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Patent Searching and Data


Title:
FACILITY FOR MACHINING WORKPIECES AND METHOD FOR SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/204416
Kind Code:
A1
Abstract:
The facility has a first tensioning device (5), which has a clamping device (5', 5'') and which is movable in the x-direction from a loading region into a machining region, and vice versa. The workpiece (1) fixed in the first tensioning device (5) is transferred to a second tensioning device (10), which is provided with at least one clamping device (12, 14). The second tensioning device (10) has at least one stop (18), which is movable in the y-direction, and the first tensioning device (5) has at least one counter-stop (15), which is movable in the y-direction, for the workpiece (1). The workpiece (1) is received and clamped in the loading region in the first tensioning device (5), without being accurately positioned. The workpiece (1) with the first tensioning device (5) and also the second tensioning device (10) are moved into a position opposite one another, the lower clamping jaws (5'', 14) or contact faces of the two tensioning devices (5, 10) being precisely oriented relative to one another in the height direction. The workpiece (1) is completely released by the first tensioning device (5) and is oriented or positioned by means of the stops (15, 18) arranged horizontally opposite one another. The workpiece (1) is then clamped in one of the two tensioning devices (5, 10) and machined.

Inventors:
GURKA PAUL (DE)
HEMMERICH MICHAEL (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/000040
Publication Date:
October 14, 2021
Filing Date:
April 08, 2021
Export Citation:
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Assignee:
WEINIG MICHAEL AG (DE)
International Classes:
B25B5/00; B27M1/08
Foreign References:
EP2305440A12011-04-06
EP2159023A22010-03-03
DE202004005893U12004-06-09
DE102015218814A12017-03-30
ITPD20100318A12012-04-22
DE102015212541A12016-03-24
EP2210723A12010-07-28
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE JACKISCH-KOHL UND KOHL (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Anlage zur Bearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff, Alumi nium und dergleichen, mit mindestens einer ersten, eine Klemmeinrich tung (5‘, 5“, 6‘, 6“) aufweisenden Spanneinrichtung (5, 6), die in x- Richtung von einem Beschickungsbereich (7) in einen Bearbeitungsbe reich (9) und umgekehrt verstellbar ist, und mit wenigstens einer zwei ten Spanneinrichtung (10), die mit wenigstens einer Klemmeinrichtung (12, 14) versehen ist und an die das Werkstück (1 ) übergeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Spanneinrichtung (10) we nigstens einen in y-Richtung verstellbaren Anschlag (18) für das Werkstück (1 ) und die erste Spanneinrichtung (5, 6) wenigstens einen in y- Richtung verstellbaren Gegenanschlag (15) für das Werkstück (1 ) auf weist.

2. Anlage nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Spanneinrichtung (10) mittels wenigstens eines Antriebes (44) in y-Richtung positionierbar ist.

3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spanneinrichtung (5, 6) längs einer in x-Richtung sich erstreckenden Führung (8) verfahrbar ist.

4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Spanneinrichtung (10) in x- Richtung unverstellbar im Bearbeitungsbereich (9) angeordnet ist.

5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Spanneinrichtung (10) in y- Richtung längs einer Führung (32) verstellbar ist.

6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Klemmbacke (14) der zweiten Spanneinrichtung (10) in z-Richtung verstellbar ist.

7. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Klemmbacken (12, 14) der zwei ten Spanneinrichtung (10) über die Länge (x-Richtung) der zweiten Spanneinrichtung (10) erstrecken.

8. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite Spanneinrichtung (10) nahezu über die Länge (x-Richtung) des Bearbeitungsbereiches (9) erstreckt.

9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass zur Ablage der Werkstücke (1 ) nach der Bearbeitung wenigstens eine Aufnahmeeinheit (20) vorgesehen ist, die in x-Richtung aus dem Bearbeitungsbereich (9) in den Beschickungsbereich (7) verstellbar ist.

10. Verfahren zum Einspannen von Werkstücken (1 ), die mittels wenigstens zweier Spanneinrichtungen (5, 6, 10) ausgerichtet und eingespannt werden, insbesondere in einer Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch folgende Schritte: dass das Werkstück (1 ) in einem Beschickungsbereich (7) einer ersten Spanneinrichtung (5, 6) ohne genaue Positionierung bezüglich der ers ten Spanneinrichtung (5, 6) aufgenommen und geklemmt wird, dass das Werkstück (1 ) mit der ersten Spanneinrichtung (5, 6) und eine zweite Spanneinrichtung (10), deren Klemmeinrichtung (12, 14) geöffnet ist, in eine einander gegenüberliegende Stellung verfahren werden, dass die unteren Klemmbacken (5“, 6“, 14) bzw. Auflagen der beiden Spanneinrichtungen (5, 6; 10) in Höhenrichtung exakt zueinander ausgerichtet sind, dass die Klemmung des Werkstückes (1 ) in der ersten Spanneinrichtung (5, 6) aufgehoben wird, so dass das Werkstück komplett frei kommt, dass das Werkstück (1 ) in y-Richtung mittels einander horizontal gegenüberliegender Anschläge (15, 18) ausgerichtet bzw. positioniert wird, dass anschließend das Werkstück (1 ) in einer der beiden Spanneinrichtungen (5, 6, 10) eingespannt und anschließend bearbeitet wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück (1 ) vor dem Einspannen in einer der beiden Spanneinrichtungen (5, 6) an einem Anschlag (18) der zweiten Spanneinrichtung (10) und einem Gegenanschlag (15) der ersten Spanneinrichtung (5, 6) anliegt.

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11 , dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einspannen des Werkstückes (1 ) in der ersten Spanneinrichtung (5, 6) die zweite Spanneinrichtung (10) in y-Richtung so weit zurückgefahren wird, dass zumindest eine Seite (13, 19) des Werkstückes (1 ) bearbeitet werden kann.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück (1 ) nach der Bearbeitung der einen Seite (13, 19) innerhalb des Bearbeitungsbereiches (9) der zweiten Spanneinrichtung (10) übergeben wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück (1 ) während der Über gabe von der ersten Spanneinrichtung (5, 6) an die zweite Spannein richtung (10) stets eingespannt ist.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung (5‘, 5“, 6‘, 6“) der ersten Spanneinrichtung (5, 6) dann geöffnet wird, wenn die Klemmvor richtung (12, 14) der zweiten Spanneinrichtung (10) das Werkstück (1 ) geklemmt hat.

Description:
ANLAGE ZUR BEARBEITUNG VON WERKSTÜCKEN UND VERFAHREN DAFÜR

Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Bearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff, Aluminium und dergleichen nach dem Oberbegriff des An spruches 1 sowie ein Verfahren zur Übergabe von Werkstücken zwischen einer ersten und einer zweiten Spanneinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 10.

Bekannte Anlagen haben einen Beschickungsbereich und einen Bearbei tungsbereich für die zu bearbeitenden Werkstücke, die vorteilhaft stabför mige Teile sind und mit Spanntischvorschüben durch die Anlage transpor tiert werden. Bei solchen Anlagen befinden sich der Beschickungs- und der Beladebereich an der gleichen Stelle innerhalb der Anlage, so dass nicht gleichzeitig be- und entladen werden kann.

Erfahrungsgemäß kommt es bei solchen Spanntischsystemen mit Werkstückklemmung besonders auf eine hochpräzise Positionierung und Klemmung des Werkstückes an. Für den Beschickungsbereich ist es daher not wendig, dass zum Einbringen und Klemmen der Werkstücke ein hochge naues und steifes Element erforderlich ist. Auch muss der Spanntisch zur Beschickung mit dem Werkstück exakt positioniert werden. Auch im Bear beitungsraum ist eine exakte Positionierung des Spanntisches in Bezug auf die Werkzeugspindel sowie in Bezug auf einen weiteren Spanntisch, auf den die Werkstücke übergeben werden müssen, notwendig. Insofern ist es für eine qualitativ hochwertige und genaue Bearbeitung erforderlich, dass der Beschickungsbereich und die Spanntische mit hoher Präzision ausgeführt

BESTATIGUNGSKOPIE sind und eine hohe Positioniergenauigkeit aufweisen, wodurch die Anlage jedoch aufwändig und teuer wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Anlage und das gattungsgemäße Verfahren so auszubilden, dass die zu bearbeitenden Werkstücke bei einem einfachen Aufbau der Anlage mit hoher Genauigkeit bearbeitet werden können.

Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Vorrichtung erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 und beim gattungs gemäßen Verfahren erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 10 gelöst.

Die erfindungsgemäße Anlage hat die erste Spanneinrichtung, die den wenigstens einen in y-Richtung verstellbaren Gegenanschlag für das Werkstück aufweist. Im Beschickungsbereich kann das Werkstück ohne hohe Po sitionsgenauigkeit gegen den Gegenanschlag in y-Richtung geschoben und geklemmt werden. Dabei kann das Werkstück bis zu einem gewissen Masse verdreht oder auch schräg auf der Spanneinrichtung eingespannt sein.

Die zweite Spanneinrichtung, die sich im Bearbeitungsbereich der Anlage befindet, hat den wenigstens einen in y-Richtung positionierbaren Anschlag für das Werkstück. Sobald das Werkstück aus dem Beschickungsbereich mittels der ersten Spanneinrichtung in den Bearbeitungsbereich verstellt worden ist, kann nach Lösen der Klemmeinrichtung der ersten Spanntisch einrichtung das Werkstück gegen den in y-Richtung positionierten Anschlag der zweiten Spanneinrichtung geschoben werden. Die beiden Spanneinrich tungen haben Auflageebenen mit sehr hoher Genauigkeit, auf denen die Werkstücke aufliegen. Der Unterbau und die Führung für die Spanneinrich tungen verfügen über eine sehr hohe Präzision und Steifigkeit, weil die Werkstücke im Bearbeitungsbereich der Anlage mit hoher Präzision bearbei tet werden müssen. Wenn sich die erste Spanneinrichtung im Bearbeitungsbereich der Anlage befindet und der dort vorgesehenen zweiten Spanneinrichtung gegenüber liegt, kann nach Lösen der Klemmeinrichtung der ersten Spanneinrichtung das Werkstück in y-Richtung ausgerichtet werden. Da hierbei die Auflagen bzw. untere Klemmbacken der beiden Spanneinrichtungen sehr genau zuei nander ausgerichtet sind, insbesondere eine exakt gleiche Höhenposition haben, und beide Klemmeinrichtungen der Spanneinrichtungen gelöst bzw. geöffnet sind, kann das Werkstück ohne Spannung auf den Auflagen auflie gen. Auch wenn das Werkstück beim Beschickungsvorgang schräg oder verdreht in der Klemmeinrichtung der ersten Spanneinrichtung geklemmt worden ist, wird nunmehr das Werkstück, da es freiliegt, gegen den An schlag der zweiten Spanneinrichtung in y-Richtung verschoben und hierbei mittels der Spanneinrichtung genau positioniert. Mit der Klemmeinrichtung der ersten Spanneinrichtung wird dann das exakt ausgerichtete Werkstück festgeklemmt.

Die Ausrichtung des Werkstückes erfolgt in der Weise, dass seine Längsseiten über die Klemmbacken der Spanneinrichtungen so weit in y-Richtung überstehen, dass die Längsseiten mit dem gewünschten Profil versehen werden können. Vorteilhaft werden die Werkstücke dabei so ausgerichtet, dass sie beim Umspannen von der ersten zur zweiten Spanneinrichtung - o- der auch umgekehrt - ihre Lage nicht verändern müssen.

Die zweite Spanneinrichtung kann für die zweite Bearbeitung auch in y- Richtung zurückgefahren werden, um einen Freiraum für Bearbeitungswerk zeuge zu erzeugen. Dieser Ablauf ist zeitneutral möglich, weil für die Ab gabe der fertig bearbeiteten Werkstücke die zweite Spanneinrichtung ohne hin in y-Richtung zurückgefahren werden muss.

Die zweite Spanneinrichtung kann in vorteilhafter Ausbildung mittels des Antriebes in y-Richtung weg von der ersten Spanneinrichtung gefahren wer den, so dass das in der ersten Spanneinrichtung eingespannte Werkstück nunmehr mit einem oder mehreren Werkzeugen bearbeitet werden kann. Diese y-Achse der zweiten Spanneinrichtung kommt auch dann zur Anwendung, wenn das Werkstück für eine weitere Bearbeitung von der ersten Spanneinrichtung der zweiten Spanneinrichtung übergeben und von ihr ein gespannt werden soll. Dann wird die zweite Spanneinrichtung in y-Richtung so weit an die erste Spanneinrichtung herangefahren, dass die Werkstück übergabe möglich ist.

Durch die y-Achse, die ohnehin benötigt wird, wird eine Achse im Beschi ckungsbereich eingespart. Dies ist umso mehr von Vorteil, als sich der seit liche Anschlag über eine große Länge erstrecken und ein entsprechender Aufwand getrieben werden muss, um die Genauigkeit über die gesamte Länge des Anschlages zu gewährleisten.

Vorteilhaft ist die erste Spanneinrichtung längs einer in x-Richtung sich er streckenden Führung verfahrbar. Die erste Spanneinrichtung kann daher zu verlässig aus dem Beschickungsbereich in den Bearbeitungsbereich der An lage verfahren werden.

Zu einem einfachen Aufbau der Anlage trägt in vorteilhafter Weise bei, wenn die zweite Spanneinrichtung in x-Richtung unverstellbar im Bearbeitungsbe reich angeordnet ist.

Die zweite Spanneinrichtung ist in vorteilhafter Weise in y-Richtung längs einer Führung verstellbar. Wenn die zweite Spanneinrichtung in Richtung auf die erste Spanneinrichtung oder weg von ihr verstellt werden soll, ge währleistet die Führung, dass die zweite Spanneinrichtung zuverlässig ver schoben werden kann.

Damit die Aufnahme des Werkstückes in den Klemmeinrichtungen der ers ten und/oder der zweiten Spanneinrichtung problemlos möglich ist, ist die untere Klemmbacke der zweiten Spanneinrichtung in vorteilhafter Weise in z-Richtung verstellbar. Damit kann die untere Klemmbacke beispielsweise bei der Übergabe des Werkstückes von der ersten in die zweite Spanneinrichtung geringfügig abgesenkt werden, so dass ein Hängenbleiben des Werkstückes bei der Übergabe ausgeschlossen ist.

Eine konstruktiv einfache Ausbildung der Anlage ergibt sich in vorteilhafter Weise, wenn sich die Klemmbacken der zweiten Spanneinrichtung über die Länge der zweiten Spanneinrichtung in x-Richtung erstrecken.

Hierbei ist es von Vorteil, wenn sich die gesamte zweite Spanneinrichtung nahezu über die Länge des Bearbeitungsbereiches in x-Richtung erstreckt.

Die Anlage ist in vorteilhafter Weise zur Ablage der Werkstücke nach der Bearbeitung mit wenigstens einer Aufnahmeeinheit versehen, die in x-Richtung aus dem Bearbeitungsbereich in den Beschickungsbereich verstellbar ist. Befindet sich die Aufnahmeeinheit im Bearbeitungsbereich, können die Werkstücke nach ihrer Fertigbearbeitung auf der Aufnahmeeinheit abgelegt werden. Mit ihr werden die Werkstücke in x-Richtung zum Beschickungsbe reich verfahren und dort aus der Anlage mittels einer geeigneten Trans porteinrichtung abgeführt. Während dieses Abgabevorganges können die Spanneinrichtungen unabhängig von der Position der Aufnahmeeinheit die Werkstücke in der Anlage transportieren.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird das zu bearbeitende Werkstück im Beschickungsbereich zunächst von der ersten Spanneinrichtung ohne eine genaue Positionierung bezüglich dieser Spanneinrichtung aufgenommen und geklemmt. Ob das Werkstück hierbei verdreht oder schräg in der Klemmeinrichtung der Spanneinrichtung eingeklemmt ist, ist hierbei nicht wesentlich. Mit der ersten Spanneinrichtung wird das Werkstück neben die zweite Spanneinrichtung verfahren, deren Klemmeinrichtung geöffnet ist, so dass das in der ersten Spanneinrichtung eingespannte Werkstück ohne Probleme zwischen die Klemmbacken der Klemmeinrichtung der zweiten Spanneinrichtung eingefahren werden kann. Die unteren Klemmbacken bzw. Auflagen der beiden Spanneinrichtungen stehen in Höhenrichtung (z-Rich- tung) exakt zueinander, d.h. sie sind exakt zueinander ausgerichtet. Die entsprechenden Positionierachsen müssen für eine qualitativ hochwertige Bearbeitung ohnehin eine hohe Positioniergenauigkeit aufweisen. Vorteilhaft sind die unteren Klemmbacken auf gleicher Höhe exakt zueinander ausgerichtet. Dies ist notwendig, wenn die Werkstücke eine ebene Auflageseite aufweisen. Die zugeführten Werkstücke können beispielsweise bereits mit einem Falz versehen sein, d.h. die Werkstücke sind mit einer randoffenen Vertiefung oder Auskehlung, dem sogenannten Falz, versehen. Dieser Falz wird in Höhenrichtung (z-Richtung) durch eine zur Auflagefläche des Werk stückes parallele Fläche begrenzt, mit der das Werkstück an der entspre chenden Klemmbacke anliegt. In diesem Falle ist es notwendig, dass die Klemmbacken der beiden Spanneinrichtungen mit einem Höhenversatz, aber dennoch exakt zueinander, ausgerichtet werden, der dem Maß der Vertiefung in z-Richtung entspricht. Sobald sich die erste Spanneinrichtung neben der zweiten Spanneinrichtung befindet, wird die Klemmung des Werkstückes in der ersten Spanneinrichtung aufgehoben. Das Werkstück kann dann quer zur x-Richtung in y-Richtung mittels einander horizontal ge genüberliegender Anschläge ausgerichtet bzw. positioniert werden. Dadurch wird das Werkstück exakt positioniert, auch wenn es zuvor schräg oder ver dreht in der ersten Spanneinrichtung eingespannt war. Das Werkstück wird anschließend in einer der beiden Spanneinrichtungen eingespannt und an schließend bearbeitet.

Das Werkstück wird so positioniert, dass es in der geklemmten Lage in y- Richtung über die Klemmeinrichtung vorsteht. Der überstehende Werkstückbereich kann dann mit entsprechenden Werkzeugen bearbeitet werden.

Die genaue Positionierung des Werkstückes wird in vorteilhafter Weise dadurch erreicht, dass es vor dem Einspannen in einer der beiden Span neinrichtungen an einem Gegenanschlag der ersten Spanneinrichtung und einem Anschlag der zweiten Spanneinrichtung anliegt.

Damit das Werkstück einwandfrei bearbeitet werden kann, wird die zweite Spanneinrichtung nach dem Einspannen des Werkstückes in y-Richtung so weit zurückgefahren, dass eine Seite des Werkstückes bearbeitet werden kann. Diese Seite kann die entsprechende Längsseite im überstehenden Werkstückbereich sowie auch die Ober- und/oder Unterseite des Werkstü ckes sein. Die frei liegende Längsseite des Werkstückes kann bearbeitet, insbesondere profiliert werden, während in die Ober/Unterseite des Werkstückes Bohrungen, Nuten und dergleichen eingebracht werden können.

Nach der Bearbeitung der einen Seite des Werkstückes erfolgt in vorteilhaf ter Weise die Übergabe des teilbearbeiteten Werkstückes innerhalb des Be arbeitungsbereiches an die zweite Spanneinrichtung. Sie wird bei geöffneter Klemmeinrichtung in y-Richtung in Richtung auf die erste Spanneinrichtung verschoben.

Während des Übergabevorganges von der ersten Spanneinrichtung an die zweite Spanneirichtung ist das Werkstück stets eingespannt, so dass durch den Übergabevorgang keine Positionsveränderung des Werkstückes statt findet. Dies trägt zu einer sehr hohen Bearbeitungsqualität bei.

Vorteilhaft wird hierbei die Klemmvorrichtung der ersten Spanneinrichtung erst dann geöffnet, wenn die Klemmvorrichtung der zweiten Spanneinrichtung das Werkstück geklemmt hat.

Die Einspannung des Werkstückes erfolgt hierbei so, dass der noch unbear beitete Bereich des Werkstückes in y-Richtung über die Klemmeinrichtung der zweiten Spanneinrichtung vorsteht, so dass an der frei liegenden Längsseite und/oder der Ober- und/oder Unterseite des Werkstückes die erforderlichen Bearbeitungen vorgenommen werden können.

Die zweite Spanneinrichtung kann für diese weitere Bearbeitung in y-Rich- tung zurückgefahren werden, damit die entsprechenden Werkzeuge an den unbearbeiteten Werkstückbereich gelangen können.

Während dieser Bearbeitung kann die erste Spanneinrichtung zurück zum Beschickungsbereich verfahren werden, um dort das nächste zu bearbeitende Werkstück aufzunehmen. Sobald das Werkstück in der zweiten Spanneinrichtung fertig bearbeitet ist, wird es an eine Aufnahmeeinheit übergeben, mit der das fertig bearbeitete Werkstück aus dem Bearbeitungsbereich zurück in den Beschickungsbereich transportiert werden kann.

Der Anmeldungsgegenstand ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch durch alle in den Zeichnungen und der Beschreibung offenbarten Angaben und Merkmale. Sie werden, auch wenn sie nicht Gegenstand der Ansprüche sind, als erfindungswesent lich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprü chen, der Beschreibung und den Zeichnungen.

Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausfüh rungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine erfindungsgemäße Anlage,

Fig. 2 in vergrößerter und perspektivischer Darstellung eine Spannein richtung der erfindungsgemäßen Anlage,

Fig. 3 bis

Fig. 7 verschiedene Phasen beim Ausrichten der Werkstücke nach der Zuführung und vor der ersten Bearbeitung.

In der im Folgenden beschriebenen Anlage werden längliche Werkstücke bearbeitet, die vorteilhaft aus Flolz, aber auch aus Kunststoff, Aluminium o- der einem ähnlichen Werkstoff bestehen können. Die Werkstücke 1 haben rechteckigen Querschnitt und werden auf einer Zuführeinrichtung 2 quer zu ihrer Längsrichtung in y-Richtung zugeführt. Die Zuführeinrichtung 2 ist mit mindestens einer Transporteinheit 3 versehen, mit der die Werkstücke 1 quer zu ihrer Längsrichtung in die Anlage transportiert werden. Die zu bearbeitenden Werkstücke 1 können von Hand auf die Zuführeinrichtung 2 aufgelegt werden. Es ist auch eine automatische Werkstückzuführung mög lich.

Die Transporteinheit 3 kann beispielhaft durch Transportriemen gebildet sein, die mit Abstand nebeneinander liegen und sich in y-Richtung erstre cken.

Die Zuführeinrichtung 2 hat wenigstens einen Auflagetisch 4, auf den die Werkstücke 1 aufgelegt werden. Sobald die Werkstücke 1 den Auflagetisch 4 verlassen, werden sie von der Transporteinheit 3 erfasst und quer zu ihrer Längsrichtung transportiert. Die Zuführeinrichtung 2 kann mehrere nebeneinander liegende Transporteinheiten 3 aufweisen, um beispielsweise meh rere nebeneinander liegende Werkstücke 1 gleichzeitig transportieren zu können.

Die Werkstücke 1 werden Spanneinrichtungen 5, 6 zugeführt, mit denen die Werkstücke 1 an der Ober- und Unterseite festgeklemmt werden.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel hat jede Spanneinrichtung 5, 6 drei Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c, die jeweils obere und untere Klemmba cken 5‘, 6‘; 5“, 6“ haben.

In der Stellung gemäß Fig. 1 befinden sich die Spanneinrichtungen 5, 6 in einem Beschickungsbereich 7, in dem die Werkstücke 1 von der Zuführeinrichtung 2 den Spanneinrichtungen 5, 6 zugeführt werden.

Die Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c sind längs einer in x-Richtung verlau fenden Führung 8 verfahrbar und können entsprechend der Länge der Werkstücke 1 individuell in x-Richtung positioniert werden. Die Werkstücke 1 werden mit den Spannwagen in ihrer Längsrichtung transportiert. Je nach Ausbildung der Anlage kann die Zahl der Spanneinrichtungen 5, 6 und Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c variieren. Je nach Werkstücklänge können unterschiedlich viele Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c die Spanneinrichtung 5, 6 bilden. Die einzelne Spanneinrichtung 5, 6 wird im Rahmen des Ausführungsbeispiels so definiert, dass in einer Spanneinrichtung 5, 6 ein einzel nes Werkstück 1 eingespannt ist. Die Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c kön nen unterschiedlich breit (in Längsrichtung der Werkstücke) sein, so dass auch ein Werkstück nur in einem Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c einge spannt sein kann. Dementsprechend besteht die Spanneinrichtung 5, 6 in diesem Fall aus dem einen Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c.

Mit den Spanneinrichtungen 5, 6 werden die Werkstücke 1 in einen Bearbei tungsbereich 9 der Anlage transportiert. In diesem Bereich können die Werkstücke 1 von einer zweiten Spanneinrichtung 10 übernommen werden. Sie hat eine Auflage 11 , auf der eine untere Klemmbacke 14 angeordnet ist, auf der die Werkstücke in geklemmtem Zustand aufliegen. Die Auflage 1 1 und die Klemmbacke 14 erstrecken sich in x-Richtung über die Länge der Spanneinrichtung 10. Zum Einspannen der Werkstücke 1 dient eine obere Klemmbacke 12, die sich in x-Richtung über die Länge der Spanneinrichtung 10 erstreckt und die in z-Richtung mit mindestens einem Antrieb 30, im Ausführungsbeispiel mit drei in x-Richtung mit Abstand hintereinander liegenden Antrieben 30 verstellt werden kann (Fig. 2). Die Antriebe 30 haben jeweils einen Träger 30a, an dem die Klemmbacke 12 befestigt ist und der entlang einer (nicht dargestellten) Führung in z-Richtung verstellbar ist. Der Antrieb 30 ist bevorzugt eine Kolben-Zylinder-Einheit, mit der die Klemm kraft erzeugt wird. Die Kolben-Zylinder-Einheit hat den Zylinder 49, der an einem Träger 50 befestigt ist. Der Träger 30a, der mit der Klemmbacke 12 fest verbunden ist, ist mit einer Kolbenstange 51 verbunden, die in z-Richtung verschoben werden kann, um die obere Klemmbacke 12 in z-Richtung zu verstellen.

Die Antriebe 30 sind Teile von Verstelleinheiten 31 , welche den Träger 50 aufweisen und die zusammen mit den Antrieben 30 in z-Richtung verfahren werden können. Die Verstelleinheiten 31 sind an weiteren Verstelleinheiten 31 a vorgesehen, die z-Führungen 52 für die Träger 50 der Antriebe 30 aufweisen. Die Anlage weist im Bereich der Spanneinrichtung 10 in y-Richtung sich er streckende Führungen 32 für die Verstelleinheiten 31 a auf. Sie werden mit tels eines Antriebes 44 (Fig. 1 ) in y-Richtung verfahren. Diese Verfahrachse ist als Positionierachse ausgebildet, so dass die Klemmbacken 12, 14für die Übernahme der Werkstücke 1 exakt in y-Richtung eingestellt werden kön nen.

Der Antrieb 44 hat einen Antriebsmotor 45 mit einer in y-Richtung liegenden Motorwelle 46, die über Endlosantriebe 47 mit in y-Richtung sich erstre ckenden Stellspindeln 48 antriebsverbunden ist. Mit ihnen können die Ver stelleinheiten 31 a in y-Richtung verfahren werden.

Anhand der Fig. 3 bis 7 wird das Ausrichten und Einspannen der Werkstücke nach der Zuführung und vor der ersten Bearbeitung beschrieben.

Im Beschickungsbereich 7 kann das Werkstück 1 gegen einen gefederten Gegenanschlag 15 in y-Richtung geschoben und mit den Klemmbacken 5‘, 5“, 6‘, 6“ geklemmt werden. Hierbei ist es nicht notwendig, das Werkstück 1 exakt und positionsgenau einzuspannen. Das Tiefenmaß in y-Richtung rich tet sich nach der Breite des Werkstückes 1 , das mittels eines Schiebers, der hinter dem Werkstück 1 zum Eingriff kommt und einen festgelegten Hub bzw. Weg ausführt, eingeschoben wird. Es wird durch die maximale Endpo sition des Gegenanschlages 15 begrenzt. Das Werkstück 1 kann hierbei auch verdreht oder ungerade bzw. schräg auf den Spannwagen 5a bis 5c,

6a bis 6c liegen. Anschließend werden die Spanneinrichtungen 5, 6 in x- Richtung längs der Führung 8 in den Bearbeitungsbereich 9 transportiert, wobei das Werkstück 1 in seiner Längsrichtung, also in x-Richtung, verfah ren wird.

Die Transporteinheit 3 steht im Vergleich zu den unteren Klemmbacken 5“, 6“ beispielsweise höher, so dass die Werkstücke 1 , wie etwa in Fig. 3 dargestellt, eher an der überstehenden Seite nach oben gekippt sind als nach unten. Daher kann das Einfahren der Spanneinrichtung 10 in y-Richtung ohne vorherigen z-Hub der unteren Klemmbacken 5“, 6“ erfolgen. Nach dem Einklemmen der unbearbeiteten Werkstücke 1 wird die Transporteinheit um ein kleines Maß abgetaktet, damit die Unterseite des Werkstü ckes 1 freikommt. Die Spanneinrichtungen 5, 6 können dann längs der in x- Richtung sich erstreckenden Führung 8 in den Bearbeitungsbereich 9 trans portiert werden, der auch den Bearbeitungsbereich der Anlage bildet. Das Werkstück 1 wird bei diesem Transport in seiner Längsrichtung, also in x- Richtung, verfahren.

Fig. 3 zeigt beispielhaft das schräg und gekippt zwischen den Klemmbacken 5‘, 5“ der Spanneinrichtung 5 eingespannte Werkstück 1 . Erst im Übergabebereich 9 erfolgt die exakte Ausrichtung des Werkstückes 1 , so dass es im Übergabebereich 9 mit hoher Genauigkeit eingespannt und bearbeitet wer den kann.

Im Bearbeitungsbereich 9 befindet sich die Spanneinrichtung 10, deren obere Klemmbacke 12 in z-Richtung so weit hochgefahren ist, dass das Werkstück 1 in die Spanneinrichtung 10 in x-Richtung eingefahren und bei Bedarf die Spanneinrichtung 10 in y-Richtung verstellt werden kann. Bei Be darf ist die Auflage 11 der Spanneinrichtung 10 auch etwas nach unten ge stellt, so dass es zu keiner Berührung mit dem Werkstück 1 und daraus folgender Beschädigung kommen kann.

Die Werkstücke 1 werden bei der Zuführung so in die jeweilige Spannein richtung 5, 6 eingespannt, dass sie mit ihrer einen Längsseite 13 in y-Rich- tung über die Klemmbacken 5‘, 5“, 6‘, 6“ der Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c in Richtung auf die Spanneinrichtung 10 vorstehen. Da das Werkstück 1 beispielhaft schräg in der Spanneinrichtung 5, 6 eingespannt ist, verläuft die Längsseite 13 des Werkstückes 1 unter einem entsprechenden Winkel zur x-Richtung. Ist das Werkstück 1 , wie beispielhaft dargestellt, auch noch ge kippt eingespannt, dann liegt die Längsseite 13 des Werkstückes 1 auch un ter einem kleinen spitzen Winkel zur y-Richtung. Sobald sich die Spanneinrichtung 5, 6 im Bearbeitungsbereich 9 befindet und der Spanneinrichtung 10 gegenüberliegt, werden die oberen Klemmba cken 5‘, 6‘ der Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c in z-Richtung angehoben (Fig. 4). Das Werkstück 1 liegt vollständig frei, weil auch die Klemmbacke 12 der Spanneinrichtung 10 in z-Richtung hochgefahren ist.

Jeder Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c hat mindestens einen Gegenan schlag 15, der mittels eines Pneumatikzylinders in zwei Positionen vor- und zurückgetaktet werden kann und der in der vorderen Stellung aufgrund der Druckbeaufschlagung als gefederter Gegenanschlag 15 wirkt. In Fig. 3 befindet sich der Gegenanschlag 15 in der zurückgeschobenen Stellung, in der er Abstand vom Werkstück 1 hat.

Der in y-Richtung gemessene Abstand zwischen den einander gegenüberliegenden Spanneinrichtungen 5, 6, 10 ist so eingestellt, dass das Werk stück 1 über einen Teil seiner Breite auf die untere Klemmbacke 14 der Spanneinrichtung 10 gelangt.

Da bei der Übergabe bzw. Ausrichtung des Werkstückes 1 die Klemmba cken 5‘, 6‘, 12 hochgefahren sind, liegt das Werkstück 1 auf den unteren Klemmbacken 5“, 6“, 14 ohne Spannung auf. Dabei muss gewährleistet sein, dass die unteren Klemmbacken 5“, 6“ der Spanneinrichtung 5, 6 und die Auflage/Klemmbacke 14 der Spanneinrichtung 10 auf exakt gleicher Höhe liegen. Im nächsten Schritt erfolgt die Ausrichtung des Werkstückes 1 , damit es positionsgenau für die nachfolgende Bearbeitung positioniert ist. Hierzu ist die Spanneinrichtung 5, 6 mit dem mindestens einen gefederten Gegenanschlag 15 versehen, der in y-Richtung bewegbar ist. Der Gegenan schlag 15 hat eine senkrecht zur Auflagefläche der unteren Klemmbacke 5 " , 6 liegende Anschlagfläche 16, mit der er an der der Längsseite 13 gegenüberliegenden Längsseite 17 des Werkstückes 1 zur Anlage kommt, wenn er das Werkstück in y-Richtung verschiebt (Fig. 5).

Mit dem Gegenanschlag 15 wird das Werkstück 1 in y-Richtung auf die un tere Klemmbacke 14 so weit geschoben, bis das Werkstück 1 mit seiner Längsseite 13 an einem in x-Richtung sich erstreckenden Anschlag 18 der Spanneinrichtung 10 anliegt (Fig. 5), dessen Anlageseite ebenfalls senkrecht zur Auflagefläche der unteren Klemmbacke 14 liegt. Der Anschlag 18 der Spanneinrichtung ist auf den Trägern 50 der Verstelleinheiten 31 ange ordnet und mittels der weiteren Verstelleinheiten 31 a in y-Richtung positio nierbar. Auf diese Weise kann die Position des Werkstückes 1 für die nach folgende Bearbeitung exakt eingestellt werden.

Die Einstellung des Werkstückes 1 erfolgt in vorteilhafter Weise derart, dass es in y-Richtung bereits bei dieser ersten Einspannung seine für die nach folgende Bearbeitung der Längsseite 17 erforderliche Lage einnimmt. Dann muss das Werkstück 1 nach der Bearbeitung der einen Längsseite 13 und der Übergabe an die Spanneinrichtung 10 nicht bewegt werden.

Bei dem beschriebenen Ausrichtvorgang wird das Werkstück 1 in die exakte Position gebracht.

Sobald die positionsgenaue Ausrichtung des Werkstückes 1 über die hori zontalen Anschläge 15 und 18 erfolgt ist, werden die oberen Klemmbacken 5‘, 6‘ der Spannwagen 5a bis 5c, 6a bis 6c der Spanneinrichtungen 5, 6 in z-Richtung abgesenkt, bis das Werkstück 1 zwischen den oberen Klemmba cken 5‘, 6‘ und den unteren Klemmbacken 5“, 6“ eingespannt ist. Die Einspannung des Werkstückes 1 ist derart, dass es in y-Richtung in Richtung auf die Spanneinrichtung 10 über die Klemmbacken 5‘, 5“, 6‘, 6“ vorsteht.

Im Ausführungsbeispiel steht das Werkstück 1 etwa über seine halbe Breite über die Klemmbacken 5‘, 5“, 6‘, 6“ vor.

Das eingespannte Werkstück 1 liegt mit seiner Längsseite 17 an der An schlagfläche 16 des Gegenanschlages 15 der Spanneinrichtung 5, 6 an (Fig. 5).

Der Anschlag 18 kann über eine separate y-Achse oder wie im Ausfüh rungsbeispiel mittels der y-Achse der Spanneinrichtung 10 in seine y-Posi- tion positioniert werden. Im Ausführungsbeispiel ist der Anschlag 18 auf den Trägern 50 der Verstel leinheiten 31 a angeordnet und kann in drei Positionen in y-Richtung ver stellt werden. Zum Abschieben der fertig bearbeiteten Werkstücke 1 wird der Anschlag 18 in y-Richtung nach vorn getaktet. Die beiden vorgetakteten Positionen des Anschlages 18 dienen zum Ausrichten und Abschieben der Werkstücke 1. Der Anschlag 18 wird dann in die dritte Position zurückgetaktet, wenn das Werkstück 1 für die zweite Einspannung zur Bearbeitung der Längsseite 17 der Spanneinrichtung 10 übergeben werden soll. Der Anschlag 18 liegt dann nicht am Werkstück 1 an. In Fig. 4 ist die mittlere Posi tion des Anschlages 18 dargestellt.

Sobald das Werkstück in der beschriebenen Weise in der Spanneinrichtung 5, 6 eingespannt ist, wird die Spanneinrichtung 10 mit den beschriebenen Verstelleinheiten 31 a (Fig. 2) in y-Richtung so weit zurückgefahren, dass anschließend das Werkstück 1 an seiner Längsseite 13 mit den entspre chenden Werkzeugen bearbeitet, in der Regel profiliert oder glattgehobelt werden kann. Die Anlage ist mit dem entsprechenden Werkzeug ausgestat tet.

Das Bearbeitungswerkzeug wird in eine Werkzeugspindel 33 (Fig. 1 ) einge setzt, die an einem Portal 34 vorgesehen ist, das in x-Richtung verfahrbar ist. Es hat zwei vertikale Ständer 35, 36, die auf Führungen 37, 38 verfahr bar sind, die sich in x-Richtung erstrecken. Am oberen Ende sind die Stän der 35, 36 durch einen Querträger 39 miteinander verbunden. Zum Verfah ren des Portals 34 ist ein Antrieb 40 vorgesehen, der beispielhaft am Stän der 36 angeordnet ist. Das Bearbeitungswerkzeug wird in x-Richtung am Werkstück 1 vorbeigefahren, wobei die Längsseite 13 entsprechend bear beitet wird.

In dem über die Klemmbacken 5‘, 5“, 6‘, 6“ vorstehenden Bereich sowie in den zwischen den oberen und unteren Klemmbacken 5‘, 5“, 6‘, 6“ liegenden Bereichen können in die Oberseite 19 bzw. Unterseite 19‘ des Werkstückes 1 Bohrungen, Nuten und dergleichen eingebracht werden. Die Fig. 5a und 5b zeigen eine Variante des Einspann- und Übergabevor ganges. Sobald das Werkstück 1 in der beschriebenen Weise mit den horizontalen Anschlägen 15 und 18 positionsgenau ausgerichtet ist, wird die Klemmbacke 12 der Spanneinrichtung 10 abgesenkt und dabei das Werkstück 1 zwischen der Klemmbacke 12 und den unteren Klemmbacken 5“ der Spanneinrichtungen 5, 6 sowie der unteren Klemmbacke 13 der Spannein richtung 10 eingespannt (Fig. 5a). Diese Einspannung ist dann von Vorteil, wenn das Werkstück 1 an der in Fig. 5a rechten Seite so geformt oder bei spielsweise durch Eigenspannungen verzogen oder verdreht ist, dass es nicht auf den unteren Klemmbacken 5“, 14 aufliegt. Die obere Klemmbacke 12 der Spanneinrichtung 10 sorgt in diesem Fall dafür, dass das Werkstück 1 an dieser Seite fest gegen die unteren Klemmbacken gedrückt wird.

Anschließend werden die oberen Klemmbacken 5‘ der Spanneinrichtungen 5, 6 abgesenkt, so dass das Werkstück 1 auch durch diese Klemmbacken 5‘ eingespannt ist (Fig. 5b). Anschließend kann die obere Klemmbacke 12 der Spanneinrichtung 10 wieder angehoben werden, so dass das zu bearbeitende Werkstück 1 an der Oberseite nur von den Klemmbacken 5‘ erfasst wird.

Da das Werkstück 1 zunächst mit der oberen Klemmbacke 12 der Spanneinrichtung 10 eingespannt worden ist, wird das Werkstück 1 an der rechten Längsseite des gegen die unteren Klemmbacken 5“, 14 gespannt, so dass es sauber auf den Klemmbacken aufliegt. Wenn die Klemmbacken 5‘ an schließend das Werkstück 1 zusätzlich festspannen, kann die Klemmbacke 12 wieder abgehoben werden, ohne dass das Werkstück 1 an der rechten Längsseite wieder von den unteren Klemmbacken abhebt. Dann ist das Werkstück 1 in der Spanneinrichtung 5, 6 eingespannt, so dass die Spanneinrichtung 10 mit der abgehobenen Klemmbacke 12 in y-Richtung zurückgefahren werden kann, um das Werkstück 1 an der nun freiliegenden Längsseite 13 mit den entsprechenden Werkzeugen zu bearbeiten.

Sobald das Werkstück 1 an seiner einen Längsseite 13 und ggf. an seiner Oberseite 19 und/oder Unterseite 19‘ bearbeitet worden ist, wird die Spanneinrichtung 10 mittels der Verstelleinheiten 31 a in y-Richtung wieder in eine Position relativ zur Spanneinrichtung 5, 6 gefahren, in der das Werk stück 1 von den Klemmbacken 12, 14 der Spanneinrichtung 10 Übergriffen wird. Diese Lage der beiden Spanneinrichtungen 5, 6, 10 relativ zueinander entspricht in etwa der Position, wie sie in Fig. 6 dargestellt ist. In dieser Lage, in der das an seiner einen Längsseite 13 bearbeitete Werkstück noch in der Spanneinrichtung 5, 6 eingespannt ist, wird die obere Klemmbacke 12 der Spanneinrichtung 10 in z-Richtung so weit abgesenkt, dass das Werk stück in dem über die Klemmbacken 5‘, 5“, 6‘, 6“ überstehenden Bereich o- der an einem zuvor bearbeiteten Bereich, z.B. in einem Falz, in der Span neinrichtung 10 festgeklemmt wird.

Bei dieser y-Bewegung wird die Spanneinrichtung 10 so weit in Richtung auf die Spanneinrichtung 5, 6 verfahren, bis die Spanneinrichtung 10 die für eine optimale Klemmung und für eine Bearbeitung des Werkstückes 1 an der Längsseite 17 optimale Position erreicht hat.

Während des Übergabevorganges ist das Werkstück 1 zu keiner Zeit frei. Außerdem wird die Position des Werkstückes hierbei nicht verändert, son dern bleibt in der Anlage ortsfest. Dadurch ist eine sehr genaue Bearbeitung des Werkstückes 1 sichergestellt, da insbesondere keine Achspositionie- rung der Spanneinrichtung erfolgen muss.

Sobald der überstehende Teil des Werkstückes 1 in der Spanneinrichtung 10 festgeklemmt ist, werden die oberen Klemmbacken 5‘, 6‘ der Spannwa gen 5a bis 5c, 6a bis 6c in z-Richtung abgehoben, so dass das Werkstück durch die Spanneinrichtung 5, 6 nicht mehr eingeklemmt ist. Die Spannein richtung 5, 6 wird anschließend in x-Richtung zurück zum Beschickungsbe reich 7 verfahren, um dort das nächste zu bearbeitende Werkstück 1 aufzu nehmen.

Vor diesem Zurückfahren erfolgt in vorteilhafter Weise ein geringer z-Hub (beispielsweise 3 mm) der Spanneinrichtung 10 nach oben, oder die Spanneinrichtung 10 fährt in y-Richtung zurück, damit die Unterseite des Werkstückes 1 beim Verfahren der Spanneinrichtung 5, 6 nicht beschädigt wird.

Damit eine zuverlässige Übergabe zwischen der Spanneinrichtung 5, 6 und der Spanneinrichtung 10 stattfinden kann, ist es vorteilhaft, wenn beim Verfahren in bzw. aus der Übergabestellung die jeweils unteren Klemmbacken 5“, 6“, 14 geringfügig in z-Richtung abgesenkt werden können, so dass si chergestellt ist, dass die untere Klemmbacken 5“, 6“, 14nicht mit der Aufla geseite des Werkstückes 1 in Berührung kommt, wobei deren Oberfläche beschädigt werden könnte.

Das Werkstück 1 ist in der Spanneinrichtung 10 so eingespannt, dass es in y-Richtung ausreichend weit über die Klemmbacken 12, 14 der Spanneinrichtung 10 vorsteht. Die noch nicht bearbeitete Längsseite 17 des Werkstückes 1 kann dann problemlos mit dem entsprechenden Werkzeug bearbeitet werden, das in x-Richtung mittels des Portals 34 am Werkstück 1 vorbeigefahren wird.

In dem Bereich der Oberseite 19 bzw. der Unterseite 19‘ des Werkstückes, der frei liegt, können mit dem entsprechenden Werkzeug auch Bohrungen, Nuten und dergleichen eingebracht werden.

Der beschriebene Ablauf beim Einspannen, bei der Übergabe und bei der Bearbeitung des Werkstückes erfolgt mit allen Spanneinrichtungen 5, 6 in gleicher Weise.

Bei der gleichzeitigen Bearbeitung von zwei oder mehr Werkstücken 1 können durchaus zwei oder mehr Spanneinrichtungen 5, 6 zum Einsatz kom men, die zeitgleich und parallel die entsprechenden Bewegungen ausfüh ren, wie anhand der Fig. 3 bis 7 erläutert worden ist.

Die fertig bearbeiteten Werkstücke werden einer Aufnahmeeinheit 20 (Fig.

1 ) übergeben, die in Flöhenrichtung verstellbar ist. Während der Bearbeitung der Werkstücke 1 befindet sich die Aufnahmeeinheit 20 im Be reich oberhalb zumindest der oberen Klemmbacken 5‘, 6‘, 12. Nach der Fer tigbearbeitung der Werkstücke 1 wird die Aufnahmeeinheit 20 so weit abge senkt, bis sie sich im Bereich unterhalb der eingespannten Werkstücke be findet. Dann wird das Werkstück 1 nach Lösen der Einspannung mit dem Anschlag 18 der Spanneinrichtung 10 in y-Richtung auf die Aufnahmeeinheit 20 geschoben.

Die Aufnahmeeinheit 20 ist mit zwei Armen 41 , 42 an einem Schlitten 43 ge lagert, der am Querträger 39 des Portals 34 in z-Richtung verfahrbar ist. Zusammen mit dem Portal 34 kann die Aufnahmeeinheit 20 in x-Richtung ver fahren werden, wenn die fertig bearbeiteten Werkstücke auf ihr abgelegt sind und die Aufnahmeeinheit 20 in ihre obere, in Fig. 1 dargestellte Ausgangslage angehoben worden ist.

Mit dem Portal 34 wird die Aufnahmeeinheit 20 so weit in x-Richtung verfahren, bis sie einer Abführeinheit 21 (Fig. 1 ) gegenüberliegt. Sie befindet sich im Bereich oberhalb der Zuführeinrichtung 2.

Die Aufnahmeeinheit 20 wird beispielsweise durch ein profiliertes Blech stück gebildet, das einen in einer Horizontalebene liegenden Auflageteil 22 aufweist, der mit Aussparungen 23 versehen ist, die in Richtung auf den freien Rand des Auflageteiles 22 offen sind.

Wenn die Aufnahmeeinheit 20 im Bereich der Abführeinheit 21 durch Ver fahren des Schlittens 43 in z-Richtung abgesenkt wird, ragen in die Ausspa rungen 23 die Riemenbahnen 21a der Transporteinheit 3, welche die auf dem Auflageteil 20 liegenden Werkstücke 1 erfassen und in y-Richtung von der Aufnahmeeinheit 20 abnehmen.

Die Ablage der fertig bearbeiteten Werkstücke 1 auf der Abführeinheit 21 kann parallel zur Ausrichtung und ersten Einspannung der Werkstücke 1 im Bearbeitungsbereich 9 erfolgen, so dass ein kontinuierlicher Maschinenab lauf gewährleistet ist.