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Title:
ELECTRICALLY DRIVEABLE VEHICLE, IN PARTICULAR A RAIL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/083695
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an electrically driveable vehicle, in particular a rail vehicle (10), comprising an intermediate DC circuit (40), an in-vehicle, three-phase on-board electrical system (70) fed by the intermediate DC circuit (40), at least one drive motor fed via a converter (80), and at least one coolant pump (100) for pumping a coolant that cools the converter (80). According to the invention, in addition to the in-vehicle three-phase on-board electrical system (70), the vehicle also has a second on-board electrical system (110) and the at least one coolant pump (100) is connected to the second on-board electrical system (110).

Inventors:
SCHWARZER JENS KONSTANTIN (DE)
STÜTZLE THORSTEN (DE)
VOLLE RUDOLF-GERHARD (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/079311
Publication Date:
May 06, 2021
Filing Date:
October 19, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS MOBILITY GMBH (DE)
International Classes:
B60L5/00; B60L9/00; B60L9/02; B60L9/24; H02J7/34
Foreign References:
DE102017210750A12018-12-27
DE102016006526A12017-11-30
EP0649769A11995-04-26
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Claims:
Patentansprüche

1. Elektrisch antreibbares Fahrzeug, insbesondere Schienen fahrzeug (10), mit

- zumindest einem Gleichspannungszwischenkreis (40),

- einem von dem Gleichspannungszwischenkreis (40) gespeisten fahrzeugeigenen Drehstrombordnetz (70),

- zumindest einem über einen Stromrichter (80) gespeisten Antriebsmotor und

- zumindest einer Kühlmittelpumpe (100) zum Pumpen eines den

Stromrichter (80) kühlenden Kühlmittels, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das Fahrzeug zusätzlich zu dem schienenfahrzeugeigenen Drehstrombordnetz (70) ein zweites Bordnetz (110) aufweist und

- die zumindest eine Kühlmittelpumpe (100) an das zweite Bordnetz (110) angeschlossen ist.

2. Fahrzeug nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das zweite Bordnetz (110) ein Gleichspannungsbordnetz (110) ist.

3. Fahrzeug nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das zweite Bordnetz (110) ein mittels zumindest eines elektrischen Ladungsspeichers gestütztes Gleichspannungs bordnetz (110) ist,

- das zweite Bordnetz (110) über mindestens ein Batteriela degerät (63) an die Ausgangsseite (61b) zumindest eines Gleichspannungsstellers (61) angeschlossen ist, dessen Eingangsseite (61a) mit dem Gleichspannungszwischenkreis (40) verbunden ist, und

- der zumindest eine elektrische Ladungsspeicher, der vor zugsweise eine Batterie (120) ist, über ein oder das ge nannte Batterieladegerät (63) an die Ausgangsseite (61b) des Gleichspannungsstellers (61) angeschlossen ist.

4. Fahrzeug nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Gleichspannungssteller (61), das Batterieladegerät (63) und ein Wechselrichter (62), der den Gleichspannungssteller (61) und das Drehstrombordnetz (70) koppelt, integrale Be standteile einer Hilfsbetriebeumrichtereinheit (60) des Fahr zeugs sind.

5. Fahrzeug nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Kühlmittelpumpe (100) oder zumindest eine der Kühlmittel pumpen (100) eine drehstrombetriebene Kühlmittelpumpe (100) ist, die mittels eines Umrichters (101) an das Gleichspan nungsbordnetz (110) angeschlossen ist.

6. Fahrzeug nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das Fahrzeug eine Vielzahl an Kühlmittelpumpen (100) auf weist und

- jede der Kühlmittelpumpen (100) oder zumindest eine Teil gruppe der Kühlmittelpumpen (100) jeweils mittels eines eigenen Umrichters (101) an das Gleichspannungsbordnetz (110) angeschlossen ist.

7. Fahrzeug nach einem der voranstehenden Ansprüche 5 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der oder die Umrichter (101) jeweils mittels des von derjeni gen Kühlmittelpumpe (100) gepumpten Kühlmittels gekühlt wer den, die an den jeweiligen Umrichter (101) angeschlossen ist.

8. Fahrzeug nach einem der voranstehenden Ansprüche 5 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der oder die Umrichter (101) einen vorgegebenen Sicherheits- integritätslevel von SIL1 oder besser erfüllen.

9. Fahrzeug nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Kühlmittelpumpe (100) oder zumindest eine der Kühlmittel pumpen (100) eine gleichstrombetriebene, insbesondere bürs tenlose, Kühlmittelpumpe (100) ist, die unmittelbar an das Gleichspannungsbordnetz (110) angeschlossen ist und vorzugs weise, insbesondere mit Blick auf ihre interne Logik, den Si- cherheitsintegritätslevel SIL1 oder besser erfüllt.

10. Fahrzeug nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das Fahrzeug zusätzlich zu dem zweiten Bordnetz (110) ein drittes Bordnetz (150) aufweist, das über zumindest einen Wechselrichter (62) mit dem zweiten Bordnetz (110), dem oder den Batterieladegeräten (63) und dem oder den La dungsspeichern in Verbindung steht, und

- die zumindest eine Kühlmittelpumpe (100) oder zumindest eine der Kühlmittelpumpen (100) von dem dritten Bordnetz (150) gespeist wird.

11. Fahrzeug nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das zweite Bordnetz (110) ein Gleichspannungsbordnetz (110), insbesondere ein mittels zumindest eines elektri schen Ladungsspeichers gestütztes Gleichspannungsbordnetz (110), ist und

- das dritte Bordnetz (150) ein Drehstromnetz ist.

12. Fahrzeug nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das zweite Bordnetz (110) von zumindest zwei Gleichspannungs stellern (61), vorzugsweise jeweils über ein zwischengeschal tetes Batterieladegerät (63), gespeist wird, die jeweils von dem Gleichspannungszwischenkreis (40) oder einem der Gleich- spannungszwischenkreise des Fahrzeugs gespeist werden.

13. Fahrzeug nach Anspruch 10 oder 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Fahrzeug zwei oder mehr Hilfsbetriebeumrichtereinheiten (60) aufweist, die jeweils als integrale Bestandteile einen Gleichspannungssteller (61), ein Batterieladegerät (63), ei nen Wechselrichter (62), der den oder einen der Gleichspan- nungszwischenkreise und das Drehstrombordnetz (70) koppelt, und einen Wechselrichter (64), der das dritte Bordnetz (150) mit Energie des zweiten Bordnetzes und/oder des oder der Bat terieladegeräte und/oder des oder der Ladungsspeicher speist, aufweist.

14. Fahrzeug nach Anspruch 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der oder die Wechselrichter (64), die das dritte Bordnetz (150) mit Energie des zweiten Bordnetzes (110) und/oder des oder der Batterieladegeräte (63) und/oder des oder der La dungsspeicher speisen, jeweils einen vorgegebenen Sicher- heitsintegritätslevel von SIL1 oder besser erfüllen.

15. Fahrzeug nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das Fahrzeug mit zumindest einem Stromabnehmer (20) zum Anschluss an ein streckenseitiges Energieversorgungsnetz

(30) ausgestattet ist und

- der Gleichspannungszwischenkreis (40) mit dem Stromabneh mer (20) in Verbindung steht.

Description:
Beschreibung

Elektrisch antreibbares Fahrzeug, insbesondere Schienenfahr zeug

Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisch antreibbares Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, mit einem Gleich- spannungszwischenkreis, einem von dem Gleichspannungszwi- schenkreis gespeisten fahrzeugeigenen Drehstrombordnetz, zu mindest einem über einen Stromrichter gespeisten Antriebsmo tor und zumindest einer Kühlmittelpumpe zum Pumpen eines den Stromrichter kühlenden Kühlmittels. Solche Fahrzeuge sind beispielsweise in Form von Hochgeschwindigkeitszügen des Typs Velaro D (DB-Baureihe 407 der Deutschen Bahn) bekannt.

Bei heutigen Fahrzeugen sind die Kühlmittelpumpen, die zum Umpumpen von Kühlmittel zur Kühlung der Stromrichter dienen und nachfolgend auch Stromrichter-Kühlmittelpumpen genannt werden, drehstrombetrieben und zu diesem Zweck mit Drehstrom motoren ausgestattet. Die Drehstrommotoren bzw. die Kühlmit telpumpen sind an das fahrzeugeigene Drehstrombordnetz ange schlossen. Das fahrzeugeigene Drehstrombordnetz weist in der Regel eine 3AC-Zugsammelschiene auf, die üblicherweise durch den gesamten Eisenbahnzug hindurch verläuft. An diese 3AC- Zugsammelschiene sind üblicherweise sämtliche Drehstromver braucher des Zuges angeschlossen, unter anderem auch die ge nannten Stromrichter-Kühlmittelpumpen.

Bekanntermaßen lassen sich die Antriebsmotoren von elektrisch antreibbaren Fahrzeugen als elektrodynamische Bremse einset- zen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisch an treibbares Fahrzeug anzugeben, bei dem ein elektrodynamisches Bremsen auch im Falle von Schnellbremsungen besonders sicher möglich ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Fahrzeug mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausge staltungen des erfindungsgemäßen Fahrzeugs sind in Unteran sprüchen angegeben.

Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Fahrzeug zu sätzlich zu dem schienenfahrzeugeigenen Drehstrombordnetz ein zweites Bordnetz aufweist und die zumindest eine Kühlmittel pumpe an das zweite Bordnetz angeschlossen ist.

Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Fahrzeugs ist darin zu sehen, dass eine elektrische Speisung der Kühlmit telpumpe bzw. Kühlmittelpumpen mittels eines zweiten Bordnet zes erfolgt, das von dem fahrzeugeigenen Drehstrombordnetz vorzugsweise entkoppelt ist und von etwaigen über das Dreh strombordnetz übertragenen Störsignalen kaum oder zumindest nicht signifikant beeinträchtigt wird. Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass aufgrund des Anschlusses vieler anderer Komponenten des Fahrzeugs an das Drehstrom bordnetz in nicht unerheblichem Maße Störsignale auftreten können, die einen sicheren Betrieb der Kühlmittelpumpen wo möglich gefährden. An dieser Stelle setzt die Erfindung an, indem erfindungsgemäß vorgesehen wird, die Kühlmittelpumpen über ein zweites Bordnetz zu speisen. Aufgrund der erfin dungsgemäß individuellen Speisung der Kühlmittelpumpen ist in besonders sicherer Weise insbesondere die Kühlung der Leis tungshalbleiter der Stromrichter, die während eines elektro dynamischen Bremsvorgangs dauerhaft funktionieren müssen, ge währleistet. Würde die Kühlung ausfallen, würden die Leis tungshalbleiter nach kurzer Zeit ihre Grenztemperatur errei chen, also noch während eines Schnellbremsvorgangs, der bei Hochgeschwindigkeitszügen einige Minuten dauern kann; eine solche Gefahrensituation lässt sich bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung vermeiden oder zumindest die Gefahr eines Auf tretens einer solchen Gefahrensituation reduzieren.

Das zweite Bordnetz ist vorzugsweise ein Gleichspannungsnetz, nachfolgend auch Gleichspannungsbordnetz genannt. Das zweite Bordnetz wird bevorzugt durch zumindest einen elektrischen Ladungsspeicher gestützt, ist also mit anderen Worten vorzugsweise ein mittels zumindest eines elektrischen Ladungsspeichers gestütztes Gleichspannungsbordnetz.

Vorteilhaft ist es, wenn das zweite Bordnetz über mindestens ein Batterieladegerät an die Ausgangsseite zumindest eines Gleichspannungsstellers, insbesondere eines DC/DC-Wandlers, angeschlossen ist, dessen Eingangsseite mit dem Gleichspan- nungszwischenkreis verbunden ist.

Der zumindest eine elektrische Ladungsspeicher ist vorzugs weise eine Batterie.

Der elektrische Ladungsspeicher bzw. die Batterie ist vor zugsweise über das genannte Batterieladegerät oder ein ande res Batterieladegerät an die Ausgangsseite des Gleichspan nungsstellers angeschlossen.

Der Gleichspannungssteller, das Batterieladegerät und ein Wechselrichter, der den Gleichspannungssteller und das Dreh strombordnetz koppelt, sind vorzugsweise integrale Bestand teile einer Hilfsbetriebeumrichtereinheit des Fahrzeugs.

Die Kühlmittelpumpe oder zumindest eine der Kühlmittelpumpen ist bevorzugt eine drehstrombetriebene Kühlmittelpumpe, die mittels eines Umrichters an das Gleichspannungsbordnetz ange schlossen ist.

Vorteilhaft ist es, wenn das Fahrzeug eine Vielzahl an Kühl mittelpumpen aufweist und jede der Kühlmittelpumpen oder zu mindest eine Teilgruppe der Kühlmittelpumpen jeweils mittels eines eigenen Umrichters an das Gleichspannungsbordnetz ange schlossen ist. Der oder die Umrichter werden vorzugsweise jeweils mittels des von derjenigen Kühlmittelpumpe gepumpten Kühlmittels ge kühlt, die an den jeweiligen Umrichter angeschlossen ist.

Der oder die Umrichter erfüllen vorzugsweise einen vorgegebe nen Sicherheitsintegritätslevel (SIL) von SIL1 oder besser.

Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Kühlmittelpumpe oder zumindest eine der Kühlmittelpumpen eine gleichstrombetriebene, insbesondere bürstenlose, Kühlmittel pumpe ist, die unmittelbar an das Gleichspannungsbordnetz an geschlossen ist.

Der oder die gleichstrombetriebenen, bevorzugt bürstenlosen, Kühlmittelpumpen und/oder deren interne Logik erfüllen vor zugsweise den Sicherheitsintegritätslevel SIL1 oder besser.

Auch kann, alternativ oder zusätzlich, vorgesehen sein, dass das Fahrzeug zusätzlich zu dem zweiten Bordnetz ein drittes Bordnetz aufweist, das über zumindest einen Wechselrichter mit dem zweiten Bordnetz, dem oder den Batterieladegeräten und dem oder den Ladungsspeichern in Verbindung steht. Das dritte Bordnetz wird somit also vorzugsweise von dem zweiten Bordnetz und/oder dem oder den Batterieladegeräten und/oder dem oder den Ladungsspeichern gespeist.

Die zumindest eine Kühlmittelpumpe oder zumindest eine der Kühlmittelpumpen wird vorzugsweise von dem dritten Bordnetz gespeist .

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das zweite Bordnetz ein Gleichspannungsbordnetz, insbesondere ein mittels zumindest eines elektrischen Ladungsspeichers gestütztes Gleichspan nungsbordnetz, ist und das dritte Bordnetz ein Drehstromnetz ist.

Das zweite Bordnetz wird vorzugsweise von zumindest zwei Gleichspannungsstellern, vorzugsweise jeweils über ein zwi- schengeschaltetes Batterieladegerät, gespeist, die jeweils von dem Gleichspannungszwischenkreis oder einem der Gleich- spannungszwischenkreise des Fahrzeugs gespeist werden.

Das Fahrzeug weist besonders bevorzugt zwei oder mehr Hilfsbetriebeumrichtereinheiten auf, die jeweils als integra le Bestandteile einen Gleichspannungssteller, ein Batteriela degerät, einen Wechselrichter, der den oder einen der Gleich- spannungszwischenkreise und das Drehstrombordnetz koppelt, und einen Wechselrichter, der das dritte Bordnetz mit Energie des zweiten Bordnetzes und/oder des oder der Batterieladege räte und/oder des oder der Ladungsspeicher speist, aufweisen.

Der oder die Wechselrichter, die das dritte Bordnetz mit Energie des zweiten Bordnetzes und/oder des oder der Batte rieladegeräte und/oder des oder der Ladungsspeicher speisen, erfüllen bevorzugt jeweils einen vorgegebenen Sicherheitsin- tegritätslevel von SIL1 oder besser.

Das Fahrzeug ist vorzugsweise mit zumindest einem Stromabneh mer zum Anschluss an ein streckenseitiges Energieversorgungs netz ausgestattet.

Der Gleichspannungszwischenkreis steht vorzugsweise mit dem Stromabnehmer in Verbindung.

Das Fahrzeug kann ein oder mehr Gleichspannungszwischenkreise aufweisen, die jeweils dasselbe fahrzeugeigene Drehstrombord netz, dasselbe zweite Bordnetz und so vorhanden dasselbe dritte Bordnetz speisen.

An jedes der Gleichspannungszwischenkreise können jeweils ein oder mehr Hilfsbetriebeumrichtereinheiten, ein oder mehr Bat terien sowie ein oder mehr Kühlpumpen angeschlossen sein.

Der oder die Gleichspannungszwischenkreise sind vorzugsweise jeweils Bestandteile des Stromrichters, der zusätzlich zu dem jeweiligen Gleichspannungszwischenkreis einen Umrichter zum Anschluss an einen fahrzeugseitigen Stromabnehmer, falls vor teilhaft einen Transformator zwischen dem Stromabnehmer, den Umrichter und für jeden von dem Stromrichter zu speisenden Antriebsmotor jeweils einen Pulswechselrichter aufweisen kann.

Das fahrzeugeigene Drehstrombordnetz, das zweite Bordnetz und so vorhanden das dritte Bordnetz sind vorzugsweise jeweils fahrzeugübergreifende Netze, die beispielsweise von sich durch das gesamte Fahrzeug hindurch erstreckenden Stromlei tungen- und/oder schienen gebildet werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie len näher erläutert; dabei zeigen beispielhaft

Figur 1 Bestandteile eines ersten Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Fahrzeug, bei dem ein zwei tes Bordnetz in Form eines Gleichspannungsnetzes von einer Hilfsbetriebeumrichtereinheit gespeist wird und Kühlmittelpumpen gleichstrombetrieben sind,

Figur 2 Bestandteile eines zweiten Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Fahrzeug, bei dem ein zweites Bordnetz in Form eines Gleichspannungsnet zes von zwei oder mehr Hilfsbetriebeumrichter einheiten gespeist wird und Kühlmittelpumpen gleichstrombetrieben sind,

Figur 3 Bestandteile eines dritten Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Fahrzeug, bei dem ein zweites Bordnetz in Form eines Gleichspannungsnet zes von zwei oder mehr Hilfsbetriebeumrichter einheiten gespeist wird und Kühlmittelpumpen dreh strombetrieben sind,

Figur 4 Bestandteile eines vierten Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Fahrzeug, bei dem ein zweites Bordnetz in Form eines Gleichspannungsnet zes und ein drittes Bordnetz in Form eines Dreh stromnetzes vorhanden sind und Kühlmittelpumpen drehstrombetrieben sind, und

Figur 5 Bestandteile eines fünften Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Fahrzeug, bei dem zwei oder mehr Stromrichter mit jeweils einem darin enthaltenen Gleichspannungszwischenkreis über zu geordnete Hilfsbetriebeumrichtereinheiten dasselbe zweite Bordnetz und dasselbe Drehstrombordnetz speisen, die sich durch das gesamte Fahrzeug er strecken.

In den Figuren werden für identische oder vergleichbare Kom ponenten stets dieselben Bezugszeichen verwendet.

Die Figur 1 zeigt Bestandteile eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes, elektrisch antreibbares Schienenfahr zeug 10. Das Schienenfahrzeug 10 ist über zumindest einen Stromabnehmer 20 an ein streckenseitiges Energieversorgungs netz 30 angeschlossen.

Ein Gleichspannungszwischenkreis 40 des Schienenfahrzeugs 10 ist unmittelbar oder - wie in der Figur 1 gezeigt - mittelbar über einen zwischengeschalteten Umrichter 50 (sowie bei spielsweise einen nicht gezeigten Transformator) an den Stromabnehmer 20 und damit an das streckenseitige Energiever sorgungsnetz 30 angeschlossen.

Mit dem Gleichspannungszwischenkreis 40 steht eine Hilfsbe triebeumrichtereinheit 60 in Verbindung, die einen Gleich spannungssteller 61, einen Wechselrichter 62 und ein Batte rieladegerät 63 umfasst. Die Eingangsseite 61a des Gleich spannungsstellers 61 ist an den Gleichspannungszwischenkreis 40 angeschlossen und wird von diesem mit Energie versorgt. Eine Ausgangsseite 61b des Gleichspannungsstellers 61 ist an die Eingangsseite 62a des Wechselrichters 62 und an die Ein gangsseite 63a des Batterieladegeräts 63 angeschlossen.

Eine Ausgangsseite 62b des Wechselrichters 62 steht mit einem schienenfahrzeugeigenen Drehstrombordnetz 70 in Verbindung.

Antriebsmotoren 90 des Schienenfahrzeugs 10 werden von Puls wechselrichtern 91 angesteuert. Die Pulswechselrichter 91, der Umrichter 50 und der Gleichspannungszwischenkreis 40 sind bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 Bestandteile eines Stromrichters 80, der von in den Figuren nicht weiter gezeig tem Kühlmittel gekühlt wird, das von stromrichtereigenen oder zumindest stromrichterzugeordneten bzw. stromrichterindividu ellen Kühlmittelpumpen 100 in nicht weiter gezeigten Kühl kreisläufen umgepumpt wird. Die Kühlmittelpumpen 100 sind gleichstrombetrieben und werden vorzugsweise von nicht weiter gezeigten bürstenlosen Gleichstrommotoren (sogenannten BLDC- Motoren) angetrieben.

Die gleichstrombetriebenen, bevorzugt bürstenlosen Kühlmit telpumpen 100 erfüllen vorzugsweise den Sicherheitsintegri- tätslevel SIL1 oder besser.

Die Kühlmittelpumpen 100 stehen mit einem zweiten Bordnetz 110 in Form eines Gleichspannungsbordnetzes des Schienenfahr zeugs 10 in Verbindung und werden von diesem zweiten Bordnetz 110 mit Energie versorgt. Das zweite Bordnetz 110 steht mit der Ausgangsseite 63b des Batterieladegeräts 63 in Verbin dung, an das auch eine Batterie 120 angeschlossen ist.

Das zweite Bordnetz 110 wird durch die Batterie 120 stabili siert und kann von dieser bei Ausfall des Batterieladegeräts 63 oder bei Ausfall der Energieversorgung des Batterieladege räts 63 hilfsweise mit Energie versorgt werden. Die Energie versorgung der Kühlmittelpumpen 100 wird durch die Batterie 120 also abgesichert, da das zweite Bordnetz 110 batteriege stützt ist. Die bürstenlosen Kühlmittelpumpen 100 erfüllen vorzugsweise den Sicherheitsintegritätslevel SIL1.

Die Figur 2 zeigt eine Ausführungsvariante des Ausführungs beispiels gemäß Figur 1. Bei der Ausführungsvariante gemäß Figur 2 weist das Schienenfahrzeug 10 zwei oder mehr Hilfsbe triebeumrichtereinheiten 60 auf, die jeweils eingangsseitig an den Gleichspannungszwischenkreis 40 angeschlossen sind und von diesem mit Energie des streckenseitigen Energieversor gungsnetzes 30 versorgt werden. Die Hilfsbetriebeumrichter einheiten 60 können vom Aufbau her vergleichbar oder iden tisch sein.

Die Hilfsbetriebeumrichtereinheiten 60 stehen ausgangsseitig jeweils mit dem zweiten Bordnetz 110 in Verbindung, wobei die Batterieladegeräte 63 der Hilfsbetriebeumrichtereinheiten 60 jeweils das zweite Bordnetz 110 speisen.

Jedes der Batterieladegeräte 63 ist mit seiner Ausgangsseite 63b außerdem mit einer Batterie 120 verbunden, die zu einer Stützung des zweiten Bordnetzes 110 dient, falls es zu einem Ausfall der eingangsseitigen Speisung der Batterieladegeräte 63 oder zu einem Ausfall der Batterieladegeräte 63 selbst kommt.

Im Übrigen gelten die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 entsprechend.

Die Figur 3 zeigt Bestandteile eines dritten Ausführungsbei spiels für ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug 10. Bei dem dritten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 sind die Kühlmit telpumpen 100 nicht gleichstrombetrieben, wie dies bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 und 2 der Fall ist, sondern drehstrombetrieben und werden von nicht weiter ge zeigten Drehstrommotoren angetrieben. Um einen Anschluss der drehstrombetriebenen Kühlmittelpumpen 100 an das zweite Bord netz 110, bei dem es sich auch bei dem dritten Ausführungs beispiel um ein Gleichspannungsnetz handelt, zu ermöglichen, ist den Kühlmittelpumpen 100 jeweils ein pumpeneigener Um richter 101 vorgeordnet, der die vom zweiten Bordnetz 110 zur Verfügung gestellte Gleichspannung in eine zum Betrieb der Kühlmittelpumpen 100 geeignete Drehspannung umwandelt.

Die pumpeneigenen Umrichter 101 erfüllen vorzugsweise den Si- cherheitsintegritätslevel SIL1.

Im Übrigen gelten die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen gemäß Figur 1 und 2 für das Ausfüh rungsbeispiel gemäß Figur 3 entsprechend.

Die Figur 4 zeigt Bestandteile eines vierten Ausführungsbei spiels für ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug 10. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 ist zusätzlich zu dem Dreh strombordnetz 70 und dem zweiten Bordnetz 110 ein drittes Bordnetz 150 vorhanden, das von den Hilfsbetriebeumrichter einheiten 60 gespeist wird. Zu diesem Zweck weisen die Hilfsbetriebeumrichtereinheiten 60 jeweils zusätzlich zu ih rem Wechselrichter 62, mit dem das Drehstrombordnetz 70 ge speist wird und der nachfolgend auch erster Wechselrichter 62 genannt wird, einen zweiten Wechselrichter 64 auf, der mit seiner Eingangsseite 64a an die Ausgangsseite 63b des Batte rieladegerätes 63 und damit an die Batterien 120 angeschlos sen ist.

Die Ausgangsseite 64b des zweiten Wechselrichters 64 speist das dritte Bordnetz 150, das als Drehstromnetz ausgebildet ist und ein zweites Drehstrombordnetz bildet.

Die Kühlmittelpumpen 100, die zum Kühlen der Stromrichter 80 und vorzugsweise auch zum Kühlen der Antriebsmotoren 90 vor handen sind, sind vorzugsweise drehstrombetriebene Kühlmit telpumpen, die an das dritte Bordnetz 150 angeschlossen und von diesem mit Energie versorgt werden.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 dienen zum Speisen des dritten Bordnetzes 150 zwei oder vorzugsweise zumindest zwei Hilfsbetriebeumrichtereinheiten 60, um eine Redundanz im Falle eines Ausfalls einer der Hilfsbetriebeumrichtereinhei ten 60 bzw. eines der zweiten Wechselrichter 64 der Hilfsbe triebeumrichtereinheiten 60 zu gewährleisten.

Die zweiten Umrichter 64 der Hilfsbetriebeumrichtereinheiten 60 erfüllen vorzugsweise einen Sicherheitsintegritätslevel von SIL1 oder besser.

Im Übrigen gelten die obigen Ausführungen im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 bis 3 für das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 entsprechend.

In den Figuren 1 bis 4 ist aus Gründen der Übersicht jeweils nur ein Gleichspannungszwischenkreis 40 und ein den Gleich- spannungszwischenkreis 40 enthaltender Stromrichter 80 ge zeigt. Das Schienenfahrzeug 10 kann ein oder mehr Gleichspan- nungszwischenkreise 40 aufweisen, die jeweils dasselbe fahr zeugeigene Drehstrombordnetz 70, dasselbe zweite Bordnetz 110 und so vorhanden dasselbe dritte Bordnetz 150 speisen. Jeder der Gleichspannungszwischenkreise 40 bzw. jeder der Strom richter 80 kann an einen eigenen Stromabnehmer 20 angeschlos sen sein; alternativ können sich Gleichspannungszwischenkrei se 40 bzw. Stromrichter 80 auch Stromabnehmer 20 teilen.

An jedes der Gleichspannungszwischenkreise 40 können jeweils ein oder mehr Hilfsbetriebeumrichtereinheiten 60, ein oder mehr Batterien 120 sowie ein oder mehr Kühlpumpen 100 ange schlossen sein.

Das fahrzeugeigene Drehstrombordnetz 70, das zweite Bordnetz 110 und so vorhanden das dritte Bordnetz 150 sind vorzugswei se jeweils fahrzeugübergreifende Netze, die beispielsweise von sich durch das gesamte Schienenfahrzeug 10 hindurch er streckenden Stromleitungen- und/oder schienen gebildet wer den. Die Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem zwei oder mehr Stromrichter 80 mit jeweils einem darin enthaltenen (ei genen bzw. individuellen) Gleichspannungszwischenkreis 40 über zugeordnete Hilfsbetriebeumrichtereinheiten 60 dasselbe zweite Bordnetz 110 und dasselbe Drehstrombordnetz 70 spei sen. Das zweite Bordnetz 110 und das Drehstrombordnetz 70 er strecken sich durch das gesamte Fahrzeug 10 hindurch.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 sind die Stromrich- ter 80 an denselben Stromabnehmer 20 angeschlossen; alterna tiv können sie auch an eigene Stromabnehmer 20 angeschlossen sein. Vorteilhaft ist es, wenn zwischen Stromrichter 80 und Stromabnehmer 20 ein Transformator (nicht gezeigt) zur Span nungsreduktion zwischengeschaltet ist.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungs beispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste

10 Schienenfahrzeug

20 Stromabnehmer

30 Energieversorgungsnetz

40 Gleichspannungszwischenkreis

50 Umrichter

60 Hilfsbetriebeumrichtereinheit

61 Gleichspannungssteiler

61a EingangsSeite

61b Ausgangsseite

62 Wechselrichter

62a Eingangsseite

62b Ausgangsseite

63 Batterieladegerät

63a Eingangsseite

63b Ausgangsseite

64 Wechselrichter

64a Eingangsseite

64b Ausgangsseite

70 Drehstrombordnetz

80 Stromrichter

90 Antriebsmotor

91 Pulswechselrichter

100 Kühlmittelpumpe

101 Umrichter

110 zweites Bordnetz

120 Batterie

150 drittes Bordnetz