 in Führungskontakt.

Der ersten Niederhalteführung 21 ist in Transportrichtung 13 eine zweite Niederhal- teführung 22 nachgeordnet. Die zweite Niederhalteführung 22 umfasst mindestens zwei zum Niederhalten des Geflügeloberarms 19 eingerichtete Führungselemente 23. Die Führungselemente 23 sind jeweils gegen Rückstellkraft ausweichlich be- wegbar angeordnet. Mit anderen Worten sind die Führungselemente 23 nicht orts- fest, sondern bewegbar angeordnet. Die Führungselemente 23 sind also derart ausgebildet, dass diese beim Passieren eines der Geflügeloberarme 19 in gewis- sem Umfang ausweichen können. Die Führungselemente 23 sind ferner derart ein- gerichtet, dass diese sich selbsttätig in die Ausgangslage zurückstellen und daher auf den Geflügeloberarm 19 eine Führungskraft entgegen der im Geflügelarm auf- grund von Muskel- und Sehnendehnung entstehenden Gegenkraft bewirken.

Die Rückstellkraft wird beispielsweise durch die Eigengewichtskraft der Führungs- elemente 23 erzeugt. Alternativ sind die Führungselemente 23 federbelastet ausge- bildet. Auch eine Kombination aus Eigengewichtskraft und einem Federrückstell- element kann zur Erzeugung der Rückstellkraft herangezogen werden. Optional ist es möglich, an den Führungselementen 23 - in der Zeichnung nicht gezeigte - zu- sätzliche Gewichtselemente anzuordnen, um die Eigengewichtskraft der Führungs- elemente 23 entsprechend der gewünschten Rückstellkraft entsprechend den je- weiligen Erfordernissen optimal anzupassen.

Im Bereich der zweiten Niederhalteführung 22 ist eine zum Abtrennen der Flügel- spitze 20 eingerichtete Trenneinrichtung 24 vorhanden. Die Trenneinrichtung 24 umfasst beispielsweise zwei Messer, die einen V-förmigen und sich in der Trans- portrichtung 13 verjüngenden Schneidspalt bilden, in die der zu trennende Bereich zwischen dem Geflügelunterarm und der Flügelspitze 20 einläuft und schließlich die Flügelspitze 20 durch einen Trennschnitt vom Geflügelunterarm abgetrennt wird.

Alternativ können weitere Messeranordnungen zum Einsatz kommen, beispiels- weise rotierende Kreismesser und dergleichen. Ergänzend ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in den Fig. 2 und 3 jeweils in ver- größerter Darstellung gezeigt. Die in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Vorrichtung ist aus- gebildet, jeweils mit Blick in die Transportrichtung 13 rechtsseitig die Flügelspitzen 20 abzutrennen, also aus anatomischer Sicht, den linken Flügel abzutrennen. Dies dient nur der besseren Darstellbarkeit. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist jedoch grundsätzlich dazu eingerichtet, sowohl rechts- als auch linksseitig die Flügelspitzen 20 abzutrennen. Vergleiche hierzu auch Fig. 12, in der die an späterer Stelle beschriebene erfindungsgemäße Anordnung dargestellt ist.

Vorzugsweise ist eines der Führungselemente 23 als ein Vorführungselement 25 zum Niederhalten des Geflügeloberarms 19 im Zulauf zu der Trenneinrichtung 24 ausgebildet. Der Zulauf zu der Trenneinrichtung 24 bezeichnet einen Bereich der Förderstrecke, bevor die Teile des Geflügelarms mit der Trenneinrichtung 24 in Eingriff gelangen. Das Vorführungselement 25 ist also zur Vorausrichtung und Vor- positionierung des Geflügelarms eingerichtet, um nachfolgenden Trennvorgang hoher Zuverlässigkeit und Präzision zu gewährleisten.

Weiter bevorzugt ist eines der Führungselemente 23 als ein Trennführungsele- ment 26 zum Niederhalten des Geflügeloberarms 19 in einem Wirkbereich der Trenneinrichtung 24 zum Abtrennen der Flügelspitze 20 vom Geflügelunterarm ausgebildet. Der Wirkbereich der Trenneinrichtung 24 bezeichnet denjenigen Ab- schnitt der Förderstrecke, der im Bereich der Trenneinrichtung 24 liegt.

Vorzugsweise sind die erste Niederhalteführung 21 , die Unterarmführung 17, das Vorführungselement 25 und das Trennführungselement 26 jeweils zumindest im Wesentlichen L-profilförmig ausgebildet. Die genannten Führungen weisen also jeweils eine Oberarmführungsfläche 27 auf, die zum Ausüben einer Führungskraft auf den Geflügeloberarm 19 in Schwerkraftrichtung ausgebildet ist. Zudem weisen die genannten Führungen jeweils eine Unterarmführungsfläche 42 zum Ausüben einer Führungskraft auf den Geflügelunterarm senkrecht zu der Schwerkraftrich- tung auf.

Zur Veranschaulichung der Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeigen die Fig. 5 bis 11 jeweils schematische Ansichten der erfindungsgemäßen Vorrichtung beim Durchlauf des - vereinfacht im Schnitt als Kreis dargestellten - Geflügeloberarmes 19. Aus Gründen der bessern Übersichtlichkeit wurde in den Fig. 5 bis 1 1 auf eine Darstellung weiterer Teile des Geflügelarms verzichtet.

Vorteilhafterweise ist das Vorführungselement 25 an einem Schwenkarm angeord- net. Der Schwenkarm 28 ist um eine ortsfeste Schwenkachse 29 schwenkbar ein- gerichtet. Die Schwenkachse 29 ist in einem ersten Endbereich 30 oberhalb der ersten Niederhalteführung 21 verlaufend eingerichtet.

Fig. 5 zeigt eine Momentaufnahme, in der sich der Geflügeloberarm 19 noch im Bereich vor dem Vorführungselement 25 befindet. Der Schwenkarm 28 mit dem Vorführungselement 25 befindet sich in einer Wartestellung und ist unter Bildung eines ersten Schwenkgelenks 31 derart um die ortsfeste Schwenkachse 29 schwenkbar angeordnet, dass diese in der Wartestellung zur Stützführung 15 hin geneigt ausgerichtet sind. Der Schwenkarm 28 und das Vorführungselement 25 sind also derart schwenkbar angeordnet, dass sich diese in der Wartestellung in Schrägstellung um einen Neigungswinkel a befinden.

Vorzugsweise weist das erste Schwenkgelenk 31 Schwenkwegbegrenzungen auf. Hierzu weist das Vorführungselement 25 stirnseitig zur ersten Niederhalteführung 21 hin eine erste Gegenlagefläche 32 auf. Die Gegenlagefläche 32 ist zur Begren- zung des Neigungswinkels a auf eine Maximalneigung eingerichtet, in der diese mit einer ersten Endstirnfläche 33 der ersten Niederhalteführung 21 in der Warte- stellung unter zumindest teilweisem Formschluss in Anlage kommt.

Aus Fig. 7 ist ersichtlich, dass die Gegenlagefläche 32 beispielsweise als

Schrägfläche ausgebildet ist, während die erste Endstirnfläche 33 gerade aus- gebildet ist. Durch Vorwahl des Neigungswinkels der Gegenlagefläche 32 gegen- über der gerade ausgebildeten ersten Endstirnfläche 33 kann der maximale Neigungswinkel a eingestellt und vorgegeben werden. Vorzugsweise entspricht der Neigungswinkel der Gegenlagefläche 32 gerade der Maximalneigung.

Vorteilhafterweise ist das Trennführungselement 26 einlaufseitig an einem freien Ende 34 des Schwenkarms 28 um eine schwenkbewegliche Schwenkachse 35 unter Bildung eines zweiten Schwenkgelenks 36 schwenkbar angeordnet. Die Schwenkachse 35 ist also nicht ortsfest, sondern verlagert ihre Position auf einem Kreisbogenabschnitt in Abhängigkeit der jeweiligen Stellung des Schwenkarms 28. Ein Einlaufen des Geflügeloberarms 19 in einen Einlaufbereich des Vorführungs- elements 25, wie in Fig. 6 dargestellt, führt also zu einer Schwenkauslenkung des Schwenkarmes 28 mit dem Vorführungselement 25. Hierdurch beschreibt die schwenkbewegliche Schwenkachse 25 eine Aufwärtsbewegung auf einem Kreis- bogenabschnitt. Das Trennführungselement 26 führt folglich eine Schwenkbewe- gung um einen Drehpunkt aus. Dieser Drehpunkt wird durch die Auflage des Trennführungselements 26 auf der Stützfläche oder durch Auflage auf dem Geflü- geloberarm 19 gebildet. Folglich ist der Drehpunkt nicht ortsfest, sondern posi- tionsvariabel.

Weiter bevorzugt ist das Trennführungselement 26 derart an dem freien Ende 34 des Schwenkarms 28 angeordnet, dass das Trennführungselement 26 in der in Fig. 5 gezeigten Wartestellung zumindest im Wesentlichen parallel zu der Stütz- fläche 16 der Stützführung 15, also entweder parallel oder nahezu parallel, ausge- richtet ist.

Vorteilhafterweise weist das Vorführungselement 25 stirnseitig zu dem Trennfüh- rungselement 26 hin eine zweite Endstirnfläche 38 auf. Die zweite Endstirnfläche 38 ist eingerichtet, bei einem Erreichen eines vorgegebenen Schwenkwinkel ß mit einer einlaufseitigen zweiten Gegenlagefläche 39 des Trennführungselements 26 derart unter zumindest teilweisem Formschluss in Anlage zu kommen, dass das Trennführungselement 26 unter Sperrung des zweiten Schwenkgelenks 36 zu- sammen mit dem Vorführungselement 25 einen um das erste Schwenkgelenk 31 gemeinsam schwenkbaren Hebelarm bildet.

Anders ausgedrückt sind das Vorführungselement 25 und das Trennführungsele- ment 26 derart miteinander gekoppelt, dass beim Erreichen oder Überschreiten des genannten Schwenkwinkels ß eine Zwangskopplung unter Sperrung des zwei- ten Schwenkgelenks 36 stattfindet. Das Vorführungselement 25 und das Trennfüh- rungselement 26 verschwenken dann gemeinsam um die erste ortsfeste Schwenk- achse 29.

Die sich daraus ergebenden Stellungen des Vorführungselements 25 und des Trennführungselements 26 beim weiteren Transport des Geflügelschlachtkörpers in der Transportrichtung 13 gehen aus den Fig. 8 bis 1 1 anschaulich hervor. Die Erfindung wird auch durch die in Fig. 12 gezeigte Anordnung zum beidseitigen Abtrennen der Flügelspitzen 20 der Geflügelschlachtkörper 11 gelöst. Wie Fig. 12 zu entnehmen ist, umfasst die erfindungsgemäße Anordnung zwei Vorrichtungen 40, 41 zum Abtrennen der Flügelspitze 20 von Geflügelschlachtkörpern 1 1. Die

Vorrichtungen 40, 41 umfassen jeweils die zuvor beschriebenen Merkmale. Beide Vorrichtungen 40, 41 sind sequentiell hintereinander angeordnet, wobei die Vor- richtung 40 zum Abtrennen der rechten und die jeweils andere Vorrichtung 41 zum Abtrennen der linken Flügelspitze 20 ausgebildet sind. Die Reihenfolge der Hinter- einanderanordnung der beiden Vorrichtungen 40, 41 ist beliebig, so dass das Ab- trennen der Flügelspitzen 20 auch in umgekehrter Reihenfolge erfolgen kann.