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Title:
FIBER MIXTURE OF MAN-MADE CELLULOSE FIBERS AND USE THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/043669
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a fiber mixture of man-made cellulose fibers, to a fiber composition, containing said fiber mixture and fibers different therefrom, to a padding, containing said fiber mixture or said fiber composition, and to a textile article, containing said fiber mixture or said fiber composition or said padding. The invention further relates to the use of the fiber mixture of man-made cellulose fibers to produce a textile article, in particular for thermally insulating clothing, and in general for thermal and/or acoustic insulation.

Inventors:
TESCHNER ELKE (DE)
Application Number:
EP2020/074016
Publication Date:
March 11, 2021
Filing Date:
August 27, 2020
Export Citation:
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Assignee:
FREUDENBERG CARL KG (DE)
International Classes:
C08B1/00; D04H3/013; D04H3/016
Domestic Patent References:
WO2004023943A12004-03-25
WO2006060835A12006-06-15
WO2009079677A22009-07-02
WO2005007945A12005-01-27
WO2018102281A12018-06-07
WO2018184937A12018-10-11
WO2002012607A22002-02-14
WO2002059414A22002-08-01
WO2002095314A12002-11-28
WO1997031036A11997-08-28
Foreign References:
EP3375602A12018-09-19
US4246221A1981-01-20
US5591388A1997-01-07
US5601765A1997-02-11
EP0641817A21995-03-08
US5366801A1994-11-22
EP3375602A12018-09-19
Other References:
"Vliesstoffe: Rohstoffe, Herstellung, Anwendung, Eigenschaften, Prüfung", 2012, WILEY-VCH VERLAG GMBH & CO. KGAA
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Claims:
Patentansprüche

Mischung von man-made Cellulose-Fasern, enthaltend, bezogen auf das Gesamtgewicht der Cellulose-Fasern, a) 10 bis 90 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 4,0 bis

9.5 dtex und b) 90 bis 10 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 0,9 bis

3.5 dtex.

Mischung nach Anspruch 1 , wobei die man-made Cellulose-Fasern ausgewählt sind unter Cellulose-Regeneratfasern, derivatisierten Cellulose-Fasern und Mischungen davon, bevorzugt unter aus einer Lösung in einem tertiären Aminoxid als Lösungsmittel hergestellten Cellulose-Regeneratfasern, Viskosefasern, Modalfasern, Celluloseacetatfasern und Mischungen davon.

Mischung von Cellulose-Regeneratfasern, hergestellt aus einer Lösung in einem tertiären Aminoxid als Lösungsmittel, enthaltend, bezogen auf das Gesamtgewicht der Cellulose-Regeneratfasern, a) 10 bis 90 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 4,0 bis

9.5 dtex und b) 90 bis 10 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 0,9 bis

3.5 dtex.

Mischung von man-made Cellulose-Fasern nach Anspruch 1 oder 2, die bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthaltenen Fasern, wenigstens 50 Gew.-%, bevorzugt wenigstens 75 Gew.-%, insbesondere wenigstens 90 Gew.-%, Celluloseacetat-Fasern enthält.

Mischung von man-made Cellulose-Fasern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, enthaltend a) 45 bis 85 Gew.-%, bevorzugt 55 bis 75 Gew.-%, Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 4,0 bis 9,5 dtex und b) 15 bis 55 Gew.-%, bevorzugt 25 bis 45 Gew.-%, Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 0,9 bis 3,5 dtex.

Mischung von man-made Cellulose-Fasern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fasern a) und/oder die Fasern b) auf zumindest einem Teil ihrer Oberfläche eine Ausrüstung aufweisen, vorzugsweise ausgewählt unter

Silikonen,

Alkoxilaten von (C6-C30)-Alkanolen,

Fettsäuren,

Fettalkoholen,

Mono- und Di-(C1-C30)-alkylestern von aliphatischen Dicarbonsäuren,

Paraffinen und Mischungen davon.

Mischung von man-made Cellulose-Fasern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fasern a) und/oder die Fasern b) auf zumindest einem Teil ihrer Oberfläche eine Ausrüstung aufweisen, die wenigstens ein hydrophiles Silikon und/oder wenigstens ein Paraffin umfasst. 8. Mischung von man-made Cellulose-Fasern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fasern a) nur auf einem Teil ihrer Oberfläche, bevorzugt auf höchstens 50 % ihrer Oberfläche, besonders bevorzugt auf höchstens 10 % ihrer Oberfläche, mit wenigstens einem Silikon beschichtet sind.

9. Mischung von man-made Cellulose-Fasern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Oberfläche der Fasern b) im Wesentlichen vollständig, bevorzugt zu wenigstens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt zu wenigstens 95 Gew.-%, mit wenigstens einem Silikon beschichtet ist.

10. Mischung von man-made Cellulose-Fasern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gewichtsverhältnis des wenigstens einen Silikons auf den Fasern b), bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthaltenen Fasern b), zu dem wenigstens einen Silikon auf den Fasern a), bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthaltenen Fasern a), in einem Bereich von 2 : 1 bis 7 : 1 , besonders bevorzugt von 3 : 1 bis 6 : 1 , liegt.

11. Faser-Zusammensetzung, enthalten eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert und davon verschiedene Fasern, vorzugsweise ausgewählt unter Polyesterfasern, Polyvinylalkoholfasern, thermoplastischen Stärkefasern, cellulosehaltigen Naturfasern, davon verschiedene Fasern natürlicher Polymere, Polyesteramidfasern und Mischungen davon.

12. Faser-Zusammensetzung nach Anspruch 11 , wobei die von den man- made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern biologisch abbaubar und/oder kompostierbar sind.

13. Faser-Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, enthaltend - eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern und wenigstens eine davon verschiedene Faser, ausgewählt unter Polymilchsäure-Fasern, Poly(ethylen-succinat)-Fasern, Poly(butylen- succinat)-Fasern und Mischungen davon. 14. Faser-Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, umfassend wenigstens eine Mehrkomponentenfaser.

15. Thermisch isolierende Wattierung, umfassend eine Mischung von man- made Cellulose-Fasern, wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert, oder eine Faser-Zusammensetzung, wie in einem der Ansprüche 11 bis

14 definiert, und wenigstens ein Bindemittel.

16. Thermisch isolierende Wattierung nach Anspruch 15, die das wenigstens eine Bindemittel in einer Menge von 5 bis 25 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Wattierung aufweist.

17. Thermisch isolierende Wattierung nach Anspruch 15 oder 16, wobei das Bindemittel ausgewählt ist unter Bindemitteln des Acrylat-, Styrolacrylat- Ethylen-Vinylacetat-, Butadien-Acrylat-, SBR-, NBR- und/oder Polyurethan-Typs.

18. Thermisch isolierende Wattierung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei man diese einer Behandlung unterzieht, die ausgewählt ist unter Sprühauftrag eines Bindermaterials, Nadelbehandlung, Zusatz von thermoplastischen Bindefasern zum Fasergemisch, Sandwich- Strukturierung der Wattierung, Behandlung mit einem Textiladditiv zur Modifizierung der Hydrophilie/Hydrophobie-Eigenschaften, Kombinationen davon.

19. Textilartikel, umfassend eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert, oder eine Faser- Zusammensetzung, wie in einem der Ansprüche 11 bis 14 definiert, oder eine thermisch isolierende Wattierung, wie in einem der Ansprüche 15 bis 18 definiert.

20. Verwendung einer Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert, oder einer Faser- Zusammensetzung, wie in einem der Ansprüche 11 bis 14 definiert, zur Fierstellung einer thermisch isolierenden Wattierung, die biologisch abbaubar und/oder bakteriostatisch ist.

21. Verwendung einer Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert, oder einer Faser- Zusammensetzung, wie in einem der Ansprüche 11 bis 14 definiert, oder einer thermisch isolierenden Wattierung, wie in einem der Ansprüche 15 bis 18 definiert, zur Fierstellung eines Textilartikels. 22. Verwendung nach Anspruch 21 , wobei der Textilartikel ausgewählt ist unter Bekleidungsartikeln, insbesondere Oberbekleidung, Funktions- Sportkleidung, Outdoor-Bekleidung, leichten Sportjacken, Walkingjacken, Skijacken, Skihosen, Kinderbekleidung, Arbeitsbekleidung, Uniformen, Handschuhen und Schlafsäcken.

23. Verwendung einer Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert, oder einer Faser- Zusammensetzung, wie in einem der Ansprüche 11 bis 14 definiert, oder einer thermisch isolierenden Wattierung, wie in einem der Ansprüche 15 bis 18 definiert, für die thermische und/oder akustische Isolierung.

Description:
Fasermischung aus man-made Cellulose-Fasern und deren Verwendung

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fasermischung aus man-made Cellulose-Fasern, eine Faser-Zusammensetzung, die diese Fasermischung und davon verschiedene Fasern enthält, eine Wattierung, die diese Fasermischung oder diese Faserzusammensetzung enthält sowie einen Textilartikel, der diese Fasermischung oder diese Faserzusammensetzung oder diese Wattierung enthält. Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung der Fasermischung aus man-made Cellulose-Fasern zur Herstellung eines Textilartikels, insbesondere für thermisch isolierende Bekleidung, sowie allgemein für die thermische und/oder akustische Isolierung. Bei der Fasermischung aus man-made Cellulose-Fasern handelt es sich dabei speziell um eine Fasermischung aus Cellulose-Regeneratfasern.

An Fasern für thermische Isolierungen im Textilbereich, z. B. für Sport- und Outdoor-Bekleidung, werden hohe Ansprüche gestellt. Das gewünschte Eigenschaftsprofil ist komplex und umfasst neben der reinen Isolierungsqualität Anforderungen an einen hohen Tragekomfort, die Pflege und weitere Materialeigenschaften. Dazu zählen eine hohe Wärmeisolierung, eine ausreichende Hydrophobie (d. h. Wasserabstoßung) zum Schutz gegen Durchnässung von außen, ein hoher Tragekomfort, gute haptische Eigenschaften (Weichheit), ein guter Feuchtigkeitshaushalt, d. h. die Befähigung, Schweiß von der Haut aufzunehmen und an die Umgebung abzugeben, gute Trocknungsfähigkeit und gute Isoliereigenschaften auch bei Durchnässung, gute Waschbarkeit und Beständigkeit gegen Fasermigration durch antistatische Eigenschaften, bakteriostatische Eigenschaften, etc. Auch Fasern für die thermische oder akustische Isolierung von Gebäuden, Fahrzeugen, technischen Anlagen und Haushaltsgeräten haben eine Vielzahl Anforderungen zu erfüllen. So sollen thermische Isolierungen vielfach auch Feuchtigkeit absorbieren, dichten, Bauteile schützen, etc. Akustische Isolierungen sollen unter anderem den Lärm reduzieren, Hall vermindern und zusätzlich auch thermisch isolieren.

Aktuell besteht ein großer Bedarf an Fasern für thermische und akustische Isolierungen, die auch ökologische Anforderungen an den Einsatz nachhaltiger Materialen erfüllen. Dazu zählen neben dem Verzicht auf fossiles Mineralöl als Grundstoff ein ökologisch vertretbarer Herstellungsprozess und die biologische Abbaubarkeit/Kompostierbarkeit der Fasern. Die bisher für thermische und akustische Isolierungen eingesetzten Fasern sind im Hinblick auf eine gute Vereinbarkeit von herausragenden anwendungstechnischen Eigenschaften und Umweltverträglichkeit noch verbesserungswürdig. So ist es bekannt, Polyesterfasern zur thermischen Isolierung, beispielsweise als Füllung für Sport- und Outdoor-Bekleidung, einzusetzen. Polyesterfasern zeichnen sich zwar durch gute thermische Isoliereigenschaften aus, sind aber weder aus nachhaltigen Materialien noch biologisch abbaubar. Auch ihre anwendungstechnischen Eigenschaften, wie z. B. eine gute Atmungsaktivität der Wattierungen und die Befähigung zur Wasserdampfpufferung bzw. das Feuchtemanagement des Materials, sind speziell beim Einsatz in Sport- und Outdoor-Bekleidung noch verbesserungsfähig.

Bereits seit langer Zeit wird aus Pflanzen gewonnene Cellulose zur Erzeugung von Textilartikeln und Materialien für die thermische und akustische Isolierung von Gebäuden, Fahrzeugen, technischen Anlagen und Haushaltsgeräten eingesetzt. Zur Herstellung von Fasern aus Cellulose ist es erforderlich, diese zunächst in Lösung zu bringen und durch entsprechende Formwerkzeuge zu extrudieren. Dazu kann die Cellulose entweder ohne eine chemische Derivatisierung in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und einer Faserbildung unter erneuter Verfestigung unterzogen werden. Alternativ kann die Cellulose durch Derivatisierung, z.B. durch Veresterung, in eine besser lösliche Form überführt und anschließend zu Fasern verarbeitet werden. Diese industriell hergestellten Cellulose-Fasern werden als man-made Cellulosefasern bezeichnet. Das früher am meisten benutzte Verfahren ist das sogenannte Viskoseverfahren, bei dem Zellstoff zunächst in wässriger Natronlauge eingeweicht und die Cellulose unter Quellung in Alkalicellulose umgewandelt wird, die dann abgepresst und anschließend mechanisch in feine Partikel zerfasert, in Schwefelkohlenstoff gelöst und versponnen wird. Dieses Verfahren ist stark umweltbelastend und Ressourcen-intensiv. Eine Weiterentwicklung ist der Einsatz von sogenannten Direktlösungsmitteln für die Cellulose. Dazu zählen tertiäre Aminoxide und speziell N-Methylmorpholin-N-oxid (NMMO). Cellulose-Regeneratfasern, die nach dem Direktlösungsmittel-Verfahren aus einer Cellulose-Lösung in einem tertiären Aminoxid als Lösungsmittel hergestellt werden, tragen den Gattungsbegriff Lyocell. Lyocell-Fasern werden im Bereich der Textilindustrie, für Vliesstoffe und technische Anwendungen genutzt. Aufgrund der Hydrophilie der Fasern konnten sie bislang nicht zur Herstellung von Wattierungen für thermische Isolierungen eingesetzt werden.

Die WO 2018/102281 A1 beschreibt eine selbstregulierende isolierende Wattierung, die ein Vlies auf Basis einer Vielzahl von funktionellen und nicht funktionellen Fasern enthält, wobei die funktionellen Fasern in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen die isolierenden Eigenschaften der Wattierung regulieren. Somit können beispielsweise die isolierenden Eigenschaften an einen Nutzer bzw. seine Aktivitäten und an Änderungen im Mikroklima zwischen der Wattierung und dem Körper des Nutzers angepasst werden. Die Fasern der Wattierung können aus einer großen Anzahl verschiedener Fasertypen ausgewählt werden. Man-made Cellulose-Fasern und speziell Lyocell-Fasern sind im Rahmen einer umfangreichen Liste erwähnt, aber nicht bevorzugt. Als bevorzugte Ausführungsform sind Polyester-Fasern genannt. Die in der Wattierung eingesetzten Fasern können weiterhin eine Vielzahl unterschiedlicher physikochemischer Eigenschaften aufweisen. Dabei ist ganz allgemein erwähnt, dass sich die Fasern in ihrer Feinheit unterscheiden können, wobei Fasern im Mikro-Denier-Bereich (0,7 bis 1,0 Denier) und Makro-Denier- Bereich (1,1 bis 8,0 Denier) zum Einsatz kommen können. Es ist ebenfalls allgemein beschrieben, dass die Fasern mit Silikon beschichtet sein können. Dieses Dokument enthält keinen Hinweis darauf, dass sich mit Mischungen von man-made Cellulose-Fasern ganz bestimmter Feinheiten Wattierungen hersteilen lassen, die eine gute biologische Abbaubarkeit und gleichzeitig gute anwendungstechnische Eigenschaften aufweisen.

Die WO 2018/184937 A1 beschreibt einen Vliesstoff aus Cellulose-Fasern, hergestellt aus einer Lyocell-Spinnlösung, der Fasern mit unterschiedlichen Durchmessern umfasst, wobei das Verhältnis von der Faser mit dem größten Durchmesser zu der Faser mit dem geringsten Durchmesser > 1,5 ist. Die Kritizität bestimmter Feinheitswerte ist auch in diesem Dokument nicht erwähnt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Fasern für thermische und akustische Isolierungen und darauf basierende Wattierungen bereit zu stellen, die über gute anwendungstechnische Eigenschaften verfügen und gleichzeitig gut biologisch abbaubar, speziell verrottungsfähig und kompostierbar, sind. Insbesondere sollen die Wattierungen über gute bekleidungsphysiologische Eigenschaften verfügen, speziell für den Einsatz in Sport- und Outdoor-Bekleidung. Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass diese Aufgabe von einer Mischung von man-made Cellulose-Fasern gelöst wird, die Fasern unterschiedlicher Feinheit in einem bestimmten Verhältnis aufweist. Bevorzugt handelt es sich um Cellulose-Regeneratfasern und insbesondere um Lyocell- Fasern. Speziell weisen die Fasern eine Ausrüstung mit Silikonen auf, wobei (z. B. infolge unterschiedlicher Ausrüstungsverfahren) die unterschiedlichen Fasertiter auf ihrer Faseroberfläche unterschiedliche Mengen an Silikonauftrag aufweisen. ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein erster Gegenstand der Erfindung ist eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, enthaltend, bezogen auf das Gesamtgewicht der Cellulose- Fasern, a) 10 bis 90 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 4,0 bis 9,5 dtex und b) 90 bis 10 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 0,9 bis 3,5 dtex.

Bevorzugt sind die man-made Cellulose-Fasern ausgewählt unter Cellulose- Regeneratfasern, derivatisierten Cellulose-Fasern und Mischungen davon. Eine bevorzugte Ausführungsform ist eine Mischung von Cellulose-

Regeneratfasern, hergestellt aus einer Lösung in einem tertiären Aminoxid als Lösungsmittel, enthaltend, bezogen auf das Gesamtgewicht der Cellulose- Regeneratfasern, a) 10 bis 90 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 4,0 bis 9,5 dtex und b) 90 bis 10 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 0,9 bis 3,5 dtex.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, die wenigstens eine Celluloseester-Faser enthält oder die aus Celluloseester-Fasern besteht. Speziell handelt es sich bei den Celluloseester-Fasern um Celluloseacetat-Fasern.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Faser-Zusammensetzung, enthalten eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie zuvor und im Folgenden definiert und davon verschiedene Fasern, vorzugsweise ausgewählt unter Polyesterfasern, Polyvinylalkoholfasern, thermoplastischen Stärkefasern, cellulosehaltigen Naturfasern, davon verschiedene Fasern natürlicher Polymere, Polyesteramidfasern und Mischungen davon.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist eine Faser-Zusammensetzung, enthalten eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, und zusätzlich Polyesterfasern als davon verschiedene Fasern. Eine spezielle Ausführungsform ist eine Faser-Zusammensetzung, die eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern enthält und zusätzlich wenigstens eine davon verschiedene Faser, ausgewählt unter Polymilchsäure- Fasern, Poly(ethylen-succinat)-Fasern, Poly(butylen-succinat)-Fasern und Mischungen davon.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine thermisch isolierende Wattierung, um-fassend eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, oder eine Faser-Zusammensetzung, wie zuvor und im Folgenden definiert, und wenigstens ein Bindemittel. Eine bevorzugte Ausführungsform ist eine thermisch isolierende Wattierung, umfassend eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, und wenigstens ein Bindemittel.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Textilartikel, umfassend eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, oder eine Faser-Zusammensetzung, wie zuvor und im Folgenden definiert, oder eine thermisch isolierende Wattierung, wie zuvor und im Folgenden definiert. Eine bevorzugte Ausführungsform ist ein Textilartikel, der eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern umfasst oder der eine thermisch isolierende Wattierung umfasst, die eine Mischung von Cellulose- Regeneratfasern umfasst.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer Mischung von man-made Cellulose-Fasern, speziell einer Mischung von Cellulose- Regeneratfasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, zur Fierstellung einer thermisch isolierenden Wattierung, die insbesondere biologisch abbaubar und/oder bakteriostatisch ist.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer Mischung von man-made Cellulose-Fasern, speziell einer Mischung von Cellulose- Regeneratfasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, oder einer thermisch isolierenden Wattierung, wie zuvor und im Folgenden definiert, zur Fierstellung eines Textilartikels.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, oder eine Faser-Zusammensetzung, wie zuvor und im Folgenden definiert, oder einer thermisch isolierenden Wattierung, wie zuvor und im Folgenden definiert, für die thermische und/oder akustische Isolierung.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Ein Kunststoffmaterial gilt als biologisch abbaubar, wenn im Laborversuch wenigstens 60% des organischen Kohlenstoffs in maximal sechs Monaten umgesetzt werden. Nach den Vorgaben der DIN EN 13432:2000-12 zur Kompostierbarkeit müssen die Produkte innerhalb von maximal 90 Tagen in einer industriellen Kompostierungsanlage zu mindestens 90 % zu Bruchstücken von kleiner als 2 mm zersetzbar sein.

Die erfindungsgemäßen man-made Cellulose-Fasern eignen sich besonders vorteilhaft für die thermische und/oder akustische Isolierung, z.B. von Gebäuden, Fahrzeugen, technischen Anlagen und Haushaltsgeräten. Sie eigen sich speziell für den Einsatz in Wattierungen für Textilartikel, wie Sport- und Outdoor-Bekleidung.

Die erfindungsgemäße Mischung von Cellulose-Regeneratfasern und darauf basierende Wattierungen haben folgende Vorteile:

Die Wattierungen zeichnen sich durch eine sehr gute thermische Isolierung aus. Sie behalten ihre wärmeisolierende Wirkung auch dann, wenn sie z. B. durch starkes Schwitzen des Trägers feucht geworden sind. Es werden Wärmedurchgangswiderstandswerte Rct erreicht, die denen von Polyester-Wattierungen entsprechen.

Die Wattierungen verfügen weiterhin über einen sehr guten Feuchtigkeitshaushalt, d. h. die Befähigung, Schweiß von der Haut aufzunehmen und an die Umgebung abzugeben (Atmungsaktivität, geringer Wasserdampfdurchgangswiderstands Ret). Hier werden bessere Werte erzielt als mit vergleichbaren Polyester-Wattierungen. Im Gegensatz zu Polyester-Wattierungen können die erfindungsgemäßen Wattierungen auch Wasserdampf in der Faser absorbieren (Wasserdampfaufnahmefähigkeit Fi), ohne sich nass anzufühlen. Dies sorgt für ein angenehmeres Flautgefühl, bei dem ein Schwitzempfinden nicht aufkommt. Zudem verfügen die Wattierungen auf Basis von Cellulose-Regeneratfasern über die Fähigkeit, Wasserdampf infolge Schwitzens in der Faser zu speichern (Pufferwirkung von Wasserdampf Fd), wodurch ein Feuchtestau zwischen Flaut und Textil vermieden wird. Die Trocknungszeit des schweißnassen Textils entspricht der von Polyester.

Die Wattierungen sind biologisch abbaubar. Sie verrotten dabei bereits beim normalen Vergraben im Erdreich bei einem pFI-Wert von < 7 innerhalb von kurzer Zeit (2,5 bis 3 Monate). Ein noch schnellerer Abbau kann unter den drastischeren Bedingungen beim Kompostieren durch aggressive Bakterien bei einem pFI-Wert von > 7 und unter Temperaturen bis 60 °C beobachtet werden (1 bis 1,5 Monate). Sie erfüllen die Anforderungen, die an eine Zertifizierung nach dem OEKO- TEX® STANDARD gestellt werden.

Die Wattierungen haben bakteriostatische Eigenschaften, so dass bei sportlicher Aktivität weniger unangenehme Gerüche durch den Abbau von Schweiß entstehen. Dies ist ein weiterer Vorteil gegenüber Polyester-Wattierungen.

Die Wattierungen verfügen weiterhin über antistatische Eigenschaften und sind beständig gegen Fasermigration.

Die haptischen Eigenschaften sind sehr angenehm (hohe Weichheit) und gehen einher mit einem hohen Tragekomfort.

Man-made Cellulose-Fasern Bei den man-made Cellulose-Fasern (industriell gefertigten Cellulose-Fasern) unterscheidet man zwischen nicht-derivatisierten Cellulose-Fasern und derivatisierten Cellulose-Fasern. Zur Fierstellung von Cellulose-Fasern muss die feste Cellulose, die in Form von Zellstoff vorliegt, zunächst in Lösung gebracht werden. Dazu kann die Cellulose in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und einer Faserbildung unter erneuter Verfestigung unterzogen werden. Bei diesen Verfahren werden nicht-derivatisierte Cellulose-Fasern erhalten, die auch als Cellulose-Regeneratfasern bezeichnet werden, d.h. die erhaltenen Fasern bestehen weiterhin aus Cellulose. Cellulose-Regeneratfasern sind eine bevorzugte Ausführung der man-made Cellulose-Fasern.

Alternativ kann die Cellulose durch Derivatisierung, z.B. durch Veresterung mit einer organischen oder anorganischen Säure, derivatisiert und somit in eine besser lösliche Form gebracht und anschließend zu Fasern verarbeitet werden. Bevorzugt werden zur Veresterung organische Carbonsäuren, speziell Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure und Mischungen davon eingesetzt. Derivatisierte Cellulose-Fasern können einen Celluloseester, dessen Estergruppen sich von einer einzigen Carbonsäure ableiten, einen Cellulosemischester, dessen Estergruppen sich von zwei oder mehr Carbonsäuren ableiten, und beliebige Mischungen davon enthalten. Bevorzugt werden zur Faserbildung Celluloseacetate eingesetzt. Bei der Herstellung von Celluloseacetaten wird in der Regel zunächst das Cellulosetriacetat (CTA), das sogenannte Primäracetat, erhalten, bei dem alle drei Hydroxygruppen der Glucosebausteine acetyliert sind. Das Cellulosetriacetat kann vor der Weiterverarbeitung zu Textilfasern einer partiellen Hydrolyse unterzogen werden. Dabei kann der Hydrolysegrad z.B. über die Reaktionsdauer und die Temperatur eingestellt werden. So können Sekundäracetate mit dem gewünschten Verseifungsgrad (z. B. 2 -Acetat oder Diacetat) erhalten werden. Eine spezielle Ausführungsform der Erfindung ist eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, die wenigstens eine Celluloseester-Faser enthält. Eine weitere spezielle Ausführungsform der Erfindung ist eine Mischung von man- made Cellulose-Fasern, die aus Celluloseester-Fasern besteht. Bevorzugt ist eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, die bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthaltenen Fasern, wenigstens 50 Gew.-%, bevorzugt wenigstens 75 Gew.-%, insbesondere wenigstens 90 Gew.-%, Celluloseester-Fasern enthält.

Besonders bevorzugt ist eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, die bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Mischung von man-made Cellulose- Fasern enthaltenen Fasern, wenigstens 50 Gew.-%, bevorzugt wenigstens 75 Gew.-%, insbesondere wenigstens 90 Gew.-%, Celluloseacetat-Fasern enthält.

Cellulose-Regeneratfasern

Die erfindungsgemäße Fasermischung besteht bevorzugt aus Cellulose- Regeneratfasern. Zur Fierstellung von Regeneratfasern wird feste Cellulose, die in Form von Zellstoff vorliegt, in einem Lösungsmittel gelöst, in solubilisiertem Zustand durch Spinndüsen gepresst und anschließend wieder zu fester Cellulose (in Form von Cellulosefasern) regeneriert. Die erfindungsgemäß eingesetzten Cellulose-Regeneratfasern werden nach einem Direkt- Lösemittelverfahren unter Einsatz von einem tertiären Aminoxid als Lösungsmittel hergestellt. Bevorzugt wird als Lösungsmittel N-Methyl- morpholin-N-oxid (NMMO) eingesetzt. Wie eingangs erwähnt, tragen so hergestellte Cellulose-Regeneratfasern den von der BISFA (The International Bureau for the Standardisation of Man Made Fibres) vergebenen Gattungsnamen Lyocell. Ein Verfahren zur Herstellung von Lyocellfasern ist z.

B. in der US-A 4,246,221 beschrieben. Das Lyocellverfahren ist ein nachhaltiges umweltverträgliches Herstellungsverfahren, da es eine nahezu vollständige Rückgewinnung des Lösungsmittels N-Methylmorpholin-N-oxid im Verfahrenskreislauf erlaubt. Lyocell-Fasern werden in einem breiten Spektrum von Feinheiten von der Firma Lenzing AG unter dem Markennamen Tencel® angeboten. An die eigentliche Herstellung durch Lösen, Spinnen und Verfestigen können sich weitere Behandlungsschritte wie Reinigen, Ausrüsten, Trocknen, Kräuseln, Schneiden, etc. anschließen.

In einer ersten geeigneten Ausführungsform werden die gesponnenen Fäden gesammelt und bilden ein Kabel (d. h. ein Band paralleler Filamente). Die Weiterverarbeitung umfasst dann die folgenden Schritte:

Gegebenenfalls wird das Kabel gereinigt, gegebenenfalls wird das Kabel gebleicht, eine Ausrüstung wird aufgebracht, das Kabel wird getrocknet, das Kabel wird gekräuselt, das Kabel wird in Stapel geschnitten, die Fasern werden zu Ballen gepresst.

In einer zweiten geeigneten Ausführungsform werden die gesponnenen Fäden gesammelt und bilden ein Kabel. Die Weiterverarbeitung umfasst dann die folgenden Schritte:

Das Kabel wird in Stapel geschnitten, ein Faservlies wird gebildet, gegebenenfalls wird das Vlies gereinigt, gegebenenfalls wird das Vlies gebleicht, eine Ausrüstung wird aufgebracht, die Fasern werden getrocknet, die Fasern werden geöffnet, die Fasern werden zu Ballen gepresst. In einer speziellen Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Mischung Fasern, die nach der ersten Ausführungsform hergestellt sind und Fasern, die nach der zweiten Ausführungsform hergestellt sind.

In einer speziellen Ausführung sind die Fasern b) nach der ersten Ausführungsform hergestellt.

In einer speziellen Ausführung sind die Fasern a) nach der zweiten Ausführungsform hergestellt.

Die eingesetzten man-made Cellulose-Fasern lassen sich charakterisieren über ihre Feinheit, d. h. das Gewicht bezogen auf eine bestimmte Länge. Die Angabe der sogenannten Feinheit der Fasern erfolgt in dtex (1 dtex = 0,1 tex oder 1 Gramm pro 10000 Meter).

Die erfindungsgemäße Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthält als Komponente a) Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 4,0 bis 9,5 dtex, bevorzugt 5,0 bis 8,5 dtex, insbesondere 6,0 bis 7,5 dtex. In einer speziellen Ausführungsform besteht die Komponente a) aus Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 6,4 bis 7,0 dtex. Eine spezielle Ausführungsform ist eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern, die als Komponente a) Fasern mit den zuvor genannten Feinheiten enthält.

Die erfindungsgemäße Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthält als Komponente b) Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 0,9 bis 3,5 dtex, bevorzugt 1 ,0 bis 2,5 dtex, insbesondere 1,1 bis 2,2 dtex. In einer speziellen Ausführungsform besteht die Komponente b) aus Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 1,4 bis 2,0 dtex. Eine spezielle Ausführungsform ist eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern, die als Komponente b) Fasern mit den zuvor genannten Feinheiten enthält.

Die erfindungsgemäße Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht der man-made Cellulose-Fasern, 10 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 45 bis 85 Gew.-%, besonders bevorzugt 55 bis 75 Gew.-% Fasern der Komponente a).

Eine spezielle Ausführungsform ist eine Mischung von Cellulose- Regeneratfasern, die, bezogen auf das Gesamtgewicht der Cellulose- Regeneratfasern, 10 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 45 bis 85 Gew.-%, besonders bevorzugt 55 bis 75 Gew.-% Fasern der Komponente a) enthält.

Die erfindungsgemäße Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht der man-made Cellulose-Fasern, 90 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 15 bis 55 Gew.-%, besonders bevorzugt 25 bis 45 Gew.-% Fasern der Komponente b).

Eine spezielle Ausführungsform ist eine Mischung von Cellulose- Regeneratfasern, die, bezogen auf das Gesamtgewicht der Cellulose- Regeneratfasern, 90 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 15 bis 55 Gew.-%, besonders bevorzugt 25 bis 45 Gew.-% Fasern der Komponente b) enthält.

Eine spezielle Ausführungsform ist eine Mischung von man-made Cellulose- Fasern, enthaltend a) 55 bis 75 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 6,4 bis 7,0 dtex und b) 25 bis 45 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 1 ,4 bis 2,0 dtex.

Eine ganz spezielle Ausführungsform ist eine Mischung von Cellulose- Regeneratfasern, enthaltend a) 55 bis 75 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 6,4 bis 7,0 dtex und b) 25 bis 45 Gew.-% Fasern mit einer Feinheit im Bereich von 1 ,4 bis 2,0 dtex.

Die man-made Cellulose-Fasern können einer Kräuselung unterzogen werden. Die Kräuselung erfolgt dabei im Allgemeinen vor dem Schneiden der Fasern, z. B. an den beim Spinnen erhaltenen Kabeln. Beispiele für das Kräuseln von man-made Cellulose-Fasern sind in den US-Patenten 5,591,388 und 5,60,765 enthalten, wonach ein Kabel von Fasern in einer Stauchkammer komprimiert und mit trockenem Dampf erwärmt wird. Um gekräuselte man-made Cellulose- Fasern zu erhalten, ist es weiterhin möglich, zur Fierstellung der Fasern ein Schmelzblasenverfahren einzusetzen, wobei die Mutterlauge durch eine Reihe von Öffnungen mit kleinem Durchmesser in einen Luftstrom mit hoher Geschwindigkeit extrudiert wird, der im Allgemeinen parallel zu den extrudierten Fasern fließt. Die Turbulenz beim Schmelzblasen induziert dann eine Kräuselung.

Bevorzugt werden die Fasern der Komponente b) einer Kräuselung unterzogen.

Bevorzugt werden die Fasern der Komponente a) noch als nasse Filamente geschnitten und erfahren so eine Naturkräuselung. Eine zusätzliche Behandlung der Fasern der Komponente a) zur Erzielung einer Kräuselung erfolgt vorzugsweise nicht.

Die man-made Cellulose-Fasern weisen vorzugsweise eine Länge im Bereich von 10 bis 70 Millimeter auf. Eine spezielle Ausführungsform sind Cellulose- Regeneratfasern, die eine Länge im Bereich von 10 bis 70 Millimeter aufweisen.

Ausrüstung

In einer bevorzugten Ausführung weisen die erfindungsgemäßen man-made Cellulose-Fasern, speziell die Cellulose-Regeneratfasern, eine Ausrüstung auf. Diese Ausrüstung soll dazu dienen, die Materialeigenschaften für den angestrebten Verwendungszweck zu optimieren. Dazu zählen speziell Ausrüstungen zur Modifizierung der Hydrophilie/Hydrophobie-Eigenschaften der Fasern und der daraus erhaltenen Wattierungen und Textilartikel.

Bevorzugt weisen die Fasern a) und/oder die Fasern b) auf zumindest einem Teil ihrer Oberfläche eine Ausrüstung auf, die insbesondere ausgewählt ist unter

Silikonen,

Alkoxilaten von (C6-C3o)-Alkanolen,

Fettsäuren,

Fettalkoholen,

Mono- und Di-(Ci-C3o)-alkylestern von aliphatischen Dicarbonsäuren, Paraffinen und Mischungen davon. Bevorzugt umfasst die Ausrüstung der Fasern a) und/oder der Fasern b) wenigstens ein Silikon. Im Rahmen der Erfindung umfasst der Begriff "Silikone" ganz allgemein niedermolekulare, Oligomere und polymere Organosiloxane. Diese können linear, verzweigt oder cyclisch sein. Sie können weiterhin mit funktionellen Gruppen substituiert sein und über unterschiedliche Flydrophobie/Flydrophilie-Eigenschaften verfügen. Zur Ausrüstung geeignete Silikonverbindungen sind beispielsweise ausgewählt unter Alkylsiloxanen, wie Poly(dimethylsiloxanen), Alkylarylsiloxanen, wie Poly(methylphenylsiloxanen), cyclischen Silikonen, mit Aminogruppen modifizierten Silikonverbindungen, mit Fettsäuregruppen modifizierten Silikonverbindungen, mit Alkoholgruppen modifizierten Silikonverbindungen, mit Polyethergruppen modifizierten Silikonverbindungen, mit Polyethergruppen und Aminogruppen modifizierten Silikonverbindungen, mit Epoxygruppen modifizierten Silikonverbindungen, mit Fluoralkylgruppen modifizierten Silikonverbindungen, mit (C2-C3o)-Alkylgruppen, speziell (C6-C22)-Alkylgruppen, modifizierten Silikonverbindungen und Mischungen davon.

In einer speziellen Ausführung umfasst die Ausrüstung der Fasern a) und/oder der Fasern b) wenigstens ein hydrophiles Silikon. Geeignete hydrophile Silikone sind niedermolekulare, Oligomere und polymere Organosiloxane, die wenigstens eine hydrophile Gruppe tragen. Solche Verbindungen sind dem Fachmann prinzipiell bekannt.

Geeignete hydrophile Silikone sind mit Aminogruppen modifizierte Silikonverbindungen, wie Verbindungen mit der Bezeichnung Aminopolydimethylsiloxane (Amodimethicone). Ein Beispiel sind Verbindungen der allgemeinen Formel (I) worin p und q unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 1000 stehen, wobei die Summe (p + q) für 1 bis 1000, vorzugsweise 5 bis 500, steht;

R 1 und R 2 unabhängig voneinander ausgewählt sind unter Hydroxy, Ci-C4-Alkyl und Ci-C4-Alkoxy.

Bevorzugt steht in den Verbindungen der Formel (I) p für 0 bis 999. Bevorzugt steht in den Verbindungen der Formel (I) q für 1 bis 1000, besonders bevorzugt 1 bis 100, speziell 1 bis 10.

Geeignete hydrophile Silikone sind weiter mit Amino- und Ethergruppen modifizierte Silikonverbindungen. Sie bestehen z. B. aus einem Siloxanrückgrat mit seitenständigen und/oder endständigen Polyethergruppen und mit Aminogruppen.

Geeignete hydrophile Silikone sind weiter Polyglykolamino-funktionelle Blockcopolymere.

Geeignete hydrophile Silikone sind weiter Silikontenside, speziell polyethermodifizierte Siloxane vom Typ Dimethicone, wie Bis(polyethylenglycol)dimethicone der allgemeinen Formel II. a worin c für eine ganze Zahl von 3 bis 500, bevorzugt 5 bis 250, steht und u1 und u2 unabhängig voneinander für 2 bis 500, insbesondere 3 bis 250, speziell 5 bis 100, stehen. Geeignete hydrophile Silikone sind weiter ethoxilierte und/oder propoxylierte Polydimethylsiloxane der allgemeinen Formel II. b worin die Reihenfolge der Siloxaneinheiten beliebig ist, die Reste R 4 jeweils unabhängig voneinander für Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl stehen, d für eine ganze Zahl von 2 bis 1000 steht, e für eine ganze Zahl von 2 bis 100 steht, f für eine ganze Zahl von 2 bis 8 steht, und

Z 3 für einen Rest der Formel II

-(0CH 2 CH2)U(0CH(CH3)CH2)V(0(CH 2 )4)W-X 1 -H (II) steht, wobei in der Formel II die Reihenfolge der Alkylenoxideinheiten beliebig ist, u, v und w unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 500 stehen, wobei die Summe aus u, v und w > 0 ist,

X 1 für 0 oder NR 3 steht, worin R 3 für Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl steht.

Geeignete hydrophile Silikone sind weiter: mit Alkoholgruppen modifizierte Silikonverbindungen, mit Epoxygruppen modifizierte Silikonverbindungen, mit 2-(1-Aminoethyl)-imidazolidinonen modifizierte Silikonverbindungen.

Bevorzugt umfasst die Ausrüstung der Fasern a) und/oder der Fasern b) wenigstens ein Alkoxilat eines (C6-C3o)-Alkanols, besonders bevorzugt wenigstens ein Alkoxilat eines (C8-C 22 )-Alkanols. Geeignete Alkanole sind z. B. natürliche oder technisch vorkommende Alkohole und Alkoholgemische, z. B. Fettalkohole, Oxoalkohole, Guerbet-Alkohole, etc. Die Alkoxilatgruppen (Ethergruppen) können von Ethylenoxideinheiten, Propylenoxideinheiten, 1,2- Butylenoxideinheiten, 1,4- Butylenoxideinheiten und Kombinationen davon abgeleitet sein. Alkoxilate mit zwei oder mehr als zwei verschiedenen Alkylenoxideinheiten können diese statistisch verteilt oder in Form von Blöcken aufweisen. Bevorzugt handelt es sich bei den Alkoxilatgruppen um Ethylenoxid- Homopolymere oder Ethylenoxid-Propylenoxid-Copolymere. Geeignete Alkoxilate von (C6-C3o)-Alkanolen sind kommerziell erhältlich, z. B. als Lutensol® AO-Marken der BASF SE, wobei es sich um C13C15- Oxoalkoholethoxilate handelt. Dazu zählen z. B. Lutensol® AO 3, 3109, 5, 7,

79, 8, 11 und 109.

Bevorzugt umfasst die Ausrüstung der Fasern a) und/oder der Fasern b) wenigstens eine Fettsäure. Fettsäuren können dabei als Hydrophobisierungsmittel dienen. Geeignete Fettsäuren sind unverzweigte oder verzweigte, gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbonsäuren mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen. Bevorzugt sind Fettsäuren mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen. Vorzugsweise sind die Fettsäuren ausgewählt unter Hexansäure (Capronsäure), Heptansäure (Önanthsäure), Octansäure (Caprylsäure), Nonansäure (Pelargonsäure), Decansäure (Caprinsäure), Undecansäure, Dodecansäure (Laurinsäure), Tridecansäure, Tetradecansäure (Myristinsäure), Pentadecansäure, Hexadecansäure (Palmitinsäure), Heptadecansäure (Margarinsäure), Octadecansäure (Stearinsäure), Octadecen-9, 12-diensäure (Linolsäure), Octadecen-9, 12,15-triensäure (Linolensäure), Octadecen-9-ensäure (Ölsäure), etc. Die Fettsäuren können zur Ausrüstung in Form ihrer Metallsalze eingesetzt werden.

Geeignete Fettalkohole sind unverzweigte oder verzweigte, gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte primäre Alkohole mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen. Bevorzugt sind Alkohole mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen. Die Fettalkohole können aus natürlichen oder technischen Quellen stammen und in Form von entsprechenden Gemischen eingesetzt werden. Bevorzugt sind die Fettalkohole ausgewählt unter Capronalkohol, Caprylalkohol, 2-Ethylhexylalkohol, Caprinalkohol, Laurylalkohol, Isotridecylalkohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol, Palmoleylalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol, Oleylalkohol, Elaidylalkohol, Petroselinylalkohol, Linolylalkohol, Linolenylalkohol, Elaeostearylalkohol, Arachylalkohol, Gadoleylalkohol, Behenylalkohol, Erucylalkohol und Brassidylalkohol und Mischungen davon.

Bevorzugt umfasst die Ausrüstung der Fasern a) und/oder der Fasern b) wenigstens einen Mono- und Di-(Ci-C3o)-alkylester einer aliphatischen Dicarbonsäure. Spezifische Beispiele für diese Ester umfassen Dibutylsuccinat, Dipropylsuccinat, Dihexylsuccinat, Di-(n-octyl)succinat, Di(2-ethylhexyl)succinat, Dibutylglutarat, Dipropylglutarat, Dihexylglutarat, Di-(n-octyl)glutarat, Di(2- ethylhexyl)glutarat, Dibutyladipat, Dipropyladipat, Dihexyladipat, Di-(n- octyl)adipat, Di(2-ethylhexyl)adipat, Dibutylsebacat, Dipropylsebacat, Dihexylsebacat, Di-(n-octyl)sebacat, Di(2-ethylhexyl)sebacat, Dibutylacelat, dipropylacelat, Dihexylacelat, Di-(n-octyl)acelat, Di(2-ethylhexyl)acelat. Bevorzugt ist Dibutyladipat.

Bevorzugt umfasst die Ausrüstung der Fasern a) und/oder der Fasern b) wenigstens ein Paraffin. Die Paraffine dienen dabei als Flydrophobisierungsmittel. Zur Ausrüstung können sie beispielsweise in Form einer Emulsion eingesetzt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Fasern a) und/oder die Fasern b) auf zumindest einem Teil ihrer Oberfläche eine Ausrüstung auf, die wenigstens ein hydrophiles Silikon und/oder wenigstens ein Paraffin umfasst. Speziell weisen die Fasern a) und die Fasern b) auf zumindest einem Teil ihrer Oberfläche eine Ausrüstung auf, die wenigstens ein hydrophiles Silikon und wenigstens ein Paraffin umfasst.

Die Ausrüstung der Fasern a) wird vorzugsweise so ausgewählt, dass sie den Fasern Flydrophobie verleiht. Der Anteil der Fasern a) in der erfindungsgemäßen Mischung von man-made Cellulose-Fasern, speziell Cellulose-Regeneratfasern, führt zu vorteilhaften bekleidungsphysiologischen Eigenschaften, wie eine gute Bauschigkeit und einen guten Lufteinschluss und somit zu einer guten Wärmeisolation. Die Wattierungen auf Basis der erfindungsgemäßen Mischung von man-made Cellulose-Fasern, speziell Cellulose-Regeneratfasern, fallen beim Nasswerden weniger zusammen und zeichnen sich durch eine gute Trocknungszeit aus.

Die Ausrüstung der Fasern b) wird vorzugsweise so ausgewählt, dass sie den Fasern im Wesentlichen keine Hydrophobie verleiht. Der Anteil der Fasern b) in der erfindungsgemäßen Mischung von man-made Cellulose-Fasern, speziell Cellulose-Regeneratfasern, verfügt über einen sehr weichen textilen Griff. Die Ausrüstung der Fasern b) führt zu einer dichteren Oberfläche und zum Halten des Lufteinschlusses. Der Griff wird als angenehm weich empfunden, und die hydrophilen Eigenschaften, die speziell Cellulose-Regeneratfasern von Natur aus haben, bleiben erhalten. Die Wattierungen auf Basis der erfindungsgemäßen Mischung von man-made Cellulose-Fasern, speziell auf Basis der erfindungsgemäßen Mischung von Cellulose-Regeneratfasern, zeichnen sich durch ein besseres Feuchtemanagement gegenüber Polyester- Wattierungen aus.

Die Erzielung des vorgenannten Eigenschaftsprofils gelingt beispielsweise durch eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen. Die Ausrüstung der Fasern a) und/oder der Fasern b) umfasst vorzugsweise wenigstens ein Silikon, speziell wenigstens ein hydrophiles Silikon.

Bevorzugt beträgt das Gewichtsverhältnis des wenigstens einen Silikons auf den Fasern b), bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Mischung von man- made Cellulosefasern enthaltenen Fasern b), zu dem wenigstens einen Silikon auf den Fasern a), bezogen auf das Gesamtgewicht der in der Mischung von man-made Cellulose-Fasern enthaltenen Fasern a), 2 : 1 bis 7 : 1 , besonders bevorzugt 3 : 1 bis 6 : 1.

Bevorzugt erfolgt die Ausrüstung der Fasern a) mit dem wenigstens einen Silikon durch Sprühen. Durch den Sprühauftrag können die Fasern a) nur auf einem Teil ihrer Oberfläche mit dem wenigstens einen Silikon beschichtet werden. Speziell werden die Fasern a) durch Sprühen mit wenigstens einem hydrophilen Silikon ausgerüstet.

Bevorzugt sind die Fasern a) auf höchstens 50 % ihrer Oberfläche, besonders bevorzugt auf höchstens 10 % ihrer Oberfläche, mit wenigstens einem Silikon beschichtet.

Speziell sind die Fasern a) auf höchstens 50 % ihrer Oberfläche, besonders bevorzugt auf höchstens 10 % ihrer Oberfläche, mit wenigstens einem hydrophilen Silikon beschichtet. Speziell weisen sie zusätzlich kein hydrophobes Silikon auf.

Bevorzugt ist die Oberfläche der Fasern a), die nicht mit wenigstens einem Silikon beschichtet ist, zumindest teilweise mit wenigstens einem Paraffin beschichtet. Bevorzugt erfolgt die Ausrüstung der Fasern b) mit dem wenigstens einen Silikon durch Tauchen oder Foulardieren. Durch diese Auftragsverfahren können die Fasern b) vollflächig mit dem wenigstens einen Silikon beschichtet werden.

Bevorzugt ist die Oberfläche der Fasern b) im Wesentlichen vollständig, bevorzugt zu wenigstens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt zu wenigstens 95 Gew.-%, mit wenigstens einem Silikon beschichtet.

Speziell ist die Oberfläche der Fasern b) im Wesentlichen vollständig, bevorzugt zu wenigstens 90 Gew.-%, besonders bevorzugt zu wenigstens 95 Gew.-%, mit wenigstens einem hydrophilen Silikon beschichtet.

Im Anschluss an die Ausrüstung können die man-made Cellulose-Fasern einer Trocknung unterzogen werden. Zur Trocknung können die ausgerüsteten Fasern, z. B. in Form eines Kabels, durch einen Trocknungsofen geführt werden. Die Temperatur bei der Trocknung liegt vorzugsweise bei 50 bis 200 °C, besonders bevorzugt 100 bis 180 °C.

Zur Fierstellung von Stapelfasern zerschneidet man das getrocknete Kabel oder auch das noch nasse Kabel und trocknet die Schnittfasern. Dazu können übliche Schneidemaschinen eingesetzt werden.

Faser-Zusammensetzung

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Faser-Zusammensetzung, die eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern und davon verschiedene Fasern enthält. Bezüglich geeigneter und bevorzugter Mischungen von man- made Cellulose-Fasern wird auf die vorherigen Ausführungen zu diesen Mischungen Bezug genommen. Zusätzlich enthält die erfindungsgemäße Faser-Zusammensetzung wenigstens eine davon verschiedene Faser. Bevorzugt sind die von man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern biologisch abbaubar und/oder kompostierbar. Die von man-made Cellulose- Fasern verschiedenen Fasern sind vorzugsweise ausgewählt unter Polyesterfasern, Polyvinylalkoholfasern, thermoplastischen Stärkefasern, cellulosehaltigen Naturfasern, davon verschiedene Fasern natürlicher Polymere, Polyesteramidfasern und Mischungen davon.

Bevorzugt umfassen die von man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern wenigstens einen Polyester oder bestehen aus wenigstens einem Polyester. Vorzugsweise sind die Polyester ausgewählt unter aliphatischen Polyestern, aliphatisch-aromatischen Copolyestern und Mischungen davon.

Bevorzugt sind die aliphatischen Polyester ausgewählt unter Polymilchsäure (PLA), Poly(ethylen-succinat) (PES), Poly(butylen-succinat) (PBS), Poly(ethylen-adipat) (PEA), Poly(butylensuccinat-co-butylenadipat) (PBSA), Polyhydroxyessigsäure (PGA), Poly(butylen-succinat-co-butylen-sebacat) (PBsu-co-BSe), Poly(butylen-succinat-co-butylen-adipat) (PBSu-co-Bad), Poly(tetramethylen-succinat) (PTMS), Polycaprolacton (PCL), Polypropriolacton (PPL), Poly(3-hydroxybutyrat) (PHB), Poly(3-hydroxybutyrat-co-3- hydroxyvaleriat) (PHBV), und Mischungen davon.

Eine bevorzugte Ausführungsform ist eine Faser-Zusammensetzung, enthalten eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, und zusätzlich Polyesterfasern als davon verschiedene Fasern. Eine spezielle Ausführungsform ist eine Faser-Zusammensetzung, enthalten eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern, wie zuvor und im Folgenden definiert, und zusätzlich wenigstens eine davon verschiedene Faser, ausgewählt unter Polymilchsäure (PLA), Poly(ethylen-succinat) (PES), Poly(butylen-succinat) (PBS) und Mischungen davon. Polymilchsäure (PLA) kann durch direkte Synthese, d.h. Polykondensation von Milchsäure, hergestellt werden. Die Herstellung der als Edukt eingesetzten Milchsäure erfolgt aktuell vorwiegend biotechnologisch durch Fermentation von Kohlenhydraten. So kann ausgehend von Stärke durch enzymatische Hydrolyse Glucose und aus dieser mit Hilfe von Lactobacillus-Kulturen Milchsäure hergestellt werden. Alternativ kann Polymilchsäure durch Ringöffnungspolymerisation von Lactid hergestellt werden.

Polyethylensuccinat kann durch Reaktion von Bernsteinsäure mit 1 ,2-Ethandiol (Ethylenglycol) gewonnen werden.

Polybutylensuccinat kann durch Reaktion von Bernsteinsäure mit 1 ,4-Butandiol gewonnen werden. Die Ausgangsstoffe (Bernsteinsäure und 1 ,4-Butandiol) sind sowohl fossil als auch aus Glucose herstellbar.

Polycaprolacton entsteht durch ringöffnende Polymerisation von e-Caprolacton.

Polypropriolacton entsteht durch ringöffnende Polymerisation von Propriolacton. Die Herstellung des als Edukt eingesetzten Propriolactons kann durch Carbonylierung von Ethylenoxid erfolgen.

Polyhydroxyessigsäure, auch Polyglycolsäure (PGA) genannt, kann durch anionische Polymerisation von Glycolid, dem Dimer der Hydroxyessigsäure, hergestellt werden.

Eine spezielle Ausführungsform der aliphatischen Polyester sind die Polyhydroxyalkanoate, wie Poly(3-hydroxybutyrat), Poly(4-hydroxybutyrat)

(PHB) und Poly(3-hydroxybutyrat-co-3-hydroxyvaleriat) (PHBV). Diese sind vorteilhafter Weise nicht nur biologisch abbaubar und/oder kompostierbar, sondern auch aus regenerativen (nicht fossilen) Quellen verfügbar. Poly(3- hydroxybutyrat) (PHB) wird von verschiedenen Bakterien durch Fermentation von Kohlenhydraten bei kontrollierter Nährstoffzufuhr gebildet. Poly(3- hydroxybutyrat-co-3-hydroxyvaleriat) (PHBV) lässt sich ebenfalls fermentativ aus Glucose und Propionsäure hersteilen.

Im Rahmen der Erfindung bezeichnet der Begriff aliphatisch-aromatischer- Copolyester (AAC) einen Polyester, der wenigstens eine aromatische Dicarbonsäure, wenigstens ein aliphatisches Diol und wenigstens eine weitere aliphatische Komponente eingebaut enthält. Die weitere aliphatische Komponente ist vorzugsweise ausgewählt unter aliphatischen Dicarbonsäuren, Hydroxycarbonsäuren, Lactonen und Mischungen davon. Im Gegensatz zu Polyestern aus wenigstens einer aromatischen Dicarbonsäure und wenigstens einem aliphatischen Diol, wie Polyethylenterephthalat (PET) oder Polybutylenterephthalat (PBT) sind die aliphatisch-aromatischen Copolyester (AAC) in der Regel biologisch abbaubar und/oder kompostierbar.

Bevorzugt sind die aliphatisch-aromatischen Copolyester (AAC) ausgewählt unter Copolyestern von 1 ,4-Butandiol, Terephthalsäure und Adipinsäure (BTA), Copolyestern von 1 ,4-Butandiol, Terephthalsäure und Bernsteinsäure, Copolyestern von 1 ,4-Butandiol, Terephthalsäure, Isophthalsäure, Bernsteinsäure und Milchsäure (PBSTIL). Geeignet sind auch Mischungen (Blends) von aliphatisch-aromatischen Polyestern, wie Polyethylenterephthalat (PET), Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenisophthalat (PEIP), Glycol- modifiziertes Polyethylenterephthalat (PETG) mit wenigstens einem der zuvor genannten aliphatischen Polyester. PETG wird durch Veresterung von Terephthalsäure mit Ethylenglykol und 1 ,4-Cyclohexandimethanol (CHDM) erhalten. Bevorzugt umfassen die von man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern wenigstens einen Polyvinylalkohol oder bestehen aus wenigstens einem Polyvinylalkohol. Im Rahmen der Erfindung bezeichnet Polyvinylalkohol (PVOFI) teilweise oder vollständig verseifte (hydrolysierte) Polyvinylacetate (PVA). Teilverseifte Polyvinylacetate werden durch unvollständige Flydrolyse von Polyvinylacetaten gewonnen, d.h. das teilverseifte Polymer weist sowohl Estergruppen als auch Hydroxylgruppen auf. Die Verseifung der Polyvinylacetate kann in an sich bekannter Weise im Alkalischen oder Sauren, d.h. unter Zugabe von Säure oder Base, erfolgen. Die anwendungstechnischen Eigenschaften von Polyvinylalkoholen werden unter anderem vom Polymerisationsgrad und dem Hydrolysegrad (Grad der Verseifung) bestimmt. Eine bevorzugte Ausführung sind Polyvinylalkohole mit einem Verseifungsgrad von wenigstens 98 Mol-%.

Bevorzugt umfassen die von man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern wenigstens eine thermoplastische Stärke oder bestehen aus wenigstens einer thermoplastischen Stärke. Thermoplastische Stärke (TPS) ist ein thermoplastisches Biopolymer, zu dessen Herstellung ein im wesentlichen wasserfreies Stärkeausgangsmaterial einer thermo-mechanischen Behandlung, z.B. in einem Extruder, unterzogen wird. Zur Herstellung kann eine native Stärke oder ein Stärkederivat mit einem Wassergehalt von höchstens 5% in einem Extrusionsprozess mit einem Plastifizierungsmittel, das die Schmelztemperatur der Stärke erniedrigt, homogenisiert und durch Zuführung von mechanischer Energie und Wärme geschmolzen werden.

Thermoplastische Stärke ist im Wesentlichen frei von kristallinen Anteilen und rekristallisiert nicht.

Geeignete Plastifizierungsmittel sind beispielsweise Glycerin, Glycerinacetat, Sorbitol, aliphatische Polyester, aliphatisch-aromatische Copolyester, Polyesteramide, Polyesterurethane, Polyalkylenoxide und Mischungen davon. Bevorzugt ist das Plastifizierungsmittel ausgewählt unter biologisch abbaubaren und/oder kompostierbaren Polymeren. Speziell wird als Plastifizierungsmittel wenigstens ein biologisch abbaubares und/oder kompostierbares Polymer eingesetzt, ausgewählt unter aliphatischen Polyestern, aliphatisch aromatischen Copolyestern, Polyesteramiden und Mischungen davon.

Bevorzugt ist das zur Herstellung der thermoplastischen Stärke eingesetzte Stärkematerial ausgewählt unter nativen Stärken, oxidierten Stärken, Stärkeethern, Stärkeestern, kationisch-modifizierten Stärken und Mischungen davon.

Oxidierte Stärken weisen abhängig von der Art des Oxidationsmittels und den Oxidationsbedingungen unterschiedliche Oxidationsgrade, Degradierungsgrade und Regioselektivitäten der erhaltenen Oxidationsprodukte auf. Neben den Oxidationsprodukten mit Carboxylfunktionen zählt auch solche mit Aldehydfunktionen, wie die Dialdehydstärke, zu den oxidierten Stärken.

In einer speziellen Ausführungsform umfassen die von den man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern eine Polymermischung (Blend), die wenigstens eine thermoplastische Stärke und wenigstens ein davon verschiedenes Polymer umfasst. Bevorzugt sind die von der thermoplastischen Stärke verschiedenen Polymere ausgewählt unter biologisch abbaubaren und/oder kompostierbaren Polymeren. Bevorzugt sind die von der thermoplastischen Stärke verschiedenen Polymere ausgewählt unter Polyestern, Polyesteramiden, Polyesterurethanen, Polyvinylalkoholen und Mischungen davon. Eine spezielle Ausführungsform ist eine Polymermischung (Blend), die wenigstens eine thermoplastische Stärke und wenigstens einen Polyester umfasst. Bevorzugte Polyester sind aliphatische Polyester, aliphatisch-aromatische Copolyester und Mischungen davon. Bevorzugt umfassen die von man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern wenigstens eine cellulosehaltige Naturfaser. Bevorzugt sind die cellulosehaltigen Naturfasern ausgewählt unter Baumwolle, Leinen (Flachs), Hanf und Mischungen davon.

Bevorzugt umfassen die von den man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern wenigstens ein natürliches Polymer oder bestehen aus wenigstens einem natürlichen Polymer. Vorzugsweise sind die natürlichen Polymere ausgewählt unter Chitin, Chitosan, pflanzlichen Proteinen, Keratin und Mischungen davon.

Chitin ist ein Polysaccharid, das das aus Acetylglucosamin-Einheiten (2- Acetamido-2-desoxy-D-glucopyranose, GIcNAc) aufgebaut ist. Die Acetylglucosamin-Einheiten sind durch ß-1 ,4-glycosidische Bindungen verknüpft. Chitin unterscheidet sich dadurch strukturell von der Cellulose, dass die Hydroxygruppen in 2-Position der Glucopyranoseeinheiten durch Acetamidogruppen ersetzt sind.

Chitosan ist ein natürlich vorkommendes Polyaminosaccharid, welches sich vom Chitin durch teilweise oder vollständige Deacetylierung der Acetamidogruppen ableitet.

Eine spezielle zur Faserherstellung geeignete pflanzliche Proteinzusammensetzung ist Sojaproteinisolat.

Keratin ist ein Sammelbegriff für verschiedene wasserunlösliche, tierische Faserproteine. Bevorzugte zur Faserherstellung geeignete Keratine sind Wolle und Seide. Beide sind aus faserförmigen Strukturproteinen oder Gerüsteiweißen (Skleroproteinen) aufgebaut. Bevorzugt umfassen die von man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern wenigstens ein Polyesteramid oder bestehen aus wenigstens einem Polyesteramid. Geeignete Polyersteramide sind die BAK-Polyesteramide, die bioabbaubar und/oder kompostierbar sind. Eine spezielle Ausführung sind Polyersteramide, die aliphatische Estereinheiten und aliphatische Amideinheiten eingebaut enthalten. Thermoplastisch verarbeitbare und biologisch abbaubare aliphatische Polyesteramide sind z.B. in der EP 0641817 A2 beschrieben.

In einer speziellen Ausführungsform umfassen die von den man-made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern eine Polymermischung (Blend) aus zwei oder mehr unterschiedlichen Fasern. Die unterschiedlichen Fasern der Polymermischung unterscheiden sich vorzugsweise in wenigstens einem Merkmal, ausgewählt unter ihrer chemischen Zusammensetzung, der Feinheit, einer davon verschiedenen physikochemischen Eigenschaft, der Ausrüstung oder einer Kombination aus zwei oder mehr dieser Merkmale.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Faser-Zusammensetzung, die eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern und wenigstes zwei davon verschiedene Fasern enthält. Bevorzugt sind die wenigstens zwei von man- made Cellulose-Fasern verschiedenen Fasern ausgewählt unter zwei oder mehr unterschiedlichen Polyesterfasern. Besonders bevorzugt sind die zwei oder mehr unterschiedlichen Polyesterfasern ausgewählt unter Polymilchsäure (PLA)-Fasern, Poly(ethylen-succinat) (PES)-Fasern, Poly(butylen-succinat) (PBS)-Fasern, Poly(ethylen-adipat) (PEA)-Fasern, Poly(butylensuccinat-co- butylenadipat) (PBSA)-Fasern, Polyhydroxyessigsäure (PGA)-Fasern, Poly(butylen-succinat-co-butylen-sebacat) (PBsu-co-BSe)-Fasern, Poly(butylen- succinat-co-butylen-adipat) (PBSu-co-Bad)-Fasern, Poly(tetramethylen- succinat) (PTMS)-Fasern, Polycaprolacton (PCL)-Fasern, Polypropriolacton (PPL)-Fasern, Poly(3-hydroxybutyrat) (PHB)-Fasern, Poly(3-hydroxybutyrat-co- 3-hydroxyvaleriat) (PFIBV)-Fasern, und Mischungen davon.

Eine bevorzugte Faser-Zusammensetzung enthält eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern und wenigstens eine davon verschiedene Faser, ausgewählt unter Polymilchsäure-Fasern, Poly(ethylen-succinat)-Fasern, Poly(butylen- succinat)-Fasern und Mischungen davon.

Eine spezielle Faser-Zusammensetzung enthält eine Mischung von Cellulose- Regeneratfasern, Polymilchsäure-Fasern und Poly(butylen-succinat)-Fasern.

In einer speziellen Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Faser- Zusammensetzung wenigstens eine Mehrkomponentenfaser (Multikomponentenfaser). Geeignete Mehrkomponentenfasern umfassen wenigstens zwei Polymerkomponenten. Geeignete Polymere sind ausgewählt unter den Polymerkomponenten der zuvor genannten man-made Cellulose- Fasern, den Polymerkomponenten der davon verschiedenen Fasern und Kombinationen davon. Bevorzugt sind Mehrkomponentenfasern aus zwei Polymerkomponenten (Bikomponentenfasern). Geeignete Typen von Bikomponentenfasern sind Mantel/Kern-Fasern (sheath/core), Seite-an-Seite- Fasern (side-by-side), Matrix/Fibrillen-Fasern (islands-in-the-sea) und Tortenstück-Fasern.

Eine bevorzugte Faser-Zusammensetzung enthält eine Mischung aus man-made Cellulose-Fasern und wenigstens eine Mehrkomponentenfaser Eine spezielle Faser-Zusammensetzung enthält eine Mischung aus Cellulose-Regeneratfasern und wenigstens eine Mehrkomponentenfaser.

Eine bevorzugte Bikomponentenfaser enthält zwei Polymerkomponenten, ausgewählt unter zwei unterschiedlichen Polyestern. Besonders bevorzugt sind die zwei unterschiedlichen Polyester ausgewählt unter Polymilchsäure (PLA), Poly(ethylen-succinat) (PES), Poly(butylen-succinat) (PBS), Poly(ethylen- adipat) (PEA), Poly(butylensuccinat-co-butylenadipat) (PBSA), Polyhydroxyessigsäure (PGA), Poly(butylen-succinat-co-butylen-sebacat) (PBsu-co-BSe), Poly(butylen-succinat-co-butylen-adipat) (PBSu-co-Bad), Poly(tetramethylen-succinat) (PTMS), Polycaprolacton (PCL), Polypropriolacton (PPL), Poly(3-hydroxybutyrat) (PHB), Poly(3-hydroxybutyrat-co-3- hydroxyvaleriat) (PHBV), und Mischungen davon. Eine spezielle Bikomponentenfaser ist eine PLA/PBS-Bikomponentenfaser, spezieller eine PLA/PBS-Mantel/Kern-Bikomponentenfaser, noch spezieller eine PLA/PBS- Mantel/Kern-Bikomponentenfaser mit PBS-Mantel und PLA-Kern.

Wattierung

Die erfindungsgemäße Mischung von man-made Cellulose-Fasern und speziell die erfindungsgemäße Mischung von Cellulose-Regeneratfasern eignen sich in vorteilhafter Weise zur Herstellung von Wattierungen (Futtern), die als thermisch isolierendes Material in diversen Textilartikeln eingesetzt werden können. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher eine thermisch isolierende Wattierung, umfassend eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie zuvor definiert, und wenigstens ein Bindemittel.

Die Herstellung der Wattierungen kann nach bekannten Verfahren erfolgen. Dazu kann die lose Fasermischung durch Kardieren zu einem Flor ausgerichtet werden. Zur Erzielung der gewünschten Dicke der Wattierung können mehrere Florlagen zusammengeführt oder kann eine einzelne Florlage, z. B. in einem Kreuzleger, übereinandergeschichtet werden. Während der Florbildung und/oder im Anschluss an die Florbildung kann eine chemische, thermische und/oder mechanische Verfestigung zu einem Vliesstoff erfolgen. Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Wattierung werden die Fasern vorzugsweise einer Bindung mit einem Bindemittel unterzogen. Das Bindemittel kann durch übliche Verfahren, wie Sprühen, Tauchen, Foulardieren, etc. auf die Fasern aufgetragen werden. Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird das Bindemittel durch Sprühen aufgetragen. Im Anschluss an die Auftragung des Bindemittels kann eine Trocknung und/oder Härtung erfolgen, z. B. bei erhöhter Temperatur.

Die erfindungsgemäße thermisch isolierende Wattierung weist das wenigstens ein Bindemittel bevorzugt in einer Menge von 5 bis 25 Gew.-%, besonders bevorzugt 10 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Wattierung auf.

Das zur Herstellung der erfindungsgemäßen Wattierung eingesetzte Bindemittel ist vorzugsweise ausgewählt unter Bindemitteln des Acrylat-, Styrolacrylat-, Ethylen-Vinylacetat-, Butadien-Acrylat-, SBR-, NBR- und/oder Polyurethan- Typs. Bevorzugt wird als Bindemittel ein selbstvernetzendes Butyl-/Ethyl- Acrylat-Polymer eingesetzt. Wie zuvor beschrieben, zeichnen sich die erfindungsgemäßen Wattierungen durch eine sehr gute thermische Isolierung und einen sehr guten Feuchtigkeitshaushalt aus.

Bevorzugt weist eine Wattierung von 70 g/m 2 einen

Wärmedurchgangswiderstand Rct gemessen nach DIN EN ISO 11092:2014-12 A bei 20 °C und 65 % relativer Feuchte von wenigstens 0,17 m 2 K/W, besonders bevorzugt von wenigstens 0,18 m 2 K/W, insbesondere von wenigstens 0,19 m 2 K/W, auf.

Bevorzugt weist eine Wattierung von 100 g/m 2 einen

Wärmedurchgangswiderstand Rct gemessen nach DIN EN ISO 11092:2014-12 A bei 20 °C und 65 % relativer Feuchte von wenigstens 0,24 m 2 K/W, besonders bevorzugt von wenigstens 0,25 m 2 K/W, insbesondere von wenigstens 0,26 m 2 K/W, auf.

Bevorzugt weist eine Wattierung von 150 g/m 2 einen

Wärmedurchgangswiderstand Rct gemessen nach DIN EN ISO 11092:2014-12 A bei 20 °C und 65 % relativer Feuchte von wenigstens 0,33 m 2 K/W, besonders bevorzugt von wenigstens 0,34 m 2 K/W, insbesondere von wenigstens 0,35 m 2 K/W, auf.

Bevorzugt weist eine Wattierung von 100 g/m 2 einen Wasserdampfdurchgangswiderstands Ret gemessen nach DIN EN ISO 11092:2014-12 A bei 35 °C und 40 % relativer Feuchte von höchstens 19,7 m 2 Pa/W auf.

Bevorzugt weist eine Wattierung von 100 g/m 2 eine Wasserdampfaufnahmefähigkeit Fi gemessen bei 35 °C und 40 % relativer Feuchte von wenigstens 4,0, bevorzugt von wenigstens 4,5, auf. Bevorzugt weist eine Wattierung von 100 g/m 2 eine Pufferwirkung von Wasserdampf Fd bei 35 °C und 40 % relativer Feuchte von wenigstens 1 ,2, bevorzugt von wenigstens 1 ,5, auf.

Wie zuvor beschrieben, sind die erfindungsgemäßen Wattierungen biologisch abbaubar. Speziell sind die erfindungsgemäßen Wattierungen auch entsprechend gut kompostierbar, was sich speziell in Kompostierungstests zeigt. So erfüllen speziell die erfindungsgemäßen Wattierungen auf Basis von Cellulose-Regeneratfasern klar die Vorgaben der EN 13432, DIN EN ISO 11721-2:2003 und EN ISO 846 zur Kompostierbarkeit, nach der Produkte innerhalb von maximal 90 Tagen in einer industriellen Kompostierungsanlage zu mindestens 90 % zersetzbar sein müssen. In Versuchen waren die erfindungsgemäßen Wattierungen bereits nach 57 Tagen im Wesentlichen vollständig zersetzt.

Zur Modifizierung ihrer Eigenschaften, z.B. um einen Faserverlust zu vermindern oder zu vermeiden, kann man die erfindungsgemäße Wattierung wenigstens einer weiteren Behandlung durch ein chemisches Verfahren und/oder physikalisches (mechanisches und/oder thermisches) Verfahren unterziehen. Bevorzugt ist diese Behandlung ausgewählt unter Sprühauftrag eines Bindermaterials, Nadelbehandlung (Vernadeln), Zusatz von thermoplastischen Bindefasern zum Fasergemisch, Sandwich-Strukturierung der Wattierung, Behandlung mit einem Textiladditiv zur Modifizierung der Flydrophilie/Flydrophobie-Eigenschaften und Kombinationen davon.

Wie zuvor beschrieben, können die zur Fierstellung der Wattierung eingesetzten Faserflore während und/oder nach der Florbildung einer chemischen Verfestigung durch Bindung mit einem Bindemittel unterzogen werden.

Geeignet sind die zuvor genannten Bindemittel des Acrylat-, Styrolacrylat- Ethylen-Vinylacetat-, Butadien-Acrylat-, SBR-, NBR- und/oder Polyurethan- Typs. Weitere Beispiele für Binder sind in der US-A-5,366,801 , der WO-A- 02/12,607, der WO-A-02/59,414 und der WO-A-02/95,314 zu finden. Weiterhin beschreibt die WO97/31036 A1 formaldehydfreie, wässrige Bindemittel, die sich zur Verfestigung von Faservliesen eignen, enthaltend

A) ein durch radikalische Polymerisation erhaltenes Polymerisat, welches zu 5 bis 100 Gew.-% aus einem ethylenisch ungesättigten Säureanhydrid oder einer ethylenisch ungesättigten Dicarbonsäure, deren Carbonsäuregruppen eine Anhydridgruppe bilden können, besteht und

B) ein Alkanolamin mit mindestens zwei Hydroxylgruppen, wobei das wässrige Bindemittel weniger als 1 ,5 Gew.-%, bezogen auf die Summe von A) und B), eines Phosphor enthaltenden Reaktionsbeschleunigers enthält.

Verfahren zur Nadelbehandlung (Vernadeln) zum Verfestigen von Vliesstoffen sind dem Fachmann prinzipiell bekannt (siehe z.B. Vliesstoffe: Rohstoffe, Herstellung, Anwendung, Eigenschaften, Prüfung, 2. vollständig überarbeitete Auflage (2012), Kapitel 6.1 Vernadelungsverfahren, WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim). Ziel des Vernadelns ist es, aus einem voluminösen, weichen Vlies ein dünneres und festes Flächengebilde, einen Nadelvliesstoff, zu machen. Die Vliese verlassen die Maschinen der Vliesbildung dazu üblicherweise horizontal auf angetriebenen Bändern und werden der Vernadelungsmaschine über ein weiteres Band- und Walzensystem zugeführt. Die Umwandlung des voluminösen Faservlieses in einen festen Nadelfilz geht mit Dimensionsänderungen einher, wie Dickenreduzierung, Längenänderung und/oder Breitenänderung.

Die Verfestigung von Vliesen mit Hilfe von Bindefasern ist eine spezielle Ausführungsform der chemischen Behandlungsverfahren. Durch das Schmelzen oder Erweichen der Bindefasern werden vorwiegend punktförmige Verbindungen erzeugt. Der Begriff Bindefasern bezeichnet im Sinne der Erfindung thermoplastische, synthetische Fasern, die im Vergleich zu anderen in der Fasermischung vorhandenen Fasern entweder überhaupt schmelzbar sind oder aber einen mindestens 1°C geringeren Schmelzpunkt aufweisen als die übrigen, in der Fasermischung enthaltenen thermoplastischen Fasern. Vorzugsweise weisen die Bindefasern einen um mindestens 5°C, besonders bevorzugt um mindestens 10°C geringeren Schmelzpunkt auf, als die übrigen in der Fasermischung enthaltenen Fasern. Flierdurch wird eine gute punktuelle thermische Verfestigung gewährleistet. Zur Verfestigung des Vlieses können homogen aufgebaute Bindefasern, Bikomponenten-Bindefasern oder Mischungen davon eingesetzt werden. Bikomponenten-Bindefasern bestehen aus zwei unterschiedlichen Polymeren, wobei der Schmelzpunkt des einen Polymers vorzugsweise um mindestens 5°C, besonders bevorzugt um mindestens 10°C höher liegt, als der eines zweiten ebenfalls in den Fasern vorhandenen Polymers. Diese Polymere liegen dabei bevorzugt als Kern/Mantel-Struktur vor, wobei das Material des Kerns den höheren Schmelzpunkt und das Material des Mantels den geringeren Schmelzpunkt aufweist. Geeignet sind auch "Side by Side"-Fasern oder Fasern vom "Sea- Island-Typ”. Bevorzugt werden Bikomponenten-Bindefasern mit einer Kern/Mantel-Struktur eingesetzt. Dazu zählen z.B. Bikomponentenfasern, bei denen der Mantel aus Polyethylen und der Kern aus Polypropylen besteht.

Unter einer Sandwich-Strukturierung wird verstanden, dass die Wattierung wenigstens zwei Vliesstoffschichten umfasst. Bevorzugt kann das Sandwich strukturierte Vliesmaterial aus 2, 3, 4, 5 oder 6 Schichten bestehen. Ein aus Schichten aufgebautes Vliesmaterial kann auch als Vliesverbundstoff angesehen werden. Die einzelnen Schichten können gleich aufgebaut sein oder jeweils zwei Schichten können sich in wenigstens einer physikalischen und/oder chemischen Eigenschaft voneinander unterscheiden. Dazu zählt z.B. die Art der Fasern, bei Fasermischungen deren Zusammensetzung, die Feinheit der Fasern, etc.

Bevorzugt besteht wenigstens eine der Schichten, insbesondere alle Schichten, aus biologisch abbaubaren und/oder kompostierbaren Fasern. In einer speziellen Ausführungsform weist eine erfindungsgemäße Sandwichstruktur mindestens drei Schichten auf, wobei die äußeren Schichten aus man-made Cellulose-Fasern und die innere Schicht aus davon verschiedenen Fasern besteht. Bevorzugt besteht wenigstens eine der äußeren Schichten aus Lyocell- Fasern. Desweiteren bevorzugt bestehen beide äußeren Schichten aus Lyocell- Fasern. Bevorzugt besteht die innere Schicht aus von Lyocell-Fasern verschiedenen biologisch abbaubaren und/oder kompostierbaren Fasern. In einer speziellen Ausführungsform umfasst die innere Schicht oder besteht die innere Schicht aus Polyesterfasern, insbesondere Polymilchsäurefasern. Die Verbindung der Schichten untereinander kann nach üblichen Verfahren, z. B. durch Nadeln, Nähen, Verkleben, Kaschieren, etc. erfolgen.

Zur Modifizierung ihrer Eigenschaften kann man die erfindungsgemäße Wattierung einer Behandlung mit einem Textiladditiv zur Modifizierung der Flydrophilie/Flydrophobie-Eigenschaften unterziehen. Geeignete Textiladditive sind beispielsweise die zuvor zur Ausrüstung der man-made Cellulose-Fasern beschriebenen Verbindungen.

Textilartikel

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Textilartikel, umfassend wenigstens eine Mischung von man-made Cellulose-Fasern, wie zuvor definiert, oder eine thermisch isolierende Wattierung, wie zuvor definiert. Eine spezielle Ausführungsform ist ein Textilartikel, umfassend wenigstens eine Mischung von Cellulose-Regeneratfasern, wie zuvor definiert.

Der Textilartikel ist vorzugsweise ausgewählt unter Bekleidungsartikeln. Dazu zählen speziell Oberbekleidung, Funktions-Sportkleidung, Outdoor-Bekleidung, leichte Sportjacken, Walkingjacken, Skijacken, Skihosen, Kinderbekleidung, Arbeitsbekleidung, Uniformen, Schuhe und Handschuhe. Des Weiteren kann es sich bei den Textilartikeln um Schlafsäcke handeln.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer Mischung von man-made Cellulose-Fasern oder eine Faser-Zusammensetzung oder einer thermisch isolierenden Wattierung, jeweils wie zuvor definiert, für die thermische und/oder akustische Isolierung.

Die erfindungsgemäßen man-made Cellulose-Fasern, Faser- Zusammensetzungen und Wattierungen eignen sich vorteilhaft zur thermischen Isolierung, beispielsweise für Dämmsysteme für den Einsatz in der Bauindustrie, z.B. zur Isolierung von Decken, Dächern, Böden, Wänden und anderen Gebäudeflächen. Sie eignen sich weiterhin zur Isolierung verschiedener Baumaterialien, wie z.B. von Rohren, Rollladenkästen und Fensterprofilen, von technischen Anlagen, wie beispielsweise Heizanlagen, oder von Haushaltsgeräten.

Die erfindungsgemäßen man-made Cellulose-Fasern, Faser- Zusammensetzungen und Wattierungen eignen sich auch vorteilhaft für eine akustische Isolierung, z.B. von Gebäuden, Automobilen, technischen Anlagen, Haushaltsgeräten, etc. Die akustische Isolierung kann dabei auf einer Schalldämmung (englisch sound proofing) oder einer Schalldämpfung (englisch acoustic treatment) beruhen. Bei der Schalldämmung wird die Ausbreitung von Schall behindert, indem der sich ausbreitenden Schallwellenfront ein Hindernis in den Weg gestellt wird, dessen Oberfläche ist so beschaffen ist, dass Schallwellen besonders gut reflektiert werden. Die Schalldämmung dient der akustischen Isolierung von Räumen gegen nicht erwünschten Lärm aus Nachbarräumen oder von außen.

Bei der Schalldämpfung oder auch Schallabsorption wird die Schallenergie verringert, indem sie teilweise in eine andere Energieform (z.B. Wärme) umgewandelt bzw. absorbiert wird. Dies führt zu einer gezielten Veränderung des Raumklangs, geringerem Hall und einer besseren Raumakustik. In der Haustechnik wird zur Geräuschminderung vielfach das Prinzip der Schalldämpfung eingesetzt, wobei die Schallwellen mit strukturierten und/oder porösen Oberflächen in Kontakt kommen.

Die EP 3375602 A1 beschreibt schallabsorbierende Textilkomposite, umfassend a) eine offenporige Trägerlage umfassend grobe Stapelfasern mit einem Titer von 3 bis 17 dtex und feine Stapelfasern mit einem Titer von 0,3 bis 2,9 dtex, und b) eine auf der Trägerlage angeordnete Strömungslage, umfassend eine mikroporöse Schaumlage. Diese Komposite dienen speziell zur Schallabsorption im Automobilbereich. Auf die in diesem Dokument beschriebenen Möglichkeiten zur akustischen Isolierung wird hier Bezug genommen.

Die Erfindung wird anhand der folgenden nicht einschränkenden Beispiele näher erläutert.

BEISPIELE

Für die folgenden erfindungsgemäßen Beispiele wurden jeweils Wattierungen auf Basis eines Lyocell-Fasergemischs eingesetzt, das bezogen auf das Gesamtgewicht 1/3 Fasern mit einer Feinheit von 1 ,7 dtex und einer Schnittlänge von 58 Millimetern und 2/3 Fasern mit einer Feinheit von 6,7 dtex und einer Schnittlänge von 60 Millimetern enthielt. Die erste Faser war hydrophil und zeichnete sich durch einen weichen textilen Griff aus, während die zweite Faser hydrophob war.

I) Messung des Wärmedurchgangswiderstands Rct [m 2 K/W]

(Wärmeisolation) des feuchten Füllmaterials nach DIN EN ISO 11092:2014-12 A

Für den Isolationseffekt von wärmeisolierenden Füllmaterialien ist es ausschlaggebend, inwieweit sie ihre wärmeisolierende Wirkung auch dann behalten, wenn sie z. B. durch starkes Schwitzen des Trägers feucht geworden sind. Textilien, die in diesem Fall stark in ihrer Wärmeisolation absinken, werden als unangenehm kalt empfunden.

Prüfgerät: Thermoregulationsmodell der menschlichen Flaut Prüfklima: T a = 20 °C, cp a = 65 % r.F.

II) Messung des Wasserdampfdurchgangswiderstands Ret [m 2 Pa/W] des Füllmaterials nach DIN EN ISO 11092:2014-12 A , der Kurzzeit- Wasserdampfaufnahmefähigkeit Fi [g/m 2 ], der Pufferwirkung von

Wasserdampf (Feuchteausgleichszahl Fd) und der Trocknungszeit des Schweißes vom Textil

Der Wasserdampfdurchgangswiderstand Ret (RET = Resistance to Evaporating Fleat Transfer) gibt an, wieviel Widerstand das Gewebe dem Durchgang von Wasserdampf entgegensetzt. Je kleiner der RET-Wert eines Kleidungsstücks, desto atmungsaktiver ist es.

Prüfgerät: Thermoregulationsmodell der menschlichen Flaut Prüfklima: T a = 35 °C, cp a = 40 % r.F.

Die Ermittlung der Kurzzeit-Wasserdampfaufnahmefähigkeit Fi in g/m 2 erfolgt in Verbindung mit der Messung des Wasserdampfdurchgangswiderstands Ret nach dem "schwitzenden" Flautmodell. Dazu werden die Proben vor der Messung 24 Stunden bei 35 °C und 40 % relativer Feuchte konditioniert und ihr "Trockengewicht" Gt ermittelt. Nach einer Messdauer von 1 Stunde, während der sie einem zeitlich konstanten Wasserdampfstrom ausgesetzt sind, werden die Proben erneut gewogen und ihr "Feuchtgewicht" Gf ermittelt. Die Kurzzeit- Wasserdampfaufnahmefähigkeit Fi ergibt sich als Differenz zwischen "Feuchtgewicht" Gf und Trockengewicht Gt.

Prüfgerät: Thermoregulationsmodell der menschlichen Flaut Prüfklima: T a = 35 °C, cp a = 40 % r.F.

Mit der Pufferwirkung von Wasserdampf wird der Tragezustand der Bekleidung erfasst, bei dem der Träger zwar schon schwitzt, der Schweiß jedoch noch innerhalb der Schweißkanäle der Flaut verdampft, so dass im Mikroklima der Kleidung ein erhöhter Wasserdampfpartialdruck, jedoch noch kein flüssiger Schweiß, auftritt.

Prüfgerät: Thermoregulationsmodell der menschlichen Flaut Prüfklima: T a = 35 °C, cp a = 30 % r.F.

Trocknungszeit des schweißnassen Textils am Hautmodell: Wenn das Textil nach einer gewissen Zeit abtrocknet, nimmt die Wärmeisolation wieder zu und erreicht letztendlich, sobald die ganze Feuchtigkeit aus dem Textil entwichen ist, den Ausgangswert Rct der trockenen textilen Fläche, wie dieser mit dem Hautmodell nach DIN EN ISO 11092:2014-12 A ermittelt wird. Die Zeitdauer zwischen der minimalen Wärmeisolation (Rct * ) und dem Erreichen der ursprünglichen Wärmeisolation des trockenen Textils Rct, wird als Trocknungszeit D t in Minuten ausgedrückt.

Die erfindungsgemäße Wattierung hat ein besseres Feuchtemanagement. Sie kann Schweiß in Form von Wasserdampf in der Faser speichern und verhindert einen Feuchtestau zwischen Flaut und Textil. Das Schwitzempfinden tritt deutlich langsamer auf.

III) Untersuchung der biologische Abbaubarkeit im Erdeingrabetest unter Laborbedingungen. Der Biodegradationstest wurde in Anlehnung an die DIN EN ISO 11721-2:2003 und EN ISO 846 durchgeführt. Prüfgegenstand war ein erfindungsgemäßes Lyocell-Vlies von 100 g/m 2 .

Vor der Eingrabung wurden die Prüfgegenstände in Quadrate (10 cm x 10 cm) geschnitten und bei Normklima vorkonditioniert. Vor der Eingrabung wurde jeder Prüfling gewogen. Die Prüflinge wurden befeuchtet und jedes Quadrat wird separat in einen Versuchsbehälter mit mikrobiell aktiver Erde (Prüferde) eingegraben und bei konstanter Temperatur (23 ± 5°C) inkubiert. Die mikrobiologische Aktivität der Prüferde wurde mittels Kontrollgewebestreifen aus 100 % Baumwolle (CO) sichergestellt. Die Entnahme und Reinigung der Prüfgegenstände erfolgten nach 22 Tagen, 43 Tagen und 57 Tagen Inkubation. Die Abbaubarkeit der Prüfgegenstände wurde über den Masseverlust bestimmt. Am letzten Ausgrabezeitpunkt wurde zur ökotoxikologische Untersuchung der Kressetest mit der den Prüfgegenstand umgebenden Erde durchgeführt. Ergebnis: Der Prüfgegenstand zeigte nach 43 Tagen Inkubation einen Massenverlust von 63,2 % und nach 57 Tagen Inkubation einen Massenverlust von 100 %. Die Probe wurde innerhalb von 57 Tagen vollständig abgebaut.

IV) Ökotoxikologische Prüfung (Kressetest)

Die Qualität der Versuchserde wurde im Kressetest nach OECD 208: 2006 am letzten Ausgrabezeitpunkt beurteilt. Die Keimrate der Gartenkresse ( Lepidium sativum) aus 40 Samen wurde im Vergleich zum Kontrollansatz über die Anzahl der Keimlinge erfasst. Die gebildete Kresse-Biomasse wurde nach 7 Tagen Inkubation in der Kontroll- bzw. Prüferde ermittelt. Als Negativ-Kontrolle diente die Erde ohne eingegrabene Probe.

Ergebnis: Die analysierte Prüferde des Prüfgegenstands nach 57 Tagen Inkubation beeinflusste die Keimrate und die Bildung der Biomasse im Test mit Gartenkresse ( Lepidium sativum) nicht.

V) Untersuchung der biologische Abbaubarkeit einer erfindungsgemäßen Fasermischung aus Lyocell-Fasern und PLA/PBS-Bikomponentenfasern im Erdeingrabetest unter Laborbedingungen.

Für die folgenden erfindungsgemäßen Beispiele wurde ein Vlies auf Basis einer Fasermischung eingesetzt, die 80 Gew.-% Lyocell-Fasern und 20 Gew.-% Mantel/Kern-Bikomponentenfasern mit Poly(butylen-succinat) (PBS) als Mantel und Polymilchsäure (PLA) als Kern enthielt. Die Lyocell-Fasern waren ein erfindungsgemäßes Fasergemisch, das bezogen auf das Gesamtgewicht 1/3 Fasern mit einer Feinheit von 1 ,7 dtex und einer Schnittlänge von 58 Millimetern und 2/3 Fasern mit einer Feinheit von 6,7 dtex und einer Schnittlänge von 60 Millimetern enthielt. Der Biodegradationstest wurde in Anlehnung an die DIN EN ISO 11721-2:2003 und EN ISO 846 durchgeführt. Prüfgegenstand war ein erfindungsgemäßes Lyocell-Vlies von 100 g/m 2 .

Vor der Eingrabung wurden die Prüfgegenstände in Quadrate (10 cm x 10 cm) geschnitten und bei Normklima vorkonditioniert. Vor der Eingrabung wurde jeder Prüfling gewogen. Die Prüflinge wurden befeuchtet und jedes Quadrat wird separat in einen Versuchsbehälter mit mikrobiell aktiver Erde (Prüferde) eingegraben und bei konstanter Temperatur (23 ± 5°C) inkubiert. Die mikrobiologische Aktivität der Prüferde wurde mittels Kontrollgewebestreifen aus 100 % Baumwolle (CO) sichergestellt. Die Entnahme und Reinigung der Prüfgegenstände erfolgten nach 5 Wochen, 14 Wochen und 23 Wochen Inkubation. Die Abbaubarkeit der Prüfgegenstände wurde über den Masseverlust bestimmt. Am letzten Ausgrabezeitpunkt wurden zur ökotoxikologische Untersuchung der Kressetest und die Prüfung der akuten Regenwurm -Toxizität mit der den Prüfgegenstand umgebenden Erde durchgeführt. VI) Ökotoxikologische Prüfung (Kressetest)

Die Qualität der Versuchserde aus Beispiel V) wurde im Kressetest nach OECD 208:2006 am letzten Ausgrabezeitpunkt beurteilt. Die Keimrate von Gartenkresse ( Lepidium sativum) aus 40 Samen wurde im Vergleich zum Kontrollansatz über die Anzahl der Keimlinge erfasst. Die gebildete Kresse- Biomasse wurde nach 7 Tagen Inkubation in der Kontroll- bzw. Prüferde ermittelt. Als Negativ-Kontrolle diente die Erde ohne eingegrabene Probe. Ergebnis: Die analysierte Prüferde des Prüfgegenstands nach 23 Wochen Inkubation beeinflusste die Keimrate und die Bildung der Biomasse im Test mit Gartenkresse ( Lepidium sativum) nicht.

Die Prüfung der akuten Regenwurm-Toxizität nach OECD 207 ergab keinen Einfluss auf die Mortalität nach 7 Tagen. Der Test wurde bestanden.