Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ELECTRICAL SCREW SPINDLE COOLANT PUMP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/164776
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrical screw spindle coolant pump, which is suitable for conveying a coolant circuit or other corrosive, liquid media. The electrical screw spindle coolant pump has a spindle housing (1) with a spindle chamber (10) and an axially adjacent motor housing (3). The invention is characterized in that the motor housing (3) comprises a motor chamber (30), in which a dry-running electric motor (4) is arranged separated from the flow current; and the motor housing (3) has a thermal transition portion (31) through which the flow current flows, which thermal transition portion is arranged between the motor chamber (30) and a component boundary of the motor housing (3) to the spindle housing (1).

Inventors:
DÖHLER DANIEL (DE)
PAWELLEK FRANZ (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/084161
Publication Date:
August 20, 2020
Filing Date:
December 09, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
NIDEC GPM GMBH (DE)
International Classes:
F04C2/16; F04C15/00; F04C29/04
Domestic Patent References:
WO2017059501A12017-04-13
WO2014138519A12014-09-12
Foreign References:
US20130236334A12013-09-12
US6371744B12002-04-16
US20180216614A12018-08-02
DE102015101443B32016-05-12
DE102017210771A12018-12-27
US6371744B12002-04-16
Attorney, Agent or Firm:
KUHNEN & WACKER PATENT- UND RECHTSANWALTSBÜRO PARTG MBB (DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

Elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe zur Förderung eines Kühlmittelkreislaufs, aufweisend: ein Spindelgehäuse (1) mit einer Spindelkammer (10), in der wenigstens zwei Schraubenspindeln (2a, 2b) drehbar aufgenommen sind; einen Pumpeneinlass (11) und einen Pumpenauslass (13) zur Führung eines Förderstroms durch die Spindelkammer (10); ein Motorgehäuse (3), das axial benachbart zu dem Spindelgehäuse (1) angeordnet ist; dadurch gekennzeichnet, dass das Motorgehäuse (3) eine Motorkammer (30) umfasst, in der ein trockenlaufender Elektromotor (4) zu dem Förderstrom abgegrenzt angeordnet ist; und das Motorgehäuse (3) einen von dem Förderstrom durchflossenen W ärmeübergangs abschnitt (31) aufweist, der zwischen der Motorkammer (30) und einer Bauteilgrenze des Motorgehäuses (3) zu dem Spindelgehäuse (1) angeordnet ist.

Elektrische S chraubenspindel-Kühlmittelpumpe nach Anspruch 1, wobei der Wärmeübergangsabschnitt (31) ferner den Pumpenauslass (13) umfasst.

3. Elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Wärmeübergangsabschnitt (31) eine Förderstromkammer (33) umfasst, die eine Verbindung zwischen einer stimseitigen Abgrenzung der Motorkammer (30) und der Spindelkammer (10) herstellt.

Elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wärmeübergangsabschnitt (31) einen Lagersitz (32) für ein Wellenlager (23) umfasst, das zwischen dem Elektromotor (4) und den Schraubenspindeln (2a, 2b) angeordnet ist.

Elektrische S chraubenspindel-Kühlmittelpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei auch eine Elektronik für den Elektromotor (4) in der Motorkammer (30) angeordnet ist.

Elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Stator (41) und/oder eine Elektronik des Elektromotors (4) in dem Motorgehäuse (3) mit einer stimseitigen Abgrenzung der Motorkammer (30) in Kontakt stehen.

Elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wärmeübergangsabschnitt (31) einteilig mit dem Motorgehäuse (3) ausgebildet ist.

8. Elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, wobei das Spindelgehäuse (1) einteilig ausgebildet ist.

9, Elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an der Bauteilgrenze zwischen dem Motorgehäuse (3) und dem Spindelgehäuse (1) eine Flanschverbindung aus einem Flanschabschnitt (35) des Motorgehäuses (3) und einem Flanschabschnitt (15) des Spindelgehäuses (1) ausgebildet ist.

Description:
Beschreibung

Elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Kühlmittelpumpe vom Typ einer S chraubenspindelpumpe zum Fördern eines Kühlmittelkreislaufs oder dergleichen, insbesondere zum Fördern von korrosiven, flüssigen Medien. Schraubenspindelpumpen sind Verdrängerpumpen, die hohe Drücke und eine hohe volumetrische Effizienz ermöglichen. Sie bieten keine drehzahlunabhängige Verstellung der Geometrie, allerdings weisen sie eine verschmutzungsunempfindliche, robuste Drehkolbenmechanik auf, die ohne filigrane Elemente wie Sperrschieber oder dergleichen auskommt. Demzufolge fanden mechanisch angetriebene Schraubenspindelpumpen bislang vornehmlich Einsatz in großdimensionierten Anwendungen, wie z.B. Ölpumpen in stationären Anlagen oder Schiffsmotoren, in denen sie bei relativ konstanten Betriebspunkten laufen.

Im Bereich der Kraftstoffforderpumpen von Fahrzeugen sind in letzter Zeit kleiner dimensionierte, elektrisch angetriebene Schraubenspindelpumpen bekannt geworden, die höhere Drücke als Kreiselpumpen ermöglichen. Diese werden in einer T auchanordnung im Fahrzeugtank installiert und stellen in der Kraftstoffstrecke einen hohen Eingangsdruck vor der Hochdruckpumpe bzw. Einspritzpumpe bereit. Der elektrische Antrieb derartiger Kraftstoffforderpumpen ist als nasslaufender Elektromotor ohne Spalttopf ausgeführt, sodass sowohl der Rotor als auch der Stator mit dem Kraftstoff in Kontakt stehen. Die Temperatur des aus dem Tank geforderten Kraftstoffs entspricht in der Regel einer Umgebungstemperatur des Fahrzeugs. Infolgedessen wird der Antrieb, der sich aus elektrischer Verlustleistung erwärmt, in derartigen Kraftstoffforderpumpen problemlos gekühlt.

So beschreibt die US 2018/0216614 Al eine Schraubenspindelpumpe, die als Kraftstoffpumpe vorgesehen ist. An einem Gehäuse der Schraubenspindelpumpe ist eine Abdeckung mit einem axialen Auslass angebracht. Der elektrische Motor ist in einer Auslasskammer der Abdeckung aufgenommen und wird von dem Kraftstoff durchströmt bevor er den Auslass verlässt.

Die DE 10 2015 101 443 B3 beschreibt eine Kraftstoffpumpe mit einem Gehäuse, in dem ein elektrischer Antriebsmotor mit einer Schraubenspindelpumpe gekoppelt ist. Der Kraftstoff durchströmt den Antriebsmotor bevor er den druckseitigen Auslass verlässt.

Die WO 2014/138519 Al offenbart eine elektrische Flüssigkeitspumpe vom S ehr aub enspindeltyp . Die Flüssigkeit, die durch einen Einlass und einen Auslass fließt, umgibt auch den Motor. Als Flüssigkeit wird ein Kraftstoff genannt. Eine Flanschebene, die in der dargestellten Konstruktion zwischen einem motorseitigen Gehäuseteil und einem pumpenseitigen Gehäuseteil eingezeichnet ist, verläuft zwischen dem Motor und einem pumpenseitigen Auslass.

Die DE 10 2017 210 771 Al zeigt eine elektrisch angetriebene Schraubenspindelpumpe als Kraftstoffförderaggregat. Ein Pumpengehäuse und ein Elektromotor sind in einem Mantel aufgenommen. In der dargestellten Ausführung, die keinen Spalttopf am Stator des Elektromotors aufweist, stehen die elektrischen Bauteile des Motors innerhalb einer Auslassführung auf einer Druckseite der Spindelkammer in direktem Kontakt mit dem Kraftstoff.

Die obengenannten Pumpen sind jedoch nicht auf eine Anwendung als elektrische Wasserpumpe, insbesondere nicht als elektrische Kühlmittelpumpe übertragbar. Ein flüssiges Fördermedium wie ein Kühlmittel würde die freiliegenden Bauteile des Elektromotors, insbesondere die Spulenwicklungen des Stators korrosiv schädigen.

Die US 6,371,744 Bl beschreibt eine elektrische Vakuumpumpe vom Schraubenspindeltyp. Die S chraubenspindeln werden von einem Elektromotor angetrieben, der in einem separaten Gehäuse angeordnet ist. Unabhängig von spezifischen Modifikationen zwischen einer Schraubenspindelpumpe für Gase und einer solchen für Flüssigkeiten, wäre die genannte Vakuumpumpe nicht auf eine Anwendung als elektrische Kühlmittelpumpe übertragbar. Bei der dargestellten Anordnung könnte keine ausreichende Kühlung eines trockenlaufenden Elektromotors sichergestellt werden. In einem unter Druck stehenden Kühlmittelkreislauf kann eine Solltemperatur eines Kühlmittels in dem Bereich der Siedetemperatur des Kühlmittels liegen. In diesem Fall würde es im Dauerbetrieb zu Überhitzungsschäden von elektrischen oder elektronischen Bauteilen kommen.

Ausgehend von den bekannten elektrischen Schraubenspindelpumpen aus dem Stand der Technik, die nicht für eine Anwendung als Kühlmittelpumpe geeignet sind, besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine elektrische Schraubenspindelpumpe zu schaffen, die zum Fördern von korrosiven, flüssigen Medien geeignet ist und eine Kühlung des elektrischen Antriebs bereitstellt.

Ein weiterer Teilaspekt der Aufgabenstellung besteht ferner darin, eine entsprechende technische Lösung derart bereitzustellen, dass sie sich auch in einer Serienfertigung von großen Stückzahlen kostengünstig realisieren lässt.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße elektrische Schraubenspindel-Kühlmittelpumpe zur Förderung eines Kühlmittelkreislaufs zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Motorgehäuse eine Motorkammer umfasst, in der ein trockenlaufender Elektromotor zu dem Förderstrom abgegrenzt angeordnet ist; und dass das Motorgehäuse einen von dem Förderstrom durchflossenen Wärmeübergangsabschnitt aufweist, der zwischen der Motorkammer und einer Bauteilgrenze des Motorgehäuses zu einem Spindelgehäuse angeordnet ist.

Somit sieht die Erfindung erstmals eine S chraubenspindelpumpe als Kühlmittelpumpe vor. Ferner sieht die Erfindung erstmals eine S chraubenspindelpumpe als eine elektrische Flüssigkeitspumpe vor, die von einem trockenlaufenden Elektromotor angetrieben wird.

Darüber hinaus sieht die Erfindung erstmals eine S chraubenspindelpumpe als eine elektrische Flüssigkeitspumpe vor, in der ein konvektionsunterstützter Wärmeübergang von einer trockenen Motorkammer auf einen Förder ström des flüssigen Fördermediums bereitgestellt ist.

Durch die vorliegende Erfindung wird eine Kühlmittelpumpe mit einer hohen Leistungsdichte geschaffen. Die Schraubenspindelpumpe verschafft den hohen Förderdruck einer V erdrängerpumpe, allerdings bei einer relativ geringen Pulsation, ähnlich wie bei einer Kreiselpumpe. In Verbindung mit einem elektrischen Antrieb ermöglicht die Schraubenspindelpumpe universelle Installationen und Anwendungen. Die erfindungsgemäße elektrische S chraubenspindel-Kühlmittelpumpe eignet sich beispielsweise zum Einsatz in elektrischen, insbesondere batterieelektrischen Fahrzeugen, in denen keine mechanische Antriebsquelle bereitgestellt ist, und eine verzweigte Struktur von dünnen bzw. kapillaren Kühlkanälen in einem Batteriemodul oder einem Traktionsmotor einen hohen Förderdruck erfordert.

In konstruktiver Hinsicht liegt der Erfindung ein Prinzip zugrunde, eine axiale Position einer Bauteilgrenze zwischen einem Motorgehäuse und einem Spindelgehäuse, von einer herkömmlichen funktionalen Position weiter in Richtung der Spindelkammer zu verlegen. Dadurch wird einerseits ein vor der Flüssigkeit des Förderstroms geschützter Bereich geschaffen, sodass der elektrische Antrieb keinen korrosiven Einflüssen ausgesetzt ist. Andererseits wird durch den Wärmeübergangsabschnitt ein flüssigkeitsführender Bereich an dem Motorgehäuse geschaffen, der eine innenliegende thermische Kontakt fläche mit dem Kühlmittel vergrößert. Über einen Wärmeaustausch an der so entstandenen thermischen Kontaktfläche des wärmeleitenden Motorgehäuses sowie einer Konvektion des Förderstroms, kann selbst bei einer geringen T emperaturdifferenz zwischen dem elektrischen Antrieb und dem Kühlmittel Abwärme aus elektrischer Verlustleistung effektiv aus der Pumpe abtransportiert werden. Die Vergrößerung der thermischen Kontaktfläche wird ohne eine höhere Komplexität des Aufbaus, wie in Form von oberflächenvergrößemden Strukturen, Strömungswiderständen oder dergleichen erzielt. Das Motorgehäuse wird in der Produktentwicklung als Gussteil entworfen. Demzufolge kann die geänderte Bauteilgrenze ohne nennenswerten Aufwand oder Erhöhung der F ertigungskosten an dem erfindungsgemäßen Pumpenaufbau umgesetzt werden. Aufgrund einer komplementären Verlegung der Bauteilgrenze des Spindelgehäuses entsteht trotz einer vergrößerten axialen Abmessung des Motorgehäuses im Wesentlichen keine nachteilige Vergrößerung der Gesamtabmessung der Pumpe.

Im Vergleich zu einem bekannten Pumpenaufbau mit einem im Förderstrom freiliegenden, nasslaufenden elektrischen Antrieb, werden Strömungsverluste in der Pumpe deutlich verringert.

Im Zuge der erläuterten Verlegung der Bauteilgrenze entsteht am Ende des Spindelgehäuses ein offener Querschnitt der Spindelkammer. Daher können die S chraubenspindeln bei der Montage der Pumpe einfach durch das offene Ende der Spindelkammer eingefuhrt werden.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann der Wärmeübergangsabschnitt ferner den Pumpenauslass umfassen. Dadurch wird der Strömungsquerschnitt des gesamten Förderstroms an der Motorkammer vorbei geführt. Die Innenfläche des Pumpenauslasses an dem Wärmeübergangsabschnitt vergrößert die thermische Kontaktfläche des wärmeleitfähigen Motorgehäuses mit dem Förderstrom nochmals erheblich.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann der Wärmeübergangsabschnitt eine Förderstromkammer umfassen, die eine Verbindung zwischen der stimseitigen Abgrenzung der Motorkammer und der Spindelkammer herstellt. Durch diese Ausgestaltung wird die Wärmeübergangsstrecke des wärmeleitfähigen Motorgehäuses zwischen den elektrischen Wärmequellen in der Motorkammer und dem Förder ström weiter verkürzt. Ferner vergrößert die Innenfläche der F örderstromkammer in dem Wärmeübergangsabschnitt weiterhin die thermische Kontaktfläche des wärmeleitfähigen Motorgehäuses mit dem Förderstrom.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann der Wärmeübergangsabschnitt einen Lagersitz für ein Wellenlager umfassen, das zwischen dem Elektromotor und den Schraubenspindeln angeordnet ist. Die Oberfläche des Lagersitzes in dem Wärmeübergangsabschnitt vergrößert wiederum die thermische Kontaktfläche des wärmeleitfähigen Motorgehäuses mit dem Förderstrom. Darüber hinaus begünstigt die Integration eines Wellenlagers in dem axialen Bereich des Wärmeübergangsabschnitts eine kompakte Bauweise der Pumpe.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann auch eine Elektronik für den Elektromotor in der Motorkammer angeordnet sein. Demnach wird eine weitere Wärmequelle in die erfmdungsgemäße Kühlung des elektrischen Antriebs aufgenommen. Auf diese Weise wird auch die Verlustleistung aus einer Leistungselektronik über den Förder ström abgeführt.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung können ein Stator und/oder eine Elektronik des Elektromotors in dem Motorgehäuse mit einer stimseitigen Abgrenzung der Motorkammer in Kontakt stehen. Somit wird eine möglichst kurze Wärmeübergangsstrecke des wärmeleitfähigen Motorgehäuses zwischen den elektrischen Wärmequellen in der Motorkammer und dem Förderstrom sichergestellt.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann der Wärmeübergangsabschnitt einteilig mit dem Motorgehäuse ausgebildet sein. Dadurch werden eine optimierte Wärmeübergangsstrecke ohne Grenzflächen oder Fugen im Material sowie möglichst geringe Herstellungskosten des Motorgehäuses sichergestellt. Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann das Spindelgehäuse einteilig ausgebildet sein. Wie zuvor erläutert, entsteht durch die Verlegung der Bauteilgrenze zwischen dem Motorgehäuse und dem Spindelgehäuse ein offener Querschnitt der Spindelkammer. Dadurch ist sowohl zur Montage der Pumpe als auch zur Fertigung des Formkörpers des Spindelgehäuses keine Teilung in zwei Gehäusehälften erforderlich. Die einteilige Ausführung des Spindelgehäuses stellt ohne erforderliche N achbearbeitung eine stoßfreie Innenkontur der Spindelkammer sicher. Die Innenkontur der Spindelkammer kann einfach und präzise durch Bohrungen hergestellt werden.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann das Spindelgehäuse den Pumpeneinlass umfassen. Das Spindelgehäuse wird in der Produktentwicklung als Gussteil entworfen. Demzufolge kann durch die Integration des Pumpeneinlasses, die Anzahl der Bauteile des erfindungsgemäßen Pumpenaufbaus ohne nennenswerten Aufwand verringert werden.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung kann an der Bauteilgrenze zwischen dem Motorgehäuse und dem Spindelgehäuse eine Flanschverbindung aus einem Flanschabschnitt des Motorgehäuses und einem Flanschabschnitt des Spindelgehäuses ausgebildet sein. Die Flanschverbindung ermöglicht eine bevorzugte Schraubverbindung zur Montage der beiden Gehäusebauteile, während eine entsprechende Flanscheben verschiedene Arten der Abdichtung zulässt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform mit Bezug auf die begleitende Zeichnung beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittansicht durch eine S chraubenspindel- Kühlmittelpumpe gemäß einer Ausfuhrungsform der Erfindung.

Unter dem Begriff Schraubenspindelpumpe werden im Sinne dieser Offenbarung schrägverzahnte Rotationskolbenpumpen mit einer Gewindesteigung zur Verdrängung des Fördermediums verstanden. Derartige Pumpentypen umfassen in der Regel eine angetriebene Schraubenspindel 2a und wenigstens eine weitere Schraubenspindel 2b, die über einen Eingriff der Verzahnung mitgeschleppt wird. In der Ausführungsform der schematischen Darstellung aus Fig. 1 sind in einem Spindelgehäuse 1 eine angetriebene Schraubenspindel 2a und eine mitgeschleppte Schraubenspindel 2b in einer Spindelkammer 10 des Spindelgehäuses 1 drehbar gelagert aufgenommen. Die Spindelkammer 10 weist eine Querschnittskontur in der Form eines sogenannten Achtergehäuses auf, d.h. sie wird durch zwei Bohrungen im Pumpengehäuse 1 gebildet, deren Radien sich überschneiden, um einen Eingriff der Schraubenspindeln 2a, 2b zu gewährleisten. Die angetriebene Schraubenspindel 2a steht mit einem Elektromotor 4 in Verbindung.

Zu der Antriebsseite der Schraubenspindeln 2a, 2b befindet sich eine Druckseite der Spindelkammer 10, die mit einem Pumpenauslass 13 in Form eines Druckstutzens in Verbindung steht. Zu der anderen Seite der Schraubenspindeln 2a, 2b, die dem Elektromotor 4 gegenüberliegt, befindet sich eine Saugseite der Spindelkammer 10. Die Saugseite der Spindelkammer 10 steht mit einem Pumpeneinlass 11 in Form eines Saugstutzens in Verbindung. In Betrachtung der Förderrichtung der Schraubenspindelpumpe, wird ein flüssiges Fördermedium bzw. ein Kühlmittel aus einem Kühlmittelkreislauf durch den Pumpeneinlass 11 auf der Saugseite in die Spindelkammer 10 eingesaugt. Eine Drehbewegung von in Eingriff stehenden S chraubenprofilen der drehenden S chraubenspindeln 2a, 2b erzeugt auf der Saugseite der Spindelkammer 10 einen Unterdrück und auf der gegenüberliegenden Druckseite der Spindelkammer 10 einen Überdruck. Das Fördermedium wird durch eine kontinuierliche Verdrängung entlang einer S chraubensteigung der in Eingriff stehenden Schraubenprofile gefordert und durch den Pumpenauslass 13 aus der Spindelkammer 10 ausgestoßen.

Zu der Druckseite der Spindelkammer 10 schließt sich ein Motorgehäuse 3 an das Spindelgehäuse an. Das Motorgehäuse 3 weist einen Flanschabschnitt 35 auf, der zu einem Flanschabschnitt 15 des Spindelgehäuses 1 passend ausgebildet ist. Die Flanschverbindung ist durch eine Dichtung abgedichtet. In dem Motorgehäuse 3 ist eine abgetrennte Motorkammer 30 ausgebildet, in welcher der trockenlaufende Elektromotor 4 und eine Elektronik, insbesondere eine Leistungselektronik (nicht dargestellt) zur Schaltung der elektrischen Leistung am Elektromotor 4 aufgenommen ist. Ein offenes Ende der Motorkammer 30 ist durch einen Motordeckel (nicht dargestellt) abgeschlossen. In dem Motorgehäuse 3 ist ein kragenförmiger Lagersitz 32 mit einer Durchtrittsöffnung in einer stimseitigen Begrenzung der Motorkammer 30 ausgebildet. In dem Lagersitz 32 ist ein gemeinsames Wellenlager 23 des Elektromotors 4 und der angetriebenen Schraubenspindel 2a eingepasst. Vor dem Wellenlager 23 ist eine Wellendichtung 34 in den Lagersitz 32 eingepasst, der die Motorkammer 30 vor einem Flüssigkeitseintritt abdichtet.

Der trockenlaufende Elektromotor 4 ist ein Innenläufertyp mit einem innenliegenden Rotor 42 und einem außenliegenden Stator 4L Der Rotor 42 ist mit der angetriebenen Schraubenspindel 2a gekoppelt. Der Stator 41 umfasst Feldspulen, die von der Leistungselektronik angesteuert und mit elektrischer Leistung versorgt werden. Der Stator 41 des Elektromotors 4 steht mit einer innenliegenden Umfangsfläche und mit einer stimseitigen Begrenzungsfläche der Motorkammer 30 in einem thermischen Kontakt, sodass eine Abwärme aus den Feldspulen des Stators 41 auf das Motorgehäuse 3 übertragen wird.

Das Motorgehäuse 3 besteht aus einem metallischen Material mit einer guten W ärmeleitfähigkeit, wie einer Aluminiumgus slegierung, und ist als einteiliges Gussformteil ausgebildet. In einem axialen Abschnitt zwischen der Motorkammer 30 und dem Flanschabschnitt 35 erstreckt sich ein Wärmeübergangsabschnitt 31 des Motorgehäuses 3. Als integraler Bestandteil des Wärmeübergangsabschnitts 31 ist der Pumpenauslass 13 in Form eines radial abführenden Druckstutzens zwischen der Motorkammer 30 und der Spindelkammer 10 angeordnet. Innerhalb des Wärmeübergangsabschnitts 31 ist eine F örderstromkammer 33 ausgebildet, die von dem flüssigen Fördermedium durchflossen wird. Die F örderstromkammer 33 stellt für den Förderstrom der Pumpe eine Verbindung zwischen der Druckseite der Spindelkammer 10 und dem Pumpenauslass 13 her. Die F örderstromkammer 33 umgibt den kragenförmigen Lagersitz 32 und führt das unter Druck stehende, flüssige Fördermedium an die stimseitige Begrenzung der Motorkammer 30 heran, mit welcher der Stator 41 in einem thermischen Kontakt steht. Der Wärmeübergangsabschnitt 31 stellt denjenigen Bereich des wärmeleitfähigen Materialvolumens am Motorgehäuse 3 dar, der an einer Ableitung von Abwärme aus der Motorkammer 30 in den Förderstrom maßgeblich involviert ist. Die Innenfläche des Pumpenauslasses 13, die Innenfläche der F örderstromkammer 33 und die Oberfläche des Lagersitzes 32 tragen jeweils zu einer Vergrößerung der thermischen Kontaktfläche zwischen der Motorkammer 30 und dem Förder ström innerhalb des

Wärmeübergangsabschnitts 31 bei.

Durch den optimierten Wärmeübergang wird eine T emperaturdifferenz zwischen einem Kühlmittel und der Motorkammer 30 begrenzt. Infolgedessen wird auch unter hohen Belastungen mit einer hohen Betriebstemperatur eines Kühlmittelkreislaufs, eine kritische Bauteiltemperatur des elektrischen Antriebs, bei der Überhitzungsschäden an Wicklungsisolationen des Stators 41 oder der Elektronik auftreten können, zuverlässig verhindert.

Bezugszeichenliste:

I Spindelgehäuse

2a angetriebene S chraubenspindel

2b mitgeschleppte S chraubenspindel

3 Motorgehäuse

4 Elektromotor

10 Spindelkammer

I I Pumpeneinlass

13 Pumpenauslass

15 Flanschabschnitt des Spindelgehäuses

23 Wellenlager

30 Motorkammer

31 Wärmeübergangsabschnitt

32 Lagersitz

33 F örderstromkammer

34 Wellendichtung

35 Flanschabschnitt des Motorgehäuses

41 Stator

42 Rotor