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Title:
DRIVE DEVICE FOR AN ELECTRIC BIKE COMPRISING AN ELECTRIC MOTOR WITH A ROTOR SHAFT THAT IS ARRANGED COAXIALLY RELATIVE TO A ROTATIONAL AXIS OF A SUN GEAR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/165235
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a drive device (V) for an electric bike, comprising: a bottom bracket shaft (T); an output shaft (AT) for driving a wheel of the electric bike, a first electric motor (E1) which drives a first rotor shaft and a second electric motor (E2) which drives a second rotor shaft; and a phase shifter gearbox (UG) having a planetary gear stage, wherein the transmission ratio thereof can be steplessly adjusted using the first and second electric motors (E1, E2), and the bottom bracket shaft (T) and the output shaft (AT) can be coupled to one another via said phase shifter gearbox. The second rotor shaft of the second electric motor (E2) runs coaxially relative to an axis of rotation of a sun gear of the planetary gear stage.

Inventors:
WEIGEL CHRISTFRIED (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/053571
Publication Date:
August 20, 2020
Filing Date:
February 12, 2020
Export Citation:
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Assignee:
BROSE ANTRIEBSTECHNIK GMBH & CO KOMMANDITGESELLSCHAFT BERLIN (DE)
International Classes:
B62M6/55; B62M11/14; F16H3/72
Foreign References:
US20170291660A12017-10-12
US9254890B22016-02-09
DE102017000342A12017-08-03
DE112015005678T52017-10-05
DE102016121546A12017-05-18
EP3269628A12018-01-17
DE102017003945A12018-10-25
DE102016121855A12017-05-18
EP2218634A12010-08-18
Attorney, Agent or Firm:
MAIKOWSKI & NINNEMANN PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Antriebsvorrichtung für ein Elektrofahrrad, mit

- einer Tretlagerwelle (T),

- einer Abtriebswelle (AT) zum Antreiben eines Rades des Elektrofahrrads,

- einem ersten Elektromotor (E1 ), der eine erste Rotorwelle (R1 ) antreibt, und einem zweiten Elektromotor (E2), der eine zweite Rotorwelle (R2) antreibt, sowie

- einem eine Planetenradstufe (P) aufweisenden Überlagerungsgetriebe (UG), dessen Übersetzungsverhältnis mithilfe der ersten und zweiten Elektromotoren (E1 , E2) stufenlos einstellbar ist und über das die Tretlagerwelle (T) und die Abtriebswelle (AT) miteinander gekoppelt sind,

wobei ein von dem ersten Elektromotor (E1 ) erzeugtes Drehmoment zumindest teilweise an die Abtriebswelle (AT) übertragbar ist, indem eine Drehung der ersten Rotorwelle (R1 ) über wenigstens eine Getriebestufe (ST4) an ein Hohlrad (H) der Planetenradstufe (P) übertragbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Rotorwelle (R2) des zweiten Elektromotors (E2) koaxial zu einer Rotationsachse eines Sonnenrades (S) der Planetenradstufe (P) verläuft.

2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Antriebsvorrichtung (V) drei Wellenachsen (A1 , A2, A3) aufweist und

- die Tretlagerwelle (T) sowie die Abtriebswelle (AT) um eine erste Wellenachse (A1 ) der drei Wellenachsen (A1 , A2, A3),

- die zweite Rotorwelle (R2) um eine zweite Wellenachse (A2) der drei

Wellenachsen (A1 , A2, A3) und

- die erste Rotorwelle (R1 ) um eine dritte Wellenachse (A3) der drei Wellenachsen (A1 , A2, A3)

drehbar sind.

3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (S) von der zweiten Rotorwelle (R2) antreibbar ist.

4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das

Sonnenrad (S) drehfest mit der zweiten Rotorwelle (R2) verbunden ist.

5. Antriebsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlrad (H) für ein Kämmen mit Planetenrädern (PR) der Planetenradstufe (P) eine Innenverzahnung (IR) und für die Übertragung der Drehung der ersten Rotorwelle (R1 ) an das Hohlrad (H) eine Außenverzahnung (AR) aufweist.

6. Antriebsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Getriebestufe, über die eine Drehung der ersten Rotorwelle (R1 ) an das Hohlrad (H) der Planetenradstufe (P) übertragbar ist, als Stirnradstufe (ST4) ausgebildet ist.

7. Antriebsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (V) für die Übertragung eines Drehmoments von dem Hohlrad (H) an die Abtriebswelle (AT) wenigstens eine weitere Getriebestufe (ST2) aufweist.

8. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine weitere Getriebestufe (ST2) eine Drehung des Hohlrades (H) mit einer ersten Drehzahl in eine Drehung der Abtriebswelle (AT) mit einer geringeren zweiten Drehzahl übersetzt.

9. Antriebsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Tretlagerwelle (T) erzeugtes Drehmoment über wenigstens eine Getriebestufe (ST1 ) an einen Planetenradträger (PT) der Planetenradstufe (P) übertragbar ist, die zu der Getriebestufe (ST4) verschieden ist, über die eine Drehung der ersten Rotorwelle (R1 ) an das Hohlrad (H) der Planetenradstufe (P) übertragbar ist.

10. Elektrofahrrad mit einer Antriebsvorrichtung (V) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Antriebsvorrichtung für ein Elektrofahrrad mit einem Elektromotor mit einer zu einer Rotationsachse eines Sonnenrades koaxialen Rotorwelle

Beschreibung

Die vorgeschlagene Lösung betrifft insbesondere eine Antriebsvorrichtung für ein Elektrofahrrad.

Es ist bekannt, an einem Elektrofahrrad, mithin an einem sogenannten E-Bike oder Pedelec, zwei Elektromotoren in Kombination mit einem eine Planetenradstufe aufweisenden Überlagerungsgetriebe einzusetzen, um ein Übersetzungsverhältnis zwischen Antrieb und Abtrieb stufenlos einzustellen. Eine solche Antriebsvorrichtung weist hierbei zum einen eine Tretlagerwelle auf, über die ein von einem Fahrer des Elektrofahrrads erzeugtes Antriebsdrehmoment eingeleitet werden kann und an der hierfür Pedale vorgesehen sind. Über eine mit einem Rad des Elektrofahrrads zu koppelnde Abtriebswelle der Antriebsvorrichtung wird dann ein an der Tretlagerwelle eingeleitetes Antriebsdrehmoment und/oder ein elektromotorisch erzeugtes Drehmoment an ein Rad, üblicherweise ein Hinterrad des Elektrofahrrads, übertragen. Über das Überlagerungsgetriebe sind die Tretlagerwelle und die Abtriebswelle miteinander gekoppelt, wobei ein von einem ersten Elektromotor der zwei Elektromotoren erzeugtes Drehmoment zumindest teilweise an die Abtriebswelle übertragbar ist. Über den zweiten Elektromotor der zwei Elektromotoren ist ein Übersetzungsverhältnis stufenlos einstellbar, sodass das Elektrofahrrad über ein Antriebsdrehmoment des ersten Elektromotors beschleunigbar ist, ohne dass hierfür an der Tretlagerwelle schneller oder mit größerer Kraft gedreht werden müsste. Der zweite Elektromotor dient derart auch der Abstützung des von dem ersten Elektromotor erzeugten Drehmoments und kann hierfür je nach Übersetzungsverhältnis eine Rotorwelle in unterschiedliche Drehrichtungen drehen. Eine Antriebsvorrichtung für ein Elektrofahrrad mit einem vergleichbaren Überlagerungsgetriebe und zwei Elektromotoren ist hierbei beispielsweise aus der EP 2 218 634 A1 bekannt.

Bei der aus der EP 2 218 634 A1 bekannten Antriebsvorrichtung ist ein von dem ersten Elektromotor erzeugtes Drehmoment über ein drehfest mit einer ersten Rotorwelle verbundenes Ritzel zumindest teilweise an eine Abtriebswelle übertragbar, indem das rotorwellenseitige Ritzel mit einer Außenverzahnung eines Hohlrads der Planetenradstufe kämmt. Ein zusätzlich vorgesehener zweiter Elektromotor steht über eine weitere Getriebestufe mit einem Sonnenrad der Planetenradstufe in Verbindung. Über die jeweiligen Getriebestufen zwischen den Rotorwellen der Elektromotoren und dem Hohlrad einerseits und dem Sonnenrad andererseits wird jeweils eine Übersetzung ins Langsame bereitgestellt. Hierbei sieht die EP 2 218 634 A1 ausdrücklich bestimmte Übersetzungsverhältnisse vor, um bestimmte Antriebscharakteristiken der vorgeschlagenen Antriebsvorrichtung erreichen zu können.

Hiervon ausgehend liegt der vorgeschlagenen Lösung die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung für ein Elektrofahrrad weiter zu verbessern.

Diese Aufgabe ist mit einer Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.

Hiernach ist vorgesehen, dass ein von dem ersten Elektromotor erzeugtes Drehmoment zumindest teilweise an die Abtriebswelle der Antriebsvorrichtung übertragbar ist, indem eine Drehung der ersten Rotorwelle über wenigstens eine, insbesondere genau eine Getriebestufe an ein Hohlrad der Planetenradstufe des Überlagerungsgetriebes übertragbar ist, und eine zweite Rotorwelle des zweiten Elektromotors koaxial zu einer Rotationsachse eines Sonnenrades der Planetenradstufe verläuft.

Entsprechend der vorgeschlagenen Lösung ist somit eine Wellenachse der zweiten Rotorwelle des zweiten Elektromotors nicht parallel zur Rotationsachse des Sonnenrades der Planetenradstufe und damit parallel zur Getriebeachse der Planetenradstufe. Vielmehr verläuft die Rotorwelle koaxial zur Rotationsachse und ist damit ein und demselben Wellenstrang innerhalb der Antriebsvorrichtung zugeordnet. Dies erlaubt eine kompaktere Ausgestaltung der Antriebsvorrichtung. Hierdurch kann ferner eine Getriebestufe zwischen der zweiten Rotorwelle und dem Sonnenrad, an das ein Drehmoment des zweiten Elektromotors zu übertragen ist, entfallen.

In einer Ausführungsvariante ist folglich das Sonnenrad von der zweiten Rotorwelle antreibbar. Gegebenenfalls ist das Sonnenrad drehfest mit der zweiten Rotorwelle verbunden, insbesondere an der zweiten Rotorwelle ausgebildet. In diesem Fall entspricht eine Drehzahl des Sonnenrades einer Drehzahl der dem zweiten Elektromotor zugeordneten zweiten Rotorwelle. In einer derartigen Ausführungsvariante kann dann auch eine gesonderte Sensorik für die Detektion einer Drehlage der zweiten Rotorwelle entfallen, da die Drehzahl der zweiten Rotorwelle mit der Drehzahl des Sonnenrades übereinstimmt.

Eine Ausführungsvariante der vorgeschlagenen Lösung sieht vor dem Hintergrund der koaxialen Anordnung von Sonnenrad und zweiter Rotorwelle vor, dass die Antriebsvorrichtung drei Wellenachsen aufweist, nämlich eine erste Wellenachse, eine zweite Weltachse und eine dritte Wellenachse, wobei die Tretlagerwelle sowie die Abtriebswelle um die erste Wellenachse drehbar sind, während die zweite Rotorwelle um die zweite Wellenachse und die erste Rotorwelle um eine dritte Wellenachse drehbar sind. Der zweite, abstützende Elektromotor ist hierbei folglich der zweiten Wellenachse respektive dem zweiten Wellenstrang zugeordnet und mithin auf der Getriebeachse der Planetenradstufe oder, anders ausgedrückt, der Planetengetriebeachse, angeordnet. Einer Draufsicht oder Querschnittsansicht eines Ausführungsbeispiels einer vorgeschlagenen Antriebsvorrichtung befindet sich diese zweite Wellenachse zwischen der ersten Wellenachse und er zweiten Wellenachse.

Die einzelnen Wellenachsen und hiermit definierte Wellenstränge verlaufen typischerweise zueinander parallel. Die drei Wellenachsen können hierbei in einer gemeinsamen Ebene liegend angeordnet sein. Dies ist jedoch nicht zwingend, sodass, insbesondere für eine kompaktere Anordnung der Komponenten der Antriebsvorrichtung innerhalb oder an einem Gehäuse der Antriebsvorrichtung, die parallelen Wellenachsen auch versetzt zueinander verlaufen können.

Das Hohlrad kann für ein Kämmen mit Planetenrädern der Planetenradstufe grundsätzlich eine Innenverzahnung und für eine Übertragung der Drehung der ersten Rotorwelle an das Hohlrad eine Außenverzahnung aufweisen. Der erste Elektromotor überträgt folglich sein Drehmoment zur Beschleunigung der Abtriebswelle (und damit bei bestimmungsgemäß eingebauter Antriebsvorrichtung zur Beschleunigung des Elektrofahrrads) über die Außenverzahnung des Hohlrades, das über eine Innenverzahnung mit den Planetenrädern der Planetenradstufe kämmt.

In einer Ausführungsvariante ist die wenigstens eine Getriebestufe, über die eine Drehung der ersten Rotorwelle an das Hohlrad der Planetenradstufe übertragbar ist, als Stirnradstufe ausgebildet. Alternativ oder ergänzend kann die wenigstens eine Getriebestufe mit einem Zugmitteltrieb ausgebildet sein. Dies schließt insbesondere ein, dass die wenigstens eine Getriebestufe als Zahnriemen-Getriebestufe ausgebildet ist.

Alternativ oder ergänzend weist die Antriebsvorrichtung für die Übertragung eines Drehmoments von dem Hohlrad an die Abtriebswelle wenigstens eine weitere Getriebestufe auf. Diese wenigstens eine weitere Getriebestufe realisiert in einem Ausführungsbeispiel eine Übersetzung ins Langsame, das heißt, die wenigstens eine weitere Getriebestufe übersetzt eine Drehung des Hohlrades mit einer ersten Drehzahl in eine Drehung der Abtriebswelle mit einer im Vergleich zu der ersten Drehzahl des Hohlrades geringeren zweiten Drehzahl. Die Übersetzung ins Langsame kann hierbei auch über genau eine weitere Getriebestufe zwischen dem Hohlrad und der Abtriebswelle realisiert sein.

In einem Ausführungsbeispiel ist für die Übertragung eines von der Tretlagerwelle erzeugten Drehmoments an die Planetenradstufe wenigstens eine Getriebestufe vorgesehen. Über diese Getriebestufe ist die Tretlagerwelle mit einem Planetenradträger der Planetenradstufe gekoppelt. Diese der Tretlagerwelle zugeordnete Getriebestufe ist folglich zu der Getriebestufe verschieden, über die eine Drehung der ersten Rotorwelle an das Hohlrad der Planetenradstufe übertragbar ist. Bei dieser Konfiguration ist insbesondere ohne Weiteres realisierbar, dass die Rotationsachse der Tretlagerwelle und der Abtriebswelle koaxial zueinander verlaufen und die Rotationsachsen der beiden Rotorwellen des ersten und zweiten Elektromotors hierzu parallel angeordnet werden.

Die beigefügten Figuren veranschaulichen exemplarisch mögliche Ausführungsvarianten der vorgeschlagenen Lösung.

Hierbei zeigen:

Figur 1 in Draufsicht eine Ausführungsvariante einer vorgeschlagenen

Antriebsvorrichtung (ohne Gehäuse); Figur 2 eine Vorderansicht der Antriebsvorrichtung der Figur 1 ;

Figur 2A eine Schnittdarstellung der Antriebsvorrichtung der Figuren 1 und 2 entsprechend der Schnittlinie A-A der Figur 2;

Figur 3 eine Antriebsvorrichtung unter Veranschaulichung eines

Überlagerungsgetriebes, das eine Tretlagerwelle mit einer Abtriebswelle koppelt und dessen Übersetzungsverhältnis über zwei Elektromotoren stufenlos einstellbar ist.

Die Figur 3 zeigt eine Antriebsvorrichtung V für ein Elektrofahrrad. Hierbei sind in einem Gehäuse G, das an einem Rahmen des Elektrofahrrads anzubringen ist, die Komponenten eines Überlagerungsgetriebes UG sowie zwei Elektromotoren E1 und E2 untergebracht. Die Elektromotoren E1 und E2 können hierbei gleichartig, das heißt, zum Beispiel, mit gleicher Leistung und gleichen Abmessungen, ausgebildet sein. Die Antriebsvorrichtung V umfasst ferner eine mit Pedalen zu verbindende Tretlagerwelle T, an der Pedalhalter Ta und Tb vorgesehen sind. Durch Drehung der Tretlagerwelle T um ihre Längsachse kann ein Fahrer eines Elektrofahrrads, das mit der Antriebsvorrichtung V ausgestattet ist, ein Antriebsdrehmoment einleiten. Die Tretlagerwelle T ragt hierbei durch das Gehäuse G hindurch, sodass die Pedalhalter Ta und Tb an beiden Seiten des Gehäuses G vorstehen.

Über das Überlagerungsgetriebe UG wird eine Drehung der Tretlagerwelle T in eine Drehung einer Abtriebswelle AT übersetzt. Die Abtriebswelle AT ist mit einem wellenseitigen, ersten Koppelteil K drehfest verbunden. Das wellenseitige, erste Koppelteil K weist zum Beispiel ein Kettenrad oder eine Riemenscheibe auf und ist über ein Kraftübertragungsglied, zum Beispiel eine Kette oder einen Riemen, mit einem radseitigen, zweiten Koppelteil, zum Beispiel in Form eines Kettenrades oder einer Riemenscheibe, verbunden, um ein Hinterrad des Elektrofahrrads anzutreiben.

Ein Übersetzungsverhältnis des Übertragungsgetriebes UG ist mithilfe der zwei Elektromotoren E1 und E2 stufenlos einstellbar. Ein erster Elektromotor E1 kann hierbei ein Drehmoment erzeugen, das zumindest teilweise an die Abtriebswelle AT übertragbar ist, um das Elektrofahrrad elektromotorisch unterstützt anzutreiben. Mit den beiden Elektromotoren E1 und E2 ist somit ein stufenloses elektrisches Stellgetriebe gebildet. Hierbei treiben die Elektromotoren E1 und E2 jeweils eine ihnen zugeordnete Rotorwelle R1 oder R2 an. Die Tretlagerwelle T, die Abtriebswelle AT und die Rotorwellen R1 und R2 sind über das mehrstufige Überlagerungsgetriebe UG miteinander gekoppelt. Hierfür umfasst das Überlagerungsgetriebe UG mehrere Getriebestufen, hier in Form von Stirnradstufen ST1 bis ST4, und eine Planetenradstufe P. Die Planetenradstufe P ist dreiwellig ausgeführt und umfasst neben einem Sonnenrad S einen Planetenradträger PT mit mehreren Planetenrädern PR und ein drehbares Hohlrad H.

Die Tretlagerwelle T, die Abtriebswelle AT und die (zweite) dem zweiten Elektromotor E2 zugeordnete Rotorwelle R2 sind koaxial zueinander angeordnet. Parallel hierzu verläuft die (erste) Rotorwelle R1 des ersten Elektromotors E1. Die Tretlagerwelle T ist über eine erste Stirnradstufe ST1 des Überlagerungsgetriebes UG drehmomentübertragend mit einer ersten Koppelwelle KW1 verbunden. Diese erste Koppelwelle KW1 ist mit dem Planetenradträger PT der Planetenradstufe P verbunden. Die Abtriebswelle AT steht wiederum über eine zweite Stirnradstufe ST2 mit einer zweiten Koppelwelle KW2 in Verbindung, die drehfest mit dem Hohlrad H verbunden ist. Während über die erste Stirnradstufe ST 1 die Drehzahl der Tretlagerwelle T auf eine größere Absolutdrehzahl der ersten Koppelwelle KW1 erhöht wird, wird durch die zweite Stirnradstufe ST2 die Drehzahl der zweiten Koppelwelle KW2 in eine geringere Drehzahl der Abtriebswelle AT übersetzt.

Der zweite, abstützende Elektromotor E2 überträgt ein Drehmoment über seine zweite Rotorwelle R2 mithilfe einer dritten Stirnradstufe ST2 an eine das Sonnenrad S lagernde dritte Koppelwelle KW3. Hierbei ist über die dargestellte Übersetzung der dritten Stirnradstufe ST3 eine Übersetzung ins Langsame vorgesehen. Ein seitens des ersten Elektromotors E1 erzeugtes Drehmoment wird über dessen erste Rotorwelle R1 mithilfe einer vierten Stirnradstufe ST4 wiederum an das Hohlrad H übertragen. Die erste Rotorwelle R1 des ersten Elektromotors E1 ist dementsprechend (über das Hohlrad H) drehmomentübertragend mit der Abtriebswelle AT verbunden. Es ist mithin eine abtriebseitige Leistungsverzweigung bei der dargestellten Antriebsvorrichtung V vorgesehen.

Über den ersten Elektromotor E1 kann bei der dargestellten Konfiguration ein Drehmoment zur Beschleunigung der Abtriebswelle AT und damit zur Beschleunigung des Elektrofahrrads erzeugt werden. Hierbei wird der zweite Elektromotor E2 mithilfe einer Steuerelektronik SE der Antriebsvorrichtung V in Abhängigkeit von der Drehzahl des ersten Elektromotors E1 respektive dessen Rotorwelle R1 angesteuert. Hierdurch ist das Übersetzungsverhältnis des Überlagerungsgetriebes UG variabel einstellbar und ein an der Abtriebswelle AT zur Verfügung gestelltes und an das wellenseitige Koppelteil K übertragenes Abtriebsdrehmoment elektromotorisch variierbar, ohne dass sich hierfür eine Drehgeschwindigkeit der Tretlagerwelle T ändern müsste. Je nach Drehzahl des ersten Elektromotors E1 kann sich hierbei grundsätzlich auch die Drehrichtung der zweiten Rotorwelle R2 ändern.

In Weiterbildung der Antriebsvorrichtung V der Figur 3 sieht eine in den Figuren 1 , 2 und 2A dargestellte Ausführungsvariante einer Antriebsvorrichtung V gemäß der vorgeschlagenen Lösung vor, dass die Rotorwelle R2 des abstützenden, zweiten Elektromotors E2 koaxial zu dem Sonnenrad S der Planetenradstufe P angeordnet ist. Wie anhand der Zusammenschau der Figuren 1 , 2 und 2A ersichtlich ist, ist hierbei das Sonnenrad S an der zweiten Rotorwelle R2 des zweiten Elektromotors E2 ausgebildet. Dementsprechend entfällt in dieser Ausführungsvariante die bei einer Antriebsvorrichtung V der Figur 3 vorgesehene und als Stirnradstufe ST3 ausgebildete Getriebestufe zwischen der zweiten Rotorwelle R2 und dem Sonnenrad S. Die Antriebsvorrichtung V kann dementsprechend kompakter bauen.

Analog zu der Antriebsvorrichtung V der Figur 3 sieht auch die Ausführungsvariante der Figuren 1 , 2 und 2A hierbei vor, dass der erste Elektromotor E1 über seine erste Rotorwelle R1 und die Stirnradstufe ST4 ein Drehmoment an eine Außenverzahnung AR des Hohlrad H überträgt. Das über eine Innenverzahnung IR mit den Planetenrädern PR der Planetenradstufe P kämmende Hohlrad R ist dementsprechend auch bei der Ausführungsvariante der Figuren 1 , 2 und 2A drehfest mit der Koppelwelle KW2 verbunden, sodass über die Stirnradstufe ST2 eine Drehung des Hohlrads H in eine Drehung der Abtriebswelle AT umsetzbar ist.

Über die Stirnradstufe ST1 wird ferner analog zur Antriebsvorrichtung V der Figur 3 auch bei der Ausführungsvariante der Figuren 1 , 2 und 2A ein Drehmoment der koaxial zur Abtriebswelle AT angeordneten Tretlagerwelle T an den Planetenradträger PT der Planetenradstufe P übertragen.

Ein Übersetzungsverhältnis der Stirnradstufe ST1 liegt beispielsweise im Bereich von -7 bis -3, insbesondere bei -6, während ein Übersetzungsverhältnis der Stirnradstufe ST2 beispielsweise im Bereich von -2 bis -4, insbesondere bei -2,6 liegt. Für die Stirnradstufe ST4, um ein Drehmoment von der ersten Rotorwelle R1 an das Hohlrad H zu übertragen, ist beispielsweise ein Übersetzungsverhältnis im Bereich von -10 bis -6, insbesondere von -7,8 vorgesehen. Eine Standübersetzung der dargestellten Antriebsvorrichtung V liegt beispielsweise im Bereich von -10 bis -6, insbesondere bei -8.

Bei der Antriebsvorrichtung V der Figuren 1 , 2 und 2A sind erste, zweite und dritte Wellenachsen A1 , A2 und A3 exemplarisch in einer gemeinsamen Ebene liegend angeordnet. Mit anderen Worten liegt eine erste, einen ersten Wellenstrang definierende Wellenachse A1 der Tretlagerstelle T und der Abtriebswelle AT in derselben Ebene wie eine zweite Wellenachse A2 der zweiten Rotorwelle R2 (und damit der Getriebeachse der Planetenradstufe P) und der dritten Wellenachse A3 der ersten Rotorwelle R1. Dies ist jedoch nicht zwingend. Beispielsweise können die zueinander parallel verlaufenden Wellenachsen A1 , A2 und A3 in einer Vorderansicht gemäß der Figur 2 an Eckpunkten eines virtuellen Dreiecks angeordnet sein.

Bezugszeichenliste

A1 , A2, A3 Wellenachse

AR Außenverzahnung

AT Abtriebswelle

E1 1 . Elektromotor

E2 2. Elektromotor

G Gehäuse

H Hohlrad

IR Innenverzahnung

K Koppelteil

KW1 -KW3 Koppelwelle

P Planetenradstufe

PR Planetenrad

PT Planetenradträger

R1 , R2 Rotorwelle

S Sonnenrad

SE Steuerelektronik

ST1 -ST4 Stirnradstufe (Getriebestufe)

T Tretlagerwelle

Ta, Tb Pedalhalter

UG Überlagerungsgetriebe

V Antriebsvorrichtung