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Title:
DEVICE FOR PRODUCING SPUNBONDED WEBS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/129318
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for producing spunbonded webs from continuous filaments, wherein a spinneret is provided for spinning the filaments, a cooling mechanism is provided for cooling the spun filaments, and a stretching device is provided for stretching the filaments. An intermediate channel is arranged between the cooling mechanism and the stretching device, the intermediate channel comprising at least two converging channel sections which are successively arranged in the flow direction of the filaments. The upper channel section in the flow direction of the filaments is shorter than the lower channel section in the flow direction of the filaments. The ratio of the inlet width BE to the outlet width BA of the first upper channel section is 1.5 to 5.5 and the ratio of the inlet width bE to the outlet width bA of the second lower channel section is 1 to 4.

Inventors:
NITSCHKE MICHAEL (DE)
SWIATEK MARTIN (DE)
NEUENHOFER MARTIN (DE)
GEUS HANS-GEORG (DE)
FREY DETLEF (DE)
Application Number:
PCT/EP2016/081413
Publication Date:
August 03, 2017
Filing Date:
December 16, 2016
Export Citation:
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Assignee:
REIFENHÄUSER GMBH & CO KG MASCHF (DE)
International Classes:
D01D5/098; D04H3/16
Domestic Patent References:
WO2003012179A22003-02-13
Foreign References:
EP1340843A12003-09-03
US20030042651A12003-03-06
US20030147982A12003-08-07
DE4414277C11995-08-31
US20050140067A12005-06-30
US4627811A1986-12-09
Other References:
FRANTISEK KLASKA ET AL: "DEVELOPMENT TRENDS AND POSSIBILITIES OF SPUNMELT TECHNOLOGY, SPECIAL TREATMENTS OF NONWOVENS USING SPUNLAID TECHNOLOGY", PROCEEDINGS OF THE 7TH INTERNATIONAL TEXTILE SCIENCE CONFERENCE, 6-8 SEPTEMBER 2010, LIBEREC, CZECH REPUBLIC, 8 September 2010 (2010-09-08), XP055291660
None
Attorney, Agent or Firm:
ROHMANN, MICHAEL (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen (1 ) aus Endlosfilamenten (2), insbesondere Endlosfilamenten (2) aus thermoplastischem Kunststoff, wobei eine Spinnerette (3) zum Erspinnen der Filamente, eine Kühleinrichtung (6) zum Kühlen der ersponnenen Filamente sowie eine Verstreckvorrichtung (1 6) zum Verstecken der Filamente vorgesehen ist, wobei zwischen Kühleinrichtung (6) und Verstreckvorrichtung (16) ein Zwischenkanal (1 0) angeordnet ist, wobei der Zwischenkanal (10) zumindest zwei in Strömungsrichtung der Filamente hintereinander bzw. untereinander angeordnete konvergierende Kanalabschnitte (1 1 , 1 2) aufweist, wobei der in Strömungsrichtung der Filamente erste bzw. obere Kanalabschnitt (1 1 ) eine geringere Länge aufweist als der in Strömungsrichtung der Filamente zweite bzw. untere Kanalabschnitt (1 2), wobei das Verhältnis der Einlaufbreite BE zur Auslaufbreite BA des ersten oberen Kanalabschnittes (BE/BA) 1 ,5 bis 5,5, bevorzugt 1 ,5 bis 4 und sehr bevorzugt 1 ,8 bis 3,5 beträgt und wobei das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE bA) 1 bis 4, vorzugsweise 1 bis 3,3, bevorzugt 1 ,2 bis 3,3, sehr bevorzugt 1 ,4 bis 3 beträgt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , wobei der Zwischenkanal (10) die Kühleinrichtung (6) und die Verstreckvorrichtung (1 6) bzw. einen Unterziehkanal (15) der Verstreckvorrichtung (16) unmittelbar miteinander verbindet.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Aggregat aus Kühleinrichtung (6), Zwischenkanal (10) und Verstreckvorrichtung (16) als geschlossenes Aggregat ausgebildet ist und wobei außer der Zufuhr der

Kühlluft in der Kühleinrichtung (6) keine weitere Luftzufuhr in dieses geschlossene Aggregat stattfindet.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Verhältnis der Länge L des ersten oberen Kanalabschnittes (1 1 ) zur Länge I des zweiten unteren Kanalabschnittes (L/l) 1 : 3 bis 1 : 20, zweckmäßigerweise 1 : 6 bis 1 : 12, vorzugsweise 1 : 6 bis 1 : 10 und bevorzugt 1 : 7 bis 1 : 9 beträgt.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Öffnungswinkel α zwischen einer oberen Kanalwand (13) des ersten bzw. oberen Kanalabschnittes (1 1 ) und einer durch den Zwischenkanal (10) verlaufenden zentralen Mittelebene M 25 ° bis 60 °, bevorzugt 30 ° bis 55 ° und sehr bevorzugt 35 ° bis 50 ° beträgt. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Öffnungswinkel ß zwischen einer unteren Kanalwand (14) des zweiten bzw. unteren Kanalabschnittes (12) und einer durch den Zwischenkanal (10) verlaufenden zentralen Mittelebene M 0,25 ° bis 12 °, bevorzugt 0,3 ° bis 8 ° und sehr bevorzugt 0,4 ° bis 6 ° beträgt.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Verhältnis BE/BA größer ist als das Verhältnis bE bA oder gleich dem Verhältnis bE bA ist.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Produkt aus dem Verhältnis BE/BA und der Länge L des ersten bzw. oberen

Kanalabschnittes (1 1 ) 200 bis 500, vorzugsweise 250 bis 450, bevorzugt 300 bis 400 und sehr bevorzugt 320 bis 390 beträgt.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Produkt aus dem Verhältnis bE bA und der Länge I des zweiten unteren Kanalabschnittes (12) 1600 bis 3250, vorzugsweise 1800 bis 3250, bevorzugt 2000 bis 2900 und sehr bevorzugt 2100 und 2800 beträgt.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Verhältnis der Einlaufbreite BE des ersten oberen Kanalabschnittes (1 1 ) zur Gesamtlänge LG des Zwischenkanals (10) 0,15 bis 0,30, vorzugsweise 0,18 bis 0,30, bevorzugt 0,20 bis 0,28 und sehr bevorzugt 0,21 bis 0,27 beträgt.

1 1 . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei im Bereich der Spinnerette (3) bzw. unterhalb der Spinnerette (3) zumindest eine Monomerabsaugungsvorrichtung (5) zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet ist.

12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung (5) mit der Maßgabe eingerichtet ist, das an gegenüberliegenden Seiten des Spinnfeldes bzw. des Filamentstromes - insbesondere an quer zur Maschinenrichtung orientierten gegenüberliegenden Seiten des Spinnfeldes - unterschiedliche Volumenströme an Gas / Gasen absaugbar sind.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Kühleinrichtung (6) zumindest zwei hintereinander bzw. übereinander angeordnete Kabinenabschnitte (7, 8) aufweist, aus denen Kühlluft mit unterschiedlichem konvektiven Wärmeabfuhrvermögen, insbesondere Kühlluft mit unterschiedlicher Temperatur in den Filamentströmungsraum eintreten kann.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Filamente nach der Verstreckvorrichtung (16) und vor der Ablage auf einer Ablageeinrichtung durch zumindest einen Diffusor (17, 18) führbar sind. 15. Verfahren zur Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten, insbesondere aus Endlosfilamenten aus thermoplastischem Kunststoff - insbesondere mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 -, wobei die Filamente mittels einer Spinnerette ersponnen werden, wobei die ersponnenen Filamente in einer Kühleinrichtung gekühlt werden und daraufhin durch einen Zwischenkanal geführt werden sowie im Anschluss daran durch einen Unterziehkanal und wobei die Filamente auf eine Ablageeinrichtung zum Spinnvlies abgelegt werden, wobei der Zwischenkanal zumindest zwei in Strömungsrichtung der Filamente hintereinander bzw. untereinander angeordnete konvergierende Kanalabschnitte aufweist, wobei das Ausmaß der Konvergenz bei den beiden Kanalabschnitten unterschiedlich ist, wobei die Länge der beiden konvergierenden Kanalabschnitte verschieden ist, wobei das Verhältnis der Einlaufbreite BE zur Auslaufbreite BA des ersten oberen Kanalabschnittes (BE/BA) größer ist als das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE bA) und wobei das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE bA) 1 bis 4, vorzugsweise 1 bis 3,3, bevorzugt 1 ,2 bis 3,3, und sehr bevorzugt 1 ,4 bis 3 beträgt und wobei die Filamente mit einem Durchsatz von 100 bis 350 kg/h/m, vorzugsweise mit einem Durchsatz von 150 bis 320 kg/h/m, bevorzugt mit einem Durchsatz von 180 bis 300 kg/h/m und sehr bevorzugt mit einem Durchsatz von 200 bis 300 kg/h/m hergestellt werden.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 04. Mai 2017 (04.05.2017)

1. Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen (1) aus Endlos- filamenten (2), insbesondere Endlosfilamenten (2) aus thermoplastischem Kunststoff, wobei eine Spinnerette (3) zum Erspinnen der Filamente, eine Kühleinrichtung (6) zum Kühlen der ersponnenen Filamente sowie eine Verstreckvorrichtung (16) zum Verstrecken der Filamente vorgesehen ist, wobei zwischen Kühleinrichtung (6) und Verstreckvorrichtung (16) ein Zwischenkanal (10) angeordnet ist, wobei der Zwischenkanal (10) zumindest zwei in Strömungsrichtung der Filamente hintereinander bzw. untereinander angeordnete konvergierende Kanalabschnitte (11 , 12) aufweist, wobei der in Strömungsrichtung der Filamente erste bzw. obere Kanalabschnitt (11) eine geringere Länge aufweist als der in Strömungsrichtung der Filamente zweite bzw. untere Kanalabschnitt (12), wobei das Verhältnis der Einlaufbreite BE zur Auslaufbreite BA des ersten oberen Kanalabschnittes (BE/BA) 1 ,5 bis 5,5, bevorzugt 1 ,5 bis 4 und sehr bevorzugt 1 ,8 bis 3,5 beträgt und wobei das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bt=/bA) 1 ,2 bis 4, vorzugsweise 1 ,2 bis 3,3, bevorzugt 1 ,2 bis 3,3, sehr bevorzugt 1,4 bis 3 beträgt und wobei das Aggregat aus Kühleinrichtung (6), Zwischenkanal (10) und Verstreckvorrichtung (16) als geschlossenes Aggregat ausgebildet ist und wobei außer der Zufuhr der Kühlluft in der Kühleinrichtung (6) keine weitere Luftzufuhr in dieses geschlossene Aggregat stattfindet.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , wobei der Zwischenkanal (10) die Kühleinrichtung (6) und die Verstreckvorrichtung (16) bzw. einen

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Unterziehkanal (15) der Verstreckvorrichtung (16) unmittelbar miteinander verbindet.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Verhältnis der Länge L des ersten oberen Kanalabschnittes (11) zur Länge I des zweiten unteren Kanalabschnittes (L/l) 1 : 3 bis 1 : 20, zweckmäßigerweise 1 : 6 bis 1 : 12, vorzugsweise 1 : 6 bis 1 : 10 und bevorzugt 1 : 7 bis 1 : 9 beträgt.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Öffnungs- Winkel α zwischen einer oberen Kanalwand (13) des ersten bzw. oberen

Kanalabschnittes (11) und einer durch den Zwischenkanal (10) verlaufenden zentralen Mittelebene M 25 * bis 60 °, bevorzugt 30 ° bis 55 ° und sehr bevorzugt 35 ' bis 50 0 beträgt. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Öffnungswinkel ß zwischen einer unteren Kanalwand (14) des zweiten bzw. unteren Kanalabschnittes (12) und einer durch den Zwischenkanal (10) verlaufenden zentralen Mittelebene M 0,25 ° bis 12 °, bevorzugt 0,3 " bis 8 ° und sehr bevorzugt 0,4 β bis 6 β beträgt.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Verhältnis BE/BA größer ist als das Verhältnis bE bA oder gleich dem Verhältnis be bA ist.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Produkt aus dem Verhältnis BE/BA und der Länge L des ersten bzw. oberen Kanalabschnittes (11) 200 bis 500, vorzugsweise 250 bis 450, bevorzugt 300 bis 400 und sehr bevorzugt 320 bis 390 beträgt.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Produkt aus dem Verhältnis bdb und der Länge I des zweiten unteren Kanalabschnittes (12) 1600 bis 3250, vorzugsweise 1 800 bis 3250, bevorzugt 2000 bis 2900 und sehr bevorzugt 2100 und 2800 beträgt.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Verhältnis der Einlaufbreite BE des ersten oberen Kanalabschnittes (1 1 ) zur Gesamtlänge LG des Zwischenkanals (10) 0,15 bis 0,30, vorzugsweise 0, 18 bis 0,30, bevorzugt 0,20 bis 0,28 und sehr bevorzugt 0,21 bis 0,27 beträgt.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei im Bereich der Spinnerette (3) bzw. unterhalb der Spinnerette (3) zumindest eine Monomerabsaugungsvorrichtung (5) zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet ist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei die Monomerabsaugungsvorrichtung (5) mit der Maßgabe eingerichtet ist, das an gegenüberliegenden Seiten des Spinnfeldes bzw. des Filamentstromes - insbesondere an quer zur Maschinenrichtung orientierten gegenüberliegenden Seiten des Spinnfeldes - unterschiedliche Volumenströme an Gas / Gasen absaugbar sind.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , wobei die Kühleinrichtung (6) zumindest zwei hintereinander bzw. übereinander angeordnete Kabinenabschnitte (7, 8) aufweist, aus denen Kühlluft mit unterschiedlichem konvektiven Wärmeabfuhrvermögen, insbesondere Kühlluft mit unterschiedlicher Temperatur in den Filamentströmungsraum eintreten kann.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Filamente nach der Verstreckvorrichtung (16) und vor der Ablage auf einer Ablageeinrichtung durch zumindest einen Diffusor (17, 18) führbar sind. 14. Verfahren zur Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten, insbesondere aus Endlosfilamenten aus thermoplastischem Kunststoff - insbesondere mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 - wobei die Filamente mittels einer Spinnerette ersponnen werden, wobei die ersponnenen Filamente in einer Kühleinrichtung gekühlt werden und daraufhin durch einen Zwischenkanal geführt werden sowie im Anschluss daran durch einen Unterziehkanal und wobei die Filamente auf eine Ablageeinrichtung zum Spinnvlies abgelegt werden, wobei das Aggregat aus Kühleinrichtung (6), Zwischenkanal (10) und Verstreckvorrichtung (16) als geschlossenes Aggregat ausgebildet ist und wobei außer der Zufuhr der Kühlluft in der Kühleinrichtung (6) keine weitere Luftzufuhr in dieses geschlossene Aggregat stattfindet, wobei der Zwischenkanal zumindest zwei in Strömungsrichtung der Filamente hintereinander bzw. untereinander angeordnete konvergierende Kanalabschnitte aufweist, wobei das Ausmaß der Konvergenz bei den beiden Kanalabschnitten unterschiedlich ist, wobei die Länge der beiden konvergierenden Kanalabschnitte verschieden ist, wobei das Verhältnis der Einlaufbreite Be zur Auslaufbreite BA des ersten oberen Kanalabschnittes (BE/BA) größer ist als das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE bA) und wobei das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite DA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE/bA) 1 ,2 bis 4, vorzugsweise 1 ,2 bis 3,3, bevorzugt 1 ,2 bis 3,3, und sehr bevorzugt 1 ,4 bis 3 beträgt

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

und wobei die Filamente mit einem Durchsatz von 100 bis 350 kg/h/m, vorzugsweise mit einem Durchsatz von 150 bis 320 kg/h/m, bevorzugt mit einem Durchsatz von 180 bis 300 kg/h m und sehr bevorzugt mit einem Durchsatz von 200 bis 300 kg h/m hergestellt werden,

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten, insbesondere aus Endlosfilamenten aus thermoplastischem Kunststoff, wobei eine Spinnerette zum Erspinnen der Filamente, eine Kühleinrichtung zum Kühlen der ersponnenen Filamente sowie eine Verstreck- Vorrichtung zum Verstrecken der Filamente vorgesehen ist und wobei zwischen der Kühleinrichtung und der Verstreckvorrichtung ein Zwischenkanal angeordnet ist. - Endlosfilamente unterscheiden sich bekanntlich aufgrund ihrer quasi endlosen Länge von Stapelfasern, die viel geringere Längen von beispielsweise 10 mm bis 60 mm aufweisen. Bei der vorstehend erläuterten Vorrichtung handelt es sich um eine Spunbond-Vorrichtung zur Herstellung von Spunbond-Vliesen.

Vorrichtungen der oben beschriebenen Art sind aus der Praxis prinzipiell in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Viele dieser bekannten Vorrichtungen weisen allerdings den Nachteil auf, dass die Filamente oftmals nicht fehlerfrei zum Spinnvlies abgelegt werden können. Bei der Filamentablage resultieren Unregelmäßigkeiten in Form von Fehlstellen bzw. Defekten im Spinnvlies. Die Homogenität der Spinnvliese wird durch diese Defekte bzw. Störungen mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Eine Ursache für die Fehl- stellen im Spinnvlies sind sogenannte Tropfen, die durch den Abriss einer oder mehrerer Filamente sowie sich dabei bildender Schmelzeansammlungen resultieren. Durch diese Tropfen können Dickstellen im Spinnvlies entstehen. Normalerweise sind solche Tropfen bzw. Fehlstellen im Spinnvlies größer als 2x2 mm. Defekte im Spinnvlies resultieren aber auch aus sogenannten„Hard Pieces", die als Folge eines Spannungsverlustes im ersponnenen Filament zustande kommen. Die Filamente relaxieren dabei und schnellen zurück und bilden so ein Knäuel, das wegen des schmelzflüssigen Zustandes des

Filamentes zusammenklebt. Die auf diese Weise resultierenden Fehlstellen im Spinnvlies haben normalerweise Größen kleiner 2x2 mm. Sie sind in der Regel aber fühlbar und/oder sichtbar. Solche Fehlstellen kommen vor allem bei höheren Durchsätzen ab 120 km/h/m und insbesondere bei Durchsätzen ab 150 kg/h/m zustande. Auch größere Spinnfeldtiefen begünstigen Unregelmäßigkeiten in den Spinnvliesen. - Man hat bereits versucht diese Probleme durch Vergleichmäßigung der Filamentbehandlung zu reduzieren. Insbesondere hat man versucht, die Defekte im Spinnvlies durch eine gleichmäßigere Kühlung in der Kühleinrichtung zu vermindern. Vor allem bei hohen Durch- Sätzen haben diese Maßnahmen aber nur eingeschränkt zum Erfolg geführt. Verbesserungsbedarf ist somit vorhanden.

Dementsprechend liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Vorrichtung der vorstehend genannten Art anzugeben, mit der Spinnvliese mit einer hohen Homogenität ohne Fehlstellen erzeugt werden können und zwar auch bei hohen Durchsätzen und/oder bei hohen Filamentgeschwindigkeiten sowie auch bei tieferen Spinnfeldern.

Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten, insbesondere aus Endlosfilamenten aus thermoplastischem Kunststoff, wobei eine Spinnerette zum Erspinnen der Filamente, eine Kühleinrichtung zum Kühlen der erspon- nenen Filamente sowie eine Verstreckvorrichtung zum Verstrecken der Filamente vorgesehen ist, wobei zwischen Kühleinrichtung und Verstreckvorrichtung ein Zwischenkanal angeordnet ist, wobei der Zwischenkanal zumindest zwei in Strömungsrichtung der Filamente hintereinander bzw. untereinander angeordnete konvergierende Kanalabschnitte aufweist, wobei der in Strömungsrichtung der Filamente erste

bzw. obere Kanalabschnitt eine geringere Länge aufweist als der in Strömungs- richtung der Filamente zweite bzw. untere Kanalabschnitt, wobei das Verhältnis der Einlaufbreite BE zur Auslaufbreite BA des ersten oberen Kanalabschnittes (BE/BA) 1 ,5 bis 5,5, bevorzugt 1 ,5 bis 4 und sehr bevorzugt 1 ,8 bis 3,5 beträgt und wobei das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE bA) 1 bis 4, vorzugsweise 1 bis 3,3, bevorzugt 1 ,2 bis 3,3 und sehr bevorzugt 1 ,4 bis 3 beträgt. - Vorzugsweise beträgt das Verhältnis der Einlaufbreite BE zur Auslaufbreite BA des oberen Kanalabschnittes (BE/BA) 1 ,8 bis 3, bevorzugt 2 bis 2,9 und insbesondere 2,2 bis 2,8. - Empfohlenermaßen beträgt das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE/bA) 1 ,6 bis 2,9 und bevorzugt 1 ,8 bis 2,8.

Die Einlaufbreiten BE und bE werden dabei am oberen Ende des jeweiligen Kanalabschnittes in Maschinenrichtung (MD) der Vorrichtung gemessen. Die Auslaufbreiten BA und bA des jeweiligen Kanalabschnittes werden dementsprechend am unteren Ende des Kanalabschnittes in Maschinenrichtung (MD) gemessen. - Maschinenrichtung (MD) meint im Rahmen der Erfindung insbesondere die Förderrichtung der abgelegten Spinnvliesbahn. Die zum Spinnvlies bzw. zur Spinnvliesbahn abgelegten Filamente werden mit der Ablageeinrichtung bzw. mit dem Ablagesiebband abgefördert und diese Förderrichtung entspricht der Maschinenrichtung (MD).

Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Zwischenkanal die Kühleinrichtung und die Verstreckvorrichtung bzw. einen Unterziehkanal der Verstreckvorrichtung unmittelbar miteinander verbindet. Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass der Zwischenkanal über seine gesamte Länge konvergierend ausgebildet ist und sich in Strömungsrichtung der Filamente bzw. in Richtung der Ablage der Filamente hin verjüngt. Gemäß einer besonders bevorzugten

Ausführungsform weist der Zwischenkanal lediglich die beiden hintereinander bzw. untereinander angeordneten konvergierenden Kanalabschnitte auf. Konvergierende Kanalabschnitte meint entsprechend, dass sich jeder Kanalabschnitt in Strömungsrichtung der Filamente bzw. zur Ablage der Filamente hin verjüngt. Empfohlenermaßen sind die beiden hintereinander bzw. untereinander angeordneten konvergierenden Kanalabschnitte unmittelbar aneinander angeschlossen.

Wie oben bereits dargelegt handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung um eine Spunbond-Vorrichtung zur Herstellung von Spunbond- Vliesen. Es liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass die Spundbond- Vorrichtung in Filamentströmungsrichtung hintereinander gesehen eine Spinnerette, eine Kühleinrichtung, einen Zwischenkanal, einen daran anschließenden Verstreckkanal bzw. Unterziehkanal sowie eine Ablageeinrichtung zur Ablage der Filamente zum Spinnvlies aufweist. - Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der erfindungsgemäße Zwischenkanal und der daran anschließende Verstreckkanal bzw. Unterziehkanal der Verstreckvorrichtung gleichsam ineinander übergehen. Grundsätzlich können Zwischenkanal und Verstreckkanal bzw. Unterziehkanal dann - insbesondere im Übergangsbereich - die gleiche Konvergenz aufweisen. - Gemäß besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist im Bereich der Spinnerette, bevorzugt zwischen der Spinnerette und der Kühleinrichtung eine Monomerabsaugungsvorrichtung angeordnet. Fernerhin ist nach empfohlener Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zwischen dem Verstreckkanal bzw. dem Unterziehkanal und der Ablage zumindest ein Diffusor vorgesehen. Die Ablageeinrichtung ist zweckmäßigerweise als Ablagesiebband bzw. als endloses Ablagesiebband ausgebildet.

Eine ganz besonders empfohlene Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Aggregat aus Kühleinrichtung, Zwischenkanal und daran angeschlossenem Unterziehkanal als geschlossenes Aggregat ausgebildet ist und dass außer der Zufuhr der Kühlluft in der Kühleinrichtung keine weitere Luftzufuhr in dieses geschlossene Aggregat erfolgt. - Eine besondere Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich im Übrigen dadurch aus, dass zwischen dem Unterziehkanal und der Ablage zumindest zwei Diffusoren, bevorzugt zwei Diffusoren in Filament- strömungsrichtung hintereinander angeordnet sind. Zweckmäßigerweise ist zwischen den beiden Diffusoren zumindest ein Sekundärlufteintrittsspalt für den Eintritt von Umgebungsluft vorgesehen. Die Ausführungsform mit zwei Diffusoren und zwischengeschaltetem Sekundärlufteintrittsspalt trägt zusätzlich vorteilhaft zur Lösung des erfindungsgemäßen technischen Problems bei. Gemäß einer Ausführungsform weisen der untere konvergierende Kanalabschnitt des Zwischenkanals und der daran anschließende Verstreckkanal bzw. Unterziehkanal der Verstreckvorrichtung die gleiche Konvergenz auf. Dann können dieser untere konvergierende Kanalabschnitt des Zwischenkanals und der unmittelbar daran anschließende Unterziehkanal gleichsam stufenlos ineinander übergehen. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass für diesen Fall der gleichen Konvergenz der beiden Abschnitte sich die oben und nachfolgend angegeben Längen für den unteren Kanalabschnitt des Zwischenkanals auf die Gesamtheit aus unterem konvergierendem Kanalabschnitt des Zwischenkanals und Unterziehkanal beziehen. Das gilt bevorzugt auch für die mit den entsprechenden Längen berechneten Parameter bzw. berechneten Produkte und Verhältnisse.

Zur Lösung des erfindungsgemäßen technischen Problems hat sich vor allem ein Zwischenkanal bewährt, bei dem das Verhältnis der Länge L des ersten

oberen Kanalabschnittes zur Länge I des zweiten unteren Kanalabschnittes (L/l) 1 :3 bis 1 :20, zweckmäßigerweise 1 :6 bis 1 :12, vorzugsweise 1 :6 bis 1 :10 und bevorzugt 1 :7 bis 1 :9 beträgt. Es liegt somit im Rahmen der Erfindung, dass der zweite untere Kanalabschnitt deutlich länger ausgebildet ist als der erste obere Kanalabschnitt des Zwischenkanals.

Eine empfohlene Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungswinkel OL zwischen einer oberen Kanalwand des ersten bzw. oberen Kanalabschnittes und einer durch den Zwischenkanal verlaufenden zentralen Mittelebene M 25° bis 60°, bevorzugt 30° bis 55° und sehr bevorzugt 35° bis 50° beträgt. Es liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass die zentrale Mittelebene M als vertikal orientierte zentrale Mittelebene M ausgebildet ist sowie empfohlenermaßen quer und vorzugsweise senkrecht zur Maschinenrichtung der Vorrichtung verläuft und dabei ins- besondere durch die Mitte des Zwischenkanals verläuft. Zweckmäßigerweise ist diese (gedachte) zentrale Mittelebene M senkrecht zur Oberfläche der Ablageeinrichtung bzw. des Ablagesiebbandes angeordnet.

Eine besonders empfohlene Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Öffnungswinkel ß zwischen einer unteren Kanalwand des zweiten bzw. unteren Kanalabschnittes und der durch den Zwischenkanal verlaufenden zentralen Mittelebene M 0,25° bis 12°, bevorzugt 0,3° bis 8° und sehr bevorzugt 0,4° bis 6° beträgt. - Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Konvergenz pro Längeneinheit in dem oberen Kanalabschnitt des Zwischenkanals größer ist als in dem unteren Kanalabschnitt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Öffnungswinkel α zwischen den beiden oberen Kanalwänden und der durch den Zwischenkanal verlaufenden zentralen Mittelebene M gleichgroß bzw. im

Wesentlichen gleichgroß. Nach einer Ausführungsvariante der erfindungsge- mäßen Vorrichtung ist der Öffnungswinkel OL zwischen einer oberen Kanalwand und der zentralen Mittelebene M einstellbar und bevorzugt kontinuierlich einstellbar. - Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Öffnungswinkel ß zwischen den beiden unteren Kanalwänden und der durch den Zwischenkanal verlaufenden zentralen Mittelebene M gleichgroß bzw. im Wesentlichen gleichgroß ist. Es empfiehlt sich, dass der Öffnungswinkel ß zwischen einer unteren Kanalwand und der zentralen Mittelebene M einstellbar ist und bevorzugt kontinuierlich einstellbar ist. Empfohlenermaßen ist dabei die Konvergenz des ersten oberen Kanalabschnittes pro Längeneinheit größer als die Konvergenz pro Längeneinheit in dem unteren Kanalabschnitt.

Nach einer bewährten Ausführungsform der Erfindung ist das Verhältnis der Einlaufbreite BE zur Auslaufbreite BA des ersten oberen Kanalabschnittes (BE/BA) größer als das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE bA) oder beide Verhältnisse BE/BA und bE bA sind gleich bzw. im Wesentlichen gleich. - Zweckmäßigerweise beträgt das Produkt aus dem Verhältnis BE/BA und der Länge L des ersten bzw. oberen Kanalabschnittes 200 bis 500, vorzugsweise 250 bis 450, bevorzugt 300 bis 400, sehr bevorzugt 320 bis 390 und besonders bevorzugt 330 bis 385. - - Empfohlenermaßen beträgt das Produkt aus dem Verhältnis bE/bA und der Länge I des zweiten unteren Kanalabschnittes 1600 bis 3250, vorzugsweise 1800 bis 3250, bevorzugt 2000 bis 2900, sehr bevorzugt 2100 bis 2800 und besonders bevorzugt 2200 bis 2750.

Es empfiehlt sich, dass das Verhältnis der Einlaufbreite BE des ersten oberen Kanalabschnittes zur Gesamtlänge LG des Zwischenkanals 0,15 bis 0,30, vorzugsweise 0,18 bis 0,30, bevorzugt 0,20 bis 0,28 und sehr bevorzugt 0,21 bis 0,27 beträgt. Zweckmäßigerweise beläuft sich das Verhältnis der Auslauf-

breite BA des ersten oberen Kanalabschnittes zur Gesamtlänge LG des Zwischenkanals auf 0,05 bis 0,15, bevorzugt auf 0,07 bis 0,13 und sehr bevorzugt auf 0,08 bis 0,12 und besonders bevorzugt auf 0,09 bis 0,1 1 . Empfohlenermaßen beträgt das Verhältnis der Einlaufbreite bE des zweiten unteren Kanalabschnittes zur Gesamtlänge LG des Zwischenkanals 0,03 bis 0,10, bevorzugt 0,04 bis 0,08 und sehr bevorzugt 0,05 bis 0,06. Eine bewährte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass sich das Verhältnis der Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes zur Gesamtlänge LG des Zwischenkanals auf 0,01 bis 0,06, bevorzugt 0,02 bis 0,05 und sehr bevorzugt 0,02 bis 0,04 beträgt.

Einer Ausführungsform, der im Hinblick auf die Lösung des erfindungsgemäßen technischen Problems in Kombination mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Zwischenkanales besondere Bedeutung zukommt, ist dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Spinnerette, bevorzugt hinter bzw. unterhalb der Spinnerette zumindest eine Monomerabsaugungsvorrichtung zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen angeordnet ist. Mit dieser Monomerabsaugungsvorrichtung wird Luft bzw. Gas aus dem Filament- bildungsraum an der Spinnerette bzw. direkt unterhalb der Spinnerette abgesaugt. Dadurch wird erreicht, dass die neben den Polymerfilamenten austretenden Gase in Form von Monomeren, Oligomeren, Zersetzungsprodukten und dergleichen aus dem Filamentbildungsraum bzw. aus der Vorrichtung entfernt werden können. Eine besonders empfohlene Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Monomerabsaugungsvorrichtung zumindest zwei, bevorzugt zwei in Maschinenrichtung (MD) hintereinander angeordnete, sich jeweils quer, vorzugsweise senkrecht zur Maschinenrichtung erstreckende und bezüglich des Spinnfeldes für die

Filamente gegenüberliegende CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche, zweck- mäßigerweise CD-Absaugungsspalte aufweist. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche in CD-Ab- saugungsöffnungs-Teilbereiche bzw. die CD-Absaugungsspalte in CD-Absaugungs-Spaltabschnitte unterteilt sind. Die CD-Absaugungsöffnungs- Bereiche könnten auch in Form von nebeneinander angeordneten Absaugbohrungen ausgebildet sein. - Die beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche bzw. CD-Absaugungsspalte sind dabei empfohlenermaßen mit der Maßgabe eingerichtet, dass über einen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche bzw. CD-Absaugungsspalte ein höherer Volumenstrom an Gas absaugbar ist als über den anderen gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich bzw. CD-Absaugungsspalt. Die Absaugung des höheren Volumenstromes als Gas kann dabei durch eine unterschiedliche Größe bzw. Weite der CD- Absaugungsöffnungs-Bereiche bzw. CD-Absaugungsspalte verwirklicht werden und/oder durch eine Einstellung des Volumenstroms an Saugleitungen und/oder Saugaggregaten, die den CD-Absaugungsöffnungs-Bereichen bzw. CD-Absaugungsspalten zugeordnet sind. Die Einstellung der Saugleitungen und/oder Saugaggregate kann dabei insbesondere mithilfe von Drosselelementen bzw. Steuerelementen erfolgen.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann kontinuierlich über einen der beiden CD-Absaugungsöffnungs-Bereiche bzw. CD-Absaugungsspalte ein höherer Volumenstrom an Gas abgesaugt werden als über den anderen gegenüberliegenden CD-Absaugungsöffnungs-Bereich bzw. CD-Absau- gungsspalt. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, dass im Wechsel gearbeitet wird und zunächst über den einen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich und dann über den anderen CD-Absaugungsöffnungs-Bereich usw. ein höherer Volumenstrom an Gas absaugbar ist.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Öffnungsfläche eines CD-Absaugungsöff- nungs-Bereiches größer bzw. größer einstellbar als die Öffnungsfläche des zweiten bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegenden CD-Absaugungs- öffnungs-Bereiches. Grundsätzlich können die beiden Öffnungsflächen aber auch die gleiche Größe aufweisen und die unterschiedlich abgesaugten Volumenströme auf beiden Seiten werden wie oben bereits beschrieben eingestellt. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, dass die Öffnungsflächen von CD-Absaugungsspalten bzw. CD-Absaugungsspaltabschnitten einstellbar sind. - Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die vorstehend beschriebene Ausgestaltung der Monomerabsaugungsvorrichtung besonders vorteilhaft in Kombination mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Zwischenkanales im Hinblick auf die Lösung des erfindungsgemäßen technischen Problems ist. Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass der erfindungsgemäße Zwischenkanal an die Kühleinrichtung bzw. unmittelbar an die Kühleinrichtung anschließt. Gemäß sehr bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist die Kühleinrichtung in zumindest zwei übereinander bzw. in Filament- strömungsrichtung hintereinander angeordnete Kabinenabschnitte unterteilt, wobei aus den beiden Kabinenabschnitten Luft bzw. Kühlluft unterschiedlicher Temperatur in den Filamentströmungsraum eintreten kann. Auch diese Ausgestaltung hat sich in Kombination mit dem erfindungsgemäßen Zwischenkanal sehr bewährt. Zweckmäßigerweise beträgt die Spinnfeldtiefe 120 bis 400 mm, bevorzugt 150 bis 350 mm, sehr bevorzugt 170 bis 300 mm und besonders bevorzugt 185 bis 270 mm. Spinnfeldtiefe meint dabei insbesondere die Erstreckung des ersponnenen Filamentbündels in Maschinenrichtung (MD). Nach besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung beträgt die Spinnfeldtiefe 195 bis

260 mm. Bei den vorgenannten Spinnfeldtiefen kann das erfindungsgemäße technische Problem effektiv und ohne Probleme gelöst werden.

Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Spinnvliesen aus Endlosfilamenten, insbesondere aus Endlosfilamenten aus thermoplastischem Kunststoff, wobei die Filamente mittels einer Spinnerette ersponnen werden, wobei die ersponnenen Filamente in einer Kühleinrichtung gekühlt werden und daraufhin durch einen Zwischenkanal geführt werden sowie im Anschluss daran durch einen Unter- ziehkanal und wobei die Filamente auf eine Ablageeinrichtung zum Spinnvlies abgelegt werden, wobei der Zwischenkanal zumindest zwei in Strömungsrichtung der Filamente hintereinander bzw. untereinander angeordnete konvergierende Kanalab- schnitte aufweist, wobei das Ausmaß der Konvergenz bei den beiden Kanalabschnitten unterschiedlich ist, wobei die Länge der beiden konvergierenden Kanalabschnitte verschieden ist, wobei das Verhältnis der Einlaufbreite BE zur Auslaufbreite BA des ersten oberen Kanalabschnittes (BE/BA) größer ist als das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanal- abschnittes (bE bA) und wobei das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes (bE bA) 1 bis 4, vorzugsweise 1 bis 3,3, bevorzugt 1 ,2 bis 3,3, sehr bevorzugt 1 ,4 bis 3 beträgt und wobei die Filamente mit einem Durchsatz von 100 bis 350 kg/h/m, vorzugs- weise mit einem Durchsatz von 150 bis 320 kg/h/m, bevorzugt mit einem Durchsatz von 180 bis 300 kg/h/m und sehr bevorzugt mit einem Durchsatz von 200 bis 300 kg/h/m hergestellt werden. Zweckmäßigerweise werden die Filamente mit einer Fadengeschwindigkeit von 2000 bis 4200 m/min, bevorzugt von 2200 bis 4000 m/min und insbesondere 2300 bis 3900 m/min hergestellt.

Der Erfindung liegt zunächst die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und insbesondere mit dem erfindungsgemäßen Zwischenkanal ein sehr stabiler Transport der Filamente durch die Vorrichtung möglich ist. Im Zwischenkanal kann eine effektive Beschleunigung der Prozessluft bzw. Kühlluft stattfinden und zwar als Voraussetzung für eine nachfolgende effiziente Kraftübertragung zwischen der Prozessluft und den Filamenten.

Der Erfindung liegt weiterhin die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungs- gemäßen Vorrichtung problemlos Spinnvliese herstellbar sind, die sich durch eine optimale Homogenität auszeichnen und bei denen Fehlstellen bzw. Defekte quasi nicht beobachtet oder kaum beobachtet werden. Bei der Herstellung von Spinnvliesen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die eingangs erläuterten nachteilhaften Tropen sowie Hard Pieces weitgehend vermieden werden bzw. auf ein Minimum reduziert werden. Es ist zu betonen, dass eine quasi fehlerfreie Vliesablage auch bei tieferen Spinnfeldern und bei hohen Durchsätzen sowie bei hohen Fadengeschwindigkeiten erzielt werden kann. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass die Realisierung des erfindungsgemäßen Zwischenkanals mit verhältnismäßig einfachen Mitteln bzw. Maßnahmen möglich ist. Von daher zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung auch durch Kostengünstigkeit aus. Besondere Bedeutung kommt im Rahmen der Erfindung bzw. für die Lösung des technischen Problems der Kombination aus dem erfindungsgemäßen Zwischenkanal einerseits und der beschriebenen Monomerabsaugungsvorrichtung andererseits zu. Im Rahmen dieser Kombination können mit der Vorrichtung besonders homogene Spinnvliese erzeugt werden, die so gut wie keine Defekte zeigen. Im Ergebnis können mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Spinnvliese mit hervorragender Qualität bzw. Homogenität hergestellt werden und nichtsdestoweniger ist die erfindungsgemäße Vorrichtung einfach und kostengünstig aufgebaut.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:

Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung,

Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt A aus der Fig. 1 mit dem erfindungsgemäßen Zwischenkanal und

Fig. 3 einen weiteren vergrößerten Ausschnitt B aus der Fig. 1 .

In den Figuren ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Spinnvliesen 1 aus Endlosfilamenten 2 dargestellt, wobei die Endlosfilamente 2 insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff bestehen bzw. im Wesentlichen bestehen. Die Endlosfilamente 2 werden mit einer Spinnerette 3 ersponnen und werden vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel in einem Filamentbildungsraum 4 unterhalb der Spinnerette 3 durch eine Monomerabsaugungsvornchtung 5 zur Absaugung von beim Spinnprozess entstehenden Gasen geführt. In Filamentströmungsrichtung hinter bzw. unterhalb dieser Monomerabsaugungsvornchtung 5 ist eine Kühleinrichtung 6 zur Kühlung der Endlosfilamente 2 vorgesehen. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel weist diese Kühleinrichtung 3 eine Luftzufuhrkabine auf, die bevorzugt und im Ausführungsbeispiel in zwei Kabinenabschnitte 7, 8 unterteilt ist. Aus diesen beiden Kabinenabschnitten 7, 8 kann zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel jeweils Kühlluft unterschiedlicher Temperatur in Richtung des Filamentbündels 9 zugeführt werden.

An die Kühleinrichtung 6 schließt in Strömungsrichtung der Filannente der erfindungsgemäße Zwischenkanal 10 an. Dieser erfindungsgemäße Zwischenkanal 10 ist im Ausführungsbeispiel in zwei in Strömungsrichtung der Filamente hintereinander bzw. untereinander angeordnete konvergierende Kanalabschnitte 1 1 , 12 unterteilt. Der in Strömungsrichtung der Filamente erste bzw. obere Kanalabschnitt 1 1 weist dabei eine geringere Länge (in Strömungsrichtung der Filamente) auf als der in Strömungsrichtung der Filamente zweite bzw. untere Kanalabschnitt 12. Das Verhältnis der Einlaufbreite BE zur Auslaufbreite BA des ersten oberen Kanalabschnittes 1 1 beträgt vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel 2,25 bis 2,75. Das Verhältnis der Einlaufbreite bE zur Auslaufbreite bA des zweiten unteren Kanalabschnittes 12 hat empfohlener- maßen und im Ausführungsbeispiel einen Wert von 1 ,9 bis 2,7. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel beträgt das Verhältnis der Länge L des ersten oberen Kanalabschnittes 1 1 zur Länge I des zweiten unteren Kanal- abschnittes 12 1 :7 bis 1 :9.

Der Öffnungswinkel Q£ zwischen einer oberen Kanalwand 13 des ersten bzw. oberen Kanalabschnittes 1 1 und einer durch den Zwischenkanal 10 verlaufenden zentralen Mittelebene M beläuft sich sehr bevorzugt und im Ausführungsbeispiel auf 30° bis 50°. Die Mittelebene M erstreckt sich dabei im Ausführungsbeispiel quer, vorzugsweise senkrecht zur Maschinenrichtung (MD) der Vorrichtung. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel beträgt der Öffnungswinkel ß zwischen einer unteren Kanalwand 14 des zweiten bzw. unteren Kanalabschnittes 12 und der durch den Zwischenkanal 10 verlaufenden zentralen Mittelebene M 0,4° bis 6°.

Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel schließt an den erfindungsgemäßen Zwischenkanal 10 ein Unterziehkanal 15 der Verstreckvorrichtung 16 an. Bevorzugt und im Ausführungsbeispiel ist das Aggregat aus der Kühl-

einrichtung 6, dem Zwischenkanal 10 und der Verstreckvorrichtung 16 bzw. dem Unterziehkanal 15 als geschlossenes Aggregat ausgebildet und in diesem geschlossenen Aggregat erfolgt außer der Zufuhr der Kühlluft in der Kühleinrichtung 6 keine weitere Luftzufuhr.

Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel sind in Filamentströmungs- richtung hinter bzw. unterhalb der Verstreckvorrichtung 16 zwei Diffusoren 17, 18 angeordnet, durch die die Endlosfilamente 2 geführt werden. Gemäß besonders bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel ist zwischen den beiden Diffusoren 17, 18 ein Sekundärlufteintrittsspalt bzw. ein Umgebungslufteintrittsspalt 25 für den Eintritt von Umgebungsluft angeordnet. Im Anschluss an die Diffusoren 17, 18 werden bevorzugt und im Ausführungsbeispiel die Endlosfilamente 2 auf einer als Ablagesiebband 19 ausgebildeten Ablageeinrichtung zur Spinnvliesbahn abgelegt. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Spinnvlies 1 daraufhin zur Vorverfestigung bzw. Verfestigung durch einen Kalander 20 geführt wird.

Nach bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel weist die Monomerabsaugungsvorrichtung 5 zwei in Maschinenrichtung (MD) hinter- einander angeordnete, sich jeweils quer zur Maschinenrichtung erstreckende und bezüglich des Spinnfeldes gegenüberliegende CD-Ab- saugungsöffnungs-Bereiche 21 , 22 auf. Diese CD-Absaugungsöff- nungs-Bereiche sind bevorzugt und im Ausführungsbeispiel als CD-Absau- gungsspalte 23, 24 ausgebildet. Im Ausführungsbeispiel wird durch den in Maschinenrichtung gesehen hinteren CD-Absaugungsspalt 24 ein höherer Volumenstrom abgesaugt als durch den in Maschinenrichtung vorderen CD-Absaugungsspalt 23. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel ist dazu die vertikale Spalthöhe des in Maschinenrichtung hinteren CD-Absaugungsspaltes 24 größer als die vertikale Spalthöhe hiE des in

Maschinenrichtung vorderen CD-Absaugungsspaltes 23. Nach einer Ausführungsform der Erfindung und im Ausführungsbeispiel ist die Spalthöhe hA des in Maschinenrichtung hinteren CD-Absaugungsspaltes 24 mehr als doppelt so groß als die Spalthöhe iE des in Maschinenrichtung vorderen CD-Absaugungsspaltes 23.