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Title:
EXTRUDER HAVING SCREW ELEMENTS WITH A PARTICULARLY LARGE PITCH IN THE REGION OF THE GAS VENTING OPENING, AND USE OF SAID EXTRUDER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/069396
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a multi-shaft extruder which has screw shafts which are rotatable in the same direction and at the same speed, and which has at least one gas venting opening, and which has, in the entry region of said at least one gas venting opening, screw elements with a particularly large pitch or screw elements which have an asymmetric screw profile or which are mounted eccentrically on the axis of rotation of the screw shaft. The invention also relates to the use of the extruder according to the invention for processing or manufacturing plastic materials, and to the use of the screw elements with a particularly large pitch or the use of screw elements which have an asymmetric screw profile or which are mounted eccentrically on the axis of rotation of the screw shaft, in the region of the gas venting opening of a multi-shaft extruder.

Inventors:
ENGBERG ROLAND (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/077906
Publication Date:
April 15, 2021
Filing Date:
October 06, 2020
Export Citation:
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Assignee:
COVESTRO INTELLECTUAL PROPERTY GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
B29B7/48; B29B7/84; B29C48/40; B29C48/52; B29B7/74; B29B7/88; B29B7/90; B29B7/94
Foreign References:
US20080036115A12008-02-14
US6511217B12003-01-28
US5811511A1998-09-22
US20080036115A12008-02-14
Other References:
"Hanser Verlag München", 2007, article "Klemens Kohlgrüber: Der gleichläufige Doppelschneckenextruder", pages: 72 - 73,191-212
Attorney, Agent or Firm:
LEVPAT (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Extruder mit zwei oder mehr gleichsinnig und gleichschnell drehbaren Schneckenwellen, wobei der Extruder mindestens eine Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) aufweist, wobei im Eintrittsbereich dieser mindestens einen Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) jede Schneckenwelle mindestens je ein Großsteigungsschneckenelement (3.4) aufweist, das ein Verhältnis X von

Steigung T zu Gehäuseinnendurchmesser Di (3.3; 4.3) von 1,75 bis 15 aufweist, oder mindestens je ein asymmetrisches Schneckenelement (4.4) aufweist, oder mindestens je ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schne ckenelement aufweist, wobei diese Großsteigungsschneckenelemente (3.4) oder diese asymmetrischen Schneckenelemente (4.4), oder diese exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenen Schneckenelemen te, auf unmittelbar benachbarten Schneckenwellen jeweils unmittelbar benachbart gegenüber liegen, wobei der Eintrittsbereich der mindestens einen Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) ein Abschnitt des Extruders ist, der bezogen auf die in Förderrichtung (3.8; 4.8) zuerst liegende Kante der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2)

(a) 100 % der Länge der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) in Förderrichtung (3.8; 4.8) und erstreckt entgegen der Förderrichtung (3.8; 4.8), und

(b) 50 % der Länge der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) in Förderrichtung (3.8; 4.8) und erstreckt in Förderrichtung (3.8; 4.8), überstreicht, und ab der in Förderrichtung (3.8; 4.8) des Extruders zuerst liegenden Kante der Entgasungs öffnung (3.2; 4.2) sich das mindestens je eine Großsteigungsschneckenelement (3.4) oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement (4.4), oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schneckenelement,

0 bis 50 % der Länge der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) in die Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) hinein erstreckt, und das mindestens je eine Großsteigungsschneckenelement (3.4) oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement (4.4), oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schneckenelement, in Förderrichtung (3.8; 4.8) vor der in Förderrichtung (3.8; 4.8) zuerst liegenden Kante der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) beginnt und sich mindestens bis an die in Förderrichtung (3.8; 4.8) zuerst liegende Kante der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) erstreckt, wobei auf dieses mindestens je eine Großsteigungsschneckenelement (3.4) oder dieses mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement (4.4) oder auf dieses mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schneckenelement unmittelbar in Förderrichtung (3.8; 4.8) mindestens je ein Geringsteigungsschneckenele ment folgt (3.6), das je ein Verhältnis X von Steigung T zu Gehäuseinnendurchmesser Di (3.3; 4.3) von kleiner als 1,5 aufweist.

2. Extruder nach Anspruch 1, wobei das je eine Großsteigungsschneckenelement (3.4) gleich zeitig ein asymmetrisches Schneckenelement (4.4) oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist.

3. Extruder nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das je eine Großsteigungsschnecken element (3.4) sowohl gleichzeitig ein asymmetrisches Schneckenelement (4.4) als auch ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist.

4. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei sich das mindestens je eine Großstei gungsschneckenelement (3.4) oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenele ment (4.4) oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schneckenelement ab der in Förderrichtung (3.8; 4.8) des Extruders zuerst liegenden Kante der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) höchstens 20 %, bevorzugt höchstens 10 % der Länge der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) in die Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) hinein erstreckt.

5. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei sich das mindestens je eine Großstei gungsschneckenelement (3.4) oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenele ment (4.4) oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schneckenelement ab der in Förderrichtung (3.8; 4.8) des Extruders zuerst liegenden Kante der Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) mindestens 10 % bis maximal 100 %, bevorzugt mindestens 20 % bis maximal 50 % der Länge des Entgasungsöffnung (3.2; 4.2) gegen die Förderrichtung (3.8; 4.8) erstreckt.

6. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei im Eintrittsbereich der mindestens einen Entgasungsöffnung jede Schneckenwelle genau ein Schneckenelement aufweist, das ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein ex zentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelemente ist.

7. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die axiale Länge, die das mindestens je eine Großsteigungsschneckenelement (3.4) oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement (4.4) oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schneckenelement aufweist, 0,1 bis 3, bevorzugt 0,5 bis 1 des Gehäuseinnendurchmessers Di (3.3; 4.3) beträgt.

8. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das mindestens je eine Schneckenele ment, das ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenele ment ist, ein Förderelement ist.

9. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das mindestens je eine Großsteigungs schneckenelement (3.4) oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement (4.4) oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufge zogene Schneckenelement ein eingängiges Schneckenelement, ein zweigängiges Schne ckenelement, ein dreigängiges Schneckenelement oder ein viergängiges Schneckenele ment, bevorzugt ein zweigängiges Schneckenelement ist.

10. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei im Eintrittsbereich der mindestens einen Entgasungsöffnung jede Schnecken welle mindestens ein Schneckenelement aufweist, das weder ein Großsteigungsschneckenelement (3.4) noch ein asymmetrisches Schneckenele ment (4.4) noch ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist.

11. Extruder nach Anspruch 10, wobei das mindestens eine auf jeder Schneckenwelle im Ein trittsbereich der mindestens einen Entgasungsöffnung befindliche Schneckenelement, das weder ein Großsteigungsschneckenelement (3.4) noch ein asymmetrisches Schneckenele ment (4.4) noch ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist, eine axiale Länge aufweist, die 0,1 bis 3, bevorzugt 0,5 bis 1,5 des Gehäuseinnendurchmessers Di (3.3; 4.3) beträgt.

12. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Länge der Entgasungsöffnung (3.2;

4.2) in Förderrichtung (3.8; 4.8) von 50 bis 750 % des Gehäuseinnendurchmessers Di (3.3;

4.3) des Extruders beträgt.

13. Extruder nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Querschnittsfläche der Entga sungsöffnung (3.2; 4.2) von 50 bis 1400 % des Quadrats des Gehäuseinnendurchmessers Di (3.3; 4.3) des Extruders beträgt.

14. Verwendung eines Extruders nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Herstellung und Ver arbeitung, insbesondere Entgasung, von plastischen Massen, insbesondere zur Herstellung und Verarbeitung von Schmelzen oder Lösungen von thermoplastischen Polymeren oder Schmelzen oder Lösungen von Kautschuken.

Description:
EXTRUDER MIT SCHNECKENELEMENTEN MIT BESONDERS GROSSER STEIGUNG IM

BEREICH DER

ENTGASUNGSÖFFNUNG, SOWIE DESSEN VEFRWENDUNG

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein mehrwelliger Extruder mit gleichsinnig und gleich schnell drehbaren Schneckenwellen, der mindestens eine Entgasungsöffnung aufweist, und der im Eintrittsbereich dieser mindestens einen Entgasungsöffnung Schneckenelemente mit besonders großer Steigung aufweist oder Schneckenelemente aufweist, die ein asymmetrisches Schnecken profil aufweisen oder die exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogen sind. Ge genstand der vorliegenden Erfindung ist auch die Verwendung des erfindungsgemäßen Extruders zur Verarbeitung oder Herstellung von plastischen Massen. Gegenstand der vorliegenden Erfin dung ist außerdem die Verwendung der Schneckenelemente mit besonders großer Steigung oder die Verwendung von Schneckenelementen, die ein asymmetrisches Schneckenprofil aufweisen oder die exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogen sind, im Bereich der Ent gasungsöffnung eines mehrwelligen Extruders.

Ein Schneckenelement mit besonders großer Steigung zeichnet sich dadurch aus, dass es ein Ver hältnis X von Steigung T des Schneckenelements zum Gehäuseinnendurchmesser Di des Extruders hat, das von 1,75 bis 15 beträgt. Ein asymmetrisches Schneckenelement zeichnet sich dadurch aus, dass es gibt keine Spiegelachse durch einen beliebigen Punkt in der Ebene des Schneckenprofils gibt, mit der ein zum Ausgangsprofil deckungsgleiches Profil erzeugt werden kann; bevorzugt gibt es keine Spiegelachse durch einen beliebigen Punkt innerhalb des Schneckenprofils, besonders bevorzugt keine Spiegelachse durch den Flächenschwerpunkt des Schneckenprofils, mit der ein zum Ausgangsprofil deckungsgleiches Profil erzeugt werden kann. Ein exzentrisch auf der Dreh achse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement zeichnet sich dadurch aus, dass der Drehpunkt des Schneckenprofils außerhalb des Flächenschwerpunkts des Schneckenprofils liegt. Ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement kann ein symmetrisches oder ein asymmetrisches Schneckenprofil aufweisen.

Im Sinn der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff „Schneckenquerschnittsprofil“, kurz auch oder „Schneckenprofil“ genannt, die äußere Kontur eines Schneckenelements im Querschnitt rechtwinklig zur Drehachse des Schneckenelements verstanden.

Extruder, insbesondere Mehrwellenextruder, werden unter anderem zur Entgasung von plastischen Massen, insbesondere zur Entgasung von Kunststoffen, wiederum insbesondere zur Entgasung von Schmelzen oder Lösungen von thermoplastischen Polymeren oder Schmelzen oder Lösungen von Kautschuken, eingesetzt. Um flüchtige Bestandteile wie beispielsweise Lösungsmittel oder auch Monomere, die bei der Herstellung eines Polymers nicht zu diesem umgesetzt wurden, zu entfer nen, besitzen solche Entgasungsextruder in der Regel im Gehäuse Entgasungsöffnungen. Dort kön nen die flüchtigen Bestandteile aus dem Polymer in die Gasphase übergehen und entfernt werden. Entgasungsextruder sind aus der Fachliteratur hinlänglich bekannt, beispielsweise aus [1] ([1] = Klemens Kohlgrüber: Der gleichläufige Doppelschneckenextruder, Hanser Verlag Mün chen 2007, S. 72-73 und 191-212).

Im Bereich einer Entgasungsöffnung eines Mehrwellenextruders kann es jedoch zu Ablagerungen des Polymers kommen, wenn das Polymer an der äußeren Kante der Entgasungsöffnung, die paral lel zur abwärtsdrehenden Schneckenflanke verläuft, nicht vollständig wieder eingezogen wird. Der Polymerwulst, der sich dann bildet, wird langsamer ausgetauscht als die übrige Polymermasse im gleichen Querschnitt des Mehrwellenextruders. Dies kann zu einer breiteren Verweilzeitverteilung des Polymers im Mehrwellenextruder und dadurch dazu führen, dass die gewünschten Eigenschaf ten des Polymers nicht oder nur unvollständig erreicht werden. Außerdem kann der maximal mög liche Durchsatz des Mehrwellenextruders durch den Wiedereinzug der Polymermasse im Bereich der Entgasungsöffnung verringert werden, wenn die Entgasungsöffnung bei hohen Durchsätzen durch unzureichenden Wiedereinzug vollläuft und der Durchsatz reduziert werden muss, um einen ausreichenden Wiedereinzug zu gewährleisten.

Auch die US2008036115A1 offenbart Entgasungsextruder. Die US2008036115A1 zeigt auch, dass in einem solchen Entgasungsextruder Schneckenelemente verschiedener Art verwendet werden können. Jedoch geht die Offenbarung der US2008036115A1 nicht auf die genannten Nachteile des Stands der Technik ein.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die genannten Nachteile des Stands der Technik zu überwinden.

Insbesondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Extruder zur Verfügung zu stellen, der die genannten Nachteile des Stands der Technik überwindet.

Überraschenderweise wird die Aufgabe durch einen Extruder mit den Merkmalen des Hauptan spruchs gelöst.

Gegenstand der Erfindung ist daher gemäß einer ersten Ausführungsform ein Extruder mit zwei oder mehr gleichsinnig und gleichschnell drehbaren Schneckenwellen, wobei der Extruder mindestens eine Entgasungsöffnung aufweist, wobei im Eintrittsbereich dieser mindestens einen Entgasungsöffnung jede Schnecken welle mindestens je ein Großsteigungsschneckenelement aufweist, das ein Verhältnis X von Steigung T zu Gehäuseinnendurchmesser Di von 1,75 bis 15 aufweist, oder mindestens je ein asymmetrisches Schneckenelement aufweist, oder mindestens je ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenele- ment aufweist, wobei diese Großsteigungsschneckenelemente oder diese asymmetrischen Schneckenelemente, oder diese exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenen Schneckenelemente, auf unmittelbar benachbarten Schneckenwellen jeweils unmittelbar benachbart gegenüberliegen, wobei der Eintrittsbereich der mindestens einen Entgasungsöffnung ein Abschnitt des Extruders ist, der bezogen auf die in Förderrichtung zuerst liegende Kante der Entgasungsöffnung

(a) 100 % der Länge der Entgasungsöffnung in Förderrichtung und erstreckt entgegen der För derrichtung, und

(b) 50 % der Länge der Entgasungsöffnung in Förderrichtung und erstreckt in Förderrichtung, über streicht, und ab der in Förderrichtung des Extruders zuerst liegenden Kante der Entgasungsöffnung sich das mindestens je eine Großsteigungsschneckenelement oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement, oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schnecken element,

0 bis 50 % der Länge der Entgasungsöffnung in die Entgasungsöffnung hinein erstreckt, und das mindestens je eine Großsteigungsschneckenelement oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement, oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schnecken element, in Förderrichtung vor der in Förderrichtung zuerst liegenden Kante der Entgasungsöffnung beginnt und sich mindestens bis an die in Förderrichtung zuerst liegende Kante der Entgasungsöffnung erstreckt, wobei auf dieses mindestens je einen Großsteigungsschneckenelements oder dieses mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement oder auf dieses mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenen Schneckenelements unmittelbar in Förderrichtung mindestens je ein Geringsteigungsschneckenelement folgt, das je ein Verhältnis X von Steigung T zu Gehäuseinnendurchmesser Di von kleiner als 1 ,5 aufweist. Es ist dabei für einen Fachmann klar, dass ein mehrwelliger Extruder mit gleichsinnig und gleich schnell drehbaren Schneckenwellen im bestimmungsgemäßen Gebrauch gleichsinnig und gleich schnell drehende Schneckenwellen aufweist.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein Schneckenelement mit einer besonders großen Stei gung, nachfolgend auch Großsteigungsschneckenelement genannt, ein Schneckenelement, dass ein Verhältnis X von Steigung T des Schneckenelement zu Gehäuseinnendurchmesser Di des Extru ders von 1,75 bis 15 aufweist, also:

1,75 < X = T/ D < 15.

Bevorzugt gilt für das Großsteigungsschneckenelement 2 < X = T/ D < 10, und besonders bevorzugt

2,5 < X = T/ D < 5.

Dabei ist die Steigung T eines Schneckenelements die axiale Länge, die für eine vollständige Dre hung des Schneckenprofils des Schneckenelements erforderlich ist. Der Gehäuseinnendurchmesser Di ist der Innendurchmesser des Querschnitts der Gehäusebohrung, in der sich die jeweilige Schne ckenwelle befindet, auf der das betreffende Schneckenelement aufgezogen ist. Ein Mehrwellen extruder weist dabei einer der Anzahl der Wellen entsprechende Anzahl von einander durchdrin genden, also einen Zwickel bildenden, kreisförmige Gehäusebohrungen auf, die jeweils einen iden tischen Gehäuseinnendurchmesser Di haben.

Ein Geringsteigungsschneckenelement im Sinne der vorliegenden Erfindung ist dabei ein Schne ckenelement, dass ein Verhältnis X von Steigung T des Schneckenelement zu Gehäuseinnen durchmesser Di des Extruders von kleiner 1 ,5 aufweist, bevorzugt von 1 ,2 und weniger aufweist.

Der Begriff „Eintrittsbereich dieser mindestens einen Entgasungsöffnung“, wie er oben definiert ist, ist nicht gleich dem Begriff „Bereich einer Entgasungsöffnung“ gleichzusetzen. Der Begriff „Bereich einer Entgasungsöffnung“ bedeutet dabei das Volumen innerhalb des Extruders ein schließlich des inneren Volumens der Entgasungsöffnung, der in Förderrichtung mit der vorderen inneren Kante der Entgasungsöffnung beginnt und mit der hinteren inneren Kante der Entgasungs öffnung endet.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist dabei das je eine Großsteigungsschneckenelement gleichzeitig ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwehe aufgezogenes Schneckenelement, also das je eine Großsteigungsschneckenelement zusätzlich die Merkmale eines asymmetrischen Schneckenelements oder die Merkmale eines exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement aufweist.

Diese bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine zweite Ausfüh rungsform nach der oben dargestellten ersten Ausführungsform dar.

Weiter erfindungsgemäß bevorzugt ist dabei das je eine Großsteigungsschneckenelement sowohl gleichzeitig ein asymmetrisches als auch ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement, also das je eine Großsteigungsschneckenelement zusätzlich so wohl die Merkmale eines asymmetrischen Schneckenelements als auch die Merkmale eines exzent risch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement aufweist.

Diese weiter bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine dritte Aus führungsform nach der oben dargestellten ersten Ausführungsform oder der oben dargestellten zweiten Ausführungsform dar.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist dabei, dass sich das mindestens je eine Großsteingungs- schneckenelement oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement oder das mindes tens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schnecken welle aufgezogene Schneckenelement ab der in Förderrichtung des Extruders zuerst liegenden Kante der Entgasungsöffnung höchstens 20 %, bevorzugt höchstens 10 % der Länge der Entgasungsöffnung in die Entgasungsöffnung hinein erstreckt.

Diese besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine vierte Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbesondere stellt diese vierte Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Ausfüh rungsform dar.

Weiter erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist dabei, dass sich das mindestens je eine Großstei gungsschneckenelement oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schneckenele ment ab der in Förderrichtung des Extruders zuerst liegenden Kante der Entgasungsöffnung min destens 10 % bis maximal 100 %, bevorzugt mindestens 20 % bis maximal 50 % der Länge des Entgasungsöffnung gegen die Förderrichtung erstreckt.

Diese weiter besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine fünfte Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbesondere stellt diese fünfte Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Aus führungsform dar.

Erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugt ist dabei, dass im Eintrittsbereich der mindestens ei nen Entgasungsöffnung jede Schnecken welle genau ein Schneckenelement aufweist, das ein Groß steigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelemente ist.

Diese ganz besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine sechste Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbesondere stellt diese sechste Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Ausführungsform dar.

In anderen Worten, unabhängig davon, ob das Sonderschneckenelement ein Großsteigungsschne ckenelement ist oder ein asymmetrisches Schneckenelement ist oder ein Schneckenelement ist, das exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogen ist, es folgt danach in dem Ab schnitt des Extruders, in dem sich die mindestens eine Entgasungsöffnung befindet, weder ein Großsteigungsschneckenelement, noch ein asymmetrisches Schneckenelement, noch eine Schne ckenelement, das exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogen ist.

Weiter erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugt ist dabei, dass die axiale Länge, die das min destens je eine Großsteigungsschneckenelement oder das mindestens je eine asymmetrische Schne ckenelement oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufge zogene Schneckenelement aufweist, 0,1 bis 3, bevorzugt 0,5 bis 1 des Gehäuseinnendurchmessers Di beträgt.

Diese weiter ganz besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine siebte Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbeson dere stellt diese siebte Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Ausführungsform dar.

Dabei gilt erfindungsgemäß, dass wenn zwei oder mehr Schneckenelemente, die ein Großstei gungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement sind, eine axiale Länge aufwei sen, die geringer als 0,5 des Gehäuseinnendurchmessers Di ist, und sind diese zwei oder mehr sol cher Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schne ckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schnecken element sind, axial unmittelbar hintereinander angeordnet, so werden diese als ein Schneckenele ment, das ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist, ange sehen, soweit die Summe der axialen Längen dieser Schneckenelemente vermindert um die axiale Länge des in Förderrichtung letzten Schneckenelements, das ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schne ckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist, 3, also das Dreifache, des Gehäuseinnendurchmes sers Di nicht übersteigt. Dabei gilt außerdem erfindungsgemäß bevorzugt, dass wenn zwei oder mehr Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein ex zentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement sind, eine axiale Länge aufweisen, die geringer als 0,1 des Gehäuseinnendurchmessers Di ist, und sind diese zwei oder mehr solcher Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmet risches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezoge nes Schneckenelement sind, axial unmittelbar hintereinander angeordnet, so werden diese als ein Schneckenelement, das ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schnecken element oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenele ment ist, angesehen, soweit die Summe der axialen Längen dieser Schneckenelemente vermindert um die axiale Länge des in Förderrichtung letzten Schneckenelements, das ein Großsteigungs schneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Dreh achse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist, 1, also das Einfache, des Gehäu seinnendurchmessers Di nicht übersteigt.

Sowohl für den erfmdungsgemäßen als auch für den erfindungsgemäß bevorzugten Fall gilt dabei, dass Distanzscheiben, die zwischen zwei oder mehr solcher axial unmittelbar hintereinander ange ordneten Schneckenelementen, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement sind, angeordnet sind, nicht mit betrachtet werden, das heißt, befindet oder be finden sich zwischen zwei axial hintereinander angeordneten Schneckenelementen, die ein Groß steigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement sind, ein oder mehrere Dis tanzscheiben, so werden diese zwei Schneckenelemente als unmittelbar hintereinander angeordnete Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schnecken element oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenele ment sind, betrachtet.

Erfindungsgemäß insbesondere bevorzugt ist dabei, dass das mindestens je eine Schneckenelement, das ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein ex zentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist, ein För derelement ist.

Diese insbesondere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine achte Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbesondere stellt diese achte Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Aus führungsform dar. Weiter erfindungsgemäß insbesondere bevorzugt ist dabei, dass das mindestens je eine Großstei gungsschneckenelement (3.4) oder das mindestens je eine asymmetrische Schneckenelement (4.4) oder das mindestens je eine exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogene Schneckenelement ein eingängiges Schneckenelement, ein zweigängiges Schneckenelement, ein dreigängiges Schneckenelement oder ein viergängiges Schneckenelement, bevorzugt ein zweigän giges Schneckenelement ist.

Diese weiter insbesondere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine neunte Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbeson dere stellt diese neunte Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Ausführungsform dar.

Erfindungsgemäß ganz insbesondere bevorzugt ist dabei, dass im Eintrittsbereich der mindestens einen Entgasungsöffnung jede Schneckenwelle mindestens ein Schneckenelement aufweist, das weder ein Großsteigungsschneckenelement (3.4) noch ein asymmetrisches Schneckenelement (4.4) noch ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist; vorzugsweise ist dieses Schneckenelement ein Förderelement.

Diese ganz insbesondere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine zehnte Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbesondere stellt diese zehnte Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Aus führungsform dar.

Dabei ist weiter ganz insbesondere erfindungsgemäß bevorzugt, dass ein Schneckenelement, das weder ein Großsteigungsschneckenelement noch ein asymmetrisches Schneckenelement noch ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement ist, eine axiale Länge aufweist, die 0,1 bis 3, bevorzugt 0,5 bis 1,5 des Gehäuseinnendurchmessers Di beträgt; vorzugsweise ist dieses Schneckenelement ein eingängiges Schneckenelement, ein zweigängiges Schneckenelement, ein dreigängiges Schneckenelement oder ein viergängiges Schneckenelement ist, bevorzugt ist es ein zweigängiges Schneckenelement, weiter vorzugsweise ist dieses Schne ckenelement ein Förderelement.

Diese weiter ganz insbesondere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine elfte Ausführungsform nach der oben dargestellten zehnten Ausführungsform dar.

Erfindungsgemäß außerdem bevorzugt ist, dass die Länge der Entgasungsöffnung in Förderrich tung von 50 bis 750 % des Gehäuseinnendurchmessers Di des Extruders beträgt.

Diese außerdem bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine zwölfte Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbesondere stellt diese zwölfte Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Ausfüh rungsform dar. Weiter erfindungsgemäß außerdem bevorzugt ist, dass die Querschnittsfläche der Entgasungsöff nung von 50 bis 1400 % des Quadrats des Gehäuseinnendurchmessers Di des Extruders beträgt. Diese weiter außerdem bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Extruders stellt eine dreizehnte Ausführungsform nach einer der oben dargestellten Ausführungsformen dar, insbeson dere stellt diese dreizehnte Ausführungsform eine Ausführungsform nach der oben dargestellten ersten Ausführungsform dar.

Mit dem erfindungsgemäßen Extruder wird vermieden, dass Polymer an der äußeren Kante der Entgasungsöffnung, die parallel zur abwärtsdrehenden Schneckenflanke verläuft, nicht vollständig wieder eingezogen wird und es so zu Ablagerungen des Polymers kommt.

Dadurch wird auch die Gefahr einer breitere Verweilzeitverteilung des Polymers im Mehrwellen- extruder verringert, sodass die gewünschten Eigenschaften des Polymers leichter erreicht werden können. Außerdem wird beim erfindungsgemäßen Extruder der Durchsatz des Mehrwellenextru ders im Bereich der Entgasungsöffnung befördert, wodurch auch der Gesamtdurchsatz des Mehr wellenextruders befördert wird und damit wiederum auch das Verhältnis von Gesamtdurchsatz des Mehrwellenextruder zu verbrauchter Antriebsenergie für die Schneckenwellen erhöht wird.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch die Verwendung des erfindungsgemäßen Extru ders zur Herstellung und Verarbeitung, insbesondere Entgasung, von plastischen Massen, insbe sondere zur Herstellung und Verarbeitung von Schmelzen oder Lösungen von thermoplastischen Polymeren oder Schmelzen oder Lösungen von Kautschuken.

Auch durch diesen weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird die eingangs gestellte Aufgabe gelöst.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter einer mehrwelligen Extruder ein Extruder mit mehr als einer Schneckenwelle verstanden, beispielsweise ein Extruder mit zwei, drei oder vier Schneckenwellen oder auch ein Extruder mit acht bis sechzehn, insbesondere zwölf, ringförmig angeordneten Schneckenwellen. Bei mehr als zwei Schneckenwellen können die Drehachsen der Schneckenwellen nebeneinander, in einem Vieleck mit einer Anzahl Ecken gleich der Anzahl der Wellen, oder beispielsweise auch - wie bei einem sogenannten Ringextruder - ringförmig zueinan der angeordnet sein. Bei Mehrwellenextrudern sind die Drehachsen der Schneckenwellen in aller Regel parallel zueinander angeordnet, sie können aber auch nichtparallel angeordnet sein. Ein sol cher Extruder mit mehr als einer Schneckenwelle wird nachfolgend auch mehrwellige Schnecken maschine, Mehrwellenschneckenmaschine oder Mehrwellenextruder genannt. Eine zweiwellige Schneckenmaschine wird nachfolgend auch Doppelschneckenextruder genannt. Im Sinne der vor liegenden Erfindung wird der Begriff „Extruder“ gleichbedeutend mit dem Begriff „Schneckenma schine“ gebraucht. Bevorzugt handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Mehrwellenextruder um einen Extruder mit gleichschnell und gleichsinnig drehbaren Schneckenwellen. Besonders bevor zugt handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Mehrwellenextruder um einen Doppelschnecken extruder mit gleichschnell und gleichsinnig drehbaren Schneckenwellen oder um einen Mehrwel lenextruder mit mehreren - insbesondere acht oder zwölf - ringförmig zueinander angeordneten, gleichschnell und gleichsinnig drehbaren Schneckenwellen, ganz besonders bevorzugt handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Mehrwellenextruder um einen Doppelschneckenextruder mit gleichschnell und gleichsinnig drehbaren Schneckenwellen, insbesondere sind diese Schnecken wellen parallel zueinander angeordnet.

Üblicherweise werden Schneckenwellen für mehrwellige Mehrwellenextruder nach dem Stand der Technik modular aus Schneckenelementen auf gebaut, die auf eine Kern welle aufgezogen werden. Beim erfindungsgemäßen Extruder sind im Bereich der mindestens einen Entgasungsöffnung die Schneckenelemente mit einer besonders großen Steigung in einer Anzahl, die der Anzahl der Schneckenwellen des jeweiligen Extruders entspricht, auf den Schneckenwellen gegenüberliegend angeordnet. Die Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetri sches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement sind, können dabei gleiche oder unterschiedliche Schneckenprofile aufweisen.

Die Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schne ckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schnecken element sind, können in dem erfindungsgemäßen Extruder in Form von Knet-, Förder- oder Mischelementen vorliegen, bevorzugt sind die Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschne ckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement sind, Förderelemente.

Im Falle von Knetelementen ist die Steigung T die Summe der axialen Längen von unmittelbar hintereinander gereihten Knetscheiben, die für eine vollständige Drehung des Knetscheibenprofils erforderlich ist.

Im Sinn der vorliegenden Erfindung wir unter dem Begriff „Knetscheibenprofil“, auch „Knetschei benquerschnittsprofil“ genannt, die äußere Kontur einer Knetscheibe im Querschnitt rechtwinklig zur Drehachse der Knetscheibe verstanden.

Ein Förderelement zeichnet sich bekanntlich dadurch aus (siehe zum Beispiel [1], Seiten 227 - 248), dass ein Schneckenprofil in Achsrichtung kontinuierlich schraubenförmig verdreht und fort gesetzt wird. Dabei kann das Förderelement rechts- oder linksgängig sein.

Ein Knetelement zeichnet sich bekanntlich dadurch aus (siehe zum Beispiel [1], Seiten 227 - 248), dass ein Schneckenprofil in Achsrichtung absatzweise in Form von Knetscheiben fortgeführt wird. Die Anordnung der Knetscheiben kann rechts- oder linksgängig oder neutral erfolgen. Mischelemente werden bekanntlich dadurch gebildet (siehe zum Beispiel [1], Seiten 227 - 248), dass Förderelemente mit Durchbrüchen in den Schneckenkämmen ausgeführt werden. Die Mische lemente können rechts- oder linksgängig sein. Die Durchbrüche haben bevorzugt die Form einer u- oder v-förmigen Nut, die bevorzugt gegenfördernd oder achsparallel angeordnet sind.

Ein Schneckenelement, das ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schne ckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schnecken element ist, kann auch als Übergangselement ausgestaltete sein, das heißt, dass das Schneckenpro fil an einer Stelle der axialen Ausdehnung des Schneckenelement ein anderes ist als an einer ande ren Stelle der axialen Ausdehnung des Schneckenelements, wobei sich diese verschiedenen Profile nicht durch Drehung ineinander überführen lassen.

Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schnecken element oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenele ment sind, und die auf sich auf benachbarten Schneckenwellen gegenüberliegen, reinigen sich - unter Berücksichtigung der technisch notwendigen Spiele - bevorzugt gegenseitig ab. Es können aber auch auf benachbarten Schneckenwellen gegenüberliegende Schneckenelemente, die ein Großsteigungsschneckenelement oder ein asymmetrisches Schneckenelement oder ein exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogenes Schneckenelement sind, verwendet werden, die sich nicht exakt abreinigen.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden unter plastischen Massen insbesondere verstanden: Suspensionen, Pasten, Glasschmelzen, ungebrannte Keramiken, Metallschmelzen, oder Kunststof fe.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden unter Kunststoffen insbesondere verstanden: Polymere, insbesondere Polymerschmelzen oder Polymerlösungen, wiederum insbesondere Schmelzen oder Lösungen von thermoplastischen Polymeren oder Schmelzen oder Lösungen von Kautschuken.

Als thermoplastisches Polymer wird bevorzugt wenigstens eines aus der Reihe Polycarbonat, Poly amid, Polyester, insbesondere Polybutylenterephthalat und Polyethylenterephthalat, Polylactide, Polyether, thermoplastisches Polyurethan, Polyacetal, Fluorpolymer, insbesondere Polyvinyliden- fluorid, Polyethersulfone, Polyolefin, insbesondere Polyethylen und Polypropylen, Polyimid, Poly- acrylat, insbesondere Poly(methyl)methacrylat, Polyphenylenoxid, Polyphenylensulfid, Polyether keton, Polyaryletherketon, Styrolpolymerisate, insbesondere Polystyrol, Styrolcopolymere, insbe sondere Styrolacrylnitrilcopolymer, Acrylnitrilbutadienstyrol-blockcopolymere und Polyvinylchlo rid eingesetzt. Ebenso bevorzugt eingesetzt werden so genannte Blends aus den aufgeführten Po lymeren, worunter der Fachmann eine Kombination aus zwei oder mehreren Polymeren versteht. Besonders bevorzugt sind Polycarbonat und Mischungen enthaltend Polycarbonat, ganz besonders bevorzugt Polycarbonat, beispielsweise erhalten nach dem Phasengrenzflächenverfahren oder dem Schmelzeumesterungsverfahren.

Als Kautschuk wird bevorzugt wenigstens einer aus der Reihe Styrol-Butadien-Kautschuk, Natur kautschuk, Butatiden-Kautschuk, Isopren-Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, Ethylen- Propylen-Kautschuk, Butadien-Acrylnitril-Kautschuk, hydrierter Nitrilkautschuk, Butylkautschuk, Halobutylkautschuk, Chloropren-Kautschuk, Ethylen- Vinylacetat-Kautschuk, Polyurethan- Kautschuk, Thermoplastisches Polyurethan, Guttapercha, Arylatkautschuk, Fluorkautschuk, Si liconkautschuk, Sulfidkautschuk, Chlorsulfonyl-Polyäthylen-Kautschuk eingesetzt. Eine Kombina tion von zwei oder mehreren der aufgeführten Kautschuke, oder eine Kombination aus einem oder mehreren Kautschuk mit einem oder mehreren anderen Kunststoffen ist natürlich auch möglich.

Diese Thermoplaste oder Kautschuke können in reiner Form oder als Mischungen mit Füll- und Verstärkungsstoffen, wie insbesondere Glasfasern, als Mischungen untereinander oder mit anderen Polymeren oder als Mischungen mit üblichen Polymeradditiven eingesetzt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform werden den plastischen Massen, insbesondere den Poly merschmelzen und Mischungen von Polymerschmelzen, Additive beigemengt. Diese können als Feststoffe, Flüssigkeiten oder Fösungen gemeinsam mit dem Polymer in den Extruder gegeben werden oder aber es wird wenigstens ein Teil der Additive oder alle Additive dem Extruder über einen Seitenstrom zugeführt.

Additive können einem Polymer vielfältige Eigenschaften verleihen. Dies können beispielsweise Farbmittel, Pigmente, Verarbeitungshilfsmittel, Füllstoffe, Antioxidantien, Verstärkungsstoffe, UV-Absorber und Lichtstabilisatoren, Metalldesaktivatoren, Peroxidfänger, basische Stabilisatoren, Keimbildner, als Stabilisatoren oder Antioxidatien wirksame Benzofurane und Indolinone, Form trennmittel, flammhemmende Additive, antistatische Mittel, Färbemittel und Schmelzestabilisato- ren. Beispielhaft für diese sind Ruß, Glasfaser, Ton, Glimmer, Graphitfaser, Titandioxid, Kohlen stofffasern, Kohlenstoffnanoröhrchen, ionische Flüssigkeiten und Naturfasern.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren beispielhaft näher erläutert, ohne sie jedoch auf diese zu beschränken.

Figur 1 zeigt einen Querschnitt der beiden Gehäusebohrungen eines Doppelschneckenextruders, wobei die beiden Gehäusebohrungen den gleichen Gehäuseinnendurchmesser Di, einander durch dringen und dabei einen Zwickel bilden. Der Gehäuseinnendurchmesser Di einer der Gehäuseboh rungen ist eingezeichnet. Der Querschnitt der ersten Gehäusebohrung ist dabei mit 1.1 bezeichnet, der Querschnitt der zweiten Gehäusebohrung ist mit 1.2 bezeichnet, der Innendurchmesser Di der ersten Gehäusebohrung ist mit 1.3 bezeichnet und der Zwickel ist mit 1.4 bezeichnet. Figur 2 zeigt den Querschnitt aus Figur 1 ohne eingezeichneten Zwickel. Auch hier ist der Gehäu seinnendurchmesser Di einer der Gehäusebohrungen eingezeichnet. Der Gehäuseinnendurchmesser Di einer der Gehäusebohrungen ist eingezeichnet. Der Querschnitt der ersten Gehäusebohrung ist dabei mit 2.1 bezeichnet, der Querschnitt der zweiten Gehäusebohrung ist mit 2.2 bezeichnet und der Innendurchmesser Di der ersten Gehäusebohrung ist mit 3.3 bezeichnet

Figur 3 zeigt einen Längsschnitt durch einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Entgasungsextru ders, wobei dieser Abschnitt sowohl eine Entgasungsöffnung als auch ein Großsteigungsschne ckenelement zeigt. Der Abschnitt des erfindungsgemäßen Entgasungsextruders ist dabei mit 3.1 bezeichnet, die Entgasungsöffnung ist mit 3.2 bezeichnet, der Gehäuseinnendurchmesser ist mit 3.3 bezeichnet, das Großsteigungsschneckenelement ist mit 3.4 bezeichnet, das in Förderrichtung vor dem Großsteigungsschneckenelement liegende Geringsteigungsschneckenelement ist mit 3.5 be zeichnet, das in Förderrichtung hinter dem Großsteigungsschneckenelement liegende Geringstei gungsschneckenelement ist mit 3.6 bezeichnet, die Länge des Eintrittsbereich der Entgasungsöff nung ist mit 3.7 bezeichnet und die Förderrichtung ist mit 3.8 bezeichnet.

Figur 4 zeigt einen Längsschnitt durch einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Entgasungsextru ders, wobei dieser Abschnitt sowohl eine Entgasungsöffnung als auch ein asymmetrisches Schne ckenelement zeigt. Der Abschnitt des erfindungsgemäßen Entgasungsextruders ist dabei mit 4.1 bezeichnet, die Entgasungsöffnung ist mit 4.2 bezeichnet, der Gehäuseinnendurchmesser ist mit 4.3 bezeichnet, das asymmetrische Schneckenelement ist mit 4.4 bezeichnet, das in Förderrichtung vor dem asymmetrischen Schneckenelement liegende nicht-asymmetrische Schneckenelement ist mit 4.5 bezeichnet, das in Förderrichtung hinter dem asymmetrischen Schneckenelement liegende nicht-asymmetrische Schneckenelement ist mit 4.6 bezeichnet, die Länge des Eintrittsbereich der Entgasungsöffnung ist mit 4.7 bezeichnet und die Förderrichtung ist mit 4.8 bezeichnet. Das asymmetrischen Schneckenelement ist gleichzeitig ein Schneckenelement, das exzentrisch auf der Drehachse der Schneckenwelle aufgezogen ist.