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Title:
DOOR STATIONS HAVING IMPROVED COMMUNICATION BETWEEN OWNER AND VISITOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/174526
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for using a mobile telephone for communication between a visitor at a door station having a short-range communications interface and an owner of the door station who is located outside the short range. According to the invention, the visitor uses a mobile telephone, Ipad, a smart watch, or another portable, communication-enabled data-processing device to communicate via the short-range communications interface of the door station, such that in response thereto an item of information is communicated to the visitor by the owner.

Inventors:
HINKEL RALF (DE)
Application Number:
PCT/EP2017/057882
Publication Date:
October 12, 2017
Filing Date:
April 03, 2017
Export Citation:
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Assignee:
HIASSET GMBH (DE)
International Classes:
G07C9/00; G07F7/10
Domestic Patent References:
WO2007031654A12007-03-22
WO2014144122A12014-09-18
Foreign References:
US20130176107A12013-07-11
US20120044050A12012-02-23
Attorney, Agent or Firm:
VOSSIUS & PARTNER (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Verfahren zur Verwendung eines Mobiltelefons für die Kommunikation

zwischen

einem Besucher bei einer Türstation mit

kurzreichweitiger Kommunikationsschnittstelle

und

einem Besitzer der Türstation, welcher sich außerhalb

der kurzen Reichweite befindet,

dadurch gekennzeichnet, dass

mit einem Mobiltelefon, Ipad, einer Smartwatch oder einem anderen transportablen, kommunikationsfähigen datenverarbeitenden Gerät des Besuchers über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle von der Türstation kommuniziert wird, damit dem Besucher im Ansprechen darauf eine vom Besitzer bestimmte Information kommuniziert wird.

2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Besucher zunächst von der Türstation identifiziert wird und erst danach die für den Besucher bestimmte Information übertragen wird.

3. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Information nur an identifizierte Besucher übertragen wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Besucher zu übertragende Information zeitabhängig bestimmt wird.

5. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Besucher anhand von Signalen eines über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle eine eindeutigen ID an die Türstation übertragenden Gerätes identifiziert wird.

6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät, aufgrund dessen der Besucher identifiziert wird, von dessen Mobiltelefon verschieden ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Information vom Besitzer vorab bestimmt, an die Türstation über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle übertragen und darin eingespeichert wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Besucher Information übertragen wird, die den Aufbau einer Mobilfunkverbindung zwischen dem Mobiltelefon des Besuchers und einem Kommunikationsgerät des Besitzers erlaubt, bevorzugt unter einer Telefonnummer, unter welcher der Besitzer zumindest temporär auch außerhalb der Reichweite der kurzreichweitigen Schnittstelle erreichbar ist.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als für den Besucher bestimmte Information eine Nachricht an den Besucher übertragen wird, bevorzugt als Sprach- oder Textnachricht zur Anzeige auf einem Mobiltelefon des Besuchers.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Information als eine über einen Lautsprecher der Türstation wiedergegebene Sprachnachricht übermittelt wird.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Besitzer die Information an einem Gerät eingibt, das über mehrere Stationen mit kurz- reichweitiger Kommunikationsschnittstelle mit der Türstation kommuniziert.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Besitzer auf einem Smartphone, Tablett-PC, oder Laptop eine App installiert, mit welcher eine Kommunikation zu der Türstation aufgebaut werden kann, und dass dann die Kommunikation des Besitzers mit der Türstation zur Einspeicherung der für den Besucher bestimmten Information erfolgt, während der Besitzer sich innerhalb der Reichweite der kurzreichweitigen Schnittstelle der Türstation befindet, insbesondere innerhalb eines maschenartig damit kommunizierenden Netzwerkes.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Besitzer Information für jeweilige Besucher in der Türstation einspeichern, und auf Eintreffen eines Besuchers der Besitzer identifiziert wird, zu welchem Besitzer der Besucher Kontakt wünscht, und dem Besucher die für ihn vom Besitzer bestimmte Information übertragen wird.

14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Besitzer, zu welchem der Besucher Kontakt wünscht, anhand eines an der Türstation betätigten Klingelknopfes, anhand der Eingabe einer PIN oder anderer Passwörter und/oder anhand einer über die kurzreichweitige Schnittstelle erhaltenen ID identifiziert wird und dann die von die vom identifizierten Besitzer bereitgestellt Information übertragen wird.

15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Information für einen Besucher gelöscht wird, sofern eine der Information zugeordnete Gültigkeitsdauer verstrichen ist und/oder der für die Informationsspeicherung verfügbare Speicherplatz für weitere Informationen nicht mehr ausreicht, und die Information zum Löschen unter den früher gespeicherten Informationen ausgewählt wird aufgrund wenigstens eines Kriteriums aus: Alter der Information, Häufigkeit der Besuche des entsprechenden Besuchers, erfolgter Abruf einer nur für endlich viele Besuche, bevorzugt nur einen Besuch eines bestimmten Besuchers gültiger Information.

16. Türstation mit einer kurzreichweitigen Kommunikationsschnittstelle zum Austausch von Daten zwischen der Türstation und mindestens einem Mobilgerät eines Besuchers, einem Speicher für Information, die vom Besitzer vorgegeben und einem Besucher zu übertragen ist, einem Speicher für Besucheridentifikationsdaten, und einer Steuerung, die dazu programmierbar ist, einen Besucher zu identifizieren und im Ansprechen auf die Identifikation Information zu übertragen.

Description:
Türstationen mit verbesserter Kommunikation zwischen Besitzer und Besucher

Die vorliegende Erfindung betrifft das oberbegrifflich Beanspruchte und bezieht sich somit auf Tür Stationen.

Türstationen sind bekannt. Sie werden an Türen von Gebäuden, aber auch an Pforten zu diese umgebenden Grundstücken, Industrieanlagen usw. nahe von Zugangssperren eingesetzt, damit ein Besucher etwa durch Betätigung eines Klingelknopfes dem Besitzer signalisieren kann, dass er Zutritt wünscht und dann die Sperre freigegeben werden kann

Als Besucher wird eine Person vorliegend auch dann aufgefasst, wenn sie - wie etwa ein Hausbewohner, der seinen Schlüssel verloren hat, per se berechtigt, faktisch aber nicht in der Lage ist, eine der Türstation nahe - und im Regelfall darüber gesteuerte - Sperre zu überwinden. Als Besitzer ist auch z.B. eine Person wie ein Pförtner, Hausmeister oder Verwalter zu verstehen, der die Türstation zwar nicht gehört, die aber dafür zuständig ist, Zugang zu kontrollieren, damit nur den momentan erwünschten Besuchern die Sperre geöffnet wird. Es sei darauf hingewiesen, dass eine Türstation- insbesondere auch eine Türstation der vorliegenden Erfindung - mehr als einen Besitzer haben kann, etwa, weil die Türstation den Zugang zu einem Einfamilienhaus regelt und mehrere oder alle Personen der darin wohnenden Familie als Besitzer in Frage kommen, der gegenüber Besuchern Zutrittsrechte kontrolliert. In Mehrparteiengebäuden sind dann womöglich mehrere Personen jeder Partei Besitzer. Gleiches gilt in gewerblich genutzten Gebäuden wie z.B. großen Bürohäusern mit unterschiedlichen Mietern, die sich eine Türstation teilen. Auch hier kann jeder Mieter oder Teileigentümer als Besitzer der Türstation angesehen werden, der insoweit für seine Besucher Zugang regelt, und für jede Miet- oder Teileigentumspartei können wiederum eine Vielzahl von Personen Besitzer sein.

Für Türstationen ist bereits bekannt, eine Kommunikationsverbindung zwischen dem Besucher und dem Besitzer aufzubauen. Dies kann in herkömmlichen Türstationen über Wechselsprechanlagen geschehen, die z.B. eine Sprechverbindung etwa von einem Gartentor zu einem Gebäudeinneren herstellen; es ist auch bereits bekannt, die Türstation mit einer Videokamera auszurüsten und eine Videoverbindung in das Gebäudeinnere herzustellen. Die Übertragung der Kommunikationssignale kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. So ist eine drahtgebundene Kommunikation über Zwei- oder Mehrdrahtleitungen gebräuchlich. Dies erfordert aber das Vorhandensein einer Leitung zwischen Türstation und Gebäude oder dergl. Dort, wo neu gebaut wird oder ein altes Gebäude nachgerüstet werden soll, kann es unerwünscht sein, derartige Leitungen legen zu müssen. Daher sind auch bereits Türstationen vorgeschlagen worden, die nicht drahtgebunden Signale übertragen, sondern über eine kurzreichweitige drahtlose Kommunikationsschnittstelle verfügen, über welche die erforderlichen Signale übertragen werden können.

Als kurzreichweitige drahtlose Kommunikationsschnittstelle seien in diesem Zusammenhang und für die Implementierung der Erfindung beispielhaft solche genannt, die über Protokolle gemäß folgenden Standards kommunizieren können: Bluetooth (in verschiedenen Versionen inkl. insbesondere Bluetooth LE und Bluetooth 5.0), Zigbee, ZWave, 6L0WPAN, MiWi. Diese Aufführung ist keinesfalls als abschließend gedacht, sondern soll beispielhaft einige derzeitige Standards aufzählen, ohne dadurch andere, bereits entwickelte oder nachfolgend noch zu entwickelnde bzw. bereits in der Entwicklung befindliche Standards auszuschließen.

Mit den vorbekannten Anordnungen ist es möglich, nicht nur Statussignale, Steuersignale, Sensordaten usw. mit der Türstation auszutauschen, sondern auch Informationen zwischen einem Besucher an der Türstation und einem Besitzer auszutauschen bzw. von einem Besucher an einen Besitzer Information zu übertragen, um z.B. den Besitzer darüber zu informieren, dass sich der Besucher an der Türstation befindet und die Türklingel betätigt hat. Diese Information kann in größeren Gebäuden maschenartig mit den kurzreichweitigen Kommunikationsmitteln über relaisartig verwendete andere Geräte - nach Art einer„Eimerkete" - übertragen werden. Beispielhaft genannt seien als solche Geräte etwa fernsteuerbare Dimmer oder dergl., wie sie vom vorliegenden Anmelder bzw. Erfinder an anderen Stellen beschrieben wurden.

Es ist auch als wünschenswert erkannt worden, dem Besitzer selbst dann Information vom Besucher zu übertragen, wenn der Besitzer sich außerhalb der Reichweite des Maschennetzwerkes aus kurzreichweitigen Kommunikationsmitteln befindet, er sich also z.B. nicht in der Nähe eines Gerätes befindet, das unmittelbar über die Bluetoothschnittstelle der Türstation angesprochen werden kann oder zumindest nach maschenartiger Übertragung der Signale mittelbar. Es ist vorgeschlagen worden, dass in einem solchen Fall ein Gateway vorgesehen werden kann, das über WiFi an einen Router im von der Türstation gesicherten Gebäude (beispielsweise also dem Einfamilienhaus, zu dem die Türstation den Zugang zulässt oder sperrt) angebunden wird. Darüber lässt sich dann der Besitzer telefonisch, z.B. auf seinem Mobiltelefon, kontaktieren. Derartige Anordnungen sind etwa aus einer Anwendungsnotiz zur BRIA App der Firma CounterPath bekannt, die vorschlägt, eine Türstation der Firma Gira zu verwenden. Es wird dazu im Internet als Stand der Technik ein Anwendungsbeispiel vorgeschlagen, in welchem die BriaApp einer Person, die ein Gira-Türkommunikations-System inklusive IP-fähigem Gateway besitzt, erlaubt, über die Bria-App zu sehen und zu hören, wer an der Tur klingelt. Als Voraussetzung wird dabei in einer Beschreibung angegeben, dass das System vom Elektroinstallateur vollständig eingerichtet werden muss, d.h. ein IP-Gateway muss im Türkommunikations-System funktionieren, das Gateway eine Verbindung zu einem WLAN-Netzwerk haben und es muss auf einem Computer der TKS-Communicator installiert sein, um im späteren Betrieb die Weiterleitung zu aktivieren. Es ist einsichtig, dass diese Anordnung kompliziert zu installieren ist und bei Austausch von Routern, Gateway usw. einen hohen Aufwand erfordert.

Es ist auch bereits bekannt, ein Control-Panel in einer Hausgerätetechniksteuerung vorzusehen, welches einerseits über eine kurzreichweitige Schnittstelle verfügt, andererseits aber selbst eine Verbindung zu einem Mobiltelefon eines Besitzers aufbauen kann, um diesem bestimmte Informationen zu übermitteln. Verwiesen wird diesbezüglich auf die WO 2014/ 144 122 AI. Nach diesem Dokument können mit dem Control-Panel einem Besitzer Anrufe auch direkt weitergeleitet werden; das Control-Panel kann über ein Display verfügen, es soll möglich sein, mit Hausgeräten über ein Maschennetzwerk zu kommunizieren, und es wird ausgeführt, dass es einen Speicher für Anwendungen besitzen kann, die es ausführen soll. Da auch ein solches Gerät konfiguriert werden muss, kann dies wiederum aufwendig sein. In jedem Fall ist damit aber weiterhin das Erfordernis gegeben, ein zusätzliches Gerät bereit zu halten, was oftmals unerwünscht ist, weil derartige Geräte angeschafft werden müssen, Energie verbrauchen und Wartung erfordern, also insgesamt vergleichsweise hohe Gesamtkosten für den Besitzer (Total cost of Ownership, TCO) verursachen.

Es ist wünschenswert, eine Anordnung zu schaffen, die bei geringem Gesamtaufwand eine besonders einfache Bedienung erlaubt. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Neues für die gewerbliche Anwendung bereitzustellen.

Die Lösung dieser Aufgabe wird in unabhängiger Form beansprucht. Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen.

Gemäß einem Grundgedanken der Erfindung wird somit zunächst unter anderem vorgeschlagen, dass bei einem Verfahren zur Verwendung eines Mobiltelefons für die Kommunikation zwischen einem Besucher bei einer Türstation mit kurzreichweitiger Kommunikationsschnittstelle und einem Besitzer der Türstation, welcher sich außerhalb der kurzen Reichweite befindet, mit einem Mobiltelefon, Ipad, einer Smartwatch oder einem anderen transportablen, kommunikationsfähigen datenverarbeitenden Gerät des Besuchers über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle von der Türstation kommuniziert wird, damit dem Besucher eine vom Besitzer bestimmte Information kommuniziert wird. Der Besitzer bestimmt die Information, die übermittelt wird, d.h. er legt sie fest und spezifiziert diese.

Damit nutzt die Erfindung die Erkenntnis, dass eine wesentliche Vereinfachung der Kommunikation durch Rückgriff nicht auf eigene Infrastrukturen, sondern die allgegenwärtig verfügbaren Geräte von Besuchern möglich ist. Die hohe Verbreitung derartiger Geräte und deren Auslegung für einfache Anpassung an aktuelle Erfordernisse erlaubt es, auch ohne großen Aufwand leicht eine Verbindung herstellen zu können.

Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht somit unter anderem darin, dass für deren Implementierung keine eigene SIM-Karte oder dergleichen erforderlich ist, so dass die erfindungsgemäße Türstation besonders preiswert betrieben werden kann. Dies gilt insbesondere dort, wo einem Besucher ermöglicht wird, eine App für den Kommunikationsaufbau kostenlos herunterzuladen und Gebühren allenfalls vom Besitzer für dessen Steuerungs-App verlangt werden.

Es ist zudem erfindungsgemäß möglich, die Kommunikation zwischen dem Besucher und dem Besitzer selbst dann herzustellen, wenn sich der Besitzer in einem Gebiet befindet, in welchem die Internetanbindung nur schlecht ist. Im Regelfall wird der Besitzer als sein End- gerät, das für die Kommunikation mit einem Besucher angesprochen wird, ein Mobilfunkgerät angeben. Selbst in Gebieten mit schlechter Internetanbindung wird im Regelfall zumindest die Datenübertragung ausreichen, sodass eine Kommunikationsverbindung auch dann hergestellt werden kann, wenn der Besitzer an einen abgelegenen Ort befindlich ist. Gleiches gilt für Türstationen, die in abgelegenen Gebieten installiert sind. Es wird also durch die Erfindung auch das Bandbreitenproblem reduziert und es ist zudem einsichtig, dass der Verbindungsaufbau im Regelfall so schnell geschieht, dass der Besucher auf die Herstellung der Verbindung an der Türstation warten wird. Dies gilt erst recht dort, wo der Besucher aufgefordert wird, einem Verbindungsaufbau vorab zuzustimmen, d. h. sein Mobilfunkgerät dafür zur Verfügung zu stellen.

Im Regelfall wird der Besitzer mit der Türstation bzw. einem Besucher an der Türstation nicht nur kommunizieren wollen, sondern gegebenenfalls auch Steuersignale bzw. -befehle an die Türstation übertragen wollen, um einen Besucher erforderlichenfalls Zugang zu gewähren bzw. sicherzustellen, dass ein zur Türstation gehöriges Tor oder eine Haustür usw. sicher geschlossen und womöglich versperrt ist. In Fällen, in welchen der Besitzer über die eimerket- tenartig bzw. maschenartig Signale weiterreichenden Geräte über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle mit der Türstation kommuniziert, wird in Fällen, wo der Besitzer abwesend ist, eine solche Signalübertragung auf andere Weise erfolgen können. Dazu bestehen unterschiedliche Möglichkeiten. Zum einen wäre denkbar, in der Türstation eine PIN oder dergleichen zu hinterlegen, auf deren Eingabe hin die Türstation öffnet. Nach Aufbau einer Kommunikationsverbindung könnte dann der Besitzer den Besucher explizit eine - womöglich nur einmalig oder temporär gültige- PIN nennen, auf welche sich der Durchgang öffnet, so dass dieser Besucher nach deren Eingabe Zutritt erlangt. Eine solche temporäre PIN kann in der Türstation vorab abgespeichert sein. Es ist einsichtig, dass damit nicht nur besucherspezifische Informationen übertragen werden brauchen, sondern auch besucherspezifisch Aktionen ausgelöst werden können.

Die Eingabe der PIN kann an einer Nummerntastatur erfolgen, die an der Türstation vorgesehen ist, oder auch wahlweise über das Smartphone des Besuchers selbst, welches beispielsweise über Bluetooth als Tastatur benützt wird. In derartigen Fällen wird die Türstation bevorzugt so ausgebildet sein, dass die maximal zulässige Anzahl von Fehlversuchen bzw. die maximal zulässige Anzahl Fehlversuchen innerhalb eines bestimmten Intervalles beschränkt ist, um ein Hacken der PIN zu verhindern. Zusätzlich und/oder alternativ braucht eine PIN- Eingabe nur so lange zugelassen zu werden, wie ein Gerät mit bekannter Identifikationsnummer verwendet oder in der Nähe befindlich ist, so dass von vornherein womöglich nur ausgewählten Besuchern die Eingabe einer PIN gestattet wird.

Vorliegend wird im Übrigen, soweit nichts anderes vermerkt ist, auf die mobilen Geräte der Besucher Bezug genommen als "Smartphones" oder "Mobilfunkgeräte", ohne daß durch diese rein sprachliche Vereinfachung andere Geräte wie Smartwatches, Ipads, usw. etc. ausgeschlossen sein sollen. Gemeinsam wird diesen Geräten sein, dass sie eine kurzreichweitige Schnittstelle aufweisen, die mit jener der Türstation kommunizieren kann, wenn der Besucher die Geräte mit sich führt, und dass die Geräte im Regelfall aktiv sind, d.h. eingeschaltet und betriebsbereit sind und dass sie in der Lage sind, dem Besucher auf unterschiedliche Weise Informationen zu übermitteln bzw. eine Informationsübermittlung auszulösen.

Die Verwendung des Mobilfunkgerätes oder dergl. wie eines Ipads, Smartwatch kann auf unterschiedliche Arten erfolgen. In der besonders bevorzugten Variante wird über ein

Smartphone des Besuchers eine Funkverbindung zu einer Nummer aufgebaut, die dem Besucher in der Türstation vom Besitzer hinterlegt wurde. Diese Nummer kann dem Smartphone des Besuchers per kurzreichweitiger Kommunikation übertragen werden, und zwar entweder im Klartext oder als Daten, die dem Besucher nicht angezeigt, sondern nur zum Aufbau der Verbindung verwendet werden. Um die Verbindung zuzulassen, kann auf dem Smartphone eine App installiert sein oder werden, mit der übertragene Daten zum Aufbau der Verbindung genutzt werden können bzw. zur Darstellung auf dem Smartphone gebracht werden. Sofern eine solche App auf den Smartphone nicht vorinstalliert ist und es auch nicht dazu ausgebildet ist, gegebenenfalls nach Freigabe durch den Besucher, durch die Türstation bzw. die von dieser übertragenen Informationen ferngesteuert zu werden, kann die App auch direkt an der Türstation installiert werden. Im einfachsten Fall kann dies durch Darstellung eines abzufotografierenden und vom Smartphone zu erkennenden QR-Code oder dergleichen geschehen, auf dessen Erkennung hin eine Internetverbindung zu einer Webseite aufgebaut wird, von welcher die entsprechende erforderliche App heruntergeladen wird, um danach mit dieser App die vom Besitzer bestimmte Informationen verarbeiten zu können. Derartige Automatismen sind per se bekannt und bereits auf vielen Smartphones sind dafür Apps vorinstalliert. In anderen Fällen wird es möglich sein, die App selbst von der Türstation an das Smartphone des Besuchers zu übertragen. Da letztlich nur eine geringe Zahl von unterschiedlichen Betriebssystemen auf Smartphones und dergleichen erforderlich ist, brauchen zu diesem Zweck in der Türstation nicht viele unterschiedliche Apps gespeichert werden. Die Apps können gegebenenfalls zu einem Zeitpunkt langsam über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle in die Türstation geladen werden, zu dem der Besitzer sich in der Nähe der Türtstation befindet. Dies kann gegebenenfalls über weitere, maschenartig zusammenwirkende Geräte vom Mobilfunkgerät bzw. Smartphone des Besitzers geschehen.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass der Besucher zunächst von bzw. an der Türstation identifiziert wird und erst danach die für den Besucher bestimmte Information übertragen wird.

Per se wäre es möglich, dass ein Besucher sich über die Eingabe einer PIN oder dergleichen identifiziert, wozu einem Handwerker beispielsweise vorab eine entsprechende PIN explizit im Klartext vom Besitzer mitgeteilt werden kann. Typisch wird es aber bevorzugt sein, wenn der Besucher anhand von Signalen, beispielsweise einer eindeutigen ID seiner Bluetooth- Geräte oder eines seiner bluetoothfähigen Geräte identifiziert wird. Dies ist immer dann vorteilhaft, wenn ein Besuchern mehrfach kommt, wie dies beispielsweise bei Patienten einer Arztpraxis der Fall ist oder bei den im Regelfall identisch bleibenden Paketboten von Lieferdiensten. Gerade bei solchen Gruppen wird der Besitzer häufig bei einem vorherigen Besuch des Besuchers anwesend sein; sofern bei solchen Gelegenheiten eine ID erkannt wird, kann diese danach vom Besitzer dem Besucher bzw. einer Besuchergruppe wie„Paketbote" zugeordnet werden, ohne dass es weiterer Schritte bedarf.

Diese entsprechende Zuordnung wird der Tür Station über das maschenartige Netzwerk kommuniziert, so dass bei späteren Besuchen des Besuchers eine Identifikation erfolgt. Es ist im Übrigen möglich, zur Erhöhung der Sicherheit eine Identifikation über mehr als ein Gerät zu verlangen, was etwa dann möglich ist, wenn vom Besucher bekannt ist, dass er sowohl eine Smartwatch trägt als auch ein bekanntes Mobiltelefon besitzt. Beispielhaft seien als andere Geräte, anhand derer ein Besucher identifiziert werden kann, neben Smartwatches auch noch Fitnessgeräte wie Pulsmesser, Sportuhren und dergleichen genannt. Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass nur an identifizierte Besucher Information übertragen wird.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass an den Besucher zu übertragende Information zeitabhängig bestimmt wird. Es wird also bestimmt, zu welcher Zeit einem Besucher Information übertragen wird und wann dem Besucher die Information nicht übertragen wird; insbesondere kann Informationsübertragung zu bestimmten Zeiten vollständig ausgeschlossen sein.

Die Übertragung von Informationen nur an identifizierte Besucher erlaubt, spezifische Information an diese ausgewählten Besucher zu übertragen. Der zusätzliche Aufwand an der Türstation, dies zeitabhängig zu veranlassen, ist allenfalls gering; Zeitinformation kann der Türstation regelmäßig etwa aus dem Smartphone oder dergleichen des Besitzers übertragen werden, wenn dieser sich zumindest zeitweise in der Reichweite des Maschennetzwerkes der kurzreichweitigen Kommunikationsschnittstellen bzw. unmittelbar bei der Türstation aufhält.

Nach derartigen, gegebenenfalls nur selten erfolgenden Korrekturen der türstationsinternen Zeit auf die in Geräten des Besitzers - im Regelfall dort automatisch nachgestellte - Zeitvorgaben, wird dann bis zur nächsten Korrektur die aktuelle Zeit an der Türstation mit einem dort vorhandenen internen Zeitgeber bestimmt. Erwähnt sei, dass die Türstation dafür weder besonders viel Energie benötigt (so dass sie, was per se als vorteilhaft angesehen wird, photo- voltaisch versorgt werden kann, ohne dass Zuleitungen zu Türstation erforderlich sind), noch der Hardwareaufwand groß ist ,weil im Regelfall auch die Türstation als digital arbeitende Einheit einen Taktgeber umfassen wird, dessen Takt zur Zeiterfassung gezählt werden kann.

Selbst größere Temperaturschwankungen und damit einhergehende Ungenauigkeiten einer türstationsinternen Uhr werden aufgrund der wiederholten Aktualisierung kaum nachteilig sein, zumal im Regelfall unkritisch ist, wenn ein Intervall, während welchem einem Besucher bestimmte Information übertragen wird, geringfügig zu früh oder zu spät beginnt bzw. endet. Dass gegebenenfalls etwa dann, wenn der Besitzer lange nicht mehr nahe der Türstation war, eine Synchronisation auf Geräte von Besuchern erfolgen kann, sei erwähnt. Geschieht dies, ist es vorteilhaft, eine Plausibilitätsüberprüfung vor Zeitkorrektur vorzunehmen, d.h. lediglich dann eine Aktualisierung einer türstationsinternen Uhrzeit zuzulassen, wenn die Abweichung zu der Zeit im Mobilgerät eines Besuches nicht zu groß ist und/oder mehrere Besucher kurz nacheinander ungefähr eine gleiche Zeitabweichung zur türstationsinternen Uhrzeit anzeigen.

Es ist nach vorstehendem bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass der Besucher anhand von Signalen eines über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle eine eindeutigen ID an die Türstation übertragenden Gerätes identifiziert wird.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass das Gerät, anhand dessen der Besucher identifiziert wird, von dessen Mobiltelefon verschieden ist. Es ist dabei zugleich möglich, den Besucher nur dann als solchen zu identifizieren, wenn er mehr als ein identifizierbares und ihm zuzuordnendes Gerät mit sich trägt und/oder ihm nur nach Identifikation durch ein oder mehrere Geräte die Möglichkeit zu eröffnen, sich durch Eingabe einer PIN oder eines anderen Passwortes zusätzlich auszuweisen. Es ist im Übrigen möglich, ihm die Information auch dann zu übertragen, wenn er sich nur durch Eingabe eines Passwortes, einer PIN oder dergl. identifiziert. Dies kann zugelassen werden, wenn der Besucher wenigstens eines der ihm zugeordneten, anhand einer ID eindeutig erkennbaren Geräte mit sich führt, aber mehr als ein Gerät zur eindeutigen Identifizierung im Regelfall gefordert werden.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass die dem Besucher zu

übermitttelnde Information vom Besitzer vorab bestimmt, an die Türstation über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle übertragen und darin eingespeichert wird.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass dem Besucher Information übertragen wird, die den Aufbau einer Mobilfunkverbindung zwischen dem Mobiltelefon des Besuchers und einem Kommunikationsgerät des Besitzers erlaubt, bevorzugt unter einer Tele- fonnummer, unter welcher der Besitzer zumindest temporär auch außerhalb der Reichweite der kurzreichweitigen Schnittstelle erreichbar ist.

Da der Besucher im Regelfall und bevorzugt quittieren wird, wenn über sein Mobiltelefon eine Verbindung aufgebaut wird, und auch der Besitzer den Anruf entsprechend entgegen nehmen muss, kann vermieden werden, dass überflüssige oder unerwünschte Verbindungen hergestellt werden.

Es ist zudem dort, wo ein Besitzer (evtl. mit einer einzigen SIM-Karte) mehrere Rufnummern führen kann, möglich, selbst bei unterdrückter Anrufkennung durch den Besucher dadurch dem Besitzer einen Hinweis auf die Person des Besuchers zu geben, dass die entsprechende Rufnummer dediziert angewählt wird. Im Regelfall werden darüber hinaus zwischen Türstation und Besitzer nicht nur Steuerdaten, sondern gegebenenfalls auch Sensordaten übertragen. Auch dies kann unter Verwendung eines Smartphones bzw. Mobiltelefon eines Besuchers geschehen. Es sei auch erwähnt, dass gegebenenfalls neben der Übertragung besucherspezifischer Informationen auch besucherspezifische Aktionen automatisch durchgeführt werden können. So kann etwa ein Zutritt zu einem Vorraum freigegeben werden, wenn ein Kreis der Paketboten zugerechnete Besucher identifiziert wird, zum Dazu kann das Smartphone des Besuchers als bluetoothartige (oder andere Protokolle nutzende) Fernbedienung verwendet werden, nachdem dies gegebenenfalls durch die Informationsübertragung veranlasst wurde).

Es sei auch erwähnt, dass gegebenenfalls neben der Übertragung besucherspezifischer Informationen auch besucherspezifische Aktionen automatisch durchgeführt werden können. So kann etwa ein Zutritt zu einem Vorraum freigegeben werden, wenn ein zum Kreis der Paketboten zugerechneter Besucher identifiziert wird.

Es sei erwähnt, dass es möglich und bevorzugt ist, an der Türstation Identifikationsdaten eines Besuches mit abzuspeichern, insbesondere mit einem Zeitstempel.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so ausgestaltet ist, daß als für den Besucher bestimmte Information eine Nachricht an den Besucher übertragen, bevorzugt als Sprach- oder Text- nachricht zur Anzeige auf einem Mobiltelefon des Besuchers. Damit wird ein Diesplay an der Tür Station entbehrlich.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass als Information eine über einen Lautsprecher der Türstation wiedergegebene Sprachnachricht übermittelt wird.

Per se wird zwar bevorzugt, wenn der Aufbau der Mobilfunkverbindungen vollständig automatisiert erfolgt; dies ist aber nicht zwingend erforderlich. Es ist auch möglich, dem Besucher Information auf andere Weise zu übertragen, insbesondere unter Nutzung eines in der Türstation vorhandenen Lautsprechers, über den eine Sprachnachricht übermittelt wird. Darüber kann dem Besucher beispielsweise die Mobilfunknummer des Besitzers angesagt werden. Die Sprachansage erlaubt eine besonders universelle, besonders einfache Verwendung. Da es möglich ist, diese Sprachnachricht nur ausgewählten Besuchern anzusagen, wird zugleich vermieden, dass der Besitzer von beliebigen Dritten gestört wird.

Alternativ und/oder zusätzlich kann, auch abhängig vom Mobil- bzw. Smartphone des Besuchers, eine Sprach- oder Textnachricht übertragen werden, z.b. mit Öffnungzeiten einer Arztpraxis oder dergl. Es wird antizipiert, dass in bestimmten Protokollen die Wiedergabe derartiger Sprachnachrichten oder auch Textnachrichten auf Smartphones und dergl. ohne Installation von Apps nur auf Basis eines geeigneten Kommunikationsprotokolls erfolgen kann. Die Verwendung der Türstation als solcher zur Sprachwiedergabe ist aber wiederum besonders einfach.

Es versteht sich, dass in einer Situation, wo Informationen als Sprachnachricht wiedergegeben werden, insbesondere eine wiederholte Wiedergabe erfolgen kann, beispielsweise als mehrfach wiedergegebene„Schleife" bzw. als Endlosschleife und/oder, dass der Besucher die Informationen mehrfach abrufen kann, etwa durch neuerliches Drücken eines Klingelknopfes. Es sei in diesem Zusammenhang auch erwähnt, dass typisch das erfindungsgemäße Verfahren ausgelöst wird durch die Betätigung eines Klingelknopf; dies ist zwar nicht zwingend, wohl aber vorteilhaft, weil damit verhindert wird, dass ein etwa im gleichen Haus wohnender Mieter, der ausnahmsweise bei einer anderen Partei klingeln möchte, etwa um eine entgegenge- nommene Warensendung zu überreichen oder dergleichen, bei jedem passieren der Türstation Nachrichten erhält oder einen Kommunikationsverbindungsaufbau angeboten bekommt.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass der Besitzer die Information an einem Gerät eingibt, das über mehrere Stationen mit kurzreichweitiger Kommunikationsschnittstelle mit der Türstation kommuniziert. Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so ausgestaltet wird, dass der Besitzer auf einem Smartphone, Tablett-PC, oder Laptop eine App installiert, mit welcher eine Kommunikation zu der Türstation aufgebaut werden kann, und dass dann die Kommunikation mit der Türstation erfolgt, während der Besitzer sich innerhalb der Reichweite der kurzreichweitigen Schnittstelle der Türstation befindet, insbesondere innerhalb eines maschenartig damit kommunizierenden Netzwerkes.

Ein Vorteil beim Aufbau einer Mobilfunkverbindung zwischen dem Smartphone des Besuchers und einer vom Besitzer hinterlegten Kommunikationsadresse wie beispielsweise einer Mobilfunknummer des Besitzers, liegt wie erwähnt darin, dass im Regelfall mehrfach abgefragt wird, ob die Teilnehmer, Besitzer und Besucher, den Aufbau einer Verbindung wünschen. Es brauchen zudem bestimmte Personen wie avisierte Handwerker nur innerhalb der avisierten Ankunftszeit Informationen bekommen, die den Aufbau einer Verbindung zum Besitzer ermöglichen, während häufigen Besuchern wie beispielsweise Freunden der Bewohner eines Einfamilienhauses auch außerhalb typischer Arbeitszeiten von Handwerkern ein automatische Informationsaufbau ermöglicht wird.

Das Einlernen neuer Besucher kann im Übrigen dadurch geschehen, dass die Identifikationsdaten eines oder mehrerer ihrer über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle kommunizierenden Geräte wie deren Mobiltelefon erfasst wird, während sich auch der Besitzer in der Nähe befindet, wobei die Nähe zur Türstation bzw. eines darüber maschenartig kommunizierenden Gerätes insbesondere durch Erfassung der Signalstärken und/oder Entfernungsmessungen wie durch Lauf Zeitbestimmungen von Kommunikationssignalen erfolgen kann.

Per se wäre es aber auch möglich, jedem Besucher entsprechende Information zu übertragen. Dies kann insbesondere bei gewerblich genutzten Gebäuden vorteilhaft sein, um eine Person, die klingelt, über Öffnungszeiten zu informieren oder den Aufbau einer Verbindung zu einem außerhalb üblicher Geschäfts- bzw. Praxiszeiten tätigen Notdienst zu ermöglichen. In anderen Fällen soll dagegen verhindert werden, dass jedweder Besucher verbunden wird, etwa weil eine Privatperson nur während bestimmter Zeiten erreichbar sein möchte.

Per se wäre es möglich, die an den Besucher zu übertragende Information an anderer Stelle als der Türstation abzuspeichern und erst bei Eintreffen eines Besuches über das Maschennetzwerk an die Türstation zu übertragen. Die Gesamtanordnung ist jedoch wesentlich vereinfacht, wenn die Türstation unabhängig betrieben werden kann und die Information dort bereits eingespeichert ist. Dies hat einerseits den Vorteil, dass mit der Informationsübertragung an den Besitzer sofort begonnen werden kann, was bei umfangreicher Information vorteilhaft ist, insbesondere dann, wenn die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle nur eine geringe Bandbreite aufweist bzw. die für die maschenartige Übertragung der Information zur Verfügung stehenden Geräte anderweitig belegt sind und/oder nur temporär verfügbar, etwa weil in einem gewerblich genutzten Objekten außerhalb der Öffnungszeiten bestimmte Geräte nicht Spannungsversorgt, sondern vom Lichtnetz getrennt sind. Es ist daher bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation zudem vorteilhaft und bevorzugt, wenn für eine Vielzahl unterschiedlicher Besitzer jeweilige dedizierte Information in der Türstation eingespeichert wird, auf Eintreffen eines Besuchers der Besitzer identifiziert wird, zu welchem der Besucher momentan Kontakt wünscht, und dem Besucher dann die für ihn von diesem Besitzer bestimmte Information übertragen wird. Damit ist die Verwendung einer Türstation durch mehrere Besitzer sehr einfach. Sind mehrere Besitzer vorhanden, kann insbesondere jedem ein dedizierter Speicherbereich zugeteilt werden, was vor allem vorteilhaft ist, sofern der Speicher für an Besucher gerichtete Nachrichten knapp ist.

Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass der Besitzer, zu welchem der Besucher Kontakt wünscht, anhand eines an der Türstation betätigten Klingelknopfes, anhand der Eingabe einer PIN oder anderer Passwörter und/oder anhand einer über die

kurzreichweitigeSchnittstelle erhaltenen ID identifiziert wird und dann die von die vom identifizierten Besitzer bereitgestellt Information übertragen wird. Es ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, dass eine Information für einen Besucher gelöscht wird, sofern eine der Information zugeordnete Gültigkeitsdauer verstrichen ist und/oder der für die Informationsspeicherung verfügbare Speicherplatz für weitere Informationen nicht mehr ausreicht, und die Information zum Löschen unter den früher gespeicherten Informationen ausgewählt wird aufgrund wenigstens eines Kriteriums aus : Alter der Information, Häufigkeit der Besuche des entsprechenden Besuchers, erfolgter Abruf einer nur für endlich viele Besuche, bevorzugt nur einen Besuch eines bestimmten Besuchers gültiger Information. In einer bevorzugten Variante wird dem Besitzer demnach die Verwaltung der Information, die einem Besucher präsentiert wird, vereinfacht. Dies kann insbesondere durch Mitspeichern einer Gültigkeitsdauer für eine bestimmte Information geschehen; in einem solchen Fall wird neben der Information für einen Besucher auch Daten zu dessen Identifizierung und Daten abgespeichert werden, die angeben, wann die Information eingespeichert wurde, wie lange sie gültig sein soll und zu welchen Zeiten. In einer bevorzugten Variante wird die Türstation dazu ausgebildet sein, entweder regelmäßig, beispielsweise einmal täglich, sämtliche Informationen dahingehend durchzugehen, ob Informationen wieder gelöscht werden kann oder Informationen dann zu löschen, wenn der Speicher einen kritischen Füllstand erreicht hat, etwa durch zu viele oder zu umfangreichen Nachrichten und Informationen. Eine Vorablöschung vor Einspeichern neuer Information ist vorteilhaft, weil dann gegebenenfalls der Besitzer bei Einspeichern neuer Information nicht auf das Löschen der alten Information warten muss. Ein Löschen zu bestimmten Zeiten kann dort unerwünscht sein, wo die Türstation autark mit Energie versorgt ist, etwa über eine Photovoltaikzelle, und der Ladezustand nur noch niedrig ist, weil etwa ein Türsummer mehrfach unter Ausnutzung von gespeicherter Energie geöffnet werden musste und zugleich Zeiten mit geringer Sonneneinstrahlung vorliegen.

Im Übrigen ist bei der Ausführung des Verfahrens und für die bauliche Ausgestaltung der Türstation bzw. eines dieses verwendenden Systems vorteilhaft und bevorzugt, wenn diese so gestaltet wird, das der Besitzer die Informationen an einem Gerät eingibt, dass über mehrere Stationen mit kurzreichweitiger Kommunikationsschnittstelle mit der Türstation kommuniziert. Solange sich der Besitzer in der Nähe der Türstation aufhält - wovon ausgegangen wird, solange er wenigstens über das Maschennetzwerk mit kurzreichweitiger Kommunikationsschnittstelle mit der Türstation kommuniziert, kann er bevorzugt über sein Smartphone, sei- nem Tablett-PC, Laptop oder dergleichen mit der Türstation kommunizieren, insbesondere über eine darauf installierte App.

Dass es möglich und bevorzugt ist, das Verfahren bzw. baulich die Türstation so auszugestalten, dass auf dem Smartphone des Besuchers eine für den Kommunikationsaufbau besonders geeignete App geöffnet beziehungsweise aufgerufen wird, sobald erkannt wird, dass es sich in die Nähe der Türstation begeben hat bzw. dort als Besucher identifiziert hat, beispielsweise durch Betätigen eines bestimmten Klingelknopfes, der Eingabe eines PINs für einen bestimmten Besucher usw., sei erwähnt. Ein solcher App-Aufruf kann die Bedienung signifikant vereinfachen und auch Rückgriff auf gemessene Signalstärken und/oder Laufzeiten der über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle ausgetauschten Signale zur Bestimmung einer erfolgten oder erfolgenden Annäherung Bezug nehmen. Die Türstaion wird in diesem besonders bevorzugten Fall eine Kommunikationsschnittstelle aufweisen, die so gebildet ist, dass daran bzw. damit gemessene Signalstärken und/oder Laufzeiten der über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle ausgetauschten Signale bestimmbar sind. Damit bieten sich auch und gerade für Installateure, bei denen eine Menüselektion automatisch erfolgen soll, massive Vorteile.

Schutz wird auch beansprucht für eine Türstation mit einer kurzreichweitigen Kommunikationsschnittstelle zum Austausch von Daten zwischen der Türstation und mindestens einem Mobilgerät eines Besuchers, einem Speicher für Information, die vom Besitzer vorgegeben und einem Besucher zu übertragen ist, einem Speicher für vom Besucheridentifikationsdaten und einer Steuerung, die dazu programmierbar ist, einen Besucher zu identifizieren und im Ansprechen auf die Identifikation Information zu übertragen.

Die Aufgabe wird im Folgenden nur beispielhaft anhand der Zeichnung beschrieben. In dieser ist dargestellt durch

Figur 1 eine Türstation gemäß der vorliegenden Erfindung während der Einspeicherung von Information durch den Besitzer.

Figur 2 die Türstation bei Eintreffen eines Besuchers, für den Information abgelegt ist. Nach Figur 1 umfasst eine allgemein mit 1 bezeichnete Türstation 1 eine kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle I/O 2 zum Austausch von Daten zwischen der Türstation 1 und mindestens einem Mobilgerät 4b (Fig.2) eines Besuchers 5b (Fig.2) sowie, über ein maschenartiges Netzwerk aus Haustechnikgeräten 3a, 3b, 3c mit einem Smartphone 4a eines Besitzers 5a. Die Türstation 1 weist einen Speicher RAM 6 auf, in dem Besucheridentifikationsdaten, Steuerdaten und identifizierten Besuchern zu übertragende, spezifisch für diese bestimmte Informationen gespeichert sind, sowie eine Steuerung 7, die als Mikrokontroller beziehungsweise CPU 7 gebildet sein kann und unter anderem eine Türe 8 sperrt oder freigibt. Die Türstation 1 ist im vorliegenden Beispiel aus einer Solarzelle 9, deren Energie in einem Speicher 10 gespeichert wird, Energie versorgt. Aus dem Speicher 10 kann wie per se bekannt auch die Sperre für die Türe so mit Energie beaufschlagt werden, dass die Türe freigegeben wird.

Die Türstation 1 weist weiter einen Klingelknopf, ein Mikrofon und einen Lautsprecher auf. Die Mikrofonsignale werden digitalisiert und an die CPU 7 bereitgestellt. Der Lautsprecher erhält analoggewandelte Signale im Ansprechen auf Signale aus der CPU 7, was die Ausgabe von Sprachnachrichten und/oder digital über die Schnittstelle 10 erhaltener Audio signale ermöglicht. Die entsprechenden erforderlichen Schaltungen sind bekannt. Der Klingelknopf ist so beschaltet, dass seine Betätigung einen Interrupt an der CPU auslöst, aufgrund dessen ein Besucheridentifikationsprozess zur Identifkation eines nahe der Türstation 1 befindlichen Besuchers 5b bzw. dessen Mobilgerätes 4b begonnen wird.

Die Anordnung wird betrieben wie folgt:

Zunächst installiert der Besitzer 5a auf seinem Smartphone 4a eine App, über welche er über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstellen und die zur Signalübertragung (in für ihn transparenter Weise) herangezogenen Haustechnikgeräte 3a - 3c mit der Türstation 1 kommunizieren kann, damit er dort für einen bestimmten Besucher 5b Information hinterlegen kann, welche ermöglicht, den Besitzer in dessen Abwesenheit per Mobilfunk zu kontaktieren. Die vom Besitzer 5a an die Türstation 1 übermittelten Informationen, die für einen bestimmten Besucher 5b bzw. ein Mitglied einer bestimmten Besuchergruppe gedacht sind, wie gegebenenfalls auch nicht spezifisch erkannte und damit als Mitglied der Allgemeinheit identifizierte Besucher, werden im RAM 6 abgelegt. Im Anwesenheitsfall, d. h. solange das Mobiltelefon 4a in der Reichweite eines der Geräte 3a - 3c bzw. der Reichweite der kurzreichweitigen Kommunikationsschnittstellen die Türstation 1 ist, können Audiosignale von der Türstation zum Mobiltelefon 4a des Besitzers 5a übertragen werden, so dass eine Wechselsprechanlagen realisiert ist. (In anderen Ausführungsbeispielen können zugleich Videodaten übertragen werden, was hier nicht beschrieben werden braucht.)

Ist dagegen der Besitzer 5a abwesend und kommt ein Besucher 5b an die Türstation 1 und betätigt den dort vorhandenen Klingelknopf (nicht gezeigt), so wird zunächst versucht, den Besucher anhand von im RAM 6 befindlichen Identifikationsdaten zu erkennen. Beispielsweise wird abgefragt, ob sich während des Klingeins ein Bluetooth-fähiges Gerät in Reichweite bzw. bevorzugt besonders nah an der Türstation 1 befindet, wozu im erwähnten bevorzugten Fall Laufzeitmessungen und/oder Signalstärkemessungen des Bluetooth-Signals erfolgen können. Wird eine bekannte Bluetoothkennung erfasst, ist der Besucher 5b an der Türstation identifiziert und es kann ihm beispielsweise auf sein anhand der Bluetoothkennung identifiziertes Smartphone 4b ein Code übertragen werden, der den Aufbau einer Kommunikationsverbindung per Mobilfunk zum Mobiltelefon 4a des Besitzers 5a zulässt.

Wenn der Besucher 5b dem Verbindungsaufbau zustimmt und der Besitzer 5a den Anruf aus dem Mobiltelefon 4b des Besuchers 5b auf dem Mobiltelefon 4a des Besitzers 5a annimmt, kann der Besitzer 5a in gewohnter Weise mit dem Besucher 5b kommunizieren und gegebenenfalls an dessen Mobiltelefon 4b einen Befehl absetzen, der wiederum über die

kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle 10 an die Türstation 1 übertragen wird, um die Freigabe der zuvor gesperrten Türe 8 zu bewirken.

Ist hingegen eine Identifikation anhand vorab abgelegter Bluetooth-ID nicht möglich, wird der Besucher 5b als zu einer Gruppe unbekannter Personen gehörig identifiziert und darauf eine allgemeine Ansage aus dem Lautsprecher die Türstation 1 ausgelöst, mit der dem Besucher 5b mitgeteilt wird, dass derzeit keine Möglichkeit besteht, ihn einzulassen.

Damit wird durch die Türstation 1 ein Verfahren zur Verwendung eines Mobiltelefons für die Kommunikation zwischen einem Besucher bei einer Türstation mit kurzreichweitiger Kombinationsschnittstelle und einem Besucher der Türstation welche sich außerhalb der kurzen Reichweite befindet, realisiert, bei welchem mit einem Mobiltelefon, Ipad, einer Smartwatch oder einem anderen transportablen, kommunikationsfähigen datenverarbeitenden Gerät des Besuchers über die kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle von der Türstation kommuniziert wird, damit dem Besucher im Ansprechen darauf eine vom Besitzer bestimmte Information kommuniziert wird.