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Title:
DEVICE AND METHOD FOR DRYING GOODS TO BE DRIED
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/056263
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for drying goods to be dried on a surface (22). At least one tool positioned on or above the surface (22) is releasably connected to a holder (12). Said holder (12) is movable in the direction of at least two coordinates in such a way that the tool can be moved on or above every spot of the surface (22). The tool is less than half as wide as the shortest possible straight line running across the surface (22) and through the central point thereof.

Inventors:
BUX MARKUS (DE)
CONRAD TILO (DE)
RITTERBUSCH STEFFEN (DE)
Application Number:
PCT/EP2002/014661
Publication Date:
July 10, 2003
Filing Date:
December 20, 2002
Export Citation:
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Assignee:
BUX MARKUS (DE)
CONRAD TILO (DE)
RITTERBUSCH STEFFEN (DE)
International Classes:
F26B9/10; F26B25/04; (IPC1-7): F26B9/10; F26B25/04
Foreign References:
FR2637968A11990-04-20
GB604706A1948-07-08
FR2811981A12002-01-25
US4326874A1982-04-27
DE4213775A11992-11-05
EP0232700A21987-08-19
EP0768286A11997-04-16
DE4315321A11994-11-10
DE29814380U11999-12-16
EP0899529A21999-03-03
FR2637968A11990-04-20
GB604706A1948-07-08
Attorney, Agent or Firm:
Gassner, Wolfgang (Erlangen, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Trocknen von Trockengut (24) auf einer Fläche (22), wobei zumindest ein auf der Fläche (22) lasten des oder über der Fläche (22) angeordnetes Werkzeug (16) lös bar mit einem Halter (12) verbunden ist, wobei der Halter (12) in mindestens zwei Koordinaten derart verfahrbar ist, dass das Werkzeug (16) dadurch auf oder über jeden Punkt der Fläche (22) bewegt werden kann, wobei das Werkzeug (16) weni ger als halb so breit ist als die kürzeste mögliche durch den Mittelpunkt der Fläche (22) verlaufende Strecke durch die Fläche (22).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Halter (12) derart verfahrbar ist, dass er im Wesentlichen stets denselben Ab stand zur Fläche (22) aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei das Werkzeug (16) weniger als viertel so breit ist als die kürzeste mögliche durch den Mittelpunkt der Fläche (22) verlaufende Strecke durch die Fläche (22).
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei der Halter (12) mit dem Werkzeug (16) indirekt, insbeson dere über mindestens eine Zugoder Schubvorrichtung, verbun den ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei der Halter (12) und/oder das Werkzeug (16) eine Aufnahme für die Zugoder Schubvorrichtung aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei das Werkzeug (16) aus einem Werkzeughalter und mindestens einem damit lösbar verbundenen austauschbaren Werkzeugeinsatz besteht.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei das Werkzeug (16) mindestens eine funktionelle Komponen te, insbesondere einen Werkzeugeinsatz, zum Wenden, Transpor tieren, Verschieben, Belüften, Beheizen und/oder Hygienisie ren des Trockenguts (24), zum Aussondern von Fremdstoffen, zum Ausbringen eines Zusatzes Ind/oder zum Reinigen der Flä che (22) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei das Werkzeug (16) um eine senkrecht zur Fläche (22) ver laufende Achse (28) drehoder schwenkbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei die Vorrichtung, vorzugsweise am Werkzeug (16), einen Sensor, insbesondere zum Erfassen des Abstands zwischen dem Werkzeug (16) und der Fläche (22), der genauen Position des Werkzeugs (16), der Schichthöhe des Trockenguts (24) oder ei ner Eigenschaft des Trockenguts (24), aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei die Vorrichtung mindestens einen Portalwagen, eine ver fahrbare Brücke oder einen Rundläufer aufweist, an welchem bzw. welcher der Halter (12) verfahrbar angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei der Portalwagen min destens einen Läufer (10, 10') und einen, insbesondere im Ab stand zur Fläche (22) verstellbaren, den Halter (12) tragen den Portalträger (11) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, wobei der Portalwa gen, insbesondere seitlich oder oberhalb der Fläche (22), derart geführt ist, dass ein den Halter (12) tragender Teil des Portalwagens, insbesondere der Portalträger (11), ober halb der Fläche (22) verfahrbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei der Abstand zwischen dem Werkzeug (16) und der Fläche (22), insbesondere mittels einer an dem Werkzeug (16) oder dem Halter (12) angeordneten Einrichtung oder einer Einrich tung zum Anheben des Werkzeugs (16), oder der Abstand zwi schen dem Werkzeugeinsatz und der Fläche (22), insbesondere mittels einer Einrichtung an dem Werkzeughalter, verändert werden kann.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei die Vorrichtung verschiedene Werkzeuge (16) aufweist, mit denen sich der Halter (12) selbstständig wahlweise verbinden kann, verschiedene Werkzeugeinsätze aufweist, mit denen sich der Werkzeughalter selbstständig wahlweise verbinden kann, oder einen Vorrat mindestens eines Zusatzes aufweist, aus dem das Werkzeug (16) den Zusatz selbstständig aufnehmen kann.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei die Vorrichtung in einem, insbesondere den Treibhausef fekt ausnutzenden, Gebäude angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei die Fläche (22) und/oder ein die Fläche (22) umfassender Raum über der Fläche (22) in, insbesondere unterschiedlich klimatisierbare, Kompartimente unterteilt ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, wobei die Vorrichtung je Kompartiment einen Portalwagen aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, wobei der Halter (12) von dem Portalwagen eines Kompartiments auf den Portal wagen eines anderen Kompartiments verfahrbar ist.
19. Verfahren zum Trocknen von Trockengut (24) auf einer Flä che (22), wobei das Trockengut (24) mittels zumindest eines auf der Fläche (22) lastenden oder über der Fläche (22) ange ordneten Werkzeugs (16) bearbeitet wird, wobei das Werkzeug (16) durch einen damit lösbar verbundenen Halter (12) bewegt wird, welcher in mindestens zwei Koordinaten derart verfahr bar ist, dass das Werkzeug (16) dadurch auf oder über jeden Punkt der Fläche (22) bewegt werden kann, wobei das Werkzeug (16) weniger als halb so breit ist als die kürzeste mögliche durch den Mittelpunkt der Fläche (22) verlaufende Strecke durch die Fläche (22).
20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei der Halter (12) beim Verfahren des Halters (12) im Wesentlichen stets denselben Abstand zur Fläche (22) aufweist.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, wobei das Werkzeug (16) weniger als viertel so breit ist als die kürzeste mögli che durch den Mittelpunkt der Fläche (22) verlaufende Strecke durch die Fläche (22).
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, wobei das Werkzeug (16) mittels des Halters (12) indirekt, insbesondere durch Schieben oder Ziehen, bewegt wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, wobei der Halter (12) und/oder das Werkzeug (16) eine Aufnahme für eine Zugoder Schubvorrichtung aufweist.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, wobei das Werkzeug (16) aus einem Werkzeughalter und mindestens einem damit lösbar verbundenen austauschbaren Werkzeugeinsatz be steht.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 24, wobei das Trockengut (24) mittels des Werkzeugs (16) bearbeitet wird, indem es mittels mindestens einer funktionellen Komponente des Werkzeugs (16), insbesondere einem Werkzeugeinsatz, ge wendet, transportiert, verschoben, belüftet, von Fremdstoffen befreit, beheizt und/oder hygienisiert wird oder indem mit tels mindestens einer funktionellen Komponente des Werkzeugs (16) ein Zusatz ausgebracht wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 25, wobei das Werkzeug (16) um eine senkrecht zur Fläche (22) verlaufende Achse (28) gedreht oder geschwenkt wird.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 26, wobei der Abstand zwischen dem Werkzeug (16) und der Fläche (22), die genaue Position des Werkzeugs (16), die Schichthöhe des Trok kenguts (24) oder eine Eigenschaft des Trockenguts (24) mit tels eines, insbesondere an dem Werkzeug (16) vorhandenen, Sensors erfasst wird.
28. Verfahren nach Anspruch 27, wobei das Trockengut (24) in Abhängigkeit von mit dem Sensor erfassten Daten bearbeitet wird.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 28, wobei der Halter (12) an mindestens einem Portalwagen, einer verfahrba ren Brücke oder einem Rundläufer verfahren wird.
30. Verfahren nach Anspruch 29, wobei der Portalwagen einen, insbesondere im Abstand zur Fläche (22) verstellbaren, Por talträger (11) aufweist und der Halter (12) von dem Portal träger (11) getragen wird.
31. Verfahren nach Anspruch 29 oder 30, wobei der Portalwa gen, insbesondere seitlich oder oberhalb der Fläche (22), derart geführt wird, dass ein den Halter (12) tragender Teil des Portalwagens, insbesondere der Portalträger (11), ober halb der Fläche (22) verfahrbar ist.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 31, wobei der Abstand zwischen dem Werkzeug (16) und der Fläche (22), ins besondere mittels einer an dem Werkzeug (16) oder dem Halter (12) angeordneten Einrichtung oder einer Einrichtung zum An heben des Werkzeugs (16), oder der Abstand zwischen dem Werk zeugeinsatz und der Fläche (22), insbesondere mittels einer Einrichtung an dem Werkzeughalter, bei Bedarf verändert wird.
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 32, wobei sich der Halter (12) selbstständig wahlweise mit verschiedenen Werkzeugen (16) verbindet, sich der Werkzeughalter selbst ständig wahlweise mit verschiedenen Werkzeugeinsätzen verbin det oder das Werkzeug (16) selbstständig einen Zusatz aus ei nem Vorrat mindestens eines Zusatzes aufnimmt.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 33, wobei es in einem, insbesondere den Treibhauseffekt ausnutzenden, Gebäude durchgeführt wird.
35. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 34, wobei die Fläche (22) und/oder ein die Fläche (22) umfassender Raum über der Fläche (22) in, insbesondere unterschiedlich klima tisierbare, Kompartimente unterteilt ist.
36. Verfahren nach Anspruch 35, wobei das Trockengut (24) in mehreren Kompartimenten mittels des Werkzeugs (16) bearbeitet wird.
37. Verfahren nach Anspruch 35 oder 36, wobei je Kompartiment ein Portalwagen verwendet wird.
38. Verfahren nach einem der Ansprüche 35 bis 37, wobei der Halter (12) von dem Portalwagen eines Kompartiments auf den Portalwagen eines anderen Kompartiments verfahren wird.
Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Trocknen von Trockengut Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Trocknen von Trockengut auf einer Fläche.

Das Trockengut kann Schlamm, insbesondere Klärschlamm oder Gewässerschlamm, tierische oder humane Exkremente, Gülle, Kompost, eine Dispersion bzw. Suspension, insbesondere ein Abwasser, Getreide, Seegras, Hackschnitzel oder ein anderes Schüttgut mit beliebigem Wassergehalt enthalten.

Aus der DE 43 15 321 AI ist es bekannt, flach auf einer Flä- che ausgebreiteten Schlamm mit Unterstützung von Solarstrah- lung in einem gewächshausartigen Gebäude zu trocknen. Dabei wird Feuchtigkeit von Luft aufgenommen und abtransportiert.

Der Schlamm wird in dem Gebäude gewendet und zum Ende des Ge- bäudes hin transportiert. Durch das Wenden wird verhindert, dass eine oberste getrocknete Schicht einen Feuchtigkeits- transport von darunterliegenden Schichten an die Luft behin- dert. Da jeweils nur die oberste Schicht mit der die Feuch- tigkeit aufnehmenden Luft in Kontakt steht, wird durch das Wenden eine Erhöhung der Trocknungsleistung auch dadurch be- wirkt, dass feuchterer Schlamm als derjenige der obersten Schicht mit der Luft in Kontakt gebracht wird. Zum Wenden und Transportieren kann eine drehbare walzenartige Vorrichtung dienen, die sich über die gesamte Breite der Fläche erstreckt und Werkzeuge aufweist, die beim Drehen der Vorrichtung in den Schlamm eingreifen, diesen wenden und gleichzeitig in Drehrichtung fördern. Die Vorrichtung kann in Halterungen ge- führt und in Drehrichtung bewegbar sein. Beim Betrieb der Vorrichtung kann der Schlamm allmählich über eine die gesamte Fläche überspannende Förderstrecke zu deren einem Ende hin gefördert werden.

Mit der Vorrichtung ist das Fördern nur senkrecht zur Dreh- achse längs der Förderstrecke möglich. Daher muss das Gebäude so gebaut sein, dass der zu trocknende Schlamm am Anfang der Förderstrecke eingebracht und am Ende der Förderstrecke ent- nommen werden kann. Das kann z. B. dadurch gewährleistet wer- den, dass das Gebäude am Anfang und am Ende der Förderstrecke zugänglich ist. Da sich die Vorrichtung über die gesamte Breite der Fläche erstreckt, ist ein erheblicher Materialauf- wand notwendig, um die Vorrichtung mit ausreichender Festig- keit auszustatten, so dass sie weder durchhängen noch sich verwinden kann. Das Problem des Durchhängens wird bei Klär- schlamm als Trockengut noch dadurch verstärkt, dass dieser bei Erreichen eines Trockensubstanzgehalts zwischen 15-25 % in eine Leimphase übergeht, in der er sehr stark klebt. Da- durch bleibt der Klärschlamm an der Vorrichtung hängen, so dass diese mit zusätzlichem Gewicht belastet wird. Das zu- sätzliche Gewicht erfordert außerdem zusätzliche Leistung für den Antrieb der Vorrichtung. Darüber hinaus ist die Breite der Fläche durch die statischen Anforderungen an die Vorrich- tung limitiert. Da der Schlamm häufig chemisch aggressiv ist, ist es wünschenswert, korrosionsbeständiges Material, wie et- wa Edelstahl, für die Vorrichtung zu verwenden. Wegen der Breite der Vorrichtung und der dadurch erforderlichen Mate- rialmenge, ist dies jedoch sehr kostspielig. Wenn die Vor- richtung in Schienen oder seitlich auf einer Mauer geführt wird, sind Unebenheiten der Fläche, wie Senken oder Längswel- len, nicht ausgleichbar. Es besteht die Gefahr, dass in den Unebenheiten Schlammreste verbleiben, die nicht gewendet und transportiert werden und dadurch in einen anaeroben Zustand geraten. Das kann zu Fäulnisprozessen und einer damit einher- gehenden starken Geruchsbelästigung führen. Aus konstruktiven Gründen ist die Schichthöhe des mit der Vorrichtung zu wen- denden Schlamms gering. Ein weiterer konstruktiv bedingter Nachteil besteht darin, dass diese Vorrichtung zu Repara- turzwecken oder zur Anpassung an verschiedene Schlämme nicht

leicht und schnell auszutauschen ist. Da sich die Vorrichtung über die gesamte Breite der Fläche erstreckt und nur senk- recht zur Drehachse über die Fläche bewegt werden kann, ist ein gezieltes Bearbeiten einzelner Areale des Trockenguts nicht möglich.

Aus der DE 298 14 380 U1 ist eine Vorrichtung zum Trocknen von Schlamm und/oder den Inhaltsstoffen verschmutzter Flüs- sigkeiten bekannt. Die Trocknung findet in einem nach oben offenem Behälter statt, in den zum Umwälzen des getrockneten Gutes ein walzenartiges Wendegerät mit Wendeschaufeln ein- greifen kann. Der Behälter ist mit einem Transportfahrzeug transportierbar und üblicherweise ein handelsüblicher mulden- förmiger Container, wie er beispielsweise aus dem Bauwesen oder zur Abfallbeseitigung bekannt ist. Daraus ergibt sich, dass die Abmessungen der Bodenfläche des Behälters durch das Erfordernis der Transportierbarkeit begrenzt sind. Nachteilig ist dabei, dass die Menge des mit dieser Vorrichtung zu trocknenden Trockenguts verhältnismäßig gering ist. Würde man zur Trocknung größerer Mengen des Trockenguts die Fläche des Behälters vergrößern, wäre der konstruktive Aufwand für eine entsprechende Vergrößerung des walzenartigen Wendegeräts groß. Es wäre ein erheblicher Materialaufwand notwendig, um das Wendegerät mit ausreichender Festigkeit auszustatten, so dass es weder durchhängen noch sich verwinden kann. Die Brei- te der Fläche wäre durch die statischen Anforderungen an das Wendegerät limitiert.

Aus der EP 0 899 529 A2 ist eine selbstfahrende Wendevorrich- tung für auf einem Boden ausgebreitetes Trockengut bekannt, die sich auf stochastisch bestimmten oder vorgegebenen Bahnen durch das Trockengut bewegt und dieses dabei wendet. Die Wen- devorrichtung kann z. B. in einer solaren Trocknungsanlage eingesetzt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, Nachteile nach dem Stand der Technik zu vermeiden. Insbesondere soll eine alternative Vor- richtung und ein alternatives Verfahren zum Trocknen von Trockengut auf einer Fläche mit einem einfach zu handhabenden Werkzeug bereitgestellt werden, die bzw. das es mit verhält- nismäßig geringem konstruktiven Aufwand ermöglicht, Trocken- gut an einer beliebigen Stelle der Fläche zu bearbeiten.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 19 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 18 und 20 bis 38.

Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zum Trocknen von Trok- kengut auf einer Fläche vorgesehen, wobei zumindest ein auf der Fläche lastendes oder über der Fläche angeordnetes Werk- zeug lösbar mit einem Halter verbunden ist, wobei der Halter in mindestens zwei Koordinaten derart verfahrbar ist, dass das Werkzeug dadurch auf oder über jeden Punkt der Fläche be- wegt werden kann, wobei das Werkzeug weniger als halb so breit ist als die kürzeste mögliche durch den Mittelpunkt der Fläche verlaufende Strecke durch die Fläche. Die Koordinaten können Koordinaten eines rechtwinkligen oder krummlinigen Ko- ordinatensystems sein. Bei dem krummlinigen Koordinatensystem kann es sich bspw. um ein Polarkoordinatensystem handeln. Der Halter kann dann z. B. mit veränderbarem Abstand zu einer Achse um diese Achse herum, z. B. auf einer spiralförmigen Linie, verfahren werden. Das Werkzeug lastet auf der Fläche, indem es direkt auf der Fläche oder auf einer, insbesondere unteren, Schicht des Trockenguts aufsitzt. Unter Aufsitzen wird verstanden, dass das Werkzeug zumindest einen Teil sei- ner Gewichtskraft auf die Fläche oder das Trockengut ausübt.

Es kann auch über der Fläche angeordnet sein, indem es an dem Halter über der Fläche hängt. Unter der Breite des Werkzeugs wird dessen horizontale Erstreckung senkrecht zur anwendungs- gemäßen Bewegungsrichtung des Werkzeugs verstanden. Die kür-

zeste mögliche durch den Mittelpunkt der Fläche verlaufende Strecke durch die Fläche hat bei einer kreisrunden Fläche die Länge des Durchmessers und bei einer rechteckigen Fläche die Länge der Seitenlänge der kürzeren Seite. Unter"lösbar ver- bunden"wird insbesondere verstanden, dass das Werkzeug von dem Halter schnell und einfach, d. h. ohne aufwändigen Demon- tageschritt, getrennt werden kann. Eine lösbare Verbindung kann z. B. durch ein Schnellkupplungssystem bereitgestellte werden, wie es bei Ackerschleppern zur Ankopplung landwirt- schaftlicher Geräte verwendet wird.

Der Halter kann von mindestens einem Antriebsaggregat ange- trieben werden, welches zentral oder dezentral angeordnet sein kann. Die Übertragung der Antriebsleistung kann z. B. über ein Seil, eine Kette, ein in eine Zahnstange eingreifen- des Zahnrad, eine Reibrolle oder eine Zapfwelle, wie sie bei Ackerschleppern oder anderen landwirtschaftlichen Maschinen üblich ist, als Übertragungsmittel erfolgen. Der Antrieb kann entweder durch einen den Halter indirekt durch eines der Übertragungsmittel antreibenden stationären Elektromotor oder über mindestens einen direkt an dem Halter angeordneten Elek- tromotor erfolgen. Statt eines elektrischen kann auch ein pneumatischer Antrieb, etwa durch einen Druckluftmotor, oder ein hydraulischer Antrieb, etwa durch einen Hydraulikmotor, erfolgen. Bei dem Druckluft-und dem Hydraulikmotor kann es sich auch um Linearmotoren handeln.

Das Trockengut kann mittels des Werkzeugs bearbeitet werden, bspw. indem es gewendet, transportiert, verschoben und/oder belüftet wird oder indem ein Zusatz, wie Kalk oder Dünger, auf das Trockengut ausgebracht wird. Mit dem Halter können auch mehrere Werkzeuge verbunden sein. Es ist möglich, mehre- re unterschiedlich wirkende Werkzeuge unabhängig voneinander einzusetzen.

Vorteilhafterweise ist eine hohe Festigkeit der Fläche nicht erforderlich. Die Fläche kann sogar nur aus Sand, einer Drai- nageschicht oder einer, nicht notwendigerweise befahrbaren, Deckschicht bestehen. Dadurch können die Herstellungskosten für die Fläche gering gehalten werden. Bei der erfindungsge- mäßen Vorrichtung kann die Fläche auch vollkommen glatt und dadurch gut zu reinigen und sogar geneigt gestaltet sein, weil das Werkzeug mittels des Halters bewegt wird und ein selbstständiger Antrieb des Werkzeugs auf der Fläche nicht notwendig ist.

Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung besteht darin, dass sie eine Quer-oder Längsverteilung oder eine kreisförmige Ver- teilung des Trockenguts auf der Fläche erlaubt. Darüber hin- aus kann das Trockengut, z. B. nach Abschluss des Trocknens, mittels des Werkzeugs zusammengeschoben werden. Das Trocken- gut muss dadurch nicht über die gesamte Breite der Fläche aufgetragen und entnommen werden, sondern kann an einer Stel- le der Fläche aufgetragen, mittels des Werkzeugs über die Fläche verteilt und nach dem Trocknen an einer anderen oder derselben Stelle zusammengeschoben und dort entnommen werden.

Dadurch kann es ausreichen, wenn das Gebäude an einer belie- bigen Stelle zugänglich ist, die sowohl ein Einbringen als auch eine Entnahme des Trockengutes ermöglicht. Das Einbrin- gen und die Entnahme können dadurch kostengünstig gestaltet und einfach automatisiert werden.

Durch die geringe Breite des Werkzeugs ist zum Bewegen des Werkzeugs eine geringere Antriebsleistung erforderlich, als bei einem Werkzeug, welches die gesamte Fläche überspannt.

Ein zum Bewegen des Werkzeugs erforderliches Antriebsaggregat kann verhältnismäßig klein dimensioniert sein. Die Vorrich- tung ist dadurch kostengünstig. Dadurch, dass weniger Kräfte übertragen werden müssen als bei einem die gesamte Fläche überspannenden Werkzeug, sind die statischen Anforderungen

daran geringer und der Halter und die Vorrichtung zum Verfah- ren des Halters können konstruktiv verhältnismäßig einfach gestaltet werden. Das reduziert die Herstellungskosten der Vorrichtung. Ferner ist zur Herstellung des Werkzeugs weniger Material erforderlich, als bei einem die ganze Fläche über- spannenden und insbesondere auch rotierenden Werkzeug, wie es aus der DE 43 15 321 AI bekannt ist. Dadurch können das Trok- kengut berührende Teile des Werkzeugs auch aus hochwertigem, korrosionsbeständigem und/oder verschleißfestem Material wie Edelstahl oder einem mit Teflon beschichten Material gefer- tigt sein, ohne sich stark kostensteigernd auf die gesamte Vorrichtung auszuwirken. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Breite der Fläche nicht durch die Bauweise des Werk- zeugs beschränkt ist, weil das Werkzeug unabhängig von der Fläche gestaltet werden kann. Dadurch, dass der Halter mit dem Werkzeug lösbar verbunden ist, ist die Vorrichtung sehr wartungs-und reparaturfreundlich, denn das vom Halter gelö- ste Werkzeuge muss nicht vor Ort gewartet oder in Stand ge- setzt werden. Darüber hinaus kann das Werkzeug, wenn es de- fekt ist, durch ein gleiches Werkzeug ersetzt werden, so dass dadurch die Zuverlässigkeit der Vorrichtung erhöht wird. Das Werkzeug kann aber auch durch ein anderes Werkzeug ersetzt werden, wenn das Trockengut anders bearbeitet oder ein Zusatz ausgebracht werden soll. Dadurch ist die Vorrichtung sehr vielfältig und kann auf einfache Weise an unterschiedliches Trockengut und unterschiedliche Schichthöhen des Trockenguts angepasst werden.

Besonders vorteilhaft ist die Kombination einer geringen Breite des Werkzeugs mit dessen Lösbarkeit vom Halter. Da- durch wird eine einfache Handhabung und Wartung sowie ein vielfältiger Einsatz der ganzen Vorrichtung ermöglicht. Das vom Halter gelöste Werkzeug kann mit üblichen Geräten zu de- ren Handhabung, wie z. B. einem Handkarren, oder bei geringen Abmessungen sogar ohne Geräte gehandhabt werden.

Vorzugsweise ist der Halters derart verfahrbar, dass er im Wesentlichen stets denselben Abstand zur Fläche aufweist. Das ermöglicht eine einfache Konstruktion und Steuerung der Vor- richtung, insbesondere wenn es sich bei den Koordinaten um solche eines rechtwinkligen Koordinatensystems handelt. Die Achsen eines solchen Koordinatensystems verlaufen dann im We- sentlichen parallel zur Fläche.

Es ist vorteilhaft, wenn das Werkzeug weniger als viertel so breit ist als die kürzeste mögliche durch den Mittelpunkt der Fläche verlaufende Strecke durch die Fläche. Dadurch ist zur Herstellung des Werkzeugs noch weniger Material und zum Bewe- gen des Werkzeugs eine noch geringere Antriebsleistung erfor- derlich als bei einem Werkzeug, das nahezu die halbe Fläche überspannt. Das Antriebsaggregat kann kleiner dimensioniert und die Vorrichtung dadurch kostengünstiger sein.

Bevorzugt ist der Halter mit dem Werkzeug indirekt, insbeson- dere über mindestens eine Zug-oder Schubvorrichtung, verbun- den. Indirekt bedeutet, dass das Werkzeug mit dem Halter durch ein, insbesondere flexibles, Verbindungsmittel verbun- den ist. "Flexibel"ist ein Verbindungsmittel, wenn es eine Bewegung des Werkzeugs als Ganzes im Raum in Relation zum Halter zulässt. Unter der Bewegung des Werkzeugs im Raum wird insbesondere nicht eine bloße Rotationsbewegung des Werkzeugs um eine eigene Achse verstanden. Ein flexibles Verbindungs- mittel kann z. B. auch eine Stahlstange sein, wenn sie so ge- lagert ist, dass sie eine Bewegung des Werkzeugs im Verhält- nis zum Halter zulässt. Bei der Zug-oder Schubvorrichtung kann es sich bspw. um eine Kette oder ein Seil, insbesondere ein Stahlseil, oder eine Stange, insbesondere eine Eisen- oder Zahnstange, handeln. Da das Werkzeug durch die indirekte Verbindung nicht in einer festen Führung geführt wird, son- dern auf der Fläche lasten kann, kann das Werkzeug, insbeson-

dere wenn es weniger als viertel so breit ist als die kürze- ste mögliche durch den Mittelpunkt der Fläche verlaufende Strecke durch die Fläche, beim Bewegen auf der Fläche Uneben- heiten der Fläche folgen. Somit können keine Schlammreste in den Unebenheiten verbleiben, die später zu Fäulnisprozessen führen könnten. Vorzugsweise weist der Halter und/oder das Werkzeug eine Aufnahme für die Zug-oder Schubvorrichtung auf. Die Aufnahme ist so ausgebildet, dass die Verbindung mit der Zug-oder Schubvorrichtung ohne aufwändige Montage-oder Demontageschritte schnell, z. B. durch Ein-bzw. Aushängen, hergestellt bzw. gelöst werden kann. Dadurch werden Reini- gungs-, Wartungs-und Austauscharbeiten erleichtert.

Bei einem Ausführungsbeispiel besteht das Werkzeug aus einem Werkzeughalter und mindestens einem damit lösbar verbundenen austauschbaren Werkzeugeinsatz. Dadurch ist es möglich, das Werkzeug relativ schnell und einfach durch Austausch des Werkzeugeinsatzes an die jeweils gewünschte Verwendung anzu- passen. In Fällen, in denen das Werkzeug relativ schwer sein muss, etwa um bei schwerem und zähem Trockengut, wie Klär- schlamm, auf der Fläche zu bleiben, kann die Handhabung deut- lich vereinfacht werden, indem nur der Werkzeughalter schwer ausgebildet ist. Zur Anpassung an eine andere Verwendung muss dann nur der Werkzeugeinsatz ausgewechselt werden und nicht das insgesamt schwere Werkzeug. Um eine Anpassung des Ge- wichts des Werkzeugs an das jeweilige Trockengut zu ermögli- chen, kann das Werkzeug oder der Werkzeughalter auch einen Ballastbehälter aufweisen, in den bei Bedarf z. B. Sand oder Wasser eingefüllt werden kann. Der Werkzeughalter kann so ausgebildet sein, dass daran als Werkzeugeinsatz herkömmliche landwirtschaftliche Standardgeräte für einen Anbau an einem Ackerschlepper, wie ein Pflug, eine Egge, ein Kalk-oder Dün- gerstreuer, ein Räumschild, eine Schaufel oder eine Fräse, angebracht werden können. An dem Werkzeughalter kann ein Aus- hubmechanismus und eine Werkzeugkopplung vorgesehen sein, wie

es bei landwirtschaftlichen Maschinen üblich ist, z. B. mit einer Dreipunkthydraulik mit Schnellkupplungssystem.

Bevorzugt weist das Werkzeug mindestens eine funktionelle Komponente, insbesondere einen Werkzeugeinsatz, zum Wenden, Transportieren, Verschieben, Belüften, Beheizen und/oder Hy- gienisieren des Trockenguts, zum Aussondern von Fremdstoffen, zum Ausbringen eines Zusatzes und/oder zum Reinigen der Flä- che auf. Bei der funktionellen Komponente kann es sich um ei- nen Pflug, eine Hackwalze, eine Förderschnecke, ein spiral- bohrerartiges Werkzeug, ein Räumschild, einen Rechen oder ei- ne Schaufel handeln. Die Förderschnecke und das spiralbohrer- artige Werkzeug können senkrecht zur Fläche verlaufende Dreh- achsen aufweisen. Damit ist es beim Trocknen von Trockengut mit großer Schichthöhe möglich, das Trockengut auch vertikal umzusetzen und somit Trockengut von unteren Schichten an die Oberfläche zu fördern. Das verbessert das Trocknen und ermög- licht ein Belüften des Trockenguts. Besonders effektiv ist die parallele Anordnung mehrerer solcher Förderschnecken oder spiralbohrerartigen Werkzeugen. Das Beheizen kann direkt durch das, bspw. elektrisch oder mittels erwärmtem Öl oder Wasser beheizte, Werkzeug, oder indirekt, bspw. durch ein Warmluftgebläse, einen Heizstrahler, eine UV-Lampe oder einen Mikrowellensender, erfolgen. Beim Belüften wird Luft in das Trockengut eingebracht. Das kann durch ein mechanisches Auf- lockern des Trockenguts, z. B. mittels eines Pflugs als Werk- zeug erfolgen. Luft kann aber auch mittels eines Gebläses oder mittels Pressluft aus einem Vorratsbehälter am bzw. im Werkzeug oder aus einer Versorgungsleitung in das Trockengut eingebracht werden. Bei der Versorgungsleitung kann es sich auch um einen Versorgungsschlauch handeln. Das Belüften kann der Verbesserung des Trocknens oder einem aeroben Stabilisie- ren von organischem Trockengut dienen. Bei der funktionellen Komponente zum Ausbringen eines Zusatzes kann es sich bspw. um einen Streuer, insbesondere einen Schneckenstreuer, han-

deln, mit dem der Zusatz aus einem am oder im Werkzeug ange- ordneten Vorratsbehälter auf das Trockengut gestreut wird.

Der Zusatz kann dem Werkzeug auch über eine Versorgungslei- tung bzw. einen Versorgungsschlauch zugeführt werden. Der Zu- satz kann flüssig oder fest sein. Mögliche Zusätze sind z. B.

Dünger, eine Kohlenstoffquelle, wie z. B. Strohhäcksel, ge- brannter oder gelöschter Kalk oder sonstige, insbesondere zum Hygienisieren geeignete, Zusatzstoffe. Das Ausbringen kann gezielt an bestimmten Stellen der Fläche in unterschiedlichem Ausmaß erfolgen. Das Hygienisieren kann z. B. durch Erwärmen oder Bestrahlen mit Mikrowellen, UV-Strahlung oder radioakti- ver Strahlung erfolgen. Die radioaktive Strahlung kann dabei von einem radioaktiven Isotop als Strahlungsquelle ausgehen.

Das Aussondern der Fremdstoffe kann über besondere Eigen- schaften der Fremdstoffe, wie deren Größe oder deren Magne- tismus, erfolgen. Die funktionelle Komponente zum Aussondern der Fremdstoffe kann z. B. ein Rechen sein, mit dem grobe Verunreinigungen aus Klärschlamm ausgesondert werden, oder auch ein starker Magnet, mit dem z. B. Eisennägel aus Hack- schnitzeln ausgesondert werden. Bei der funktionellen Kompo- nente zum Reinigen der Fläche kann es sich um Düsen zum Aus- bringen von Wasser oder Reinigungsmittel oder um einen Hoch- druckreiniger handeln. Das Werkzeug kann auch mehrere funk- tionelle Komponenten aufweisen, die z. B. durch Anheben außer Funktion oder durch Senken in Funktion gesetzt werden, wie dies auch bei Ackerschleppern üblich ist. Unterschiedliche funktionelle Komponenten können auch auf verschiedenen Seiten des Werkzeugs angeordnet sein, so dass die Richtung, in der das Werkzeug bewegt wird über die Wirkung des Werkzeugs, z.

B. Transport bzw. Verschieben oder Wenden des Trockenguts, entscheidet. Das Werkzeug kann auch um eine senkrecht zur Fläche verlaufende Achse dreh-oder schwenkbar sein. Bei ei- nem solchen Werkzeug kann es sich z. B. um ein schwenkbares Räumschild oder eine schwenkbare Einrichtung zum Wenden des Trockenguts handeln.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung, vorzugsweise am Werkzeug, einen Sensor, insbesondere zum Er- fassen des Abstands zwischen dem Werkzeug und der Fläche, der genauen Position des Werkzeugs, der Schichthöhe des Trocken- guts oder einer Eigenschaft des Trockenguts, auf. Der Sensor zum Erfassen des Abstands zwischen dem Werkzeug und der Flä- che kann ein Rad oder ein Scheibensech zum Abtasten der Flä- che aufweisen. Der Abstand kann auch mittels Ultraschall, Ra- dar, Infrarotstrahlung, einem Laserstrahl oder anderen ge- bräuchlichen Mitteln zur Entfernungsmessung bestimmt werden.

Dabei ist auch eine indirekte Messung des Abstands zur Fläche möglich, etwa indem der Abstand des Werkzeugs zu einer Decke ermittelt wird. Die genaue Position des Werkzeugs kann z. B. mittels eines Satellitennavigationssystems oder Anhand von Bezugspunkten auf oder außerhalb der Fläche erfasst werden.

Die Eigenschaft des Trockenguts kann z. B. eine physikali- sche, chemische oder biologische Eigenschaft, wie die Tempe- ratur, der pH-Wert oder der Gehalt an Wasser, Sauerstoff, Ni- trat, Keimen oder einem anderen chemischen oder biologischen Bestandteil sein. Durch das Erfassen der Eigenschaften des Trockenguts an verschiedenen Stellen der Fläche kann das Trockengut auf der Fläche hinsichtlich dieser Eigenschaften kartiert und in Abhängigkeit der Eigenschaften an einzelnen Stellen besonders bearbeitet werden.

Bevorzugt weist die Vorrichtung mindestens einen Portalwagen, eine verfahrbare Brücke oder einen Rundläufer auf, an welchem bzw. welcher der Halter verfahrbar angeordnet ist. Bei dem Rundläufer handelt es sich um einen um eine Achse drehbaren Ausleger oder eine um eine Achse drehbare Brücke. Die für ein Verfahren des Portalwagens, der verfahrbaren Brücke oder des Rundläufers erforderliche Antriebsleistung kann in gleicher Weise bereitgestellt werden, wie für den Halter. Die An- triebsleistung kann auch über die gleichen Übertragungsmittel

übertragen werden, die auch zum Antrieb des Halters dienen können. Vorzugsweise weist der Portalwagen mindestens einen Läufer und einen, insbesondere im Abstand zur Fläche ver- stellbaren, den Halter tragenden Portalträger auf. Das Ver- stellen des Abstands kann dabei durch eine Vorrichtung am Läufer oder eine Vorrichtung am Portalträger erfolgen. Es er- möglicht indirekt den Abstand des Werkzeugs zur Fläche zu verstellen. Der Portalträger und ein den Halter tragender Teil der Brücke oder des Rundläufers kann in der Art eines Kranauslegers gebaut sein. Es ist sogar möglich einen, bis zu einer Länge von 100 Metern serienmäßig kommerziell erhältli- chen, Kranausleger dafür zu verwenden. Da keine Rotations- steifigkeit des Portalträgers erforderlich ist, kann die Kon- struktion verhältnismäßig einfach gestaltet sein und das Überspannen sehr breiter Flächen erlauben. Als Halter kann ein aus dem Kranbau bekannter am Kranausleger verfahrbarer Laufwagen verwendet werden. Der Portalwagen kann, insbesonde- re seitlich oder oberhalb der Fläche, derart geführt sein, dass ein den Halter tragender Teil des Portalwagens, insbe- sondere der Portalträger, oberhalb der Fläche verfahrbar ist.

Das Führen kann an mindestens einer Stelle, insbesondere ei- nem in Bezug auf die möglichen Bewegungsrichtungen seitlichen Ende, des Portalwagens, vorzugsweise durch die Führung des Läufers, erfolgen. Es kann an Teilen einer Umrandung der Flä- che, etwa an einer auf einer Mauer angeordneten Schiene, an einer auf dem Boden angeordneten Schiene oder Bahnbegrenzung oder im Deckenbereich eines die Fläche umgebenden Gebäudes erfolgen. Bei einer auf dem Boden angeordneten Schiene oder Bahnbegrenzung weist der Portalwagen ausreichend hohe Läufer auf, um den Portalträger oberhalb der Fläche und oberhalb von darauf zu trocknendem Trockengut verfahren zu können.

Vorzugsweise kann der Abstand zwischen dem Werkzeug und der Fläche, insbesondere mittels einer an dem Werkzeug oder dem Halter angeordneten Einrichtung oder einer Einrichtung zum

Anheben des Werkzeugs, oder der Abstand zwischen dem Werkzeu- geinsatz und der Fläche, insbesondere mittels einer Einrich- tung an dem Werkzeughalter, verändert werden. Die an dem Werkzeug angeordnete Einrichtung kann z. B. aus höhenver- stellbaren Rädern bestehen, mit denen das Werkzeug hoch-oder tiefgestellt werden kann. Die Einrichtung zum Anheben des Werkzeugs kann z. B. eine Seilrolle oder Seilwinde am Halter zum Verkürzen eines Seilabstands zwischen Halter und Werkzeug sein, die wie eine Einrichtung zum Anheben von Lasten bei ei- nem Kran konstruiert sein kann. Es kann sich dabei auch um eine hydraulische Vorrichtung am Halter handeln, wie etwa um eine aus Ackerschleppern bekannte hydraulisch betätigte Drei- punktaufhängung. Auch ein Anheben des gesamten Halters, des den Halter tragenden Portalwagens oder einer Schiene des Por- talwagens ist möglich. Das kann gleichfalls hydraulisch, ins- besondere mittels einer hydraulisch betätigten Dreipunktauf- hängung, erfolgen. Durch das Verändern des Abstands zwischen dem Werkzeug und der Fläche kann das Werkzeug z. B. so ange- hoben oder hochgestellt werden, dass es an einer anderen Stelle der Fläche positioniert oder bspw. zum Austausch eines Werkzeugeinsatzes an den Rand der Fläche bewegt werden kann, ohne dass dabei das Trockengut bearbeitet wird. Weiterhin ist es zum Aufstreuen oder Aufsprühen eines Zusatzes auf das Trockengut mittels des Werkzeugs möglich, dieses über das Trockengut hinweg zu bewegen. Auch zu Reinigungs-, Wartungs- oder Austauscharbeiten ist es vorteilhaft, wenn das Werkzeug angehoben oder hochgestellt werden kann. Beim Transportieren bzw. Verschieben des Trockenguts erlaubt die Möglichkeit der Veränderung des Abstands zwischen dem Werkzeug und der Fläche eine definierte Aufschichtung des Trockenguts oder auch eine flächige Verteilung einer Schüttung des Trockenguts. Weiter- hin ermöglicht das Verändern des Abstands zwischen dem Werk- zeug bzw. dem Werkzeugeinsatz und der Fläche das Berücksich- tigen von Unebenheiten der Fläche, insbesondere in Abhängig-

keit des von dem Sensor erfassten Abstands zwischen dem Werk- zeug und der Fläche.

Die Vorrichtung kann verschiedene Werkzeuge aufweisen, mit denen sich der Halter selbstständig wahlweise verbinden kann, verschiedene Werkzeugeinsätze aufweisen, mit denen sich der Werkzeughalter selbstständig wahlweise verbinden kann, oder einen Vorrat mindestens eines Zusatzes aufweisen, aus dem das Werkzeug den Zusatz selbstständig aufnehmen kann. Selbststän- dig bedeutet, dass kein manuelles eingreifen an dem Werkzeug bzw. Werkzeughalter oder-einsatz oder dem Zusatz erforder- lich ist. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Steue- rung der Vorrichtung beim selbstständigen Verbinden bzw. Auf- nehmen des Zusatzes manuell erfolgt. Der Zusatz kann in den am oder im Werkzeug angeordneten Vorratsbehälter aufgenommen werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die erfindungsgemäße Vor- richtung in einem, insbesondere den Treibhauseffekt ausnut- zenden, Gebäude angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, das Trocknen unter definierten und optimierten Bedingungen unter Ausschluss negativer Witterungseinflüsse, wie Regen oder Schnee, durchzuführen. Ein den Treibhauseffekt ausnutzendes Gebäude kann ein Gebäude in der Art eines Gewächshauses sein, wobei hierunter auch eine zeltartige Konstruktion aus Gestän- ge und lichtdurchlässiger Folie zu verstehen ist.

Die Fläche und/oder ein die Fläche umfassender Raum über der Fläche kann in, insbesondere unterschiedlich klimatisierbare, Kompartimente unterteilt sein. Das Unterteilen kann durch mindestens eine Mauer oder eine Schürze, z. B. aus einem Kunststoff, erfolgen. Dadurch kann eine getrennte Klimatisie- rung und/oder Bearbeitung von Trockengut in bestimmten Trocknungsphasen erfolgen, die für die jeweilige Trocknungs- phase optimal ist. So kann z. B. eine Vor-von einer Haupt-

und einer Endtrocknung getrennt werden. Vorzugsweise kann der Portalwagen, die verfahrbare Brücke oder der Rundläufer, ins- besondere zusammen mit dem mit dem Halter verbundenen Werk- zeug, über alle Kompartimente hinweg verfahren werden. Das Werkzeug kann so für mehrere Kompartimente verwendet werden.

Das wird insbesondere durch die Möglichkeit des Anhebens des Werkzeugs erleichtert, da das Werkzeug so bspw. über eine Mauer zur Unterteilung der Fläche gehoben werden kann. Alter- nativ kann die Vorrichtung auch je Kompartiment einen Portal- wagen aufweisen. Bevorzugt ist der Halter von dem Portalwagen eines Kompartiments auf den Portalwagen eines anderen Kompar- timents verfahrbar. Das kann z. B. dadurch erreicht werden, dass der Halter in dem Portalwagen in einer Schiene geführt ist. Die Portalwagen benachbarter Kompartimente können dann so positioniert werden, dass die Schiene des einen Portalwa- gens in der Schiene des benachbarten Portalwagens fluchtet und der Abstand zwischen den Schienen so gering ist, dass der Halter von einem auf den anderen Portalwagen verfahren werden kann. Dadurch kann das Trockengut in benachbarten Komparti- menten mittels nur eines Halters und dem damit verbundenen Werkzeug bearbeitet werden.

Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zum Trocknen von Trockengut auf einer Fläche, wobei das Trocken- gut mittels zumindest eines auf der Fläche lastenden oder über der Fläche angeordneten Werkzeugs bearbeitet wird, wobei das Werkzeug durch einen damit lösbar verbundenen Halter be- wegt wird, welcher in mindestens zwei Koordinaten derart ver- fahrbar ist, dass das Werkzeug dadurch auf oder über jeden Punkt der Fläche bewegt werden kann, wobei das Werkzeug weni- ger als halb so breit ist als die kürzeste mögliche durch den Mittelpunkt der Fläche verlaufende Strecke durch die Fläche.

Vorzugsweise weist der Halter beim Verfahren des Halters im Wesentlichen stets denselben Abstand zur Fläche auf. Es ist vorteilhaft, wenn das Werkzeug weniger als viertel so breit

ist als die kürzeste mögliche durch den Mittelpunkt der Flä- che verlaufende Strecke durch die Fläche. Das Werkzeug kann mittels des Halters indirekt, insbesondere durch Schieben oder Ziehen, bewegt werden. Bevorzugt weist der Halter und/oder das Werkzeug eine Aufnahme für eine Zug-oder Schub- vorrichtung auf.

Vorzugsweise besteht das Werkzeug aus einem Werkzeughalter und mindestens einem damit lösbar verbundenen austauschbaren Werkzeugeinsatz. Das Trockengut wird bevorzugt mittels des Werkzeugs bearbeitet, indem es mittels mindestens einer funk- tionellen Komponente des Werkzeugs, insbesondere einem Werk- zeugeinsatz, gewendet, transportiert, verschoben, belüftet, von Fremdstoffen befreit, beheizt und/oder, insbesondere durch Erwärmen oder Bestrahlung mit Mikrowellen, W-Strahlung oder radioaktiver Strahlung, hygienisiert wird oder indem mittels mindestens einer funktionellen Komponente des Werk- zeugs ein Zusatz ausgebracht wird. Das Werkzeug kann auch um eine senkrecht zur Fläche verlaufende Achse gedreht oder ge- schwenkt werden. Nach einer Ausgestaltung wird der Abstand zwischen dem Werkzeug und der Fläche, die genaue Position des Werkzeugs, die Schichthöhe des Trockenguts oder eine Eigen- schaft des Trockenguts mittels eines, insbesondere an dem Werkzeug vorhandenen, Sensors erfasst. Das Trockengut kann dann in Abhängigkeit von mit dem Sensor erfassten Daten bear- beitet werden. So ist es z. B. möglich, das Trockengut in be- stimmten schneller trocknenden Bereichen häufiger oder selte- ner zu wenden oder beim Erfassen eines an einer bestimmten Stelle beginnenden Fäulnisprozesses dort zu belüften. Bei ei- ner vorteilhaften Ausgestaltung wird der Halter an mindestens einem Portalwagen, einer verfahrbaren Brücke oder einem Rund- läufer verfahren. Bevorzugt weist der Portalwagen einen, ins- besondere im Abstand zur Fläche verstellbaren, Portalträger auf, von welchem der Halter getragen wird. Der Portalträger ist zusammen mit mindestens einem Läufer Bestandteil des Por-

talwagens. Der Portalwagen kann, insbesondere seitlich oder oberhalb der Fläche, derart geführt werden, dass ein den Hal- ter tragender Teil des Portalwagens, insbesondere der Portal- träger, oberhalb der Fläche verfahrbar ist.

Vorteilhafterweise wird der Abstand zwischen dem Werkzeug und der Fläche, insbesondere mittels einer an dem Werkzeug oder dem Halter angeordneten Einrichtung oder einer Einrichtung zum Anheben des Werkzeugs, oder der Abstand zwischen dem Werkzeugeinsatz und der Fläche, insbesondere mittels einer Einrichtung an dem Werkzeughalter, bei Bedarf verändert. Der Bedarf kann z. B. bestehen, wenn das Werkzeug an einer ande- ren Stelle positioniert werden soll oder wenn das Trockengut, insbesondere nach dem Trocknen, aufgeschichtet oder eine Schüttung des Trockenguts gleichmäßig auf der Fläche verteilt werden soll. Bei einer Ausgestaltung kann sich der Halter selbstständig wahlweise mit verschiedenen Werkzeugen oder der Werkzeughalter selbstständig wahlweise mit verschiedenen Werkzeugeinsätzen verbinden. Es ist auch möglich, dass das Werkzeug selbstständig einen Zusatz aus einem Vorrat minde- stens eines Zusatzes aufnimmt.

Vorteilhafterweise wird das Verfahren in einem, insbesondere den Treibhauseffekt ausnutzenden, Gebäude durchgeführt. Vor- zugsweise ist die Fläche und/oder ein die Fläche umfassender Raum über der Fläche in, insbesondere unterschiedlich klima- tisierbare, Kompartimente unterteilt. Das Trockengut in meh- reren Kompartimenten kann mittels des Werkzeugs bearbeitet werden. Es ist auch möglich, dass je Kompartiment ein Portal- wagen verwendet wird. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann der Halter von dem Portalwagen eines Kompartiments auf den Portalwagen eines anderen Kompartiments verfahren werden.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren erläutert. Es zeigen

Fig. la, b eine schematische Darstellung einer erfin- dungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2a, b eine schematische Darstellung einer alternati- ven Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor- richtung, Fig. 3a, b eine schematische Darstellung einer Hackwalze als Werkzeug zum Wenden des Trockenguts, Fig. 4a, b eine schematische Darstellung eines Räum- schilds als Werkzeug und Fig. 5a, b eine schematische Darstellung einer Schaufel als Werkzeug.

Fig. la zeigt schematisch eine Draufsicht, Fig. 1b eine Sei- tenansicht eines aus zwei Läufern 10, 10 und einem Portal- träger 11 bestehenden Portalwagens mit einem Halter 12 und einem damit über Drahtseile 14 verbundenen Werkzeug 16. Der Portalträger 11 weist in der Draufsicht die Form eines recht- eckigen Rahmens auf. Die Läufer 10, 10'sind über Laufräder 18, 18 in zwei ersten Schienen 20, 20'geführt. Die ersten Schienen 20, 20 verlaufen jeweils seitlich der Fläche 22.

Der Portalwagen wird über die Laufräder 18, 18 angetrieben.

Dabei sind die Materialien für die Laufräder 18 und die er- sten Schienen 20,20'vorteilhafterweise so gewählt, dass der Reibungskoeffizient zwischen diesen Materialien hoch ist. Der Portalwagen und damit der Halter 12 kann längs der Fläche 22 in der durch den Doppelpfeil b angezeigten Richtung in der ersten Koordinate verfahren werden. Der Portalwagen weist zwei zweite Schienen 26, 26 auf, in welchen der Halter 12 geführt ist. Der Halter 12 verfügt über einen Kettenantrieb.

Der Halter 12 kann in der durch den Doppelpfeil a angezeigten

Richtung in der zweiten Koordinate verfahren werden. Das Werkzeug 16 kann so an jeden Ort der Fläche 22 verfahren wer- den. Die Position des Halters 12 über der Fläche 22 kann da- bei jederzeit durch an dem Halter 12 angeordnete Sensoren be- stimmt werden. Die Verbindung des Werkzeugs 16 mit dem Halter 12 über Drahtseile 14 ermöglicht eine durch den Doppelpfeil d angezeigte Höhenverstellung des Werkzeugs 16. Weiterhin ist der Portalträger 11 an den Läufern 10, 10 in der durch den Doppelpfeil c angezeigten Weise höhenverstellbar. Die Bewe- gungen des Werkzeugs 16 werden von einer Mikroprozessorsteue- rung derart gesteuert, dass ein Transport des Trockenguts 24 auf der Fläche 22 in jede Richtung möglich ist. Dadurch ist es möglich, das nur in Fig. 1b dargestellte Trockengut 24 an nur einer Stelle der Fläche 22 einzutragen und an derselben oder einer beliebigen anderen Stelle nach der Trocknung zu entnehmen. Die relative Position des Werkzeugs 16 zum Halter 12 wird über Sensoren erfasst. Durch weitere Sensoren wird der Abstand zwischen Halter 12 bzw. Werkzeug 16 und Trocken- gut 24 sowie der Wassergehalt des Trockenguts 24 erfasst. Die erfassten Daten werden von der Mikroprozessorsteuerung verar- beitet und zur Optimierung der Bearbeitung des Trockenguts 24 und des Trocknungsvorgangs eingesetzt.

Fig. 2a zeigt schematisch eine Draufsicht, Fig. 2b eine Sei- tenansicht einer alternativen Ausführungsform der erfindungs- gemäßen Vorrichtung. Im Unterschied zu der in den Fig. la und 1b dargestellten Vorrichtung weist hier der Portalträger 11 keine Rahmenform sondern die Form eines einfachen Querträgers auf. Der Halter 12 kann mittels einer Hydraulik in der durch den Doppelpfeil c angezeigten Weise angehoben werden. Die Möglichkeit das Werkzeug 16 anzuheben wird durch den Doppel- pfeil d angezeigt. Das Anheben erfolgt durch die Eisenstangen 15, 15, die von einer bei Acherschleppern üblichen Drei- punkthydraulik betätigt werden.

In den Fig. 3a, 3b, 4a, 4b, 5a und 5b sind schematisch Werk- zeuge 16 dargestellt. Diese Werkzeuge 16 sind um eine senk- recht zur Fläche 22 verlaufende Achse 28 dreh-oder schwenk- bar. Fig. 3b zeigt schematisch eine Vorderansicht einer als Werkzeug 16 zum Wenden des Trockenguts einsetzbaren Hackwalze 30. Die Hackwalze 30 besteht aus einem Rahmen 32 in dem eine in Fig. 3a auch in einer Seitenansicht dargestellte Hackwelle 34 mit Harken 36 drehbar gelagert ist.

Fig. 4b zeigt schematisch eine Vorderansicht eines Räum- schilds 42, welches einen Rahmen 38 und einen daran befestig- ten Schieber 40 aufweist. In Fig. 4a ist der Schieber 40 auch in einer Seitenansicht dargestellt. In Fig. 5b ist schema- tisch eine Vorderansicht eines Schaufelwerkzeugs 44 darge- stellt. Es besteht aus einer, in Fig. 5a auch in einer Sei- tenansicht dargestellten, Schaufel 48, welche an einem Rahmen 46 befestigt ist.