Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR STORING, DELIVERING AND MEASURING A THREAD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1989/005365
Kind Code:
A1
Abstract:
A device for storing, delivering and measuring a weft thread in an air jet loom comprises at least one thread-stopping device (Fn) in an annular housing, with a element (23n) which travels back and forth between a passive position and a stop position and a coil (Cn) which drives the stopping element (23n). The stopping device has a bistable, self-retaining bearing (L) for the stopping element (23n), and a permanent magnet (24n) connected to the latter. In order to move the stopping element (23n) from one of the end positions, the coil (Cn) is connected to a current inversion circuit (U).

Inventors:
THOLANDER LARS HELGE GOTTFRID (SE)
Application Number:
PCT/EP1988/001075
Publication Date:
June 15, 1989
Filing Date:
November 25, 1988
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
IRO AB (SE)
International Classes:
D03D47/36; B65H51/22; (IPC1-7): D03D47/36; B65H51/22
Domestic Patent References:
WO1982004446A11982-12-23
WO1984002361A11984-06-21
Foreign References:
EP0176987A11986-04-09
EP0107110A11984-05-02
EP0148356A21985-07-17
EP0112555A21984-07-04
EP0111308A21984-06-20
Download PDF:
Claims:
VorrichtungPatentansprüche
1. Vorrichtung zum Speichern, Liefern und Messen eines Fadens (Y,Y1), insbesondere des Schußfadens einer Düsenwebmaschine, mit einer feststehenden Speichert ommel (1), auf die ein zeitweiliger Fadenvorrat (5) mit einem Auf i ckelgεrät (2) aufwickεlbar und von άe r der Faden übe r ein Abzugsendε (1a) abziεhbar ist, mit einεm die Spei chε rtrom εL mit einem Ringspalt (AG) umgebenden Ringgehäuse (20), mit wenigstens einer FadenStopvorri c htung (Fn) im Ringgehäuse, die ein radial zwischen einer den Ringspalt freigebenden Passi stel Lung (PI) und einer den Ringspalt durchsetzenden StopstelLung (PII) hin und herbewegliches Stopglied (23n) sowie wenigstens eine mit Strom beaufschlagbare Spule (Cn) als Betätigungsantrieb für das Stopglied aufweist, und mit die Bewegung des Stopgliedes begrenzenden Anschlägen (25n, 26n), dadurch gekennzeichnet, daß die Stopvor r i chtung (Fn) eine bistabile und se Ibstha L tendε Lagerung (L) für das mit einem polarisierten Permanentmagneten (24n) verbundene Stopglied (23n) aufweist, und daß die Spule (Cn) zum Bewegen des Stopglieds (23n) aus dε r jeweiligεn Endstellung an eine St romri chtungsUmkeh rsc ha Ltung (U) angesch lossεn ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobεi einε gerade Anzahl in Um angs ri chtung gleichmäßig vertei lter Stopvorrichtungen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen (Cn) mit den Spulenachsen annähernd in Umfangs ri chtung ausgerichtet und zwischen den Stopvorrichtungen (Fn) angeordnet sind, daß jewei ls zwei benachbarte Spulen (Cn, C n+1,...) einer Stopvo ri chtung (Fn) gemεinsam zugeordnet sind, und daß die Polaritäten der Permanentmagneten (24n, 24n+1, 24n1,...) zweier benachbarter Stopvorrichtungen (Fn, Fn+1, Fn1) einander entgegengεsetzt sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der bistabilen Lagerung (L) die Anschläge (25n, 26n) für den po La ri sti erten Permanentmagneten (24n) aus fe r romagneti s ehern Material bεstεhεn.
4. Vorrichtung nach dεn Ansprüchen 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß ein in Umfangsr i chtung geschlossener, ringförmiger Wei c hei se# ε n (21) die Spulεn (Cn) εntlang ihren Achsen durchsetzt, der zwischen den Spulen (Cn, Cn+1, Cn1) Aussparungen (Hn) für die Stopvorrichtungen (Fn) aufweist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß άe r für die Passi vstel Lung verantwortliche AnschLag für den poLari siε tεn Permanentmagneten (24n) der Wei chεisεnkern (21) sεLbst ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die S ro ri chtungsUmkeh rs cha ltung (U) Transistorεn (A, B) in parallelen Anschlußleitungen (a, b) jeder Spule (Cn) aufweist, die, z.B. über peibεrscha Itstufen, von einer zentralen Steuerεi nhεi t (CU), z.B. einem Mikroprozessor, ansteuerbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Stromri chtungsUmkeh rs cha Ltung ansteuerbare Kondensatoren enthält.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Permanentmagneten (24n) einer Stopvorri chtung (Fn) in Bewegungsrichtung auf eine EndsteLLung (PI, PII) zu beaufschlagende Spulen (Cn, Cn1; Cn, Cn1, Cn2, Cn+1,...) gleichzeitig Permanentmagneten (24n1, 24n+1 ; 24n2, 24n+2) weiterer Stopvorrichtungen (Fn+1, Fn1; Fn2, Fn+2) mit Haltekräften in Richtung auf ihre Pass stel Lungen (PI) zu beaufsch Lagen.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden einer Stopvorrichtung (Fn) gemeinsam zugeordneten Spulen (Cn, Cπ1) jeweils mit εntgegengεsεtztεn Polaritäten beaufschLagba r sind, und daß die Haltekraft zwischen dem Permanentmagneten (24n) und jedem Anschlag (25n, 26n) kleinεr ist als diε vom Spulenpaar (Cn, Cn1) erzeugte Magnetkraft für den Permanentmagneten (24n), daß die Haltekraft jedoch größer ist als die aus der Beaufschlagung jeder Spule (Cn, Cn1 ) erzeugten Magnetkräftε an den Permanentmagneten (24n1, 24n+1 ) von der betätigtεn Stopvorri chtung (Fn) bεnachbartεn Stopvorri chtungεn (Fn1, Fn+1).
10. Vorrichtung nach wεnigstens einεm dε r Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die St romri chtungsUmkeh rs cha ltungεn (U) zum Bεwεgen des Stopgliedes (23n) aus der StopstelLung (PII) die beiden die Stopvorri chtung (Fn) zwischen sich einschließenden Spulen (Cn, Cn1) mit entgegengεtztεn St rom r c htungen beaufs ch L agεn, und daß diε St ro ri chtungsUmkeh rs cha ltungen (U) zum Bewegen des StopgLiεdεs (23n) aus der PassivstelLung (PI) diε die Stopvorri chtung (Fn) zwischen sich ei nsch L i εßεnden Spulen (Cn, Cn1) mit umgekεhrtεn und entgegengesetzten Stromrichtungen sowie die beiden an die Spulen (Cn, Cn1) angrenzenden Spulen (Cn2, Cn+1) mit Strom in jeweils der Stromrichtung der Spulen (Cn, Cn1 ) beaufschlagen, um den Magnetfluß für die Permanentmagneten (24n1, 24n+1) in dem Stopglied (23n) benachbarten Stopvorrichtungen (Fn1, Fn+1 ) zu neut ra l i s i eren.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die St ro r i chtungsUmkeh rs cha ltungen (U) zum Bewegεn dεs Stopgliedes (23n) aus der einen oder der anderen Stellung (PI, PII) jewei ls eine gerade Anzahl weiterer an eine der Spulen (Cn, Cn1) angrenzender Spulen (Cn2, Cn+1) mit Strom in den Stromrichtungen der Spulen (Cn, Cn1) beaufschlagen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüchε 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen (Cn, Cn1) in den beiden Endstellungen (PI, PII) des Stopgliεdεs (23n) st rom Los s i nd .
13. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stopvorri chtung (Fn) mit der bistabilen Lagerung (L) in einer radial stεhendεn Spule (Cn') angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedε Stopvorrichtung (Fn) zwischen zwei annähernd parallel zur Trommelachse liegende Spulen (Cn , Cn ) eingeordnet ist.
15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 14, dadurch gaekennzeichnet,' daß die Sp^ulen (Cna,' Cn ) paarweise schräg zur Umfangsri chtung und in Umfangsri chtung einander überlappεnd angεordπεt sind.
16. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopvorri c tung (Fn) einε im Ringgehäuse (20) radial gehaltene Büchse (22n) aus n chtmagnetischem Material aufweist, in der die Anschläge (25n, 26n) in Form von Ringen aus ferromagnetischem Material lagegesi ch rt sind, und daß diε Büchsε (22n) der Speichertrommel (1) zugewandt durch e ne elastischε Dichtung (30n) verschlossen ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Stopglied (23n) ein KunststoffBolzen ist, der in den Anschlägen (25n, 26n) beweglich geführt ist, daß der Permanentmagnet C24n) ringförmig ausgebildet und auf dem Bolzen lagegesiche t ist, und daß nahe dem der Speichertrommel (1) benachbarten Ende des Bolzens am Bolzen eine verschLei ßhεmmendε Auflage (29n) vorgesεhεn ist.
18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Stirnseiten des Permanentmagneten (24n) und den Anschlägen (25n, 26n) jeweils ein elastischer Puffer (27n, 28n) vorgesehen, vorzugsweise am Permanentmagneten und dem Bolzen angehaftet, ist.
19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse (22n) Inπengewi ndeabschni ttε zur Seh raubve rstel lung der Anschlägε (25n, 2όn) aufwεist und/odεr im Ringgεhäuse (20) in radialεr Richtung ve rsch raubba r ist.
Description:
Vorrichtung zum Speichern, Liefern und Messen eines Fadens ,

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.

Bei aus dem europäischen Patent 107 110 und aer europäischen PatentanmeLdung 148 356 bekannten Vorrichtungen dieser Art ist das StopgLied eine KugeL aus fe r romagnet i s ehern Material, die zwischen einem gegenüber der Spe i chert romme Lobe rf Lache zurückgesetzten Permanentmagneten aLs einem AnschLag und einem stationären Kern der mit ihrer Achse in radiaLer Richtung ausgerichteten SpuLe aLs anderem AnschLag hi ' n- und herbewegbar ist. SoLange die SpuLe stromlos ist, bleibt die Kugel am Permanentmagneten gehalten; der Ringspalt ist für den Durchgang des Fadens frei . Sobald die Spule mit Strom beaufschlagt wird, erzeugt sie eine die Haltekraft des Permanentmagneten übersteigende Magnetkraft, durch die die ' KugeL an den Kern der SpuLe gezogen und daran solange gehalten wird, wie die Spule strombeaufschlagt ist. Die Kugel blockiert den Ringspalt; der Faden wi rd am Durchgehen über eine vorbestimmte Zeitdauer gehindert. Sobald die Spule wieder stromlos ist, kehrt die KugeL zum Permanentmagneten zurück.

Aus den EP-A 3 112 555, EP-A 3 111 308 ist eine ähnliche Vorrichtung bekannt, bei der die radial zur Tromme Lobe rf L äche ausgerichtete Spule einen bewegLichen Magnetanker mit einer st i ft förmi gen Verlängerung aufweist, der bei Strombeau schlagung der Spule in eine

Vertiefung in der Trommeloberfläche geschoben wird und den Ringspalt blockiert, während er bei stromloser SpuLe durch eine Rückholfeder zurückgezogen und in seiner Passivstellung gehalten wird. Das gleiche Prinzip ist aus dem DE-GM 84 29 220 und der zugehörigen DE-OS 34 22 183 bekannt.

In den bekannten Vorrichtungen sind die Spulen der Stopvorri htungen Leistungsf ig und damit verhältnismäß g kräftig und voluminös bzw. mit vielen Windungen ausgebildet, was die radialen Abmessungen des Ringgehäuses unzweckmäßig vergrößert. Die Belastung jeder SpuLe, die über die Dauer der Stopstellung st ombeaufsc lagt bleibt, ist beträchtlich. Daraus resultiert eine unerwünschte Erwärmung. Wenn wie üblich, entlang des Umfangs der Spe chertrommel eine große Anzahl an Stopvorr chtungen mit zugeordneten Spulen vorgesehen ist, die wahlweise und abwechselnd betätigt werden, summieren sich die entstehenden Wärmemengen, so daß im Dauerbetrieb gegebenenfalls zusätzliche Kü lmaßnahmen erforderlich sind. Ein weiterer, gravierender Nachteil der bekannten Vorrichtungen ist eine Scha Ltt räghei t bzw. ein träges Ansprechverhalten der Stopglieder aufgrund der erheblichen zu bewegenden Massen. Die Vor chtungen werden zunehmend mit i mer kleineren Abmessungen gebaut, um den beengten Platzverhältnissen bei Webmaschinen Rechnung zu tragen, bei denen an einer Seite bis zu acht oder mehr solcher Vorrichtungen eingesetzt werden. Aus der Verkleinerung der Vorr chtungen resultiert dann eine erheblich ansteigende Umlaufgeschwindigkeit des Abzugspunktes des Fadens um das Ab∑ugsende der Speichertrommel, die dadurch noch erhöht wird, daß moderne Webmaschinen mit immer höheren Schußfaden-Eintrag-Geschwindigkeiten betrieben werden. Es gewinnen deshalb bei diesen

Vorrichtungen eine hohe Ansprechemp indlichkeit und kurze Schaltzeiten der Stopglieder besondere Bedeutung. Wobei aber die baulichen Abmessungen so klein wie möglich sein sollen und eine spürbare Wärmebi ldung zu vermeiden ist. Bei den bekannten Vorrichtungen Liegt schließlich in der jeweils über die Dauer der StopstelLung notwendige Strombeaufschlagung der jewei ls aktivierten Spule die Gefahr, weil die üblicherweise verwendete Transistorsteuerung der Spule unter der hohen Leistung zusammenbrechen kann, was zu einer gegebenenfalls schädlichen oder noch immer Wärme produzierenden Überlastung der Spule führt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die kompakte Außenabmessungen aufweist, die sich durch ein feinfühliges Aήsprechve rha Lten und kurze Schaltzeiten der Stopglieder auszeichnet, und bei der die Belastung der Spulen reduziert ist.

Die gestellte Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Durch die bistabile Lagerung des Scha L tg L i edes in den beiden Endstel Lungen wi rd die SpuLe der be lastungsstei ge rnden Aufgabe enthoben, das Stopglied in wenigstens einer EndstelLung zu halten. Die SpuLe wird nur benötigt, um den Bewegungsi mpu Ls für das Stopglied im richtigen Moment und in der richtigen Richtung zu erzeugen. In den Endstel Lungen ist unabhängig von der Dauer der StopstelLung die bistabiLe Lagerung für das Halten des Stopgliedes verantwortlich. Daraus resultieren eine nur kurze Belastungsdauer für αie Spule, eine vernachlässigbar geringe thermische Belastung für die Spule und die Möglichkeit, die Spule

klein und mit wenigen Windungen zu bauen, so daß sie zur Unter ringung wenig Platz beansprucht. Auf diese Weise läßt sich die Vorrichtung selbst bei Anordnung einer Vielzahl von Stopvorri chtungen klein und kompakt bauen. Da die bistabile Lagerung keine Rückzugsfεde r für das Stopglied benötigt, und da die mit dem Stopglied zu bewegende Masse wünschenswert klein ist, ergeben sich kurze Schaltzeiten und ein feinfühliges Ansprechen des Stopgliedes auf den Bewegungsimpuls der Spule. Diese kurze Schaltdauer und die hohe Ansprechempf ndlichkeit gestatten es, auch bei einer kleindimensionierten Vorrichtung eine Vielzahl von Stopvorrichtungen in Umfangs ri chtung verteilt anzuordnen, selbst wenn infolge des reduzierten Speichertrommeldurchmessers und einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit des Verbrauchers eine hohe Umlaufgeschwindigkeit des Abzugspunktes des Fadens am Abzugsende der Speichertrommel auftritt. Ferner wird durch die reduzierte Belastung der Spule die Gefahr vermindert, daß eine gegebenenfalls vorgesehene Transistorsteuerung leistungsbedingte Schäden erleidet, so daß die Vorrichtung auch über lange Gebrauchsdauer ohne nennenswerte Wärmeentwicklung zuverlässig arbeitet. Die Spule ist dank ihrer Ansteuerung über die St romπ " chtungs-Umkeh rschaltung in der Lage, die Bewegungsimpulse in beiden Richtungen für den Permanentmagneten zu erzeugen. Eine Verkürzung der Schaltzeit des Stopglieds resultiert auch daraus, daß nach dem Ablösen des Pe rmantentmagneten vom einen Anschlag dieser sich zum anderen Anschlag zieht, dabei in Richtung auf die neue Endstellung beschleunigt wird und so den Bewegungsimpuls der Spule unterstützt, sofern diese dann überhaupt noch mit Strom beaufschlagt ist.

Eine weit.ere, besonders zweckmäßige Ausführungsform, bei der eine gerade Anzahl in Umfangsri chtung gleichmäßig

vertei lter Stopvorri chtungen vorgesehen ist, geht aus Anspruch 2 hervor. Da dank der bistabilen Lagerung und der geringen zu bewegenden Masse des Stopgliedes eine kleine Spule mit wenigen Windungen zur raschen Bewegung des Stopgliedes ausreicht, können die Spulen in Umfangs ri c htung angeordnet werden, was die radialen Abmessungen des Ringgehäuses verringert. Ferner resultiert aus dieser Anordnung der besonders wichtige Vorteil, daß jewei ls mindestens zwei Spulen zusammenarbeiten, um den Bewegungs i pu Ls für das Stopglied zu erzeugen. Jede Spule hat demzufolge nur einen Teil der Gesamtkraft aufzubringen, was ihre Belastung verringert und aufgrund der kleinen Spulengröße zum Platzsparen beiträgt. Es ergibt sich daraus, daß - obwohl für jedes Stopglied mindestens zwei Spulen verantwortlich sind - gleichzeitig jede Spule für zwei Stopglieder verantwortlich ist, so daß trotz der Arbeitsteilung die Gesamtzahl der Spulen gleich der Gesamtzahl der Stopvorri chtungen sein kann.

Wichtig ist ferner die Ausführungsform von Anspruch 3, wei l die Magnetkraft des Permanentmagneten, der den Bewegungsi mpuLs in beiden Richtungen aus der Beaufschlagung der Spule bzw. Spulen abnimmt, dazu verwendet wird, die beiden Endstel Lungen des Stopgliedes sicherzustellen. Der Pe rmantenmagnet erzeugt in jeder Endstellung die Haltekraft zum dann benachbarten Anschlag aus ferromagnetischem Material. Die Anschläge dienen demzufolge nicht nur zur Begrenzung des Hubes des Stopgliedes, sondern auch zum Aufnehmen der Haltekräfte in den beiden stabilen EndsteL Lungen des Stopgliedes.

Ein weiterer, wichtiger Gedanke ist in Anspruch 4 enthalten. Der Weicheisenkern verstärkt den Magnetfluß in der bzw. in den Spulen auf besonders wi rksame Weise,

so daß aus dem paarweisen Zusammenwirken der schwachen Spulen ein kräftiger Bewegungsimpuls resultiert.

Eine alternative Ausführungsfor geht aus Anspruch 5 hervor. Da der Permanentmagnet seine Haltekraft auch zum Weicheisenkern erzeugen kann, Läßt sich der Weicheisenkern als der eine Anschlag für die Pass stellung verwenden.

Im Hinblick auf eine kurze Schaltdauer des Stopgliedes sind die Merkmale von Anspruch 6 zweckmäßig.

Eine besonders einfache Ausführungsform geht ferner aus Anspruch 7 hervor. Da die Spule bzw. die Spulen jeweils nur über eine kurze Zeitdauer und mit verhältnismäßig geringer Belastung beaufschlagt werden, reicht dafür die mit der Entladung eines Kondensators bereitzustellende Leistung aus. Mit der Verwendung solcher Kondensatoren wird auch das Problem beseitigt, daß bei einem Zusammen ruch der Transistorsteuerung die Spulen unzweckmäßig überlastet werden können.

Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 8 hervor. Die Wechsel irkung resultiert aus der Zuordnung der Spulen zu jeweils zwei Stopgl i eα ' e rn. Sie stellt sicher, daß tatsächlich nur jeweils das ausgewählte Stopglied in die StopstelLung geht.

Eine weitere, besonders zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 9 hervor. Hierbei ist von vornherein dafür Sorge getragen, daß nur das ausgewählte Stopglied in die StopstelLung geht und daß die benachbarten Stopglieder über in άe r bistabilen Lagerung aufgebaute Kräfte in der Passi vstel lung bleiben. Auch beim Zurückbewegen des ausgefahrenen Stopgliedes in die Passi stel Lung gehen

keine benachbarten Stopglieder ungewollt in die Stopstel Lung.

Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 10 hervor. Bei dieser Art der Beaufschlagung der Spulen werden die Magnetkräfte für die jewei ls dem ausgewählten Stopglied benachbarten Stopglieder durch Durchschalten der diese Stopglieder zwischen sich einschließenden Spulen neutralisiert, so daß diese Stopglieder mit den Haltekräften in der bistabi len Lagerung ihre Passi vstel Lung einhalten.

Um die Belastung der Spulen noch weiter zu verringern, können sich die Spulen gemäß Anspruch 11 gegenseitig in der Erzeugung der Kraft für den Bewegungsimpu Ls des zu betätigenden Stopgliedes unterstützen.

Besonders wichtig ist das Merkmal von Anspruch 12, wei l dadurch die thermische Belastung der Spulen und damit die Wärmeentwicklung im Ringgehäuse drastisch reduziert werden, über die Zeitdauer der Stopstel Lung ist die bistabi le Lagerung für das Halten des Stopgliedes verantwortlich.

Eine alternative Ausführungsform geht aus Anspruch 13 hervor. Auch bei einer radial stehenden SpuLe, ist der Platzbedarf geringer als bei den bekannten Vorrichtungen, wei l infolge der bistabi len Lagerung eine schwache, kleine Spule benutzt werden kann, die in beiden Richtungen aie Bewegungs i mpu Lse für das Stopglied mit Hilfe der St rom ri c htungs-Umkeh rs cha L tung erzeugt.

Eine weitere, alternative Ausf üh rungs form geht aus Anspruch 14 hervor. Die beiden jeder Stopvo r ri c htung zugeordneten Spulen erzeugen die Bewegungs i pu Lse für

das Stopglied gemeinsam, so daß kleine und schwache Spulen benutzt werden können. Auf benachbarte Stopvorr chtungen haben diese Spulen hier keinen Einfluß. In axialer Richtung der Spei c e rt romme L ist für diese Anordnung der Spulen genügend Platz vorhanden. In radialer Richtung baut das Ringgehäuse trotzdem klein. Die Stopvorri chtungen können eng zusammengerückt werden.

E.ine weitere, zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 15 hervor. Durch die schräge und überlappende Anordnung der Spulen läßt sich eine große Anzahl von Stopvorri chtungen auch bei kleinem

Spe chertrommeldurchmesser im Ringgehäuse unterbringen. Die beiden jedem Stopglied zugeordneten Spulen beeinflussen die Stopglieder benachbarter Stopvorri chtungen nicht.

Wichtig ist ferner die Ausführungsform gemäß Anspruch 16. Die Stopvorri chtungen sind einfach und präzise vorferti gbare Baueinheiten, die sich in das Ringgehäuse einsetzen lassen. Dies vereinfacht nicht nur die Montage, sondern hält auch die Stillstandszeiten bei Reparaturen gering, weil die Stopvorri chtungen rasch auswechselbar sind. Die elastische Dichtung verhindert das Eindringen von die Funktion störenden Verunreinigungen in die Stopvor ri chtung .

Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 17 hervor. Diese Ausbildung trägt der Forderung Rechnung, die zu bewegende Masse des Stopgliedes so kle n wie möglich zu halten, um die gewünschte Ansprechempfindlichkeit und die kurze Schaltzeit für das Stopglied zu erreichen. Die Anschläge haben hierbei eine dritte Funktion, da sie für die Gleitführung des Stopgliedes verantwortlich sind. Die Empfindlichkeit des

Leichten Stopgliedes gegen Verschleiß wird durch die versch Lei hemmende Auflage beseitigt.

Um den mechanischen Verschleiß in der Stopvorricπtung gering zu halten und auch um das Arbeitsgeräusch der Vorrichtung nicht unzweckmäßig zu erhöhen, sind die Maßnahmen von Anspruch 18 zweckmäßig. In beiden Endste L Lungen wird das Stopglied elastisch abgefangen.

Schließlich sind die Merkmale von Anspruch 19 zweckmäßig, um die exakte Einjustierung der Stopvorri chtungen auf die jeweiligen Gegebenheiten zu e rmög li chen.

Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:

Fig.1 eine Seitenansicht einer Fadenspe i chei—Liefer- und Meßvor ichtung, teilweise im Schnitt,

Fig. einen vergrößerten Detai L s chni tt in Fig.1,

Fig.3 eine Vorderansicht der Vorrichtung, teilweise im

Schnitt,

Fig.4 einen vergrößerten Ausschnitt aus der Vorderansicht von F ig .3,

Fig.5a und 5b vergrößerte Ausschnitte entsprechend der

Figur 3 in zwei unterschiedlichen Funktionsphasen,

Fig.6a, 6b schematisch SchaLtungsdetai ls zu den vorhergehenden Figuren sowie Programmiertabel Len der Schaltungen,

Fig.7 einen Deta lschnitt ähnlich dem von Fig.2, einer we teren Ausführungsvariante,

Fig.8 e ne Ansicht ähnlich der von Fig.1, einer weiteren Ausführungsvariante, teilweise im Schnitt, und

Fig.9 eine weitere Detai Lvari ante.

Eine Vorrichtung zum Speichern, Liefern und Messen eines Fadens Y, Y r , insbesondere eines Schußfadens für eine Düsenwebmaschine, gemäß Fig. 1 enthält eine stillstehende Speichertrommel 1, der der Faden Y von einer nicht-ge- zeigten Fadenspule durch eine Hohlwelle eines Auf i cke Igerätes 2 zugeführt wird. Das Aufwi ckeIgerät 2 enthält einen hohlen und durch einen elektrischen Antriebsmotor 3 drehbaren Arm, mit dem der Faden Y auf der Oberfläche der Speichertrommel 1 tangential in einem aus mehreren Windungen bestehenden Vorrat S aufwickeLbar ist. Aus dem Speicher 1 wird der Faden Y 1 über ein Abzugsende 1a der Speichertrommel 1 abgezogen, wobei sein Abzugspunkt in Aufwi cke l r chtung um das Abzugsende umläuft. Zwei Fadenspei ehe rsεnsoren oder -detektoren 4a, 4b sind mit einer ni cht-gezei gten Steuereinhe t des Antriebsmotors 3 verbunden, um den Antriebsmotor 3 in Abhängigkeit von der Größe des Fadenspeichers S ein- und auszuschalten. Diese Steuerung und Einzelheiten der Steuerung sind bekannt und werden im Detail in der europäischen Patentanmeldung 171 516 erläutert, auf die hier Bezug genommen w rd. Im stationären Gehäuse de Vorrichtung sind

Permanentmagneten 5a verteilt, die auf Permanentmagneten 5b in der an sich drehbaren Spei chertrommeL 1 ausgerichtet sind, um diese stillstehend zu halten.

Um die Länge des jeweils zum Abziehen freigegebenen Fadens Y 1 genau bemessen zu können, ist in einem nahe dem Abzugsende 1a der Speichertrommel 1 angeordneten Ringgehäuse 20 eine Meßvorrichtung untergebracht. Das inggehäuse 20 umgibt die Oberfläche der Speichertrom el 1 mit einem Ringspalt AG, den der abzuziehende Faden Y 1 durchläuft. Im Ringgehäuse 20 ist ein Sensor 10, zweckmäßigerweise eines optischen Typs, angeordnet, mit dem ein elektrisches Ausgangssi gna L bei jedem Durchgang des Fadens erzeugbar und an eine zweckmäßigerweise einen ikroprozessor enthaltende Steuereinheit (nicht gezeigt) übermittelbar ist. Um den Durchgang des Fadens beim Abziehen sicher feststellen zu können, könnten auch zwei oder mehrere identische Sensoren 10 in entsprechenden Positionen am Abzugsende 1a angeordnet sein. Das Ringgehäuse 20 ist im übrigen an einem stationären 'Gehäuseteil verankert.

Im Ringgehäuse 20 sind in Umfangs ri chtung verteilt mehrere Stopvor ri chtungen Fn angeordnet, beispielsweise im vorliegenden Ausf üh rungsfa L L sechzehn Stopvorr i chtungen Fn, die auf e Lekt romagnet i s ehern Weg gesteuert werden. Jeder Stopvo rri c htung Fn ist mindestens eine Spule Cn zugeordnet, die (Fig. 2) einem Stopglied 23n Bewegungs i mpu Lse aufzwingen kann, um das Stopglied 23n zwischen zwei Endstellungen PI und PII in radialer Richtung hin- und herzubewegen. PI ist die PassivsteL Lung des Stopgliedes 23n, in der dieses in das Ringgehäuse 20 eingezogen ist und den Ringspalt AG für den Durchgang des Fadens Y' freigibt. Die andere Stellung PII (Fig.4 ) ist die StopstelLung, in der das Stopglied 23n den Ringspalt AG durchsetzt und einen Anschlag für den Faden Y' bi ldet. Aus den Fig. 3 und 4 ist erkennbar, daß jeweils mindestens zwei Spulen Cn, Cn-1 einer Stopvo r ri c htung Fn zugeordnet sind, und daß

die Spulen mit annähernd in Umfangsri chtung Liegender Spulenachse in das Ringgehäuse 20 eingesetzt sind, derart, daß die beiden Enden jeder Spule zwei Stopvorri chtungen gemeinsam zugeordnet sind.

Die notwendige Berechnung der Betätigung (Bewegen der Stopglieder 23n in die Passi vstel Lung PI bzw. in die StopstelLung PII) jeder ausgewählten Stopvorri chtung zum richtigen Zeitpunkt, abhängig von der erforderlichen Sc ußfadenlänge (die einstellbar ist) und abhängig von den Signalen des Sensors 10 wird in einer mi kroprozessi e rten Steuere nheit durchgeführt. Dieses Prinzip ist im Detail im europäischen Patent 107 110 erläutert, auf das Bezug genommen wird.

Die im vorliegenden Ausführungsbei spi eL sechzehn Spulen Cn sind in dem aus magnetisch leitfähigem Material, z.B. Stahl, bestehenden Ringgehäuse 20 liegend untergebrac t. Alle Spulen werden von einem gemeinsamen, ringförmigen Kern 21 aus magnetisch leitfähigem Material, z.B. Eisen, durchsetzt. Der Kern 21 besitzt zwischen jewei ls zweien der Spulen sechzehn Aussparungen Hn (Fig. 4), in denen ewei ls eine Stopvorr chtung Fn sitzt. Jede Stopvorri chtung Fn weist eine kurze Büchse 22n aus magnetisch nicht leitendem Material, beispielsweise Messing, auf, die an beiden Enden im Ringgehäuse 20 befestigt ist und sich durch die Aussparung Hn des Kerns 21 erstreckt. Das Stopglied 23n ist ein Bolzen, zweckmäßigerweise aus Kunststoff, der in seiner Längsmitte einen ringförm gen, polarisierten Permanentmagneten 24n trägt. In der Büchse 22n sind beabstandet zwei Anschläge 25n und 26n lagegesichert, die zwec mäßigerweise aus fe rromagneti s ehern Material bestehen und ringförmige Gestalt haben. Die beiden Anschläge 25n und 26n dienen gleichzeitig zur

Gleitführung des Stopglieds 23n. Der Permanentmagnet 24n besteht aus stark aktivem Magnetmaterial, wie es z.B. mit dem Namen VACODYM erhältlich ist. Der Permanentmagnet 24n bildet zusammen mit den beiden Anschlägen 25n, 26n eine bistabile Lagerung L für das Stopglied 23n, da der Permanentmagnet 24n in beiden Endstellungen PI, PII eine Haltekraft zum benachbarten AnschLag 25n oder 26n erzeugt. Zum Bewegen des Stopgliedes 23n zwischen den beiden Endstel Lungen dienen die Spulen Cn, die bei Strombeaufschlagung einen Magnetfluß erzeugen, der den jeweiligen Bewegungs i mpu L s für das Stopglied 23n entstehen Läßt. Dies wird i Detai l später erläutert. Das der Speichertrommel 1 zugewandte Ende der Buchse 22n wird durch eine elastische Dichtung 30n verschlossen. Auf dem der Spei che rt romme L 1 zugewandten Ende des Stopgliedes 23n ist eine verschleißhemmende Auflage, hier eine aufgespritzte Hülse 29n festgelegt. Am Stopglied 23n bzw. den beiden Stirnseiten des Permanentmagneten 24n sind elastische Puffer 27n und 28n angehaftet.

Die Permanentmagneten 24n, 24n- , 24n+1 in jewei ls benachbarten Stopvo r ri c htungen Fn, Fn-1, Fn * *-1 weisen zueinander entgegengesetzte Polaritäten auf, wie dies in Fig. 4 durch die Bezeichnung der Pole mit N und S angedeutet ist. Die Auflage 29n auf den Stopgliedern 23n besteht beispielsweise aus gehärtetem Stahl oder aus einem keramischen aterial. Die Dichtung 30n kann beispielsweise aus filzartigem Material oestehen.

Fig. 2 zeigt, daß der Sensor 1 , der mit einer Scha l tungspL at i ne 12 mit einem elektronischen Steuerkreis zum Verstärken der Signal des Sensors 10 bestückt ist, gegenüber dem magnetischen Feld der Spulen durch eine in das Ringgehäuse 20 eingegliederte Scheibe

11 abgeschirmt wird.

Gemäß Fig. 4 ist jede Spule Cn .... mit einer St romri chtungs-Umkeh rschaltung U verbunden, die über die zentrale Steuereinheit CU ansteuerbar ist. Und zwar sind zwei parallele Ansch lußLei tungen a, b über getrennt ansteuerbare Transistoren A, B an getrennte Stromleitungen angeschlossen, wobei die Transistoren A, B über die zentrale Steuereinheit CU ansteuerbar sind, derart, daß jeweils ein Transistor auf Durchgang schaltet. Die Spule Cn ist andererseits an eine Stromab Lei tung bzw. Erdleitung angeschlossen.

Aus den Fig. 4 und 5a ist die St rombeaufsch Lagung der beiden die Stopvorri chtung Fn zwischen sich einschließenden Spulen Cn, Cn-1 bei in der StopstelLung PII stehendem Stopglied 23n in dem Moment dargestellt, in dem das Stopglied 23n wieder in die Passi stellung zurückgeführt werden muß. Die beiden benachbarten Stopvorri chtungen Fn-1, Fn+1 wie auch die weiteren Stopvorri chtungen (F g. 5a) befinden sich ebenfalls in den PassivstelLungen. Der Fig. 5a ist zum besseren Verständnis Fig. 6a zugeordnet, in der im oberen Teil in einem Schaltbild die Schaltung und im unteren Teil in einer Tabelle die Programmierung für die Bewegung der vorgesehenen Stopglieder der Vorrichtung in die Pass vstellung PI angedeutet ist. Gemäß Fig. 4 werden die beiden Spulen Cn, Cn-1 mit entgegengesetzten Stromrichtungen st romdurchf lossεn, so daß sie einander entgegengesetzte Polaritäten aufweisen. Die Po la r si e rung des Permanentmagneten 24n ist so gewählt, daß der Nordpol zum Anschlag 25n und der Südpol S zum Anschlag 26n weist. Die Spulen sind so polarisiert, daß ihr jeweiliger Nordpol N der Stopvor ri chtung Fn zugewandt ist, während ihr Südpol S den beiden

benachbarten Stopvorri chtungen Fn-1 und Fn+1 zugewandt ist. Der Magnetfluß erfolgt im Kern 21 im Inneren der beiden Spulen Cn-1 und Cn jeweils zur Stopvorri chtung Fn hin, so daß sich eine durch einen Pfei l in der Achse des Stopgliedes 23 angedeutete Bewegungskraft nach außen für das Stopglied 23n ergibt, aufgrund derer das Stopglied 23n in die Pass i vstel Lung PI verschoben wird, bis die Puffer 27n am Anschlag 25n anliegen und der Permanentmagnet 24n seine Haltekraft zum AnschLag 25n aufbaut. Bei dieser Bewegung des Stopgliedes 23n kann die St rombeaufseh Lagung der beiden Spulen Cn und Cn-1 abgebrochen werden, sobald der Permanentmagnet 24n ausreichend vom AnschLag 26n gelöst worden ist.

Aufgrund der umgekehrten Polaritäten der Pe manentmagneten 24n-1 und 24n+1 der benachbarten Stopvorri chtungen Fn-1, Fn+1 erzeugt der Magnetfluß in den Spulen - ebenfalls durch Pfeile angedeutet - zusäztliche Haltekräfte für diese beiden Stopvorri chtungen. In Fig. 6a, oberer Teil ist dazu angedeutet, daß in der St rom ri chtungs-Um- keh rs cha ltung U der Spule Cn-1 der Transistor A auf Durchgang geschaltet ist, während der Transistor B (angedeutet durch B0) in Spe rrstel Lung steht. Hingegen ist in der St romri ch ungs-U keh rs cha Ltung der Spule Cn de Transistor B auf Durchgang geschaltet, während der Transistor A (angedeutet durch A0) sperrt. Bei den anderen St rom ri chtungs-Umkeh rscha Ltungen U der benachbarten Spulen sind beide Transistoren A, B in Spe rrste L Lung . Die entsprec ende Programmierung ist aus der Tabelle von Fig. 6a, unterer Teil, für die Ansteuerung der Transistoren A, B der für alle sechzehn Stopglieder vorgesehenen sechzehn Spulen erkennbar.

Aus den Fig. 5b und 6b ist die Ansteuerung entnehmbar,

die zum Bewegen des Stopgliedes 23n der Stopvorri chtung Fn in die StopstelLung PII gewählt wird. Da nämlich aufgrund der entgegengesetzten Polaritäten der Permanentmagneten 24n... die beiden die S topvorr c htung Fn zwischen sich einsc ließenden Spulen Cn, Cn-1 bei entgegengesetzten Durchf Lußri chtungen auch die beiden Stopglieder der benachbarten Stopvorπ " chtungen Fn-1, Fn+1 mit Kraftimpulsen in Richtung auf die StopstelLung beaufschlagen, sind - um dies zu vermeiden - die beiden weiteren benachbarten Spulen Cn-2 und Cn+1 in jeweils der gleichen St romri chtung wie die Spulen Cn-1 bzw. Cn mit Strom beaufschlagt, so daß der Magnetfluß durch den Kern 21 durch die Stopvorri chtungen Fn-1 und Fn+1 neutral durchgeht, so daß zum Erzeugen des Bewegungsimpulses für die Stopvorri chtung Fn insgesamt vier Spulen zusammenarbeiten. Die an den außenliegenden Enden der Spulen Cn-2 und Cn+1 liegenden

Stopvorri chtungen Fn-2 und Fn+2 werden hingegen, da ihre Permanentmagneten wieder umgekehrte Polaritäten besitzen - wie durch Pfeile angedeutet - mit zusätzlich in Richtung auf die Passi vstel Lung wirkenden Haltekräften beaufschlagt. Dies zeigt auch Fig. 6b, im oberen Teil, wo die Stromri chtungs-Umkeh rscha Ltun- gen U der beiden Spulen Cn-2, Cn- mit auf Durchgang geschalteten Transistoren B und in der Sperrstellung befindlichen Transistoren A, hingegen die St rom ri chtungs-Umkeh \— Schaltungen U der Spulen Cn, Cn+1 mit in der Spe rrste l lung stehenden Transistoren B und auf Durchgang geschalteten Transistoren A gezeigt sind. Die entsprechende rogrammierung zeigt der untere Teil von Fig. 6b im Diagramm.

Um die Belastung jeder Spule beim Erzeugen des Bewegungsi mpuLses in der einen oder anderen Ricntung noch weiter zu reduzieren, können beliebig viele Spulen

paarweise in der aus den Fig. 5a und 5b gezeigten eise da∑ugeno rnen werden. Die von jeder Spule aufzubringende Leistung wird dadurch reduziert, so daß kleine Spulen mit geringer Windungszahl benutzt werden können. Es ergibt sich ferner durch die jewei ls paarweise Zusammenarbeit der Spulen für das zu beau schlagende Stopglied ein Verstärkungseffekt des Magnetflusses im Kern 21, der zu einem sehr raschen und kräftigen Bewegungsimpuls führt, der zusammen mit der bistabi len Lagerung jedes Stopgliedes zu einer hohen Ansprechempf L i nd l i c hkei t und zu gewünscht kurzen Schaltzeiten führt. Beispielsweise würde es ausreichen, zur Ansteuerung jeder Spule einen Kondensator vorzusehen, dessen zeitlich begrenzte Ent L adungs Le i stung zum Steuern jedes Stopgliedes ausreicht.

Wird die Stopvor ri c htung Fn für sich alleine betrachtet, so ist es zusammengefaßt nur notwendig, die beiden Spulen Cn-1 und Cn gemeinsam zu beaufschlagen, um das Stopglied 23n aus der StopstelLung PII in die Pass i steL lung PI zu bewegen und dabei die benachbarten Stopglieder 23n-1, 23n+1 verstärkt in der Passivstellung PI zu halten. Um das Stopglied 23n in die StopstelLung PII zu bewegen, ist es hingegen nur notwendig, die vier Spulen Cn-2, Cn-1, Cn und Cn+1 in der erläuterten Weise zu beaufschlagen, um damit auch die Stopglieder 23n-1 und 23n+1 daran zu hindern, ebenfalls in die StopstelLung PII zu gehen und die weiteren benachbarten Stopglieder verstärkt in der Pass i stel Lung zu halten.

Denkbar wäre auch eine Auslegung der Spulen derart, daß der Krafti puls für das jeweilige Stopglied nur dann ausreicht, die Haltekraft zwischen dem Permanentmagneten und dem einen der Anschläge zu überwinden, wenn zwei oder mehrere Spulen zusammenarbeiten. Bei dieser

Auslegung bleiben die anderen, benachbarten Stopglieder trotz der wechselnden Polaritäten in ihren Passi stel Lungen, wenn sie nur von der magnetischen Kraft einer Spule beaufschlagt werden. Eine weitere Möglichkeit zur Abwandlung besteht darin, den Kern 21 als den Anschlag für die Passivstellung zu benutzen, weil der Permanentmagnet in der Lage ist, seine Haltekraft auch in bezug auf den Kern 21 aufzubauen. Damit wären die äußeren Anschläge 25n... entbehrlich.

Bei dieser Ausbildung ergeben sich mehrere Vorteile:

Jewei ls mehrere Spulen arbeiten bei der Betätigung eines Stopgliedes zusammen, wodurch die Belastung jeder SpuLe gering bleibt und demzufolge die Spule mit kleinem Bauvolumen ausgelegt sein kann. Die bistabile Lagerung jedes Stopgliedes hat den Vorteil, daß zum Betätigen nur jeweils ein kurzer Stromstoß für die SpuLe benötigt wird, um das Stopglied aus der -jeweiligen EndsteLLung zu lösen und in Richtung auf die andere Endstellung zu beschleunigen. Die thermische Belastung der Magnetspulen wird dadurch gering gehalten. Die Spulen könnten auch durch die Ent L adungsene rgi ε von Kondensatoren angetrieben werden, was die Gefahr reduziert, die sich bei transistorgesteuerten Spulen hinsichtlich der Spulenüberlastung bei einem Zusammenbruch der Steuerung ergibt. Die zu bewegenden Massen in den StopVorrichtungen sind extrem klein, was zu geringer Lagerbelastung der Stopglieder und zu einer hohen Schaltgesch ndigkeit führt. Die einzige, nennenswerte Masse jedes Stopgliedes ist de Pe manentmagnet, άe r jedoch dank seiner Anziehung zu den Anschlägen eine verstärkende Wirkung auf die Bewegung des Stopgliedes hat. Um as Ansprechverhalten noch mehr zu verbessern, könnte als extrem trägheitsarmer Antrieb für die

Stopglieder auch das Prinzip der beweglichen

MagnetspuLen angewendet werden, d.h. daß jedes Stopglied nur die vernachlässigbare Masse einer Spulenwicklung trägt, während die schwereren, zum Erzeugen der

Spu Lenbewegung benutzten Komponenten stationär gelagert bleiben.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 wi rd ebenfalls der sich aus dem Zusammenspiel einer mit entgegengesetzten Stromr chtungen beaufschlagbaren Spule und der bistabi len Lagerung des Stopgliedes 23n resultierende positive Effekt einer kleinen und verhältnismäßig schwachen Spule Cn 1 genutzt. Jedoch ist die Spule Cn' hier in bezug auf die Speichertrommel 1 radial stehend angeordnet. Das Stopglied 23n bewegt sich in Richtung der Spulenachse. Die Anschläge 25n, 26n sind im Inneren der SpuLe untergebracht. Das Ringgehäuse 20 baut in radialer Richtung klein.

Bei der Ausführungsform der Fig. 8 sind jeder Stopvor ri chtung Fn zwei Spulen Cna, Cnb so zugeordnet, daß ihre Achsen annähernd parallel zur Achse der Speichertrommel 1 liegen. Der Kern 21 ist mäande fö r i g ausgestaltet. Die Stopvorrichtungen können sehr dicht ane i nande rgeset∑t werden. Die beiden Spulen jeder Stopvo r r i chtung beeinflussen die benachbarten Stopvorrichtungen hierbei nicht. Die beiden Spulen jeder Stopvorri chtung tei len sich jedoch die zum Bewegen des Stopgliedes erforderlic e Arbeit, so daß sie klein bauend und schwach ausgelegt sein können.

Bei der Ausführungsform der Fig. 9 ist ebenfalls jeder Stopvo r r i c htung Fn... ein Paar Spulen Cna, Cnb zugeordnet, wobei die Achsen der Spulen miteinander fluchten und relativ zur Umfangs ri chtung des

Ringgehäuses 20 schräg gestellt sind, derart, daß sich in Axialrichtung gesehen, die Spulen te lweise überlappen. Eine Wechselwirkung zwischen den Spulen benachbarter Stopvorrichtungen findet hier nicht statt. Trotzdem teilen sich jeweils zwei Spulen die Arbeit beim Erzeugen der Bewegungsimpulse für die zugehörige Stopvorri chtung . Die Stopvorrichtungen können sehr dicht anei nandergesetzt werden.

Bei den Ausführungsformen der Fig. 8 und 9 sind die verwendeten Spulen in der Stromrichtung umkehrbar und ist für das jeweilige Stopglied die bistabile Lagerung vorgesehen, die die Verwendung kleiner und schwacher Spulen gestattet. In den Ausführungsformen der Fig. 8 und 9 könnten die beiden jeweils einer Stopvorri chtung zugeordneten Spulen auch ohne

Stromri chtungs-Umkeh rscha Ltung von vornherein so an die Stromversorgung angeschlossen sein, daß jeweils eine Spule nur für einen Bewegungsimpuls in einer Richtung verantwor lich ist. Dank der bistabilen Lagerung des zugehörigen Stopgliedes würde trotzdem eine verhältnismäßig klein bauende und schwache Spule ausreichen, auch wenn sie allein für die Erzeugung αes jeweiligen Bewegungsi mpuLses verantwortl ch ist. Auch so könnte Platz gespart werden. Denkbar wäre es schließlich auch, jeder Stopvorri chtung eine größere Anzahl dann sternförmig angeordneter Spulen, die zwεckmäßi gerweise in ihrer Stro durchf Lußrichtung umkehrbar sind, zuzuordnen.

Die aus den Fig. 6a, 6b erkennbare Ansteuerung der Spulen und ihrer Transistoren Läßt sich auf zweckmäßige Weise durch konventionεL lε Trεi b rs chaltstufen übεr eine entsprechende Programmrouti ne einer zentralen Steuereinheit mit Mikroprozessorbestückung durchführen,

z.B. in der der i europäischen Patent 1U7 110 beschriebenen Art, die dann so ausgelεgt ist, daß siε diε Be rεchnungssch ri tte für die Betätigung der Stopglieder zum jewei ls richtigen Zeitpunkt vornimmt.