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Title:
DEVICE FOR RETAINING A LIFTING ANCHOR FOR A WORKPIECE MADE OF CONCRETE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/097649
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for retaining a lifting anchor (6) for a workpiece made of concrete during the vibration compacting of the concrete introduced into a mould for the production of the workpiece, comprising a frame (2) provided on a mould wall (1), which has an accommodating means (4) for the anchor head (10) of the lifting anchor (6) which can be moved by means of an actuator (12), transverse to the mould wall (1), between a working position and a release position, and which, in the working position of the accommodating means (4), penetrates a mould protrusion (7) closing an opening (8) in the mould wall (1) and forming a recess (9) in the workpiece, and comprising an electromagnet (13) provided in the accommodating means (4), arranged coaxially relative to the lifting anchor (6) and magnetically securing the anchor head (10) on the end side. In order to ensure advantageous release conditions, according to the invention, the core (14) of the electromagnet (13) forms a sliding guide for an ejector (16) striking the anchor head (10) on the end side and connected to an actuator (17).

Inventors:
SCHLÜSSELBAUER ULRICH (AT)
Application Number:
PCT/AT2019/060377
Publication Date:
May 22, 2020
Filing Date:
November 06, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHLUESSELBAUER ULRICH (AT)
International Classes:
B28B7/00; B28B23/00; E04B1/41; E04G15/04; E04G21/14
Foreign References:
DE3413291A11985-10-17
JPH0847916A1996-02-20
JPH1136583A1999-02-09
Attorney, Agent or Firm:
HÜBSCHER & PARTNER PATENTANWÄLTE GMBH (AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zum Halten eines Hebeankers (6) für ein Werkstück aus Beton während der Vibrationsverdichtung des zur Werkstückherstellung in eine Form eingebrachten Betons mit einem an einer Formwand (1 ) vorgesehenen Gestell (2), das eine mittels eines Stelltriebs (12) quer zur Formwand (1 ) zwischen einer Ar beitsstellung und einer Entschalungsstellung verlagerbare Aufnahme (4) für den Ankerkopf (10) des Hebeankers (6) aufweist, der einen in der Arbeitsstellung der Aufnahme (4) eine Öffnung (8) in der Formwand (1 ) abschließenden, eine Ausspa rung (9) im Werkstück formenden Formansatz (7) durchsetzt, und mit einem in der Aufnahme (4) vorgesehenen, zum Hebeanker (6) koaxialen, den Ankerkopf (10) stirnseitig magnetisch festhaltenden Elektromagneten (13), dadurch gekennzeich net, dass der Kern (14) des Elektromagneten (13) eine Verschiebeführung für ei nen stirnseitig am Ankerkopf (10) anschlagenden, mit einem Stelltrieb (17) ver bundenen Ausstoßer (16) bildet. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Stelltrieb

(17) für den Ausstoßer (16) der Aufnahme (4) für den Ankerkopf (10) zugeordnet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stelltrieb (17) für den Ausstoßer (16) einen Druckluftzylinder (18) umfasst. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (4) für den Ankerkopf (10) mit Druckluft beaufschlagbar ist.

Description:
Vorrichtung zum Halten eines Hebeankers für ein Werkstück aus Beton

Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Halten eines Hebeankers für ein Werkstück aus Beton während der Vibrationsverdichtung des zur Werkstück herstellung in eine Form eingebrachten Betons mit einem an einer Formwand vor gesehenen Gestell, das eine mittels eines Stelltriebs quer zur Formwand zwischen einer Arbeitsstellung und einer Entschalungsstellung verlagerbare Aufnahme für den Ankerkopf des Hebeankers aufweist, der einen in der Arbeitsstellung der Auf nahme eine Öffnung in der Formwand abschließenden, eine Aussparung im Werkstück ausbildenden Formansatz durchsetzt, und mit einem in der Aufnahme vorgesehenen, zum Hebeanker koaxialen, den Ankerkopf stirnseitig magnetisch festhaltenden Elektromagneten.

Stand der Technik

Bei der Herstellung von mit Hebeankern versehenen Werkstücken aus Beton müssen die Hebeanker während der Vibrationsverdichtung des in eine Form ein gebrachten Betons gegenüber der Formwand festgehalten werden, damit die He beanker durch die bei der Vibrationsverdichtung auftretenden Schwingungen kei ne Verlagerung im Betonkörper erfahren. Zu diesem Zweck ist es bekannt, an der Formwand ein Gestell mit einer Aufnahme für den Kopf der Hebeanker vorzuse hen und den Hebeanker mithilfe eines Elektromagneten in der Aufnahme axial festzuhalten. Zum Entformen muss der in den Beton eingerüttelte Hebeanker aus der Aufnahme gelöst werden, indem die Aufnahme nach einem Abschalten des Elektromagneten mittels eines Stelltriebs vom Hebeanker abgezogen wird. Da der Ankerkopf in einer Aussparung des Betonkörpers versenkt angeordnet ist, wird diese Aussparung vorteilhaft durch einen mit der Aufnahme für den Ankerkopf verbundenen, vom Ankerkopf durchsetzen, üblicherweise kalottenförmigen For- mansatz ausgebildet, der eine Öffnung in der Formwand abschließt und durch diese Öffnung in den Formraum vorsteht. Mit dem Abziehen der mit dem Forman satz verbundenen Aufnahme vom Flebeanker besteht allerdings die Gefahr, dass der Flebeanker durch den Formansatz bzw. die Aufnahme mitgenommen wird, was selbst bei kleinen Verlagerungen des Flebeankers zu Rissen im Betonkörper und damit zu einem Ausschusswerkstück führen kann.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Flaltevorrichtung für einen Flebeanker zu schaffen, die trotz einer sicheren Flalterung des Flebeankers wäh rend des Vibrationsverdichtens des Betonkörpers ein störungsfreies Entformen des Flebeankers ohne Beschädigungsgefahr für den Betonkörper sicherstellt.

Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs geschilderten Art löst die Erfin dung die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Kern des Elektromagneten eine Verschiebeführung für einen stirnseitig am Ankerkopf anschlagenden, mit einem Stelltrieb verbundenen Ausstoßer bildet.

Aufgrund dieser Maßnahme kann die Aufnahme mit dem Formansatz ohne Gefahr einer Mitnahme des Flebeankers in die Entschalungsstellung zurückgezogen wer den, weil der durch einen Stelltrieb entsprechend beaufschlagbare Ausstoßer den Ankerkopf gegen eine Mitnahme zumindest solange abstützt, bis der Ankerkopf von der Aufnahme bzw. dem Formansatz freigegeben wird. Die Flaltekraft des Elektromagneten wird durch den den Magnetkern durchsetzenden Ausstoßer nicht entscheidend geschwächt, insbesondere wenn der Ausstoßer aus einem ferro magnetischen Werkstoff besteht, weil dann ein Teil des Magnetfeldes durch den Ausstoßer verläuft, sodass auch im Bereich der stirnseitigen Anschlagfläche des Ausstoßers ein entsprechendes Magnetfeld wirken kann.

Der Stelltrieb für den Ausstoßer kann dem Gestell zugeordnet werden. Einfachere Konstruktionsverhältnisse ergeben sich jedoch, wenn der Stelltrieb für den Aus stoßer der Aufnahme für den Ankerkopf zugeordnet wird und demnach die Bewe- gung der Aufnahme mitmacht, was dazu führt, dass der Stelltrieb für den Aussto ßer beim Entformen gegensinnig zum Ausstoßer beaufschlagt werden muss. Da bei ergibt sich ein automatischer Bewegungsabgleich, wenn der Ausstoßer fe dernd beaufschlagt wird, sodass die Federkraft beim Abziehen der mit dem For mansatz versehenen Aufnahme vom Flebeanker nicht nur eine Anlage des Aus stoßers am Flebeanker sicherstellt, sondern auch den Flebeanker mit einer ausrei chenden Stützkraft gegen eine Mitnahme durch die Aufnahme zurückhält. Diese Stützkraft muss allerdings kleiner als der Eindringwiderstand des Flebeankers in den grünen Betonkörper gewählt werden. Vorteilhafte Konstruktionsbedingungen werden in diesem Zusammenhang sichergestellt, wenn der Stelltrieb für den Aus stoßer einen Druckluftzylinder umfasst.

Steht Druckluft zur Verfügung, so kann die Aufnahme für den Ankerkopf während der Entformung mit Druckluft beaufschlagt werden, wodurch einerseits das Lösen des Ankerkopfs von der Aufnahme unterstützt und anderseits eine Reinigungswir kung im Bereich der Aufnahme und des Formansatzes erzielt wird.

Kurze Beschreibung der Erfindung

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zei gen

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Flalten eines Flebeankers für ein Werkstück aus Beton in einem vereinfachten Schnitt entlang der Ankerach se in der Arbeitsstellung und

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung der Vorrichtung in einer Entscha lungsstellung.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die dargestellte Vorrichtung weist ein an der Formwand 1 einer Form zur Fierstel lung eines Werkstücks aus Beton befestigtes Gestell 2 auf, das einen Träger 3 für eine Aufnahme 4 eines in den Betonkörper 5 des Werkstücks ragenden Flebean kers 6 bildet. Diese Aufnahme 4 ist mit einem Formansatz 7 verbunden, der eine Öffnung 8 in der Formwand 1 nach außen abschließt und durch diese Öffnung 8 in den Formraum ragt, um im Betonkörper 5 eine Aussparung 9 für den Ankerkopf 10 zu formen. Diese Aussparung 9 kann eine unterschiedliche geometrische Gestal tung erfahren, weil es lediglich auf die gegenüber der Werkstückoberfläche ver senkte Anordnung der Ankerköpfe 10 in der Aussparung 9 ankommt. Aus diesem Grund kann der Formansatz 7 neben einer kalottenförmigen Ausgestaltung auch eine eckige, insbesondere kegel- oder pyramidenstumpfförmige Form aufweisen.

Zur Verlagerung des Formansatzes 7 und der Aufnahme 4 ist der Träger 3 auf ei ner Führung 1 1 des Gestells 2 quer zur Formwand 1 verschiebbar gelagert und mit einem Stelltrieb 12, beispielsweise einem Stellzylinder, verbunden.

Der in die Aufnahme 4 eingesetzte, den Formansatz 7 durchdringende Flebeanker 6 wird durch einen Elektromagneten 13 in der Aufnahme 4 axial festgehalten. Der Elektromagnet 13 umfasst in herkömmlicher Art einen ferromagnetischen Kern 14 und eine den Kern 14 umschließende Erregerspule 15. Das bei eingeschalteter Erregerspule 15 wirksame Magnetfeld zieht den Ankerkopf 10 in die Aufnahme 4 und gibt ihn nach dem Abschalten des Elektromagneten 13 wieder frei.

Der in die Aufnahme 4 eingesetzte und in der Aufnahme 4 magnetisch festgehal tene Flebeanker 6 kann somit durch die Öffnung 8 der Formwand 1 in die Form eingesetzt werden, um das mit einem Flebeanker 6 in einer Aussparung 9 des Be tonkörpers 5 versehene Werkstück hersteilen zu können. Die Flalterung des An kerkopfs 10 in der Aufnahme 4 stellt nach der Befüllung der Form mit Beton wäh rend einer Verdichtungsvibration der Form sicher, dass sich der Flebeanker 6 wäh rend der Verdichtungsschwingungen nicht in unzulässiger weise verlagert.

Die Flalterung des Flebeankers 6 in der Aufnahme 4 bringt allerdings die Gefahr mit sich, dass beim Zurückziehen der Aufnahme 4 und des Formansatzes 7 aus der Arbeitsstellung nach Fig. 1 in die Entschalungsstellung nach Fig. 2 der Flebe anker 6 zumindest teilweise mitgenommen wird und sich im Betonkörper 5 verla gert, was zu Rissbildungen im noch grünen Betonkörper 5 führen kann. Um dieser Gefahr zu begegnen, ist ein Ausstoßer 16 vorgesehen, der den Kern 14 des Elekt- romagneten 13 axial verschiebbar durchsetzt und mit einem Stelltrieb 17 verbun den ist. Dieser Stelltrieb 17 ist dem Träger 3 und damit der Aufnahme 4 zugeord net, wird also mit der Aufnahme 4 mitbewegt, sodass bei der Entschalung der Ausstoßer 16 durch den Stelltrieb 17 im Anschlag am Ankerkopf 10 gehalten wer den muss, bis sich der Ankerkopf 10 von der Aufnahme 4 gelöst hat, um dann mit der Aufnahme 4 in die Entschalungsendstellung mitgenommen zu werden.

Dies wird in einfacher Weise dadurch sichergestellt, dass der Ausstoßer 16 fe dernd durch den Stelltrieb 17 beaufschlagt wird, der hierfür vorteilhaft als Druck luftzylinder 18 ausgebildet wird. Mit einer Druckluftbeaufschlagung des Druckluft zylinders 18 wird der Ausstoßer 16 in Anlage am Ankerkopf 10 gehalten, wodurch der Hebeanker 6 durch den Ausstoßer 16 gegen eine Mitnahme durch die Auf nahme 4 beziehungsweise den Formansatz 7 abgestützt wird. Erst wenn der Aus stoßer 16 seine anschlagbegrenzte Endstellung erreicht, wird der Ausstoßer 6 vom Ankerkopf 10 abgehoben und in die Entschalungsstellung nach der Fig. 2 zu rückgezogen.

Um das Lösen des Ankerkopfs 10 aus der Aufnahme 4 zu unterstützen, kann die Aufnahme 4 für den Ankerkopf 10 mit Druckluft beaufschlagt werden, die die Stützkraft des Ausstoßers 16 für den Ankerkopf 10 durch eine entsprechende Be aufschlagung des Ankerkopfs 10 verstärkt. Außerdem wird mit einer solche Druck luftbeaufschlagung die Aufnahme 4 unter einer Reinigungswirkung mit Druckluft gespült. Es muss ja damit gerechnet werden, dass in die Aufnahme 4 unter Um ständen Beton eindringt.

Zur Druckluftbeaufschlagung der Aufnahme 4 ist gemäß dem dargestellten Aus führungsbeispiel der Formansatz 7 mit einer Druckluftleitung 19 versehen. Die Zu führung der Druckluft zur Aufnahme 4 kann aber auch in anderer Weise erfolgen.