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Title:
ELECTRIC MACHINE HAVING A MECHANICAL FIELD-WEAKENING MODULE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/161560
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electric machine (90), comprising a stator (2) and a rotor (1), which is separated from the stator (2) by an air gap (93), wherein: - the rotor (1) comprises at least one first rotor body (3) having a first group of permanent magnets (6) and at least two second rotor bodies (4) each having a second group of permanent magnets (95), which second rotor bodies are axially spaced from the first rotor body (3) and axially enclose the first rotor body (3), and coaxially within the first rotor body (3) and the two second rotor bodies (4) a rotor shaft (5) is torque-transmittingly coupled to the first rotor body (3) and to the two second rotor bodies (4); - the two second rotor bodies (4) are mounted on the rotor shaft (5) such that they can be rotated relative to the first rotor body (3) against the effect of a rotational stiffness (8); - a mechanical field-weakening module (30) providing a rotational stiffness (8) is inserted in the first rotor body (3) and in the two second rotor bodies (4).

Inventors:
HÄSSLER MARTIN (DE)
RUSCH ALAIN (FR)
Application Number:
PCT/DE2021/100861
Publication Date:
August 04, 2022
Filing Date:
October 28, 2021
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
H02K21/02
Foreign References:
GB2317997A1998-04-08
DE102015211899A12016-12-29
US20020117861A12002-08-29
DE3317553A11984-11-15
CN104917315A2015-09-16
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Claims:
- 22 -

Ansprüche Elektrische Maschine (90), insbesondere für die Verwendung innerhalb eines Antriebsstrang (91 ) eines hybrid- oder vollelektrisch angetriebenen Kraftfahrzeugs (92), umfassend einen Stator (2) und einen durch einen Luftspalt (93) vom Stator (2) getrennten Rotor (1 ), welche in einem Motorgehäuse (94) aufgenommen sind, wobei der Rotor (1 ) wenigstens einen ersten Rotorkörper (3) mit einer ersten Gruppe von Permanentmagneten (6) und wenigstens zwei axial von dem ersten Rotorkörper (3) beabstandete und den ersten Rotorkörper (3) axial einfassende zweite Rotorkörper (4) mit jeweils einer zweiten Gruppe von Permanentmagneten (95) umfasst, und koaxial innerhalb des ersten Rotorkörpers (3) und der beiden zweiten Rotorkörper (4) eine Rotorwelle (5) drehmomentübertragend mit dem ersten Rotorkörper (3) und den beiden zweiten Rotorkörpern (4) gekoppelt ist, wobei die beiden zweiten Rotorkörper (4) entgegen der Wirkung einer Verdrehsteifigkeit (8) gegenüber dem ersten Rotorkörper (3) verdrehbar auf der Rotorwelle (5) gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass in den ersten Rotorkörper (3) und den beiden zweiten Rotorkörpern (4) des Rotors (1 ) ein eine Verdrehsteifigkeit (8) bereitstellendes mechanisches Feldschwächungsmodul (30) eingesetzt ist, wobei das mechanische Feldschwächungsmodul (30) ein drehfest mit den beiden zweiten Rotorkörpern (4) gekoppeltes Eingangsteil (14) und ein drehfest mit der Rotorwelle (5) gekoppeltes Ausgangsteil (15) aufweist, wobei das Eingangsteil (14) und das Ausgangsteil (15) entgegen der Wirkung einer Federeinrichtung (80), die mit dem Eingangsteil (14) unter Zwischenschaltung eines äußeren Kurvengetriebes (81 ) und mit dem Ausgangsteil (15) unter Zwischenschaltung eines inneren Kurvengetriebes (82) verbunden ist, gegeneinander verdehbar sind, und die Federeinrichtung (8) in axialer Richtung zwischen den beiden Rotorkörpern (4) innerhalb des mechanischen Feldschwächungsmoduls (30) angeordnet ist Elektrische Maschine (90), nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsteil (14) des mechanischen Feldschwächungsmoduls (30) zwei axial voneinander beabstandete Scheiben (16, 16‘) umfasst, welche durch mindestens zwei über den Umfang der Scheiben (16, 16‘) beabstandete, sich in axialer Richtung erstreckende Verbindungsstücke (17) miteinander verbunden sind. Elektrische Maschine (90), nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsteil (15) des mechanischen Feldschwächungsmoduls (30) zwei axial voneinander beabstandete Scheiben (18, 18‘) umfasst, welche durch mindestens zwei über den Umfang der Scheiben (18, 18‘) beabstandete, sich in axialer Richtung erstreckende Verbindungsstücke (19) miteinander verbunden sind, wobei die Scheiben (18, 18‘) des Ausgangsteils (15) axial nach innen oder außen versetzt neben den Scheiben (16, 16‘) des Eingangsteils (14) angeordnet sind. Elektrische Maschine (90), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die axialen Verbindungsstücke (17) des Eingangsteils (14) eine Verzahnungsgeometrie zur formschlüssigen, drehmomentübertragenden Verbindung mit den beiden zweiten Rotorkörpern (4) und/oder die axialen Verbindungsstücke (19) des Ausgangsteils (15) eine Verzahnungsgeometrie zur formschlüssigen, drehmomentübertragenden Verbindung mit dem ersten Rotorkörper (3) aufweisen. Elektrische Maschine (90), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheiben (16, 16‘) des Eingangsteils (14) jeweils umfänglich verlaufende Rollenbahnen (20) für jeweils wenigstens eine Rolle (24,24‘) des äußeren Kurvengetriebes (81 ) und die Scheiben (18,18‘) des Ausgangsteils (15) jeweils umfänglich verlaufende Rollenbahnen (21 ) für jeweils wenigstens eine Rolle (25) des inneren Kurvengetriebes (82) aufweisen, wobei im Drehmomentenfluss zwischen dem Eingangsteil (14) und dem Ausgangsteil (15) jeweils wenigstens ein Zwischenelement (13) angeordnet ist, an welchem Rollenbahnen (26) für die wenigstens eine Rolle (24,24‘) des äußeren Kurvengetriebes (81 ) und Rollenbahnen (27) für die wenigstens eine Rolle (25) des inneren Kurvengetriebes (82) ausgebildet sind, die zu den Rollenbahnen (20,20‘) im Eingangsteil (14) und den Rollenbahnen (21 ) im Ausgangsteil (15) komplementär sind, so dass wenigstens eines der Zwischenelemente (13) auf einer definierten Bewegungsbahn zu dem Eingangsteil (14) und dem Ausgangsteil (15) geführt ist.

6. Elektrische Maschine (90), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Kurvengetriebe (81 ) wenigstens zwei separate Rollen (24,24‘) aufweist, die auf den Rollenbahnen (20) der Scheiben (16, 16‘) des Eingangsteils (14) über den Umfang voneinander beabstandet laufen.

7. Elektrische Maschine (90), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (25) des inneren Kurvengetriebes (82), die auf den Rollenbahnen (27) der Scheiben (18, 18‘) des Ausgangsteils (15) läuft, axial durchgehend ausgeführt ist.

8. Elektrische Maschine (90), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Rollenbahnen (20, 21 ,, 26, 27‘), bevorzugt alle Rollenbahnen (20‘, 21 , 26, 27‘), vollständig oder abschnittsweise in und/oder an den Verbindungsstücken (17,19,23) gebildet ist/sind.

9. Elektrische Maschine (90), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Zwischenelemente (13) des mechanischen Feldschwächungsmoduls (30) je zwei kreisringsegmentartige Teile (22, 22‘) umfassen, die jeweils über ein Verbindungsstück (23) axial beabstandet miteinander verbunden sind und an deren Umfang die Rollenbahnen (26, 27) ausgebildet sind, die zu den Rollenbahnen (20,) im Eingangsteil (14) und den Rollenbahnen (21 ) im Ausgangsteil (15) komplementär sind und die Verbindungsstücke (23) mit der - 25 -

Federeinrichtung (80) gekoppelt sind, so dass die Federeinrichtung (80) bei Relativverdrehung der beiden ersten Rotorkörper (4) zur Rotorwelle (5) betätigt wird. 10. Elektrische Maschine (90), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstücke (23) kegelstumpfförmige Anformungen (28) aufweisen, über die die als eine Mehrzahl von Druckfedern ausgebildete Federeinrichtung (80) positioniert und zentriert wird.

Description:
Elektrische Maschine mit einem mechanischen Feldschwächunqsmodul

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Maschine, insbesondere für die Verwendung innerhalb eines Antriebsstrang eines hybrid- oder vollelektrisch angetriebenen Kraftfahrzeugs, umfassend einen Stator und einen durch einen Luftspalt vom Stator getrennten Rotor, welche in einem Motorgehäuse aufgenommen sind, wobei der Rotor wenigstens einen ersten Rotorkörper mit einer ersten Gruppe von Permanentmagneten und wenigstens zwei axial von dem ersten Rotorkörper beabstandete und den ersten Rotorkörper axial einfassende zweite Rotorkörper mit jeweils einer zweiten Gruppe von Permanentmagneten umfasst, und koaxial innerhalb des ersten Rotorkörpers und der beiden zweiten Rotorkörper eine Rotorwelle drehmomentübertragend mit dem ersten Rotorkörper und den beiden zweiten Rotorkörpern gekoppelt ist, wobei die beiden zweiten Rotorkörper entgegen der Wirkung einer Verdrehsteifigkeit gegenüber dem ersten Rotorkörper verdrehbar auf der Rotorwelle gelagert sind.

Elektrische Maschinen unterliegen bei ihrem Betrieb Verlusten durch Ummagnetisierungen und Wirbelströme, die als Eisenverluste zusammengefasst werden und den Maschinenwirkungsgrad herabsetzen. In mobilen Anwendungen bedeutet ein niedriger Wirkungsgrad der elektrischen Maschine eine geringere Reichweite des Fahrzeugs bzw. erhöhten Bedarf an Batteriekapazität. Es ist daher vor allem in mobilen Anwendungen mit rein elektrischem Antrieb ein ständiges Ziel, die beschriebenen Eisenverluste zu minimieren.

Eine wirksame Methode zur Reduktion der Eisenverluste von elektrischen Maschinen besteht in der gezielten Schwächung des magnetischen Feldes zwischen Stator und Rotor für Betriebspunkte mit hohen Drehzahlen, da die Verluste durch hochfrequente Ummagnetisierungen und Wirbelströme bei schwächerem Magnetfeld geringer sind. Für eine gezielte Feldschwächung existieren neben elektrischen auch mechanische Ansätze. Es ist bekannt und beschrieben, wie innerhalb des Rotors mit beweglichen, verdreh- oder verlagerbaren Permanentmagneten bzw. Flussleitstücken in einer Stellung der volle magnetische Fluss geführt wird und in einer anderen, feldschwächenden Stellung der magnetische Fluss verringert ist, weil die resultierende Wirkung der Permanentmagnete abnimmt bzw. die Flussleitstücke den magnetischen Widerstand erhöhen und magnetische Kurzschlüsse erzeugen.

Die für eine mechanische Feldschwächung notwendigen Verstellkennlinien erfordern in der Regel eine nicht unbeträchtliche Energie, die die Energiespeicher, häufig in Form einer Druck- und/oder Bogenfeder, zur Verfügung stellen müssen. Entsprechend große, gegebenenfalls auch mehrreihig angeordnete Druckfedern beanspruchen dabei einen beträchtlichen Anteil sowohl des axialen Einbauraums über die Länge des Rotors betrachtet, als auch des radialen Einbauraums zwischen den Rotorkörpern und der Rotorwelle.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine elektrische Maschine mit einer kompakten und einfach zu montierenden mechanischen Feldschwächung bereitzustellen.

Die Aufgabe wir mit den in den unabhängigen Ansprüchen angegebenen Maßnahmen gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Gemäß einem Aspekt umfasst eine elektrische Maschine, insbesondere für die Verwendung innerhalb eines Antriebsstrang eines hybrid- oder vollelektrisch angetriebenen Kraftfahrzeugs, einen Stator und einen durch einen Luftspalt vom Stator getrennten Rotor, welche in einem Motorgehäuse aufgenommen sind, wobei der Rotor wenigstens einen ersten Rotorkörper mit einer ersten Gruppe von Permanentmagneten und wenigstens zwei axial von dem ersten Rotorkörper beabstandete und den ersten Rotorkörper axial einfassende zweite Rotorkörper mit jeweils einer zweiten Gruppe von Permanentmagneten umfasst, und koaxial innerhalb des ersten Rotorkörpers und der beiden zweiten Rotorkörper eine Rotorwelle drehmomentübertragend mit dem ersten Rotorkörper und den beiden zweiten Rotorkörpern gekoppelt ist, wobei die beiden zweiten Rotorkörper entgegen der Wirkung einer Verdrehsteifigkeit gegenüber dem ersten Rotorkörper verdrehbar auf der Rotorwelle gelagert sind, wobei in den ersten Rotorkörper und den beiden zweiten Rotorkörpern des Rotors ein eine Verdrehsteifigkeit bereitstellendes mechanisches Feldschwächungsmodul eingesetzt ist, wobei das mechanische Feldschwächungsmodul ein drehfest mit den beiden zweiten Rotorkörpern gekoppeltes Eingangsteil und ein drehtest mit der Rotorwelle gekoppeltes Ausgangsteil aufweist, wobei das Eingangsteil und das Ausgangsteil entgegen der Wirkung einer Federeinrichtung, die mit dem Eingangsteil unter Zwischenschaltung eines äußeren Kurvengetriebes und mit dem Ausgangsteil unter Zwischenschaltung eines inneren Kurvengetriebes verbunden ist, gegeneinander verdrehbar sind, und die Federeinrichtung in axialer Richtung zwischen den beiden Rotorkörpern innerhalb des mechanischen Feldschwächungsmoduls angeordnet ist

Durch das mechanische Feldschwächungsmodul wird über die Länge des Rotors gleichermaßen alle drehfesten bzw. verdrehbaren Rotorkörper direkt bzw. über den Verdrehmechanismus des mechanischen Feldschwächungsmoduls mit der Rotorwelle verbunden und der von den in axialer Richtung mittig gelegenen Rotorkörpern eingeschlossene radial innere Bauraum vollständig für die Bereitstellung der Verdrehsteifigkeit, insbesondere in Form einer Mehrzahl von Druckfedern, nutzbar ist. Das mechanische Feldschwächungsmodul kann also die üblicherweise bei segmentierten Rotoren gegebene Bauraumsituation optimal ausnutzen. Ferner kann es als vorkonfiguriertes Bauteil auf sehr montagefreundliche Weise mit den Rotorsegmenten und der Rotorwelle, beispielsweise durch Einschieben verbunden werden.

Das mechanische Feldschwächungsmodul stellt somit einen mechanischen Mechanismus zur drehmomentabhängigen Relativverdrehung permanentmagnetbestückter Rotorkörper bereit. Eine Vielzahl axial nebeneinander angeordneter Rotorkörper können hierbei insbesondere abwechselnd drehfest bzw. über den Mechanismus verdrehbar zur Rotorwelle verbunden werden. Zur Definition einer Verstellkennlinie kann bevorzugt von einem äußeren und einem inneren Kurvengetrieben Gebrauch gemacht sein, die über dazwischen befindliche Zwischenelemente die Einfederung von Federeinrichtungen steuern. Dies wird anhand der Ausführungsbeispiele noch näher erläutert werden.

Zunächst werden die einzelnen Elemente des beanspruchten

Erfindungsgegenstandes in der Reihenfolge ihrer Nennung im Anspruchssatz erläutert und nachfolgend besonders bevorzugte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes beschrieben.

Die elektrische Maschine kann insbesondere als Rotationsmaschine ausgebildet sein. Im Falle von als Rotationsmaschinen ausgebildeten elektrischen Maschinen wird insbesondere zwischen Radialflussmaschinen und Axialflussmaschinen unterschieden. Dabei zeichnet sich eine Radialflussmaschine dadurch aus, dass die Magnetfeldlinien in dem zwischen Rotor und Stator ausgebildeten Luftspalt, sich in radialer Richtung erstrecken, während im Falle einer Axialflussmaschine sich die Magnetfeldlinien in dem zwischen Rotor und Stator gebildeten Luftspalt in axialer Richtung erstrecken. Es ist im Zusammenhang mit dieser Erfindung besonders bevorzugt, dass die elektrische Maschine als Radialflussmaschine konfiguriert ist.

Das Motorgehäuse kann die elektrische Maschine umhausen. Ein Motorgehäuse kann darüber hinaus auch die Steuer- und Leistungselektronik aufnehmen. Das Motorgehäuse kann darüber hinaus auch Bestandteil eines Kühlsystems für die elektrische Maschine und derart ausgebildet sein, dass Kühlfluid über das Motorgehäuse der elektrischen Maschine zugeführt werden und/oder die Wärme über die Gehäuseflächen nach außen abgeführt werden kann. Darüber hinaus schützt das Motorgehäuse die elektrische Maschine sowie die ggf. vorhandene Elektronik vor äußeren Einflüssen.

Ein Motorgehäuse kann insbesondere aus einem metallischen Material gebildet sein. Vorteilhafter Weise kann das Motorgehäuse aus einem metallischen Gussmaterial, wie zum Beispiel Grauguss oder Stahlguss geformt sein.

Grundsätzlich ist es auch denkbar, das Motorgehäuse ganz oder teilweise aus einem Kunststoff auszubilden.

Ein Rotor ist der sich drehende (rotierende) Teil einer elektrischen Maschine.

Insbesondere wird von einem Rotor gesprochen, wenn es auch einen Stator gibt. Unter einem Rotorkörper wird im Sinne der Erfindung der Rotor ohne Rotorwelle verstanden. Der Rotorkörper setzt sich demnach insbesondere zusammen aus dem Rotorblechpaket sowie den in die Taschen des Rotorblechpakets eingebrachten oder den umfänglich an dem Rotorblechpaket fixierten Magnetelementen sowie ggf vorhandenen axialen Deckelteilen zum Verschließen der der Taschen, Flussleitelementen und dergleichen.

Ein Rotor ist der sich drehende (rotierende) Teil einer elektrischen Maschine. Der Rotor umfasst eine Rotorwelle und einen oder mehrere drehfest auf der Rotorwelle angeordnete Rotorkörper. Die Rotorwelle kann hohl ausgeführt sein, was zum einen eine Gewichtsersparnis zur Folge hat und was zum anderen die Zufuhr von Schmier- oder Kühlmittel zum Rotorkörper erlaubt.

Als Rotormagnet werden die in die Taschen des Rotorblechpakets einzubringenden Permanentmagnete verstanden. Dabei kann pro Tasche ein einziges größeres, als Stabmagnet ausgebildeter Rotormagnet oder mehrere kleinere Permanentmagnetelemente ausgebildete Rotormagnete vorgesehen werden.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass in einer ersten Verdrehlage der Rotorkörper bei niedrigem Drehmoment die Pole axial benachbarter Permanentmagnete entgegengesetzt ausgerichtet sind und dadurch eine Feldschwächung bewirken und in einer zweiten Verdrehlage der Rotorkörper bei höherem Drehmoment die Ausrichtungen der Pole axial benachbarter Permanentmagnete einander entsprechen.

Es ist ferner zu bevorzugen, dass die Verdrehsteifigkeit als ein Federelement, insbesondere als wenigstens eine Bogenfeder und/oder wenigstens eine Druckfeder, ausgebildet ist. Das Federelement kann insbesondere auch eine Mehrzahl von Druckfedern, beispielsweise als Druckfederpaket, aufweisen. In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Anzahl der drehfesten ersten Rotorkörper die Anzahl der verdrehbaren zweiten Rotorkörper um eins übersteigt und jeweils ein drehfester Rotorkörper an den axialen Enden des Rotors angeordnet ist.

Alternativ hierzu kann es auch vorteilhaft sein, dass die Anzahl der verdrehbaren zweiten Rotorkörper die Anzahl der drehfesten ersten Rotorkörper um eins übersteigt und jeweils ein verdrehbarer Rotorkörper an den axialen Enden des Rotors angeordnet ist.

Um die Feldschwächungswirkung weiter zu optimieren kann es ferner auch vorgesehen sein, dass die aufsummierte axiale Länge der ersten Rotorkörper um den Faktor zwei- bis dreimal größer ist als die aufsummierte axiale Länge des zweiten Rotorkörpers oder die aufsummierte axiale Länge der zweiten Rotorkörper um den Faktor zwei- bis dreimal größer ist als die aufsummierte axiale Länge des ersten Rotorkörpers. Das Maß der Feldschwächung kann somit durch die Permanentmagnete in entgegengesetzt ausgerichteter Verdrehlage über das Verhältnis der axialen Gesamtlängen der zueinander verdrehten Rotorkörper eingestellt werden.

Eine weitere vorteilhafte Einstellung der Feldschwächungswirkung kann sich dadurch ergeben, dass die aufsummierte axiale Länge der ersten Rotorkörper aus Rotorkörpern mit wenigstens einer voneinander unterschiedlichen axialen Länge gebildet ist und/oder die aufsummierte axiale Länge der zweiten Rotorkörper aus Rotorkörpern mit wenigstens einer voneinander unterschiedlichen axialen Länge gebildet ist/sind.

Schließlich kann es auch bevorzugt sein, dass die Verdrehlagen der Rotorkörper zwischen den Stellungen für entgegengesetzte und gleichsinnige Ausrichtung der Pole der Permanentmagnete bezüglich der resultierenden Magnetfeldstärke in dem Luftspalt an weitere Betriebspunkte und/oder kontinuierlich an Drehmoment und/und Drehzahl des Motorkennfelds angepasst ist/sind. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Eingangsteil des mechanischen Feldschwächungsmoduls zwei axial voneinander beabstandete Scheiben, umfasst, welche durch mindestens zwei über den Umfang der Scheiben, beabstandete, sich in axialer Richtung erstreckende Verbindungsstücke miteinander verbunden sind. Der Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, dass der axiale Bauraum zwischen den Scheiben des Eingangsteils, beispielsweise durch die Verdrehsteifigkeit nutzbar ist. Ferner kann durch die Verbindungsstücke die axiale Distanz der Scheiben und somit des axialen Bauraums eingestellt werden.

Es kann gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung auch vorgesehen sein, dass das Ausgangsteil des mechanischen Feldschwächungsmoduls zwei axial voneinander beabstandete Scheiben, umfasst, welche durch mindestens zwei über den Umfang der Scheiben, beabstandete, sich in axialer Richtung erstreckende Verbindungsstücke miteinander verbunden sind, wobei die Scheiben, des Ausgangsteils axial nach innen oder außen versetzt neben den Scheiben, des Eingangsteils angeordnet sind. Es kann hierdurch erreicht werden, dass auch der axiale Bauraum zwischen den Scheiben des Ausgangsteils nutzbar wird und die axiale Distanz über die axiale Erstreckung der Verbindungsstücke einstellbar ist.

Des Weiteren kann es gemäß einer ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass die axialen Verbindungsstücke des Eingangsteils eine Verzahnungsgeometrie zur formschlüssigen, drehmomentübertragenden Verbindung mit den beiden zweiten Rotorkörpern und/oder die axialen Verbindungsstücke des Ausgangsteils eine Verzahnungsgeometrie zur formschlüssigen, drehmomentübertragenden Verbindung mit dem ersten Rotorkörper aufweisen, so dass eine sichere und einfache Montierbarkeit der Verbindungsstücke realisierbar ist.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die Scheiben, des Eingangsteils jeweils umfänglich verlaufende Rollenbahnen für jeweils wenigstens eine Rolle des äußeren Kurvengetriebes und die Scheiben des Ausgangsteils jeweils umfänglich verlaufende Rollenbahnen für jeweils wenigstens eine Rolle des inneren Kurvengetriebes aufweisen, wobei im Drehmomentenfluss zwischen dem Eingangsteil und dem Ausgangsteil jeweils wenigstens ein Zwischenelement angeordnet ist, an welchem Rollenbahnen für die wenigstens eine Rolle des äußeren Kurvengetriebes und Rollenbahnen für die wenigstens eine Rolle des inneren Kurvengetriebes ausgebildet sind, die zu den Rollenbahnen im Eingangsteil und den Rollenbahnen im Ausgangsteil komplementär sind, so dass wenigstens eines der Zwischenelemente auf einer definierten Bewegungsbahn zu dem Eingangsteil und dem Ausgangsteil geführt ist. Hierdurch lässt sich insbesondere der Wirkung erzielen, dass insbesondere die rollenbestückten Kurvengetriebe zusammen mit der Wirkung der Federeinrichtung eine effektive und kostengünstige Lagerung für die Rotorsegmente bilden, welche sie auch unter überlagerter Fliehkraftwirkung abhängig vom Drehmoment die beabsichtigten Bewegungen reibungsarm ausführen und die Stellungen für ein stärkeres oder schwächeres Magnetfeld einnehmen lassen.

Die Rollen der Kurvengetriebe können neben der einer Zylinderform auch hiervon abweichende Raumformen aufweisen, beispielsweise die eines Kegelstumpfes oder auch einer Kugel. Die Rollen wälzen sich bevorzugt auf den Laufbahnen des Kurvengetriebes ab. Sie können bevorzugt eine Radialkraftkomponente von einer Innenlaufbahn auf eine Außenlaufbahn und umgekehrt übertragen. Es ist auch denkbar, dass die Rollen Axialkraftkomponenten zwischen den Laufbahnen übertragen.

Die Rollen können beispielsweise ausgewählt sein aus der Gruppe der symmetrischen Pendelrollen, der asymmetrischen Pendelrollen, der Zylinderrollen, der Nadelrollen und/oder der Kegelrollen. Die Rollen können auch scheibenartig ausgebildet sein, d.h. ihre axiale Erstreckung ist kleiner als ihr Durchmesser. Die Rollen der Kurvengetriebe können im Wesentlich identisch oder unterschiedlich zueinander ausgeführt sein. Die Rollen können innerhalb des Kurvengetriebes insbesondere auf den Rollenbahnen abwälzen. Hierzu kann vorteilhafter Weise die Oberfläche der Rollenbahnen entsprechend abriebfest ausgebildet sein, beispielsweise auch durch ein entsprechendes Oberflächenbehandlungsverfahren und/oder durch Aufbringen einer entsprechenden zusätzlichen Materialschicht.

Die Rollenbahn kann eben oder profiliert ausgebildet sein. Eine profilierte Ausgestaltung der Rollenbahn kann beispielsweise zur Führung der Rollen auf der Rollenbahn dienen. Eine ebene Ausformung der Rollenbahn kann hingegen beispielsweise eine gewisse Verschiebbarkeit der Rollen auf der Rollenbahn erlauben.

Die Rollenbahn kann zur Aufnahme und/oder Führung von Rollen eine Profilierung aufweisen. Hierdurch werden die Rollen beispielsweise in einer definierten Weise in bzw. auf der Rollenbahn geführt. Ferner können durch die geometrische Ausgestaltung der profilierten Rollenbahnen auch die axiale und radiale Kraftaufnahme des Kurvengetriebes beeinflusst werden.

Des Weiteren kann die Erfindung auch dahingehend weiterentwickelt sein, dass das äußere Kurvengetriebe wenigstens zwei separate Rollen aufweist, die auf den Rollenbahnen der Scheiben des Eingangsteils über den Umfang voneinander beabstandet laufen.

In einer ebenfalls bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass die Rolle des inneren Kurvengetriebes, die auf den Rollenbahnen der Scheiben des Ausgangsteils läuft, axial durchgehend ausgeführt ist, so dass diese nicht verkippen kann.

Auch kann es vorteilhaft sein, die Erfindung dahingehend weiterzuentwickeln, dass wenigstens eine der Rollenbahnen, bevorzugt alle Rollenbahnen, vollständig oder abschnittsweise in und/oder an den Verbindungsstücken, gebildet ist/sind. Gemäß einer weiteren zu bevorzugenden Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes kann vorgesehen sein, dass beide Zwischenelemente des mechanischen Feldschwächungsmoduls je zwei kreisringsegmentartige Teile umfassen, die jeweils über ein Verbindungsstück axial beabstandet miteinander verbunden sind und an deren Umfang die Rollenbahnen ausgebildet sind, die zu den Rollenbahnen im Eingangsteil und den Rollenbahnen im Ausgangsteil komplementär sind und die Verbindungsstücke mit der Federeinrichtung gekoppelt sind, so dass die Federeinrichtung bei Relativverdrehung der beiden ersten Rotorkörper zur Rotorwelle betätigt wird.

Schließlich kann die Erfindung auch in vorteilhafter Weise dahingehend ausgeführt sein, dass die Verbindungsstücke kegelstumpfförmige Anformungen aufweisen, über die die als eine Mehrzahl von Druckfedern ausgebildete Federeinrichtung positioniert und zentriert wird.

Die erfindungsgemäße elektrische Maschine ist insbesondere für einen Antriebsstrang eines hybrid- oder vollelektrisch antreibbaren Kraftfahrzeugs vorgesehen.

Insbesondere ist die elektrische Maschine so dimensioniert, dass Fahrzeuggeschwindigkeiten größer als 50 km/h, vorzugsweise größer als 80 km/h und insbesondere größer als 100 km/h erreicht werden können. Besonders bevorzugt weist der Elektromotor eine Leistung größer als 30 kW, vorzugsweise größer als 50 kW und insbesondere größer als 70 kW auf. Es ist des Weiteren bevorzugt, dass die elektrische Maschine Drehzahlen größer als 5.000 U/min, besonders bevorzugt größer als 10.000 U/min, ganz besonders bevorzugt größer als 12.500 U/min bereitstellt.

Als Kraftfahrzeuge im Sinne dieser Anmeldung gelten Landfahrzeuge, die durch Maschinenkraft bewegt werden, ohne an Bahngleise gebunden zu sein. Ein Kraftfahrzeug kann beispielsweise ausgewählt sein aus der Gruppe der Personenkraftwagen (PKW), Lastkraftwagen (LKW), Kleinkrafträder, Leichtkraftfahrzeuge, Krafträder, Kraftomnibusse (KOM) oder Zugmaschinen. Ein Hybridelektrokraftfahrzeug, auch als Hybrid Electric Vehicle (HEV) bezeichnet, ist ein Elektrofahrzeug, das von mindestens einem Elektromotor sowie einem weiteren Energiewandler angetrieben wird und Energie sowohl aus seinem elektrischen Speicher (Akku) als auch einem zusätzlich mitgeführten Kraftstoff bezieht.

Im Sinne dieser Anmeldung werden unter dem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges alle Komponenten verstanden, die im Kraftfahrzeug die Leistung für den Antrieb des Kraftfahrzeugs generieren und über die Fahrzeugräder bis auf die Straße übertragen.

Die erfindungsgemäße elektrische Maschine kann ebenfalls in bevorzugter Weise zur Verwendung in einem Hybridmodul vorgesehen sein.

In einem Hybridmodul können Bau- und Funktionselemente eines hybridisierten Antriebsstrangs räumlich und/oder baulich zusammengefasst und vorkonfiguriert sein, so dass ein Hybridmodul in einer besonders einfachen Weise in einen Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs integrierbar ist. Insbesondere können ein Elektromotor und ein Kupplungssystem, insbesondere mit einer Trennkupplung zum Einkuppeln des Elektromotors in und/oder Auskuppeln des Elektromotors aus dem Antriebsstrang, in einem Hybridmodul vorhanden sein.

Ein Hybridmodul kann je nach Eingriffspunkt des Elektromotors in den Antriebsstrang in die folgenden Kategorien P0-P4 eingeteilt werden:

PO: der Elektromotor ist vor der Brennkraftmaschine angeordnet und beispielsweise über einen Riemen mit der Brennkraftmaschine gekoppelt. Bei dieser Anordnung des Elektromotors wird dieser auch gelegentlich als Riemenstartergenerator (RSG) bezeichnet,

P1 : der Elektromotor ist direkt hinter der Brennkraftmaschine angeordnet. Die Anordnung des Elektromotors kann beispielsweise kurbelwellenfest vor der Anfahrkupplung erfolgen, P2: der Elektromotor ist zwischen einer häufig als KO bezeichneten Trennkupplung und der Anfahrkupplung aber vor dem Fahrzeuggetriebe im Antriebsstrang angeordnet,

P3: der Elektromotor ist im Fahrzeuggetriebe und/oder der Getriebeausgangswelle angeordnet,

P4: der Elektromotor ist an einer bestehenden oder separaten Fahrzeugachse angeordnet und

P5: der Elektromotor ist am oder im Fahrzeugrad angeordnet, beispielsweise als Radnabenmotor.

Ferner kann es auch bevorzugt sein, dass die erfindungsgemäße elektrische Maschine in einem elektrischen Achsantriebsstrang eines Kraftfahrzeugs verwendet wird.

Ein elektrischer Achsantriebsstrang eines Kraftfahrzeugs umfassend eine elektrische Maschine und ein Getriebe, wobei die elektrische Maschine und das Getriebe eine bauliche Einheit bilden. Diese bauliche Einheit wird gelegentlich auch als E-Achse bezeichnet.

Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass die elektrische Maschine und das Getriebe in einem gemeinsamen Antriebsstranggehäuse angeordnet sind. Alternativ wäre es natürlich auch möglich, dass die elektrische Maschine ein Motorgehäuse und das Getriebe ein Getriebegehäuse besitzt, wobei die bauliche Einheit dann über eine Fixierung des Getriebes gegenüber der elektrischen Maschine bewirkbar ist. Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens näher erläutert werden.

Es zeigen:

Figur 1 eine elektrische Maschine in einer schematischen Querschnittsdarstellung

Figur 2 ein schematisches Blockschaltbild des Rotors der elektrischen Maschine,

Figur 3 den Rotor in einer perspektivischen Teilschnittansicht,

Figur 4 den Rotor mit dem mechanischen Feldschwächungsmodul in seiner maximal verdrehten Stellung in einer perspektivischen Teilschnittansicht,

Figur 5 den Rotor in einer Explosionsansicht in einer verdrehten Stellung,

Figur 6 einen durch den mittigen ersten Rotorkörper und einen außenliegenden zweiten Rotorkörper verlaufenden Stufenschnitt in einer axialen Draufsicht des Rotors,

Figur 7 einen radial durch die Rollen des äußeren und inneren Kurvengetriebes verlaufenden Schnitt in einer Seitenansicht des Rotors, und

Figur 8 ein Kraftfahrzeug mit einem vollelektrischen und einem hybriden Antriebsstrang. Die Figur 1 zeigt eine elektrische Maschine 90, insbesondere für die Verwendung innerhalb eines Antriebsstrang 91 eines hybrid- oder vollelektrisch angetriebenen Kraftfahrzeugs 92, wie es exemplarisch in der Figur 8 gezeigt ist.

Die elektrische Maschine 90 umfassend einen Stator 2 und einen durch einen Luftspalt 93 vom Stator 2 getrennten Rotor 1 , welche in einem Motorgehäuse 94 aufgenommen sind, wobei der Rotor 1 wenigstens einen ersten Rotorkörper 3 mit einer ersten Gruppe von Permanentmagneten 6 und wenigstens zwei axial von dem ersten Rotorkörper 3 beabstandete und den ersten Rotorkörper 3 axial einfassende zweite Rotorkörper 4 mit jeweils einer zweiten Gruppe von Permanentmagneten 95 umfasst. Dies ist gut aus der Zusammenschau mit der Figur 4 erkennbar.

Koaxial innerhalb des ersten Rotorkörpers 3 und der beiden zweiten Rotorkörper 4 ist eine Rotorwelle 5 drehmomentübertragend mit dem ersten Rotorkörper 3 und den beiden zweiten Rotorkörpern 4 gekoppelt.

Die beiden zweiten Rotorkörper 4 sind entgegen der Wirkung einer Verdrehsteifigkeit 8 gegenüber dem ersten Rotorkörper 3 verdrehbar auf der Rotorwelle 5 gelagert.

Wie man beispielsweise anhand der Figur 3 gut erkennen kann, ist in den ersten Rotorkörper 3 und den beiden zweiten Rotorkörpern 4 des Rotors 1 ein eine Verdrehsteifigkeit 8 bereitstellendes mechanisches Feldschwächungsmodul 30 eingesetzt. Das mechanische Feldschwächungsmodul 30 weist ein drehfest mit den beiden zweiten Rotorkörpern 4 gekoppeltes Eingangsteil 14 und ein drehfest mit der Rotorwelle 5 gekoppeltes Ausgangsteil 15 auf, wobei das Eingangsteil 14 und das Ausgangsteil 15 entgegen der Wirkung einer Federeinrichtung 80, die mit dem Eingangsteil 14 unter Zwischenschaltung eines äußeren Kurvengetriebes 81 und mit dem Ausgangsteil 15 unter Zwischenschaltung eines inneren Kurvengetriebes 82 verbunden ist, gegeneinander verdehbar sind.

Die Federeinrichtung 8 ist in axialer Richtung zwischen den beiden Rotorkörpern 4 innerhalb des mechanischen Feldschwächungsmoduls 30 angeordnet ist. Figur 3 zeigt den aus Figur 1 bekannten Rotor 1 mit dem mechanischem Feldschwächungsmodul 30. Das mechanische Feldschwächungsmodul 30 umfasst die Scheiben 16, 16' des Eingangsteils 14, die Scheiben 18, 18' des Ausgangsteils 15, die Zwischenelemente 22, 22‘, 23, die Rollen 24, 24‘, 25 und die Druckfedern 8. Das mechanische Feldschwächungsmodul 30 bildet insbesondere zusammen mit der Rotorwelle 5 eine bauliche Einheit, die fertig montiert für die Einbringung in eine zweite bauliche Einheit bestehend aus den Rotorkörpern 3, 4 zur Verfügung steht. In der in der Figur 3 gezeigten unverdrehten Stellung - erkennbar an den sich mittig auf den Rollenbahnen befindenden Rollen 25 - sind die Magnete 6, 95 der axial benachbarten Rotorkörper 3,4 entgegengesetzt gepolt und das Magnetfeld zum Stator 2 hin ist geschwächt. Die Figur. 4 zeigt den Rotor 1 mit dem mechanischen Feldschwächungsmodul 30 in einer maximal verdrehten Stellung - erkennbar an den sich an den Rollenbahnenden befindenden Rollen 25 -, in der die Magnete 6,95 axial benachbarter Rotorkörper 3,4 gleichsinnig gepolt sind und das Magnetfeld zum Stator 2 hin seine volle Stärke erreicht.

Aus der Figur 5 ist ersichtlich, dass das Eingangsteil 14 des mechanischen Feldschwächungsmoduls 30 zwei axial voneinander beabstandete Scheiben 16, 16' umfasst, welche durch mindestens zwei über den Umfang der Scheiben 16,16' beabstandete, sich in axialer Richtung erstreckende Verbindungsstücke 17 miteinander verbunden sind. Das Ausgangsteil 15 des mechanischen Feldschwächungsmoduls 30 besitzt zwei axial voneinander beabstandete Scheiben 18, 18‘, welche durch mindestens zwei über den Umfang der Scheiben 18,18' beabstandete, sich in axialer Richtung erstreckende Verbindungsstücke 19 miteinander verbunden sind, wobei die Scheiben 18,18' des Ausgangsteils 15 axial nach innen oder außen versetzt neben den Scheiben 16, 16' des Eingangsteils 14 angeordnet sind.

Wie in der Figur 5 ferner dargestellt, weisen die axialen Verbindungsstücke 17 des Eingangsteils 14 eine Verzahnungsgeometrie zur formschlüssigen, drehmomentübertragenden Verbindung mit den beiden zweiten Rotorkörpern 4 und die axialen Verbindungsstücke 19 des Ausgangsteils 15 eine Verzahnungsgeometrie zur formschlüssigen, drehmomentübertragenden Verbindung mit dem ersten Rotorkörper 3 auf.

In der Figur 5 ist wegen der verbesserten Darstellbarkeit der erste Rotorkörper 3 nicht zwischen den beiden zweiten Rotorkörpern 4 dargestellt, jedoch mit dem strich-Punkt-Pfeil angedeutet, dass der erste Rotorkörper 3 axial zwischen den beiden Rotorkörpern 4 anzuordnen ist.

Figur 6 zeigt die Ausgestaltung der formschlüssigen Verbindungen aus der Figur 5 in einer Detailansicht. Man erkennt an der linken Abbildung der Figur 6 einen durch den mittigen ersten Rotorkörper 3 und einen außenliegenden zweiten Rotorkörper 4 verlaufenden Stufenschnitt, welcher in der mittigen Abbildung der Figur 6 als eine axiale Draufsicht auf den Rotor 1 wiedergegeben ist. Die zweiten Rotorkörper 4 sind über eine nach radial innen weisende Verzahnung und eine passende Gegenverzahnung der Verbindungsstücke 17 mit diesen und damit mit den Scheiben 16, 16' des Eingangsteils 14 verbunden (Detail A, Abbildung unten rechts). Der Rotorkörper 3 ist gleichfalls über eine nach radial innen weisende Verzahnung und eine passende Gegenverzahnung der Verbindungsstücke 19 mit diesen und damit mit den Scheiben 18, 18' des Ausgangsteils 16 verbunden (Detail B, Abbildung oben rechts).

Die Scheiben 16,16' des Eingangsteils 14 besitzen jeweils umfänglich verlaufende Rollenbahnen 20 für jeweils wenigstens eine Rolle 24,24' des äußeren Kurvengetriebes 81 und die Scheiben 18,18' des Ausgangsteils 15 jeweils umfänglich verlaufende Rollenbahnen 21 für jeweils wenigstens eine Rolle 25 des inneren Kurvengetriebes 82.

Im Drehmomentenfluss zwischen dem Eingangsteil 14 und dem Ausgangsteil 15 ist jeweils wenigstens ein Zwischenelement 13 angeordnet, an welchem Rollenbahnen 26 für die wenigstens eine Rolle 24,24' des äußeren Kurvengetriebes 81 und Rollenbahnen 27 für die wenigstens eine Rolle 25 des inneren Kurvengetriebes 82 ausgebildet sind, die zu den Rollenbahnen 20 im Eingangsteil 14 und den Rollenbahnen 21 im Ausgangsteil 15 komplementär sind, so dass wenigstens eine Zwischenelemente 13 auf einer definierten Bewegungsbahn zu dem Eingangsteil 14 und dem Ausgangsteil 15 geführt ist. Dies wird besonders gut aus der Zusammenschau von Figur 5 und Figur 7 ersichtlich.

In der Figur 5 und Figur 7 ist ferner gezeigt, dass das äußere Kurvengetriebe 81 wenigstens zwei separate Rollen 24,24' aufweist, die auf den Rollenbahnen 20 der Scheiben 16,16' des Eingangsteils 14 über den Umfang voneinander beabstandet laufen. Die Rolle 25 des inneren Kurvengetriebes 82, die auf den Rollenbahnen 27 der Scheiben 18, 18' des Ausgangsteils 15 läuft, ist axial durchgehend ausgeführt.

Die beiden Zwischenelemente 13 des mechanischen Feldschwächungsmoduls 30 umfassen je zwei kreisringsegmentartige Teile 22, 22‘, die jeweils über ein Verbindungsstück 23 axial beabstandet miteinander verbunden sind und an deren Umfang die Rollenbahnen 26, 27 ausgebildet sind, die zu den Rollenbahnen 20 im Eingangsteil 14 und den Rollenbahnen 21 im Ausgangsteil 15 komplementär sind und die Verbindungsstücke 23 mit der Federeinrichtung 80 gekoppelt sind, so dass die Federeinrichtung 80 bei Relativverdrehung der beiden ersten Rotorkörper 4 zur Rotorwelle 5 betätigt wird.

Die Funktionsweise der inneren und äußeren Kurvengetriebe 81 ,82 kann auch gut anhand von Figur 7 erkannt werden. Figur 7 zeigt einen radial durch die Rollen des äußeren (oben) und inneren (unten) Kurvengetriebes 81 ,82 verlaufenden Schnitt in einer Seitenansicht des Rotors 1. Die Scheiben 16, 16‘, 18, 18' des Ein- und des Ausgangsteils 14,15 befinden sich beidseits der Druckfedern 8 und die Scheiben 18, 18' des Ausgangsteils 15 axial innerhalb der Scheiben 16, 16' des Eingangsteils 14. Die Scheiben 16,16' des Eingangsteils 14 erhalten das Moment der Rotorsegmente 4 über die Verzahnung der Verbindungsstücke 17 und geben es über die Rollenbahnen 20, 26 und die separaten Rollen 24, 24' auf die kreissegmentartigen Teile 22, 22' der Zwischenelemente 13 weiter. Von dort geht es über die Rollenbahnen 21 , 27und die durchgehende Rolle 25 auf die Scheiben 18,18' des Ausgangsteils 15. Diese übertragen es die auf die Rotorwelle 5 zusammen mit dem Moment des Rotorsegments 3, das die Scheiben 18,18' des Ausgangsteils 15 über die Verzahnung der Verbindungsstücke 19 erhalten. Die Verbindungsstücke 23 besitzen kegelstumpfförmige Anformungen 28, über die die als eine Mehrzahl von Druckfedern ausgebildete Federeinrichtung 80 positioniert und zentriert wird.

Das Moment der in der gezeigten Ausführungsform als Radialflussmaschine konfigurierten elektrischen Maschine ist innerhalb des Rotors 1 von den Rotorkörpern 4 bzw. 3 über paarweise miteinander verbundene, an den beiden axialen Enden des Rotors 1 liegende Scheiben 16, 16' des Eingangsteils 14 und den Scheiben 18, 18' des Ausgangsteils 15 - beidseits an den Druckfedern 8 vorbei - auf die Rotorwelle 5 geführt. Durch die axialen Verbindungsstücke 17, 19 der Scheiben 16,16', 18, 18' können über deren axiale Erstreckung eine Vielzahl verdrehbarer bzw. drehfester Rotorkörper 3,4 zum Eingangsteil 14 bzw. Ausgangsteil 15 verbunden werden.

Figur 2 zeigt schematisch und in einer Art translatorischem Ersatzmodell, wie zur Darstellung einer mechanischen Feldschwächungseinrichtung 30 die Rotorkörper 3,

4 zum einen Teil drehfest (Rotorkörper 3) und zum anderen Teil gegen eine Verdrehsteifigkeit verdrehbar (Rotorkörper 4) zur Rotorwelle 5 prinzipiell verbunden sein können. Die Rotorkörper 3,4 und die Rotorwelle 5 drehen koaxial um die gemeinsame Drehachse 7. Das über die drehfest verbundenen Rotorkörper 3 eingetragene Moment M1 der elektrischen Maschine 90 wird über das Ausgangsteil 15 direkt auf die Rotorwelle 5 übertragen. Das über die verdrehbaren Rotorkörper 4 eingetragene Moment M2 der elektrischen Maschine 90 wird vom Eingangsteil 14 über die als Rollen ausgebildeten Wälzkörper 24,24' und die zugehörigen Bahnen 20,26 des äußeren Kurvengetriebes 81 auf die Zwischenelemente 13 und von dort über die als Rollen ausgebildeten Wälzkörper 25 und die zugehörigen Bahnen

’21 ,27 des inneren Kurvengetriebes 82 auf das Ausgangsteil 15, das zur Rotorwelle

5 verbundenen ist, übertragen. Die Verdrehungen in den Kurvengetrieben 81 ,82 addieren sich zur Gesamtverdrehung der Rotorkörper 4 gegenüber den drehfesten Rotorkörpern 3. Die Bewegungen der Zwischenelemente 13 federn die Verdrehsteifigkeit 8 ein und bewirken eine Gegenkraft F. Die Auslegung der Verdrehsteifigkeit 8 und die Gestalt der Rollenbahnen ’20,21 ,26,27 legen die Verstellkennlinie fest. Die Erfindung ist nicht auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsformen beschränkt. Die vorstehende Beschreibung ist daher nicht als beschränkend, sondern als erläuternd anzusehen. Die nachfolgenden Patentansprüche sind so zu verstehen, dass ein genanntes Merkmal in zumindest einer Ausführungsform der Erfindung vorhanden ist. Dies schließt die Anwesenheit weiterer Merkmale nicht aus. Sofern die Patentansprüche und die vorstehende Beschreibung 'erste' und 'zweite' Merkmal definieren, so dient diese Bezeichnung der Unterscheidung zweier gleichartiger Merkmale, ohne eine Rangfolge festzulegen.

Bezugszeichenliste

1 Rotor

2 Stator

3 erster Rotorkörper

4 zweiter Rotorkörper

5 Rotorwelle

6 Permanentmagneten

7 Drehachse

8 Verdrehsteifigkeit

13 Zwischenelement

14 Eingangsteil

15 Ausgangsteil

16 Scheibe

17 Verbindungsstück

18 Scheibe

19 Verbindungsstück

20 Rollenbahn

21 Rollenbahn

22 Teil

23 Verbindungsstück

24 Rolle

25 Rolle

26 Rollenbahn

27 Rollenbahn

28 Anformung

30 Feldschwächungsmodul

80 Federeinrichtung

81 Kurvengetriebe

82 Kurvengetriebe

90 elektrische Maschine

91 Antriebsstrang

92 Kraftfahrzeug Luftspalt Motorgehäuse Permanentmagnet