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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE AND METHOD FOR MONITORING A STATE OF LUBRICATION OF A CONTINUOUS BELT FOR TRANSPORTING MATERIAL TO BE PRESSED, AND CONTINUOUSLY OPERABLE PRESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/141060
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for monitoring a state of lubrication, which can be influenced by a lubricant (2), of a continuous belt (3) which is designed for transporting material to be pressed (4) and for transferring a pressing force onto the material to be pressed (4) in a continuously operable press (5) in order to produce material panels, the device (1) having an input interface (6), which is designed to at least indirectly receive at least one signal from a sensor (7), the sensor (7) being designed to measure a physical and/or a chemical phenomenon which is at least indirectly related to a state of lubrication on a surface (8) of the belt (3), and the device (1) also comprising an evaluation unit (9) for ascertaining a lubrication parameter as a characteristic variable for a state of lubrication on the surface (8) of the belt (3) on the basis of the at least one signal from the sensor (7). The object of the invention is to reliably monitor the state of lubrication, which can be influenced by a lubricant, of a continuous belt in a continuously operable press. According to the invention, the device (1) has an exciter device (10) which is designed to influence the at least one physical and/or chemical phenomenon of the lubricant (2) to be detected by the sensor (7). The invention also relates to a continuously operable press (5) for producing material panels and to a method for monitoring a state of lubrication, which can be influenced by a lubricant (2), of a continuous belt (3).

Inventors:
SCHLETZ KLAUS-PETER (DE)
SCHÜRMANN KLAUS (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/085151
Publication Date:
July 09, 2020
Filing Date:
December 13, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMPELKAMP MASCHINEN & ANLAGENBAU GMBH (DE)
International Classes:
B30B15/00; B27N3/24; B30B5/06; G01N21/64
Foreign References:
DE102016102931B42018-09-20
US6529273B12003-03-04
US20030160973A12003-08-28
JPH06174431A1994-06-24
DE60026599T22006-12-21
EP1693509A12006-08-23
DE3148412A11983-06-09
DE4015706A11991-11-21
DE4126717C11992-10-15
DE102016102931B42018-09-20
Attorney, Agent or Firm:
ANDREJEWSKI • HONKE PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Vorrichtung (1 ) zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel (2) beein flussbaren Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes (3), welches zum Transport von Pressgut (4) und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut (4) in einer kontinuierlich betreibbaren Presse (5) zur Herstellung von Werkstoffplatten ausgebildet ist, wobei die Vorrichtung (1 ) eine Eingangs schnittstelle (6) aufweist, die zum wenigstens mittelbaren Empfangen wenigstens eines Signals von einem Sensor (7) ausgebildet ist, wobei der Sensor (7) zum Messen eines physikalischen und/oder eines chemischen Phänomens ausgebildet ist, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittel zustand an einer Oberfläche (8) des Bandes (3) zusammenhängt und die Vor richtung (1 ) weiter eine Auswerteeinheit (9) zum Ermitteln eines Schmierpara meters als Kenngröße für einen Schmiermittelzustand an der Oberfläche (8) des Bandes (3) basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors (7) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) eine Erregereinrich tung (10) aufweist, die zur Einflussnahme auf das wenigstens eine, durch den Sensor (7) zu detektierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels (2) ausgebildet ist.

2. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Erreger einrichtung (10) zur Ausstrahlung einer elektromagnetischen Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellenlängenspektrum, das innerhalb eines ersten Wellenlängenbereichs liegt, ausgebildet ist, wobei der erste Wellenlängen bereich außerhalb eines zweiten, von dem wenigstens einen Sensor (7) und/oder der Eingangsschnittstelle (6) detektierbaren, Wellenlängenbereichs liegt. 3. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregereinrichtung (10) eine Steuereinheit (11 ) umfasst oder mit einer Steuer einheit (11 ) in Wirkverbindung steht.

4. Vorrichtung (1 ) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Steuereinheit (11 ) die Erregereinrichtung (10) zur kontinuierlichen oder zur niedriggepulsten Ausstrahlung von elektromagnetischen Wellen ansteuert.

5. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregereinrichtung (10) und/oder die Steuereinheit (11 ) zur Ausstrah lung elektromagnetischer Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellen längenspektrum, das ausschließlich innerhalb des ersten Wellenlängenbereichs liegt, ausgebildet ist.

6. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregereinrichtung (10) zur Ausstrahlung einer gerichteten elektromagnetischen Strahlung, insbesondere Lichts, ausgebildet ist.

7. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregereinrichtung (10) einen Laser, insbesondere einen continuous-wave-Laser (12), oder eine UV-Lichtquelle, insbesondere eine UV-Lampe, umfasst. 8. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregereinrichtung (10) einen quasi-continuous-wave-Laser (12') um fasst.

9. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wellenlängenbereich Wellenlängen zwischen 300 nm und 420, vorzugsweise zwischen 329 nm bis 416 nm, insbesondere im Bereich von 342 nm bis 411 nm, ganz insbesondere von 364 nm bis 407 nm umfasst.

10. Vorrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeich net, dass der zweite Wellenlängenbereich Wellenlängen zwischen 417 nm bis 576 nm, insbesondere im Bereich von 419 nm bis 547 nm, ganz insbesondere von 420 nm bis 520 nm umfasst.

11. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) eine Schnittstelle (13) zur Kommuni kation mit einer Pressensteuerungs- und/oder -regelungseinheit (14) umfasst.

12. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (13) wenigstens einen der wenigstens einen Sensoren (7) und/oder die Auswerteeinheit (9) und/oder die Eingangs schnittstelle (6) und/oder die Steuereinheit (11 ) umfasst.

13. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (6, 13) und/oder die Pressensteuerungs- und/oder - regelungseinheit (14) zur Kommunikation mit einer Analyseeinheit (15) zur Ermittlung von Umgebungsstrahlung mit Wellenlängen innerhalb des zweiten Wellenlängenbereichs ausgebildet ist.

14. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) eine Traverse (16) umfasst, entlang der die Erregereinrichtung (10) winklig gegenüber dem Band (3) bewegbar ist.

15. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) eine Konditionierungseinrichtung (17), insbesondere zur Kühlung der Erregereinrichtung (10), umfasst.

16. Kontinuierlich betreibbare Presse (5) zur Herstellung von Werkstoffplatten, wobei die Presse (5) eine Vorrichtung (1 ) zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel (2) beeinflussbaren Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes (3), welches zum Transport von Pressgut (4) und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut (4) ausgebildet ist, umfasst, wobei die Vor richtung (1 ) eine Eingangsschnittstelle (6) aufweist, die zum wenigstens mittel baren Empfangen wenigstens eines Signals von einem Sensor (7) ausgebildet ist, wobei der Sensor (7) zum Messen eines physikalischen und/oder eines chemischen Phänomens ausgebildet ist, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittelzustand an einer Oberfläche (8) des Bandes (3) zusammenhängt und die Vorrichtung (1 ) weiter eine Auswerteeinheit (9) zum Ermitteln eines Schmierparameters als Kenngröße für einen Schmiermittelzustand an der Oberfläche (8) des Bandes (3) basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors (7) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) eine Erregereinrichtung (10) aufweist, die zur Einflussnahme auf das wenigstens eine, durch den Sensor (7) zu detektierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels (2) ausgebildet ist.

17. Kontinuierlich betreibbare Presse (5) nach Anspruch 16, dadurch gekenn zeichnet, dass die Presse (5) eine Vorrichtung (1 ) umfasst, die nach einem der Ansprüche 2 bis 15 ausgebildet ist.

18. Kontinuierlich betreibbare Presse (5) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Presse (5) eine steuerbare und/oder regelbare Auf tragseinheit (18) zum vorzugsweise über die Breite (Y-Richtung) des Bandes (3) abschnittsweise dosierbaren Aufträgen von Schmiermittel (2) umfasst und die Auftragseinheit (18) in Abhängigkeit von dem durch den Sensor (7) zu detektierenden, physikalischen und/oder chemischen Phänomen des Schmier mittels (2) steuerbar und/oder regelbar ist.

19. Verfahren zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel (2) beeinfluss baren Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes (3), welches zum Transport von Pressgut (4) und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut (4) in einer kontinuierlich betreibbaren Presse (5) zur Herstellung von Werkstoffplatten ausgebildet ist, wobei eine Eingangsschnittstelle (6) wenigstens mittelbar wenigstens ein Signal von einem Sensor (7) empfängt, das auf einem von dem Sensor (7) gemessenen physikalischen und/oder chemischen Phänomen, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittel- zustand an einer Oberfläche (8) des Bandes (3) zusammenhängt, basiert und in einer Auswerteeinheit (9) ein Schmierparameter als Kenngröße für einen Schmiermittelzustand an der Oberfläche (8) des Bandes (3) basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors (7) ermittelt wird, dadurch gekennzeich- net, dass mittels einer Erregereinrichtung (10) auf das wenigstens eine, durch den Sensor (7) zu detektierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels (2) Einfluss genommen wird.

20. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durch- führung des Verfahrens eine Vorrichtung (1 ) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 15 und/oder eine kontinuierlich betreibbare Presse (5) gemäß Anspruch 16 oder 17 verwendet wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Überwachung eines Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes zum Transport von Pressgut, sowie kontinuierlich betreibbare Presse

Beschreibung:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel beeinflussbaren Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes, welches zum Transport von Pressgut und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut in einer kontinuierlich betreibbaren Presse zur Herstellung von Werkstoffplatten ausgebildet ist, wobei die Vorrichtung eine Eingangsschnittstelle aufweist, die zum wenigstens mittelbaren Empfangen wenigstens eines Signals von einem Sensor ausgebildet ist, wobei der Sensor zum Messen eines physikalischen und/oder eines chemischen Phänomens ausgebildet ist, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittelzustand an einer Oberfläche des Bandes zusammenhängt und die Vorrichtung weiter eine Auswerteeinheit zum Ermitteln eines Schmierparameters als Kenngröße für einen Schmiermittelzustand an der Oberfläche des Bandes basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors umfasst.

Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine kontinuierlich betreibbare Presse zur Herstellung von Werkstoffplatten, wobei die Presse eine Vorrichtung zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel beeinflussbaren Schmierzu standes eines umlaufenden Bandes, welches zum Transport von Pressgut und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut ausgebildet ist, umfasst, wobei die Vorrichtung eine Eingangsschnittstelle aufweist, die zum wenigstens mittelbaren Empfangen wenigstens eines Signals von einem Sensor ausge- bildet ist, wobei der Sensor zum Messen eines physikalischen und/oder eines chemischen Phänomens ausgebildet ist, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittelzustand an einer Oberfläche des Bandes zusammenhängt und die Vorrichtung weiter eine Auswerteeinheit zum Ermitteln eines Schmierpara meters als Kenngröße für einen Schmiermittelzustand an der Oberfläche des Bandes basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors umfasst.

Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel beeinflussbaren Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes, welches zum Transport von Pressgut und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut in einer kontinuierlich betreibbaren Presse zur Herstellung von Werkstoffplatten ausgebildet ist, wobei eine Eingangsschnitt stelle wenigstens mittelbar wenigstens ein Signal von einem Sensor empfängt, das auf einem von dem Sensor gemessenen physikalischen und/oder chemischen Phänomen, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittel zustand an einer Oberfläche des Bandes zusammenhängt, basiert und in einer Auswerteeinheit ein Schmierparameter als Kenngröße für einen Schmiermittel zustand an der Oberfläche des Bandes basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors ermittelt wird.

Die Herstellung von Werkstoffplatten findet entweder taktgebunden oder konti nuierlich statt. Bei einer taktgebundenen Herstellung werden die Werkstoff platten als flächenförmige Gegenstände mit in allen drei Raumrichtungen end lichen Abmaßen erzeugt, während die Werkstoffplatten die in einem kontinuier lichen Prozess erzeugt werden, Ablängungen einer lediglich in zwei Raumrich- tungen endliche Abmaße aufweisenden Bahnware darstellen. Dabei gibt die Arbeitsweise der Füge- und/oder Verdichtungseinheit vor, ob der Gesamt prozess als taktgebundenes oder kontinuierliches Verfahren beschrieben wird. Da in den Verdichtungseinheiten, respektive den kombinierten Füge-und Ver dichtungseinheiten im Allgemeinen bei der Werkstoffplattenerzeugung auch mit nennenswerten Drücken gearbeitet wird, werden diese Einheiten vom Fach mann meist mit Bezug auf eine Gesamtanlage als Pressenteil oder einfach als Presse bezeichnet. Unter einer kontinuierlich betreibbaren Presse werden also Pressen verstanden, die zur Erzeugung von, in Produktionsrichtung gesehen, „endloser“ Bahnware geeignet sind. Dazu wird bei der Fierstellung von Werk stoffplatten aus streufähigen Material ein Gemisch aus Partikeln oder faser artigen Stoffen und einem Bindemittel zu einer Streugutmatte auf ein Form oder Förderband (Streubandförderer) gestreut. Diese Streugutmatte wird inner halb der Presse mittels Druck und/oder Wärme unter stetigem Weitertransport zu einer zunächst als Bahnware vorliegenden, „endlosen“ Werkstoffplatte gepresst. Bei der Erzeugung von Werkstoffplatten im Sinne der vorliegenden Schrift liegen die Arbeitsdrücke hier, abhängig von Material und Größe der zu erzeugenden Werkstoffplatte, meist in Bereichen zwischen etwa 80 N/cm 2 und 330 N/cm 2 und dort vorteilhafterweise zwischen 130 N/cm 2 und 280 N/cm 2 . Bei spielsweise können in dieser Art ein- oder mehrlagige Spanplatten, MDF- Platten (mitteldichte Faserplatten) oder OSB-Platten (Oriented Strand Board oder Grobspanplatten) hergestellt werden. Solche Pressen und entsprechende Fierstellungsverfahren zeichnen sich durch große Produktivität, hohe Produkt qualität und geringe Produktionskosten aus. Technologieführend sind hier die ContiRoll ® -Pressen der Anmelderin. Im Sinne der vorliegenden Schrift bestehen die Werkstoffplatten bevorzugt aus Verbundwerkstoffen und dabei vorzugsweise aus Faser- insbesondere Holz verbundstoffen, Gipsverbundstoffen, Gewebeverbünden und/oder armierten Thermoplasten. Holzverbundstoffe umfassen beispielsweise Pressspan, OSB- Material (Oriented Strand Board-Material), MDF-Material (Mitteldichtes Holz faser-Material), HDF-Material (Hochdichtes Holzfaser-Material), Multiplex-, Sperrholz-, Leichtbauplatten, Fournier Schichtholz u.a. Unter Gipsverbundstoff werden hier insbesondere die verschiedenen Arten von Gipskarton verstanden. Unter dem Begriff der Gewebeverbundstoffe, sollen Verbundstoffe verstanden werden, bei denen wenigstens ein Verbundanteil ein Gewebe umfasst. Dies ist am häufigsten bei so genannten gewebearmierten Laminaten der Fall. In ein fachster Ausgestaltung kann der Begriff jedoch auch ein lediglich imprägniertes Gewebe umfassen. Unter armierten Thermoplasten sollen nach allgemeinem Sprachgebrauch alle (faser-)verstärkten Thermoplaste verstanden werden.

Eine Werkstoffplatte kann im Sinne der vorliegenden Schrift zudem aus einem Mischverbund in Form eines Laminats bestehen, sofern wenigstens eine Lage des Laminats einem der beschriebenen Verbundwerkstoffe entspricht.

Bei der Werkstoffplattenerzeugung mittels einer kontinuierlich betreibbaren Presse wird das zu verpressende Material, dass bei holzhaltigen Materialien meist zunächst in Form einer Streugutmatte vorliegt, mittels eines umlaufenden Bandes, insbesondere eines Stahlbandes, dem Pressbereich zugeführt und unter auf das Material, insbesondere die Streugutmatte bzw. die sich bildende, endlose Werkstoffplatte, durch den Pressbereich transportiert. Üblicherweise übt dabei eine Vielzahl von Presszylindern einen Pressdruck über das Band auf die Streugutmatte bzw. die sich bildende, endlose Werkstoffplatte aus, während das Material von Heizplatten erwärmt wird. Zwischen dem Band und den Presszylindern sind zumeist Rollstangen zur Verringerung der Reibung und zur Druckweitergabe angeordnet. Sowohl das Band als auch die Rollstangen werden dabei im umlaufenden Betrieb über Umlenkzylinder geführt und von Antriebswalzen angetrieben. Das Band ist flexibel, insofern als es über Rollen umgelenkt werden kann.

Während des Betriebs der kontinuierlich betreibbaren Presse bewegen sich das Band sowie die sich um ihre Längsachsen drehenden Rollstangen an den orts festen Presszylindern und den Heizplatten vorbei. Hierbei entstehen Reibungs kräfte, die durch eine Schmierung gering gehalten werden müssen. Dazu können beispielsweise spezielle Öle als Schmiermittel verwendet. Das Schmiermittel wird auf das Band und/oder die Rollstangen aufgebracht, wobei sowohl eine Unterschmierung als auch eine Überschmierung problematisch sein können. So kann aus Erfahrung gesagt werden, dass ein zu geringer Schmiermitteleintrag beispielsweise zu einer hohen Reibung und zu starkem Verschleiß führen kann, während die Folgen eines zu hohen Schmiermittelein trags beispielsweise übermäßige Verschmutzung und übermäßig hohe Schmiermittelkosten sein können.

Bei vielen Pressanlagen wird eine geeignete Ölmenge üblicherweise geschätzt, wobei dann während der Inbetriebnahmephase der Presse eine Feinab stimmung durch das Servicepersonal des Pressenherstellers erfolgt. Die Fein- abstimmung wird dabei auf Basis eines visuellen Eindrucks der Restschmier menge auf dem Stahlband am Auslauf der Presse vorgenommen. Der so gewonnene Erfahrungswert wird dann an den Betreiber weitervermittelt. Diese Methode erfordert eine regelmäßige Inspektion und wiederkehrende Über wachungstätigkeit, da die richtige Ölmenge stark von den Produktionspara metern einer jeweiligen Produktionscharge abhängt. Dabei spielen beispiels weise die Temperatur, das Druckprofil, die Produktionsgeschwindigkeit, aber auch Materialkennwerte, Materialstärke eine wichtige Rolle. Zudem nehmen der vorliegende Verschmutzungszustand der Presse und der Abnutzungsgrad von darin vorgesehen Verschleißteilen Einfluss auf die relevanten Schmierzustände.

Eine kontinuierlich betreibbare Presse mit zugehörigem Schmiersystem ist aus der DE 31 48 412 A1 bekannt geworden. Diese Presse wurde mit einer Weiter entwicklung nach DE 40 15 706 A1 verbessert.

Aus der DE 41 26 717 C1 der Anmelderin ist weiter eine Pressanlage mit einer Schmiervorrichtung bekannt, wobei die Schmiervorrichtung dazu ausgebildet ist, einen Schmiermittelfilm eines flüssigen Schmiermittels auf die Stahlbänder und die Rollkörper aufzubringen und einlaufseitig im Bereich der Rollkörperum laufeinrichtung angeordnet ist. Das dort beschriebene Prinzip, des indirekten Schmiermittelauftrags auf die Pressbänder über die zwischengeschalteten Roll körper hat sich besonders gut bewährt.

Aus der DE 10 2016 102 931 B4 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Überwachung und/oder Regelung eines Schmierzustandes in einer kontinuier- lieh arbeitenden Presse bekannt geworden. Dort bleibt jedoch nachteilig, dass auf Grund des darin offenbarten Messverfahrens letztlich keine zuverlässige Aussage über die für einen Pressprozess relevanten Schmierzustand getroffen werden kann und dem entsprechend ein hohes Risiko für fehlerhafte Steuerungen oder Regelungen bestehen bleibt.

Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, den durch ein Schmiermittel beeinflussbaren Schmierzustand eines umlaufenden Bandes in einer kontinuierlich betreibbaren Presse zuverlässig zu überwachen. Dabei sollen insbesondere Fehlerquellen und Möglichkeiten zur Fehlinterpretation reduziert oder verhindert werden. Insbesondere soll an Fland der generierbaren Überwachungsergebnisse der Schmierzustand der Presse verbessert werden. Dabei soll insbesondere einerseits eine übermäßige Verwendung von Schmiermittel verhindert werden und andererseits durch eine ausreichende Schmierung sichergestellt werden, dass die Komponenten der Presse nicht beschädigt werden und eine lange Lebensdauer haben.

Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Vorrichtung eine Erregereinrichtung aufweist, die zur Einfluss- nähme auf das wenigstens eine, durch den Sensor zu detektierende, physi kalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels ausgebildet ist.

Bei dem Schmiermittel handelt es sich vorzugsweise um ein organisches Schmiermittel. Bei dem Band handelt es sich vorzugsweise um ein Band das eine Oberfläche aus einem anorganischen Material oder einer anorganischen Beschichtung aufweist. Das Band kann beispielsweise ein Stahlband sein.

Die Erfinder haben dazu erkannt, dass detektierbare Phänomene (oder Eigen schaften) des Schmiermittels im rauen Produktionsalltag beispielsweise durch über den Zeitraum einer oder mehrerer Betriebsschichten zunehmenden Ver schmutzungsgraden der Anlage, der Umgebungsatmosphäre und insbesondere des Schmiermittels selbst, überschattet werden können, oder sich sogar Charakteristika des Schmiermittels und damit auch die detektierbaren Phäno mene (oder Eigenschaften) verändern können. Durch die gezielte Einfluss nahme auf das wenigstens eine, durch den Sensor zu detektierende, physi kalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels kann dies ausge glichen werden.

Mit Vorteil kann beispielsweise die Intensität der von der Erregereinrichtung ausgesendeten und auf das wenigstens eine durch den Sensor zu detek tierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels Ein flussnehmende Größe auf Grund bestimmter Messwerte (bspw. der Viskosität, eines Verschmutzungsgrades, eines Lichtbrechungsindexes o.ä.) oder auch einfach in Abhängigkeit der Zeit, angepasst werden. Die Intensität kann sich dazu im ein- bis vierstelligen Prozentbereich erhöhen oder in entsprechendem Maß reduziert werden.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Erregereinrichtung zur Ausstrahlung einer elektromagnetischen Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellen- längenspektrum, das innerhalb eines ersten Wellenlängenbereichs liegt, aus gebildet, wobei der erste Wellenlängenbereich außerhalb eines zweiten, von dem wenigstens einen Sensor und/oder der Eingangsschnittstelle detektier- baren, Wellenlängenbereichs liegt.

Dabei kann es vorgesehen sein, dass die Erregereinrichtung einen Filter um fasst oder mit einem Filter in Wirkverbindung steht, um die Ausstrahlung einer elektromagnetischen Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellen längenspektrum, das innerhalb eines ersten Wellenlängenbereichs liegt, zu gewährleisten.

Dadurch, dass die Erregereinrichtung zur Ausstrahlung einer elektro magnetischen Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellenlängen spektrum, das innerhalb eines ersten Wellenlängenbereichs liegt, ausgebildet, wobei der erste Wellenlängenbereich außerhalb eines zweiten, von dem wenigstens einen Sensor und/oder der Eingangsschnittstelle detektierbaren, Wellenlängenbereichs liegt, kann sichergestellt werden, dass die von dem oder den dafür vorgesehenen Sensoren detektierten Signale frei von Störeinflüssen sind. Ist der erste Wellenlängenbereich nämlich mit einem Phänomen (oder einer Eigenschaft) des Schmiermittels so abgestimmt, dass das Schmiermittel oder wenigstens Bestandteile des Schmiermittels als Reaktion Signale, insbe sondere elektromagnetische Wellen mit Wellenlängen aussenden, die innerhalb eines zweiten Wellenlängenbereichs liegen, so kann sichergestellt werden, dass der Sensor, der zur, insbesondere ausschließlichen, Detektion von Signalen, insbesondere elektromagnetischen Wellen, mit Wellenlängen io

aussenden, die innerhalb eines zweiten Wellenlängenbereichs liegen, ausge legt ist auch nur die gewünschten Signale detektiert und damit unverfälschte Rückschlüsse zulässt.

Dabei kann es vorgesehen sein, dass der Sensor einen Filter umfasst oder mit einem Filter in Wirkverbindung steht, um zu gewährleisten, dass ausschließlich elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellenlängen spektrum, das innerhalb des zweiten Wellenlängenbereichs liegt, detektierbar ist.

In diesem Zusammenhang ist das Phänomen der Fluoreszenz bevorzugt nutz bar. Dazu kann die Verwendung von Schmiermitteln mit speziellen Additiven vorgesehen sein.

Es ist von Vorteil, wenn die Erregereinrichtung eine Steuereinheit umfasst oder mit einer Steuereinheit in Wirkverbindung steht.

Auf diese Weise ist die Erregereinrichtung besonders effektiv einsetzbar. Zudem können Fehlerquellen durch manuelle Fehlbedienungen ausge schlossen werden.

Es ist bevorzugt, dass die Steuereinheit die Erregereinrichtung zur kontinuier lichen oder zur niedriggepulsten Ausstrahlung von elektromagnetischen Wellen ansteuert. Auf diese Weise kann der erste Wellenlängenbereich einerseits klar definiert werden und sich dabei sogar in engen Grenzen ausbilden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Erregereinrichtung nicht ungewünscht Signale aussendet, deren Wellenlängen in ungewünschter, und dann gegebenenfalls auch unbemerkter, Weise in den zweiten Wellenlängenbereich fallen. Bei der kontinuierlichen Ansteuerung ist es sogar möglich eine einzige bestimmte Wellenlänge auszuwählen, wobei Schwankungen unterhalb von einem Nannometer (nm) im Sinne dieser Schrift unbeachtet bleiben sollen.

Von großem Vorteil ist es, wenn die Erregereinrichtung und/oder die Steuer einheit zur Ausstrahlung elektromagnetischer Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellenlängenspektrum, das ausschließlich innerhalb des ersten Wellenlängenbereichs liegt, ausgebildet ist.

Dies verhindert die Gefahr, dass die Erregereinrichtung elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellenlängenspektrum, aussendet, das in den zweiten Wellenlängenbereichs eindringt und damit die Ergebnisse des oder der Sensoren ungewünscht beeinflusst.

Vorzugsweise ist die Erregereinrichtung zur Ausstrahlung einer gerichteten elektromagnetischen Strahlung, insbesondere Lichts, ausgebildet.

Auf diese Weise lassen sich ein oder mehrere definierte, bewegte oder unbe wegte Areale überwachen. Dabei sind, abhängig von der Wellenlänge, sehr feine Fokussierungen möglich. Zudem halten sich dann die zutreffenden Sicherheitsvorkehrungen für das Umfeld der Vorrichtung in überschaubaren Grenzen.

In einigen Fällen kann es von besonderem Vorteil sein, wenn die Erregerein richtung einen Laser, insbesondere einen continuous-wave-Laser, oder eine UV-Lichtquelle, insbesondere eine UV-Lampe, umfasst. Erregereinrichtungen, die als Laser ausgebildet sind bieten allgemein den Vorteil, der gerichteten Ausstrahlung, während es situationsbedingt jedoch auch die ungeordnete Streuung des ausgesendeten Lichts einer anderen Lichtquelle, bspw. einer UV- Lampe bevorzugt sein kann. Continuous-wave-Laser sind geeignet klar definierte Wellenlänge auszusenden, wobei Schwankungen unterhalb von einem Nannometer (nm) im Sinne dieser Schrift unbeachtet bleiben sollen. Somit lassen sich besonders gut definierte Erregungen als Grundlage für aus sagekräftige und unverfälschte Detektionsergebnisse erzielen.

In anderen Fällen kann es von Vorteil sein, wenn die Erregereinrichtung einen quasi-continuous-wave-Laser umfasst.

Gepulste Laser werden heute mit bis zu 1.000 Hz und höheren Frequenzen gepulst. Unter einem hochgepulsten Laser versteht man seit den 1990er Jahren Laser, die mit Frequenzen über 700 Hz oder 800 Hz gepulst sind. Dagegen erreichen niedriggepulste Laser, die auch als quasi-continuous-wave-Laser bezeichnet werden, nur Frequenzen bis zu etwa 250 Hz maximal 300 Hz. Obwohl derartige Laser zwar veraltet scheinen und bei ansonsten gleichen Voraussetzungen nicht in der Lage sind auch nur annähernd gleiche Energie- werte zu emittieren, ist die Streuung der Bandbreite der von ihnen ausge sendeten Lichtwellen wesentlich konzentrierter. Da die Erfinder, wie bereits beschrieben, erkannt haben, dass sich der molekulare Aufbau eines, insbeson dere organischen, Schmiermittels beispielsweise unter den speziellen Anwen dungsbedingungen einer kontinuierlich betreibbaren Presse zur Werkstoff plattenherstellung im Laufe des Normalbetriebs verändert, ist es besonders wichtig, dass ausschließlich definierte Bestandteile des organischen Schmier mittels zur Detektion des Schmiermittelzustands angeregt werden. Man möchte sich daher auf einen engen Frequenzbereich beschränken. Zudem sollen andere Bestandteile des, vorzugsweise organischen, Schmiermittels auch über den Verlauf ihrer sich ändernden Aufbauten und Eigenschaften von den gewählten Frequenzbereichen nicht oder zumindest nicht ausreichend erregt werden.

Quasi-continuous-wave-Laser sind dazu geeignet, Laserlicht mit Wellenlängen innerhalb eines klar definierten und engen Wellenlängenbereichs auszusenden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die den Laser umfassende Erreger einrichtung nicht ungewünscht Signale aussendet, deren Wellenlängen in ungewünschter, und dann gegebenenfalls auch in unbemerkter, Weise in den zweiten Wellenlängenbereich fallen.

Von ganz besonderem Vorteil ist es, wenn der erste Wellenlängenbereich Wellenlängen zwischen 300 nm und 420, vorzugsweise zwischen 329 nm bis 416 nm, insbesondere im Bereich von 342 nm bis 411 nm, ganz insbesondere von 364 nm bis 407 nm umfasst. Diese Wellenlängen eignen sich ganz besonders gut um in bestimmten Schmiermitteln vorhandene Schmiermittelbestandteile, insbesondere spezielle Schmiermitteladditive, wirkungsvoll zur Fluoreszenz anzuregen. Bei Wellen längen innerhalb dieser Bereiche gilt bei Einhaltung einer Obergrenze von 380 nm der zusätzliche Vorteil, dass das Licht noch nicht in den sichtbaren Bereich fallen und sich damit Störungen von Sensoren, die auf (sichtbares) Licht reagieren, besonders gut vermeiden lassen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn diese Sensoren dort angeordnet sein müssen, wo unter normalen Arbeitsbedingungen innerhalb eines ein oder mehrschichtigen Betriebs wenigstens temporär Tages- und/oder Kunstlicht scheinen soll. Demzufolge kann es beispielsweise bevorzugt sein, dass eine Erregerquelle mit einer definierten Wellenlänge oder einem definierten Wellenlängenbereich gewählt ist, die oder der im Bereich zwischen 300 nm und 380 nm, vorzugsweise zwischen 329 nm und 380 nm, insbesondere im Bereich zwischen 342 und 380 nm und ganz insbesondere im Bereich zwischen 364 und 380 nm angesiedelt ist. Elektromagnetische Strahlen die in diesem Wellenlängenbereich ange siedelt sind weisen eine ausreichende Energiedichte auf um die innerhalb eines Schmierfilms statistisch verteilten, erregbaren Bestandteile über die gesamte Schmierfilmbreite zu stimulieren, wobei die Schmierfilmbreite eines umlaufen den Bandes zum Transport von Pressgut vorzugsweise zwischen 1 pm und 35pm, ganz vorzugsweise zwischen 5pm und 25pm betragen sollte. Somit werden, abgestimmt auf die Schmierfilmbreite und insbesondere auf den Anwendungsfall einer kontinuierlich betreibbaren Presse zur Werkstoffplatten herstellung, Messfehler vermieden und die Qualität der Messergebnisse ver bessert. Zudem sind elektromagnetische Strahlen in dem genannten Wellen- längenbereich geeignet, bei Auftreffen auf die Oberfläche eines Bandes zum Transport von Pressgut in geeigneter Weise reflektiert zu werden und so nicht zur ungewünschten Förderung des Verschleiß des Bandes beizutragen. Dazu ist es von Vorteil, wenn das die Oberfläche des Bandes aus einem anorga- nischen Material, insbesondere aus Stahl gefertigt ist und eine glatte Struktur aufweist. Von besonderem Vorteil ist es dabei, dass die beschriebenen elektromagnetische Strahlen -unter praktischen Gesichtspunkten betrachtet unabhängig von der Oberflächenbeschaffenheit des Bandes reflektiert werden. So kann das Band arealweise Verfärbungen oder Ungleichmäßigkeiten in der mechanischen Oberflächenbeschaffenheit, insbesondere Rauheit, aufweisen, ohne dass dies zu Irritationen des wenigstens einen Sensors führen muss.

Weiter ist es von ganz besonderem Vorteil, wenn der zweite Wellenlängen bereich Wellenlängen zwischen 417 nm bis 576 nm, insbesondere im Bereich von 419 nm bis 547 nm, ganz insbesondere von 420 nm bis 520 nm umfasst. Dieser Wellenlängenbereich unterscheidet sich einerseits deutlich genug vom dem Wellenlängenbereich der von der Erregerquelle ausgesendeten elektro magnetischen Strahlung (ersten Wellenlängenbereich) und andererseits von dem in der Umgebung eines Bandes zum Transport von Pressgut üblicherweise zu vermutenden Wellenlängenbereichen.

Weiter kann es auch von Vorteil sein, wenn ein Sensor zur Detektion der Umgebungsstrahlung vorgesehen ist. Dadurch kann dann leicht die aus dem Schmiermittel emittierte, zusätzliche Strahlungsmenge errechnet werden.

In einer bevorzugten Ausführung umfasst die Vorrichtung eine Schnittstelle zur Kommunikation mit einer Pressensteuerungs- und/oder -regelungseinheit umfasst.

Auf diese Weise ist es möglich, ein- oder bidirektional, Daten zwischen der Ein gangsschnittstelle der Vorrichtung und einer Pressensteuerungs- und/oder - regelungseinheit auszutauschen. So können die erfassten Daten besonders effektiv dazu benutzt werden, um auf den Produktionsprozess und insbeson dere auf die Bandschmierung einzuwirken. Mit besonderem Vorteil kann die Steuerung und/oder Regelung einer Einheit zum Schmiermittelauftrag und/oder zur Schmiermittelverteilung unter Einflussnahme der detektierten physika- lischen und/oder chemischen Phänomen des, vorzugsweise organischen, Schmiermittels vorgenommen werden.

Ferner kann es von Vorteil sein, wenn die Schnittstelle wenigstens einen der wenigstens einen Sensoren und/oder die Auswerteeinheit und/oder die Ein- gangsschnittsteile und/oder die Steuereinheit umfasst.

Dies kann regelungstechnische Vorteile bringen. Zudem sind diffizile elektrische Bauteile so durch einen gemeinsamen baulichen Schutz gegen ungünstige atmosphärische Bedingungen, wie sie beispielsweise in einer Fabrik zur Fier- Stellung von Werkstoffplatten, respektive Bahnwaren aus Pressgut, beispiels weise Pressspan-, MDF- oder OSP-Platten, vorherrschen gut zu schützen.

Bevorzugt ist die Schnittstelle und/oder die Pressensteuerungs- und/oder - regelungseinheit zur Kommunikation mit einer Analyseeinheit zur Ermittlung von Umgebungsstrahlung mit Wellenlängen innerhalb des zweiten Wellenlängen bereichs ausgebildet.

Auf diese Weise können Störeinflüsse von den Detektionsergebnissen ausge- filtert werden. Die Schnittstelle kann den Anteil der aus der Umgebung stammenden Strahlungen mit Wellenlängen innerhalb des zweiten Wellen längenbereichs aus der Gesamtmenge der ermittelten Strahlen subtrahieren. Der verbleibende Anteil ist dann beispielsweise dem Flurenzenzvermögen des Schmiermittels zuzuordnen und in Folge dessen ein eindeutiger Rückschluss auf die Schichtdicke des Schmiermittelfilms, der mit der Oberfläche des Bandes zum Transport von Pressgut in Kontakt steht, möglich.

Ferner kann es von Vorteil sein, wenn die Vorrichtung eine Traverse umfasst, entlang der die Erregereinrichtung winklig gegenüber dem Band bewegbar ist. Auf diese Weise ist es möglich, mit einem einzelnen Sensor die Stärke des mit dem Band zum Transport von Pressgut in Kontakt stehenden Schmiermittel films in genügender Weise zu erfassen. Es ist selbstverständlich, dass dazu auch zwei oder mehr Sensoren geeignet sind, die versetzt zueinander winklig über das Band bewegbar angeordnet sind Dann sind die Sensoren oder die wenigstens eine Steuereinheit so ausgebildet, dass die Detektionsergebnisse der wenigstens zwei Sensoren miteinander synchronisierbar sind.

Die Traverse sollte vorzugsweise in einem Winkel zwischen 30° und 60° gegenüber dem Bandverlauf geführt sein.

Mit besonderem Vorteil umfasst die Vorrichtung eine Konditionierungseinrich tung, insbesondere zur Kühlung der Erregereinrichtung. Auf diese Weise kann eine hohe Qualität von Messergebnissen gefördert werden. Sich ändernde Umgebungseinflüsse haben häufig Einfluss auf die Messwertaufnahme und/oder -berurteilung. Analysegeräte für elektromagne tische Strahlungen, insbesondere für Wellenlängen in den genannten Bereichen, sind meist Wärmeempfindlich und sollten in einem Temperatur- bereich von 5°C bis 60°C betrieben werden. Innerhalb einer oder im Umgebungsbereich einer kontinuierlich arbeitenden Presse können 60°C Luft temperatur jedoch deutlich überschritten werden.

Bei einer kontinuierlich betreibbaren Presse der eingangs beschriebenen Gattung, wird die Aufgabe der Erfindung dadurch gelöst, dass die Vorrichtung eine Erregereinrichtung aufweist, die zur Einflussnahme auf das wenigstens eine, durch den Sensor zu detektierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels ausgebildet ist. Die Erfinder haben also wie bereits im Zusammenhang mit der Beschreibung der Vorrichtung zur Überwachung eines Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes zum Transport von Pressgut beschrieben, erkannt, dass detektierbare Phänomene (oder Eigenschaften) des Schmiermittels im rauen Produktions alltag beispielsweise durch über den Zeitraum einer oder mehrerer Betriebs schichten zunehmenden Verschmutzungsgraden der Anlage, der Umgebungs atmosphäre und insbesondere des Schmiermittels selbst, überschattet werden können, oder sich sogar Charakteristika des Schmiermittels und damit auch die detektierbaren Phänomene (oder Eigenschaften) verändern können. Dies gilt im Besonderen Maße für die Bedingungen innerhalb einer kontinuierlich betreib baren Presse zur Herstellung von Werkstoffplatten. Ebenfalls gilt dies im besonderen Maße für die dort zur Anwendung kommenden organischen Schmiermittel. Die tribologischen Systeme, die sich aus den konstruktiven Anforderungen derartiger Pressen, die meist mit Bändern aus Stahl arbeiten, ergeben sind hochkomplex, da sie im Allgemeinen als offene Systeme betrach tet werden müssen. Aus tribologischer Sicht handelt es sich bei einer kontinu ierlich betreibbaren Presse, wie z.b. den ContiRoll Pressen verschiedener Generationen, dem Prinzip nach um zwei gegeneinander arbeitende und bei hohen Temperaturen zu betreibende Wälzlager mit Verbrauchsschmierung, wobei die Systeme durch stark wechselnde Betriebsbedingungen und ein wirkende Fremdstoffe sowie ihren räumlichen Ausmaßen mit keinem anderen Wälzlager oder Maschinensystem vergleichbar sind. Zudem arbeiten bisher bekannte Pressen praktisch ständig im Mischreibungsbereich, obwohl der Jahresverbrauch einer einzelnen kontinuierlich betreibbaren Presse zur Herstellung von Werkstoffplatten mit 8 Fuss Arbeitsbreite und 2 Meter pro Sekunde Betriebsgeschwindigkeit nach Stand der Technik heute etwa zwischen 20.000 Liter und 70.000 Liter Spezialöl pro Jahr beträgt. Durch die gezielte Ein flussnahme auf das wenigstens eine, durch den Sensor zu detektierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels kann die Schmiersituation deutlich besser beurteilt werden und in Folge dessen ver bessert werden. Dabei ist gleichzeitig eine Reduzierung des Schmiermittel bedarfs möglich.

Mit Vorteil kann beispielsweise die Intensität der von der Erregereinrichtung ausgesendeten und auf das wenigstens eine durch den Sensor zu detektie rende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels Ein flussnehmende Größe auf Grund bestimmter Messwerte (bspw. der Viskosität, eines Verschmutzungsgrades, eines Lichtbrechungsindexes o.ä.) oder auch einfach in Abhängigkeit der Zeit, angepasst werden. Die Intensität kann sich dazu im ein- bis vierstelligen Prozentbereich erhöhen oder in entsprechendem Maß reduziert werden.

Dabei ist es bevorzugt, dass die Presse eine Vorrichtung umfasst, die nach einem der Ansprüche 2 bis 15 ausgebildet ist.

In diesem Zusammenhang gelten im Bezug auf die vorteilhaften Ausgestal tungen der Vorrichtung zur Überwachung eines Schmierzustandes eines um laufenden Bandes zum Transport von Pressgut entsprechend. Wenigstens ist dem Fachmann klar, wie die dortigen Lehren auf die Ausgestaltung einer konti nuierlich betreibbaren Presse zu übertragen sind. Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Presse eine steuerbare und/oder regelbare Auftragseinheit zum vorzugsweise über die Breite des Bandes abschnittsweise dosierbaren Aufträgen von Schmiermittel umfasst und die Auf tragseinheit in Abhängigkeit von dem durch den Sensor zu detektierenden, physikalischen und/oder chemischen Phänomen des Schmiermittels steuerbar und/oder regelbar ist.

Auf diese Weise ist ein geschlossener Regelkreis realisierbar. Zudem ist eine besonders gute und sichere Schmiermittelversorgung auch dann sicher gewährbar, wenn aus wirtschaftlichen Gründen die Stärke des Schmiermittel films möglichst gering gehalten werden soll. Darüberhinaus kann eine beson ders gleichmäßige Schmierfilmstärkenverteilung auch die Qualität des zu erzeugenden Produktes, hier also des Pressgut-Produktes, deutlich erhöhen.

Bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung wird die Aufgabe der Erfindung dadurch gelöst, dass mittels einer Erregereinrichtung auf das wenigs tens eine, durch den Sensor zu detektierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels Einfluss genommen wird.

Dabei ist es von großem Vorteil, wenn zur Durchführung des Verfahrens eine Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 15 und/oder eine kontinuierlich betreibbare Presse gemäß Anspruch 16 oder 17 verwendet wird.

Für das erfindungsgemäße Verfahren und dessen vorteilhafte Ausgestaltungen gelten die im Bezug auf die vorteilhaften Ausgestaltungen der Vorrichtung zur Überwachung eines Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes zum Trans port von Pressgut und der kontinuierlich betreibbaren Presse entsprechend. Wenigstens ist dem Fachmann klar, wie die dortigen Lehren auf die Ausge staltung des Verfahrens zu übertragen sind.

Schließlich betrifft die Erfindung ein System aus einer kontinuierlich betreibbare Presse zur Herstellung von Werkstoffplatten, wobei die Presse eine Vorrichtung zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel beeinflussbaren Schmierzu standes eines umlaufenden Bandes, welches zum Transport von Pressgut und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut ausgebildet ist, umfasst, wobei die Vorrichtung eine Eingangsschnittstelle aufweist, die zum wenigstens mittelbaren Empfangen wenigstens eines Signals von einem Sensor ausge bildet ist, wobei der Sensor zum Messen eines physikalischen und/oder eines chemischen Phänomens ausgebildet ist, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittelzustand an einer Oberfläche des Bandes zusammenhängt und die Vorrichtung weiter eine Auswerteeinheit zum Ermitteln eines Schmierpara meters als Kenngröße für einen Schmiermittelzustand an der Oberfläche des Bandes basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors umfasst und die Vorrichtung eine Erregereinrichtung aufweist, die zur Einflussnahme auf das wenigstens eine, durch den Sensor zu detektierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels ausgebildet ist und wobei das Schmiermittel spezielle Additive aufweist, die mittels Energiebeaufschlagung durch elektromagnetische Wellen zur Floreszenz anregbar sind. Dabei ist die Erregereinrichtung derart ausgebildet, dass sie elektromagnetische Wellen bestimmter Wellenlängen aussenden kann. Bilden die Vorrichtung und das Schmiermittel ein System im Sinne der vorliegenden Erfindung, liegen die Wellenlängen in einem Bereich, der speziell auf die Anforderungen der speziellen Additive abgestimmt ist und diese bevorzugt besonders gut zur Fluoreszenz anregt. Dabei ist es bevorzugt, dass das Schmiermittel im Zustand der Zuführung auf das Band einen Gewichtsprozentanteil von wenigstens 0,02%, vorzugsweise wenigstens 0,035% von den genannten speziellen Addi tiven aufweist.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer, lediglich ein Ausführungs- beispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 Schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel beeinflussbaren Schmierzustandes eines um laufenden Bandes zum Transport von Pressgut

Fig. 2 Schematische Darstellung eines, mit einem Schmierfilm benetzten Areals eines umlaufenden Bandes zum Transport von Pressgut

Fig. 3 Seitenansicht einer beispielhaften Ausgestaltung einer kontinuierlich betreibbaren Presse zur Fierstellung von Werkstoffplatten, die eine Vor richtung zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel beeinfluss baren Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes zum Transport von Pressgut aufweist. Fig. 1 zeigt eine Schematische Darstellung einer Vorrichtung 1 zur Über wachung eines, durch ein Schmiermittel 2 beeinflussbaren Schmierzustandes eines umlaufenden Bandes 3, welches zum Transport von Pressgut 4 und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut 4 in einer kontinuierlich betreibbaren Presse 5 zur Herstellung von Werkstoffplatten ausgebildet ist. Die Vorrichtung 1 weist eine Eingangsschnittstelle 6 auf, die zum wenigstens mittel baren Empfangen wenigstens eines Signals von einem Sensor 7 ausgebildet ist, wobei der Sensor 7 zum Messen eines physikalischen und/oder eines chemischen Phänomens ausgebildet ist, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittelzustand an einer Oberfläche 8 des Bandes 3 zusammenhängt. Die Vorrichtung 1 umfasst zudem eine Auswerteeinheit 9 zum Ermitteln eines Schmierparameters als Kenngröße für einen Schmiermittelzustand an der Oberfläche 8 des Bandes 3 basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors 7 umfasst. Die Vorrichtung 1 weist weiter eine Erregereinrichtung 10 auf, die zur Einflussnahme auf das wenigstens eine, durch den Sensor 7 zu detektierende, physikalische und/oder chemische Phänomen des organischen Schmiermittels 2 ausgebildet ist. Dabei ist die Vorrichtung 1 derart ausgebildet, dass der Schmierzustand an der inneren Oberfläche 8’ und/oder an der äußeren Oberfläche 8” des umlaufenden Bandes 3 überwachbar ist. Bei dem den Schmierzustand beeinflussbaren Schmiermittel 2 handelt es sich im vor liegenden Ausführungsbeispiel um ein organisches Schmiermittel, welches neben Hochdruck- und verschleißmindernden Additiven spezielle Additive 19 enthält, die sich auch bei zunehmender Verschmutzung (als Schmutzpartikel 26 beispielhaft angedeutet) statistisch im Volumen des mit der Oberfläche 8, 8’, 8” des Bandes 3 in Kontakt stehenden Schmiermittelfilms verteilen und mittels elektromagnetischer Strahlung 20 zur Fluoreszenz 21 anregbar sind. Die Erregereinrichtung 10 ist zur Ausstrahlung von elektromagnetischen Wellen ausgebildet. Dabei ist die Erregereinrichtung 10 derart ausgebildet, dass sie elektromagnetische Wellen bestimmter Wellenlängen aussenden kann. Bilden die Vorrichtung 1 und das Schmiermittel 2 ein System 22 im Sinne der vor liegenden Erfindung, sind liegen die Wellenlängen in einem Bereich, der speziell auf die Anforderungen der speziellen Additive 19 abgestimmt ist und diese bevorzugt besonders gut zur Fluoreszenz anregt.

Ferner ist die Erregereinrichtung 10 derart ausgestaltet, dass sie elektro magnetische Strahlung mit einer Wellenlänge oder einem Wellenlängen spektrum ausstrahlt, das innerhalb eines ersten Wellenlängenbereichs liegt, wobei der erste Wellenlängenbereich außerhalb eines zweiten, von dem wenigstens einen Sensor 7 und/oder der Eingangsschnittstelle 10 detektier- baren, Wellenlängenbereichs liegt. Wie aus Figur 2 erkennbar ist, regen die von der Erregereinrichtung 10 ausgestrahlten elektromagnetischen Wellen 20, die eine Wellenlänge oder ein Wellenlängenspektrum ausstrahlen, dass innerhalb eines erstem Wellenlängenbereichs liegt, die in dem den Schmiermittelfilm bildenden Schmiermittel 2 enthaltenen speziellen Additive 19 zur Fluoreszenz 21 an. Während die speziellen Additive 19 dabei elektromagnetische Strahlungen 21 erzeugen, die Wellenlängen aufweisen, die innerhalb eines zweiten Wellenlängenbereichs liegen, werden diejenigen Strahlungsanteile 20, die den Schmiermittelfilm durchdringen an der Oberfläche 8, 8’, 8” des Bandes 3 mit unveränderter Wellenlänge reflektiert. Da der wenigstens eine, zur Detektion wenigstens eines physikalischen und/oder chemischen Phänomens des, vorzugsweise organischen, Schmiermittels 2 ausgebildete Sensor 7 aus schließlich die Intensität von elektromagnetischen Strahlungen detektiert, die Wellenlängen aufweisen, die im zweiten Wellenlängenbereich angesiedelt sind, verfälschen die reflektierten Erregerstrahlen 20 das Messergebnis nicht. Dazu umfasst der Sensor einen Filter 22.

Der erste Wellenlängenbereich umfasst im vorliegenden Ausgestaltungsbeispiel Wellenlängen zwischen 329 nm bis 416 nm, insbesondere im Bereich von 342 nm bis 411 nm, ganz insbesondere von 364 nm bis 407 nm. Der zweite Wellen längenbereich umfasst Wellenlängen zwischen 417 nm bis 576 nm, insbeson dere im Bereich von 419 nm bis 547 nm, ganz insbesondere von 420 nm bis 520 nm.

Aus Fig. 1 ist weiter erkennbar, dass die Erregereinrichtung 10 eine Steuerein heit 11 umfasst beziehungsweise mit einer Steuereinheit 11 in Wirkverbindung steht. Dabei ist die Steuereinheit 11 derart ausgebildet, dass sie die Erreger einrichtung 10 zur kontinuierlichen oder zur niedriggepulsten Ausstrahlung von elektromagnetischen Wellen ansteuert. Die Erregereinrichtung 10 und/oder die Steuereinrichtung 11 sind hierbei zur Ausstrahlung elektromagnetischer Strahlung 20 mit einer Wellenlänge oder einem Wellenlängenspektrum, das ausschließlich innerhalb des ersten Wellenlängenbereichs liegt, ausgebildet. Dabei ist die Erregereinrichtung 10 ferner zur Ausstrahlung einer gerichteten elektromagnetischen Strahlung, insbesondere zur Ausstrahlung von Licht, aus gebildet und umfasst dazu einen continuous-wave-Laser 12 oder einen quasi- continuous-wave-Laser 12’. Um die von dem wenigstens einen Sensor 7erfassten Daten besonders effektiv zur Überwachung und/oder zur Verbesserung des Schmierzustandes des Bandes 3 zum Transport von Pressgut 4 nutzen zu können weist die Vorrich tung 1 ferner eine Schnittstelle 13 zur Kommunikation mit einer Pressen- steuerungs- und/oder -regelungseinheit 14 auf. Dabei umfasst die Schnittstelle 13 wenigstens einen der wenigstens einen Sensoren 7 und/oder die Aus werteeinheit 9 und/oder die Eingangsschnittstelle 6 und/oder die Steuereinheit 11 oder steht mit wenigstens einem der Partner in Wirkverbindung. Im darge stellten Ausführungsbeispiel ist die Schnittstelle 13 und/oder die Pressen- steuerungs- und/oder -regelungseinheit 14 zusätzlich zur Kommunikation mit einer Analyseeinheit 15 zur Ermittlung von Umgebungsstrahlung mit Wellen längen innerhalb des zweiten Wellenlängenbereichs ausgebildet, dies kann bei spielsweise auch der Überprüfung der Messergebnisse dienen.

In Figur 3 ist eine kontinuierlich betreibbare Presse 5 zur Herstellung von Werk stoffplatten, wobei die Presse 5) eine Vorrichtung 1 zur Überwachung eines, durch ein, vorzugsweise organisches, Schmiermittel 2 beeinflussbaren Schmierzustandes eines umlaufenden anorganischen Bandes 3, welches zum Transport von Pressgut 4 und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut 4 ausgebildet ist, umfasst, wobei die Vorrichtung 1 eine Eingangs schnittstelle 6 aufweist, die zum wenigstens mittelbaren Empfangen wenigstens eines Signals von einem Sensor 7 ausgebildet ist, wobei der Sensor 7 zum Messen eines physikalischen und/oder eines chemischen Phänomens ausge bildet ist, das wenigstens mittelbar mit einem Schmiermittelzustand an einer Oberfläche 8, 8’, 8” des Bandes 3 zusammenhängt und die Vorrichtung 1 weiter eine Auswerteeinheit 9 zum Ermitteln eines Schmierparameters als Kenngröße für einen Schmiermittelzustand an der Oberfläche 8, 8’, 8” des Bandes 3 basierend auf dem wenigstens einen Signal des Sensors 7 umfasst, dargestellt, wobei die Vorrichtung 1 eine Erregereinrichtung 10 aufweist, die zur Einfluss- nähme auf das wenigstens eine, durch den Sensor 7 zu detektierende, physi kalische und/oder chemische Phänomen des Schmiermittels 2 ausgebildet ist. Die kontinuierlich betreibbare Presse 5 umfasst ferner eine steuerbare und/oder regelbare Auftragseinheit 18 zum vorzugsweise über die Breite Y des Bandes 3 abschnittsweise dosierbaren Aufträgen von, vorzugsweise organischem, Schmiermittel 2 und die Auftragseinheit 18 in Abhängigkeit von dem durch den Sensor 7 zu detektierenden, physikalischen und/oder chemischen Phänomen des Schmiermittels 2 steuerbar und/oder regelbar ist.

Die in den Fig. 1 und 2 näher beschriebene Vorrichtung 1 zur Überwachung eines, durch ein Schmiermittel 2) beeinflussbaren Schmierzustandes des umlaufenden Bandes 3 zum Transport von Pressgut 4 und zur Übertragung eines Pressdrucks auf das Pressgut 4 innerhalb der kontinuierlich betreibbaren Presse 5 zur Herstellung von zunächst bahnwarenförmigen Werkstoffplatten ist dabei über die, in Y-Richtung verlaufende, Arbeitsbreite der dargestellten Presse 5 winklig zur Laufbahn (Pfeilrichtung) der von ihr produzierten Bahnware (bahnwarenförmige Werkstoffplatte) bewegbar und umfasst eine Konditio nierungseinrichtung 17, insbesondere zur Kühlung der Erregereinrichtung 10.