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Title:
DOCKING SEAL AND DOCKING METHOD FOR CONTAMINATION-FREE CONNECTION OF A FIRST FLEXIBLE CASING TO A SECOND FLEXIBLE CASING, AND USE OF SUCH A DOCKING SEAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/175121
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a docking seal for contamination-free connection of a first flexible casing (12) to a second flexible casing (16), comprising a first seal device (14), which can be or is connected to the first casing (12), and a second seal device (18), which can be or is connected to the second casing (16), the first seal device (14) comprising a first docking port (20), a first end port (22) and a first slider (24), and the second seal device (18) comprising a second docking port (26), a second end port (28) and a second slider (30). The invention further relates to a docking method for contamination-free connection of a first flexible casing (12) to a second flexible casing (16) by means of a docking seal (10) of this type.

Inventors:
UNTCH GÜNTER (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/056058
Publication Date:
September 19, 2019
Filing Date:
March 11, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ANDOCKSYSTEME G UNTCH GMBH (DE)
International Classes:
B65D33/25; A44B19/16
Domestic Patent References:
WO2005070776A12005-08-04
WO2014076208A12014-05-22
Foreign References:
DE102013000011A12014-07-03
DE202010015525U12011-02-10
JP2011087875A2011-05-06
DE102011009303A12012-03-29
EP0097514A11984-01-04
DE102004018812B42009-02-26
DE202009018082U12011-02-17
DE102013000011A12014-07-03
DE102004003511B42007-04-26
Attorney, Agent or Firm:
WESTPHAL, MUSSGNUG & PARTNER, PATENTANWÄLTE MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Andockverschluss zum kontaminationsfreien Verbinden einer ersten flexiblen Umhüllung (12) mit einer zweiten flexib len Umhüllung (16), umfassend

- eine erste Verschlussvorrichtung (14), welche mit der ersten Umhüllung (12) verbindbar oder verbunden ist, und

- eine zweite Verschlussvorrichtung (18), welche mit der zweiten Umhüllung (16) verbindbar oder verbunden ist, wobei

- die erste Verschlussvorrichtung (14) einen ersten Do ckingport (20), einen ersten Endport (22) und einen ersten Schieber (24) aufweist, und

- die zweite Verschlussvorrichtung (18) einen zweiten Dockingport (26), einen zweiten Endport (28) und einen zweiten Schieber (30) aufweist,

- der erste Schieber (24) und der zweite Schieber (30) zwischen einer Andockstellung und einer Durchfluss stellung verschiebbar sind, wobei in der Andockstel lung die erste Umhüllung (12) innerhalb der ersten Verschlussvorrichtung (14) von dieser und die zweite Umhüllung (16) innerhalb der zweiten Verschlussvor richtung (18) von dieser verschlossen sind,

- in der Andockstellung der erste Schieber (24) am ers ten Dockingport (20) und der zweite Schieber (30) am zweiten Dockingport (26) anliegen,

- der erste Dockingport (20) und der zweite Dockingport (26) lösbar miteinander verbindbar sind,

- der erste Endport (22) und der zweite Endport (28)

lösbar miteinander verbindbar sind, und

- wenn der erste Dockingport (20) und der zweite Do

ckingport (26) miteinander verbunden sind, der erste Schieber (24) und der zweite Schieber (30) beim Ver schieben in Richtung der Durchflussstellung, in wel cher der erste Schieber (24) am ersten Endport (22) und der zweite Schieber (30) am zweiten Endport (28) anliegen, die erste Umhüllung (12) und die zweite Um hüllung (16) öffnen und einen von der ersten Ver schlussvorrichtung (14) und der zweiten Verschlussvor richtung (18) umschlossenen Durchflusskanal (32) zum kontaminationsfreien Transport von Substanzen zwischen der ersten Umhüllung (12) und der zweiten Umhüllung (16) bereitstellen .

2. Andockverschluss nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schieber (24) und der zweite Schieber (30) lösbar miteinander verbindbar sind .

3. Andockverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schieber (24) und/oder der zweite Schieber (30) jeweils einen Betäti gungsabschnitt (46) aufweisen.

4. Andockverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Andockverschluss (10) zumindest einen Schiebeverschluss (56) zum Verbinden der ersten Verschlussvorrichtung (14) mit der zweiten Ver schlussvorrichtung (18) aufweist, welcher durch Verschie ben des ersten Schiebers (24) und/oder des zweiten Schie bers (30) in die Durchflussstellung verschließbar ist.

5. Andockverschluss nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebeverschluss (56) Dichtmittel (66) umfasst, welche in dichtendem Kontakt miteinander gebracht werden, wenn der erste Schieber (24) und/oder der zweite Schieber (30) in die Durchflussstel lung verschoben werden.

6. Andockverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Docking ports (20, 26) ein Dockingport-Aufhängelement (50) auf weist.

7. Andockverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Endports (22, 28) ein Endport-Aufhängelement aufweist.

8. Andockverschluss nach den Ansprüchen 6 und 7,

dadurch gekennzeichnet, dass das Dockingport- Aufhängelement (50) und das Endport-Aufhängelement (52) jeweils eine Öffnung (60) umschließen, deren Ebene im We sentlichen parallel zu einer Hauptdurchgangsrichtung (D) der Substanz zwischen der ersten Umhüllung (12) und der zweiten Umhüllung (16) verläuft.

9. Andockverschluss nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet, dass das Dockingport- Aufhängelement (50) und das Endport-Aufhängelement (52) ineinander einbringbar sind.

10. Andockverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der erste Docking port (20) und der zweite Dockingport (26) miteinander korrespondierende Positionierungsabschnitte (38) zum Po sitionieren der Dockingports (20, 26) relativ zueinander aufweisen .

11. Andockverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der erste Docking port (20) und der zweite Dockingport (26) Formschlussmit tel (34) und/oder Reibschlussmittel (44) zum lösbaren Verbinden der Dockingports miteinander aufweisen.

12. Andockverfahren zum kontaminationsfreien Verbinden einer ersten flexiblen Umhüllung (12) mit einer zweiten flexib len Umhüllung (16) mit einem Andockverschluss (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, umfassend folgende

Schritte :

- Bereitstellen einer ersten Verschlussvorrichtung (14) mit einem ersten Dockingport (20), einem ersten End port (22) und einem ersten Schieber (24),

- Bereitstellen einer zweiten Verschlussvorrichtung (18) mit einem zweiten Dockingport (26), einem zweiten End port (28) und einem zweiten Schieber (30),

- wobei sich die erste Verschlussvorrichtung (14) und die zweite Verschlussvorrichtung (18) in einer An dockstellung befinden, in welcher die erste Umhüllung (12) innerhalb der ersten Verschlussvorrichtung (12) von dieser und die zweite Umhüllung (16) innerhalb der zweiten Verschlussvorrichtung (18) von dieser ver schlossen sind und in welcher der erste Schieber (24) am ersten Dockingport (20) und der zweite Schieber (30) am zweiten Dockingport (26) anliegen,

- Verbinden des ersten Dockingports (20) mit dem zweiten Dockingport (26),

- Verbinden des ersten Endports (22) mit dem zweiten

Endport (28), und

- Verschieben des ersten Schiebers (24) und des zweiten Schiebers (30) in Richtung einer Durchflussstellung, in welcher der erste Schieber (24) am ersten Endport (22) und der zweite Schieber (30) am zweiten Endport (28) anliegen, wodurch die erste Umhüllung (12) und die zweite Umhüllung (16) geöffnet werden und ein von der ersten Verschlussvorrichtung (12) und der zweiten Verschlussvorrichtung (18) umschlossener Durchflusska nal (32) zum kontaminationsfreien Transport von Sub stanzen zwischen der ersten Umhüllung (12) und der zweiten Umhüllung (16) bereitgestellt wird.

13. Andockverfahren nach Anspruch 12, umfassend folgenden

Schritt :

- Verbinden des ersten Schiebers (24) mit dem zweiten Schieber (30) .

14. Erste flexible Umhüllung (12), insbesondere Packmittel für staubförmige, toxisch wirkende Feststoffe, wie Roh-, Hilfs- und Fertigstoffe in der chemischen und pharmazeu tischen Industrie,

dadurch gekennzeichnet, dass die erste flexible Umhüllung (12) mittels eines Andockverschlusses (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 verschließbar ist, wobei mittels des Andockverschlusses (10) eine zweite flexible Umhüllung (16) mittels eines Andockverfahrens nach einem der An sprüche 12 oder 13 kontaminationsfrei an die erste fle xible Umhüllung (12) andockbar und simultan gemeinsam öf fenbar und wieder abdockbar und simultan wiederver schließbar ist.

15. Verwendung eines Andockverschlusses (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zum sicheren Handhaben von Substanzen, insbesondere von toxisch wirkenden, staubförmigen Fest stoffen, bei der Teilentnahme aus flexiblen Umhüllungen (12, 16) wie Originärverpackungen zum Zwecke der Bepro- bung und/oder Verwiegung.

Description:
ANDOCKVERSCHLUSS UND ANDOCKVERFAHREN ZUM KONTAMINATIONSFREIEN VERBINDEN EINER ERSTEN FLEXIBLEN UMHÜLLUNG MIT EINER ZWEITEN FLEXIBLEN UMHÜLLUNG, SOWIE VERWENDUNG EINES SOLCHEN

ANDOCKVERSCHLUSSES

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Andockverschluss und Andockverfahren zum kontaminationsfreien Verbinden einer ers ten flexiblen Umhüllung mit einer zweiten flexiblen Umhüllung. Weiterhin betrifft die Erfindung eine erste und zweite flexib le Umhüllung, welche mit einem derartigen Andockverschluss miteinander kontaminationsfrei verbindbar sind. Darüber hinaus betrifft die Erfindung die Verwendung eines derartigen Andock verschlusses zum sicheren Handhaben von toxisch wirkenden, staubförmigen Feststoffen.

Bekannte Absperrorgane, beispielsweise ein Doppelteller, sind jeweils in einem Gehäuse gelagert und derart in dem jeweiligen Gehäuse angeordnet, dass die Absperrorgane in der Andockstel lung mit Schnittstellenflächen zumindest teilflächig aneinan der anliegen und gegeneinander abgedichtet sind.

Ein derartiges Absperrorgan wie beispielsweise DE 10 2011 009 303 Al ist mittels gewichtiger Gehäuse und steifer Lagerungen auf einen Drehachsenbereich beschränkt mit Kräften beauf schlagbar, um möglichst dicht und vollumfänglich aneinander anzuliegen .

In einem anderen technischen Gebiet der Behälterverschluss technik ist beispielsweise in WO 2014/076208 Al ein abgedich teter Behälter mit einem ersten Flansch gezeigt, der abgedich- tet mit einer ersten Tür verschlossen werden kann. Die Tür ist mit einem Gelenk an dem Flansch befestigt. Hierbei handelt es sich also nicht um eine Mehrfachklappeneinrichtung mit klap peninterner Drehachse, sondern um eine Verschlusseinrichtung, quasi einen Deckel. Dieser Deckel ist angeblich mit seiner An schlussumgebung zum abgedichteten Überführen zwischen einem solchen Behälter und einem geschlossenen Raum geeignet, wobei der geschlossene Raum einen weiteren Flansch aufweist, der mittels eines Bajonettverschlusssystems an den ersten Flansch angeschlossen werden kann.

Die EP 0 097 514 Bl schlägt ein Verfahren zum Schaffen eines sicheren Durchganges zwischen zwei Schutzumhüllungen vor, von denen zumindest eine tragbar sein kann und die darin befindli chen Personen oder Gegenständen eine geschützte Umgebung ge währen. Die Umhüllungen umfassen Hüllstrukturen mit Bahnen mit Öffnungen darin. Zumindest eine der Bahnen sei ausreichend flexibel, damit ihre eine Öffnung der Öffnung in einer anderen Bahn entspricht, wobei diese Öffnungen derart dimensioniert und angeordnet sind, dass sie sich im Wesentlichen gemeinsam erstrecken, wenn sich die Bahnen gegenüberliegen, und die Öff nungen zwischen den Umhüllungen einen Verbindungsdurchgang schaffen. Das Verfahren nach diesem Stand der Technik umfasst das Schließen einer jeden Öffnung mittels einer Anzahl von Verschlusseinrichtungen, wobei das Schließen gesteuert werde. Die Verschlusseinrichtungen seien an den entsprechenden Bahnen befestigt und dazu ausgelegt, mittels einer Gleiteinrichtung wiederholt geöffnet oder verschlossen zu werden. Die Gleitein richtung sei mit den Verschlusseinrichtungen in Eingriff bringbar, um die Verschlusseinrichtungen der einen Bahn und auch die Verschlusseinrichtungen der anderen Bahn untereinan der in Eingriff zu bringen. Dadurch würden die Öffnungen in den Bahnen bei getrennten Bahnen geschlossen. Weiterhin sei die Gleiteinrichtung mit allen Verschlusseinrichtungen in Ein griff zu bringen und die Gleiteinrichtung in entgegengesetzte Richtung zu bewegen, um die Gleiteinrichtungen der einen Bahn mit den Gleiteinrichtungen der entsprechend anderen Bahn in Eingriff zu bringen, um die Bahnen zu verbinden und einen Durchgang durch die verbundenen Bahnen zu öffnen.

Aus DE 10 2004 018 812 B4 ist ein Luft- und wasserdichter Reißverschluss bekannt. Ein Flanschabschnitt erstreckt sich um einen Block eines Endteils. Dabei sei ein luft- und wasser dichtes Tragband stärker an dem Flanschabschnitt befestigt. So soll der Reißverschluss auch beim Falten dicht bleiben.

Andockverschlusse zum kontaminationsfreien Verbinden einer ersten flexiblen Umhüllung mit einer zweiten flexiblen Umhül lung sind beispielsweise aus der DE 20 2009 018 082 Ul, der DE 10 2013 000 011 Al und der DE 10 2004 511 B4 bekannt.

Ein sicher und einfach handhabbarer Andockverschluss oder ein entsprechendes Andockverfahren zum kontaminationsfreien Ver binden einer ersten flexiblen Umhüllung mit einer zweiten fle xiblen Umhüllung ist aus dem Stand der Technik nicht bekannt.

Aufgabe einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es, einen sicher handhabbaren Andockverschluss und ein ent sprechendes Andockverfahren bereitzustellen, mit denen zwei flexibel Umhüllungen kontaminationsfrei miteinander verbunden werden können und ein Durchgangskanal zum kontaminationsfreien Transport von Substanzen zwischen der ersten Umhüllung und der zweiten Umhüllung bereitgestellt werden kann, wobei die beiden flexiblen Umhüllungen wiederverschließbar sein sollen. Des Weiteren liegt einer Ausführung der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, zwei flexible Umhüllungen bereitzustel len, welche kontaminationsfrei miteinander verbindbar und wie derverschließbar sind. Zudem liegt einer Ausbildung der vor liegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Verwendung zum sicheren Handhaben von toxisch wirkenden, staubförmigen Fest stoffen, insbesondere bei der Teilentnahme aus flexiblen Um hüllungen wie Originärverpackungen zum Zwecke der Beprobung und/oder Verwiegung vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird mit den in den Ansprüchen 1, 11, 13 und 14 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft einen Andockver schluss zum kontaminationsfreien Verbinden einer ersten fle xiblen Umhüllung mit einer zweiten flexiblen Umhüllung, umfas send eine erste Verschlussvorrichtung, welche mit der ersten Umhüllung verbindbar oder verbunden ist, und eine zweite Ver schlussvorrichtung, welche mit der zweiten Umhüllung verbind bar oder verbunden ist, wobei die erste Verschlussvorrichtung einen ersten Dockingport, einen ersten Endport und einen ers ten Schieber aufweist, und die zweite Verschlussvorrichtung einen zweiten Dockingport, einen zweiten Endport und einen zweiten Schieber aufweist, der erste Schieber und der zweite Schieber zwischen einer Andockstellung und einer Durchfluss stellung verschiebbar sind, wobei in der Andockstellung die erste Umhüllung innerhalb der ersten Verschlussvorrichtung von dieser und die zweite Umhüllung innerhalb der zweiten Ver schlussvorrichtung von dieser verschlossen sind, in der An dockstellung der erste Schieber am ersten Dockingport und der zweite Schieber am zweiten Dockingport anliegen, der erste Do ckingport und der zweite Dockingport lösbar miteinander ver- bindbar sind, und wenn der erste Dockingport und der zweite Dockingport miteinander verbunden sind, der erste Schieber und der zweite Schieber beim Verschieben in Richtung der Durch flussstellung, in welcher der erste Schieber am ersten Endport und der zweite Schieber am zweiten Endport anliegen, die erste Umhüllung und die zweite Umhüllung öffnen und einen von der ersten Verschlussvorrichtung und der zweiten Verschlussvor richtung umschlossenen Durchflusskanal zum kontaminationsfrei en Transport von Substanzen zwischen der ersten Umhüllung und der zweiten Umhüllung bereitstellen .

Unter flexiblen Umhüllungen sind in erster Linie Gebinde, aber auch flexible Rohrstutzen und dergleichen zu verstehen. Der erfindungsgemäße Andockverschluss ermöglicht sowohl das konta minationsfreie Verbinden von zwei flexiblen Umhüllungen als auch das Wiederverschließen, so dass sie kontaminationsfrei wieder voneinander getrennt werden können. Insofern handelt es sich um eine lösbare Verbindung zwischen den beiden Umhüllun gen. Das Transportieren von Substanzen, insbesondere von hoch wertigen pharmazeutischen Erzeugnissen und/oder toxisch wir kenden Stoffen, zwischen den beiden flexiblen Umhüllungen kann mittels des vorschlagsgemäßen Andockverschlusses schnell und sicher erfolgen, ohne dass die Gefahr einer Kontamination ent steht. Sowohl die Substanz selbst als auch sich in der Umge bung der beiden Umhüllungen aufhaltende Personen werden ge schützt .

Der erste und der zweite Schieber, auch als Absperrorgane be zeichnet, arbeiten nach dem Schiebeverschlussprinzip. Die bei den Umhüllungen sind mit den jeweiligen Dockingports und End ports verbunden und insbesondere mit diesen verklemmt. In der Andockstellung sind die Umhüllungen mit den Verschlussvorrich tungen verschlossen, wobei die Schieber am Dockingport anlie- gen. Durch Verschieben in die Durchflussstellung, in welcher die Schieber am Endport anliegen, werden die Umhüllungen ge öffnet, so dass ein von den Verschlussvorrichtungen umschlos sener Durchflusskanal bereitgestellt wird, durch welchen eine Substanz zwischen der ersten und der zweiten Umhüllung konta minationsfrei transportiert werden kann. Das Andocken und Ver schieben des Schiebers von der Andockstellung in die Durch flussstellung ist sehr einfach und schnell ausgeführt, genauso wie Trennen der beiden Umhüllungen voneinander, wozu die

Schieber von der Durchflussstellung in die Andockstellung ver schoben und die Dockingports voneinander getrennt werden. Die erste und die zweite Verschlussvorrichtung können jeweils ei nen Reißverschluss oder einen Zippverschluss aufweisen.

Erfindungsgemäß sind der erste Endport und der zweite Endport lösbar miteinander verbindbar. Die beiden Endports haben wie die Dockingports die Aufgabe, die flexiblen Umhüllungen einzu spannen und ihnen eine definierte Form zu geben. Hierzu können die flexiblen Umhüllungen in die Dockingports und die Endports eingeklemmt werden, wobei die Dockingports und die Endports einteilig oder zweiteilig ausgeführt sein können. Weiterhin dienen die Dockingports und die Endports als Anschlag für die beiden Schieber, wodurch die Andockstellung und die Durch flussstellung eindeutig festgelegt werden können. Je nach Aus gestaltung der Verschlussvorrichtungen ist es nicht notwendig, dass auch die Endports miteinander verbunden werden müssen. Dennoch bietet es sich an, auch die Endports so auszugestal ten, dass sie miteinander verbindbar sind, wodurch die Stel lung der beiden Umhüllungen zueinander genauer definiert und im Betrieb des Andockverschlusses nicht verändert wird. Be schädigungen der Umhüllungen beim Verschieben der Schieber insbesondere in die Durchflussstellung werden hierdurch ver mieden . In einer weitergebildeten Ausführungsform können der erste Schieber und der zweite Schieber lösbar miteinander verbindbar sein. Werden die beiden Schieber miteinander verbunden, so ge nügt die Betätigung eines Schiebers, um beide Schieber zwi schen der Andockstellung und der Durchflussstellung hin- und her zu verschieben. Der Andockverschluss kann von einer Seite her bedient werden, so dass eine beidseitige Zugänglichkeit für den Bediener nicht notwendig ist. Die Handhabung des An dockverschlusses wird hierdurch vereinfacht. Darüber hinaus kann hierdurch gewährleistet werden, dass beide Umhüllungen gleichzeitig und auf gleiche Weise geöffnet und geschlossen werden. Fehlbedienungen, die daraus resultieren könnten, dass sich ein Schieber in der Andockstellung und der andere Schie ber in der Durchflussstellung befinden, werden hierdurch ver mieden .

Bei einer weitergebildeten Ausführungsform können der erste Schieber und/oder der zweite Schieber jeweils einen Betäti gungsabschnitt aufweisen. Das Verschieben der Schieber zwi schen der Andockstellung und der Durchflussstellung wird hier durch erleichtert.

Nach einer weiteren Ausführungsform weist der Andockverschluss einen Schiebeverschluss zum Verbinden der ersten Verschluss vorrichtung mit der zweiten Verschlussvorrichtung auf, welcher durch Verschieben des ersten Schiebers und/oder des zweiten Schiebers in die Durchflussstellung verschließbar ist. Insbe sondere dann, wenn sowohl der Dockingport als auch der Endport miteinander verbindbar sind und eine insbesondere feste Ver bindung zwischen dem Dockingport und dem Endport vorhanden ist, können die erste und die zweite Verschlussvorrichtung so miteinander verbunden werden, dass sie sich im Betrieb des An- dockverschlusses nicht voneinander lösen können. Ein Lösen muss in jedem Fall verhindert werden, da sonst der kontamina tionsfreie Transport der Substanzen zwischen der ersten und der zweiten Umhüllung nicht mehr gewährleistet ist. Insbeson dere dann, wenn der Endport nur als Anschlag dient, ohne dass eine feste Verbindung zwischen dem Dockingport und dem Endport vorhanden ist, sorgt der Schiebeverschluss dafür, dass die erste Verschlussvorrichtung und die zweite Verschlussvorrich tung auch zwischen den jeweiligen Dockingports und Endports miteinander verbunden werden, so dass sich die beiden Ver schlussvorrichtungen und folglich die beiden Umhüllungen in der Durchflussstellung nicht voneinander lösen können. Der kontaminationsfreie Transport der Substanzen zwischen der ers ten und der zweiten Umhüllung ist somit sichergestellt. Hierzu kann der Schiebeverschluss als ein die beiden Verschlussvor richtungen verbindenden Reißverschluss oder Zippverschluss ausgestaltet sein.

Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass der Schiebeverschluss Dichtmittel umfasst, welche in dichten dem Kontakt miteinander gebracht werden, wenn der erste Schie ber und/oder der zweite Schieber in die Durchflussstellung verschoben werden. Die Dichtmittel erhöhen die Prozesssicher heit, da neben dem Schiebeverschluss als solcher die Dichtmit tel den kontaminationsfreien Transport der Substanzen zwischen der ersten und der zweiten Umhüllung sicherstellen.

Bei einer weiteren Ausführungsform kann zumindest einer der Dockingports ein Dockingport-Aufhängelement aufweisen. Mit dem Dockingport-Aufhängelement lassen sich der Transport und die Aufbewahrung der Andockverschlüsse vereinfachen, da diese an einem Haken aufgehängt werden können. Zudem kann ein Benutzer den Andockverschluss bequem mit dem Dockingport-Aufhängelement ergreifen .

Eine weitergebildete Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest einer der Endports ein Endport- Aufhängelement aufweist. Auch hierdurch werden der Transport und die Aufbewahrung der Andockverschlüsse vereinfacht. Zudem kann ein Benutzer den Andockverschluss bequem mit dem Endport- Aufhängelement ergreifen.

Nach Maßgabe einer weiteren Ausführungsform umschließt das Do ckingport-Aufhängelement und das Endport-Aufhängelement je weils eine Öffnung, deren Ebene im Wesentlichen parallel zu einer Hauptdurchgangsrichtung der Substanz zwischen der ersten Umhüllung und der zweiten Umhüllung verläuft. Wenn die beiden Umhüllungen voneinander getrennt sind, können diese auf fol gende Weise versiegelt werden: Die betreffende Umhüllung wird um die mit ihr verbundene Verschlussvorrichtung gewickelt und die Verschlussvorrichtung so gebogen, dass die beiden Aufhän gelemente beispielsweise mittels eines Kabelbinders miteinan der verbindbar sind. Insbesondere bei entleerten Umhüllungen kann auf diese Weise sicher verhindert werden, dass Reste der Substanzen aus der betreffenden Umhüllung austreten können, insbesondere dann, wenn diese toxisch sind.

Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Dockingport-Aufhängelement und das Endport-Aufhängelement ineinander einbringbar sind. Hierzu kann beispielsweise eine der Aufhängelemente eine Ausnehmung aufweisen, in welche das andere Aufhängelement einbringbar ist. Die Stellungen der bei den Aufhängelemente zueinander beim Versiegeln der betreffen den Umhüllung sind hierdurch eindeutig definiert. Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der erste Dockingport und der zweite Dockingport miteinander korrespondierende Positionierungsabschnitte zum Positionieren der Dockingports relativ zueinander aufweisen. Die Positionierungsabschnitte, welche Aufnahmekonturen umfas sen können, legen die Positionen der Dockingports zueinander fest, was das Verbinden der Dockingports erleichtert. Auch die Endports können über derartige Positionierungsabschnitte auf weisen, wenn sie miteinander verbindbar sind. Eine ausreichend genaue Positionierung der beiden Verschlussvorrichtungen zuei nander ist eine wichtige Voraussetzung für eine kontaminati onsfreie Verbindung zwischen den beiden Umhüllungen. Die Posi tionierungsabschnitte gewährleisten ausreichend genaue Positi onierung .

In einer weiteren Ausführungsform können zumindest der erste Dockingport und der zweite Dockingport Formschlussmittel und/oder Reibschlussmittel zum lösbaren Verbinden der Docking ports miteinander aufweisen. Für den Fall, dass die Endports miteinander verbindbar sind, können auch die Endports derarti ge Formschlussmittel und/oder Reibschlussmittel aufweisen. Als Formschlussmittel können beispielsweise Clipsverbindungen ver wendet werden. Als Reibschlussmittel können konusförmige Vor sprünge verwendet werden, welche in korrespondierende Ausneh mungen eingeschoben werden. Die Formschlussmittel und die Reibschlussmittel sind einfach herzustellen und zu bedienen.

Eine Ausgestaltung der Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontaminationsfreien Verbinden einer ersten flexiblen Umhül lung mit einer zweiten flexiblen Umhüllung mit einem Andock verschluss nach einem der vorherigen Andockverschlüsse, umfas send folgende Schritte: - Bereitstellen einer ersten Verschlussvorrichtung mit einem ersten Dockingport, einem ersten Endport und einem ersten Schieber,

- Bereitstellen einer zweiten Verschlussvorrichtung mit ei nem zweiten Dockingport, einem zweiten Endport und einem zweiten Schieber,

- wobei sich die erste Verschlussvorrichtung und die zweite Verschlussvorrichtung in einer Andockstellung befinden, in welcher die erste Umhüllung innerhalb der ersten Ver schlussvorrichtung von dieser und die zweite Umhüllung innerhalb der zweiten Verschlussvorrichtung von dieser verschlossen sind und in welcher der erste Schieber am ersten Dockingport und der zweite Schieber am zweiten Do ckingport anliegen,

- Verbinden des ersten Dockingports mit dem zweiten Docking port, und

- Verschieben des ersten Schiebers und des zweiten Schiebers in Richtung einer Durchflussstellung, in welcher der ers te Schieber am ersten Endport und der zweite Schieber am zweiten Endport anliegen, wodurch die erste Umhüllung und die zweite Umhüllung geöffnet werden und ein von der ers ten Verschlussvorrichtung und der zweiten Verschlussvor richtung umschlossener Durchflusskanal zum kontaminati onsfreien Transport von Substanzen zwischen der ersten Umhüllung und der zweiten Umhüllung bereitgestellt wird.

Die technischen Effekte und Vorteile, die sich mit dem vor schlagsgemäßen Andockverfahren erreichen lassen, entsprechen denjenigen, die für den vorliegenden Andockverschluss erörtert worden sind. Zusammenfassend sei darauf hingewiesen, dass das Transportieren von Substanzen, insbesondere von hochwertigen pharmazeutischen Erzeugnissen und/oder toxisch wirkenden Stof fen, zwischen den beiden flexiblen Umhüllungen mittels des vorschlagsgemäßen Andockverfahrens schnell und sicher erfolgen kann, ohne dass die Gefahr einer Kontamination entsteht. So wohl die Substanz selbst als auch sich in der Umgebung der beiden Umhüllungen aufhaltende Personen werden geschützt.

Erfindungsgemäß umfasst das Verfahren den Schritt des Verbin dens des ersten Endports mit dem zweiten Endport. Die Stellung der beiden Umhüllungen zueinander wird genauer definiert und im Betrieb des Andockverschlusses nicht verändert. Beschädi gungen der Umhüllungen beim Verschieben der Schieber insbeson dere in die Durchflussstellung werden hierdurch vermieden.

Darüber hinaus kann das Verfahren in einer weitergebildeten Ausgestaltung den Schritt des Verbindens des ersten Schiebers mit dem zweiten Schieber umfassen. Werden die beiden Schieber miteinander verbunden, so genügt die Betätigung eines Schie bers, um beide Schieber zwischen der Andockstellung und der Durchflussstellung hin- und her zu verschieben. Der Andockver schluss kann von einer Seite her bedient werden, so dass eine beidseitige Zugänglichkeit für den Bediener nicht notwendig ist. Die Handhabung des Andockverschlusses wird hierdurch ver einfacht. Darüber hinaus kann hierdurch gewährleistet werden, dass beide Umhüllungen gleichzeitig und auf gleiche Weise ge öffnet und geschlossen werden. Fehlbedienungen, die daraus re sultieren könnten, dass sich ein Schieber in der Andockstel lung und der andere Schieber in der Durchflussstellung befin den, werden hierdurch vermieden.

Eine Ausführung der Erfindung betrifft eine erste flexible Um hüllung, insbesondere Packmittel für staubförmige, toxisch wirkende Feststoffe, wie Roh-, Hilfs- und Fertigstoffe in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, wobei die flexible Umhüllung mittels eines Andockverschlusses nach einem der vor- herigen Ausführungsformen verschließbar ist, wobei mittels des Andockverschlusses eine zweite flexible Umhüllung mittels ei nes Andockverfahrens nach einem der zuvor erörterten Ausge staltungen kontaminationsfrei an die erste flexible Umhüllung andockbar und simultan gemeinsam öffenbar und wieder abdockbar und simultan wiederverschließbar ist.

Eine Ausbildung der Erfindung betrifft die Verwendung eines Andockverschlusses nach einem der vorherigen Ausführungsformen zum sicheren Handhaben von Substanzen, insbesondere von to xisch wirkenden, staubförmigen Feststoffen, beispielsweise bei der Teilentnahme aus flexiblen Umhüllungen wie Originärverpa ckungen zum Zwecke der Beprobung und/oder Verwiegung.

Die technischen Effekte und Vorteile, die sich mit der vor schlagsgemäßen Umhüllung und der vorschlagsgemäßen Verwendung des Andockverschlusses erreichen lassen, entsprechen denjeni gen, die für den vorliegenden Andockverschluss erörtert worden sind. Zusammenfassend sei darauf hingewiesen, dass das Trans portieren von Substanzen, insbesondere von hochwertigen phar mazeutischen Erzeugnissen und/oder toxisch wirkenden Stoffen, zwischen den beiden flexiblen Umhüllungen schnell und sicher erfolgen kann, ohne dass die Gefahr einer Kontamination ent steht. Sowohl die Substanz selbst als auch sich in der Umge bung der beiden Umhüllungen aufhaltende Personen werden ge schützt .

Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden im Fol genden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Figuren 1A bis IC prinzipielle Darstellungen zum Veranschau lichen eines erfindungsgemäßen Andockver fahrens,

Figuren 2A bis 2C verschiedene Ansichten einer ersten Ausfüh rungsform eines erfindungsgemäßen Andock verschlusses, bei welchem sich die Schieber in einer Andockstellung befinden,

Figuren 3A1 bis 3D2 verschiedene Ansichten der in den Figuren

2A bis 2C dargestellten ersten Ausführungs form des Andockverschlusses in verschiede nen Stellungen,

Figuren 4A1 bis 4C2 verschiedene Ansichten einer zweiten Aus führungsform des Andockverschlusses in ver schiedenen Stellungen,

Figur 5 eine vergrößerte Darstellung des ersten Do- ckingport-Aufhängelements und des ersten Endport-Aufhänge1ements ,

Figuren 6A bis 6C verschiedene Anordnungen der ersten Umhül lung,

Figuren 7A und 7B verschiedene Ansichten einer dritten Aus führungsform des Andockverschlusses, und

Figuren 8A und 8B verschiedene Ansichten einer vierten Aus führungsform des Andockverschlusses.

Die prinzipiellen Figuren 1A bis IC dienen zum Veranschauli chen des erfindungsgemäßen Andockverfahrens unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Andockverschlusses 10. In Figur 1A ist eine erste flexible Umhüllung 12 mit einer ersten Verschluss vorrichtung 14 des Andockverschlusses 10 verbunden und von dieser verschlossen. Des Weiteren ist eine zweite flexible Um hüllung 16 mit einer zweiten Verschlussvorrichtung 18 des An dockverschlusses 10 verbunden und von dieser verschlossen. So wohl bei der ersten Umhüllung 12 als auch bei der zweiten Um hüllung 16 handelt es sich um flexible Gebinde, die als Origi närverpackungen ausgeführt sein können. In einer der Umhüllun gen 12, 16, im dargestellten Beispiel in der ersten Umhüllung

12, ist eine nicht dargestellte Substanz, beispielsweise ein pharmazeutischer und/oder toxischer Feststoff, gelagert. Eine oder beide Umhüllungen 12, 16 können aber auch flexible Rohr stutzen oder dergleichen sein.

Die erste Verschlussvorrichtung 14 umfasst einen ersten Do ckingport 20, einen ersten Endport 22 und einen ersten Schie ber 24, der zwischen dem ersten Dockingport 20 und dem ersten Endport 22 hin- und her verschiebbar ist. Entsprechend umfasst die zweite Verschlussvorrichtung 18 einen zweiten Dockingport 26, einen zweiten Endport 28 und einen zweiten Schieber 30. Auch der zweite Schieber 30 ist zwischen dem zweiten Docking port 26 und dem zweiten Endport 28 hin- und hier verschiebbar. Wie aus der Schnittdarstellung entlang der Schnittebene A-A hervorgeht, sind der erste Dockingport 20, der erste Schieber 24 und der erste Endport 22 zweiteilig aufgebaut . Die erste Umhüllung 12 ist dazwischen den beiden Teilen des ersten Do ckingports 20, des ersten Schiebers 24 und des ersten Docking ports 20 angeordnet. Eine einteilige Ausgestaltung ist aber ebenfalls denkbar. Der zweite Dockingport 26, der zweite

Schieber 30 und der zweite Endport 28 können genauso aufgebaut sein . In Figur 1A befinden sich der erste Schieber 24 und der zweite Schieber 30 in einer Andockstellung, in welcher der erste Schieber 24 am ersten Dockingport 20 und der zweite Schieber 30 am zweiten Dockingport 26 anliegen. In der Andockstellung ist die erste Umhüllung 12 innerhalb der ersten Verschlussvor richtung 14 von dieser verschlossen. Selbiges gilt für die zweite Umhüllung 16. Folglich kann eine Substanz, die bei spielsweise in der ersten Umhüllung 12 gelagert ist, die erste Umhüllung 12 nicht durch die erste Verschlussvorrichtung 14 verlassen. Selbiges gilt auch für die zweite Umhüllung 16, wo bei jedoch, wie bereits erwähnt, im dargestellten Beispiel nur in der ersten Umhüllung 12 eine Substanz gelagert ist.

Wie aus Figur 1A hervorgeht, sind die erste Umhüllung 12 und die zweite Umhüllung 16 beabstandet voneinander angeordnet. In Figur 1B liegen der erste Dockingport 20 und der zweite Do ckingport 26, der erste Schieber 24 und der zweite Schieber 30 sowie der erste Endport 22 und der zweite Endport 28 aneinan der an. Der erste Schieber 24 und der zweite Schieber 30 be finden sich aber nach wie vor in der Andockstellung, so dass die erste Umhüllung 12 und die zweite Umhüllung 16 weiterhin verschlossen sind. In Figur IC sind der erste Schieber 24 und der zweite Schieber 30 in eine Durchflussstellung verschoben worden, in welcher der erste Schieber 24 am ersten Endport 22 und der zweite Schieber 24 am zweiten Endport 28 anliegen. In folge des Verschiebens der Schieber 24, 30 in die Durchfluss stellung werden die erste Umhüllung 12 und die zweite Umhül lung 16 geöffnet, so dass ein Durchflusskanal 32 bereitge stellt wird, durch welchen die Substanz kontaminationsfrei von der ersten Umhüllung 12 in die zweite Umhüllung 16 überführt werden kann. Der Pfeil in Figur IC kennzeichnet die Haupt durchgangsrichtung D der Substanz durch die erste und die zweite Verschlussvorrichtung 14, 18 beim Überführen von der ersten Umhüllung 12 in die zweite Umhüllung 16.

Um die beiden Umhüllungen 12, 18 wieder zu verschließen und kontaminationsfrei voneinander zu trennen, werden die be schriebenen Schritte in der umgekehrten Reihenfolge und entge gengesetzt durchgeführt.

In der Figur 2A ist eine erste Ausführungsform des erfindungs gemäßen Andockverschlusses 10i anhand einer Seitenansicht, in der Figur 2B anhand einer Draufsicht und in Figur 2C anhand einer Vorderansicht gezeigt, jeweils ohne die Umhüllungen 12, 16. Der erste Dockingport 20 und der zweite Dockingport 26 weisen Formschlussmittel 34 auf, mit welchen diese lösbar mit einander verbindbar sind. Die Formschlussmittel 34 sind als ineinander eingreifende Haken 36 ausgebildet. Weiterhin weisen der erste Dockingport 20 und der zweite Dockingport 26 Positi onierungsabschnitte 38 auf, mit denen die Position der beiden Dockingports 20, 26 relativ zueinander festgelegt werden kann. Auch der erste Schieber 24 und der zweite Schieber 30 sowie der erste Endport 22 und der zweite Endport 28 weisen derarti ge Positionierungsabschnitte 38 auf. Wie insbesondere aus der Figur 2C hervorgeht, weisen einige der Positionierungsab schnitte 38 Hülsen 40 auf, in welche korrespondierende Vor sprünge 42 mit einem bestimmten Übermaß einbringbar sind, so dass diese Positionierungsabschnitte 38 als Reibschlussmittel 44 ausgebildet sind, mit denen die Dockingports 20, 26, die Schieber 24, 30 und/oder die Endports 22, 28 lösbar miteinan der verbindbar sind.

Wie aus der Figur 2B ersichtlich, weisen die erste Verschluss vorrichtung 14 und die diesbezüglich identisch aufgebaute zweite Verschlussvorrichtung 18 jeweils einen ersten Reißver- Schluss 55 bzw. weinen zweiten Reißverschluss 57 (siehe Figur 4A2) auf, mit denen die erste Umhüllung 12 bzw. die zweite Um hüllung 16 verschlossen sind. Ein Zippverschluss anstelle des Reißverschlusses ist ebenfalls denkbar.

Sowohl der erste Schieber 24 als auch der zweite Schieber 30 weisen jeweils einen Betätigungsabschnitt 46 auf, der jeweils zwei seitlich nach außen stehende Griffstücke 48 umfasst, wie insbesondere aus der Figur 2C erkennbar ist.

Darüber hinaus weist der erste Dockingport 20 ein erstes Do- ckingport-Aufhängelement 50i und der zweite Dockingport 26 ein zweites Dockingport-Aufhängelement 50 2 auf. Der erste Endport 22 weist ein erstes Endport-Aufhängelement 52i und der zweite Endport 28 ein zweites Endport-Aufhängelement 52 2 auf. Sowohl mit den Dockingport-Aufhängelementen 50i, 50 2 als auch mit den Endport-Aufhängelementen 52i, 52 2 kann der Andockverschluss 10i ergriffen und an einer Aufhängvorrichtung eingehängt werden.

In den Figuren 3A1 bis 3D2 ist die in den Figuren 2A bis 2C dargestellte Ausführungsform des Andockverschlusses 10i in ver schiedenen Stellungen einmal anhand einer Seitenansicht und einmal anhand einer Draufsicht gezeigt. Die Figuren, welche die gleichen Stellungen zeigen, sind mit gleichen Buchstaben bezeichnet .

In den Figuren 3A1 und 3A2 sind die beiden Verschlussvorrich tungen 14, 18 beabstandet voneinander angeordnet. In den Figu ren 3B1 und 3B2 liegen die beiden Verschlussvorrichtungen 14,

18 aneinander an und sind mit den Formschlussmitteln 34 und den Reibschlussmitteln 44 an den Dockingports 20, 26, an den Schiebern 24, 30 und an den Endports 22, 28 lösbar miteinander verbunden (siehe Figuren 2A bis 2C) . In den Figuren 3A1 bis 3B2 liegen die Schieber 24, 30 an den Dockingports 20, 26 an, so dass, wie für die Figuren 1A bis IC beschrieben, die hier nicht dargestellten Umhüllungen 12, 16 verschlossen sind, was insbesondere aus den Figuren 3A2 und 3B2 hervorgeht, wo Zähne 54 des ersten Reißverschlusses 55 der ersten Verschlussvor richtung 14 ineinander eingreifen. Wie erwähnt, befinden sich die Schieber 24, 30 in der Andockstellung.

In den Figuren 3C1 und 3C2 ist zu erkennen, dass die Schieber 24, 30 aus der Andockstellung in Richtung der Durchflussstel lung verschoben sind. Da sie mittels der Formschlussmittel 34 und/oder der Reibschlussmittel 44 miteinander verbunden sind, können die Schieber 24, 30 nur miteinander und simultan bewegt werden. Aus der Figur 3C1 ist gut erkennbar, dass der Andock verschluss 10i einen Schiebeverschluss 56 zum Verbinden der ersten Verschlussvorrichtung 14 mit der zweiten Verschlussvor richtung 18 aufweist, welcher durch Verschieben des ersten Schiebers 24 und/oder des zweiten Schiebers 30 in die Durch flussstellung verschließbar ist. In Figur 3C1 ist der Schiebe verschluss 56 zwischen den Schiebern 24, 30 und den Docking ports 20, 26 geschlossen, während er zwischen den Schiebern 24, 30 und den Endports 22, 28 noch geöffnet ist. Aus der Fi gur 3C2 ist zu erkennen, dass die Verschlussvorrichtungen 14, 18 zwischen den Schiebern 24, 30 und den Dockingports 20, 26 geöffnet und zwischen den Schiebern 24, 30 und den Endports 22, 28 noch geschlossen sind.

Aus der Figur 3C2 ist ebenfalls gut erkennbar, dass die Schie ber 24, 30 insgesamt vier Zentrierungsvorsprünge 58 aufweisen, welche je nachdem, ob sich die Schieber 24, 30 in der An dockstellung oder der Durchflussstellung in nicht gezeigte Ausnehmungen entweder des betreffenden Dockingports 20, 26 o- der des betreffenden Endports 22, 28 eingreifen, wodurch die Position der Schieber 24, 30 relativ zu den Endports 22, 28 oder zu den Dockingports 20, 26 festgelegt wird.

In den Figuren 3D1 und 3D2 befinden sich die Schieber 24, 30 in der Durchflussstellung, in welcher sie an den Endports 22, 28 anliegen. Aus der Figur 3D1 geht hervor, dass der Schiebe verschluss 56 vollständig geschlossen ist, so dass die erste Verschlussvorrichtung 14 und die zweite Verschlussvorrichtung 18 auch zwischen den Dockingports 20, 26 und den Endports 22, 28 miteinander verbunden sind. Aus der Figur 3D2 geht hervor, dass die beiden Verschlussvorrichtungen 14, 18 geöffnet sind und den Durchflusskanal 32 bereitstellen, durch welchen die Substanz kontaminationsfrei aus der ersten Umhüllung 12 in die zweite Umhüllung 16 und umgekehrt überführt werden kann.

Aus den Figuren 3A1 bis 3D2 ist erkennbar, dass die erste Ver schlussvorrichtung 14 den bereits erwähnten ersten Reißver schluss 55 oder Zippverschluss aufweist, mit welcher die erste Umhüllung 12 geöffnet und verschlossen werden kann. Entspre chend weist die zweite Verschlussvorrichtung 18 einen zweiten Reißverschluss 57 oder Zippverschluss auf (siehe Figur 4A2), mit welcher die zweite Umhüllung 16 geöffnet und verschlossen werden kann. Im angedockten Zustand liegen der erste Reißver schluss 55 oder Zippverschluss und der zweite Reißverschluss 57 oder Zippverschluss in parallelen Ebenen zueinander, die senkrecht zur Hauptdurchgangsrichtung D (siehe Figur IC) ver laufen. Der Schiebeverschluss 56 ist als ein dritter Reißver schluss 59 oder Zippverschluss ausgebildet, kann aber auch ei nen vierten Reißverschluss oder Zippverschluss umfassen (nicht dargestellt) . Der dritte Reißverschluss 59 oder Zippverschluss liegt in einer Ebene, die parallel zur Hauptdurchgangsrichtung D und damit senkrecht zur Ebene verläuft, in welcher der erste und der zweite Reißverschluss 55, 57 oder Zippverschluss ver- laufen. Die ersten und die zweiten Reißverschlüsse 55, 57 bil den mit dem dritten Reißverschluss 59 daher einen Winkel von 90°. Alle Reißverschlüsse 55, 57, 59 werden mit den Schiebern 24, 30 gleichzeitig betätigt, wobei der erste Reißverschluss 55 und der zweite Reißverschluss 57 geöffnet werden, wenn der dritte Reißverschluss 59 verschlossen wird und umgekehrt. Die Reißverschlüsse 55, 57, 59 sind insbesondere wasserdicht. Vor allem der dritte Reißverschluss 59 kann durch Formschlussmit tel wie eine Schwalbenschwanzverbindung ersetzt werden.

In den Figuren 4A1 bis 4A2 ist eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Andockverschlusses IO2 analog zu den Darstel lungen der Figuren 3A1 bis 3D2 gezeigt, wobei die Durchfluss stellung gemäß den Figuren 3D1 und 3D1 aus Darstellungsgründen nicht gezeigt ist.

Der Aufbau und die Funktionsweise der zweiten Ausführungsform unterscheiden sich nicht wesentlich von denjenigen der ersten Ausführungsform. Es wird im Folgenden daher nur auf die Unter schiede eingegangen. Die beiden Dockingport-Aufhängelemente 50i, 50 2 und die beiden Endport-Aufhängelemente 52i, 52 2 sind in der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Andockver schlusses IO2 im Vergleich zur ersten Ausführungsform des er findungsgemäßen Andockverschlusses 10i um 90° gedreht angeord net und ringförmig ausgebildet. Die beiden Dockingport- Aufhängelemente 50i, 50 2 und die beiden Endport-Aufhängelemente 52i, 52 2 umschließen jeweils eine Öffnung 60, deren Ebene im Wesentlichen parallel zu der in der Figur IC gekennzeichneten Hauptdurchgangsrichtung D.

In der Figur 5 sind das erste Dockingport-Aufhängelement 50i und das erste Endport-Aufhängelement 52i vergrößert gezeigt.

Man erkennt, dass das erste Dockingport-Aufhängelement 50i so ausgestaltet ist, dass das erste Endport-Aufhängelement 52i in dieses einbringbar ist. Das zweite Dockingport-Aufhängelement 50 2 und das zweite Endport-Aufhängelement 52 2 können genauso aufgebaut sein. In den Figuren 6A bis 6C ist der Hintergrund der Einbringbarkeit erläutert. Beispielsweise die entleerte erste Umhüllung 12, die von der zweiten Umhüllung 16 getrennt und folglich verschlossen ist (siehe Figur 6A) , wird um die erste Verschlussvorrichtung 14 gewickelt, wie in Figur 6B ge zeigt. Anschließend wird die erste Verschlussvorrichtung 14 so gebogen, dass das erste Dockingport-Aufhängelement 50i und das erste Endport-Aufhängelement 52i ineinander eingebracht werden können. In Figur 6C sind das erste Dockingport-Aufhängelement 50i und das erste Endport-Aufhängelement 52i ineinander einge bracht und mit einem Kabelbinder 62 miteinander verbunden, so dass sie sich nicht mehr voneinander lösen können. Die erste Umhüllung 12 ist folglich versiegelt und kann sich nicht wie der von der ersten Verschlussvorrichtung 14 abrollen.

In den Figuren 7A und 7B ist eine dritte Ausführungsform des Andockverschlusses IO3 anhand einer perspektivischen Teilan sicht und anhand einer Vorderansicht gezeigt. Wie aus den Fi guren 3A1 bis 3A2 hervorgeht, umfasst der Andockverschluss IO3 den Schiebeverschluss 56, mit welchem die an der ersten fle xiblen Umhüllung 12 angeordnete erste Verschlussvorrichtung 14 mit der zweiten Verschlussvorrichtung 18 der zweiten flexiblen Umhüllung 16 verbindbar ist. Wie erwähnt, wird der Schiebever schluss 56 vom dritten Reißverschluss 59 gebildet. In der dritten Ausführungsform des Andockverschlusses IO3 umfasst der dritte Reißverschluss 59 Dichtmittel 64, welche in dichtendem Kontakt miteinander gebracht werden, wenn der erste Schieber 24 und/oder der zweite Schieber 30 in die Durchflussstellung verschoben werden und der Reißverschluss 59 geschlossen wird. In diesem Fall werden die Dichtmittel 64 von der ersten fle- xiblen Umhüllung 12 und der zweiten flexiblen Umhüllung 16 ge bildet, die so ausgeführt und mit dem Reißverschluss 59 ver bunden sind, dass diese dann, wenn der Reißverschluss 59 ge schlossen ist, so aneinander anstoßen, dass sie jeweils eine Dichtkante 66 bilden. Der Durchflusskanal 32 wird von den Dichtmitteln zusätzlich abgedichtet. Insbesondere aus der Fi gur 7B ist erkennbar, dass die Dichtkanten 66 von den Zähnen des Reißverschlusses 59 umschlossen wird. Die Dichtkanten 66 verlaufen daher innerhalb des Reißverschlusses 59.

Sinngemäß können auch der erste Reißverschluss 55 und der zweite Reißverschluss 57 so aufgebaut sein, dass auch sie die Dichtmittel aufweisen, die wirksam werden, wenn die Reißver schlüsse 55, 57 verschlossen sind.

In den Figuren 8A und 8B ist eine vierte Ausführungsform des Andockverschlusses 10 4 anhand einer perspektivischen Darstel lung bzw. einer Vorderansicht gezeigt. Der grundsätzliche Auf bau des Andockverschlusses 10 4 nach der vierten Ausführungsform entspricht dabei demjenigen des Andockverschlusses IO3 nach der dritten Ausführungsform. Allerdings verläuft die Dichtkante 66 nicht innerhalb des Reißverschlusses 59, sondern außerhalb.

Die Dichtmittel 64 werden von jeweils einer zusätzlichen

Schicht 68 gebildet, welche auf die erste flexible Umhüllung 12 und die zweite flexible Umhüllung 16 aufgebracht sind. Ist der dritte Reißverschluss 66 verschlossen, stoßen die beiden Schichten 68 aneinander, so dass die Dichtkante 66 gebildet wird. Die beiden Schichten 68 können beispielsweise als Po lyethylen-Überzug (PE-Überzug) ausgeführt sein. Bezugszeichenliste

10, 10i bis IO 4 A ndockverschluss

12 erste flexible Umhüllung

14 erste Verschlussvorrichtung

1 6 zweite flexible Umhüllung

18 zweite Verschlussvorrichtung

20 erster Dockingport

22 erster Endport

24 erster Schieber

2 6 zweiter Dockingport

28 zweiter Endport

30 zweiter Schieber

32 Durchflusskanal

34 Formschlussmittel

36 Haken

38 Positionierungsabschnitt

40 Hülsen

42 Vorsprung

44 Reibschlussmittel

4 6 Betätigungsabschnitt

48 Griffstück

50 Dockingport-Aufhängelement

50 1 erstes Dockingport-Aufhängelement

50 2 zweites Dockingport-Aufhängelement 52 Endport-Aufhängelement

521 erstes Endport-Aufhängelement

52 2 zweites Endport-Aufhängelement 54 Zähne 55 erster Reißverschluss

56 SchiebeverSchluss

57 zweiter Reißverschluss

58 Zentrierungsvorsprung dritter Reißverschluss

60 Öffnung

62 Kabelbinder

64 Dichtmittel

66 Dichtkante

68 Schicht

D Hauptdurchgangsrichtung