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Title:
ELECTRICAL CONNECTOR HAVING TOLERANCE COMPENSATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/220155
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrical connector (1.1) comprising - an outer conductor (2.0) designed as a sleeve (2), - an inner conductor (3.0), and - a dielectric (4.0) which is designed as a cylindrical dielectric body (4) and which has an inner bore for receiving the inner conductor (3.0), wherein - the sleeve (2) is designed with an axial retaining portion (2.1) and an axial compensation portion (2.2) which are connected via an axial bending portion (2.3), - the bending portion (2.3) has at least one slot (5.1) running on a peripheral line (L1) of the sleeve (2), the non-slotted region being designed as the connecting bar (5.0) connecting the retaining portion (2.1) to the compensation portion (2.2), and - the dielectric body (5) has a first dielectric partial body (4.1) located in the retaining portion (2.1) and a dielectric partial body (4.2) located in the connection portion (2.2), the dielectric partial bodies (4.1, 4.2) being positioned at a distance from one another in the sleeve (2).

Inventors:
SCHÄUBLE MARIUS (DE)
BAUMGÄRTNER ROLAND (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/064419
Publication Date:
December 06, 2018
Filing Date:
June 01, 2018
Export Citation:
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Assignee:
IMS CONNECTOR SYSTEMS GMBH (DE)
International Classes:
H01R12/91; H01R12/73; H01R24/50
Foreign References:
US5769652A1998-06-23
EP2780985A12014-09-24
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
WESTPHAL, WESTPHAL, MUSSGNUG & PARTNER, PATENTANWÄLTE MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

Elektrischer Steckverbinder (1.1) mit

- einem als Hülse (2) ausgebildeten Außenleiter (2.0),

- einem Innenleiter (3.0), und

- einem als zylinderförmigen Dielektrikumskörper (4) aus¬ gebildeten Dielektrikum (4.0) mit einer Innenbohrung zur Aufnahme des Innenleiters (3.0),

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- die Hülse (2) mit einem axialen Halteabschnitt (2.1) und einem axialen Ausgleichsabschnitt (2.2) ausgebildet ist, welche über einen axialen Biegeabschnitt (2.3) ver¬ bunden sind,

- der Biegeabschnitt (2.3) wenigstens einen auf einer Um- fangslinie (LI) der Hülse (2) verlaufenden Schlitz (5.1) aufweist, wobei der nichtgeschlitzte Bereich als den Hal¬ teabschnitt (2.1) mit dem Ausgleichsabschnitt (2.2) ver¬ bindender Verbindungssteg (5.0) ausgebildet ist,

und

- der Dielektrikumskörper (5) einen im Halteabschnitt (2.1) angeordneten ersten Dielektrikumsteilkörper (4.1) und einen im Verbindungsabschnitt (2.2) angeordneten zweiten Dielektrikumsteilkörper (4.2) aufweist, wobei die Dielektrikumsteilkörper (4.1, 4.2) beabstandet in der Hülse (2) angeordnet sind.

2. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass auf der Umfangslinie (LI) der Hülse (2) wenigstens zwei Schlitze (5.1, 5.2) hintereinander angeordnet sind.

3. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach Ansprüche 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

in axialer Richtung der Biegeabschnitt (2.3) mit wenigs¬ tens zwei Schlitzen (5.1, 6.1) ausgebildet ist, die ge¬ geneinander versetzt angeordnet sind.

4. Elektrischer Steckverbinder (1.1 nach einem der vorherge¬ henden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

der Verbindungssteg (5.0) mit einer der Breite des

Schlitzes (5.1) entsprechenden axialen Länge ausgebildet ist .

5. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach einem der vorher¬ gehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

der Innenleiter (3.0) im Übergangsbereich des ersten Die¬ lektrikumsteilkörpers (4.1) und des zweiten Dielektri¬ kumsteilkörpers (4.2) eine Querschnittsverjüngung (3.1) aufweist .

6. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach einem der vorher¬ gehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

der Durchmesser des Innenleiters (3.0) im Bereich des zweiten Dielektrikumsteilkörpers (4.2) mit einem kleine¬ ren Durchmesser im Vergleich zum Durchmesser der Innen¬ bohrung (4.20) des zweiten Dielektrikumsteilkörpers (4.2) ausgebildet ist. 7. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach einem der vorher¬ gehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

eine der benachbarten Stirnflächen (4.11) des ersten und zweiten Dielektrikumsteilkörpers (4.1, 4.2) eine Sack¬ lochbohrung (4.12) und die andere Stirnseite (4.21) eine hieran angepasste Kontur (4.22) aufweist. 8. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach einem der Ansprü¬ che 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

der Verbindungssteg (5.0) ausgehend von dem Halteab¬ schnitt (2.1) oder dem Ausgleichsabschnitt (2.2) mittels Freischnitte (5.01) in den Ausgleichsabschnitt (2.2) oder den Halteabschnitt (2.1) verlängert ist.

9. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Freischnitte (5.01) parallel in axialer Richtung ver¬ laufend angeordnet sind.

10. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach Anspruch 8 oder 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

der Verbindungssteg (5.0) eine nach innen weisende und in

Umfangsrichtung verlaufende Sicke (5.02) aufweist.

11. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach einem der Ansprü¬ che 8 bis 10,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

der zweite Dielektrikumsteilkörper (4.2) eine mit dem Verbindungssteg (5.0) kongruent und in axialer Richtung verlaufende Nut (4.23) mit einer mindestens der Höhe der Sicke (5.02) auf der Innenwandung (2.4) der Hülse (2) entsprechenden Tiefe aufweist.

Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach Anspruch 10 oder 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Sicke (5.02) als Dreieckssicke ausgebildet ist.

13. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach einem der vorher- gehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Halteabschnitt (2.1) der Hülse (2) an einer dem Bie¬ geabschnitt (2.3) gegenüberliegenden Stirnseite mit einem Verbindungsflansch (2.10) zur mechanischen und elektri- sehen Verbindung mit einer Leiterplatte (10) ausgebildet ist .

14. Elektrischer Steckverbinder (1) nach einem der vorherge¬ henden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Ausgleichsabschnitt (2.2) der Hülse (2) mit einer dem Biegeabschnitt (2.3) gegenüberliegenden Stirnseite mit einer Kontaktzone (2.20) zur elektrischen Verbindung mit einem Gegensteckverbinder (1.2) ausgebildet ist.

15. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach Anspruch 14,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Kontaktzone (2.20) des Ausgleichsabschnittes (2.2) eine umlaufende Sicke (2.21) aufweist, deren Sickengrund (2.22) zur Kontaktherstellung mit einem Außenleiter ( ) eines Gegensteckers (1.2) ausgebildet ist.

16. Elektrischer Steckverbinder (1.1) nach Anspruch 14 oder 15,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der zweite Dielektrikumsteilkörper (4.2) um die axiale Länge der Kontaktzone (2.20) verkürzt ausgebildet ist. Elektrische Steckverbinderanordnung (1) mit einem

elektrischen Steckverbinder (1.1) nach einem der vorher¬ gehenden Ansprüche und einem Gegensteckverbinder (1.2), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Gegensteckverbinder (1.2) umfasst:

- einen als Hülse (1.21) ausgebildeten Außenleiter

(1.210) mit einer Kontaktzone (1.22) zur Kontaktierung des Außenleiters (2.0) des Steckverbinders (1.1) und ei¬ nem Verbindungsflansch (2.23) zur mechanischen und elektrischen Verbindung mit einer Leiterplatte (11),

- einen Innenleiter (1.240) mit einer Sacklochbohrung (1.25) zur Aufnahme des Innenleiters (3.0) des elektri¬ schen Steckverbinders (1.1),

- ein als zylinderförmiger Dielektrikumskörper (1.26) ausgebildetes Dielektrikum (1.260) mit einer Innenbohrung (1.27) zur Aufnahme des Innenleiters (1.240).

Verwendung der elektrischen Steckverbinderanordnung nach Anspruch 17 zur elektrischen Verbindung von zwei Leiter¬ platten .

Description:
Elektrischer Steckverbinder mit Toleranzausgleich

Die Erfindung betrifft einen elektrischer Steckverbinder gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie eine Steckverbin- deranordnung mit einem erfindungsgemäßen elektrischen Steck ¬ verbinder und einem zugehörigen Gegensteckverbinder. Ferner betrifft die Erfindung eine Verwendung der Steckverbinderano ¬ rdnung zur elektrischen Verbindung von zwei Leiterplatten. Zur elektrischen Verbindung von benachbarten und parallel aus ¬ gerichteten Leiterplatten werden Steckverbinder verwendet, die an gegenüberliegenden Flächen der Leitplatten befestigt wer ¬ den. Solche als B2B (board-to-board) -Verbinder bezeichnete Steckverbinder bestehen aus drei Steckerteilen, nämlich zwei jeweils an der Leiterplatte befestigten Buchsen und einem

Adapter (auch als Bullet bezeichnet) , welcher an den beiden Enden jeweils als Stecker ausgebildet ist. Mit einem solchen Adapter lässt sich ein lateraler Achsversatz bezüglich den Längsachsen der beiden Buchsen ausgleichen, indem sich der Adapter schrägstellen lässt und dadurch eine Kontaktierung zu den beiden Buchsen wieder möglich ist. Als Nachteil solcher B2B-Steckverbinder lässt sich deren Dreiteiligkeit ansehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Steckverbinder der eingangs genannten Art anzugeben, mit wel ¬ chem eine B2B-Steckverbindung herstellbar ist. Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine Steckverbinderanordnung mit diesem elektrischen Steckverbinder anzugeben, mit welcher eine B2B- Verbindung realisierbar ist.

Die erstgenannte Aufgabe wird gelöst durch einen elektrischen Steckverbinder mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Ein solcher elektrischer Steckverbinder mit

- einem als Hülse ausgebildeten Außenleiter,

- einem Innenleiter, und

- einem als zylinderförmigen Dielektrikumskörper ausgebildeten Dielektrikum mit einer Innenbohrung zur Aufnahme des Innenlei ¬ ters,

zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass

- die Hülse mit einem axialen Halteabschnitt und einem axialen Ausgleichsabschnitt ausgebildet ist, welche über einen axialen Biegeabschnitt verbunden sind,

- der Biegeabschnitt wenigstens einen auf einer Umfangslinie der Hülse verlaufenden Schlitz aufweist, wobei der nichtge ¬ schlitzte Bereich als den Halteabschnitt mit dem Ausgleichsab ¬ schnitt verbindender Verbindungssteg ausgebildet ist, und - der Dielektrikumskörper einen im Halteabschnitt angeordneten ersten Dielektrikumsteilkörper und einen im Verbindungsab ¬ schnitt angeordneten zweiten Dielektrikumsteilkörper aufweist, wobei die Dielektrikumsteilkörper beabstandet in der Hülse an ¬ geordnet sind .

Mit einem solchen erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbin ¬ der, welcher zusammen mit einem Gegensteckverbinder eine B2B- Steckverbindung realisiert, ist der den lateralen Achsversatz kompensierende Toleranzausgleich in den elektrischen Steckver- binder mittels eines flexiblen Biegeabschnittes der Hülse in ¬ tegriert. Mittels dieses flexiblen Biegeabschnittes kann der Ausgleichsabschnitt gegenüber dem Halteabschnitt, welcher vor ¬ zugsweise mit einer Leiterplatte verbunden ist, aus der Rich ¬ tung der Längsachse der Hülse des Steckverbinders verschwenkt werden. Damit entfällt ein aus dem Stand der Technik bekannter Adapter, so dass zur Realisierung einer B2B-Steckverbindung lediglich zwei Komponenten erforderlich sind. Damit es möglich den Bestückungsprozess sowie die Verbindung der Leiterplatten zu automatisieren, da die beiden Komponenten der erfindungsgemäßen B2B-Steckverbindung als SMD-Bauteile ausgeführt werden können.

Zur Klarstellung der verwendeten Terminologie sei dabei darauf hingewiesen, dass eine Umfangslinie einer Hülse eine Linie ist, deren Punkte bei der Beschreibung des elektrischen Steck ¬ verbinders und/oder der Hülse in einem zylindrischen Koordina- tensystem, in dem die die axiale Richtung definierende Achse durch die Steckrichtung des elektrischen Steckverbinders vor ¬ gegeben wird, sämtlich dieselbe Koordinate auf dieser Achse aufweisen, so dass die Umfangslinie in einer Ebene, die senk ¬ recht zur Steckrichtung steht, liegt.

In einer Weiterbildung der Erfindung sind in Umfangsrichtung der Hülse wenigstens zwei Schlitze hintereinander angeordnet, wobei vorzugsweise in axialer Richtung der Biegeabschnitt mit wenigstens zwei Schlitzen ausgebildet ist, die gegeneinander versetzt angeordnet sind. Damit lässt sich ein ausreichender Biegeradius erzielen, mit welchem ein Achsversatz mit produk ¬ tionsüblichen Werten ausgeglichen werden kann.

Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Verbindungssteg mit einer der Breite des Schlitzes entsprechenden axialen Länge ausgebildet. Ein solcher Schlitz weist eine axiale Breite auf, so dass die gegenüberliegenden Stirnseiten des Halteabschnittes und des Ausgleichsabschnittes beabstandet sind und daher auch der Verbindungssteg eine der axialen Breite des Schlitzes entsprechende axiale Länge auf ¬ weisen, wodurch die erforderliche Biegeelastizität im Bereich des Biegeabschnittes sichergestellt wird. Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Innenleiter im Übergangsbereich des ersten Die ¬ lektrikumsteilkörpers und des zweiten Dielektrikumsteilkörpers eine Querschnittsverjüngung aufweist. Hierdurch wird auch dem Innenleiter im Bereich des Biegeabschnittes der Hülse die er ¬ forderliche Biegeelastizität gegeben.

Eine weitere Verbesserung der Biegeelastizität im Bereich des Biegeabschnittes wird dadurch sichergestellt, dass der Durch- messer des Innenleiters im Bereich des zweiten Dielektrikums ¬ teilkörpers mit einem kleineren Durchmesser im Vergleich zum Durchmesser der Innenbohrung des zweiten Dielektrikums ¬ teilkörpers ausgebildet ist. Um die Dielektrikumseigenschaft des Dielektrikums des erfin ¬ dungsgemäßen Steckverbinders sicherzustellen, weist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung eine der benachbarten Stirnflächen des ersten und zweiten Dielektrikumsteilkörpers eine Sacklochbohrung und die andere Stirnseite eine hieran an- gepasste Kontur auf.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Verbindungssteg ausgehend von dem Halteabschnitt oder dem Ausgleichsabschnitt mittels Freischnitten in den Aus- gleichsabschnitt oder den Halteabschnitt verlängert ist, wobei die Freischnitte vorzugsweise parallel in axialer Richtung verlaufend angeordnet sind. Mit solchen Freischnitten wird ei ¬ ne ausreichende Länge des Verbindungssteges bzw. der Verbin ¬ dungsstege zur Realisierung der erforderlichen Biegeelastizi- tät im Bereich des Biegeabschnittes sichergestellt.

Eine weitere Verbesserung der Biegeelastizität im Bereich des Biegeabschnittes wird weiterbildungsgemäß dadurch erreicht, dass der Verbindungssteg eine nach innen weisende und in Um- fangsrichtung verlaufende Sicke aufweist.

Mit einer solchen Sicke im Verbindungssteg wird der zweite Dielektrikumsteilkörper mit einer in axialer Richtung verlau ¬ fenden Nut ausgebildet, die kongruent mit dem Verbindungssteg zur Aufnahme von dessen Sicke verläuft und daher mit einer mindestens der Höhe der Sicke auf der Innenwandung der Hülse entsprechenden Tiefe ausgeführt ist. Vorzugsweise ist die Si ¬ cke als Dreieckssicke ausgebildet. Damit wird mit diesen si- ckenartigen Verbindungsstegen bei einem Verschwenken des Aus ¬ gleichsabschnittes gegenüber dem Halteabschnitt ein Längenaus gleich bewirkt. Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Halteabschnitt der Hülse an einer dem Biegeabschnitt gegenüberliegenden Stirnseite mit einem Verbindungsflansch zur mechanischen und elektrischen Verbindung mit einer Leiterplat ¬ te ausgebildet. Damit kann die Hülse des erfindungsgemäßen Steckverbinders als SMD-Bauteil eingesetzt werden.

Weiterbildungsgemäß ist es vorgesehen, dass der Ausgleichsab ¬ schnitt der Hülse mit einer dem Biegeabschnitt gegenüberlie ¬ genden Stirnseite mit einer Kontaktzone zur elektrischen Kon- taktierung mit einem Gegensteckverbinder ausgebildet ist.

Hierbei weist die Kontaktzone des Ausgleichsabschnittes vor ¬ zugsweise eine umlaufende Sicke auf, deren Sickengrund zur Kontaktherstellung mit einem Außenleiter eines Gegensteckers ausgebildet ist. Vorzugsweise ist der zweite Dielektri- kumsteilkorper um die axiale Länge der Kontaktzone verkürzt ausgebildet, damit die Hülse im Bereich der Kontaktzone als Buchse die Kontaktzone eines Gegensteckverbinders aufnehmen kann . Die zweitgenannte Aufgabe wird gelöst durch eine elektrische Steckverbinderanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 17. Eine solche elektrische Steckverbinderanordnung mit einem er ¬ findungsgemäßen elektrischen Steckverbinder und einem Gegen ¬ steckverbinder zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass der Gegensteckverbinder umfasst:

- einen als Hülse ausgebildeten Außenleiter mit einer Kontakt- zone zur Kontaktierung des Außenleiters des Steckverbinders und einem Verbindungsflansch zur mechanischen elektrischen Verbindung mit einer Leiterplatte,

- einen Innenleiter mit einer Sacklochbohrung zur Aufnahme des Innenleiters des elektrischen Steckverbinders,

- ein als zylinderförmiger Dielektrikumskörper ausgebildetes

Dielektrikum mit einer Innenbohrung zur Aufnahme des Innenlei ¬ ters .

Eine solche elektrische Steckverbinderanordnung ist geeignet zur Verwendung als B2B-Steckverbinder zur Verbindung von zwei parallel angeordneten Leiterplatten, bei welchen ein lateraler Achsversatz zwischen dem elektrischen Steckverbinder und dem zugehörigen Gegensteckverbinder mittels des Biegeabschnittes des erfindungsgemäßen Steckverbinders ausgeglichen wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie ¬ len unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren ausführlich beschrieben. Es zeigen: Figur 1 eine Außenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders, Figur 2 eine axiale Schnittdarstellung des elektrischen

Steckverbinders nach Figur 1,

Figur 3 eine Außenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders,

Figur 4 eine axiale Schnittdarstellung des elektrischen

Steckverbinders nach Figur 3, Figur 5 eine Schnittansicht des Schnittes A-A nach Figur 3,

Figur 6 eine axiale Schnittdarstellung des Gegensteckverbin ¬ ders nach Figur 5, Figur 7 eine axiale Schnittdarstellung einer erfindungsgemä ¬ ßen Steckverbinderanordnung aus einem Steckverbinder gemäß Figur 1 und einem Gegensteckverbinder gemäß Fi ¬ gur 6 , Figur 8 eine axiale Schnittdarstellung gemäß Figur 7 mit ei ¬ nem lateralen Achsversatz,

Figur 9 eine Außenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders,

Figur 10 eine Außenansicht eines Gegensteckverbinders für den elektrischen Steckverbinder aus Figur 9, und

Figur 11 eine Außenansicht einer zweiten erfindungsgemäßen

Steckverbinderanordnung aus einem Steckverbinder ge ¬ mäß Figur 9 und einem Gegensteckverbinder gemäß Figur 10. Die Figuren 1 und 2 zeigen einen elektrischen Steckverbinder 1.1, welcher zusammen mit einem zugehörigen Gegensteckverbin ¬ der 1.2 gemäß den Figuren 5 und 6 eine Steckverbinderanordnung 1 als B2B-Verbinder zwei Leiterplatten 10 und 11 elektrisch miteinander verbindet (vgl. Figur 7) . Hierzu wird gemäß Figur 7 der elektrische Steckverbinder 1.1 über einen Verbindungs ¬ flansch 2.10 mechanisch und elektrisch mit der Leiterplatte 10 und der Gegensteckverbinder 1.2 über einen Verbindungsflansch 1.23 mit der anderen Leiterplatte 11 mechanisch und elektrisch verbunden.

Diese Steckverbinderanordnung 1 weist die Eigenschaft auf, dass bei einem lateralen Versatz oder Winkelversatz der mit den Leiterplatten 10 und 11 mechanisch verbundenen Steckver- binder 1.1 und 1.2 hinsichtlich ihrer Symmetrieachsen AI und A2 (vgl. Figur 8) ein Toleranzausgleich dieses Versatzes mit ¬ tels des elektrischen Steckverbinders 1.1 ermöglicht wird. Ge ¬ genüber der Steckverbinderanordnung 1 nach Figur 7, bei wel ¬ cher die beiden Symmetrieachsen AI und A2 miteinander fluch- ten, weist die Steckverbinderanordnung 1 nach Figur 8 einen Winkelversatz der Größe s auf. Dieser Winkelversatz s, also ein Verkippen der beiden Steckverbinder 1.1 und 1.2 zueinan ¬ der, wird mittels eines Biegeabschnittes 2.3 bzw. einer Biege ¬ zone des elektrischen Steckverbinders 2.1 der Steckverbinder- anordnung 1 ausgeglichen. Diese Ausgleichs- oder Toleranzfunk ¬ tion des elektrischen Steckverbinders 1.1 wird nachfolgend er ¬ läutert .

Gemäß den Figuren 1 und 2 umfasst der elektrische Steckverbin- der 1.1 eine Hülse 2 als Außenleiter 2.0, einen Innenleiter- stift 3 als Innenleiter 3.0 sowie einen den Raum zwischen dem Innenleiter 3.0 und dem Außenleiter 2.0 ausfüllenden Dielekt ¬ rikum 4.0, welches als zylinderförmiger Dielektrikumskörper 4 2-teilig aus einem ersten Dielektrikumsteilkörper 4.1 und ei ¬ nem zweiten Dielektrikumsteilkörper 4.2 aufgebaut ist.

Die Hülse 2 des elektrischen Steckverbinders 1.1 besteht aus drei axialen Abschnitten, nämlich einem axialen Halteabschnitt 2.1 und einem axialen Ausgleichsabschnitt 2.2, die über den bereits oben erwähnten axialen Biegeabschnitt 2.3 mechanisch verbunden sind. An der freien Stirnseite des Halteabschnittes 2.1 ist ein Verbindungsflansch 2.10 angeformt, indem der Rand- bereich dieser Stirnseite trichterförmig nach außen aufgewei ¬ tet ist und dadurch eine Anlagefläche zur Anlage an die Lei ¬ terplatte 10 und zur mechanischen Verbindung mit derselben entsteht. Ferner ist dieser Verbindungsflansch 2.10 mit Radi ¬ alschlitzen 2.11 versehen. Auf der gegenüberliegenden Stirn- seite der Hülse 2 endet der Ausgleichsabschnitt 2.2 in einer Kontaktzone 2.20 zur elektrischen Kontaktierung des Außenlei ¬ ters 2.0 bzw. des Innenleiters 3.0 mit einem Außenleiter 1.210 bzw. einem Innenleiter 1.240 des Gegensteckverbinders 1.2 (vgl . Figur 7 ) .

Im Bereich des Biegeabschnittes 2.3 verlaufen zwei in axialer Richtung benachbarte Umfangslinien LI und L2. Wie schon durch die Bezeichnung „Umfangslinie" nahegelegt ist, ist die Axial ¬ koordinate aller Punkte auf einer gegebenen Umfangslinie stets identisch; die Umfangslinien LI und L2 liegen also jeweils in einer nicht dargestellten Ebene, auf der die Axialrichtung senkrecht steht .

Auf der Umfangslinie LI sind zwei Schlitze 5.1 und 5.2 ange- ordnet, zwischen denen jeweils ungeschlitzten Bereiche auf der Umfangslinie LI liegen und jeweils einen ringsegmentartigen Verbindungssteg 5.0 bilden. Auf der weiteren Umfangslinie L2 befinden sich ebenso zwei Schlitze 6.1 und 6.2 mit zwischen diesen Schlitzen 6.1 und 6.2 auf der Umfangslinie L2 liegenden ungeschlitzten Bereichen als weitere ringsegmentartige Verbin ¬ dungsstege 6.0. Die auf der Umfangslinie L2 liegenden Schlitze 6.1 und 6.2 sind gegenüber den auf der Umfangslinie LI liegen- den Schlitze 5.1 und 5.2 gegeneinander versetzt angeordnet, so dass die Verbindungsstege 5.0 und 6.0 nicht axial miteinander fluchten .

Der Abstand a der beiden Umfangslinien LI und L2 ist gegenüber der axialen Länge L des elektrischen Steckverbinders 1.1 klein. Die Schlitze 5.1, 5.2, 6.1 und 6.2 weisen eine Breite b auf, die beispielsweise in der Größenordnung mm liegen kann. Die axiale Länge der Verbindungsstege 5.0 und 6.0 entsprechen daher der Breite b der Schlitze 5.1, 5.2, 6.1 und 6.2. Die be- nachbarte Lage der beiden Umfangslinien LI und L2 führt zu ei ¬ ner Ausbildung eines ringförmigen Bereiches 7 zwischen Schlit ¬ zen 5.1 und 5.2 auf der Umfangslinie LI und den Schlitzen 6.1 und 6.2 auf der Umfangslinie L2. Die beiden Abschnitte der Hülse 2, der Halteabschnitt 2.1 und der Ausgleichsabschnitt 2.2, sind über diesen ringförmigen Bereich 7 sowie einerseits über die Verbindungsstege 5.0 und andererseits über die Ver ¬ bindungsstege 6.0 verbunden.

Mit einem solchen Biegeabschnitt 2.3 der Hülse 2 wird eine ge- lenkartige Eigenschaft erzielt, so dass der Ausgleichsab ¬ schnitt 2.2 gegenüber dem Halteabschnitt 2.1 abgewinkelt wer ¬ den kann. Diese elastische Biegeeigenschaft ist auch für das Dielektrikum 4.0 sowie den Innenleiter 3.0 sicherzustellen. Die entsprechende Biegeelastizität für das Dielektrikum 4.0 wird dadurch erreicht, dass der Dielektrikumskörper 4 2-teilig aus einem im Halteabschnitt 2.1 angeordneten ersten Dielektri- kumsteilkörper 4.1 und einem im Ausgleichsabschnitt 2.2 ange ¬ ordneten zweiten Dielektrikumsteilkörper 4.2 hergestellt ist.

Diese beiden Dielektrikumsteilkörper 4.1 und 4.2 sind mittels eines von benachbarten Stirnseiten 4.11 und 4.21 gebildeten Spaltes 4.3 beabstandet in der Hülse 2 angeordnet, wobei der Spalt 4.3 ausgehend von der Umfangsflache der beiden Dielekt ¬ rikumsteilkörper 4.1 und 4.2 mit dem ringförmigen Bereich 7 des Biegeabschnittes 2.3 fluchtet.

Die beiden Stirnseiten 4.11 und 4.21 der beiden Dielektri ¬ kumsteilkörper 4.1 und 4.2 sind mit aneinander angepassten Konturen ausgebildet. Die Stirnseite 4.11 des ersten Dielekt ¬ rikumsteilkörpers 4.1 weist eine zentrische Sacklochbohrung 4.12 auf, an die die Stirnseite 4.21 mit einem zylinderförmi ¬ gen Fortsatz 4.22, der in die Sacklochbohrung 4.12 eintaucht, angepasst ist. Der Durchmesser des Vorsatzes 4.22 ist kleiner als der Durchmesser der Sacklochbohrung 4.12, so dass sich der Spalt 4.3 ausgehend von der Umfangsflache der beiden Dielekt- rikumsteilkörper 4.1 und 4.2 über einen radialen Abstand zwi ¬ schen dem Fortsatz 4.22 und der Umfangsflache der Sacklochboh ¬ rung 4.12 labyrinthartig bis zum Innenleiter 3.0 fortsetzt.

Der Innenleiter 3.0 als Innenleiterstift 3 wird in einer In- nenbohrung 4.10 des Halteabschnittes 2.1 und einer Innenboh ¬ rung 4.20 des Ausgleichsabschnittes 2.2 gelagert, wobei im Be ¬ reich des Nutgrundes der Sacklochbohrung 4.12 auf der Stirn ¬ seite 4.11 des Halteabschnittes 2.1 der Innenleiterstift 3 ei ¬ ne Querschnittsverjüngung 3.1 in Form einer umlaufenden Nut 3.10 mit rechteckförmigem Querschnitt aufweist, wobei diese Nut 3.10 sich bis in den Fortsatz 4.22 erstreckt. In dem der Nut 3.10 in Richtung des Ausgleichsabschnittes 2.2 folgenden Bereich weist der Innenleiterstift 3 einen Durchmesser d auf, der geringfügig kleiner ist als der Durchmesser D der Sack ¬ lochbohrung 4.20 des zweiten Dielektrikumsteilkörpers 4.2.

Mit einem derart ausgebildeten Innenleiterstift 3 wird zusam- men mit dem 2-teiligen Dielektrikumskörper 4 und dem Biegeab ¬ schnitt 2.3 der Hülse 2 die für einen Ausgleich eines latera ¬ len Achsversatzes hinsichtlich der Symmetrieachsen AI und A2 des elektrischen Steckverbinders 1.1 und des Gegensteckverbin ¬ ders 1.2 erforderliche Biegeelastizität des Steckverbinders 1.1 erreicht .

Der für die Steckverbinderanordnung 1 gemäß den Figuren 7 und 8 verwendete Gegensteckverbinder 1.2 ist in hierzu Seite 14 Figur 6 dargestellt und umfasst eine Hülse 1.21 als Außenlei- ter 1.210, in welcher ein Innenleiterstift 1.24 als Innenlei ¬ ter 1.240 und ein zylinderförmiger Dielektrikumskörper 1.26 als Dielektrikum 1.260 angeordnet ist.

Der Gegensteckverbinder 1.2 weist an einem Ende eine Kontakt- zone 1.22 auf, die von der Hülse 1.21 mittels eines nach außeb abgesetzten Fortsatzes gebildet wird. Am anderen Ende des Ge ¬ gensteckverbinders 1.2 wird von der Hülse 1.21 ein Verbin ¬ dungsflansch 1.23, in dem der Randbereich der Hülse 1.21 trichterförmig unter Bildung einer Anlagefläche zur Anlage an die Leiterplatte 11 sowie zur mechanischen Verbindung mit der ¬ selben aufgeweitet ist. Ferner ist dieser Verbindungsflansch 1.23 mit Radialschlitzen 1.230 versehen.

Zwischen diesem Verbindungsflansch 1.23 und der Kontaktzone 1.22 befindet sich der Dielektrikumskörper 1.26 mit einer In ¬ nenbohrung 1.27 zur Aufnahme des Innenleiterstiftes 1.24. Die ¬ ser Innenleiterstift 1.24 weist an seinem in die Kontaktzone 1.22 ragenden Ende eine geschlitzte und trichterförmig aufge- weitete Sacklochbohrung 1.25 zur Aufnahme des Innenleiterstif- tes 3 des elektrischen Steckverbinders 1.1 auf.

Der elektrische Steckverbinder 1.1 gemäß den Figuren 1 und 2 kann auch mit mehr als zwei Schlitzen 5.1 und 5.2 auf einer Umfangslinie LI ausgeführt werden. Zudem ist es auch möglich, anstelle von zwei in axialer Richtung benachbart vorgesehenen Umfangslinien LI und L2 nur eine Umfangslinie LI oder mehr als zwei Umfangslinien vorzusehen.

Die Steckverbindung zwischen dem elektrischen Steckverbinders 1.1 und dem Gegensteckverbinder 1.2 erfolgt gemäß Figur 7 über die als Buchse ausgebildete Kontaktzone 2.20 des Steckverbin ¬ ders 1.1 und der als Stecker ausgebildeten Kontaktzone 1.22 des Gegensteckverbinders 1.2.

Die Kontaktzone 2.20 des Ausgleichsabschnittes 2.2 der Hülse 2 des Steckverbinders 1.1 weist eine in Umfangsrichtung verlau ¬ fende und nach innen weisende Sicke 2.21 auf, mit der die Stirnseite des Ausgleichsabschnittes 2.2 trichterförmig aufge ¬ weitet wird. Zur Erzielung einer federnden Eigenschaft sind in dieser Kontaktzone 2.20 axial verlaufende Schlitze 2.22 vorge ¬ sehen. Der zweite Dielektrikumsteilkörper 4.2 endet vor dieser Kontaktzone 2.20, wobei der Innenleiterstift 3 in diese Kon- taktzone 2.20 ragt.

Zum elektrischen Verbinden des elektrischen Steckverbinders 1.1 mit dem Gegensteckverbinder 1.2 wird der Kontaktabschnitt 1.22 des Gegensteckverbinders 1.2 die von der Kontaktzone 2.20 der Hülse 2 gebildeten Buchse eingeschoben, so dass der Nut ¬ grund der Sicke 2.21 an der Umfangsfläche der Kontaktzone 1.22 der Hülse 1.21 unter Bildung eines elektrischen Kontaktes an ¬ liegt und gleichzeitig das Ende des Innenleiterstiftes 3 des elektrischen Steckverbinders 1.1 in die Sacklochbohrung 1.25 des Innenleiterstiftes 1.24 des Gegensteckverbinders 1.2 unter Bildung eines elektrischen Kontaktes eingeführt wird, wie dies aus Figur 7 ersichtlich ist.

Anstelle des elektrischen Steckverbinders 1.1 gemäß den Figu ¬ ren 1 und 2 kann zur Herstellung einer Steckverbindung 1 gemäß den Figuren 7 und 8 auch ein elektrischer Steckverbinder 1.1 gemäß den Figuren 3 und 4 eingesetzt werden.

Auch dieser Steckverbinder 1.1 gemäß den Figuren 3 und 4 weist neben einem Halteabschnitt 2.1 und einem Ausgleichsabschnitt 2.2 einen Biegeabschnitt 2.3 auf, mit welchem in einer Steck ¬ verbindung mit einem in Figur 6 dargestellten Gegensteckver- binder 1.2 ebenso ein Ausgleich eines lateralen Versatzes oder Winkelversatzes der Symmetrieachsen AI und A2 der mit den Lei ¬ terplatten 10 bzw. 11 verbundenen Steckverbinder 1.1 und 1.2 entsprechend der Darstellung nach Figur 8 ermöglicht wird. Gemäß den Figuren 3 und 4 umfasst der elektrische Steckverbin ¬ der 1.1 eine Hülse 2 als Außenleiter 2.0, einen Innenleiter- stift 3 als Innenleiter 3.0 sowie einen den Raum zwischen dem Innenleiter 3.0 und dem Außenleiter 2.0 ausfüllenden Dielekt ¬ rikum 4.0, welches als zylinderförmiger Dielektrikumskörper 4 2-teilig aus einem ersten Dielektrikumsteilkörper 4.1 und ei ¬ nem zweiten Dielektrikumsteilkörper 4.2 aufgebaut ist.

Die Hülse 2 des elektrischen Steckverbinders 1.1 gemäß den Fi ¬ guren 3 und 4 besteht aus drei axialen Abschnitten, nämlich dem axialen Halteabschnitt 2.1 und dem axialen Ausgleichsab ¬ schnitt 2.2, die über den bereits oben erwähnten axialen Bie ¬ geabschnitt 2.3 mechanisch verbunden sind. An der freien

Stirnseite des Halteabschnittes 2.1 ist ein Verbindungsflansch 2.10 angeformt, indem der Randbereich dieser Stirnseite trich ¬ terförmig nach außen aufgeweitet ist und dadurch eine Anlage ¬ fläche zur Anlage an die Leiterplatte 10 und zur mechanischen Verbindung mit derselben entsteht. Ferner ist dieser Verbin- dungsflansch 2.10 mit Radialschlitzen 2.11 versehen. Auf der gegenüberliegenden Stirnseite der Hülse 2 endet der Aus ¬ gleichsabschnitt 2.2 in einer Kontaktzone 2.20 zur elektri ¬ schen Kontaktierung des Außenleiters 2.0 bzw. des Innenleiters 3.0 mit einem Außenleiter 1.210 bzw. einem Innenleiter 1.240 des Gegensteckverbinders 1.2 gemäß den Figuren 5 und 6. Diese Kontaktzone 2.20 entspricht in ihrer Ausführung derjenigen des elektrischen Steckverbinders 1.1 gemäß den Figuren 1 und 2.

Im Bereich des Biegeabschnittes 2.3 verläuft eine Umfangslinie LI mit drei nur wenige Millimeter schmalen Schlitzen 5.1, 5.2 und 5.3, zwischen denen jeweils ungeschlitzte Bereiche auf der Umfangslinie LI liegen und jeweils Verbindungsstege 5.0 bil ¬ den. Diese Schlitze 5.1, 5.2 und 5.3 sind gleichmäßig auf dem Umfang der Hülse 2 verteilt und weisen daher jeweils den glei- chen Mittelpunktswinkel auf.

Diese Verbindungsstege 5.0 sind ausgehend von dem Halteab ¬ schnitt 2.1 der Hülse 2 mittels axial und parallel verlaufen ¬ den Freischnitten 5.01 stegartig in die Mantelfläche des Aus- gleichsabschnittes 2.2 der Hülse 2 verlängert, wobei diese

Verbindungsstege 5.0 mit einer in Umfangsrichtung verlaufenden und nach innen weisenden Sicke 5.02 ausgebildet sind. Mittels diesen mit jeweils einer dreiecksförmigen Sicke 5.02 ausgebil ¬ deten Verbindungsstegen 5.0 lässt sich eine Schwenkbewegung des Ausgleichsabschnittes 2.2 gegenüber dem Halteabschnitt 2.1 realisieren, indem ein elastischer Längenausgleich über diese sickenformig ausgebildeten Verbindungsstege 5.0 ermöglicht wird . Um eine Biegeelastizität dieses elektrischen Steckverbinders 1.1 im Bereich des Biegeabschnittes 2.3 zu ermöglichen, ist entsprechend der Ausführung nach den Figuren 1 und 2 auch bei diesem Steckverbinder 1.1 gemäß den Figuren 3 und 4 ein 2- teiliger Dielektrikumskörper 4 vorgesehen, der einen in dem Halteabschnitt 2.1 angeordneten ersten Dielektrikumsteilkörper 4.1 und einen in dem Ausgleichsabschnitt 2.2 angeordneten zweiten Dielektrikumsteilkörper 4.2 umfasst. Der erste Die- lektrikumsteilkörper 4.1 endet in der durch die Umfangslinie LI definierten Radialebene mit einer Stirnseite 4.11. Hierzu beabstandet mit einem Abstand c beginnt der zweite Dielektri ¬ kumsteilkörper 4.2 mit einer Stirnseite 4.21, wodurch ein Spalt 4.3 mit einem dem Abstand c entsprechenden Abstand ent- steht.

Um dem Verbindungssteg 5.0 mit der Sicke 5.02 das Nachinnen- ragen zu ermöglichen, ist entsprechend der Darstellung des Schnittes A-A in Figur 5 ausgehend von der Umfangsfläche des zweiten Dielektrikumsteilkörpers 4.2 eine axial verlaufende

Nut 4.23 vorgesehen, welche mit dem Verbindungssteg 5.0 fluch ¬ tet und eine Tiefe T aufweist, die mindestens der Höhe h der Sicke 5.02 entspricht (vgl. Figur 4), vorzugsweise jedoch grö ¬ ßer als die Höhe h der Sicke 5.02 bezogen auf die Innenwandung 2.4 der Hülse 2 entsprechend der Darstellung nach Figur 4 ist.

Der durchgängig mit gleichem Durchmesser ausgeführte Innen- leiterstift 3 wird in einer Innenbohrung 4.10 des ersten Die ¬ lektrikumsteilkörpers 4.1 und einer Innenbohrung 4.20 des zweiten Dielektrikumsteilkörpers 4.2 aufgenommen.

Bei diesem elektrischen Steckverbinder gemäß den Figuren 3 und 4 können auf der Umfangslinie LI auch weniger als drei Schiit- ze 5.1, 5.2 und 5.3 oder mehr als drei solcher Schlitze vorge ¬ sehen werden. Bei drei solcher Schlitze führt dies zu drei Verbindungsstegen 5.0 mit drei zugehörigen Nuten 4.23 (vgl. Figur 5) . Mit mehr als drei Schlitze 5.1, 5.2 und 5.3 sind entsprechend der Anzahl auch Verbindungsstege 5.0 mit zugehö ¬ rigen Nuten 4.23 erforderlich.

Der Spalt 4.3 zwischen dem ersten und zweiten Dielektrikums ¬ teilkörper 4.1 und 4.2 der elektrischen Steckverbinder gemäß den Figuren 1 bis 4 wird an die Anforderungen der jeweiligen Anwendung angepasst.

Die Figur 9 zeigt einen elektrischen Steckverbinder 8.1, wel ¬ cher zusammen mit einem zugehörigen Gegensteckverbinder 8.2 gemäß der Figur 10 eine Steckverbinderanordnung 8 als B2B-

Verbinder zwei Leiterplatten elektrisch miteinander verbindet, wie in Figur 11 dargestellt ist. Hierzu wird gemäß Figur 11 der elektrische Steckverbinder 8.1 über seinen Verbindungs ¬ flansch 8.10 mechanisch und elektrisch mit der einen Leiter- platte und der Gegensteckverbinder 8.2 über einen Verbindungs ¬ flansch 8.23 mit der anderen Leiterplatte mechanisch und elektrisch verbunden.

Der wesentliche Unterschied zwischen der Steckverbinderanord- nung 8 gemäß den Figuren 9 bis 11 und der oben beschriebenen Steckverbinderanordnung 1 besteht darin, dass sich beim elektrischen Steckverbinder 8.1 die Kontaktzone 9.20 in Rich ¬ tung auf das steckseitige Ende seiner Hülse 9 hin aufweitet, und von der Kontaktzone 8.22, die als Einführhilfe einen sich trichterförmig aufweitenden Fortsatz 8.21b aufweist, übergrif ¬ fen wird, um einen guten elektrischen Kontakt zu gewährleis ¬ ten . Der elektrische Steckverbinder 8.1 und der Gegensteckverbinder 8.2 unterscheiden sich vom elektrischen Steckverbinder 1.1 und dem zugehörigen Gegensteckverbinder 1.2 im Hinblick auf die Ausführung ihrer Hülsen 9 bzw. 8.21 bei ansonsten gleichem Aufbau. Insbesondere kann die Verbindung der Innenleiter genau wie bei der Steckverbinderanordnung 1 ausgeführt sein.

Wie die Hülse 2 des elektrischen Steckverbinders 1.1 besteht auch die Hülse 9 des elektrischen Steckverbinders 8.1 aus drei axialen Abschnitten, nämlich einem axialen Halteabschnitt 9.1 und einem axialen Ausgleichsabschnitt 9.2, die über den axia ¬ len Biegeabschnitt 9.3 mechanisch verbunden sind. Auch an der freien Stirnseite des Halteabschnittes 9.1 ist ein Verbin ¬ dungsflansch 9.10 angeformt, indem der Randbereich dieser Stirnseite trichterförmig nach außen aufgeweitet ist und dadurch eine Anlagefläche zur Anlage an die Leiterplatte und zur mechanischen Verbindung mit derselben entsteht. Ferner ist dieser Verbindungsflansch 9.10 mit Radialschlitzen 9.11 verse ¬ hen .

Auf der gegenüberliegenden Stirnseite der Hülse 9 endet der Ausgleichsabschnitt 9.2 in einer Kontaktzone 9.20 zur elektri ¬ schen Kontaktierung des Außenleiters 9.0 einem Außenleiter 8.210 des Gegensteckverbinders 8.2 (vgl. Figur 11).

Die Kontaktzone 9.20 des Ausgleichsabschnittes 9.2 der Hülse 9 des Steckverbinders 8.1 weitet sich im Wesentlichen trichter ¬ förmig auf, wobei durch eine in Umfangsrichtung verlaufende, nach außen weisende Sicke 9.21 auf, durch die vor dem stirn- seifigen Ende des Ausgleichsabschnittes 9.2 eine Kontaktfläche 9.23 geschaffen wird, welche den in radialer Richtung am wei ¬ testen außen liegenden Abschnitt der Kontaktzone 9.20 bildet. Zur Erzielung einer federnden Eigenschaft sind in dieser Kon ¬ taktzone 9.20 axial verlaufende Schlitze 9.22 vorgesehen. Vor ¬ zugsweise ender auch hier der zweite Dielektrikumsteilkörper vor dieser Kontaktzone 9.20, wobei der Innenleiterstift in diese Kontaktzone 9.20 ragt.

Der Biegeabschnitt 9.3 ist genauso aufgebaut wie der Biegeab ¬ schnittes 2.3 des Steckverbinders 1.1, weshalb dieselben Be ¬ zugszeichen für ihn verwendet werden und für seine Beschrei- bung auf die korrespondierende Beschreibung zu den Figuren 1 und 2 verwiesen wird.

Der für die Steckverbinderanordnung 8 gemäß Figur 11 verwende ¬ te Gegensteckverbinder 8.2 ist in Figur 10 dargestellt und um- fasst eine Hülse 8.21 als Außenleiter 8.210, in welcher ein

Innenleiterstift als Innenleiter und ein zylinderförmiger Die ¬ lektrikumskörper als Dielektrikum angeordnet ist.

Der Gegensteckverbinder 8.2 weist an einem Ende eine Kontakt- zone 8.22 auf, die von einem Abschnitt 8.21a der Hülse 8.21 und einem sich als trichterförmig in Richtung auf den elektri ¬ schen Steckverbinder 8.1 hin aufweitenden Fortsatz 8.21b ge ¬ bildet wird. Am anderen Ende des Gegensteckverbinders 8.2 wird von der Hülse 8.21 ein Verbindungsflansch 8.23, in dem der Randbereich der Hülse 8.21 trichterförmig unter Bildung einer Anlagefläche zur Anlage an die Leiterplatte sowie zur mechani ¬ schen Verbindung mit derselben aufgeweitet ist. Ferner ist dieser Verbindungsflansch 8.23 mit Radialschlitzen 8.230 ver ¬ sehen . Bezugszeichenliste

1 Elektrische Steckverbinderanordnung

1.1 elektrischer Steckverbinder

1.2 Gegensteckverbinder für den elektrischen Steckverbinder

1.1

1.21 Hülse des Gegensteckverbinders 1.2

1.210 Außenleiter des Gegensteckverbinders 1.2

1.22 Kontaktzone der Hülse 1.21

1.23 Verbindungsflansch der Hülse 1.21

1.230 Radialschlitz des Verbindungsflansches 1.23

1.24 Innenleiterstift

1.240 Innenleiter

1.25 Sacklochbohrung

1.26 Dielektrikumskörper

1.260 Dielektrikum

1.27 Innenbohrung des Dielektrikumskörpers 1.26

2 Hülse des elektrischen Steckverbinders 1.1

2.0 Außenleiter

2.1 Halteabschnitt der Hülse 2

2.10 Verbindungsflansch des Halteabschnittes 2.1

2.11 Radialschlitz des Verbindungsflansches 2.10

2.2 Ausgleichsabschnitt der Hülse 2

2.20 Kontaktzone des Ausgleichsabschnittes 2.2

2.21 Sicke der Kontaktzone 2.20

2.22 axialer Schlitz der Kontaktzone 2.20

2.23 Nutgrund der Sicke 2.21

2.3 Biegeabschnitt der Hülse 2

2.4 Innenwandung der Hülse 2

3 Innenleiterstift

3.0 Innenleiter Querschnittsverjüngung

Nut des Innenleiterstiftes 3 Dielektrikumskörper

Dielektrikum

erster Dielektrikumsteilkörper

Innenbohrung des ersten Dielektrikumsteilkorpers 4.1 Stirnseite des ersten Dielektrikumsteilkorpers 4.1 Sacklochbohrung auf der Stirnseite 4.11

zweiter Dielektrikumsteilkörper

Innenbohrung des zweiten Dielektrikumsteilkorpers 4.2 Stirnseite des zweiten Dielektrikumsteilkorpers 4.2 zylinderförmiger Fortsatz des zweiten Dielektrikumsteil ¬ korpers 4.2

Nut des zweiten Dielektrikumsteilkorpers 4.2

Spalt Verbindungssteg

Freischnitt

Sicke des Verbindungssteges 5.0

Schlitz

Schlitz

Schlitz Verbindungssteg

Schlitz

Schlitz ringförmiger Bereich des Biegeabschnittes 2.3 elektrische Steckverbinderanordnung

elektrischer Steckverbinder

Verbindungsflansch 8.2 Gegensteckverbinder für den elektrischen Steckverbinder 8.1

8.21 Hülse des Gegensteckverbinders 8.2

8.21a Abschnitt der Hülse 8.21

8.21b sich trichterförmig aufweitender Fortsatz

8.22 Kontaktzone

8.23 Verbindungsflansch

8.210 Außenleiter des Gegensteckverbinders 8.2

8.230 Radialschlitze

9 Hülse des elektrischen Steckverbinders 8.1

9.1 axialer Halteabschnitt

9.2 axialer Ausgleichsabschnitt

9.3 Biegeabschnitt

9.10 Verbindungsflansch

9.11 Radialschlitze

9.20 Kontaktzone

9.21 nach außen weisende Sicke

9.22 axial verlaufende Schlitze

9.23 Kontaktfläche

10 Leiterplatte

11 Leiterplatte

AI Symmetrieachse des elektrischen Steckverbinders 1.1

A2 Symmetrieachse des Gegensteckverbinders 1.2

LI Umfangslinie der Hülse 2

L2 Umfangslinie der Hülse 2