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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR SIMULATING SHADOWS AND/OR NOISES OF A PERSON
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/042940
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for simulating shadows of a person moving in a building, comprising basic lighting and intended to reproduce a particularly realistic simulation of a moving person in a simple manner. This is achieved by superimposing the at least two sequentially switched lamps on the basic lighting.

Inventors:
NGUYEN KHANH (CH)
CEVC JAKOB (CH)
SCHILLIGER LAURA (CH)
STYLIANOU JULIAN (CH)
Application Number:
PCT/EP2018/073026
Publication Date:
March 07, 2019
Filing Date:
August 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
MITIPI AG (CH)
International Classes:
G08B15/02
Domestic Patent References:
WO2018073147A12018-04-26
Foreign References:
DE102009015466A12010-09-30
DE102014214114A12016-01-21
GB2392490A2004-03-03
US5442524A1995-08-15
DE102011084325A12013-04-18
Attorney, Agent or Firm:
SCHNEIDER FELDMANN AG (CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Simulation von Schatten einer sich in einem

Gebäude bewegenden Person, umfassend die Verfahrensschritte: - Erzeugung einer Grundbeleuchtung anhand mindestens eines

Leuchtmittels, insbesondere LED-Leuchtmittel (4; 4λ);

- Einschalten einer Sequenzschaltung aus mindestens zwei Leuchtmitteln, insbesondere eine Sequenzschaltung aus mindestens zwei LED-Leuchtmitteln (5; 5λ; 5"; 5λ"; 5""),

wobei die Leuchtmittel, insbesondere die LED-Leuchtmittel (5; 5λ;

5"; 5"λ; 5""), derart abwechselnd angesteuert werden, so dass Bewegungen beziehungsweise Schatten einer Person simuliert werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Sequenzschaltung als LED-Laufreihe aus mindestens zwei Leuchtmitteln ausgestaltet ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

jeweils ein nachfolgendes Leuchtmittel während des Herabdim- mens des in der Reihe vorangehenden Leuchtmittels hinaufge- dimmt wird.

4. Verfahren nach Patentanspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Zeitspanne zwischen dem Herabdimmen des in der Reihe vorangehenden Leuchtmittels und dem Hinaufdimmen des nach- folgenden Leuchtmittels mindestens 20 Millisekunden, noch bevorzugter zwischen 20 Millisekunden bis 5 Sekunden, ganz besonders bevorzugt zwischen 40 Millisekunden bis 2 Sekunden entspricht. Vorrichtung (1) zur Simulation von Schatten und / oder zur Simulation von Geräuschen einer Person, insbesondere im Bereich Einbruchschutz und / oder Sicherheitstechnik, umfassend :

- eine Steuerung (2);

- mindestens ein Leuchtmittel, insbesondere ein weisses LED- Leuchtmittel (4; 4λ) zur Erzeugung einer Grundbeleuchtung;

- mindestens zwei weitere Leuchtmittel, insbesondere weisse LED-Leuchtmittel (5; 5λ; 5"; 5λ"; 5"");

dadurch gekennzeichnet, dass

die mindestens zwei Leuchtmittel (5; 5λ; 5"; 5"λ; 5"") derart abwechselnd anhand der Steuerung (2) ansteuerbar und in Sequenz einschaltbar oder ausschaltbar sind, so dass Bewegungen beziehungsweise Schatten einer Person simuliert werden.

Vorrichtung (1) nach Patentanspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Sequenzschaltung derart ausgestaltet ist, so dass die mindestens zwei Leuchtmittel in Reihe einschaltbar oder ausschaltbar sind zur Erzeugung einer Leuchtmittel-Laufreihe.

Vorrichtung nach Patentanspruch 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

dass die Steuerung (2) derart ausgestaltet ist, so dass jeweils ein nachfolgendes Leuchtmittel, während des Herabdimmens des in der Reihe vorangehenden Leuchtmittels, hinaufgedimmt wird .

Vorrichtung (1) nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung (1) ein zwischen Leuchtmitteln und

Projektionsfläche (P) platziertes, zumindest teilweise

lichtundurchlässiges Lichtformerelement (12) umfasst.

Vorrichtung (1) nach einem der vorherigen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung (1) eine transparente, lichtdurchlässige Abdeckung (11) umfasst, welche das Passieren der erzeugten Lichtkegel der LED-Leuchtmittel (5; 5λ; 5"; 5"λ; 5""; 6λ; 6") erlaubt.

10. Vorrichtung (1) nach einem der vorherigen Patentansprüche 5 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung einen Helligkeitssensor (16) zur Erkennung von ausserhalb der Vorrichtung sich befindlicher Lichtquellen zur automatischen Anpassung der Lichtstärke der LED-Leuchtmittel (4; 4λ; 5; 5λ; 5"; 5"λ; 5""; 6λ; 6") umfasst. 11. Vorrichtung (1) nach einem der vorherigen Patentansprüche 5 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung zumindest einen mit dem Rechner (14) verbundenen Lautsprecher (15) zur Simulation von Geräuschen einer Person umfasst.

12. Vorrichtung nach einem der vorherigen Patentansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung ein Mikrofon zur Erkennung von Geräuschen Dritter umfasst.

13. Vorrichtung (1) nach einem der vorherigen Patentansprüche 5 bis 11,

dadurch gekennzeichnet, dass

zwischen der Ebene, in welcher eine LED-Leiterplatte (3) liegt, und der Grundebene der Vorrichtung (1) ein Winkel γ aufgespannt wird zwischen 0° bis 90°, bevorzugter zwischen 10° bis 80°.

14. Vorrichtung nach einem der vorherigen Patentansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung verbunden ist mit einer, insbesondere kabellosen, Netzwerkumgebung, so dass die Vorrichtung ansteuerbar und konfigurierbar ist mittels eines Steuergeräts, insbesondere eines Smartphones.

15. Verwendung der Vorrichtung nach einem der vorherigen

Patentansprüche 5 bis 13 zur Simulation von Schatten und / oder zur Simulation von Geräuschen einer Person, im Bereich

Einbruchschutz und / oder Sicherheitstechnik.

Description:
Vorrichtung zur Simulation von Schatten und / oder Geräuschen einer Person

Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung beschreibt ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Simulation von Schatten und / oder zur Simulation von Geräuschen einer Person, insbesondere im Bereich Einbruchsschutz und / oder Sicherheitstechnik oder dergleichen, gemäss Oberbegriff des ersten und fünften Patentanspruches.

Stand der Technik

Bekannt sind aus dem Stand der Technik verschiedene Sicherheitsvor- richtungen zur Sicherung von Gebäuden oder Gegenständen vor widerrechtlichen Einbrüchen oder widerrechtlicher Entwendung. Hierbei existieren insbesondere Sicherheitsvorrichtungen, welche prophylaktisch die Anwesenheit von Personen in einem Gebäude simulieren, beispielsweise durch Ein- und Ausschalten einer Beleuchtung von Räumen zu vorbestimmten Zeitpunkten oder durch automatische Rollladensteuerungen, bei denen Rollläden automatisch bei Tagesanbruch in eine Öffnungsposition und bei Einbruch der Dunkelheit in eine Schliess- position verfahren werden. Aus Dokument US 5,442,524 ist im Weiteren eine Vorrichtung bekannt zur Simulation von Schatten einer Person zur verbesserten Sicherheit und zur präventiven Abschreckung von Einbrechern in einen privaten Wohnsitz oder einen Geschäftssitz. Diese Vorrichtung umfasst eine zentrale Lichtquelle sowie ein zylindrisches, um die Lichtquelle ro- tierendes Element, welches einen Schattenwurf auf eine Projektionsfläche, z. B. die Innenwände des Gebäudes, erzeugt und dadurch den Eindruck einer sich im Gebäude bewegenden Person erweckt. Zudem sind aus dem Stand der Technik diverse Sicherheitsvorrichtungen bekannt, welche anhand flackernder, verschieden farbiger Lichtquellen wie beispielsweise flackernde LEDs ein eingeschaltetes TV- Gerät simulieren sollen.

Aus dem Dokument DE 10 2011 084 325 AI ist eine weitere Vorrichtung zur Simulation von Schatten einer Person bekannt im Bereich Einbruchsschutz beziehungsweise Sicherheitstechnik. Die Vorrichtung umfasst eine Vielzahl von LED-Lichtern zur Imitation einer Grundbeleuchtung, welche als Projektor fungieren und ein Abbild beziehungsweise einen Schattenwurf auf eine Projektionsfläche, insbesondere in einem Raum, projiziert. Dabei kann das Abbild derart ausgestaltet sein, dass durch diese die Anwesenheit von Personen oder Tieren simuliert wird . Die projizierte Abbildung kann dabei auf einer Leinwand vorgesehen sein. Die Vorrichtung aus DE 10 2011 084 325 AI kann ebenfalls einen Lautsprecher umfassen zur Simulation von Geräuschen einer Person.

Diese bekannten Sicherheitsvorrichtungen haben den Nachteil, dass die erzielten Simulationen eine sich in einem Gebäude bewegende Person nicht besonders wahrheitsgetreu imitieren.

Darstellung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein Verfahren zur Simulation von Schatten einer Person, insbesondere im Bereich Einbruchsschutz und / oder Sicherheitstechnik oder dergleichen, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens bereitzustellen, wobei in einfacher Weise eine besonders realistische Simulation einer sich bewegenden Person wiedergegeben werden soll. Diese Aufgaben werden durch ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 5 gelöst. Erfindungsgemäss sind die mindestens zwei Leuchtmittel derart abwechselnd anhand der Steuerung ansteuerbar und in Sequenz einschaltbar oder ausschaltbar, so dass Bewegungen beziehungsweise Schatten einer Person simuliert werden. Mit anderen Worten können die mindestens zwei in Sequenz geschalteten Leuchtmittel als Effektlichter aufgefasst werden, welche eine Grundbeleuchtung überlagern.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung soll mindestens ein ständig eingeschaltetes Leuchtmittel, insbesondere LED-Leuchtmittel, eine einge- schaltete Lampe simulieren beziehungsweise eine Grundbeleuchtung erzeugen.

Unter einem Einschalten beziehungsweise Ausschalten in Sequenz wird im Weiteren verstanden, dass die Leuchtmittel abwechselnd und in Abfolge eingeschaltet werden, während ein früheres Leuchtmittel gleichzeitig oder überblendend ausgeschaltet wird . Dabei können die angesteuerten, einzuschaltenden Leuchtmittel in einer Laufreihe oder diffus, d .h. nicht der Reihe nach, angesteuert werden. Dabei wurde vorteilhaft gefunden, dass alleine durch eine die Grundbeleuchtung überlagernde Leuchtmittel-Sequenz der Eindruck einer sich in einem Gebäude bewegenden Person simuliert werden kann. Die wandernden Lichtkegel durch die, vorzugsweise in Reihe herabdimmenden beziehungsweise hinaufdimmenden, Leuchtmittel simulieren solche Bewegungen. Die mindestens zwei, in Sequenz geschalteten, Leuchtmittel, insbesondere LED-Leuchtmittel, erlauben vorzugsweise einen Abstra hl Winkel von 30° bis 120°, bevorzugter 50° bis 90°. Gemäss einer bevorzugten Weiterbildung kann in einer Einstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung nur die Grundbeleuchtung eingeschaltet sein, wodurch die Vorrichtung lediglich als Lampe fungiert.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Bevorzugt ist die Sequenzschaltung derart ausgestaltet, so dass in einer Einstellung die mindestens zwei Leuchtmittel in Reihe einschaltbar oder ausschaltbar sind zur Erzeugung einer Leuchtmittel-Laufreihe. Dadurch ergeben sich kurze, d.h. nicht abrupte, Übergänge zwischen den wandernden Lichtkegeln und es können vorteilhaft möglichst realistische Bewegungen einer Person nachgeahmt werden.

Noch bevorzugter ist die Steuerung derart ausgestaltet, so dass jeweils ein nachfolgendes Leuchtmittel, während des Herabdimmens des in der Reihe vorangehenden Leuchtmittels, hinaufgedimmt wird . Dadurch lassen sich vorteilhaft noch weichere Übergänge der in Sequenz geschalteten Leuchtmittel erzielen und damit noch realistischere Bewegungen einer Person nachahmen.

Vorzugsweise umfasst die erfindungsgemässe Vorrichtung mindestens ein, bevorzugt zwei, farbige wie beispielsweise blaue und / oder rote und / oder grüne LED-Leuchtmittel (vorzugsweise RGB-LEDs) zur Simulation eines eingeschalteten TV-Geräts, wobei vorzugsweise die blauen LED-Leuchtmittel einen Abstrahlwinkel zwischen 30° bis 120°, bevorzugter zwischen 50° bis 90°, erlauben. Besonders bevorzugt ist die Steuerung der erfindungsgemässen Vorrichtung derart ausgestaltet, so dass in einer Einstellung die weissen und blauen LED-Leucht- mittel diffus, d .h. nicht in Reihe, flackern zur Simulation eines eingeschalteten TV-Geräts.

Gemäss einer bevorzugten Weiterbildung kann die erfindungsgemässe Vorrichtung ein Mittel zur Erzeugung eines Schattenwurfs, beispielsweise eine zwischen Leuchtmitteln und Projektionsfläche platzierte zumindest teilweise lichtundurchlässige, einen Schatten erzeugende, beispielsweise an die Vorrichtung anbringbare oder integrierte, Silhouette, umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann die Vorrichtung ein zwischen den Leuchtmitteln und der Projektionsfläche platziertes, zumindest teilweise lichtundurchlässiges Lichtformerelement umfassen. Die Verwendung eines solchen Lichtformerelements hat den Vorteil, dass die theoretisch erzeugbaren Lichtkegel der Leuchtmittel begrenzt werden können und dadurch insbesondere die Überdeckung der Licht- kegel benachbarter Leuchtmittel gezielt begrenzt werden kann. Es hat sich hierbei vorteilhaft gezeigt, dass die Wirkung der durch die Leuchtmittel-Sequenz erzielten Schatteneffekte wunschgemäss beeinflusst werden kann, während bei gleichzeitigem Betrieb aller Leuchtmittel ein gleichmässiges Lichtbild (d .h. ohne starke einzelne„Hotspots") ent- sprechend einer ständig eingeschalteten Lampe ohne simuliertes Bewegungsmuster erzielbar ist.

Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung eine transparente oder transluzente lichtdurchlässige Abdeckung als Schutz für die

Leuchtmittel, d .h. diese Abdeckung lässt die erzeugten Lichtkegel der Leuchtmittel passieren . Im Weiteren ist es denkbar, dass diese transparente lichtdurchlässige Abdeckung beispielsweise eine

Wellenstruktur besitzt, dadurch als Diffusorplatte fungiert und die von den Leuchtmitteln erzeugten Lichtkegel zusätzlich streut.

Im Weiteren kann die erfindungsgemässe Vorrichtung gemäss einer bevorzugten Weiterbildung einen Helligkeitssensor umfassen zur Erkennung von ausserhalb der Vorrichtung sich befindlicher Leuchtmittel, beispielsweise Umgebungslicht, zur automatischen Anpassung der Lichtstärke der LED-Leuchtmittel. Alternativ oder zusätzlich zu einem Helligkeitssensor kann ein Rechner der erfindungsgemässen Vorrichtung mit einer entsprechenden Software ausgestattet sein, welche anhand der Tages- und Nachtzeiten die Lichtstärke der Leuchtmittel anpasst.

Bevorzugt umfasst die Vorrichtung zumindest einen mit dem Rechner verbundenen Lautsprecher zur Simulation von Geräuschen einer Person. Ganz besonders bevorzugt ist die auf dem Rechner hinterlegte Software derart ausgestaltet, so dass die Geräuschsimulation auf eine gleichzeitig generierte Schattensimulation abgestimmt ist.

Besonders bevorzugt umfasst die Vorrichtung ein Mikrofon, wobei das Mikrofon zur Erkennung von Geräuschen Dritter dient. Beispielsweise kann das Mikrofon zur Erzeugung einer akustischen Gegenreaktion auf das Geräusch Dritter dienen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend im Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen : Fig. la eine schematische Frontansicht einer ersten bevorzugten

Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung;

Fig. lb eine schematische Seitenansicht der ersten bevorzugten

Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung;

Fig. 2a eine Skizzierung der aus der ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung aus- tretenden Lichtkegel auf eine Projektionsfläche in einer ersten Momentaufnahme;

Fig. 2b eine Skizzierung der aus der ersten bevorzugten Ausfüh- rungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung austretenden Lichtkegel auf eine Projektionsfläche in einer zweiten Momentaufnahme; eine Skizzierung der aus einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung austretenden Lichtkegel auf eine Projektionsfläche in einer ersten Momentaufnahme, wobei hier die Vorrichtung einen zusätzlichen Lichtformer zur Begrenzung der Lichtkegel umfasst; eine Skizzierung der aus der zweiten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung austretenden Lichtkegel auf eine Projektionsfläche in einer zweiten Momentaufnahme; eine schematische Darstellung mehrerer der bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung verbunden mit einer kabellosen Netzwerkumgebung.

Beschreibung

Fig. la zeigt eine schematische Frontansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1. Die Vorrichtung umfasst eine LED-Leiterplatte 3, welche innerhalb eines Gehäuses 7 angeordnet ist. Auf der LED-Leiterplatte 3 sind hier beispielhaft zwei weisse LED-Leuchtmittel 4; 4 λ zur Erzeugung einer Grundbeleuchtung, fünf weisse, in einer Reihe angeordnete LED-Leuchtmittel 5; 5 λ ; 5"; 5 λ "; 5"" sowie zwei blaue LED Leuchtmittel 6; 6' zur Erzeugung einer TV-Simulation angeordnet. Die hier verwendeten LED-Leuchtmittel 4; 4 λ ; 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5""; 6; 6' sind dimmbar ausgestaltet. Die LED- Leiterplatte 3 ist hier angewinkelt zur einer transparenten lichtdurchlässige Abdeckung 11 angeordnet, wobei die Abdeckung 11 direkt in das Gehäuse 7 integriert ist. Die Abdeckung 11 lässt hierbei die

Leuchtkegel der LED-Leuchtmittel 4; 4 λ ; 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5""; 6; 6' passieren (siehe Fig . 2a und 2b). Alternativ ist es auch denkbar, dass die in einer Reihe angeordneten LED-Leuchtmittel 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5"" sowohl zur Erzeugung der Grundbeleuchtung als auch als Effektlichter fungieren können (d.h. ohne zusätzlich LED-Leuchtmittel 4; 4 λ zur Erzeugung der Grundbeleuchtung). Zwischen der Leiterplatte 3 und der Abdeckung 11 kann zusätzlich ein Lichtformerelement zur Begrenzung der Lichtkegel der LED-Leuchtmittel 4; 4 λ ; 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5""; 6; 6' angeordnet sein gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform (siehe Fig. 3a und 3b). Wie gestrichelt angedeutet ist die Steuerung 2 mit den LED-Leuchtmitteln 4; 4 λ ; 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5""; 6; 6' verbunden zu deren Ansteuerung beziehungsweise Betätigung . Die Steuerung 2 ist wiederum mit einem Rechner 14 (beispielsweise Espressif oder Raspberry Pi) verbunden. Der Rechner 14 enthält eine Software zur Betätigung der Steuerung 2. Anhand der auf dem Rechner 14 hinterlegten Software und der Steuerung 2 können die als Effektlichter fungierenden LED-Leuchtmittel 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5"" derart abwechselnd anhand der Steuerung 2 ansteu- erbar und in Sequenz einschaltbar oder ausschaltbar sein, so dass der Eindruck einer sich bewegenden Person entsteht.

Vorzugsweise kann die erfindungsgemässe Vorrichtung 1 in einer Be- triebseinstellung als reine LED-Lampe benutzbar sein, d .h. ohne ein ständiges Einschalten beziehungsweise Ausschalten einzelner LED- Leuchtmittel.

Die in Fig. la gezeigte Vorrichtung 1 umfasst hier zudem beispielhaft einen mit der Steuerung 2 gekoppelten Helligkeitssensor 16 zur Erkennung von ausserhalb der Vorrichtung sich befindlicher Leuchtmittel, beispielswiese Umgebungslicht, zur automatischen Anpassung der Lichtstärke der LED-Leuchtmittel 4; 4 λ ; 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5""; 6; 6'. Im Weiteren zeigt die in Fig. la gezeigte Vorrichtung 1 einen mit dem Rechner 14 verbundenen Lautsprecher 15 zur Simulation von Geräuschen einer Person.

Fig. lb zeigt eine schematische Seitenansicht der bevorzugten Aus- führungsform zur Illustrierung einer angewinkelten LED-Leiterplatte 3. Zwischen der Ebene, in welcher die LED-Leiterplatte 3 liegt, und der Ebene, in welcher die ins Gehäuse 7 integrierte Abdeckung 11 liegt (beziehungsweise der Grundebene der Vorrichtung), wird ein Winkel γ aufgespannt. Beispielhaft erzeugt ein LED-Leuchtmittel (nicht ersicht- lieh in Fig. lb) auf der LED-Leiterplatte 3 einen auf eine Projektionsfläche P (beispielsweise eine Innenraumwand eines Gebäudes) projizierten Lichtkegel. Alternativ oder zusätzlich ist es auch denkbar, einzelne LED-Leuchtmittel gegeneinander anzuwinkeln. Fig. 2a zeigt eine Skizzierung der aus der ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung austretenden

Lichtkegel LI; L2 auf eine Projektionsfläche P in einer ersten Momentaufnahme während der Simulation einer sich bewegenden Person anhand einer LED-Laufreihe. Hierbei leuchten zwei weisse, ständig eingeschaltete LED-Leuchtmittel 4\ 4" einen Innenraum eines

Gebäudes aus mit einem Abstrahlwinkel ß von bevorzugt 30° bis 180°, noch bevorzugter 60° bis 120°, und bilden dadurch eine

Grundbeleuchtung . Die Projektionsfläche P bilden zwei winklig zueinander stehende Wände Wl; W2 in einem Innenraum eines Gebäudes. Zwei der als Effektlichter fungierende weisse LED- Leuchtmittel 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5"" sind hier ebenfalls eingeschaltet und erzeugen Lichtkegel LI ; L2 mit einem Abstrahlwinkel α von

vorzugsweise 30° bis 120°, bevorzugter 50° bis 90°. Beispielsweise dimmt hier das LED-Leuchtmittel 5" gerade herab, während das LED- Leuchtmittel 5" λ gerade hinaufdimmt zur Erzeugung einer LED- Laufreihe. Ein Betrachter B ausserhalb des Gebäudes sieht beispielsweise an einer Wand W2 den Lichtkegel L2 des LED-Leuchtmittels 5" λ sowie einen Lichtkegel des LED-Leuchtmittels 4".

Fig. 2b zeigt eine Skizzierung der aus der ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 austretenden

Lichtkegel L2; L3 auf eine Projektionsfläche P in einer späteren, zweiten Momentaufnahme. Hier dimmt das LED-Leuchtmittel 5" λ gerade herab, während das LED-Leuchtmittel 5"" gerade hinaufdimmt und einen neuen Lichtkegel L3 erzeugt. Dabei wandern die Lichtkegel L2 und L3 an der Wand W2 in Pfeilrichtung P und für den äusseren Betrachter B entsteht hier der Eindruck einer sich bewegenden Person.

Fig. 3a zeigt eine Skizzierung der aus einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 austretenden Lichtkegel LI; L2 auf eine Projektionsfläche P in einer ersten Momentaufnahme, wobei hier die Vorrichtung 1 ein zusätzliches Lichtformer- element 12 zur Begrenzung der theoretisch erzielbaren Lichtkegel (siehe Fig . 2a und 2b) der LED-Leuchtmittel 4\ 5; 5 λ ; 5"; 5" λ umfasst. Das zumindest teilweise lichtundurchlässige Lichtformerelement 12 ist hier zwischen den LED-Leuchtmitteln 4\ 5; 5 λ ; 5"; 5 λ " und der Projektions- fläche P platziert. Auf der LED-Leiterplatte 3 sind hier beispielhaft ein weisses LED-Leuchtmittel 4 λ zur Erzeugung einer Grundbeleuchtung sowie vier weisse, in einer Reihe angeordnete LED-Leuchtmittel 5; 5 λ ; 5"; 5" λ zur Erzeugung einer LED-Laufreihe vorhanden .

In Fig . 3a ist ein Schnitt durch das Lichtformerelement 12 im Wesentlichen mittig durch beziehungsweise entlang der hier in Reihe angeordneten LED-Leuchtmittel 4\ 5; 5 λ ; 5"; 5" λ ersichtlich . Dieses Lichtformerelement 12 kann beispielsweise wie hier angedeutet als tiefge- zogenes Kunststoffteil ausgebildet sein . Diese tiefgezogenen Abschnitte beziehungsweise Vertiefungen 13; 13 λ ; 13" des Lichtformerelements 12 können hierbei als Trichter aufgefasst werden, wobei diese Trichter beispielsweise die Form eines geraden oder schiefen Kegels, eines Tetraeders oder einer quadratischen beziehungsweise rechteckigen Pyramide aufweisen können . Wie in Fig . 3a ersichtlich dienen bevorzugt die Vertiefungen 13; 13 λ ; 13" gleichzeitig als Fassungen für die LED-Leuchtmittel 4\ 5; 5 λ ; 5"; 5"\

Ein bevorzugtes Lichtformerelement 12 zeigt zumindest in der in Fig . 3a gezeigten, längsten Ausdehnung einen symmetrischen Aufbau mit einer durch das LED-Leuchtmittel 4 λ verlaufenden Symmetrieachse. Im Weiteren weist die Vertiefung 13 zumindest in der längsten Ausdehnung zwischen zwei gegenüberliegenden Seitenflächen einen Winkel γ von bevorzugt zwischen 60° bis 140°, ganz besonders bevorzugt etwa 120° auf. Im Weiteren weisen zumindest in der längsten Ausdehnung des Lichtformerelements 12 die Vertiefungen 13 λ zwischen zwei gegenüberliegenden Seitenflächen einen Winkel γΐ von bevorzugt zwischen 10° bis 80°, ganz besonders bevorzugt etwa 30° auf. Zudem weisen zumindest in der längsten Ausdehnung des Lichtformerelements 12 die Vertiefungen 13" zwischen zwei gegenüberliegenden Seitenflächen einen Winkel j2 von ganz besonders bevorzugt etwa 44° auf. Vorzugsweise sind die LED-Leuchtmittel 4, 5; 5 λ ; 5"; 5" λ sowie die trichterförmigen Vertiefungen 13; 13 λ ; 13" des Lichtformerlements 12 derart dimensioniert, so dass über die in den Vertiefungen 13 λ einge- fassten LED-Leuchtmittel 5 λ ; 5" über Kreuz gemessen begrenzte Ab- Strahlwinkel a1 von bevorzugt 30° bis 120°, ganz besonders bevorzugt etwa 70° erzielbar ist, und so dass über die in den Vertiefungen 13" eingefassten LED-Leuchtmittel 5; 5" λ über Kreuz gemessen begrenzte Abstrahlwinkel a2 von bevorzugt 30° bis 120°, ganz besonders bevorzugt etwa 70° erzielbar ist (siehe Fig . 3b).

Die beiden als Effektlichter fungierenden weissen LED-Leuchtmittel 5 λ ; 5" sind hier eingeschaltet und erzeugen Lichtkegel LI; L2. Gleichzeitig leuchtet ein weisses, ständig eingeschaltetes LED-Leuchtmittel 4 λ einen Innenraum eines Gebäudes aus mit einem begrenzten Abstrahlwinkel ßl von bevorzugt 90° bis 180°, ganz besonders bevorzugt etwa 125°, und bildet dadurch eine Grundbeleuchtung.

Beispielsweise dimmt hier das LED-Leuchtmittel 5 λ gerade herab, während das LED-Leuchtmittel 5" gerade hinaufdimmt zur Erzeugung einer LED-Laufreihe. Ein Betrachter B ausserhalb des Gebäudes sieht beispielsweise an einer Wand W2 den Lichtkegel L2 des LED-Leuchtmittels 5" sowie einen Lichtkegel des LED-Leuchtmittels 4\

Fig. 3b zeigt eine Skizzierung der aus der zweiten bevorzugten Ausfüh- rungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 austretenden Lichtkegel L2; L3 auf eine Projektionsfläche P in einer späteren, zweiten Momentaufnahme. Hier dimmt das LED-Leuchtmittel 5" gerade herab, während das LED-Leuchtmittel 5" λ gerade hinaufdimmt und einen neuen Lichtkegel L3 erzeugt. Dabei wandern die Lichtkegel L2 und L3 an der Wand W2 in Pfeilrichtung P und für den äusseren Betrachter B entsteht hier der Eindruck einer sich bewegenden Person. Anhand der Fig . 3b ist angedeutet, dass - verglichen mit Fig . 2b - die Überdeckung der Lichtkegel L2; L3 geringer ist. Auch der Pfeil P ist mit dem Lichtfor- merelement 12 gemäss Fig . 3b länger als ohne Lichtformerelement 12 gemäss Fig. 2b, was auf eine stärkere Abgrenzung der Lichtkegel L2; L3 hinweist. Im Weiteren ist Fig . 3b besonders gut ersichtlich, dass die zu den äusseren LED-Leuchtmitteln 5; 5" λ zugehörigen Vertiefungen 13" zu den äusseren Enden hin geöffnet beziehungsweise gekippt sind, um eine möglichst breite, nahezu dem technisch möglichen Abstrahlwinkel der LED-Leuchtmitteln 5; 5" λ entsprechenden, Ausleuchtung, d .h. zu Wand W2 hin, zu erzielen, wobei ein Winkel γ3 zwischen der zur Wand W2 hin orientierten Seitenfläche und einer durch die LED-Leiter- platte 3 definierte Ebene E vorzugweise weniger als 20° entspricht, während die gegenüberliegende Seitenfläche maximal rechtwinklig zur Ebene E steht.

Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung mehrerer der bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung verbunden mit einer kabellosen Netzwerkumgebung 21.

Anhand eines externen Steuergeräts, hier beispielhaft ein Smartphone 20, kann beispielsweise über das Internet sowie einem Internet-Router 22 die Vorrichtung 1 ansteuerbar und konfigurierbar sein. Vorzugsweise ist hierfür auf dem Smartphone 20 eine geeignete App installiert.

Alternativ oder zusätzlich kann die Vorrichtung 1 ein Bluetooth-Modul umfassen, wodurch das externe Steuergerät auch direkt mit der Vor- richtung ansteuerbar und konfigurierbar sein kann.

Vorzugsweise umfasst zudem jeweils eine Vorrichtung 1 zusätzlich eine manuell bedienbare Benutzeroberfläche. Bezugszeichenliste

1 Vorrichtung

2 Steuerung

3 LED Leiterplatte

4; 4 λ LED Leuchtmittel weiss (Grundbeleuchtung)

5; 5 λ ; 5"; 5" λ ; 5"" LED Leuchtmittel weiss (Effektlichter)

6; 6' LED Leuchtmittel blau (TV-Simulation)

7 Gehäuse

11 transparente lichtdurchlässige Abdeckung

12 Lichtformerelement

13; 13 λ ; 13" Vertiefungen (des Lichtformerelements)

14 Rechner

15 Lautsprecher

16 Helligkeitssensor

20 Smartphone

21 Netzwerkumgebung

22 Internet-Router

α Abstrahlwinkel (LED-Leuchtmittel Laufreihe)

α1 ; a2 Begrenzte Abstrahlwinkel (LED-Leuchtmittel Laufreihe mit Licht- formerelement)

ß Abstrahlwinkel (Grundbeleuchtung)

ßl Begrenzter Abstrahlwinkel (Grundbeleuchtung mit Lichtformerelement)

B Betrachter

E Ebene (definiert durch LED-Leiterplatte)

LI erster Lichtkegel

L2 zweiter Lichtkegel

L3 dritter Lichtkegel

P Projektionsfläche

Wl; W2 Wände (Innenraum)