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Title:
DEVICE AND METHOD FOR STEAM DISINFECTION OF PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/228415
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for steam disinfecting products, comprising a treatment chamber (7) with an evaporation pan (3) which is arranged within the treatment chamber (7) and can be filled with a liquid to be evaporated. The evaporation pan (3) can be heated by means of a heating device (4) and a liquid contained therein can be evaporated. A drying air flow can be generated by means of a fan unit (8) and is directed onto the evaporation pan (3) via a fan duct (12) connected to the fan unit (8) in the treatment chamber (7), the fan duct (12) having an outlet opening (13) located in the treatment chamber (7) for the out-flowing drying air flow. A non-return element (15) is arranged in the fan duct (12) and prevents water vapor generated by the evaporation pan (3) from getting from the evaporation pan (3) to the fan unit (8). During an evaporation process, the fan unit (8) is switched off and the fan duct (12) is blocked by means of the non-return element (15). During a subsequent drying process, the fan unit (8) is switched on and the non-return element (15) of the fan duct (12) is opened for the drying air flow. During the operation of the fan unit (8), the evaporation pan (3) is heated to a temperature above the predetermined minimum temperature using the heating device (4).

Inventors:
LINDER, Frieder (DE)
SAUER, Harald (DE)
KRÜGER, Alexander Peter (DE)
HECKMANN, Michael Markus (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/065290
Publication Date:
November 18, 2021
Filing Date:
June 03, 2020
Export Citation:
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Assignee:
LINDER, Frieder (DE)
SAUER, Harald (DE)
KRÜGER, Alexander Peter (DE)
HECKMANN, Michael Markus (DE)
International Classes:
A61L2/07; A61L2/24; F26B3/04; F26B21/06
Attorney, Agent or Firm:
HABERMANN INTELLECTUAL PROPERTY PARTNERSCHAFT VON PATENTANWÄLTEN MBB (DE)
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Claims:
PA T E N TA N S P R Ü C H E

1. Vorrichtung (1) zur Dampfdesinfektion von Produkten mit einer Behandlungskammer (7), mit einer innerhalb der Behandlungskammer (7) angeordneten Verdampfungswanne (3), die mit einer zu verdampfenden Flüssigkeit befüllbar ist, mit einer Heizvorrichtung (4), mit welcher die Verdampfungswanne

(3) erhitzt und eine darin befindliche Flüssigkeit verdampft werden kann, und mit einer Gebläseeinrichtung (8), mit welcher eine Trocknungsluftströmung erzeugt werden kann, die über einen mit der Gebläseeinrichtung (8) verbundenen Gebläsekanal (12) in der Behandlungskammer (7) auf die Verdampfungswanne (3) gerichtet ist, wobei der Gebläsekanal

(12) eine in der Behandlungskammer (7) angeordnete Mündungsöffnung (13) für die ausströmende

Trocknungsluftströmung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gebläsekanal (12) eine Rückstromsperreinrichtung (15) angeordnet ist, mit welcher ein von der Verdampfungswanne (3) zu der Gebläseeinrichtung (8) gerichtetes Eindringen eines mit der Verdampfungswanne (3) erzeugten Flüssigkeitsdampfs verhindert werden kann.

2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstromsperreinrichtung (15) eine Sperrklappe (16) aufweist, die verlagerbar innerhalb des Gebläsekanals (12) angeordnet ist und in einer Öffnungsstellung eine von der Gebläseeinrichtung (8) erzeugte Trocknungsluftströmung in die Behandlungskammer (7) strömen lässt, während in einer Schließstellung der Gebläsekanal (12) versperrt ist. 3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklappe (16) schwenkbar angeordnet und selbsttätig oder federkraftbetätigt in die Schließstellung verschwenkbar ist.

4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklappe (16) mit einer automatisierbaren Betätigungseinrichtung in die Schließstellung verlagerbar ist.

5. Vorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Temperaturmesseinrichtung aufweist, mit welcher ein Temperaturbereich der Verdampfungswanne (3) gemessen werden kann.

6. Vorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen wärmeleitend mit der Verdampfungswanne (3) verbundenen ersten Bimetallschalter (21) aufweist, mit welchem ein Betrieb der Heizvorrichtung (4) der Verdampfungswanne (3) unterbrochen werden kann, sobald eine Temperatur der Verdampfungswanne (3) über einen vorgegebenen Maximalwert ansteigt.

7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen zweiten Bimetallschalter (22) aufweist, der redundant zu dem ersten Bimetallschalter (21) wärmeleitend mit der Verdampfungswanne (3) verbunden ist.

8. Vorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Steuereinrichtung (19) aufweist, mit welcher die Heizvorrichtung (4) und die Gebläseeinrichtung (8) gesteuert werden können.

9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (19) eine Auswerteeinrichtung (20) aufweist, mit welcher ein Messsignal einer Sensoreinrichtung (25) ausgewertet und nach einem Verdampfungsvorgangsende die Gebläseeinrichtung (8) in Betrieb genommen werden kann.

10. Verfahren zur Dampfdesinfektion von Produkten in einer Behandlungskammer (7), wobei die Produkte in der Behandlungskammer (7) über eine Behandlungsdauer hinweg einem erhitzten Flüssigkeitsdampf ausgesetzt werden, der in einer mit einer Heizvorrichtung (4) erhitzbaren Verdampfungswanne

(3) erzeugt wird, und anschließend mit einer Trocknungsluftströmung getrocknet werden, die von einer Gebläseeinrichtung (8) durch einen Gebläsekanal (12) in die Behandlungskammer (7) eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass während der Behandlungsdauer die Gebläseeinrichtung (8) abgeschaltet ist und der Gebläsekanal (12) mit einer Rückstromsperrvorrichtung (15) versperrt ist, und dass nach einem Ablauf der Behandlungsdauer die Gebläseeinrichtung (8) eingeschaltet wird und die Rückstromsperrvorrichtung (15) den Gebläsekanal (12) für die Trocknungsluftströmung öffnet, und dass während des Betriebs der Gebläseeinrichtung (8) die Verdampfungswanne (3) mit der Heizvorrichtung (4) über eine vorgegebene Minimaltemperatur erhitzt wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungsluftströmung aus einer Mündungsöffnung (13) des Gebläsekanals (12) in Richtung der Verdampfungswanne (3) gerichtet wird und sich anschließend in der Behandlungskammer (7) verteilt. 12. Verfahren nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Sensoreinrichtung (25) ein vorgegebener Maximalwert der Temperatur der Verdampfungswanne (3) gemessen und dadurch der Ablauf der Behandlungsdauer ermittelt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ablauf einer vorgebbaren Trocknungsdauer die Gebläseeinrichtung (8) und die Heizvorrichtung (4) abgeschaltet werden.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Verfahrens eine Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 verwendet wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Dampfdesinfektion von Produkten

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Dampfdesinfektion von Produkten mit einer Behandlungskammer, mit einer innerhalb der Behandlungskammer angeordneten

Verdampfungswanne, die mit einer zu verdampfenden Flüssigkeit befüllbar ist, mit einer Heizvorrichtung, mit welcher die Verdampfungswanne erhitzt und eine darin befindliche Flüssigkeit verdampft werden kann, und mit einer Gebläseeinrichtung, mit welcher eine Trocknungsluftströmung erzeugt werden kann, die über einen mit der Gebläseeinrichtung verbundenen Gebläsekanal in der Behandlungskammer auf die Verdampfungswanne gerichtet ist, wobei der Gebläsekanal eine in der Behandlungskammer angeordnete Mündungsöffnung für die ausströmende Trocknungsluftströmung aufweist.

Derartige Vorrichtungen werden beispielsweise in Krankenhäusern oder in Arztpraxen zur Desinfektion von medizinischen Geräten verwendet. Es ist ebenfalls möglich, mit derartigen Vorrichtungen vollständige Schutzbekleidungen oder einzelne Teile davon wie beispielsweise Handschuhe oder Gesichtsmasken zu desinfizieren und vor einer erneuten Wiederverwendung zu entkeimen.

Aus der Praxis sind Vorrichtungen mit einer großvolumigen Behandlungskammer bekannt, die in einem schrankartigen Gehäuse angeordnet ist. Derartige Vorrichtungen eignen sich für die Dampfdesinfektion einer großen Anzahl von Produkten. Dabei kann eine Desinfektion von in der Behandlungskammer angeordneten Produkten mit heißem Dampf bei Überdruck, aber auch bei Unterdrück durchgeführt werden. Der Erwerb und der Betrieb derartiger Vorrichtungen ist jedoch mit hohen Kosten verbunden .

Aus der Praxis sind auch kleinere, beziehungsweise kostengünstig erhältliche Vorrichtungen zur Dampfdesinfektion bekannt. Beispielsweise in EP 2763 705 Bl ist eine Vorrichtung zum Hygienisieren und Trocknen von Produkten beschrieben, bei der eine Verdampfungswanne in einer Behandlungskammer angeordnet ist, wobei die Vorrichtung auf einem Tisch angeordnet und betrieben werden kann. Eine derartige Vorrichtung benötigt lediglich einen Anschluss an ein Hausstromnetz und kann im Bedarfsfall rasch aufgestellt und in Betrieb genommen werden.

In EP 3409 298 Al wird eine abweichend ausgestaltete Variante einer derartigen Vorrichtung zum Hygienisieren und Trocknen von Produkten gezeigt und beschrieben, bei der die Gebläseeinrichtung nicht unterhalb der Verdampfungswanne, sondern neben der Verdampfungswanne angeordnet ist. Eine mit der Gebläseeinrichtung erzeugte Trocknungsluftströmung wird oberhalb der Verdampfungswanne seitlich in die Behandlungskammer eingeführt und auf die beheizbare Verdampfungswanne gerichtet. Während eines Betriebs dieser Vorrichtung wird die Verdampfungswanne mit einer elektrischen Heizvorrichtung erhitzt und gleichzeitig mit der Gebläseeinrichtung eine Luftströmung in die Behandlungskammer eingeblasen. Die in EP 3409 298 Al beschriebene Vorrichtung lässt sich ausschließlich in einem einzigen Betriebsmodus betreiben, bei welchem sowohl die Verdampfungswanne erhitzt als auch mit der Gebläseeinrichtung eine Luftströmung in die Behandlungskammer zugeführt wird.

Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die

Desinfektionswirkung eines Flüssigkeitsdampfes, der durch das Verdampfen einer Flüssigkeit in der erhitzten Verdampfungswanne erzeugt wird, durch die gleichzeitig eingeblasene Luftströmung merklich herabgesetzt wird, da die aus der Umgebungsluft angesaugte Luftströmung vorab nicht gesondert erhitzt wird und deshalb deutlich kühler als der Flüssigkeitsdampf in der Behandlungskammer ist, der dadurch stark abgekühlt wird und seine desinfizierende Wirkung verliert.

Es wird deshalb als eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung angesehen, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung so ausgestalten, dass mit möglichst einfachen Mitteln eine zuverlässige Dampfdesinfektion von Produkten in der Behandlungskammer durchgeführt werden kann, und anschließend eine möglichst rasche Trocknung der während der Dampfdesinfektion behandelten Produkte durchgeführt werden kann. Zudem soll der Betrieb der Vorrichtung möglichst zuverlässig möglich sein und eine wirksame Dampfdesinfektion von Produkten erfolgen können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in dem Gebläsekanal eine Rückstromsperreinrichtung angeordnet ist, mit welcher ein von der Verdampfungswanne zu der Gebläseeinrichtung gerichtetes Eindringen eines mit der Verdampfungswanne erzeugten Flüssigkeitsdampfs verhindert werden kann. Es hat sich gezeigt, dass es für einen zuverlässigen Betrieb der Vorrichtung vorteilhaft ist, dass die Gebläseeinrichtung während einer Behandlungsdauer der Produkte mit dem verdampften Flüssigkeitsdampf ausgeschaltet ist und während der Dampfdesinfektion der Produkte keine kühle Trocknungsluftströmung in die Behandlungskammer eingeblasen wird. Bei der vorgegebenen konstruktiven Anordnung der Gebläseeinrichtung, die über den Gebläsekanal die Trocknungsluftströmung der Behandlungskammer zuführt, wobei der Gebläsekanal oberhalb der Verdampfungswanne in die Behandlungskammer hinein ragt und eine oberhalb der Verdampfungswanne angeordnete Mündungsöffnung aufweist, lässt sich jedoch bei den herkömmlichen Vorrichtungen nicht vermeiden, dass während der Behandlungsdauer der Produkte mit dem Flüssigkeitsdampf ein Teil des Flüssigkeitsdampfes in den Gebläsekanal eindringt und in einer der

Trocknungsluftströmung entgegen gesetzten Richtung bis zu der Gebläseeinrichtung gelangt. Die Gebläseeinrichtung und insbesondere ein in der Gebläseeinrichtung vorhandener Ansaugfilter würden dann mit dem Flüssigkeitsdampf in Kontakt kommen. Ein sich aus dem abkühlende Flüssigkeitsdampf niederschlagendes Flüssigkeitskondensat würde sich nicht nur an Innenwänden des Gebläsekanals ansammeln, sondern auch in der Gebläseeinrichtung und insbesondere in dem Ansaugfilter ansammeln, sodass dort mit der Zeit eine erhebliche Kondensatmenge anfällt. Dadurch kann die Funktionsfähigkeit der Gebläseeinrichtung erheblich beeinträchtigt werden. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein bereits abgekühlter Flüssigkeitsdampf, der in den Gebläsekanal eindringt und bis zu der Gebläseeinrichtung und dem Ansaugfilter gelangt, Keime und gegebenenfalls Bakterien oder Viren von den zu desinfizierenden Produkten enthält, die sich dann in dem Ansaugfilter und in der Gebläseeinrichtung ansammeln können, sodass bei einem Betrieb der Gebläseeinrichtung während eines Trocknungsvorgangs eine erneute Kontamination der zuvor mit dem erhitzten Flüssigkeitsdampf desinfizierten Produkte erfolgt.

Um das unerwünschte Eindringen des erhitzten Flüssigkeitsdampfs in den Gebläsekanal bis zu der Gebläseeinrichtung zuverlässig verhindern zu können ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass in dem Gebläsekanal eine Rückstromsperreinrichtung angeordnet ist, mit welcher das unerwünschte Eindringen des Flüssigkeitsdampfs verhindert werden kann. Während eines Betriebs der Gebläseeinrichtung, währenddessen die Trocknungsluftströmung erzeugt und durch den Gebläsekanal in die Behandlungskammer hinein und auf die Verdampfungswanne gerichtet werden soll, befindet sich die Rückstromsperreinrichtung in einem geöffneten Zustand, in welchem der Gebläsekanal für die hindurch strömende Trocknungsluftströmung weitestgehend freigegeben ist. Falls die Gebläseeinrichtung nicht in Betrieb ist, oder zumindest während der Behandlungsdauer und dem Verdampfen von Flüssigkeit in der Verdammungswanne befindet sich die Rückstromsperreinrichtung jedoch in einem geschlossenen Zustand und verschließt den Gebläsekanal zuverlässig, sodass kein Flüssigkeitsdampf über die Rückstromsperreinrichtung hinweg bis zu der Gebläseeinrichtung gelangen kann.

Eine Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass die Rückstromsperreinrichtung eine Sperrklappe aufweist, die verlagerbar innerhalb des Gebläsekanals angeordnet ist und in einer Öffnungsstellung eine von der Gebläseeinrichtung erzeugte Trocknungsluftströmung in die Behandlungskammer strömen lässt, während in einer Schließstellung der Sperrklappe der Gebläsekanal versperrt ist. Die Sperrklappe kann dabei entweder innerhalb des Gebläsekanals schwenkbar oder aber linear, beziehungsweise längs einer vorgegebenen Trajektorie beispielsweise entlang eines Kreisbogensegments in den Gebläsekanal hinein und aus dem Gebläsekanal heraus verlagerbar sein. Die Sperrklappe kann gegebenenfalls manuell betätigbar sein. Es ist ebenfalls denkbar, dass die Sperrklappe mittels einer Aktoreinrichtung zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung verlagert werden kann.

Es ist optional vorgesehen, dass die Sperrklappe schwenkbar angeordnet und selbsttätig oder federkraftbetätigt in die Schließstellung verschwenkbar ist. Eine selbsttätig verschwenkbare Sperrklappe ist aus verschiedenen Anwendungsbereichen wie beispielsweise bei Rückstromsperreinrichtungen in Abgasanlagen bekannt. Die Sperrklappe ist dabei so ausgestaltet und angeordnet, dass die Sperrklappe durch deren Eigengewicht selbsttätig in die Schließstellung verschwenkt und den Gebläsekanal dadurch verschließt, während die Sperrklappe durch den anströmende Trocknungsluftströmung bereits bei einer geringen Druckdifferenz in die Öffnungsstellung verschwenkt wird und den Gebläsekanal dadurch freigibt. Gegebenenfalls kann die Sperrklappe auch über eine geeignete Federeinrichtung betätigt, beziehungsweise insbesondere in die Schließstellung gezogen werden. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass die Sperrklappe erst bei einer durch die Federeinrichtung vorgegebenen Druckdifferenz in die Öffnungsstellung verschwenkt werden kann und keine unerwünschte Öffnung und Freigabe des Gebläsekanals erfolgt, sofern die Gebläseeinrichtung nicht in Betrieb ist.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass die Sperrklappe mit einer automatisierbaren Betätigungseinrichtung in die Schließstellung verlagerbar ist. Die automatisierbare Betätigungseinrichtung kann beispielsweise ein Magnetschalter oder ein elektrisch betriebener Schrittmotor sein. Durch die Verwendung einer automatisierbaren Betätigungseinrichtung kann der Betrieb der Betätigungseinrichtung, beziehungsweise die Verlagerung der Sperrklappe zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung automatisiert vorgegeben werden. Dadurch wird auch eine weitgehend oder vollständig automatisierte Durchführung der Dampfdesinfektion sowie einer anschließenden Trocknung der dampfdesinfizierten Produkte ermöglicht. Aus der Praxis sind auch andere automatisierbaren Betätigungseinrichtungen bekannt, die als Betätigungseinrichtung für die Sperrklappe verwendet werden können.

Es ist ebenfalls denkbar, dass eine automatisierbare Betätigungseinrichtung mit einer Federeinrichtung oder mit einer selbsttätigen Rückstellung der Sperrklappe kombiniert ist. So kann beispielsweise die Sperrklappe mit einer Feder in eine geöffnete Öffnungsstellung gedrückt oder gezogen werden, und mit Hilfe einer Magnetspule, bzw. eines Magnetschalters entgegen der Federkraft oder des Eigengewichts in die den Gebläsekanal verschließenden Schließstellung verlagert werden. Für eine wirksame Dampfdesinfektion ist es vorteilhaft, wenn die zunächst über die Behandlungsdauer hinweg mit dem Flüssigkeitsdampf desinfizierten Produkte anschließend ausreichend getrocknet werden, um zu verhindern, dass die Desinfektionswirkung durch noch feuchte Produkte, die nach einer Dampfdesinfektion der Vorrichtung entnommen werden, oder durch Flüssigkeitsreste, die den Produkten noch anhaften, beeinträchtigt wird, oder dass die Produkte anschließend außerhalb der Behandlungskammer langwierig trocknen müssen. Die für eine zuverlässige Dampfdesinfektion erforderliche Behandlungsdauer kann dabei für unterschiedliche Produkte verschieden lang sein. Um für das im Einzelfall zu desinfizierende Produkt nach der gewünschten Behandlungsdauer automatisiert einen anschließenden Trocknungsvorgang einleiten zu können ist es gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Temperaturmesseinrichtung aufweist, mit welcher ein Temperaturbereich der Verdampfungswanne gemessen werden kann. Es hat sich gezeigt, dass während eines Behandlungsvorgangs und der dabei durch die Heizvorrichtung erzwungenen Verdampfung von Flüssigkeit in der Verdampfungswanne eine Temperatur der Verdampfungswanne etwa 100 Grad Celsius beträgt, während diese Temperatur nach einem restlosen Verdampfen der in die Verdampfungswanne eingefüllten Flüssigkeit rasch ansteigt. Dieser Temperaturanstieg kann mit der Temperaturmesseinrichtung gemessen werden und als Auslöser für einen sich an die Behandlungsdauer mit der verdampfenden Flüssigkeit anschließenden Trocknungsvorgang verwendet werden. Die Heizeinrichtung muss dabei lediglich dazu geeignet sein, die Verdampfungswanne deutlich über 100 Grad Celsius erhitzen zu können. Dies ist bei vielen handelsüblich erhältlichen Heizvorrichtungen ohne weiteres möglich.

Durch die Verwendung einer Temperaturmesseinrichtung ist es möglich, die gewünschte Behandlungsdauer der

Dampfdesinfektion durch die Befüllung der Verdampfungswanne mit einer entsprechenden Menge von Flüssigkeit vorzugeben.

Die Behandlungsdauer entspricht dann der Zeitdauer, die für das vollständige Verdampfen der in die Verdampfungswanne eingefüllten Flüssigkeitsmenge erforderlich ist. Sobald die Flüssigkeit vollständig verdampft ist und ein Temperaturwert der von der Heizvorrichtung erhitzten Verdampfungswanne deutlich über 100 Grad Celsius ansteigt, kann die Dampfdesinfektion der Produkte beendet und der anschießende Trocknungsvorgang eingeleitet werden, indem die Gebläseeinrichtung eingeschaltet und eine in die Behandlungskammer einströmende Trocknungsluftströmung erzeugt wird.

Die Temperaturmesseinrichtung kann beispielsweise ein temperatursensitiver Sensor mit einem Mikrokontroller sein, der die Messsignale des temperatursensitiven Sensors auswertet. Die Temperaturmesseinrichtung kann ein Thermoelement aufweisen und innerhalb eines

Temperaturbereichs zwischen etwa 0 Grad Celsius und 150 Grad Celsius eine vergleichsweise präzise und auf weniger als einige Grad Celsius genaue Temperaturmessung ermöglichen.

Einer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass die Vorrichtung einen wärmeleitend mit der Verdampfungswanne verbundenen ersten Bimetallschalter aufweist, mit welchem ein Betrieb der Heizvorrichtung der Verdampfungswanne unterbrochen werden kann, sobald eine Temperatur der Verdampfungswanne über einen vorgegebenen Maximalwert ansteigt. Der erste Bimetallschalter kann beispielsweise an einer Unterseite der Verdampfungswanne angeordnet werden und dadurch ausgelöst werden, dass ein Temperaturwert der Verdampfungswanne über einen durch die Ausgestaltung des ersten Bimetallschalters vorgegebenen Maximalwert ansteigt, bei welchem sich der Bimetallschalter verformt und dadurch einen Stromkreis der Heizvorrichtung unterbricht, sodass die Heizvorrichtung abgeschaltet wird und eine Erhitzung der Verdampfungswanne über den Maximalwert ansteigt, der durch den ersten Bimetallschalter vorgegeben ist. Der erste Bimetallschalter weist lediglich zwei verschiedene Schaltzustande auf, sodass keine aufwendige Messsignalverarbeitung für die Auswertung von Messsignalen des ersten Bimetallschalters erforderlich ist. Ein geeigneter erster Bimetallschalter ist handelsüblich erhältlich und kann mit geringem Aufwand zur Ansteuerung der Heizvorrichtung eingesetzt und verwendet werden. Der erste Bimetallschalter kann in einem Stromkreis für die Heizvorrichtung so angeordnet sein, dass bei einer Erhitzung der Verdampfungswanne über einen durch den ersten Bimetallschalter vorgegebenen Maximalwert der erste Bimetallschalter seinen Schaltzustand ändert und diesen Stromkreis unterbricht, sodass die Heizvorrichtung durch den ersten Bimetallschalter abgeschaltet wird und die Verdampfungswanne abkühlt. Sobald die Temperatur der Verdampfungswanne unter einen ebenfalls durch den ersten Bimetallschalter vorgegebenen Minimalwert fällt, verformt sich der erste Bimetallschalter wieder und der Stromkreis für die Heizvorrichtung wird wieder geschlossen, sodass die Heizvorrichtung wieder die Verdampfungswanne erhitzt. Die Verwendung eines ersten Bimetallschalters zur Unterbrechung des Stromkreises der Heizvorrichtung hat gegenüber anderen Steuerungsmöglichkeiten den Vorteil, dass in Abhängigkeit von der Temperatur eine mechanische Unterbrechung des Stromkreises für die Heizvorrichtung erfolgt und dadurch Fehler ausgeschlossen werden können, wie sie beispielsweise bei einer Auswertung von Sensoren mit einer Mikrocontrollerschaltung nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

Im Hinblick auf eine möglichst hohe Betriebssicherheit und das angestrebte Ausschließen einer unerwünschten Überhitzung der Heizvorrichtung bzw. der damit beheizten Verdampferwanne ist vorgesehen, dass die Vorrichtung einen zweiten Bimetallschalter aufweist, der redundant zu dem ersten Bimetallschalter wärmeleitend mit der Verdampfungswanne verbunden ist. Der zweite Bimetallschalter kann dieselben Auslöseeigenschaften wie der erste Bimetallschalter aufweisen und in Reihe zu dem ersten Bimetallschalter in dem Stromkreis der Heizvorrichtung angeordnet sein, sodass bei einer Erhitzung der Verdampferwanne über den vorgegebenen maximalen Temperaturwert beide Bimetallschalter auslösen und bereits nach dem ersten Auslösen eines der beiden Bimetallschalter der Stromkreis unterbrochen wird. Die beiden Bimetallschalter bewirken damit eine redundante Überwachung und Vermeidung der unerwünschten Überschreitung einer Maximaltemperatur.

Es kann auch vorgesehen sein, dass zusätzlich zu den beiden Bimetallschaltern eine gesonderte Sicherungseinrichtung zur Vermeidung einer Überhitzung vorgesehen ist. So kann beispielsweise eine Schmelzdrahtsicherung in dem Stromkreis der Heizvorrichtung angeordnet sein und den Stromkreis unterbrechen, falls der Stromfluss einen durch die Schmelzdrahtsicherung vorgegebenen Maximalwert übersteigt. Es sind auch andere Sicherungseinrichtungen bekannt und handelsüblich erhältlich, mit denen unabhängig von einem üblicherweise reversibel ausgelegten Bimetallschalter eine einmalige und dauerhafte Unterbrechung des Stromkreises bewirkt werden kann.

Es ist im Hinblick auf eine möglichst weitgehende Automatisierung des Betriebs der Vorrichtung optional vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Steuereinrichtung aufweist, mit welcher die Heizvorrichtung und die Gebläseeinrichtung gesteuert werden können. Vorzugsweise weist die Steuereinrichtung eine Auswerteeinrichtung auf, mit welcher ein Messsignal einer Sensoreinrichtung ausgewertet und nach einem Verdampfungsvorgangsende die Gebläseeinrichtung in Betrieb genommen werden kann. Grundsätzlich können der Betrieb der Heizvorrichtung und der Gebläseeinrichtung auch jeweils manuell vorgegeben und beispielsweise durch die Betätigung entsprechender Schalter aktiviert werden. Da die Behandlungsdauer von Produkten für eine zuverlässige Dampfdesinfektion jedoch üblicherweise mehrere Minuten betragen soll und auch die anschließende Trocknung der Produkte regelmäßig mehrere Minuten und bis zu einer halben Stunde oder länger andauert, würde jeweils in Abständen von einigen Minuten eine manuelle Betätigung der Heizvorrichtung und der Gebläseeinrichtung und damit ein aktiver Eingriff eines Benutzers erforderlich werden, was den Nutzungskomfort einer derartigen Vorrichtung mindert. Mit einer in geeigneter Weise eingerichteten und betriebenen Steuereinrichtung kann insbesondere in Verbindung mit der Auswerteeinrichtung zunächst die Behandlung der Produkte mit dem erhitzten Flüssigkeitsdampf erfolgen und anschließend automatisiert ein Trocknungsvorgang eingeleitet werden. Die Dauer der Behandlung der Produkte mit erhitztem Flüssigkeitsdampf kann entweder mit einer gesonderten Zeitschaltuhr oder aber durch die Füllmenge von Flüssigkeit, die vor Beginn des Verdampfungsvorgangs in die Verdampfungswanne eingefüllt wird, in einfacher Weise vorgegeben werden. Mit der Auswerteeinrichtung kann automatisiert das Ende des Verdampfungsvorgangs erfasst und die Vorrichtung in den Trocknungsmodus versetzt werden. Zu diesem Zweck kann beispielsweise eine nach dem vollständigen Verdampfen der Flüssigkeit erfolgende Veränderung der Temperatur der Verdampfungswanne mit einer

Temperaturmesseinrichtung überwacht und anhand eines starken Temperaturanstiegs, wie er nach dem Verdampfen der Flüssigkeit erfolgt, das Ende des Verdampfungsvorgangs ermittelt werden. Es ist ebenfalls möglich, mit einem geeigneten Sensor den Stromfluss durch den Stromkreis der Heizvorrichtung zu erfassen und das erste Auslösen eines Bimetallschalters, mit welchem dieser Stromkreis unterbrochen und der Stromfluss schlagartig beendet wird, als Ende des Verdampfungsvorgangs anzusehen. Die Erfassung des Stromflusses kann vorzugsweise berührungslos erfolgen und beispielsweise mit Hilfe einer Messspule oder eines Hallsensors durchgeführt werden. Eine berührungslose bzw. galvanisch getrennte Erfassung einer das Ende des Verdampfungsvorgangs anzeigenden Veränderung des Stromflusses hat den Vorteil, dass die Auswerteeinrichtung nicht elektrisch leitend mit einem mit 230 V betriebenen Stromkreis oder mit Leistungselektronikkomponenten für den Betrieb der Vorrichtung und insbesondere der Heizvorrichtung verbunden ist. Die Dauer des Trocknungsvorgangs kann wiederum durch eine manuell betätigbare Zeitschaltuhr oder eine entsprechende elektronische Steuerung vorgegeben werden.

Um den Trocknungsvorgang zu beschleunigen ist es in vorteilhafter Weise vorgesehen, dass die

Trocknungsluftströmung zusätzlich erwärmt wird, mit welcher der Trocknungsvorgang unterstützt und beschleunigt wird. Zu diesem Zweck kann die Verdampfungswanne während des Trocknungsvorgangs weiter erhitzt und auf einem hohen Temperaturniveau gehalten werden. Die durch den Gebläsekanal hindurch strömende und aus der Mündungsöffnung in Richtung der Verdampfungswanne ausströmende Trocknungsluftströmung streicht dann an der erhitzten Verdampfungswanne entlang, nimmt Wärmeenergie auf und erhitzt sich dabei. Ein gesonderte Heizvorrichtung für die mit der Gebläseeinrichtung erzeugte Trocknungsluftströmung ist demzufolge nicht erforderlich. Dadurch ist eine besonders kostengünstige Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Dampfdesinfektion von Produkten in einer Behandlungskammer, wobei die Produkte in der Behandlungskammer über eine Behandlungsdauer hinweg einem erhitzten Flüssigkeitsdampf ausgesetzt werden, der in einer mit einer Heizvorrichtung erhitzbaren Verdampfungswanne erzeugt wird, und anschließend mit einer Trocknungsluftströmung getrocknet werden, die von einer Gebläseeinrichtung durch einen Gebläsekanal in die Behandlungskammer eingeleitet wird. Das beispielsweise in EP 3 409 298 Al beschriebene Verfahren setzt voraus, dass die Gebläseeinrichtung auch während der Behandlungsdauer der Produkte mit dem erhitzten Flüssigkeitsdampf hinweg betrieben wird und dadurch ein Trocknungsluftstrom in die Behandlungskammer eingeblasen wird. Es hat sich jedoch gezeigt, dass dadurch eine zuverlässige Dampfdesinfektion beeinträchtigt werden kann, da durch die in die Behandlungskammer eingeblasene Trocknungsluftströmung die Temperatur des erhitzten Flüssigkeitsdampfes erheblich verringert wird.

Eine gesonderte Erhitzung der Trocknungsluftströmung, die von der Gebläseeinrichtung erzeugt und durch den Gebläsekanal in die Behandlungskammer eingeblasen wird, wäre mit einem erheblichen zusätzlichen konstruktiven Aufwand verbunden. Das in EP 3409 298 Al beschriebene Verfahren sollte deshalb nach Möglichkeit so verändert werden können, dass eine möglichst einfache und kostengünstige Dampfdesinfektion von Produkten und eine anschließende Trocknung der Produkte ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass während der Behandlungsdauer der Dampfdesinfektion die Gebläseeinrichtung abgeschaltet ist und der Gebläsekanal mit einer Rückstromsperrvorrichtung versperrt ist, dass nach einem Ablauf der Behandlungsdauer die Gebläseeinrichtung eingeschaltet wird und die Rückstromsperrvorrichtung den Gebläsekanal für die Trocknungsluftströmung öffnet, und dass während des Betriebs der Gebläseeinrichtung die Verdampfungswanne mit der Heizvorrichtung über eine vorgegebene Minimaltemperatur erhitzt wird. Die Gebläseeinrichtung ist zweckmäßigerweise während der Behandlungsdauer der Produkte mit dem erhitzten Flüssigkeitsdampf abgeschaltet, so dass keine kühle Trocknungsluftströmung in die Behandlungskammer eingebracht wird und der erhitzte Flüssigkeitsdampf über die Behandlungsdauer hinweg eine Temperatur von nahezu 100 Grad Celsius aufweisen kann. Dadurch wird eine besonders zuverlässige Dampfdesinfektion der Produkte in der Behandlungskammer bewirkt.

Da die Gebläseeinrichtung während der Behandlungsdauer abgeschaltet ist, könnte ein Anteils des erhitzten Flüssigkeitsdampfes in den Gebläsekanal eindringen und zu der abgeschalteten Gebläseeinrichtung gelangen, wodurch diese durch dort sich ansammelndes Kondensat beeinträchtigt oder kontaminiert werden könnte. Um dies zu verhindern, wird erfindungsgemäß der Gebläsekanal während der Behandlungsdauer mit der im erhitzten Flüssigkeitsdampf mit Hilfe der Rückstromsperrvorrichtung versperrt, so dass kein Flüssigkeitsdampf über die Rückstromsperrvorrichtung hinweg durch den Gebläsekanal bis zu der Gebläseeinrichtung gelangen kann.

Um den während eines anschließenden Trocknungsvorgangs von dem Gebläsekanal erzeugten Trocknungsluftstrom zu erhitzen, ohne dass eine zusätzliche gesonderte Heizvorrichtung für den Trocknungsluftstrom erforderlich wird, wird während des Betriebs der Gebläseeinrichtung die Verdampfungswanne mit der Heizvorrichtung erhitzt und dabei kontinuierlich über einer vorgegebenen Minimaltemperatur gehalten. Die durch den Gebläsekanal eingeblasene Trocknungsluftströmung erwärmt sich bei einem Kontakt mit der erhitzten Verdampfungswanne, so dass die Temperatur in der Behandlungskammer ansteigt und der Trocknungsvorgang dadurch beschleunigt wird. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Trocknungsluftströmung aus einer Mündungsöffnung des Gebläsekanals in Richtung der Verdampfungswanne gerichtet wird und sich anschließend in der Behandlungskammer verteilt. Durch die Ausrichtung der in die Behandlungskammer eingeblasenen Trocknungsluftströmung auf die Verdampfungswanne wird ein intensiver Kontakt der Trocknungsluftströmung mit der erhitzten Verdampfungswanne erzwungen und eine Erwärmung der Trocknungsluftströmung durch das Entlangstreichen an einer Oberfläche der Verdampfungswanne begünstigt.

Im Hinblick auf eine vorteilhafte Automatisierung des Verfahrensablaufs ist optional vorgesehen, dass mit einer Temperaturmesseinrichtung ein vorgegebener Maximalwert der Temperatur der Verdampfungswanne gemessen und dadurch der Ablauf der Behandlungsdauer ermittelt wird. Es ist ebenfalls denkbar, dass die Behandlungsdauer manuell mit einer Zeitschaltuhr vorgegeben werden kann. Eine derartige Vorgabe der Behandlungsdauer kann auch dadurch erfolgen, dass ein Benutzer bei dem Einschalten einer Vorrichtung, die für die Dampfdesinfektion verwendet wird, ein zu desinfizierendes Produkt aus einer vorgegebenen Anzahl von Produkten oder eine Produktmenge vorgibt, die während des anschließenden Behandlungsvorgangs mit dem erhitzten Flüssigkeitsdampf desinfiziert werden soll.

Zweckmäßigerweise ist optional vorgesehen, dass nach Ablauf einer vorgebbaren Trocknungsdauer die Gebläseeinrichtung und die Heizvorrichtung abgeschaltet werden. Das Verfahren kann dadurch durchgeführt und abgeschlossen werden, ohne dass ein weiterer Eingriff eines Benutzers erforderlich ist. Durch das Abschalten der Gebläseeinrichtung und der Heizvorrichtung nach einer vorgebbaren Trocknungsdauer kann Energie eingespart werden. Sollten einzelne desinfizierte Produkte noch nicht ausreichend trocken sein kann in einfacher Weise ein erneuter Trocknungsvorgang eingeleitet und eine zusätzliche Trocknungsdauer vorgegeben werden.

In besonders vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass zur Durchführung des Verfahrens eine vorangehend beschriebene Vorrichtung verwendet wird.

Nachfolgend wird ein exemplarisches Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens näher erläutert, welches in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:

Figur 1 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Dampfdesinfektion von Produkten,

Figur 2 ein Flussdiagramm für einen schematisch dargestellten Verfahrensablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Dampfdesinfektion von Produkten,

Figur 3 einen zeitlichen Temperaturverlauf einer mit einer Heizvorrichtung erhitzten Verdampfungswanne der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung, und

Figur 4 einen zeitlichen Temperaturverlauf einer zunächst mit einem erhitzten Flüssigkeitsdampf angereicherten und anschließend mit einer Trocknungsluftströmung beaufschlagten Luft in einer Behandlungskammer der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung . Eine in Figur 1 schematisch dargestellte Vorrichtung 1 zur Dampfdesinfektion von in Figur 1 nicht dargestellten Produkten weist ein Gehäuse 2 auf, in welchem eine Verdampfungswanne 3 angeordnet ist. Die Verdampfungswanne 3 ist wärmeübertragend mit einer unterhalb der

Verdampfungswanne 3 angeordneten Heizvorrichtung 4 verbunden. Mit der Heizvorrichtung 4 kann die Verdampfungswanne 3 erhitzt werden. Dabei ist die Heizvorrichtung 4 so ausgelegt und kann entsprechend derart betrieben werden, dass die Verdampfungswanne 3 auf eine Temperatur von mehr als 140 Grad Celsius erhitzt werden kann. In die Verdampfungswanne 3 kann eine Flüssigkeit eingefüllt werden, die während der Erhitzung der Verdampfungswanne 3 durch die Heizvorrichtung 4 allmählich verdampft und dadurch einen aufsteigenden erhitzten Flüssigkeitsdampf bildet. Ein Gehäusedeckel 5 aus einem durchsichtigen Material kann auf eine die Verdampfungswanne 3 freigebende Öffnung 6 des Gehäuses 2 aufgesetzt werden und bildet oberhalb der Verdampfungswanne 3 eine von dem Gehäusedeckel 5 weitgehend verschlossene Behandlungskammer 7. Die zu desinfizierenden Produkte können in dieser Behandlungskammer 7 angeordnet werden.

In dem Gehäuse 2 ist seitlich neben der Verdampfungswanne 3 eine Gebläseeinrichtung 8 mit einem lediglich schematisch angedeuteten Lüfter 9 angeordnet. Bei einem Betrieb der Gebläseeinrichtung 8 wird eine Luftströmung durch einen Ansaugbereich 10 des Gehäuses 2 angesaugt, der sich in einem Bodenbereich des Gehäuses 2 befindet. Dadurch kann vermieden werden, dass beispielsweise bei einem Befüllvorgang der Verdampfungswanne 3 mit einer Flüssigkeitsmenge unbeabsichtigt Flüssigkeit über einen Ansaugbereich verschüttet wird und in die Gebläseeinrichtung 8 eindringen kann. Die durch den Ansaugbereich 10 im Boden des Gehäuses 2 angesaugte Umgebungsluft wird dann durch einen Ansaugfilter 11 geführt. Bei dem Ansaugfilter 11 kann es sich beispielsweise um einen Partikelfilter, beziehungsweise einen Schwebstofffilter handeln, mit welchem gegebenenfalls auch Viren und Bakterien aus der von außerhalb des Gehäuses 2 angesaugten Trocknungsluftströmung herausgefiltert werden können. Der Ansaugfilter 11 ist auswechselbar in dem Gehäuse 2 gelagert, so dass der Ansaugfilter 11 bei Bedarf ausgetauscht werden kann.

Die mit der Gebläseeinrichtung 8 angesaugte und dadurch erzeugte Trocknungsluftströmung wird anschließend durch einen Gebläsekanal 12 seitlich in die Behandlungskammer 7 eingeblasen. Dazu mündet der oberhalb der Verdampfungswanne 3 in die Behandlungskammer 7 ragende Gebläsekanal 12 mit einer Mündungsöffnung 13 unmittelbar an der Verdampfungswanne 3. Durch den Verlauf des Gebläsekanals 12 im Bereich der Mündungsöffnung 13 wird vorgegeben, dass die mit der Gebläseeinrichtung 8 erzeugte Trocknungsluftströmung auf die Verdampfungswanne 3 gerichtet wird und nach dem Austritt aus der Mündungsöffnung 13 an einer Oberfläche 14 der Verdampfungswanne 3 entlangströmt und sich dabei erwärmen kann.

In dem Gebläsekanal 12 ist eine lediglich schematisch angedeutete Rückstromsperrvorrichtung 15 angeordnet, die eine schwenkbar in dem Gebläsekanal 12 gelagerte Sperrklappe 16 aufweist. Die Sperrklappe 16 verschließt in einer Schließstellung den Gebläsekanal 12 und verhindert, dass ein durch eine Verdampfung von Flüssigkeit in der Verdampfungswanne 3 erzeugter Flüssigkeitsdampf durch den Gebläsekanal 12 hindurch bis zu der Gebläseeinrichtung 8 gelangen kann.

Die Sperrklappe 16 kann mit Hilfe eines Magnetschalters 17 betätigt und von einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung oder zurück verlagert werden. In einer Öffnungsstellung gibt die Sperrklappe 16 den Gebläsekanal 12 frei, so dass die mit der Gebläseeinrichtung 8 erzeugte Trocknungsluftströmung durch den Gebläsekanal 12 hindurch auf die Verdampfungswanne 3 geblasen und in die Behandlungskammer 7 eingebracht werden kann. Der Gehäusedeckel 5 weist Entlüftungsschlitze 18 auf, durch welche die in der Behandlungskammer 7 befindliche Luft während eines Betriebs der Vorrichtung 1 ausströmen kann, so dass ein Druckausgleich zwischen der Behandlungskammer 7 und der Umgebungsluft möglich ist.

Die Vorrichtung 1 weist eine Steuereinrichtung 19 und eine damit signalübertragend verbundene Auswerteeinrichtung 20 auf. Mit der Steuereinrichtung 19 kann der Betrieb der Gebläseeinrichtung 8 und der Betrieb der Heizvorrichtung 4 gesteuert werden. Mit der Steuereinrichtung 19 kann auch der Magnetschalter 17 zur Betätigung der

Rückstromsperrvorrichtung 15 angesteuert und betätigt werden. Mit der Steuereinrichtung 19 sind darüber hinaus ein erster Bimetallschalter 21 und ein zweiter Bimetallschalter 22 verbunden, die in Reihe mit der Heizvorrichtung 4 in einem Stromkreis angeordnet sind, welcher die Heizvorrichtung 4 während eines Heizvorgangs mit elektrischer Energie versorgt. Der erste Bimetallschalter 21 und der zweite Bimetallschalter 22 sind jeweils an einer der Behandlungskammer 7 abgewandten Außenfläche 23 der Verdampfungswanne 3 wärmeleitend festgelegt. Der erste Bimetallschalter 21 und der zweite Bimetallschalter 22 sind so dimensioniert, dass beide Bimetallschalter 21, 22 bei einer Erwärmung der Außenseite 23 der Verdampfungswanne 3 über 140 Grad Celsius hinweg von einem ersten Schaltzustand in einen zweiten Schaltzustand übergehen. Durch die Anordnung der beiden Bimetallschalter 21, 22 in Reihe entsteht dadurch eine redundante Abschaltung des Stromkreises für die Heizvorrichtung, sobald die Temperatur der Außenseite 23 der Verdampfungswanne 3 über eine vorgegebene Maximaltemperatur ansteigt. Bei einer Abkühlung der Außenseite 23 der Verdampfungswanne 3 unterhalb von 80° Celsius wechseln die beiden Bimetallschalter 21, 22 ihren Schaltzustand und der Stromkreis wird wieder geschlossen. Mit Hilfe der Auswerteeinrichtung 20 kann durch eine Sensoreinrichtung 24 der Stromfluss durch den Stromkreis der Heizvorrichtung 4 bzw. ein schlagartiger Abfall des Stromflusses bei dem Auslösen von mindestens einem Bimetallschalter 21, 22 festgestellt werden. Dieser schlagartige Abfall des Stromflusses bei einem erstmaligen Auslösen eines der beiden Bimetallschalter 21, 22 kann als Ende des Verdampfungsvorgangs angesehen werden und einen nachfolgenden Trocknungsvorgang einleiten. Mit einer zusätzlichen Sicherungseinrichtung 25, beispielsweise einer Schmelzdrahtsicherung, kann in Ergänzung zu den beiden Bimetallschaltern 21, 22 eine weitere Überwachung der Heizvorrichtung 4 erfolgen und eine unerwünschte Überhitzung der Heizvorrichtung 4 bzw. der Verdampfungswanne 3 verhindert werden.

In Figur 2 ist schematisch ein beispielhafter Verfahrensablauf für ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Dampfdesinfektion von Produkten dargestellt. Das erfindungsgemäße Verfahren kann mit der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung 1 durchgeführt werden.

In einem Vorbereitungsschritt 26 muss zunächst eine vorgegebene Menge einer Flüssigkeit in die Verdampfungswanne 3 eingefüllt werden. Die Flüssigkeit kann beispielsweise destilliertes Wasser sein. Die zu behandelnden Produkte werden in der Behandlungskammer 7 oberhalb der Verdampfungswanne 3 angeordnet und anschließend wird die Behandlungskammer 7 verschlossen.

In einem nachfolgenden Einschaltschritt 27 wird die Vorrichtung 1 beispielsweise durch eine Betätigung eines Schalters eingeschaltet oder es wird bei einer bereits eingeschalteten Vorrichtung 1 ein automatisiert ablaufendes Behandlungsverfahren in Gang gesetzt. Dabei wird zunächst eine Behandlung der in der Behandlungskammer 7 angeordneten Produkte zur Dampfdesinfektion eingeleitet.

Während eines Behandlungsschritts 28 wird mit der Heizvorrichtung 4 die Verdampfungswanne 3 erhitzt und die darin eingefüllte Flüssigkeit allmählich verdampft. Der erhitzte Flüssigkeitsdampf steigt auf und umgibt die in der Behandlungskammer 7 angeordneten Produkte, wodurch diese Produkte dampfdesinfiziert werden. Die Dauer des Behandlungsschritts, beziehungsweise die Behandlungsdauer wird durch die Menge der in die Verdampfungswanne 3 eingefüllten Flüssigkeit vorgegeben, die während des Behandlungsschritts verdampft. In vielen Fällen ist es zweckmäßig, dass die Behandlung der Produkte mit dem erhitzten Flüssigkeitsdampf über einen Zeitraum von mehreren Minuten, beispielsweise von 5 Minuten durchgeführt wird. Während des Behandlungsschritts 28 ist der Gebläsekanal 12 durch die Rückstromsperrvorrichtung 15 verschlossen, sodass kein erhitzter Flüssigkeitsdampf durch den Gebläsekanal 12 bis zu der Gebläseeinrichtung 8 und dem Ansaugfilter 11 gelangen kann.

Während des Betriebs der Heizvorrichtung 4 während des Behandlungsschritts 28 erwärmt sich die Verdampfungswanne 3 zunächst vergleichsweise rasch auf einen Temperaturwert von etwa 100 Grad Celsius, wie es bei dem schematisch dargestellten Temperaturverlauf in Figur 3 dargestellt ist. Dabei ist eine gemessene Temperatur der Verdampfungswanne 3 über einen zeitlichen Verlauf von mehreren Minuten dargestellt. Die Temperatur der Verdampfungswanne 3 steigt während der Verdampfung der Flüssigkeit nicht wesentlich über 100° Celsius an. Sobald die Flüssigkeit vollständig verdampft ist, steigt dagegen die Temperatur der Verdampfungswanne 3 rasch weiter an. Sobald die Temperatur der Verdampfungswanne 3 auf einen Temperaturwert oberhalb von 140 Grad Celsius ansteigt, lösen der erste Bimetallschalter 21 und der zweite Bimetallschalter 22 aus, die redundant in dem Stromkreis in Reihe angeordnet sind, und unterbrechen dadurch den Stromkreis für die Heizvorrichtung 4. Die Verdampfungswanne 3 kühlt daraufhin allmählich ab, so dass deren Temperatur auf einen Wert unterhalb von 100 Grad Celsius absinkt. Dadurch wird ein Überhitzen der Heizvorrichtung 4 und der Verdampfungswanne 3 vermieden. Sobald die Temperatur der Verdampfungswanne 3 unterhalb einer Minimaltemperatur von etwa 90 Grad Celsius abfällt, ändern die beiden Bimetallschalter 21, 22 ihren Schaltzustand und schließen den Stromkreis der Heizvorrichtung 4 wieder, was dazu führt, dass die Heizvorrichtung 4 wieder eingeschaltet und in Betrieb genommen wird. Die Temperatur der Verdampfungswanne 3 steigt daraufhin rasch wieder an. Dieses wiederholte Abschalten und Anschalten der Heizvorrichtung 4 kann über einen langen Zeitraum durchgeführt werden, um nach dem Behandlungsschritt 28 eine Trocknung der Produkte zu unterstützen. Die bei diesem Ausführungsbeispiel angegebenen Temperaturwerte sind lediglich beispielhaft, sodass auch eine höhere oder niedrigere Maximaltemperatur als 140 Grad Celsius oder eine höhere oder niedrigere Minimaltemperatur als 90 Grad Celsius möglich ist.

Durch das erstmalige Ansteigen der Temperatur der Verdampfungswanne 3 bis an die Maximaltemperatur von 140 Grad Celsius wird der Behandlungsschritt 28 automatisch beendet und ein nachfolgender Trocknungsschritt 29 eingeleitet. In dem Trocknungsschritt 29 wird zunächst die Rückstromsperrvorrichtung 15 in einen Öffnungszustand versetzt, wobei die Sperrklappe 16 durch den Magnetschalter 17 in eine Öffnungsposition verschwenkt wird, in welcher sie den Gebläsekanal 12 freigibt. Mit der Gebläseeinrichtung 8 wird eine Trocknungsluftströmung erzeugt, die durch den Ansaugfilter 11 hindurch angesaugt und durch den Gebläsekanal 12 an die Oberfläche 14 der Verdampfungswanne 3 geblasen wird. Dadurch erwärmt sich die zuvor nicht gesondert erwärmte Trocknungsluftströmung, die sich anschließend innerhalb der Behandlungskammer 7 verteilt und die darin befindlichen Produkte trocknet. Ein derartiger Trocknungsvorgang kann etwa 20 bis 30 Minuten andauern. Die Dauer des Trocknungsvorgangs, beziehungsweise des Trocknungsschritts 29 kann durch eine Zeitschaltuhr nahezu beliebig und in Abhängigkeit von den zu trocknenden Produkten und dem Befüllungszustand der Behandlungskammer 7 vorgegeben werden. Während des Trocknungsschritts 29 wird die Temperatur der Verdampfungswanne 3 in einem durch die Minimaltemperatur und die Maximaltemperatur vorgegebenen Temperaturbereich gehalten und dadurch die Luft in der Behandlungskammer 7 erwärmt und der Trocknungsvorgang beschleunigt. Durch das Entlangstreichen des Trocknungsluftstroms an der Oberfläche 14 der erhitzten Verdampfungswanne 3 erwärmt sich die Trockungsluftströmung, die sich anschließend in der Behandlungskammer 7 verteilt. Sobald eine vorgegebene Zeitdauer abgelaufen ist, werden in einem Ausschaltschritt 30 die Heizvorrichtung 4 und die Gebläseeinrichtung 8 abgeschalten .

In Figur 4 ist schematisch der zeitliche Verlauf einer mit einem gesonderten Sensor gemessenen Temperatur der Luft innerhalb der Behandlungskammer 7 dargestellt. Während der Behandlungsdauer bzw. während des Verdampfungsvorgangs innerhalb des Behandlungsschritts 28 verdampft die in die Verdampfungswanne 3 eingefüllte Flüssigkeit und der auf etwa 100 Grad Celsius erhitzte Flüssigkeitsdampf erfüllt die Behandlungskammer 7. Nach dem Ablauf des Verdampfungsvorgangs und dementsprechend nach dem Ende des Behandlungsschritts 28 wird während des anschließenden Trocknungsschritts 29 die von der weiterhin erhitzten Verdampfungswanne 3 erwärmte Trockungsluftströmung in der Behandlungskammer 7 verteilt.

Der zeitliche Temperaturverlauf der Luft in der Behandlungskammer 7 folgt dabei dem zeitlichen Temperaturverlauf der von der Heizvorrichtung 3 erhitzten Verdampfungsplatte 3, wobei die Temperatur in der Behandlungskammer 7 während des Trocknungsschritts 27 zunächst auf etwa 45 Grad Celsius abfällt und anschließend während des Trocknungsvorgangs allmählich auf 60 Grad Celsius und mehr ansteigt. Der Trocknungsschritt 29 dauert etwa 30 Minuten . Nach dem vorgegebenen Ablauf der Trocknungsdauer, beziehungsweise des Trocknungsschritts 29 wird die Vorrichtung 1 automatisiert in dem Ausschaltschritt 30 abgeschaltet. Die dampfdesinfizierten und anschließend getrockneten Produkte können dann der Behandlungskammer 7 entnommen werden.

In Figur 5 ist lediglich schematisch ein Stromkreis 31 zur elektrischen Versorgung der Heizvorrichtung 4 der Verdampfungswanne 3 dargestellt. Der Stromkreis 31 wird mit einer nicht näher dargestellten Energieversorgung 32 eines Haushaltsstromnetzes beispielsweise mit 115 V oder 230 V Wechselspannung versorgt. In Reihe mit der Heizvorrichtung 4 sind die beiden Bimetallschalter 21 und 22 an der Außenseite 23 der Verdampfungswanne 3 festgelegt. Eine ebenfalls in Reihe geschaltete Sicherungseinrichtung 25 stellt eine zusätzliche Temperatursicherung dar. Mit der

Sensoreinrichtung 24 kann der Stromfluss durch den Stromkreis 31 berührungslos gemessen werden. Die Sensoreinrichtung 24 weist zu diesem Zweck eine Magnetspule 33 auf, mit welcher das von dem Stromfluss in dem Stromkreis 31 erzeugte Magnetfeld erfasst werden kann.