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Patent Searching and Data


Title:
DRAINAGE SYSTEM AND METHOD FOR DISCHARGING FLUIDS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/048360
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drainage system comprising: a connection pipe having a first end, wherein a plughole of a washbasin, a bathtub or a shower tray is arranged at the first end, and a second end; a trap, wherein the trap has a first end, a central part and a second end, wherein the central part of the trap is at least partially filled with fluid during operation of the drainage system, and wherein the first end of the trap is connected to the second end of the connection pipe; a drainage pipe having a first end, wherein the first end of the drainage pipe is connected to the second end of the trap, and a second end; and at least one connection for a device discharging wastewater into the drainage system, wherein the connection for a device discharging wastewater into the drainage system is arranged on the trap, in the region of the second end of the trap, or on the drainage pipe, in the region of the first end of the drainage pipe, wherein said connection is connected to the trap in a water-conducting manner, and wherein the connection for a device discharging wastewater into the drainage system is arranged above the fluid level of the fluid located at least partially in the central part of the trap during operation of the drainage system.

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Inventors:
LUIK STEFAN (DE)
Application Number:
EP2020/075478
Publication Date:
March 18, 2021
Filing Date:
September 11, 2020
Export Citation:
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Assignee:
LUIK STEFAN (DE)
International Classes:
E03C1/284; E03C1/084
Foreign References:
US6341390B12002-01-29
US20070251002A12007-11-01
Attorney, Agent or Firm:
DREISS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Stuttgart, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Abflusssystem (10) umfassend

- ein Anschlussrohr (12), mit einem ersten Ende, wobei an dem ersten Ende ein Abfluss eines Waschbeckens, einer Badewanne, einer Duschwanne oder Ähnliches angeordnet ist, und einem zweiten Ende,

- einen Siphon (14), wobei der Siphon (14) ein erstes Ende aufweist und einen Mittelteil und ein zweites Ende aufweist, wobei im Betrieb des Abflusssystems (10) das Mittelteil des Siphons

(14) zumindest teilweise mit Flüssigkeit (16) gefüllt ist, wobei das erste Ende des Siphons (14) mit dem zweiten Ende des Anschlussrohres (12) verbunden ist,

- ein Abflussrohr (18), mit einem ersten Ende, wobei das erste Ende des Abflussrohres (18) mit dem zweiten Ende des Siphons (14) verbunden ist, und einem zweiten Ende,

- mindestens einem Anschluss (20) für ein Abwasser in das Abflusssystem (10) abgebendes Gerät, dadurch gekennzeichnet dass der Anschluss (20) für ein Abwasser in das Abflusssystem (10) abgebendes Gerät am Siphon (14), im Bereich des zweiten Endes des Siphons (14), oder am Abflussrohr (18), im Bereich des ersten Endes des Abflussrohres (18), angeordnet ist, und mit dem Siphon (14) in wasserleitender Verbindung steht, wobei der Anschluss (20) für ein Abwasser in das Abflusssystem (10) abgebendes Gerät oberhalb des Flüssigkeitsspiegels der sich im Betrieb des Abflusssystems (10) zumindest teilweise im Mittelteil des Siphons (14) befindenden Flüssigkeit (16) angeordnet ist.

2. Abflusssystem (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussrohr (12) gerade ausgestaltet ist.

3. Abflusssystem (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussrohr (12) mindestens eine Biegung aufweist.

4. Abflusssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abflussrohr (18) gerade ausgestaltet ist.

5. Abflusssystem (10) nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abflussrohr (18) mindestens eine Biegung aufweist.

6. Abflusssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass an dem zweiten Ende des Abflussrohres (18) ein zweiter Siphon (22) angeordnet ist.

7. Abflusssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Siphon

(14), das Anschlussrohr (12), das Abflussrohr (18) und/oder der Anschluss (20) für ein Abwasser in das Abflusssystem (10) abgebendes Gerät aus Kunststoff oder Metall, insbesondere Edelstahl, besteht.

8. Abflusssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Siphon

(14) und das Anschlussrohr (12), das Abflussrohr (18) und/oder der Anschluss (20) für ein Abwasser in das Abflusssystem (10) abgebendes Gerät als ein einstückiges Bauteil ausgestaltet sind.

9. Abflusssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abwasser in das Abflusssystem (10) abgebendes Gerät ein Geschirrspüler oder eine Waschmaschine ist.

10. Verfahren zum Ableiten von Flüssigkeiten mittels eines Abflusssystems (10) nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass

Flüssigkeit am Siphon (14), im Bereich des zweiten Endes des Siphons (14), oder am Abflussrohr (18), im Bereich des ersten Endes des Abflussrohres (18), in das Abflusssystem abgeleitet wird, wobei die Flüssigkeit restlos aus dem Anschluss (20) abfließt. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Durchführung des Verfahrens ein Abflusssystem (10) nach einem der Ansprüche 1-9 verwendet wird.

Description:
Titel : Abflusssystem und ein Verfahren zum Ableiten von Flüssigkeiten

Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Abflusssystem mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Ableiten von Flüssigkeiten mit den Merkmalen des Oberbegriffs des nebengeordneten Anspruchs. Abflusssystem bestehend aus Abflussrohren und einem Siphon sind seit langem Stand der Technik. Dabei stellt der Siphon bekannterweise einen Verschluss dar, der einen Gasaustauch verhindert jedoch eine Durchströmung mit Flüssigkeit zulässt. Bspw. stellt der Siphon einen Geruchsverschluss dar. Die Funktionsweise basiert auf einem, meist U-förmig gebogenem Rohr, wobei wenigstens die tiefste Stelle des Rohres mit Flüssigkeit gefüllt ist, so dass keine Gasdurchströmung stattfinden kann. Die Flüssigkeit bildet somit einen geruchs- bzw. gasdichten aber flüssigkeitsdurchlässigen Verschluss dar. So kann beispielsweise verhindert werden, dass übelriechende Gase aus der Abwasserleitung und über das Waschbecken austreten und ins Hausinnere gelangen.

Ein solches Abflusssystem befindet sich häufig in der Küche, wobei oft ein Geschirrspüler an dieses Abflusssystem mit angeschlossen ist. Dabei wird das Abwasser des Geschirrspülers, welches nach einem Spülvorgang abgepumpt werden muss, über eine Rohrleitung, die über einen Einfüllstutzen in das Abflusssystem mündet, abgeführt. Der Einfüllstutzen befindet sich dabei zwischen dem Waschbecken und dem Siphon.

Nachteilig daran ist, dass beim Abpumpen des Abwassers des Geschirrspülers in das Abflusssystem, Luft aus dem Waschbecken angesaugt wird. Dies führt zu lauten und störenden Geräuschen.

Daher besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Abflusssystem und ein Verfahren zum Ableiten von Flüssigkeiten zur Verfügung zu stellen, welche diesen Nachteil ausräumen.

Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Abflusssystem gelöst, wobei das Abflusssystem ein Anschlussrohr umfasst, welches meist senkrecht beispielsweise unter einem Waschbecken montiert wird, sodass Abwasser aus dem Waschbecken in das Anschlussrohr geleitet werden kann. Es ist ebenso denkbar, dass anstelle eines Waschbeckens auch eine Badewanne und/oder eine Duschwanne vorgesehen sein kann, aber auch ein anderes Anschlussrohr bzw. Abflussleitung und/oder Verbindungsstück.

Das Abflusssystem umfasst weiter einen Siphon, wobei dieser mit einem Ende an das Anschlussrohr verbunden ist, sodass Abwasser aus dem Waschbecken über das Anschlussrohr in den Siphon geleitet werden kann. Insbesondere handelt es sich bei den Anschlussverbindungen um herkömmliche Schraubverbindungen .

Mit seinem anderen Ende ist der Siphon mit einem zum Abflusssystem gehörenden Abflussrohr verbunden, sodass Abwasser aus dem Waschbecken, über das Anschlussrohr, über den Siphon und über das Abflussrohr abfließen kann.

Ist das Abflusssystem in Betrieb so befindet sich stets Flüssigkeit an der tiefsten Stelle des Siphons und/oder zumindest teilweise im Anschlussrohr. Diese Flüssigkeit stellt, wie oben beschrieben, einen Geruchs- bzw. Gasverschluss, insbesondere für übelriechende Gase, dar.

Das Abflusssystem umfasst weiter mindestens einen Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät, insbesondere ein Geschirrspüler und/oder eine Waschmaschine. Dieser Anschluss, der in Form einer einfachen Schlauchtülle ausgestaltet sein kann, ist entweder an dem Siphon oder an dem Abflussrohr angeordnet. In beiden Fällen ist aber der Anschluss oberhalb des Flüssigkeitsspiegels der Flüssigkeit, die den Geruchs- bzw. Gasverschluss darstellt, angeordnet.

Damit ist gewährleistet, dass beim Abpumpen des Abwassers beispielsweise eines Geschirrspülers ein Ansaugen von Luft aus dem Waschbecken über das Anschlussrohr verhindert werden kann, da die Flüssigkeit an der tiefsten Stelle des Siphons einen gasdichten, insbesondere luftdichten, Verschluss bildet. Störende Geräusche bleiben daher aus oder werden zumindest reduziert.

Der Flüssigkeitsspiegel der Flüssigkeit, die den Geruchs- bzw. Gasverschluss darstellt, wird aus physikalischen Gründen durch die höchste Stelle am Siphon, im Bereich des zweiten Endes des Siphons, oder am Abflussrohr, im Bereich des ersten Endes des Abflussrohres, bedingt. Steigt der Flüssigkeitsspiegel an dieser höchsten Stelle über deren tiefsten Punkt, so kann die Flüssigkeit in Richtung Abflussrohr abfließen. Der Flüssigkeitsspiegel kann selbstverständlich auch über diesen tiefsten Punkt der höchsten Stelle steigen, wenn beispielsweise sehr viel Flüssigkeit in das Abflusssystem gegeben wird. Der Flüssigkeitsspiegel stellt sich allerdings danach wieder so ein, dass er nach dem Abfließen der Flüssigkeit in Richtung Abflussrohr dem tiefsten Punkt der oben beschriebenen höchsten Stelle entspricht. Befindet sich das Abflusssystem in Betrieb, so kann zwingend vorgesehen sein, dass an dem Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät ein entsprechendes Gerät (z. B. ein Geschirrspüler und/oder eine Waschmaschine) angeschlossen ist. So kann gewährleistet werden, dass im Betrieb des Abflusssystems keine Flüssigkeit und/oder Abwasser aus dem Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät aus dem Anschluss heraustritt. Dies könnte beispielsweise der Fall sein, wenn kein Gerät an dem Anschluss angeschlossen ist und sehr viel Flüssigkeit in das Abflusssystem gegeben wird. Vorteilhafterweise kann an dem Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät dauerhaft ein entsprechendes Gerät angeschlossen sein.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Abflusssystems ist das Anschlussrohr gerade ausgestaltet. Ein gerades Anschlussrohr ist vorteilhaft in der Handhabung.

Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung kann das Anschlussrohr aber auch mindestens eine Biegung aufweisen. Abhängig von dem zur Verfügung stehenden Platz kann es vorteilhaft sein das Anschlussrohr mit einer oder mehreren Biegungen auszugestalten. So kann beispielsweise eine kompakte Bauweise des Abflusssystems ermöglicht werden oder abhängig von den Platzbegebenheiten ein Einbau überhaupt erst ermöglicht werden. Auch das Abflussrohr kann gerade ausgestaltet oder mit mindestens einer Biegung versehen sein. Analog zum Anschlussrohr spielen bei der Wahl der Form des Abflussrohres zum einen die Handhabung (gerades Abflussrohr) und zum anderen die Platzbegebenheiten (gebogenes Abflussrohr) eine Rolle.

Der Siphon kann zumindest teilweise u-förmig ausgestaltet sein. Es ist allerdings auch denkbar, dass insbesondere aus Platzgründen eine andere Form (z. B. v-förmig) gewählt wird.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Abflusssystems ist an dem zweiten Ende des Abflussrohres ein zweiter Siphon angeordnet ist. Dieser stellt einen Geruchsverschluss bezüglich des Anschlusses für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät. Damit soll verhindert werden das Gerüche über diesen Anschluss in das daran angeschlossene Gerät, z. B. ein Geschirrspüler, gelangen. Mit anderen Worten, der Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät wird von der Flüssigkeit des ersten Siphons und der Flüssigkeit des zweiten Siphons gas- bzw. geruchsdicht eingeschlossen.

Es kann vorgesehen sein, dass bei einem Abflusssystem mit mehreren, insbesondere zwei, Siphons, diese derart angeordnet sind, dass die jeweiligen Flüssigkeitsspiegel innerhalb der einzelnen Siphons (während des Betriebs des Abflusssystems) im Wesentlichen auf demselben Niveau (bzw. Höhe) verlaufen. Mit anderen Worten, bei mehreren Siphons im Abflusssystem, können diese auf derselben Höhe angeordnet sein. Alternativ kann aber auch vorgesehen sein, dass bei mehreren Siphons im Abflusssystem, diese auf unterschiedlichen Höhen, insbesondere übereinander, angeordnet sind. So kann abhängig von den zur Verfügung stehenden Platzverhältnissen der Bauraum für das Abflusssystem besonders vorteilhaft ausgenutzt werden.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass bei mehreren Siphons, insbesondere zwei Siphons, der Anschluss für ein ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät zwischen zwei benachbarten Siphons angeordnet ist. Hierbei kann es vorteilhaft sein, dass keine anderen Anschlüsse und/oder Öffnungen zwischen zwei benachbarten Siphons angeordnet sind. Da im Betrieb der Anschluss für ein ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät mit einem entsprechenden Gerät belegt bzw. "verschlossen" ist, kann so ein geschlossenes Abflusssystem realisiert werden. Ein unabsichtliches Austreten von Flüssigkeiten/Abwasser aus dem Abflusssystem kann so verhindert werden.

Die einzelnen Teile des Abflusssystems, nämlich der Siphon, das Anschlussrohr, das Abflussrohr und/oder der Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät können aus verschiedenen Materialien oder aus denselben Materialien bestehen. Insbesondere kann hier Kunststoff in Frage kommen, da Kunststoff leicht und kostengünstig ist. Ein Einsatz von Metall, insbesondere Edelstahl, ist ebenso denkbar, denn so kann die Robustheit des Abflusssystems und dessen Langlebigkeit verbessert werden. Es ist aber auch denkbar, dass der Siphon und mindestens eines der übrigen Teile des Abflusssystems, nämlich das Anschlussrohr, das Abflussrohr und/oder der Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät als ein Bauteil ausgestaltet sind. Die Reduzierung der Anzahl der einzelnen Teile des Abflusssystems kann zur niedrigeren Herstellungskosten führen. Die einzelnen oben beschriebenen Teile des Abflusssystems können zumindest teilweise flexibel, als Schlauch, insbesondere als Flexschlauch, ausgestaltet sein.

Das erfindungsgemäße Abflusssystem eignet sich sowohl zur Unterputzmontage in einer Wand, als auch für eine Montage außerhalb einer Wand.

Das erste Ende des Anschlussrohres und der Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät können gleich hoch angeordnet sein. Damit kann beispielsweise verhindert werden, dass eine im Extremfall große Menge zugeführter Flüssigkeit über ein am Anschlussrohr angeschlossenes Waschbecken in ein an den Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät angeschlossenen Geschirrspüler gelangt. Der

Flüssigkeitsspiegel der gesamten Flüssigkeit im Abflusssystem würde nie höher steigen, als der Flüssigkeitsspiegel im Waschbecken. Als Verbindungen zwischen den einzelnen oben beschriebenen Teilen des Abflusssystems können herkömmliche Verbindungsflansche infrage kommen. Diese können in Form eines Schraubflansches ausgestaltet sein. Ebenso ist es aber auch denkbar die Verbindungen zwischen den einzelnen oben beschriebenen Teilen des Abflusssystems als feste, Stoffschlüssige Verbindungen, z. B. Schweiß- und/oder Lötverbindungen auszugestalten. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn ein dauerhaftes und besonders stabiles Abflusssystem mit besonders stabilen Verbindungen realisiert werden soll. Hierzu können die einzelnen oben beschriebenen Teile beispielsweise aus Metall (z. B. Aluminium, Stahl) ausgeführt sein.

Ferner wird die zu lösende Aufgabe durch das erfindungsgemäße Verfahren zum Ableiten von Flüssigkeiten mit den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs gelöst.

Dabei wird die Flüssigkeit hinter dem Siphon in das Abflusssystem abgeleitet, wobei nach dem Ableiten der Flüssigkeit sich keine Flüssigkeit in dem Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät befindet. Da die komplette Flüssigkeit aus dem Anschluss für ein Abwasser in das Abflusssystem abgebendes Gerät abfließt, ist dieser Anschluss die meiste Zeit keiner Flüssigkeit ausgesetzt und damit meist trocken. Dies trägt zu einer längeren Lebensdauer des Anschlusses bei, da in der Flüssigkeit bzw. dem Abwasser sich Stoffe befinden können, die das Innere des Anschlusses angreifen können und diesen beispielsweise porös machen können. Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Es zeigen:

Fig. 1 eine Handskizze eines Querschnitts durch ein erfindungsgemäßes Abflusssystem;

Fig. 2 eine Handskizze eines Querschnitts auf ein anderes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Abflusssystems und Fig. 3 eine Handskizze eines Querschnitts auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Abflusssystems

In der nachfolgenden Beschreibung sowie in den Figuren tragen sich entsprechende Bauteile und Elemente gleiche Bezugszeichen. Der besseren Übersichtlichkeit wegen sind nicht in allen Figuren sämtliche Bezugszeichen wiedergegeben .

Figur 1 zeigt eine Handskizze eines Querschnitts durch ein erfindungsgemäßes Abflusssystem 10. Das Abflusssystem 10 umfasst ein Anschlussrohr 12. An ein Ende des Anschlussrohres 12 kann beispielsweise ein Abfluss eines Waschbeckens angeschlossen werden. An das andere Ende des Anschlussrohres 12 ist ein Siphon 14, hier u-förmig ausgestaltet, mit seinem ersten Ende angeschlossen. Mit seinem zweiten Ende ist der Siphon 14 an ein Abflussrohr 18 angeschlossen. Das Abflussrohr 18 weist eine Biegung 19 auf. An dem Abflussrohr 18 ist ein Anschluss 20 für ein Abwasser in das Abflusssystem 10 abgebendes Gerät angeordnet. Es ist denkbar, dass mehrere solcher Geräte (z. B. Geschirrspüler und/oder Waschmaschine) über mehrere Anschlüsse 20 an das Abflusssystem 10 angeschlossen sind.

Die einzelnen Teile des Abflusssystems 10 werden jeweils mittels einer Verbindung 21 miteinander verbunden. Die Verbindungen 21 können als Flanschverbindungen beispielsweise in Form eines Schraubflansches ausgestaltet sein, es sind aber auch andere Verbindungsarten wie insbesondere Schweiß-, Löt-, Press-, Klemm- und Steckverbindungen denkbar.

Fig. 1 zeigt das Abflusssystem 10 im Betriebszustand. Dabei befindet sich Flüssigkeit 16 teilweise im Siphon 14 und teilweise im Abflussrohr 18. Physikalisch bedingt steht die Flüssigkeit 16 gleich hoch in den beiden Schenkeln der U- Form, die durch den Siphon 14 und das Abflussrohr 18 gebildet wird. Die maximale Höhe des Flüssigkeitsspiegels der Flüssigkeit 16 ist durch die Biegung 19 des Abflussrohres 18 bedingt. Wird zusätzliche Flüssigkeit, beispielsweise über das Anschlussrohr 12, zugeführt, so steigt der Flüssigkeitsspiegel über die Biegung 19 des Abflussrohres 18 und überschüssige Flüssigkeit fließt über das Abflussrohr 18 ab. Der Anschluss 20 befindet sich stets oberhalb des Flüssigkeitsspiegels der Flüssigkeit 16.

Wird nun Abwasser beispielsweise aus einem Geschirrspüler über den Anschluss 20 in das Abflusssystem 10 gepumpt, so führt dies, wie oben beschrieben, zum Anstieg des Flüssigkeitsspiegels der Flüssigkeit 16 und einem Abfließen über das Abflussrohr 18 und/oder zum direkten Abfließen des Abwassers über das Abflussrohr 18 (abhängig von der Geometrie des Abflussrohres 18 und der Anordnung des

Anschlusses 20). Die Flüssigkeit 16 bildet einen gasdichten bzw. luftdichten Verschluss zwischen Ablaufrohr 12 und Abflussrohr 18, so dass keine Luft durch das Ablaufrohr 12 angesaugt werden kann. Die damit verbundenen störenden Geräusche bleiben aus.

Zusätzlich wird sichergestellt, dass mögliche aus dem durch den Anschluss 20 zugeführten Abwasser austretenden, übelriechenden Gase auf der Seite des Abflussrohres 18 verbleiben. Durch den geruchsdichten Verschluss

(Flüssigkeit 16) gelangen diese nicht zum Anschlussrohr 12, sodass ein Austreten dieser Gase beispielsweise aus einem an das Anschlussrohr 12 angeschlossenem Waschbecken verhindert wird.

Figur 2 zeigt eine Handskizze eines Querschnitts auf ein anderes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Abflusssystems 10. Der Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 besteht darin, dass das Abflussrohr 18 gerade ausgestaltet ist und der Anschluss 20 am Siphon 14 angeordnet ist. In dem hier dargestellten Betriebszustand befindet sich die gesamte Flüssigkeit 16 im Siphon 14, sodass das Abflussrohr 18 leer ist. Die beiden Verbindungen 21 zwischen dem Ablaufrohr 12 und dem Siphon 14 sowie zwischen dem Siphon 14 und Abflussrohr 18 sind oberhalb des Flüssigkeitsspiegels der Flüssigkeit 16 angeordnet. Damit sind die Verbindungen 21 die meiste Zeit keiner Flüssigkeit ausgesetzt und damit meist trocken. Dies trägt zu einer längeren Lebensdauer der Verbindungen 21 bei, da in der Flüssigkeit 16 bzw. dem Abwasser sich Stoffe befinden können, die unter anderem die Verbindungen 21 angreifen können. Somit kann auch eine höhere Dichtheit über die Lebensdauer der Verbindungen 21 gewährleisten werden. Die Verbindungen 21 können auch aus einem minderwertigen, also qualitativ schlechteren und daher kostengünstigeren, Material bestehen, da diese nicht ständig einer Flüssigkeit ausgesetzt sind, so dass die Lebensdauer, trotz des preiswerteren Materials nicht verkürzt wird.

Des Weiteren ist eine Demontage des dargestellten Abflusssystems 10 einfacher, da ein Lösen der Verbindungen 21 möglich ist, ohne dass Flüssigkeit 16 austritt. Es kann daher auf einen Eimer oder Ähnliches zum Auffangen des auslaufenden Wassers bei der Demontage verzichtet werden.

Figur 3 zeigt eine Handskizze eines Querschnitts auf ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Abflusssystems 10. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von den beiden oben beschriebenen dadurch, dass ein zweiter Siphon 22 an dem zweiten Ende des Abflussrohres 18 angeordnet ist. Auch dieser Siphon 22 ist im Betrieb des Abflusssystems 10 mit Flüssigkeit gefüllt und stellt einen Geruchsverschluss bezüglich des Anschlusses 20 dar. Damit kann verhindert werden, dass üble Gerüche aus der Abwasserleitung über den Anschluss 20 in beispielsweise einen daran angeschlossenen Geschirrspüler gelangen. Die Funktionsweise des zweiten Siphons 22 entspricht der des Siphons 14.