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Patent Searching and Data


Title:
FASTENER DRIVING TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/233840
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fastener driving tool, in particular a hand-held fastener driving tool, for driving fastening elements into a substrate, said fastener driving tool comprising a receptacle which is provided to receive a fastening element, a driving element which is provided to convey a fastening element received in the receptacle along a setting axis into the substrate with a setting energy Ekin, and a drive which is provided to drive the driving element along the setting axis towards the fastening element, wherein: the drive comprises an electric capacitor, a squirrel-cage rotor located on the driving element, and an excitation coil through which current flows during discharge of the capacitor and which generates a magnetic field which accelerates the driving element towards the fastening element; a current intensity ACoil of the current flowing through the excitation coil during the discharge of the capacitor has a temporal progression with a rising edge, a maximum current intensity Amax, and a falling edge; the current intensity ACoil increases during a current increase duration Δtrise from 0.1 times to 0.8 times the maximum current intensity Amax and is more than 0.5 times the maximum current intensity Amax during an effective time Δtimpact; and the current increase duration Δtrise is at least 0.020 ms and at most 0.275 ms and/or the effective time Δtimpact is at least 0.15 ms and at most 2.0 ms.

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Inventors:
DITTRICH TILO (AT)
BRUGGMUELLER PETER (AT)
ABU ANTOUN CHAFIC (CH)
Application Number:
PCT/EP2019/063915
Publication Date:
December 12, 2019
Filing Date:
May 29, 2019
Export Citation:
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Assignee:
HILTI AG (LI)
International Classes:
B25C1/06
Foreign References:
US20030183670A12003-10-02
EP0829329A11998-03-18
US6830173B22004-12-14
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Claims:
PATENTANSPRUECHE

1 . Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen in einen Untergrund, insbesondere handgeführtes Setzgerät, aufweisend eine Aufnahme, welche dafür vorgesehen ist, ein Befestigungselement aufzunehmen, ein Eintreibelement, welches dafür vorgesehen ist, ein in der Aufnahme aufgenommenes Befestigungselement mit einer Setzenergie Ekin entlang einer Setzachse in den Untergrund zu befördern, einen Antrieb, welcher dafür vorgesehen ist, das Eintreibelement entlang der Setzachse auf das Befestigungselement zu anzutreiben, wobei der Antrieb einen elektrischen Kondensator, einen an dem Eintreibelement angeordneten Kurzschlussläufer und eine Erregerspule aufweist, welche bei einer Entladung des Kondensators mit Strom durchflossen wird und ein Magnetfeld erzeugt, welches das Eintreibelement auf das Befestigungselement zu beschleunigt, wobei eine Stromstärke ACOH des die Erregerspule durchfliessenden Stroms während der Entladung des Kondensators einen zeitlichen Verlauf mit einer ansteigenden Flanke, einer maximalen Stromstärke Amax und einer abfallenden Flanke aufweist, wobei die Stromstärke ACOH während einer Stromanstiegsdauer Atrise von dem 0,1 -fachen bis zu dem 0,8-fachen der maximalen Stromstärke Amax ansteigt und während einer Einwirkdauer Atmpact mehr als das 0,5- fache der maximalen Stromstärke Amax beträgt, und wobei die Stromanstiegsdauer AtriSe mindestens 0,020 ms und höchstens 0,275 ms und/oder die Einwirkdauer Atmpact mindestens 0,15 ms und höchstens 2,0 ms beträgt.

2. Setzgerät nach Anspruch 1 , wobei die Stromanstiegsdauer AtriSe mindestens 0,05 ms und höchstens 0,2 ms und/oder die Einwirkdauer A mpact mindestens 0,2 ms und höchstens 1 ,6 ms beträgt.

3. Setzgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine maximale Stromdichte in der Erregerspule während der Entladung des Kondensators mindestens 800 A/mm2 und höchstens 3200 A/mm2 beträgt.

4. Setzgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kondensator und die Erregerspule in einem elektrischen Schwingkreis angeordnet sind, und wobei der Kondensator eine Kapazität Ccap sowie einen Kondensatorwiderstand Rcap, die Erregerspule eine Eigeninduktivität Leon sowie einen Spulenwiderstand RCOM und der elektrische Schwingkreis einen Gesamtwiderstand Rtotai aufweist.

5. Setzgerät nach Anspruch 4, wobei ein Verhältnis des Kondensatorwiderstands Rcap zu dem Gesamtwiderstand Rtotai höchstens 0,6, insbesondere höchstens 0,5 beträgt.

6. Setzgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 5, wobei ein Verhältnis der Eigeninduktivität Leon zu dem Spulenwiderstand RCOM mindestens 800 mH/W und höchstens 4800 mH/W beträgt.

7. Setzgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei der Kondensator eine Kondensatorzeitkonstante Tcap = Ccap Rca und die Erregerspule eine Spulenzeitkonstante TCOH = LCON/RCON aufweist, und wobei ein Verhältnis der Spulenzeitkonstante TCON ZU der Kondensatorzeitkonstante Tca mindestens 10 beträgt.

8. Setzgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Eintreibelement dafür vorgesehen ist, ein in der Aufnahme aufgenommenes Befestigungselement mit einer Setzenergie Ekin von mindestens 30 J und höchstens 600 J in den Untergrund zu befördern, wobei das Eintreibelement einen Kolbendurchmesser di< und eine Kolbenmasse GTIK aufweist, und wobei für den Kolbendurchmesser di< mit a = 33 mm, b = 6 mmJ n sowie n = 1/3 und/oder für die Kolbenmasse GTIK

mit c = 20 g, d = 30 gJ n sowie n = 1/3 gilt.

Description:
Setzgerät

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen in einen Untergrund.

Derartige Setzgeräte weisen üblicherweise eine Aufnahme für ein Befestigungselement auf, aus welcher heraus ein darin aufgenommenes Befestigungselement entlang einer Setzachse in den Untergrund befördert wird. Ein Eintreibelement wird hierfür von einem Antrieb entlang der Setzachse auf das Befestigungselement zu angetrieben.

Aus der US 6,830,173 B2 ist ein Setzgerät mit einem Antrieb für ein Eintreibelement bekannt. Der Antrieb weist einen elektrischen Kondensator und eine Spule auf. Zum Antreiben des Eintreibelements wird der Kondensator über die Spule entladen, wodurch eine Lorentz-Kraft auf das Eintreibelement wirkt, so dass das Eintreibelement auf einen Nagel zu bewegt wird.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Setzgerät der vorgenannten Art bereitzustellen, bei dem ein hoher Wirkungsgrad und/oder eine gute Setzqualität gewährleistet ist.

Die Aufgabe ist gelöst bei einem Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen in einen Untergrund, aufweisend eine Aufnahme, welche dafür vorgesehen ist, ein Befestigungselement aufzunehmen, ein Eintreibelement, welches dafür vorgesehen ist, ein in der Aufnahme aufgenommenes Befestigungselement mit einer Setzenergie E kin entlang einer Setzachse in den Untergrund zu befördern, einen Antrieb, welcher dafür vorgesehen ist, das Eintreibelement entlang der Setzachse auf das Befestigungselement zu anzutreiben, wobei der Antrieb einen elektrischen Kondensator, einen an dem Eintreibelement angeordneten Kurzschlussläufer und eine Erregerspule aufweist, welche bei einer Entladung des Kondensators mit Strom durchflossen wird und ein Magnetfeld erzeugt, welches das Eintreibelement auf das Befestigungselement zu beschleunigt, wobei eine Stromstärke Ac oii des die Erregerspule durchfliessenden Stroms während der Entladung des Kondensators einen zeitlichen Verlauf mit einer ansteigenden Flanke, einer maximalen Stromstärke A max und einer abfallenden Flanke aufweist, wobei die Stromstärke A CON während einer Stromanstiegsdauer At riSe von dem 0,1 -fachen bis zu dem 0,8-fachen der maximalen Stromstärke A max ansteigt und während einer Einwirkdauer Ati m act mehr als das 0,5-fache der maximalen Stromstärke A max beträgt, und wobei die Stromanstiegsdauer A mindestens 0,020 ms und höchstens 0,275 ms und/oder die Einwirkdauer Ati mpact mindestens 0,15 ms und höchstens 2,0 ms beträgt. Das Setzgerät ist dabei bevorzugt handgeführt einsetzbar. Alternativ ist das Setzgerät stationär oder halbstationär einsetzbar.

Unter einem Kondensator im Sinne der Erfindung ist ein elektrisches Bauelement zu verstehen, welches elektrische Ladung und die damit verbundene Energie in einem elektrischen Feld speichert. Insbesondere weist ein Kondensator zwei elektrisch leitende Elektroden auf, zwischen denen sich das elektrische Feld aufbaut, wenn die Elektroden elektrisch unterschiedlich geladen werden. Unter einem Befestigungselement im Sinne der Erfindung ist beispielsweise ein Nagel, ein Stift, eine Klammer, ein Clip, ein Bolzen, insbesondere Gewindebolzen oder dergleichen zu verstehen.

Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stromanstiegsdauer At rise mindestens 0,05 ms und höchstens 0,2 ms beträgt. Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einwirkdauer Ati m act mindestens 0,2 ms und höchstens 1 ,6 ms beträgt.

Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass eine maximale Stromdichte in der Erregerspule während der Entladung des Kondensators mindestens 800 A/mm 2 und höchstens 3200 A/mm 2 beträgt.

Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator und die Erregerspule in einem elektrischen Schwingkreis angeordnet sind, und wobei der Kondensator eine Kapazität Cc a sowie einen Kondensatorwiderstand Rc a , die Erregerspule eine Eigeninduktivität Le o n sowie einen Spulenwiderstand R CO M und der elektrische Schwingkreis einen Gesamtwiderstand R totai aufweist. Bevorzugt beträgt ein Verhältnis des Kondensatorwiderstands Rc a zu dem Gesamtwiderstand R totai höchstens 0,6, besonders bevorzugt höchstens 0,5. Ebenfalls bevorzugt beträgt ein Verhältnis der Eigeninduktivität Le o n zu dem Spulenwiderstand R CO M mindestens 800 mH/W und höchstens 4800 mH/W. Ebenfalls bevorzugt weist der Kondensator eine Kondensatorzeitkonstante Tc a = Cc a Rc a und die Erregerspule eine Spulenzeitkonstante TC O H = Lcoii/Rcoii auf, wobei ein Verhältnis der Spulenzeitkonstante TC O N ZU der Kondensatorzeitkonstante Tc ap mindestens 10 beträgt, das heisst dass die Spulenzeitkonstante T CON mindestens das 10-fache der Kondensatorzeitkonstante Tc ap beträgt.

Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Eintreibelement dafür vorgesehen ist, ein in der Aufnahme aufgenommenes Befestigungselement mit einer Setzenergie E kin von mindestens 30 J und höchstens 600 J in den Untergrund zu befördern, wobei das Eintreibelement einen Kolbendurchmesser di< und eine Kolbenmasse GTIK aufweist, und wobei für den Kolbendurchmesser di< mit a = 33 mm, b = 6 mmJ n sowie n = 1/3 und/oder für die Kolbenmasse GTIK

mit c = 20 g, d = 30 gJ n sowie n = 1/3 gilt. Unter dem Kolbendurchmesser di< im Sinne der Erfindung ist dabei die grösste Ausdehnung des Eintreibelements senkrecht zur Setzachse zu verstehen. Bei einem kreiszylindrischen Eintreibelement oder Kolbenteller ist dies der Zylinderdurchmesser.

In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt.

Es zeigen:

Fig. 1 ein Setzgerät in einem Längsschnitt,

Fig. 2 eine Erregerspule in einem Längsschnitt,

Fig. 3 einen zeitlichen Verlauf einer Stromstärke,

Fig. 4 einen Wirkungsgrad in einer Abhängigkeit einer Kolbenmasse,

Fig. 5 einen Kolbendurchmesser in Abhängigkeit einer Setzenergie und

Fig. 6 eine Kolbenmasse in Abhängigkeit einer Setzenergie.

In Fig. 1 ist ein handgeführtes Setzgerät 10 zum Eintreiben von Befestigungselementen in einen nicht gezeigten Untergrund dargestellt. Das Setzgerät 10 weist eine als Bolzenführung ausgebildete Aufnahme 20 auf, in welcher ein als Nagel ausgebildetes Befestigungselement 30 aufgenommen ist, um entlang einer Setzachse A in den Untergrund eingetrieben zu werden (in Fig. 1 nach links). Für eine Zuführung von Befestigungselementen zu der Aufnahme umfasst das Setzgerät 10 ein Magazin 40, in welchem die Befestigungselemente einzeln oder in Form eines Befestigungselementestreifens 50 magaziniert aufgenommen sind und nach und nach in die Aufnahme 20 transportiert werden. Das Magazin 40 weist dafür ein nicht näher bezeichnetes federbeaufschlagtes Vorschubelement auf. Das Setzgerät 10 weist ein Eintreibelement 60 auf, welches einen Kolbenteller 70 und eine Kolbenstange 80 umfasst. Das Eintreibelement 60 ist dafür vorgesehen, das Befestigungselement 30 aus der Aufnahme 20 heraus entlang der Setzachse A in den Untergrund zu befördern. Hierbei ist das Eintreibelement 60 mit seinem Kolbenteller 70 in einem Führungszylinder 95 entlang der Setzachse A geführt.

Das Eintreibelement 60 wird seinerseits von einem Antrieb angetrieben, weicher einen an dem Kolbenteller 70 angeordneten Kurzschlussläufer 90, eine Erregerspule 100, einen weichmagnetischen Rahmen 105, einen Schaltkreislauf 200 und einen Kondensator 300 mit einem Innenwiderstand von 5 mOhm umfasst. Der Kurzschlussläufer 90 besteht aus einem bevorzugt ringförmigen, besonders bevorzugt kreisringförmigen Element mit einem geringen elektrischen Widerstand, beispielsweise aus Kupfer, und ist auf der von der Aufnahme 20 abgewandten Seite des Kolbentellers 70 an dem Kolbenteller 70 befestigt, beispielsweise verlötet, verschweisst, verklebt, geklemmt oder formschlüssig verbunden. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen ist der Kolbenteller selbst als Kurzschlussläufer ausgebildet. Der Schaltkreislauf 200 ist dafür vorgesehen, eine elektrische Schnellentladung des zuvor aufgeladenen Kondensators 300 herbeizuführen und den dabei fliessenden Entladestrom durch die Erregerspule 100 zu leiten, welche in dem Rahmen 105 eingebettet ist. Der Rahmen weist bevorzugt eine Sättigungsflussdichte von mindestens 1 ,0 T und/oder eine effektive spezifische elektrische Leitfähigkeit von höchstens 10 6 S/m auf, so dass ein von der Erregerspule 100 erzeugtes Magnetfeld von dem Rahmen 105 verstärkt und Wirbelströme in dem Rahmen 105 unterdrückt werden.

In einer setzbereiten Position des Eintreibelements 60 (Fig. 1 ) taucht das Eintreibelement 60 mit dem Kolbenteller 70 so in eine nicht näher bezeichnete ringförmige Vertiefung des Rahmens 105 ein, dass der Kurzschlussläufer 90 in geringem Abstand gegenüber der Erregerspule 100 angeordnet ist. Dadurch durchsetzt ein Erregermagnetfeld, welches durch eine Änderung eines durch die Erregerspule fliessenden elektrischen Erregerstroms erzeugt wird, den Kurzschlussläufer 90 und induziert in dem Kurzschlussläufer 90 seinerseits einen ringförmig umlaufenden elektrischen Sekundärstrom. Dieser sich aufbauende und damit sich ändernde Sekundärstrom erzeugt wiederum ein Sekundärmagnetfeld, welches dem Erregermagnetfeld entgegengesetzt ist, wodurch der Kurzschlussläufer 90 eine von der Erregerspule 100 abstossende Lorentz-Kraft erfährt, welche das Eintreibelement 60 auf die Aufnahme 20 sowie das darin aufgenommene Befestigungselement 30 zu antreibt.

Das Setzgerät 10 umfasst weiterhin ein Gehäuse 1 10, in welchem der Antrieb aufgenommen ist, einen Griff 120 mit einem als Abzug ausgebildeten Betätigungselement 130, einen als Akkumulator ausgebildeten elektrischen Energiespeicher 140, eine Steuereinheit 150, einen Auslöseschalter 160, einen Anpressschalter 170, ein als an dem Rahmen 105 angeordneter Temperatursensor 180 ausgebildetes Mittel zur Erfassung einer Temperatur der Erregerspule 100 und elektrische Verbindungsleitungen 141 , 161 , 171 , 181 , 201 , 301 , welche die Steuereinheit 150 mit dem elektrischen Energiespeicher 140, dem Auslöseschalter 160, dem Anpressschalter 170, dem Temperatursensor 180, dem Schaltkreislauf 200 beziehungsweise dem Kondensator 300 verbinden. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen wird das Setzgerät 10 anstelle des elektrischen Energiespeichers 140 oder zusätzlich zu dem elektrischen Energiespeicher 140 mittels eines Netzkabels mit elektrischer Energie versorgt. Die Steuereinheit umfasst elektronische Bauteile, vorzugsweise auf einer Platine miteinander zu einem oder mehreren Steuerstromkreisen verschaltet, insbesondere einen oder mehrere Mikroprozessoren.

Wenn das Setzgerät 10 an einen nicht gezeigten Untergrund (in Fig. 1 links) angepresst wird, betätigt ein nicht näher bezeichnetes Anpresselement den Anpressschalter 170, welcher dadurch mittels der Verbindungsleitung 171 ein Anpresssignal an die Steuereinheit 150 überträgt. Davon ausgelöst leitet die Steuereinheit 150 einen Kondensator-Aufladevorgang ein, bei welchem elektrische Energie mittels der Verbindungsleitung 141 von dem elektrischen Energiespeicher 140 zu der Steuereinheit 150 und mittels der Verbindungsleitungen 301 von der Steuereinheit 150 zu dem Kondensator 300 geleitet wird, um den Kondensator 300 aufzuladen. Die Steuereinheit 150 umfasst hierzu einen nicht näher bezeichneten Schaltwandler, weicher den elektrischen Strom aus dem elektrischen Energiespeicher 140 in einen geeigneten Ladestrom für den Kondensator 300 umwandelt. Wenn der Kondensator 300 aufgeladen und das Eintreibelement 60 in seiner in Fig. 1 dargestellten setzbereiten Position ist, befindet sich das Setzgerät 10 in einem setzbereiten Zustand. Dadurch, dass die Aufladung des Kondensators 300 erst durch das Anpressen des Setzgeräts 10 an den Untergrund bewirkt wird, ist zur Erhöhung der Sicherheit von umstehenden Personen ein Setzvorgang nur dann ermöglicht, wenn das Setzgerät 10 an den Untergrund angepresst ist. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen leitet die Steuereinheit den Kondensator-Aufladevorgang bereits bei einem Einschalten des Setzgeräts oder bei einem Abheben des Setzgeräts von dem Untergrund oder bei Beendigung eines vorausgegangenen Eintreibvorgangs ein. Wenn bei setzbereitem Setzgerät 10 das Betätigungselement 130 betätigt wird, beispielsweise durch Ziehen mit dem Zeigefinger der Hand, welche den Griff 120 umgreift, betätigt das Betätigungselement 130 den Auslöseschalter 160, welcher dadurch mittels der Verbindungsleitung 161 ein Auslösesignal an die Steuereinheit 150 überträgt. Davon ausgelöst leitet die Steuereinheit 150 einen Kondensator-Entladevorgang ein, bei dem in dem Kondensator 300 gespeicherte elektrische Energie mittels des Schaltkreislaufs 200 von dem Kondensator 300 zu der Erregerspule 100 geleitet wird, indem der Kondensator 300 entladen wird.

Der in Fig. 1 schematisch dargestellte Schaltkreislauf 200 umfasst hierzu zwei Entladeleitungen 210, 220, welche den Kondensator 300 mit der Erregerspule 200 verbinden und von denen zumindest eine Entladeleitung 210 von einem normalerweise geöffneten Entladeschalter 230 unterbrochen ist. Der Schaltkreislauf 200 bildet mit der Erregerspule 100 und dem Kondensator 300 einen elektrischen Schwingkreis. Ein Hin- und Herschwingen dieses Schwingkreises und/oder ein negatives Aufladen des Kondensators 300 wirkt sich unter Umständen negativ auf einen Wirkungsgrad des Antriebs aus, lässt sich aber mit Hilfe einer Freilaufdiode 240 unterbinden. Die Entladeleitungen 210, 220 sind mittels an einer der Aufnahme 20 zugewandten Stirnseite 360 des Kondensators 300 angeordneter elektrischer Kontakte 370, 380 des Kondensators 300 elektrisch mit jeweils einer Elektrode 310, 320 des Kondensators 300 verbunden, beispielsweise durch Verlöten, Verschweissen, Verschrauben, Verklemmen oder Formschluss. Der Entladeschalter 230 eignet sich vorzugsweise zum Schalten eines Entladestroms mit hoher Stromstärke und ist beispielsweise als Thyristor ausgebildet. Ausserdem haben die Entladeleitungen 210, 220 einen geringen Abstand zueinander, damit ein von ihnen induziertes parasitäres Magnetfeld möglichst gering ist. Beispielsweise sind die Entladeleitungen 210, 220 zu einer Sammelschiene („Bus Bar“) zusammengefasst und mit einem geeigneten Mittel, beispielsweise einem Halter oder einer Klammer, zusammengehalten. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen ist die Freilaufdiode elektrisch parallel zu dem Entladeschalter geschaltet. Bei weiteren nicht gezeigten Ausführungsbeispielen ist keine Freilaufdiode in dem Schaltkreis vorgesehen.

Zur Einleitung des Kondensator-Entladevorgangs schliesst die Steuereinheit 150 mittels der Verbindungsleitung 201 den Entladeschalter 230, wodurch ein Entladestrom des Kondensators 300 mit hoher Stromstärke durch die Erregerspule 100 fliesst. Der schnell ansteigende Entladestrom induziert ein Erregermagnetfeld, welches den Kurzschlussläufer 90 durchsetzt und in dem Kurzschlussläufer 90 seinerseits einen ringförmig umlaufenden elektrischen Sekundärstrom induziert. Dieser sich aufbauende Sekundärstrom erzeugt wiederum ein Sekundärmagnetfeld, welches dem Erregermagnetfeld entgegengesetzt ist, wodurch der Kurzschlussläufer 90 eine von der Erregerspule 100 abstossende Lorentz-Kraft erfährt, welche das Eintreibelement 60 auf die Aufnahme 20 sowie das darin aufgenommene Befestigungselement 30 zu antreibt. Sobald die Kolbenstange 80 des Eintreibelements 60 auf einen nicht näher bezeichneten Kopf des Befestigungselements 30 trifft, wird das Befestigungselement 30 von dem Eintreibelement 60 in den Untergrund eingetrieben. Überschüssige Bewegungsenergie des Eintreibelements 60 wird von einem Bremselement 85 aus einem federelastischen und/oder dämpfenden Material, beispielsweise Gummi, aufgenommen, indem sich das Eintreibelement 60 mit dem Kolbenteller 70 gegen das Bremselement 85 bewegt und von diesem bis zu einem Stillstand abgebremst wird. Danach wird das Eintreibelement 60 von einer nicht näher bezeichneten Rückstellvorrichtung in die setzbereite Position zurückgestellt.

Der Kondensator 300, insbesondere sein Schwerpunkt, ist auf der Setzachse A hinter dem Eintreibelement 60 angeordnet, wohingegen die Aufnahme 20 vor dem Eintreibelement 60 angeordnet ist. In Bezug auf die Setzachse A ist der Kondensator 300 also axial versetzt zu dem Eintreibelement 60 und radial überlappend mit dem Eintreibelement 60 angeordnet. Dadurch lässt sich einerseits eine geringe Länge der Entladeleitungen 210, 220 verwirklichen, wodurch sich deren Widerstände reduzieren und damit ein Wirkungsgrad des Antriebs erhöhen lässt. Andererseits lässt sich ein geringer Abstand eines Schwerpunkts des Setzgeräts 10 zur Setzachse A verwirklichen. Dadurch sind Kippmomente bei einem Rückstoss des Setzgeräts 10 während eines Eintreibvorgangs gering. Bei einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kondensator um das Eintreibelement herum angeordnet.

Die Elektroden 310, 320 sind auf einander gegenüberliegenden Seiten an einer um eine Wickelachse aufgewickelten Trägerfolie 330 angeordnet, beispielsweise durch Metallisierung der Trägerfolie 330, insbesondere aufgedampft, wobei die Wickelachse mit der Setzachse A zusammenfällt. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen ist die Trägerfolie mit den Elektroden so um die Wickelachse gewickelt, dass ein Durchlass entlang der Wickelachse verbleibt. Insbesondere in diesem Fall ist der Kondensator beispielsweise um die Setzachse herum angeordnet. Die Trägerfolie 330 weist bei einer Ladespannung des Kondensators 300 von 1500 V eine Foliendicke zwischen 2,5 pm und 4,8 pm, bei einer Ladespannung des Kondensators 300 von 3000 V eine Foliendicke von beispielesweise 9,6 pm auf. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen ist die Trägerfolie ihrerseits aus zwei oder mehr übereinandergeschichteten Einzelfolien zusammengesetzt. Die Elektroden 310, 320 weisen einen Schichtwiderstand von 50 Ohm/n auf. Eine Oberfläche des Kondensators 300 hat die Form eines Zylinders, insbesondere Kreiszylinders, dessen Zylinderachse mit der Setzachse A zusammenfällt. Eine Höhe dieses Zylinders in Richtung der Wickelachse ist im Wesentlichen so gross wie sein senkrecht zur Wickelachse gemessener Durchmesser. Durch ein geringes Verhältnis von Höhe zu Durchmesser des Zylinders werden ein geringer Innenwiderstand bei relativ hoher Kapazität des Kondensators 300 und nicht zuletzt eine kompakte Bauweise des Setzgeräts 10 erreicht. Ein geringer Innenwiderstand des Kondensators 300 wird auch durch einen grossen Leitungsquerschnitt der Elektroden 310, 320 erreicht, insbesondere durch eine hohe Schichtdicke der Elektroden 310, 320, wobei die Auswirkungen der Schichtdicke auf einen Selbstheilungseffekt und/oder eine Lebensdauer des Kondensators 300 zu berücksichtigen sind.

Der Kondensator 300 ist mittels eines Dämpfelements 350 gedämpft an dem übrigen Setzgerät 10 gelagert. Das Dämpfelement 350 dämpft Bewegungen des Kondensators 300 relativ zum übrigen Setzgerät 10 entlang der Setzachse A. Das Dämpfelement 350 ist an der Stirnseite 360 des Kondensators 300 angeordnet und bedeckt die Stirnseite 360 vollständig. Dadurch werden die einzelnen Wicklungen der Trägerfolie 330 von einem Rückstoss des Setzgeräts 10 gleichmässig belastet. Die elektrischen Kontakte 370, 380 ragen dabei von der Stirnfläche 360 ab und durchdringen das Dämpfelement 350. Das Dämpfelement 350 weist zu diesem Zweck jeweils eine Freistellung auf, durch welche die elektrischen Kontakte 370, 380 hindurchragen. Die Verbindungsleitungen 301 weisen zum Ausgleich von Relativbewegungen zwischen dem Kondensator 300 und dem übrigen Setzgerät 10 jeweils eine nicht näher dargestellte Entlastungs- und/oder Dehnungsschlaufe auf. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen ist ein weiteres Dämpfelement an dem Kondensator angeordnet, beispielsweise an dessen von der Aufnahme abgewandten Stirnseite. Bevorzugt ist der Kondensator dann zwischen zwei Dämpfelementen eingespannt, dass heisst die Dämpfelemente liegen mit einer Vorspannung an dem Kondensator an. Bei weiteren nicht gezeigten Ausführungsbeispielen weisen die Verbindungsleitungen eine Steifigkeit auf, welche mit zunehmendem Abstand vom Kondensator kontinuierlich abnimmt.

In Fig. 2 ist eine Erregerspule 600 in einem Längsschnitt dargestellt. Die Erregerspule 600 umfasst einen elektrischen Leiter, vorzugsweise aus Kupfer, mit einem beispielsweise kreisrunden Querschnitt, welcher in mehreren Windungen 610 um eine Setzachse A 2 gewunden ist. Insgesamt hat die Erregerspule eine im Wesentlichen zylindrische, insbesondere kreiszylindrische äussere Form mit einem Aussendurchmesser R a und einer Spulenlänge Ls P in Richtung der Setzachse A 2 . In einem bezüglich der Setzachse A 2 radial inneren Bereich weist die Erregerspule 600 einen Freiraum 620 auf, welcher vorzugsweise ebenfalls zylindrisch, insbesondere kreiszylindrisch ist und einen Innendurchmesser R, der Erregerspule 600 definiert. Eine Eigeninduktivität der Spule ergibt sich damit zu

'Sp‘

Lcoil — o n v\

Ls P + 0.9 r S < p

mit der Induktionskonstanten m 0 = 4p 10 -7 — einer Anzahl nw der Windungen der

Erregerspule 600 und einem mittleren Spulenradius r Sp (R t + R a ). Da sich die Erregerspule

600 im Betrieb des Setzgeräts in einem magnetisch gesättigten Bereich befindet, ist die Permeabilitätszahl p r der Erregerspule 600 als p r =1 anzusetzen, so dass sich die Eigeninduktivität aus der Anzahl der Windungen und den Abmessungen der Erregerspule 600 berechnen lässt.

An einer bezüglich der Setzachse A 2 axialen Stirnseite der Erregerspule 600 ist ein als Temperatursensor 660 ausgebildetes Mittel zur Erfassung einer Temperatur der Erregerspule 600 angeordnet und mit der Erregerspule 600 wärmeleitend verbunden, beispielsweise mittels einer Wärmeleitpaste. Bei nicht gezeigten Ausführungsbeispielen ist der Temperatursensor an einem Innenumfang oder Aussenumfang der Erregerspule angeordnet.

In Fig. 3 ist ein zeitlicher Verlauf 400 einer Stromstärke Ac oii eines eine Erregerspule durchfliessenden Stroms während der Entladung eines Kondensators in einem erfindungsgemässen Setzgerät dargestellt. Die Stromstärke Acoii ist in Ampere angegeben und gegenüber einer Zeit t in Millisekunden aufgetragen. Der zeitliche Verlauf 400 der Stromstärke Ac oii weist eine ansteigende Flanke 410, eine maximale Stromstärke A max von etwa 6000 A und eine abfallende Flanke 420 auf. Innerhalb der ansteigenden Flanke 410 steigt die Stromstärke Acoii während einer Stromanstiegsdauer At riSe von dem 0,1 -fachen bis zu dem 0,8- fachen der maximalen Stromstärke A max an. Während einer Einwirkdauer Ati m act beträgt die Stromstärke Acoii mehr als das 0,5-fache der maximalen Stromstärke A max .

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt die Stromanstiegsdauer At riSe etwa 0,05 ms und die Einwirkdauer Atim pact etwa 0,4 ms. Wenn die Stromanstiegsdauer At riSe und die Einwirkdauer Ati m act zu klein gewählt sind, muss die maximale Stromstärke A max erhöht werden, um die gleiche Setzenergie zu gewährleisten. Dies erhöht jedoch eine thermische Belastung der Erregerspule und damit eine Absenkung des Wirkungsgrads des Antriebs. Wenn die Stromanstiegsdauer Atrise und die Einwirkdauer Ati m act zu gross gewählt sind, bewegt sich das Eintreibelement bereits in der ansteigenden Flanke 410 so weit von der Erregerspule weg, dass die auf den Kurzschlussläufer wirkende Abstossungskraft reduziert ist, was ebenfalls den Wirkungsgrad des Antriebs absenkt. Bei einer Querschnittsfläche der Erregerspule von beispielsweise 3 mm 2 beträgt eine maximale Stromdichte in der Erregerspule während der Entladung des Kondensators etwa 2000 A/mm 2 . Wenn die maximale Stromdichte in der Erregerspule zu klein gewählt ist, verringert sich bei sonst unverändertem Setzgerät die erreichbare Setzenergie. Um dies auszugleichen, ist beispielsweise der Kondensator oder die Erregerspule zu vergössern, was allerding ein Gewicht des Setzgeräts erhöhen würde. Wenn die maximale Stromdichte in der Erregerspule zu gross gewählt ist, erhöht sich eine thermische Belastung der Erregerspule, mit der Folge einer Absenkung des Wirkungsgrads des Antriebs.

Der Kondensator und die Erregerspule sind in einem elektrischen Schwingkreis mit einem Gesamtwiderstand R totai angeordnet. Der Kondensator weist eine Kapazität Cc ap sowie einen Kondensatorwiderstand Rc ap auf. Die Erregerspule weist eine Eigeninduktivität Le o n sowie einen Spulenwiderstand Rc oii auf. Ein Verhältnis des Kondensatorwiderstands Rc a zu dem Gesamtwiderstand R totai beträgt 0,14. Wenn das Verhältnis des Kondensatorwiderstands Rc a zu dem Gesamtwiderstand R totai zu gross gewählt ist, fällt relativ viel Verlustwärme in dem Kondensator an, wodurch sich der Wirkungsgrad des Antriebs verringert.

Eine Spulenzeitkonstante T C0 H der Erregerspule ergibt sich aus einem Verhältnis der Eigeninduktivität Le o n zu dem Spulenwiderstand Rc oii und beträgt beispielsweise 1000 mH/W oder 1 ms. Ist die Spulenzeitkonstante ZU klein gewählt, steigt ein Stromfluss in der Erregerspule zu schnell an, wodurch der Wirkungsgrad des Antriebs verringert ist. Ist die Spulenzeitkonstante Tc oii ZU gross gewählt, verteilt sich der Stromfluss durch die Erregerspule über einen relativ grossen Zeitraum. Es resultiert eine reduzierte maximale Stromstärke A max , wodurch der Wirkungsgrad des Antriebs verringert ist.

Ausserdem weist der Kondensator eine Kondensatorzeitkonstante Tc a = Cc a Rc a und die Erregerspule eine Spulenzeitkonstante Tcoii = Lcoii/Rcoii auf, wobei ein Verhältnis der Spulenzeitkonstante Tc oii ZU der Kondensatorzeitkonstante Tc a etwa 150 beträgt. Ist das Verhältnis der Zeitkonstanten zu klein gewählt, fällt relativ viel Verlustwärme in dem Kondensator an, wodurch der Wirkungsgrad des Antriebs verringert ist.

In Fig. 4 ist ein Wirkungsgrad h eines Antriebs eines Setzgeräts in Abhängigkeit einer Kolbenmasse m K eines Eintreibelements bei einer Setzenergie E kin von 125 J aufgetragen. Der Wirkungsgrad h hat keine Einheit, die Kolbenmasse m K ist in Gramm angegeben. Ein Gesamtwirkungsgrad h total des Antriebs ergibt sich aus einem Produkt von einem Rückstoss- Wirkungsgrad HR und einem elektromagnetischen Wirkungsgrad r| e m. Der Rückstoss- Wirkungsgrad HR nimmt mit zunehmender Kolbenmasse m K ab, da bei gleicher Setzenergie E kin eine Energie eines Rückstosses des Setzgeräts mit zunehmender Kolbenmasse GTIK zunimmt und diese Rückstossenergie verloren ist. Der elektromagnetische Wirkungsgrad H em nimmt mit zunehmender Kolbenmasse GTIK ZU, da bei gleicher Setzenergie E kin eine Beschleunigung des Eintreibelements mit zunehmender Kolbenmasse GTIK abnimmt und damit eine Verweildauer des Eintreibelements im Einflussbereich der Erregerspule zunimmt. Die Kolbenmasse GTIK, bei welcher der Gesamtwirkungsgrad h total des Antriebs maximal ist, lässt sich bestimmen zu

m K = (c + d E in ) mit c = 20 g, d = 30 gJ n sowie n = 1/3. Im vorliegenden Beispiel (E kin = 125 J) beträgt die Kolbenmasse m K = 170 g.

In Fig. 5 ist der oben beschriebene Zusammenhang der Kolbenmasse GTIK mit der Setzenergie E kin dargestellt. Wie im Zusammenhang mit Fig. 4 beschrieben, nimmt der Gesamtwirkungsgrad h total des Antriebs ausserhalb des erfindungsgemässen Bereichs signifikant ab.

Analog zu Fig. 4 nimmt der Rückstoss-Wirkungsgrad HR auch mit zunehmendem Kolbendurchmesser di< ab, da mit zunehmendem Kolbendurchmesser di< die Kolbenmasse GTIK zunimmt. Weiterhin nimmt der elektromagnetische Wirkungsgrad H em mit zunehmendem Kolbendurchmesser d K zu, da mit zunehmendem Kolbendurchmesser di< ein Durchmesser des Kurzschlussläufers zunimmt, so dass auch eine Abstossungskraft zwischen der Erregerspule und dem Kurzschlussläufer zunimmt. Der Kolbendurchmesser d K , bei welchem der Gesamtwirkungsgrad h total des Antriebs bei gegebener Setzenergie E kin maximal ist, lässt sich bestimmen zu

d K = (a + b E in ) mit a = 33 mm, b = 6 mmJ n sowie n = 1/3. Im vorliegenden Beispiel (E kin = 125 J) beträgt die der Kolbendurchmesser d K = 63 mm.

In Fig. 6 ist der oben beschriebene Zusammenhang des Kolbendurchmessers d K mit der Setzenergie E kin dargestellt. Wie oben beschrieben, nimmt der Gesamtwirkungsgrad h total des Antriebs ausserhalb des erfindungsgemässen Bereichs signifikant ab. Die Erfindung wurde anhand einer Reihe von in den Zeichnungen dargestellten und nicht dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben. Die einzelnen Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele sind einzeln oder in beliebiger Kombination miteinander anwendbar, soweit sie sich nicht widersprechen. Es wird darauf hingewiesen, dass das erfindungsgemässe Setzgerät auch für andere Anwendungen einsetzbar ist.