Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICAL CONNECTION PIECE AND ELECTRICAL CONNECTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/054231
Kind Code:
A1
Abstract:
An electrical connection piece for connecting two electrical conductors (11, 12) lying one above the other on different levels consists of an electroconductive, elastically resilient contact element (L) which is located between the two conductors (11, 12) and which provides the electrical connection between them. Said contact element lies against both conductors with a prestress, forming an electrical connection. The invention is characterised in that the contact element (L) has a lamellar-type configuration, in that the two contact surfaces that are provided for contacting the two conductors (11, 12), respectively, are offset in relation to a vertical projection to each other and in that the prestress of the contact element (10) that is exerted on the conductors (11, 12) through the contact surfaces is essentially a result of the elastic resilience of the contact element sections which extend between the contact surfaces.

Inventors:
HOFFMANN BERND (DE)
BENDICKS NORBERT (DE)
BOEBEL RALF (DE)
Application Number:
PCT/EP2000/013316
Publication Date:
July 26, 2001
Filing Date:
December 21, 2000
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
KOSTAL LEOPOLD GMBH & CO KG (DE)
HOFFMANN BERND (DE)
BENDICKS NORBERT (DE)
BOEBEL RALF (DE)
International Classes:
H01R4/48; H01R12/77; H01R12/78; H01R13/24; H05K3/36; (IPC1-7): H01R12/08
Foreign References:
US3307139A1967-02-28
US5040997A1991-08-20
US5482473A1996-01-09
US3613049A1971-10-12
US3017602A1962-01-16
US3941448A1976-03-02
US3829817A1974-08-13
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Elektrisches Verbindungsglied zum Verbinden von zwei, in unterschiedlichen Ebenen übereinander angeordneten elektrischen Leitern (4,5 ; 6,7 ; 11,12) bestehend aus einem zwischen den beiden Leitern (4,5 ; 6,7 ; 11,12) befindlichen und zum Erstellen der elektrischen Verbindung zwischen diesen dienenden, elektrisch leitenden und federelastisch ausgebildeten Kontaktglied (L ; L,L6), das unter Vorspannung stehend an beiden Leitern (4,5 ; 6,7 ; 11,12) in elektrisch leitender Verbindung anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied (L ; L,L6) lamellenartig ausgestaltet ist, daß zwei zum Kontaktieren jeweils eines unterschiedlichen Leiters (4,5 ; 6,7 ; 11,12) dienende Kontaktflächen (KF) versetzt bezogen auf eine lotrechte Projektion zueinander angeordnet sind und daß die über die Kontaktflächen (KF) auf die Leiter (4,5 ; 6,7 ; 11,12) wirkende Vorspannung des Kontaktgliedes (1,10) im wesentlichen aus der Federelastizität der sich zwischen den Kontaktflächen (KF) erstreckenden Kontaktgliedabschnitten (KA) resultiert.
2. Verbindungsglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied (L ; L1L6) jeweils mehrere einem jeden Leiter zugeordnete Kontaktflächen (KF) aufweist.
3. Verbindungsglied nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied (L) wellenförmig ausgebildet ist und die Scheitelbereiche die Kontaktflächen sind.
4. Verbindungsglied nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied (L1L6) als Kontaktflächen (KF) wechselweise zu den Leitern (4,5 ; 6,7) weisende Kontaktwülste (KO, KU) aufweist, die durch im wesentlichen parallel zu den zu kontaktierenden Leitern verlaufende Kontaktgliedabschnitte (KA) voneinander getrennt sind.
5. Verbindungsglied nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied (L) in einem Gehäuse (9) mit seinem einen Ende in einem Festlager (13) und mit seinen anderen Ende in einem Loslager gehalten ist und daß das geschlossene Verbindungsgehäuse (9) zum Aufbringen der benötigten auf die Kontaktflächen wirkenden Vorspannung dient.
6. Verbindungsglied nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zueinander mehrere Kontaktglieder (L ; L1 L6) zum Kontaktieren von parallel zueinander verlaufenden elektrischen Leitern in den beiden Ebenen angeordnet sind.
7. Elektrischer Verbinder mit einem Verbindungsglied nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein zweischaliges Gehäuse (9), dessen beide Schalen (14,15) verriegelbar miteinander angeordnet sind und in denen sich jeweils eine Kammer zur Aufnahme eines das oder die Kontaktglieder (L) tragenden Lagerbocks (2,13) befindet.
8. Verbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schalen (14,15) des Gehäuses (9) verschwenkbar zueinander angeordnet und durch ein Filmscharnier (16) miteinander verbunden sind.
9. Verbinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schalen (14,15) Rastmittel zu ihrer Verrastung miteinander tragen.
10. Verbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die zu kontaktierenden Leiter (11) der einen Ebene unter Ausbildung einer Uförmigen Umbiegung von dem Gehäuse (9) weggeführt sind.
11. Verbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß beim Verriegeln der beiden Schalen miteinander eine Relativbewegung der beiden Schalen zueinander in der Ebene der Leiter erfolgt, welche Bewegung in einer Relativbewegung zwischen dem Verbindungsglied und zumindest einem mit diesem kontaktierten elektrischen Leiter resultiert.
Description:
Elektrisches Verbindungsglied sowie elektrischer Verbinder Beschreibung Die Erfindung betrifft ein elektrisches Verbindungsglied zum Verbinden von zwei, in unterschiedlichen Ebenen übereinander angeordneten elektrischen Leitern bestehend aus einem zwischen den beiden Leitern befindlichen und zum Erstellen der elektrischen Verbindung zwischen diesen dienenden, elektrisch leitenden und federelastisch ausgebildeten Kontaktglied, das unter Vorspannung stehend an beiden Leitern in elektrisch leitender Verbindung anliegt. Ferner betrifft die Erfindung einen elektrischen Verbinder mit einem solchen Verbindungsglied.

Derartige Verbindungsglieder bzw. Verbinder werden zum 16freien Kontaktieren von Leiterplatten eingesetzt. Diese werden auch als Stapelstecker bezeichnet, da eine Kontaktierung von in unterschiedlichen Ebenen befindlichen elektrischen Geräten vorgesehen ist. Eine Kontaktierung von zwei in jeweils einer unterschiedlichen Ebene befindlichen elektrischen Leitern erfolgt nicht unmittelbar durch direktes Anliegen der beiden Leiter

aneinander, sondern durch Einsatz eines Kontaktgliedes, welches zur Gewährleistung einer bestimmungsgemäßen elektrischen Kontaktierung unter Vorspannung stehend sowohl an dem Leiter der einen Ebene als auch an dem Leiter der anderen Ebene anliegt. Als Kontaktglied dient ein Drahtknäuel, das in einem Isolierkörper gehalten ist und im nicht kontaktierenden Zustand zu beiden Seiten geringfügig über die Oberfläche des Isolierkörpers herausragt.

Durch Aufsetzen des Isolierkörpers mit dem Drahtknäuel auf einen unteren elektrischen Leiter, durch Auflegen des oberen elektrischen Leiters und durch anschließendes Verspannen der beiden Leiter gegeneinander wird das als Kontaktglied dienende Drahtknäuel komprimiert, so daß dieses aufgrund der Materialelastizität des eingesetzten Drahtes unter Vorspannung sowohl an dem Leiter der einen Ebene als auch an demjenigen der anderen Ebene anliegt. Um den Anforderungen hinsichtlich der elektrischen Leitfähigkeit, einer ausreichenden Stromübertragung sowie einer ausreichenden Materialelastizität zu genügen, werden vergoldete Molybdändrähte eingesetzt und in einem komplexen Fertigungsprozeß zu zylindrischen Drahtknäueln geformt. Ein durch Einsatz eines solchen Kontaktgliedes gebildeter Verbinder besteht somit aus drei Schichten, nämlich dem unteren elektrischen Leiter, dem Isolierkörper mit den eingesetzten Drahtknäueln und dem oberen elektrischen Leiter. Die Kontaktbereiche auf den beiden Leitern sind kreisförmig ausgebildet. Durch Anordnen von zahlreichen Drahtknäueln in dem Isolierkörper ist eine Kontaktierung von zahlreichen elektrischen Leitern möglich.

Das als Kontaktglied dienende Drahtknäuel ragt auf jeder Seite des Isolierkörpers um etwa 0,2 mm von der Oberfläche des isolierkörpers hervor.

Da zur Herbeiführung einer bestimmungsgemäßen elektrischen Kontaktierung zwischen einem Leiter und dem Drahtknäuel eine gewisse Vorspannung notwendig ist, sind die Anforderungen an die an den Isolierkörper anliegenden

elektrischen Leiter hinsichtlich ihrer Morphologie bezogen auf die Kontaktebene nicht unerheblich. Ein Toleranzausgleich ist bei diesem vorbekannten Stand der Technik nur untergeordnet möglich.

Nachteilig ist bei diesem vorbekannten Stand der Technik zudem, daß sich beim Anliegen eines Drahtknäuels an einem Leiter keine definierte, sondern nur eine zufällige Kontaktfläche ergibt. Insbesondere kann die Kontaktfläche bei der Kontaktierung des einen Leiters eine unterschiedliche sein als eine Kontaktierung bei dem anderen Leiter.

Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Verbindungsglied bereitzustellen, mit dem nicht nur ein flachere Aufbau sondern auch ein größerer Toleranzausgleich unter Bereitstellung einer definierten Kontaktfläche zwischen dem Kontaktglied und einem elektrischen Leiter möglich ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Kontaktglied lamellenartig ausgestaltet ist, daß zwei zum Kontaktieren jeweils eines unterschiedlichen Leiters dienende Kontaktflächen versetzt bezogen auf eine lotrechte Projektion zueinander angeordnet sind und daß die über die Kontaktflächen auf die Leiter wirkende Vorspannung des Kontaktgliedes im wesentlichen aus der Federelastizität der sich zwischen den Kontaktflächen erstreckenden Kontaktgliedabschnitten resultiert.

Ferner wird diese Aufgabe durch einen elektrischen Verbinder mit einem solchen Verbindungsglied gelöst, bei dem ein zweischaliges Gehäuse vorhanden ist, dessen beide Schalen verriegelbar miteinander angeordnet

sind und in denen sich jeweils eine Kammer zur Aufnahme eines das oder die Kontaktglieder tragenden Lagerblocks befindet.

Beim Gegenstand des erfindungsgemäßen Verbindungsgliedes ist ein Kontaktglied eingesetzt, dessen beide Kontaktflächen im Gegensatz zum vorbekannten Stand der Technik nicht einander lotrecht gegenüber liegend sondern bezogen auf diese Projektion versetzt zueinander angeordnet sind.

Die auf die Kontaktflächen des Kontaktgliedes wirkende Vorspannung wird im wesentlichen aus der Federelastizität derjenigen Abschnitte des Kontaktgliedes bereitgestellt, die zwei Kontaktflächen miteinander verbinden.

Damit befindet sich der zum Bereitstellen der benötigten, auf die Kontaktflächen des Kontaktgliedes wirkenden Vorspannung eingesetzte Energiespeicher im wesentlichen in einer Ebene etwa parallel zu den Ebenen der beiden zu kontaktierenden Leitern. Durch diese Ausbildung besteht die Möglichkeit, je nach Ausgestaltung das bzw. die Halteglieder zum Halten des Kontaktgliedes, das beim vorbekannten Stand der Technik durch den schichtig eingebrachten Isolierkörper realisiert ist, außerhalb des Aufbaus bestehend aus dem Leiter der ersten Ebene, dem Kontaktglied und dem Leiter der zweiten Ebene anzuordnen. Die sich aus dieser Anordnung ergebenden Vorteile resultieren darin, daß nicht nur die Höhe eines solchen Verbindungsgliedes und entsprechend auch die Höhe eines daraus gebildeten elektrischen Verbinders mit einem solchen Verbindungsglied sehr flach gehalten werden kann, sondern auch daraus, daß im wesentlichen die gesamte Höhe des Verbindungsgliedes für einen Toleranzausgleich herangezogen werden kann. Die Ausbildung des Kontaktgliedes nach Art einer Lamelle, beispielsweise als Blechstreifen ausgebildet, gewährleistet, daß die Kontaktfläche zwischen dem Kontaktglied und einem Leiter definiert und auch bei unterschiedlicher Vorspannung gleichbleibend ist.

Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß jedes Kontaktglied mehrere Kontaktflächen aufweist, mit denen das Kontaktglied an dem Leiter der einen Ebene sowie an dem Leiter der anderen Ebene anliegt.

In einer zweckmäßigen Reaiisierung eines solchen Ausführungsbeispiels ist das Kontaktglied wellenförmig aufgebaut, wobei die Außenseiten der Scheiteizonen die Kontaktflächen darstellen. In den die Scheiteizonen verbindenden Flanken des Kontaktgliedes ist diejenige Energie gespeichert, mit denen die Kontaktflächen an den jeweiligen Leitern anliegen.

Zweckmäßigerweise ist ein solches Kontaktglied innerhalb eines Gehäuses in einem Festlager gehalten, während das andere Ende des Kontaktgliedes in einem Loslager geführt ist.

Zur Kontaktierung von mehreren parallel zueinander in einer Ebene angeordneten Leitern können eine Vielzahl von parallel zueinander angeordneten Kontaktgliedern vorgesehen sein. Diese lassen sich beispielsweise in einfacher Weise durch einen Stanzvorgang und einen anschließenden Biegevorgang herstellen. Das Festlager kann beispielsweise durch einen Kunststoffblock gebildet sein. Das Loslager kann durch Trennstege angeformt an einem Gehäuse, in dem das Verbindungsglied aufgenommen ist, vorgesehen sein. In einer weiteren Ausgestaltung kann auch vorgesehen sein, daß die einzelnen Kontaktglieder an ihrem Loslager in einzelnen Kunststoffblöcken gehalten sind, wobei die Kunststoffblöcke durch Filmscharniere miteinander verbunden sind. Dadurch ist gewährleistet, daß die einzelnen Kontaktglieder unterschiedliche Toleranzen der durch die Kontaktglieder jeweils kontaktierten elektrischen Leiter ausgleichen können.

Weitere Ausgestaltungen und zweckmäßige Weiterbildungen sind Bestandteil weiterer Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung eines

Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen : Fig. 1 : Eine schematische dreidimensionale Darstellung eines Verbindungsgliedes mit mehreren Kontaktgliedern zum Kontaktieren von mehreren in unterschiedlichen Ebenen befindlichen elektrischen Leitern, Fig. 2 : In einer schematisierten Seitenansicht das Verbindungsglied der Figur 1 bei einer Kontaktierung einer Leiterplatte, Fig. 3 : In einer schematischen Darstellung das Verbindungsglied der Figur 1 bei einer Kontaktierung von zwei Flexleitern und Fig. 4 : Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Verbindungsgliedes eingesetzt in ein Gehäuse zum elektrischen Verbinden von zwei Flexleitern.

Ein Verbindungsglied 1 zum Verbinden von elektrischen Leitern, die in zwei unterschiedlichen Ebenen übereinander angeordnet sind, besteht aus einer Anzahl von als Kontaktgliedern dienenden Kontaktlamellen L,-L6. Die Kontaktlamellen L,-L6 sind identisch aufgebaut ; die weitere Beschreibung des Verbindungsgliedes 1 bezieht sich auf die Kontaktlamelle L, ; entsprechendes gilt für die weiteren Kontaktlamellen L2-L6. Die Kontaktlamelle L, besteht aus einem elektrisch leitenden, federelastischen Material, beispielsweise aus einem Blechstück einer CuBe-Legierung. Die Kontaktlamelle L, zeigt nach oben weisende sowie nach unten weisende Kontaktwülste Ko bzw. Ku, deren Scheiteizonen jeweils eine Kontaktfläche KF darstellt. Zwischen zwei Kontaktwülsten Ko und Ku befindet sich ein gerade verlaufender

Kontaktlamellenabschnitt KA, der bei unbelastetem Verbindungsglied 1 etwa parallel zur Ebene der beiden zu kontaktierenden elektrischen Leitern verläuft.

Die an den Leitern der einen Ebene anliegenden Kontaktflächen sind somit versetzt zu denjenigen anliegend an den Leitern der anderen Ebene angeordnet.

Die Kontaktlamellen L,-L6sind als Stanzgitter hergestellt, das in einem nachfolgenden Arbeitsschritt in die in den Figuren 1-3 gezeigte Konfiguration gebracht worden ist. Im Bereich des einen Endes der Kontaktlamellen L,-L6 bzw. des ursprünglichen Stanzgitters ist als Festlager ein Kunststoffblock 2 die Kontaktlamellen L,-L6aufnehmend umspritzt. Zum ordnungsgemäßen Positionieren der einzelnen Kontaktlamellen L,-L6 sind diese als Stanzgitter an ihrem einen Ende zunächst miteinander verbunden, wie dies in Figur 1 gestrichelt dargestellt ist. Nach Umspritzen des Stanzgitters mit dem Kunststoffblock 2 ist der gestrichelt gezeichnete Teil des ursprünglichen Stanzgitters entfernt worden, damit die einzelnen Kontaktlamellen L,-L6 elektrisch voneinander isoliert in dem Kunststoffblock 2 gehalten sind.

Figur 2 zeigt das Verbindungsglied 1 zum Kontaktieren von elektrischen Leitern, die im Bereich der gewünschten Kontaktierung parallel zueinander auf einer Leiterplatte 3 angeordnet sind mit einem Flexleiter 4. Der beispielhaft in dieser Figur durch die Kontaktlamelle L, kontaktierte elektrische Leiter ist mit dem Bezugszeichen 5 gekennzeichnet. Parallel zu diesem elektrischen Leiter 5 sind weitere elektrische Leiter 5 angeordnet, die durch die weiteren Kontaktlamellen L2-L6 in entsprechender Weise kontaktiert sind. Die Leiterplatte 3 dient als Widerlager für eine auf den Flexleiter 4 aufgebrachte Kraft, mit der der Flexleiter 4 zur Leiterplatte 3 hin entsprechend der in Figur 2 gezeigten Pfeilrichtung gedrückt wird. Diese Kraft kann beispielsweise durch eine Befestigungsplatte, die oberseitig mit der Leiterplatte 3 verschraubt wird,

bereitgestellt werden. Unter Einfluß dieser Kraft verformen sich die Kontaktlamellen L,-L6 des Verbindungsgliedes 1, so daß die Kontaktflächen KF unter einer gewissen Vorspannung stehend an den jeweiligen Leitern der Leiterplatte 3 bzw. des Flexleiters 4 anliegen. Diese Vorspannung wird in den Kontaktlamellen, insbesondere in den Kontaktlamellenabschnitten KA gespeichert. Die Ausbildung von mehreren Kontaktwülsten Ko bzw. Ku die jeweils auf einem Leiter anliegen, erhöht die Funktionssicherheit der elektrischen Verbindung, damit auch bei gegebenenfalls auftretenden Schwingungen eine einwandfreie elektrische Kontaktierung zwischen den elektrischen Leitern 4,5 jederzeit gegeben ist.

Aus dieser Figur wird deutlich, daß der Kunststoffblock 2 als Halteglied der Lamellen L,-L6 sich außerhalb der eigentlichen Kontaktierungszone befindet, so daß der mögliche Aufbau der Verbindung flach gehalten und bezüglich eines Toleranzausgleiches nicht durch das Lager, welches durch den Kunststoffblock 2 gebildet ist, beeinträchtigt ist.

Mit dem erfindungsgemäßen Verbindungsglied, dargestellt anhand des Verbindungsgliedes 1 können auch zwei Flexleiter 6,7 mit mehreren parallel zueinander angeordneten elektrischen Leitern miteinander verbunden werden.

Schematisiert ist dies in Figur 3 dargestellt, wobei der Flexleiter 7 unter Ausbildung einer U-förmigen Umbiegung 8 von dem Verbindungsteil 1 weggeführt ist. Eine solche Ausbildung ist dann zweckmäßig, wenn der herangeführte und der abgehende Flexleiter 6 bzw. 7 gleich orientiert mit derselben Seite nach oben weisend angeordnet werden sollen. Die notwendige, von außen aufzubringende Kraft zum Bereitstellen der benötigten Vorspannung wird beispielsweise durch ein in dieser Figur nicht dargestelltes Gehäuse, welches die in Figur 3 gezeigte Verbindungsstelle umschließt, bereitgestellt.

Ein solches Gehäuse 9 mit einem weiteren Verbindungsteil 10 ist in einem Längsschnitt zur elektrischen Verbindung von zwei weiteren Flexleitern 11,12 in Figur 4 gezeigt. Das Verbindungsglied 10 ist ähnlich aufgebaut wie das Verbindungsglied 1, wobei im Querschnitt die einzelnen Kontaktlamellen regelmäßig wellenförmig sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind jeweils drei Kontaktflächen zum Kontaktieren jeweils eines Leiters 11 bzw. 12 vorgesehen. Mit einem in dem Gehäuse 9 gehaltenen, als Lagerbock dienenden Kunststoffblock 13 sind die Kontaktlamellen L in jeweils einer Kammer der Schalen des Gehäuses 9 gehalten. Die beiden Gehäuseschalen des Gehäuses 9 sind in Figur 4 mit den Bezugszeichen 14,15 bezeichnet.

Beide Gehäuseschalen 14,15 sind durch ein Filmscharnier 16 miteinander verbunden, so daß die beiden Gehäuseschalen 14,15 gegeneinander verschwenkt werden können, um sowohl die beiden Flexleiter 11, 12-an den entsprechenden Stellen einseitig zuvor abisoliert-sowie das Verbindungsglied 10 einsetzen zu können. Außenseitig tragen die beiden Gehäuseschalen 14, 15 nicht dargestellte Rastmittel, durch die die Gehäuseschalen 14,15 in der in Figur 4 gezeigten geschlossenen Stellung gehalten sind.

Die freien, dem Kunststoffblock 13 gegenüber liegenden Enden der Kontaktlamellen L weisen jeweils einen individuellen Kunststoffblock 17 auf, die untereinander jeweils durch ein Filmscharnier verbunden sind. Auf diese Weise können die einzelnen, parallel nebeneinander liegenden Lamellen L unabhängig voneinander unterschiedlichen Toleranzen der jeweils kontaktierten elektrischen Leiter aufnehmen. Die Kunststoffblöcke 17 dienen insbesondere dazu, daß ein Verkippen der Kontaktlamellen L sowie eine gegenseitige Kontaktierung im Bereich der freien Enden verhindert ist.

Das Gehäuse 9 ist bei dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel zu seiner Abdichtung in ein Umgehäuse 18 eingesetzt, wobei eingangs-und ausgangsseitig Dichtungen 19,20 die Flexleiter 11 bzw. 12 gegenüber eindringender Feuchtigkeit abdichten.

Um eine Zugentlastung der in das Gehäuse 9 eingesetzten Flexleiter 11,12 zu erzielen, sind diese auf vorbekannte Art und Weise auf Zugentlastungszapfen aufgesetzt.

In einer in den Figuren nicht dargestellten Weiterbildung ist vorgesehen, daß beim Zusammenbringen der beiden Gehäuseschalen eine Relativbewegung der beiden Gehäuseschalen zueinander durchgeführt wird, um durch die dadurch bedingte Reibbewegung zwischen den Kontaktflächen des oder der Verbindungsglieder an der Oberfläche der Leiter in der einen und/oder in der anderen Ebene eine Selbstreinigung der Kontaktstellen herbeizuführen. Das oder die Verbindungsglieder können beispielsweise in einer Gehäuseschale gehalten sein, bei einem Einsatz des Verbinders zu Reparaturzwecken ist in dieser Gehäuseschale bereits der neue Leiter integriert. Die weitere Gehäuseschale weist schräg oder zum Teil parallel zur Ebene der Leiter angeordnete Führungsschlitze auf, in die Führungszapfen der anderen Gehäuseschale eingreifen. In dieser Gehäuseschale ist bei einem Einsatz dieses Verbinders zu Reparaturzwecken der ältere Flexleiter angeordnet, dessen elektrische Leiter beim Schließen der Gehäuseschalen zur Erstellung der gewünschten elektrischen Kontaktierung (nochmals) gereinigt werden.

Aus der Beschreibung der Erfindung wird deutlich, daß sich ein Einsatz des beanspruchten Verbindungsgliedes insbesondere auch dazu eignet, um bei Reparaturfällen zwei Flexleiter miteinander zu verbinden, da das Verbindungsglied auch einer robusten Handhabung in einem Reparaturbetrieb

Stand hält. Derartige Reparaturfälle sind beispielsweise notwendig, wenn die durch einen solchen Flexleiter kontaktierten elektrischen Aggregate, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug ausgefallen und ersetzt werden müssen. Dabei ist auch von Vorteil, daß durch Einsatz des Verbindungsgliedes derartige Verbindungsstellen extrem flachbauend vorgesehen sein können, so daß diese auch bei beengten Raumverhältnissen einsetzbar sind.

Zusammenstellung der Bezugszeichen 1Verbindungsglied 2 Kunststoffblock 3 Leiterplatte 4 Flexleiter 5 elektrischer Leiter 6 Flexleiter 7 Flexleiter 8 Umbiegung 9 Gehäuse 10 Verbindungsglied 11 Flexleiter<BR> 12 Flexleiter 13 Kunststoffblock 14 Gehäuseschale 15 Gehäuseschale 16 Filmscharnier 17 Kunststoffblock 18 Umgehäuse 19 Dichtung 20 Dichtung L Kontaktlamelle L,-L6 Kontaktlamelle Ko Kontaktwulst, oben Ku Kontaktwulst, unten KF Kontaktfläche KA Kontaktlamellenabschnitt