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Title:
FEMALE ELEMENT AND MALE ELEMENT FOR AN ELECTRICAL PLUG CONNECTION, ELECTRICAL PLUG CONNECTION AND METHOD FOR PRODUCING AN ELECTRICAL PLUG CONNECTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/153017
Kind Code:
A1
Abstract:
A female element (10), in particular a plug socket (16), for an electrical plug connection (14), having at least two electrical contact elements (20) for transmitting electrical energy is equipped with a radio unit for transmitting radio signals for identification and/or compatibility checking in respect of allowing a permanently reliable and electrically safe connection independently of the type of power supply, wherein the radio unit interacts with a controller which is used to allow the transmission of electrical energy by means of the contact elements (20), and having a switching element for activating the radio unit, wherein the switching element can be operated by plug-connecting the female element (10) to a complementary male element (12). A male element (10), an electrical plug connection (14) and also a method for producing an electrical plug connection (14) are disclosed.

Inventors:
FRIEDERICH FELIX (DE)
JAKOB HEIKO CHRISTIAN (DE)
STUIBER BENEDIKT (DE)
BERNHARD TOBIAS (DE)
SCHMID SIMEON (DE)
Application Number:
PCT/EP2016/082016
Publication Date:
September 14, 2017
Filing Date:
December 20, 2016
Export Citation:
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Assignee:
UNICORN ENERGY GMBH (DE)
International Classes:
H01R24/30; H01R24/78; H01R13/46; H01R13/639; H01R13/641; H01R13/66; H01R13/703; H01R103/00
Domestic Patent References:
WO2010115927A12010-10-14
Foreign References:
FR2943468A12010-09-24
DE102006014621A12007-10-04
Attorney, Agent or Firm:
DREISS Patentanwälte PartG mbB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Buchsenelement (10), insbesondere Steckdose (16), für eine elektrische Steckverbindung (14), mit mindestens zwei elektrischen Kontaktelementen (20) zur

Übertragung elektrischer Energie, einer Funkeinheit (24) zur Übertragung von Funksignalen (25) zur

Identifikations- und/oder Kompatibilitätsprüfung, wobei die Funkeinheit (24) mit einem zur Freigabe der Übertragung elektrischer Energie über die

Kontaktelemente (20) dienenden Controller (26)

zusammenwirkt, und mit einem Schaltelement (30) zum Aktivieren der Funkeinheit (24), wobei das

Schaltelement (30) durch Zusammenstecken des

Buchsenelements (10) mit einem komplementären

Steckelement (12) betätigbar ist.

2. Buchsenelement (10) nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass das Schaltelement (30) derart positioniert ist, dass dieses betätigt wird, nachdem die Kontaktelemente (20) des Buchsenelements (10) mit elektrischen Kontaktelementen (32) des Steckelements (12) elektrisch verbunden sind.

3. Buchsenelement (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (30) als elektronisches Schaltelement, insbesondere als

Sensorelement, oder als Schalter (34) ausgebildet ist.

4. Buchsenelement (10) nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, gekennzeichnet durch ein

Verriegelungselement (36) , insbesondere einen

Schlossbügel (38), zur Verriegelung eines

Steckelements (12) am Buchsenelement (10). Buchsenelement (10) nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen, insbesondere von dem Controller (26) gesteuerten, Aktor zur Betätigung des

Verriegelungselements (36) .

Buchsenelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Funkeinheit (24) als, vorzugsweise aktive,

Nahfeldfunkeinheit (40) ausgebildet ist.

Steckelement (12), insbesondere Stecker (18), für eine elektronische Steckverbindung (14), mit mindestens zwei elektrischen Kontaktelementen (32) zur

Übertragung elektrischer Energie und einer Funkeinheit (44) zur Übertragung von Funksignalen (25) zur

Identifikations- und/oder Kompatibilitätsprüfung, wobei die Funkeinheit (44) mit einem zur Freigabe der Übertragung elektrischer Energie über die

Kontaktelemente (32) dienenden Controller (26) zusammenwirkt .

Steckelement (12) nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Schaltelement (46) zum Aktivieren der

Funkeinheit (44), wobei das Schaltelement (46) durch Zusammenstecken des Steckelements (12) mit einem komplementären Buchsenelement (10) betätigbar ist.

Steckelement () nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch ein Verriegelungselement (48), insbesondere ein Schlossblech (50), zur Verriegelung des Steckelements (12) an einem komplementären Buchsenelement (10).

Steckelement nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkeinheit (44) als, vorzugsweise passive, Nahfeldfunkeinheit (52)

ausgebildet ist.

11. Elektrische Steckverbindung (14) mit einem Buchsenelement (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und einem Steckelement (12) nach einem der Ansprüche 7 bis 10.

12. Verfahren zum Herstellen einer elektrischen

Steckverbindung (14) zur Übertragung elektrischer Energie, wobei zwischen den zur Übertragung

elektrischer Energie dienenden Kontaktelementen (20, 32) ein physikalischer Kontakt hergestellt wird, wonach ein Schaltelement (30) betätigt wird, das eine zur Identifikations- und/oder Kompatibilitätsprüfung dienende Funkeinheit (24) aktiviert, und wobei die Funkeinheit (24) mit einem Controller (26)

zusammenwirkt, der die Übertragung elektrischer

Energie über die Kontaktelemente (20, 32) freigibt.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der physikalische Kontakt zwischen den

Kontaktelementen (20, 32) durch Zusammenstecken eines mindestens zwei Kontaktelemente (20) aufweisenden Buchsenelements (10) mit einem komplementären, mindestens zwei Kontaktelemente (44) aufweisenden Steckelements (12) erfolgt.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (30) durch Zusammenstecken des Buchsenelements (10) mit dem Steckelement (12) betätigt wird.

Description:
Buchsenelement und Steckelement für eine

elektrische Steckverbindung, elektrische Steckverbindung und Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Steckverbindung

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Buchsenelement sowie ein Steckelement für eine elektrische Steckverbindung mit mindestens zwei elektrischen Kontaktelementen zur

Übertragung elektrischer Energie. Zudem betrifft die vorliegende Erfindung eine elektrische Steckverbindung. Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung auch ein

Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Steckverbindung zur Übertragung elektrischer Energie.

Aus dem Stand der Technik sind elektrische Buchsenelemente und Steckelemente in Form von Schutzkontaktsteckdosen und Schutzkontaktsteckern bekannt. Beim Zusammenstecken von Schutzkontaktsteckdose und Schutzkontaktstecker wird eine Kontaktsequenz durchlaufen, da zunächst der Schutzleiter und erst danach Nullleiter und Phase angeschlossen werden. Zudem sind aus dem Stand der Technik im Handel erhältliche Autoladestecker mit der Bezeichnung "Typ 2" bekannt, deren Kontaktierung auf Grund unterschiedlicher Kontaktelemente und Signalpins ebenfalls in einer Kontaktsequenz erfolgt, so dass Kontaktelemente unterschiedlicher Polarität

zeitversetzt verbunden werden, um einen Lichtbogen beim Zusammenstecken oder Auseinanderziehen zu vermeiden.

Allerdings ist dabei von Nachteil, dass an Signalpins - und damit an freiliegenden Kontakten -Spannung anliegt. Signalpins korrodieren bei Verwendung im Außenbereich schnell, da diese dünn sind und keine Reinigung durch einen starken anliegenden Strom stattfindet. Durch Verschmutzung und Korrosion kann es daher zur Brückenbildung zwischen den Signalpins kommen. Dies ist mit der Gefahr von

Kurzschlüssen verbunden, so dass eine Funktion auf Dauer nicht gewährleistet ist. Würde man die Signalpins durch eine drahtlose Signalübertragung ersetzen, könnten eine Paarung von Stecker und Steckdose und damit das Anliegen einer Spannung an den Kontaktelementen bereits erfolgen, bevor die Kontaktelemente physikalischen Kontakt

miteinander haben. Damit besteht die Gefahr eines

Lichtbogens und eines Stromschlags für den Anwender. Ein hinreichend sicherer Einsatz solcher Stecker und Steckdosen ist auf Dauer nicht gewährleistet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unabhängig von der Bestromungsart eine dauerhaft zuverlässige und

elektrisch sichere Verbindung zu ermöglichen.

Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Buchsenelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Danach zeichnet sich das Buchsenelement aus durch eine Funkeinheit zur Übertragung von Funksignalen zur Identifikations- und/oder

Kompatibilitätsprüfung, wobei die Funkeinheit mit einem zur Freigabe der Übertragung elektrischer Energie über die Kontaktelemente dienenden Controller zusammenwirkt, und ein Schaltelement zum Aktivieren der Funkeinheit, wobei das Schaltelement durch Zusammenstecken des Buchsenelements mit einem komplementären Steckelement betätigbar ist.

Eine derartige Ausgestaltung des Buchsenelements hat den Vorteil, dass eine elektrisch sichere Verbindung

herstellbar ist. Dies beruht darauf, dass das

Buchsenelement und ein komplementäres Steckelement zunächst unbestromt sind. Durch Zusammenstecken von Buchsenelement und komplementärem Steckelement wird ein Schaltelement betätigt, das zum Aktivieren einer Funkeinheit dient. Die Funkeinheit sendet Funksignale, um eine Identifikations ¬ und/oder Kompatibilitätsprüfung von Buchsenelement und Steckelement bzw. der daran angeschlossenen Komponenten vorzunehmen. Bei positiver oder autorisierter

Identifikation und/oder Kompatibilität gibt ein Controller, mit dem die Funkeinheit zusammenwirkt, die Übertragung elektrischer Energie über die Kontaktelemente frei. Erst dann sind die Kontaktelemente bestromt. Dadurch ist eine Kontaktsequenz geschaffen, bei der die Bildung eines

Lichtbogens vermieden wird und Kontaktelemente im

freiliegenden Zustand unbestromt sind. Hierdurch ist die Sicherheit bei der Handhabung des Buchsenelements und

Steckelements durch einen Benutzer erheblich optimiert, insbesondere dann, wenn die vorherrschende Bestromungsart Gleichstrom ist. Indem die Funkeinheit erst beim

Zusammenstecken von Steckelement und Buchsenelement

aktiviert wird, ist ein unerwünschtes Auslesen oder

Manipulieren des Buchsenelements bei nicht eingestecktem Steckelement verhindert. Mit anderen Worten dient ein bezogen auf das Buchsenelement komplementäres Steckelement als "mechanischer Schlüssel" zur Aktivierung der

Funkeinheit. Durch das gezielte Einschalten der Funkeinheit ist zudem der Energieverbrauch reduziert, da kein

permanentes Pollen (Anwesenheitsprüfung eines Gegenübers) erfolgt .

Es ist denkbar, dass das Schaltelement beim Zusammenstecken des Buchsenelements mit einem komplementären Steckelement durch das Steckelement betätigbar ist.

Das Buchsenelement kann nicht nur bei Fahrzeugen oder

Häusern sondern bei jeglicher Art von autarken Inselnetzen zum Einsatz kommen. Demnach kann das Buchsenelement

ortsfest an einer Ladesäule oder einer Hauswand montiert sein. Das Buchsenelement ist zur Übertragung von

Gleichstrom oder Wechselstrom geeignet.

Das Buchsenelement kann als Steckdose ausgebildet sein. Die Kontaktelemente können als Kontaktbuchsen ausgeführt sein, die in einer zur Aufnahme eines komplementären

Steckelements dienenden Aufnahme des Buchsenelements angeordnet sind. Vorzugsweise ist die Funkeinheit an einer die Aufnahme in Einsteckrichtung begrenzenden Wandung angeordnet, insbesondere in die Wandung der Aufnahme integriert. Die Kontaktbuchsen sind zur passenden Aufnahme von Kontaktstiften geeignet. Auch mehr als zwei

Kontaktelemente sind denkbar.

An einem der Kontaktelemente kann eine Spannung von -120 Volt bis +120 Volt, vorzugsweise von +50 Volt bis +70 Volt, weiter vorzugsweise von +60 Volt anliegen. An einem

weiteren der Kontaktelemente kann eine Spannung von 0 Volt anliegen, wobei dieses Kontaktelement keine Verbindung zur Erde darstellt (kein "Ground")- Die Kontaktelemente

und/oder deren Leitungen sind vorzugsweise doppelt

galvanisch isoliert. Auf einen Schutzleiter kann verzichtet werden .

Der Controller kann im Buchsenelement selbst, in einem mit dem Buchsenelement komplementären Steckelement oder in einem an Buchsenelement oder Steckelement angeschlossenen Endgerät (z.B. Energiespeicher, Ladegerät,

Energieverbraucher) angeordnet sein. Dabei ist denkbar, dass der Controller der Funkeinheit vorgeschaltet ist, wobei die Funkeinheit nebst Schaltelement im Buchsenelement angeordnet sein kann. Der Controller kann als

MikroController ausgebildet sein.

Das Schaltelement kann derart positioniert sein, dass dieses insbesondere erst dann betätigt wird, nachdem die Kontaktelemente des Buchsenelements (z.B. Kontaktbuchsen) mit elektrischen Kontaktelementen des Steckelements (z.B. Kontaktstiften) elektrisch verbunden sind. Mit anderen Worten kann sich das Schaltelement in einer definierten Anordnung zu den Kontaktelementen befinden, so dass das Schaltelement erst nach Herstellen eines elektrischen

Kontaktes an den Kontaktelementen betätigt wird. Durch das Schaltelement wird eine definierte (Einsteck- ) Position eines Steckelements im Buchsenelement erfasst. Bei der definierten Position kann es sich um eine Endposition handeln, bei der das Steckelement vollständig in das

Buchsenelement eingesteckt ist. Hierdurch ist die

Sicherheit bei der Handhabung des Buchsenelements

begünstigt, da eine Freigabe der Energieübertragung erst bei Erreichen einer definierten (Einsteck- ) Position

erfolgt . Im Konkreten kann das Schaltelement als elektronisches Schaltelement, insbesondere als Sensorelement, oder als ein einen Stromkreis schließender Schalter ausgebildet sein. Der Schalter kann als mechanischer Schalter oder Taster ausgebildet sein, der durch eine Feder vorgespannt ist. Weiter kann der Schalter als nachführender

Kontakt/Kontaktbrücke (elektrischer Schalter) ausgebildet sein. Damit ist jeweils eine konstruktiv einfache Lösung der Erfassung einer definierten Position geschaffen. Das Sensorelement kann als Hallsonde (magnetischer Sensor) , Lichtschranke (optischer Sensor) , oder Kondensator

(kapazitiver Sensor) ausgeführt sein. Hiermit ist bei der Erfassung einer (Einsteck-) Position eine genauere Auflösung ermöglicht .

In vorteilhafter Weise kann ein Verriegelungselement zur Verriegelung eines Steckelements am Buchsenelement

vorgesehen sein. Damit lässt sich ein Steckelement am

Buchsenelement festlegen, wodurch die Sicherheit abermals erhöht ist. Das Verriegelungselement kann als U-förmiger oder V-förmiger Schlossbügel ausgebildet sein. Der

Schlossbügel kann in Blockierstellung zum Hintergriff einer Ausnehmung im Steckelement dienen.

Zweckmäßigerweise kann ein, insbesondere von dem Controller gesteuerter, Aktor zur Betätigung des Verriegelungselements vorgesehen sein. Damit ist das Verriegelungselement gezielt zwischen einer Freigabesteilung und einer Blockierstellung verlagerbar. Die Betätigung des Aktors durch den Controller hat den Vorteil, dass die Betätigung des

Verriegelungselements koordiniert zur Freigabe der

Energieübertragung erfolgen kann. Dabei ist denkbar, dass die Energieübertragung erst dann beginnt, wenn das Verriegelungselement die Blockierstellung erreicht hat. Hiermit wird die Sicherheit abermals erhöht.

In vorteilhafter Weise kann die Funkeinheit als

vorzugsweise aktive Nahfeldfunkeinheit (NFC-Einheit ) ausgebildet sein. Dies stellt die gewünschte Reichweite einer Funksignalübertragung über nur wenige Zentimeter sicher (Manipulationssicherheit) . Eine aktive

Nahfeldfunkeinheit hat den Vorteil, dass damit auch mit einem Gegenüber mit passiver Nahfeldfunkeinheit (passiver NFC-Tag) kommuniziert werden kann.

Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein

Steckelement mit den Merkmalen des nebengeordneten

Anspruchs gelöst. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird hinsichtlich der Vorteile und der erfinderischen Tätigkeit auf die obigen Ausführungen verwiesen.

Das Steckelement kann nicht nur bei Fahrzeugen oder

Häusern, sondern bei jeglicher Art von autarken Inselnetzen zum Einsatz kommen. Das Steckelement ist zur Übertragung von Gleichstrom oder Wechselstrom geeignet.

Das Steckelement kann als Stecker ausgebildet sein. Die Kontaktelemente können als Kontaktstifte ausgeführt sein, die am Stecker angeordnet und in Einsteckrichtung

orientiert sind. Vorzugsweise ist die Funkeinheit

stirnseitig am Stecker angeordnet, insbesondere stirnseitig in den Stecker integriert. Die Kontaktstifte sind zum

Einstecken in Kontaktbuchsen geeignet. Auch mehr als zwei Kontaktelemente sind denkbar.

Der Controller kann im Steckelement selbst, in einem zum Steckelement komplementären Buchsenelement oder in einem an Steckelement oder Buchsenelement angeschlossenen Endgerät (z.B. Energiespeicher, Ladegerät, Energieverbraucher) angeordnet sein. Dabei ist denkbar, dass der Controller der Funkeinheit vorgeschaltet ist, wobei die Funkeinheit nebst Schaltelement im Steckelement angeordnet sein kann. Der Controller kann als MikroController ausgebildet sein.

Hinsichtlich der möglichen, an den Kontaktelementen

anliegenden Spannungen wird, da diese auch auf das

Steckelement zutreffen, auf die Ausführungen im

Zusammenhang mit Anspruch 1 verwiesen.

Zweckmäßigerweise kann ein Schaltelement zum Aktivieren der Funkeinheit vorgesehen sein, wobei das Schaltelement durch Zusammenstecken des Steckelements mit einem komplementären Buchsenelement betätigbar ist. Hiermit kann, unabhängig davon, ob am Buchsenelement ein Schaltelement vorhanden ist, ein Aktivieren der Funkeinheit des Steckelements gezielt bei Betätigung des Schaltelements erfolgen. Dabei ist denkbar, dass das Schaltelement beim Zusammenstecken des Steckelements mit dem komplementären Buchsenelement durch das Buchsenelement betätigbar ist.

Das Schaltelement des Steckelements kann dem Schaltelement des Buchsenelements konstruktiv entsprechen. Im Konkreten kann das Schaltelement daher als elektronisches

Schaltelement, insbesondere als Sensorelement, oder als ein einen Stromkreis schließender Schalter ausgebildet sein (s.o.) .

In vorteilhafter Weise kann ein Verriegelungselement zur Verriegelung des Steckelements an einem komplementären Buchsenelement vorgesehen sein. Das Verriegelungselement kann als Schlossblech ausgebildet sein, welches am

Steckelement angeordnet und zum Zusammenwirken mit einem Verriegelungselement eines Buchsenelements, beispielsweise einem Schlossbügel, geeignet ist. Dies trägt zur Erhöhung der Sicherheit bei der Handhabung des Buchsenelements bei.

In vorteilhafter Weise kann die Funkeinheit des

Steckelements als vorzugsweise passive Nahfeldfunkeinheit (NFC-Einheit ) ausgebildet sein. Dies stellt die gewünschte Reichweite einer Funksignalübertragung über nur wenige Zentimeter sicher (Manipulationssicherheit) . Eine passive Nahfeldfunkeinheit hat den Vorteil, dass diese durch eine Nahfeldfunkeinheit des Gegenübers gespeist werden kann und keine eigene Energiequelle benötigt.

Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch eine

elektrische Steckverbindung mit den Merkmalen des weiter nebengeordneten Anspruchs gelöst. Hinsichtlich der Vorteile sowie der erfinderischen Tätigkeit wird auf die

Ausführungen zu Anspruch 1 verwiesen.

Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Steckverbindung zur Übertragung elektrischer Leistung mit den Merkmalen des weiter nebengeordneten Anspruchs gelöst. Hinsichtlich der Vorteile sowie der erfinderischen Tätigkeit wird auf die Ausführungen zu Anspruch 1 verwiesen.

In vorteilhafter Weise kann der physikalische Kontakt zwischen den Kontaktelementen durch Zusammenstecken eines mindestens zwei Kontaktelemente aufweisenden

Buchsenelements mit einem komplementären, mindestens zwei Kontaktelemente aufweisenden Steckelements erfolgen. Dies erfolgt durch den Anwender, und zwar durch Einstecken des Steckelements in das Buchsenelement.

Zweckmäßigerweise kann das Schaltelement durch

Zusammenstecken des Buchsenelements mit dem Steckelement betätigt werden. Dabei ist denkbar, dass das Schaltelement beim Zusammenstecken durch das Steckelement betätigt wird. Hiermit erfolgt eine Aktivierung der Funkeinheit und eine eventuelle Freigabe der Energieübertragung erst nach einem Zusammenstecken von Steckelement und Buchsenelement. Dies erhöht die Sicherheit für den Anwender.

Zur weiteren Ausgestaltung des Verfahrens können die im Zusammenhang mit dem Buchsenelement und dem Steckelement beschriebenen Maßnahmen dienen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert, wobei gleiche Elemente teilweise nur einmal mit Bezugszeichen versehen sind. Es zeigen:

Fig.l in einer isometrischen Ansicht ein

Ausführungsbeispiel eines Buchsenelements und eines Steckelements;

Fig.2a, b in einer Vordersicht und einer geschnittenen

Ansicht (abgeknickter Schnitt) das Buchsenelement und das Steckelement aus Fig.l in

zusammengestecktem Zustand;

Fig.3a, b in geschnittenen Ansichten das Buchsenelement und das Steckelement aus Fig.l in zusammengestecktem Zustand (a) und während des Zusammensteckens (b) ; und Fig.4 in einer schematischen Darstellung ein Schaltbild des Buchsenelements und des Steckelements aus Fig.1.

Fig. 1 zeigt ein Buchsenelement 10 für eine elektrische Steckverbindung sowie ein Steckelement 12 für eine

elektrische Steckverbindung. Das Buchsenelement 10 und das Steckelement 12 bilden eine elektrische Steckverbindung 14.

Das Buchsenelement 10 weist ein Gehäuse 10' mit einer

Aufnahme 11 für ein korrespondierendes Steckelement 12 auf. Das Steckelement 12 weist ein Gehäuse 12 ' mit einem

Einsteckabschnitt 13 auf. Das Steckelement 12 kann mit seinem Einsteckabschnitt 13 kann in die Aufnahme 11

eingesteckt werden.

Das Buchsenelement 10 ist als Steckdose 16 ausgebildet und kann bspw. an einer Ladesäule oder einer Wand montiert werden. Das Steckelement 12 ist als Stecker 18 ausgeführt und kann auf Grund seiner komplementären Ausgestaltung in die Steckdose 16 eingesteckt werden.

Das Buchsenelement 10 weist zwei elektrische

Kontaktelemente 20 zur Übertragung elektrischer Energie auf, die als Kontaktbuchsen 22 ausgebildet sind. Die

Kontaktbuchsen 22 sind in der Aufnahme 11 angeordnet.

Mantelhülsen 23 umgeben die Kontaktbuchsen 22. Zudem weist das Buchsenelement 10 eine Funkeinheit 24 auf, die zur Übertragung von Funksignalen zur Identifikationsprüfung und/oder Kompatibilitätsprüfung dient (vgl. Fig.2).

Die Funkeinheit 24 wirkt mit einem zur Freigabe der

Übertragung elektrischer Energie über die Kontaktelemente 20 dienenden Controller 26 zusammen, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel einer Energiequelle 28 (z.B.

Energiespeicher oder Ladegerät) zugeordnet ist und ggf. ein Teil der Energiequelle 28 bildet (vgl. Fig.4) . Die

Kontaktbuchsen 20 sind im Ausführungsbeispiel elektrisch mit dem Energiespeicher 28 verbunden.

Zudem weist das Buchsenelement 10 ein Schaltelement 30 zum Aktivieren der Funkeinheit 24 auf, wobei das Schaltelement 30 durch Zusammenstecken des Buchsenelements 10 mit einem komplementären Steckelement 12 betätigbar ist, und zwar durch das Steckelement 12 (vgl. Fig.3) .

Das Schaltelement 30 ist derart positioniert, dass dieses erst dann betätigt wird, nachdem die Kontaktelemente 20 des Buchsenelements 10 mit elektrischen Kontaktelementen 32 des Steckelements 12 elektrisch verbunden sind (vgl. Fig.3). Das Schaltelement 30 ist im vorliegenden

Ausführungsbeispiel als Schalter oder Taster 34 ausgebildet und durch eine Feder vorgespannt (nicht dargestellt) . Das Schaltelement 30 ist in der Aufnahme 11 angeordnet, und zwar an oder in der die Aufnahme 11 in Einsteckrichtung begrenzenden Wandung 35. Bei nicht dargestellten

Ausführungsformen kann das Schaltelement 30 auch als

Sensorelement (z.B. Hallsonde, Lichtschranke oder

Kondensator) ausgebildet sein.

Das Buchsenelement 10 verfügt zudem über ein

Verriegelungselement 36 zur Verriegelung eines

Steckelements 12 am Buchsenelement 10. Das

Verriegelungselement 36 ist als Schlossbügel 38 ausgeführt (vgl . Fig .3a) .

Das Buchsenelement 10 weist zudem einen Aktor zur

Betätigung des Verriegelungselements 36 auf (nicht dargestellt) , mit dem das Verriegelungselement 36 zwischen einer Freigabestellung und einer Blockierstellung

verlagerbar ist. Der Aktor ist durch den Controller 26 gesteuert .

Die Funkeinheit 24 ist als vorzugsweise aktive

Nahfeldfunkeinheit 40 (NFC-Einheit ) ausgebildet (vgl.

Fig.4) . Die Funkeinheit 24 ist in, an oder hinter der die Aufnahme 11 in Einsteckrichtung begrenzenden Wandung 35 angeordnet (vgl. Fig.3).

Das Steckelement 12 weist mindestens zwei elektrische

Kontaktelemente 32 zur Übertragung elektrischer Energie auf, die als Kontaktstifte 42 ausgebildet sind. Zudem weist das Steckelement 12 eine Funkeinheit 44 zur Übertragung von Funksignalen zur Identifikationsprüfung und/oder

Kompatibilitätsprüfung auf.

Die Funkeinheit 44 wirkt mit einem Controller 26 zusammen, der zur Freigabe der Übertragung elektrischer Energie über die Kontaktelemente 32 dient. Der Controller 26 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel einer Energiequelle 28 (z.B. Energiespeicher oder Ladegerät) zugeordnet und bildet ggf. einen Teil der Energiequelle 28.

Das Steckelement 12 kann ferner ein Schaltelement 46 zum Aktivieren der Funkeinheit 44 aufweisen, wobei das

Schaltelement 46 durch Zusammenstecken des Steckelements 12 mit einem komplementären Buchsenelement 10 betätigbar ist, wobei das Schaltelement beim Zusammenstecken durch das Buchsenelement 10 betätigbar ist (nicht dargestellt) . Das Schaltelement 46 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Schalter oder Taster 47 ausgebildet und durch eine Feder vorgespannt (nicht dargestellt) . Das Steckelement 12 weist außerdem ein Verriegelungselement 48 zur Verriegelung des Steckelements 12 an einem

komplementären Buchsenelement 10 auf. Das

Verriegelungselement 48 ist als Schlossblech 50 ausgeführt (vgl. Fig.3) . Das Verriegelungselement 48 weist an jedem Schenkel eine Ausnehmung 51 auf, die in Blockierstellung durch das Verriegelungselement 36 (Schlossbügel 38) hintergriffen wird. Das Verriegelungselement 36 ragt abschnittsweise aus dem Einsteckabschnitt 13 des

Steckelements 12 heraus.

Die Funkeinheit 44 des Steckelements 12 ist als passive Nahfeldfunkeinheit 52 (NFC-Einheit ) ausgebildet (vgl.

Fig.4) . Somit kann die Funkeinheit 24 des Buchsenelements 10 die Funkeinheit 44 des Steckelements 12 mit Energie versorgen. Die Funkeinheit 44 ist stirnseitig in das

Steckelement 12 integriert, und zwar im Einsteckabschnitt 13.

Das Verfahren zum Herstellen einer elektrischen

Steckverbindung zur Übertragung elektrischer Energie läuft wie folgt ab:

Zunächst wird zwischen den zur Übertragung elektrischer Energie dienenden Kontaktelementen 20, 32 ein

physikalischer Kontakt hergestellt. Dies erfolgt durch Zusammenstecken des mindestens 2 Kontaktelemente 20 aufweisenden Buchsenelements 10 mit einem komplementären, mindestens zwei Kontaktelemente 44 aufweisenden

Steckelements 12.

Danach wird ein Schaltelement 30 betätigt, das eine zur Identifikationsprüfung und/oder Kompatibilitätsprüfung dienende Funkeinheit 24 aktiviert. Die Betätigung des Schaltelements 30 erfolgt durch das Steckelement 12, wobei das Schaltelement 30 als Schalter oder Taster 34

ausgebildet sein kann und durch den Einsteckabschnitt 13 des Steckelements 12 betätigt werden kann.

Die Funkeinheit 24 wirkt mit einem Controller 26 zusammen, der die Übertragung elektrischer Energie über die

Kontaktelemente 20, 32 freigibt. Das Schaltelement 30 wird durch Zusammenstecken des Buchsenelements 10 mit dem

Steckelement 12 betätigt, und zwar durch das Steckelement 12.