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Patent Searching and Data


Title:
EMITTER AND METHOD FOR EMITTING LIGHT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/037459
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an emitter (1) and to a method for emitting light. The emitter (1) comprises a substrate (2) having a substrate surface (3) and at least one LED element (5) arranged on the substrate surface (3) for generating the light to be emitted. An active cooling unit for cooling the at least one LED element (5) has at least one cooling channel (7). The at least one cooling channel (7) is arranged on the substrate surface (3) in a beam path of at least a part of the producible light that is to be emitted by the at least one LED element (5) in order to deflect the light to be emitted.

Inventors:
ANDREEV ZHELIO (DE)
DÖRR MARCEL (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/071189
Publication Date:
March 04, 2021
Filing Date:
July 28, 2020
Export Citation:
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Assignee:
WUERTH ELEKTRONIK EISOS GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
F21V29/503; F21V29/58; F21V29/83; H01L33/64; H05K1/02; F21Y115/10
Foreign References:
US20080191236A12008-08-14
US20030052584A12003-03-20
US20050094397A12005-05-05
US20170009961A12017-01-12
EP1780804A12007-05-02
US20120044678A12012-02-23
DE102019213150A2019-08-30
EP1681728A12006-07-19
DE102007054039A12009-03-19
DE102010007687A12011-08-11
US20050094397A12005-05-05
Attorney, Agent or Firm:
RAU, SCHNECK & HÜBNER PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Strahler zum Abstrahlen von Licht, aufweisend ein Substrat (2) mit einer Substrat-Oberfläche (3), - mindestens ein auf der Substrat-Oberfläche (3) angeordnetes LED-

Element (5) zur Erzeugung des abzustrahlenden Lichts, und eine aktive Kühleinheit (6) zur Kühlung des mindestens einen LED-Elements (5) mit mindestens einem Kühlkanal (7; 7a; 7b) für ein Kühlmittel (8), wobei der mindestens eine Kühlkanal (7; 7a; 7b) in einem Strahlen gang (S4; S5; SÖ) von zumindest einem Teil des mittels des mindestens einen LED-Elements (5) erzeugbaren abzustrahlenden Lichts zur Um lenkung des abzustrahlenden Lichts angeordnet ist, wobei die Umlenkung des abzustrahlenden Lichts ohne Änderung einer Frequenz des abzustrahlenden Lichts erfolgt.

2. Strahler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch den mindestens einen Kühlkanal (7; 7a; 7b) zumindest ein Teil des abzustrahlenden Lichts in Richtung einer vor definierten Hauptab Strahlrichtung (15), insbesondere einer senkrecht zu der Sub strat-Oberfläche (3) definierten Hauptab Strahlrichtung (15), ablenkbar ist.

3. Strahler nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlkanal-Grenzfläche (14; 14a; 14b) des mindestens einen Kühlkanals (7; 7a; 7b) zumindest bereichsweise derart ausgebildet ist, dass zumindest ein Teil des abzustrahlenden Lichts an der Kühlkanal- Grenzfläche (14; 14a; 14b) reflektiert wird. 4. Strahler mindestens nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Kühlkanal (7; 7a; 7b) in einer durch die Sub- strat-Oberfläche (3) gebildeten Ebene benachbart zu dem mindestens einen LED-Element (5) angeordnet ist.

5. Strahler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine LED-Element (5) an mindestens zwei Seiten in der durch die Substrat-Oberfläche (3) definierten Ebene an den min destens einen Kühlkanal (7; 7a; 7b) angrenzt.

6. Strahler nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeich net, dass ein dem jeweils benachbarten LED-Element (5) zugewandter Be reich einer Kühlkanal-Grenzfläche (14; 14a; 14b) des mindestens einen Kühlkanals (7; 7a; 7b) sich mit zunehmendem Abstand von der Sub strat-Oberfläche (3) von dem benachbarten LED-Element (5) weger streckt.

7. Strahler nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine LED-Element (5) und der mindestens eine Kühlkanal (7; 7a; 7b) in einer transparenten Einkapselung (12) einge- bettet sind.

8. Strahler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Kühlkanal (7; 7a; 7b) als Hohlraum in der Einkapselung (12) ausgebildet ist. 9. Strahler nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeich net, dass die Einkapselung (12) ein Silikon-Elastomer und/oder ein Harz, insbesondere ein Epoxidharz, aufweist.

10. Strahler nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Brechungsindex PE der transparenten Einkapselung (12) grö- ßer als ein Brechungsindex hk des Kühlkanals (7; 7a; 7b) ist.

11. Strahler nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberflächentangente (17; 17a; 17b) eines dem mindestens ei nen LED-Element (5) zugewandten Bereichs einer Kühlkanal-Grenz- fläche (14; 14a; 14b) des mindestens einen Kühlkanals (7; 7a; 7b) unter einem Winkel d zu der Substrat-Oberfläche (3) verläuft, wobei gilt: d < 90° - siir'ink/ni:). 12. Strahler nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Querschnitt des mindestens einen Kühlkanals (7) polygonför mig, insbesondere dreieckig, ist. 13. Strahler nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Kühlkanal (7; 7a; 7b) senkrecht zu der Sub strat-Oberfläche (3) eine Ausdehnung zwischen 1 mm und 20 mm, ins besondere zwischen 1 mm und 15 mm, aufweist. 14. Strahler nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Kühlkanal (7; 7a; 7b) ein Ethylenglycol auf- weisendes Kühlmittel (8) enthält.

15. Verfahren zum Abstrahlen von Licht mittels eines Strahlers mit den Schritten:

Bereitstellen eines Strahlers (1; la; lb), aufweisend — ein Substrat (2) mit einer Substrat-Oberfläche (3),

— mindestens ein auf der Substrat-Oberfläche (3) angeordnetes LED-Element (5) zur Erzeugung von abzustrahlenden Licht, und

— eine aktive Kühleinheit (6) zur Kühlung des mindestens einen LED-Elements (5) mit mindestens einem Kühlkanal (7; 7a; 7b) für ein Kühlmittel (8), wobei der mindestens eine Kühlkanal (7; 7a; 7b) in einem Strah lengang (S4; S5; SÖ) von zumindest einem Teil des mittels des min destens einen LED-Elements (5) erzeugbaren abzustrahlenden Lichts angeordnet ist,

Erzeugen des abzustrahlenden Lichts mittels des mindestens einen LED-Elements (5),

Kühlen des mindestens einen LED-Elements (5) mittels der akti ven Kühleinheit (6) und - Umlenken mindestens eines Teils des abzustrahlenden Lichts mit tels des mindestens einen Kühlkanals (7; 7a; 7b), wobei die Umlenkung des abzustrahlenden Lichts ohne Änderung einer Frequenz des abzustrahlenden Lichts erfolgt.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des abzustrahlenden Lichts durch den min destens einen Kühlkanal (7; 7a; 7b) in Richtung einer vordefinierten Hauptab Strahlrichtung (15), insbesondere in Richtung einer senkrecht zu der Substrat-Oberfläche (3) definierten Hauptabstrahlrichtung (15), abgelenkt wird.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekenn zeichnet, dass die Umlenkung mindestens eines Teils des abzustrahlenden Lichts durch Reflexion, insbesondere Totalreflexion an einer Kühlkanal- Grenzfläche (14; 14a; 14b) des mindestens einen Kühlkanals (7; 7a;

7b) erfolgt.

Description:
Strahler und Verfahren zum Abstrahlen von Licht

Der Inhalt der deutschen Patentanmeldung DE 102019213 150.6 wird durch Bezugnahme hierin aufgenommen.

Die Erfindung betrifft einen Strahler zum Abstrahlen von Licht, insbeson dere von sichtbaren Licht, Infrarotlicht und/oder UV-Licht. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Leuchte zum Abstrahlen von sichtbarem Licht. Lemer betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Abstrahlen von Licht mit tels eines Strahlers.

Aus der EP 1 681 728 Al ist eine Leuchte mit LED-Leuchtelementen be kannt, die ultraviolettes Licht (UV-Licht) erzeugen. Über eine Lichtwan deleinheit wird das UV-Licht in sichtbares Licht gewandelt. Zur Kühlung der Lichtwandeleinheit ist ein Wärmeableitungselement vorgesehen. Aus der DE 102007 054 039 Al ist eine Leuchtdiode bekannt, bei der Llüssig- keit zur Lichtkonversion verwendet wird. Die DE 102010007687 Al be schreibt eine LED-Lampe mit einem Wärmerohr als Kühlung. Die US 2005/0094397 Al beschreibt eine Lichtquelle und einen Projektor.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Strahler zur Abstrahlung von Licht zu schaffen. Es soll insbesondere ein Strahler bereitgestellt werden, der effizient und konstruktiv einfach ist.

Diese Aufgabe ist gelöst durch einen Strahler mit den in Anspruch 1 ange gebenen Merkmalen. Der Strahler weist ein Substrat mit einer Substrat- Oberfläche auf. Mindestens ein LED-Element zur Erzeugung des abzu strahlenden Lichts ist auf der Substrat-Oberfläche angeordnet. Der Strahler weist eine aktive Kühleinheit zur Kühlung des mindestens einen LED- Elements mit mindestens einem Kühlkanal für ein Kühlmittel auf. Der min destens eine Kühlkanal ist in einem Strahlengang von zumindest einem Teil des mittels des mindestens einen LED-Elements erzeugbaren abzu strahlenden Lichts zur Umlenkung des abzustrahlenden Lichts angeordnet. Der mindestens eine Kühlkanal ist insbesondere an der Substrat-Oberfläche angeordnet. Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass der mindestens eine zur Kühlung des mindestens einen LED-Elements verwendete Kühlkanal auch zur Umlenkung des mittels des LED-Elements erzeugbaren Lichts nutzbar ist. Hierdurch kann die Abstrahlcharakteristik des Strahlers auf einfache Weise angepasst werden. Auf die Verwendung weiterer Optiken kann ver zichtet werden. Der Strahler ist effizient und weist einen einfachen Aufbau auf.

Das durch das mindestens eine LED-Element erzeugbare Licht breitet sich im Regelfall gleichmäßig über den gesamten Raumwinkelbereich von 2p oberhalb der Substrat-Oberfläche aus. Durch die Umlenkung zumindest ei nes Teils des Lichts mittels des mindestens einen Kühlkanals ist die Vertei lung des Lichts, insbesondere der abgedeckte Raumwinkelbereich, verän derbar. Die Umlenkung des Lichts erfolgt beispielsweise durch Reflexion und/oder Brechung des Lichts an dem mindestens einen Kühlkanal.

Durch die Umlenkung zumindest eines Teils des Lichts durch den mindes tens einen Kühlkanal ist insbesondere eine Bündelung des durch den Strah ler abzustrahlenden Lichts möglich. Unter Bündelung wird verstanden, dass der Raumwinkelbereich, in welchen der Strahler Licht abstrahlt, ver ringert wird. Hierdurch wird die Intensität des abgestrahlten Lichts in dem abgedeckten Raumwinkelbereich erhöht. Der Strahler leuchtet einen vorde- fmierten Raum winkelbereich effizient aus. Der Strahler dient zur Abstrahlung von Licht. Das mindestens eine LED- Element erzeugt bei Verwendung des Strahlers direkt das abzustrahlende Licht. Dies bedeutet, dass der Strahler das Licht in dem Frequenzbereich abstrahlt, der von dem mindestens einen LED-Element erzeugbar ist. Eine Umwandlung bzw. Frequenzänderang des mittels des mindestens einen LED-Elements erzeugten Lichts ist nicht erforderlich. Die Umlenkung des abzustrahlenden Lichts erfolgt ohne Änderung der Frequenz des abzustrah lenden Lichts. Insbesondere wird das mittels des mindestens einen LED- Elements erzeugte Licht nicht durch eine Lichtwandeleinheit absorbiert und in einen anderen Frequenzbereich gewandelt. Dementsprechend erfolgt die Umlenkung zumindest eines Teils des Lichts durch den mindestens ei nen Kühlkanal ohne Änderung der Frequenz des durch das mindestens eine LED-Element erzeugten Lichts. Die Effizienz des Strahlers ist verbessert.

Das abzustrahlende Licht ist insbesondere sichtbares Licht, Infrarotlicht und/oder UV-Licht. Das abzustrahlende Licht kann beispielsweise eine Frequenz zwischen 180 THz und 3000 THz aufweisen. Sichtbares Licht ist elektromagnetische Strahlung in einem Frequenzbereich, der durch das menschliche Auge wahrgenommen werden kann. Im Allgemeinen erstreckt sich der sichtbare Frequenzbereich von etwa 400 THz bis etwa 790 THz. Zur Abstrahlung von sichtbaren Licht wird dieses direkt durch das LED- Element erzeugt. Eine Umwandlung von mittels des LED-Elements er zeugter elektromagnetischer Strahlung in sichtbares Licht erfolgt nicht. Ins besondere findet keine Umwandlung von mittels eines LED-Elements er zeugtem UV-Licht in sichtbares Licht statt. Ein Strahler zum Abstrahlen von sichtbaren Licht dient zur Beleuchtung und wird auch als Leuchte oder Luminaire bezeichnet. Bevorzugt deckt das abzustrahlende Licht den sicht baren Frequenzbereich ab. Besonders bevorzugt ist das abzustrahlende Licht Weißlicht. Der Strahler kann eine Weißlicht-Leuchte sein. Strahler zur Abstrahlung von Infrarotlicht können beispielsweise zur Infra rotbeleuchtung bei Überwachungskameras, für Bilderkennungs- und Über wachung s Systeme und für Datenübertragungssysteme eingesetzt werden. Besonders geeignet ist Infrarotlicht im nahen Infrarotbereich. Es weist bei spielsweise eine Frequenz zwischen etwa 180 THz und etwa 399 THz auf.

Strahler zur Abstrahlung von UV-Licht werden beispielsweise zur Desin fektion, UV-Aushärtung und UV-Trocknung eingesetzt. Besonders geeig- net ist UV-Licht im nahen und mittleren UV-Bereich. Geeignetes UV-

Licht kann beispielsweise eine Frequenz zwischen etwa 791 THz und etwa 3000 THz aufweisen. LED-Elemente zur Erzeugung von UV-Licht weisen regelmäßig einen nur geringen Wirkungsgrad auf, beispielsweise einen Wirkungsgrad von kleiner 20 %. Daher ist ein durch die Umlenkung, ins- besondere Bündelung des abzustrahlenden Lichts erzielbarer Effizienzge winn für Strahler zur Abstrahlung von UV-Licht besonders vorteilhaft.

Das Substrat ist insbesondere eine Leiterplatte. Das Substrat weist eine Substrat-Oberfläche auf, auf welcher das mindestens eine LED-Element angeordnet ist. Das Substrat weist insbesondere eine weitere Substrat- Oberfläche auf, die von der ersten Substrat-Oberfläche um eine Substrat- Dicke beabstandet ist. Zur genaueren Unterscheidung werden im Folgen den die Substrat-Oberfläche, auf der das mindestens eine LED-Element an geordnet ist, auch als erste Substrat-Oberfläche beziehungsweise die wei- tere Substrat-Oberfläche, an der das mindestens eine LED-Element nicht angeordnet ist, als zweite Substrat-Oberfläche bezeichnet. Wird im Folgen den lediglich auf „die Substrat-Oberfläche“ Bezug genommen, ist die Sub strat-Oberfläche gemeint, auf welcher das mindestens eine LED-Element angeordnet ist. Der Strahler weist mindestens ein LED-Element, insbesondere mehrere LED-Elemente auf. Im Falle mehrerer LED-Elemente können diese belie big auf der ersten Substrat-Oberfläche angeordnet sein. Bevorzugt sind mehrere LED-Elemente in regelmäßigen Abständen auf der ersten Sub strat-Oberfläche angeordnet.

Das mindestens eine LED-Element kann jeweils eine oder mehrere LEDs aufweisen. Das mindestens eine LED-Element weist insbesondere mindes- tens einen LED-Chip, insbesondere einen High-Power-Chip, auf. Insbeson dere wenn mit dem LED-Element sichtbares Licht erzeugbar ist, wird das LED-Element auch als LED-Leuchtmittel bezeichnet. Zur Abstrahlung sichtbaren Lichts kann das LED-Leuchtmittel insbesondere einen LED- Chip aufweisen, mit dem sichtbares Licht, insbesondere ausschließlich sichtbares Licht erzeugbar ist. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann mit tels mindestens eines LED-Chips Licht im nicht sichtbaren Bereich erzeug bar sein. Gegebenenfalls kann das mindestens eine LED-Leuchtmittel eine Lichtwandeleinheit umfassen, über welche das mittels des mindestens ei nen LED-Chips erzeugte Licht in sichtbares Licht gewandelt wird.

Die aktive Kühleinheit dient zur Kühlung des mindestens einen LED- Elements. Die aktive Kühleinheit weist mindestens einen Kühlkanal für ein Kühlmittel, insbesondere eine Kühlflüssigkeit, auf. Das Kühlmittel wird in dem mindestens einen Kühlkanal insbesondere durch eine Pumpe der akti- ven Kühleinheit gepumpt.

Der mindestens eine Kühlkanal ist an der bzw. benachbart zu der ersten Substrat-Oberfläche angeordnet. Der mindestens eine Kühlkanal ist an der- selben Substrat-Oberfläche wie das mindestens eine LED-Element ange ordnet. Die Kühlung des mindestens einen LED-Elements erfolgt direkt. Eine Wärmeabfuhr über das Substrat, beispielsweise zu an der zweiten Substrat-Oberfläche angeordneten Kühlkanälen, ist nicht nötig. Die Küh lung des mindestens einen LED-Elements ist effizient.

Die aktive Kühleinheit weist insbesondere mehrere Kühlkanäle, bevorzugt ein Netzwerk aus Kühlkanälen, auf. Der Verlauf der Kühlkanäle kann an eine Anordnung mehrerer LED-Elemente auf der ersten Substrat-Oberflä che angepasst sein. Insbesondere verlaufen mehrere Kühlkanäle an der ers ten Substrat-Oberfläche zwischen den LED-Elementen.

Ein Strahler nach Anspruch 2 gewährleistet eine gezielte und effiziente Umlenkung, insbesondere Bündelung, des Lichts. Die Hauptab Strahlrich tung ist insbesondere senkrecht zu der Substrat-Oberfläche definiert. Eine Ablenkung in Richtung der Hauptab Strahlrichtung ist derart zu verstehen, dass eine Komponente der Ausbreitungsrichtung des Strahlengangs des Lichts in Hauptab Strahlrichtung vergrößert wird. Beispielsweise weist der Strahlengang von mittels des LED-Elements erzeugbaren Lichts einen Ab strahlwinkel b zu der Hauptab Strahlrichtung auf, wobei gilt: 0° < b < 90°. Für b 0° verläuft der Strahlengang nicht parallel zur Hauptab Strahlrich tung. Gegebenenfalls bewirkt die Ablenkung in Hauptabstrahlrichtung ins besondere einen abgelenkten Strahlengang, der zu der Hauptabstrahlrich tung einen Winkel b' hat, wobei gilt: 0° < b' < b. Die Lichtintensität in Richtung der Hauptabstrahlrichtung ist erhöht.

Ein Strahler nach Anspruch 3 gewährleistet eine besonders effiziente Um lenkung, insbesondere Bündelung, des abzustrahlenden Lichts. Die Refle- xion an der Kühlkanal-Grenzfläche des mindestens einen Kühlkanals be wirkt eine gezielte und kontrollierte Umlenkung zumindest eines Teils des abzustrahlenden Lichts. Das an dem mindestens einen Kühlkanal reflek tierte Licht dringt nicht in den Kühlkanal ein und erfährt hierdurch keine Abschwächung. Die Reflexion mindestens eines Teils des Lichts kann auch durch Totalreflexion des Lichts an der Kühlkanal-Grenzfläche erfolgen. Zusätzlich oder alternativ kann ein Bereich der Kühlkanal-Grenzfläche, auf den mindestens ein Teil des mittels des mindestens einen LED-Elements erzeugbaren Lichts trifft, verspiegelt sein.

Ein Strahler nach Anspruch 4 gewährleistet eine direkte und effiziente Kühlung bei gleichzeitig hoher Lichtausbeute. Die benachbarte Anordnung des mindestens einen Kühlkanals und des mindestens einen LED-Elements hat weiterhin den Vorteil, dass seitlich von dem mindestens einen LED- Element ausgehendes Licht effizient umlenkbar ist. Der mindestens eine Kühlkanal kann in der durch die Substrat-Oberfläche gebildeten Ebene di rekt oder beabstandet benachbart zu dem mindestens einen LED-Element angeordnet sein. Der mindestens eine Kühlkanal ist insbesondere direkt auf der Substrat-Oberfläche angeordnet.

Bevorzugt weisen der mindestens eine Kühlkanal und das mindestens eine LED-Element senkrecht zu der Substrat-Oberfläche keinen Überlapp auf. Besonders bevorzugt weisen der mindestens eine Kühlkanal und das min destens eine LED-Element in der Hauptab Strahlrichtung keinen Überlapp auf. Das senkrecht zu der Substrat-Oberfläche abgestrahlte Licht, insbeson dere das in Hauptab Strahlrichtung abgestrahlte Licht, erfährt keine Schwä chung und/oder Umlenkung durch den mindestens einen Kühlkanal. Die Ausbeute des abzustrahlenden Lichts ist insbesondere in Hauptab strahlrich- tung verbessert. Ein Strahler nach Anspruch 5 gewährleistet eine effiziente Kühlung des mindestens einen LED-Elements. Zudem ist ein größerer Anteil des mittels des mindestens einen LED-Elements erzeugbaren Lichts in Richtung senk- recht zu der Substrat-Oberfläche, insbesondere in Hauptabstrahlrichtung, umlenkbar. Die Bündelung des Lichts ist weiter verbessert. Hier und im Folgenden ist unter „angrenzen“ zu verstehen, dass das mindestens eine LED-Element direkt oder beabstandet benachbart zu dem mindestens einen Kühlkanal angeordnet ist.

Bevorzugt grenzt das mindestens eine LED-Element an mindestens drei Seiten, insbesondere an allen Seiten, in der durch die Substrat-Oberfläche definierten Ebene an den mindestens einen Kühlkanal an. Besonders bevor zugt ist das mindestens eine LED-Element von dem mindestens einen Kühlkanal in der Ebene der ersten Substrat-Oberfläche vollumfänglich um geben. An verschiedenen Seiten des LED-Elements kann der gleiche Kühl kanal, beispielsweise ein um das mindestens eine LED-Element gebogener Kühlkanal, angrenzen. Alternativ können an verschiedenen Seiten unter schiedliche Kühlkanäle an das mindestens eine LED-Element angrenzen.

Ein Strahler nach Anspruch 6 weist eine hohe Lichtausbeute und eine prä zise definierte Abstrahlcharakteristik auf. Die sich von dem jeweils be nachbarten LED-Element weg erstreckenden Bereiche der Kühlkanal- Grenzfläche des mindestens einen Kühlkanals definieren ausgehend von der Substrat-Oberfläche einen sich öffnenden Abstrahlbereich bzw. Licht kegel.

Ein Strahler nach Anspruch 7 ist stabil und einfach fertigbar. Die transpa rente Einkapselung schützt das mindestens eine LED-Element und den mindestens einen Kühlkanal. Beschädigungen werden vermieden. Die Ein kapselung weist insbesondere eine Abstrahl-Oberfläche auf, an welcher das mittels des Strahlers abzustrahlende Licht austritt. Die Abstrahl-Oberfläche ist insbesondere parallel zu der Substrat-Oberfläche ausgebildet. Die Ab strahl-Oberfläche ist insbesondere senkrecht zu der Hauptabstrahlrichtung.

Ein Strahler nach Anspruch 8 ist einfach und flexibel fertigbar. Die Geo metrie der Kühlkanäle, insbesondere deren Querschnitt, ist flexibel festleg bar. Die als Hohlraum in der Einkapselung ausgebildeten Kühlkanäle wei sen insbesondere keine zusätzliche Kühlkanal-Einhausung, insbesondere keine separat ausgebildeten Kühlkanal- Seitenwände auf. Der Wärmetrans port erfolgt insbesondere direkt von dem mindestens einen LED-Element über die Einkapselung zu dem Kühlmittel in dem Kühlkanal. Die Kühlwir kung ist verbessert.

Ein Strahler nach Anspruch 9 ist günstig und einfach fertigbar. Harze, ins besondere Epoxidharze, und/oder Silikon- Elastomere können auf einfache Weise aufgebracht und ausgehärtet werden. Die Geometrie der Einkapse lung, insbesondere die Form der Abstrahl-Oberfläche, ist vorteilhafterweise an die jeweiligen Anforderungen, insbesondere die gewünschte Lampen form, einfach und flexibel anpassbar.

Ein Strahler nach Anspruch 10 gewährleistet eine effiziente Umlenkung zumindest eines Teils des Lichts. Da der Brechungsindex P E der Einkapse lung größer ist als der Brechungsindex hk des Kühlkanals, ist die Einkapse lung ein optisch dichteres Medium als der Kühlkanal. Am Übergang vom optisch dichteren Medium der Einkapselung zu dem Kühlkanal ist somit eine Totalreflexion möglich. Hierdurch kann eine effiziente Reflexion zu mindest eines Teils des Lichts an der Kühlkanal-Grenzfläche erfolgen, ohne dass eine Verspiegelung der Kühlkanal- Grenzfläche nötig ist. Hier durch ist die Reflexion insbesondere ohne Einschränkungen des Wär metransports durch die Kühlkanal- Grenzfläche möglich.

Der Brechungsindex des Kühlkanals kann durch eine Kühlkanal-Einhau- sung des Kühlkanals vorgegeben sein. Falls keine Kühlkanal-Einhausung vorhanden ist, insbesondere wenn der mindestens eine Kühlkanal als Hohl raum in der Einkapselung ausgebildet ist, entspricht der Brechungsindex des Kühlkanals insbesondere dem Brechungsindex des Kühlmittels, insbe sondere der Kühlflüssigkeit. Beispielhafte Kühlmittel enthalten Wasser mit einem Brechungsindex von 1,33 und/oder Ethylenglycol mit einem Bre chung sindex von 1,43.

Bevorzugt ist der Brechungsindex P E der transparenten Einkapselung grö ßer als 1,33, insbesondere größer als 1,43, insbesondere größer als 1,45, insbesondere größer als 1,5. Die Einkapselung kann beispielsweise einen Brechungsindex P E im Bereich von 1,45 bis 1,59, insbesondere zwischen 1,45 und 1,54 aufweisen. Ein beispielhaftes Epoxidharz, das unter dem Handelsnamen „Nitto Denko NT-8524“ vertrieben wird, weist einen Bre chung sindex von 1,57 auf. Ein beispielhaftes Silikon-Elastomer, das unter dem Handelsnamen „Dow Coming OE-6550“ vertrieben wird, weist einen Brechungsindex von 1,54 auf.

Ein Strahler nach Anspmch 11 gewährleistet eine effiziente Umlenkung des auf die Kühlkanal-Grenzfläche des mindestens einen Kühlkanals tref fenden Lichts. Der Winkel d zwischen der Oberflächentangente des dem mindestens einen LED-Element zugewandten Bereichs einer Kühlkanal- Grenzfläche und der ersten Substrat-Oberfläche bestimmt die relative Nei gung des Bereichs der Kühlkanal-Grenzfläche relativ zu von dem LED- Element erzeugbaren Lichts. Abhängig von dem Winkel d erfährt Licht, das unter einem bestimmten Ab strahl winkel b zu der Hauptabstrahlrich- tung abgestrahlt wird, an der Kühlkanal-Grenzfläche eine Totalreflexion. Unter der Bedingung wird das mit Ab strahl winkel b zu einer senkrecht zu der ersten Substrat oberfläche definierten Hauptabstrahlrichtung abgestrahlte Licht an der Kühlkanal-Grenzfläche totalreflektiert. Je größer der Ab strahl winkel b ist, desto kleiner muss der Winkel d ausfallen, um Totalreflexion zu gewähr leisten. Lür ist gewährleistet, dass auch von dem mindestens einen LED-Element paral lel zu der Substrat-Oberfläche ausgehendes Licht (b = 90°) an der Kühlka nal-Grenzfläche totalreflektiert wird. Bevorzugt ist der dem mindestens einen LED-Element zugewandte Bereich der Kühlkanal-Grenzfläche eben ausgebildet, besonders bevorzugt verläuft der gesamte dem mindestens einen LED-Element zugewandte Bereich un ter dem Winkel d zur Oberfläche. Der Winkel d beschreibt gegebenenfalls den Winkel, unter welchem der gesamte dem mindestens einen LED-Ele- ment zugewandte Bereich der Kühlkanal-Grenzfläche zu der Substrat-

Oberfläche verläuft. Der Winkel d wird im Folgenden auch als Basiswinkel bezeichnet. Ein Strahler nach Anspruch 12 ermöglicht eine kontrollierte und zuverläs sige Umlenkung des Lichts. Polygonförmige Querschnitte des mindestens einen Kühlkanals weisen ebene Grenzflächen-Bereiche auf, an denen eine effiziente Umlenkung von Licht erfolgen kann. Bevorzugt weist der Quer schnitt des mindestens einen Kühlkanals die Lorm eines Dreiecks, insbe sondere eines gleichschenkligen Dreiecks, auf. Die Basis des Dreiecks liegt besonders bevorzugt parallel zu der durch die Substrat-Oberfläche gebilde ten Ebene. Die Schenkel des Dreiecks erstrecken sich insbesondere von der Substrat-Oberfläche weg. Besonders bevorzugt verlaufen die Schenkel des dreieckförmigen Querschnitts des Kühlkanals unter einem Basiswinkel d zu der Substrat-Oberfläche, der die Bedingungen der Pormel (2) erfüllt.

Alternativ kann der mindestens eine Kühlkanals auch gebogene Bereiche der Kühlkanal-Grenzfläche aufweisen. Beispielsweise kann der mindestens eine Kühlkanals konvex gebogene Kühlkanal-Grenzflächenbereiche auf- weisen, insbesondere kuppelförmig sein. Bevorzugt weist der mindestens eine Kühlkanal konkav gebogene Bereiche der Kühlkanal-Grenzfläche auf, insbesondere konkave Seitenflächen auf. Der Querschnitt des mindestens einen Kühlkanals kann zumindest bereichsweise linsenförmig sein. Dies er möglicht eine besonders gute Bündelung des Lichts.

Ein Strahler nach Anspruch 13 ermöglicht eine effiziente Bündelung des Lichts. Die Ausdehnung des Kühlkanals senkrecht zu der Substrat-Oberflä che wird im Lolgenden auch als Höhe des Kühlkanals bezeichnet. Mit stei gender Höhe des Kühlkanals, insbesondere mit steigender Höhe des Kühl kanals bei gleichzeitig unveränderter, in Richtung der Substrat-Oberfläche gemessener Breite, verringert sich der Lichtkegel des mittels des Strahlers abzustrahlenden Lichts. Über die Höhe des Kühlkanals ist somit eine An passung der Abstrahlcharakteristik möglich. Allgemein kann die Abstrahlcharakteristik abhängig von der Höhe des Kühlkanals, von der Breite des Kühlkanals, von einer in Richtung der Sub strat-Oberfläche gemessenen Ausdehnung des mindestens einen LED-Ele- ments und/oder von einem in Richtung der Substrat-Oberfläche gemesse nem Abstand zwischen LED-Element und benachbarten Kühlkanal sein. Zur Anpassung der Abstrahlcharakteristik an die jeweiligen Anforderun gen, insbesondere zur Optimierung der Bündelung, können die oben ge nannten Parameter variiert und aufeinander abgestimmt werden.

Ein Strahler nach Anspruch 14 weist eine effiziente Kühlung auf. Ethyl- englycol hat sich als Kühlmittel bewährt. Ethylenglycol hat einen großen Temperaturbereich, in welchem es flüssig ist. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Abstrahlen von Licht zu verbessern, insbesondere ein Verfahren zum Abstrahlen von Licht effizient und einfach zu gestalten.

Diese Aufgabe ist gelöst durch ein Verfahren mit den in Anspruch 15 ange- gebenen Schritten. Zunächst wird ein Strahler bereitgestellt. Der bereitge stellte Strahler weist ein Substrat mit einer Substrat-Oberfläche, mindestens ein auf der Substrat-Oberfläche angeordnetes LED-Element zur Erzeugung von abzustrahlendem Licht im sichtbaren Frequenzbereich und eine aktive Kühleinheit zur Kühlung des mindestens einen LED-Elements auf. Die ak- tive Kühleinheit weist mindestens einen Kühlkanal für ein Kühlmittel auf, der in einem Strahlengang von zumindest einem Teil des mittels des min destens einen LED-Elements erzeugbaren, abzustrahlenden Lichts angeord net ist. Das abzustrahlende Licht wird im sichtbaren Frequenzbereich mit tels des mindestens einen LED-Elements erzeugt. Das mindestens eine LED-Element wird mitels der aktiven Kühleinheit gekühlt. Zumindest ein Teil des abzustrahlenden Lichts wird mitels des mindestens einen Kühlka nals umgelenkt. Die Vorteile des Verfahrens entsprechen den Vorteilen des oben beschriebenen Strahlers. Der bereitgestellte Strahler kann insbeson dere einzelne oder mehrere der oben im Zusammenhang mit dem Strahler beschriebenen Merkmale aufweisen.

Ein Verfahren nach Anspruch 16 ermöglicht eine effiziente und gezielte Umlenkung, insbesondere Bündelung, des mitels des Strahlers abzustrah lenden Lichts.

Ein Verfahren nach Anspruch 17 gewährleistet eine effiziente Umlenkung mindestens eines Teils des abzulenkenden Lichts. Insbesondere bei der To talreflexion des Lichts an der Kühlkanal-Grenzfläche des mindestens einen Kühlkanals wird das Licht durch den Kühlkanal nicht absorbiert oder in diesen transmitiert. Das Licht erfährt durch den Kühlkanal keine Ab schwächung. Die Intensität des mitels des Strahlers abgestrahlten Lichts ist erhöht.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele. Es zeigen:

Eig. 1 eine Aufsicht eines schematisch dargestellten, ersten Aus- führungsbeispiels einer Leuchte mit mehreren LED- Leuchtmiteln und einer aktiven Kühleinheit,

Fig. 2 einen Querschnit durch die Leuchte gemäß Fig. 1 entlang der Schnitlinie II-II, Fig. 3 ein Detail III der Schnittdarstellung gemäß Fig. 2, Fig. 4 einen schematischen Verfahrensablauf eines Betriebsver fahrens für die Leuchte gemäß Fig. 1,

Fig. 5 eine schematische Darstellung der Abstrahlcharakteristik der Leuchte gemäß Fig. 1, Fig. 6 einen Querschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer Leuchte, und

Fig. 7 einen Querschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel ei ner Leuchte.

In den Fig. 1 bis 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Strahlers in Form einer Leuchte 1 gezeigt. Die Leuchte 1 weist ein Substrat 2 mit einer ersten Substrat-Oberfläche 3 und einer von der ersten Substrat-Oberfläche 3 um eine Substratdicke beabstandete zweite Substrat-Oberfläche 4 auf. Auf der ersten Substrat-Oberfläche 3 ist eine Mehrzahl von LED-Elemen- ten in Form von LED-Leuchtmitteln 5 angeordnet. Die Leuchte 1 weist zu dem eine aktive Kühleinheit 6 mit einem Netzwerk von auf der ersten Sub strat-Oberfläche 3 angeordneten Kühlkanälen 7 auf.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind sechs LED-Leuchtmittel 5 auf der ersten Substrat-Oberfläche 3 angeordnet. Die LED-Leuchtmittel 5 sind in Form eines regelmäßigen Gitters von drei mal zwei LED-Leuchtmitteln 5 auf der ersten Substrat-Oberfläche 3 angeordnet. Anzahl und Anordnung der LED-Leuchtmittel sind nicht wesentlich und können je nach Ausfüh- rungsbeispiel variieren.

Die LED-Leuchtmittel 5 dienen zur Erzeugung von durch die Leuchte 1 abzustrahlenden sichtbaren Lichts. Das mittels der LED-Leuchtmittel 5 er zeugbare Licht ist elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Bereich. Dies bedeutet, das mittels der LED-Leuchtmittel 5 erzeugte Licht weist eine Lrequenz bzw. eine Wellenlänge auf, die im Lrequenzbereich bzw. Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts liegt. Die LED-Leuchtmittel 5 sind LED-Chips.

Bei der Erzeugung von Licht mittels der LED-Leuchtmittel 5 entsteht Wärme. Die aktive Kühleinheit 6 dient zur Kühlung der LED-Leuchtmittel 5. Hierfür wird ein Kühlmittel 8 in den Kühlkanälen 7 gefördert. Das Kühl mittel 8 ist als Kühlflüssigkeit ausgeführt, welche in den Lig. 1 und 2 sche matisch durch Punkte dargestellt ist. Das Kühlmittel 8 fließt in den Kühlka nälen 7 entlang der in Lig. 1 symbolisch durch die Pfeile 9 angedeuteten Lließrichtung. Zum Pumpen bzw. Lördem des Kühlmittels 8 in den Kühl kanälen 7 weist die Leuchte 1 eine Pumpe 10 auf. Die Pumpe 10 ist in Lig.

1 schematisch dargestellt und über eine ebenfalls schematisch dargestellte Lluidverbindung 11 mit den Kühlkanälen 7 verbunden. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Pumpe 10 auf der ersten Substrat-Oberfläche 3 angeordnet. In weiteren, nicht dargestellten Ausführung sbeispielen ist die Pumpe 10 direkt in das Netzwerk der Kühlkanäle 7 integriert. In wiederum anderen, nicht dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Pumpe 10 im Bereich der zweiten Substrat-Oberfläche 4 oder unabhängig von dem Substrat 2 angeordnet. Die Lluidverbindung 11 kann insbesondere durch das Substrat 2 oder von diesem weg führen. Die Kühlkanäle 7 sind auf der ersten Substrat-Oberfläche 3 angeordnet.

Die Kühlkanäle 7 sind in einer durch die erste Substrat-Oberfläche 3 gebil deten Ebene benachbart zu den LED-Leuchtmitteln 5 angeordnet. Die Kühlkanäle 7 grenzen umfangsseitig an die LED-Leuchtmittel 5 an. Die Kühlkanäle 7 sind umfangsseitig an allen vier Seiten der LED-Leuchtmittel 5 angeordnet. In der durch die erste Substrat-Oberfläche 3 gebildeten Ebene umschließen die Kühlkanäle 7 die einzelnen LED-Leuchtmittel 5 umfangseitig. Die Anordnung der Kühlkanäle 7 auf derselben Substrat- Oberfläche wie die LED-Leuchtmittel 5, nämlich auf der ersten Substrat- Oberfläche 3, hat insbesondere den Vorteil, dass die Kühlung der LED- Leuchtmittel 5 direkt und nicht über das Substrat 2 erfolgt. Hierdurch ist eine besonders effiziente Kühlung der LED-Leuchtmittel 5 durch die aktive Kühleinheit 6 gewährleistet.

Die LED-Leuchtmittel 5 sowie die Kühlkanäle 7 sind in einer transparen ten Einkapselung 12 eingebettet. Die Kühlkanäle 7 sind als Hohlraum in der Einkapselung 12 ausgebildet. Die Kühlkanäle 7 weisen daher keine weitere Kühlkanal-Einhausung auf. Dies erleichtert die Eertigung der Kühl kanäle 7. Die Geometrie der Kühlkanäle 7, insbesondere deren Querschnitt, ist flexibel festlegbar.

Die Einkapselung 12 definiert eine bezogen auf die LED-Leuchtmittel 5 der ersten Substrat-Oberfläche 3 gegenüberliegende Abstrahl-Oberfläche 13. Mittels der LED-Leuchtmittel 5 erzeugtes Licht tritt aus der Abstrahl- Oberfläche 13 der Leuchte 1 aus. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Abstrahl-Oberfläche 13 eben und parallel zu der ersten Substrat-Ober fläche 3. In anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispielen kann die Ab strahl-Oberfläche auch eine andere relative Lage zu der ersten Substrat- Oberfläche und/oder eine andere Lorm haben. In Fig. 2 ist der Querschnitt der Kühlkanäle 7 der Leuchte 1 gezeigt. Die Kühlkanäle 7 weisen einen Querschnitt in Form eines gleichschenkligen Dreiecks auf. Die Basis des Dreiecks liegt in der durch die erste Substrat- Oberfläche 3 gebildeten Ebene. Die Schenkel des gleichschenkligen Drei ecks verlaufen unter einem Basiswinkel d von der ersten Substrat-Oberflä che 3 aus in Richtung der Abstrahl-Oberfläche 13. Die durch die Schenkel des gleichschenkligen Dreiecks definierten Ebenen weisen eine Flächen normale 16 und eine Oberflächentangente 17 auf. Die Oberflächentangente 17 verläuft parallel zu der Ebene des jeweiligen Schenkels. Der Basiswin kel d ist daher als der Winkel definiert, in welchem die Oberflächentan gente 17 zu der ersten Substrat-Oberfläche 3 verläuft. Die Kühlkanäle 7 weisen in Richtung senkrecht zu der ersten Substrat-Oberfläche 3 eine Höhe H auf.

Die Kühlkanäle 7 weisen zu der Einkapselung 12 eine Kühlkanal-Grenzflä- che 14 auf. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel, in welchem die Kühlka näle 7 durch Hohlräume in der Einkapselung 12 gebildet sind, ist die Kühl kanal-Grenzfläche 14 durch einen Übergang zwischen der Einkapselung 12 zu dem Kühlmittel 8 gebildet. In anderen, nicht dargestellten Ausführungs beispielen kann die Kühlkanal-Grenzfläche 14 auch durch eine Kühlkanal- Einhausung ausgebildet sein.

Die Kühlkanal-Grenzfläche 14 verläuft entlang der Schenkel des dreieck- förmigen Querschnitts der Kühlkanäle 7. Wie in Fig. 2 zu sehen ist, er streckt sich ein einem der LED-Leuchtmittel 5 zugewandter Bereich der Kühlkanal-Grenzfläche 14 mit zunehmenden Abstand von der ersten Sub strat-Oberfläche 3 von dem jeweils benachbarten LED-Leuchtmittel 5 weg. Mit anderen Worten nimmt ein in der Ebene der ersten Substrat-Oberfläche 3 gemessener Abstand der Kühlkanal-Grenzfläche 14 zu dem jeweils be nachbarten LED-Leuchtmittel 5 mit zunehmendem Abstand senkrecht zu der ersten Substrat-Oberfläche 3 zu. Hierdurch definieren die Kühlkanäle 7, insbesondere deren Kühlkanal-Grenzflächen 14, einen sich von der ers ten Substrat-Oberfläche 3 hin zu der Abstrahl-Oberfläche 13 öffnenden Lichtkegel für mittels der LED-Leuchtmittel 5 erzeugbares Licht.

Mit Bezug auf die Lig. 2 und 3 wird im Lolgenden die Abstrahlung von Licht mittels der Leuchte 1 beschrieben. Aufgrund der Anordnung der Kühlkanäle 7 ermöglichen diese eine Bündelung des mittels der LED- Leuchtmittel 5 erzeugten Lichts.

Senkrecht zu der ersten Substrat-Oberfläche 3 ist eine Hauptabstrahlrich- tung 15 definiert. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel steht die Haupt- abstrahlrichtung 15 senkrecht auf die Abstrahl-Oberfläche 13. Die LED- Leuchtmittel 5 erzeugen Licht, welches von den LED-Leuchtmitteln 5 über den gesamten Raumwinkelbereich von 2p oberhalb der ersten Substrat- Oberfläche 3 abgestrahlt wird. Durch Pfeile sind in Lig. 2 Strahlengänge beispielhafter Lichtstrahlen Si mit i = 1, 2, 3, 4, die durch das in Lig. 2 mittig dargestellte LED-Leuchtmittel 5 erzeugbar sind.

Die Kühlkanäle 7 weisen in Richtung der Hauptabstrahlrichtung 15 keinen Überlapp mit den LED-Leuchtmitteln 5 auf. Die Kühlkanäle 7 sind daher nicht in einem Strahlengang von Lichtstrahlen angeordnet, die im Wesent lichen in Richtung der Hauptabstrahlrichtung 15 verlaufen. Von den bei spielhaft in Lig. 2 gezeigten Strahlengängen treffen die Lichtstrahlen Si, S2, S3 nicht auf die Kühlkanäle 7. Die Lichtstrahlen Si, S2, S3 gelangen direkt an die Abstrahl-Oberfläche 13 und werden von dort in eine Umgebung der Leuchte 1 abgestrahlt. Die Kühlkanäle 7 sind jedoch in einem Strahlengang von zumindest einem Teil des mittels des mindestens einen LED-Leucht- mittels 5 erzeugten Lichts angeordnet. Von den beispielhaft in Fig. 2 ge zeigten Lichtstrahlen trifft der Lichtstrahl S4 auf den dem mittig dargestell ten LED-Leuchtmittel 5 benachbarten Bereich der Kühlkanal-Grenzfläche 14 des in Fig. 2 rechts dargestellten Kühlkanals 7. Der Lichtstrahl S4 wird an der Kühlkanal-Grenzfläche 14 in Richtung der Abstrahl-Oberfläche 13 reflektiert. Der reflektierte Lichtstrahl ist in den Fig. 2 und 3 als Lichtstrahl S'4 eingezeichnet. Das auf die Kühlkanäle 7 treffende Licht wird an der Kühlkanal-Grenzfläche 14 umgelenkt. Die Umlenkung wird im Folgenden anhand der Fig. 3 im Detail beschrieben.

Der Lichtstrahl S4 weist zu der Hauptab Strahlrichtung 15 einen Abstrahl winkel b auf. Der Abstrahlwinkel b beträgt im Allgemeinen zwischen 0° und 90°. Beim Auftreffen auf die Kühlkanal-Grenzfläche 14 weist der Lichtstrahl S4 zu einer Flächennormalen 16 der Kühlkanal-Grenzfläche 14 einen Einfallswinkel c auf. Der reflektierte Lichtstrahl S'4 weist zu der Flä- chennormalen 16 einen Ausfallswinkel c' auf, wobei der Ausfallswinkel c' betragsmäßig dem Einfallswinkel c entspricht. Der Winkel zwischen dem reflektierten Lichtstrahl S'4 und der Hauptab Strahlrichtung 15 wird mit b' bezeichnet. Aufgrund der Reflexion an der sich von dem LED-Leuchtmit tel 5 weg erstreckenden Kühlkanal-Grenzfläche 14 gilt für den Winkel b': 0° < b' < b. Aufgrund der Reflexion an der Kühlkanal- Grenzfläche 14 ist der Winkel b' des reflektierten Lichtstrahls Sh zu der Hauptab strahlrich- tung 15 im Vergleich zu dem Ab strahl winkel b des Lichtstrahls S4 verrin gert. Das an der Kühlkanal-Grenzfläche 14 reflektierte Licht erfährt eine Ablenkung in Richtung der Hauptab Strahlrichtung 15. Die Kühlkanäle 7 bewirken eine Umlenkung und Bündelung des mittels der LED-Leuchtmit tel 5 erzeugten Lichts in Hauptab Strahlrichtung 15. Die Lichtintensität in Richtung der Hauptab Strahlrichtung 15 ist vergrößert. Im Regelfall wird elektromagnetische Strahlung beim Auftreffen auf eine Grenzfläche nicht nur reflektiert, sondern wird teilweise durch die Grenz fläche transmittiert. In Fig. 3 ist daher auch ein transmittierter Lichtstrahl 5 4 des auf die Kühlkanal-Grenzfläche 14 treffenden Lichtstrahls S 4 ange deutet. Der transmittierte Lichtstrahl S 4 verläuft unter einem Transmissi onswinkel c zu der Flächennormalen 16. Der Transmissionswinkel c be stimmt sich nach dem Gesetz von Snellius, wonach n E sin c = n K sin c (3), wobei P E der Brechungsindex der Einkapselung 12 und hk der Brechungs index des Kühlmittels 8 ist. Da der Brechungsindex P E der Einkapselung 12 größer ist als der Brechungsindex hk des Kühlmittels 8, ist der Transmissi- onswinkel c größer als der Einfallswinkel c. Durch eine Verminderung, ins besondere Vermeidung transmittierter Lichtstrahlen, kann die Intensität des Lichts in Hauptab Strahlrichtung 15 erhöht werden. Hierzu wird in der Leuchte 1 der Effekt der Totalreflexion genutzt, der beim Übergang vom optisch dichteren zum optisch dünneren Medium, also von einem Medium mit größerem Brechungsindex zu einem Medium mit geringerem Bre chungsindex, ab einem gewissen Einfallswinkel c auftritt. Bei Totalrefle xion beträgt der Winkel c > 90°. Abhängig von den Brechungsindizes der Einkapselung 12 bzw. des Kühlmittels 8 ist die Bedingung für den Einfalls winkel c, ab dem Totalreflexion auftritt, daher:

(4)· Der Einfallswinkel c ist abhängig von dem Ab strahl winkel b und dem Ba siswinkel d. Je kleiner der Ab strahl winkel b ist, desto größer ist der Ein fallswinkel c. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Basiswinkel d derart gewählt, dass unabhängig von dem Ab strahl winkel b, insbesondere also auch für den Ab strahl winkel b = 90°, der Einfallswinkel c zur Totalre flexion führt. Für den Basiswinkel d gilt daher die Bedingung: Der Brechungsindex der transparenten Einkapselung 12 liegt im gezeigten Ausführungsbeispiel zwischen 1,45 und 1,59. Bei dem gezeigten Ausfüh rungsbeispiel wird für die transparente Einkapselung 12 ein Epoxidharz verwendet. Als Einkapselung wird beispielsweise das unter dem Handels namen „Nitto Denko NT-8524“ vertriebene Epoxidharz verwendet, das ei- nen Brechungsindex von 1,57 aufweist.

Als Kühlmittel 8 sind verschiedene Fluide, insbesondere Flüssigkeiten ein- setzbar. Ein beispielhaftes Kühlmittel ist Ethylenglycol, das einen Bre chungsindex von 1,43 aufweist. Für P E = 1,57 und hk = 1,43 ergibt sich ge- mäß Formel (5) für den Basiswinkel d, ab welchem die Totalreflexion un abhängig von dem Ab strahl winkel b gewährleistet ist: d < 21,7°. Ein alter natives Kühlmittel ist Wasser, das einen Brechungsindex von 1,33 hat. In diesem Fall ergibt sich für den Basiswinkel d, für den die Totalreflexion unabhängig von dem Ab strahl winkel b gewährleistet ist: d < 32°.

In alternativen, nicht gezeigten Ausführung sbeispielen ist die transparente Einkapselung aus einem Silikon-Elastomer. Ein beispielhaftes Silikon- Elastomer, das unter dem Handelsnamen „Dow Coming OE-6550“ vertrie ben wird, hat den Brechungsindex 1,54.

Die Kühlkanäle 7 weisen senkrecht zu der ersten Substrat-Oberfläche 3 und damit in Hauptab Strahlrichtung 15 eine Höhe H auf. Die Höhe H ist abhängig von einer Breite B der Basis des dreieckigen Querschnitts der Kühlkanäle 7 und dem Basiswinkel d. Mit Vergrößemng des Basiswinkels d und/oder Erhöhung der Breite B vergrößert sich die Höhe H. Mit steigen der Höhe trifft ein größerer Anteil des mittels der LED-Leuchtmittel 5 er zeugten Lichts auf die Kühlkanal-Grenzfläche 14 und wird an dieser umge lenkt. Die mittels der Kühlkanäle 7 bewirkte Bündelung s Wirkung ist daher abhängig von der Höhe H und dem Basiswinkel d des Querschnitts des Kühlkanals 7. Die Lichtintensität und Bündelung des durch die Leuchte 1 abgestrahlten Lichts entlang der Hauptab strahlrichtung 15 ist daher durch die Geometrie der Kühlkanäle 7 einstellbar. Die Höhe H beträgt beispiels weise zwischen 1 mm und 20 mm, insbesondere zwischen 1 mm und 15 mm, bevorzugt etwa 10 mm. Die Breite der Kühlkanäle 7 beträgt beispiels weise zwischen 5 mm und 50 mm, insbesondere zwischen5 mm und 40 mm, bevorzugt etwa 20 mm. Der Basiswinkel d beträgt beispielsweise zwi schen 0° und 90°, insbesondere zwischen 10° und 80°, insbesondere zwi schen 15° und 45°, bevorzugt etwa 35°.

Weitere Parameter zur Beeinflussung der Abstrahlcharakteristik sind die in Richtung der ersten Substrat-Oberfläche 3 gemessene Ausdehnung L der LED-Leuchtmittel 5 sowie der in Richtung der ersten Substrat-Oberfläche 3 gemessene Abstand A zwischen den Kühlkanälen 7 und den LED- Leuchtmitteln 5 (vgl. Lig. 2). Der Abstand A kann beispielsweise zwischen 0 mm und 5 mm, insbesondere zwischen 0,5 mm und 2 mm, insbesondere etwa 1 mm betragen. Bei einem Abstand A = 0 mm sind die LED-Leucht- mittel 5 und die Kühlkanäle 7 direkt zueinander benachbart auf der ersten Substrat-Oberfläche 3 angeordnet. Eine beispielhafte Ausdehnung L der LED-Leuchtmittel 5 kann zwischen 0, 1 mm und 5 mm, insbesondere zwi schen 0,2 mm und 2 mm, insbesondere etwa 1 mm betragen. In einem exemplarischen Ausführungsbeispiel beträgt die Ausdehnung der LED- Leuchtmittel 5 etwa 1 mm und der Abstand zwischen LED-Leuchtmittel 5 und den benachbarten Kühlkanälen 7 jeweils 1 mm. In dem exemplari schen Ausführungsbeispiel beträgt der Basiswinkel d = 35°, die Höhe H = 7,5 mm und die Breite B = 21 mm.

In Fig. 4 ist der Ablauf eines Betriebs Verfahrens 20 für die Leuchte 1 sche matisch dargestellt. In einem Bereitstellungsschritt 21 wird die Leuchte 1 bereitgestellt.

An den Bereitstellungsschritt 21 schließt sich ein Abstrahlschritt 22 an. In dem Abstrahlschritt 22 wird mit Hilfe der Leuchte 1 Licht abgestrahlt. Das abzustrahlende Licht wird in einem Lichterzeugungsschritt 23 mit Hilfe der LED-Leuchtmittel 5 erzeugt. Das mit Hilfe der LED-Leuchtmittel 5 er zeugte Licht ist im sichtbaren Bereich. In einem Umlenkschritt 24 wird zu mindest ein Teil des mit Hilfe der LED-Leuchtmittel 5 erzeugten Lichts durch die Kühlkanäle 7 umgelenkt. Hierbei wird das Licht an einer Kühl kanal-Grenzfläche 14 reflektiert, insbesondere totalreflektiert.

In einem Kühlschritt 25 werden die LED-Leuchtmittel 5 mit Hilfe der akti ven Kühleinheit 6 gekühlt. Hierbei wird Kühlmittel 8 durch die Kühlkanäle 7 mit Hilfe der Pumpe 10 gepumpt. In Fig. 5 wird schematisch die Abstrahlcharakteristik 27 der Leuchte 1 ge zeigt. Die Intensität I des mittels eins LED-Leuchtmittels erzeugten Lichts variiert mit dem Ab strahl winkel b. Zur Ermittlung der Abstrahlcharakteris tik 27 wird die auf die maximale Intensität I max normierte Intensität I über den Ab strahl winkel b aufgetragen. Die Ab Strahlcharakteristik 27 ist als ge strichelte Linie dargestellt. Zu Vergleichszwecken ist auch eine Referenz- Abstrahlcharakteristik 28 als durchgezogene Linie in Fig. 5 schematisch dargestellt. Die Referenz-Abstrahlcharakteristik 28 entspricht der Abstrahl charakteristik einer Referenz-Leuchte, die keine Kühlkanäle 7 auf der ers ten Substrat-Oberfläche 3 aufweist, ansonsten aber wie die Leuchte 1 aus gebildet ist. Bei der Referenz-Leuchte, deren Aufbau dem Aufbau markt üblicher LED-Lampen entspricht, findet keine Umlenkung eines Teils des mittels der LED-Leuchtmittel erzeugten Lichts an Kühlkanälen statt. Der Vergleich der Ab strahlcharakteristik 27 mit der Referenz- Ab Strahlcharak teristik 28 zeigt deutlich, dass durch die Umlenkung eines Teils des mittels der LED-Leuchtmittel 5 erzeugten Lichts an den Kühlkanälen 7 eine Bün delung des Lichts um die Hauptab Strahlrichtung 15, für die b = 0° gilt, er folgt. Insbesondere weist die Abstrahlcharakteristik 27 im Vergleich mit der Referenz-Abstrahlcharakteristik 28 eine erhöhte Intensität I für kleine Beträge des Abstrahlwinkels b auf. Für größere Beträge des Abstrahlwin kels b, insbesondere in den Bereichen nahe von 90° bzw. - 90° ist die In tensität I der Abstrahlcharakteristik 27 gegenüber der Referenz-Abstrahl- charakteristik 28 verringert.

In weiteren, nicht gezeigten Ausführungsbeispielen ist der Basiswinkel d und/oder das Verhältnis der Brechungsindizes hk/hp derart gewählt, dass die Bedingung in Formel (5) nicht erfüllt ist. Die Totalreflexion ist daher nicht für alle Ab strahl winkel b gewährleistet. Bei derartigen Ausführungs beispielen erfolgt die Totalreflexion nur für Lichtstrahlen, für deren Ab strahlwinkel b gilt b < 180° (6).

In weiteren Ausführungsbeispielen weisen die Kühlkanäle 7 eine andere Querschnittsgeometrie auf. Die Kühlkanäle 7 weisen beispielsweise einen polygonförmigen Querschnitt auf Polygonförmige Querschnitte haben den Vorteil ebener Bereiche der Kühlkanal-Grenzfläche 14, sodass eine kon trollierte Umlenkung des hierauf einfallenden Lichts gewährleistet ist.

In Fig. 6 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel einer Leuchte la gezeigt. Komponenten, die im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel in den Fig. 1 bis 3 bereits beschrieben wurden, tragen die gleichen Bezugszeichen. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktional gleiche Komponenten tra gen das gleiche Bezugszeichen mit einem nachgestellten a.

Die Leuchte la unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Leuchte 1 nur durch die Geometrie der Kühlkanäle 7a. Die Kühlkanäle 7a weisen einen kuppelartigen Querschnitt auf. Mit dem kuppelartigen Quer schnitt der Kühlkanäle 7a ist eine große Höhe Ha auch bei geringer Breite Ba der Kühlkanäle 7a möglich. Der kuppelförmige Querschnitt weist zwei im Wesentlichen geradlinig sich von der ersten Substrat-Oberfläche 3 weg erstreckende Seitenabschnitte auf. An ihrem der ersten Substrat-Oberfläche 3 abgewandten Ende weisen die Kühlkanäle 7a eine abgerundete Spitze auf. Im Gegensatz zu dem in Fig. 3 gezeigten, dreieckigen Querschnitt des Kühlkanals 7 weisen Seitenwände die Kühlkanal-Grenzfläche 14a des Kühlkanals 7a keinen einheitlichen Basiswinkel d auf. Der Basiswinkel d ist daher bereichsweise definiert als der Winkel, unter welchem eine Ober flächentangente 17a des jeweiligen Bereichs der Kühlkanal-Grenzfläche 14a zu der ersten Substrat-Oberfläche 3 verläuft.

Im Bereich der Spitze der Kühlkanäle 7a ist der Basiswinkel d klein genug, die Gleichung (5) zu erfüllen. In diesem Bereich ist der Einfallswinkel c in Bezug auf die Flächennormale 16a groß genug, um Totalreflexion zu er zeugen, wie dies an dem beispielhaften Lichtstrahl Ss in Fig. 6 dargestellt ist.

In Fig. 7 ist ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel einer Leuchte lb gezeigt. Komponenten, die im Zusammenhang mit dem Ausführungsbei- spiel in den Fig. 1 bis 3 bereits beschrieben wurden, tragen die gleichen Bezugszeichen. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktional gleiche Komponenten tragen das gleiche Bezugszeichen mit einem nachgestellten b.

Die Leuchte lb unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Leuchte 1 bzw. von der in Fig. 6 gezeigten Leuchte la nur durch die Geo metrie der Kühlkanäle 7b. Die Kühlkanäle 7b weisen einen keilförmigen Querschnitt auf. Die den LED-Leuchtmitteln 5 zugewandten Bereiche der Kühlkanal-Grenzfläche 14b sind konkav gekrümmt. Insgesamt weist der Kühlkanal 7b hierdurch einen im Wesentlichen linsenförmigen Querschnitt auf. Durch die konkave Krümmung der den LED-Leuchtmitteln 5 zuge wandten Bereiche der Kühlkanal-Grenzfläche 14b nimmt der Basiswinkel d mit abnehmendem Abstand von der ersten Substrat-Oberfläche 3 ab. Dies gewährleistet, dass Lichtstrahlen mit großem Ab strahl winkel b auf Berei che der Kühlkanal-Grenzfläche 14b treffen, die einen kleinen Basiswinkel d aufweisen. Hierdurch kann auf effiziente Weise die Bedingung für Total reflexion an der Kühlkanal-Grenzfläche 14b gewährleistet werden. Die Kühlkanäle 7b ermöglichen eine besonders effiziente Bündelung des mit tels der LED-Leuchtmittel 5 erzeugten Lichts. In Fig. 7 ist ein beispielhaf ter Lichtstrahl S Ö gezeigt, der an der Kühlkanal-Grenzfläche 14b total re flektiert wird.

Um die Reflexion der Lichtstrahlen an den Kühlkanälen zu verbessern, ist in weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispielen eine Reflexions schicht an der Kühlkanal-Grenzfläche vorhanden. In einigen Ausführungs beispielen ist die Kühlkanal-Grenzfläche hierzu mit einem reflektierenden Material beschichtet. In wiederum anderen Ausführungsbeispielen weisen die Kühlkanäle eine Kühlkanal-Einhausung mit reflektierender Oberfläche auf. Eine Reflexionsschicht ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Basiswinkel d nicht für alle dem jeweils benachbarten LED-Leuchtmittel 5 zugewandte Bereiche der Kühlkanal- Grenzfläche die Bedingung der For mel (5) erfüllt, beispielsweise bei der in Fig. 6 gezeigten Querschnittsform der Kühlkanäle 7a.

Alternative Ausführungsbeispiele betreffen Strahler zur Abstrahlung von Infrarotlicht oder UV-Licht. Die Strahler können wie die oben beschriebe nen Leuchten ausgebildet sein, wobei die entsprechenden LED-Elemente zur Erzeugung von Infrarotlicht bzw. UV-Licht ausgelegt sind. Das abzu strahlende Licht wird durch die jeweiligen Kühlkanäle zumindest teilweise umgelenkt ohne eine Frequenzänderang zu erfahren.