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Title:
DEVICE FOR TRANSFERRING TOOLS AND METHOD FOR TRANSFERRING TOOLS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/204415
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device provided for transferring tools (35), tool units and the like between two clamp-type tool holders (45), which each have legs (46, 47), which legs at least interlockingly engage in a gripping groove (59) of the tool (35). In the transfer position, the legs (46, 47) are directed toward each other. The device has at least one transfer unit (51), which has at least one transfer part (55), which transfer part can be moved (in the y-direction) perpendicularly to the axis of the tool (35). The tool (35) is moved from one tool holder (45) into the other tool holder (45) in such a way that the tool is held by the legs (46, 47) of at least the one tool holder (45) during the transfer process.

Inventors:
HEMMERICH MICHAEL (DE)
GURKA PAUL (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/000039
Publication Date:
October 14, 2021
Filing Date:
April 06, 2021
Export Citation:
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Assignee:
WEINIG MICHAEL AG (DE)
International Classes:
B27M1/08; B23Q3/155; B23Q3/157
Foreign References:
DE9014433U11991-01-31
DE8707780U11987-07-16
DE10236342A12004-02-19
DE102009007413A12010-08-05
DE19724635A11998-12-17
DE102014211566A12015-12-17
US20020115541A12002-08-22
Attorney, Agent or Firm:
KOHL, Karl-Heinz (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zur Übergabe von Werkzeugen, Werkzeugaggregaten und dergleichen, insbesondere zur Bearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff, Aluminium und dergleichen, zwischen zwei Werkzeugauf nahmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugaufnahmen (34, 45) klammerförmig ausgebildet sind und jeweils Schenkel (46, 47) aufweisen, die zumindest formschlüssig in eine Greifernut (59) des Werkzeuges (35, 65) eingreifen und die in der Übergabeposition gegeneinander ge richtet sind, und dass wenigstens eine Übergabeeinheit (51 ) mit min destens einem Übergabeteil (55) vorgesehen ist, das quer zur Achse des Werkzeuges (35, 65) verstellbar ist (y-Richtung).

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Übergabeteil (55) in eine Schnitt stelle (58) des Werkzeuges (35, 65) eintaktbar ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Werkzeugaufnahme (45) Teil eines ersten Magazins (41 ) ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Magazin (41 ) mit mindestens einem Träger (22) für eine Werkzeugspindel (33) verbunden ist, in die das Werkzeug (35, 65) einspannbar ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (22) parallel zur Längsrich- tung der Werkstücke (1 ) verfahrbar ist (x-Richtung).

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Magazin (41 ) quer zur x- Richtung verfahrbar ist (y-Richtung).

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (22) als Portal ausgebildet ist.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass vom Träger (22) ein Querträger (49) ab steht, an dem das erste Magazin (41 ) angeordnet ist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 108 dadurch gekennzeichnet, dass das erste Magazin (41 ) ein um eine ver tikale Achse (z-Richtung) drehbares Tellermagazin ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Magazin (41 ) mit einem Schlit ten (48) verbunden ist, der längs wenigstens einer in y-Richtung verlau fenden Führung (50) verfahrbar ist.

11 . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Übergabeteil (55) der Übergabeeinheit (51 ) in z-Richtung zwischen einer Ruhestellung und einer Eingriffs stellung verstellbar ist.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Magazin (41 ) in z-Richtung gegenüber dem Querträger (49) verstellbar ist.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Werkzeugaufnahme (34) Teil eines zweiten Magazins (36) ist, das in z-Richtung verstellbar ist.

14. Anlage mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13.

15. Verfahren zum Übergeben von Werkzeugen, Werkzeugaggregaten und dergleichen, bei dem das Werkzeug (35, 65) von einer Werkzeugauf nahme (34) in eine andere Werkzeugaufnahme (45) so verschoben wird, dass das Werkzeug (35, 65) während des Übergabevorganges von den Schenkeln (46, 47) zumindest der einen Werkzeugaufnahme (34, 45) gehalten ist.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (35, 65) mittels eines Übergabeteils (55) einer Übergabeeinheit (51 ) quer zur Achse des Werkzeugs (35, 65) verschoben wird, wobei das Übergabeteil (55) mit dem Werkzeug (35, 65) in Eingriff gebracht und danach quer zur Achse des Werkzeugs (35, 65) in y-Richtung verfahren wird.

Description:
VORRICHTUNG ZUM ÜBERGEBEN VON WERKZEUGEN UND VERFAHREN ZUM ÜBERGEBEN VON

WERKZEUGEN

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Übergeben von Werkzeugen, Werkzeugaggregaten und dergleichen, insbesondere zur Bearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff, Aluminium und dergleichen, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 , eine Anlage mit einer solchen Vorrichtung gemäß Anspruch 14 sowie ein Verfahren zum Übergeben von Werkzeugen, Werkzeugaggregaten und dergleichen gemäß Anspruch 15.

Es sind Anlagen bekannt, in denen längliche Werkstücke aus Holz an ihren Längsseiten und auch an ihren Stirnseiten mit entsprechenden Werkzeugen bearbeitet werden. So bearbeitete Werkstücke werden beispielsweise zur Herstellung von Fensterrahmen eingesetzt. Die Werkzeuge sind in der Re gel Profilierwerkzeuge, mit denen an den entsprechenden Längs- und Stirn seiten der Werkstücke entsprechende Profile gefräst werden. Die Werkzeuge sind in der Regel HSK-Werkzeuge, für deren automatisches Einwechseln aus einem Werkzeugmagazin eine aufwändige Wechseleinrichtung und ein aufwändiges Klemmsystem erforderlich sind. Es ist so ausgebildet, dass das Werkzeug über die vorgesehene Spannschräge im Inneren des HSK-Konus des Werkzeuges klemmt. Das Klemmsystem kann auch so ausgebildet sein, dass zur Klemmung die Zylinderfläche des Werkzeuges benachbart zur Greifernut verwendet wird, da im Werkzeugmagazin die Werkzeuge über die Greifernut aufgenommen sind. Es ist somit eine aufwändige, getaktete Zange erforderlich, die das Werkzeug mit ausreichender Spannkraft aufnimmt. Die Abgabe- und die Aufnahmezangen besetzen zudem Bauraum. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Vorrichtung, die Anlage und das Verfahren so auszubilden, dass ein Werkzeugwechsel mit einfachen Mitteln zuverlässig und schnell durchgeführt werden kann.

Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Vorrichtung erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 , bei der Anlage mit den Merkmalen des Anspruches 14 und beim Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 15 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Werkzeugaufnahmen klammerförmig ausgebildet. Sie haben Schenkel, die zumindest formschlüs sig in die Greifernut des Werkzeuges eingreifen. In der Übergabeposition sind die Schenkel der Werkzeugaufnahmen gegeneinander gerichtet, so dass sie von einander gegenüberliegenden Seiten aus in die Greifernut eingreifen. Während des Übergabevorganges sind daher die Schenkel zumin dest der einen Werkzeugaufnahme stets in Eingriff mit der Greifernut, so dass das Werkzeug stets gehalten ist und nicht nach unten fallen kann. Durch Verfahren eines Übergabeteils einer Übergabeeinheit quer zur Werk zeugachse wird das Werkzeug in die übernehmende Werkzeugaufnahme geschoben. Das Übergabeteil wird dabei zuvor mit dem Werkzeug in Eingriff gebracht. Durch die Erfindung ist eine kostengünstige Werkzeug- Übergabevorrichtung geschaffen, wobei als Werkzeugaufnahmen einfache und kostengünstige Aufnahmezangen eingesetzt werden können.

Unter Werkzeug sind nicht nur Einzelwerkzeuge, sondern auch Werkzeugaggregate mit zwei oder mehr Werkzeugen oder Werkzeugspindeln zu ver stehen.

Das Übergabeteil ist bevorzugt so ausgebildet, dass es in eine Schnittstelle des Werkzeuges eingetaktet werden kann. Hierfür ist das Übergabeteil in Richtung der Werkzeugachse (z-Richtung) verstellbar. Das Übergabeteil wird vorteilhaft passgenau in die Schnittstelle eingefahren. Nach Verfahren des Werkzeuges kann das Übergabeteil aus der Schnittstelle des Werkzeu ges herausgefahren werden. Die beiden Werkzeugaufnahmen können aber auch zeitgleich mit dem Herausfahren des Übergabeteils auseinandergefahren werden. Das in die Schnittstelle des Werkzeuges eingesetzte Übergabeteil übt eine kippfreie Horizontalkraft auf das Werkzeug aus, das dadurch ohne Verkippen zuverlässig zwischen den Werkzeugaufnahmen verschoben werden kann.

Die eine Werkzeugaufnahme ist vorteilhaft Teil eines ersten Magazins.

Vorteilhaft ist das erste Magazin, an dem die Übergabeeinheit vorgesehen ist, mit mindestens einem Träger für eine Werkzeugspindel verbunden, in die das Werkzeug eingespannt werden kann. Das Magazin befindet sich dadurch ständig im Bereich der Werkzeugspindel, so dass das im Magazin befindliche Werkzeug bei Bedarf jederzeit in die Werkzeugspindel einge setzt werden kann.

Der Träger ist vorteilhaft parallel zur Längsrichtung der Werkstücke in x- Richtung verfahrbar. Dadurch lassen sich die Längsseiten des Werkstückes durch Verfahren des Trägers mit dem in dessen Werkzeugspindel eingesetzten Werkzeug bearbeiten.

Eine vorteilhafte Ausbildung ergibt sich, wenn der Träger als Portal ausge bildet ist. Dann kann der Träger die Transportbahn für die zu bearbeitenden Werkstücke überspannen. An dem Portal lässt sich die Werkzeugspindel in optimaler Weise anbringen.

Das erste Magazin selbst ist bevorzugt quer zur x-Richtung verfahrbar.

Dann kann das erste Magazin für einen Werkzeugwechsel in y-Richtung an die Werkzeugspindel herangefahren und dort ein- bzw. ausgewechselt wer den.

Um eine einfache Verstellung des ersten Magazins zu gewährleisten, steht vom Träger vorteilhaft ein Querträger ab, an dem das erste Magazin ange ordnet ist. Dieser Querträger erstreckt sich dementsprechend in y-Richtung und kann beispielhaft eine vertikal stehende Platte sein, längs der das erste Magazin verfahrbar ist. Der Querträger ist mit entsprechenden Führungen versehen, längs derer das erste Magazin in y-Richtung verfahren werden kann.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird das erste Magazin durch ein Tellermagazin gebildet, das um eine vertikale Achse (z-Achse) gedreht werden kann. Dieses Tellermagazin kann vorteilhaft einen sternförmigen Träger aufweisen, der mehrere Arme aufweist, die an ihren freien Enden mit jeweils einem Speicherplatz für Werkzeuge versehen sind. In diesen Speicherplätzen, welche Werkzeugaufnahmen bilden, können die für die Bearbeitung der Werkstücke notwendigen Werkzeuge vorgehalten und bei Bedarf in die Werkzeugspindel eingewechselt werden.

Soll ein Werkzeug, das im Tellermagazin gelagert ist, in die Werkzeugspindel eingesetzt werden, wird das Tellermagazin bzw. sein sternförmiger Trä ger um die vertikale z-Achse gedreht, um das gewünschte Werkzeug an die Werkstückspindel heranzuführen.

Eine konstruktiv einfache und zuverlässige Ausführung ergibt sich, wenn das erste Magazin mit einem Schlitten verbunden ist, der längs wenigstens einer in y-Richtung verlaufenden Führung verfahrbar ist.

Das Übergabeteil der Übergabeeinrichtung ist in vorteilhafter Weise in z- Richtung zwischen einer Ruhestellung und einer Eingriffsstellung verstell bar. In der Ruhestellung ist das Übergabeteil, das vorteilhaft in Form eines Bolzens ausgebildet ist, außer Eingriff mit der Schnittstelle des Werkzeuges. Aus dieser Ruhestellung lässt sich das Übergabeteil in z-Richtung in die Eingriffsstellung verstellen, in der das Übergabeteil in die Schnittstelle des Werkzeuges eingreift.

Bei einer anderen Ausführungsform kann das Übergabeteil beispielsweise eine Konushülse sein, die über den Konus des Werkzeuges gesteckt wird. Weiter ist es möglich, zwei in y-Richtung einander gegenüberliegende Schieber vorzusehen, die zum Verschieben des Werkzeuges an dessen Konus und/oder Zylinder diametral einander gegenüberliegend anliegen.

Die andere Werkzeugaufnahme ist vorteilhaft Teil eines zweiten Magazins, das ein Hauptmagazin sein kann.

Das Hauptmagazin kann, im Unterschied zum ersten Magazin des Trägers, eine wesentlich größere Zahl von Werkzeugen aufnehmen. Das Hauptmagazin kann ein Regalmagazin sein, in dem die Speicherplätze (Werkzeug aufnahmen) in zumindest einer Reihe nebeneinander angeordnet sind. Das Hauptmagazin kann auch ein drehbares Tellermagazin sein. Grundsätzlich kann ein solches Regal- bzw. Tellermagazin auch zwei oder mehr Etagen mit entsprechenden Speicherplätzen aufweisen. Das erste Magazin des Trägers kann diesem Hauptmagazin das entsprechende Werkzeug entneh men bzw. ein entsprechendes Werkzeug im Speicherplatz des Hauptmaga zins ablegen.

Hierbei ist es von Vorteil, wenn das erste Magazin in z-Richtung gegenüber dem Querträger verschiebbar ist. Dann kann das erste Magazin beispielsweise die mehreren Etagen des Hauptmagazins einfach anfahren. Die Ver stellung in z-Richtung kann alternativ oder zusätzlich auch vom Hauptmaga zin erfolgen.

Die erfindungsgemäße Anlage ist mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestattet, mit der ein problemloser und einfacher Wechsel der Werkzeu ge möglich ist.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird das Werkzeug von der einen in die andere Werkzeugaufnahme verschoben. Dabei wird das Werkzeug von den Schenkeln zumindest der einen Werkzeugaufnahme gehalten. Dadurch wird sicher verhindert, dass das Werkzeug während des Übergabevorgangs her unterfällt. Das Verschieben des Werkzeuges von der einen in die andere Werkzeugaufnahme ermöglicht einen raschen Übergabevorgang. Der Anmeldungsgegenstand ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch durch alle in den Zeichnungen und der Beschreibung offenbarten Angaben und Merkmale. Sie werden, auch wenn sie nicht Gegenstand der Ansprüche sind, als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprü chen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausfüh rungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine erfindungsgemäße Anlage zur Bearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff und derglei chen mit einer erfindungsgemäßen Werkzeugwechseleinrichtung,

Fig. 2 in perspektivischer und vergrößerter Darstellung einen Tisch der erfindungsgemäßen Anlage gemäß Fig. 1 ,

Fig. 3 in vergrößerter und perspektivischer Darstellung ein Werkzeugmagazin der erfindungsgemäße Anlage gemäß Fig. 1 ,

Fig. 4 in vergrößerter Darstellung und teilweise im Schnitt die erfin dungsgemäße Werkzeugwechseleinrichtung während eines Werk zeugwechsels,

Fig. 5 bis

Fig. 11 den Werkzeugwechselvorgang in verschiedenen Positionen,

Fig. 12 in perspektivischer Darstellung eine Aufnahme des Werkzeugma gazins der erfindungsgemäßen Anlage in perspektivischer und vergrößerter Darstellung, Fig. 13 in perspektivischer Darstellung ein Werkzeugaggregat bei der Übergabe zwischen zwei Aufnahmen zweier Magazine.

In der im Folgenden beschriebenen Anlage werden längliche Werkstücke bearbeitet, die vorteilhaft aus Flolz, aber auch aus Kunststoff, Aluminium und einem ähnlichen Werkstoff bestehen können. Die Werkstücke 1 haben rechteckigen Querschnitt und werden auf einer Zuführeinrichtung 2 quer zu ihrer Längsrichtung in y-Richtung zugeführt. Flierzu ist die Zuführeinrichtung 2 mit mindestens einer Transporteinheit 3 versehen, mit der die Werkstücke 1 quer zu ihrer Längsrichtung in die Anlage transportiert werden. Die zu be arbeitenden Werkstücke 1 können von Fland auf die Zuführeinrichtung 2 aufgelegt werden. Es ist aber auch eine automatische Werkstückzuführung möglich.

Die Zuführeinrichtung 2 hat wenigstens einen Auflagetisch 4, auf den die Werkstücke 1 aufgelegt werden. Sobald die Werkstücke 1 den Auflagetisch 4 verlassen, werden sie von der Transporteinheit 3 erfasst und quer zu ihrer Längsrichtung transportiert. Die Zuführeinrichtung 2 kann mehrere nebenei nander liegende Transporteinheiten 3 aufweisen, um beispielsweise mehre re nebeneinander liegende Werkstücke 1 gleichzeitig transportieren zu kön nen.

Die Werkstücke 1 werden zwei Spanneinrichtungen 5a, 5b zugeführt, mit denen die Werkstücke 1 an der Ober- und Unterseite festgeklemmt werden.

Die Spanneinrichtungen 5a, 5b haben wenigstens einen, im Ausführungs beispiel drei Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c, die jeweils obere Klemmbacken 8a aufweisen, mit denen die Werkstücke 1 gegen untere Klemmbacken 8b in bekannter Weise gespannt werden. Die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c können entsprechend der Länge der Werkstücke 1 individuell in X- Richtung positioniert werden. Die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c sind in x-Richtung längs einer Führung 9 verfahrbar. Die länglichen Werkstücke 1 erstrecken sich in x-Richtung, der Transportrichtung.

Die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c gelangen in eine Übergabestellung 10, in der die Werkstücke 1 von einer zweiten Spanneinrichtung 11 übernom men werden können.

Sie hat eine Auflage 12 für die Werkstücke 1 (Fig. 2), auf der die Werkstü cke 1 in geklemmtem Zustand aufliegen. Die Auflage 12 erstreckt sich in x- Richtung über die Länge der Spanneinrichtung 11. Zum Einspannen der Werkstücke 1 dient eine obere Klemmbacke 13, die sich in x-Richtung über die Länge der Spanneinrichtung 11 erstreckt und die mit mindestens einem Antrieb 14, im Ausführungsbeispiel mit drei in x-Richtung mit Abstand hin tereinander liegenden Antrieben 14 verbunden ist, mit denen die obere Klemmbacke 13 in z-Richtung verstellt werden kann. Die Antriebe 14 haben jeweils einen Träger 14a, an dem die Klemmbacke 13 befestigt ist und der entlang einer nicht dargestellten Führung in z-Richtung verstellbar ist. Der Antrieb 14 ist eine Kolben-Zylinder-Einheit, mit der die Klemmkraft erzeugt wird.

Die Antriebe 14 sind Teile von Verstelleinheiten 15, an denen die Auflage 12 gelagert ist und mit denen die Auflage 12 zusammen mit der oberen Klemmbacke 13 und deren Antrieben 14 in z-Richtung verfahren werden können. Die Verstelleinheiten 15 sind an weiteren Verstelleinheiten 15a vorgesehen, die in y-Richtung verfahren werden können.

Die Anlage weist im Bereich der Spanneinrichtung 11 in y-Richtung sich er streckende Führungen 16 für die Verstelleinheiten 15a auf. Die Verstelleinheiten 15a werden mittels (nicht dargestellter) Antriebe in y-Richtung ver fahren. Diese Verfahrachse ist als Positionierachse ausgebildet, so dass die Auflage 12 und Klemmbacke 13 für die Übernahme der Werkstücke 1 exakt in y-Richtung eingestellt werden können. Mit den Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c und der Spanneinrichtung 11 kön nen die Werkstücke 1 in der Übergabestellung 10 jeweils so mit den Klemmbacken 8a, 8b über einen Teil ihrer Breite eingespannt werden, dass die Werkstücke 1 an ihrer einen in x-Richtung verlaufenden Längsseite be arbeitet werden können. Die Einspannung der Werkstücke 1 bezüglich der y-Richtung erfolgt durch die beschriebene Positionierung der Spanneinrich tung 11. Sie hat ein in x-Richtung sich erstreckendes Anschlaglineal 11 a (Fig. 1 ), an dem die Werkstücke 1 mit ihrer einen Längsseite anliegen. Die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c sind mit (nicht dargestellten), in y- Richtung federnd gelagerten Gegenanschlägen versehen, welche die Werkstücke 1 in y-Richtung gegen das Anschlaglineal 1 1 a belasten.

Auch die unteren Klemmbacken 8b sind so angeordnet, dass sie die Werk stücke 1 nur über einen Teil ihrer Breite (y-Richtung) einspannen, so dass die Werkstücke 1 ohne Behinderung durch die Klemmbacken der Spannwa gen 6a bis 6c, 7a bis 7c an der einen Längsseite bearbeitet werden können.

In der Übergabestellung 10 werden die Werkstücke 1 zwischen den Klemm backen 8a, 8b; 12, 13 so übergeben, dass jeweils die in x-Richtung gesehen linke oder rechte Längsseite der Werkstücke bearbeitet werden kann. Die Einspannung erfolgt hierbei in der beschriebenen Weise jeweils derart, dass die Klemmbacken die Bearbeitung durch die Werkzeuge nicht behindern.

Die Übergabe der Werkstücke 1 zwischen den Klemmbacken von Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c und Spanneinrichtung 11 erfolgt jeweils derart, dass die Werkstücke während der Übergabe stets eingespannt sind und sie nach der ersten Bearbeitung bei der Übergabe in die Spanneinrichtung 11 ihre jeweilige Position beibehalten. Dadurch ist eine hohe Bearbeitungsqua lität sichergestellt.

Zunächst erfolgt die Bearbeitung der Werkstücke 1 dann, wenn die in der Übergabestation befindlichen Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c die Werk stücke 1 spannen. Die Werkstücke 1 können so eingespannt sein, dass sie in x-Richtung über die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c vorstehen. Dann ist es mit entsprechenden Werkzeugen möglich, nicht nur die in x-Richtung ver- laufende eine Längsseite der Werkstücke 1 zu bearbeiten, sondern auch beide Stirnseiten der Werkstücke. Sobald die Bearbeitung der einen Längsseite abgeschlossen und die Werkstücke 1 von der Spanneinrichtung 11 übernommen worden sind, fahren die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c in x- Richtung in ihre in Fig. 1 dargestellte Ausgangslage zurück, in der sie von der Zuführeinrichtung 2 in der beschriebenen Weise die nächsten zu bear beitenden Werkstücke 1 aufnehmen und spannen können.

Da die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c unabhängig voneinander in x- Richtung positionierbar sind, ist es möglich, im Bereich zwischen bzw. ne ben den Klemmbacken 8a die Werkstücke 1 von oben zu bearbeiten, beispielsweise Nuten oder Bohrungen einzubringen.

Nachfolgend werden die Werkstücke, die fertig bearbeitet sind, mit 1 ‘ be zeichnet.

Sobald die Bearbeitung der mit der Spanneinrichtung eingespannten Werkstücke 1 ' abgeschlossen ist, werden die mittels der Klemmbacken 12, 13 eingespannten Werkstücke ' zurückgefahren, indem die Verstelleinheiten 15 in y-Richtung zurückgefahren werden. Eine zunächst im Bereich oberhalb der Klemmbacke 13 befindliche Aufnahmeeinheit 17 (Fig. 1 ) wird so weit abgesenkt, bis sie sich im Bereich unterhalb der in den Klemmbacken 12, 13 eingespannten Werkstücke '\ ‘ der Spanneinrichtung 11 befindet, so dass die fertig bearbeiteten Werkstücke 1 ‘ auf die Aufnahmeeinheit 17 ge schoben werden können.

Sie hat einen Auflageteil 18, der sich horizontal erstreckt und von einer senkrecht nach oben anschließenden Seitenwand 19 absteht.

Bevor die fertig bearbeiteten Werkstücke 1 ‘ auf die Aufnahmeeinheit 17 ge schoben werden, wird die obere Klemmbacke 13 angehoben. Anschließend werden die Werkstücke mit dem Anschlaglineal 11 a, das an den Verstellein heiten 15 vorgesehen ist, auf den Auflageteil 18 geschoben, indem das An schlaglineal 11 a durch einen nicht dargestellten Antrieb vorgefahren wird. Nach der Übergabe der fertig bearbeiteten Werkstücke 1 ‘ an die Aufnahme einheit 17 wird diese wieder nach oben verstellt. Die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c können mit den nächsten zu bearbeitenden Werkstücken 1 in die Übergabestation 10 verfahren werden.

Die Aufnahmeeinheit 17 ist an einem als Portal 22 ausgebildeten Träger vorgesehen, der in x-Richtung verfahrbar ist. Das Portal 22 hat zwei Stän der 23, 24 (Fig. 1 ), die auf Führungen 25, 26 verfahrbar sind, die sich in x- Richtung erstrecken. Die beiden Ständer 23, 24 sind am oberen Ende durch einen Querträger 27 miteinander verbunden. Zum Verfahren des Portals 22 ist ein Antrieb 28 vorgesehen, der beispielhaft am Ständer 23 angeordnet ist.

Am Querträger 27 ist ein in z-Richtung verfahrbarer Schlitten 29 zur Höhen verstellung der Aufnahmeeinheit 17 angeordnet. Zur Abstützung des Aufla geteils 18 sind zwei Arme 21 vorgesehen, die mit einem Ende an der Aufnahmeeinheit 17 und mit dem anderen Ende am Schlitten 29 angelenkt sind.

Mit dem Portal 22 wird die Aufnahmeeinheit 17, sobald die fertig bearbeiteten Werkstücke 1 ‘ auf ihr abgelegt sind und sie in ihre obere Position verstellt worden ist, längs der Führungen 25, 26 in x-Richtung so weit verfah ren, dass die Werkstücke 1 ‘ von der Aufnahmeeinheit 17 an eine Abführein heit 30 übergeben werden können. Sie ist im Bereich oberhalb der Zu führeinrichtung 2 vorgesehen. Dazu wird die Aufnahmeeinheit 17 in z- Richtung abgesenkt. Die Aufnahmeeinheit 17 hat Aussparungen 20, in wel che im Ausführungsbeispiel Riemenbahnen 30a der Abführeinheit 30 ragen, wenn die Aufnahmeeinheit 17 abgesenkt wird. Die auf der Aufnahmeeinheit 17 abgelegten Werkstücke l ' können dadurch von den Riemenbahnen 30a erfasst und von der Aufnahmeeinheit 17 abgenommen werden. Die fertig bearbeiteten Werkstücke 1 ‘ werden der Abführeinheit 30 für die weitere Verarbeitung entnommen.

Die beiden Führungen 25, 26 für das Portal 22 sind so vorgesehen, dass die Führung 9 für die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c im Bereich zwischen den beiden Führungen 25, 26 liegt. Dadurch können das Portal 22 in x- Richtung und gleichzeitig auch die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c in x- Richtung verfahren werden, so dass eine zeitparallele Arbeitsweise gewähr leistet ist. Im Ausführungsbeispiel ist die Führung 9 für die Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c nahe benachbart zur Führung 26 des Portals 22 vorgese hen. Der Ständer 24 des Portals 22, der längs der Führung 26 verfahrbar ist, ist so ausgebildet, dass er nicht in Kollision mit den längs der Führung 9 verfahrbaren Spannwagen 6a bis 6c, 7a bis 7c kommt.

Die zur Bearbeitung der Werkstücke 1 vorgesehenen Werkzeuge sind am Portal 22 vorgesehen, das zur Bearbeitung der Längsseiten und auch der Stirnseiten der Werkstücke 1 längs der Führungen 25, 26 verfahren wird.

Am Querträger 27 ist ein Schlitten 31 in y-Richtung verfahrbar angeordnet. Vorteilhaft ist der Schlitten 31 an der von der Zuführeinrichtung 2 sowie der Abführeinheit 30 abgewandten Seite des Querträgers 27 angeordnet. Er hat in y-Richtung verlaufende Führungen 32, längs denen der Schlitten 31 verfahrbar ist (Fig. 3). Der Schlitten 31 trägt eine Werkzeugspindel 33, deren Achse in z-Richtung verläuft und die im Ausführungsbeispiel eine Motorspindel ist.

In das untere Ende der Werkzeugspindel 33 wird ein zur Bearbeitung der Werkstücke 1 erforderliches Werkzeug 35 eingesetzt, das in einem Magazin 36 bereitgestellt ist. Es ist beispielhaft ein Linearmagazin, das in einer Rei he hintereinander angeordnete Speicherplätze 37 für die Werkzeuge 35 aufweist.

Die Werkzeugspindel 33 ist an einem Spindelträger 38 gehalten, der gegenüber dem Schlitten 31 in z-Richtung verfahrbar ist. Der Spindelträger 38 kann mittels eines am Schlitten 31 gelagerten Antriebes 39 in z-Richtung verstellt werden.

Das entsprechende Werkzeug 35 kann mittels des Portals 22, des Schlittens 31 und des Spindelträgers 38 in gewünschtem Maße in x-, y- und z- Richtung verfahren werden. Auf diese Weise können die entsprechenden Seiten des Werkstückes 1 in der beschriebenen Weise bearbeitet werden.

Um die Werkzeuge 35 dem Werkzeugmagazin 36 entnehmen und in die Werkzeugspindel 33 einsetzen zu können, ist die Anlage mit einer Werk zeugwechseleinrichtung 40 versehen, die am Portal 22 vorgesehen ist und dementsprechend mit dem Portal 22 in x-Richtung verfahren wird.

Mit der Werkzeugwechseleinrichtung 40 können die für die Bearbeitung der Werkstücke 1 erforderlichen Werkzeuge 35 dem Magazin 36 entnommen und in die Werkzeugspindel 33 eingesetzt werden. Umgekehrt kann mit der Werkzeugwechseleinrichtung 40 das jeweilige Werkzeug 35 in das Magazin 36 eingesetzt werden.

Die Werkzeugwechseleinrichtung 40 hat ein Tellermagazin 41 mit einer in z- Richtung liegenden Achse 42, mit der das Tellermagazin 41 gedreht werden kann.

Auf der Achse 42 sitzt drehfest ein Sternträger 43 mit radial verlaufenden Armen 44, die am freien Ende jeweils mit einer Aufnahme 45 für Werkzeuge 35 versehen sind. Im Ausführungsbeispiel weist der Sternträger 43 vier Ar me 44 auf, so dass im Tellermagazin 41 vier Werkzeuge abgelegt werden können. Der Sternträger 43 kann aber auch weniger oder mehr Arme auf weisen, so dass im Tellermagazin 41 auch eine kleinere oder eine größere Zahl von Werkzeugen 35 abgelegt sein kann.

Die Aufnahmen 45 sind zangenförmig mit zwei Schenkeln 46 ausgebildet, welche als Klammern wirken, um die Werkzeuge 35 in noch zu beschrei bender Weise aufzunehmen und zu halten.

Das Linearmagazin 36 hat die Speicherplätze 37 (Fig. 3), die mit den Auf nahmen 45 des Tellermagazins 41 entsprechenden Aufnahmen 34 ausgestattet sind, die durch jeweils zwei Schenkel 47 begrenzt sind und mit denen die Werkzeuge 35 im Magazin 36 gehalten sind. Das Tellermagazin 41 ist Teil eines Schlittens 48 (Fig. 5), der in y-Richtung längs eines in y-Richtung sich erstreckenden Querträgers 49 verfahrbar ist. Er ist mit dem Portal 22, insbesondere mit dessen Ständer 24, verbunden. Wie die Fig. 3 und 5 zeigen, ist der Querträger 49 an einer Seite mit zwei in y-Richtung sich erstreckenden Führungen 50 versehen, die in z-Richtung mit Abstand übereinander liegen. Mit dem Schlitten 48 kann das Tellerma gazin 41 in die jeweiligen Übergabestellungen verfahren werden.

Dazu dient eine Zylindereinheit 60 (Fig. 3), die oberhalb des Querträgers 49 angeordnet ist. Vorteilhaft lässt sich damit außer den beiden Übergabestellungen noch eine Mittelstellung anfahren, in der das Tellermagazin 41 wäh rend der Bearbeitung der Werkstücke 1 steht.

Die Werkzeugwechseleinrichtung 40 ist außerdem mit einer Übergabeein heit 51 versehen (Fig. 4), mit der die Werkzeuge 35 vom Magazin 36 dem Tellermagazin 41 übergeben werden können. Die Übergabeeinheit 51 be steht aus einem Schlitten 54, einem Übergabeteil 55 und einem Antrieb 56.

Die Übergabeeinheit 51 ist an einer Halterung 52 vorgesehen, die vorteilhaft plattenförmig ausgebildet ist und sich in y-Richtung erstreckt. Die Halterung 52 hat ein Tragelement 53, das am Schlitten 48 befestigt ist. Vorteilhaft ist die Übergabeeinheit 51 zusätzlich über eine Abdeckung 61 (Fig. 4) des Tel lermagazins 41 abgestützt, welche gleichzeitig die im Tellermagazin 41 auf genommenen Werkzeuge vor Verschmutzung schützt.

Bei einer weiteren (nicht dargestellten) Ausführungsform kann die Übergabeeinheit 51 am freien Ende des Querträgers 49 befestigt sein.

Die Übergabeeinheit 51 hat den Schlitten 54, der in y-Richtung längs der Halterung 52 verfahrbar ist. Auf der Halterung 52 ist eine Führungsschiene 54‘ für den Schlitten 54 angebracht. Die Verstellung erfolgt über eine Kol ben-Zylindereinheit 74 [deren Gehäuse 75 mit dem Schlitten 54 und deren Kolbenstange 76 mit der Halterung 52 verbunden sind. Im Schlitten 54 ist das in z-Richtung verstellbare Übergabeteil 55 untergebracht. Es ist vorteilhaft bolzenförmig ausgebildet und kann aus einer Ruhestellung in eine Übergabestellung verschoben werden. Hierfür ist der An trieb 56 vorgesehen, beispielsweise ein Pneumatikzylinder, mit dem das Übergabeteil 55 axial verschoben werden kann.

Fig. 4 zeigt das Übergabeteil 55 in seiner Übergabeposition, in der es in ei ne Innenkontur 57 einer werkzeugseitigen Schnittstelle 58 eingreift. Sie ist vorteilhaft eine HSK-Schnittstelle. Sie hat am Konusende und an einer Ver tiefung im Konusboden einen Passdurchmesser, in den das bolzenförmige Übergabeteil 55 eingeführt werden kann, wodurch eine kippfreie Horizontal kraft auf das Werkzeug 35 ausgeübt werden kann. Dadurch ist es möglich, das Werkzeug 35 ohne Verkippen von der Aufnahme 34 des Magazins 36 in die Aufnahme 45 des Tellermagazins 41 zu überführen.

Das Werkzeug 35 hat im Bereich der Schnittstelle 58 eine Greifernut 59, die sich über den Umfang der Schnittstelle 58 erstreckt und in welche die Schenkel 46, 47 der Aufnahmen 45, 34 eingreifen. Die Schenkel 46, 47 sind so ausgebildet, dass sie form- und vorteilhaft kraftschlüssig in die Greifernut 59 eingreifen. Das Werkzeug 35 ist dadurch in axialer Richtung sowohl in den Magazinen 36, 41 als auch bei der Übergabe abgestützt, so dass nicht die Gefahr besteht, dass es nach unten fällt.

Vorteilhaft ist es, wenn das Übergabeteil 55 so ausgebildet ist, dass beim Einfahren des Übergabeteiles 55 die Innenkontur 57 der Schnittstelle 58 ausgeblasen wird. Die entsprechende Bohrung kann im Übergabeteil 55 vorgesehen sein.

Es ist auch möglich, für die Zuführung der Blasluft separat seitlich an der Übergabeeinheit 51 wenigstens eine Blasdüse vorzusehen, durch die ein Blasstrahl gelangt, mit dem Späne aus der Bohrung des Werkzeuges 35 ge blasen bzw. gesaugt werden. Anhand der Fig. 5 bis 12 wird der Übergabevorgang der Werkzeuge 35 näher beschrieben.

Fig. 5 zeigt das Werkzeug 35, das sich im Magazin 36 befindet. Jeder Spei cherplatz 37 des Magazins 36 hat die Aufnahme 34 mit den beiden Schen keln 47, die form- und vorteilhaft kraftschlüssig in die Greifernut 59 des Werkzeuges 35 eingreifen. Das Tellermagazin 41 sowie die Übergabeein heit 51 , die sich im Bereich oberhalb des Tellermagazins 41 bzw. seines Sternträgers 43 befindet, haben in y-Richtung noch Abstand von dem im Magazin 36 abgelegten Werkzeug 35.

Um das Werkzeug 35 aus dem Magazin 36 abzuholen, wird der Schlitten 54 in y-Richtung am Träger 49 in Richtung auf das Magazin 36 verfahren. Das Tellermagazin 41 ist hierbei in x-Richtung durch Verfahren des Portals 22 so gegenüber dem zu übernehmenden Werkzeug 35 ausgerichtet und der Sternträger 43 so um die vertikale Achse des Tellermagazins 41 gedreht, dass die Schenkel 46, 47 der Aufnahmen 34, 45 mit ihren freien Enden einander gegenüberliegen. In dieser Stellung (Fig. 6) ist das Werkzeug 35 weiter in der Aufnahme 34 des Magazins 36 gehalten.

Das Übergabeteil 55 der Übergabeeinheit 51 ist so weit zurückgezogen, dass es nicht in Kontakt mit dem Werkzeug 35 beim Verfahren des Schlittens 54 kommt (Fig. 6).

Sobald die Stellung gemäß Fig. 6 erreicht ist, wird das Übergabeteil 55 der Übergabeeinheit 51 in z-Richtung soweit nach unten verschoben, dass es in der beschriebenen Weise in die Innenkontur der Schnittstelle 58 des Werk zeuges 35 eingreift (Fig. 7).

Anschließend wird der Schlitten 54 der Übergabeeinheit 51 mit dem Werk zeug 35 in y-Richtung in Richtung auf das Tellermagazin 41 verschoben. Dann wird das Werkzeug 35 fest in die Schenkel 46 der Aufnahme 45 ge drückt, so dass das Werkzeug 35 sicher im Sternträger 43 des Tellermaga zins 41 gehalten ist (Fig. 8). Anschließend wird der Schlitten 48 zusammen mit dem Tellermagazin 41 und der Übergabeeinheit 51 längs der Führungen 50 des Trägers 49 in y- Richtung in Richtung auf das Portal 22 in die Position zur Übergabe an die portalseitige Werkzeugspindel 33 verfahren (Fig. 9 bis 11 ).

Das Übergabeteil 55 der Übergabeeinheit 51 wird vor, während oder nach dem Fahren in die Übergabestellung zurückgezogen, so dass es vom Werk zeug 35 freikommt (Fig. 9).

Anschließend wird das Tellermagazin 41 mittels der Achse 42 um 180° ge dreht (Fig. 10).

Dadurch gelangt das Werkzeug 35 in den Bereich unterhalb der am Portal 22 vorgesehenen Werkzeugspindel 33 (Fig. 11 ). Sobald diese Übergabepo sition erreicht ist, wird die Werkzeugspindel 33 in z-Richtung so weit nach unten gefahren, dass das Werkzeug 35 in die Werkzeugspindel 33 aufge nommen und mittels eines bekannten HSK-Spannsystems gespannt wird. Das Tellermagazin 41 ist als sogenanntes Pick-up-Magazin ausgebildet. War in der Werkzeugspindel 33 schon ein Werkzeug eingespannt, so wird dieses beim Werkzeugwechsel zuvor in einen freien Platz des Tellermaga zins 41 abgegeben.

Sobald das Werkzeug 35 in die Werkzeugspindel 33 eingespannt ist, kann entweder die Werkzeugspindel 33 mit dem Werkzeug 35 in y-Richtung so verfahren werden, dass das Werkzeug 35 vom Sternträger 43 des Tellerma gazins 41 freikommt, oder es wird das Tellermagazin 41 mittels des Schlit tens 54 so weit in y-Richtung zurückgefahren, dass der Sternträger 43 vom Werkzeug 35 freikommt.

Die Schenkel 46, 47 der Aufnahmen 45, 34 oder die Aufnahmen selbst be stehen vorteilhaft aus Kunststoff. Sie sind elastisch nachgiebig und werden beim Einschieben des Werkzeugs 35 elastisch verformt. Dadurch kann das Werkzeug 35 auch kraftschlüssig in den Aufnahmen gesichert sein. Es be steht auch die Möglichkeit, auf die Schenkel 46, 47 entsprechende Kunst- stoffklammern aufzubringen, beispielsweise aufzuschieben, die so ausgeformt sind, dass sie form- und kraftschlüssig in die Greifernut 59 des Werk zeuges 35 eingreifen.

Fig. 12 zeigt die Aufnahme 34 des Magazins 36. Sie hat die beiden Schenkel 47, die jeweils teilkreisförmig gekrümmt ausgebildet sind und zwischen sich einen Aufnahmeraum 62 begrenzen, in den das Werkzeug 35 ragt. An ihren einander zugewandten Innenseiten sind die Schenkel 47 mit einem über ihre Länge sich erstreckenden Vorsprung 63 versehen, der sich in Richtung auf sein freies Ende verjüngt und in die Greifernut 59 des Werk zeuges 35 eingreift (Fig. 4). Der Vorsprung 63 ist komplementär zur Grei fernut 59 ausgebildet, so dass das Werkzeug 35 in z-Richtung sicher in der Aufnahme 34 gehalten ist.

Die Schenkel 47 stehen von einem Tragkörper 64 ab, mit dem die Aufnahme 34 im Magazin 36 gehalten wird.

Die Schenkel 47 sind so gekrümmt, dass sie das Werkzeug 35 über einen Winkelbereich von etwas über 180° umfassen, so dass die in der Aufnahme

34 aufgenommenen Werkzeuge in Y-Richtung nicht selbsttätig herauskom men können. Durch entsprechenden Kraftaufwand und elastische Verfor mung der Schenkel 46, 47 können die Werkzeuge aus den Aufnahmen 34,

45 herausgezogen bzw. in die Aufnahmen 34, 45 hineingedrückt werden.

Die Aufnahme 45 des Tellermagazins 41 ist gleich ausgebildet wie die Auf nahme 34 des Magazins 36. Die Aufnahme 45 ist in Bezug auf die Aufnah me 34 so vorgesehen, dass in der Übergabestellung (Fig. 4) die Schenkel 46, 47 der beiden Aufnahmen mit ihren freien Enden gegeneinander gerich tet sind. In dieser Lage umschließen die Schenkel 46, 47 der beiden Auf nahmen 34, 45 das Werkzeug 35 nahezu vollständig und greifen wie be schrieben formschlüssig in die Greifernut 59 ein. Dadurch ist das Werkzeug

35 bei der Übergabe vom Magazin 36 in das Magazin 41 in vertikaler Rich tung (z-Richtung) einwandfrei geführt. Für den beschriebenen Werkzeugwechsel sind nur einfache lineare Bewe gungen notwendig.

Insbesondere bei der Serienfertigung jeweils eines Typs von Fensterrahmen oder Fensterflügeln werden in der Regel nur wenige unterschiedliche Werk zeuge benötigt, um die entsprechenden Fensterprofile an den länglichen Werkstücken 1 anzubringen. Diese geringe Zahl an Werkzeugen 35 kann im Tellermagazin 41 gespeichert werden, so dass es nicht erforderlich ist, dass das Tellermagazin 41 zunächst ein entsprechendes Werkzeug dem Magazin 36 entnehmen muss. Das Tellermagazin 41 fährt mit dem Portal 22 mit, wodurch der Werkzeugwechsel in jeder x-Richtung sowie beim Verfahren des Portals 22 in x-Richtung durchgeführt werden kann und somit sehr zeit sparend ist.

Das Magazin 36 ist konstruktiv einfach ausgebildet. Das Magazin 36 ist vor teilhaft als Linearmagazin ausgebildet und erstreckt sich in x-Richtung. Darum kann die x-Achse des Portals 22 gleichzeitig auch als Positioniereinheit für das Anfahren der Wechselpositionen des Tellermagazins 41 verwendet werden.

Das Magazin 36 kann nicht nur eine Ebene, wie dargestellt, sondern auch zwei oder mehr Ebenen mit entsprechenden Speicherplätzen für die Werk zeuge aufweisen. Durch Verfahren des Tellermagazins 41 in z-Richtung und/oder des Magazins 36 können die entsprechenden Ebenen eines sol chen Magazins 36 einfach angefahren werden.

Die Werkzeuge 35 lassen sich in einem solchen Magazin 36 mit mehreren Ebenen platzsparend unterbringen. Das Magazin 36 kann längs der Anlage angeordnet werden, wie beispielhaft Fig. 1 zeigt. Dabei kann das Magazin 36 auch an einer Wand angeordnet werden. Zum manuellen Beladen des Magazins 36 reicht ein seitlicher Zugang aus.

Bei der Übergabe des Werkzeuges 35 vom Magazin 36 an das Tellermagazin 41 wird das Werkzeug 35 stets in der Greifernut 59 axial abgestützt. Dadurch sind einfache, schnelle und lineare Bewegungen möglich. Eine komplizierte Greifeinrichtung ist nicht nötig.

Ein Werkzeugwechsel kann während der Nebenzeiten durchgeführt werden, also während zum Beispiel das nächste Werkstück 1 geladen oder entladen bzw. an eine andere Spanneinrichtung übergeben wird.

Der Wechsel der Werkzeuge 35 aus dem Magazin 36 findet sinnvollerweise dann statt, wenn die nächsten Werkstücke 1 auf die Beschickung aufgelegt werden. Außerdem können die Werkzeuge 35 auch beim Erstbestücken ge wechselt werden.

Das Tellermagazin 41 stellt eine kleine, nur wenig Bauraum benötigende Einrichtung dar, die sich zudem durch ihr geringes Gewicht auszeichnet.

Fig. 13 zeigt beispielhaft, dass nicht nur ein Werkzeug 35, sondern auch ein Werkzeugaggregat mit beispielhaft zwei Werkzeugen 35 gehandhabt wer den kann. Das Werkzeugaggregat 65 hat einen Träger 66, an dessen einander gegenüberliegenden Seiten zwei Werkzeuge 35 in Form von Bohrern aufgenommen sind.

Vom Träger 66 steht senkrecht ein Aufnahmekopf 67 ab, der sich senkrecht zu den beiden Werkzeugen 35 erstreckt und nahe seinem freien Ende die Greifernut 59 aufweist, in welche die Schenkel 46 der Aufnahme 45 und die Schenkel 47 der Aufnahme 34 in der beschriebenen Weise eingreifen kön nen.

In Fig. 13 ist das Werkzeugaggregat 65 in der Aufnahme 34 aufgenommen, deren Schenkel 47 in die Greifernut 59 eingreifen. Das Werkzeugaggregat 65 wird in die Aufnahme 45 geschoben, deren Schenkel 46 mit ihren freien Enden dem freien Ende der Schenkel 47 gegenüberliegen.

Das Werkzeugaggregat 65 hat eine C-Achse 68, die in z-Richtung verläuft und um die das Werkzeugaggregat 65 drehbar ist, um wahlweise mit einem der beiden Werkzeuge 35 arbeiten zu können, wenn das Werkzeugaggregat 65 in die Werkzeugspindel 33 eingesetzt ist.

Der Drehantrieb 69 (Fig. 3) für die C-Achse 68 des Werkzeugaggregats 65 ist am Portal 22 im Bereich neben der Werkzeugspindel 33 vorgesehen.

Damit das Werkzeugaggregat 65 in seiner Winkellage genau festgelegt ist und mittels des Drehantriebs 69 verstellt werden kann, ist es an zwei dia metral gegenüberliegenden Bereichen mit jeweils einem Mitnehmerstift 70, 71 versehen (Fig. 13), die durch Langlöcher 72, 73 in den Aufnahmen 34,

45 ragen, wenn deren Schenkel 46, 47 in die Greifernut 59 eingreifen. In der in Fig. 13 dargestellten Übergabestellung liegen die beiden Langlöcher 72, 73 fluchtend diametral einander gegenüber. Der Mitnehmerstift 70 liegt im Langloch 72, weil die Schenkel 47 der Aufnahme 34 in die Greifernut 59 eingreifen.

Der gegenüberliegende Mitnehmerstift 71 befindet sich noch im Bereich au ßerhalb des Langloches 73, da die Schenkel 46 der Aufnahme 45 noch nicht in Eingriff mit der Greifernut 59 sind.

Die beiden Aufnahmen 34, 45 sind so ausgebildet, dass der Mitnehmerstift 70 erst dann aus dem Langloch 72 heraustritt, wenn der gegenüberliegende Mitnehmerstift 71 bereits in das Langloch 73 eingetreten ist. Auf diese Wei se wird beim Übergabevorgang sichergestellt, dass das Werkzeugaggregat 65 in seiner Winkellage festgelegt wird, was für das spätere Einwechseln in die Werkzeugspindel 33 notwendig ist.