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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR WINDING A WEB
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/012826
Kind Code:
A2
Abstract:
To ensure that effective use can be made of a device for winding a web, the broad web can be fed to a winding point.

Inventors:
ENDERLE RALF (DE)
KUNZ EWALD (DE)
Application Number:
PCT/DE1996/001900
Publication Date:
April 10, 1997
Filing Date:
October 02, 1996
Export Citation:
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Assignee:
GOEBEL GMBH MASCHF (DE)
ENDERLE RALF (DE)
KUNZ EWALD (DE)
International Classes:
B65H18/16; B65H19/22; (IPC1-7): B65H18/16
Domestic Patent References:
WO1994029205A11994-12-22
WO1993014012A11993-07-22
Foreign References:
US4767075A1988-08-30
US5152471A1992-10-06
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Claims:
Ansprüche
1. Einrichtung zum Aufwickeln einer Bahn (1) mit in ihrer Laufrichtung oder derjenigen der aus ihr hervorgegangenen aufzuwickelnden Streifen zu jeweils einer Rolle (11, 12, 21, 22) mit mindestens zwei in Laufrichtung hinterein¬ ander angeordneten Stellen zum Aufwickeln (7 bis 19, 20 bis 39) von jeweils mindestens einer Rolle (11, 12, 21, 22), dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (1) jeweils in ihrer im wesentli¬ chen vollen Breite der einen oder der anderen Wickelstelle zuführbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in Laufrichtung der Bahn (1) vor der ersten Wickelstelle (7 bis 19) angeordnete Umlenkein¬ richtung (36) .
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich¬ net, daß mindestens eine von mindestens zwei Wickelstellen (7 bis 19, 20 bis 29) von einem Stützwalzenwickler eingenommen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich¬ net, daß zwei Wickelstellen (7 bis 19, 20 bis 29) von je einem Stützwalzenwickler eingenommen sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch unterschiedliche Bauweise mehrerer vorhandener Stützwalzenwickler.
6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die der jeweiligen aufzuwickeln¬ den Rolle (11, 12, 21, 22) zugeordneten Halte¬ rungen (13, 14) der in Laufrichtung der Bahn (1) ersten Wickelstelle (7 bis 19) zu den analogen Halterungen (23, 24) der in Laufrichtung der Bahn (1) zweiten Wickelstelle (20 bis 29) unter¬ schiedlich einstellbar sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch in Laufrichtung der Bahn (1) zwischen den Wik kelstellen (7 bis 19, 20 bis 29) befindliche Leitelemente (32 bis 34, 39 bis 43) für die Bahn (1).
Description:
Einrichtung zum Aufwickeln einer Bahn

Die vorgeschlagene Erfindung bezieht sich auf das technische Gebiet des Λufwickelns einer Bahn oder der aus ihr durch Aufschneiden hervorgegangenen Streifen nach dem Oberbegriff des beigefügten Anspruches 1. Der¬ artige Einrichtungen sind beispielsweise aufgrund des US-Patentes 817 025 bekannt. Hier wird bahnartiges Ma¬ terial zunächst von einer Rolle abgezogen, um einer Längsschneideinrichtung zugeführt zu werden. In dieser Längsschneideinrichtung wird die ursprünglich volle

Breite der auf der sich abwickelnden Rolle befindlichen Bahn durch Längsschneiden, d.h. durch Schneiden in Laufrichtung der Bahn, in einzelne schmalere Streifen geschnitten. Diese Streifen laufen abwechselnd jeweils einer von zwei Wickelstellen zu, wobei jede Wickel¬ stelle beispielsweise jeweils durch zwei sog. Trag¬ walzen gebildet wird, also solche Walzen, auf denen mindestens eine durch den Wickelvorgang sich bildende Rolle beispielsweise aufgrund ihres Eigengewichtes ab- gestützt werden kann. Da hier zwei Wickelstellen mit jeweils zwei Tragwalzen vorgestellt werden, ist es möglich, den einen Streifen der einen Wickelstelle mit dem einen Tragwalzenpaar und den anderen beispiels¬ weise benachbarten Streifen dem anderen Tragwalzen- paar der anderen Wickelstelle zuzuführen. Auf diese Weise werden gleichzeitig mindestens zwei relativ schmale Rollen an den beiden Wickelstellen aufgewik- kelt, wobei die Summe der Breiten der jeweils gewik- kelten Rollen im wesentlichen identisch ist mit der Breite der ursprünglich abgewickelten Bahn.

Eine andere konstruktive Ausführung von Tragwalzen¬ rollern geht beispielsweise aus der deutschen Patent¬ anmeldung 25 06 235 hervor. Auch hier wird eine ur¬ sprünglich breite Bahn in einer Längsschneideinrich- tung zu schmaleren sog. Streifen geschnitten, wobei jeder der gewonnenen Streifen abwechselnd einer von zwei Wickelstellen zugeführt wird. Auch hier sind die Wickelstellen beispielsweise durch Tragwalzen reali¬ siert worden, insbesondere durch jeweils ein Paar von Tragwalzen. Die durch Längsschneiden aus der breiten Bahn gewonnenen Streifen werden jeweils zu einer Rolle aufgewickelt, wobei Einrichtungen vorgesehen sind, um jede während des Wickelvorganges sich bildende Rolle gegen die beiden Tragwalzen jedes Tragwalzenpaares zu drücken. Auf diese Weise kann auf die Qualität der auf¬ gewickelten Rollen Einfluß genommen werden.

Eine andere Art von maschinellen Einrichtungen, um aus einer ursprünglich breiten Bahn durch Längsschneiden gewonnene Streifen zu Rollen aufzuwickeln, geht bei- spielsweise aus dem US-Patent 3 883 085 hervor. Hier ist ein sog. Stützwalzenwickler gezeigt, der jedoch nur eine Wickelstelle hat, wobei jedoch zwei Gruppen von sich bildenden Rollen während des Wickelvorganges an einer gemeinsamen Andrückwalze abgestützt werden kön- nen. Daneben sind jedoch andere Stützwalzenwickler be¬ kannt, die mehrere Stützwalzen enthalten, vorzugsweise eine Stützwalze je Gruppe von sich bildenden Rollen. Beispielsweise zeigt das US-Patent 4 374 575 eine solche Einrichtung, in der die ursprünglich breite Bahn eine zentrale Trommel oder Walze zumindest teil¬ weise derart umschlingt, daß die einzelnen durch Längsschneiden aus der breiten Bahn gewonnenen schma-

len Streifen jeweils nach der einen Seite zu der einen Gruppe von sich bildenden Rollen zulaufen können. Jeder Gruppe von sich bildenden Rollen oder jeder einzelnen Rolle ist dabei jeweils eine separate Andrückwalze zu- geordnet, so daß mindestens zwei einander parallele

Andruckwalzen in der Maschine vorhanden sind. Im Grunde ist diese Maschine jedoch ebenfalls nichts anderes als eine Maschine mit im wesentlichen einer Wickelstelle, d.h. die ursprünglich breite Bahn läuft dieser Wickel- stelle zu, wird erst hier in schmalere Streifen geteilt, so daß jeder Streifen einzeln für sich zu je einer Rolle aufgewickelt werden kann.

Eine Mischform von Stützwalzenwickler und Tragwalzen- wickler geht beispielsweise aus der europäischen Pa¬ tentanmeldung 0 616965 hervor, bei der die einzelnen sich durch Aufwickeln von Streifen bildenden Rollen mit Hilfe je eines Paares relativ kleiner Tragwalzen gegen eine gemeinsame StUtztrommel abgestützt werden. Jedoch bildet auch diese Mischform aus Stützwalzen¬ wickler und Tragwalzenwickler nur eine Wickelstelle, denn auch hier wird die ursprünglich breite Bahn mit Hilfe einer Längsschneideinrichtung erst an dieser Wickelstelle selbst in einzelne Streifen geschnitten, so daß die durch den Schneidvorgang gewonnenen Strei¬ fen abwechselnd in dem einen Tragwalzenbett oder in dem anderen Tragwalzenbett gewickelt werden können.

Eine weitere Mischform von Stützwalzenwickler und Tragwalzenwickler geht beispielsweise aus dem US- Patent 4 508 283 hervor. Auch hier werden die durch Längsschneiden einer Bahn gewonnenen Streifen abwech¬ selnd der einen oder der anderen Seite einer gemein-

samen Stütztrommel zugeführt, wobei jedoch die Schneid¬ einrichtung unmittelbar an oder in der Nähe der Stütz¬ trommel angeordnet ist. Auch diese vorbekannte Ein¬ richtung bildet im Gegensatz zu der vorliegenden Er- findung im wesentlichen nur eine Wickelstelle. Allen diesen vorbekannten Wickelmaschinen ist gemeinsam, daß auf ihnen wahlweise Rollen verschiedener Breite gewickelt werden sollen. Je nach Wunsch eines Kunden sollen jedoch mehr oder weniger breite Streifen zu Rol¬ len aufgewickelt werden, so daß mehr oder weniger brei¬ te Rollen entstehen. Da die Wünsche der Kunden jedoch häufig wechseln, ist es üblich, je nach Kundenwunsch entweder relativ schmale oder aber relativ breite Streifen zu schneiden und jeweils zu einer Rolle auf- zuwickeln. Um die jeweilige Maschine jedoch universell einsetzbar zu gestalten, müssen die Schneideinrichtun¬ gen und Halteeinrichtungen für die jeweiligen Streifen bzw. Rollen innerhalb der Maschine - je nach Kunden¬ wunsch - auf unterschiedliche Weise plaziert und be- festigt werden. Hierzu ist Umstellarbeit notwendig, die einen entsprechenden Produktionsausfall der Maschi¬ ne bedeutet. Es besteht daher das Bedürfnis, diesen Produktionsausfall so gering als möglich zu halten, was in seiner Konsequenz bedeutet, ihn nach Möglich- keit überhaupt zu vermeiden. Es besteht daher das Be¬ dürfnis nach einer Einrichtung, die es ermöglicht, die noch nicht durch Längsschneiden in Streifen zer¬ schnittene Bahn jeweils der einen oder aber einer anderen Wickelstelle zuzuführen, so daß die maschinel- le Einrichtung der einen oder aber der anderen Wik- kelstelle für entsprechende Umstellungsarbeiten frei

ist und die Produktion der maschinellen Einrichtung bei Um- oder Einstellung der einen Wickelstelle an der anderen Wickelstelle möglichst ohne jegliche Un¬ terbrechung der Produktion weitergehen kann und dabei die Einsatzmoglichkeiten der maschinellen Einrichtung möglichst noch zu vergrößern. Diese Aufgabe wird mit Hilfe der beigefügten Ansprüche und deren Merkmale einzeln oder in beliebiger Kombination gelöst. Wei¬ tere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nach- folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.

Die einzelnen Merkmale des Ausführungsbeispiels können je einzeln für sich oder zu mehreren beliebiger Kom¬ bination unter Zuhilfenahme von Fachwissen zu weite¬ ren Ausführungsformen der Erfindung verwirklicht sein. Anhand eines in der beigefügten Figur schematisch abgebildeten, den Erfindungsgedanken erläuternden und nicht etwa begrenzenden Ausführungsbeispiels wird die vorgeschlagene Lösung nunmehr näher er¬ läutert. Das Ausführungsbeispiel kann ebenfalls in verschiedener Weise abgeändert oder durch weitere Ausfuhrungsbeispiele ergänzt werden, ohne den durch die Grundidee abgesteckten Rahmen zu verlassen. In der Figur sind im vorliegenden Zusammenhang nicht wesentliche, dem Fachmann hinreichend bekannte Ma- schinenteile wegen einer übersichtlicheren Darstel¬ lungsweise nicht dargestellt. Die Figur zeigt viel¬ mehr nur diejenigen Teile, die für die nähere Er¬ läuterung der vorgeschlagenen Lösung und ihrer Vor¬ teile erforderlich sind. Aufgrund der vorliegenden Anregungen ist es somit für den Fachmann nicht mehr notwendig, erfinderisch tätig zu werden, um unter Einbeziehung seines Fachwissens weitere Anwendungen

vorzunehmen, andere Einsatzgebiete zu erschließen oder weitere Ausfuhrungsbeispiele zu entwickeln, falls sich dies als vorteilhaft oder gar von kon¬ struktiver Seite her als notwendig erweisen sollte.

Eine Bahn 1 aus Papier, Folie, Gewebe, Metall, Kunst¬ stoff od. dgl. läuft in Richtung des Pfeiles 2 über Leitwalzen 3, 4, 5 und 6 einer Umlenktrommel 7 zu. Die Umlenktrommel7 vermag mit mindestens einem Ober¬ messer 8 zusammenzuwirken, so daß beispielsweise die Umlenktrommel 7 und das mindestens eine Obermesser 8 eine Schneideinrichtung darstellen, welche in der Lage ist, die in Laufrichtung der Bahn 1, d.h. im Sinne des Pfeiles 2 zulaufende bis hierher in ihrer vollen Breite oder im wesentlichen vollen Breite nicht geteilte Bahn an dieser Stelle in einzelne schmalere Streifen aufzuteilen. Jeder durch die ins¬ gesamt eine Längsschneideinrichtung darstellende Um¬ lenktrornmel 7 mit dem mindestens einen Obermesser 8 gewonnene Streifen läuft zumindest teilweise noch um die Umlenktrommel 7 herum, umschlingt danach ent¬ weder die Stützwalze 9 oder aber die Stützwalze 10, um danach in üblicher Weise zu einer Rolle 11 oder aber einer Rolle 12 aufgewickelt zu werden. In Blick¬ richtung auf die Figur können mehrere Obermesser 8 hintereinander angeordnet sein. Daneben ist es mög¬ lich, daß sowohl mehrere Stützwalzen 9 als auch mehrereStützwalzen 10. in Blickrichtung auf die Figur hintereinander angeordnet sein können, wie dies vor¬ bekannt ist. Jede Rolle 12 oder die ihr zugeordnete Wickelwelle oder Wickelhülse wird mit Hilfe minde¬ stens eines Stützarmes 13 während des Wickelvorganges

drehbar unterstützt. Jede Rolle 11 wird während de 5 Wickelvorganges von mindestens einem Stützarm 14 drehbar unterstützt. Es können mehrere Stützarme 13 und 14 in Blickrichtung auf die Figur hintereinan- der angeordnet sein, beispielsweise derart, daß zwei solche Stützarme eine sich bildende Rolle, die ihr zugeordnete Wickelwelle oder die Wickelhülse unter¬ stützen können. Die Stützarme 13 und 14 sind daneben mit Einrichtungen versehen, die es gestatten, die je- weilige sich bildende Rolle gegen die zugehörigen

Stützwalzen 9 und 10 zu drücken, so daß die Rollen 13 und 12 und ggfs. weitere Rollen einwandfrei gewik- kelt werden können. Zu diesem Zweck sind die Stütz¬ arme 13 und 14 mit Hilfe von Gelenken 15 und 16 schwenkbar auf Schlitten 17 und 18 gelagert. Die

Schlitten 17 und 18 stützen sich beispielsweise auf einer Führung 19 ab, so daß die Stützarme 13 und 14 entsprechend der Breite der jeweils zu den Rollen 11 und 12 aufzuwickelnden Streifen in Blickrichtung auf die Figur verstellt und an gewünschter Stelle festgesetzt werden können. Die Positionen 6 bis 19 stellen in ihrer Gesamtheit eine erste Wickelstelle dar. Daneben enthält die vorgeschlagene Einrichtung eine zweite Wickelstelle, welche beispielsweise eine Stützwalze 20 enthält. An dieser StUtzwalze können sich sich bildende Rollen 21 und 22 während des Wik- kelvorganges abstützen. Zu diesem Zweck wird die Rolle 22 mit Hilfe mindestens eines Stützhebels 23 und die Rolle 21 mittels mindestens eines Stutzhebels 24 während.des Wickelvorganges drehbar unterstützt und gehalten. Das Andrücken der sich bildenden Rolle oder der sich bildenden Rollen 22 erfolgt mit Hilfe zweier

Stützwalzen 25 und 26, welche in einem Gestell 27 drehbar gelagert sind. Das Gestell 27 kann mit Hil¬ fe eines Schwenkhebels 28 um den gestellfesten Dreh¬ punkt 29 mit Hilfe eines Druckmittelzylinders 30 in Richtung des Pfeiles 31 verschwenkt werden. Die Rolle 21 oder die Rollen 21 sind in analoger Weise wie die Rolle 22 befestigt und abgestützt. Die Bahn 1 kann mit Hilfe von Leitwalzen 32, 33 und 34 der zweiten Wickelstelle zugeführt werden. Hier und erst hier kann eine Schneideinrichtung mit Obermesser 35 die Bahn 1 in einzelne schmalere Streifen aufteilen, so daß sie entweder zu der Rolle 21 oder der Rolle 22 aufgewickelt werden können. Beispielsweise kann die Leitwalze 34 gleichzeitig Untermesser zu dem Ober- messer 35 sein. Daneben ist es möglich, mehrere Ober¬ messer 35 in Blickrichtung auf die Figur hinterein¬ ander anzuordnen, so daß aus der Bahn 1 mehr als zwei Streifen ausgeschnitten werden können. Daneben ist es möglich, in Blickrichtung auf die Figur mehre- re Rollen 21 und mehrere Rollen 22 anzuordnen, so daß Rollen verschiedener Breite aus verschieden brei¬ ten Streifen aufgewickelt werden können. Die Figur läßt ferner eine Weiche 36 erkennen, welche mit Hilfe eines Druckmittelzylinders 37 um den Drehpunkt 38 verschwenkt werden kann. Die eine Umlenkeinrichtung für die Bahn 1 darstellende Weiche 36 kann daneben zusätzlich mit einem Messer versehen sein, welches in der Lage ist, die Pahn 1 bei Bedarf in ihrer Ge¬ samtheit quer zu ihrer Laufrichtung durchzuschneiden. Außerdem kann die Weiche 36 derart verschwenkt wer¬ den, daß die Bahn 1 in ihrer im wesentlichen vollen Breite entweder einem FUhrungskanal 39 oder aber

einem Führungskanal 40 zulaufen kann. Der Führungs¬ kanal 39 führt die Bahn 1 in ihrer vollen Breite der ersten Wickelstelle zu, während der Führungska¬ nal 40 die Bahn 1 in ihrer vollen Breite der zweiten Wickelstelle zuführt. Die Führungskanäle 39 und 40 können beispielsweise aus Leitblechen oder Leit¬ stangen bestehen, wobei Sorge dafür getragen ist, daß die Bahn bis zum Erreichen der jeweiligen Wik- kelstelle durch den jeweiligen Führungskanal hin- durchgeschoben oder hindurchgeschleppt wird. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß Luftdü¬ sen, welche die Bahn zu tragen vermögen, schräg zur Laufrichtung an den Innenseiten der jeweiligen FUhrungskanäle angeordnet sind, um damit die Bahn durch Luftströmung der jeweiligen Wickelstelle zu¬ zuführen oder zuzutreiben. Daneben sind andere Arten der Bahnzuführung möglich, beispielsweise Zugbänder oder sog. Einziehvorrichtungen. In einfachen Fällen kann es bereits genügen, ein einfaches und gegenüber der Bahn einseitiges Tragblech oder eine Tragstange od. dgl. zu verwenden, um die Bahn der jeweiligen Wickelstelle zuzuführen. In diesem Falle würde auε dem sog. Führungskanal eine einfache Bahn, auf wel¬ cher die Bahn 1 zu der jeweiligen Wickelstelle hin zu gleiten vermag. Dadurch, daß die erste und die zweite Wickelstelle für die Bahn 1 oder die aus ihr ausgeschnittenen Streifen in der durch den Pfeil 2 angegebenen Laufrichtung der Bahn 1 hinter der Wei¬ che 36 angeordnet und daneben mindestens eine Schneid- einrichtung bestehend aus dem mindestens einen Ober¬ messer 8 und der Umlenktrommel 7 der ersten Wickel¬ stelle und die Schneideinrichtung mit dem mindestens

einen Obermesser 35 und der Leitwalze 34 der zweiten Wickelstelle zugeordnet ist, ergibt sich die Möglich¬ keit, die Bahnl in ihrer Laufrichtung nicht nur über die Leitwalzen 3 und 4 im wesentlichen in ihrer vol- len Breite bis zur Leitwalze 5, sondern darüber hin¬ aus je nach Stellung der Weiche 36 im wesentlichen bis zu der Umlenktrommel 7 oder im anderen Fall bis zu der Leitwalze 34 zu führen. Erst an den Schneid¬ einrichtungen mit Obermesser 8 und Umlenktrommel 7 oder im anderen Fall mit Obermesser 35 und Leit¬ walze 34 wird die im wesentlichen in ihrer vollen Breite vorhandene Bahn 1 in einzelne Streifen in ihrer Laufrichtung aufgeschnitten, so daß diese ein¬ zelnen Streifen jeweils zu Rollen aufgewickelt wer- den können. Durch Umstellen der Weiche 36 in die eine oder die andere Richtung ist es möglich, entweder die erste Wickelstelle oder die zweite Wickelstelle zum Aufwickeln der Bahn 1 oder ihrer Teile zu be¬ nutzen. Die jeweils nicht benutzte Wickelstelle bzw. die dort befindliche maschinelle Einrichtung kann für einen neuen Wickelvorgang hergerichtet werden, d.h. die Schneideinrichtung, die Halterungen für die sich bildenden Rollen usw. können auf andere Breiten, d.h. auf andere Formate eingestellt werden, während an der anderen Wickelstelle ununterbrochen weiter pro¬ duziert wird. Daneben ist es möglich, an beiden Wik- kelstellen jeweils die gleiche Art von Wickelein¬ richtungen vorzusehen, es ist jedoch möglich, wie im Ausführungsbeispiel gezeigt, unterschiedliche Arten und Bauweisen von Wickeleinrichtungen an der einen oder anderen Wickelstelle vorzusehen. Damit wird es möglich, jeweils verschiedene Bahnen 1 aus beispiels-

weise verschiedenen Materialien entweder nur an der einen Wickelstelle oder nur an der anderen Wickel¬ stelle aufzuwickeln. Auf diese Weise wird die vorge¬ schlagene Einrichtung universeller verwendbar als bisherige Einrichtungen. Daneben ist es möglich, beispielsweise alle Stützhebel 24 entfallen zu las¬ sen, so daß nur an einer Seite der Stütztrommel 20 gewickelt werden kann. Außerdem ist es möglich, die eine Wickelstelle - beispielsweise die erste - der- art einzustellen, daß die StUtzarme 13 und 14 an be¬ stimmten Positionen entlang der Führung 19 festste¬ hen oder überhaupt auf eine Schlittenführung der Führung 19 zu verzichten, so daß die Stützarme 13 und 14 unverrückbare Positionen einhalten können. Auf diese Weise ist es möglich, eine sog. festfor- matige Maschine zu betreiben oder aber eine solche, bei der die Schlitten 17 und 18 nur bei Bedarf und daher selten auf bestimmten Positionen festgestellt werden können, so daß ein quasi festformatiger Be- trieb für eine bestimmte Folge von Wickelvorgängen eingehalten werden kann. Daneben ist es beispiels¬ weise möglich, die Feststellung der Schlitten 17 und 18 nur für eine jeweilige längere Dauer des Be¬ triebes auf ein anderes Format, d.h. auf andere Brei- ten von zu wickelnden Rollen einzustellen. Außerdem ist es möglich, die StUtzarme 13 und 14 und die Stützhebel 23 und 24 derart einzustellen, daß bei¬ spielsweise die Stützarme 13 und 14 untereinander einen anderen Abstand oder andere Abstände einhalten als dies- bei den Stützhebeln 23 und 24 der Fall ist. Im Extremfall kann beispielsweise in der einen, bei¬ spielsweise in der zweiten Wickelstelle die volle

Breite der Bahn 1 aufgewickelt werden, wohingegen die erste Wickelstelle dazu eingerichtet ist, be¬ stimmte schmalere aus der Bahn gewonnene Streifen zu relativ schmalen Rollen 11 und 12 aufzuwickeln. Der FUhrungskanal 39 enthält beispielsweise das Leitblech 41, der Führungskanal 40 beispielsweise die Leitbleche 42 und 43. Damit die Stützhebel 23 und 24 während des Wickelvorganges zweckentsprechend geführt werden können, sind sie mit Gelenken 44 und 45 versehen, um die sie verschwenkt werden können. In der durch den Pfeil 2 angedeuteten Laufrichtung der Bahn 1 liegt die zweite Wickelstelle in Lauf¬ richtung gesehen rein äußerlich hinter der ersten Wickelstelle, obwohl beide Wickelstellen mit Hilfe der durch die Weiche 36 realisierten Bahnumlenk¬ einrichtung einander abwechselnd betrieben werden können. Im Gegensatz zu einem Tragwalzenwickler, der mindestens eine, meistens jedoch zwei Tragwal¬ zen enthält, die das Gewicht von mindestens einer durch den Wickelvorgang sich bildenden Rolle auf¬ nehmen und die mindestens eine Rolle sozusagen von unten her stützend tragen, hat der sog. Stützwalzen¬ wickler als eine andere Art von Wickeleinrichtungen im Sinne der vorliegenden Erfindung mindestens eine Walze od. dgl., an die die mindestens eine während des Wickelvorganges sich bildende Rolle sich anleh¬ nen, d.h. im wesentlichen abstützen kann. Ein solcher Stützwalzenwickler bildet im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Wickelstelle, welche ihrerseits meh- rere Gruppen von sich bildenden Rollen umfassen kann. Mindestens zwei solche Wickelstellen sollen

im wesentlichen in Laufrichtung der Bahn 1 hinterein- anderliegend angeordnet sein. Die Bahn 1 kann daneben beispielsweise schon vor dem Passieren der Umlenk¬ einrichtung an ihren Rändern geradegeschnitten, d.h. besäumt werden, was jedoch ihre Breite im wesent¬ lichen nicht beeinträchtigt. Daneben ist es möglich, die vorgeschlagene Einrichtung bei entsprechender Ausgestaltung der Umlenkeinrichtung (Weiche 36) und unter Verwendung einer entsprechenden Längsschneid- einrichtung auch derart zu betreiben, daß an beiden Wickelstellen gleichzeitig jeweils ein Teil der Bahn 1 oder jeweils mindestens ein aus der Bahn 1 herausgeschnittener Streifen aufgewickelt wird. Dies erhöht die Einsatzmöglichkeit und die Vielfalt der Verwendungs- oder Benutzungsmöglichkeiten der vorge¬ schlagenen maschinellen Einrichtung. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden und die vorliegende Er¬ findung möglichst kurz zu beschreiben, wird zur Stützung und Ergänzung der vorliegenden Beschreibung ausdrücklich auf die zum Stand der Technik ange¬ führten Vorveröffentlichungen verwiesen. Außerdem können bei Bedarf auch mehr als zwei Wickelstellen in Laufrichtung der Bahn äußerlich hintereinander- liegend vorgesehen sein, was jedoch den Aufwand ent- sprechend erhöht. Im Sinne der vorliegenden Erfin¬ dung stellt beispielsweise ein Tragwalzenroller eine bestimmte Art einer Wickelmaschine dar und ein Stütz¬ walzenwickler beispielsweise eine andere Art.

Teileliste

1 Bahn 31 Pfeil

2 Pfeil 32 Leitwalze

3 Leitwalze 33 Leitwalze 4 Leitwalze 34 Leitwalze

5 Leitwalze 35 Obermeεser

6 Leitwalze 36 Weiche

7 Umlenktrommel 37 Druckmittelzylinder

8 Obermesser 38 Drehpunkt 9 Stützwalze 39 Führungskanal

10 Stützwalze 40 Führungskanal

11 Rolle 41 Leitblech

12 Rolle 42 Leitblech

13 Stützarm 43 Leitblech 14 Stützarm 44 Gelenk

15 Gelenk 45 Gelenk

16 Gelenk

17 Schlitten

18 Schlitten 19 Führung

20 Stützwalze

21 Rollen

22 Rollen

23 Stützhebel 24 Stützhebel

25 StUtzwalze

26 Stützwalze

27 Gestell

28 Schwenkhebel 29 Drehpunkt

30 Druckmittelzylinder




 
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