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Patent Searching and Data


Title:
DISPLAY CONTAINER FOR ARTWORKS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/134687
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a display container (10) for artworks (12a, 12b), comprising a receiving space (14) for receiving the artwork (12a, 12b) inside said display container (10), and a retainer device (16) for retaining said artwork (12a, 12b) in the receiving space (14), the retainer device (16) being displaceable relative to the display container (10) such that the artwork (12) can be moved from a retracted position into an extended position in which it is at least partially arranged outside of said receiving space (14).

Inventors:
THOMAS BJÖRN (DE)
Application Number:
PCT/DE2016/000054
Publication Date:
September 01, 2016
Filing Date:
February 15, 2016
Export Citation:
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Assignee:
THOMAS BJÖRN (DE)
International Classes:
A47B81/06; B65D85/30
Domestic Patent References:
WO2012050313A22012-04-19
Foreign References:
US7410226B12008-08-12
US20070033856A12007-02-15
US7806490B12010-10-05
CN204105311U2015-01-21
CN101756529A2010-06-30
CN201370296Y2009-12-30
DE3114174A11982-10-21
DE4318045C21997-04-10
DE10059037A12002-05-29
DE8904037U11989-11-09
DE20021871U12001-04-12
US4557455A1985-12-10
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Claims:
Patentansprüche

1. Präsentationsbehälter (10) für Kunstwerke (12a, 12b) mit einem innerhalb des Präsentationsbehälters (10) ausgebildeten

Aufnahmeraum (14) zur Aufnahme des Kunstwerks (12a, 12b) und einer Haltevorrichtung (16) zum Halten des Kunstwerks (12a, 12b) im Aufnahmeraum (14), wobei die Haltevorrichtung (16) derart relativ zum Präsentationsbehälter (10) bewegbar ist, dass das Kunstwerk (12) von einer eingefahrenen Position zu einer ausgefahrenen Position bewegbar ist, in der es zumindest teilweise außerhalb des Aufnahmeraums (14) angeordnet ist.

2. Präsentationsbehälter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunstwerk (12a, 12b) in der eingefahrenen Position vollständig innerhalb des Präsentationsbehälters (10) angeordnet ist. 3. Präsentationsbehälter (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunstwerk (12a, 12b) beim Übergang von der eingefahrenen Position in die ausgefahrene Position und/oder in der ausgefahrenen Position um eine horizontale und/oder vertikale Schwenkachse verschwenkbar ist.

4. Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine aus dem Präsentationsbehälter (10) ausfahrbare Rückwand (18), an der insbesondere das Kunstwerk (12a, 12b) mit Hilfe der Haltevorrichtung (16) befestigt ist, so dass das Kunstwerk (12a, 12b) zusammen mit der Rückwand (18) aus dem

Präsentationsbehälter (10) herausfahrbar ist. Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Antriebsvorrichtung, insbesondere einen Elektromotor, zum Bewegen der Haltevorrichtung (16) und/oder der Rückwand (18) relativ zum Präsentationsbehälter (10) von der eingefahrenen Position in die ausgefahrene Position.

Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Präsentationsbehälter (10) mindestens einen Temperatursensor und/oder Luftfeuchtigkeitssensor und/oder einen Rauchsensor aufweist.

Präsentationsbehälter (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Präsentationsbehälter (10) Leuchtelemente zum Beleuchten des Kunstwerks (12a, 12b) aufweist, wobei insbesondere die Rückwand (18) in ihrer Farbe veränderliche Leuchtelemente zum Beleuchten des Kunstwerks (12a, 12b) und/oder des Hintergrunds (20) des Kunstwerks (12a, 12b) aufweist.

Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Präsentationsbehälter (10) ein flammenhemmendes, rauchdichtes und/oder wasserdichtes Material aufweist, wobei insbesondere die Antriebsvorrichtung zum Bewegen des Kunstwerks (12a, 12b) derart ansteuerbar ist, dass ein automatisches Verfahren des Kunstwerks (12a, 12b) in den Präsentationsbehälter (10) erfolgt, wenn durch Sensoren am Präsentationsbehälter (10) ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit, Temperatur und/oder Rauch detektiert wird.

Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Präsentationsbehälter (10) eine Klimaanlage zum Regeln der Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit innerhalb des Aufnahmeraums (14) aufweist, wobei insbesondere ein Ausgeben eines Warnsignals erfolgt, wenn die Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit definierte Schwellwerte über- oder unterschreiten.

Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Präsentationsbehälter (10) einen GPS-Sensor aufweist.

Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Präsentationsbehälter (10) einen Sensor zum Detektieren eines unbefugten Öffnens des Präsentationsbehälters (10), insbesondere eine Alarmanlage, aufweist.

Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (16) ein erstes Halteelement (16a) aufweist, das insbesondere durch Verschrauben und/oder Verkleben mit der Rückseite des Kunstwerks (12a, 12b) verbindbar ist, sowie ein zweites Halteelement (16b), das durch einen Form- und/oder Reibschluss und/oder elektromagnetisch mit dem ersten Halteelement (16a) lösbar verbindbar ist.

Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Präsentationsbehälter (10) eine Klappe (22a, 22b) aufweist, die derart verriegelbar ist, dass sie von Unbefugten nicht geöffnet werden kann.

Präsentationsbehälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung zum Auswählen eines Kunstwerks (12a, 12b), das in Reaktion auf die Auswahl automatisch aus dem Präsentationsbehälter (10) ausfahrbar ist.

Description:
Präsentationsbehälter für Kunstwerke

Die Erfindung betrifft einen Präsentationsbehälter für Kunstwerke. Aus dem Stand der Technik sind zahlreiche Transportbehälter für Kunstwerke bekannt. Solche können beispielsweise den folgenden Veröffentlichungen entnommen werden:

(1) DE 31 14 174 AI

(2) DE 43 18 045 C2

(3) DE 100 59 037 AI

(4) G 89 04 037 Ul

(5) DE 200 21 871 Ul

(6) US 4,557,455

Bekannte Präsentationsbehälter sind dazu geeignet, Kunstwerke vor mechanischen Belastungen zu schützen und berücksichtigen insofern die Fragilität der Kunstwerke. Weiterhin kann durch diese Behälter ein Schutz gegen hohe Temperaturen oder eindringende Feuchtigkeit gewährleistet werden.

Nachteilig an den bekannten Behältern ist deren schwierige Handhabung, insbesondere bei größeren Kunstwerken. Soll beispielsweise ein größeres Kunstwerk aus einem solchen Transportbehälter entnommen und präsentiert werden, so ist es zunächst notwendig, das Kunstwerk aus dem Transportbehälter zu entfernen. Anschließend werden Befestigungsvorrichtungen zumeist an der Rückseite des Kunstwerks angebracht, an denen dann das Kunstwerk beispielsweise aufgehängt werden kann. Soll das Kunstwerk erneut transportiert werden, muss es wieder in den Transportbehälter gebracht werden. Aufgabe der Erfindung ist es, einen Präsentationsbehälter für Kunstwerke bereitzustellen, der eine vereinfachte Handhabung aufweist.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Der erfindungsgemäße Präsentationsbehälter für Kunstwerke weist einen innerhalb des Präsentationsbehälters ausgebildeten Aufnahmeraum zur Aufnahme des Kunstwerks auf. Ferner ist eine Haltevorrichtung zum Halten des Kunstwerks im Aufnahmeraum vorgesehen. Diese ist relativ zum Präsentationsbehälter derart bewegbar, dass das Kunstwerk von einer eingefahrenen Position zu einer ausgefahrenen Position bewegbar ist, in der es zumindest teilweise außerhalb des Aufnahmeraums angeordnet ist. Zum Präsentieren des Kunstwerks ist es somit nicht mehr notwendig, dieses aus dem Präsentationsbehälter zu entnehmen. Vielmehr ist es möglich, dass das Kunstwerk insbesondere durch einen Antrieb wie einen Elektromotor automatisch aus dem Präsentationsbehälter herausgefahren wird und somit in die ausgefahrene Position, d.h. eine Präsentationsposition, verbracht wird. In dieser kann das Kunstwerk beispielsweise von Personen, die sich vor dem Präsentationsbehälter befinden, betrachtet werden. Während sich das Kunstwerk in der ausgefahrenen Position befindet, wird es von derselben Haltevorrichtung gehalten, die auch das Kunstwerk in der eingefahrenen Position hält, in der es sich innerhalb des Aufnahmeraums befindet. Ein aufwendiges Anbringen und Entfernen von Halteelemente an der Rückseite des Kunstwerks kann somit entfallen. Die Antriebsvorrichtung kann derart ausgebildet sein, dass das Überführen des Kunstwerks von der eingefahrenen Position in die ausgefahrene Position innerhalb eines kurzen Zeitraums, beispielsweise innerhalb von weniger als einer Minute, durchgeführt werden kann. Gleichzeitig kann der erfindungsgemäße Präsentationsbehälter dazu dienen, das Kunstwerk zu transportieren und/oder aufzubewahren. Hierzu kann er in vorteilhafter Ausgestaltung besondere Merkmale zum Schutz des Kunstwerks aufweisen, die im Folgenden näher beschrieben werden. Es ist somit nicht mehr notwendig, das Kunstwerk in einem Transportbehälter zu transportieren und zum Präsentieren des Kunstwerks dieses aus dem Transportbehälter zu entnehmen.

Es ist bevorzugt, dass die Haltevorrichtung derart ausgestaltet ist, dass eine Berührung der Außenkanten und der Bildfläche des Kunstwerks mit dem Präsentationsbehälter vermieden wird. Hierzu wird das Kunstwerk in jeder Position in ausreichendem Abstand zu sämtlichen Komponenten des Präsentationsbehälters gehalten. Die Haltevorrichtung kann ferner derart ausgestaltet sein, dass durch sie ein Umklammern der Außenkanten des Kunstwerks bzw. des Kunstwerkrahmens erfolgt.

Es ist bevorzugt, dass das Kunstwerk in einer eingefahrenen Position vollständig innerhalb des Präsentationsbehälters angeordnet ist.

Weiterhin ist bevorzugt, dass das Kunstwerk beim Übergang von der eingefahrenen Position in die ausgefahrene Position um eine horizontale und/oder vertikale Schwenkachse verschwenkbar ist. Alternativ kann ein Verschwenken um eine horizontale und/oder vertikale Schwenkachse auch nur in der ausgefahrenen Position erfolgen. Ein Verschwenken um eine horizontale Schwenkachse kann beispielsweise bei Kunstwerken im Hochformat erforderlich sein, da diese üblicherweise im Querformat aufbewahrt und transportiert werden, jedoch im Hochformat präsentiert werden müssen. Es ist somit möglich, das Kunstwerk beim Übergang von der eingefahrenen Position in die ausgefahrene Position um eine horizontale Schwenkachse, beispielsweise um einen Winkel von 90°, zu verschwenken und somit ins Hochformat zu überführen.

Ein Verschwenken um eine vertikale Schwenkachse kann sinnvoll sein, um das Kunstwerk aus einer Vielzahl von Winkeln betrachten zu können. Beispielsweise ist es möglich, das Kunstwerk um eine vertikale Schwenkachse um bis zu 360 Grad zu verschwenken, so dass es von beiden Seiten des Präsentationsbehälters betrachtet werden kann. Hierzu ist es beispielsweise möglich, den Präsentationsbehälter zwischen zwei Räumen oder Raumabschnitten anzuordnen, wobei der Präsentationsbehälter hier beispielsweise als Teil einer Wand ausgebildet sein kann. Wird das Kunstwerk um die vertikale Schwenkachse um 180° verschwenkt, kann es in der ersten Verschwenkposition vom ersten Raum aus und in der zweiten Verschwenkposition vom zweiten Raum aus betrachtet werden.

In bevorzugter Ausführungsform weist der Präsentationsbehälter eine ausfahrbare Rückwand auf, an der insbesondere das Kunstwerk mit Hilfe der Haltevorrichtung befestigt ist, so dass das Kunstwerk zusammen mit der Rückwand aus dem Präsentationsbehälter herausfahrbar ist. Die Rückwand kann dazu verwendet werden, den optischen Eindruck bei der Präsentation des Kunstwerks zu verbessern, indem das Kunstwerk vor einem Hintergrund präsentiert wird. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn der Präsentationsbehälter frei im Raum aufgestellt wird und somit das Kunstwerk in der ausgefahrenen Position ohne die Rückwand frei im Raum schweben würde. Hierbei wird berücksichtigt, dass die Wirkung eines Kunstwerks, das sich vor einem Hintergrund, beispielsweise einer Wand, befindet, eine andere ist als diejenige eines Kunstwerks, das frei im Raum platziert wird. Insbesondere kann die Farbe, Form und/oder Beschaffenheit der Rückwand an das jeweilige Kunstwerk angepasst werden, um den optimalen optischen Eindruck zu erreichen. Hierzu kann beispielsweise die Rückwand eine Anzeigevorrichtung, beispielsweise in Form eines Flachbildschirms wie eines LED-Displays, aufweisen, deren Farbe sehr schnell und einfach verändert werden kann.

Es ist auch möglich, die Rückwand am Kunstwerk zu belassen, sofern dieses aus dem Präsentationsbehälter entfernt wird. Die Rückwand kann hierbei als Schutz bei der Handhabung des Kunstwerks dienen.

Weiterhin ist bevorzugt, dass der Präsentationsbehälter eine Antriebsvorrichtung, insbesondere einen Elektromotor, zum Bewegen der Haltevorrichtung und insbesondere der Rückwand relativ zum Präsentationsbehälter von der eingefahrenen Position in die ausgefahrene Position aufweist.

Weiterhin ist bevorzugt, dass der Präsentationsbehälter mindestens einen Temperatursensor und/oder Luftfeuchtigkeitssensor und/oder einen Rauchsensor aufweist.

Diese können beispielsweise dazu verwendet werden, einen Anstieg der Luftfeuchtigkeit, Temperatur und/oder Rauch zu detektieren. Die Antriebsvorrichtung zum Bewegen des Kunstwerks kann hierbei derart ansteuerbar sein, dass ein automatisches Verfahren des Kunstwerks in den Präsentationsbehälter erfolgt, wenn durch die Sensoren ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit, Temperatur und/oder Rauch detektiert wird, so dass das Kunstwerk geschützt werden kann. Hierzu kann der Präsentationsbehälter in bevorzugter Ausführungsform ein flammenhemmendes, rauchdichtes und/oder wasserdichtes Material aufweisen. Insbesondere ist es in dieser Ausführungsform bevorzugt, wenn der Präsentationsbehälter, beispielsweise durch eine Klappe, vollständig verschließbar ist. Die Klappe kann insbesondere durch den genannten Elektromotor oder einen separaten Elektromotor automatisch verschließbar sein. Es ist bevorzugt, dass die Sensoren zum Messen der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit oder zum Detektieren von Rauch direkt im Aufnahmeraum in unmittelbarer Nähe zum Kunstwerk oder sogar direkt am Kunstwerk montiert werden. Hierdurch kann eine konstante Überwachung dieser Parameter während des Transports, der Lagerung etc. in unmittelbarer Nähe des Kunstwerks oder direkt am Kunstwerk erreicht werden. Insbesondere kann auch die Historie der Sensordaten aufgezeichnet werden.

Weiterhin ist es möglich, den Präsentationsbehälter mit Isolationselementen zur Isolation gegen Hitze und/oder erhöhte Luftfeuchtigkeit auszustatten.

Es ist bevorzugt, dass die Außenflächen des Präsentationsbehälters ein flammen- und/oder wasserhemmendes Material aufweisen. Alternativ oder zusätzlich können auch die Innenflächen des Präsentationsbehälters ein solches Material aufweisen.

Weiterhin möglich ist es, eine Gaslöschanlage im Inneren des Präsentationsbehälters vorzusehen, so dass die Kunstwerke bei einem Brand länger geschützt werden können.

In bevorzugter Ausführungsform weist der Präsentationsbehälter mindestens eine Öffnung auf, die durch eine Klappe vorzugsweise staubdicht, luftdicht, flammendicht und/oder wasserdicht verschließbar ist. Das Öffnen und Schließen dieser Klappe kann hierbei mit der Bewegung der Antriebsvorrichtung synchronisiert werden, so dass das Kunstwerk durch die Klappe nicht berührt wird. Zur besseren Abdichtung kann die Klappe eine insbesondere umlaufende Dichtung aufweisen.

Das Schließen der Klappe kann über einen Gummizug oder aufgrund der Schwerkraft erfolgen. Alternativ kann eine separate Antriebsvorrichtung zum Schließen der Klappe vorgesehen sein. Weiterhin bevorzugt ist, dass der Präsentationsbehälter Leuchtelemente zum Beleuchten des Kunstwerks aufweist. Hierbei kann es sich insbesondere um in ihrer Farbe veränderliche Leuchtelemente handeln, die dem Beleuchten des Kunstwerks und/oder des Hintergrunds des Kunstwerks dienen.

Weiterhin ist es bevorzugt, dass der Präsentationsbehälter eine Klimaanlage zum Regeln der Temperatur und/oder der Luftfeuchtigkeit innerhalb des Aufnahmeraums aufweist, wobei insbesondere ein Ausgeben eines Warnsignals erfolgt, wenn die Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit definierte Schwellwerte über- oder unterschreiten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Präsentationsbehälter einen GPS-Sensor auf. Durch diesen kann beispielsweise die Position des Präsentationsbehälters ermittelt werden, wenn durch die Sensoren eine Veränderung der Luftfeuchtigkeit und/oder Temperatur detektiert wird, die einen bestimmten Schwellwert überschreitet. In diesem Fall kann angenommen werden, dass der Präsentationsbehälter zusammen mit dem hierin befindlichen Kunstwerk unerlaubterweise von seinem ursprünglichen Aufbewahrungsort entfernt wurde. Auch kann ein unerlaubtes Entwenden des Präsentationsbehälters durch den GPS-Sensor direkt ermittelt werden, indem festgestellt wird, ob sich der Präsentationsbehälter außerhalb eines erlaubten Ortsbereichs befindet. In diesen Fällen kann ein Alarmsignal ausgegeben werden, das beispielsweise auch über ein Netzwerk, beispielsweise das Internet, übertragen werden kann.

Weiterhin ist es bevorzugt, dass der Präsentationsbehälter einen Sensor zum Detektieren eines unbefugten Öffnens aufweist, der insbesondere in Form einer Alarmanlage ausgebildet ist. Auch die Ausgabe dieses Alarmsignals kann über ein Netzwerk übertragen werden.

Weiterhin bevorzugt weist die Haltevorrichtung ein erstes Halteelement auf, das insbesondere durch Verschrauben und/oder Verkleben und/oder Magnethaltekräfte mit der Rückseite des Kunstwerks verbindbar ist. Weiterhin weise die Haltevorrichtung ein zweites Halteelement auf, das durch einen Form- und/oder Reibschluss und/oder elektromagnetisch mit dem ersten Halteelement lösbar verbindbar ist. Unter einer lösbaren Verbindbarkeit wird verstanden, dass eine Verbindung hergestellt werden kann, die wieder gelöst werden kann. Dies kann insbesondere werkzeugfrei erfolgen. Das erste Halteelement kann beispielsweise als ein U-förmiges Profil ausgebildet sein, das eine Nut aufweist. Beispielsweise kann an den beiden oberen Ecken der Rückseite eines Kunstwerks jeweils ein solches erstes Halteelement angebracht sein. Das zweite Halteelement kann hierbei einen Ansatz aufweisen, der in die oben genannte Nut des ersten Halteelements formschlüssig eingreift, so dass das Kunstwerk sicher gehalten werden kann. Sofern beispielsweise das Kunstwerk um eine horizontale Schwenkachse verschwenkt werden soll, kann vorgesehen sein, an der unteren Seite der Rückseite des Kunstwerks ebenfalls ein oder mehrere Halteelemente vorzusehen, um ein Herausfallen des Kunstwerks bei seinem Verschwenken um die horizontale Schwenkachse zu vermeiden.

Andere Formen von Halteelementen können ebenfalls verwendet werden. Wesentlich ist der Gedanke, dass ein erstes Halteelement derart mit der Rückseite oder einem anderen Element des Kunstwerks verbindbar ist, dass es nicht jedes Mal entfernt werden muss, wenn das Kunstwerk an eine andere Stelle transportiert wird oder aus dem Präsentationsbehälter entnommen werden soll. Selbst wenn es notwendig sein sollte, das Kunstwerk vollständig aus dem Präsentationsbehälter zu entfernen, ist es ausreichend, die Verbindung zwischen den ersten und zweiten Halteelementen zu lösen, um so das Kunstwerk aus dem Präsentationsbehälter entnehmen zu können. Auch in diesem Fall ist es nicht notwendig, die ersten Halteelemente von der Rückseite des Kunstwerks zu entfernen. Die Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Halteelement kann insbesondere abschließbar ausgestaltet sein, so dass hierdurch ein Diebstahlschutz gewährleistet wird. Es ist weiterhin bevorzugt, dass der Präsentationsbehälter eine Klappe aufweist, die derart verriegelbar ist, dass sie von Unbefugten nicht geöffnet werden kann. Hierzu kann die Klappe beispielsweise ähnlich der Tür eines Tresors ausgebildet und entsprechend abschließbar ausgestaltet sein. Der erfindungsgemäße Präsentationsbehälter kann ferner eine Steuervorrichtung zum Anwählen eines Kunstwerks aufweisen, das in Reaktion auf die Auswahl automatisch aus dem Präsentationsbehälter ausfahrbar ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine Fernbedienung handeln, die z.B. in Form eines Tablets, PCs oder Smartphones/Smartwatch ausgebildet sein kann. Insbesondere unter Verwendung einer hierfür geeigneten App oder Programm ist es möglich, ein Kunstwerk auszuwählen, das dann automatisch aus dem Präsentationsbehälter herausgefahren wird. Auch ist es möglich, dass die Auswahl des herauszufahrenden Kunstwerks automatisch, beispielsweise nach einem vorgegebenen Ablaufplan, erfolgt.

Mit Hilfe einer App oder Software können neben dem Ein- und Ausfahren des Kunstwerks auch andere elektrische oder mechanische Funktionen gesteuert werden, wie beispielsweise die Beleuchtung, Klimatisierungsfunktionen oder andere Bewegungen des Kunstwerks oder der Vorrichtung. Mit Hilfe einer App oder Software lassen sich weiterhin mehrere Präsentationsbehälter miteinander vernetzen, so dass eine synchrone Steuerung der verschiedenen Funktionen, beispielsweise ein synchronisiertes Ein- und Ausfahren der Kunstwerke aus den einzelnen Behältern durchgeführt werden kann. Eine externe Steuereinheit in Form einer Fernbedienung kann beispielsweise verwendet werden, um einem Betrachter zu ermöglichen, ein bestimmtes Kunstwerk aus dem Präsentationsbehälter herauszufahren, ohne direkt Zugang zum Präsentationsbehälter zu erhalten. Beispielsweise kann hierzu der Präsentationsbehälter hinter einem Schaufenster angeordnet sein, wobei die Fernbedienung von außerhalb des Schaufensters gesteuert werden kann. Der Präsentationsbehälter kann ferner Elemente aufweisen, die einen Transport des Behälters ermöglichen, beispielsweise Rollen, die vibrationshemmende Eigenschaften aufweisen (z.B. gummierte Rollen), Eckschoner und bei Bedarf montierbare Handgriffe. Die Antriebsvorrichtung kann ferner derart ausgestaltet sein, dass sie in ihren Endpositionen Federelemente aufweist, so dass das Kunstwerk beim Erreichen der vollständig eingefahrenen oder ausgefahrenen Position keinen großen Vibrationen ausgesetzt wird. Hierzu kann beispielsweise eine pneumatische Federung oder eine Federung durch ein Gummielement verwendet werden.

Bei der Antriebsvorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Lineareinheit mit einer oder mehreren Bewegungsachsen bzw. einen mehrachsigen Roboterarm handeln, durch die das Kunstwerk in einer linearen Bewegung aus dem Präsentationsbehälter herausfahrbar ist. Hierzu kann vorzugsweise eine wartungsfreie Lineareinheit verwendet werden, durch die eine hohe Hubfrequenz sichergestellt werden kann. Hierdurch ist beispielsweise ein Dauerbetrieb in einem Schaufenster oder Museum möglich, in dem das Kunstwerk sehr häufig aus dem Präsentationsbehälter herausgefahren und wieder hineingefahren wird.

Der Präsentationsbehälter kann ferner eine Videokamera zur Raumüberwachung und/oder einen Bewegungsmelder aufweisen, welche insbesondere mit einer Alarmanlage des Präsentationsbehälters gekoppelt werden können.

Der Präsentationsbehälter kann ferner eine Vorrichtung zum Erkennen einer Zugangsberechtigung, beispielsweise einen biometrischen Sensor gekoppelt an einen Schließmechanismus, aufweisen, durch die die Berechtigung für ein Öffnen des Präsentationsbehälters überprüft werden kann. Das Schloss kann alternativ beispielsweise mit einem Schlüssel oder einem Zahlencode geöffnet werden.

Der Präsentationsbehälter kann ferner mindestens einen Beschleunigungssensor zum insbesondere historischen Aufzeichnen von Bewegungen des Präsentationsbehälters aufweisen. Diese Informationen können für eine Transportüberwachung genutzt werden.

Alternativ warnt ein Glasbruchsensor vor Glasbruch.

Es ist möglich, den erfindungsgemäßen Präsentationsbehälter in ein Gebäude, beispielsweise eine Wand, den Boden oder die Decke eines Gebäudes, zu integrieren, so dass der Behälter an sich im Gebäude nicht sichtbar ist. Bei einer Öffnung der Klappe des Präsentationsbehälters wird das Kunstwerk aus diesem herausgefahren, so dass dem Betrachter erst dann auffällt, dass sich an dieser Stelle ein Präsentationsbehälter für ein Kunstwerk befindet. Sofern der Präsentationsbehälter an der Decke befestigt wird, muss die Mechanik entsprechend angepasst werden, da hier die Schwerkraft berücksichtigt werden muss. Insbesondere muss die Klappe, die den Aufnahmeraum verschließt, mechanisch geschlossen werden.

In einer alternativen Ausführungsform weist der Präsentationsbehälter an seinem oberen und unteren Ende jeweils eine Öffnung auf, durch die das Kunstwerk aus dem Präsentationsbehälter nach oben oder nach unten herausgefahren werden kann. Hier ist es möglich, den Präsentationsbehälter zwischen zwei Geschossen anzuordnen, so dass ein Kunstwerk nach oben aus dem Präsentationsbehälter herausgefahren werden kann, um im oberen Geschoss präsentiert zu werden, oder nach unten herausgefahren werden kann, um in unteren Geschoss präsentiert zu werden. Alternativ ist es möglich, ein Kunstwerk in mehreren nebeneinanderliegenden Räumen zu präsentieren, indem der Präsentationsbehälter in einer Wand zwischen zwei Räumen angebracht ist und das Kunstwerk um eine vertikale Schwenkachse verschwenkt werden kann. Weiterhin kann eine Präsentation unterschiedlicher Kunstwerke durch eine karussellartige Bewegung um eine Mittelachse ähnlich wie bei einer Drehtür erfolgen. Die Kunstwerke sind hierbei sternförmig um die Mittelachse herum angeordnet. Zum Verfahren der Kunstwerke aus dem Präsentationsbehälter kann die Mittelachse hierbei vertikal bewegbar sein.

Der Präsentationsbehälter kann mehrere Öffnungen aufweisen, denen jeweils eine Antriebseinheit zugeordnet ist, so dass jeweils ein Kunstwerk aus jeweils einer Öffnung herausgefahren werden kann. Auch ist es möglich, mehrere Kunstwerke über eine einzige Antriebsvorrichtung aus dem Präsentationsbehälter herauszufahren.

Die Antriebsvorrichtung ist insbesondere mit einer Verstelleinheit verbunden, durch die ein Ausfahren des Kunstwerks aus dem Präsentationsbehälter erfolgt. Hierbei kann das Kunstwerk an allen Seiten der Verstelleinheit befestigt werden oder auch auf der Kopfseite der Verstelleinheit. Dies kann beispielsweise für Skulpturen sinnvoll sein, deren unteres Ende auf der Oberseite der Verstelleinheit befestigt werden kann. Die Verstelleinheit kann hierzu beispielsweise teleskopartig ausfahrbar sein, um die Baugröße des Präsentationsbehälters zu minimieren. Die Vorschubgeschwindigkeit sowie der Hub dieser Verstelleinheit können hierbei an die jeweilige Präsentationssituation und insbesondere den Abmessungen und der Art des jeweiligen Kunstwerks angepasst werden.

Der Präsentationsbehälter kann insbesondere eine Batterie aufweisen, um das Kunstwerk beispielsweise bei einem Stromausfall wieder in den Präsentationsbehälter einfahren zu können. Der Elektromotor kann ferner mit einer Motorbremse ausgestattet sein, die verhindert, dass das Kunstwerk bei einem Stromausfall ungebremst in Schwerkraftrichtung nach unten fällt. Weiterhin kann diese Motorbremse als Diebstahlschutz verwendet werden, da die Kunstwerke beispielsweise während eines Transports oder der stromlosen Lagerung nicht aus dem Präsentationsbehälter herausgefahren werden können.

Es ist weiterhin möglich, Rollen des Präsentationsbehälters mit einem Antrieb zu versehen, so dass der Präsentationsbehälter über diesen Antrieb selbständig bewegt werden kann. Ein Hubwagen oder Gabelstapler zum Bewegen eines unter Umständen sehr schweren Präsentationsbehälters ist nicht mehr notwendig. Die Lenkung kann beispielsweise über eine Fernsteuerung, über ein festgelegtes Programm oder über Induktionsschleifen im Boden umgesetzt werden. Zur Transportsicherung können diese Rollen fixiert werden. Es ist bevorzugt, dass die Rollen derart angebracht sind, dass mehrere Präsentationsbehälter übereinander stapelbar sind.

Es ist bevorzugt, dass die Haltevorrichtung, mit der das Kunstwerk an der Verstelleinheit befestigt ist, vertikal und insbesondere auch horizontal verstellbar ist, so dass sie an Kunstwerke verschiedener Größe angepasst werden kann.

Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand von Figuren erläutert. Es zeigen :

Fig. 1 eine Schrägansicht auf eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Präsentationsbehälters, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Präsentationsbehälters, Fig. 3 eine geschnittene Ansicht einer Haltevorrichtung.

Der Präsentationsbehälter 10 gemäß Fig. 1 weist einen Aufnahmeraum 14 auf, in dem zwei Kunstwerke 12a, 12b angeordnet sind. Der Aufnahmeraum 14 kann hierbei auch durch ein Trennelement, ggf. auch mit einer separat zu öffnenden Klappe voneinander getrennt sein, so dass jedes Kunstwerk 12a, 12b in einem separaten Aufnahmeraum angeordnet ist.

Jedes Kunstwerk 12a, 12b wird von einer in Fig. 1 nicht dargestellten Haltevorrichtung 16 gehalten. Diese kann beispielsweise gemäß Fig. 3 ausgebildet sein.

Über diese Haltevorrichtung 16 ist das Kunstwerk 12a mit der ausfahrbaren Rückwand 18 verbunden. Hierzu kann beispielsweise an der Rückwand das zweite Halteelement 16b befestigt sein, während das erste Halteelement 16a an der Rückseite des Gemäldes 12a befestigt ist (z.B. durch Verschrauben oder Verkleben).

Der Zugang zum ersten Kunstwerk 12a kann über die Klappe 22a freigegeben und wieder verschlossen werden. Diese kann beispielsweise über einen elektrischen Antrieb geöffnet und geschlossen werden. Entsprechend ist eine zweite Klappe 22b vorgesehen, die den Zugang zum zweiten nicht sichtbaren Kunstwerk 12b freigibt und wieder verschließt. Der erfindungsgemäße Präsentationsbehälter 10 kann ferner dazu verwendet werden, Kunstwerke unterschiedlicher Eigentümer zu lagern. Hierbei hat jeder Eigentümer eine eigene Zugangsberechtigung für eine einzelne separierte Kammer des Präsentationsbehälters, so dass sichergestellt werden kann, dass der Eigentümer eines ersten Kunstwerks nicht auf die weiteren nicht freigegebenen Kammern des Präsentationsbehälters 10 zugreifen kann, in denen sich andere Kunstwerke befinden. Die Klappen 22a, 22b können abschließbar sein.

In Schwerkraftrichtung unter dem Präsentationsbehälter 10 können beispielsweise vier Rollen 24a - 24d angeordnet sein, auf denen der Präsenta- tionsbehälter 10 bewegt werden kann. Dies können insbesondere durch einen elektromotorischen Antrieb angetrieben werden, so dass ein selbständiges Verfahren des Präsentationsbehälters 10 über dem Boden möglich ist. Diese Rollen können zur Verbesserung der Optik hinter einer in Fig. 1 nicht dargestellten Schürze verborgen sein.

In Fig. 1 ist dargestellt, wie das Kunstwerk 12a in einer Schwenkbewegung um eine horizontale Schwenkachse verschwenkt wird, während es aus dem Aufnahmeraum 14 herausgefahren wird. Das Kunstwerk 12a, das sich im Querformat im Präsentationsbehälter 10 befindet, wird nach dem Herausfahren im Hochformat präsentiert.

Alternativ ist es möglich, das Kunstwerk ausschließlich in einer linearen Bewegung aus der eingefahrenen Position in die ausgefahrene Position hochzufahren und die Schwenkbewegung um eine horizontale und/oder vertikale Schwenkachse erst in der ausgefahrenen Position auszuführen.

Die Klappe 22a kann auch derart ausgestaltet sein, dass sie beispielsweise über Anschlagelemente geöffnet wird, während das Kunstwerk 12a aus dem Präsentationsbehälter 10 herausgefahren wird. In dieser Ausführungsform kann auf einen separaten Antrieb für die Klappe 22a verzichtet werden. Ein erneutes Verschließen der Klappe kann beispielsweise durch die Schwerkraft erfolgen, wenn beim Herunterfahren des Kunstwerks 12a die genannten Anschlagelemente die Klappe 22a nicht mehr hochdrücken. Ein Öffnen der Klappe 22a kann auch dadurch erfolgen, dass die Rückwand 18 beim Herausfahren an die Klappe 22a stößt und diese somit öffnet. Auf jeden Fall soll vermieden werden, dass das Kunstwerk 12a und/oder sein Rahmen beim Herausfahren gegen die Klappe 22a stößt. In Fig. 2 ist eine Ausführungsform des Präsentationsbehälters 10 dargestellt, der zwei Klappen 22a, 22b aufweist, wobei die erste Klappe 22a geöffnet ist. Die Rückwand 18 befindet sich in der ausgefahrenen Position, wobei das Kunstwerk 12a über mehrere Haltevorrichtungen 16 mit dem Kunstwerk 12a verbunden ist.

Wie in Fig. 2 dargestellt, kann das Kunstwerk 12a in der ausgefahrenen Position um eine vertikale Schwenkachse s verschwenkt werden, wobei die verschwenkte Position gestrichelt dargestellt ist.

In Fig. 3 ist eine mögliche Ausgestaltung der Haltevorrichtung 16 dargestellt. Hier ist ein erstes Halteelement 16a an der Rückseite des Kunstwerks 12a direkt am Kunstwerk und/oder am Rahmen 28 befestigt.

Das erste Halteelement 16a ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet und weist eine Nut 30 auf, in die ein Ansatz 32 des zweiten Halteelements 16b eingreift. Das erste und das zweite Halteelement 16a, 16b sind somit durch einen Formschluss miteinander verbunden. Das zweite Halteelement 16b ist wiederum mit der Rückwand 18 verbunden.

Die Verbindung zwischen dem ersten Halteelement 16a und dem zweiten Halteelement 16b kann lösbar ausgestaltet sein. Hierzu kann beispielsweise der Abstand zwischen der in Fig. 3 dargestellten oberen Haltevorrichtung 16 und der unteren Haltevorrichtung 16 veränderbar sein. Die untere Haltevorrichtung 16 ist entsprechend der oberen Haltevorrichtung 16 ausgebildet und lediglich spiegelverkehrt, d.h. nach unten gerichtet angeordnet. Sie dient dazu, ein Lösen der oberen Haltevorrichtung zu verhindern, wenn die Schwerkraft in Fig. 3 nicht mehr gerade nach unten wirkt, sondern das Gemälde beispielsweise um eine horizontale Schwenkachse verschwenkt wird und von einer waagerechten Position in eine senkrechte Position überführt wird. Die untere Haltevorrichtung 16 bildet somit ein Gegenlager zu der oberen Haltevorrichtung 16.

Es ist bevorzugt, dass die Haltevorrichtung 16 in horizontaler Richtung mittig am Kunstwerk 12a angebracht ist, so dass dieses um diese mittige Befestigung herum verschwenkt werden kann. Bei einem Verschwenken um eine horizontal verlaufende Schwenkachse würde das Kunstwerk wie in Figur 1 dargestellt aus dem Präsentationsbehälter 10 nach oben herausschwenken. Bei einem Verschwenken um eine vertikale Schwenkachse s würde das Kunstwerk 12a wie in Figur 2 dargestellt verschwenkt werden.

In einer weiteren nicht in den Figuren dargestellten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße Behälter als Transport-, Lagerungs- oder Präsentationsbehälter für Kunstwerke ausgestaltet und weist die folgenden Merkmale auf: ein geschlossener Korpus mit zumindest einer verschließbaren Öffnung im Korpus und mehrere Verstelleinheiten mit einer verstellbaren Halterung zur Aufnahme zumindest eines Kunstwerkes, wobei die Halterung zwischen einer eingefahrenen Position, in der Halterung innerhalb des Korpus angeordnet ist, und einer aus mindestens einer Öffnung ausgefahrenen Position, in der die Halterung zumindest teilweise außerhalb des Korpus angeordnet ist, verstellbar ist, die Halterung in der ausgefahrenen Position und/oder während des Ausfahrens und Einfahrens um eine vertikale und/oder horizontale Achse schwenkbar ist, die Halterung zur Befestigen zumindest eines Kunstwerkes eine Berührung der Außenkanten und Bildflächen eines Kunstwerkes mit dem Korpus und der verschließbaren Öffnung verhindern sowie Transport- und Lagerelemente am Korpus zum Transportieren und , Lagern des Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälters.

Die weitere Merkmale sind Messsensoren zur Überwachung der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit und/oder zum Detektieren von Rauch, dass der Korpus aus einem flammhemmenden Material hergestellt ist, dass die zumindest eine Öffnung durch eine Klappe, vorzugsweise staubdicht, luftdicht und/oder wasserdicht verschließbar ist, dass zur Diebstahlüberwachung im Korpus eine Videokamera oder mindestens ein Sensor zum Detektieren eines unbefugten Öffnens des Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälters angeordnet ist, dass der Korpus und deren Öffnungen diebstahlsichere Eigenschaften eines Tresors aufweist und abschließbar ist, dass der Korpus auch ganz oder teilweise unter Putz in ein Mauerwerk integrierbar ist, dass der Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter eine integrierte Beleuchtungseinheit zum Ausleuchten der Kunstwerke in der ausgefahrenen Position aufweist, dass der Korpus mehrere Öffnungen aufweist, denen jeweils mindestens eine der Verstelleinheiten zugeordnet sind, dass die Verstelleinheiten als Lineareinheiten mit linear, vorzugsweise vertikal, verstellbarer Halterung gestaltet sind, dass die Halterung einen Befestigungsmechanismus zum werkzeuglosen Befestigen und Lösen zumindest eines Kunstwerks aufweist, dass die Kunstwerke sich an allen Seiten der Lineareinheit befestigen lassen und/oder auch auf der Kopffläche der Lineareinheit, dass die Verstelleinheiten und/oder schwenkbare Halterungen mittels eines Elektromotors verstellbar sind, dass die Verstelleinheiten und/oder schwenkbaren Halterungen wahlweise mittels einer Handsteuerung, kabellosen Fernbedienung und/oder einer an die Lineareinheiten angeschlossene Programmsteuerung gesteuert werden, dass das Programm zur Steuerung der einzelnen Lineareinheiten und/oder Halterungen individuell adaptierbar ist und dass die Transportelemente Handgriffe und/oder Rollen umfassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Ausführungsform sind in den im Folgenden dargestellten Merkmalsgruppen 1 - 16 erläutert. Hierbei können die einzelnen Merkmalsgruppen gemäß den genannten Rückbezügen miteinander kombiniert werden : 1. Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter für Kunstwerke, welcher Folgendes aufweist: ein geschlossener Korpus mit zumindest einer verschließbare Öffnung im Korpus und mehrere Verstelleinheiten mit einer verstellbaren Halterung zur Aufnahme zumindest eines Kunstwerkes, wobei die Halterung zwischen einer eingefahrenen Position, in der Halterung innerhalb des Korpus angeordnet ist, und einer aus mindestens einer Öffnung ausgefahrenen Position, in der die Halterung zumindest teilweise außerhalb des Korpus angeordnet ist, verstellbar ist, die Halterung in der ausgefahrenen Position und/oder während des Ausfahrens und Einfahrens um eine vertikale und/oder horizontale Achse schwenkbar ist, die Halterung zur Befestigen zumindest eines Kunstwerkes eine Berührung der Außenkanten und Bildflächen eines Kunstwerkes mit dem Korpus und der verschließbaren Öffnung verhindern sowie Transport- und Lagerelemente am Korpus zum Transportieren und Lagern des Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälters. Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach Merkmalsnummer 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Korpus Messsensoren zur Überwachung der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit und/oder zum Detektieren von Rauch angeordnet sind. Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus aus einem flammhemmenden Material hergestellt ist. Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Öffnung durch eine Klappe, vorzugsweise staubdicht, luftdicht und/oder wasserdicht verschließbar ist.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass zur Diebstahlüberwachung im Korpus eine Videokamera oder mindestens ein Sensor zum Detektieren eines unbefugten Öffnens des Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälters angeordnet ist.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus und deren Öffnungen diebstahlsichere Eigenschaften eines Tresors aufweist und abschließbar ist.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus auch ganz oder teilweise unter Putz in ein Mauerwerk integrierbar ist. Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass der Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter eine integrierte Beleuchtungseinheit zum Ausleuchten der Kunstwerke in der ausgefahrenen Position aufweist.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus mehrere Öffnungen aufweist, denen jeweils mindestens eine der Verstelleinheiten zugeordnet sind.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheiten als Lineareinheiten mit linear, vorzugsweise vertikal, verstellbarer Halterung gestaltet sind.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung einen Befestigungsmechanismus zum werkzeuglosen Befestigen und Lösen zumindest eines Kunstwerks aufweist.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstwerke sich an allen Seiten der Lineareinheit befestigen lassen und/oder auch auf der Kopffläche der Lineareinheit.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheiten und/oder schwenkbare Halterungen mittels eines Elektromotors verstellbar sind.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheiten und/oder schwenkbaren Halterungen wahlweise mittels einer Handsteuerung, kabellosen Fernbedienung und/oder einer an die Lineareinheiten angeschlossene Programmsteuerung gesteuert werden. 15. Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm zur Steuerung der einzelnen Lineareinheiten und/oder Halterungen individuell adaptierbar ist.

Transport-, Lagerungs- und Präsentationsbehälter nach einer der vorangehenden Merkmalsnummern, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportelemente Handgriffe und/oder Rollen umfassen.